Bücher mit dem Tag "reportage"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "reportage" gekennzeichnet haben.

45 Bücher

  1. Cover des Buches Three Women – Drei Frauen (ISBN: 9783492317917)
    Lisa Taddeo

    Three Women – Drei Frauen

    (145)
    Aktuelle Rezension von: Beasonders

    … sogar ziemlich schlimm. Ich hatte damit gerechnet, dass das Buch sicher keine angenehme Geschichte sein wird, aber am Ende kann man es wirklich nur so zusammenfassen: schlimm.

    Sprachlich fand ich es ab und an etwas holprig, was den Lesefluss minimal gestört hat. Oft konnte ich aber auch aufgrund der Geschichte nur ein Kapitel lesen und musste es dann erst einmal beiseite legen.

    Dennoch könnte man sich fragen, ob das eine Pflichtlektüre sein sollte. 

  2. Cover des Buches Solange ein Streichholz brennt (ISBN: 9783423285407)
    Christian Huber

    Solange ein Streichholz brennt

    (186)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Der Plot der Geschichte ist ein ausgezeichneter, die Umsetzung allerdings spielt zu oft und zu vorhersehbar auf der Klaviatur der Emotionen, sodass der Hintergrund der Geschichte – junge Fernsehjournalistin trifft auf Obdachlosen zwecks einer aufrüttelnden Reportage – etwas verschwimmt. Die Reportage soll der „Aufreißer“ für eine TV-Diskussionsrunde zum Thema Obdachlosigkeit in Deutschland sein, zu der kompetenten Teilnehmer:innen (u.a. Innenministerin) eingeladen wurden. Mit den Worten des Moderators klingt das ziemlich gut: „Sprechen wollen wir über das Sozialgefüge der Republik. Wer trägt Schuld an der Verrohung? Jeder Einzelne für sich? Die Politik? Oder die Gesellschaft als Ganzes?“

    Was zunächst ziemlich vielversprechend klingt, entwickelt sich dann zu einer ganz netten Liebesgeschichte, die das Leben aber wohl nur selten spielt. Es werden ein paar Konflikte sichtbar, die sich im Wechselspiel der Sichtweisen zwischen Blom auf der einen (Obdachlose) und Alina (Reporterin) auf der anderen Seite auf- und abbauen, gut in einzelne Kapitel sortiert. Dazwischen funkt dann der Fernsehsender, hauptsächlich in Person des recht rabiaten Moderators. Was als Chance für die Journalistin begann wir zusehends zu einer Machtfrage zwischen zwei Männern um eine Frau. Und ganz im Dunst der Vergangenheit wird eine zweite Geschichte sichtbar und schließlich erzählt, nämlich die von Daniel Blum, dem die eigene Lebensgeschichte aus dem Ruder gelaufen ist.

    Alles in allem eine leichte Ferienlektüre, die keine großen Herausforderungen an die Leser:innen stellt, eine Geschichte, die zwar gelegentlich das Herz berührt, allerdings ziemlich vorhersehbar ist und teils unter der etwas kitschigen Sprache verkümmert: „Dieser Blick, der sie sah. Diese Wärme hatte das winzige Korn in ihrem Brustkorb groß und größer werden lassen. Bis das, was daraus entsprang, in allen Farben schillerte und strahlte. Gepflanzt und aufgegangen. Die Natur kannte nur die Zukunft.“

    (28.7.2026)

  3. Cover des Buches Verschwörung (ISBN: 9783453504059)
    David Lagercrantz

    Verschwörung

    (284)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Die Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
    Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
    Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen.

  4. Cover des Buches Butter (ISBN: 9783746640716)
    Asako Yuzuki

    Butter

    (206)
    Aktuelle Rezension von: Miriam310

    Zunächst einmal war das Buch ziemlich lang. Mir gefiel zwar der Erzählton, aber nach dem ende, frage ich mich immer wieder: Warum war es eigentlich so lang? Ich könnte zwar nicht genau sagen, warum oder was man hätte kürzen sollen – es wirkte einfach irgendwie ausufernd.


    Ich hatte das Buch nicht als Thriller oder primär als Kriminalgeschichte beworben bekommen, im Gegensatz zu anderen Rezensenten war ich daher auch nicht enttäuscht. Was den Slogan „Eine Geschichte über Essen und Mord“ angeht: Ich bin mir nicht sicher, ob ich dem „Mord“-Teil zustimmen würde – angesichts dessen, wie wenig dieser Aspekt tatsächlich im Mittelpunkt stand.

    Das Erzähltempo war interessant, und bis kurz vor Schluss kam ich gut damit zurecht; doch der letzte Abschnitt wirkte irgendwie gehetzt – oder zumindest nicht im selben Rhythmus erzählt wie der Rest des Romans. Rikos Reaktion am Ende, im Vergleich zu den drei Tagen, die wir zuvor mit ihrer Freundin auf deren eigener Mission verbracht hatten, wirkte seltsam oberflächlich abgehandelt.

