Bücher mit dem Tag "religio"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "religio" gekennzeichnet haben.

55 Bücher

  1. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

     (295)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Iniza wurde als Braut für die Gottkaiserin auserwählt, weswegen sie zur Thronwelt Tiamande gebracht werden soll. Allerdings weiß niemand, was sie dort erwartet. Also versucht ihr heimlicher geliebter Glanis sie schon kurz nach dem Start der Weltraumkathedrale zu retten. Alleine kommen sie jedoch nicht weit und treffen bald auf den Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern mit denen sie schließlich nach anfänglichen Schwierigkeiten zusammen arbeiten, um dem Hexenorden zu entkommen.


    Das Buch musste wirklich sehr lange bei mir liegen, bis ich mich da heran getraut habe. Bei Science Fiction muss ich meist eine gewisse Hemmschwelle überwinden, weil ich für die Welten, die sich in diesem Genre verbergen können, immer in einer gewissen Stimmung sein muss.
    Allerdings konnte mich Kai Meyer bisher immer richtig gut unterhalten und auch hier hätte ich mir da keine Gedanken machen müssen, denn das Buch entwickelt so eine Sogwirkung, dass ich es kaum noch weglegen konnte.

    Das Buch fackelt nicht lange, so dass wir uns schnell mitten in Inizas Flucht   aus einem riesigen Raumschiff befinden und damit direkt mitten in der Action, die im Grunde das komplette Buch über erhalten bleibt und uns nur wenige kleinere Pausen zum Durchatmen gönnt.
    Denn immer wenn man glaubt, dass Iniza und ihre Gefährten die Bedrohung abschütteln konnten, wartet auch schon die nächste böse Überraschung auf sie. So ist fast das komplette Buch eine riesige Flucht vor den verschiedensten Bedrohungen und auch wenn sie zum Ende hin eine scheinbar sichere Zuflucht finden, deutet einiges darauf hin, dass auch diese nur eine Übergangslösung sein wird.

    Meyer vermischt hier für mich sehr wirkungsvoll Science Fiction und Fantasyelemente. Es gibt riesige Raumschiffe, jede Menge Laserfeuer, viele Andeutungen über eine Vorgeschichte zu einer vergangenen Bedrohung durch „Maschinen“ und dann eben den Hexenorden, welche die Maschinen einst besiegt haben und seitdem alle Technologie stark reglementieren und über deren Macht viel noch im Unklaren bleibt. Für mich eine absolut gelungene Mischung und die nächsten beiden Bände sind bei mir schon eingezogen, denn ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht.

    (Übrigens sind auch ein paar Zeichnungen enthalten, die mir sehr geholfen haben mich in diese Welt hineinzuversetzen.)


    Fazit: Ein extrem actionreicher Einstieg in eine Welt, die für mich sehr gekonnt Science Fiction und Fantasy vermischt.

  2. Cover des Buches Seelenangst (ISBN: 9783404168446)
    Veit Etzold

    Seelenangst

     (202)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich bin wieder mal begeistert von Clara und ihrem Team...

    "Seelenangst" ist eine gelunge Fortsetzung zu "Final Cut" und ich bin der Meinung das man dieses Buch auch unabhängig vom ersten lesen kann.

    Der Schreibstil ist wieder großartig und auch unglaublich fesselnd. Durch die detailreiche Erzählweise kann man sich die Szenenbilder sehr gut vorstellen und die eigene Fantasie macht dann den rest. Die Geschichte ist wieder sehr informativ und detailliert ohne das es zu überladen wirkt. Hier sieht man wieviel Recherche Arbeit drin steckt. Gerade das Thema Exorzismus hat mich sofort angesprochen.

    Wegen der kurzen Kapitel fliegt man regelrecht durch die Seiten und durch die unterschiedlichen Sichtweisen erfährt man immer mehr vom Täter und seinen Absichten.

    Das Ende ist nicht so wie ich es erwartet hatte und das meine ich im positiven Sinne.

    Das Buch ist garantiert nichts für Leser mit schwachen Nerven oder deren Kopfkino sehr ausgeprägt ist. 

    Ich gebe diesem Thriller eine absolute Leseempfehlung

  3. Cover des Buches AERA - Die Rückkehr der Götter (ISBN: 9783426518618)
    Markus Heitz

    AERA - Die Rückkehr der Götter

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenfantasy
    Das Buch habe ich schon vor längerer Zeit gelesen. Ich bin sonst ein riesen Fan von Markus Heitz, aber ich muss beichten, ich habe es nicht geschafft Aera fertig zu lesen. Ich habe mich tierisch auf das Buch gefreut, aber ich fand es ziemlich zäh und langatmig. Und habe es dann aus der Hand gelegt und einfach vergessen.
  4. Cover des Buches Nur ein kleiner Sommerflirt (ISBN: 9783570308615)
    Simone Elkeles

    Nur ein kleiner Sommerflirt

     (489)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Früher hat Amy Nelson davon geträumt, mehr Zeit mit ihrem Vater zu verbringen. Doch Ron Barak, der College-One-Night-Stand ihrer Mutter, ließ sich schließlich nur noch an ihrem Geburtstag bei ihr blicken. Deshalb ist sie auch sehr reserviert, als er sich plötzlich bei ihr meldet und sie den Sommer über mit nach Israel nehmen möchte, da ihre Großmutter schwer krank ist. Amy ist nicht nur sauer, weil sie eigentlich ins Tennis-Camp wollte und jetzt ihren Freund in Chicago zurücklassen muss, sie hatte auch keine Ahnung, überhaupt Verwandte in der Heimat ihres Erzeugers zu haben. Außerdem hält sie das Land für ein Kriegsgebiet. Ein Kulturschock jagt den nächsten, die Sechzehnjährige findet sich nicht nur in einem Moschaw, einer genossenschaftlichen Siedlung, in einer Familie wieder, überhaupt sind ihr die ganze israelische Mentalität und der jüdische Glaube fremd. Und dann ist da auch noch der achtzehnjährige Avi, der sie ständig auf die Palme bringt.

