Bücher mit dem Tag "reservat"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "reservat" gekennzeichnet haben.

102 Bücher

  1. Cover des Buches Rocky Mountain Lion (ISBN: 9783906882048)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Lion

     (204)
    Aktuelle Rezension von: KerstinMC

    Auf dem Cover sieht man sehr schön einen wichtigen Bestandteil der Geschichte. Wie der Titel „Rocky Mountain Lion“ schon verrät geht es um den Puma bzw. Berglöwen. Das Tier liegt im unteren Bereich des Bildes ganz entspannt, doch im Buch kommt es nur als Wildtier vor. Auf der anderen Seite deuten kleine Accessoires auf die Jahreszeit hin. Es liegt Schnee in Independence. Ich finde es immer wieder schön, wie hier kleine Details vom Inhalt der Geschichte einen Platz auf dem Cover erhalten.

    Rocky Mountain Lion ist das 9. Hörbuch der Rocky Mountain Reihe. Inzwischen sind 11 Bücher der Reihe eingesprochen und es werden noch einige folgen. Für mich ist diese Reihe genau das richtige, um nebenbei an meinem Schreibtisch zu sitzen und zu basteln. Oder es ist auch gerne ein Begleiter bei einsamen Waldspaziergängen, wobei ich da lieber ein Buch in der Hand halte, um die Natur hören zu können.

    Hörbücher und ich sind seit Kindertagen die besten Freunde und ich kann Stunde um Stunde mich von einer angenehmen Stimme berieseln lassen. Diese habe ich in Karoline Mask von Oppen gefunden. Wie du ganz unweigerlich bei mir schon mitbekommen hast. So hat die Reihe von Virginia Fox bei mir erst eine Chance bekommen. Für alle eine Win Win Situation. Ich weiß jeden Monat was für ein Hörbuch ich mir kaufe. Ich bin gespannt ob das Einsprechen im aktuellen Tempo weitergeht.

    So, aber nun zum aktuellen Hörbuch. Wie oben schon erwähnt spielt der Puma eine ganz wichtige Rolle. Er lebt in den Rocky Mountains noch in freier Wildbahn. Die Ethologin Quinn auf der Lone Wolf Ranch folgt einer Berglöwin durch den Schnee, um ein Bewegungsmuster zu erstellen und das wunderbare Tier abzulichten. Ihr Kollege Archer ist ebenfalls auf der Fährte der Berglöwen, doch aus einer ganz anderen Motivation heraus. 

    Quinn und Archer sind die Protagonisten des Hörbuchs und stehen sich selbst im Weg. Ihre Annäherungsversuche sind amüsant anzuhören und so vergehen die Stunden im Nu. Wie gewohnt ist in der Geschichte auch ein gewisser Spannungsmoment mit eingebaut. Den kannst du dir durch die Inhaltsangabe weiter unten am besten selbst zusammen reimen.

    Für mich war es ein spannendes Hörbuch. Ich habe die Bewohner von Independence inzwischen lieb gewonnen und freue mich jeden Monat auf eine Rückkehr in die Rocky Mountains. Wer auf romantische Serien mit spannenden Elementen steht ist hier genau richtig. Theoretisch ist jedes Buch eine in sich abgeschlossene Geschichte, allerdings werden nebenbei die früheren Liebespaare wieder aufgegriffen und deren Leben weiter erzählt. Wie es halt klassisch für eine Serie ist, die irgendwann süchtig macht. Mich hat die Serie als Unterhaltung für Zwischendurch einfach gepackt und nichts ist besser, als stundenlang dem Hörbuch am Stück lauschen zu können während man über die Autobahn fährt. Von mir gibt es eine klare Hör- bzw. Leseempfehlung. Es macht einfach Spaß.

  2. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.673)
    Aktuelle Rezension von: storylove

    Inhalt:

    Bella zieht von Phoenix in die verregnete Kleinstadt Forks und trifft dort auf den geheimnisvollen Edward. Nichts ahnend, dass sie sich in seiner Nähe in Gefahr begibt, fühlt sie sich immer mehr zu ihm hingezogen.

    Schreibstil:

    Den Schreibstil von Stephenie Meyer kann man wirklich gut lesen. Sie schreibt sehr flüssig und spannend und es stecken viele Gefühle darin. Man muss einfach mitlachen und mitfiebern.

