Bücher mit dem Tag "reiseberichte"
24 Bücher
- Cecelia Ahern
Das Jahr, in dem ich dich traf
(400)Aktuelle Rezension von: MiripandaSchwaches Buch der Autorin...
Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...
Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.
Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten.
Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...
Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.
3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.
- Nina Sedano
Fernweh im Herzen
(18)Aktuelle Rezension von: ckfreeDas Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.
Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.
Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe. - Bettina Tietjen
Tietjen auf Tour
(20)Aktuelle Rezension von: peedeeEinmal Camping – immer Camping! So heisst es zumindest im Hause Tietjen. Als junge Erwachsene zum ersten Mal mit Freunden beim Camping und dann war Bettina Tietjen klar, dass das ihre bevorzugte Ferienart ist. Das kleine rollende Zuhause in Form eines kleinen Busses ist immer dabei. Schöne Sicht, gute Gesellschaft, Wasser, leckeres Essen – mehr braucht es nicht. Die Moderatorin erzählt Anekdoten aus ihren Campingurlauben.
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir – es zeigt genau, was mich erwartet, nämlich Camping, Freiheit, ungekünstelte Moderatorin.
Frau Tietjen „kenne“ ich natürlich aus dem Fernsehen: Sie ist eine sehr sympathische Moderatorin und ich freue mich immer, ihre Gesprächsrunden mit spannenden Gästen zu sehen. Zudem mag ich ihren Humor sehr gerne. Von Frau Tietjen habe ich das sehr berührende Buch „Unter Tränen gelacht“ gelesen, in dem sie von der Demenzerkrankung ihres Vaters – und dem Umgang der Familie damit – erzählte. Hier nun ein ganz anderes Thema: Camping. Vorab muss ich der guten Ordnung halber festhalten, dass mich die Campingfaszination noch nicht gepackt hat. Und wenn es dann sein „müsste“, würde ich auf jeden Fall in einem Wohnmobil übernachten wollen, und nicht etwa im Zelt (das ist vielleicht eine Altersfrage, ich weiss es nicht…). Aber lesetechnisch bin ich doch fast überall gerne dabei – hier nun eben beim Campen!
Die Familie unternimmt viele Reisen, in nahe gelegene oder weiter entfernte Destinationen, wie z.B. Frankreich, Korsika (ich weiss, es gehört zu Frankreich, aber ich möchte es trotzdem erwähnt haben), Italien, Deutschland oder auch Kanada.
Nicht nur Bettina Tietjen liebt Camping, nein, auch ihre beiden Schwestern finden es toll. Das ist umso mehr überraschend, als dass ihre Eltern „niemals auch nur einen Fuss auf einen Campingplatz gesetzt“ haben. Es gibt viele amüsante Episoden, wie z.B. von Campern, die mit zwölf (!) Pudeln auf dem Platz waren; von einer liebevoll zubereiteten Fischsuppe, die nicht fehlerfrei auf dem Teller landete; der korrekte Umgang mit einer Porta-Potti (Nicht-Camper müssen diesen Begriff mal googeln).
„Die Seele muss auch ankommen. Im Wohnmobil hat sie Zeit dazu.“
Mir hat das Buch gut gefallen, aber einem Camper-Fanclub möchte ich mich trotzdem nicht anschliessen *grins* – 3 Sterne. - Andreas Altmann
Gebrauchsanweisung für die Welt
(55)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannWas für eine Verneigung vor der Welt und vor den Menschen, was für ein grandioser Appell, die Lebenszeit auf dieser Welt nicht zu verschwenden. Ungeschminkt und ohne Beachtung irgendeiner Etikette, eins zu eins den eigenen Erfahrungen entlehnt. So bringt uns der Lebenskünstler und Reiseautor Andreas Altmann in gewohnt offener Sprache die Welt als Möglichkeits- und Erkenntnisraum nahe. Er lädt dazu ein, die Welt staunend zu erleben. Auch wenn die gewählten Worte oft derb daherkommen, so sind sie doch so fein gesponnen, dass sie den Leser treffen und sein Blut und Gehirn in Wallung versetzen. Man wird förmlich mitgerissen von der Leidenschaft des Autors für unsere einzigartige Welt. Ja, es kommt sogar vor, dass man beim Lesen die eine oder andere Träne verdrücken muss oder auch einfach fließen lässt.