    Der beste Weg zur Völkerverständigung ist es, fremde Länder kennenzulernen – oder in diesem Fall einfach Simone Elkeles‘ ersten Band ihrer Sommerflirt-Trilogie zu lesen. Durch die Augen der Ich-Erzählerin erfährt man mehr über das normale Leben in Israel – samt Palästinenserkonflikt und Bombendrohungen – als in jeder Nachrichtenmeldung. Die Autorin doziert nicht, sondern schafft es, mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe Details aufzunehmen, die sie dann unterhaltsam und oft humorvoll in ihre Bücher einfließen lässt. Das gilt auch für ihre Darstellung von jugendlichen Protagonisten, für die sie ein ganz besonderes Gespür hat. Amys Sprache und ihre Sicht auf die Welt wirken deshalb absolut lebensnah, ebenso wie das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch, das sie bald bei ihren Gedanken an Avi überkommt. „Nur ein kleiner Sommerflirt“ ist viel mehr als der Titel verspricht, nämlich ein unsagbar schönes Jugendbuch über das Leben, die Liebe, Freundschaft und Familie. (TD)

  5. Cover des Buches Syrien verstehen (ISBN: 9783608949087)
    Gerhard Schweizer

    Syrien verstehen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: yellowdog
    Man muss hohen Respekt haben, wie gründlich und umfassend der Autor über Syrien, den Menschen dort und der Geschichte des Landes geschrieben hat. Er geht dabei weit zurück, bis ins Mittelalter, schreibt über das Wesen des Islams, Herrscher Syriens wie Saladin und auch über das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Ländern, Libanon, Jordannien oder vergleicht z.b. mit Türkei oder Ägypten.
    Wesentlich die Passagen über die Baath-Partei und ihr Vorgehen. Interessant der Abschnitt über die Rechte der Frauen in Syrien, auch im Vergleich zu anderen arabischen Ländern.

    Es sollte aber klar herausgestellt werden, dass der Kern des Buches schon von 1998 ist und für die vorliegende Ausgabe überarbeitet und erweitert wurde. So sind die Abschnitte über Syriens Bürgerkrieg, dem Islamischen Staat, der Zerstörung von Weltkulturerbe wie z.B. in Palmyra und den Flüchtligsströmen nach Europa zum Buch hinzugekommen und nehmen nicht unbedingt den Schwerpunkt ein. Das letzte Verstehen der Entwicklung der letzten Jahre bleibt aus. Das kann man aber nicht dem Autor direkt anlasten. Vieles an dem jetzigen Syrienzustand kann man nicht nachvollziehen und zu Recht wundert man sich, warum Bashar al Assad von einem Erneuerer, der den Damaszener Frühling einleitete, Demokratisierung und mehr Frauenrechte versprach, zu einem so schlimmen Diktator und Massenmörder werden konnte.

    Gerhard Schweizer hat ein ansprechendes, gut verständliches Buch geschrieben, dass sich in die Reihe über Länder (Iran verstehen, Türkei verstehen, Islam verstehen etc) einfügt.
  6. Cover des Buches Die Liebeshandlung (ISBN: 9783499258503)
    Jeffrey Eugenides

    Die Liebeshandlung

     (108)
    Aktuelle Rezension von: ScheckTina

    Madeleine studiert englische Literatur im Hauptfach. Sie ist schön und intelligent und kann sich von männlichen Angeboten kaum retten. Nur mit der Liebe ist es trotzdem nicht so einfach. Trotz der Vorbilder in ihren Romane ist es schwierig jemanden fürs Leben zu finden. Vielleicht auch gerade deswegen. Sie hat einen besten Freund Mitchell. Er ist der einzige der es bei ihr nicht versucht hat zu landen und ist immer zur Stelle, wenn sie ein mal wieder alleine ist. Doch dann lernt sie Leonard kennen. Er ist schön, charmant, witzig, aufmerksam. Hat eigentlich alles was man sich wünschen kann. Und doch wenn man genau hinschaut stimmt mit ihm was nicht. Doch dann kommt die Wahrheit ans Licht und Madeleine muss sich für oder gegen Leonard entscheiden.

    Das Buch ist ziemlich deprimierend. In der Geschichte geht es um manisch depressive Krankheit und das Buch zieht sich hin. Ich habe noch nie so lange für ein Buch gebraucht und war kurz davon es abzubrechen. Es ist wahnsinnig schwierig über eine Depression zu lesen, da hat man echt das Gefühl selber Depressionen zu haben. Auch sonst war das Buch schwierig. Madeleine studiert Englisch im Hauptfach. Da werden Romane unteranderem von Jane Austen auseinander genommen und analysiert. Was das lesen zusätzlich erschwert. Leider war es nichts für mich und das Buch eine ziemliche Enttäuschung.

  7. Cover des Buches Deutschland, deine Götter (ISBN: 9783608502305)
    Gideon Böss

    Deutschland, deine Götter

     (37)
    Aktuelle Rezension von: AnnMey
    Gideon Böss gibt in seinem Buch einen guten Überblick über die Religionen und Glaubensrichtungen die es in Deutschland gibt. Vor allem interessant ist seine Frage, was mit seiner Seele nach seinem Tod passiert, eine Frage die ja irgendwie jeden Menschen beschäftigt. Manchmal finde ich ihn schon fast ein bisschen bissig, aber immer sehr informativ.
  8. Cover des Buches Als Gott schlief (ISBN: 9783839217177)
    Jennifer B. Wind

    Als Gott schlief

     (132)
    Aktuelle Rezension von: LimitedEdition

    Schon eine Weile lag dieses Buch auf meinem Lesestapel und nun ärgere ich mich, dass ich nicht früher zum Lesen gekommen bin. Dieser Thriller ist ein echtes Highlight und absolut zu empfehlen. Spannung von vorn bis hinten, sympathische Charaktere, mit denen man mitfiebern konnte - was mir immer wichtig ist! - ein toller Schreibstil und ein - leider dauerhaft - brandaktuelles Thema ergeben ein großartiges Gesamtpaket, das ich von Herzen weiterempfehlen kann. Ich hoffe, ich kann noch den zweiten Teil irgendwo ergattern, denn die Reihe hat es mir angetan!
    Die Autorin kommt auf jeden Fall auf meine Favoritenliste!
    Eine ganz klare Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne!

