Bücher mit dem Tag "reservat"
32 Bücher
- Aldous Huxley
Brave New World
(231)Aktuelle Rezension von: titanreads"Brave New World" ist ein lesenswerter Klassiker über eine Utopie Londons in ferner Zukunft. Es beschreibt ein absolutes, zivilisiertes System, das für damalige Verhältnisse fast schon gruselig wirkt. Die Menschen werden in Kasten aufgeteilt (Alpha, Betta, Gamma, Epsilon) und bereits bei der Früherziehung zum perfekten Bewohner erzogen. Skurill wirkende Szenen wie Sexspiele unter Kindern sind hier keine Ausnahme. Als einer der Zivilisierten (Bernard Fox) jedoch Zweifel an diesem System hat und im Reservat den Sohn (John) einer ehemaligen Zivilistin (Linda) kennenlernt, bringt er ihn nach London.
Spannung kommt leider eher wenig auf, die große Action in diesem Klassiker bleibt, wie erwartet, aus. Dafür schafft es der Autor, viel Persönlichkeit in die Rollen einzuleiben. Man kann sich nie mit einer Rolle voll identifizieren, aber man kann deren Handeln immer nachvollziehen. Leider wirken viele Textpassagen altersbedingt langweilig, veraltet und auch teilweise unangenehm.
Eine Empfehlung für Fremdsprachen- und Klassikerliebhaber (auf jeder Seite werden schwierige Vokabeln übersetzt), die ein Buch zum entspannen und nicht zum spannungserzeugen möchten.
- Nora Roberts
Lockruf der Gefahr
(99)Aktuelle Rezension von: MondlichtworteDieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite von den Socken gehauen!
Lil und Coop sind einfach ein Traumpaar! Man lernt sie bereits in ihrer Kindheit kennen, als der Stadtjunge seine Großeltern besucht. Das hat mir total gefallen, da sie so nicht nur eine gemeinsame Vergangenheit haben, sondern der Leser sie auch miterleben darf.
Die Geschichte um dieses Paar, ihre Familien und Freunde ist voller Romantik und Spannung pur! Denn das glückliche Widersehen wird von der Vergangenheit und einem Psychopathen überschattet!
Der Schreibstil ist sehr angenehm, man erfährt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und bekommt so einen Einblick in die Gefühle und Gedanken der unterschiedlichen Personen.
Cooper ist ein Mann, der unheimlich viel in seinem Leben durchstehen musste, aber bereit ist für seine Liebe alles zu geben! Er war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn er hier und da sehr stur ist. Das macht ihn aus und auch so liebenswürdig.
Lilian ist ehrgeizig, weiß genau was sie will und sträubt sich gegen das, was sie nicht will. Nur bei Coop kommt sie mit ihrem Wissen oft an ihre Grenzen. Doch vor allem setzt sie sich für die Wildnis und die Tiere ein. Das ist ihre Lebensaufgabe.
Vor allem gegen Ende legt Nora Roberts an Spannung nochmal mächtig zu. Bis zur letzten Seite habe ich gezittert und vor Freude geweint. Eine ganz großartige Geschichte!
Der Schutz der Wildnis ist in diesem Buch ein großes Anliegen, daher spielt es viel in der Natur, was für mich ein großer Pluspunkt war. Ich habe die Berge und Wälder beim Lesen vor mir gesehen, saß mit Lil und Coop am Fluss und habe nach Beenden des Buches ein bisschen Fernweh.
Absolute Leseempfehlung!
- Janet Clark
Deathline - Ewig dein
(244)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerJosie ist 16 Jahre alt und die Schulferien beginnen. Sie freut sich auf ein paar Tage Auszeit mit ihren Freunden Dana und Gabriel. Jedoch rechnet sie nicht damit, dass sie beim Stadtfest auf einen jungen Mann mit grünen Augen trifft, der sie sofort fasziniert. Josie ahnt auch nicht, dass der Sommer alles andere als entspannt sein wird und ahnt auch noch nichts von Rays Geheimnis. Auf der Farm kommt es auch zu mysteriösen Zwischenfällen und Josie stellt sich nur eine Frage: Warum?
Von der Autorin habe ich bisher noch gar kein Buch gelesen, von daher war dies mein erstes von ihr. Jedoch habe ich aber einige Bücher von ihr in meinem Regal stehen, die aber noch ungelesen sind. Das Buch konnte mich von Anfang an fesseln und hat mich in den Bann ziehen können. Die Geschichte war total berührend und emotional und gleichzeitig auch total spannend. Man wollte beim Lesen das Buch nicht mehr aus der Hand legen, sondern wissen was als nächstes passieren wird.
Josie erzählt in diesem Buch ihre Geschichte selbst, was meiner Meinung nach perfekt zum Jugendbuch passt. Sie erzählt die Dinge nicht nur aus ihrer Perspektive, sondern bringt auch noch etwas anderes mit ein. Ich mochte Josie als Protagonistin sehr gerne und konnte mich gut mit ihr identifizieren. Sie ist am Anfang sehr schüchtern und unsicher und weiß gar nicht wie sie handeln soll. Das legt sich aber nach und nach und sie entwickelt sich weiter. Sie wird stärker, verantwortungsbewusster und mutiger. Sie würde wirklich alles für ihre Familie tun.
Auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Jeder von ihnen ist besonders, gut gezeichnet und sehr glaubwürdig. Jeder hat seine Aufgabe in dem Buch, die sie auch erfülle. Im Vordergrund bei allem stehen Freundschaft und Liebe und gerade in einem Jugendbuch sind solche Themen total wichtig. Manche Charaktere verwirren einen total und manchmal weiß man auch gar nicht, wem man wirklich glauben kann. Aber lest das Buch und macht euch selbst ein Bild davon…
Die Handlung generell hat mir sehr gut gefallen und ich fand sie spannend und innovativ. Die Grundidee fand ich auch super, alleine deshalb, weil ich zuvor noch nie etwas Ähnliches gelesen habe. In diesem Buch gibt es so viele Szenen, mit denen man nicht rechnet. Philosophische Gespräche, gruselige Szenen, Freundschaft und die Liebe gehören einfach zu dieser Geschichte. Schön fand ich auch, dass wir einen tollen Einblick auf das Leben auf der Ranch bekommen haben.
Der Schreibstil von Janet Clark hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil von ihr war für mich neu, jedoch konnte sie mich allein mit diesem Buch komplett von ihrer Schreibweise überzeugen. Janet Clark schreibt flüssig, angenehm und total bildlich, weshalb man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und auch der Lesefluss wird hierbei in keiner Weise gestört.
,,Deathline – Ewig dein‘‘ ist der Auftakt einer Reihe von Janet Clark und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Der erste Band konnte mich total in seinen Bann ziehen und ich bin richtig gespannt darauf, wie es weitergehen wird. Denn auch dieses Buch hat am Ende einen kleinen fiesen Cliffhanger, der einem das Warten etwas erschwert. Trotz allem gibt es von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung für das Buch!
