Bücher mit dem Tag "reservat"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "reservat" gekennzeichnet haben.

105 Bücher

  1. Cover des Buches Rocky Mountain Lion (ISBN: 9783906882048)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Lion

     (208)
    Aktuelle Rezension von: KerstinMC

    Auf dem Cover sieht man sehr schön einen wichtigen Bestandteil der Geschichte. Wie der Titel „Rocky Mountain Lion“ schon verrät geht es um den Puma bzw. Berglöwen. Das Tier liegt im unteren Bereich des Bildes ganz entspannt, doch im Buch kommt es nur als Wildtier vor. Auf der anderen Seite deuten kleine Accessoires auf die Jahreszeit hin. Es liegt Schnee in Independence. Ich finde es immer wieder schön, wie hier kleine Details vom Inhalt der Geschichte einen Platz auf dem Cover erhalten.

    Rocky Mountain Lion ist das 9. Hörbuch der Rocky Mountain Reihe. Inzwischen sind 11 Bücher der Reihe eingesprochen und es werden noch einige folgen. Für mich ist diese Reihe genau das richtige, um nebenbei an meinem Schreibtisch zu sitzen und zu basteln. Oder es ist auch gerne ein Begleiter bei einsamen Waldspaziergängen, wobei ich da lieber ein Buch in der Hand halte, um die Natur hören zu können.

    Hörbücher und ich sind seit Kindertagen die besten Freunde und ich kann Stunde um Stunde mich von einer angenehmen Stimme berieseln lassen. Diese habe ich in Karoline Mask von Oppen gefunden. Wie du ganz unweigerlich bei mir schon mitbekommen hast. So hat die Reihe von Virginia Fox bei mir erst eine Chance bekommen. Für alle eine Win Win Situation. Ich weiß jeden Monat was für ein Hörbuch ich mir kaufe. Ich bin gespannt ob das Einsprechen im aktuellen Tempo weitergeht.

    So, aber nun zum aktuellen Hörbuch. Wie oben schon erwähnt spielt der Puma eine ganz wichtige Rolle. Er lebt in den Rocky Mountains noch in freier Wildbahn. Die Ethologin Quinn auf der Lone Wolf Ranch folgt einer Berglöwin durch den Schnee, um ein Bewegungsmuster zu erstellen und das wunderbare Tier abzulichten. Ihr Kollege Archer ist ebenfalls auf der Fährte der Berglöwen, doch aus einer ganz anderen Motivation heraus. 

    Quinn und Archer sind die Protagonisten des Hörbuchs und stehen sich selbst im Weg. Ihre Annäherungsversuche sind amüsant anzuhören und so vergehen die Stunden im Nu. Wie gewohnt ist in der Geschichte auch ein gewisser Spannungsmoment mit eingebaut. Den kannst du dir durch die Inhaltsangabe weiter unten am besten selbst zusammen reimen.

    Für mich war es ein spannendes Hörbuch. Ich habe die Bewohner von Independence inzwischen lieb gewonnen und freue mich jeden Monat auf eine Rückkehr in die Rocky Mountains. Wer auf romantische Serien mit spannenden Elementen steht ist hier genau richtig. Theoretisch ist jedes Buch eine in sich abgeschlossene Geschichte, allerdings werden nebenbei die früheren Liebespaare wieder aufgegriffen und deren Leben weiter erzählt. Wie es halt klassisch für eine Serie ist, die irgendwann süchtig macht. Mich hat die Serie als Unterhaltung für Zwischendurch einfach gepackt und nichts ist besser, als stundenlang dem Hörbuch am Stück lauschen zu können während man über die Autobahn fährt. Von mir gibt es eine klare Hör- bzw. Leseempfehlung. Es macht einfach Spaß.

  2. Cover des Buches Wildflower Summer – In diesem Moment (ISBN: 9783499276217)
    Kelly Moran

    Wildflower Summer – In diesem Moment

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Kaetherakte

    Mich hat das Buch emotional sehr aufgewühlt da man nicht voraus sehen kann wie spannend die Handlung doch wird. Es ist beeindruckend wie stark Amy doch ist und wie Nakos nur diese Seite an Amy immer gesehen hat, ohne hinter diese Fassade zu blicken. Dieses Buch ist für alle etwas, die eine ergreifende Liebesgeschichte lesen wollen.

  3. Cover des Buches Das Haus des Windes (ISBN: 9783746631509)
    Louise Erdrich

    Das Haus des Windes

     (104)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Dakota 1988, im Mittelpunkt der Geschichte steht der 13 jährige Joe, er lebt zusammen mit seinen Eltern in einem Indianer-Reservat. Das bis anhin unbeschwerte Leben von Joe wird brüsk getrübt durch einen schweren, brutalen Überfall auf seine Mutter Geraldine. Vergewaltigt und mit Benzin übergossen entkommt sie nur mit Glück dem Täter.

    Sie schliesst sich ein in ihrem Zimmer, isst kaum und redet nicht, mit niemandem.


    Ihr Mann, selbst Richter ist nicht fähig zu helfen, nicht zuletzt da der Ort des Überfalls an der Grenze von privat Eigentum, staatlichem Land und Indianer-Reservat stattfand und somit ungeklärt bleibt nach welchem Strafrecht gehandelt werden muss.


    Joe beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen um den Täter selber zu töten..


    "Meine Mutter war draussen. Sie kniete mit einem Nudelsieb am Boden und erntete Buschbohnen die mein Vater und ich so spät noch gepflanzt haben"...

    ... "Dafür habe ich es getan, dachte ich. Und in dem Moment war ich zufrieden.

    Sie musste sich nicht umdrehen oder fürchten dass er Ihr auflauern konnte. Sie konnte jetzt den ganzen Tag Buschbohnen ernten und niemand konnte sie stören"

  4. Cover des Buches Firekeeper's Daughter (ISBN: 9783570166017)
    Angeline Boulley

    Firekeeper's Daughter

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Jagusch

    I started this in November and only just finished it now but we are not gonna talk about it.

    THIS BOOK.
    This freaking book.

    Around 60% I posted about how I don't trust anyone in this book anymore. Except for my girl Daunis, who is an amazing main character by the way.

    Anyways. I knew I couldn't trust anything or anyone, and still Angeline Boulley wrote this story perfectly, and I was still shocked at the deceptions and the reveals. I know I wanna reread this, cause even though I got a lot of the head scratching moments, there are probably more that I totally missed.

    It was a bit slower than I expected it would be, but I really enjoyed it that way.

    This was dark and a really gritty story but it was told beautifully. This story is really gonna stick with me for a long time. And now I'm even more excited for Warrior Girl Unearthed.

    If you pick it up, please look up trigger warnings.

  5. Cover des Buches Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783802597404)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

     (476)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Jahr 2125 ist Europa, nun New Europe, NuYu genannt, matriarchalisch geprägt. Kyria, deren Mutter einen hohen Ministerposten einnimmt, ist eine Gendefekte und hat an ihrem 18. Geburtstag schon länger gelebt, als zu erwarten war. Leider verläuft ihr Geburtstag nicht gut, erst erfährt sie, dass sie als Novizin im Tempel aufgenommen werden soll, nicht gerade das, was sie von ihrem weiteren Leben erhoffte, dann wird sie von einer Hornisse gestochen und landet im Heilungshaus. Dort lernt sie Reb kennen, einen Jungen, der ohne Identität im Untergrund lebt – und damit beginnt für Kyria ein Abenteuer, von dem sie nicht erwartet, es zu überleben …

    Ich war sehr auf den Roman gespannt, denn ich bin ein Fan der Autorin, vor allem ihrer in Köln spielenden, historischen Romane. Ziemlich schnell allerdings trat Ernüchterung ein. Der Roman wollte mich so gar nicht packen, ich hatte sehr oft das Gefühl Altbekanntes zu lesen, ich konnte mich nicht so recht mit den Charakteren und auch nicht mit der Welt, die die Autorin entwickelt hat, anfreunden.