Es gibt dabei Passagen voller Wärme und Herzlichkeit (die Liebe kommt ebenfalls zu ihrem Recht), es gibt aber auch den Furor beispielsweise gegenüber dem Allmachtsanspruch und den Verführungskünsten der Religionen. Und es gibt sie, die Sätze, die für sich genommen, bereits den Kauf des Buches lohnen. Beispielhaft sei hier der folgende erwähnt: „Die Fremde bringt Fremde näher.“ Kann man präziser von der Melange von unterschwelliger Angst vor dem Neuen und dem Zauber der Annäherung berichten? Hier ein weiteres Beispiel, bei dem es sich lohnt, dem Nachklang zu lauschen: „Noch wurde kein Gott erfunden, der es mit den schwungvollen Formen einer Frau aufnehmen könnte. Und kein Gebet, um davon abzulenken.“
Und bei alldem kommen natürlich die Reisebeschreibungen nicht zu kurz. Man wird entführt – nicht in die Fünfsternehotels in den Luxusressorts dieser Welt, sondern in die Tiefen der menschlichen Erfahrungen beim Reise in die Welt. Es sind diese hautnahen und außergewöhnlichen Erlebnisschilderungen, die schon das Lesen darüber zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Es wirkt nach. Und zwar so stark, dass im Verlauf der Lektüre die ersten Reise(Lebens-)pläne entstehen. Bei mir war es Quakenbrück, immerhin einige hundert Kilometer vom Wohnort entfernt. Im Buch als „wohlklingendes“ Synonym für Provinzialität und Biederkeit verwendet, die es zu überwinden gilt. Fazit: Auch Quakenbrück lohnt eine Reise – zumal, wenn man diese mit der durch das Buch gewonnenen neuen Offenheit antritt.
(21.5.2017)
- Diverse
Historische Reisen - rund um den Globus
(14)Aktuelle Rezension von: AischaEs klang sehr verlockend für mich: in Zeiten von Flugscham und pandemischen Reisebeschränkungen kurzerhand eine literarische Weltreise anzutreten, indem ich mir die Berichte von Journalistinnen, Auswanderern und Forschungsreisenden anhörte. Der Verlag Audiobuch hat dazu 13 Reisegeschichten aus über 250 Jahren ausgewählt und ließ diese von hervorragenden Sprechern vertonen. Die Texte sind von unterschiedlichster literarischer Qualität. Flugpionierin Amelia Earhart war für mich diesbezüglich eher eine Enttäuschung, wohingegen (kaum überraschend) die Erzählung des Autors und Berufspiloten Antoine de Saint-Exupéry einfach grandios ist. Seine Begeisterung fürs Fliegen ist spürbar, darüber hinaus wird man mit interessanten philosophischen Betrachtungen belohnt. Auch die schweizer Journalistin Annemarie Schwarzenbach weiß mit Worten umzugehen. Ihr Bericht über ihre Reise nach Afghanistan, die sie zusammen mit einer Freundin 1939 unternahm, gewährt beeindruckende Einblicke in eine Kultur, die uns auch heutzutage noch weitgehend fremd ist.
Besonders gespannt war ich auf die Schilderungen des Orientalisten Thomas Edward Lawrence (besser bekannt als "Lawrence von Arabien"), da ich im vergangenen Jahr selbst Saudi Arabien bereisen durfte. Seine Kriegserlebnisse sind spannend und sehr informativ, allerdings weist die über siebeneinhalbstündige Erzählung auch einige Längen auf. Und bei all den arabischen Namen kann man schon mal durcheinander kommen.
Überhaupt stellen historische Texte für mich als Laien immer eine Herausforderung dar. Und in der Form eines Hörbuchs ist diese Herausforderung noch größer. Denn man kann nicht mal schnell zurück blättern, und auch eigene Recherche gestaltet sich schwierig, wenn man die korrekte Schreibweise von Orts- und Personennamen nicht kennt.
Sehr schön gestaltet ist das Booklet. Es enthält neben dem Inhaltsverzeichnis auch Fotos bzw. Abbildungen der Autoren, knappe biografische Informationen und Fakten zur Veröffentlichung der Reiseberichte.
- Martina Sahler
Die Zarin und der Philosoph (Sankt-Petersburg-Roman 2)
(100)Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincessInhalt: Bereits seit zehn Jahren sitzt Katharina die Große auf dem russischen Zarenthron, als sich Friedrich der Große in Preußen dazu entschließt, einen Philosophen nach Sankt Petersburg zu schicken, der sich in die engsten Kreise der Zarin begeben und ihm Bericht erstatten soll. Sitzt mit Katharina tatsächlich eine "Philosophin auf dem Thron"? Wie steht es um die Leibeigenschaft im großen Reich im Osten? Und kann die junge Ehe des Philosophen Merviers tatsächlich den Umzug in ein vollkommen fremdes Land überstehen?
