Bücher mit dem Tag "reisende"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "reisende" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

    (1.388)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dieser Roman des Schweizer Philosophieprofessors, der seine Bücher unter Pseudonym veröffentlicht hat, erschien im Jahr 2004. Der Altphilologe Raimund „Mundus“ Gregorius, der sein ganze Erwachsenenleben Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch an einem Gymnasium in Bern war, bricht eines Tages unerwartet und ohne Abschied zu einer Reise mit dem Zug nach Lissabon auf. Dort begibt er sich auf die Spur des Autors Amadeu de Almeida Prado, dessen Buch der Auslöser für seinen Aufbruch war. Immer tiefer dringt er in dessen Leben vor, das ehemalige Wegbegleiter überraschend bereitwillig vor ihm ausbreiten. Er erfährt Dinge, die bisher geheim gehalten wurden und seine Nachforschungen erweisen sich manchen Wegbegleiter des Autors als Therapie.

    Die deutsche Übersetzung des Werkes, um das sich der Roman dreht, beschreibt im Grunde ganz wunderbar den Autor selbst. Er ist ein „Goldschmied der Worte“. Einige der schönen Formulierungen, die man durchaus teilweise als „Fabulierungen“ betiteln könnte, möchte ich hier zitieren.

    Gregorius‘ Gedanken über die Leser: „Es gab die Menschen, die lasen, und es gab die anderen. Ob einer ein Leser war oder ein Nichtleser – man merkte es schnell. Es gab zwischen den Menschen keinen größeren Unterschied als diesen. (btb Tb, 9. Aufl. 2006, S. 96)

    „Ein Teil der menschlichen Würde besteht in der Kraft, seinem Geschick, auch dem schweren, ins Auge sehen zu können.“ (ebd., S. 98)

    Über die Eitelkeit: „Sie ist eine verkannte Form von Dummheit, pflegte er zu sagen, man muss die kosmische Bedeutungslosigkeit unseres gesamten Tuns vergessen, um eitel sein zu können, und das ist eine krasse Form von Dummheit.“ (ebd., S. 186)

    Über die Liebe zum Leben: „Sie wollen nicht, dass es zu Ende sei, auch wenn sie das fehlende Leben nach dem Ende nicht mehr vermissen können – und das wissen.“ (ebd., S. 244)

    Über Religion: „Es gibt Dinge, die für uns Menschen zu groß sind: Schmerz, Einsamkeit und Tod, aber auch Schönheit, Erhabenheit und Glück. Dafür haben wir die Religion erschaffen. Was geschieht, wenn wir sie verlieren?“ (ebd., S. 469)

    Ein angenehm zu lesendes philosophisches Buch über das Leben, das für seine feinen Formulierungen zu Recht gelobt wurde und wird. Für meinen Geschmack jedoch weist es einige Längen zu viel und ein seltsames Ende auf. Drei Sterne.

  2. Cover des Buches Schwertläufer (ISBN: 9783942668323)
    Jan Peter Andres

    Schwertläufer

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Keltica
    Schwertläufer: Band I
    Die Reise nach Arangion

    Inhalt:
    "Schwertläufer - Die Reise nach Arangion" ist der erste Band einer groß angelegten Fantasy-Quest. Die Geschichte spielt zu einer fiktiven Zeit in einer detailliert und liebevoll beschriebenen, eigenen Welt.
    Von seinem Heimatort Lindhag in Fornland macht sich der junge Schwertläufer Robin auf die Suche nach zwei Artefakten: den Schlüsseln von Ormor. Mit ihrer Hilfe soll es möglich sein, die Macht der Sonnengöttin Tirith zu erneuern und damit den Vulkan Tarantuil zu besänftigen. Eine nahezu unlösbare Aufgabe. Denn nicht wenige haben etwas dagegen. Grausame Barbaren unter der Herrschaft eines herrschsüchtigen Magiers, unheimliche Kreaturen der Tiefe und letztendlich auch die Zwerge, denen ihre eigenen Interessen wichtiger als das Gemeinwohl sind. Doch Robin hat tatkräftige Unterstützer. Zum einen seinem schlauen Begleiter Boffo vom kleinen Volk der Elme. Und seine wehrhaften Freunde und Gefährten Bero, Lorin und Bert.
    Abenteuer, Kampf, Magie und Spannung gibt es reichlich. Zudem eine geschickt eingewobene Lovestory. Aber diese Geschichte greift tiefer. Sie handelt auch von den Hoffnungen, Sehnsüchten, Sorgen und Ängsten einer eingeschworenen Gemeinschaft auf einer langen, gefahrvollen Reise. Und von den Bewohnern eines Landes, die durch eine Umweltkatastrophe, das Eindringen räuberischer Horden, Unterdrückung und Flucht auf eine harte Probe gestellt werden.
    Doch glücklicherweise gibt es Refugien der Geborgenheit, der Idylle und der großen Gefühle. In der richtigen Dosierung, um die heimliche Sehnsucht nach einer besseren Welt nicht erlöschen zu lassen. Dazu einen ausführlichen Anhang und zwei detailreiche, handgezeichnete Karten. Kurz gesagt: die ideale Mischung für pures Lesevergnügen.

