Bücher mit dem Tag "rembrandt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rembrandt" gekennzeichnet haben.

9 Bücher

  1. Cover des Buches Der Maler und das Mädchen (ISBN: 9783423141901)
    Margriet de Moor

    Der Maler und das Mädchen

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlenblog

    Inhalt

    Wir befinden uns im Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Die Pest wütet in dieser wundervollen Stadt, und nicht wenige fallen ihr zum Opfer. Doch trotz dieser schlimmen Zeiten steht den Menschen der Sinn nach Kunst, und einer der größten Maler der Geschichte weilt unter ihnen, immer auf der Suche nach dem nächsten Motiv.

    Eine junge Dänin gelangt derweil über den Seeweg in die niederländische Stadt. Sie ist auf der Suche nach sich selbst, nach einem neuen Leben, einem Anfang – und ihrer verschwundenen Stiefschwester, die ihr nichts hinterließ, als einige wenige Taler und die stumme Bitte zu folgen.

    Rezension

    Beschwingte Melancholie

    Wenn ihr ein Bild betrachtet, sei es nun zeitgenössisch oder klassisch, denkt ihr dabei zuweilen an die abgebildeten Personen? Ja, fragt ihr euch vielleicht, wer sie waren, wie sie lebten, wie sie liebten oder starben? Margriet de Moor geht mit uns den Weg zurück in die Vergangenheit und beleuchtet das Leben und besonders das frühe Ende eines jungen Mädchens, dessen Antlitz im Angesicht des Todes für immer in einer Federzeichnung Rembrandts verewigt sein wird.

    Wie aber kam es zu dieser Zeichnung? Wir lernen Rembrandt van Rijn kennen, der immer nur als der Maler bezeichnet wird. Wir erleben, wie er den Tod seiner zweiten Frau versucht zu verkraften, wie er nach neuen Motiven sucht und über Alten brütet. Dabei sind seine Gedanken sprunghafter Natur und nicht selten geht seine Fantasie mit ihm durch, und er führt eigenwillige Gespräche mit sich selbst und längst verstorbenen Kollegen.

    Außerdem gibt es da Elisabeth Christiaen, Else – oder später einfach Elsje. Die junge Dänin begibt sich allein auf die Reise, um ihre verschollene Stiefschwester in der holländischen Großstadt zu suchen. Die Reise ist lang und beschwerlich, und mit jedem Tag, der vergeht, steuert sie unaufhaltsam auf ihren eigenen Tod hin. Denn dass sie stirbt, wissen wir von Anbeginn an, können wir doch die spätere Zeichnung ihrer selbst am Pfahl genau betrachten. Sie ist lieb, die Elsje, ein wenig forsch vielleicht, ein wenig naiv. Ein Landmädchen auf dem Weg in die große Stadt. Wie also kommt es, dass ausgerechnet dieses kleine Mädchen, kaum 18 Jahre alt geworden, nur eine Woche, nachdem sie in Amsterdam ankommt, zum Tode verurteilt und in aller Öffentlichkeit erdrosselt wird?

    Margriet de Moor spinnt einen Faden um diese junge Frau, gibt ihr ein Leben, einen Sinn. Und sie verknüpft das Leben des Malers damit, während sie sprunghaft durch drei verschiedene Zeitschienen gleitet, mal vor und mal zurück, aber kontinuierlich auf diesen einen Augenblick hin ausgerichtet. Die Melancholie, die sich dabei zwischen den Zeilen immer weiter ausbreitet, ist greifbar, aber nie erdrückend. Zu beschwingt ist dafür der Tonfall der Autorin, zu frech so mancher Gedankengang.

    Fazit

    Kein Buch, dass sich nebenbei weglesen lässt, dafür sind die zeitlichen Sprünge zu groß. Aber in der richtigen Stimmung, und mit der richtigen Musik ist diese Geschichte um Rembrandt und das Mädchen am Pfahl sehr empfehlenswert – eben für die ruhigen Musestunden des Lebens.

  2. Cover des Buches Die Amerikanerin (ISBN: 9783746636054)
    Deon Meyer

    Die Amerikanerin

    (29)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    Auf dem Sir Lowry‘s Pass wird die Leiche einer weißen Frau gefunden, die mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen, mit Chlorbleiche gereinigt und dann auf einer kleinen Steinmauer regelrecht drapiert wurde.