  9. Cover des Buches Entbrannt (ISBN: 9783570380390)
    Jessica Shirvington

    Entbrannt

     (215)
    Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancesca
    Phoenix hat es mit Violets Hilfe geschafft, seine Mutter Lilith aus der Hölle zu befreien und damit gleichzeitig Evelyn, Violets Mutter zurückgeholt, die an Lilith gebunden ist. Violet wird aufgefordert, nach New York zu kommen, um sich einer Grigori-Prüfung zu unterziehen. Unterdessen verschwinden immer mehr Grigorikinder und Violet und ihre Freunde fürchten, dass Phoenix die Liste mit den Namen aller Grigori an seine Mutter gegeben hat. Doch ihre Untersuchung wird ihnen erschwert durch Josephines Missgunst, die es auf Violet abgesehen hat. Gemeinsam mit Dapper und Onyx sucht Steph nach den Zutaten für einen Trank, der Lilith vernichten soll.  Violet udn Lincoln finden zueinander, ohne zu wissen, dass sie einen schrecklicken Preis bezahlen müssen.

    Der 4. Band der Grigori-Saga ist voller Spannung und mit viel Action, sodass es nie langweilig wird. Das Wiederauftauchen von Evelyn führt zu einer Menge Komplikationen, da auch Vis Vater in die Geheimnisse eingeweiht werden muss. Gleichzeitig sieht man, wie Violet und Evelyn sich durch ihre schwierig Beziehung kämpfen und erfährt mehr über die Beziehung von James und Evelyn. Allerdings brauhct Violet hin und wieder etwas lange, um gewisse Hintergründe zu erschließen, was dem Leser/der Leserin bereits Kapitel vorher klar wird. Phoenix' Motive für die Wiedererweckung Liliths kamen mir ein wenig konstruiert vor. Dennoch ist er ein so vielschichtiger und gezeichneter Charakter, der es einfach spannender macht. Wie leider schon bei den Büchern davor, ist es mir ein Hauch zu viel Melodrama:
  10. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492263764)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

     (389)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklex

    "Das Herz ihrer Tochter" hat Jodi Picoult zu einer meiner Lieblingsautorinnen gemacht! Sie schafft es - scheinbar mühelos - dass der Leser schon nach kurzer Zeit ins Nachdenken kommt und alles zu hinterfragen beginnt. Die Handlungen der Personen im Buch und dadurch gezwungenermaßen auch unsere eigenen Handlungen. Unsere Gesellschaft. Die Welt in der wir leben. Man könnte meinen, dieses Buch würde "die Guten" und "die Bösen" klar voneinander trennen - immerhin reden wir hier über einen Mörder. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es gibt kein schwarz und weiß - der Leser soll sich seine eigene Meinung bilden. Der Stoff geth wirklich unter die Haut und lässt einen nicht los, auch lange nachdem man das Buch beendet hat. Großartig erzählt!

  11. Cover des Buches Drachenmahr (ISBN: 9783492280150)
    Robert Corvus

    Drachenmahr

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Die Geister, die in dem Land um die Stadt Koda, in den Mooren des leidenden Landes existieren, bedrohen die Sicherheit der Stadt und ihrer Bürger. Die Draken, die Brut des gewaltigen Drachen, scheinen die einzige Waffe, die sie aufzuhalten vermag, doch die junge Zarria Machon, Leutnant der Stadtwache deckt im Laufe des Buches die wahren Gründe für die Bedrohung auf, welche das Leben der gesamten Stadt auf den Kopf stellt. Der Autor schreibt die Geschichte in der ersten Person, aus Sicht von eben dieser jungen Frau, was mir sehr gut gefallen hat. Ich habe mich während des Lesens nie gelangweilt, weil alles Hand und Fuß hat, spannend aufgebaut ist und sich perfekt bis zum Finale hin entwickelt. Das Buch bewies mir aufs neue, dass der Adel, in diesem Fall die Patrizier und die Eliten nicht meiner Vorstellung von freundlichen Menschen entsprechen, sondern sich als Meister des Intrigierens erweisen. Ein fantastischer Fantasy-Roman, den ich jedem nur zu gerne ans Herz lege, der diesem Genre oder den Drachen verfallen ist.

  12. Cover des Buches Schluss mit dem Bullshit! (ISBN: 9783492056267)
    Max Rauner

    Schluss mit dem Bullshit!

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wohin wir auch schauen: der Bullshit nimmt zu – ob in der Werbung, der Politik, der Esoterik oder im ganz normalen Alltag. Scharfsinnig und humorvoll zeigen Tobias Hürter und Max Rauner, wie uns andere Quatsch erzählen und was wir dagegen tun können. Die Autoindustrie preist ihre Geländewagen als umweltfreundlich, Politiker sprechen von alternativlosem Handeln, Bäckereien backen Brötchen mit energetisiertem Wasser. Wir hören und sehen inzwischen so viel Bullshit, dass wir ihn oft gar nicht mehr bemerken. Im Selbstversuch erkunden Tobias Hürter und Max Rauner den alltäglichen Blödsinn. Sie absolvieren ein Training zum Eliteverkäufer, machen die Grundausbildung in Chakren-Heilung, besuchen eine Familientherapie und testen ihre eigene Blödsinns-Quote. Sie beschreiben die aktuellen Bullshit-Strömungen und hinterfragen die Ursachen und die Bedürfnisse dahinter. Eine unterhaltsame Lektüre mit Streifzügen durch die philosophische Geschichte des Bullshits. Mit konkreten Tipps, wie man Blödsinn erkennt und vermeidet – und wann es besser ist, selbst zu bullshitten.

    Meine Meinung

    "Schluss mit dem Bullshit" ist ein sehr informatives Buch, das interessante und teilweise auch sehr erschreckende Fakten zu Tage befördert. Die Autoren beschäftigen sich mit viel diskutierten Themen ohne sich davor zu scheuen, Stellung zu beziehen.