    Das Cover:
    Das Cover finde ich unglaublich schön, es fällt sofort auf und ist ein wahrer Hingucker. Mit viel Liebe zum Detail sind auch die Karten und der Anhang erstellt, da kann man richtig in die Welt von Arangion abtauchen!

    Der Autor:
    Nach Abschluss eines Ingenieurstudiums war Jan Peter Andres im gehobenen Management internationaler IT-Hersteller tätig. Zu Beginn des neuen Jahrtausends entdeckte er sein Faible fürs Schreiben. Zunächst veröffentlichte er Sachbücher, unter anderem zwei umfangreiche Monographien mit geschichtlichem Hintergrund. „Schwertläufer“ ist sein erster Roman. Der Autor hat zwei erwachsenen Kinder. Zusammen mit seiner Frau bewohnt und bewirtschaftet er einen Öko-Bauernhof im nördlichen Franken.

    Fazit:
    Immer noch fesselt mich das Abenteuer … fast rieche ich die Wälder und Blumen. Habe Flüsse und Seen vor meinem inneren Auge … fiebere, fürchte und freue mich mit den Protagonisten dieser Geschichte!

    Die Charaktere können sich bei Peter Andres Erzählstil entfalten, die Geschichte hat Raum und ruhigere Abschnitte wechseln mit rasanteren Partien ab.
    Für mich sind die Spannung - und Ruhephasen perfekt aufeinander abgestimmt. Man wächst mit den Protagonisten in die Geschichte hinein. Lernt ihre Welt kennen, weiß, um welche Ziele es geht und welche Pläne es zu verfolgen gibt.

    Mit "Schwertläufer" ist dem Autor ein grandioser Fantasyroman gelungen der mich bestens unterhalten hat. Wer Bücher wie „Herr der Ringe“, den „Kleinen Hobbit“ oder „Das Geheimnis der großen Schwerter“ liebt, kommt an diesem Abenteuer nicht vorbei!

    Eine klare Leseempfehlung von mir, dieses Buch ist mein zweites Lese-Highlight 2017 und bekommt einen Platz direkt bei meinen absoluten Lieblingsbüchern!

    Die hier erschaffene Welt überzeugte mich und faszinierte mich völlig.
    Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.
  3. Cover des Buches Geister auf der Metropolitan Line (ISBN: 9783423217330)
    Ben Aaronovitch

    Geister auf der Metropolitan Line

    (144)
    Aktuelle Rezension von: junia

    Wie kam ich zu diesem Buch?

    Durch Zufall wurde ich bereits vor langer Zeit auf die Reihe bzw. den Autor aufmerksam. Ich hatte damals auch einige Bücher der Reihe gelesen. Nachdem der Rest dann einige Zeit im Bücherregal vor sich hin schlummerte, startet nun der Re-Read und das Schmökern der ganzen Serie und der dazugehörigen Novellen.


    Wie finde ich Cover und Titel?

    Die Cover waren es, die mich vor zehn Jahren angesprochen haben und das tun sie immer noch. Ich mag den Wiedererkennungswert im Stil. Einige der Taschenbücher haben eine Art Prägung, man kann die Schrift fühlen. Das Cover zeigt passenderweise nicht die Karte von London sondern die der U-Bahn, wo sich nun diese ganzen Geister rumtreiben.


    Um was geht’s?

    Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Welt von Peter Grant, seines Zeichens Magielehrling, offiziell in der Abteilung für Spezialermittlungen bei Inspector Thomas Nightingale. Mittlerweile haben Charaktere und Leser sich in das Setting eingefunden, das echt süchtig macht, und schon gibt es einen neuen, selbstverständlich übernatürlichen Fall, voll der "abstruse Scheiß".


    Wie ist es geschrieben?

    Es handelt sich um eine Novelle zu einer Serie, und ich hatte keine Probleme, wieder in die Rahmenhandlung einzutauchen. Ich war ja auch gleich angefixt und wollte wissen, wie es weitergeht. Es wird zwar immer wieder Bezug auf die vorherigen Bände genommen, Quereinsteiger dürften es aber schwer haben, die Zusammenhänge zu erfassen. Der Schreibstil ist locker-flockig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Geschichte in der Ich-Form (von Peter) geschrieben ist, man versucht sich gleich mit dem Protagonisten zu identifizieren und ist irgendwie näher dran am Geschehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Angenehm kurze Kapitel verleiten dazu, eben mal schnell nuuur eins noch zu lesen. Ein fast beiläufig eingestreuter schwarzer und trockener Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack. Ich liebe die köstliche Ausdrucksweise des Autors. Ja, man muss schon ziemlich schmunzeln beim Lesen.