Fazit: Nachdem mich "Der Winterpalast" und "Die Zarin der Nacht" von Eva Stachniak restlos überzeugt haben, war ich sehr gespannt auf einen weiteren Roman in den deutschen Buchhandlungen, der sich mit Katharina der Großen auseinandersetzt. Ich muss ehrlich sagen, dass "Die Zarin und der Philosoph" (welches mittlerweile unter dem Titel "Die Zarin und der Spion" neu erschienen ist) nicht mit den Büchern von Eva Stachniak mithalten kann, aber dies kann durchaus Geschmackssache sein. In diesem Roman lag weniger Fokus auf den tatsächlichen historischen Ereignisse um Katharina II., als viel mehr auf den fiktiven Figuren in ihrem erweiterten Umfeld in Sankt Petersburg, wie beispielsweise auf dem preußischen Philosoph Stephan Mervier und seiner Frau Johanna. Der Schreibstil ist sauber und die Storyline entwickelt sich hauptsächlich geradlinig, wenn auch aus einigen Perspektiven. Zum Ende hin konnte mich die Autorin jedoch tatsächlich überraschen. Schwierig fand ich die Forderungen Merviers an die Zarin. Man meint, er müsse sie überreden wollen, sich an europäischen, allen voran preußischen Standards in ihrer Politik zu orientieren, fordert aber dann Dinge von ihr, die teilweise auch in Preußen noch lange keine Anwendung finden.
Empfehlung: Wer sich gern auf eine fiktive Handlung einlassen möchte, bei der Katharina die Große diese zwar maßgeblich lenkt, aber nicht zwingend im Mittelpunkt steht, dem sei dieser Roman empfohlen.
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(14)Aktuelle Rezension von: WanderingBookwormIronischerweise bekam ich dieses Buch geschenkt, als eine Reise für mich endete. Meine erste große Reise, die in mir das unauslöschliche Fernweh ausgelöst hat. Als ich Anfang 2020 mit gebrochenem Weltenbummler-Herzen von Corona wieder nach Hause geschickt wurde, habe ich dieses Buch bekommen. Auf der ersten Seite steht "Willkommen zurück", und ich begann, meine Reise zumindest auf dem Papier fortzusetzen. Es wurde zum ersten Buch, in dem ich besonders schöne Sätze farbig markierte. Sätze, die von Fernweh, Begegnungen, Abenteuern und manchmal auch von Heimweh erzählten. Ich habe es sehr genossen, durch die verschiedenen Geschichten hinweg mit den verschiedensten Menschen zu reisen. Jeder Autor und jede Autorin hatte eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, hat neue Perspektiven aufgezeigt und auf Dinge hingewiesen, die ich mir für zukünftige Reisen merken werde, um ebenso offen für das Unbekannte zu werden, wie diese Menschen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es bietet Inspiration für Reisende, ein kleines Fenster für die, die Reisen wollen, aber nicht können, und einen Schubs für die, die sich nicht trauen. Auch nach drei Jahren nach wie vor einer meiner Lieblinge im Regal.
- Uta-Caecilia Nabert
Wieder da und doch nicht hier
(26)Aktuelle Rezension von: svesoUta-Caecilia Nabert war selbst zwei Jahre auf Weltreise und widmet sich in "Wieder da und doch nicht hier" der Zeit, mit der die meisten Reiseberichte enden: der Rückkehr. In Form von Berichten lässt sie 23 Weltreisende sowohl von ihrer Reise, ihren Erfahrungen, aber vor allem von ihrer Heimkehr, den Gefühlen, der Verarbeitung und dem Umgang mit dem Fernweh erzählen. Während sich einige Aussagen decken, unterscheiden sich andere stark voneinander und bilden ein breites Spektrum von Weltenbummlern und Heimkehrern ab.
Was mir vor allem gefällt, ist die Offenheit und die Emotionalität, mit der hier berichtet wird. So konnte ich vieles direkt nachvollziehen, mich in die Menschen hineinversetzen und selbst überlegen, wie ich mit Reisen und meiner Heimkehr umgegangen bin oder welche Möglichkeiten es eventuell für die Zukunft gibt.
Uta-Caecilia Nabert hat neben kurzen Schlagworten zu den einzelnen Persönlichkeiten, Berufswegen und Publikationen am Ende sowohl eine Literaturliste als auch eine Liste mit hilfreichen Quellen zur Rückkehr und Wiedereingliederung zusammengestellt, die einigen sicherlich sehr nützlich sein werden.
- Morten Hübbe
Per Anhalter durch Südamerika
(14)Aktuelle Rezension von: Jan-SpelunkaDas junge Autorenduo M. Hübbe/R. Neromand-Soma nimmt den Leser mit auf ihre rund zweijährige Tour durch Südamerika, zeigt ihm Teile Argentiniens, Uruguays, Boliviens und rund zehn weiteren Ländern des Kontinents. Eine solche Mammut-Tour, 56.000 Kilometer wurden per Anhalter bewältigt, verdient ohne Frage Bewunderung, großen Respekt und von meiner Seite auch eine Menge Sympathie. Wer ist schon bereit, aus purer Neugier und Abenteuerlust derart gewaltige Strapazen und unvorhersehbare Risiken auf sich zu nehmen?