    Meinung:

    Die Charaktere fand ich schön ausgearbeitet. Mir gefiel Bella con Anfang an. Ihre ruhige Art sagt mir sehr zu. Etwas übertrieben fand ich, wie sie von allen Schülern gleich die volle Aufmerksamkeit hatte, aber nun gut, vielleicht ist das dort so? Es war jedenfalls etwas unnatürlich. Die Vampire wurden gut dargestellt. Nur das Glitzern sagt mir nicht ganz zu, aber es ist immerhin ein Erkennungsmerkmal der Reihe. Edward mochte ich von Anfang an. Er war unterhaltsam, aber geheimnisvoll. Der Schlagabtausch, den er und Bella oft hatten war amüsant. Auch seine Schwester Alice war mir sympathisch. Die anderen Vampire eher weniger. Unsympathisch war mir auch Bellas Freundin Jessica. Irgendwie mochte ich sie einfach nicht. 

    Die Handlung war bis zum Ende spannend und actionreich. Die Stelle in Ballettstudio gefiel mir am besten. Es gab viel zu entdecken. Der Weltenbau war schön ausgearbeitet und die Stadt Forks gut gewählt. Nur war es an manchen Stellen des Buches (besonders gegen Ende) wieder zu kitschig. 


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buh im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Leider war das Buch an einigen Stellen zu unauthentisch und schnulzig. Dennoch war es für mich ein Leseabenteuer und ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen.

    Das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne.


  3. Cover des Buches Biss zur Mittagsstunde (ISBN: 9783551316615)
    Stephenie Meyer

    Biss zur Mittagsstunde

     (7.553)
    Aktuelle Rezension von: storylove

    Inhalt:

    Als an Bellas 18. Geburtstag ein blutiges Missgeschick passiert, trennt sich Edward von ihr,. Sie vor sich und seiner Familie zu beschützen. Bella fällt daraufhin in ein tiefes Loch. Halt findet sie bei ihrem guten Freund Jakob. Doch auch er verbirgt ein Geheimnis, welches nicht ungefährlich für sie ist.

    Schreibstil:

    Ich mag den Schreibstil der Autorin total gern, weil man ihn so locker leicht und schnell lesen kann. Dadurch hatte ich auch dieses Buch ruckzuck fertig gelesen.

    Meinung:

    Auch im zweiten Teil der Reihe sind die Charaktere gut ausgearbeitet. Dennoch habe ich bei Bella noch keine wirkliche Charakterentwicklung erfahren. In dem Teil finde ich sie sogar ein wenig nervig, weil sie sich immer wieder unnötig in Gefahr begibt. Jakob ist mir nicht ganz so sympathisch. Ich mag seine Art leider nicht so gerne. 

    Nachdem es Bella wieder besser ging, wirde die Handlung auch wieder spannend und actionreich. Die Werwölfe wurden gut beschrieben, auch wenn ich mir Werwölfe eigentlich etwas anders vorstelle. Sie haben die Geschichte etwas aufgepeppt. Gegen Ende des Buches wurde es dann aber wieder kitschig. Irgendwie mag die Autorin das so gerne, weil ich das bis jetzt in jedem Buch von ihr gelesen habe. Mir sagt das aber leider nicht so zu.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich "Bis(s) zur Mittagsstunde" gerne gelesen habe, aber es für mich kein Highlight war, weil es zwischendurch einige Längen hatte und an manchen Stellen kitschig war.

    Das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne.


  4. Cover des Buches Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt (ISBN: 9783442480364)
    Alyson Noël

    Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt

     (353)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Klappentext:
    Zuerst war er nur ein Traum, dann trifft sie ihn und verliebt sich. Jetzt schwebt sie in tödlicher Gefahr.

    Plötzlich ist im Leben der 16-jährigen Daire Santos nichts mehr so, wie es war. Schlagartig hat sie schreckliche Visionen, Krähen und Geister verfolgen sie, während die Zeit still zu stehen scheint. In ihren Träumen wird sie heimgesucht von einem Jungen mit wunderschönen blauen Augen. Dann erfährt sie, dass sie eine Seelensucherin ist, die zwischen den Welten der Lebenden und der Toten wandeln kann. Als sie dem Jungen mit den blauen Augen in der Wirklichkeit trifft, wird ihr plötzlich klar, in welcher Gefahr sie sich befindet.