    Kaptein Bernie Griessel vom Direktorat für Schwerverbrechen - seit 147 Tagen trocken und derzeit vor allem mit dem Kauf eines Verlobungsringes für seine Freundin Alexa beschäftigt - wird auf den Fall angesetzt und recherchiert mit seinem Kollegen Vaughn Cupido in Kapstadt und Umgebung.

    Anfangs ist vollkommen unklar, wer die Tote ist, doch als sich die Polizei mit einem Foto der Toten an die Öffentlichkeit wendet, meldet sich Vinnie Adonis, der am Empfang eines Luxushotels arbeitet. Er erkennt in der Frau einen Hotelgast: die Amerikanerin und Kunstexpertin Alicia Lewis.

    Nachdem die Identität der Frau geklärt ist, bekommen Griessel und Cupido schnell weitere Informationen, erfahren, dass sie sich am Morgen ihres Todes mit einem älteren Mann zum Frühstück im Hotel getroffen hat und dass sie danach mit einem Mietwagen ins 100 Kilometer entfernte Villiersdorp gefahren ist.

    Doch wer ist der Mann, mit dem sie gefrühstückt hat, wieso ist sie ins abgelegene Villiersdorp gefahren, und was hat es mit der Chlorbleiche auf sich?

    ‚Die Amerikanerin‘ ist ein sehr knappes Büchlein, mit 209 Seiten deutlich kürzer als andere Romane Deon Meyers. Das liegt daran, dass Meyer 2015 eingeladen wurde, ein Geschenkbuch für die ‚Spannende Boekeweek 2017‘ in den Niederlanden zu schreiben. Die Vorgabe dafür lautet: eine Novelle von etwa 26.000 Wörtern. Weil er nicht wollte, dass nur niederländische Leser die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Griessel und seiner Freundin verfolgen, hat er sich entschlossen, dieses Buch auch außerhalb der niederländischen Geschenkaktion zu veröffentlichen.

    Ich habe vor ein paar Jahren mehrere Bücher von Meyer mit großer Begeisterung gelesen, doch dann die Reihe um Griessel (aufgrund der Fülle an Buchveröffentlichung) nicht mehr verfolgt. Nun habe ich mit ‚Die Amerikanerin‘ erneut Zugang zu den Kriminalromanen Meyers gefunden und bin deshalb dankbar, dass sich Meyer entschlossen hat, dieses knappe, aber feine Büchlein auch außerhalb der Niederlande zugänglich zu machen.

    ‚Die Amerikanerin‘ ist sehr dicht geschrieben und von der ersten bis zur letzten Zeile spannend. Meyer schafft es, auf wenigen Seiten den Fall überzeugend aufzurollen, die Personen und Handlungsorte umfassend vorzustellen und alles zu einer ebenso spannenden wie unterhaltsamen Geschichte zusammenzufügen. Zudem gelingt es ihm, das Leben und den Alltag in Südafrika zu veranschaulichen, wo die Menschen noch immer mit dem Erbe der Apartheid zu kämpfen haben, wo die Schere zwischen Arm und Reich noch immer fast deckungsgleich mit dem Unterschied zwischen Schwarz und Weiß ist.

    Trotz der Kürze ist ‚Die Amerikanerin‘ eine tolle Geschichte, die ich sehr empfehlen kann, wenn man die Bücher von Meyer bereits kennt und mag, aber auch für diejenigen, die noch nie etwas von Meyer gelesen haben und wissen möchten, ob seine Bücher den eigenen Geschmack treffen.

    Ich freue mich jedenfalls, dass ich noch ein paar ungelesene Meyer-Bücher in meinem Regal stehen habe, die alle noch für spannende Lesestunden verfügbar sind.
  3. Cover des Buches Die Farbe Blau (ISBN: 9783426639245)
    Jörg Kastner

    Die Farbe Blau

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Jörg Kastner entführt seine Leserschaft in das Amsterdam von 1669. Mehrere angesehene Bürger, darunter Ossel Jeuken, der Freund des erfolglosen Malers Cornelis Suythof, haben ihre Familien grausam ermordet. Eine bedeutende, aber noch unbekannte Rolle spielt ein Gemälde, das auf den ersten Blick aussieht, wie von Rembrandt gemalt, wäre da nicht die kräftige Farbe Blau, die der berühmte Maler niemals verwendet hat, wie Suythof weiß.  