    Erzählt wird distanziert und recht emotionslos, und das, obwohl die Autorin Kyria selbst in Ich-Form erzählen lässt. Ein Mädchen, todkrank, aus ihrer gewohnten Welt gerissen, das schnell nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, sollte mehr Emotionen haben – und die möchte ich als Leser auch gerne miterleben können. Mit Reb zankt sie sich ständig, Kyria ist zickig, er ist frech, das soll wohl auflockern und für Humor sorgen, wird aber nach einer gewissen Zeit nervig. Insgesamt sind die Charaktere nicht sehr tiefgehend gezeichnet.

    Ich persönlich finde matriarchalische Gesellschaften interessant. Die Gesellschaft NuYus wurde aus einem bestimmten Grund so aufgebaut, tatsächlich ist sie aber nicht besser als die frühere, die abgelöst und verbessert werden sollte. Interessanterweise lässt Andrea Schacht die Katastrophe, die die Welt verändert, nicht in einer zukünftigen Welt passieren, sondern 1975, wodurch NuYu eher eine Parallelwelt zu unserer ist. Die Gesellschaft der 1970er Jahre bleibt in sogenannten Reservaten bestehen, hier hat sich nichts weiterentwickelt, das empfand ich nicht sehr realistisch, auch die Gesellschaftsform wurde nicht geändert, hier ist die Rollenverteilung altbekannt – und auch bei den Ausgestoßenen, zu denen Reb zählt, ist die Rollenverteilung klar: Frauen kochen und putzen. Ich finde, hier verschenkt Andrea Schacht allerhand, vor allem die Chance, eine Welt zu zeigen, in der Gleichberechtigung herrscht, in der jeder das sein kann, was er möchte (oder zumindest eine Gesellschaft auf dem Weg dorthin).

    Die Geschichte wirkt auf mich recht oberflächlich, hin und wieder auch nicht ganz logisch, z. B., wenn Reb zwar in das Heilungshaus geschafft, dort aber nicht behandelt wird. Dann wieder wirkt sie sehr bemüht jugendlich. Leider ist die Geschichte nicht sehr spannend. Teilweise plätschert sie so dahin, gegen Ende immer mehr, zwischendurch geschehen Dinge zu plötzlich, viele „Überraschungen“ kann der Leser schon vorab ahnen, lediglich die Frage nach dem Warum finde ich interessant. Leider erfährt man in diesem Band nur relativ wenig darüber. Es handelt sich hier um einen Zweiteiler, d. h., Antworten bekommt man erst im Abschlussband. Und tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich auf die Auflösung neugierig zu machen und so werde ich die Fortsetzung vielleicht noch lesen. Ich hoffe auch, dass im zweiten Band einige Dinge, die hier nur angerissen werden, wie die Religion oder die Wagenrennen, überhaupt die Welt, in der Kyria groß geworden ist, etwas ausführlicher dargestellt werden. Im Moment habe ich das Gefühl, als hätte man die Geschichte auch gut in nur einem Band erzählen können.

    Wie gesagt, bin ich Fan der Autorin, doch mit diesem Jugendroman hat sie mich enttäuscht. Ich hatte den Eindruck als wolle Andrea Schacht unbedingt auf der Dystopie-Welle mitschwimmen und als habe sie aus allen möglichen Versatzstücken dieses Genres eine Geschichte zusammengesetzt, die auf mich nicht als etwas Neues, Besonderes wirkt, ich hatte vielmehr während des Lesens sehr oft einen Déjà-vu-Gefühl.

    Ich vergebe knappe 3 Sterne. Ganz große Dystopie-Fans können einen Blick wagen, wirklich empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

  6. Cover des Buches Die Liebe trägt Giraffenpulli (ISBN: 9783956498213)
    Susan Mallery

    Die Liebe trägt Giraffenpulli

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Lesebrille67

    Die Schwestern Lund haben sich verliebt. Violet in einen englischen Herzog und Carol in den Künstler Matthias, der auch am Rand des Wildtierreservates wohnt, in dem sie arbeitet. Während ich eher bei der adligen Familie mit Widerstand gerechnet hätte, verläuft diese Beziehung ohne Probleme. Viel schwieriger ist es mit Matthias, der immer noch mit den seelischen Tiefschlägen seines unmöglichen Vaters zu kämpfen hat. Dazu kommt noch der Verlust, seines Bruders, der er für seinen Zwilling hielt. Und all das lässt ihn glauben ,immer wieder verlassen zu werden. Aber Carol lernt ihre eigenen Dämonen zu bekämpfen und nutzt ihre zweite Chance.

  7. Cover des Buches Wacholdersommer (ISBN: 9783570311530)
    Antje Babendererde

    Wacholdersommer

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Lalemeer
    Es geht um die Halbindianerin Kaye die um Ihre Jugendliebe Will kämpft. Denn Will war einige Jahre im Gefängnis, wie schlimm es ihm erging, ahnt sie bis dato nicht, aber es nimmt eine wichtige Rolle in dieser Story ein. Als er nun frühzeitig entlassen wird denkt Sie natürlich alles geht so weiter wie es vorher war... Aber Will hat sich verändert... hat sich auch die Liebe verändert?

    Eine etwas andere Geschichte, die anfänglich etwas trocken wirkt aber nach und nach fügt sich alles zusammen... 

    Zwischendurch ist man immer wieder mit kleinen Indianerweisheiten versorgt (ich liebe das an Antje Babendererde) 

    es gehört in die MUSS gelesen werden Liste wenn man Antje Babendererde gerne liest
  8. Cover des Buches Frostmond (ISBN: 9783865327239)
    Frauke Buchholz

    Frostmond

     (34)
    Aktuelle Rezension von: SalanderLisbeth

    Das offene, liberale Kanada mit seiner unberührten Natur, zahlreichen Seen und Bergen ist auch aufgrund hoher Lebensqualität und geringer Arbeitslosenquote für viele ein Sehnsuchtsland, hat aber auch eine andere, dunkle Seite. Alltagsrassismus ist die Regel und der Genozid an den kanadischen Ureinwohnern wird totgeschwiegen. Seit Jahrzehnten verschwinden junge Frauen indigener Herkunft spurlos oder werden Opfer eines Verbrechens und die Aufklärung steht bei der kanadischen Staatspolizei nicht an erster Stelle.

    Straße der Tränen

    Besonders häufig verschwinden Frauen in der kanadischen Provinz British-Columbia am berüchtigten Highway 16. Dieser über 700 km lange Abschnitt des Transcanada-Highways wird „Highway of Tears“ genannt und unverhältnismäßig viele der Opfer gehören den „First Nations“ an, den Ureinwohnern Kanadas. Frauke Buchholz hat sich in ihrem Debütroman genau mit diesem Thema auseinandergesetzt. Gleich zu Beginn wird am Ufer des St. Lawrence Rivers in Montreal mit der Leiche eines jungen, grausam zugerichteten Mädchens ein weiteres Opfer indigener Herkunft angespült. Da die Cree-Indianerin Jeanette Maskisin erst 15 Jahre alt und im 4. Monat schwanger war, ist das Medieninteresse hoch und das sorgt endlich zu verschärften Ermittlungen bei der Polizei. 

