Bücher mit dem Tag "religiös"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "religiös" gekennzeichnet haben.

30 Bücher

  1. Cover des Buches Breaking News (ISBN: 9783596296958)
    Frank Schätzing

    Breaking News

    (198)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Der Starreporter Tom Hagen ist immer dort auf der Welt unterwegs, wo es gerade brennt. Kein Risiko ist ihm zu hoch, um an eine gute Story zu kommen. Doch in Afghanistan geht er zu weit und verliert alles. Niemand möchte mehr mit ihm zusammenarbeiten. Als sich drei Jahre später in Israel für ihn eine Chance auftut in seinem Beruf wieder Fuß zu fasse, lässt er sich natürlich darauf ein, ohne zu ahnen, dass er in eine Falle gerät und fortan quer durch diese hochexplosive Region gejagt wird…


    Ich habe für dieses Buch unglaublich lang gebraucht. Den Erzählstrang um Ariel Sharon fand ich sehr interessant, der um Tom Hagen konnte mich nicht packen. Insgesamt ist das Buch voll mit ellenlangen Monologen über alle wichtigen Themen, die meiner Meinung nach deutlich kürzer hätten sein müssen. Wäre das ganze Buch um die Hälfte gekürzt gewesen, hätte es mir mit Sicherheit viel „Spaß“ gemacht, ist das Thema doch leider mal wieder brandaktuell! Gut gelungen ist es Schätzing eine neutrale Position im Nahostkonflikt zu behalten, was ich nicht einfach finde, aber im Falle eines solchen Romans unabdingbar.

    Empfehlen kann ich dieses Buch in dieser langen Form eher nicht, obwohl es eigentlich spannende Themen behandelt. Schade 

  2. Cover des Buches Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1) (ISBN: 9783548068374)
    Chris Carter

    Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1)

    (1.563)
    Aktuelle Rezension von: skloane

    Chris Carter hat ein Monster erschaffen....ich bin immer noch platt und dieses Ende!!!! Keine Worte habe ich dafür. Definitiv nicht das letzte Buch das ich von ihm lesen werde. 

    Hunter ist Detektiv im Morddezanat und jagt einen grausamen Killer der seinen Opfer ein Doppelkreuz in den Nacken ritzt. Er quält seine Opfer bis zum äußersten bevor er sie tötet.  Hunter bekommt einen neuen Partner zugeteilt....gemeinsam beginnen sie die Jagd.

  3. Cover des Buches His Dark Materials (ISBN: 9781841593425)
    Philip Pullman

    His Dark Materials

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Library_of_Mandy

    Philip Pullmans His Dark Materials ist eine der faszinierendsten Fantasy-Reihen der modernen Literatur. Die Trilogie, bestehend aus Der goldene Kompass, Das magische Messer und Das Bernstein-Teleskop, entführt Leser*innen in eine vielschichtige Welt voller philosophischer Tiefe, wissenschaftlicher Neugier und epischer Abenteuer.

    Im Mittelpunkt steht Lyra Belacqua, ein wildes, kluges und mutiges Mädchen, das in einem alternativen Oxford aufwächst. Ihre Reise beginnt, als sie sich in eine Verschwörung verstrickt, die mit mysteriösen Experimenten an Kindern und einer geheimnisvollen Substanz namens "Staub" zusammenhängt. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit begegnet sie nicht nur Panserbjørne (gepanzerte Eisbären) und Hexen, sondern auch Will Parry, einem Jungen aus unserer Welt, mit dem sie ein unzertrennliches Band knüpft.

    Pullmans Schreibstil ist poetisch und kraftvoll. Er erschafft eine Welt, die nicht nur magisch, sondern auch intellektuell anregend ist. Seine Kritik an dogmatischer Religion, verpackt in eine mitreißende Coming-of-Age-Geschichte, macht die Trilogie sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene lesenswert. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Dæmonen – tierische Begleiter der Menschen, die ihre Seelen widerspiegeln. Dieses Konzept ist nicht nur erzählerisch originell, sondern auch eine tiefsinnige Metapher für Identität und Selbstfindung.

    Während Der goldene Kompass noch klassische Fantasy-Elemente aufweist, öffnet Das magische Messer die Tür zu einer komplexeren, düstereren Welt. Das Bernstein-Teleskop schließlich führt die Erzählung zu einem philosophischen Höhepunkt, der emotional herausfordert und lange nachhallt.

    Die Gesamtausgabe von His Dark Materials ist eine literarische Kostbarkeit. Sie versammelt nicht nur drei der besten Fantasy-Romane unserer Zeit, sondern erinnert uns auch daran, dass wahre Abenteuer oft in der Suche nach Wissen und Wahrheit liegen. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich nach einer intelligenten, vielschichtigen und emotional bewegenden Geschichte sehnen.

  4. Cover des Buches AERA – Die Rückkehr der Götter (ISBN: 9783426518618)
    Markus Heitz

    AERA – Die Rückkehr der Götter

    (141)
    Aktuelle Rezension von: hannah_b

    Die Grundidee, dass alle Götter zurückgekommen sind, ist sehr interessant, die Götter stehen aber nicht so sehr im Vordergrund, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles ist sehr bürokratisch-deutsch, die Götter haben klare Zuständigkeiten, Ausbreitungsgebiete und Regeln.

    Hauptsächlich geht es um Kriminalfälle, an denen sich die Story entlanghangelt, und die an sich spannend sind, und einen Ermittler, der nicht daran glaubt, dass die Götter wirklich existieren. Am Anfang macht es noch Spaß, Bourreau bei den Ermittlungen zu begleiten, und es passiert immer etwas Neues, Unvorhersehbares. Am Ende wird mir die unerklärliche Magie von Borreau aber etwas zu viel.

    Man merkt leider sehr, dass das Buch und die Charaktere von einem Mann geschrieben wurden. Die Frauenfiguren sind alle sehr platt, und haben ihren Platz in der Story, aber kaum Charakter. Bourreau ist dagegen der coolste, schlauste Typ, der existiert, und steht natürlich über allem (selbst den Göttern). Das hat mich beim Lesen ziemlich gestört.

    Ich fand das Buch sehr anstrengend zu lesen und habe mir den zweiten Teil nur gekauft, um wenigstens eine Auflösung für die ganzen unerklärlichen Vorfälle zu bekommen.

  5. Cover des Buches Unorthodox (ISBN: 9783442770205)
    Deborah Feldman

    Unorthodox

    (290)
    Aktuelle Rezension von: reading_josephine

    Zugegeben, auf dieses Buch wäre ich wahrscheinlich (auch wegen seines unspektakulären Covers) nicht selbst gekommen. But never judge a book by its cover! Und zum Glück gibt es die Bookstagram Gemeinde, die immer wieder solche Perlen ausgräbt 😊.