    Um Ossel, den man wegen Mordes hingerichtet hat, postum zu rehabilitieren, in dem er die Morde aufklärt, verdingt sich Cornelis beim großen, aber ungnädigen Meister als Schüler. Bald entwickelt er starke Gefühle für dessen Tochter Cornelia. Doch die Mordserie reißt nicht ab. Gemeinsam mit Inspektor Jeremias Katoen versucht Suythof, das düstere Geflecht aus Kunst, Politik und Mord zu entwirren. 

    Meine Meinung: 

    Jörg Kastner ist ein fesselnder historischer Krimi gelungen, der das Leben in Amsterdam um 1669 sehr gut beschreibt. Dabei erfahren wir so einiges aus der Geschichte des Bürgertums und der Stadt. Geschichtsunterricht, ohne es zu merken. Kastner beherrscht das show dont tell für spannende Romane sehr gut. 

    Die Story ist penibel recherchiert und Fakten mit Fiktion gekonnt verknüpft.  

    Die Herstellung der Farbe Blau ist nicht nur sehr teuer, weil das Mineral Lapislazuli von weit her kommt (Ägypten bzw. Afghanistan) zu sehr feinem Pulver gemahlen werden muss, um daraus dann die malfertige Substanz zu gewinnen. Das können sich nur wenig Maler leisten. Der häufig klamme Rembrandt, vermutlich nicht. Dazu kommt, dass die Farbe Blau als göttliche Farbe gilt und daher eher in Kirchen und Königshäusern Verwendung findet. Daher glaubt man, dass  auf dem Bild mit den auffälligen blauen Farbpigmenten, ein Fluch wegen missbräuchlicher Verwendung liegt. 

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Da ist zum einen die Hauptfigur Cornelis, der erfolglose und unscheinbare Maler, der mürrische Rembrandt, der seine beste Zeit schon hinter sich hat, seine Tochter Cornelia, die ihrem Vater den Haushalt führt und das Geld verwaltet und der mit den Ermittlungen beauftragte Inspektor Jeremias Katoen, der ebenfalls immer wieder aneckt. 

    Dieser historische Krimi ist kein Buch für Zwischendurch, sondern für konzentriertes Lesen, dann das Dickicht aus Intrigen, das Autor Jörg Kastner webt, ist nicht leicht zu durchbrechen. 

    Fazit:

    Gerne gebe ich diesem historischen Krimi, der zu fesseln weiß, 5 Sterne.

     

  4. Cover des Buches Nachtblau (ISBN: 9783959672368)
    Simone van der Vlugt

    Nachtblau

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Nachdem Catrijns Mann stirbt und im Dorf schlimme Gerüchte über sie die Runde machen, flüchtet die junge Frau nach Amsterdam, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Als ihre Vergangenheit sie einholt, wandert sie weiter, nach Delft. Dort kommt sie in einer Porzellanfabrik unter. Und schon bald findet sie hier ihre wahre Berufung.

     

    Meine Meinung:

    Der historische Roman „Nachtblau“ von Simone van der Vlugt ist eine wirklich fesselnde Mischung aus Fakten und Fiktion. Was geschichtlich belegt ist und was aus der Fantasie der Autorin stammt, wird im Nachwort erklärt.

     

    In ihrem Buch begleiten wir Catrijn, die eine dunkle Vergangenheit, aber auch einen Traum hat. Vor ihrer Vergangenheit versucht sie, zu fliehen, ihren Traum versucht sie, zu verwirklichen. Sie zu begleiten fand ich wirklich spannend und auch die Menschen, denen sie begegnet, sind interessant. Allen voran Evert und Engeltje.