    Dem ermittelnden Sergeanten Jean-Baptiste LeRoux wird zur Unterstützung ein Profiler der Royal Canadian Mounted Police aus dem tausend Kilometer entfernten Regina zur Seite gestellt. Die beiden Ermittler könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Frankokanadier JB LeRoux, ein Weiberheld, alkoholsüchtig und im Job ausgebrannt, quält sich die ganze Geschichte lustlos und desillusioniert durch die Ermittlungen. Deutlich motivierter ist da der gebildete Anzugträger Ted Garner, ein arroganter Analytiker und Pendant. Aufgrund seiner rudimentären Französischkenntnisse hat er keinen leichten Stand in der  Sûreté du Québec. Füreinander empfinden sie nur Verachtung, nennen sich Froschfresser und Hinterwäldler. Geeint sind sie nur in ihren Vorurteilen gegenüber der indigenen Bevölkerung.

    „19 Morde in fünf Jahren auf einer Strecke von über 4500 Kilometern. Es gibt keinerlei logische Verknüpfung.“ „Außer, dass 18 Frauen Indianerinnen waren, fast alle getrampt sind, vergewaltigt und brutal ermordet wurden und kein einziger Fall aufgeklärt ist“, sagte LeRoux. Auszug Seite 30

    Das hätte interessant sein können, wird für meinen Geschmack aber zu oberflächlich beleuchtet. Die beiden Protagonisten werden als derart gegensätzliche Typen konzipiert, dass es nur so vor Klischees strotzt. Alle Figuren sind sehr plakativ und mit dickem Pinsel gestaltet, wobei auch der profilierungssüchtige, nur um eine gute Presse besorgte Leiter der Sureté nicht fehlen darf. Handlungen und Motivation konnte ich oft nicht nachvollziehen und hätten mehr Raum gebraucht. Dass beispielhaft der Vernunftsmensch Ted Garner sich unvermittelt in JB’s selbstverständlich wunderschöne Frau Sophie verguckt, war überhaupt nicht glaubwürdig. Diese Romanze war nicht schlüssig, sondern wirkte aufgesetzt und genauso redundant wie Garners ständiges, seine Belesenheit dokumentierendes Rezitieren von Schopenhauer. Genauso unverständlich fand ich LeRouxs Gebaren in einem Stripclub, in dem er sich erst mal vergnügt, anstatt zu ermitteln. 

    Parallelleben im Reservat

    In klirrender Kälte führen die Ermittlungen das widerwillige Gespann in ein abgelegenes Cree-Reservat nach Niskawini, dessen Kultur Ihnen gänzlich unzugänglich ist. Hier ist Jeanette aufgewachsen und gilt seit einem Jahr als verschwunden, ohne dass eine Vermisstenanzeige aufgegeben wurde, denn die Menschen bringen der Polizei, als Teil des Systems kein Vertrauen entgegen. Hier fand ich den Roman ganz stimmig, vielleicht  weil die Autorin, die einige Jahre in einem Reservat im Norden Kanadas gelebt hat, aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Das Leben im Reservat ist geprägt von Armut, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie häuslicher Gewalt. Gekonnt wird die Ausgrenzung und die Benachteiligung beleuchtet und wie Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. 

    Die beiden Ermittler treffen hier auf Leon, den Cousin der ermordeten Jeanette und der letzte, der mit ihr Kontakt hatte. Leon lebt noch ganz traditionell nach den Methoden seiner Vorväter. Auch er misstraut den beiden Polizisten und verrät nicht, dass Jeanette sich ihm anvertraut hatte und aufgrund großer Perspektivlosigkeit und  Sehnsucht nach einem besseren Leben das Reservat Richtung Montreal verlassen wollte. Er macht sich auf den Weg nach Montreal um alleine den Mörder zu finden und zu töten. Auch dieser Abschnitt konnte mich nicht wirklich fesseln und ich habe nur noch quer gelesen.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus drei Perspektiven erzählt. Neben JB LeRoux und Ted Garner ist es die Perspektive Leon Maskisins, die uns einen Blick auf die indigene Gesellschaft bietet. 

    Der Sprachstil ist äußerst gefällig, Im letzten Drittel nimmt der Kriminalfall noch Fahrt auf. Aber es kommt hier noch zu einigen seltsamen Zufällen sowie unrealistischen Wendungen, die mich genauso wie das undurchsichtige Ende nicht richtig überzeugen konnten. Es blieben auch noch einige Fragen offen.

    Die gegensätzlichen Ermittler und das Thema des alltäglichen Rassismus gegenüber der First-Nation-Bevölkerung versprachen eine spannende Lektüre, die meine hohen Erwartungen leider nicht gerecht werden konnte. Ich fand es handwerklich einfach nicht gut gemacht. 

    Bewertung: 2,5

     

  9. Cover des Buches Julischatten (ISBN: 9783401509075)
    Antje Babendererde

    Julischatten

     (200)
    Aktuelle Rezension von: Hannah_S_

    Ich weiß gar nicht mehr, wann ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe. Seitdem waren es jedoch mindestens schon drei weitere Male... "Julischatten" schafft es immer wieder, mich in seinen Bann zu ziehen und mich ins ferne Amerika zu träumen. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich an diesem Buch so fasziniert - vielleicht ist es die Mischung von Szenen aus Tagträumen und brutaler Realität, die einen immer wieder unvorhergesehen trifft. Im einen Moment reitet man auf dem Pferderücken durch die Prärie, im nächsten ist man mit der trostlosen Realität in den Reservaten konfrontiert. 

    Die drei Hauptcharaktere Sim, Lukas und Jimi sind detailreich beschrieben und ihre ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten kann ich mir lebendig vorstellen. Auch die Handlung erwacht vor meinem inneren Auge zum Leben und packt mich jedes Mal aufs Neue. Und auch wenn ich die entscheidenden Wendepunkte nach dreimaligem Lesen schon kenne, schaffen sie es doch jedes Mal, mich zu Tränen zu rühren. Das will etwas heißen, denn das schaffen schon beim ersten Mal lesen nicht viele Bücher. Von mir eine definitive Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Verräter der Magie (ISBN: 9783473584178)
    Rebecca Wild

    Verräter der Magie

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Rechtfertigt die Arbeit an einem neuen Buch die Vernachlässigung des medialen Auftritts? Diese Frage stelle ich mir anlässlich meiner Recherchen zur Salzburger Autorin Rebecca Wild. Seit etwa zwei Jahren herrscht bei ihr beinahe Funkstille. Ihr letztes Buch erschien 2017. Ihre Website ist veraltet und nicht voll funktionstüchtig. Es finden sich keine aktuellen Interviews. Im Mai 2019 erklärte sie auf Facebook, was bei ihr los ist. Sie arbeitet an der Veröffentlichung eines Thrillers. Ein bedeutender Genrewechsel, denn bisher war sie in der Fantasy- und Young Adult – Ecke zu finden, zu der auch ihr 2012er Debüt „Verräter der Magie“ zählt. Ich verstehe, dass sie dieses Projekt beschäftigt, trotzdem finde ich, dass eine gepflegte Website heutzutage die Mindestanforderung ist, sucht eine Person die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Frau Wild, viel Erfolg mit dem Thriller, aber ich empfehle, an dieser Stelle nachzubessern.

