Bücher mit dem Tag "reporter"
91 Bücher
- Jojo Moyes
Eine Handvoll Worte
(1.861)Aktuelle Rezension von: Silla_GuEine berührende Liebesgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Wir begleiten in der Vergangenheit Anthony und Jenny und in der Gegenwart (2003) begleiten wir Ellie, die durch einen Zufall alte Dokumente im Archiv der Zeitung findet, für die sie arbeitet. Es sind berührende Liebesbriefe und Ellie setzt es sich zum Ziel, die Personen dahinter aufzuspüren und herauszufinden, was aus dieser Liebesgeschichte geworden ist. Zudem begleiten wir auch Ellie in ihrem Liebesleben, das tatsächlich ziemlich chaotisch ist. Ellie steckt seit mindestens einem Jahr in einer Affäre mit einem verheirateten Mann, aus der sie sich nur schwer lösen kann.
Mich hat vor allem die Geschichte von Anthony und Jenny sehr berührt. Zwischenzeitlich hat es sich zwar etwas gezogen, es hat sich aber trotzdem gelohnt dranzubleiben, da es vor allem am Ende echt tragisch aber auch super spannend wurde. Ich habe so mitgelitten und mitgefiebert und hab hier und da auch ein paar Tränchen vergossen. Zu Ellie konnte ich leider keine so richtige Verbindung aufbauen, sie hat zum Ende hin noch eine gute Entwicklung durchgemacht, was mich ihr näher gebracht hat aber bis dahin fand ich sie ziemlich anstrengend 😅 Zudem brauchte ich etwas, um in die Zeitsprünge reinzukommen, ein paar Hinweise hier und da hätten bestimmt geholfen. Zudem befindet sich vor jedem Kapitel ein realer Brief, ich habe wirklich lange gebraucht, um zu checken, dass es sich hierbei nicht um Briefe handelt, die zur Geschichte gehören 😂 Das wird im Nachwort sogar erwähnt und erläutert, evtl. wäre das als Vorwort besser gewesen.
Trotz allem hat mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen, wenn man Fan von Jojo Moyes und ihres Schreibstils ist, macht man hiermit auf jeden Fall nichts falsch 😊
- Eva Siegmund
Pandora - Wovon träumst du?
(260)Aktuelle Rezension von: Laurada11Sophie und Liz erfahren komplett unvorbereitet, dass sie Zwillinge und ihre leiblichen Eltern beide tot sind. Die Suche nach Antworten zu ihren vielen Fragen führt sie in ungeahnte Gefahren.
Wir befinden uns in dieser Geschichte in einer recht nahen Zukunft, was Dystopien sowieso immer eine noch unheimlichere Grundstimmung verleiht. Viele Menschen haben sich eine Chip einsetzen lassen, der quasi das Smartphone ersetzt, der allerdings auch Einfluss auf die eigenen Träume nehmen kann.
Ich fand die Geschichte unheimlich spannend. Sie begann noch reicht seicht, aber der Spannungsbogen stieg und stieg. Die Art von Spannung, bei der man im letzten Drittel auch mal die Luft anhält und die Augen gar nicht schnell genug über die Seiten fliegen können!
Wir lesen abwechselnd aus der Sicht von den Schwestern Liz und Sophie. Mir hat richtig gut gefallen, dass man die unterschiedlichen Persönlichkeiten sehr gut am Schreibstil erkannt hat und so auch ohne Überschrift gewusst hätte, in welcher Sicht wir uns befinden.
Ich bin jetzt unglaublich gespannt auf den nächsten Band.
- L. J. Shen
Dirty Headlines
(222)Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_Judith fällt aus allen Wolken, als sich der attraktive One-Night-Stand, dessen Portemonnaie sie hat mitgehen lassen, als ihr neuer Boss herausstellt. Keine besonders guten Vorzeichen für ihr weiteres Arbeitsverhältnis …
Judith hat es nie leicht gehabt und aktuell steht sie mit dem Rücken zur Wand. Aber sie ist niemand, der einfach so aufgibt. Das hat sie allein schon damit bewiesen, dass sie Célian das Portemonnaie gestohlen hat. Sie ist bereit, zu tun, was eben getan werden muss.
Célian dagegen hat es mir von Anfang an extrem schwer gemacht. Er war mir einfach zu oft ein A… Klar kann er auch anders, aber er wollte oft einfach nicht. Wenn er doch mal seine andere Seite gezeigt hat, hat er das oft direkt durch die nächste blöde Aktion kaputt gemacht. Erst gegen Ende mochte ich ihn etwas mehr, aber das konnte ihn nicht mehr retten.
Ich konnte bis kurz vor Schluss keine richtige Bindung mit den Protagonisten eingehen. Jude war mir noch sympathischer als Célian, aber auch mit ihr wurde ich nicht wirklich warm.
Was mir besonders auf die Nerven ging – neben Célians Verhalten – war das viele Hin und Her mit Lily. Obwohl das ja auch wieder etwas mit Célians Verhalten zu tun hat. Ich fand diesen Teil der Handlung einfach nur anstrengend und bescheuert.
Allgemein gilt bei diesem Buch: Hätte er nur ein Mal ordentlich kommuniziert, hätte man sich viel unnötiges Drama gespart.
Fazit: Leider war das Buch so gar nicht meins. Ich wurde mit den Protagonisten nicht warm und konnte Célian lange gar nicht ausstehen. Mir war es zu viel Drama und zu wenig Kommunikation. Gerade das Hin und Her mit Lily ging mir total auf die Nerven.
Im Nachhinein wünschte ich, ich hätte das Buch abgebrochen. Ich fand es leider überwiegend vor allem eins: anstrengend.
Von mir bekommt das Buch 1 Stern.
- Kylie Scott
Crazy, Sexy, Love
(292)Aktuelle Rezension von: Michi_93„Crazy, Sexy, Love“ ist ein knallharter und ehrlicher erster Teil der Drive Bar Trilogie.
Das Cover hat mich ehrlich gesagt nicht zu hundert Prozent angesprochen. Auch bei dem Thema Rockstar war ich erst etwas abgeneigt, aber dieses Buch ist so anders als diese typischen Rockstar Geschichten. Und ganz besonders angetan hat es mir die „Drive-Bar“.
Zur Abwechslung war dies sehr erfrischend. Hier ist jeder offen den anderen gegenüber. Lydia ist zudem nicht die schlanke Schicki micki Amerikanerin. Nein ganz im Gegenteil. Und was soll ich sagen. Das war super und toll und es muss nicht immer jeder rank und schlank sein, nein wieso? Wäre doch auch total langweilig oder? Jeder ist gut so wie er ist, besonders dann, wenn man sich wohlfühlt richtig?
Lydia ist super toll, genauso wie Vaughan! Es war teilweise so lustig, dass ich aufpassen musste, nicht laut in der Öffentlichkeit loszulachen.
Der Schreibstil von Kylie Scott ist locker und leicht, keine Langatmigkeit, hier geht es gleich zur Sache. Das Buch ist voll von lustigen und sarkastischen Momenten. Ja das Ende war vorhersehbar, aber es war wirklich ein tolles Buch. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Reihe.
Fazit: Eine Buchreihe, die ich sehr empfehlen kann. Ich habe wirklich Tränen gelacht.