     

    In der Geschichte selbst reisen wir von De Rijp über Amsterdam, bis wir schließlich in Delft landen. Wir erleben hierbei nicht nur die Begeisterung für das feine, chinesische Porzellan, das kaum bezahlbar ist und wie das Delfter Porzellan entstanden ist, sondern haben auch noch einen kleinen Kriminalfall, eine schreckliche Explosion und kämpfen gegen die Pest. Catrijn erlebt dabei Höhen und Tiefen, muss Schicksalsschläge verarbeiten, aber auch die Liebe findet sie. Ich habe es genossen, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Teilweise wäre ich gerne noch viel mehr und tiefer in ihre Geschichte eingetaucht. Vor allem der Rückweg von ihren Eltern nach Delft war emotional und spannend. Alles in allem haben wir hier ein wundervolles Buch, das nicht nur die Geburt des Delfter Porzellans beschreibt, sondern uns einen tiefen Einblick in das 17. Jahrhundert gibt und in dem wir tollen Charakteren begegnen und diese begleiten. Zu gerne würde ich wissen, wie es mit Catrijn, Eva, Mattias, Lucas und all den anderen weitergeht! Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

     

    Fazit:

    „Nachtblau“ ist ein wundervoller Roman, in dem Simone van der Vlugt gekonnt Fakten und Fiktion vermischt und so eine Geschichte schreibt, die bildhaft, fesselnd und mitreißend ist. Neben der Geburt des Delfter Porzellans dürfen wir Catrijn begleiten, die viel durchmacht, viel verliert und viel gewinnt. Sie und die Personen, die sie auf ihrem Weg trifft, haben mir gut gefallen. Dann die geschichtlichen Teile – die Explosion, der Ausbruch der Pest; es war wirklich ein Buch, das ich fast am Stück verschlungen habe und von dessen Protagonisten ist zu gerne noch mehr gelesen hätte.

     

    5 Sterne von mir!

  5. Cover des Buches Millie in Amsterdam (ISBN: 9783737355636)
    Dagmar Chidolue

    Millie in Amsterdam

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Millie und ihre Familie verbringen ein paar Tage in Amsterdam und lernen Land und Leute und Leckereien kennen:

    Museumsbesuche, Bootsfahrt durch die Grachten, Radtour, ein Tagesausflug ans Meer und viele Pommes.


    Altersempfehlung:

    ab 8 Jahre 


    Illustrationen:

    Jedes Kapitel wird von zauberhaften, farbenfrohen Illustrationen begleitet. Die Zeichnungen sind ausdrucksstark und spiegeln die Urlaubsstimmung wunderbar wieder. 

    Tulpen, Windmühlen, Fahrräder, aber auch große Kunst finden sich in den Illustrationen wieder.

    Über ein paar zusätzliche Bilder hätten wir uns gefreut. Auch ist der Stadtplan sehr abgespeckt.


    Mein Eindruck:

    Die Millie-Reihe umfasst inzwischen über zwanzig Bände, die unabhängig voneinander gelesen werden können und sich weitestgehend mit dem Urlaub in einem anderen Land oder einer Region befassen.

    Die kurzen Kapitel erstrecken sich meist nur über wenige Seiten, so dass das Buch etwa ab 8 Jahren selbst gelesen werden kann. Zum Vorlesen eignen sich Millies Abenteuer aber auch schon früher.

    Dieses Mal verbringen Millie und ihre Familie (Vater, Mutter und das Nesthäkchen Trudel) den Urlaub in Amsterdam. 

    Die Art von Millie und ihre kleine Schwester und ihr Umgang miteinander sind schon sehr speziell. Geschwisterstreit ist nachvollziehbar, aber oftmals äußert sich die Große abwertend über die Kleine und das Gequengel ist irgendwann einfach zu viel.

    An Trudels Lispeln und kindliche Sprechweise (sie ist etwa drei Jahre alt) muss man sich zunächst gewöhnen und oft stört es den Lesefluss.

    Das Urlaubsabenteuer vergeht (trotz der vielen Museumsbesuche) wie im Flug. 

    Ganz nebenbei wird spielerisch Wissen vermittelt über niederländische Kunst oder Köstlichkeiten. 

    "Stroopwafels - met Karamelsmaak... na endlich! Papa findet, die schmecken so gut, dass sie eigentlich verboten sein müssten."