    Autobiographien sind ja oft so eine Sache, aber der Autorin gelingt es von Anfang an, die Lesenden mit auf ihren Lebensweg zu nehmen. Tatsächlich war mir nicht bewusst, dass in Williamsburg eine solch große Gemeinde der ultra-orthodoxen Juden lebt, ja dies quasi deren eigener Stadtteil ist, obwohl ich New York mittlerweile ganz gut kenne. In der Stadt habe ich sie immer mal wieder gesehen, ohne jedoch viel über ihre Lebensweise und die extreme Auslebung ihres Glaubens zu wissen. Umso interessanter und teilweise wirklich bedrückend fand ich deshalb die Schilderung von Deborah Feldman über ihre strenge Erziehung und die Regeln, denen sie sich über 20 Jahre lang in ihrer jüdischen Gemeinde unterwerfen musste. Es liegt mir fern, diese Religion zu verurteilen, es kann doch jeder selbst entscheiden, wie und was er oder sie glauben möchte. Sobald es aber in Zwänge und vor allem in Unterdrückung der Frau und ihren Rechten endet, darf aus meiner Sicht auch Kritik an patriarchalisch geprägten Glaubensrichtungen erlaubt sein. Vor allem die Praktiken zur Säuberung der "unreinen" Frau haben mich mehr als schockiert zurückgelassen.

    Umso erstaunlicher ist es, dass Feldman sich ihren starken Charakter nie hat zerstören lassen und es ihr letztendlich quasi alleine gelang, aus dieser Welt auszubrechen und ihren eigenen Weg zu gehen.

    Ein bisschen schade fand ich, dass man nichts mehr über ihr Leben direkt nach der Flucht und ihren weiteren Weg in die Freiheit erfährt.
    Diesen Erzählstrang hat die 2020 erschienene, gleichnamige Netflix-Serie aufgegriffen, deren Handlung allerdings frei erfunden wurde. Trotzdem werde ich sie mir jetzt im Anschluss an das Buch anschauen. Und wenn man mehr über das echte Leben der Autorin erfahren will, kann man ihr bei Insta folgen 😉.

  6. Cover des Buches Das Gotteshaus (ISBN: 9783442494323)
    C.J. Tudor

    Das Gotteshaus

    (133)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen

    Ich  wahe schon von der " Kreidemann" begeistert gewesen , aber " das Gottes Haus "  wahr noch mehr nach meinen Geschmack gewesen , das Buch zog mich in einen sog das ich schlecht aufhören konnte zu lesen . Ich wahr praktisch eine gefangene gewesen .. bei knapp über 550 Seiten kam kein mal langweile auf , es zog sich nicht in der länge , ich hätte davon nochmal so lange lesen können ..der Schreibstil ist locker , bei den Protagonist gab es keine Verwechslungsgefahr. Aber das Ende fand ich sehr überraschend, damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet...wie es schon bei den Kurzbeschreibung von Buchrücken steht , man sollte sich beim Lesen des Buches nix anderes vornehmen !!! 

    Aber worin geht es in den Buch: für die Pfarrerin Jack Brooks und ihrer Tochter Flo sollte es ein Neustart sein . Neuer Job , neues Zuhause. Aber Jack stößt auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, in der Misstrauen gegenüber fremden tief verwurzelt ist . Schon bald muss sie sich fragen. Wer schickt ihnen düstere drohbotschaften? Und warum hat Flo Visionen von brennenden Mädchen? Chapel crofts Geheimnisse liegen verborgen in einem dunklen Grab , aber nun kehren die alten Gespenster zurück, und sie werden keinen Frieden finden , bis sie Vergeltung geübt haben . 

    Absolut empfehlenswert!!!! 

  7. Cover des Buches Schutzengel (ISBN: 9783257246261)
    Paulo Coelho

    Schutzengel

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Joxanna

    Bei dem Magier handelt es sich um niemand anderen als um den Autor selbst: Paulo Coelho. Das Buch basiert laut eigenen Aussagen auf wahren Begebenheiten und ist vor allem deswegen so faszinierend. Es ist mein erstes Buch von Coelho, daher weiß ich nicht, ob es in all seinen Büchern üblich ist, dass er von sich selbst erzählt.

    Es handelt sich also gleichzeitig um einen Entwicklungsroman als auch um einen Teil seiner Autobiografie. 

    Auf Anraten seines Lehrers begibt sich Paulo gemeinsam mit seiner Frau auf eine Reise zu einem Bekannten in die Wüste. Took soll ihm zeigen, wie er mit Engeln sprechen kann. Seine Frau Chris kam nur als Unterstützung mit und hatte bisher wenig Interesse an dem Magier-Dasein ihres Mannes. Nach einer langen Anreise trafen sie Took mitten in der Wüste bei seinem Wohnwagen. Doch die erhoffte Erleuchtung blieb aus, so einfach war es also doch nicht. Stattdessen wurde Chris gelehrt, das zweite Bewusstsein zu kontrollieren. Er war stolz auf seine Frau und in ihm stieg die Vermutung auf, dass sie etwas mit der Erfahrung zu tun haben könnte. 

    Vielleicht sprach auch zu diesem Zeitpunkt sein Engel schon zu Paulo.

    Die Reise ging insgesamt 40 Tage lang und als Leser begleiten wir Paolo und Chris dabei. Es ist eine spirituelle und religiöse Geschichte, die die Anwesenheit von Engeln untermauert. Ich bin kein gläubiger Mensch in dem Sinne, bin also nicht christlich. Aber ich glaube an das Universum. Und meine Oma glaubt an Engel und Schutzengel, und jetzt glaube ich, das ist dasselbe.

    Ein wunderschönes Buch, welches inspiriert, zum Nachdenken anregt, den Blick auf die Welt verändert, das zweite Bewusstsein näher bringt und den positiven Effekt von Meditation hervorhebt.

  8. Cover des Buches The Passage (English Edition) (ISBN: 9780345528179)
    Justin Cronin

    The Passage (English Edition)

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „The Passage“ von Justin Cronin ist ein Reread. Ich habe den Auftakt der gleichnamigen Trilogie 2011 schon einmal als „Der Übergang“ gelesen. Für mich stand nie Frage, dass ich „The Passage“ weiterverfolgen würde, aber die langwierige Veröffentlichungsgeschichte der deutschen Folgebände verzögerte dieses Vorhaben und schadete meinen Erinnerungen erheblich. Als das Finale 2018 als deutsches Taschenbuch erschien, wusste ich, dass ich von vorn beginnen musste. Während der Wartezeit veränderte sich allerdings mein Leseverhalten, sodass ich auf die deutschen Ausgaben nicht mehr angewiesen war. Amazon verführte mich mit einem günstigen E-Book-Deal für die gesamte Trilogie in Englisch und ich startete einen zweiten Anlauf mit „The Passage“ im Original.

    Peter Jaxon hat noch nie die Sterne gesehen. Er wurde in einer Kolonie in Kalifornien geboren, in der es niemals dunkel wird. Dicke Mauern und mächtige Strahler, die die Nacht taghell erleuchten, bieten Schutz vor den blutgierigen Monstern der Dunkelheit: Virals. Die animalischen Infizierten erinnern kaum an die Menschen, die sie einst waren. Angeblich waren die ersten Virals das Ergebnis eines fehlgeschlagenen Militär-Experiments vor beinahe 100 Jahren. Heute beherrschen sie die USA. Vielleicht sind die wenigen Familien, die in der Kolonie Zuflucht fanden, die letzten Überlebenden. Doch eines Tages entdecken die Wachen vor den Toren ein kleines Mädchen. Sie ist allein und etwa sechs Jahre alt. Niemand weiß woher sie kam. In ihrem Nacken befindet sich ein Chip, dessen gespeicherte Informationen eine verwirrende Geschichte erzählen. Das Mädchen heißt Amy und war Teil des gescheiterten Experiments, das die Virals erschuf. Der Chip sendet ein Signal. In der Hoffnung, Antworten und weitere Überlebende zu finden, beschließen Peter und seine Freunde, es bis zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen. Amys plötzliches Auftauchen muss etwas bedeuten. Könnte sie die Rettung der Menschheit sein?

