Bücher mit dem Tag "reportage"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "reportage" gekennzeichnet haben.

52 Bücher

  1. Cover des Buches Der weiteste Weg (ISBN: 9783667109149)
    Bruno Blum

    Der weiteste Weg

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Schildi_88



    Bruno und Ivonne unternehmen mit ihrer Betty eine Reise durch die verschiedenen Kulturen. Start ist die Schweiz, über Russland, Kasachstan, Indien, Australien, Malaysia, Japan und die Mongolei geht ihre Reise. Es müssen nicht immer Jahre sein, die man herumreist. Bereits in kleinen Trips kann man neue Menschen und Kulturen kennen lernen. Für die beiden Reisenden ist das Wertvollste am Reisen, die Begegnungen mit den Menschen und genau dieses spiegelt sich im Buch wieder. Hauptschwerpunkt liegt hier auf die Beschreibung von Bräuchen, Kulturen und die Geschichte einiger Bauwerke. Der Leser taucht in die Geschichte der einzelnen Länder ein. Hier steht nicht die Anstrengung der Reise im Vordergrund, sondern der Leser wird mit in die einzelnen Länder genommen. Dies ist ein Buch wo jeder noch etwas lernen kann und von seiner eigenen Reise am Ende wiederkommt. Damit das Reisen nicht so schwerfällt befindet sich im Umschlag eine Reiseroute, auf die gerne immer wieder geschaut werden kann. Loslassen, bevor eine Reise beginnt steht das Thema des Loslassens an. Genauso hier im Buch. Es begann mit Träumen, die nun ausgelebt werden sollen. Kurz wird aufgezählt an was alles gedacht werden muss und trotz aller Mühe sind die letzten Tage vor der Abfahrt am Hektischsten. Doch davon lassen sich die Beiden nicht unterkriegen. An einem Frühlingstag geht es mit „Highway to Hell“ von ACDC auf die Reise. Trotz Reisestrapazen geht der Humor in diesem Buch nicht verloren. So treffen die Beiden bereits an den Rheinfällen auf Sikhs. Für Bruno und Ivonne ist es neu gemeinsam zu reisen. Doch sie lernen sich noch besser kennen und festigen ihre Beziehung. Nach den Rheinfällen geht es nach Sankt Petersburg. Hier wird der Leser nicht allein gelassen. Er bekommt genauste Hintergrundinformationen und fühlt sich wie auf einer kleinen Stadttour. Auch die genaue Beschriftung mit Seitenzahl und darunter der Kapitelname ermöglicht eine problemlose Orientierung in dem Buch. Als sehr positiv zu bewerten sind die ausgewählten Bilder und das damit Abwechseln von Text und Bild. Dies ermöglicht ein angenehmes Lesen und gleichzeitig eintauchen in die Kultur. Sehr gelungen sind die genauen Informationen über den Aralsee. Aber auch ein kleines Lächeln wird dem Leser ins Gesicht gezaubert, zum Beispiel S. 34 als das Polizeiauto im Bach landet. Wie kann man am besten die Grenzübergänge überwinden, hierzu lernt der Leser einiges. Auf den folgenden Seiten wird immer wieder deutlich, was für eine Organisation in der Reise steckt. Einziges Manko ist die Bildbeschriftung auf S.90, hier steht rechts und ganz rechts, dies verwirrt den Leser. 
    Insgesamt ist dieses Buch nur zu empfehlen und bittet seinen Lesern einen Urlaub in verschiedenen Ländern. Sie müssen sich nicht ins Auto setzten. Sondern legen die Füße hoch und begleiten Ivonne und Bruno auf ihrer Reise und werden zugleich Teil davon. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrer Reise. Ich bin so eben wieder angekommen. 
  2. Cover des Buches Nordkorea (ISBN: 9783570552933)
    Rüdiger Frank

    Nordkorea

    (9)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer

    Rüdiger Frank ist Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens an der Universität Wien und Vorstand des dortigen Instituts für Ostasienwissenschaften. Geht es um Nordkorea, ist er einer der prominentesten deutschsprachigen Experten. Der gebürtige Leipziger studierte bis kurz nach dem Mauerfall in Ostberlin Koreanistik bei Helga Picht, einer ausgewiesenen Nordkoreakennerin, die unter anderem bei Treffen zwischen Honecker und Kim Il-Sung als Übersetzerin dabei war. Durch die guten Kontakte von Picht, durfte Frank 1991/1992 für ein Auslandssemester nach Pjöngjang an die Kim-Il-Sung-Universität reisen, weil es Absprachen zwischen der DDR und Nordkorea zum Austausch von Studierenden gab, die auch nach dem Mauerfall noch gültig waren. Seitdem war Frank mehrfach in Nordkorea und seine Beobachtungen fließen auch immer wieder in das Buch mit ein. Er schreibt selbst, dass er als ehemaliger DDR-Bürger vom Mauerfall überrascht war – deshalb versucht er sich mit Vorhersagen zur Entwicklung des Landes zurückzuhalten.


    Man braucht schon ein dickes Fell, wenn man sich über Nordkorea äußert, denn unabhängig vom politischen Lager und dem tatsächlichen Wissen scheint so gut wie jeder eine feste Meinung dazu zu haben. Eine differenzierte Haltung wird oft heftig abgelehnt. Das Land hat gefälligst schwarz und weiß zu sein. (S.12)


    Das diese Schwarz-Weiß-Schablone auf ein so komplexes Land nicht immer ohne Weiteres passt, versucht Frank in seinem Sachbuch darzustellen. Er nähert sich dem Phänomen Nordkorea auf etwas über 400 Seiten ziemlich anschaulich und versucht in neun differenzierten Kapiteln auch die (zum Teil auch paradoxen) Entwicklungen des Landes zu analysieren. Zum einen beschreibt Frank die spezielle nordkoreanische Ideologie die dem politischen System zugrunde liegt, er beschreibt die Wirtschaft des Landes und welches Reformpotenzial er unter Kim Jong-un tatsächlich sieht. Dieses Kapitel hat mich besonders überrascht, denn anders als ich anfänglich gedacht habe, deuteten sich zumindest seit den 2000 Jahren vorsichtige Änderungen innerhalb des Systems an, gerade wenn man sich die wirtschaftliche Entwicklung ansieht. Nun ist Frank Experte für wirtschaftliche Fragen und wahrscheinlich beschreibt er deswegen auch in einem ganzen Kapitel den Aufbau und das vorläufige Scheitern einer Sonderwirtschaftszone zwischen Nord- und Südkorea, das war mir etwas zu lang. Zudem ist das Sachbuch im Januar 2017 in der aktualisierten Auflage erschienen, die seit dem andauernden Raketentests oder das angespannte Verhältnis zu den USA wird nur am Rande gestreift. Zum anderen, ergänzt Frank immer wieder Erlebnisse und eigene Beobachtungen von seinen Reisen nach Pjöngjang, die mir besonders gut gefallen haben. Ein Kapitel widmet sich zum Beispiel ganz dem Arirang, eine Art jährlichen ideologischem Massenspektakel zur Feier des Landes, das Frank besuchen konnte. Weiterführende Literaturhinweise (die man nicht vernachlässigen sollte) sind auf 30 Seiten Anmerkungen enthalten.