    Das Buch vermittelt viel neues Wissen, ist teilweise jedoch auch recht schwierig geschrieben. Es gab Kapitel in denen es vor Fremdwörtern nur so wimmelte und die dadurch schwer zu lesen waren, da mein Konzentration irgendwann weg ist wenn ich jeden zweiten Satz doppelt oder dreifach lesen muss um ihn zu verstehen. 

    Schön fand ich, dass bei diesem Buch die Themen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden, trotzdem wird auf einigen Dingen immer wieder herumgeritten - ohne es wirklich so direkt zu schreiben vermitteln die Autoren in meinen Augen ein sehr herabschauendes Bild auf Esoterik und Alternativmedizin. Klar gibt es in diesen Feldern viel Bullshit, trotzdem wurde mir hier zu sehr drauf rumgeritten. 

    Und das Kapitel Religion fand ich wirklich absolut sinnlos - hier gibt es wirklich keine neuen Erkenntnisse.

    Insgesamt bin ich der Meinung, dass das buch wirklich gute Ansätze hatte, die in der Ausführung jedoch manchmal gescheitert sind.

  13. Cover des Buches Fürsten der Dämonen - Unsterblich (ISBN: 9783802597282)
    J. K. Bloom

    Fürsten der Dämonen - Unsterblich

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Books-have-a-soul
    Ich habe das Cover gesehen und wusste, das könnte mir gefallen. Ich bin ein Fantasy-Junkie und Bücher über Dämonen gehören da natürlich unbedingt mit auf die Liste.

    Der Schreibstil hat mich sofort gekriegt. Ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen, alles war super verständlich und auch toll beschrieben. Leanne konnte ich auch richtig gut leiden. Sie wirkt zwar zeitweise etwas naiv, aber sie ist ja auch noch ein Teenager. Ihre sture, kämpferische Art fand ich aber toll. Jonathan ist der perfekte Charakter zum Anschmachten. Düster, wirkt unnahbar, geheimnisvoll und gutaussehend. Die Protagonisten sind allgemein sehr gut ausgearbeitet und auch Elly und Nathan waren mir sehr sympathisch. Bei Daniel ist man sich nicht hundert Prozent sicher, ob man ihm trauen kann. Diesen Zwiespalt hat die Autorin sehr gut vermittelt.

    Auch einige Passagen waren dabei, die mich immer wieder zum Lachen gebracht haben. Die Geschichte ist wirklich eine tolle Mischung aus Fantasy, Romance und Action. Zwar hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, es wäre langweilig, aber bis zur Hälfte war es eben auch nicht so, dass ich mit dem Lesen nicht aufhören könnte. Auch die Idee ist nicht neu oder einzigartig, dafür ist die Umsetzung wirklich gelungen und man hat einfach Spaß beim Lesen. Es gibt zudem einige Überraschungen, die ich nicht so erwartet hätte und ich bin froh, dass das offene Ende nicht allzu fies ist.

    Fazit: Mit diesem ersten Band wurde der Auftakt für eine spannende dämonische Fantasy-Reihe geschaffen und trotz meiner winzigen Kritik, freue ich mich riesig auf die Fortsetzungen. Der Handlungsverlauf, der Schreibstil und die Charaktere sind allesamt toll und daher kann ich das Buch auch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.
  14. Cover des Buches Lolita lesen in Teheran (ISBN: 9783442154821)
    Azar Nafisi

    Lolita lesen in Teheran

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Giuse

    Wie bei mir beliebt, keine Zusammenfassung vom Buch. Man klicke auf den Klappentext, danke echt.
    Lolita lesen in Teheran, dem Buch wird vorgeworfen, Historie tendentiös wiederzugeben, dem Zweck dienend, dem Zweck der Autorin, wenn auch kein schlechter Zweck, eher naiv.

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es gab mir etliche Eckpunkte einer anderen Realität. Ich habe einige in der geschilderten weiblichen Leserunde in Teheran angeführten Bücher nachgeschlagen und zugehört. Mir waren Information und Detail über diese Fremde teuer, der eigentliche Plot. Es war mir beim Lesen klar, dass diese Geschichte durch etliche Filter gelesen werden musste. Die Sprache der Bilder, jene der Geschichte, die Sprache der Autorin.

    Die Geschichte schien mir etwas literarisch und irgendwie rosafarben melancholisch. Ich hatte den iranischen RAP im Kopf und sah nebenbei grünfarbene Armbänder flattern auf Youtube. Lolita war älter, gleich, wie die Diskrepanz zwischen den Geistern im Iran, die sich offensichtlich ideologisch vertieft hatte.

    Wenn man das Buch ausleihen kann oder geschenkt bekommt, sehr lesenswert.
  15. Cover des Buches Am Schattenufer (ISBN: 9783869131931)
    Killen McNeill

    Am Schattenufer

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Im Jahr 1973 befindet sich der blutige Konflikt in Nordirland auf dem Höhepunkt und auch das kleine Städtchen Mitchellstown wird nicht verschont. Der junge John Dalzell ist in die Katholikin Teresa verliebt, kann ihr jedoch nicht näherkommen. Um seine Ausbildung als Deutschlehrer abzuschließen, kommt er für ein Jahr nach Deutschland in den Steigerwald. Unerwartet trifft er in Bamberg auf Teresa, die ebenfalls dort studiert. In Deutschland können sie sich ihre Liebe zueinander endlich gestehen und leben miteinander, als sie die Gewalt der „troubles“ einholt.

    „Am Schattenufer“ enthält ein paar autobiografische Elemente des Autors Killen McNeill und bietet einen guten Einblick in die Auswirkungen des Nordirlandkonflikts auf das Alltagsleben der Bevölkerung. Eindringlich schildert der Autor die Beklemmung beim Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen bzw. die Einschnitte, die die Angst mit sich bringt. Auch die Trennung der Religionen geht so weit, dass jeder seine eigenen Pubs, Schulen oder sogar Sportarten und Automarken hat. So konnte man Protestanten daran erkennen, dass sie britische Autos fuhren, während die Katholiken eher deutsche oder japanische besaßen. Was für uns vielleicht verrückt klingt, war für die Menschen in Nordirland bitterer Ernst.