    Zum Buch:
    "Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt" von Alyson Noel ist der Auftakt zur "Soul Seeker" Reihe. Es erschien am 18.11.2013 beim Godmann Verlag und ist auch als Taschenbuch sowie e-book erhältlich.

    Meine Meinung:
    Ich bin bei Lovelybooks immer wieder über dieses Buch gestolpert und irgendwie zog es mich einfach an. Durch den Klappentext und das tolle Cover wirkte es so wunderbar mysteriös. Aber leider war es einfach nicht mein Buch.

    Cover:
    Ich hatte noch die alte Ausgabe, wo ein Mädchen praktisch auf den Boden zu fallen scheint. Der Hintergrund ist in verschiedenen Orange- und Pinktönen gehalten und ich finde es einfach klasse.

    Inhalt:
    Wie schon gesagt hatte ich echt Lust auf dieses Buch, weil es so schön mysteriös und spannend klang.

    Aber schon der Anfang konnte mich leider so gar nicht fesseln oder begeistern. Mir fehlte einfach etwas. Es zog sich für mich unglaublich hin und ich fand es teils auch etwas verwirrend.

    Daire war unglaublich nervig. Klar, sie hatte keinen festen Rahmen, aber dennoch fand ich ihr Verhalten einfach unglaublich daneben. Wie sie teils mit ihrer Mutter redete, war echt die Härte und sie war mir nur unsympathisch.
    Die Autorin wollte wohl einfach einen rebellischen, verängstigten Teenager beschreiben, auf mich wirkte Daire eher wie eine aufmüpfige Zicke.

    Nach 150 Seiten habe ich eigentlich nur noch quer gelesen und musste mich da durchquälen.

    Den Schreibstil fand ich unglaublich schleppend und zäh. Leider gar nicht mein Fall.

    Bewertung:
    Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut. Es klang nach einer super spannenden und mysteriösen Geschichte, aber ich langweilte mich von Anfang an und musste mich da eher durchquälen. Die Charaktere waren auch gar nicht mein Fall.
    Von mir gibt es:

    1 von 5 Sterne
  5. Cover des Buches Die Spuren meiner Mutter (ISBN: 9783570102367)
    Jodi Picoult

    Die Spuren meiner Mutter

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Ich mag sehr gerne die Romane der Autorin. Sie schreibt immer über gesellschaftskritische Themen, jedoch hat mich dieses Buch leider enttäuscht. Ich konnte mit dem Thema, die Gabe eines Mediums, nicht viel anfangen. Jedoch war die Rahmengeschichte sehr interessant. Elefanten spielen hier eine große Rolle und darüber wurde super recherchiert. Es war sehr lehrreich. Der Schluss hat mir dann leider nicht so gefallen und war ein bisschen verschleiert. 

  6. Cover des Buches Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783802597404)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

     (476)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Jahr 2125 ist Europa, nun New Europe, NuYu genannt, matriarchalisch geprägt. Kyria, deren Mutter einen hohen Ministerposten einnimmt, ist eine Gendefekte und hat an ihrem 18. Geburtstag schon länger gelebt, als zu erwarten war. Leider verläuft ihr Geburtstag nicht gut, erst erfährt sie, dass sie als Novizin im Tempel aufgenommen werden soll, nicht gerade das, was sie von ihrem weiteren Leben erhoffte, dann wird sie von einer Hornisse gestochen und landet im Heilungshaus. Dort lernt sie Reb kennen, einen Jungen, der ohne Identität im Untergrund lebt – und damit beginnt für Kyria ein Abenteuer, von dem sie nicht erwartet, es zu überleben …

    Ich war sehr auf den Roman gespannt, denn ich bin ein Fan der Autorin, vor allem ihrer in Köln spielenden, historischen Romane. Ziemlich schnell allerdings trat Ernüchterung ein. Der Roman wollte mich so gar nicht packen, ich hatte sehr oft das Gefühl Altbekanntes zu lesen, ich konnte mich nicht so recht mit den Charakteren und auch nicht mit der Welt, die die Autorin entwickelt hat, anfreunden.