    Ein kühler Hauch im Nacken, explodierende Kopfschmerzen, Ohnmacht – und plötzlich ist Kira nicht mehr allein in ihrem Körper. Sie ist geschockt, als sie begreift, dass ihr ungebetener Gast ausgerechnet Cian Kingsley ist, die einzige Person, die sie aufrichtig hasst. Cian ist ein mächtiger, einflussreicher Magier, dessen hartherzige Gesetze alle nicht-menschlichen Spezies in abgeriegelte Reservate sperren, einschließlich Kira. Sie muss die arrogante Nervensäge so schnell wie möglich loswerden. Leider ist das nicht so einfach, denn Cian wurde ermordet. In der Verzweiflung seiner letzten Augenblicke spaltete er seine Seele ab und schlüpfte in Kiras Kopf. Ihre einzige Chance besteht darin, ihm zu helfen, herauszufinden, wer ihn tötete und warum. Doch je mehr Zeit sie mit Cian verbringt, desto weniger stört sie seine Anwesenheit. Sie beginnt sogar, ihn zu mögen und Kira muss sich fragen, ob sie überhaupt noch will, dass er sie verlässt …

    „Verräter der Magie“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie viel man mit simplen Mitteln erreichen kann, wenn sie gut durchdacht und konsequent ausgearbeitet sind. Dieser YA-Fantasy-Roman ist das Gegenteil von anspruchsvoller Literatur und war dennoch unterhaltsam. Wie ihr wisst, schätze ich gelungene Bescheidenheit mehr als misslungene Komplexität. Ich hatte während der Lektüre das Gefühl, dass sich Rebecca Wild ihrer Stärken bewusst war und sich gezielt auf diese konzentrierte. Ich finde das toll, denn es gehört viel dazu, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. „Verräter der Magie“ funktioniert nach sehr einfachen Regeln, deren Schlichtheit die inhärente Glaubwürdigkeit und Plausibilität der alternativen Wirklichkeit fördert. In dieser sind alle mythologischen Wesen aus Folklore, Legenden und Märchen real. Es gibt Werwölfe, Vampire und Feen, aber auch exotischere Spezies wie Trolle oder Nymphen. Sie alle müssen in Reservaten leben, weil Magier die Menschheit überzeugten, sie zu fürchten. Natürlich nicht aus uneigennütziger Sorge, sondern um Zugriff auf zentral erreichbare Machtquellen zu haben. Magiebegabte stellen in Rebecca Wilds Universum ein interessantes Paradoxon dar, da sie selbst über keinerlei Magie verfügen. Ihr Talent besteht darin, Magie aus ihrer Umgebung zu beziehen; aus der Natur, aber auch aus eben jenen Wesen, die sie einsperren lassen. Ich finde dieses Verhältnis und die politisch-gesellschaftlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, originell und vorstellbar. Durch Angst gerechtfertigte Internierungen, die in Wahrheit einen völlig anderen Zweck erfüllen, sind in der Historie ja genügend belegt. Kein Wunder, dass Magier in den Reservaten leidenschaftlich gehasst werden und die Protagonistin Kira keine Luftsprünge macht, als sie herausfindet, dass sie ihren Körper mit einem hochrangigen Exemplar teilen muss. Ich mochte Kira auf Anhieb, fand sie zu Beginn von „Verräter der Magie“ allerdings etwas zu passiv. Sie lässt sich von Cian herumschubsen, statt eigene Pläne zu schmieden, um ihn wieder loszuwerden. Glücklicherweise bessert sich ihre Anteilnahme an ihrer verzwickten Situation im Verlauf der Geschichte, sie ergreift zunehmend die Initiative und beteiligt sich aktiv am Geschehen. Cian hingegen kann ich schwerer einschätzen, weil meine Beziehung zu ihm genau die Entwicklung durchlief, die die Autorin vorsah und die auch Kira erlebt: Abneigung verwandelte sich in Zuneigung. Selbstverständlich ist es vorhersehbar, dass sich Kira und Cian näherkommen. Da Wild das Konfliktpotential ihrer Romanze jedoch präsent thematisiert, störte mich deren Berechenbarkeit kaum. Es ist nicht plötzlich alles gut, weil sie sich ineinander verlieben. Sie kommen noch immer aus unterschiedlichen Welten und müssen trotzdem eine Mordermittlung organisieren. Diese ließ ich über mich hinwegplätschern, statt mir die Mühe zu machen, bewusst mitzurätseln. „Verräter der Magie“ lädt dazu ein, den Kopf auszuschalten und sich Antworten ausnahmsweise einmal servieren zu lassen. Ich habe es genossen.

    Für ein Debüt ist „Verräter der Magie“ erstaunlich fokussiert und gradlinig. Rebecca Wild entwarf eine unkomplizierte, überzeugende alternative Realität, deren Richtlinien sie ohne unnötige Kompromisse einhalten konnte und nutzte, um eine Handlung zu konzipieren, die meine Nerven nun zwar nicht strapazierte, aber meine Neugier angenehm lebendig hielt. Es ist ein leichtes, bequemes Buch, das luftig über mich hinwegstrich; eine schöne Lektüre für Zwischendurch, die gar nicht erst den Anspruch verfolgt, Leser_innen zu fordern. Es freut mich, dass es immer noch Autor_innen gibt, die Mut zur Simplizität beweisen. Eine Geschichte schlicht zu halten, sie nicht zu überfrachten und auf überflüssige Verwicklungen zu verzichten, ist nämlich gar nicht so einfach. Deshalb gratuliere ich Rebecca Wild zu diesem kurzweiligen Roman und werde auch die Fortsetzung „Gefangene der Magie“ bei mir einziehen lassen – für Tage, an denen mein Kopf mal Urlaub braucht.

  11. Cover des Buches Der Elefantenflüsterer (ISBN: 9783868825244)
    Laurence Anthony

    Der Elefantenflüsterer

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Pfingstrose500

    Durch Zufall bin ich auf das Buch " Der Elefantenflüsterer " von Laurence Anthony gestoßen. 

    Da Elefanten für mich mit zu den faszinierendsten Tieren dieser Erde  zählen, weckte das Buch gleich großes Interesse bei mir.

    Laurence Anthony schildert auf rührende Art und Weise seine Geschichte über Thula Thula und seinem langen und steinigen Weg, eine Herde verhaltensauffälliger Elefanten in seinem Tierreservat aufzunehmen. 

    Mit viel Feingefühl gewinnt er langsam das Vertrauen der Elefanten, jedoch gibt es auch immer wieder Rückschläge. 

    Das gesamte Buch liest sich wie eine Reise durch Südafrika, man hat stets das Gefühl, dank der packenden Schilderungen, dass man mit vor Ort sei.

    Der Elefantenflüsterer hat mich oft zu Tränen gerührt, aber teilweise auch durch den Wortwitz von L. Anthony zum Schmunzeln gebracht.

    Wer Elefanten liebt, und mehr über diese liebevollen Dickhäuter erfahren möchte, für den ist dieses Buch ein wahres Geschenk. 

  12. Cover des Buches Indian Cowboy (ISBN: 9783740749088)
    Brita Rose Billert

    Indian Cowboy

     (24)
    Aktuelle Rezension von: TommyBBB

    Viel muss man dieser Überschrift sicher nicht hinzufügen, wenn es um die Bewertung des Buches geht. Aber so eine harte Ansage verdient natürlich eine klare Begründung.

    Zur Sachlage: es ist der zweite Band einer mehrteiligen Geschichte um den Lakota Ryan Black Hawk. Und da beginnt gleich der erste Schwachpunkt, nämlich der Start des Buches, tatsächlich aber  „mittendrin“ in der Gesamtgeschichte. Ohne Vorkenntnis wird der Leser ins kalte Wasser geworfen und muss sich da erst mal freistrampeln. Eine kleine Zusammenfassung, um den Übergang deutlich zu machen, wäre wirklich hilfreich gewesen.