    Durch John und Teresa bekommt der Leser beide Perspektiven mit. Der Höhepunkt des Buches hat lebenslange Folgen für die beiden, wie man im letzten Abschnitt, der 2007 spielt, erfährt. Auch der Kontrast zu Deutschland und der Vergangenheit, die wir mit uns tragen, hat der Autor in seinen Roman mit aufgenommen, wenn auch nur kurz angerissen.

    Im letzten Abschnitt werden außerdem die Veränderungen, die das Karfreitagsabkommen von 1998 und der Friedensprozess mit sich gebracht haben, angesprochen. Für mich hätten die Schilderungen der Auswirkungen auf Teresa und ihre Familie oder die Motive, die ihr Familienmitglied hatte, bei der Gewalt mitzumachen, noch ausgiebiger ausfallen können.
    Ansonsten ein gutes Buch!
  16. Cover des Buches Das Wunder von Coldwater (ISBN: 9783442484263)
    Mitch Albom

    Das Wunder von Coldwater

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Dies war das erste Buch von Mitch Albom, welches ich gelesen habe. Es war das Cover, das mich angesprochen hat und die Story klang vielversprechend. Anrufe von geliebten Verstorbenen zu erhalten, kann nicht nur ein Wunder sein, sondern vor allem die Welt ins Wanken bringen, ebenso wie das seelische Gleichgewicht.

    Das Buch ist distanziert geschrieben und keinesfalls rührselig, wie es leicht bei diesem Thema passieren kann. Gerade das mochte ich an dem Buch, dass es mich emotional nicht berührte, während es dennoch spannend war und mir in Nebensätzen Gedankenimpulse gab.

    Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und werde sicher auch in Zukunft zu dem Autoren greifen.
  17. Cover des Buches Totenengel (ISBN: 9783404175444)
    Mark Roberts

    Totenengel

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Selest



    Zitat:" Jedes Wort ist wie ein unnötiger Fleck auf dem Schweigen und dem Nichts"


    Eine bizarr zur schau gestellte Leiche, Bilder die, die Herrschaft der Hölle zeigen und fehlende Seiten eines Manuskriptes halten Detective Eve Clay und ihre Mannschaft ganz schön auf Trab.
    Das Buch fängt gut an und ist an sich recht spannend, die Themen mit denen es sich beschäftigt sind mega interessant. Da hätte mir ein größerer Zusammenhang besser gefallen. Ich finde nämlich das Buch verläuft sich, in Zeiten, in Orten und in die herumwuselnden  Detektive. Es strahlt für mich sehr viel Unruhe aus, die sich am Schluss leider auch nicht beruhigt. Weniger hin und her und nicht immer wieder vom Thema ab, hätten hier gut getan. Daher von mir leider nur 3 Sterne. Für Leute die gerne etwas in der Richtung von twenty four hours hätten, könnte es aber absolut was sein. Die könnten das richtig gut finden.
  18. Cover des Buches Mein Leben ohne Limits (ISBN: 9783765511196)
    Nick Vujicic

    Mein Leben ohne Limits

     (34)
    Aktuelle Rezension von: DamarisDy
    Nick versteht sich sehr gut darin Anderen Mut zu machen. Habe es gelesen, als ich in einer sehr schwierigen Lebensphase steckte und es/er hat mir wirklich geholfen! Kann ich nur weiterempfehlen. 
  19. Cover des Buches Sommer der Wahrheit (ISBN: 9783548287317)
    Nele Löwenberg

    Sommer der Wahrheit

     (223)
    Aktuelle Rezension von: lisbethsalander2102

    Im ersten Band der Reihe um Sheridan Grant lernen wir das 16jährige Mädchen kennen, das bei ihren Adoptiveltern und deren vier Brüdern in Nebraska lebt. Sheridan ist überaus attraktiv, sympathisch und begabt, was Ihr den eifersüchtigen Hass ihrer Adoptivmutter einbringt. Ihr Adoptivvater, der sie zwar zu lieben scheint, aber aufgrund beruflicher Aktivitäten häufig abwesend ist, bringt Sheridan nicht die nötige Zuneigung entgegen.  So gerät das Mädchen immer wieder in Liebesbeziehungen zu älteren Männern, in denen sie die fehlende Vaterfigur sucht. Niemand meint es jedoch ernst mit ihr, und die Handlung entwickelt sich dramatisch, immer wieder befeuert durch den Hass der Adoptivmutter Rachel Grant. Und was verbirgt sich hinter dem Geheimnis um Sheridans leibliche Mutter? Mit großer Spannung habe ich mir sofort den zweiten Band der Reihe besorgt. 

  20. Cover des Buches Anfang und Ende allen Kummers ist dieser Ort (ISBN: 9783551311115)
    Siobhan Dowd

    Anfang und Ende allen Kummers ist dieser Ort

     (36)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der 18-jährige Fergus McCann fährt im ersten Licht des Tages zusammen mit seinem Onkel Tally über die Grenze von Nord- nach Südirland, um die freigelegten Torfschichten einer Baustelle zu nutzen. In Tüten abgefüllt bringt ihnen alles was sie an Torf verladen können einen schönen kleinen Nebenverdienst. Als Fergus noch ein letztes Mal in die Grube steigt, bevor der Bautrupp anrückt, schimmert im ersten Tageslicht plötzlich etwas auf. Beim näheren Hinsehen erkennt Fergus seinen grausigen Fund; ein goldener Armreif am ledrigen Handgelenk einer scheinbaren Kinderleiche. Fergus ist wie paralysiert und magisch angezogen von seinem Fund. Er will mehr über Schicksal und Alter des Kindes erfahren, von dem er aufgrund traumhafter Visionen annimmt, dass es sich um ein Mädchen handelt. Der durch den Torf gut konservierte Leichnam wird im Grenzgebiet durch Vertreter beider Seiten vorerst gesichert und soll zu weiteren Untersuchungen geborgen werden. Unter den Experten, die zur Bestimmung und Analyse des Leichnams herangezogen werden, befindet sich auch die Archäologin Felicity, die zusammen mit ihrer hübschen Tochter Cora bei Fergus‘ Eltern ein Gästezimmer bezieht.