    Ich möchte gleich zu Beginn meiner Rezension zu „The Passage“ darauf hinweisen, dass meine Inhaltsangabe lediglich einen Bruchteil der Handlung des Trilogieauftakts abdeckt. Ich habe mit anderen, umfangreicheren Versionen herumgespielt, aber es stellte sich heraus, dass jede Annäherung an den vollständigen Inhalt jeglichen Rahmen sprengte. Daraus könnt ihr ableiten, wie komplex die Geschichte ist, die Justin Cronin erzählt. Der erste Band teilt sich in zwei Zeitabschnitte: zuerst erleben die Leser_innen den Ausbruch der ursprünglichen zwölf Virals und den daraus resultierenden Zusammenbruch der modernen Zivilisation; danach folgt ein enormer Zeitsprung von knapp 100 Jahren in die Zukunft, der die kläglichen Überreste der Menschheit in der von Virals dominierten USA fokussiert. Klingt simpel, ist es aber nicht. Cronin liebt Details. Er ist ein penibler, perfektionistischer Autor, der keine Gelegenheit auslässt, exakte Beschreibungen einzuarbeiten und sein Epos groß aufzuziehen. Seine Zukunftsvision bietet eine spannende Perspektive auf den Vampirmythos, denn Virals sind im Grunde nichts anderes als äußerst grässliche Blutsauger, Glitzereffekt ausgeschlossen. Trotz dieser scheinbar übernatürlichen Thematik ist „The Passage“ vorstellbar und glaubwürdig. Cronin präsentiert fundiert wirkende wissenschaftliche Erklärungen, aus denen sich ein durchaus realistisches Szenario ergibt. Wer weiß schon, womit die Militärs dieser Welt im Geheimen herumpfuschen? In diesem Fall glaubte die US-Armee, sie hätte ein Allheilmittel gegen Krankheiten und den Tod gefunden. Sie injizierten zwölf Todeszelleninsassen ein Virus aus dem bolivianischen Dschungel und hofften auf einen medizinischen Durchbruch. Natürlich ahnten sie nicht, was sie erschufen. Auf gewisse Weise wurden ihre Hoffnungen sogar erfüllt, denn Virals sind albtraumhafte Spitzenprädatoren – unsterblich, beinahe unverwundbar und Menschen in vielerlei Hinsicht überlegen. Mich gruselte vor allem ihre primitive, inhumane Schwarmintelligenz. Diese Monster ließ die Army auf die Welt los, weil sie zu arrogant waren, um zu begreifen, dass ihre Kontrolle über die Virals lediglich Illusion war. Die explosive Eskalation, die Cronin beschreibt, erschien mir vollkommen plausibel. Diesen ersten Part der Geschichte fand ich rasant, atemlos und ausgesprochen aufregend. Mit dem Übergang zum zweiten Part flacht der Spannungsbogen jedoch abrupt ab. Cronin nimmt sich viel Zeit, um die Situation der Kolonie zu etablieren und ergeht sich in langatmigen Darstellungen des Alltags der neuen Figuren, die ich dadurch allerdings intim kennenlernte. Ich bin sicher, sie alle zuverlässig einschätzen zu können. Die Spannungskurve nimmt erst wieder Fahrt auf, als Peter und seine Freunde die Kolonie verlassen, um den Ursprung von Amys Chipsignal ausfindig zu machen. Ihre Reise ist der Beginn der grundlegenden Geschichte: der aktive Kampf um das Überleben der menschlichen Spezies.

    Als ich vor acht Jahren „Der Übergang“ las, war ich überwältigt. Diese Euphorie konnte ich mit der Lektüre von „The Passage“ zwar nicht wiederbeleben, doch das werfe ich Justin Cronin nicht vor. Ich habe seitdem eine Menge Dystopien und postapokalyptische Romane gelesen, weshalb es deutlich schwerer ist, in mir dieselbe Begeisterung zu entfachen. Nichtsdestotrotz beeindruckte er mich mit der gewaltigen, Spannungstiefs rechtfertigenden Dimension seiner Geschichte und der überzeugenden Umsetzung seiner interessanten Ideen. Seine Penibilität gefällt mir, weil ich das Gefühl habe, mich jeder Zeit auf seine Autorität als Autor verlassen zu können. Der einzige kleine Hickser in einem sonst stimmigen Buch ist der nicht zu leugnende christlich-religiöse Einschlag, mit dem ich als Atheistin nichts anfangen kann. Solange dieser jedoch diskret bleibt, werde ich mich daran nicht stören. Eine Vampir-Postapokalypse ist einfach faszinierend, christliche Motive hin oder her.

  9. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9780062472106)
    Neil Gaiman

    American Gods

    (107)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    In diesem Hörspiel geht es um einen Roadtrip kreuz und quer durch die USA, um alte und neue Götter, um Liebe, Freundschaft und Familie. Die Inszenierung als Hörspiel ist perfekt gelungen. Ich habe die vielen Stunden gebannt gelauscht und dabei im Garten gearbeitet, gestrickt oder Wäsche aufgehängt. Nur bei den letzten Stunden habe ich irgendwie den Faden verloren und die Story nicht mehr verstanden. Wer war jetzt tot und wer nicht bzw. doch nicht tot oder nicht mehr tot?
    Insgesamt ist es auch eher eine Männergeschichte, denn obwohl es sehr viele Charaktere gibt, von denen einige sehr wichtig sind, spielen Frauen immer nur mehr oder weniger kleine Nebenrollen. Sie reden auch kaum miteinander. Diese Welt dreht sich nur um die Männer, dementsprechend kreisen auch die Frauen nur um die Männer. Das ist sehr schade, denn hier wurde viel Potential verschenkt.