    Erzählt wird distanziert und recht emotionslos, und das, obwohl die Autorin Kyria selbst in Ich-Form erzählen lässt. Ein Mädchen, todkrank, aus ihrer gewohnten Welt gerissen, das schnell nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, sollte mehr Emotionen haben – und die möchte ich als Leser auch gerne miterleben können. Mit Reb zankt sie sich ständig, Kyria ist zickig, er ist frech, das soll wohl auflockern und für Humor sorgen, wird aber nach einer gewissen Zeit nervig. Insgesamt sind die Charaktere nicht sehr tiefgehend gezeichnet.

    Ich persönlich finde matriarchalische Gesellschaften interessant. Die Gesellschaft NuYus wurde aus einem bestimmten Grund so aufgebaut, tatsächlich ist sie aber nicht besser als die frühere, die abgelöst und verbessert werden sollte. Interessanterweise lässt Andrea Schacht die Katastrophe, die die Welt verändert, nicht in einer zukünftigen Welt passieren, sondern 1975, wodurch NuYu eher eine Parallelwelt zu unserer ist. Die Gesellschaft der 1970er Jahre bleibt in sogenannten Reservaten bestehen, hier hat sich nichts weiterentwickelt, das empfand ich nicht sehr realistisch, auch die Gesellschaftsform wurde nicht geändert, hier ist die Rollenverteilung altbekannt – und auch bei den Ausgestoßenen, zu denen Reb zählt, ist die Rollenverteilung klar: Frauen kochen und putzen. Ich finde, hier verschenkt Andrea Schacht allerhand, vor allem die Chance, eine Welt zu zeigen, in der Gleichberechtigung herrscht, in der jeder das sein kann, was er möchte (oder zumindest eine Gesellschaft auf dem Weg dorthin).

    Die Geschichte wirkt auf mich recht oberflächlich, hin und wieder auch nicht ganz logisch, z. B., wenn Reb zwar in das Heilungshaus geschafft, dort aber nicht behandelt wird. Dann wieder wirkt sie sehr bemüht jugendlich. Leider ist die Geschichte nicht sehr spannend. Teilweise plätschert sie so dahin, gegen Ende immer mehr, zwischendurch geschehen Dinge zu plötzlich, viele „Überraschungen“ kann der Leser schon vorab ahnen, lediglich die Frage nach dem Warum finde ich interessant. Leider erfährt man in diesem Band nur relativ wenig darüber. Es handelt sich hier um einen Zweiteiler, d. h., Antworten bekommt man erst im Abschlussband. Und tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich auf die Auflösung neugierig zu machen und so werde ich die Fortsetzung vielleicht noch lesen. Ich hoffe auch, dass im zweiten Band einige Dinge, die hier nur angerissen werden, wie die Religion oder die Wagenrennen, überhaupt die Welt, in der Kyria groß geworden ist, etwas ausführlicher dargestellt werden. Im Moment habe ich das Gefühl, als hätte man die Geschichte auch gut in nur einem Band erzählen können.

    Wie gesagt, bin ich Fan der Autorin, doch mit diesem Jugendroman hat sie mich enttäuscht. Ich hatte den Eindruck als wolle Andrea Schacht unbedingt auf der Dystopie-Welle mitschwimmen und als habe sie aus allen möglichen Versatzstücken dieses Genres eine Geschichte zusammengesetzt, die auf mich nicht als etwas Neues, Besonderes wirkt, ich hatte vielmehr während des Lesens sehr oft einen Déjà-vu-Gefühl.

    Ich vergebe knappe 3 Sterne. Ganz große Dystopie-Fans können einen Blick wagen, wirklich empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

  7. Cover des Buches Die Liebe trägt Giraffenpulli (ISBN: 9783956498213)
    Susan Mallery

    Die Liebe trägt Giraffenpulli

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Lesebrille67

    Die Schwestern Lund haben sich verliebt. Violet in einen englischen Herzog und Carol in den Künstler Matthias, der auch am Rand des Wildtierreservates wohnt, in dem sie arbeitet. Während ich eher bei der adligen Familie mit Widerstand gerechnet hätte, verläuft diese Beziehung ohne Probleme. Viel schwieriger ist es mit Matthias, der immer noch mit den seelischen Tiefschlägen seines unmöglichen Vaters zu kämpfen hat. Dazu kommt noch der Verlust, seines Bruders, der er für seinen Zwilling hielt. Und all das lässt ihn glauben ,immer wieder verlassen zu werden. Aber Carol lernt ihre eigenen Dämonen zu bekämpfen und nutzt ihre zweite Chance.