    Wer spielt mit?

    Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten, das ist ja schon fast wie nach Hause kommen. Abigail Kamara hat hier einen Gastauftritt.


    Mein Fazit?

    Das Buch hat mir mit seinen aberwitzigen Dialogen, die zwischen den Zeilen aber höchst aktuell sind, sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese. Ich hoffe, die Serie findet nie ein Ende.

  4. Cover des Buches Geheimnis in Weiß (ISBN: 9783608963304)
    J. Jefferson Farjeon

    Geheimnis in Weiß

    (92)
    Aktuelle Rezension von: TripleA

    Charmantes Setting, Spannung, interessante Figuren und ein rätselhafter Mord, der sich erst zum Schluss klärt.

    Trotz des überschaubaren Umfangs ist ein sehr unterhaltsamer Krimi gelungen. Das Setting aus den 1920er Jahren schafft eine gewissen Nostalgie. Der Sprachstil ist zwar etwas altmodisch, aber meiner Meinung nach sehr charmant.
    Ein echtes Lesevergnügen, wenn’s denn mal kein dicker Schmöker sein soll.

    Idealerweise zu Weihnachten

  5. Cover des Buches Kim und Struppi (ISBN: 9783548376004)
    Christian Eisert

    Kim und Struppi

    (58)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    auf folgendes Buch wurde ich durch eine Rezension bei der Verbraucherplattform Ciao.de aufmerksam:

    Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea

    von

    Christian Eisert.

    Das Buch wurde dort sehr positiv und ansprechend vorgestellt, so dass ich es unbedingt lesen musste.

    Es ist jetzt nicht so, dass ich Ferien in Nordkorea machen will. Nein, Nordkorea ist eines der Länder, in denen ich nicht gewesen sein muss. Aber darüber lesen kann ich ja.

     

     

    Eine Reise durch Nordkorea – darum geht es in dem Buch:

    Christian Eisert und seine Bekannte Thanh machen eine Urlaubsreise nach Nordkorea. Sie dürfen nicht angeben, dass sie Journalisten sind, sonst würden sie das Einreisevisum nicht bekommen. Also gibt Christian an, dass er Lehrer für Dramatik sei. Thanh ist als „Sandra Schäfer“ unterwegs und als Dolmetscherin.

    In Nordkorea bekommen sie zwei Reiseleiter zur Seite gestellt, die sehr gut deutsch sprechen. Herr Chung und Herr Rym. Diese Herren können ihnen viel zu ihrem Land sagen – und sie sagen das, was sie sagen dürfen. So ist beispielsweise Rauchen überall erlaubt.

    In einem Bus bringt der Fahrer Herr Pak Christian und Thanh sowie Chung und Rym an viele Orte in Nordkorea. Beispielsweise zum großen Triumphbogen in Pjöngjang oder zu einem Museum, in dem viele Geschenke, die die Staatschefs Nordkoreas aus anderen Ländern bekommen haben. Auch der „ausländische Buchshop“ wird angesteuert. Hier findet man viele Veröffentlichungen der Staatschefs Kim in vielen Sprachen. Aber auch Postkarten und Fotobücher.

    Es ist wichtig, dass auch Touristen den verstorbenen und lebenden Führern Nordkoreas Respekt zollen. So wird es beispielsweise gern gesehen, wenn man sich vor Bildern dieser Führer verneigt und auch im Gästehaus kund tut, dass eine Sehenswürdigkeit besonders gut ist, weil einer der Führer diese irgendwie beeinflusst hat.

    Nordkorea ist nicht billig (für vier Tassen Tee zahlen die Reisenden beispielsweise einmal acht Euro) – vor allem muss man wissen, dass man sich kein Geld aus einer Bank mit einer Geldkarte holen kann. Man muss das Geld, das man in Nordkorea ausgeben will, bereits bei sich haben. Man kann an einigen Orten mit dem Euro bezahlen.

    Christian und Thanh reisen durch Nordkorea, sehen viel und erleben viel. Sie sind immer darauf bedacht, nichts falsch zu machen. Denn man weiß ja nicht, ob es irgendwo Abhöranlagen gibt.

     

    Meine Meinung:

    Das Buch hat mich sofort mitgerissen. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen – ich fühlte mich beim Lesen oft so, als wäre ich selbst in Nordkorea (um wenig später erleichtert festzustellen, dass ich es nicht war). Es gibt viele Dialoge und gute Landschafts- und Situationsbeschreibungen. Auch lässt der Autor immer wieder historische Informationen mit einfließen. So wusste ich beispielsweise nie genau, wie der Koreakrieg ablief und warum er überhaupt passierte. Das Buch hat mir hier wertvolle Informationen gegeben.