  10. Cover des Buches Zwischen dir und der Dunkelheit (ISBN: 9783453321021)
    Antonia Neumayer

    Zwischen dir und der Dunkelheit

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Maria_Josephina

    Da ich in München lebe, war dieses Buch ein Must-Read für mich. Es war wirklich sehr spannend und die Mythen kennt man vielleicht auch schon vorher. Der Teufelstritt in der Frauenkirche ist der Ausgangspunkt der Geschichte. Auch wenn es viel um den Teufel, Engel und Gott geht, kann das Buch auch ohne Probleme von Nicht-Gläubigen gelesen werden. Man schließt die beiden Protagonisten und ihre tragische Vergangenheit direkt ins Herz. Sie sind für einander gemacht und das schon seit tausenden Jahren? Der Teufel versucht, seine Macht zurück zu erlangen und es liegt nun an Sera und ihrem Seelenverwandten, der keine Erinnerung an irgendetwas hat, ihn aufzuhalten. Denn in Sera schlummern unbekannte Kräfte... Ich fand das Buch besonders toll, weil es in meiner Heimatsstadt spielt, ich die Mythen kenne und es eine spannende Storyline beinhaltet. Definitiv weiter zu empfehlen! :) 

  11. Cover des Buches Sie werden dich finden (ISBN: 9783608503784)
    James Rayburn

    Sie werden dich finden

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Nadl17835

    Kate Swift, eine Whistleblowerin und vermutlich die meist gesuchte Person Amerikas, hält sich seit Jahren mit ihrer Tochter versteckt und versucht das Leben ihrer Tochter so normal wie möglich zu gestalten. Doch es kommt anders, als ihre Deckung durch einen unglücklichen Zwischenfall auffliegt und sie überstürzt abreisen muss. Auf ihrer Reise trifft sie auf viele Personen der Vergangenheit. Doch nur eine interessiert sie besonders. Kann seine waghalsige Idee sie und ihre Tochter ein für alle mal retten?

    Fast jede Person in dieser Geschichte hat zwei Gesichter. Die eine freundlich und charmant und die andere bereit mit keinem Wimpernzucken skrupellos zu töten. Die Kontakte zwischen den Mächtigen und einst mächtig Gewesenen bringt durchaus Spannung und entführt in eine Welt ohne moralische und gesetzliche Regeln, die verdeckt unter dem Schein der rechtsmäßigen Demokratie liegt und für die meisten Augen unsichtbar erscheint. Doch gerade dort spinnen sich die größten und schlimmsten Intrigen und Bösartigkeiten zusammen, die genauso unsichtbar sind, dass sie keinem Außenstehenden auffallen.

    Ich hatte mir etwas mehr erhofft. Mehr Tiefgang der Figuren, die für mich leider nur oberflächlich beschrieben waren und bei den meisten, wie auch bei Kate, zweifelte ich an ihrer Wahrhaftigkeit und an der Fähigkeit soziale Bindungen eingehen zu können. Die meisten sind total verkorkst und wirken fast transparent mit wenig Präsenz in der Geschichte. Als wären sie nur noch treibende Geister der glanzvollen Vergangenheit. Emotionale Gefühle waren hier größtenteils auch Fehlanzeige. Sie wirkten wie ein Abklatsch ihrer früheren Geheimdiensttätigkeit, als sie noch (richtige) Agenten waren, nur dass die abgebrühte und teils kaltherzige Art erhalten geblieben ist. Ich räume ein, dass das zu so einem Job dazugehört, aber authentisch wurde es leider für mich dadurch nicht.

  12. Cover des Buches Bekenntnisse (ISBN: 9783492967051)
    Nelson Mandela

    Bekenntnisse

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    NELSON MANDELA ist für mich eine einzigartige Persönlichkeit gewesen.Man kann nur bewundern was er bewirkt hat.Er beeinflusst sogar nach seinem Tod im Jahr 2013 noch viele Leute.Das Buch hat mich leider nicht ganz so begeistert.Das liegt keinesfalls am Thema,sondern meiner Meinung nach an der ganzen Zusammenstellung des Buches.Zum Beispiel fimnde ich es zwar toll,dass Teile von Briefen oder Schriften im Original abgedruckt wurden.Nachteil für mich war : Ich hatte Mühe Mandela's Schrift zu entziffern.Und es waren eben nur Teile vom Ganzen und das war dann bei mehreren solcher Schriften,extrem mühsam für mich, weil alles nur angeschnitten wurde.Zitate waren auch vorhanden und sogar ein Vorwort von Barack Obama.Aber das ganze Buch zu lesen fand ich dann schon sehr anstrengend,weil alles so telegrammmässig dargestellt und erzählt war.Man müsste glaube ich das Buch fast wie ein Witzbuch lesen : Immer wieder hervornehmen und einzelne Erlebnisse oder Abschnitte lesen.Das Buch ist nämlich wirklich sehr detailliert aber auch spannend und sehr persönlich geschrieben,sodass man wirklich weiss,wie und was Mandela gedacht hat!Daher empfehle ich das Buch zwar ,aber man sollte es nicht am Stück lesen meiner Meinung nach...KLAPPENTEXT : 📖 Nelson Mandela,die Ikone der Freiheitsbewegung Südafrikas,öffnet zum ersten Mal sein privates Archiv : Er zeigt uns die Tagebücher,die ihm während den schwersten Stunden seines Lebens Trost spendeten,die erschütternden Briefe,die er in der Gefangenschaft an seine Frau Winnie und seine Kinder schrieb,und die Notizen,die er sich als erster demokratisch gewählter Präsident von Südafrika machte.In diesen bewegenden Zeugnissen wird der Mensch Mandela hinter dem grossen Staatsmann und Freiheitskämpfer sichtbar.
  13. Cover des Buches Fanatisch (ISBN: 9783649624547)
    Patricia Schröder

    Fanatisch

    (156)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Reinländer

    Klappentext / Inhalt:

    Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen. Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen. Denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt. Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das große angekündigte Unheil verhindern.

    Cover:

    Das Cover ist einfach gehalten und elektrisiert durch seine farblich Gestaltung. Einzig der Titel ist in großen Lettern erkennbar, jedoch die Anordnung und der verwaschene Hintergrund macht neugierig auf mehr.

    Meinung:

    Bisher kannte ich von der Autorin nur ihre Kinderbücher und war daher umso gespannter auf dieses Jugend- / Erwachsenenbuch. Religiöser Fanatismus spielt hier eine große Rolle. Sechs Mädchen verschwinden und werden biblischen Ritualen ausgesetzt, nach 6 Tagen kehren sie unvermittelt, aber schweigend zurück. Was dahinter steckt und ob der größere Plan dahinter vereitelt werden kann, lest selbst?

    Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, da ich nicht spoilern und nicht zu viele Infos Preis geben möchte. 

    Es handelt sich hierbei um einen heftigen Jugendthriller, der es ganz schön in sich hat. Die verschiedenen Blickwinkel und die kurzen Einführungen mit Du und Er, aber auch die anderen Überschriften waren gut gewählt und haben dadurch Spannung hineingebracht. Der Schreibstil war fesselnd und sehr beschreibend. Man könnte sich alles sehr gut vorstellen und ist so in die Geschehnisse hineingekommen. Nach und nach haben sich die verschiedenen Puzzleteile zusammengesetzt, aber auch überraschende Wendungen haben mich als Leser bei Atem gehalten. Auch die Emotionen und Gefühle wurden gut und authentisch vermittelt, so dass ich in die verschiedenen Charaktere hinein finden konnte. 

    Die Kapitellänge war angemessen und auch die Überschriften waren gut gewählt. Manchmal musste ich ein wenig überlegen, wo ich mich gerade befand und bei wem, aber an sich lies sich alles angenehm und flüssig lesen. 

    Die Geschichte selbst war mit Spannung und Nervenkitzel versehen und man hat hier regelrecht mitgelitten und mitgefiebert. Religion und besonders Fanatismus ist kein einfaches Thema welches hier sehr anschaulich und extrem umgesetzt wurde. Mir hat die Schreibweise und diese ansprechende und erzählende sehr gut gefallen. Es war unglaublich spannend und hat mich beim Lesen einfach gefesselt. Manchmal hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Aktivität von Nara gewünscht, klar war sie eingeschüchtert, aber irgendwie hat mir bei ihr manchmal das gewisse Etwas gefehlt.