- Jodi Picoult
Die Spuren meiner Mutter
(133)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Die 13jährige Jenna Metcalf fahndet bereits seit Jahren nach ihrer Mutter Alice. Vor zehn Jahren wurde im Elefanten-Reservat in Boone, New Hampshire, eine Frau tot aufgefunden und Alice verschwand in der gleichen Nacht spurlos. Der Tod der Frau wurde als Unfalltod deklariert und zu den Akten gelegt.
Jenna sucht das Medium Serenity auf, in der Hoffnung, diese könne ihr sagen, ob ihre Mutter überhaupt noch lebt. Doch Serenity hat ihre Geisterführer verloren und seither tappt sie im Dunkeln.
Dann ist da noch Virgil, ein abgewrackter Ex-Polizist, dessen bester Freund Jack Daniels heißt. Der Todesfall im Reservat hat auch ihn nie ganz losgelassen und so lässt er sich eher widerwillig in die Ermittlungen ziehen, die Jenna und Serenity bereits anstellen.
Die Spuren führen sie immer wieder zum Tatort und schließlich nach Tennessee, wo ein ehemaliger Angestellter – und Alice‘ Geliebter – noch arbeiten soll. Aber der Wahrheit kommen sie nur durch einen Zufall auf die Spur …
Mein Fazit:
Ein Buch mit überraschenden Wendungen!
Dabei gleicht es einer Liebeserklärung an die sanftesten Dickhäuter, die auf der Erde wohnen, nämlich den Elefanten. Sie sind den Menschen ähnlicher, als man denkt, das wird mit diesem Buch klar. Hauptsächlich geht es um Trauer. Wie sehr sich dieses Thema wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht, wird zum Ende deutlich – mehr als deutlich.
Alice ist Forscherin und hat in Afrika die Dickhäuter studiert, als sie Thomas kennen lernt. Eine folgenschwere Nacht unterm afrikanischen Himmel führt sie schließlich nach New Hampshire, wo er ein Reservat für misshandelte Elefanten mit drei Angestellten leitet. Was er ihr jedoch verschweigt: Er leidet an der Bipolar II-Störung. Diese Krankheit belastet die junge Familie immer wieder aufs Neue, denn er ist dann zuweilen auch aggressiv.
Jenna, die bei ihrer Großmutter aufwächst und kaum soziale Kontakte in der Schule hat, durchkämt tagtäglich das Internet nach vermissten Personen. Sie kennt nahezu alle Portale zu diesem Thema, denn sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Mutter sie zurück lassen konnte. An der Theorie stimmt etwas nicht und sie sucht die Wahrsagerin Serenity und den alkoholkranken Ex-Polizisten Virgil auf, um endlich die Wahrheit über ihre Mutter heraus zu finden.
Und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, die eigentlich direkt vor ihren Augen lag und doch sich so verschleiert hat, dass man da einfach nicht drauf kommt.
Die vier Hauptfiguren –Jenna, Alice, Serenity und Virgil- haben so ihre Probleme mit der Gesellschaft. Irgendwie haben sie alle so ihren eigenen Zwist und wirken daher als verschrobene Charaktere. Allerdings macht sie das auch liebenswert. Ihre Geschichten haben sie zu Figuren mit Ecken und Kanten gemacht und machten sie für mich emotional sehr greifbar. Die Geschichten über die afrikanischen Elefanten waren oftmals sehr bewegend und brachten mir die Dickhäuter näher. Natürlich durften auch die Geschichten der Wilderer nicht fehlen, was mich teilweise auch fassungslos zurück ließ.
Manchmal schien es, dass die Autorin irgendwie abschweifte. Während des Lesens hatte ich das eine oder andere Mal das Gefühl. Aber das änderte sich schlagartig, als die Auflösung des Falls näher rückte. Was vorher vielleicht überflüssig erschien, wurde nun ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Das Ende war sehr bewegend und berührte mich ganz tief im Herzen.
Zwischendurch kommt schon das Gefühl auf, dass die Autorin etwas abschweifte. Andersherum hat sie sehr viel Energie in die emotionale Entwicklung ihrer Figuren investiert und somit wieder ein vielschichtiges Drama geschrieben, dass ich es nur mit fünf Sternen bewerten kann.
- Antje Babendererde
Julischatten
(206)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIn dieser Geschichte begleiten wir Simona, die am liebsten Sim genannt wird, auf dem Weg erwachsener zu werden. Die Umgebung konnte ich mir, dank der schönen Umschreibung sehr gut vorstellen und versuchte mich in das Leben der Lakota hineinzuversetzen. An manchen Stellen schmunzelte ich über die Fauxpas, in welche Sim immer wieder hinein tappte. Denn mir wäre es durch meine westliche Kultur in manchen Dingen wohl ähnlich ergangen, insbesondere in dem jungen Alter. Simona ist erst sechzehn und das merkt man an ihrem Verhalten, sie war sehr eigenwillig und rebellisch. Aber die Geschichte wurde mit der Protagonistin erwachsener und konnte mich zum Ende hin ganz schön in Atem halten. Zwischendurch wird auch aus der Perspektive der beiden Indigenen Jungen, Jimi und Lukas erzählt, aber da möchte ich nichts vorwegnehmen, da diese spannend sowie schockierend für mich war. Aber eines kann ich verraten, es gibt eine etwas komplizierte Liebesgeschichte, welche zum Schluss mein Herz sehr erwärmte. Gerne hätte ich weiter gelesen und erfahren, wie es weiterging.
Das Buch kann ich definitiv empfehlen.
- Angeline Boulley
Firekeeper's Daughter
(108)Aktuelle Rezension von: renateliestgerneDas Buch handelt von einem jungen Mädchen, das mit einer weißen Mutter und einem Native American Vater in beiden Gemeinschaften nicht voll akzeptiert wird. Die anschauliche Beschreibung der indigenen Gesellschaft und ihrer Riten und Praktiken zieht genauso in den Bann wie die Handlungen der jungen Frau, die unbeirrt ihren Weg geht. Sie widersteht den einfachen Lösungen, die sogenannte Freunde ihr anbieten und recherchiert unbeirrt. Das Buch ist sehr spannen, mit vielen interessanten Figuren, die keineswegs nur böse oder gut sind.
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und es ist mir offen gestanden rätselhaft, wie man dieses passend auf Deutsch übersetzen kann.