    Man leidet und denkt mit den Reisenden mit – und man wundert sich oft. Warum haben beispielsweise viele Hochhäuser in Nordkorea keine Heizung und keine Aufzüge?

    Dass Menschen, die in Nordkorea eine Bibel besitzen, das mit dem Leben bezahlen müssen, wusste ich bereits. Dabei war Pjöngjang einst eine Stadt, in der es viele Christen gab.

    Herr Eisert kann solche Informationen sachlich erzählen – lässt aber auch humorvolle Momente in dem Buch zu, wenn es um das geht, was Thanh und er während ihrer Reise erleben. Und genau das macht dieses Buch gut und leicht lesbar.

    Ich vergebe fünf Bewertungssterne und empfehle dieses Buch weiter.

     

  6. Cover des Buches Mit Zorn sie zu strafen (ISBN: 9783404176649)
    Tony Parsons

    Mit Zorn sie zu strafen

    (133)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Entsetzt müssen die Kinder mit anhören, wie ihre Eltern ermordet werden. Sie versuchen zu fliehen, aber können sie dem Mörder entkommen ? 

    Als Detective Max Wolfe an den grausigen Tatort der Familie Wood kommt, sieht er anhand der Familienfotos, dass wohl jemand fehlt. Aber wozu hat der Mörder, der die Familie mit einem Bolzenschußgerät abgeschlachtet hat, denjenigen mitgenommen ?  Bei seinen Ermittlungen stößt er auf einen Mann in einem Wohnwagenpark, der vor Jahren ebenfalls eine Familie mit einem Bolzenschußgerät umgebracht hat. Aber dieser hat seine Strafe abgesessen und kein Motiv. Oder doch ? 

    Sehr, sehr spannend, die Guten gewinnen nicht immer, es gibt traurige und tragische Verluste und die Charaktere sind (außer den Bösewichtern) alle sympathisch. Ich glaube, ich werde direkt das nächste Buch von dem Autoren lesen, denn ich liebe spannende Krimis mit überraschenden Wendungen und wo die Dinge dann ganz anders sind, als sie zunächst scheinen. Der Schreibstil ist flüssig, manchmal etwas humorvoll und ich kann es nur empfehlen.

  7. Cover des Buches Grün 1 (ISBN: 9783962190316)
    Frauke Berger

    Grün 1

    (4)
    Aktuelle Rezension von: MosquitoDiao

    Farbenpracht

    Natürlich können schwarz-weiß-Illustrationen ebenfalls eine tolle Wirkung erzielen, aber die meisten sind sich sicher einig, dass ein farbenreicher Kontrast einfach ein Hingucker ist. Frauke Berger ist hier nicht nur Autorin, sondern eben auch Illustratorin und hat mich von den ersten Seiten an mit ihrem Stil gefangen genommen. Die Farben und die Zeichenart harmonieren in meinen Augen wirklich gut miteinander und erschaffen ein Bild, das perfekt aufeinander abgestimmt ist und auch für die richtige Atmosphäre sorgt.

    Außergwöhnliches Setting

    Ich muss gestehen, dass mich der Anfang doch erst einmal verwirrt hat, definitiv auch neugierig gestimmt, aber in erster Linie konnte ich die Puzzleteile nicht wirklich zusammenfügen. Man befindet sich in einer anderen, neuen Zeit, die viele unbekannte Umstände und Ereignisse für einen bereithält, im ersten Moment wurde man aber mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen.
    Dies legt sich aber zum Glück schnell, wenn für mich persönlich auch nie ganz, und ein roter Faden war erkennbar.
    So kann man nun erste Eindrücke vom sogenannten grünen Planeten und seine unterschiedlichsten Einwohner gewinnen.

    Ideenvielfalt

    Ja, dieser Punkt spiegelt sich natürlich auch schon im Setting wieder. Allerdings finde ich es fast noch erstaunlicher unterschiedliche Lebensformen zu erschaffen. Und genau damit hat Frauke Berger meinen Geschmack getroffen. Denn nicht nur Lis sorgt für einen facettenreichen und geheimnisvollen Charakter, sondern auch jene, denen sie auf ihrem Weg begegnet. und nicht zuletzt die Seuche selbst!

    Denkanstöße

    Immer wieder ein beliebter Aspekt von mir. Aber ich finde es eben einfach fantastisch, nicht nur unterhalten, sondern auch angeregt zu werden, mich mit gewissen Thematiken und Umständen näher auseinanderzusetzen.
    Denn das Schicksal des grünen Planeten wirkt im ersten Moment eventuell ein wenig überholt, klingt in meinen Ohren aber alles andere als unrealistisch.
    Was passiert dann mit der Menschheit? Was tun wir unserer Umwelt damit an?
    Aber auch zwischenmenschliche Beziehungen werden hier nicht außer Acht gelassen und spielen einen wichtigen Faktor.