    Alles in allem jedoch sehr solide, packend und sorgt für Nervenkitzel und spannende Unterhaltung.

    Fazit:

    Ein Jugendthriller, der es in sich hat. Religiöser Fanatismus sorgt hier für packende Unterhaltung und Nervenkitzel.

  14. Cover des Buches Der unsichtbare Freund (ISBN: 9783837149647)
    Stephen Chbosky

    Der unsichtbare Freund

    (40)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Ziemlich am Anfang habe ich erstmal gegoogelt, ob Chbosky ein Pseudonym von Stephen King ist, denn das ist genau der gleiche Stil und dass es von David Nathan gelesen wurde macht den Eindruck noch schlimmer. 

    Wie auch bei King zog sich die Geschichte am Anfang schon sehr. Erst bei etwas Dreiviertel der Geschichte wurde es dann mal langsam spannend, aber dann auch wieder irgendwie undurchsichtig, dass ich Probleme hatte da durchzublicken. 

    Ich sag mal so, als Buch hätte ich es vermutlich sehr zeitig abgebrochen. 

  15. Cover des Buches Revival (ISBN: B00TGZ0HTY)
    Stephen King

    Revival

    (21)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Als kleiner Junge begegnet Jamie dem Prediger Charles Jacobs zum ersten Mal. Doch bei dieser einen Begegnung soll es nicht bleiben. Während Jamie heranwächst, kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder und Jacobs beginnt Jamie mit sich in einen Abgrund zu ziehen, der sein restliches Leben für immer verändern wird...

    Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut. In einigen Bewertungen war zu lesen, dass es sich hier wieder einmal um tollen Horror aus der Feder Kings handeln sollte. Also habe ich mir dieses Hörbuch gekauft.
    Leider bin ich jetzt, nachdem ich es zu Ende gehört habe, etwas enttäuscht. Ich habe mir so viel mehr erwartet. 

    Zwar ist dieses Buch nicht schlecht zu nennen, dennoch fehlten mir hier sehr lange die typischen Horrorelemente, der Grusel, welcher Kings Bücher  sonst immer auszeichnet. 
    Erst gegen Ende der Geschichte kam nochmal so etwas wie Gänsehaut-Feeling zum Tragen, doch dieser Moment währte nur kurz...

    Das Buch behandelt ein, wie ich finde, recht sensibles Thema: der Glaube an Gott. Hier beschäftigt sich die Handlung im Besonderen mit der Frage, wohin wir nach dem Tod gehen. In "Revival" wird mit dem herkömmlichen Bild des Himmels hart ins Gericht gegangen. Auch die Frage kommt auf, wieso Gott so grausam sein kann und junge, unschuldige und geliebte Menschen sterben lässt. 
    Dies wird vor allem in der zwiespältigen Person des Priesters Jacobs deutlich, welcher die eine oder andere flammende Rede bezüglich des Glaubens an Himmel und Hölle hält.

    Wie immer findet King, neben einem interessanten Thema, das er mit fiktiven (Horror-)Elementen verknüpft, auch spannende Charaktere, die die Handlung beleben. Seine Protagonisten sind sehr bildhaft beschrieben, auch die Hintergründe machen diese Handelnden sehr lebendig und lassen sie echt wirken. 

    Natürlich kann "Revival" auch mit dem typischen fließenden Schreibstil punkten, sodass man sich schnell in die Geschichte eingelesen bzw. eingehört hat und ihr ebenso schnell und leicht folgen kann. 
    Da ich, wie oben schön erwähnt, das Hörbuch habe, kann ich zum Lesefluss nicht viel sagen. Allerdings möchte ich hier wieder einmal David Nathan loben, der die Bücher von Stephen King wunderbar liest und den Hörer ruck zuck in seinen Bann zieht. 
    Doch auch er konnte leider die eine oder andere Länge im Plot nicht übertünchen. Hin und wieder schweiften meine Gedanken beim Hören ab, sodass ich Passagen erneut hören musste. Hier hat mir irgendwie doch das gewisse Etwas gefehlt. 

    Ich möchte nun zu meinem Fazit kommen. 
    Trotz eines interessanten Themas und toll ausgearbeiteten Protagonisten, konnte mich dieses Buch nicht zu hundert Prozent überzeugen. Zwar war stellenweise der ersehnte Horror spürbar, doch richtig packen, konnte mich die Geschichte nicht. "Revival" gehört nicht zu den Glanzleistungen des Autors und bekommt daher drei von fünf Sternen. 

  16. Cover des Buches LOST GOD (ISBN: 9783952486016)
    Gregor Spörri

    LOST GOD

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Erni

    Auf der Erde und im Weltall ist wahrhaft die Hölle los. Fulminant erzähltes Endzeitspektakel mit Donald Trump und weiteren real existierenden Protagonisten, das durch seine hautnahe Inszenierung nur wenig Zeit zum Durchatmen lässt. Die manchmal fast zu gut recherchierten Fakten werden vom Autor in Form von Nachrichten-Blogs in die Story eingeschoben, was sicher nicht allen gefällt, der Spannung am Ende aber keinen Abbruch tut.

  17. Cover des Buches Am Anfang ist die Ewigkeit (ISBN: 9783473400959)
    Trinity Faegen

    Am Anfang ist die Ewigkeit

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Fantasymangabook
    Cover:
    Das Cover hat mich an die "Fallen"-Reihe von Lauren Kate erinnert. Das war einer der Hauptgründe, weshalb ich es mir überhaupt aus der Bibliothek geliehen habe.

    Handlung, Charakter & Fazit:
    Schon direkt zu Anfang wird man mit Informationen und Geschehnissen vollgebombt. Das finde ich persönlich etwas schade, denn die Situation zwischen Sasha und Jax wird dafür sehr in die Länge gezogen. Die beiden und auch Jax's Brüder sind liebenswerte Charakter, keine Frage, aber an der Kommunikation zwischen ihnen hapert es doch sehr. Obwohl sowohl Sasha als auch Jax wissen, wie sie füreinander empfinden und es auch sagen, ziert sich Sasha doch sehr, weil Jax ist, wer er ist, und er will Sasha vor dem beschützen, was er ist. Der Spannungsbogen entschädigt hinreichend dieses mit der Zeit lästige Hin und Her der Beiden. Doch wie auch der Anfang ist der Schluss des Buches wieder sehr gedrückt, endet zu abrupt und war für mich nicht wirklich zufriedenstellend.» - Moon
  18. Cover des Buches Advent, Advent ...: Sieben Weihnachtsgeschichten (ISBN: B018GLHTPS)
    Renate Blaes

    Advent, Advent ...: Sieben Weihnachtsgeschichten

    (11)
    Aktuelle Rezension von: 0_Lavender_0

    Der Teil einer roten Zipfelmütze vor blauem Hintergrund, als Blickfang,  zweidimensional gehalten, macht von Anfang an klar, worum es in diesem Buch geht.8 Kurzgeschichten und ein Nikolausgedicht verkürzen die Wartezeit auf Weihnachten.