Von daher hatte ich ein interessantes, spannendes Buch über Südamerika erwartet und es weitestgehend auch bekommen! Das über 420 Seiten dicke Buch bietet eine enorme Fülle an Berichten, Erfahrungen und Eindrücken. Im Mittelteil befinden sich etwa 50 farbige Bilder, die uns das Gelesene noch näher bringen.
Auch bekommen die Autoren im Fototeil endlich Gesichter, während die beiden im Text eine, hoffentlich unbeabsichtigte Distanz zum Leser aufbauen, die den Lesegenuss leider schmälert. Das anonyme „wir/ich“ (ohne auch nur einmal zu erklären, wer gerade hinter dem Ich steckt) lässt einen mit der Zeit gleichgültig werden. Man könnte an vielen Stellen mitfiebern oder sich freuen. Oder sich für ohnehin kaum erwähnte private Schwierigkeiten (Konflikte, Krankheiten, Stimmungen, Sehnsüchten) interessieren, aber die errichtete Mauer ist zu dick. Die Autoren haben sich nicht in den Leser hineinversetzen können oder sich nicht die Mühe machen wollen. Schade für die beiden, denn sie haben hier die große Chance vertan, aus ihren vielfältigen, wahrscheinlich einmaligen Erfahrungen ein ganz besonderes Buch zu machen, vielleicht sogar in der liebenswerten Art von „Ich bin dann mal weg“.
Dennoch habe ich die Reiseberichte sehr gern gelesen – die enthaltenen Schilderungen und Informationen sind ihr Geld allemal wert! Erwähnenswert sind die teilweise sehr originellen, bzw. gelungenen Formulierungen.
- Tanja Trash
Maisbier & Buttertee
(1)Aktuelle Rezension von: Andrea_HahnfeldIch darf vorausschicken: Eigentlich lese ich keine Reiseberichte. Für mich ist das wie die Dia-Shows aus den späten 80ern, in denen ein Onkel mit Projektor den Rest der Familie zwang, stundenlang unscharfe Reisefotos zu schauen und dabei langweilige Geschichten erzählen. Ich kann mich nicht erinnern, mehr als die gelegentlichen Artikel in Geo-Magazin im Wartezimmer von Ärztinnen gelesen zu haben. Ich bin also ÜBERHAUPT nicht die Zielgruppe von “Maisbier & Buttertee: Leben und Überleben in China” von Tanja Trash.
Aber ich studiere mit der Autorin an der ASH und ihre Texte sind immer so humorig. Außerdem ist sie auch in Person eine coole Type, mit der sich stundenlang quatschen lässt. Also musste ich unbedingt ihr Buch lesen – auch wenn es ein Reisebericht war.
Ganz anders als erwartet, geht es um lustige und eindrückliche Begegnungen mit Chinesinnen und Chinesen. Die zusätzliche Punk-Perspektive macht das Buch doppelt interessant. Mein Lieblingskapitel ist definitiv “Unterwegs mit Bus und Bahn”, bei dem ich mehrmal beim Mitlesen in laute Ekelrufe verfallen bin und lachen musste.
Und beim Lesen gab es für mich auch eine traurige Selbsterkenntnis: So gerne ich mich als Reisende sehen würde, den Herausforderungen Chinas wäre ich nicht gewachsen. Ich könnte nur mit Tross und eigenem Personal reisen oder einer riesigen Schutzblase um mich herum, die mich schön auf Abstand hält und dosiert das Zumutbare zu mir hereinlässt. Schon allein ein in meiner Nudelsuppe schwimmender schwarzer Hühnerfuß wäre für mich der sofortige Tod durch Herzinfarkt gewesen. Selbst wenn ich keine Vegetarierin wäre, hätte ich die Hühnerklaue nicht mal abgeleckt. Daher Chapeau an die Autorin, die sich mit ihrem Reisegefährten Geralf mutig den Fuß geteilt hat. Wie er dann aber schmeckte, darüber wird geschwiegen. Neugierige müssen selbst mit dem Bus in die chinesische Provinz reisen, um ihn zu probieren ;)
Von den Zuständen im Bus ganz zu schweigen: Enge, Rauchschwaden, Lärm und Körperflüssigkeiten/-gerüche. Und ich sah mich förmlich, wie ich alle Mitreisenden im Bus ansprechen (wahrscheinlich hysterisch anschreien) würde, doch bitte die Zigaretten auszumachen, den Fernseher leise zu schalten und bitte, bitte, BITTE nicht auf mich zu spucken. Wahrscheinlich hätte man mich auf halber Strecke aus dem Bus geworfen – und vielleicht enden deshalb einige Europäerinnen als Nonnen und Mönche in Tibet. Sie konnten einfach nicht mehr mit dem Bus weiterfahren und der Weg zurück war zu Fuß schlicht zu weit.