- Rebecca Wild
Verräter der Magie
(106)Aktuelle Rezension von: WortmagieRechtfertigt die Arbeit an einem neuen Buch die Vernachlässigung des medialen Auftritts? Diese Frage stelle ich mir anlässlich meiner Recherchen zur Salzburger Autorin Rebecca Wild. Seit etwa zwei Jahren herrscht bei ihr beinahe Funkstille. Ihr letztes Buch erschien 2017. Ihre Website ist veraltet und nicht voll funktionstüchtig. Es finden sich keine aktuellen Interviews. Im Mai 2019 erklärte sie auf Facebook, was bei ihr los ist. Sie arbeitet an der Veröffentlichung eines Thrillers. Ein bedeutender Genrewechsel, denn bisher war sie in der Fantasy- und Young Adult – Ecke zu finden, zu der auch ihr 2012er Debüt „Verräter der Magie“ zählt. Ich verstehe, dass sie dieses Projekt beschäftigt, trotzdem finde ich, dass eine gepflegte Website heutzutage die Mindestanforderung ist, sucht eine Person die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Frau Wild, viel Erfolg mit dem Thriller, aber ich empfehle, an dieser Stelle nachzubessern.
Ein kühler Hauch im Nacken, explodierende Kopfschmerzen, Ohnmacht – und plötzlich ist Kira nicht mehr allein in ihrem Körper. Sie ist geschockt, als sie begreift, dass ihr ungebetener Gast ausgerechnet Cian Kingsley ist, die einzige Person, die sie aufrichtig hasst. Cian ist ein mächtiger, einflussreicher Magier, dessen hartherzige Gesetze alle nicht-menschlichen Spezies in abgeriegelte Reservate sperren, einschließlich Kira. Sie muss die arrogante Nervensäge so schnell wie möglich loswerden. Leider ist das nicht so einfach, denn Cian wurde ermordet. In der Verzweiflung seiner letzten Augenblicke spaltete er seine Seele ab und schlüpfte in Kiras Kopf. Ihre einzige Chance besteht darin, ihm zu helfen, herauszufinden, wer ihn tötete und warum. Doch je mehr Zeit sie mit Cian verbringt, desto weniger stört sie seine Anwesenheit. Sie beginnt sogar, ihn zu mögen und Kira muss sich fragen, ob sie überhaupt noch will, dass er sie verlässt …
„Verräter der Magie“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie viel man mit simplen Mitteln erreichen kann, wenn sie gut durchdacht und konsequent ausgearbeitet sind. Dieser YA-Fantasy-Roman ist das Gegenteil von anspruchsvoller Literatur und war dennoch unterhaltsam. Wie ihr wisst, schätze ich gelungene Bescheidenheit mehr als misslungene Komplexität. Ich hatte während der Lektüre das Gefühl, dass sich Rebecca Wild ihrer Stärken bewusst war und sich gezielt auf diese konzentrierte. Ich finde das toll, denn es gehört viel dazu, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. „Verräter der Magie“ funktioniert nach sehr einfachen Regeln, deren Schlichtheit die inhärente Glaubwürdigkeit und Plausibilität der alternativen Wirklichkeit fördert. In dieser sind alle mythologischen Wesen aus Folklore, Legenden und Märchen real. Es gibt Werwölfe, Vampire und Feen, aber auch exotischere Spezies wie Trolle oder Nymphen. Sie alle müssen in Reservaten leben, weil Magier die Menschheit überzeugten, sie zu fürchten. Natürlich nicht aus uneigennütziger Sorge, sondern um Zugriff auf zentral erreichbare Machtquellen zu haben. Magiebegabte stellen in Rebecca Wilds Universum ein interessantes Paradoxon dar, da sie selbst über keinerlei Magie verfügen. Ihr Talent besteht darin, Magie aus ihrer Umgebung zu beziehen; aus der Natur, aber auch aus eben jenen Wesen, die sie einsperren lassen. Ich finde dieses Verhältnis und die politisch-gesellschaftlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, originell und vorstellbar. Durch Angst gerechtfertigte Internierungen, die in Wahrheit einen völlig anderen Zweck erfüllen, sind in der Historie ja genügend belegt. Kein Wunder, dass Magier in den Reservaten leidenschaftlich gehasst werden und die Protagonistin Kira keine Luftsprünge macht, als sie herausfindet, dass sie ihren Körper mit einem hochrangigen Exemplar teilen muss. Ich mochte Kira auf Anhieb, fand sie zu Beginn von „Verräter der Magie“ allerdings etwas zu passiv. Sie lässt sich von Cian herumschubsen, statt eigene Pläne zu schmieden, um ihn wieder loszuwerden. Glücklicherweise bessert sich ihre Anteilnahme an ihrer verzwickten Situation im Verlauf der Geschichte, sie ergreift zunehmend die Initiative und beteiligt sich aktiv am Geschehen. Cian hingegen kann ich schwerer einschätzen, weil meine Beziehung zu ihm genau die Entwicklung durchlief, die die Autorin vorsah und die auch Kira erlebt: Abneigung verwandelte sich in Zuneigung. Selbstverständlich ist es vorhersehbar, dass sich Kira und Cian näherkommen. Da Wild das Konfliktpotential ihrer Romanze jedoch präsent thematisiert, störte mich deren Berechenbarkeit kaum. Es ist nicht plötzlich alles gut, weil sie sich ineinander verlieben. Sie kommen noch immer aus unterschiedlichen Welten und müssen trotzdem eine Mordermittlung organisieren. Diese ließ ich über mich hinwegplätschern, statt mir die Mühe zu machen, bewusst mitzurätseln. „Verräter der Magie“ lädt dazu ein, den Kopf auszuschalten und sich Antworten ausnahmsweise einmal servieren zu lassen. Ich habe es genossen.
Für ein Debüt ist „Verräter der Magie“ erstaunlich fokussiert und gradlinig. Rebecca Wild entwarf eine unkomplizierte, überzeugende alternative Realität, deren Richtlinien sie ohne unnötige Kompromisse einhalten konnte und nutzte, um eine Handlung zu konzipieren, die meine Nerven nun zwar nicht strapazierte, aber meine Neugier angenehm lebendig hielt. Es ist ein leichtes, bequemes Buch, das luftig über mich hinwegstrich; eine schöne Lektüre für Zwischendurch, die gar nicht erst den Anspruch verfolgt, Leser_innen zu fordern. Es freut mich, dass es immer noch Autor_innen gibt, die Mut zur Simplizität beweisen. Eine Geschichte schlicht zu halten, sie nicht zu überfrachten und auf überflüssige Verwicklungen zu verzichten, ist nämlich gar nicht so einfach. Deshalb gratuliere ich Rebecca Wild zu diesem kurzweiligen Roman und werde auch die Fortsetzung „Gefangene der Magie“ bei mir einziehen lassen – für Tage, an denen mein Kopf mal Urlaub braucht.
- Neal Shusterman
Vollendet - Die Rache
(184)Aktuelle Rezension von: VinnyKann Spoiler enthalten…
Auch hier treffen wir wieder auf Connor und Lev, so richtig zur Ruhe kommen die beiden allerdings nicht. In diesem Buch erfahren wir auch, wo sich Lev zeitweise noch im Band 1 aufgehalten hat.
Ich bin froh wieder von Risa zu lesen, allerdings kommt sie meiner Meinung nach zu kurz.
Die Entwicklung von Starkey ist erschreckend und meine Abneigung ihm gegenüber wächst immer weiter.