    Allein im Jahr 1987 gab es 1,3 Millionen Besuche von DDR-Bürgern in der BRD und Westberlin. Die Zahl der Nordkoreaner, die legal Südkorea bereist haben, kann man an wenigen Händen abzählen. (S. 353)


    Frank hat da einen deutlich differenzierteren Blick und mehr Möglichkeiten, das Land zu betrachten. Besonders gefallen haben mir die ersten Kapitel, in denen der Wissenschaftler auf typische koreanische Traditionen und geschichtliche Entwicklungen des Landes (die Erfahrungen der japanischen Kolonialisierung und die damit einhergehende Unterdrückung der eigenen Sprache und der erzwungenen Verehrung des japanischen Kaisers als Gott; der Koreakrieg), sowie die Verbindungen zum totalitären Regime eingeht. Der Personenkult um Kim Il-sung und seinen Sohn Kim Jong-il geht sogar so weit, den beiden übernatürliche Fähigkeiten zuzusprechen; von Wunderheilungen und hellen Sternen bei der Geburt des Sohnes, sowie aufsteigenden Kranichen (wichtige Symbole im Konfuzianismus) sind da die Rede.


    Die in Schulzeugnissen an oberster Stelle gelisteten fünf Schulfächer sind „Revolutionäre Aktivitäten des Großen Führers Generalissimo Kim Il-Sung“, „Revolutionäre Geschichte des Großen Führers Generalissimo Kim Il-Sung“, „Revolutionäre Aktivitäten des Großen Führers General Kim Jong-il“, „Revolutionäre Geschichte des Großen Führers General Kim Jong-il“ und „Revolutionäre Geschichte der antijapanischen Heldin Mutter Kim Jong-suk.“ (S.62)


    In Nordkorea verbindet sich eine Vielzahl ideologischer Strömungen, die sich mit dem Begriff „Kimilsungismus-Kimjongilismus“ zusammenfassen lassen. Was erst einmal total absurd klingt, erklärt Frank mit dem Verweis auf Konfuzianismus und dem Glaube an das Kollektiv und der Notwendigkeit eines Führers, der das Kollektiv leitet, wodurch der Mensch „Herr über alles“. Es ist sehr interessant zu lesen, wie Frank diese spezielle nordkoreanische Haltung als „frontale[n] Angriff auf Marx“ (S.98) deutet, der immerhin an eine Art „Naturgesetz“ der menschlichen Gesellschaft und ihrer Entwicklung glaubte. Auch wenn ich für einige Kapitel ein bisschen länger gebraucht habe, waren diese grundlegenden Erklärungen der Organisation der nordkoreanischen Gesellschaft sehr spannend zu lesen.

    Gut finde ich auch, dass Frank keinesfalls zu wissenschaftlich schreibt, sondern durchaus für die interessierten Leser*innen. Ihm gelingt es, immer wieder eigene Anekdoten und Erlebnisse seiner Reisen einfließen zu lassen. Zudem macht er sehr klar deutlich, welche Gerüchte über Nordkorea ins Reich der Mythen gehören, scheut sich aber auch nicht, zuzugeben, dass viele Insiderinformationen über das Land auch von ihm nicht überprüfbar sind. Insgesamt hätte ich mir ein paar konkretere Einblicke in das Leben der „normalen“ Menschen gewünscht, allerdings bekommt man diesen Einblick gut durch Barbara Demicks Buch und Frank ist eben Professor für Gesellschaft und Wirtschaft und hat deswegen auch einen klaren Fokus auf wirtschaftliche Entwicklungen, die ich aber dennoch sehr spannend fand. Außerdem gefällt mir gut, dass Frank versucht eine für uns  so unbegreifliche Gesellschaft, die so häufig parodiert wird, weil man sich die Absurditäten des Alltags einfach nicht vorstellen kann, ein wenig begreiflicher zu machen. Ich lese selten Sachbücher, aber wenn ihr euch für Nordkorea interessiert, bekommt ihr mit diesem Buch einen wirklich gelungenen und gut zu lesenden Einblick in dieses abgeschottete Land.

  3. Cover des Buches Three Women – Drei Frauen (ISBN: 9783492317917)
    Lisa Taddeo

    Three Women – Drei Frauen

    (139)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension „Drei Frauen“

    Liebe, Leidenschaft und Intimität sind für die meisten von uns positive Begriffe. Wir verbinden sie mit Glück und Zufriedenheit.  Aber was passiert, wenn Liebe zur Obsession wird oder wenn das Objekt unserer Begierde unsere Gefühle nicht teilt. Oder noch schlimmer – unsere Liebe wird ausgenutzt. Wenn man den Begriff “unglückliche Liebe“ googelt, stößt man schnell auf Ausdrücke wie z. B. Co. Abhängigkeit, Narzissmus und toxische Partnerschaft. Und nach einer kleinen Umfrage im Freundeskreis musste ich feststellen, dass solche Beziehungen gar nicht so selten sind.

    Genau solche ungesunden Beziehungen macht Lisa Taddeo zum Thema in ihrem Roman „Three Women – Drei Frauen“.  Sie schreibt über drei unterschiedliche, amerikanische Frauen, die alle einer unglücklichen Liebe verfallen sind. Eine der drei Frauen ist Maggie. Sie ist 17 Jahre alt und lebt noch bei ihren Eltern. Die Verhältnisse bei ihr zuhause sind nicht besonders stabil, und aus dem Wunsch heraus sich jemandem anzuvertrauen entsteht nach und nach eine Liebesbeziehung zu ihrem Vertrauenslehrer. Dann ist da noch Lina. Sie ist verheiratet und hat Kinder. Ihr Mann hat sie seit langer Zeit nicht mehr angerührt, geschweigenden begehrt. Ihr Verlangen nach Liebe und Zärtlichkeit treibt sie in die Arme ihrer Jugendliebe Aidan. Die dritte Frau ist Sloane. Sie stammt aus einer Upper-Class Familie und heiratet einen Mann, dem sie jeden sexuellen Wunsch erfüllt.

    All diese Frauen haben eins gemeinsam. Sie glauben, dass sie aus Liebe handeln. Dabei fällt dem Leser schnell auf, dass diese Liebesbeziehungen nicht gesund sind, sondern geradezu toxisch. Die Männer geben den Ton an und die Frauen bleiben mit ihren Wünschen auf der Strecke. In der Beziehung zu ihrem Lehrer muss sich Magie seinen Bedingungen fügen. Lina lässt alles stehen und liegen, wenn ihre Affäre sich bei ihr meldet. Und Sloane überschreitet ihre moralischen Grenzen, um den Vorstellungen ihres Mannes zu genügen.