- Richard Castle
Heat Wave - Hitzewelle
(225)Aktuelle Rezension von: Sanne54Ich finde die Idee sehr spannend, dass es die Bücher aus der Serie tatsächlich gibt. Ich haben mir in "Vorbereitung" auf das Buch auch die erste Staffel der Serien nochmal angeschaut. Tatsächlich muss ich feststellen, dass "Heat Wave" unterhaltsam ist, mir aber ohne die Referenz auf die Serienvorbilder doch stellenweise zu übertrieben wäre. Gleichzeitig geht man natürlich auch mit großen Erwartungen an das Buch, dass der Krimi nicht ganz erfüllt. Richard Castle ist in der nach ihm benannten Serie immerhin ein absoluter Superstar seiner Branche, da erwartet man schon dass das Buch einen umhauen müsste.
Trotz allem hat das Buch aber alles, was man erwarten würde. Ein berühmter Immobilienmakler stürzt aus dem 6.Stock in den Tod. Nikki Heat gelingt es den Fall, der dann auch einige neue Ansätze und Wendungen bietet, mit Hilfe des Star-Journalisten Jameson Rock zu lösen, bringt sich dabei aber auch selbst in Gefahr. Wie Castle ist auch Rook zum Zwecke der Recherche der taffen Mordermittlerin zugeordnet, verfügt über beste Kontakte zu allerlei Promis und einflussreichen Persönlichkeiten, und kreative Einfälle. Dabei steht er Nikki Heat und ihrem Team aber durchaus auch mal im Weg, verfügt über ein sehr großes Ego, aber auch eine ordentliche Portion Charme, der die Ermittlerin auch viel schneller erliegt als es ihr Serien-Vorbild Kate tut.
Alles in allem kann man sich schon vorstellen, das Richard Castle tatsächlich so schreiben würde. Zur Abrundung gibt es noch eine Danksagung im Namen von Castle und ein fiktives Interview mit dem New Yorker Schriftsteller. Konsequent.
- Lilly Lucas
A Place to Shine
(413)Aktuelle Rezension von: -Illusion-Die Fortführung dieser Reihe habe ich lange erwartet. Die Bücher geben einem einfach ein tolles Gesamtpaket. Das Setting und die Atmosphäre wird von der Autorin wunderbar eingefangen. Dazu die fortgeführten Geschichte dieser wunderbaren Frauen und der Familie hat mich von Anfang an berührt und begeistert.
Besonders gefreut habe ich mich auf die beiden in diesem Buch. Tatsächlich tat mir die Protagonistin über weite Teile irgendwie ziemlich leidgetan. Trotzdem gab es auch spannende Aspekte.
Mit dem Buch liefert Lilly Lucas den erwarteten emotionalen und bewegenden Abschluss ihrer geliebten Cherry Hill-Reihe. Im vierten und finalen Band steht die jüngste McCarthy-Schwester **Poppy** im Mittelpunkt, deren Geschichte sowohl herzergreifend als auch voller romantischer Wendungen ist.
Poppys Charakterentwicklung - Von Drama-Queen zur sympathischen Protagonistin
Wer die vorherigen Bände der Reihe gelesen hat, kennt Poppy möglicherweise als etwas unsympathische Nebenfigur aus Band drei. In diesem Buch jedoch zeigt Lilly Lucas die verletzliche und liebenswerte Seite der 22-jährigen Poppy McCarthy. Die jüngste Schwester ist ein chaotischer Wirbelwind, humorvoll, aber gleichzeitig auch voller Unsicherheiten.
Poppy ist sensibel, aber oft auch völlig impulsiv, was sie oft in schwierige Situationen bringt. Diese Charakterzüge machen sie gleichzeitig liebenswert und authentisch, auch wenn es mir stellenweise sehr schwer viel mich mit ihr zu identifizieren. Versöhnend war für mich, wie sehr sie noch unter dem frühen Tod und allen Veränderung leidet.
Trace Bradley ist zunächst aus poppys Sicht nur ein oberflächlicher Country-Star. Die Autorin entwickelt ihn jedoch als feinfühligen Mann, der seinem Traum gefolgt ist und der seine Gefühle in Lieder umwandeln kann. in Noten und Worte zu verwandeln. Besonders die schwierigen Familienverhältnisse haben mich überrascht.
Besonders reizvoll ist auch die Idee des Baumhaus-Hotels, das Poppy zusammen mit ihrem besten Freund Flynn ins Leben gerufen hat - auch wenn die Geschäfte noch nicht so laufen, wie gewünscht. Diese Detail verleiht der Geschichte zusätzliche Authentizität und Charme.
Ein würdiger Abschluss der Smalltown - Romanzen - Reihe. - David Lagercrantz
Verschwörung
(284)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen. - Mhairi McFarlane
Es muss wohl an dir liegen
(340)Aktuelle Rezension von: luckytimmiDelia ist seit 10 Jahren mit Paul zusammen und will ihn eigentlich heiraten. Als sie erfährt, dass Paul fremdgegangen ist, zieht sie vorübergehend nach London zu ihrer Freundin Emma. Schnell bekommt sie dort auch einen Job, der etwas fragwürdig ist… Über das Internet lernt sie durch ihren alten Job Joe kennen, und in London lernt sie Adam kennen, der sie anfangs erpresst…Und ist Paul wieder eine Option für sie?
Ich muss sagen, dass ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzukommen. Aber dann gefiel es mir ganz gut. Es gab nicht nur das Thema Gefühle und Liebe, sondern auch die (fast kriminelle) Spannung. Dies war mein 2. Buch von der Autorin und ich würde noch eins von ihr lesen…
- Joy Fielding
Die Schwester
(275)Aktuelle Rezension von: IsoWeber
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders überzeugt hat mich der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Geschichte entfaltet sich Stück für Stück, sodass man als Leser immer mehr versteht und gleichzeitig neugierig bleibt, wie alles zusammenhängt.
Ich mochte vor allem die emotionale Tiefe. Es geht nicht nur um Spannung, sondern auch um Familie, Schuld und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einem nahestehen. Dadurch wird die Geschichte nahbar und bleibt im Kopf.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und zieht einen schnell hinein. Auch wenn es kein rasanter Thriller ist, entsteht die Spannung eher leise und unterschwellig, was ich persönlich sehr passend fand.
Für mich ein gelungener, psychologisch dichter Roman, den ich gerne weiterempfehle.
- Heinrich Böll
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
(873)Aktuelle Rezension von: caro_linIch fand die Bericht-Form in der es geschrieben ist irgendwie ziemlich zäh, und die verschiedenen Nebencharaktere zu verwirrend, um bis zum Schluss durchzublicken. Vielleicht hätte ich es zügiger durchlesen müssen, aber wie man sieht hat es mich dafür nicht genug gepackt.