    Die Neugier ist geweckt!

    Aus den anderen Punkten konnte man sicherlich schon herauslesen, dass die Autorin mit „Grün“ einfach meinen Geschmack getroffen hat.
    Aber hier kommen einige Aspekte zusammen, die in meinen Augen ein raffiniertes Werk ergeben. Denn auch, wenn mir der Anfang ein wenig verworren vorkam, zeigt es nur umso mehr, was für eine vielfältige und neue Welt hier auf die Leser wartet, was für facettenreiche und interessante Charaktere man begleiten kann und was für eine unbekannte Welt sich hier eröffnet!
    So sehr ich mich auch schon auf den zweiten band freue, bin ich doch auch ein wenig traurig, dass diese Geschichte so schnell wieder ein Ende finden wird, denn nach diesem Auftakt, könnte die Reihe gar nicht lang genug für mich sein!

    FAZIT

    Frauke Berger hat mich mit ihrem Debütcomic Grün wahrlich überrannt. Der Einstieg ist mir zwar ein wenig schwer gefallen, hat aber einfach den Hintergrund, dass hier eine komplexe Welt aufgebaut wurde, von der man gar nicht genug erfahren kann!
    An Lis Seite hat man die Chance erste Einblicke in die neue Gesellschaft und das Leben auf dem grünen Planeten zu erlangen und kann erahnen, was einem in der Fortsetzung noch bevorstehen wird – ich freue mich jetzt schon!

  8. Cover des Buches Und dann fängt die Vergangenheit an (ISBN: 9783037401118)
    Yves Rechsteiner

    Und dann fängt die Vergangenheit an

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Nette_Literatur
    So gelesen und ebenso empfunden (Literaturblatt.ch):

    Yves Rechsteiners zwölf Erzählungen sind Geschichten eines Reisenden, eines Rückkehrers und noch nicht wirklich Angekommenen. Sie erzählen von den unstillbaren Sehnsüchten des ewig Reisenden, von Zurückgelassenen und nicht wieder Gefundenen.


    Dass sich der Schriftsteller als Liebhaber eines unkonventionellen und bohemianischen Lebens bezeichnet, glaube ich ihm nach der Lektüre seiner gelungenen Geschichten bloss in Anführungs- uns Schlusszeichen. Denn er entlarvt beide Seiten, jene der Angepassten, Daheimgebliebenen genauso wie der Reisenden, Weltenbummler, denen meist schon mit dem Weggehen bewusst wird, dass sie sich in einen Ausnahmezustand begeben, in einen, der nur so lange dauert, wie das Geld reicht.

    „Und dann fängt die Vergangenheit an“ ist ein Buch über die Sehnsucht, der Sehnsucht, das Glück irgendwo zu finden, unterwegs, ausserhalb. Der Angst, das Glück nicht zu finden, nicht hier, vielleicht dort. Der Angst aus dem Rausch des Suchens aufzuwachen, weil die Sehnsucht die Ernüchterung in die Zukunft schiebt, die Ernüchterung darüber, dass dieses Sehnen ein Suchen nach Bildern war, die so gar nicht existieren.
  9. Cover des Buches Wieder da und doch nicht hier (ISBN: 9783667123732)
    Uta-Caecilia Nabert

    Wieder da und doch nicht hier

    (26)
    Aktuelle Rezension von: sveso

    Uta-Caecilia Nabert war selbst zwei Jahre auf Weltreise und widmet sich in "Wieder da und doch nicht hier" der Zeit, mit der die meisten Reiseberichte enden: der Rückkehr. In Form von Berichten lässt sie 23 Weltreisende sowohl von ihrer Reise, ihren Erfahrungen, aber vor allem von ihrer Heimkehr, den Gefühlen, der Verarbeitung und dem Umgang mit dem Fernweh erzählen. Während sich einige Aussagen decken, unterscheiden sich andere stark voneinander und bilden ein breites Spektrum von Weltenbummlern und Heimkehrern ab.

    Was mir vor allem gefällt, ist die Offenheit und die Emotionalität, mit der hier berichtet wird. So konnte ich vieles direkt nachvollziehen, mich in die Menschen hineinversetzen und selbst überlegen, wie ich mit Reisen und meiner Heimkehr umgegangen bin oder welche Möglichkeiten es eventuell für die Zukunft gibt.

    Uta-Caecilia Nabert hat neben kurzen Schlagworten zu den einzelnen Persönlichkeiten, Berufswegen und Publikationen am Ende sowohl eine Literaturliste als auch eine Liste mit hilfreichen Quellen zur Rückkehr und Wiedereingliederung zusammengestellt, die einigen sicherlich sehr nützlich sein werden.