    Die Geschichte selbst strotzt nur so von Logikfehlern und -brüchen, hat es kein anständig arbeitendes Lektorat gegeben? Im zweiten Kapitel werden dem Leser einfach mal so ein paar Brocken aus Ryans Kopfgeldjägertätigkeit hingeworfen, ohne eigentlichen Bezug zur Geschichte. Dass ein FBI-Agent irgendwie (!) in der Lage ist, nebenbei einen Kopfgeldjäger zu beschäftigen und dabei noch sehr gut zu bezahlen plus ihm einen fetten Sportwagen als Dienstwagen zur Verfügung zu stellen, macht schon mal gar keinen Sinn. Bounty-Hunter in den USA suchen nach flüchtigen Tatverdächtigen, die auf Kaution freigekommen sind und sich zu verstecken versuchen. Die Kautionsgeber sind ihre Auftraggeber, denn deren Geld ist weg, wenn der Verdächtige nicht vor Gericht erscheint. Aber das FBI sucht nach z.B. kleinen Einbrechern? DAS FBI?? Aber lassen wir das und tun so, als ob das tatsächlich so wäre, dann sollte aber doch der Rest in sich schlüssig sein, oder?

    Ist er aber nicht. Nur ein Beispiel von vielen: Im Schlusskapitel sucht Ryan nach einem Lakota, der tatsächlich ein „schwerer Junge“ ist Er braucht Wochen, um ihm endlich gegenüber zu stehen. Die beiden fahren eine ziemliche Strecke, um im nächsten Bundesstaat zu einer versteckten Hütte des Verbrechers zu gelangen. Als dieser aber aus dem örtlichen Gefängnis in seinem Reservat ausbricht, muss er nur ungefähr eine Stunde rennen, um bei seiner Hütte anzukommen. Zurück geht es wieder im Auto für, wenn ich das richtig gelesen habe, ungefähr 2 Stunden. Wow, was für ein Läufer!

    Oben steht ja „fast“ also ist nicht alles schlecht. Gut gelungen fand ich das dritte Kapitel, wo Ryan Keisha trifft ohne zu ahnen, dass sie seine Zielperson ist. Nett und ausführlich beschrieben, wie sie sich kennen und lieben lernen, wie er ihr hilft, von der Mordanklage freizukommen. Und der Spagat zwischen den Kulturen der Weißen und der Native Indians wird in diesem Kapitel tatsächlich deutlich.

    Die Autorin hat ausdrücklich darum gebeten, die Bewertung auf Englisch zu verfassen, denn auch ihr Buch ist ja auf Englisch geschrieben. Daran habe ich mich, wie jeder sehen kann, nicht gehalten. Und schon sind wir beim letzten Punkt der Kritik, dem teilweise grauenhaften „Englisch“, in dem das Buch verfasst ist. „Denglisch“ trifft es besser. „We come in devils kitchen“ versteht kein Amerikaner so, wie es gemeint ist. „One I have on my conscience“ dito. Richtig schlimm sind die dämlichen Übersetzungsfehler, es geht im ersten Satz um den Wind, der dann im Deutschen als „Er“ fortgesetzt wird. Und brav steht da „He“. Hallo? Wind (Englisch) ist ein Neutrum, ebenso die (Sonnen-)Brille, die im Folgesatz mit „she“ tituliert wird. Und bevor falsche Verdächtigungen aufkommen: Nein, ich bin kein Englisch-Lehrer, 6,5 Jahre Englisch in der Schule (mit Ach und Krach ne 3 im Abschluss), ein paar Urlaube in Kanada und dort reichlich Verwandtschaft und weiterhin Kontakt. Da bekommt man ein Gefühl für die Sprache, das dem Übersetzer (der hat doch nur Satz für Satz / Wort für Wort in den Google-Translator oder einen anderen eingebeben) offensichtlich völlig abgeht. Aus diesem Grund, also, weil das Buch ja gar kein englisches ist, schreibe ich diese Kritik auch nur auf Deutsch. Wer sie auf Englisch haben möchte, nutze doch den Translator. 😉

  13. Cover des Buches Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers (ISBN: 9783423782593)
    Sherman Alexie

    Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Myriam_Vantrepol
    Ein aussergewöhliches Buch, mit einem liebenswerten, klugen und humorvollen Protagonisten. Selten hat mich ein Jugendbuch so überrascht, ernste Themen werden weder ausgeklammert, noch mit erhobenem Zeigefinger erzählt. Ganz klar eine Empfehlung.
  14. Cover des Buches Credo. Das letzte Geheimnis (ISBN: 9783426500477)
    Douglas Preston

    Credo. Das letzte Geheimnis

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Petroel

    In einem abgelegenen Labor geschieht das Unfassbare: Wissenschaftler finden eine Möglichkeit, mit Gott zu kommunizieren! Aber darf der Mensch sich dies anmaßen? Während ein TV-Prediger die Öffentlichkeit gegen die Blasphemie aufhetzt, versucht Spezialermittler Wyman Ford im Auftrag der Regierung herauszufinden, was wirklich in der Forschungseinrichtung geschieht. Ihm bleibt nicht viel Zeit, denn vor den Toren des Labors formiert sich ein wütender Mob … 


    Ich persönlich glaube nicht und mir ist das ganze suspekt. Aber die Gottesfürchtigen sind radikal in ihrem Glauben.


  15. Cover des Buches Weltengänger (ISBN: 9783453529557)
    Sergej Lukianenko

    Weltengänger

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Von einem Tag auf den anderen beginnt die Existenz des Moskauers Kirill Maximow ausgelöscht zu werden. In seiner Wohnung lebt eine andere Frau, Eltern, Freunde und Arbeitskollegen erinnern sich nicht mehr an ihn. Über diverse Umwege beginnt er nun eine Zweitexistenz als Zöllner und Weltengänger.

     

    Selten fiel es mir so schwer wie bei dieser Rezension, sachlich zu bleiben. Denn im Grunde genommen ist „Weltengänger“ fast der Gipfel der nahezu unlesbaren Bücher.

    Wie Science Fiction oder Fantasy mutet das Ganze oftmals nicht an, eher wie die Lebensgeschichte einer Person, die stellenweise nicht ganz klar im Kopf scheint. Lukianenko lässt es sich nämlich nicht nehmen Kirills – oder doch eher seine? – Lebensweisheiten an den Anfang nahezu jedes Kapitels zu stellen. Dass er dabei zahlreiche Anspielungen auf Bücher, Autoren, Filme, etc. macht, die wohl russische Klassiker sind, hierzulande aber wohl niemand kennen dürfte – geschenkt, der Autor kommt nun mal aus der ehemaligen Sowjetunion. Aber: Niemand hat danach gefragt. Die Handlung wird dadurch nicht vorangetrieben. Nein, es ist nicht witzig, auch wenn es wohl witzig sein soll. Und bei rassistischen und sexistischen Kommentaren hört es bei mir eh auf.

    Bis etwa hundert Seiten vor Ende weiß man ohnehin nicht, was in dem Roman passiert. Kirill lebt in seinem Turm und macht Türen zu fremden Welten auf. Ja warum? Keine Ahnung. Erst zum Schluss kommt sowas wie ein Konzept dahinter, dass mich aber auch nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Vielleicht würde der zweite Band der Reihe Aufschluss geben, aber nein, ich verzichte dankend.

     

    Wie kann man ein doch einigermaßen gutes und interessantes Konzept derart an die Wand fahren und mit Füßen treten? Finger weg! Von diesem Autor werde ich gewiss nichts mehr lesen. Unter Science Fiction verstehe ich etwas anderes und unter guter Literatur schon gleich zweimal.

  16. Cover des Buches Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt (ISBN: 9783442480364)
    Alyson Noël

    Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt

     (355)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Klappentext:
    Zuerst war er nur ein Traum, dann trifft sie ihn und verliebt sich. Jetzt schwebt sie in tödlicher Gefahr.