Cam taucht auch in diesem Buch auf und er tat mir in einer Situation unendlich leid. Auch neue Charaktere erscheinen, unter anderem Argent, der sich mit den Teilepirat Nelson zusammentut.
Weiterhin erfahren wir, wie es dazu kam, dass die vollständige Transplantation eines Körpers möglich ist und wer dieses Vorgehen erfunden hat.
Das Ende war gut, da es wohl anscheinend eine Möglichkeit gibt, die Umwandlungen zu verhindern.
Insgesamt hat mir Band 3 nicht ganz so gut gefallen, da es doch eher ruhiger vor sich ging. Klar gab es hier und da sehr interessante Szenen, allerdings waren andere Situationen doch eher langatmig.
- Kelly Moran
Wildflower Summer – In diesem Moment
(167)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Amy und Nakos sind schon seit ihrer Kindheit miteinander befreundet, doch als Nakos Amy schwer verletzt durch ihren Ehemann sieht, ändert das plötzlich alles für ihn. Er möchte mehr als nur ihr Freund sein, doch Amy braucht Zeit zum heilen, dabei ahnt er nicht wie sehr sie verletzt wurde.
Die Geschichte war sehr emotional und ich fand es schön, das Amy nicht sofort durch Nakos Liebe geheilt wurde, das hat es in meinen Augen sehr realistisch gemacht.
Da die Geschichte sehr auf die Beziehung der beiden Protagonisten und deren emotionale Entwicklung fokussiert war, sind ein paar andere Dinge etwas zu kurz gekommen. Ich hätte liebend gerne noch mehr vom Alltag auf der Ranch oder auch Amys Arbeit als Fotografin mitbekommen.
- Virginia Fox
Rocky Mountain Lion
(212)Aktuelle Rezension von: dorothea84"Rocky Mountain Lion" (Band 9) von Virginia Fox hat mich wieder einmal in die tiefen Täler und hohen Gipfel der Rocky Mountains entführt, wo das Leben niemals stillsteht und jeder Tag neue Abenteuer und Überraschungen bereithält. Als ich das Buch aufschlug, war ich sofort wieder in der vertrauten Umgebung dieser charmanten Kleinstadt, die sich nach und nach zu einem lebendigen und liebenswerten Mikrokosmos entwickelt hat. Es ist, als würde man alte Freunde besuchen, deren Geschichten man mit Spannung und Freude verfolgt.
Quinn, eine Figur, die ich schon in den vorherigen Bänden ins Herz geschlossen habe, steht dieses Mal im Mittelpunkt. Ihre unverwechselbare Art, ihre Stärke und ihr Humor machen sie zu einer Heldin, mit der man sich schnell identifizieren kann. Quinns Welt wird jedoch gehörig durcheinandergebracht, als Archer, ein vermeintlicher Undercover-Agent, in die Stadt kommt. Ein schlechter Agent, könnte man meinen, denn seine Geheimnisse sind für Quinn und den aufmerksamen Leser schnell offensichtlich. Doch gerade diese offensichtliche Unstimmigkeit macht die Geschichte so fesselnd. Man fiebert mit, wie Quinn und Archer sich langsam annähern und dabei ihre eigenen Schwächen und Stärken entdecken.
Und dann ist da noch Wilder, der faszinierende Husky, der nicht nur Quinns Herz erobert, sondern auch meines. Seine treue und lebhafte Natur bringt eine zusätzliche Dimension in die Geschichte, und ich konnte nicht anders, als mir zu wünschen, ihn selbst an meiner Seite zu haben. Die Kombination aus Humor, Spannung und Romantik, gepaart mit den bekannten Gesichtern aus den vorherigen Bänden, schafft eine wunderbare Mischung, die das Buch zu einem echten Pageturner macht. Es fühlt sich an, als wäre man selbst Teil dieser lebendigen Gemeinschaft, und man kann kaum erwarten, was die Zukunft für die Bewohner dieser charmanten Stadt bereithält.
- Antje Babendererde
Rain Song
(323)Aktuelle Rezension von: AuroraMIch hatte das Cover schon falsch gedeutet, ich dachte es würde sich um einen Helm aus dem Motorsport handeln.
Die Geschichte.... ist interessant, aber einige dinge fand ich nicht wirklich sinnig. Ich meine es handelt sich um einen Indianerstamm in Kanada, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich kenne mich nicht diesem Thema aus, aber ich war ziemlich irritiert von den Namen Greg und Jim...
Es wahr jetzt nicht unbedingt eine Story die ich sehr mochte, deswegen auch die Bewertung. Auch am Schreibstyle hatte ich einige dinge die mich gestört haben und das Lesen nicht angenehm gemacht haben.
- John Grisham
Bestechung
(68)Aktuelle Rezension von: itwt69Der Kriminalroman lässt vor allem am Anfang und zum Schluss die nötige Spannung vermissen. Zudem würde der Originaltitel "The Whistleblower" deutlich besser passen. Dazwischen entspinnt sich eine mafiöse Story rund um ein Verbrechersyndikat, das schon seit Jahrzehnten unbeirrt arbeiten kann. Auch deswegen ist der Schluss doch ziemlich unrealistisch.
- Frauke Buchholz
Frostmond
(41)Aktuelle Rezension von: jadi. Suchst du einen düsteren Kriminalroman, der dich mit seiner schonungslosen Realistik in Staunen versetzt und dich mit einem mulmigen Gefühl der Sprachlosigkeit zurücklässt? „Frostmond“ entführt dich brutal und fesselnd in die abgelegenen, tristen Weiten Kanadas. In eine Welt, die in ihrer hoffnungslosen Ausweglosigkeit ebenso erdrückend wie packend wirkt, ganz ohne jeglichen Schnickschnack.
. Aber worum geht es genau…
In Kanada werden seit Jahren Verbrechen an indigenen Frauen begangen, die entlang des Transcanada-Highways verschwinden, ohne dass die Polizei den Fällen Prioritäten einräumt. Als die 15-jährige Jeanette Maskisin in Montreal tot aufgefunden wird, wird der Fall von den Ermittlern LeRoux und Garner übernommen. Die Ermittlungen werden jedoch durch enormes Misstrauen erschwert und die Ermittler geraten zunehmend unter Druck, da weitere Opfer befürchtet werden und auch der Täter zunehmend zur Zielscheibe eines blutigen Racheplans wird.
. „Frostmond – Der erste Fall für Ted Garner“ war mein erstes Buch der Autorin, und ich war sofort von diesem Kriminalroman fasziniert! Die Geschichte entführt uns nicht nur in die Ermittlungen des Duos LeRoux und Garner, sondern auch in die düsteren Gedankenwelten einer weiteren, noch nicht benannten, zentralen Figur, deren Perspektive uns als Erzähler in den Bann zieht. Durch diesen Erzähler tauchen wir tief in seine innere Zerrissenheit ein und werden von seinen finsteren Überlegungen ergriffen. Der ruhige, präzise und nuancierte Schreibstil trägt entscheidend dazu bei, dass man als Leser oder Leserin förmlich in die Geschichte hineingezogen wird.