Die Story ist ganz nett, mal was anderes, da man das Ende schon kennt, aber irgendwie auch einfach frustrierend. - Jonas Winner
Murder Park
(323)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Vor 20 Jahren wütete der Serienmörder Jeff Bohner auf der Freizeitpark-Insel Zodiac Island. Daraufhin wurde der Freizeitpark geschlossen. Nun soll der Park unter neuem Namen wiedereröffnet werden: Murder Park. Zwölf vorab ausgewählte Leute werden auf die Insel eingeladen, um erste Eindrücke zu sammeln, es soll mit der Angst gespielt werden. Unter ihnen ist auch Paul Greenblatt, dessen Mutter damals eines der Opfer war. Kaum sind sie auf der Insel angekommen, ist der erste der Gruppe tot…
Meine Meinung: Der Plot hörte sich für mich wirklich gut an und ich habe von Jonas Winner auch schon recht tolle Bücher gelesen. Doch mit diesem hier konnte er mich leider nicht überzeugen. Ich bin mit dem Aufbau des Buches überhaupt nicht zurechtgekommen. Es gibt verschiedene Zeitstränge, in denen erzählt wird. Denn einer aus der Gruppe, der Psychiater Sheldon Lazarus, führt vorher mit jedem Teilnehmer ein Interview. Dann springt man wieder ins hier und jetzt. Das hat mich teilweise wirklich in die Irre geführt, weil ich nie wusste, war der Eindruck jetzt von vorher oder ist er erst auf der Insel entstanden?
Außerdem empfand ich das Buch zu langatmig. Und obwohl die Gruppe laufend dezimiert wird, hat mich überhaupt keine Spannung erreicht. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich auch schon eine Ahnung, wohin das Ganze führt. Auch wenn es am Ende noch einmal kurz spannend wurde, hat mich das leider nicht für die ganze Geschichte entschädigt.
Mein Fazit: Leider hat mich der Autor mit dieser Geschichte nicht überzeugt. Ich würde sagen, sie ist mäßig. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Ich würde hier keine Leseempfehlung aussprechen.
- Tom Rachman
Die Unperfekten
(203)Aktuelle Rezension von: JorokaTageszeitungen haben heutzutage gerade durch die Konkurrenz im Internet einen schweren Stand. Doch hinter den bedruckten Seiten stehen Menschen, die mit größerer oder eher geringerer Hingabe, mehr oder weniger befähigt diese Zeilen gefüllt haben. Tom Rachman bringt uns diese Menschen ein Stück weit näher. Und auch eine Leserin, zugegebenermaßen eine sehr verschrobene, wird genauer unter die Lupe genommen. Und nebenbei erzählt Rachman die Geschichte vom Traum eines einzelnen, in der ewigen Stadt eine englischsprachige Zeitung zu gründen und diese weltweit zu verbreiten. Man könnte dies als Spleen eines reichen Amerikaners abtun, doch dieses Vorhaben bestimmt über 50 Jahre einen großen Teil des Lebens vieler Menschen....
Die besonderen Stärken des Romans sind sicherlich im Schreibstil von Rachman (bzw. der anscheinend gelungenen Übersetzerarbeit) zu sehen. Rachman erweist sich als befähigter Stilist. Ihm gelingt es, 11 ganz unterschiedliche Geschichten seiner Figuren zu erzählen und sie trotzdem zu einem Geschichtsteppich zusammen zu weben. Rahmen bietet in Rückblicken ein Abriss der 50jährigen Zeitungsgeschichte. Am Ende treffen sich die Stränge in der Gegenwart wieder.
Fazit: Ein kurzweiliges Buch, gefällig geschrieben, abwechslungsreich durch die verschiedenen Lebenseinblicke, dadurch aber auch nicht zu sehr in die Tiefe gehend.
- Michael Robotham
Die Rivalin
(188)Aktuelle Rezension von: LeseRolliMeine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.
Richtige Worte zu finden, wenn das eigene Kind vermisst wird, fällt jedem Erwachsenen schwer. Dabei haben die Geschwister oftmals viele Fragen und haben nicht nur mit den eigenen Ängsten zu kämpfen. Sie spüren auch die Verunsicherung und Besorgnis der Eltern.
Es ist hierbei wichtig, trotz eigener Sorge, dass den Kindern auf eine verständliche und einfühlsame Art und Weise, die Situation erklärt wird. Dabei sollte auch erläutert werden, dass es normal ist, sich Sorgen zu machen, wenn ein geliebter Mensch vermisst wird. Es sollte jedem Erwachsenen klar sein, dass es keine Schande ist, sich professionelle Hilfe an die Seite zu holen, schließlich ist jeder, mit solch einer Situation, überfordert.
Auch der Verlust eines Kindes hat schwerwiegende Folgen für das restliche Leben. Ein Kind zu verlieren, ist für viele Eltern das Schlimmste, was geschehen kann. Die Wunden, die solch ein Schicksalsschlag hinterlassen kann, sind traumatisch und liebende Eltern erholen sich womöglich niemals.
Wir alle haben einen Promi oder eine Person in unserem Umfeld, mit denen wir gern tauschen möchten. Dabei kennen wir meist nur die Seite, die uns die Person wirklich zeigen möchte. Niemand weiß, ob es Schattenseiten gibt und, ob uns diese gefallen, können wir nicht einschätzen. Auch, wenn wir der Meinung sind, dass das vermeintlich andere Leben schöner ist, könnten wir uns irren und in eine andere Art schweres Leben schlittern.
Kein Leben ist einfach und alles hat sein Tür und Wider. Wenn wir wieder lernen, dankbarer zu sein, für das, was wir haben und uns nicht mit anderen vergleichen, haben wir ein viel angenehmeres und zufriedeneres Leben. Oftmals ist weniger mehr.
Viele von uns, haben ein Problem damit, älter zu werden. Dabei muss die Frage erlaubt sein, warum dies so ist. Für viele von uns, ist es selbstverständlich, älter zu werden. Leider ist ihnen es nicht bewusst, dass dies nicht immer der Fall ist.
Es gibt viel zu viele Menschen, die gern älter geworden wären, es aber durch ein zu zeitiges Ableben nicht konnten. Uns muss endlich bewusst werden, dass nichts selbstverständlich ist und schon gar nicht, alt zu werden.
- Michael Robotham
Der Insider
(135)Aktuelle Rezension von: LeseRolliMeine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.
Du musstest schon immer kämpfen, um an dein Ziel zu kommen. Doch plötzlich kommt jemand und bietet dir eine einmalige Chance an. Wie würdest du reagieren und würdest du die möglichen Gefahren registrieren?
Wir möchten unseren Kindern gern beibringen, dass sie ehrlich sind und ihnen zeigen, dass Ehrlichkeit belohnt wird. Doch, was macht es mit einem Kind bzw. einem Menschen, wenn dieser miterleben muss, dass durch seine Ehrlichkeit schlimme Dinge passieren? Wie soll dieses Kind bzw. dieser Mensch jemals wieder Vertrauen in die eigenen Worte gewinnen?
Kinder erleben oftmals, dass Eltern Dinge tun, obwohl diese ihnen anders beigebracht wurden. Wie soll ein Kind das verstehen? Erwachsene wissen oftmals, dass ihr eigenes Handeln nicht richtig ist und trotzdem tun sie es. Kinder sind unser eigenes Spiegelbild. Wieso sind wir dann enttäuscht oder sogar wütend, dass unser Kind so reagiert, wie es reagiert? Müssten wir nicht zunächst wütend auf uns sein?