    Ehrlich gesagt haben mich die ganzen Themen rund ums Gewicht nicht allzu sehr gestört. Es ist zwar schon extrem – vor allem die Vorstellung, dass jemand mit 55 kg als übergewichtig gilt, dass jeder dazu einen Kommentar abgeben muss; das ist schon ziemlich insane. Ich folg einiges an kpop, daher war mir diese spezielle Sichtweise bereits vertraut: dass man selbst bei einem völlig normalen Gewicht als übergewichtig gilt und dies als persönliches sowie moralisches Versagen bei der Selbstdisziplin gewertet wird falls nicht. Da ich diese Mentalität schon oft erlebt habe, war ich nicht sonderlich schockiert, ihr im Buch so häufig zu begegnen.

    Mir gefielen etliche Passagen, die Rikos Gedankenwelt offenbarten – besonders zu Beginn. Auch die Art und Weise, wie sie in meiner Vorstellung von ihrer zuvor so progressiven Haltung abwich, sobald sie unter Kajiis Einfluss geriet, fand ich interessant. Doch angesichts einiger wirklich wichtiger Themen vermisse ich irgendwie eine echte Auflösung oder jemand der irgendwo damit ankommt. Die Spannung zwischen Kajiis Lebensweise und ihrer eigenen Ansichten war faszinierend, wurde aber irgendwie abrupt abgebrochen, bevor sie zu einem wirklichen Schluss kommen konnte. Wie viele andere Dialoge hätten auch diese Gespräche – etwa über die Vater-Tochter-Beziehungen, die sich so unterschiedlich und doch so gleich gestalten – noch tiefer ergründet werden können. Es fühlte sich ein wenig frustrierend an, dass man hier nicht „bis zum Ende“ ging; es wirkte etwas unvollständig, auch wenn man gleichzeitig spürte, wie umfangreich der Roman insgesamt ist.

    Gegen Ende hin – ich würde sagen, vor allem in den letzten 15 Prozent des Buches, war ich bei einigen Szenen sogar etwas verwirrt, da mir die Motivationen bestimmter Charaktere unklar war oder ich nicht ganz nachvollziehen konnte, wie sie zu ihrer jeweiligen Denkweise kommen. Bei Reiko dachte ich weiß wer sie ist, dann ändert sie ihre meinung so hart, dass ich nix mehr weiß.

    Es ist mir fast ein wenig peinlich, aber ich übersehe „Queer Vibes“ oft, besonders zwischen Frauen in Büchern. Ich habe schon Sachen gelesen un dann wenn später gewisse szenen genannt weden erst dann gedacht: „Oh, jetzt sehe ich es auch!“ Das war hier jedoch ganz und gar nicht der Fall; bestimmte Zitate und Stimmungen waren schon sehr früh erkennbar – selbst für mich. Riko lässt Sprüche los, bei denen ich nur dachte: „Mädel, dir ist schon klar was das heißt, oder?“

    Dennoch finde ich die Grundidee und die Dialoge interessant, und ich habe die Lektüre des Buches größtenteils genossen. Allerdings wurde es meiner Meinung nach ziemlich falsch vermarktet; „Essen und Obsession“ wäre als Beschreibung weitaus treffender gewesen.

  5. Cover des Buches Deutschboden (ISBN: 9783462003192)
    Moritz von Uslar

    Deutschboden

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Federfix

    Wie ein Ethnologe nähert sich Moritz von Uslar in diesem Reportagesachbuch dem wilden Osten. Getreu dem Motto der ethnologischen Feldforschung entdeckt der Reporter, und damit auch die Leserin, hier das Fremde im Eigenen. Schließlich spielt "Deutschboden" als Nachwendebuch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung. 

    Es passiert im Großen und Ganzen nichts. Der triste Alltag vorwiegend junger Männer voller Zeitverschwendung, Arbeitslosigkeit und jeder Menge Alkohol zieht sich wie ein roter Faden von Anfang bis Ende.

    Doch trotz großer Langeweile ist dieses Nichts extrem kurzweilig. Die sachlichen Schilderungen mit einer pseudowissenschaftlichen Distanz ziehen die Leserin in den Bann. Das Konzept, sich der einheimischen Kultur aus fremder Perspektive zu nähern, ist nicht neu, funktioniert aber auch in diesem Beispiel gut. Sogar so gut, dass es auch Platz für eine Fortsetzung gibt.

    Auffällig ist, dass die handelnden Personen fast ausschließlich männlich sind, mit der einzigen Ausnahme von Maria. Maria, die Bedienung im Haus Heimat, spielt jedoch keine aktive Rolle. Vielmehr tritt sie als Objekt auf und wird durch eine starke Passivität charakterisiert. Es drängt sich der Leserin die Frage auf, ob der Autor Frauen als nebensächliche Objekte sieht oder ob er damit ausdrücken möchte, dass in Ostdeutschland 20 Jahre nach der Wende Frauen randständige Objekte sind. Die männlichen Protagonisten, die männliche Sprache und die männliche Perspektive lassen nur einen Schluss zu: "Deutschboden" ist ein Männerbuch.