  10. Cover des Buches Essays oder praktische und moralische Ratschläge (ISBN: 9783150083581)
  11. Cover des Buches Farbe auf Beton (ISBN: 9783946196228)
    Christina Fuchs

    Farbe auf Beton

    (13)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47
    Die Handlung:

    Elisa und Noah, die sich unter Nicknamen auf einer Internetplattform kennen gelernt haben, machen eine Reise miteinander. Zuerst fliegen sie nach Hong Kong, anschließend bereisen sie einige Orte in China.

    Gewagt ist es, was sie machen, denn vorher haben sie sich noch nicht getroffen. Aber im Laufe der Reise freunden sich an  - sie erzählen voneinander. Die 25-jährige Elisa denkt oft in Farben, vor ihrer Reise erschien ihr vieles grau zu sein. Das soll sich jetzt ändern. Sie hatte psychische Probleme, und die Reise soll ein Abenteuer werden.

    Nach einem Abenteuer sucht auch der 21-jährige Noah. Abenteuern, die er aufschreiben kann – um einmal einen großen Bestseller zu verfassen.

    Der erste Reisestopp ist Hong Kong. Elisa und Noah stürzen sich ins Getümmel der Stadt und besuchen auch Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den großen Bronze-Buddha auf der Insel Lantao. Nicht immer herrscht Harmonie zwischen ihnen, aber Krisen lassen sich meistern.

    Weiter geht die Reise über Shenzhen nach Guilin, wo sie Bekanntschaft mit drei weiteren Reisenden – nämlich M, Mogli und Joe – machen. Sie verstehen sich gut und beschließen, miteinander weiterzureisen.  Endlich scheint die Reise zum Abenteuer zu werden – sie reisen zuerst zu den faszinierenden Terrassenfeldern im Dazhai Village und verbringen einige Tage in Lijiang. Aber auf einmal fühlt Elisa sich nicht mehr wohl…

     

    Meine Meinung:

    Da ich selbst schon in Hong Kong und auch in China war, hat mich die Lektüre des Buches interessiert. Das Buch liest sich flüssig und ich habe es gerne gelesen.

    Am Anfang der Lektüre wurden Erinnerungen in mir wach an meine Reisen nach Hong Kong. Bilder entstanden in meinem Kopf, ich sah beim Lesen Szenen und Landschaften vor mir, die ich selbst schon gesehen hatte. Auch die Hauptpersonen Elisa und Noah waren mir sofort sympathisch – und ich wollte wissen, wie es mit ihrer Reise weitergeht.

    Als Elisa und Noah nach China reisen, verlagert sich der Erzählfokus mehr auf ihre Probleme. Dabei kommt die Farbwahrnehmung Elisas immer wieder zur Sprache. Für mich war es faszinierend, welche Geschehnisse und Personen Elisa in welchen Farben sieht. Die Beschreibung der chinesischen Städte und der Landschaft wird allerdings mehr in den Hintergrund gerückt.  Das fand ich etwas schade.

    Elisa erzählt so nach und Noah von ihrer Familie, von ihrem Job und von Luca, dem Reisefotographen, den sie einst kennen lernte. Auch Noah erzählt viel – vor allem von seinem Bruder Quentin. Langsam nähern sich Elisa und Noah auf freundschaftlicher Ebene an.

    Die Reise mit M, Mogli und Joe bringt eine Wende in den Reiseplänen von Elisa und Noah. Generell war die Lektüre des Buches  für mich nie vorhersehbar – und selbst am Schluss gibt es noch gibt es noch einige Überraschungen, mit denen ich als Leserin nicht gerechnet hatte. Das spricht für das Buch und machte es für mich durchweg interessant.

     

    Mein Fazit:

    „Farbe auf Beton“ ist ein Roman über zwei Reisende in Hong Kong und in China, die sich vorher nicht kannten und sich im Laufe der Handlung immer mehr anfreunden. Gut fand ich auch die Schilderung der Atmosphäre in Hong Kong, die ich selbst so erlebt habe. Über China hätte ich mir mehr landestypische Eindrücke gewünscht.

    Ich empfehle das Buch weiter und vergebe vier Sterne.

     

     

     

  12. Cover des Buches Die leuchtenden Tage am Bosporus (ISBN: 9783458364931)
    Lucy Foley

    Die leuchtenden Tage am Bosporus

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Betsy
    "Die Minarette erheben sich in ihrer bleichen Eleganz bis in die Wolken hinauf. Die Stadt wirkt, als läge sie in einem Dornröschenschlaf."