    (Millie, vgl. S. 64)

    Wer bereits einige Orte, die im Buch angesteuert werden, besucht hat, fühlt sich gleich an die eigenen Erlebnisse erinnert. Falls nicht, macht es Lust, diese sich beim nächsten Besuch in Amsterdam genauer anzuschauen.

    Ein kleiner Abstecher nach Zandvoort ans Meer darf auch nicht fehlen.

    Mit viel Humor und Wortwitz und wird das Urlaubsabenteuer erzählt. Diese Geschichte besticht vor allem durch die vielen Wortschöpfungen und zunächst von Millie falsch verstandenen und dann phantasievoll verdrehten Wörter oder ihrer Auffassung, dass sie Niederländisch perfekt versteht. Immer wieder werden kleine Brocken eingestreut, deren Bedeutung sich im Anschluss selbst erklärt. Ein Wörterbuch oder dergleichen gibt es nicht.

    Dafür fasst Millie abschließend in ihrem Spezial-Amsterdam-Lexikon Wesentliches zu Historie, Besonderheiten usw. zusammen.

    Eine Leseempfehlung für alle Weltentdecker, für Jungen wie Mädchen!


    Fazit:

    Millie entdeckt Amsterdam. 

    Mit viel Humor und Wortwitz nimmt das aufgeweckte Mädchen die Leser mit auf eine unterhaltsame wie lehrreiche Urlaubsreise.

    Dank der wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen wird die Ferienstimmung noch verstärkt.


    ... 

    Rezensiertes Buch: "Millie in Amsterdam" aus dem Jahr 2018

  6. Cover des Buches Tulpengold (ISBN: 9783404179138)
    Eva Völler

    Tulpengold

    (91)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Pieter, ein Waisenjunge, wird von seinem Onkel, der als sein Vormund agiert, zu Rembrandt von Rijn in die Lehre gebracht. Er soll hier das Malerhandwerk erlernen. Zu seinem Erstaunen kommt es zu diversen Morden im Umfeld seines Lehrmeisters. Zu dem ist in den Niederlanden ein regelrechtes Tulpenfieber ausgebrochen. Ob es hier einen Zusammenhang gibt. Pieter stellt Berechnungen dazu an.


    Das Cover mit der  Zeichnung der Tulpe weist schon auf einen historischen Roman hin.


    Die Handlung des Romans spielt im Amsterdam des 17. Jahrhunderts. In den Deutschen Landen wütet ein Krieg, in anderen Regionen die Pest.

    In Amsterdam scheint sich dieser Tage alles um die Tulpenzwiebeln zu drehen. Viele Tulpisten veräußern die begehrten Zwiebeln nur über Kontrakte. Die Zwiebeln selbst werden gar nicht gesehen. Ein wahrer Tulpenwahn bricht los und jeder der ein paar Münzen übrig hat steigt in den Tulpenhandel ein.

    Pieter erkennt früh, das das Ende der Fahnenstange bald erreicht sein wird.

    Sein Lehrmeister besitzt auch solche Kontrakte und versucht sie noch gewinnbringend zu veräußern.

    Sehr zu seinem Leidwesen kommt es zu Todesfällen in seinem Umfeld und es scheint als wolle man ihn damit belangen. Die Beweislage spitzt sich immer weiter zu. Ohne Pieters Hilfe scheint kein Entkommen.

    Dieser aber stellt Berechnungen an und merkt, das er da mit seiner Mathematik nicht problemlos zu einem Ergebnis kommt.

    Außerdem verstellt die Liebe ihm die Sicht auf die Dinge.

    Bald ist nicht mehr klar, wem Pieter überhaupt noch Glauben schenken darf.


    Ein spannender historischer Krimi, mit einem interessanten Ermitter, der ein wenig autistisch wirkt.

    Toll auch die Informationen zum Tulpenhandel, die mir so nicht bekannt waren.


    Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten. Wieder ein gutes Buch der Autorin, die ich schon von anderen Büchern her kannte.