  6. Cover des Buches Entlang den Gräben (ISBN: 9783406803451)
    Navid Kermani

    Entlang den Gräben

    (12)
    Aktuelle Rezension von: 101844

    Allein von der Aufmachung, kommt "Entlang den Gräben" sehr wertig und ansprechend daher. Die Landkarte mit verzeichneter Route stimmt schon vor dem Lesebeginn auf die Reise ein und heizt die Neugierde an. Strukturell ist das Buch in Tagen unterteilt. So bekommen die Lesenden einen Eindruck über die Dauer der Aufenthalte.

    Obwohl eine Reportage vorliegt, schafft es der Autor mittels der Ich-Erzählperspektive und seiner ganz eigenen Note, die sich aus forscher Direktheit, Humor und Empathie auszeichnet, eine angenehme und dichte Atmosphäre zu kreieren. Gleich zu Beginn lernen die Lesenden den Autor als einen intelligenten, aufgeschlossenen und mutigen Mann kennen. So setzt er sich zum Beispiel zum Kaffee und Kuchen in eine AFD-Versammlung. Solche Momente gibt es mehrere und sie lassen einen beim Lesen die Luft anhalten. Trotz klar formulierter Kritik bleibt Navid Kermani respektvoll, wertschätzend und verständnisvoll. In diesem Verhalten manifestiert sich der Begriff "Toleranz" in seiner authentischsten Bedeutung und ringt den Lesenden unweigerlich Anerkennung ab.

    Gemeinsam mit dem Autor, stellt man beim Lesen fast, wie fern doch der so nahe Osten eigentlich ist. In unzähligen Gesprächen mit den verschiedensten Personen, erschließen sich auf intensive Weise ganz neue Perspektiven auf die Vergangenheit, Gegenwart und etwaige Zukunft Europas. Gerade die persönlichen Schicksale und Erfahrungsberichte regen zum Nach- und Mitdenken an.

    Der Schreibstil ist so unmittelbar und ehrlich, dass zu keiner Zeit das Gefühl aufkommt, man wäre nicht eine*r der Mitreisenden. Vor allem tabuisierte Themen, kommen schonungslos zur Sprache.

    Die ausgiebigen politischen Sequenzen werden immer wieder durch persönliche Anekdoten, Eindrücke und Beobachtungen entzerrt. Vor allem letztere sind bemerkenswert. Der Autor hat einen Blick für Details und entwirft wortgewandt beeindruckende Landschaftsbilder.


    Vor allem die ersten Stationen der Reise stellen den Lesenden bekannte Schrecken aus der Vergangenheit noch einmal sehr deutlich vor Augen. Allein von Köln bis Litauen hätte der Buchtitel auch "Entlang den Gräbern" lauten können. Man verdrängt den Umfang der Gräueltaten der vergangenen Jahrzehnte bis hinein in die Gegenwart. Und dennoch vermag Navid Kermani es, die Stimmung nicht ins Bodenlose kippen zu lassen. Respektvoll verweilt er an den richtigen Stellen und treibt die Reise dann gekonnt schwungvoll wieder in höhere Stimmungslagen. Kein einfacher Spagat, der ihm hier gelungen ist. Besonders interessant, sind auch die Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten, die ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen möchte.


    Insgesamt löste "Entlang den Gräben" in mir die ganze Palette an Emotionen aus. Von sprachloser Betroffenheit bis hin zu spontanem Auflachen. Ein Lesegenuss der besonderen Art.

  7. Cover des Buches Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat' (ISBN: 9783328100836)
    Jürgen Todenhöfer

    Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Frank_Schitty

    Habe das Buch aus Interesse am Islamischen Staat gekauft. Habe zuvor einen Bericht darüber im Internet gesehen.

    Ich war von der Berichterstattung von Anfang an mitgerissen. 

    Man konnte tiefe Einblicke in den Islamischen Staat erhalten, von der Ideologie und von den Menschen die dort leben.

    Es war sehr aufschlussreich und man erfährt Dinge die so nirgends gebracht werden.

  8. Cover des Buches Nichts als die Welt (ISBN: 9783869710013)
    Georg Brunold

    Nichts als die Welt

    (6)
    Aktuelle Rezension von: AlexHartung

    Auch wenn ich nach einem Jahr noch nicht durch bin (das Buch ist wirklich groß und schwer), so möchte ich es doch jedem Geschichtsinteressierten ans Herz legen. Die Auswahl der "Autoren" ist wirklich fantastisch – Hippokrates, Cäsar, Kolumbus, Voltaire, Goethe, Heine, Enzensberger …


    Jeder Artikel ist nur wenige Seiten lang, so dass man das Buch nicht auf einmal durchlesen muss. Diese Abschnitte reichen aber, um das Flair dieser Zeit und des Schriftstellers zu vermitteln. Ergänzt werden die Artikel mit zwölf ins Buch eingebauten Fotoreportagen.


    Das Buch ist mit nichts vergleichbar, was ich sonst gelesen habe. Wen der Preis nicht abschreckt, sollte unbedingt zugreifen.