Ich kann nicht sagen, ob alle Reiseerinnerungen sind wie “Maisbier und Buttertee: Leben und Überleben in China“. Aber der Reisebericht von Tanja Trash ist lustig, anders, lesenswert – und spricht von einer tiefen Wertschätzung gegenüber den Erfahrungen und Begegnungen mit Land, Menschen und Kultur.
- Annette Langen
Briefe von Felix (Jubiläumsausgabe)
(1)Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste25 Jahre "Briefe von Felix"
Zum Jubiläum erscheint der erste Band "Briefe von Felix" in einer besonders schönen Ausgabe. Ein Muss für alle Felix Fans aber auch ein toller Einstieg für alle die die Geschichten des kleinen abenteuer- und reiselustigen Hasen noch nicht kennen.
Felix lebt eigentlich bei der kleinen Sophie in Münster. Doch von Zeit zu Zeit geht er mehr oder weniger freiwillig auf Reisen, auf denen er sehr viel erlebt, viel entdeckt und dann seiner Sophie Briefe aus der Ferne schreibt in denen er sie, und somit auch uns, an seinen Erlebnissen teilhaben lässt.
Im ersten Band, der nun als Jubiläumsausgabe herausgekommen ist, reist Felix durch die Welt.Paris, Rom, Kairo, Kenia und sogar New York lernt der Hase kennen.Sophie macht sich anfangs viele Sorgen um ihren Lieblingskuschelhasen doch mit der Zeit freut sie sich über jeden Brief mehr. Das besondere an dem Buch ist die Aufmachung denn die Briefe die Felix schreibt liegen als echte Briefe bei. Das Kind kann sie heraus holen und sich vorlesenlassen bzw. selber lesen. Oft liegt den Briefen auch noch etwas bei. z.B. Fotos.Wenn ich bedenke, das "Briefe von Felix" und "Abenteuerliche Briefe von Felix" eine der ersten Bücher meiner Kinder vor 25 Jahren waren, und ich einen Teil meiner Diplomarbeit über diese Geschichten verfasst habe, dann fühlt es sich schon etwas seltsam an. Es ist als wäre es gestern gewesen, dass ich mit Annette Langen oft sehr lange Telefonate führte und sie mir von ihren neuen Buchplänen berichtet und nun wird einem bewusst das bereits über 20 Jahre vergangen sind.Damals wie heute lieben die Kinder die Geschichten, die mittlerweile sogar in Kinofilmen lebendig wurden. Daran war vor 25 Jahren nicht zu denken.Das Konzept der Bücher geht auf. Fiktion triff auf Sachinformation und genau diese Mischung lieben die Kinder. Gestaltet als umfangreiches Bilderbuch mit tollen Bildern und vielen Extras ist es aber nicht nur ein Vorlesebuch sondern auch eine tolle Geschichte zum selber lesen. Darüber bieten alle Bücher wunderbares Material für den Einsatz in Kindergarten und Grundschule. Auf den Spuren von Felix zu wandeln macht einfach Spaß.
Zum 25. Geburtstag gibt es aber nicht nur die Jubiläumsausgabe des ersten Bandes sondern auch einen tollen neuen Band in dem Felix die Schweiz entdeckt. davon berichte ich auf einer eigenen Seite mehr:
- Diverse
Europareise
(17)Aktuelle Rezension von: EdelstellaEinfach wunderbar diese Europareise bekannter Autoren, erschienen beim Audio-Verlag, hörbar auf 8 CD's, besprochen von bekannten Synchronstimmen.
Der Hörgenuß dieser Reise ist von ganz besonderer Art:
Da umgarnt mich Goethe voller Romantik und entführt mich nach Italien, insbesondere nach Rom und Neapel und ich kann es riechen und sehen und fühlen. Barenberg nimmt uns mit und wir nehmen ihm den Goethe ab, er ist es gar. Wunderbar.
Stefan Zweig hat mich besonders mit der Beschreibung der Großartigkeit von Oxford gefangengenommen und ich möchte einfach da mal hin. Till Hagen hat das gut umgesetzt und mich träumen lassen. Bei Zweig wünsche ich mir immer, auch über so eine wortgewaltige Sprache zu verfügen.
Und dann eine Reise nach Norwegen auf den Spuren Nansens, besser gesagt auf seinen Schneeschuhen. Welch positive Lebenseinstellung, was für ein Elan und wie großartig die Schneewelt dort beschrieben wird. David Nathan hat hier seine Stimme geliehen. So frisch wie der Schnee selbst.
Ich fand auch Heines Ausflug nach Polen sehr gut. Das Land aus Sicht des einfachen Bauern und deren Verhältnis zu den Edelleuten und wiederum deren Stellung zu Frankreich und Rußland.
Sehr wissenswert und wertschätzend. So wie es Heines Art war!