  7. Cover des Buches Die größten Rätsel der Kunst. Die geheimen Botschaften hinter den bedeutendsten Werken der Kunstgeschichte (ISBN: 9783809443070)
    Éléa Baucheron

    Die größten Rätsel der Kunst. Die geheimen Botschaften hinter den bedeutendsten Werken der Kunstgeschichte

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Durga108

    Dieses Buch ist ein Geschenk für alle, die Kunst nicht nur sehen, sondern auch verstehen wollen. In Die größten Rätsel der Kunst nimmt uns Éléa Baucheron mit auf eine packende Entdeckungsreise durch die verborgenen Ebenen von 36 Meisterwerken – von der Renaissance bis zur Moderne.

    Mit detektivischem Gespür und viel Feingefühl analysiert die Autorin nicht nur bekannte Ikonen wie da Vincis Mona Lisa oder Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring, sondern lenkt den Blick auch auf weniger berühmte, aber ebenso rätselhafte Werke. Dabei verbindet sie kunsthistorisches Wissen mit einem unterhaltsamen, klaren Schreibstil, der auch Laien sofort abholt – ohne dabei an Tiefe zu verlieren.

    Was Die größten Rätsel der Kunst so besonders macht, ist die Verbindung aus fundierter Recherche und erzählerischer Leichtigkeit. Man hat das Gefühl, einer spannenden Geschichte zu lauschen – voller kleiner Hinweise, historischer Anekdoten und überraschender Interpretationen.

    Ein kluges, wunderschön gestaltetes Buch, das Kunst zum Erlebnis macht. Für Kunstinteressierte, Neugierige und alle, die gerne hinter die Oberfläche blicken – absolut empfehlenswert!

  8. Cover des Buches Tulpengold (ISBN: 9783838788692)
    Eva Völler

    Tulpengold

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Mayer
    Das mitreißende Hörbuch „Tulpengold“ von Eva Völler, war für mich das erste Hörbuch der Autorin. Die Autorin konnte mich mit ihrem Schreibstil, der Handlung, sowie den Charakteren durchaus überzeugen. 
    Der Roman handelt über das Goldene Zeitalter Amsterdams und das Tulpenfieber - die seltsame Spekulationsblase der Geschichte.

    Bearbeitete Fassung - 6 CDs - 460 Minuten - 111 Tracks

    Inhalt:

    Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert ...
  9. Cover des Buches Der Gehilfe des Malers (ISBN: 9783688116225)
    Alexandra Guggenheim

    Der Gehilfe des Malers

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Jisbon
    In "Der Gehilfe des Malers" berichtet der Ich-Erzähler Samuel Bol davon, was sich während seiner Zeit als Schüler des bekannten Malers Rembrandt zugetragen hat. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf seiner Ausbildung und das fand ich wirklich interessant; die Autorin hat die Malerei sehr lebendig dargestellt und die verschiedenen Arbeitsschritte und Techniken genau beschrieben, sodass man die Arbeit des Protagonisten und seines Meisters beinahe vor sich sehen konnte. Gut fand ich, dass es Fußnoten gab, die genaue Informationen zu verschiedenen Werken lieferten, sodass man sie selbst nachschlagen konnte - auch wenn es etwas schade war, dass diese Anmerkungen am Ende des Buches und nicht immer auf der entsprechenden Seite abgedruckt waren.

    Die Geschichte lässt sich gut lesen und ist zwar nicht gerade packend, aber durch die Einblicke in das Leben der damaligen Zeit und Rembrandts letzte Jahre doch interessant. Samuels Erzählung konzentriert sich auf seine Lehre und die alltäglichen Vorkommnisse, was mich nur deshalb etwas enttäuscht hat, weil ich wegen der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken mehr Spannung und vielleicht sogar geheimnisvolle Ereignisse erwartet hatte, was in dieser Form nicht vorkam. Die Darstellung der Malerei und des Alltags im 17. Jahrhundert war gelungen und wirkte auf mich authentisch, sodass es leicht war, sich in diese Zeit zurückversetzt zu fühlen. Ich hatte einfach andere Erwartungen, die nicht erfüllt wurden, und das hat mir den Lesespaß ein wenig getrübt. Davon abgesehen hat mir das Buch gefallen und ich vergebe 3,5/5 Sternen.
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