    Diese drei Geschichten basieren auf wahren Begebenheiten und werden von Lisa Taddeo abwechselnd Schritt für Schritt entwickelt. Taddeo schreibt aus der Sicht ihrer Figuren und erlaubt dem Leser damit den vollen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Der Leser erfährt warum sich diese Frauen auf diese toxischen Partnerschaften einlassen. Besonders berührt hat mich das Schicksal von Magie, die für ihre naive und kindliche Liebe zu einem Mann brutal bestraft wurde. Bei Lina hatte ich oft das Bedürfnis diese zu schütteln und sie zu fragen, wo denn ihr Stolz sei. Und dass es nur Unglück bringt einem Mann in dem Ausmaß nachzurennen.  Sloane macht auf den ersten Blick einen emanzipierten Eindruck. Sie arbeitet, ist ihr eigener Chef und trifft auch eigenständig Entscheidungen. Doch dieser Eindruck täuscht, sie wünscht sich Aufmerksamkeit und Liebe und macht sich damit selbst zum Opfer. 

    Gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen ist kein Thema der Vergangenheit. Wie die #Metoo-Debatte zeigt, ist die Gleichbehandlung von Mann und Frau noch nicht erreicht. Genau damit setzt sich Lisa Taddeo in diesem Roman auseinander. Sie beleuchtet Themen wie Solidarität unter Frauen, toxische Männlichkeit, weibliche Rollenbilder, Co. Abhängigkeit und Depressionen und zeigt schonungslos, dass Unterdrückung nicht nur durch Männer erfolgt, sondern auch von Frauen angefacht wird. Die Frauen denunzieren sich selbst, um in der Männerwelt erfolgreicher zu sein. Das alles umrahmt Taddeo mit ihrem unaufgeregtem und klarem Schreibstil. Sie erschafft eine zum Inhalt passende düstere und hoffnungslose Atmosphäre.

    Fazit

    Warum lassen Frauen das mit sich machen? Auf diese Frage gibt auch die Autorin keine Antwort, aber sie zeigt anschaulich, wie es bei den betreffenden Frauen dazu kam. Sind diese Geschichten nachvollziehbar? Wahrscheinlich kann man diese Frauen nur dann verstehen, wenn man selbst in einer toxischen Beziehung festhing. Gibt es von mir eine Leseempfehlung? Ein klares Jein an dieser Stelle. Dieses Buch zeigt Missstände auf, ohne Hoffnung auf Änderung zu machen. Es ist keine leichte Kost oder Unterhaltung für zwischendurch. Dieser Roman soll aufrütteln und zum Denken anregen. Wenn man dazu bereit ist, muss man es lesen.

    https://www.readingwitch.com/post/drei-frauen

  4. Cover des Buches Verschwörung (ISBN: 9783453504059)
    David Lagercrantz

    Verschwörung

    (281)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Die Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
    Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
    Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen.

  5. Cover des Buches Reporter (ISBN: 9783711002372)
    Seymour M. Hersh

    Reporter

    (4)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Es ist erstaunlich, wie die freie Presse Dinge verzerren kann. Sie waren fair und ehrlich, urteilten nicht über Moral und machten keine Anspielungen.“ (Zitat aus einem Brief an den Autor)


    Seymour M. Hersh ist einer der bedeutendsten Enthüllungs- und Investigativreporter der USA. In diesen Memoiren zieht er ein Resümee über seine Laufbahn, seine Arbeit aber auch seine Einstellungen zum Journalismus. Angefangen als kleiner Reporter bei einer Chicagoer Zeitung nimmt er eines mit auf den Weg: Überprüfe jede Kleinigkeit! Diesen Leitspruch wendet er auch bei seinen Enthüllungen zum Vietnamkrieg und der amerikanischen Politik an. Das Buch zieht einen Bogen von seinen journalistischen Anfängen über die Berichte zu My Lai, Watergateaffäre und führt über mehrere politische Skandale auch zur Ermordung Osama bin Ladens. Es beleuchtet die Machenschaften der Politiker, der Mafia aber auch der CIA und gibt einen Einblick in die große Recherchearbeit, die hinter den Enthüllungen steckt.



    Ausgehend von seiner Kindheit und Jugend, die kurz erwähnt wird, geht der Autor auf sein Schaffen als Reporter ein. Aus seinen Ausführungen wird ersichtlich, dass ihm seine Arbeit immer wichtig war. Mehr Sachbuch als Memoiren widmet sich dieses Buch seinen Enthüllungen nicht aber seinem Privatleben. Schon bei seiner ersten Anstellung wird Druck von oben auf ihn ausgeübt nur ja nichts zu berichten, das er nicht mit eigenen Augen gesehen hat oder das sich sicher belegen lässt. Diese Devise ist es, die hinter all seinen Arbeiten steckt. So kann für eine gute Reportage oder eines seiner Bücher auch eine mehrmonatige (bis zu Jahren dauernde) Recherchearbeit aufgewandt werden. Aus Interviews und Dokumentenanalyse entstanden so die akribisch aufgearbeiteten Arbeiten Hershs, die in den USA immer wieder für Empörung gesorgt haben, da er sich nicht davor scheut seine Wahrheit zu sagen.


    Seine gewissenhafte Arbeitsweise spiegelt sich auch in diesem Buch wieder. Er gibt Gespräche und Begegnungen wieder, erklärt welche Informationen er woher hat und von wem er Rückversicherungen dazu bekam bzw. wie seine Kollegen und Vorgesetzten darauf reagiert haben. Damit ist es nicht ungewöhnlich für seinen Stil in einem Kapitel eine Menge neuer Namen einzuführen. Von den großen Themen setzt er voraus, dass die Leser sich damit bereits auskennen. So werden gerade die großen Skandalthemen nicht mehr weiter beschrieben, sondern Hersh geht auf seine Herangehensweise an die Sache ein.


    Hersh zitiert einen seiner Rezensenten, der mir mit seinen Aussagen aus dem Herzen gesprochen hat. Auch ich musste mit der Aneinanderreihung von Informationen im Stile des „Der-hat-zu-dem-Gesagt“, „der erzählte mir das“ und „von-dem-bekam-ich-jenes-Dokument“ erst einmal zurechtkommen und hatte ein sehr selbstgerechtes, launisches Bild des Autors vor mir. Allerdings steht er zu seinen charakterlichen Fehlern. Sein Stil ist nicht immer leicht zu lesen, bleibt sich aber treu und steht für seine oberste Moral, die Belegbarkeit der Fakten.


    Fazit: Gerade in Zeiten, in denen ein kurzes Statement gepostet auf einer Socialmedia - Seite den Ruf schädigen oder eine Panik auslösen kann, ist Hershs Botschaft des fundierten Journalismus dessen oberste Priorität das Basieren auf zuverlässigen Quellen und eine Rückversicherung zur Echtheit der News ist, um so wichtiger.

  6. Cover des Buches Deutschboden (ISBN: 9783462003192)
    Moritz von Uslar

    Deutschboden

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Federfix

    Wie ein Ethnologe nähert sich Moritz von Uslar in diesem Reportagesachbuch dem wilden Osten. Getreu dem Motto der ethnologischen Feldforschung entdeckt der Reporter, und damit auch die Leserin, hier das Fremde im Eigenen. Schließlich spielt "Deutschboden" als Nachwendebuch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung. 

    Es passiert im Großen und Ganzen nichts. Der triste Alltag vorwiegend junger Männer voller Zeitverschwendung, Arbeitslosigkeit und jeder Menge Alkohol zieht sich wie ein roter Faden von Anfang bis Ende.