  8. Cover des Buches Das Haus des Windes (ISBN: 9783351035792)
    Louise Erdrich

    Das Haus des Windes

     (103)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Und wie seltsam, wie merkwürdig, dass etwas so mächtig werden kann, wenn es am falschen Ort Wurzeln schlägt. Ideen auch, murmelte ich. Ideen.“

    Inhalt

    Joe Coutts steht an der Schwelle zur Pubertät und verbringt seine Nachmittage gerne draußen im Indianerreservat in Gesellschaft seiner Freunde, mit denen er alle Gedanken teilt, die sich ihm aufdrängen. Bis eines Tages seine Mutter Opfer einer Vergewaltigung wird und sich wie ein Häufchen Elend in ihr Zimmer verzieht und fortan weder für den Vater, noch den Sohn ansprechbar ist. Für Joe bricht eine Welt zusammen, nicht nur weil die Erwachsenen mehr zu wissen scheinen als er, sondern vor allem weil sein geordneter, friedvoller Familienalltag vollkommen auf den Kopf gestellt wurde. Langsam nähert sich der Heranwachsende einer Wahrheit, die er zwar eigentlich nicht kennen möchte, die ihm aber hoffentlich die Mutter zurückbringt, deren körperliche Hülle mittlerweile wieder durchs Haus eilt, die aber dennoch eine gebrochene Frau ist. Als der mutmaßliche Vergewaltiger wieder ganz in der Nähe auftaucht, reift in Joe ein mörderischer Plan, denn Gerechtigkeit, die nicht vollzogen wird, macht nichts ungeschehen und wenn kein anderer dazu fähig ist, Rache zu üben, dann wird er eben selbst die Dinge, die getan werden müssen, in die Hand nehmen …

    Meinung

    Der vorliegende Roman der amerikanischen Bestsellerautorin, die hiermit den National Book Award für den besten Roman des Jahres erhielt, thematisiert nicht nur die Vergewaltigung und Selbstjustiz, sondern zeigt ein buntes Leben zwischen der Tradition und der Moderne in den Indianerreservaten von North Dakota. Während die Handlung des Buches im Jahre 1988 angesiedelt ist, schildert der Erzähler die Dinge aus seiner Erinnerung, die durchsetzt ist mit zahlreichen Momentaufnahmen, zwischen dem ganz normalen Leben als Teenager, seiner Identität und Herkunft im Reservat und den Handlungen, denen er sich schuldig gemacht hat. Es sind also eine Menge Hintergründe und viele Jahre des Lebens, die sich hier auf eine relativ kurze Zeitspanne erstrecken und an deren Ende ein abgeschlossener Reifungsprozess steht, bei dem ein Junge zum Mann geworden ist.

    Das Buch stand nun schon etliche Jahre ungelesen im Regal, da ich aber nach dem Werk „Der Gott am Ende der Straße“, welches ich im Erscheinungsjahr gelesen habe, unbedingt noch ein weiteres Buch der Autorin kennenlernen wollte, habe ich nun dieses hier in Angriff genommen und bin mit einer bestimmten Erwartungshaltung an die Lektüre herangegangen. Erhofft habe ich mir einen emotional-intensiven Roman über die Frage der Schuld und die Fallen der Entscheidungsgewalt in Verbindung mit dem Leben eines Jungen, der Rache üben möchte und dem es auch gelingt – jedoch mit der Ambivalenz widerstreitender Gefühle, die die Grenzen zwischen Recht und Gerechtigkeit verwischen lassen. Und dieser Sachverhalt wird im vorliegenden Text stiefmütterlich behandelt, weil er eigentlich nur der Aufhänger für die Story ist und das eigentliche Setting ganz andere Prioritäten setzt.

    Viel intensiver und konkreter wird das alltägliche Leben im Reservat beleuchtet, ebenso wie die Gefühlswelt heranwachsender Jungen, die sich plötzlich fürs weibliche Geschlecht interessieren und heimlich Bier trinken. Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt, um ein Leben in einem Grenzgebiet, wo es klare Richtlinien und unterschiedliche Gesetze gibt und die Menschen sehr genau darauf achten, wer mit wem Umgang pflegt. Tatsächlich hat mir dieser ausufernde, umfassende Stil, der so viele Aspekte aufgreift am allerwenigsten gefallen, denn der Text mäandert und kommt vom Hundertsten ins Tausendste, ohne eine klar erkennbare Linie, eine zielgerichtete Struktur. Die Inhalte, die der Klappentext verspricht, sind dabei eher Nebensächlichkeiten und gehen irgendwo zwischen der Stimmung und den Menschen der Geschichte verloren.