    Istanbul 1921: Auch nach Ende des Krieges ist die Stadt noch immer von den siegreichen Entente-Mächten besetzt und die Einwohner haben sich notgedrungen mehr oder weniger damit arrangiert. Mittendrin die junge Nur, die aus wohlbehüteten Verhältnissen entstammt und fließend Englisch spricht, nun aber ihr Dasein gemeinsam mit ihrer Mutter und Großmutter, sowie einem von ihr aufgenommenen verwaisten Jungen, in einer kleinen Wohnung fristet und sich neben dem Unterrichten mit Näharbeiten durchschlägt. Ihr Mann ist im Krieg gefallen, ihr geliebter Bruder verschollen und ihr ehemaliges Zuhause nun ein britisches Militärkrankenhaus. Als der Junge jedoch schwer krank wird, springt sie über ihren Schatten und bringt ihn zum leitenden britischen Arzt George, der nun in ihrem alten Zuhause lebt. Obwohl Nur in ihm den Feind sieht und nur Verachtung für ihn und seinesgleichen übrig hat, entspinnen sich dennoch nach und nach zarte Bande zwischen ihnen, die eigentlich nicht sein dürfen.

    "Die Finger, die die Zigarette halten, sind geschmeidig, elegant. Und doch, erinnert sie sich selbst, sind es die Hände von einem Menschen der nicht viel besser ist als ein Schlachter. Sie hat Augen, sie sieht die Uniform; er mag Arzt sein, aber er ist auch Soldat. Sein Titel ist nur ein eleganter Euphemismus für "Mörder"."


    Die Autorin versteht es mit Worten umzugehen und den Leser von Anfang an in ihren Bann zu ziehen, so poetisch, stimmungsvoll und berührend ist diese Geschichte, die trotz der ernsten Themen, und einer damit alles andere als leichten Handlung, nichtsdestotrotz einfach wunderschön ist. Dabei fließt die Geschichte recht ruhig dahin, schafft es aber dennoch den Leser zu fesseln, weil man bis zuletzt gespannt ist wie sie enden wird und dabei immer wieder gekonnt mit den Emotionen des Lesers gespielt wird. Dies gelingt nicht nur durch die melancholisch märchenhafte Atmosphäre, sondern vor allem auch, weil die Personen unglaublich vielschichtig dargestellt werden und auf sehr authentische Weise aufgezeigt wird, wie tragisch Krieg für alle Beteiligten ist und die Grenze zwischen Opfer und Täter oftmals nur hauchdünn ist, je nachdem wie die Umstände sind.

    "Krieg bedeutet, schreckliche Dinge für einen guten, ja sogar edlen Zweck zu tun. Jedes Kind weiß das. Jede Armee hat Verräter getötet, das ist einfach ein weiteres tragisches, aber notwendiges Nebenprodukt des Krieges. Es liegt nichts Würdevolles darin, sich selbst zu quälen."


    Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und auch Zeitebenen erzählt. Anfänglich muss man sich ein wenig auf die schnellen Wechsel einstellen, vor allem da alles noch keinen echten Zusammenhang ergibt. Dies legt sich aber sehr rasch und gerade durch die unterschiedlichen Perspektivwechsel, die übrigens schön gekennzeichnet sind, bekommt man wunderbare Einblicke in die jeweiligen Personen und ist oftmals selbst hin- und hergerissen, da alle hier ihre ganz eigene Geschichte haben die sie ausmacht.

    Da wäre zum einen die für ihre Zeit sehr gebildete und selbstständige "Nur", eine Türkin, die einige Verluste hinnehmen musste, miterlebt hat wie ihr Zuhause von ihren Feinden okkupiert wurde und sich dennoch nicht unterkriegen lässt. "George", ein britischer Militärarzt, der offen für die Lebensweise des Orients ist und dessen Schönheit erkennt, aber auch schlimme Dinge im Krieg gesehen hat und offenbar ein Geheimnis hütet. Der "Junge", der von Nur aufgenommen wurde nachdem sie ihn in den zerbombten Trümmern seines Hauses gefunden hat und der anfänglich durchaus ein wenig für Fragezeichen beim Leser sorgt, weil man erst nach und nach mehr zu seinem Hintergrund erfährt und was genau es mit ihm auf sich hat. Der "Gefangene", der an der Front im 1. WK kämpft, beim Massenmord an den Armeniern dabei ist und von dem am Ende nichts mehr an den einst so sanften und lebensfrohen Mann erinnert, der er einmal war, sowie der "Reisende", der viele Jahrzehnte später mit einem Koffer voller wertvoller Erinnerungsstücke eine lange Reise antritt und quasi die Rahmenhandlung zu der ganzen Geschichte bildet. Der Inhalt des Koffer verknüpft dabei auf wunderschöne Art und Weise die Gegenwart mit der Vergangenheit, denn jeder einzelne Gegenstand daraus hat seinen ganz besonderen Platz in dieser Geschichte. Durchaus für eine gewisse Spannung sorgt dann auch die Identität des Reisenden, da man erst zuletzt wirklich sicher sein kann, um wen es sich dabei handelt, denn die Autorin versteht es durchaus geschickt den Leser immer mal wieder ein wenig unsicher werden zu lassen, ob er wirklich derjenige ist, für den man ihn hält.