    Doch trotz großer Langeweile ist dieses Nichts extrem kurzweilig. Die sachlichen Schilderungen mit einer pseudowissenschaftlichen Distanz ziehen die Leserin in den Bann. Das Konzept, sich der einheimischen Kultur aus fremder Perspektive zu nähern, ist nicht neu, funktioniert aber auch in diesem Beispiel gut. Sogar so gut, dass es auch Platz für eine Fortsetzung gibt.

    Auffällig ist, dass die handelnden Personen fast ausschließlich männlich sind, mit der einzigen Ausnahme von Maria. Maria, die Bedienung im Haus Heimat, spielt jedoch keine aktive Rolle. Vielmehr tritt sie als Objekt auf und wird durch eine starke Passivität charakterisiert. Es drängt sich der Leserin die Frage auf, ob der Autor Frauen als nebensächliche Objekte sieht oder ob er damit ausdrücken möchte, dass in Ostdeutschland 20 Jahre nach der Wende Frauen randständige Objekte sind. Die männlichen Protagonisten, die männliche Sprache und die männliche Perspektive lassen nur einen Schluss zu: "Deutschboden" ist ein Männerbuch.

  7. Cover des Buches Fame Junkies (ISBN: 9783473583775)
    Morton Rhue

    Fame Junkies

    (132)
    Aktuelle Rezension von: _books_lara_

    Das Cover

    Wahrscheinlich hätte mich das Cover in einer Buchhandlung überhaupt nicht angesprochen. Ich bin kein Fan von Personen auf Büchern, obwohl ich schon zugeben muss, dass es in diesem Fall sehr gut zur Geschichte passt. 

    Trotzdem sieht es einfach nicht sehr ansprechend aus, was auch an der Schrift liegt, wodurch das Buch einfach viel mehr nach einer Schullektüre aussieht. 


    „Es gibt eben Dinge, die man tun muss, wenn man Karriere machen will. Sonst tut sie nämlich jemand anders und man selbst guckt in die Röhre.“

    Seite 28


    Der Erzählstil

    Anfangs kam ich noch nicht ganz so gut mit Morton Rhues Schreibstil klar, aber das ging nach ein paar Kapiteln schnell vorüber. Dafür hat mich aber das ganze Buch über gestört, dass die Kapitel so dermaßen kurz gehalten sind und ich somit nie wirklich in einen rechten Lesefluss gekommen bin. 

    Später wurden die Kapitel dann aber länger und ich war zwischendurch so gefesselt von der Geschichte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich bin quasi nur so durch die Seiten geflogen und war mehr als erstaunt, als ich schon die letzte Seite in der Hand hatte und das Buch durch war. Wäre das von Anfang an so gewesen, hätte es mir natürlich besser gefallen.


    „Wer oder was entscheidet, wer berühmt wird und wer nicht? Der Zufall, dass jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist? Die Medien, die jemanden hypen, um eine Story zu haben? Oder die Masse der Normalos, die einen aus ihren eigenen Reihen quasi stellvertretend für sich selbst auf den Sockel heben?“

    Seite 41


    Das Buch spielt in mehreren Zeiten gleichzeitig. Einmal in der Zeit, als die Protagonistin Jamie anfing, berühmt zu werden, dann in der Zukunft, außerdem in der Gegenwart, aus der Sicht eines Polizisten, und zusätzlich gibt es immer noch ein paar Zeitungsartikel und Fanpost dazwischen. Von wem, werde ich hier nicht verraten.


    „Letzten endes geht es im Leben nur darum, wen man kennt.“

    Seite 78


    Diese vielen Zeitwechsel haben mich besonders am Anfang ziemlich heftig irritiert und ich hatte das Gefühl, einfach nicht mehr mitzukommen. Glücklicherweise bin ich aber so ab der Hälfte in den bereits erwähnten Lesefluss gefallen und bin da auch besser klargekommen.


    „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

    Seite 57


    Die Handlung

    Hier kann ich nicht nur von einem einzelnen Handlungsstrang erzählen, obwohl natürlich alle Ereignisse, ob sie jetzt in der Gegenwart, der Zukunft oder in der Vergangenheit geschehen, irgendwie miteinander zusammenhängen. Zuerst habe ich diese Zusammenhänge noch nicht gekannt und musste wirklich grübeln, wie das alles wohl zusammenpassen würde. Ich hatte schon die Vermutung, was die Kapitel aus der Zukunft bedeuten, und die hat sich letztlich auch leider bewahrheitet. Auch bei den Fan-Briefen hatte ich zumindest teilweise die richtige Vermutung, wobei besonders in dieser Sache noch mal eine ziemlich unerwartete Wendung kam, die mich von den Socken gehauen hat.


    „Ich bin nichts weiter als ein Mädchen mit einer Kamera, das in einer Fantasiewelt lebt. Aber weißt du was? Alle anderen leben auch darin.“

    Seite 122


    Ich glaube, dass Morton Rhue das ganze Thema mit dem Berühmtsein und den Schattenseiten davon ganz gut aufgegriffen hat, denn man hört und liest in den Medien immer wieder von Menschen, die von ihrem ursprünglichen Weg abdriften und sich damit ihr ganzes Leben versauen. Auch stimmt es, dass einige Schauspieler mal ganz groß waren und urplötzlich, sobald es andere beliebte Schauspieler in ihrem Alter gibt, einfach von der Bildfläche verschwinden.

    In vielen Rezensionen, die ich zuvor über das Buch gelesen habe, heißt es außerdem, dass alles einfach nur übertrieben dargestellt wurde, aber da bin ich anderer Meinung. Klar, es ist ungewöhnlich, wenn ein fünfzehnjähriges Mädchen aus der 10. Klasse durch einen Schnappschuss zur „jüngsten Paparazza New Yorks“ wird und mehrere Zeitungsartikel über sie geschrieben werden, aber andererseits auch gar nicht soooo unwahrscheinlich. Wer weiß denn schon genau, ob es nicht tatsächlich mal so passieren könnte, zumal Jamie in der Geschichte ja auch die richtigen Beziehungen hat, um sich bis nach ganz oben vorzuarbeiten. 


    „Kein Mensch sollte Tag für Tag um sein Leben fürchten müssen, nur weil er etwas Außergewöhnliches geleistet hat und dadurch berühmt wurde.“

    Seite 184


    Die Charaktere

    Jamie Gordon ist eine wirklich coole Protagonistin gewesen, obwohl ich ihren Wahn für Promis nicht ganz nachvollziehen konnte, weil ich nie so interessiert in alle möglichen Stars war. Klar, ich kenne ein paar Sänger, die immer wieder in den Charts auftauchen, und auch die berühmtesten Schauspieler sind mir aus diversen Filmen und Zeitschriften bekannt, aber sonst? Na ja, Jamie hat auf jeden Fall ein großes Talent dafür, im richtigen Moment abzudrücken (auf ihrer Kamera meine ich!) und mit ihren Bildern zu einer Menge Geld zu kommen. 