     

    Obwohl es schon so viele Bücher zum Thema gibt, schafft es Renate Blaes neue Nuancen zu finden. Die vielfältigen Geschichten berühren, sie bringen zum Schmunzeln oder zum Nachdenken, je nach Inhalt. Abwechslungsreich erzählt die Autorin von allerhand Menschen und ihren Beziehungen zueinander, auch von der Einsamkeit. Vergnüglich und zugleich erschreckend erleben wir eine Beziehungskrise in der ach so friedlichen Weihnachtszeit, Erinnerungen an früher fingen genauso Einzug, wie ein Kater, der zu Wort kommt und aus seiner Sicht höchst unterhaltsam schildert, was er von Weihnachten hält.

     

    Passend zum Buch ist auch ein Hörbuch erschienen, das in Dominic Kolbs angenehmer Sprache zu einem Genuss wird und den Texten Lebendigkeit verleiht.

     

    Ich persönlich ziehe das Buch vor, weil Lesen meine Leidenschaft ist und einen weit höheren Stellenwert hat als das Hören einer Geschichte. Es liegt ganz am Leser/Hörer, welcher Variante er den Vorzug gibt. Beide sind empfehlenswert.

     

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  19. Cover des Buches Damian. Die Stadt der gefallenen Engel (ISBN: 9783401801339)
    Rainer Wekwerth

    Damian. Die Stadt der gefallenen Engel

    (342)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Auf dieses Buch wurde ich mehr durch einen Zufall aufmerksam und es hat mich schon vor der Leseprobe begeistert. Als ich dann die ersten Seiten gelesen hatte, war klar, dass dieses Buch das Zeug hatte mein Herz zu erobern. Und das hat es!
    Rainer Wekwerth hat den Himmel und die Hölle direkt nach Berlin gebracht und mit "Damian - Die Stadt der gefallenen Engel" ein fantastisches Abenteuer gestartet...

    Alles beginnt recht normal... Die 17-jährige Lara lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Örtchen namens Rottenbach in der Nähe von Stuttgart. Sie geht zur Schule, hat zwei beste Freundinnen und einen festen Freund namens Ben.
    Als Ben ihr per SMS mitteilt, dass er keinen Sinn mehr in ihrer Beziehung sehe - und das zwei Tage nachdem sie ihm sagte, es sei ihr noch zu früh mit ihm zu schlafen - legt sich ein schwerer Kummer auf Laras gebrochenes Herz. Liebeskummer - etwas, was sie nie zuvor kannte...
    Ihre Mutter Rachel stimmt schließlich zu, dass Lara am besten ihre Großeltern in Berlin besuchen könnte um so auf andere Gedanken zu kommen und Abstand zu Ben zu bekommen.

    In Berlin angekommen empfangen Martha und Max ihre Enkelin ganz herzlich und sind froh Lara nach langer Zeit endlich wieder einmal in ihre Arme schließen zu können. Eine riesige Kluft klafft zwischen Laras Großeltern und ihrer Mutter Rachel, auch wenn Lara den Grund dafür nicht kennt.

    Lara erforscht Berlin und merkt schnell wie anders sich die Zeit hier dreht. Als sie eines Abends mit einem Jungen, der ungefähr in ihrem Alter sein dürfte, zusammenstößt, spürt sie zum ersten Mal den aggressiven Wind der Großstadt. Statt Laras Entschuldigung anzunehmen, drückt er sie nieder und versucht ihr die Kleider vom Leib zu reißen.
    Und genau da taucht ihr Retter in der Not auf...

    Damian ist ein gefallenener Engel und dient Satan persönlich. Doch als er spürt, wie Laras Liebe zu ihm wächst und er seine eigenen Gefühle nicht verstehen kann, fängt er an, an seiner Aufgabe zu zweifeln. 

    Zu Beginn der Geschichte lernt man Lara kennen, bekommt einen Einblick in ihre vergangenen Erlebnisse und erfährt wie stark sie sein kann. Trotz ihres Liebeskummers lässt sie sich auf Berlin ein, wittert eine neue Zuflucht und glaubt neue Stärke finden zu können. Sie ist eine sehr liebenswerte Protagonistin, die ich sofort in mein Herz schließen musste.

    Zwischendurch wechselt die Szenerie und man beobachtet einen Mann, der sehnsüchtig zum Himmel blickt und dennoch in die Hölle gehört: Damian. Er ist ein gefallener Engel, der im Dienste Satans steht und dennoch etwas liebenswürdiges ausstrahlt...
    Seine Aufgabe steht im Wiederspruch zu seinen Gefühlen und während seine Kraft schwindet planen seine dämonischen Sklaven seinen Untergang.

    Die erste Begegnung der Beiden Hauptprotagonisten war alles andere als zufällig und wie es das Leben so will ist Ben schnell vergessen und Lara ist mehr als begeistert von ihrem vier Jahre älteren Retter, der sich ihr als Damian Antas vorstellt, aber ansonsten sehr wenig über sich erzählt.
    Auch bei ihren Großeltern ist Damian schnell willkommen und die Beiden treffen sich immer wieder.

    Die Entwicklung dieser Liebesgeschichte spielt sich still und heimlich im Dunklen ab. Laras Gedanken machen keinen Hehl aus ihrer Verliebtheit, während Damian noch zu verstehen versucht, was sie in ihm auslöst. Er ist schließlich ein gefallener Engel und als solcher, der Satan persönlich dient, sollte er nur Hass und Schmerz kennen, doch stattdessen liebt er und empfindet Mitgefühl.

    Lara spürt, dass sie sich verändert. Sie träumt wirres Zeugs, in dem Damian ihr sagt sie sei sein und nur sein. Und sieht, wie sich Menschen zu Fratzen verzerren und wahrgewordene Bestien aus einem Albtraum darstellen.

    Und als Lara ein Telefonat zwischen ihren Großeltern und ihrer Mutter belauscht, in dem es um ihren Vater und Damian geht, wird sie misstrauisch.

    Sie geht den streng gehüteteten Familiengeheimnissen, dessen sie sich sicher ist, dass nichtmal ihre Mutter was davon weiß, auf die Spur und entdeckt ein uraltes Foto, dass all ihre Fragen - wer war ihr Vater und was wollen ihre Großeltern vor ihr verbergen - beantwortet und gleichzeitig tausend neue stellt...

    Dieses Buch enthüllt Seite für Seite neue Geheimnisse. Es baut sich immer weiter aus, bin man die Spannung kaum noch erträgt. Es ist spektakulär geschrieben und toll formuliert. Durch die Abwechslung der Blickwinkel - mal aus Laras, dann aus Damians und schließlich auch aus Sicht eines Engels oder Dämons - hat man das Gefühl alles genauer überblicken zu können und doch versteht man nicht viel. Durch all die Geheimnisse weiß man gar nicht wer auf welcher Seite steht und es entsteht eine atemlose Spannung, die bis zum Schluss anhält.