    Plötzlich ist im Leben der 16-jährigen Daire Santos nichts mehr so, wie es war. Schlagartig hat sie schreckliche Visionen, Krähen und Geister verfolgen sie, während die Zeit still zu stehen scheint. In ihren Träumen wird sie heimgesucht von einem Jungen mit wunderschönen blauen Augen. Dann erfährt sie, dass sie eine Seelensucherin ist, die zwischen den Welten der Lebenden und der Toten wandeln kann. Als sie dem Jungen mit den blauen Augen in der Wirklichkeit trifft, wird ihr plötzlich klar, in welcher Gefahr sie sich befindet.

    Zum Buch:
    "Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt" von Alyson Noel ist der Auftakt zur "Soul Seeker" Reihe. Es erschien am 18.11.2013 beim Godmann Verlag und ist auch als Taschenbuch sowie e-book erhältlich.

    Meine Meinung:
    Ich bin bei Lovelybooks immer wieder über dieses Buch gestolpert und irgendwie zog es mich einfach an. Durch den Klappentext und das tolle Cover wirkte es so wunderbar mysteriös. Aber leider war es einfach nicht mein Buch.

    Cover:
    Ich hatte noch die alte Ausgabe, wo ein Mädchen praktisch auf den Boden zu fallen scheint. Der Hintergrund ist in verschiedenen Orange- und Pinktönen gehalten und ich finde es einfach klasse.

    Inhalt:
    Wie schon gesagt hatte ich echt Lust auf dieses Buch, weil es so schön mysteriös und spannend klang.

    Aber schon der Anfang konnte mich leider so gar nicht fesseln oder begeistern. Mir fehlte einfach etwas. Es zog sich für mich unglaublich hin und ich fand es teils auch etwas verwirrend.

    Daire war unglaublich nervig. Klar, sie hatte keinen festen Rahmen, aber dennoch fand ich ihr Verhalten einfach unglaublich daneben. Wie sie teils mit ihrer Mutter redete, war echt die Härte und sie war mir nur unsympathisch.
    Die Autorin wollte wohl einfach einen rebellischen, verängstigten Teenager beschreiben, auf mich wirkte Daire eher wie eine aufmüpfige Zicke.

    Nach 150 Seiten habe ich eigentlich nur noch quer gelesen und musste mich da durchquälen.

    Den Schreibstil fand ich unglaublich schleppend und zäh. Leider gar nicht mein Fall.

    Bewertung:
    Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut. Es klang nach einer super spannenden und mysteriösen Geschichte, aber ich langweilte mich von Anfang an und musste mich da eher durchquälen. Die Charaktere waren auch gar nicht mein Fall.
    Von mir gibt es:

    1 von 5 Sterne
  17. Cover des Buches Gefangene der Magie (ISBN: 9783473584390)
    Rebecca Wild

    Gefangene der Magie

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Wonder_
    Auch Band 2 gestaltet sich wieder locker und leicht wie schon der erste Band "Verräter der Magie". Eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, aber definitiv kein Lesemuss. Dafür ist die Story nicht fesselnd genug und es gibt deutlich zu viel hin und her. Als Zeitvertreib für lange Zugfahrten oder Ähnliches aber perfekt!

    Schon das erste Cover war nicht gerade mein Geschmack, aber mit dem blassgelben Hintergrund gefällt es mir noch weniger. Leider gar nicht mein Fall, das kann auch die hübsche Goldfolie nicht retten.


    Die Charaktere hatte ich leider etwas stärker in Erinnerung. Zwar fehlt es auch hier nicht an den unterhaltsamen Kabbeleien zwischen Kira und Kingsley, doch das Drumherum ist allenfalls mittelmäßig. Auch meine bisherige Lieblingsfigur Ares wirkt erschreckend blass und langweilig und auch die übrigen Figuren kommen eher wie Kurzgeschichtenkandidaten daher und können nicht wirklich überzeugen.
    Interessante Ansätze sind da, aber um mehr zu sein, als ein Roman zum kurz mal Weglesen fehlt es doch sehr an Tiefgang. Selbst die beiden Hauptpersonen Kira und Kingsley fallen eher dadurch auf, dass sie sehr einseitig und unscheinbar sind. Den Figuren fehlt es an Leben, an dem Funke, der sie greifbar und authentisch machen würde.   Kingsleys Seele ist nach wie vor in Kiras Körper gefangen. Hilfe erhoffen sie sich von einer jungen Magierin, die Kingsleys Seele wieder in seinen Körper zurückschicken soll. Zu diesem Zweck buddelt Kira seine Leiche aus, doch das mit dem Wiederbeleben geht nach hinten los... Herauskommt ein Zombie-Kingsley, ein Drachenangriff und jede Menge Ärger. Und Kingsleys Seele ist sie erst nicht los! Nach viel hin und her gelingt es schließlich doch, aber schon die nächsten Probleme stehen vor der Tür. Kira wird geschnappt und ins Reservat zurückgebracht und eine große Befreiungsaktion ist angesagt.
    Eine seichte Handlung mit vielen Wendungen, hinzugedichteten Problemen und Hindernissen, um das Ganze noch etwas mehr in die Länge zu ziehen. Ich hätte mir deutlich mehr erhofft und bin nach dem guten Auftakt doch etwas enttäuscht. Was vielversprechend angefangen hat bleibt weiterhin auf Zeitvertreibt-Level. Allerdings muss ich sagen, dass Band 1 dabei noch wesentlich spannender war, während "Gefangene der Magie" doch sehr konstruiert und gestellt wirkt.

    Der Schreibstil ist gut, leicht zu lesen und dem Inhalt entsprechend. Nicht sonderlich außergewöhnlich oder atemberaubend, aber definitiv angenehm. Trotzdem hat mir Band 1 sehr viel besser gefallen, es war frischer und unterhaltsamer, während es nun sehr gezwungen und aufgesetzt erscheint.
  18. Cover des Buches Weißer Schatten (ISBN: 9783746630915)
    Deon Meyer

    Weißer Schatten

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound
    Lemmer, ein wortkarger und eigenbrötlerischer Personenschützer, hat einen neuen Auftrag. Die weiße Südafrikanerin Emma fühlt sich nicht mehr sicher und sucht den Schutz Lemmers. 

    Emmas Bruder ist von 20 Jahren verschwunden. Nun hat Emma im Fernsehen ein Bild von einem Mann gesehen, der einen mehrfachen Mord begangen haben soll, aber ihrem Bruder auch sehr ähnlich sieht. Emma muss einfach herausfinden, ob der Gesuchte gleichzeitig auch ihr verschollen und tot geglaubter Bruder ist. 

    Ein paar Tage vor ihrer Abreise nach den Spuren ihres Bruders wird Emma in ihrem Haus überfallen und bekommt einen merkwürdigen Anruf. Deshalb soll Lemmer sie nun auf ihre Reise begleiten.

    Lemmer seinerseits nimmt Emma nicht wirklich ernst und wird auf ihrer Reise schnell eines Besseren belehrt...


    "Ich glaube nicht an Gerechtigkeit, aber an Rache."


    Deon Meyer lässt seine Leser tief ins Herz Südafrikas eintauchen. Wir lernen nicht nur das Land mit seinen wunderschönen Landschaften und den wilden Tieren kennen, sondern lernen durch die Charaktere auch viel über die Mentalität der Südafrikaner. Immer noch gefangen in den Nachwirkungen der Apartheit stecken die Menschen in alten Rollenverteilungen und Vorurteilungen fest. Nur schwerlich können diese überwunden werden, was wohl noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Dies alles stellt der Auto sehr anschaulich dar.

    Die Charaktere sind gut gezeichnet, egal ob es sich um den wortkargen Bodyguard mit der dunklen Vergangenheit oder aber die erfolgreiche, aber einsame und verzweifelte junge Frau handelt.