So kann man immer weiter schwärmen, auch wenn man Dickens durch Frankreich begleitet und sich so manches Schmunzeln nicht verkneifen kann.
Was haben diese großen Menschen für Strapazen auf sich genommen und trotzdem sind sie an ihnen gewachsen und wir dürfen die jeweiligen Zeiten und Sehenswürdigkeiten durch ihre Augen betrachten und oft geben sie Raum, uns ein eigenes Bild zu machen.
Ein Kulturgenuß der Lust macht, den nächsten Zug zu nehmen und hinaus in die Welt zu schreiten und der Neugier auf weitere Werke der großen Erzähler/innen macht.
Selbst der Umkarton der CD's ist sehr elegant gestaltet, zeigt er doch meines Erachtens eine Bühne mit Vorhängen für den nächsten Aufzug! Ich vergebe 5 Sterne und eine klare Empfehlung, wenn man ein besonderes Geschenk für einen verehrten Menschen braucht.
- Katharina Füllenbach
KIRGISTAN
(18)Aktuelle Rezension von: ArdennesSelbst erlebte und gelebte Reise spannend und fesselnd beschrieben. Toll gemacht. - Katharina Füllenbach
KRIM
(31)Aktuelle Rezension von: AdlerhorstÜber die Krim wird in unseren Medien in einem mehr oder weniger immer gleichen Grundton berichtet und wenige westliche Europäer trauen sich in diesen Tagen, die Halbinsel zu besuchen. Umso lesenswerter also der Reisebericht von Katharina Füllenbach, diesich im November letzten Jahres aufgemacht hat, um die aktuellen dortigen Lebensverhältnisse in Augenschein zu nehmen. Sie blendet die politischen Verhältnisse nicht aus, aber sie richtet den Blick auch auf die kulturellen Höhepunkte der Region und bringt eine Reihe historischer Zusammenhänge in Erinnerung, die man durch die jüngsten politischen Turbulenzen aus dem Auge verloren hat. Ingesamt eine spannende und informative Lektüre und eine interessante Lektion über die Differenz von Eigen- und Fremdwahrnehmung.
- Jutta Hammer
Schildkröten haben keinen Außenspiegel
(17)Aktuelle Rezension von: mamamal3Die Autorin hat mehrmals Madagaskar bereist, vor allem für ihre beruflichen Schildkröten-Forschungen, aber auch um ‚Land&Leute‘ kennenzulernen. Dabei bekommt sie es mit den Tücken der innerländischen Transportarten zu tun, aber erlebt auch den Lebensstil der Einheimischen auf eine ganz besonders intensive Art. Schildkröten aufzuspüren gehört genauso dazu, wie besendern, fotografieren und beobachten. Auch die gelebte Kultur (Feiertagsfestlichkeiten oder Beerdigungen) werden hier beschrieben. —- Ohne das Land bisher bereist zu haben, macht dieses Buch Lust auf mehr. Auch wenn einige Sitten und Bräuche eigentümlich daherkommen und sicher nicht für jeden sympathisch wirken, so schafft es die Autorin trotzdem, jeden Leser gut zu unterhalten. Sie wirkt in jeder Situation gelassen, ich glaube sie lässt sich auch sonst nicht leicht aus der Ruhe bringen. Das macht nicht nur sie sehr angenehm, sondern vor allem ihr Buch. Auch die Fotos, Zeichnungen, angehängten Erklärungen im Glossar vervollständigen das Gelesene noch. Ich würde mich sehr freuen, mehr von ihren Erlebnissen zu lesen! - Michael Crichton
Im Kreis der Welt
(7)Aktuelle Rezension von: Kleiner HarlekinDas 1989 verfasste Buch bietet einen herrlichen Einblick in die Welt des Weltbestsellerautors Michael Crichton. Dabei ist es nicht nur für Reiseverrückte, sondern allgemein für jeden, der gerne liest und sich weiterbilden möchte, egal, in welcher Hinsicht. Denn auf seinen "Reisen" betritt Crichton auch die umstrittene Welt des Übersinnlichen. Allein wegen dieser Erfahrungen ist das Buch es wert, gelesen zu werden. Mir selbst hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht, da der ungewöhnliche Humor eines Michael Crichton hier unverfälscht drinsteckt. Obwohl es (das Buch) bereits über 20 Jahre alt ist und die Welt, über die Crichton schreibt, sich verändert hat, gibt es viele Stellen, die einfach zeitlos sind. Welche das sind, soll jeder Leser selbst herausfinden. - Carl von Siemens
Der Tempel der magischen Tiere
(2)Aktuelle Rezension von: AriettaInhaltsangabe: Quelle Piper-Verlag
Seit jeher begeben sich Schriftsteller auf Reisen, um das Natürliche, das Unverfälschte und das Ursprüngliche zu erfahren. Und um Antworten auf die Fragen des eigenen Lebens zu erhalten. Carl von Siemens folgt dieser Tradition. Bei indigenen Völkern im pazifischen Raum möchte er lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. In Australien begegnet er dem magischen Denken der Aborigines und teilt ihren Alltag im Outback. Auf Mangaia, der ältesten der Cookinseln, erlebt er die Vormoderne nur mehr als Spuk. Und in Peru wird er von Mestizen und Amazonasindianern in den Gebrauch halluzinogener Pflanzenmedizin eingewiesen. Bei seinen sinnlich und elegant erzählten Reisen stößt Carl von Siemens nicht nur an die Enden der Welt vor. Sie werden auch zu Ausflügen in die Tiefen seiner Seele, die er mit pointierter Selbstironie erforscht.