    „Letztlich zählte doch nur, ob jemand ein guter oder ein schlechter Mensch war, ob er liebte und ob er geliebt wurde.“

    Seite 305


    Avery bzw. Avy war mir auch von Anfang an sympathisch. Er ist Jamie wirklich immer ein guter Freund gewesen, aber irgendwann hat er sich einfach so sehr in seinen Zorn gegen seine Eltern hineingesteigert, dass sein Hirn wahrscheinlich komplett durchgebrannt ist. Er hatte immer den großen Traum, ein Schauspieler zu werden und hat dafür wirklich einiges getan, aber wie es letztlich ausgegangen ist, war teilweise schon vorherzusehen. Trotzdem hat es mich schrecklich traurig gemacht, von seinem Schicksal zu lesen.

    Was Nasim angeht, hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, dass das zwischen Jamie und ihm nicht mehr lange von Dauer sein kann. Ich werde nicht verraten, ob sie hinterher noch zusammen sind oder nicht, aber ich kann zumindest sagen, dass die Interessen von den beiden wie Gegensätze sind, und Jamie liebt ihn wirklich ungeheuerlich. Nasim konnte ich jedoch von Anfang an besser verstehen als Jamie, weil er sich einfach nicht für die Promiwelt interessiert und ich mich deshalb warhscheinlich auch besser mit ihm identifizieren kann.


    „Prominente zu erkennen, heißt nicht, dass man selbst einer sein möchte. Und man sollte sich nicht darüber definieren, ob der Türsteher eines Clubs weiß, wer man ist. Wichtig ist vor allem, dass man selbst weiß, wer man ist.“

    Seite 289


    Fazit

    „Fame Junkies“ ist ein wirklich gelungenes Buch, das besonders Menschen, die sich bisher noch nicht so mit den Tücken der Berühmheit auseinandergesetzt haben und immer nur den äußeren, guten Schein sehen oder sehen wollen, aufzuwecken vermag. Auch kann ich das Buch als Schullektüre empfehlen, da sicherlich einige interessante Diskussionen darüber auftreten können.


    (Diese und mehr Rezensionen auf meinem Blog A Court of Books and More)

  8. Cover des Buches Nichts als die Welt (ISBN: 9783869710013)
    Georg Brunold

    Nichts als die Welt

    (6)
    Aktuelle Rezension von: AlexHartung

    Auch wenn ich nach einem Jahr noch nicht durch bin (das Buch ist wirklich groß und schwer), so möchte ich es doch jedem Geschichtsinteressierten ans Herz legen. Die Auswahl der "Autoren" ist wirklich fantastisch – Hippokrates, Cäsar, Kolumbus, Voltaire, Goethe, Heine, Enzensberger …


    Jeder Artikel ist nur wenige Seiten lang, so dass man das Buch nicht auf einmal durchlesen muss. Diese Abschnitte reichen aber, um das Flair dieser Zeit und des Schriftstellers zu vermitteln. Ergänzt werden die Artikel mit zwölf ins Buch eingebauten Fotoreportagen.


    Das Buch ist mit nichts vergleichbar, was ich sonst gelesen habe. Wen der Preis nicht abschreckt, sollte unbedingt zugreifen.

  9. Cover des Buches Entlang den Gräben (ISBN: 9783406803451)
    Navid Kermani

    Entlang den Gräben

    (12)
    Aktuelle Rezension von: 101844

    Allein von der Aufmachung, kommt "Entlang den Gräben" sehr wertig und ansprechend daher. Die Landkarte mit verzeichneter Route stimmt schon vor dem Lesebeginn auf die Reise ein und heizt die Neugierde an. Strukturell ist das Buch in Tagen unterteilt. So bekommen die Lesenden einen Eindruck über die Dauer der Aufenthalte.

    Obwohl eine Reportage vorliegt, schafft es der Autor mittels der Ich-Erzählperspektive und seiner ganz eigenen Note, die sich aus forscher Direktheit, Humor und Empathie auszeichnet, eine angenehme und dichte Atmosphäre zu kreieren. Gleich zu Beginn lernen die Lesenden den Autor als einen intelligenten, aufgeschlossenen und mutigen Mann kennen. So setzt er sich zum Beispiel zum Kaffee und Kuchen in eine AFD-Versammlung. Solche Momente gibt es mehrere und sie lassen einen beim Lesen die Luft anhalten. Trotz klar formulierter Kritik bleibt Navid Kermani respektvoll, wertschätzend und verständnisvoll. In diesem Verhalten manifestiert sich der Begriff "Toleranz" in seiner authentischsten Bedeutung und ringt den Lesenden unweigerlich Anerkennung ab.

    Gemeinsam mit dem Autor, stellt man beim Lesen fast, wie fern doch der so nahe Osten eigentlich ist. In unzähligen Gesprächen mit den verschiedensten Personen, erschließen sich auf intensive Weise ganz neue Perspektiven auf die Vergangenheit, Gegenwart und etwaige Zukunft Europas. Gerade die persönlichen Schicksale und Erfahrungsberichte regen zum Nach- und Mitdenken an.

    Der Schreibstil ist so unmittelbar und ehrlich, dass zu keiner Zeit das Gefühl aufkommt, man wäre nicht eine*r der Mitreisenden. Vor allem tabuisierte Themen, kommen schonungslos zur Sprache.

    Die ausgiebigen politischen Sequenzen werden immer wieder durch persönliche Anekdoten, Eindrücke und Beobachtungen entzerrt. Vor allem letztere sind bemerkenswert. Der Autor hat einen Blick für Details und entwirft wortgewandt beeindruckende Landschaftsbilder.


    Vor allem die ersten Stationen der Reise stellen den Lesenden bekannte Schrecken aus der Vergangenheit noch einmal sehr deutlich vor Augen. Allein von Köln bis Litauen hätte der Buchtitel auch "Entlang den Gräbern" lauten können. Man verdrängt den Umfang der Gräueltaten der vergangenen Jahrzehnte bis hinein in die Gegenwart. Und dennoch vermag Navid Kermani es, die Stimmung nicht ins Bodenlose kippen zu lassen. Respektvoll verweilt er an den richtigen Stellen und treibt die Reise dann gekonnt schwungvoll wieder in höhere Stimmungslagen. Kein einfacher Spagat, der ihm hier gelungen ist. Besonders interessant, sind auch die Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten, die ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen möchte.


    Insgesamt löste "Entlang den Gräben" in mir die ganze Palette an Emotionen aus. Von sprachloser Betroffenheit bis hin zu spontanem Auflachen. Ein Lesegenuss der besonderen Art.

  10. Cover des Buches Butter (ISBN: 9783746640716)
    Asako Yuzuki

    Butter

    (196)
    Aktuelle Rezension von: Mondschaefin

    Das Buch war wunderschön zu lesen und hat mir viele Denkanstöße gegeben. Es ist sehr sinnlich und subtil geschrieben, die Beobachtungen über das Frausein und die Leistungsgesellschaft sind nuanciert und klug. Inwiefern die Gesellschaft Druck auf das Aussehen und vor allem den Körper von Frauen ausübt, wird in Literatur von, über und für Frauen häufig beschrieben - der Autorin ist es aber gelungen, das Thema mit einer eigenen Note und neuen Einblicken zu beschreiben. Ich wünschte, ich könnte es noch einmal von vorne lesen.

  11. Cover des Buches Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat' (ISBN: 9783328100836)
    Jürgen Todenhöfer

    Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Frank_Schitty

    Habe das Buch aus Interesse am Islamischen Staat gekauft. Habe zuvor einen Bericht darüber im Internet gesehen.