. Der Krimi fesselt mit einem gekonnt aufgebauten Spannungsbogen, komplexen Hauptfiguren, die Ecken und Kanten besitzen und dadurch umso realistischer wirken, ebenso wie authentische Nebencharaktere, die das Setting mit Leben erfüllen. Besonders beeindruckt hat mich, wie der Roman die typische Spannung eines Krimis geschickt mit gesellschaftlicher Realität verwebt. Auf eindrucksvolle Weise beleuchtet er das Leben der indigenen Gemeinschaften, das institutionelle Desinteresse sowie die kulturellen Barrieren, die diese Menschen tagtäglich zu überwinden haben.
. Das Ermittlerduo polarisiert, es ist schwer ihnen Sympathie entgegenzubringen, aber genau dies macht die Geschichte umso packender. Das Gespann ist keineswegs jedermanns Fall. Ihre grobe Ausdrucksweise und die expliziten Gedanken mögen manchen Leser oder Leserin abstoßen, doch wer sich auf diesen Krimi einlässt, muss diese Eigenschaften zumindest tolerieren. Der Roman erinnert stark an klassische Noir-Literatur! Alle Protagonisten tragen ihr eigenes, dunkles Päckchen mit sich und eine beinahe depressive Grundstimmung zieht sich durch das gesamte Werk. Die Gesellschaft erscheint gnadenlos gegenüber jenen, die am Rand stehen.
. Mit großem Interesse habe ich die kulturellen und gesellschaftlichen Kontexte verfolgt, die die Autorin gekonnt in die Handlung integriert. Besonders eindrucksvoll beschreibt sie die Trostlosigkeit, Armut und den weit verbreiteten Alkoholismus in den Reservaten, der eine direkte Folge der jahrzehntelangen Unterdrückung und Entwurzelung der First Nations ist. Die Realitätsnähe dieser Darstellung ist bemerkenswert. Im letzten Drittel steigert sich das Tempo noch einmal beträchtlich, was mir besonders gut gefallen hat!
. Zusammengefasst lässt sich sagen…
Dieser Kriminalroman ist definitiv etwas für die hartgesottenen Leser und Leserinnen! Er ist in jeder Hinsicht realistisch, vor allem weil die Autorin selbst eine Zeit lang in einem Cree-Reservat lebte. Sie verschönert nichts und öffnet uns die Augen für die dunkle Wahrheit über das Leben am Rande der Gesellschaft.
Es wird mit Sicherheit nicht mein letzter Fall mit Ted Garner sein!
- Katja Kettu
Die Unbezwingbare
(19)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalDie Unbezwingbare von Katja Kettu aus dem #eccoverlag
🤍
Dieses Cover finde ich unfassbar schön.
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Das Buchformat und die ganze Optik, einfach großartig.
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Aber ich habe mich entschieden, dieses Buch abzubrechen. Das Buch wird weiter gegeben und wird einen Liebhabenden finden. Bin ich mir ziemlich sicher.
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Aber ich bin es nicht, oder zur Zeit passt der Schreibstil nicht zu mir.
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Wörtliche Rede? Wer redet gerade mit wem? Schreibt die Protagonistin einen Brief oder Tagebuch?
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Alles etwas mystisch.
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Teilweise lange Sätze.
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Interessante Wortpaarungen. Aber auch irritierend. Salz des Nasenflügels. Pechaugen. Spürte den Duft von fernem Salbei. … Um hier nur ein paar Eindrücke wieder zu geben. Bestimmt feiern das viele Lesende. Mich hat es beim Lesen gestört. Bin dann wieder an den Satzanfang, nachlesen, ob ich etwas überlesen oder falsch gelesen habe.
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Schade, ich habe es nicht geschafft in der Geschichte zu versinken.
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Vielleicht gebe ich zu schnell auf. Aber da draußen ( und auf meinem #stapelungelesenerbücher ) finden sich noch so viele tolle Geschichten, die zur Zeit besser zu mir passen.
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Also mal ein ganz anderes Buch. Etwas Neues für das ihr euch Zeit nehmen solltet. Verpackung, Schreibstil und Geschichte warten auf neugierige Entdecker:Innen und keine Ungeduldigen „Buch-auf-Kopf-aus-Menschen“ , wie mich zur Zeit. Ich wollte Abgelenkt werden ohne mich dafür anstrengen zu müssen 😉
- Antje Babendererde
Wacholdersommer
(45)Aktuelle Rezension von: karin66Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen. Lässt doch beides auf einen unterhaltsamen Roman hoffen. Von der Schriftstellerin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind mit Bedacht ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.
Zur Geschichte, die Handlung spielt sich in einem Indianerreservat ab. Kaye ist Halbindianerin und seit sie denken kann in Will verliebt. Doch Will wandert wegen einer Tat für lange Zeit ins Gefängnis. Er wird nach 5 Jahren frühzeitig entlassen. Kaye freut sich und möchte mit ihrer Freundschaft und Liebe dort weiter machen, wo sie als Kind aufgehört hat. Doch die Zeit im Gefängnis hat auch Spuren bei Will hinterlassen. Ob es den beiden gelingt, wieder zusammen zu finden, wird an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.
Ein schönes kurzweiliges Buch, das sich gut als Urlaubslektüre eignet. Ich habe es gerne gelesen und es hat mir eine angenehme Lesezeit beschert. Ich empfehle es gerne weiter.
- Craig Johnson
Longmire: Bittere Wahrheiten
(15)Aktuelle Rezension von: alexi1212Ein guter erster Einblick in das Leben von Walt Longmire. Die Hauptfigur wird mit seinen vielen Facetten und meines Erachtens sympathisch beschrieben. Alle anderen der Nebencharaktere sind unglaublich authentisch. Der Fall der in diesem Buch im Mittelpunkt steht ist spannend. Großartiger Krimi/Western
- Kevin Hearne
Tricked
(11)Aktuelle Rezension von: WortmagieWas lange währt, wird endlich gut. Im April 2015 verkündete Kevin Hearne auf einer Lesung, die ich besuchte, dass er an einer High Fantasy – Trilogie schreibe. Das ist so lange her, dass ich nicht mehr so recht daran glaubte, dass er dieses Projekt verwirklichen würde, doch nun gibt es endlich konkrete Informationen: der erste Band „A Plague of Giants“ wird voraussichtlich am 03. Oktober 2017 erscheinen! Ich freue mich riesig darauf! Höchste Zeit, mit „The Iron Druid Chronicles“ zu Potte zu kommen, schließlich nähert sich diese Reihe ihrem Ende. 2017 möchte Hearne am neunten, angeblich finalen Band arbeiten. Nach der Lektüre des vierten Bandes „Tricked“ fehlen mir damit noch fünf Bände und diverse Kurzgeschichten rund um den letzten Druiden.