    Die Spannung baut sich nach und nach auf, wobei dieses Buch für mich eher ein Krimi denn ein Thriller ist. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.


    Für mich, die Afrika liebt, ein tolles Buch, welches mir sehr viel Unterhaltung beim Lesen gebracht hat.


  19. Cover des Buches Vollendet - Die Rache (ISBN: 9783733507183)
    Neal Shusterman

    Vollendet - Die Rache

     (167)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel

    USA, die nahe Zukunft: Teenager, die zu viel Ärger machen, werden gnadenlos aus der Gesellschaft ausgestoßen und »umgewandelt«: Sie werden zu Organspendern – komplett, unumkehrbar und sofort. Connor und Risa sind ihrer Umwandlung entkommen. Zum ersten Mal seit ihrer Flucht sieht Connor eine Chance, die Umwandlungen für immer abzuschaffen. Doch dafür muss er an den Ort zurückkehren, den er am meisten fürchtet – nach Hause. Risa indes begegnet einem alten Bekannten, der in ihr die Hoffnung auf ein Leben weckt, das mehr bietet als den täglichen Kampf ums Überleben ...

    Ich bin im Vergleich zu dem letzten Band, viel schneller rein gekommen. Ich war gleich drin und habe die Story sehr gerne verfolgt. Es gab dieses Mal sehr viel mehr Sichten als noch am Anfang der Geschichte. Ich liebe Grace, sie ist eine Bereicherung für die Reihe und für unsere Protagonisten. Es war wieder ein toller toller Teil, und ich habe das Buch so gerne verfolgt. Ich bin total gespannt, wie es im nächsten und letzten Band weiter und zu Endr geht. Dieses Buch bekommt 4/5 Sternen. 

  20. Cover des Buches Und wo ist dein Herz zu Hause? (ISBN: 9783752870398)
    Anne Kröber

    Und wo ist dein Herz zu Hause?

     (14)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Ella lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und deren Freund in einem gemeinsamen Haus. Jedoch hält sie es in diesem Haus nicht mehr aus und beschließt deshalb nach Tofino, Kanada zu reisen. Tofino ist der Ort, von dem ihr Vater ihr immer vorgeschwärmt hat. Als sie dort ankommt, hat sie zum ersten Mal das Gefühl, angekommen und willkommen zu sein. Dort gibt es auch noch Ben, der dafür sorgt, dass sie nicht lange ihre Mauern aufrechthalten kann und sie dann einstürzen…

    Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin erhalten, vielen Dank dafür! Das beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung. Bevor ich hier loslege, möchte ich noch kurz auf das Cover eingehen, was ich unfassbar schön finde. Ich liebe das Meer im Hintergrund, was einem schon ein wundervolles Urlaubsbuch verspricht. Und auch die pinke Schrift, passt perfekt auf das Cover des Buches.

    Ella ist unsere Protagonistin unseres Buches. Ich habe sie von Anfang an direkt ins Herz geschlossen und sie war mir total sympathisch. Durch die Dinge, die sie erlebt am Anfang des Buches, kann ich verstehen, dass sie von Zuhause verschwinden möchte. Und das tut sie ja dann auch. Ich finde, dass es eine Menge Mut braucht, um seine Sachen zu packen und einfach nach Kanada zu reisen. Ella macht auf Tofino eine starke Entwicklung durch. Ich glaube, dass diese Reise etwas war, was sie unbedingt gebraucht hat, um zu sich selbst zu finden und zu schauen wer sie ist.

    Und auch die Nebencharaktere, die in diesem Buch ihren Platz gefunden haben, habe ich alle sehr ins Herz geschlossen. Jeder ist perfekt auf seine Art und Weise und das hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere wurden gut gezeichnet, sind liebevoll und wahnsinnig sympathisch. Ich fand es so schön, dass Ella auf ihrer Reise so unglaublich tolle Menschen kennenlernen konnte und auch durfte.

    Außerdem möchte ich gerne auf das Setting eingehen. Tofino ist so ein wunderschöner Ort, den ich mir im Internet noch einmal genauer angeschaut habe. Ich kannte diesen Ort vorher gar nicht und finde es schön, dass Anne Kröber Tofino als Handlungsort gewählt hat und nicht einen diese typischen Orte. Ich kann es nur immer wieder wiederholen. Dieser Ort ist wunderschön und auf meiner Liste der Orte gelandet, die ich gerne einmal im Leben bereisen wollen würde.

    Der Schreibstil von Anne Kröber war für mich neu und trotz allem konnte sie mich komplett mit ihrem Schreibstil überzeugen. Sie hat einen lockeren, leichten und flüssigen Schreibstil, der einem das Lesen erleichtert. Dementsprechend lässt sich das Buch flüssig lesen und auch der Lesefluss wird in keiner Weise gestört, sondern auch noch positiv durch den tollen Schreibstil der Autorin hervorgehoben.

    ,,Und wo ist dein Herz zu Hause?‘‘ war für mich ein Buch, bei dem ich nicht damit gerechnet habe, dass es mich so sehr überzeugen könnte. Ich kann es euch sagen, dass Buch habe ich innerhalb zwei Tagen verschlungen, da ich die Reise von Ella unbedingt weiter begleiten wollte. Ella lernt auf dieser Reise so viel über sich selbst, wovon sich manche Leser bestimmt eine Scheibe abschneiden können. Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen, denn ich habe es total geliebt!

  21. Cover des Buches Der Gesang der Orcas (ISBN: 9783401509099)
    Antje Babendererde

    Der Gesang der Orcas

     (285)
    Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books

    Der Gesang der Orcas

    Inhalt:


    Nach dem Tod ihrer Mutter ist Sofie am Boden zerstört. Kein Glück der Welt scheint sie wieder aufmuntern zu können. Mit ihrem Vater, einem Fotografen,  begibt sie sich in den Sommerferien in einen regnerischen und dunklen Teil Nordamerikas. Dort lernt sie das Land und die Fischer - Indianer, das Volk der Makah kennen. Durch den Makah - Jungen Javid entdeckt sie nicht nur das Land und die Bewohner des Meeres, sondern auch sich selbst.


    Meinung:


    Gefühlt mein hundertstes Buch der lieben @antje 

    Immer wieder überrascht sie einen mit weiteren Informationen zu den Ureinwwohnern Amerikas. Diese Geschichte ist jedoch von der Atmosphäre düsterer, als die bisher gelesenen. Sofie hat in jungen Jahren mit einem schweren Verlust zu kämpfen, auch die regnerische Umgebung ist leicht bedrückend. Abgesehen davon gefiel mir wie Sofie immer mehr zu sich selbst fand und das Land dabei erkundete und über die Indianer und ihre Kultur lernte. Wie sich ihre Beziehung zu ihrem Vater entwickelte und zu sich selbst. 