  9. Cover des Buches Dynasty. Die Insidergeschichte der New England Patriots (ISBN: 9783985880652)
    Jeff Benedict

    Dynasty. Die Insidergeschichte der New England Patriots

    (17)
    Aktuelle Rezension von: KST2110

    Das Buch ist sehr gut geschrieben obwohl es über eine einzige Football Mannschaft ist es sehr interessant. Man erfährt nahezu alles über Kraft, Belichick und Brady. Überraschend war für mich um wie viel Geld es hier geht und was alles in den Football Sport reinspielt, jeder Kleinigkeit kann in einem Medienskandal enden. Kehrseite ist aber es ist sooooo lang, also nur für echt interessierte Menschen.

  10. Cover des Buches Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg (ISBN: 9783746634135)
    Julie Peters

    Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg

    (160)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G

    Frieke ist eigentlich schon auf dem Sprung, denn ihr Neuanfang in Boston steht kurz bevor. Doch Chef Florian hat noch einen letzten Auftrag für sie. Sie soll eine Reportage über den abgelegen und vollkommen offline lebenden Ornithologen Bengt verfassen und hierzu einige Tage auf der Nordseeinsel Spiekeroog verbringen. Dass Bengt schwerer zu knacken ist, als Frieke erwartet hätte, ist eins, aber dass sie auch noch ihrem Vater Ole begegnet, der sie vor dreißig Jahren verlassen hat, das andere. Frieke ist vollkommen überfordert von der Situation und versucht, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Doch auch die Vermieterin Ebba, die ihr ihre Ferienwohnung überlassen hat, hat eine Bitte an Frieke. Denn in ihren Augen hat sie eine Gabe, die nur wenige Menschen besitzen - sie kann Menschen mit nur einem Blick ansehen, welches das richtige Buch für ihre momentage Situation ist. Deshalb ist Frieke auch die Richtige, der sie freiwillig und guten Gewissens ihren Buchladen auf Spiekeroog überlassen würde, damit sie endlich etwas von der Welt sehen kann, wie sie und ihr Mann es sich vor vielen vielen Jahren versprochen haben. Für Frieke ist aber klar, dass sie nach Bosten gehen wird, komme was wolle. Doch war diese Entscheidung wirklich richtig und ist Frieke glücklich in Boston?

    Julie Peters erweckt in ihrem Klappentext den Eindruck, als handelt es sich in diesem Sommerroman um eine leichte Lektüre. Doch das täuscht, denn Frieke hat so einige Probleme zu lösen und bringt so auch die Leser*innen zum Nachdenken und Mitfühlen. So fliegen die Seiten nur so dahin und die Hoffnung auf ein Happy End für alle Charaktere bleibt bestehen. 

    Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich habe ihn wirklich gerne gelesen. Allerdings hat er mich gerade zu Beginn nicht allzu sehr gefesselt und ich habe mich leicht von anderen Dingen ablenken lassen, was schade war, denn ab dem zweiten Drittel wird es interessanter und die Handlung nimmt zusehends an Fahrt auf. Daher bin ich auch schon sehr auf den zweiten Band gespannt!

  11. Cover des Buches Miss Daisy und der Tote auf dem Eis (ISBN: 9783746633688)
    Carola Dunn

    Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nach dem Tod ihres Vaters fasst Daisy Dalrymple, an Luxus gewöhnt, einen eigenwilligen Entschluss: Sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen und als Journalistin arbeiten. Eigentlich soll sie für ihren ersten Auftrag einen Artikel über Wentwater Court schreiben, das idyllisch gelegene Gut des gleichnamigen Grafen und seiner Frau. Aber der schöne Schein trügt: Auf dem zugefrorenen See wird eine Leiche gefunden. Zusammen mit dem attraktiven Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard nimmt Miss Daisy die Ermittlungen auf.


    Meinung:

    ich mag die Cosmy Krimis und alle die in England spielen.

    Miss Daisy ist eine Reihe, die ich gerne lese, zwar lese ich sie nicht der Reihe nach, aber vielleicht sollte man von Vorne anfangen.

    Daisy ist taff, mutig und selbstständig. Der Dedektv der in dem Fall ermittelt ist ruhig und eben aus der unteren Klasse, aber beiden finden sich wohl sympatisch, das kann man regelrecht spüren. Zusammen sind sie ein tolles Team.

    Auch das Setting und die Beschreibung von Land, Leute und der Personen ist gut gelungen. Ich konnte gleich abtauchen in die früheren Zeiten und hatte alles schnell durchgelesen.

    die charaktere sind alle sehr gut gewählt und beschrieben, sie alle haben etwas, das sie Interessant macht, sympatisch oder unsympatisch.

    Der Tote hatte sich praktisch selber Eingeladen, ein paar Tage auf dem Gut zu verbringen und man kann schnell merken das er sehr unsympatisch ist und das fast jeder ein Groll gegen ihn hegt,

    Ist das etwa ein Motiv für die Tat und was haben die Einbrüche in der Nachbarschaft damit zu tun?