Unsere Welt wird immer hektischer und es wird immer mehr gefordert. Doch dabei verlieren wir die wirklich wichtigen Dinge aus den Augen, nicht nur das eigene ICH, sondern auch Menschen, die uns wichtig sind. Diese Menschen sind oftmals die, die uns Halt geben oder ein Zuhause. Ist uns Erfolg wichtiger, als diese Menschen? Kann uns Erfolg Geborgenheit geben?
Wir dürfen eins niemals vergessen: Wer Erfolg hat, wird oftmals von anderen gefeiert, aber diese lassen uns auch schnell wieder fallen, wenn der Erfolg ausbleibt. Dies machen Menschen, die zu uns stehen und ein Zuhause geben, nicht. Deswegen ist es wichtig, diesen Menschen seine Zeit zu schenken. Jede Sekunde, die vergeht, kann nicht zurückgeholt werden. Sie ist vergangen und das ein für alle Mal. Auf dem letzten Weg, wird dich Erfolg niemals begleiten. Erfolg vergießt keine Träne für dich, weil du ersetzbar bist. Doch, wie ist es bei Menschen, denen du etwas bedeutet hast?
Es gab schon viele Friedensmissionen, die in anderen Ländern durchgeführt wurden. Dabei haben wir versucht, den dort lebenden Menschen, unsere Werte zu vermitteln und sind jedes Mal gescheitert. Warum ist das so? Dies ist eine Frage, die wir uns viel zu wenig stellen. Doch schauen wir doch einmal auf uns selbst.
Seit der Flüchtlingskrise haben viele Menschen gewisse Ängste. Wir wollen nicht in unserer Lebensweise eingeschränkt werden. Das ist auch normal, aber wieso verlangen wir von anderen Kulturen, wenn wir deren Sicherheit wieder herstellen möchten, dass sie eingeschränkt werden? Die dortige Lebensweise ist deren Kultur und wir haben kein Recht, diese zu verändern und dennoch versuchen wir es jedes Mal. Wir finden diese Menschen dann undankbar und können nicht verstehen, dass diese ihre Kultur nicht ändern. Dennoch sollten wir uns einmal mehr fragen: Was ist, wenn uns eine andere Lebensweise beigebracht werden soll, als die, die wir kennen?
- April Dawson
Still Broken
(251)Aktuelle Rezension von: hellotigerlily--- Achtung! Die Rezension enthält Spoiler! ---
Wo soll ich anfangen?
Es tut mir wirklich leid, denn ich verfasse nicht gerne negative Rezensionen, aber zu diesem Buch fällt mir wirklich nichts mehr ein.
Die Geschichte beginnt eigentlich ganz nett. Man lernt die Protagonistin Norah, sowie ihrer Freundinnen kennen. Norah ist frisch am College und lernt bei der Studentenzeitung den männlichen Protagonisten Max kennen mit dem sie zusammenarbeiten muss. Dieser entpuppt sich als ziemlich arrogant und abweisend (Zitat: „Babe. Ihr Frischlinge werdet in den ersten Woche unsere Sklaven sein und wenn ihr euch als würdig erweist dann dürft ihr auch schreiben“ und auch toll: „Du bist vor mir sicher. Ich stehe nicht auf verklemmte Dinger“). Die beiden lernen sich besser kennen, wobei die Autorin kein Klischee auslässt. Max ist der arrogante Badboy, Norah das naive, unerfahrene Mauerblümchen.
Es folgen ein paar komische Dialoge zwischen den beiden (z.B. „Sorry. Ich bin nun mal ein böser Junge“ schnurrte er. – Uff). Generell behandelt Max Norah wie das letzte, aber sie schmachtet ihn weiterhin an, als gäbe es kein Morgen mehr. Zeitgleich lernt man auch einen anderen Mann, Drew, kennen, welcher meiner Meinung nach noch am sympathischsten ist. In einem einzigen Nebensatz wird kurz erwähnt, dass Norah mit ihm ein Date hatte und sie sich auch geküsst haben. - Okay? Warum wurde das nicht in die Geschichte eingebaut? Das wirkte auf mich ziemlich banal.
Plötzlich aus dem Nichts ist auch Max nett zu Norah und scheint sie plötzlich doch zu mögen. Woher dieser Sinneswandel kommt, ist mir allerding nicht klar und wird auch nicht erklärt. Ich konnte demnach das Knistern zwischen den beiden Protagonisten überhaupt nicht spüren.
Es folgt eine ziemlich willkürliche Aneinanderreihung von Dates wie z.B. nächtliches Schwimmen in einer Schule für die Max nen Schlüssel hat (why?), eine Art Seelen-Striptease nachts in einer alten leerstehenden Fabrik und Pizza essen in einem Gewächshaus?! Ich konnte mir nicht wirklich etwas unter diesen Dates vorstellen, es wird auch nicht weiter erklärt und tut für die Geschichte eigentlich nichts zur Sache. Beim nächsten Date gehen sie auf ein Konzert von Imagine Drangons, was auch super random ist, da es davor und danach überhaupt nichts zur Geschichte beiträgt.
Es war außerdem wirklich ermüdend zu lesen, einerseits was für ein harter tougher Kerl Max doch ist und andererseits wie sehr Norah doch in ihn verknallt ist. Es wird immer wieder betont, was Max doch für ein Draufgänger und Womanizer ist und mit wie vielen Frauen er geschlafen hat die für ihn sowieso nur für das eine gut waren. Und Norah ist nur so „wow, ich liebe ihn“ – Ok! ^^
Es passiert und sie schlafen das erste Mal miteinander. Die Szene fand ich eigentlich ganz in Ordnung wie sie beschrieben wurde, aber kurze Zeit darauf wurde das Gefühl wieder zunichte gemacht. Sie fallen ab diesem Zeitpunkt natürlich ständig übereinander her und es kommen tolle Aussagen wie „Du scheinst Gefallen an Sex gefunden zu haben. Genau so mag ich das.“ – schwierig.
Auch Sätze wie „meine Brüste wurden ‚schwer‘ als er...“, „Ich sah ihm fasziniert zu, denn es war das erste Mal, dass ich einen Penis überhaupt zu Gesicht bekam“ fand ich einfach nur zum fremdschämen und merkwürdig formuliert.Ich musste so oft mit den Augen rollen als ich das Buch gelesen habe. Vor allem, da Norah immer mehr über Max schlimme Vergangenheit erfährt. Aber als er ihr alles erzählt fragt sie nicht ein einziges Mal nach, um ihn nicht zu bedrängen und nimmt einfach alles hin. Ist ja schön und gut, aber nachzufragen zeugt ja auch einfach von Interesse? Man muss ja niemanden gleich ausquetschen. Aber das hat mich einfach echt richtig genervt, da so viel Drama vermieden hätte werden können, wenn die Protagonisten einfach normal miteinander gesprochen hätten (à la Max: „meine Eltern sind gestorben und ein Mafiaboss will mich töten“ und Norah so: Ich frag mal besser nicht nach und sag einfach nichts ) - Oh Mann... xD
Auch mit Norahs Freundinnen wurde ich irgendwie nicht so richtig warm. Ständig wird betont, dass Norah immer noch Jungfrau ist (Zitat „Wie fühlt man sich so als ungevögelte Neunzehnjährige?“ oder „Du weißt, dass das da unten zuwachsen kann, wenn man es nicht ordentlich benutzt, oder?“). Was soll das bitte für eine Message sein?!