    Ich war von der Berichterstattung von Anfang an mitgerissen. 

    Man konnte tiefe Einblicke in den Islamischen Staat erhalten, von der Ideologie und von den Menschen die dort leben.

    Es war sehr aufschlussreich und man erfährt Dinge die so nirgends gebracht werden.

  12. Cover des Buches Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg (ISBN: 9783746634135)
    Julie Peters

    Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee007

    Darum geht es (Klappentext) :


    Findet mich das Glück hinter den Dünen? Leicht, romantisch und humorvoll: eine Buchhandlung, eine kleine Insel und die große Liebe.
    Eigentlich wollte Frieke nur kurz auf Spiekeroog bleiben. Doch dann will ihr Vater, dem sie seit Jahrzehnten erfolgreich aus dem Weg geht, plötzlich an ihrem Leben teilhaben. Der Forscher, den sie über eine seltene Vogelart interviewen soll, entpuppt sich als äußerst charmant, und in der Inselbuchhandlung erinnert sie sich an ihren längst vergessenen Lebenstraum: Menschen mit Büchern glücklich zu machen. Und wenn das Glück am Strandweg hinter den Dünen liegt?


    Meine Meinung :

    Dieses Buch ist einfach zauberhaft und schön zu lesen. Einfach das Buch aufschlagen und eine Tasse Tee dazu genießen. Frieke wollte nur schnell mal nach Spiekeroog reisen, um einen Forscher zu interviewen und das ist nicht so einfach wie sie es sich vorgestellt hat. Dann trifft sie noch auf ihren Vater und es gibt noch die vielen Inselbewohner..... 

    Es wird turbulent und natürlich gibt es noch etwas Liebe auf der Insel.. 

  13. Cover des Buches Dynasty. Die Insidergeschichte der New England Patriots (ISBN: 9783985880652)
    Jeff Benedict

    Dynasty. Die Insidergeschichte der New England Patriots

    (17)
    Aktuelle Rezension von: KST2110

    Das Buch ist sehr gut geschrieben obwohl es über eine einzige Football Mannschaft ist es sehr interessant. Man erfährt nahezu alles über Kraft, Belichick und Brady. Überraschend war für mich um wie viel Geld es hier geht und was alles in den Football Sport reinspielt, jeder Kleinigkeit kann in einem Medienskandal enden. Kehrseite ist aber es ist sooooo lang, also nur für echt interessierte Menschen.

  14. Cover des Buches Miss Daisy und der Tote auf dem Eis (ISBN: 9783746633688)
    Carola Dunn

    Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Buecher_Bohnen

    Winterzeit ist Krimizeit. Ich weiß nicht genau warum, aber die kalte Jahreszeit bringt mich immer dazu, mich in bequemen Klamotten in eine Decke zu kuscheln und schöne, klassische Kriminalromane zu lesen.
    Geht es euch da ähnlich? Und woran könnte das liegen?
    Natürlich kommen einem hier große Namen wie Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle in den Sinn, dieses Mal bin ich aber an einer Autorin hängengeblieben, die ich zuvor noch nicht kannte: Carola Dunn und ihre Miss Daisy. 

    "Der Tote auf dem Eis" spielt mittlerweile 100 Jahre in der Vergangenheit, in den goldenen Zwanzigern. Journalistin Daisy Dalrymple soll einen Artikel über das Gut Wentwater Court eines britischen Grafen berichten. Doch was als einfacher Auftrag beginnt, entpuppt sich bald schon als nervenaufreibende Arbeit, als auf dem zugefrorenen See des Anwesens eine Leiche gefunden wird.

    Das Buch nimmt sich gerade zu Beginn seine Zeit, um uns in die Atmosphäre der goldenen Zwanziger einzuführen. Die Stimmung, die die Autorin damit aufbaut, hat mich sofort für sich gewonnen. Gerade unsere Protagonistin Daisy habe ich sehr schnell sympathisch gefunden. Vor allem ihre (für die damalige Zeit) sehr feministische Einstellung und die damit verbundenen Konflikte mit ihrem Umfeld, haben selbst ohne die titelgebende Leiche bereits für viel Spannung gesorgt - schließlich ist es 1923 noch keine Selbstverständlichkeit, dass Frau selbst Geld verdient anstatt zu heiraten und sich von einem Mann finanzieren zu lassen.
    Aber auch als die Geschichte dann in Fahrt kommt, hielt sie mich gut bei der Stange. Die Ermittlung des Mordfalles ist clever und spannend erzählt, der leitende Inspektor Mr. Fletcher charmant und sympathisch, selbst die sich anbahnende Romanze fand ich erfrischend. Lediglich das Ende störte mich ein wenig, da Daisy hier plötzlich einen großen Teil ihres Selbstbewusstseins zu Kosten einer unerklärlichen Naivität aufgab. Aber vielleicht empfand die Autorin dies als notwendig, um das gewünschte Finale zu erzielen.

    Das erste Abenteuer von Miss Daisy hat mich überzeugt, der Reihe weiter zu folgen. Es gab nur wenige kleine Kritikpunkte und ich bin gespannt, ob die folgenden Fälle genauso spannend werden.


    (Rezension von Mama Bohne)

  15. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783734106200)
    Christine Brand

    Blind

    (208)
    Aktuelle Rezension von: sbalunzia

    Die kurzen Kapitel haben mir besonders gut gefallen – gefährlich für mich als „Nur-noch-ein-Kapitel“-Leserin.

    Die Grundidee der Geschichte fand ich grossartig. Die App und das Restaurant, in dem Nathaniel arbeitet, mögen auf den ersten Blick absurd wirken, doch gerade das macht ihren Reiz aus – denn solche Konzepte existieren tatsächlich.

    Mit den Charakteren konnte ich persönlich nicht direkt warm werden; sie wirkten auf mich nicht durchweg sympathisch. Trotzdem habe ich die Vielfalt innerhalb der Figurenkonstellation sehr geschätzt. Sie brachte interessante Dynamiken ins Spiel – Missverständnisse und unterschiedliche Herangehensweisen an ein und dasselbe Problem.

    Die Handlung hat mich schnell gepackt. Besonders gefallen hat mir, dass ich lange Zeit keine Ahnung hatte, wer tatsächlich hinter allem steckt. Die verschiedenen Schicksale und scheinbar voneinander unabhängigen Ereignisse wurden am Ende schlüssig miteinander verknüpft. Nur die Art und Weise, was mit Carole geschehen ist, erschien mir etwas konstruiert und wirkte nicht ganz organisch.

    Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten, und ich bin mir sicher, dass ich auch weitere Bände der Reihe lesen werde.

  16. Cover des Buches Gestatten: Biber (ISBN: 9783453281745)
    Bettina Kutschenreiter

    Gestatten: Biber

    (3)
    Aktuelle Rezension von: SilviSommer

    Als Jugendliche mit einer Reisegruppe machten wir in Schweden eine Elch und Bibertour.  Elche sahen wir und ein kleines verwaistes Kalb in einer Auffangstation durften wir sogar anfassen. Das war wunderschön . Leider haben sich die Biber vor uns versteckt. Doch interessant fand ich sie weiterhin. Und durch das Buch von Bettina und Christian Kutschenreiter wurde meine Neugier mehr als geweckt, was die beiden wohl zu berichten haben. 