Meine Meinung zum Autor und Buch:
Schon die Einleitung mit dem Gedicht von,“ Claude Levi-Strauß fand ich sehr ergreifend. Ich wurde durch eine Bekannte auf dieses Buch Aufmerksam und war total Angetan davon. Ich wurde beim Lesen nicht enttäuscht, es fesselte mich von Anfang an. Sehr gut erkennt der Autor die Umweltsünden unsere westlichen Nationen, die Zerstörung des Regenwaldes und das Ausrotten der Naturvölker. Ein spiritueller Roman, es sind auch die Ausflüge in die tiefen der Seele an der uns er teilhaben lässt. Sein Wille durch Meditation durch die Medizin aus dem Schatten seiner Familie zutreten, wird sehr deutlich. Es ist eine Reise durch seine innerste der Gefühle. Sein Schreibstil ist klug, kraftvoll und klar, ohne unnötige Schnörkel, er gibt vieles schonungslos Preis. Alle Stationen seiner Reise sind sehr bildhaft beschrieben, das man Australien, Ozeanien und Lateinamerika mit seinen Bewohnern förmlich vor sich sieht. Ein außergewöhnlicher Reisebericht, der einem gefangen nimmt und nachdenklich macht.
Zum Buch:
Sehr gut gefiel mir sein erste Reise nach Australien, hier lernen wir viele Menschen kennen, denen Carl von Siemens begegnet und erfahren auch wie es überhaupt zu dieser Reise kam. Fasziniert haben mich die alten Sitten und Gebräuche der Ureinwohner Aborigines, ihres magischen Denkens und ihren telepathischen Fähigkeiten. Besonders das Fest und die Verehrung der Regenbogenschlange. Ozeanien war nicht weniger spannend, sehr schön hat er dieses Insel beschrieben, die Korallenriffe und Lagunen. Auch hier macht Carlos viele neue Erfahrungen, über Sitten und Gebräuche. Eine Rolle spielt die Pflanze „ Ayahusaca“ von der die Ureinwohner nur von Respektvoll der Medizin sprechen, einer der stärksten Drogen der Welt. Ob ich so etwas ausprobieren möchte nein, deshalb zolle ich gr0ßen Respekt, die dieses Wagnis eingehen um auf eine Reise in sich selbst zu begehen. Hier lernte man viele Skurrile Gestalten kennen, humorvoll, ernst und interessant erzählt, und deren und Carls Selbsterfahrungen. Der letzte Teil seiner Reise Amazonien war mit die spannendste, facettenreichste und Abenteuerlichste. Esteban mochte ich, es war als ob er in die Seele, der Betroffenen blicken könnte. Die Meditation durch die Medizin von Masteo Isideros und Felipe, in der sich die Teilnehmer, auf eine Reise in ihr innerste ihrer Seele und des Geistes begeben, war schon ein Wagnis. Dieses Experiment empfand ich als sehr gefährlich, und auch schonungslos beschrieben, als er die ganze Ahnenreihe seiner Familie vor sich sieht, und ihm vieles bewusst und deutlich macht. Diese Reise hat ihm und uns Lesern viel gegeben, geschenkt , gebenund uns bewusst gemacht. Es war schön Australien, Ozeanien und Lateinamerika, mit all den Menschen, Sitten und Gebräuchen kennen zulernen. Kapitän Cooks Spuren noch einmal zu folgen.
„Eine wirkliches Meisterwerk, facettenreich, Abenteuerlich und spannend erzählt“
- Andreas Pehl
Sehnsucht Italien
(15)Aktuelle Rezension von: Nimmie_AimeeEine akustische Reise durch Italien.
Eine Sammlung von Reisereportagen führen von Norditalien bis zum Süden. Giuseppe Verdi, Goethe, Michelangelo.... viele bekannte Künstler werden mit Anekdoten vorgestellt. Ein Kochduell von Musiklegenden, das Grab der Etrusker, das geheimnis von Pompeii und viele weitere Themen werden behandelt.
Die einzelnen Kapitel sind thematisch nicht zusammenhängend. Überwiegend werden Themen aus der Musik und Kunst behandelt, aber es gibt auch ein paar geschichtliche Episoden.