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich bereits, dass das Buch einfach nichts für mich ist, aber ich wollte ihm noch eine Chance geben und es zu Ende lesen. Aber die Geschichte wurde einfach immer absurder.
Im weiteren Verlauf erfahren wir, dass Max von einem Mafiaboss gesucht wird, der ihn töten will. Und was macht Norah? Sie sagt wieder einmal nicht wirklich was dazu.
Auf den nächsten Seiten passiert nicht wirklich viel außer überschwänglichen Liebesbekundungen und dann das nächste willkürliche Date, das wie aus dem Nichts kommt: Ein Roadtrip. Warum auch immer...
Und über das, was dann passierte war ich wirklich fassungslos. Norahs beste Freundin stirbt bei einem Autounfall, was auch teilweise sehr explizit beschrieben wird (Zitat: „Ich habe sie gesehen, blutüberströmt, im Auto eingezwängt mit toten Augen“). Ich bin kein Fan von Triggerwarnungen, aber hier wäre es mMn wirklich angebracht gewesen. Was mich aber am meisten aufregt ist der Fakt, dass das NICHTS mit der restlichen Geschichte zu tun hat. NICHTS!
Später ist irgendein Fest auf dem Campus, bei dem auch eine Band spielt. Norah die für die Dekoration zuständig ist, geht in den Abstellraum neben der Bühne und will irgendwas holen. Die Band spielt zu diesem Zeitpunkt schon und es ist ohrenbetäubend laut. Als sie in dem Raum steht, kommt ihr Ex-Freund und will sie dort vergewaltigen. Norah denkt sich, dass sie niemanden um Hilfe rufen kann weil sie niemand hören wird wegen der Band die gerade spielt. Kurze Zeit später kommt aber Max und rettet sie, denn er hatte die Worte von ihrem Ex mitgehört. Wie soll das denn gehen wenn die Band so dermaßen laut spielt, dass man Norah nicht einmal schreien hören würde?! Generell hat das Buch so, so viele Logikfehler...
Max schlägt Norahs Ex-Freund zusammen. Die Band hört daraufhin einfach zu spielen auf, und alle Kameras richten sich auf die zwei die sich da prügeln und die ganzen Reporter wollen sie befragen – Ist klar... Nach einiger Zeit lösten sich dann auch die Securitymänner aus ihrer „Starre“ und schreiten ein. Logisch, die schauen sich die Schlägerei auch erstmal an bis einer bewusstlos ist... xD
Norah ist die einzige die ihn dann beruhigen kann indem sie ihm einfach in die Augen sieht – Klar, sie ist die einzige die ihn ändern kann...hilfe.
Und Norah gibt sich natürlich an dem allem die Schuld, denn „dieser Mann war für mich durch die Hölle gegangen“ – inwiefern genau? Du wurdest grade fast vergewaltigt...?!Max taucht daraufhin unter. Plötzlich sind 3 Jahre vergangen.
Norah ist inzwischen erfolgreiche Reporterin und man begleitet sie wie sie über einen Banküberfall berichtet. Auch hier wird alles wieder sehr explizit (zumindest für einen Liebesroman) beschrieben („Die Patrone traf die Stirn den Bankräubers, genau über dem Nasenrücken. Die Kugel fraß sich durch seinen Kopf und trat aus dem Hinterkopf wieder aus. Die junge Frau, die immer noch neben ihm stand, wurde von Blutspritzern übersät.“ ...so genau wollt ich das jetzt ehrlich gesagt gar nicht wissen, da es auch nichts zur Sache tut, aber ok). Norah ist inzwischen mit der mir einzigen sympathischen Person zusammen, nämlich Drew. In einer Szene telefoniert sie mit ihm und lässt dann mitten im Gespräch das Telefon erschrocken fallen, weil sie Max online wiederfindet. Und das wars dann auch mit Drew. Wahrscheinlich ist er bis heute noch am Telefon xD haha...
Sie erfährt, dass alles was Max betriff gelogen war und ist dann auch kurz wütend, so ungefähr 2 Minuten. Dann gibt sie sich wieder selbst die Schuld an allem! (*Augen verdreh*)
Schließlich finden sich die beiden wieder auf einem Friedhof. Norah stürzt und schlägt sich das Knie auf und blutet stark. Max will sie verarzten und fährt mit ihr deswegen zu seinem Elternhaus (hä?). Wobei ich mir auch hier denke: Warum muss man deswegen jetzt gleich zum Elternhaus fahren? Erst mal die Blutung stoppen etc. hätte es wohl auch getan. Naja, dort angekommen wird erst einmal ausgiebig miteinander rumgemacht, ...während ihr wahrscheinlich das Blut übers Bein strömt xD. Oder auch nicht, denn die Verletzung wegen der sie eigentlich ja zum Haus der Eltern gefahren sind wird ab dem Zeitpunkt einfach nie mehr erwähnt *lol*. Plötzlich fällt Norah eine Kamera im Haus auf, die natürlich der böse Mafiaboss dort angebracht hat. Alles klar, der ist also dort eingebrochen und hat eine offensichtliche Kamera angebracht und ist dann wieder verschwunden? Naja, gut...^^
Sie fahren zu Norah in die Wohnung wo ihr Bruder sie schon erwartet und wütend ihr Tagebuch in der Hand hält das er natürlich von vorne bis hinten gelesen hat, als wäre es das normalste auf der Welt. Und Norah? Sie gibt sich natürlich WIEDER die Schuld daran! (Zitat: „Dann wurde mir klar, dass ich daran schuld war, dass er die Bücher gefunden hatte.“) – Äh nein, wenn jemand ein fremdes Tagebuch liest, ist es die Schuld von demjenigen egal ob die Bücher versteckt waren oder nicht.
Aber auch nach Jahren, obwohl Max Norah einfach von einem Tag auf den anderen verlassen hatte und wie vom Erdboden verschluckt war, ist Norah nicht sauer, sondern weiterhin blind vor Liebe ohne irgendwas groß zu hinterfragen.
Plötzlich spielt die Geschichte wieder drei Jahre zuvor, als Max Norah verlassen hatte, was das Schlimmste war was Norah je wiederfahren war (Zitat „Nur Schmerz und Höllenqualen waren mir vergönnt“) – Ich dachte deine beste Freundin ist gerade erst bei einem Autounfall tragisch ums Leben gekommen, aber wenn dein Lover abhaut ist das natürlich schlimmer...^^
Plötzlich wieder ein Zeitsprung und es sind wieder drei Jahre vergangen. Max und Norah sind jetzt auf der Flucht vor dem bösen Mafiaboss der sie beide umbringen will. Dafür schickte Norah ihrem Chef eine kurze Mail, dass sie einfach mal so ein paar Wochen Urlaub braucht. Auch sehr realistisch...