    Der Weg des Erwachsen Werdens und sich selbst und seine Andersartigkeit zu akzeptieren und zu lieben. 4/5 ⭐️

  22. Cover des Buches Longmire: Bittere Wahrheiten (ISBN: 9783865525505)
    Craig Johnson

    Longmire: Bittere Wahrheiten

     (14)
    Aktuelle Rezension von: alexi1212

    Ein guter erster Einblick in das Leben von Walt Longmire. Die Hauptfigur wird mit seinen vielen Facetten und meines Erachtens sympathisch beschrieben. Alle anderen der Nebencharaktere sind unglaublich authentisch. Der Fall der in diesem Buch im Mittelpunkt steht ist spannend. Großartiger Krimi/Western

  23. Cover des Buches Das Glück wartet in Virgin River (ISBN: 9783745703030)
    Robyn Carr

    Das Glück wartet in Virgin River

     (54)
    Aktuelle Rezension von: phiesbooksworld

    Titel: Das Glück wartet in Virgin River
    Autorin: Robyn Carr
    Verlag: MIRA Taschenbuch (21. Juli, 2022)
    Preis: 11,00 € (Taschenbuch)
    Genre: Roman, Erzählung
    Altersempfehlung: ab 16 Jahren
    Umfang: 432 Seiten
    ISBN: 978-3-7457-0303-0
    Hörbuch: /

     

    KLAPPENTEXT:

     

    Willkommen in Virgin River – Dem Ort, wo du dein Liebesglück findest

    Für Clay Tahoma kommt das Jobangebot aus Virgin River genau zur rechten Zeit. Der Najavo-Pferdeflüsterer will sein Leben in eine neue Richtung lenken und wünscht sich nichts mehr, als dass sein Sohn zu ihm zieht. Vom ersten Augenblick an fühlt er sich in der Kleinstadt inmitten der idyllischen Wälder wohl und wird von den Bewohnern des Ortes herzlich empfangen – von fast allen. Nur ausgerechnet Lilly Yazhi scheint nicht allzu begeistert von ihm zu sein. Dabei schlägt in ihrer Nähe sein Herz höher. Clay ist entschlossen, Lilly zu zeigen, dass es sich lohnt, der Liebe eine Chance zu geben …

     

    Insgesamt: 2,5 / 5 ★


    „Das Glück wartet in Virgin River“ von Robyn Carr ist der 11. Band ihrer Virgin River Reihe, die auch auf Netflix als Serie verfilmt wurde. Man kann die Bände jedoch unabhängig voneinander lesen, auch wenn das Setting aufeinander aufbaut. Es war das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und wird wahrscheinlich auch das letzte Buch sein, denn überzeugen konnte mich die Geschichte nicht, auch wenn mir das Setting mit der idyllischen Kleinstadt gefallen hat, was aber auch um ehrlich zu sein der einzige Punkt war, weswegen ich es nicht abgebrochen habe.

    An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst einmal gewöhnen, doch nach ein paar Seiten ließ es sich sehr angenehm lesen. Das Buch wurde in der Erzähler Perspektive geschrieben, was ich generell nicht so gerne mag, jedoch hat es hier ganz gut gepasst. Robyn Carr schreibt mit sehr viel Detail, was es einem sehr einfach macht, sich das Setting bildlich vorzustellen, welches wirklich sehr schön ist. Dadurch, dass die Kapitel sehr lang war, war es manchmal anstrengend diese zu lesen. Die Geschichte war sehr umfangreich und der Fokus lag nicht gerade auf der Beziehung und Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten, was mir persönlich einfach nicht wirklich gut gefallen hat.

    Dies war ein Buch, wo mir der Klappentext leider besser gefallen hat als der Inhalt. In diesem Band der Virgin Reihe geht es um den Pferdeflüsterer Clay Tahoma und der Futterlieferantin Lilly Yazhi. Das Besondere an den beiden Protagonisten ist, dass sie Beide indigen Völkern angehören. Clay zieht nach Virgin River, wo er ein Jobangebot bei einem alten Freund bekommt, um endgültig mit seiner Ex-Frau abzuschließen, mit der er ein kompliziertes Verhältnis führt. Außerdem ist es sein Ziel, dass sein Sohn endlich zu ihm zieht, denn Clay ist sehr jung Vater geworden. Lilly, die nur noch ihren Großvater hat, steht der Liebe sehr skeptisch gegenüber, da sie keine guten Erfahrungen gemacht hat. Des Weiteren spielen die Pferde in dieser Geschichte eine sehr große Rolle, denn nicht nur Clay hat eine besondere Verbindung zu Ihnen, sondern auch Lilly.

    Ich bin irgendwie einfach nicht mit der Geschichte von Clay und Lilly warm geworden. Durch die vielen Nebenhandlungen, hat man irgendwie oft den Fokus der Beiden verloren und es wurden andere Dinge in den Vordergrund gestellt, die irgendwie den Lesefluss gestört haben. Diese Handlungen, die nichts mit den Beiden zu tun hatten, haben das Buch meiner Meinung nach sehr in die Länge gezogen. Es wurden auch ernstere Themen angeschnitten, wie zum Beispiel Scheidung, früh Kinder bekommen und weiteres. Für mich ist die Geschichte von Lilly und Clay leider durch die ganzen Nebenhandlungen in den Hintergrund gerückt, was mir persönlich einfach nicht gefallen hat. Es hat mir zu viel bei den Beiden gefehlt, vor allem die Tiefe der Beziehung habe ich hier leider nicht sehen können. Für mich war die Beziehung eher sehr oberflächlich.

    Robyn Carr hat interessante Protagonisten erschaffen, die für mich aber etwas zu oberflächlich waren und wo ich mir noch mehr gewünscht hätte. Die Beiden Hauptprotagonisten Clay und Lilly hatten einiges gemeinsam, insbesondere ihre indigenen Wurzeln und dass sie Beide Familienmenschen sind. Clay ist ein sehr herzlicher Mensch, der jeden unterstützen würde und immer ein offenes Ohr für seine Mitmenschen hat. Obwohl er sehr jung Vater geworden ist, hat er immer Verantwortung für seinen Sohn übernommen, der ihm sehr am Herzen liegt. Lilly war sehr selbstbewusst, hatte aber auch eine etwas kratzbürstige Art, welche ich nicht immer angemessen in den jeweiligen Situationen fand. Die ganzen Nebencharaktere waren ganz nett, aber warm wurde ich leider mit keinem von den Protagonisten.

    Das Cover lässt einen schon vermuten, dass es ein sehr ruhiges Buch ohne viel Spannung wird. Es gibt einem eine „Cozy“ Atmosphäre und ich finde es ganz nett anzusehen, jedoch ist es nichts Besonderes. Zu der Handlung und dem Setting passt es aber ganz gut.

    FAZIT: Das Buch war einfach nicht meins und hat mich sehr enttäuscht. Für mich kam die Geschichte von Clay und Lilly durch die ganzen Nebenhandlungen einfach nicht an und ich bin nicht warm mit den Protagonisten geworden. Mir persönlich haben auch die langen Kapitel einfach nicht zugesagt. Von mir gibt es dementsprechend leider keine Empfehlung.

     

     

     

  24. Cover des Buches Unter weiten Adlerschwingen (ISBN: 9783947031245)
    Svea Lundberg

    Unter weiten Adlerschwingen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Fortin

    Ein bewegender Roman, den die beiden Autorinnen da auf den Weg gebracht haben.

    Hier wird die Ignoranz, der Belange und Straftaten, zwischen den Weißen und den Lakota Indianern sichtbar.

    Man merkt schon beim Lesen, dass hier sehr gut recherchiert wurde. 

    Armut, Drogen, Vergewaltigungen und Gewalt gehören zum Alltag in den Reservaten.

    Chayton versucht mit Logan dieser Gewalt entgegen zu wirken, was für die beiden nicht einfach ist.

    Die beiden erzählen ihre Geschichte abwechselnd und kommen sich näher durch die polizeilichen Ermittlungen einer ihrer Fälle.

    Die Charaktere sind realistisch beschrieben und ich konnte mir alles gut vorstellen.

    Mehr möchte ich allerdings nicht verraten, das solltet ihr selbst lesen.

    Ein tolles Buch, von zwei Autorinnen, die das so gekonnt hinbekommen haben, das man nicht weiß wo die eine aufgehört hat und die andere angefangen hat. 

    Sehr empfehlenswert, deshalb von mir verdiente 5 Sterne.

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