    Und dieses Buch hat mich sehr beeindruckt und zutiefst berührt und gerührt. 

    Denn sie beschreiben sehr anschaulich ihre Begegnungen und Erlebnisse mit diesen sehr scheuen Tieren. Und sie erzählen eine ganze Menge fachliches über diese intelligenten , sehr verspielten und niedlichen Tiere z. B. das sie immer wachsen. Besonders berührt hat mich ihre Erzählung über ihre freundschaftliche Beziehung , die über die Jahre gewachsen ist und die Tiere , seit mehreren Generationen Ihnen vertrauen und sich ihnen öffnen und ihnen ihre Familie vorstellen und anvertrauen. Kann es einen größeren Beweis geben als wenn scheue Wildtiere dieses ihrem größten Feind erlauben? 

    Das Ehepaar Kutschenreiter ist sich dessen bewusst und tut alles dafür ihre kleine zweit Familie zu schützen. Denn in der Natur geht es ruppig zu und am schlimmsten ist es mal wieder der Mensch , der ihnen das Schlimmste und grausamste antut. Trotz vieler Beweise des Gegenteils ist er weiter vielen Vorurteilen ausgesetzt , wie das er den Fischern die Fische wegfrisst und das als Vegetarier !!! Oder das er alle Bäume im Umkreis fällt. Es sind doch nur wenige die er zur Nahrung braucht. Er ist doch nicht so gierig wie der Mensch. Deswegen wird er gerne grausame gejagt und verfolgt. Meistens mit brutalen Fallen, die auch anderen Tieren und auch Kindern gefährlich werden können. Und diese Straftaten , es sind Straftaten, denn der Biber steht unter Naturschutz , diese Häscher werden leider kaum verfolgt noch angemessen bestraft … 

    Ihre Beziehung zu diesen niedlichen Tieren ist sehr Tier und doch vergessen sie nie, das es sich um Wildtiere handelt und diese frei entscheiden können was sie erlauben - wieviel Nähe -  und was nicht. 

    In ihrem Buch erfährt man auch sehr viel Wissenswertes über Biber und sehr anschaulich mit tollen Bildern unterlegt und auf jeder Seite spürt man ihre Liebe und Leidenschaft zu diesen Tieren. 

    Das ist sehr ansteckend und dieses Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre im Biologieunterricht werden um kleine Menschen zu sensibilisieren und das sie den großen Menschen ihre Vorurteile austreiben. Von mir bekommt es alle Sterne , 5 reichen gar nicht aus um meine Bewunderung zu zeigen. Lesen Sie es bitte und geben Sie den Bibern ihren Platz in der Natur. Er tut viel für uns, fangen wir endlich an es ihm zu danken. 

  17. Cover des Buches Jetzt tut es gleich ein bisschen weh (ISBN: 9783442159703)
    Adam Kay

    Jetzt tut es gleich ein bisschen weh

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Rain

    Wovon das Buch handelt

    Vorhang auf für 97-Stunden-Wochen und einen Tsunami an Körperflüssigkeiten. Entscheidungen auf Leben und Tod am laufenden Band und ein Gehalt, gegen das jede Parkuhr zu den Besserverdienern gehört. Auf Nimmerwiedersehen, Freunde und Familie ... herzlich willkommen im Leben eines Assistenzarztes! Adam Kay, jetzt in seiner Heimat England als Comedian gefeiert, gehörte viele Jahre dazu. Nach schlaflosen Nächten und durchgearbeiteten Wochenenden mobilisierte er seine letzten Kräfte, um seine Erlebnisse aus dem Alltag eines Krankenhauses aufzuschreiben. Saukomisch, erschreckend und herzerweichend zugleich: Kays Tagebücher bringen alles ans Tageslicht, was Sie jemals über den Krankenhausalltag wissen wollten – und auch einiges, was besser im Verborgenen geblieben wäre. Kein Zweifel: Diese Lektüre wird Narben hinterlassen. 


    Meine Meinung

    Dr. Kay erzählt aus seinem beruflichen Leben als Assistenzarzt in der Gynäkologie.

    Der Autor berichtet mit einer sehr sarkastischen und trockenen Art, wie es in seinem Krankenhaus zugegangen ist. Dabei kann man schon erahnen, dass die Arbeit und der Beruf, manche nennen es auch Berufung, kein Zuckerschlecken ist. Zwischen Geburten, Notfällen und wenig Schlaf und noch weniger mentaler Erholung zeigt er auf, wie kräftezehrend und anstrengend dieser Job ist. Und zu welch absurden Situationen es kommen kann.

    Manchmal schießt er dabei ein wenig über sein Ziel hinaus, da nicht alle Gags zünden. Doch manche Lacher hatte er sicher. Am Ende bleibt zu sagen, dass der Klinikalltag realistisch dargestellt ist und man trotzdem hofft, dass es oft so nicht zugeht.


    Ein Buch, das nachdenklich macht und Ängste durchaus schüren kann, sowie die Arbeit der Mediziner auf andere Weise beleuchtet.

    3,5 Sterne.




  18. Cover des Buches Schmerzenskinder (ISBN: 9783426787717)
    Waris Dirie

    Schmerzenskinder

    (120)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlentaucher

    Waris Dirie, die erfolgreiche Autorin einiger Büber über das Leben in Afrika ,  musste selber einer dieser schrecklichen Eingriffe über sich ergehen lassen. Die Genitalverstümmelung in der Kindheit, welche das Leben von Millionen von Frauen schwer beeinträchtigt. Eindrücklich zeigt Waris Dirie auf, dass selbst in Europa unzählige Menschen darunter leiden. 

  19. Cover des Buches Die Schuld, eine Frau zu sein (ISBN: 9783426781531)
    Mukhtar Mai

    Die Schuld, eine Frau zu sein

    (26)
    Aktuelle Rezension von: j_XuPa

    Ich möchte mich hier nicht damit aufhalten die geschilderte Handlung zu schildern. 

    Ich glaube jedem ist klar wie die geschilderten Ereignisse zu werten sind. 

    Das Schicksal der jungen Frau ist mitreißend geschildert. Die lokalen Hintergründe sind verständlich erläutert. Das Buch hat mein Interesse an dem Thema weiter geweckt und genau das soll es auch, obwohl es auch zum mitfühlen anregt. 

    Ich kann es jedem der interessiert ist auf jeden Fall empfehlen. Einfach mal ein wenig über den Tellerrand hinaus blicken. 

    Ließ sich gut lesen und erfüllt das was ich von dem Buch erwartet habe. 

    5 Sterne!

  20. Cover des Buches Die Vergessenen der Taiga (ISBN: 9783455085778)
    Wassili Peskow

    Die Vergessenen der Taiga

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Was uns zu Menschen macht (ISBN: 9783351038267)
    Frank Westerman

    Was uns zu Menschen macht

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Uff, das war dann doch ganz anders, als ich es mir vorgestellt und erhofft habe. Als ich den Klappentext und den Titel gelesen habe, hatte ich natürlich sofort eine Idee im Kopf, wie das Buch aussehen könnte. Für mich war ganz klar, dass hier erläutert wird, was alle Menschen gemeinsam haben. Immerhin wird hier ja die Frage aufgeworfen: "Was macht uns zu Menschen?" Auf diese Frage wurde dann leider gar nicht eingegangen oder nur ganz kurz, in ein paar Nebensätzen. 