Sie tauchen in einem anderen Haus der Eltern von Max unter aber natürliche findet der Mafiatyp die beiden und zwingt Max am Telefon sich mit ihm in einer alten Fabrikhalle zu treffen. Max verlässt Norah erneut, die davon nichts mitbekommt, und hinterlässt ihr nur einen Brief. Norah findet diesen später und bricht erst mal zusammen, aber statt dass sie vielleicht einfach mal die Polizei ruft, demoliert sie erst mal die Wohnung von Max. Dabei findet sie zufällig ein Tagebuch von Max' Mutter. In aller Seelenruhe liest sie das erstmal stundenlang („Es war süß und aufregend, von ihrem Herzklopfen zu lesen...“ – Mädchen, deine große Liebe wird grad vermutlich umgebracht - like wtf xD), obwohl sie weiß, dass Max gerade allein zu diesem Mafiaboss unterwegs ist, der ihn töten will – Logisch ^^
Max hat inzwischen einfach mal ein Auto geknackt und gestohlen und fährt damit zu dieser Fabrikhalle, denn er wollte sein eigenes Auto Norah da lassen. Äh,...warum genau? Und wieso kann der Typ einfach mal so ein Auto knacken als wärs das einfachste auf der Welt? xD
Im Tagebuch von Max’ Mutter findet Norah dann heraus, dass der Mafiatyp Max’ leiblicher Vater ist, woraufhin sie Max aufspürt und natürlich noch gerade rechtzeitig kommt um Max und den Mafiaboss darüber aufzuklären, dass sie Vater und Sohn sind, was beide natürlich nicht wussten, obwohl das Tagebuch der Mutter in Max’s Wohnung war...*augenverdreh*
Der Mafiaboss „schluchtze wie ein Baby“ als er das hörte und wollte Max dann trotzdem erschießen. Hä? Was jetzt? ^^
Aber natürlich geht alles gut aus. Plötzlich sind 5 Jahre vergangen und Max und Norah sind glücklich verheiratet und schwanger. Auch hier konnte ich nur mehr die Augen verdrehen: Zitat: „Ich würde erfahren, ob wir einen Jungen bekommen würden dem ich das Autofahren und Football beibringen konnte.“ – Klar, denn wir alle wissen, Mädchen fahren keine Autos und spielen auch nicht Football *würg*...
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Die Geschichte konnte mich leider von vorne bis hinten nicht überzeugen. Der Schreibstil war in Ordnung, wobei ich manche Dialoge und Beschreibungen ziemlich eigenartig fand. Generell wurden viele Dinge wie etwa Kleidung immer wieder beschrieben obwohl es vollkommen irrelevant war, wobei ich darüber noch hinwegsehen kann auch wenn es den Lesefluss etwas gestört hat. Was mich aber wirklich sehr gestört hat war die Wortwahl teilweise. Slutshaming findet man in diesem Buch nicht nur einmal und auch die Bezeichnugen für Frauen sowie andere Begriffe waren teilweise echt drüber und total daneben.
Hier mal ein paar Kostproben:
„Sie ist nicht so wie deine Schlampen!“
„Er hatte Fickbeziehungen...“
„Er hat diese Leck-mich-Einstellung, bei der wir Frauen dahinschmelzen“
„Mir gefielen blonde Frauen nicht mal, doch eine Brünette kam nicht infrage“
„...Ich wollte ihnen niemals die Chance geben, mehr als nur ein Fick zu werden.“
„Zu schade, dass seine Schlampe die Überwachungskameras entdeckt hatte...“
„...vielleicht werde ich sie von all meinen Männern hier ficken lassen...“
Was mir leider auch negativ aufgefallen ist, ist dass sich einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Auch wenn der Schreibstil ansonsten ganz okay war, war ich auch irgendwann einfach nur mehr genervt von dem gegenseitigen "Angeschmachte". Kitschig wäre hier wirklich noch sehr untertrieben. An jeder Stelle wird betont wie sehr Norah Max liebt, dass er der eine ist, der der ihr Herz zum Rasen bringt, der mit dem sie ihre Zukunft verbringen will, usw. usw.
Und als Pendant dazu wird auf fast jeder Seite betont, das Max der harte Badboy ist mit der schlimmen Vergangenheit. Es wird eben jedes Klischee mehr als nur erfüllt.
Viel mehr kann ich leider zu den Charakteren nicht sagen. Der einzige Charakter der mir einigermaßen positiv aufgefallen ist war Drew, aber der wurde leider ziemlich schnell wieder „aussortiert“ weil er wohl einfach zu nett war. Schade...
Es tut mir wirklich leid, aber das Buch gehört für mich persönlich zu einem der schlechtesten. Nicht DAS schlechteste, denn ich habe es immerhin zu Ende gelesen und ich hatte schon Bücher in der Hand die ich nach ein paar Seiten abbrechen musste.
Aber trotzdem: Das war nichts - Leider! Da gibt es deutlich bessere Bücher. Vor allem die Message die in diesem Buch transportiert wird finde ich echt bedenklich, schwierig und ganz und gar nicht mehr zeitgemäß. Lest es also nicht! - John Katzenbach
Der Sumpf
(82)Aktuelle Rezension von: mario70Stark zu Beginn, fesseld einen beim Lesen und man will mehr von diesem Autor. Leider geht das ab gut der Hälfte verloren.
Schade. Ich war am Anfang begeistert von dem Buch.
Ich werd wohl bei S. Beckett oder S. King bleiben.
- Eva Almstädt
Akte Nordsee - Am dunklen Wasser
(166)Aktuelle Rezension von: MamarenaMein letzter deutscher Krimi ist schon ein Stück her. Ich fand diese Story von Anfang an sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Auch dass eine Anwältin gleichzeitig einen Schafhof hat, macht sie menschlicher und nicht so abgehoben. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter ist. Und das ist ein gutes Zeichen für einen Krimi. Und ich bin gespannt, wann sich die Anwältin und der Journalist das erste Mal küssen. Ich werde auf jeden Fall den zweiten Band lesen.
- Thomas Enger
Vergiftet
(78)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerHenning Juul, der Journalist, gerät wieder in das dunkle, brutale und kriminelle Milieu Oslos. Immer noch treibt ihn die Frage seines Lebens um, wer hat den Brand in seiner Wohnung gelegt bei dem sein kleiner Sohn Jonas ums Leben kam? Mit dem Häftling Tore Pulli, der aus dem Knast heraus Kontakt zu Juul aufnimmt, könnte das Rätsel gelöst werden. Der Deal steht, doch leider kommt es anders wie gedacht. Juul soll herausfinden wer Pulli in eine Falle gelockt hat, da er unschuldig wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Und somit gerät Juul wieder einmal in brenzlige Situationen und sein Leben steht auf dem Spiel. Ein Stoß und alles ist vorbei. Dieser zweite Band konnte mich mehr überzeugen, da der Plot spannender und einfacher zu überblicken war und vorallem die Personen konnten mich diesmal in ihren Bann ziehen, das hatte mir im Debüt etwas gefehlt. Trotz allem bin ich der Meinung, das noch Luft nach oben ist, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
- Jo Fischler
Klein aber tot
(85)Aktuelle Rezension von: mareike91Inhalt:
In der idyllischen Kleinstadt Knuffingen geht alles seinen gewohnten Gang. Abgesehen von einem Feuerteufel, der seit einiger Zeit sein Unwesen treibt. Auch wenn bislang keiner seiner Versuche, das Schloss Löwenstein in Brand zu setzen, von Erfolg gekrönt war, soll Kommissar Jojo Wunder endlich herausfinden, wer dahintersteckt. Zu allem Überfluss wird kurz darauf auch noch der Journalist Friedrich Frank, der in den letzten Wochen mit seinen Kritiken so einige Knuffinger gegen sich aufgebracht hat, tot aufgefunden. Jojo übernimmt die Ermittlungen. Der Verdacht fällt natürlich sofort auf die Opfer der Artikel des Toten. Ungünstig, dass auch Jojos eigene Mutter dazugehört...