    Der Leser taucht hier ein in das bunte und geschäftige Treiben auf dem Basar, bekommt die Schönheit am Bosporus gezeigt und kann die Gerüche der orientalischen Gewürze und des Kaffees fast schon selbst wahrnehmen. Zugleich zeigen sich aber auch die immer noch vorhandenen Spuren des Krieges, wie zerstörte Wohnviertel, Menschen die aus ihren Häusern vertrieben wurden, sowie das Misstrauen und der Unmut gegen die Besatzer. Vor allem über den Armenienkonflikt erfährt man einiges, der hier wie eine verhängnisvolle Wolke immer wieder über dem Ganzen zu schweben scheint und dessen Schilderungen einem einfach nur unter die Haut gehen. Besonders traurig ist dabei allerdings die Tatsache, dass dieser an den Armeniern verübte Genozid von der Türkei bis heute nicht anerkannt wird.

    "Die Wirren des Krieges", sagt er. "Ich glaube, die Menschen denken in dieser Situation, dass sie Teil von etwas Größerem sind als sie selbst. Doch häufig sind sie zu weniger geworden. Weniger menschlich. Sie werden zu Teilen einer Maschinerie, und eine Maschinerie besitzt keine Moral."


    Und inmitten all dieser Dinge entspinnt sich eine wunderschöne Liebesgeschichte, die so ganz anders ist als man es von anderen Geschichten her gewöhnt ist und gerade deshalb ihren ganz eigenen Reiz hat. Einerseits sehr subtil und regelrecht unschuldig, aber zugleich von einer Intensität die man selten so spürt wie hier, wo selbst eine kleine Berührung etwas Bedeutsames ist.

    Mit dem Ende zeigt die Autorin hier einmal mehr, dass sie ihr Handwerk versteht, denn erst auf der letzten Seite fügt sich jedes noch so kleine vorherige Detail zu einer wunderschönen Gesamtkomposition zusammen und präsentiert dem Leser einen emotionalen, aber auch unglaublich stimmungsvollen und passenden Abschluss zu dieser Geschichte. Damit wirkt die Geschichte nicht nur noch einige Zeit nach, sondern sorgt auch für feuchte Augen bei Leser.

    Schön wäre allerdings noch ein kleines Glossar mit all den türkischen Begriffen gewesen, die hier vorkommen, selbst wenn sich ein Großteil beim Weiterlesen von selbst erklärt, sowie ein paar historische Eckdaten, die das Ganze noch mal schön abgerundet hätten, auch wenn das nichts daran ändert, dass die Geschichte für sich genommen einfach großartig ist.

    Fazit: Eine wunderschöne, aber auch sehr berührende und melancholisch anmutende Geschichte, die mit ihrer wortgewaltigen und bildhaften Sprache, sowie ihrer ruhigen und gefühlvollen Art in der sie erzählt wird, verzaubert. Einmal mehr zeigen sich hier die verschiedensten Gesichter des Krieges und man wird gefangen genommen von der inneren Zerrissenheit der jeweiligen Protagonisten, die sehr authentisch dargestellt werden. Ein wunderbares Buch, das sowohl optisch als auch vom Inhalt her zu begeistern vermag und großes Gefühlskino bietet, ohne jedoch kitschig zu sein. Für mich eines dieser Bücher, das mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.
  13. Cover des Buches »Sorry, wir haben uns verfahren« (ISBN: 9783548374369)
    Antje Blinda

    »Sorry, wir haben uns verfahren«

    (65)
    Aktuelle Rezension von: MrsPiter

    In diesem Buch wurden witzige und wundersame Erlebnisse und Anekdoten von Bahnfahrenden gesammelt. Abgerundet wird das Ganze durch Wissenswertes rund ums Bahnfahren weltweit und der humoristischen Darstellung einiger Themen, mit denen sich Bahnfahrende so auseinandersetzen müssen. So gibt es zum Beispiel ein Kapitel, in welchem sich über die verschiedenen Typen von Bahnfahrern lustig gemacht wird. Gerade diese Kapitel im Buch sind mir allerdings oft etwas zu klischeehaft. Vielleicht fehlt mir an vielen Stellen auch etwas das Verständnis, da ich nicht allzu oft Bahn fahre. Für Vielfahrer, die sich möglicherweise selbst schon in der ein oder anderen Situation wiedergefunden haben, mag das eine kurzweilige Reiselektüre sein. Für mich gab es tatsächlich nur sehr wenige Stellen im Buch, an denen ich etwas schmunzeln musste.

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