Die Geschichen sind sehr spezifisch und geben eine bestimmte Handlung im detail wieder. Mir hätte es jedoch besser gefallen wenn die Themen eher grob behandelt würden und dafür einen besseren Überblick über die italienische Geschichte und das Heute geben. Ich habe jetzt viel über Verdis Leben gelernt aber nicht wirklich über Italien allgemein.
Wenn man sich eher für spezifische, besondere Geschichten interessiert ist es bestimmt das Richtige. Jedoch nicht wenn man sich mehr Allgemeinwissen über Italien verhofft.
- Matthias Boosch
Black Friday – und andere Lettland-Geschichten
(2)Aktuelle Rezension von: Anna-MainzIch habe das Buch ganz zufällig kennengelernt, auf einer Lesung des Autors. Da hatte ich dann zwei Geschichten gehört und wollte wissen, was dem Protagonisten sonst noch so widerfahren ist. Also habe ich spontan das Buch gekauft.
Ich habe es dann zusammen mit meinem Mann auf einer Reise gelesen und wir hatten viel Spaß. Eignet sich wirklich super zum Vorlesen.
Die Geschichten sind alle in sich abgeschlossen, sodass man jederzeit einsteigen kann, aber dennoch hängt alles zusammen und manche Figuren tauchen immer wieder auf. Erzählt wird das ganze von einem Ich-Erzähler, der wirkliche absurde Dinge erlebt. Aber ich will nichts spoilern - muss man einfach selber lesen ; ) - Erik Lorenz
Australien, wie wir es sehen
(10)Aktuelle Rezension von: Monalisa73Dieses Buch erzählt die Geschichte Australiens von verschiedenen Blickwinkeln aus, durch verschiedene Erzähler, auf humorvolle, traurige, faszinierende und interessante Weise,
Man erfährt viel über die Mentalität der Australier, ihre Sprache, wie sie leben und arbeiten und wie sie wohnen und feiern.
Zwei Berichte gehen auf das jetzige Leben der Aborigines ein, aber ziemlich kurz, wie ich finde. Man kann deutlich spüren wie tief die Kluft zwischen den weißen Australiern und den Aborigines ist.
Es erzählen Einwanderer und auch Australier von dem schönen Land Australien, mit seinen interesanten Tierarten, den ausgetrockneten Flussläufen und Seen, den rauschenden Flüssen zu Regenzeiten, den Buschbränden und der Hitze, die zuweilen im Sommer bis auf 46°C steigen kann. Genauso kann man erfahren wie ein Mann es schaffte durchs Outback zu wandern. Auch fuhr ein Pärchen mit dem Allrad-Gländewagen dadurch und man bekommt Hintergrundwissen zum früheren Australien, wo von heute verlassene Ortschaften zeugen.
Die Australier feiern sehr gerne und gehen auch genauso gerne in Vergnügungsparks, davon gibt es in Australien auch noch einige, die mit ihren Wagen von Ort zu Ort fahren, um ihre Shows zu zeigen.
Und dem Leser wird beschrieben, wie in Australien trotz Hitze wünderschön Weihnachten zelibriert wird.
Es ist fasst wie ein Reiseführer für Urlauber, aber auch Grundwissen für jemanden der nach Australien auswandern möchte.
- Matthias Drawe
Die Welt ist meine Auster - Teil 1: Reiseberichte
(2)Aktuelle Rezension von: BarbaraDruckerDie Idee, Menschen in den Mittelpunkt der Reiseberichte zu stellen, gefällt mir ausgesprochen gut. Der Autor mischt sich unters normale Volk und besucht Orte, die normalen Touristen verborgen bleiben. Das macht diese Reiseerzählungen interessant. Nur zu schade, dass er immer wieder dasselbe Strickmuster bedient und kaum variiert. In wirklich jeder Geschichte werden Frauen begafft, sexistisch bewertet und in vielen Fällen auch beschlafen. Zu etwas anderem sind sie nicht da. Alkohol spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle, und irgendwie scheint der Autor ein besonderes Händchen dafür zu haben, in triste Milieus zu geraten. Was in einer einzelnen Erzählung Atmosphäre und Flair schaffen könnte, löst in seiner Monotonie ein schales Gefühl aus. Letztendlich schreibt der Autor mehr über sich selbst als über seine Reiseziele und zeichnet sich als traurigen Macho und Möchtegernfrauenheld. Dazu hätte ich nicht zehn Erzählungen lesen müssen.
Apropos zehn Erzählungen. Das ohnehin sehr schmale Büchlein ist inhaltsmäßig eine Mogelpackung, 25 % bestehen nämlich aus Vorschauen der weiteren Bücher. Gelungen finde ich Cover und Titel, wobei mir der Bezug zum Inhalt leider verborgen blieb.
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