Meine Meinung:
„Klein aber tot“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die in Knuffingen spielt - der fiktiven Kleinstadt aus dem Hamburger Miniatur Wunderland. Sowohl das idyllische Städtchen als auch seine teils sehr skurrilen Bewohner haben mir gut gefallen. Das Setting ist originell und verleiht der Geschichte einen ganz besonderen Charme.
Im Mittelpunkt steht Kommissar Jojo Wunder, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird. Jojo war mir dabei von Anfang an sympathisch, auch wenn er für meinen Geschmack mehr Ecken und Kanten hätte vertragen können. Besonders angetan haben es mir Buddha, der Hund von Jojos ominösem neuen Chef, den bislang kaum jemand je zu Gesicht bekommen hat, sowie der Bäckereibesitzer Samuel, der Jojo jeden Morgen anhand seiner Brötchenauswahl die Zukunft vorhersagt. Beide sorgen mit ihrer ganz eigenen Art für einige amüsante Momente.
Auch der Kriminalfall selbst konnte mich überzeugen. Dieser wird für Jojo immer mehr zu einem ganz persönlichen Fall, denn er muss ausgerechnet gegen Menschen ermitteln, die ihm besonders am Herzen liegen. Gleichzeitig scheint in Knuffingen niemand so recht mit der Sprache herausrücken zu wollen, was es Jojo zusätzlich schwer macht, den Mord aufzuklären. Nach und nach gelingt es ihm jedoch immer mehr Geheimnisse aufzudecken. Dabei bleibt die Geschichte nicht nur spannend, sondern wird immer wieder durch viel Witz und skurrile Situationen aufgelockert. Die Ermittlungen haben mich gut unterhalten, die Auflösung konnte mich schließlich sowohl überraschen als auch überzeugen.
Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi mit viel Witz, Charme und einem herrlich originellen Setting. Knuffingen und seine Bewohner machen definitiv neugierig auf weitere Teile der Reihe.
- CK McDonnell
The Stranger Times
(33)Aktuelle Rezension von: BellasBooks_Ich glaube, ich habe noch nie so oft bei einem Buch gelacht wie bei diesem 😂
Während des Hörens kam es mir immer wieder vor wie eine Mischung aus The Office, Supernatural und einer Prise Miss Marple.
Man nehme einen chronisch schlecht gelaunten Redaktionschef, eine neue Mitarbeiterin, ein hoffnungslos unterbesetztes Büro und jede Menge sarkastische Kommentare, Beschimpfungen und absurde Situationen. Fertig ist das Chaos.
Und ganz ehrlich? Ich würde sofort bei der Stranger Times anfangen. Wahrscheinlich würde ich mich regelmäßig mit dem Chef in die Haare kriegen, um mich anschließend bei der Büromama auszuheulen 😅
Die Geschichte dreht sich um eine Zeitung, die über das Unerklärliche berichtet. Geister, Monster, Verschwörungen und alles, was eigentlich nicht existieren dürfte.
Allein der Humor ist einfach grandios. An einer Stelle beschwert sich eine Leserin darüber, dass ein Artikel unmöglich stimmen könne, weil der Geist von Elvis Presley gar nicht dort herumspuken könne. Warum? Ganz einfach: Elvis lebt seit Jahren glücklich mit ihr zusammen, nachdem er als Papagei wiedergeboren wurde 😂
Genau solche Momente haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.
Doch zwischen all dem Wahnsinn verstecken sich auch überraschend ernste Themen.
An einem Punkt wird versucht, die Zeitung mundtot zu machen. Die Mitarbeiter sollen schweigen. Eine Zeitung, die Fragen stellt. Eine Zeitung, die Dinge veröffentlicht, die manche lieber verborgen halten würden.
Und genau hier wurde das Buch für mich plötzlich viel mehr als nur eine humorvolle Geschichte über Geister, Monster und seltsame Ereignisse.
Denn was passiert eigentlich, wenn kritische Stimmen verstummen?
Was passiert, wenn nur noch die Meinung erlaubt ist, die anderen gefällt?
Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung gehören zu den wichtigsten Grundpfeilern einer demokratischen Gesellschaft. Sobald Menschen Angst haben müssen, ihre Meinung zu äußern oder Missstände anzusprechen, wird es gefährlich.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich dieser Handlungsstrang so beschäftigt hat. Die Frage wirkt heute aktueller denn je.
Wenn niemand mehr widersprechen darf, wie weit sind wir dann noch von einer gesteuerten Gesellschaft entfernt?
Trotz dieser Gedanken bleibt The Stranger Times vor allem eines: unfassbar unterhaltsam.
Normalerweise bin ich kein großer Krimi-Fan. Hier mache ich jedoch eine riesige Ausnahme. Die Figuren sind großartig, die Dialoge zum Brüllen komisch und die vielen Popkultur-Referenzen haben bei mir regelmäßig ins Schwarze getroffen.
Auch Sascha Icks hat einen großen Anteil daran. Ihre Interpretation verleiht den Charakteren unglaublich viel Leben und hat dafür gesorgt, dass ich mehrfach laut lachen musste.
Für mich war das eine der positivsten Hörbuch-Überraschungen des Jahres, die ich gestern ganz zufällig entdeckt habe.
Band 2 wird definitiv gehört 🎧📚
- Val McDermid
1979 - Jägerin und Gejagte
(26)Aktuelle Rezension von: downey_jrFrüher (vor vielen Jahren) habe ich viele Krimis und Thriller von Val McDermid gelesen, also dachte ich mir, schaue ich mir mal ihr neuestes Werk „1979 - Jägerin und Gejagte“ an. Das ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe rund um die Investigativ-Journalistin Allie Burns. Leider haben mich die 432 Seiten sehr gelangweilt und ich habe mich mehr durchs Buch gequält. Mich konnten weder die Charaktere noch die Story überzeugen. Ich fand das Buch gar nicht gut geschrieben. Entweder mein Geschmack hat sich einfach geändert (kann gut sein) oder Val McDermid war früher einfach besser ... auch das habe ich bei einigen Autoren nach vielen Jahren schon öfter erlebt, leider ...
- Lars Haider
Einer muss den Job ja machen
(26)Aktuelle Rezension von: Cynthia_MähnertIch gebs zu: mich hat der Dackel auf dem Cover total überzeugt. Komme da leider nicht dran vorbei, auch wenn ich den Klappentext jetzt nicht super einnehmend fand. Überzeugt hat mich letztendlich Protagonist Lukas, der nicht nur wahnsinnig angenehm ist und hier echten Schneid beweist, er ist einfach der klassische Typ von Nebenan, dem man deswegen einfach Erfolg wünscht.
Zum Inhalt: Journalist Lukas Hammerstein hat sich nach dem G20 Treffen ein Sabbatical verordnet, er ist ausgebrannt und muss wieder zu sich selbst finden. Außerdem ist Nachwuchs unterwegs. Doch dann erschüttert eine Mordserie Hamburg; die Opfer: Journalisten. Als auch Lukas‘ Name auf einer vermeintlichen Todesliste auftaucht, ist es mit der Ruhe vorbei.