Atticus O’Sullivan muss sterben. Wer in Asgard ein Blutbad anrichtet, kann man nicht erwarten, unbehelligt weiterzuleben. Atticus hat keine Lust, ewig vor den Asen und jedem dahergelaufenen Donnergott zu fliehen. Also inszeniert er mithilfe des Trickster-Gottes Coyote seinen eigenen tragischen Tod. Ausgerüstet mit einer neuen Identität plant er, sich im Navajo-Reservat niederzulassen und sich dort in Ruhe der Lehre seiner Auszubildenden Granuaile zu widmen. Zuvor ist er Coyote allerdings einen Gefallen schuldig. Der Gott verlangt von ihm, die Goldvorkommen unter dem Reservat zu bewegen. Doch Coyote wäre nicht Coyote, hätte seine Bitte nicht einen Haken. Plötzlich steckt Atticus in einem Kampf mit wildgewordenen Skinwalkern, ohne zu wissen, wie er sie besiegen kann. Seine Magie wirkt bei den Gestaltwandlern nicht. Atticus muss sich etwas einfallen lassen, will er sein neues Leben beginnen, ohne unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Schon jetzt sind ihm die Asen auf der Spur. Was er braucht, ist ein Plan – und vielleicht ein paar Würstchen für Oberon.
Was für eine Erleichterung. Atticus ist endlich wieder er selbst. Wisst ihr, während der Lektüre des letzten Bandes „Hammered“ habe ich mich oft gefragt, was eigentlich in ihn gefahren ist. Was war los mit ihm? Wieso ließ er sich von Leif erpressen, ihn nach Asgard zu begleiten und die Asen anzugreifen? Ich verstand nicht, welcher Teufel ihn da geritten hat. Ich hielt ihn immer für zu clever, um sich aus falschem Stolz auf so ein Himmelfahrtskommando einzulassen. Was auch immer es war, der Spuk ist vorbei. Atticus ist wieder Atticus und bereut die Entscheidung, Leif zu unterstützen, im Nachhinein zutiefst. Man kann ihm vieles vorwerfen, aber seinen eigenen Fehlern gegenüber ist er garantiert nicht blind. Er weiß, dass der Preis, den er für das Einhalten seines Versprechens zahlen muss, viel zu hoch ist. Nicht nur, weil die Mission unnötige Opfer forderte, sondern auch, weil diese gravierende Konsequenzen für das gesamte Universum hat. Ich bin Kevin Hearne sehr dankbar, dass er diese Konsequenzen in „Tricked“ konkret benennt. Ich habe mich mit der Vorstellung eines Einschnitts dieser Größenordnung ohne Auswirkungen sehr schwer getan und bin froh, dass der Autor diese Lücke nachträglich füllt. Atticus hat eine unfassbar große Schuld auf sich geladen und muss nun damit zurechtkommen. Leider kann er es sich im vierten Band nicht leisten, sich mit den Ausmaßen seiner Verantwortlichkeit auseinander zu setzen. Er hat keine Zeit, sich mit seinen Gefühlen zu befassen. Das fand ich nachvollziehbar, aber sehr schade, weil es mir geholfen hätte, meine Beziehung zu ihm weiter zu vertiefen. Ich hätte gern eine andere Seite von ihm kennengelernt. Ich hoffe, dass Hearne seine emotionale Situation im nächsten Band vielleicht rückblickend thematisiert. All die Aufregung, die Atticus in „Tricked“ erlebt, hat er sich natürlich ebenfalls selbst zuzuschreiben. Die Ereignisse im Navajo-Reservat sind eine direkte Folge seiner Eskapaden in Asgard – ein weiterer Beleg dafür, dass sich die Mission für ihn nicht im Mindesten auszahlte. Hier begegnet Atticus zum ersten Mal Gegnern, die ihm keinerlei Angriffsfläche für seine Fähigkeiten bieten. Nachdem Kevin Hearne im letzten Band verdeutlichte, dass Atticus trotz seines Alters nur ein fehlbarer Mensch ist, betont er in „Tricked“, dass auch seine Magie nicht allmächtig ist, was mir sehr gut gefiel. Er nutzt die nicht ganz so unschuldige Schülerin-Lehrer-Beziehung zwischen Atticus und Granuaile elegant für einen intensiven Einblick in die Funktionsweise druidischer Magie. Atticus erklärt Granuaile praktisch jeden seiner Schritte; er zeigt ihr, wie er mit Verbindungen auf Molekularebene arbeitet und diese manipuliert, um seine Ziele zu erreichen. Die Kräfte der Skinwalker entstammen dem Glaubenssystem der Navajo; sie sind eine magische Symbiose, die so anders ist als alles, was Atticus kennt, dass er diese Verbindung nicht auflösen kann. Er hat keinen Kniff auf Lager, um ihre einzige Schwachstelle auszunutzen. Letztendlich bleibt ihm nur die physische Auseinandersetzung – ein Garant für ein actiongeladenes Buch, das mir wie immer aufgrund der Mischung aus greifbar umgesetzter Religiosität und lockerem Witz unheimlich viel Spaß bereitete.
„Tricked“ ist eine Überleitung. Der vierte Band schließt den bisherigen Handlungsbogen ab und öffnet die Tür für neue Entwicklungen. Da Kevin Hearne allerdings nichts davon hält, die Dinge leise auströpfeln zu lassen, verabschiedet er sich von Atticus‘ altem Leben würdig mit einem Knall. Der nächste Band „Trapped“ macht einen gewaltigen Zeitsprung von 12 Jahren – persönlich glaube ich, dass es jetzt erst so richtig rundgehen wird. Ich kann es kaum erwarten! Soweit ich weiß, wird Atticus auf Reisen gehen, neue Figuren treffen und sich mit den Superstars diverser Götterpantheons anlegen. Für mich klingt das nach einem ganz neuen Level und ich freue mich wie Bolle darauf, Atticus bei seinen zukünftigen Abenteuern zu begleiten. Er ist und bleibt eben mein Lieblingsdruide, mit dem zweitbesten Hund der Welt an seiner Seite.
- Brita Rose Billert
Indian Cowboy
(25)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeDas Cover ist toll gestaltet, zeigt es doch den magischen Wolf, der mehrmals auftaucht, aber dieses Bild ist für mich zweideutig, denn es sind die Wölfe, die fressen.
Die Protagonisten sind toll gezeichnet und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen aber auch in ihren Charakteren waren sie deutlich erkennbar und passend zur Geschichte.
In einem flüssigen und spannenden Schreibstil bin ich in die Geschichte des jungen Ryan geworfen worden, durfte über das Leben im Reservat vieles erfahren, aber auch seinen Konflikt und Zwiespalt, zum einen seinen Weg zu finden aber auch seine Familie zu retten.
Es lastet viel auf seinen Schultern und, obwohl es ein Gegenwartsroman ist, ist er nicht davor gefeit Anfeindungen über sich ergehen zu lassen.
Intrigen, Skrupellosigkeit und politische Spielchen, die unserem politischem sehr entsprechen, machen ihm das Leben zur Hölle.