    Fergus, der nicht nur mitten im Prüfungsstress um seinen so wichtigen Schulabschluss steht, sondern sich auch viele Gedanken um seinen inhaftierten Bruder Joey macht, ist ein Kind Nordirlands. Katholisch, heimat- und familienverbunden. Jedoch im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Joey tendiert Fergus nicht dazu die „Provos“, die provisorische IRA bei ihren extremistischen Aktionen zu unterstützen. Bei seinen morgendlichen Joggingläufen überschreitet Fergus regelmäßig die Grenzbereiche und lernt dabei den gleichaltrigen schottischen Soldaten Owain kennen. Eine Annäherung, beinahe Freundschaft, entwickelt sich, da beide jungen Männer sich auf Augenhöhe begegnen und den alten schwelenden Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten bei ihren kurzen Gesprächen über Sport, Musik und ihre Hobbies vergessen.

    Als Joey sich im Gefängnis dem Hungerstreik der politisch Inhaftierten anschließt, scheint sein Schicksal besiegelt und Fergus‘ Familie droht am Gewissenskonflikt zu zerbrechen.

    Siobhan Dowd legt ihrer Geschichte um Fergus den Hungerstreik im Gefängnis Long Kesh, auch genannt Ihrer Majestät Gefängnis, Maze, zugrunde. Dabei kämpften im Jahr 1981 die politischen Häftlinge um die Anerkennung ihres Sonderstatus. Tatsächlich hungerten sich zehn Männer zu Tode, andere wurden während ihrer Bewusstlosigkeit auf Veranlassung ihrer Familien zwangsernährt und somit vor dem Tod gerettet.

    Doch die Geschichte um Fergus erzählt viel mehr. Da ist die Moorleiche, die ihm immer wieder in Träumen und Visionen mitzuteilen versucht, welches Schicksal sie erleiden musste. Der Kontakt zu Cora, der sich zu einer zarten Liebesgeschichte am Rande der Geschehnisse entwickelt. Und Fergus, der sich quasi als Neutron mitten im Strudel der politischen Ereignisse und menschlichen Beziehungen befindet, in einem Land, welches um Unabhängigkeit und Anerkennung kämpft. Eine bis zum Ende spannend erzählte Geschichte, die sich, wie ein keltischer Knoten, magisch wieder und wieder zu verranken scheint.

  21. Cover des Buches Hinrichtung (ISBN: 9783222134999)
    Werner Stanzl

    Hinrichtung

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Dieser Krimi ist der erste einer Reihe rund um den sympathischen Commissario Bruno Vossi, der mit seinem Team in Gorizia stationiert ist.

    Kurz zum Inhalt:

    Es ist August, der Ferragosto (15.08.) naht. Die italienischen Familien planen ihren Urlaub. Die Hitze ist schier unerträglich, da wird unter lautem Glockengeläute ein Mann in der kleinen norditalienischen Stadt Cormons gesteinigt. Steinigung? Das kann nur mit den Islamisten zu tun haben, oder?
    Bevor Commissario Vossi Licht ins Dunkel bringen kann, verdichten sich die Hinweise auf einen solchen Hintergrund. Ein zweiter Mord passiert und wieder ist ein Zusammenhang mit religiösen Motiven sichtbar. Ob Sure des Korans oder Zitate aus der Bibel – Vossi und sein Team ermitteln. Erschwert wird ihre Arbeit durch den bevorstehenden Besuch des Papstes bei der Gedenkstelle der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Auch der Vatikanische Geheimdienst und die NSA aus Rom schalten sich ein und behindern Vossis Arbeit.

    Meine Meinung:

    Werner Stanzl hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Nichts wird reißerisch aufgemacht, obwohl er sich schwieriger Themen annimmt. Seine Art zu Schreiben ist niveauvoll, detailliert und authentisch. Der Ermittler stellt die richtigen Fragen und siegt gewissermaßen durch seine Bauernschläue.

    Die vielen Fäden sind elegant verknüpft und das Ende ist, auch wenn es hier und da eine Überraschung gibt, schön schlüssig.

    Mir gefallen die Seitenblicke auf die Geschichte Triests und Gorizia sehr. Einstmals zu Österreich-Ungarn gehörend, dann zum SHA-Staat (Jugoslawien) später dann zu Italien. Die Familie Vossi, ursprünglich Voss, musste aus der nunmehr jugoslawischen Heimat fliehen und wurden in Italien alles andere als mit offenen Armen empfangen. Dieser Hintergrund lässt Bruno Vossi anders agieren als die „echten“ Italiener. Hin und wieder glaube ich, ein wenig seine Sehnsucht nach Österreich-Ungarn zu verspüren.
    Stanzls Gespür für Land und Leute machen den Krimi zu einem besonderen Leseerlebnis.

    Die Charaktere sind anschaulich dargestellt. Vossi wird als
    „Werbefigur auf den Plakaten für Birra Moretti“ beschrieben, der gerne gut ist und sich an lokalen Spezialitäten labt. Er ist das krasse Gegenteil zu den Mitarbeiten der Sicherheitsabteilungen des Vatikans bzw. Roms, die „zuerst schießen und dann fragen.

    Fazit:

    Fünf Sterne und eine klare Empfehlung für Freunde des gepflegten Kriminalfalls mit Niveau.
  22. Cover des Buches Die Unsterbliche - Die Alchimistin II (ISBN: 9783453419056)
    Kai Meyer

    Die Unsterbliche - Die Alchimistin II

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Kurz vor dem ersten Weltkrieg ist Aura in Paris, um einer Spur zum Verbum Dimissum, dem fehlenden Wort aus der Schöpfungsgeschichte, nachzugehen, wird dabei aber mit Hilfe eines blutigen Handabdrucks auf eine andere gefährliche Suche quer durch Europa geschickt. Gillian, der sich Jahre zuvor im Streit von Aura getrennt hat, ist derweil wieder beim Templerorden und wird ebenfalls auf die Suche geschickt nämlich nach dem verlorenen Schatz des Templerordens. Natürlich werden sich ihre Wege kreuzen und dieses Mal spielt auch ihr gemeinsamer Sohn Gian eine entscheidende Rolle.