Die Kapitel sind angenehm kurz und werden aus verschiedenen, sich abwechselnden Perspektiven erzählt. Nicht alle davon sind unbedingt Schlüsselrollen, aber der Leser bekommt dadurch ein recht ganzheitliches Bild.
Es ist ein eher unaufgeregter Kriminalroman, bei dem es ruhig losgeht und der auch nach Auffinden des ersten Opfers ein eher gemächliches Tempo vorlegt. Dackel Fini steht eher im Mittelpunkt als die Mordopfer und Journalist Lukas leistet solidere Ermittlungsarbeit als die zuständigen Beamten. Erst im zweiten Drittel nahm die Geschichte für mein Empfinden etwas mehr Fahrt auf. Genauso schnell flaute der Spannungsbogen aber auch wieder ab. Es ist eine eher gemütliche Geschichte, die nicht so recht in Gang kommt, bzw. durch Nebenschauplätze ablenkt.
Was ich eine total coole und gelungen umgesetzt Idee fand, war der Club der vier Flaschen. Ich fand die Runde und ihre Treffen sehr sympathisch und unterhaltsam. Und ein besonderes Schmankerln waren für mich die „Gastauftritte“ von Udo. Als Hamburger Ikone war seine Bekanntschaft mit Lucky Luke ein absolut authentisches und doch extravagantes Highlight.
Hat mich insgesamt nicht aus den Socken gehauen, ist aber ein schönes Lesevergnügen für alle, die es eher gemächlich mögen.
- Vincie Halen
Die Nagelschuhe
(14)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteDa dümpelt er nun vor sich hin, der heruntergekommene Reporter Bruno! Er trinkt zuviel Alkohol, seine langjährige Freundin und Kollegin Hanna hat ihm zwar die Liebe, nicht aber die Freundschaft aufgekündigt. In der Tat kümmert sie sich noch immer rührend um ihn. Es ist anzunehmen, dass er ohne sie, die gelegentlich vorbeischaut, um nach dem Rechten zu sehen und dafür zu sorgen, dass er sich ausreichend ernährt, längst völlig vor die Hunde gegangen wäre! Der Leser mag sich erstaunt fragen, warum sie ihn nicht längst sich selbst überlassen hat, denn Bruno ist kein netter, kein liebenswerter Zeitgenosse! Er ist großkotzig und unerträglich arrogant, gewiss niemand, dem die Herzen zufliegen. Er freilich sieht das ganz anders, hat ein Bild von sich, das fern jeder Realität ist. Doch geschehen ihm in letzter Zeit seltsame Dinge, die ihn ängstigen - und den Leser hoffen lassen, dass sie ihn zum Nach- und Umdenken bringen mögen: Bruno hat Visionen! Er sieht unter anderem wiederholt einen offensichtlich erhängten Mann auf einem Handkarren, dessen Füße mit dunkelbraunen Nagelschuhen bekleidet sind... Um den ihn stark beunruhigenden Albträumen auf den Grund zu gehen, beginnt Bruno Nachforschungen anzustellen. Diese führen ihn in ein gottverlassenes Dorf in der Eifel, in dem die Zeit stillzustehen scheint und dessen Bewohner ihm mit Misstrauen, wenn nicht sogar Feindschaft begegnen. Brunos wenig einnehmendes Wesen trägt auch nichts dazu bei, sich Freunde zu machen, doch kommt er Schritt für Schritt dem Geheimnis auf die Spur, das die Dörfler um jeden Preis im Dunkel der Vergangenheit belassen wollen. Unerwarteterweise entdeckt Bruno dabei, dass es Verbindungen zwischen ihm und dem Dorf gibt, die weit in die Vergangenheit reichen, und dass ausgerechnet er dazu ausersehen ist, dem toten Mann in seinen Visionen eine lang verspätete Gerechtigkeit widerfahren zu lassen!
Nein, die Figur Bruno zu mögen oder gar eine Bindung zu ihm aufzubauen, fällt wirklich nicht leicht! Seine Handlungsweise zu verstehen, ist ebenso nicht möglich. Er ist beileibe kein Sympathieträger - und vielleicht ist das der Grund, warum die Geschichte zwar leicht zu lesen, mir aber nicht tief gegangen ist. Vieles blieb zu sehr an der Oberfläche, wurde kurz angerissen, dann aber nicht weiter verfolgt. Um Bruno wirklich zu verstehen, hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, hätte ich gerne gewusst, was ihn zu der Person machte, die er ist. Und dann hätte es tatsächlich eine runde Geschichte werden können. So aber bleibt mir der Protagonist bis zum abrupten Ende, das die Spannung nicht einlösen konnte, die sich während des Lesens durchaus aufbaute, fremd und alles in allem unsympathisch. Nicht einmal lustig kann ich ihn finden. Gelegentlich lässt die Autorin den Leser einen Sekundenblick hinter die Fassade des ungepflegten Maulhelden werfen, der mutmaßen lässt, dass doch mehr in ihm steckt, als er nach außen zeigt. Das aber war zu wenig, um ihn erfassen zu können. Nun, die Autorin plant einen Nachfolgeband! Womöglich wird dann meine Meinung über den vorliegenden Roman teilweise revidiert werden? Womöglich finden sich darin die Antworten, die ich hier vermisse?
Was ich als positiv vermerken möchte, ist die Art und Weise, wie Vincie Halen einen Einblick gibt in die innere und äußere Struktur des Haupthandlungsortes und überhaupt das Leben zu der Zeit vor 75 Jahren, auf die Brunos Visionen zurückgehen. Sie sind von großer Bedeutung, um zu verstehen, was damals geschehen ist und warum es geschehen konnte. Dabei kommt der Verdacht auf, dass die Dorfbewohner die archaischen Strukturen noch nicht ganz abgeschüttelt haben, dass sie sich nie befreien konnten von der vermeintlichen Schuld, die ihre Väter damals auf sich geladen haben und die auch im Roman nicht zufriedenstellend, das heißt nachvollziehbar, geklärt wurde. Da die Autorin letztend aber darauf verzichtet, eine logische Verbindung zwischen den losen Enden damals und heute herzustellen, kann es nur eine Mutmaßung bleiben! Denn hinter das Gesicht kann man niemandem in diesem Roman blicken, wirklich verstehen und nachempfinden kann man auch nicht.
- Gabriel García Márquez
Bericht eines Schiffbrüchigen
(32)Aktuelle Rezension von: PetroelDas Buch hat mich sehr gefesselt. 10 Tage ohne Wasser und Brot.
Auf der Fahrt von den USA nach Kolumbien gehen bei einem Sturm in der Karibik sieben Matrosen über Bord eines kolumbianischen Kriegsschiffs. Nur einem gelingt es, ein Rettungsfloß zu erreichen.
Man war eigentlich mit im Floß und hat es fast hautnah erlebt. Da das Buch auch wenige Seiten hat, kann man es in einem Ritt durchlesen. Ich musste zum Schluss auch noch mal den Prolog lesen, da er mir am Anfang etwas unschlüssig war.