    Ein gelungener Fall mit tollen Ermittlern.

    Gerne lese ich mehr davon.



  12. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783734106200)
    Christine Brand

    Blind

    (214)
    Aktuelle Rezension von: Stoeckchens_buecherwelt

    Endlich Repräsentation! Wie oft suche ich nach einem Buch mit blinden Protagonist*innen.

    Und auch, wenn die Geschichte viel Potential hatte, konnte sie mich leider nicht fesseln. Ich hatte immer wieder die Hoffnung, dass ich sie noch spannend finden würde, aber leider habe ich es letztendlich nur wegen der Repräsentation gelesen. Ich fand das Buch leider doch sehr zäh, konnte mich auf die Charaktere nicht richtig einlassen und habe immer wieder zu anderen Büchern gegriffen.

    Glücklicherweise wurde im Nachwort erwähnt, dass mit jemandem gesprochen wurde, der auch einen Blindenführhund hat.

    Was ich dennoch schade fand: In Kapiteln, in denen es nicht um den Protagonisten ging, wurde über ihn oft als „der blinde“ gesprochen oder gedacht. Hier hätte man auch einfach seinen Namen nutzen können. Außerdem hat es mich gestört, dass das Klischee von psychischer Erkrankung und potentieller Gefahr aufgegriffen wurde. Unser Protagonist wurde verdächtigt, weil er von einer psychischen Erkrankung bei ihm ausging.

  13. Cover des Buches Jetzt tut es gleich ein bisschen weh (ISBN: 9783442159703)
    Adam Kay

    Jetzt tut es gleich ein bisschen weh

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Rain

    Wovon das Buch handelt

    Vorhang auf für 97-Stunden-Wochen und einen Tsunami an Körperflüssigkeiten. Entscheidungen auf Leben und Tod am laufenden Band und ein Gehalt, gegen das jede Parkuhr zu den Besserverdienern gehört. Auf Nimmerwiedersehen, Freunde und Familie ... herzlich willkommen im Leben eines Assistenzarztes! Adam Kay, jetzt in seiner Heimat England als Comedian gefeiert, gehörte viele Jahre dazu. Nach schlaflosen Nächten und durchgearbeiteten Wochenenden mobilisierte er seine letzten Kräfte, um seine Erlebnisse aus dem Alltag eines Krankenhauses aufzuschreiben. Saukomisch, erschreckend und herzerweichend zugleich: Kays Tagebücher bringen alles ans Tageslicht, was Sie jemals über den Krankenhausalltag wissen wollten – und auch einiges, was besser im Verborgenen geblieben wäre. Kein Zweifel: Diese Lektüre wird Narben hinterlassen. 


    Meine Meinung

    Dr. Kay erzählt aus seinem beruflichen Leben als Assistenzarzt in der Gynäkologie.

    Der Autor berichtet mit einer sehr sarkastischen und trockenen Art, wie es in seinem Krankenhaus zugegangen ist. Dabei kann man schon erahnen, dass die Arbeit und der Beruf, manche nennen es auch Berufung, kein Zuckerschlecken ist. Zwischen Geburten, Notfällen und wenig Schlaf und noch weniger mentaler Erholung zeigt er auf, wie kräftezehrend und anstrengend dieser Job ist. Und zu welch absurden Situationen es kommen kann.

    Manchmal schießt er dabei ein wenig über sein Ziel hinaus, da nicht alle Gags zünden. Doch manche Lacher hatte er sicher. Am Ende bleibt zu sagen, dass der Klinikalltag realistisch dargestellt ist und man trotzdem hofft, dass es oft so nicht zugeht.


    Ein Buch, das nachdenklich macht und Ängste durchaus schüren kann, sowie die Arbeit der Mediziner auf andere Weise beleuchtet.

    3,5 Sterne.




  14. Cover des Buches Der erste Tote (ISBN: 9783518472613)
    Tim MacGabhann

    Der erste Tote

    (33)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Andrew und Carlos sind Reporter in Mexiko. In Poza Rica, einem Ort im Osten Mexikos, wollten sie für eine Reportage über den lokalen Erdölabbau nur ein paar Interviews führen. Doch auf der Heimfahrt entdecken sie die misshandelte und verstümmelte Leiche eines jungen Umweltaktivisten. Carlos schafft es gerade noch, ein paar Fotos zu machen, bevor sie beobachten, wie die Guardia Civil die Leiche entsorgt. Zurück in Mexico City wird Carlos, als er weiterer Nachforschungen anstellen möchte, selbst brutal ermordet. Für Andrew beginnt ein Spießrutenlauf zwischen Polizei, Militär und den Kartellen. Denn alle haben ihre Finger in dreckigen und tödlichen Geschäften.

    Der irische Schriftstellerund Journalist Tim MacGabhann, der selbst in Mexiko lebt und arbeitet, zeigt in „Der erste Tote“ ein schockierendes Bild von Gewalt und Kriminalität in Mexiko. Dabei bedient er sich einer in Mexiko gebräuchlichen Form der Literatur - der crónica - wie er im Nachwort zu seinem Thriller berichtet. Zwischen Reportage und Roman angesiedelt, lässt sich hier frei erfunden die Wahrheit erzählen.