    Das Ende ist wie eine Achterbahn. Erst aufregend und wild und dann fragt man sich: "Das war's schon?" Leider ja... Aber es kommt ja zum Glück eine Fortsetzung... :-)


    Fazit:

    Das Buch hat mich schon vor dem eigentlichen Lesen schwer beeindruckt und jede Seite war Lesegenuss pur. Es ist ein Jugendbuch, aber teilweise - so wie die versuchte Vergwaltigungsszene - wenig Jugendfrei geschrieben.

    Alles war stimmig und aufregend und dank kurzer Kapitel ließ sich das Buch flüssig lesen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil es einfach zu spannend war.

  20. Cover des Buches Hans Wundersam (ISBN: 9783480400744)
    Adolf Holst

    Hans Wundersam

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Reroiu

    Ein wundervolles Märchen über Hans Wundersam der einen verlezten Engel in den Himmel zurückbringt und sich dort ein wenig umschaut. Er begegnet nicht nur dem heiligen Petrus sondern auch dem Satan in der schwefelverseuchten Hölle.
    Die schönen Illustrationen ergänzen die Verse sehr gut und spiegeln den HUmor der Verse wieder.
    EIne sehr schöne und kurzweilige Geschichte die man auch sehr gut vor dem Weihnachtsbaum vorlesen kann.


  21. Cover des Buches New York Bastards – In deinem Schatten (ISBN: 9783736309098)
    K. C. Atkin

    New York Bastards – In deinem Schatten

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Natiibooks

    5 🌟🌟🌟🌟🌟

     Inhalt:

    Sie jagt einen Mörder, doch nur er kann sie im New Yorker Untergrund beschützen.

    FBI-Agentin Lissiana Stafford jagt einen Serienkiller und ist dabei auf den inhaftierten John Cohen angewiesen, der den New Yorker Untergrund bis zu seiner Festnahme mit eiserner Hand regiert hat und sich in den Straßen von Hell's Kitchen auskennt wie kein Zweiter. John ist Lissianas einzige Chance, wenn sie das Blutbad des "Bräutigams" beenden will. Obwohl Lissiana weiß, dass sie seine Hilfe teuer bezahlen wird - und dass ihr Herz John Cohen noch lange nicht vergessen hat ...

    Meinung:

    Durch denn Klappentext angetan kann ich es kaum abwarten die Geschichte zu Lesen und ich bin Positive überrascht. Da ich bereits Forever Free vor kurzem von ihr gelesen habe war ich erstaunt über dieses Buch es ist ganz anders geschrieben und auch findet man hier nach meiner Meinung schneller in die Geschichte. Mich hat es selbst verwundert wie gebannt ich von diesem Buche wurde da ich einfach immer mehr wissen wollte auch das wir eine Perspektive von Mörder bekommen haben macht es Spannender. Die Geschichte rum um die Brüder und die Polizistin hat mir sehr gut gefallen auch das beide Seiten viel für das gekämpft haben was sie wollen und wie ähnlich sie doch sind. Lissiana und John mag ich sehr zusammen und auch das beide dagegen ankämpfen obwohl es Offensichtlich ist. Vicky und Butch machen mich sehr Neugier und ich bin schon sehr aufgeregt ihrer Geschichte zu lesen. Die Idee mit dem Bräutigam fand ich gut denn auch wie sie versucht haben denn Fall zu lösen ich selbst war sehr in der Geschichte und wollte immer mehr wissen. Und besonders wer dann der Bräutigam war für mich überraschend und im Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen.

  22. Cover des Buches Der Schlunz (ISBN: 9783417288940)
    Harry Voß

    Der Schlunz

    (13)
    Aktuelle Rezension von: niknak
    Inhalt:
    Lukas (10) macht mit seiner Familie nach dem Gottesdienst ein Picknick und entdeckt am Waldrand einen verwahrlosten Jungen. Sie erfahren, dass er sein Gedächtnis verloren hat und nicht weiß, wohin er gehört. Die christliche Familie Schmidtsteiner nimmt den Jungen, der sich Schlunz nennt, bei sich auf und will ihm helfen seine Familie zu finden. Lukas und er verstehen sich prima und gemeinsam bringen sie das sonst so harmonische Leben durcheinander.

    Mein Kommentar:
    Harry Voß hat eine sehr angenehme Schreibweise wodurch das Lesen mir und meinem 10 - jährigen Bruder leicht gefallen ist.  Das Buch ist in kurze Kapitel unterteilt, sodass man sie schnell gelesen hat. Auch die Bilder finde ich sehr passend und man kann sich die Personen so noch besser vorstellen.
    Die Personen sind sehr schön beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Aber auch ihre Gefühle werden gut dargestellt und man weiß was in ihnen vorgeht.
    Die Geschichte beginnt schon zu Beginn spannend, als Lukas den Schlunz im Wald findet. Ab diesem Zeitpunkt ist das Buch abwechslend spannend und gleichzeitig muss man immer wieder lachen. Der Schlunz bringt das geordnete Leben der christlichen Familie gehörig durcheinander und auch die anderen Erwachsenen müssen sich an seine Art erst gewöhnen.
    Da der Schlunz noch nie etwas von Gott gehört hat, erklärt ihm die Familie allen voran der Papa von Lukas einiges über Gott und das Beten. So wird den Kindern in einfacher Weise erklärt, dass Gott unser himmlischer Vater ist und alle Menschen liebt. Aber auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Dadurch wird es den Kindern ganz einfach erklärt, sodass sie es verstehen. Aber das Buch ist niemals mahnend mit den christlichen Werten, sondern sie sind kindgerecht und dezent eingebaut. So werden sie von den Kindern auch verstanden.
    Lustig fanden wir die Situation als der Papa Schlunz erklärte, was Amen am Ende eines Gebets bedeutet und Schlunz darauf hin meint, man könne auch "Ende der Durchsage" sagen, was sie dann auch tun.

    Mein Fazit:
    Ein wirklich tolles Buch über einen Jungen, der weder etwas über seine Familie weiß, noch Gott kennt. Dardurch ergibt sich eine spannende und zugleich lustige Geschichte, die zudem auch noch auf kindgerechte Art einige christliche Werte vermittelt.
    Ich kann das Buch allen Kindern empfehlen. Aber es ist auch etwas für die Erwachsenen und würde sicher viele zum Nachdenken anregen über unser Leben und das Verhältnis zu Gott und unserer Familie.

    Ganz liebe Grüße,
    Niknak
  23. Cover des Buches ENGEL (ISBN: 9783958354364)
    Michael Mikolajczak

    ENGEL

    (4)
    Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt

    Am Anfang habe ich etwas gebraucht, bis ich mich an den speziellen Schreibstil und die Art der Erzählung gewöhnt habe. Auch der Aufbau des Buches es ist etwas speziell, denn es gibt überhaupt keine Kapitel. Tatsächlich hat es mich hier aber auch gar nicht gestört, da alles in sehr kurze Leseabschnitte aufgeteilt ist. Als ich mich dann erst mal daran gewöhnt hatte konnte ich sehr schnell und flüssig lesen. Hauptprotagonist Vincent erzählt dem Leser seine Geschichte. Dabei bekommt man Einblicke in seine sehr traurige Kindheit und versteht, warum er so geworden ist. Ich fand, der Autor bringt Vincents Leben und seine Schizophrenie sehr gut rüber. Trotzdem plätscherte alles manchmal ein bisschen vor sich hin. Aber zum Ende hin wird es dann wieder sehr spannend. Es ist eine außergewöhnliche, aber auch gute Geschichte, die man schnell mal in ein, zwei Tagen durchlesen kann.