    Die Hauptrolle in diesem Buch spielte "Flo", der Urmensch, der auch der Insel Flores gefunden wurde und im Klappentext beschrieben wird. Eigentlich geht es hier nicht um die heutigen Menschen oder um die Menschheit als Ganzes, sondern wirklich nur um diese Menschenart. Oder um die Frage, ob das überhaupt eine eigene Menschenart ist oder nicht doch eher ein Mensch mit Behinderung, der einer anderen, schon bekannten Art von Urmensch angehört. Für Leute, die Archäologie mögen und spannend finden, ist dieses Buch sicher unheimlich interessant. Für mich war es das aber leider nicht. Klar, ich bin als Kind ebenfalls gerne ins Museum gegangen, um mir dort die Urmenschen und Neandertaler und so anzusehen. Allerdings fand ich schon damals die Knochen weniger interessant als zum Beispiel die Tatsache, dass diese Menschen Bilder an ihre Höhlenwände gemalt haben. Oder die Frage, welche Geschichten man sich wohl damals erzählte oder was die Leute aßen. Und leider konnte sich dieses Interesse auch nicht durch dieses Buch entwickeln.


    Ein Problem hatte ich auch mit der Art, wie dieses Buch geschrieben wurde. Von einem Sachbuch - und als solches ist es auf Lovelybooks und Netgalley eingeordnet - erwarte ich mir zumindest bis zum einem gewissen Grad Objektivität. Das hier liest sich aber eher wie das Tagebuch eines Archäologen und Professors. Ich weiß jetzt viel über seine Seminare und Studenten und Reisen, aber über die Frage, was denn jetzt eigentlich den Menschen ausmacht, hab ich nichts Neues erfahren. Auch ein ausführliches Quellenverzeichnis fehlt. Die Auflistung von Literatur am Ende des Buches fand ich dann doch eher unübersichtlich und nicht wirklich hilfreich, weil absolut nicht klar ist, woher welche Information stammt.


    Mein Fazit? Leider gar nicht was ich erwartet habe. Schade, aber dieses Buch konnte mich nicht überzeugen.

  22. Cover des Buches Reisedepeschen aus Bolivien und Peru (ISBN: 9783963480072)
    Jennifer McCann

    Reisedepeschen aus Bolivien und Peru

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    "Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen."

    In der Tat, das stellt Autorin Jennifer McCann in ihrem spannenden Reisebericht durch zwei südamerikanische Länder unter Beweis. Und wie sie erzählt ist faszinierend: gleichermaßen kurzweilig wie tiefsinnig. Es finden sich tief bewegende Schilderungen, etwa über die unmenschlichen, Leib und Leben gefährdenden Bedingungen, die in den Minen im bolivianischen Potosí herrschen. Dann wieder lässt uns die Autorin an bizarren, skurrilen Begegnungen teilhaben, wie der mit einer Bläsercombo, die inmitten einer Salzwüste "Don´t let me be misunderstood" anstimmt. 

    Die persönlichen Begegnungen und Erlebnisse sind sehr vielfältig, auch in ihrer Beschreibung. Manches hätte ich mir ein wenig ausführlicher gewünscht, teils waren die Hintergrundinfos recht spärlich, etwa zur peruanischen Terrororganisation "Leuchtender Pfad".

    Positiv hervorheben möchte ich den sehr reflektieren Stil McCanns. "Immer wenn ich mich in der Welt bewege, interpretiere ich. Ich glaube, es gibt niemanden, der die Grenze zwischen Fiktion und Realität zweifelsfrei erkennen kann." Dieses Zitat Jennifers zeigt, dass sie sich ihrer bewertenden Rolle als Reisende sehr bewusst ist und sie verantwortungsvoll damit umgeht.

    Die Ausstattung der Reisedepeschen lässt kaum zu wünschen übrig: Zahlreiche hochwertige Farbfotografien illustrieren das Erlebte, der Anhang erklärt landestypische Begriffe. Lediglich die geografischen Karten, in denen die Reiseroute verzeichnet ist, könnten noch verbessert werden; hier habe ich einige der bereisten Orte vermisst.

    Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch mit vielen Denkanstößen. Und in Zeiten der Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie kann es das Fernweh etwas stillen, indem sich der Leser wenigstens bei der Lektüre in unbekannte Gefilde begeben kann.

  23. Cover des Buches Die Hungrigen und die Satten (ISBN: 9783838789842)
    Timur Vermes

    Die Hungrigen und die Satten

    (38)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich habe das Hörbuch gehört.

     

    Erstmal möchte ich sagen, dass es wieder mal phänomenal gut gelesen war. Das macht einfach unfassbar viel aus bei einem Hörbuch.

     

    Die Mischung zwischen Satire und Dramatik ist sehr gut gelungen. Zu Beginn der Geschichte musste ich mehrmals schmunzeln und auch mal laut lachen. Der Humor ist definitiv vorhanden. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr ernster und dramatischer wird es. Dies wird noch unterstrichen dadurch, dass dieses Thema auch in der realen Welt hochaktuell ist.

    Im Verlauf der Geschichte fiebert man mit den Figuren auch immer mehr mit, hofft und bangt und zum Schluss fragt man sich, wieso das nicht gleich so gegangen wäre? Aber das liegt wohl auch in der Natur des Menschen, dass die Entwicklung wohl so laufen muss.

     

    Aber man macht sich auch Gedanken ob bestimmte Situationen in der Realität auch wirklich so funktionieren würden/könnten.

     

    Die Figuren fand ich sehr passend und gut dargestellt. Auch die Entwicklung im Laufe der Geschichte ist nachvollziehbar.

     

    Fazit: Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte die fantastisch gelesen ist und doch einen ersten Kern hat der zum Nachdenken anregt.

  24. Cover des Buches Die Reise ins Reich (ISBN: 9783499004568)
    Tobias Ginsburg

    Die Reise ins Reich

    (18)
    Aktuelle Rezension von: nyhc82

    Wie der Klappentext richtig sagt, eine 'Mischung aus Reportage, Groteske und Fachbuch.' Mit ehrlicher Neugier und gerade soviel Empathie wie nur irgend möglich berichtet Ginsburg aus dem Innenleben einer Ansammlung von Leuten, die seit Jahren ihr Unwesen treibt und mittlerweile nicht mehr nur als eine Ansammlung verrückter Spinner oder Esoteriker abzutun ist. Das Buch, bereits 2017 erschienen und nun mit einem neuen 'Corona'-Kapitel versehen, zeigt beklemmend wie fortgeschritten die Ideen der Reichsbürger und Verschwörungsideologen bereits in unser aller Mitte sind. Toll geschrieben, einfach zu lesen, leichtfüßig und trotz aller Schwere mit der dringend nötigen Dosis Humor. Ein Buch zum Haareraufen, zum Lachen und zum Verzweifeln.

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