    Die Erzählperspektive ist speziell. Andrew, der irische Journalist, der mit Carlos nicht nur beruflich zusammenarbeitete, sondern auch privat ein Paar war, ist hier der Ich-Erzähler. Immer wieder richtet er sich an seinen toten Freund.

    „Carlos, wenn du das liest, wir haben die Story.“

    Für Andrew als Ausländer in Mexiko wäre es leicht, das Land zu verlassen und sich aus der Gefahr zu begeben. Doch es treibt ihn eine Mischung aus Trauer, Angst, Wut und journalistischem Ehrgeiz an, über die Willkür der mexikanischen Exekutivbehörden, den kriminellen Machenschaften der Drogenkartellen und Wirtschaftsunternehmen sowie die ganz alltäglichen Tragödien, unter denen nahezu jeder Mensch in Mexiko schon gelitten hat, zu berichten. Auch oder gerade, weil es unmöglich ist, „die“ tatsächlich zur Rechenschaft zu ziehen, die für die Gewalt und das Morden verantwortlich sind. In diesem Netzwerk von Korruption, Opportunismus und brutaler Gewalt regelt sich das System manchmal von selbst.

    Der erste Tote ist beeindruckend, originell, abseits ausgetretener Pfade und der Auftakt einer Trilogie. Ich gespannt was da noch kommen mag.

     

  15. Cover des Buches Reporterin für eine bessere Welt (ISBN: 9783492062886)
    Ulrike Fuchs

    Reporterin für eine bessere Welt

    (20)
    Aktuelle Rezension von: eumel8

    Wenn man es vorher nicht wusste, in diesem Buch erfährt man es. Quasi die Erfinderin des investigativen Journalismus gibt Einblicke in das Leben des späten 19. Jahrhunderts. Aufgebrochen aus der Provinz in die Pressestadt New York gibt es noch etliche Vorurteile gegenüber Frauen und deren Bestimmung in der Gesellschaft. Bei der Zeitung sind sie allenfalls für Haushaltstips und Mode zuständig. Alles andere ist Männersache. Wie bekommt frau da einen Fuss in die Tür? Natürlich nur indem man schlauer und besser ist als jeder Mann. 

    Spannend erzählt und absolut authentisch. 

  16. Cover des Buches Reisedepeschen aus Bolivien und Peru (ISBN: 9783963480072)
    Jennifer McCann

    Reisedepeschen aus Bolivien und Peru

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    "Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen."

    In der Tat, das stellt Autorin Jennifer McCann in ihrem spannenden Reisebericht durch zwei südamerikanische Länder unter Beweis. Und wie sie erzählt ist faszinierend: gleichermaßen kurzweilig wie tiefsinnig. Es finden sich tief bewegende Schilderungen, etwa über die unmenschlichen, Leib und Leben gefährdenden Bedingungen, die in den Minen im bolivianischen Potosí herrschen. Dann wieder lässt uns die Autorin an bizarren, skurrilen Begegnungen teilhaben, wie der mit einer Bläsercombo, die inmitten einer Salzwüste "Don´t let me be misunderstood" anstimmt. 

    Die persönlichen Begegnungen und Erlebnisse sind sehr vielfältig, auch in ihrer Beschreibung. Manches hätte ich mir ein wenig ausführlicher gewünscht, teils waren die Hintergrundinfos recht spärlich, etwa zur peruanischen Terrororganisation "Leuchtender Pfad".

    Positiv hervorheben möchte ich den sehr reflektieren Stil McCanns. "Immer wenn ich mich in der Welt bewege, interpretiere ich. Ich glaube, es gibt niemanden, der die Grenze zwischen Fiktion und Realität zweifelsfrei erkennen kann." Dieses Zitat Jennifers zeigt, dass sie sich ihrer bewertenden Rolle als Reisende sehr bewusst ist und sie verantwortungsvoll damit umgeht.

    Die Ausstattung der Reisedepeschen lässt kaum zu wünschen übrig: Zahlreiche hochwertige Farbfotografien illustrieren das Erlebte, der Anhang erklärt landestypische Begriffe. Lediglich die geografischen Karten, in denen die Reiseroute verzeichnet ist, könnten noch verbessert werden; hier habe ich einige der bereisten Orte vermisst.

    Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch mit vielen Denkanstößen. Und in Zeiten der Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie kann es das Fernweh etwas stillen, indem sich der Leser wenigstens bei der Lektüre in unbekannte Gefilde begeben kann.