    Der Einstieg war etwas schwierig für mich, weil ich mich anfangs nur nebelig an den Vorgängerband erinnern konnte und ich so z.B. nicht mehr wusste, wer eigentlich aus dem ersten Teil noch alles am Leben war und wer davon, so wie Aura, die Unsterblichkeit erreicht hatte. Glücklicherweise sind die einzelnen Figuren auf die zurückliegende Geschichte immer mal wieder eingegangen und haben wichtige Punkte in ihre jeweiligen Erzählungen einfließen lassen. 

    Trotzdem hatte ich lange das Gefühl, dass ich vor allem Auras Weg und Suche nicht richtig greifen konnte, was wohl einfach am Konzept des Verbums Dimissum liegt. Die Suche nach dem Stein der Weisen oder dem Heiligen Gral, dem sagenhaften Schatz der Tempelritter oder eben einem Trank, der Unsterblichkeit verleiht, kann ich irgendwie besser nachvollziehen, als die Suche nach einem fehlenden Wort, das angeblich die Schöpfung neu schreiben/auslösen (ja, was denn eigentlich?) kann. 

    Trotz dieser Anlaufschwierigkeiten war ich schnell wieder gefesselt vom Schreibstil und der Entwicklung der Geschichte und das obwohl es - genauso wie der erste Teil - viel düsterer ist, als alles, was ich normalerweise gerne lese (mit Gewalt und Grausamkeiten wird mal wieder nicht gegeizt); deswegen hat es auch über ein halbes Jahr darauf warten müssen, dass ich es endlich zur Hand nehme.

    Wie alle Fäden dann zusammenlaufen, fand ich äußerst geschickt gemacht und hat mir sehr gut gefallen. Es hat auf mich nicht zu konstruiert gewirkt und hat zusätzlich noch mit ein paar Überraschungen aufwarten können.

    Das Ende fand ich etwas durchwachsen. Zwar waren die Entscheidungen etc. nachvollziehbar, aber eben nicht ganz das, was ich mir gewünscht hätte. Aber gut, auch Buchenden sind keine Wunschkonzerte und so freue ich mich einfach darauf, dass der dritte und letzte Teil noch auf mich wartet.


    Fazit: Ein wahnsinnig fesselnder Schreibstil, der mich auch vergessen lassen konnte, dass ich normalerweise so Düsteres gar nicht gerne lese und auch wenn wir zwischendurch (besonders zu Beginn) leichte Schwierigkeiten miteinander hatten, hat dieses Buch mich wirklich bestens unterhalten können.


  23. Cover des Buches Warum ich Religion hasse. Und Jesus liebe. (ISBN: 9783957340092)
    Jefferson Bethke

    Warum ich Religion hasse. Und Jesus liebe.

     (11)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    „Was, wenn ich dir sage, dass Jesus Religion abschaffen wollte?
    Was, wenn ich dir sage, welche Partei du wählst, spielt bei ihm keine Rolle.
    Was, wenn ich dir sage, dass C heißt nicht, alles sind christlich.
    Du hältst andre für blind, merkst aber nicht: Hast selbst keinen Durchblick.

    Wenn Religion so gut ist, warum entstehen deswegen Kriege?
    Warum hilft sie nicht den Armen und stiftet Friede?
    Ihre Kirchen sind groß, aber drinnen ist nichts los.
    Sie verurteilt Geschiedene, sagt, dass Gott sie nicht liebe,
    wo doch Gott im Alten Testament die religiösen Führer Huren nennt.“

    Es begann im Grunde mit einem Gedicht, das Jefferson Bethke schrieb und im Internet veröffentlichte. Nachdem es innerhalb weniger Stunden von Millionen Menschen gelesen wurde, erkannte der junge Mann verblüfft, welche Auswirkungen das schriftliche Festhalten seiner Gedanken hatte. Nach unzähligen Zuschriften von Personen, die von der Religion enttäuscht waren und sich nach dem „echten Jesus“ sehnten, entschloss er sich, das vorliegende Buch zu schreiben und gab ihm den provokanten Titel „Warum ich Religion hasse. Und Jesus liebe.“

    In zehn Buchkapiteln spricht der junge Autor seine Leser sehr persönlich und eher salopp an, verfehlt dabei aber niemals sein Ziel: nämlich aufzurütteln, nachzudenken, und sich bewusst zu machen, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen, und nicht bloß einen Haufen von Regeln zu befolgen. Er beginnt damit, ein wenig aus seinem eigenen Leben zu erzählen – vor allen Dingen seinen eigenen Erfahrungen mit der Religion sowie jenen seiner Mutter. Bethke gab in jungen Jahren aufgrund von Begegnungen mit konservativen Christen Gott auf – und sein Image, Beziehungen und Mädchen wurden kurzfristig zu seinem neuen Gott. Er gibt unumwunden zu, dass er selber erst ganz unten ankommen musste, um zu begreifen, dass er dem „falschen Jesus“ gefolgt war, nämlich einem selbsterfundenen, der mit jenem in der Bibel nicht viel zu tun hatte. Er beschreibt offen und freimütig seinen Ich-bezogenen Lebensstil am College, aber auch seinen Sinneswandel, als er den Unterschied zwischen dem Glauben an Jesus und dem „Falschen Christsein“, auf das er im Verlauf seines Buches detailliert eingeht, darlegt. Er schreibt wörtlich: „Wenn du mit Religion „Überzeugungen in Bezug auf das Universum, seine Entstehung, sein Wesen und seinen Sinn“ meinst, sage ich dazu Ja und Amen. Dann ist das Christentum eine Religion. Aber diese Definition trifft auch auf den Atheismus zu. Wenn wir Wenn wir aber unter „Religion“ das verstehen, „was jemand tun oder wie er sich verhalten muss, um vor Gott bestehen zu können“, dann ist das wahre Christsein keine Religion. Wahres Christsein dreht sich um die Gerechtigkeit von Jesus – um seine Taten und wie gut er ist. Religion heißt, wir versuchen, Gott DURCH unsere moralischen Bemühungen näherzukommen. Jesus hingegen ist Gott, der uns TROTZ unserer moralischen Bemühungen nachgeht.“