  24. Cover des Buches Beyond Redemption (ISBN: 9780062387035)
    Michael R. Fletcher

    Beyond Redemption

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Michael R. Fletcher schreibt nicht hauptberuflich. Es war ihm zwar eine Weile möglich, als Vollzeit-Autor zu leben, nachdem er die Vorauszahlung von Harper Voyager für seinen Grimdark-Trilogieauftakt „Beyond Redemption“ erhalten hatte, aber leider hatte der Verlag aufgrund niedriger Verkaufszahlen kein Interesse an einer Fortsetzung und Fletcher musste erneut regulär arbeiten. Das war sicher eine niederschmetternde Erfahrung, doch sie hinderte ihn nicht daran, seinen Traum weiterzuverfolgen. Er veröffentlichte den zweiten Band der „Manifest Delusions“ im Selfpublishing. Das Finale fand beim kleinen Imprint Talos eine Heimat. In dieser Geschichte steckt eine wichtige Moral: nicht jede schriftstellerische Karriere ist ein Märchen und für jemanden, der so spezielle Bücher schreibt wie Michael R. Fletcher kann es schwer sein, sich dauerhaft zu etablieren.

    Eine Welt, in der sich die Wahnvorstellungen der Menschen real manifestieren, kann nur von geistesgestörten Göttern erschaffen worden sein. Konig Furimmer, Oberhaupt der Geborene Damonen, glaubt das nicht. Er ist überzeugt, dass die Götter manifestierte Wahnvorstellungen der Menschen sind. Ist es möglich, einen neuen Gott zu formen? Kostbare Jahre seines Lebens widmete er der Ausbildung potenzieller Kandidat_innen. Ein letzter ist übrig: ein Junge namens Morgen. Sein Aufstieg steht kurz bevor. Die Zeit drängt, denn Konig droht, die Kontrolle über seine Halluzinationen zu verlieren. Fatalerweise bekommt eine dreiköpfige Räuberbande Wind von seinen Plänen. Konig schickt seine gefährlichste Agentin aus, um die drei festzunehmen: Gehirn Schlechtes. Doch Gehirn kann sie nicht aufhalten und schon bald versuchen auch andere Geisteskranke, Morgen in ihre Gewalt zu bringen. Das Schicksal der Welt ruht auf den Schultern des Jungen – aber verdient eine vom Wahnsinn regierte Welt überhaupt Erlösung?

    Habt ihr euch in der Inhaltsangabe über die seltsamen, dem Deutschen entlehnten Namen gewundert? Vor der Lektüre von „Beyond Redemption“ schenkte ich der eigenwilligen Namensgebung keine Beachtung. Erst als ich das Vorwort des Autors Michael R. Fletcher las, beschlichen mich üble Vorahnungen, denn er entschuldigt sich darin bei allen Leser_innen, die tatsächlich Deutsch sprechen. Nach den ersten Kapiteln des Trilogieauftakts wurde mir klar, dass diese prophylaktische Entschuldigung definitiv angebracht ist. Was Fletcher mit der deutschen Sprache anstellt, schmerzte mich bis in die Haarspitzen. Alle Eigennamen sind konsequent deutsch, doch es handelt sich nicht um deutsche Namen. Es sind deutsche Begriffe, die häufig negativ konnotiert sind und die er wild kombiniert, um das Wesen seiner Figuren auszudrücken, abzüglich der Umlaute, die es im Englischen nicht gibt. Ich fand das unglaublich irritierend und brauchte sehr lange, um mich damit abzufinden. Ich stolperte immer wieder darüber, was meinen Lesespaß entscheidend schmälerte. Wäre die Namensgebung jedoch mein einziges Problem mit „Beyond Redemption“, hätte ich das Buch garantiert besser bewertet. Leider hatte ich grundsätzlich Schwierigkeiten mit diesem merkwürdigen Roman und fühle mich zwiegespalten. Die Idee, ein Grimdark-Universum rund um manifestierte Wahnvorstellungen bzw. seltene psychische Erkrankungen aufzubauen, ist faszinierend und ja, „Beyond Redemption“ ist Grimdark hoch 10. Nicht aufgrund der Brutalität der Geschichte, sondern aufgrund ihrer bedrückenden, trostlosen Atmosphäre, in der sich ein interessanter, fundamentaler religiöser Konflikt verbirgt, der an die Frage nach Henne oder Ei erinnert: erschufen verrückte Götter die Welt der Menschen oder erschufen verrückte Menschen die Götter, um an irgendetwas zu glauben? Dieser interpretative Widerstreit ist der Auslöser der Handlung, denn der Hohepriester des Ordens der Geborene Damonen, Konig Furimmer (ich zucke schon wieder zusammen), will einen Gott nach seinen Vorstellungen erschaffen, um seine theologische Theorie zu beweisen und der Welt ein wenig Hoffnung zu schenken. Kein Wunder, schließt kriecht die Verzweiflung aus jeder Pore dieses Buches. Die Geisteskranken, die das Universum dominieren, leiden schrecklich unter ihren Wahnvorstellungen und den emotionalen Traumata, die sie auslösten. Nachvollziehbar, dass sie sich einen Gott wünschen, der alles in Ordnung bringt und ihnen zumindest Erlösung in Aussicht stellt. So überzeugend und originell diese Ausgangssituation auch ist, ich fühlte mich von Fletcher vollkommen alleingelassen. Ich konnte keine Bindung zu den Figuren entwickeln, denn sie sind alle völlig gestört und werden von abstoßender Verderbtheit angetrieben. Ich scheiterte an den Mauern ihrer Manien. Der Autor schubste mich in dieses Irrenhaus hinein, ohne mir zu helfen, mich zu orientieren. Daher fand ich nie richtig in die Geschichte und empfand die Lektüre als zäh, obwohl mich die Glaubwürdigkeit der Charakterisierungen beeindruckte und mich besonders das brillante Profil der Agentin Gehirn Schlechtes bewegte. Es war einfach zu viel Wahnsinn.

    Ich kann nicht behaupten, dass ich an „Beyond Redemption“ viel Freude hatte. Ich bin mir nicht mal sicher, ob Spaß überhaupt das Ziel des Autors Michael R. Fletcher war. Seine Geschichte strotzt vor Negativität, wie soll man da Genuss empfinden? Dennoch ist der erste Band der „Manifest Delusions“ als Vertreter des Grimdark-Subgenres bemerkenswert, weil er gänzlich ohne fremde Völker, Magie im traditionellen Sinne oder eine weltumspannende Bedrohung auskommt. Jeder Aspekt der Geschichte fußt auf den Wahnvorstellungen der Figuren. Diese Konzeption ist zweifellos außergewöhnlich und einzigartig. Vermutlich habe ich deshalb beschlossen, dem zweiten Band „The Mirror’s Truth“ trotz meiner mäßigen Bewertung eine Chance zu geben. Ich bin neugierig, ich will wissen, wie es weiter geht. Hoffentlich ist der Wahnsinn dieses Universums nicht ansteckend.

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