  17. Cover des Buches Über Deutschland, über alles (ISBN: 9783446256521)
  18. Cover des Buches Der weiteste Weg (ISBN: 9783667109149)
    Bruno Blum

    Der weiteste Weg

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Schildi_88



    Bruno und Ivonne unternehmen mit ihrer Betty eine Reise durch die verschiedenen Kulturen. Start ist die Schweiz, über Russland, Kasachstan, Indien, Australien, Malaysia, Japan und die Mongolei geht ihre Reise. Es müssen nicht immer Jahre sein, die man herumreist. Bereits in kleinen Trips kann man neue Menschen und Kulturen kennen lernen. Für die beiden Reisenden ist das Wertvollste am Reisen, die Begegnungen mit den Menschen und genau dieses spiegelt sich im Buch wieder. Hauptschwerpunkt liegt hier auf die Beschreibung von Bräuchen, Kulturen und die Geschichte einiger Bauwerke. Der Leser taucht in die Geschichte der einzelnen Länder ein. Hier steht nicht die Anstrengung der Reise im Vordergrund, sondern der Leser wird mit in die einzelnen Länder genommen. Dies ist ein Buch wo jeder noch etwas lernen kann und von seiner eigenen Reise am Ende wiederkommt. Damit das Reisen nicht so schwerfällt befindet sich im Umschlag eine Reiseroute, auf die gerne immer wieder geschaut werden kann. Loslassen, bevor eine Reise beginnt steht das Thema des Loslassens an. Genauso hier im Buch. Es begann mit Träumen, die nun ausgelebt werden sollen. Kurz wird aufgezählt an was alles gedacht werden muss und trotz aller Mühe sind die letzten Tage vor der Abfahrt am Hektischsten. Doch davon lassen sich die Beiden nicht unterkriegen. An einem Frühlingstag geht es mit „Highway to Hell“ von ACDC auf die Reise. Trotz Reisestrapazen geht der Humor in diesem Buch nicht verloren. So treffen die Beiden bereits an den Rheinfällen auf Sikhs. Für Bruno und Ivonne ist es neu gemeinsam zu reisen. Doch sie lernen sich noch besser kennen und festigen ihre Beziehung. Nach den Rheinfällen geht es nach Sankt Petersburg. Hier wird der Leser nicht allein gelassen. Er bekommt genauste Hintergrundinformationen und fühlt sich wie auf einer kleinen Stadttour. Auch die genaue Beschriftung mit Seitenzahl und darunter der Kapitelname ermöglicht eine problemlose Orientierung in dem Buch. Als sehr positiv zu bewerten sind die ausgewählten Bilder und das damit Abwechseln von Text und Bild. Dies ermöglicht ein angenehmes Lesen und gleichzeitig eintauchen in die Kultur. Sehr gelungen sind die genauen Informationen über den Aralsee. Aber auch ein kleines Lächeln wird dem Leser ins Gesicht gezaubert, zum Beispiel S. 34 als das Polizeiauto im Bach landet. Wie kann man am besten die Grenzübergänge überwinden, hierzu lernt der Leser einiges. Auf den folgenden Seiten wird immer wieder deutlich, was für eine Organisation in der Reise steckt. Einziges Manko ist die Bildbeschriftung auf S.90, hier steht rechts und ganz rechts, dies verwirrt den Leser. 
    Insgesamt ist dieses Buch nur zu empfehlen und bittet seinen Lesern einen Urlaub in verschiedenen Ländern. Sie müssen sich nicht ins Auto setzten. Sondern legen die Füße hoch und begleiten Ivonne und Bruno auf ihrer Reise und werden zugleich Teil davon. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrer Reise. Ich bin so eben wieder angekommen. 
  19. Cover des Buches Sehnsucht Italien (ISBN: 9783844526998)
    Andreas Pehl

    Sehnsucht Italien

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    Eine akustische Reise durch Italien.
    Eine Sammlung von Reisereportagen führen von Norditalien bis zum Süden. Giuseppe Verdi, Goethe, Michelangelo.... viele bekannte Künstler werden mit Anekdoten vorgestellt. Ein Kochduell von Musiklegenden, das Grab der Etrusker, das geheimnis von Pompeii und viele weitere Themen werden behandelt.
    Die einzelnen Kapitel sind thematisch nicht zusammenhängend. Überwiegend werden Themen aus der Musik und Kunst behandelt, aber es gibt auch ein paar geschichtliche Episoden.
    Die Geschichen sind sehr spezifisch und geben eine bestimmte Handlung im detail wieder. Mir hätte es jedoch besser gefallen wenn die Themen eher grob behandelt würden und dafür einen besseren Überblick über die italienische Geschichte und das Heute geben. Ich habe jetzt viel über Verdis Leben gelernt aber nicht wirklich über Italien allgemein.
    Wenn man sich eher für spezifische, besondere Geschichten interessiert ist es bestimmt das Richtige. Jedoch nicht wenn man sich mehr Allgemeinwissen über Italien verhofft.


  20. Cover des Buches Things as they are: Photojournalism in Context Since 1955 (ISBN: 9780954689452)
  21. Cover des Buches Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen (ISBN: 9783499632143)
    Till Reiners

    Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Ich bin nur mittelmäßig begeistert von dieser Geschichte. Die Botschaft dahinter ist klar. Dennoch finde ich die Geschichte reichlich unrealistisch, denn es gibt wohl kaum einen Menschen, der vor absolut gar nichts Angst hat. So eine Sichtweise finde ich ein bisschen zu übertrieben und würde mir die Geschichte daher nicht nochmal durchlesen wollen. Es gibt deutlich realistischere Werke, die in die ähnliche Richtung gehen.