    Bethke wendet sich im gesamten Buch gegen eine weichgespülte, fadenscheinige und kulturelle Religiosität und prangert das „Weihnachtsmann-Christentum“ an. Der Autor zieht für seine Ausführungen auch Bibelstellen heran. Er weist beispielsweise darauf hin, wie Jesus alle sozialen, geschlechtsspezifischen und wirtschaftlichen Denkmuster durchbrochen hat, wie er auf Randgruppen zuging und es für ihn einfach keine Schranken gab. Er schreibt über die Gemeinde bzw. wie eine Gemeinde aussehen sollte, über das Thema Homosexualität, von dem er auch in seinem privaten Umfeld betroffen ist, er erzählt von Schuld und Gnade, der Freundschaft, der Hoffnung und der Liebe. Und er gibt dabei ganz gewaltige Denkanstöße, die mich als Leser sehr nachdenklich machten und nicht nur viele Fragen aufwarfen, sondern auch einige beantworteten. Die nachstehenden Passagen für mich besonders beeindruckend:

    „Gott liebt uns, weil er Liebe IST. Er liebt uns nicht, weil wir so liebenswürdig wären. Das ist ein riesiger Unterschied.“

    „Wenn du begreifst, wie groß das Geschenk ist, das Jesus dir gemacht hat, kannst du gar nicht anders, als ihm nachzufolgen. Weil er sein Leben für dich gegeben hat, kannst du gar nicht anders, als ihm deines zurückzugeben.“

    „Du kannst Gott ehren, wo auch immer er dich hingestellt hat. Du musst kein schlechtes Gewissen haben, weil du Koch bist oder weil du malst. Nur zu oft begreifen Christen nicht, dass ihr Missionsfeld dort ist, wo sie gerade sind.“

    Ich könnte hier an dieser Stelle noch unzählige Zitate aus diesem Buch anführen. Ein Buch, das in einfacher Sprache verfasst wurde und mich so tief zu beeindrucken vermochte. Aus dem Leben gegriffene Beispiele, grundlegende Wahrheiten aus der Bibel, in schlichten Worten ohne „Schönrederei“ dargelegt. Worte, die stark berühren und nachdenklich machen. Jefferson Bethke hat die Gabe, seinen Gedanken unverblümt Ausdruck zu verleihen und dabei andere zu begeistern. Zumindest ist ihm dies bei mir gelungen. Ich kann dieses Buch wirklich jedem Christen weiter empfehlen, dem daran liegt, Jesus nahe zu sein, verändert zu werden und andere Menschen neugierig zu machen. Das Buch kann auch dazu beitragen, das eigene Leben zu verändern, ihm eine neue Richtung zu geben. Denn Jefferson Bethke fragt ganz konkret, wie unser eigenes Leben aussieht, wo Gott uns hingestellt hat, und ob wir seinen Plan erfüllen, oder aber versuchen, vor ihm wegzulaufen.

    Im Schlusswort fordert der Autor seine Leser dazu auf, sein Leben Jesus anzuvertrauen, ihm nachzufolgen: „Wirst du dich ihm anvertrauen? Ich weiß nicht, wo du gerade stehst oder von wo du kommst, aber ich weiß, dass Jesus einen besseren Plan für dein Leben hat als du. ER hat dein Leben besser im Griff, wenn du ihn lässt, als du selbst. Niemand hat mir mehr Verletzungen, Scham, Schuldgefühle und Schmerz zugefügt als sich selbst. Er weiß das und befreit mich davon. Das kann er auch für dich tun. Komm einfach so, wie du bist.“

    Was für ein Buch!

  24. Cover des Buches A Red Herring Without Mustard (ISBN: 9781410434241)
    Alan Bradley

    A Red Herring Without Mustard

     (26)
    Aktuelle Rezension von: walli007
    Flavia zum Dritten Was mag die Zukunft bringen, welche Geheimnisse verbirgt die Vergangenheit? Neugierig wie Flavia ist, nutzt sie die Gelegenheit, eine Wahrsagerin zu befragen. Versehentlich zündet sie dabei deren Zelt an. Flavia ist bestürzt über ihre Ungeschicklichkeit und lässt die alte Wahrsagerin mit ihrem Pferdewagen auf dem Gelände des Besitzes ihres Vaters kampieren. Als sie in der Nacht noch einmal nachschauen will, ob es der alten Fenella gut geht, findet sie diese mit eingeschlagenem Schädel und nahezu leblos in ihrem Wagen. So eben lebend gelangt Fenella ins Krankenhaus. Flavia brennt vor Neugier, wer hat die alte Frau angegriffen? Ein spannender Fall um ein Missverständnis. Wieder einmal ist Flavia schlauer als die Polizei. Auf ihre freche, neugierige und doch verletzliche Art kommt sie hinter die Geheimnisse und nichtmal Inspector Hewitt kann es ihr übelnehmen, dass sie ihn übertrumpft. Auch über ihre verstorbene Mutter findet Flavia etwas mehr heraus. Bald scheint es so, als gäbe es da noch mehrere Geheimnisse. Das macht neugierig auf die weiteren Bände und der nächste ist schon angekündigt. Vielleicht gibt es dann auch Neuigkeiten über das Schicksal von Buckshaw, denn die de Luces sind in einer schlimmen finanziellen Situation, auch da bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass es irgendwann einen Silberstreif am Horizont geben wird und nicht das ganze Familiensilber versteigert werden muss. Ja, Flavia enttäuscht auch im dritten Band nicht. Das zeichnet den Autor wirklich in hervorragendem Maß aus. Flavia de Luce - für mich ein absolutes must-read.

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