Ryan ist ein starker Charakter, der mir sehr imponiert hat und dessen leben ich gerne verfolge. Die Geschichte ist realistisch und authentisch, denn klar ist, dass er, lebend in der weißen Zivilisation, weder zu den Weißen noch zu den Indianern gehört, als hätte er seine Identität aufgegeben für das Leben seiner Mutter und Familie, die mehr zählt als das eigenen Glück. So etwas kennen wir gar nicht mehr und das hat mich sehr berührt.
Ich hatte viel Achtung vor ihm, seiner Ehrlichkeit und seinem Tun. Der Cliffhanger hat mich sehr neugierig gemacht die Geschichte auf jeden Fall weiter zu lesen.
Ich gebe diesem Roman eine klare Leseempfehlung, denn er ist tiefgründig, realistisch und regt hoffentlich zum Nachdenken an, denn er zeigt was für eine egozentrische Ellenbogen Gesellschaft wir sind in der nur der eigene Vorteil wiegt, nicht aber das Leben unserer lebenden Vorfahren. Vielen Dank für diesen eindrucksvollen Einblick.
- Petra Ivanov
Alte Feinde
(25)Aktuelle Rezension von: LiveReadLoveInhalt
Albert Gradwohl wird erschossen. Die Spurensicherung macht am Tatort eine seltsame Entdeckung: die Patrone stammt aus einer Waffe des amerikanischen Bürgerkriegs, ein Original aus dem 19. Jahrhundert. Die Staatsanwältin Regina Flint wird durch die Hinweise nach USA geführt, dort ermittelt Bruno Cavalli bereits in einem Cherokee-Reservat. Dort mordet ein skrupelloser Killer. Doch Cavalli hat sich seit Monaten nicht gemeldet und niemand weiß, wo er abgeblieben ist. Regina macht sich nicht nur auf die Suche nach der Lösung ihres Falles, sondern auch nach Cavalli und die Beweise stürzen sie tief in ihre Vergangenheit..
Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis ich es endlich geschafft habe den Krimi „Alte Feinde“ zu lesen. Meine Leseflaute, die im letzten Jahr immer wieder Einzug gehalten hat, hat es mir wirklich schwer gemacht, mich aufzuraffen den Krimi zu lesen. Dieses Jahr habe ich es jedoch endlich geschafft und kann sagen, dass mich das Buch wirklich gut unterhalten hat. Herzlichen Dank an Literaturtest für das Rezensionsexemplar!
Ich wusste, dass der Krimi ein achter Teil ist und somit irgendwo eine Fortsetzung. Es war mir also klar, dass ich die Verbindungen der Charaktere selbst herausfinden musste und eventuell nicht alles verstehen würde, was Zwischenmenschlich so im Buch passiert. Mir war allerdings nicht so wirklich klar, dass dieses Buch Bezug auf einen vergangenen Fall der Reihe nimmt, den ich nicht kenne und es mir somit noch mehr erschwert war so richtig in der Handlung aufzugehen. Wer Fan der Reihe ist und die vorherigen Bände kennt, wird diese Probleme natürlich nicht gehabt haben bzw. nicht haben. Mir ist es doch recht schwer gefallen Fuß zu fassen, da ich weder die zwischenmenschlichen Beziehungen, noch den Fall, gänzlich greifen konnte, was wirklich sehr schade war.
Die Handlung spielt in unterschiedlichen Zeitebenen, was mir viel Spaß gemacht hat, wir sind im heutigen Amerika, in der Schweiz und im Amerika des Bürgerkriegs. Man verfolgt sozusagen die geschichtliche Seite des Falles in der Zeit, aus der die Waffe des Mordes stammt und wir verfolgen Regina Flint und Bruno Cavalli in der heutigen Zeit, allerdings ebenfalls Zeitversetzt. Regina ist bereits im August angekommen, Cavallis Erzählung setzt früher an. Es hat mir Spaß gemacht die losen Enden zu packen und irgendwie zusammen zu setzen, doch mir haben sehr viele Informationen gefehlt, da ich die Vorgänger nicht kenne.
Regina Flint ist mir recht sympathisch gewesen. Die Staatsanwältin versucht alles, um Cavalli wieder zu finden und gleichzeitig ihren Fall zu lösen. Mit ihm gemeinsam hat sie schon unfassbar viel durchgemacht und ihre Angst, ihn verloren zu haben, scheint sehr tief zu sitzen. Da sie aber keinerlei Kenntnisse über seinen Auftrag hat, gestaltet sich die Suche sehr kompliziert. Regina ist zielstrebig, mutig und sehr intelligent. Sie sieht Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten, die ihre Kollegen nicht erkennen und kann so Fortschritte in ihrem Fall erzielen. Allerdings trübt die Suche nach Cavalli ihre Stimmung und auch ihre Konzentration, bis eine Enthüllung ihr sozusagen in die Hände spielt. Ich mochte sie sehr gerne, weil sie ohne umschweife ihre Ziele durchsetzt und intelligent und strukturiert arbeitet. Trotzdem ist es mir teilweise schwer gefallen ihren Gedankengängen zu folgen, da ich von ihren alten Fällen keine Ahnung habe.
Auch Cavalli ist mir sehr sympathisch gewesen, fast schon mehr als Regina. Er entspricht quasi dem etwas mürrischen, fast schon gefühlskalten FBI Agenten, der einen Schreibtischjob in der Schweiz bekommen hat und versucht sein Leben mit Regina auf die Reihe zu bekommen. Der Fall in Amerika hat ihn jedoch in große Schwierigkeiten gebracht und es ihm unmöglich gemacht sich bei Regina zu melden. Er weiß nicht wem er vertrauen kann, wie er weiter agieren soll und wer hinter den Anschlägen steckt. Er muss sehr vorsichtig sein, darf nicht aus der Deckung kommen und das ist sehr schwierig, wenn man eigentlich herausfinden möchte, wer im Reservat so skrupellos tötet. Seine Art und Weise zu arbeiten und zu handeln hat mir sehr gefallen. Bei Cavalli fiel es mir auch nicht so schwer mich zurecht zu finden, da er weniger Bezug zu vergangenen Fällen macht. Erst gegen Ende des Buches, als offen gelegt wird, wie alles zusammenhängt habe ich auch bei ihm Probleme bekommen, was mir aber nicht mehr so viel ausgemacht hat.
Die Handlung an sich ist sehr spannend gestaltet, da man kaum weiß worum es eigentlich geht, man weiß nicht wem man Vertrauen kann, hat ständig neue Leute auf der Liste stehen, die als Täter in Frage kommen könnten und gleichzeitig ist die Liste in Wirklichkeit leer. Jeder könnte beteiligt sein oder spielt jemand ganz anderes eine Rolle? Eventuell wären mir die Zusammenhänge klarer gewesen, wenn ich die vorherigen sieben Bände gekannt hätte, das kann ich aber natürlich nicht beurteilen. So war es für mich bis zum Schluss überhaupt nicht klar, wer seine Finger mit im Spiel hat und letztlich war das Ende auch nicht so spannend, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe.