  22. Cover des Buches Winterträume im Schnee (ISBN: 9783442493166)
    Karen Swan

    Winterträume im Schnee

    (42)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Die Dokumentarfilmerin Clover Philips hat zuletzt einen BAFTA für ihren Film über den Surfer Cory Allbright gewonnen, der vor vier Jahren schwer verunglückt und seitdem psychisch und physisch schwer gezeichnet ist. Sein ehemaliger Freund und Konkurrent Kit Foley wird wegen seines rücksichtlosen Verhaltens für den Unfall verantwortlich gemacht und ist gleichzeitig Clovers neues Projekt. Sie hat sich während der Dreharbeiten mit Corys Familie angefreundet und möchte herausfinden, was bei den Weltmeisterschaften tatsächlich passiert ist. Unterstützt wird der Film von Kits Sponsor, während Kit sich weiterhin weigert, über den Vorfall zu sprechen. Er hat sich inzwischen vom Surfsport abgewandt und möchte seine nächsten Erfolge als Snowboarder feiern. Clover begibt sich deshalb mit ihrem Team in die österreichischen Alpen nach Zell am See, wo Kit trainiert. Untergebracht im selben Chalet ist es selbst durch die erzwungene Nähe schwer für Clover, an Kit heranzukommen, der in der Presse als Monster dargestellt wird.

    Das Cover und der Titel suggerieren eine romantische, winterliche (Liebes-)geschichte, die ein heimeliges Gefühl hinterlässt. Die Geschichte ist allerdings frostig, die Stimmung feindselig und die Charaktere von gegenseitigem Misstrauen geprägt.

    Nach Clovers Erfolg und einem tragischen Unglück entwickelt sich die Geschichte in Österreich nur schleppend. Clover gibt Kit zu verstehen, dass sie ihn nicht leiden kann, Kit reagiert abweisend und hat keinerlei Interesse an einem klärenden Interview oder einem Film über seine Person. Das Verhalten der beiden Hauptfiguren ist in Bezug auf den Erfolg des Films, den beide aus unterschiedlichen Gründen notwendig haben, kontraproduktiv und deshalb nur schwer nachzuvollziehen. Die ganze Geschichte wirkt damit konstruiert und widersinnig und tritt lange Zeit auf der Stelle.
    Die körperliche Anziehung, die zwischen Clover und Kit entsteht, sorgt für Knistern, aber nicht für Romantik oder Emotionen. Interessant wird die Geschichte erst nach 500 Seiten, wenn sich endlich bemüht wird, eine Erklärung für Kits Verhalten zu finden.

    Gewalt, Todesfälle, Lügen, zerrüttete Familien, Verrat und böses Blut prägen den Roman und verhindern unbeschwerte Winterträume. Die Geschichte entwickelt sich durch die sturen Hauptfiguren nur schwerfällig und zögert die Aufdeckung von Kits Geheimnis künstlich in die Länge. Seine Märtyrerrolle ist diesbezüglich bis zum Schluss völlig unglaubwürdig. Romantik, Liebe und ein stimmungsvolles Setting zur Vorweihnachtszeit erwartet man vergebens.

  23. Cover des Buches Die Mädchen aus der Firefly Lane (ISBN: 9783746636856)
    Kristin Hannah

    Die Mädchen aus der Firefly Lane

    (74)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Die Mädchen aus der Firefly Lane
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Kristin Hannah
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Aufbau Taschenbuch
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Gabriele Weber-Jarić
    𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes

    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Lest ihr Bücher auch wenn ihr die Serie schon kennt?

    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Schön - Traurig - Emotional

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Im Sommer 1974 lernt die Außenseiterin Kate die aufregende und schöne Tully kennen. Trotz aller Unterschiede werden die Mädchen Freunde. Und was in diesem Sommer beginnt soll eine Freundschaft fürs Leben sein. Mit all seinen Höhen und Tiefen.

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Ich habe vor dem Buch die Serie schon gesehen. Und auch wenn das einige Zeit her ist, wusste ich, was auf mich zukommt. 😊
    Und zwar eine wirklich tolle Geschichte über Freundschaft. Und zwar nicht nur eine mit schönen Momenten sondern auch mit schweren und mit all den Dingen die in einem Leben so passieren können. Das fand ich besonders toll.
    Ich habe das Buch super gerne gelesen. Der Erzählstil kommt zwar eher distanziert daher, trotzdem war es ein absolut emotionales Buch bei dem einige heftige Themen zur Sprache kommen. 🥺
    Mit anderen Worten: Ich habe Rotz und Wasser geheult. 😂

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? 👍🏻
    Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle Leute, die ein Buch über eine Freundschaft suchen.

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  24. Cover des Buches 70 - DER SPIEGEL 1947–2017 - (ISBN: 9783421047700)

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