Fazit
Der Krimi rund um Flint & Cavalli hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Suchtfaktor war da, der Schreibstil hat mich an die Seiten gefesselt und die Tatsache, dass man bis zum Ende nicht weiß, wem man vertrauen kann, hat mich gepackt. Doch die Zusammenhänge zu verstehen, wenn man Band 1-7 nicht kennt, war einfach sehr schwierig und kompliziert. Ich habe weder die Charaktere und ihre Handlungen, noch die kompletten Zusammenhänge der Geschichte, zur Gänze verstehen können, da mir sämtliche Hintergrundinformationen gefehlt haben, was wirklich schade war. Für Neueinsteiger in die Reihe kann ich das Buch also nicht empfehlen: lest es der Reihe nach. Für diejenigen, die die Reihe bereits kennen: schaut es euch an!
- Sarah Crouch
Middletide – Was die Gezeiten verbergen
(184)Aktuelle Rezension von: ChristineEMein neues Lieblingsbuch - das ich euch ans Herz lege! So toll - wenn auch mit den Zeitsprüngen (für mich) immer etwas zum Sortieren, aber so toll geschrieben und so berührend und am Ende - ich verrate nichts - wird es nochmal sowas von spannend, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und wirklich erstaunt war, wie es ausgeht! Erst sieht oder liest es sich wie ein Krimi, dann wie ein Liebesroman - und dann ... Lest selbst!
- Douglas Preston
Extinction. Wenn das Böse erwacht
(56)Aktuelle Rezension von: nyhc82Spannender Thriller, der sein Mysterium erst nach und nach enthüllt, ein gruseliges Setting etabliert und mit zahlreichen Action Sequenzen den Puls stetig nach oben treibt. Dazu werden die neuen Figuren im Preston Universum vorgestellt. Sympathische Charaktere, existenzielle Fragen und ein gar nicht so unrealistisches Szenario sorgen für ein tolles Lesevergnügen!
- Brita Rose-Billert
Sheloquins Vermächtnis
(12)Aktuelle Rezension von: bettinahertzMit „Sheloquins Vermächtnis“ präsentiert Brita Rose-Billert einen tollen Kanada Roman vor einer atemberaubend schönen Kulisse in fast unberührter Natur in den Rocky Mountains. Sie gibt Einblicke in die Kultur der Nordweststämme, zu denen die sogenannten Sqamish gehören. Die Geschichte der Ureinwohner Kanadas, der sukzessiven Vertreibung aus ihren Gebieten bis hin zur Vernichtung der ursprünglichen Lebensweise der einstigen Bewohner hat mich richtig berührt. In einem sehr informativen Vorwort bekommt man einen kleinen Einblick über die entsprechenden Gegebenheiten. Sheloquin ist ein reelles „Vorbild“, es hat ihn tatsächlich gegeben und ist die grundlegende Idee dieses Buches.
Der Schreibstil ist sehr einnehmend und man liest sich sofort ein. Brita Rose-Billert hat so einen tollen bildhaften Schreibstil, dass man die Natur, die Weite, den Fluss und auch die spirituellen Dinge förmlich spürt.
Die Protagonisten sind durchweg gelungen und wirken sehr authentisch. Cody und sein Wolfshund Mellow (mein heimlicher Held der Geschichte) und Montaya Sun Road mochte ich von Anfang an sehr gerne. Man kann sich absolut auf sie einlassen und spürte ihre Angst und Verzweiflung in diversen Situationen, aber auch ihre Hartnäckigkeit, für ihr Recht zu kämpfen. Auch alle Nebenfiguren sind hier perfekt in Szene gesetzt und machen diese Geschichte zu einem ganz besonderen Erlebnis.
„Sheloquins Vermächtnis“ hat mir tolle Lesestunden bereitet und ich kann das Buch absolut empfehlen, es ist einfach atemberaubend und hallt noch einige Zeit nach. Klare Kaufempfehlung und volle Punktzahl! Und ein ganz herzliches Dankeschön an Brita Rose-Billert für das Rezensionsexemplar.
- David A. Robertson
Strangers
(8)Aktuelle Rezension von: DajobamaStrangers – Cole Harper I – David A. Robertson
Strangers ist Teil 1 der Trilogie über den indianischen Superhelden Cole Harper.
Nach zehn Jahren und einem tragischen Unglück, bei dem damals im indianischen Reservat Wounded Sky gleich mehrere Menschen ums Leben kamen, kehrt Cole Harper widerwillig zurück. Sein damaliger bester Freund hat einen Hilferuf gesendet. Ein gefährlicher Virus scheint umzugehen – und eine Mordserie will aufgeklärt werden.
Dies ist ein Jugendthriller, der es jedoch in sich hat. Wegen der vielen Gewaltszenen und Todesfälle im engsten Freundes- und Familienkreis, würde ich dieses Buch keinesfalls unter 14 Jahren empfehlen.
Obwohl es einige Bezüge zur indianischen Kultur gibt, fehlte mir trotzdem irgendwo die Einordnung bzw. überhaupt die Erwähnung von Konflikten zwischen Indigenen und Weißen. Der Roman bildet einen Mikrokosmos in diesem Reservat. Trotzdem ist Cole ein Außenseiter - weil er zehn Jahre lang weg war und weil er Dinge weiß, die er für sich behalten muss.
Insgesamt ein sehr besonderer und auf jeden Fall spannender Jugendthriller, den man auch als Erwachsener sehr gut lesen kann. Hat mir gut gefallen und ich bin gespannt auf die nächsten beiden Teile! 4 Sterne.
- Màili Cavanagh
Unter weiten Adlerschwingen
(10)Aktuelle Rezension von: Karin_FortinEin bewegender Roman, den die beiden Autorinnen da auf den Weg gebracht haben.
Hier wird die Ignoranz, der Belange und Straftaten, zwischen den Weißen und den Lakota Indianern sichtbar.
Man merkt schon beim Lesen, dass hier sehr gut recherchiert wurde.
Armut, Drogen, Vergewaltigungen und Gewalt gehören zum Alltag in den Reservaten.
Chayton versucht mit Logan dieser Gewalt entgegen zu wirken, was für die beiden nicht einfach ist.
Die beiden erzählen ihre Geschichte abwechselnd und kommen sich näher durch die polizeilichen Ermittlungen einer ihrer Fälle.
Die Charaktere sind realistisch beschrieben und ich konnte mir alles gut vorstellen.
Mehr möchte ich allerdings nicht verraten, das solltet ihr selbst lesen.
Ein tolles Buch, von zwei Autorinnen, die das so gekonnt hinbekommen haben, das man nicht weiß wo die eine aufgehört hat und die andere angefangen hat.
Sehr empfehlenswert, deshalb von mir verdiente 5 Sterne.