    Sprachlich hingegen habe ich kaum etwas zu meckern. Louise Erdrich schreibt formschön, lässt Bilder lebendig werden und bündelt Gefühle an der richtigen Stelle, dass die Inhalte dabei schwanken, ist für die Geschichte rund um Joe Coutts nicht störend, wohl aber für die Gesamtausrichtung des Romans. Für mich war das Lesen ein ständiges Auf und Ab, ein Wechsel zwischen langatmigen, uninteressanten Passagen und dann wieder dem Aufblitzen genialer Gedankengänge, denen ich voller Eifer folgen konnte. Die Story ist also weder langweilig noch absolut spannend, sie entspricht nur nicht meinen persönlichen Ansprüchen.

    Fazit

    Ich vergebe 3 Lesesterne für diesen Roman über das Erwachsenwerden eines jungen Mannes, der von Rachegelüsten gequält wird und der in einer Welt aufwächst, die sehr genau zwischen Gut und Böse unterscheidet. Leider konzentriert sich das Buch vielmehr auf das Leben im Indianerreservat als auf die tatsächlichen Ereignisse zwischen Vergewaltigung, Rachegedanken und Mord und dadurch hat es mir diesbezüglich eindeutig zu wenig Input geliefert. Die fehlende Ausrichtung und die verschwimmenden Konturen sind Kritikpunkte, die mich ebenfalls sehr gestört haben, so dass ich ein im Kern gutes Buch eher als enttäuschend empfand und es nur bedingt weiterempfehlen kann. 

    Zunächst dachte ich, dass ich mit „Der Gott am Ende der Straße“ ein inhaltlich schwächeres Buch der Autorin erwischt hätte, doch nun merke ich, dass auch dieses hier nicht ganz meinen Geschmack trifft. Im Regal wartet nun noch „Ein Lied für die Geister“ auf mich, sollte auch dieses nur eine mittelmäßige Bewertung schaffen, dann werde ich die Autorin von meiner Liste streichen, nicht weil sie schlecht schreibt, sondern weil mir die Bücher zu wenig Gedankenfutter liefern und mich emotional nicht erreichen können. 

     

  9. Cover des Buches Kyria & Reb - Die Rückkehr (ISBN: 9783863960384)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Die Rückkehr

     (222)
    Aktuelle Rezension von: jasbr
    Es war schon eine ganze Weile her, dass ich Teil 1 rund um Kyria und Reb gelesen habe. Deswegen fand ich es total super, dass es am Anfang des Buches eine Zusammenfassung à la "Was bisher geschah" gab und nochmal auf die wichtigsten Ereignisse und Personengruppen eingegangen wurde. 
    Leider ging es dann nicht so positiv weiter: Irgendwie fehlt diesem Buch meiner Meinung nach irgendwas, das es spannend bzw. zu etwas besonderem macht.
    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kyria und Reb geschildert, wobei es mir so vorkam, als würde ich zwei komplett unterschiedliche Geschichten parallel lesen. Das liegt vor allem daran, dass sich Reb fast ausschließlich mit seiner Karriere als Wagenlenker widmet und gar nichts mit den Ereignissen in New Europe zu tun bekommt. 
    Kyria dagegen setzt alles daran, den Mord an ihrem Vater aufzuklären und kommt dabei selbst in die Schusslinie.
    Der Witz, der im ersten Band durch die Begegnung der Beiden und ihre unterschiedlichen Lebenswelten zustande kam und der das Buch so schön gemacht hat, fehlt hier völlig. Das liegt zum einen daran, dass Reb kaum da ist und zum anderen, dass Kyria sich um 180 Grad gedreht hat - was natürlich insgesamt nicht schlecht ist.
    Was mich aber wirklich gestört hat, war dann das ständige Liebes-Hin-und-Her. Ich verstehe nicht, warum das bei diesen Büchern immer sein muss. Und dann kommt natürlich noch ein zweiter attraktiver junger Mann dazu und das Chaos ist perfekt. Irgendwie fand ich das Ganze zu konstruiert und nahm dem eigentlich spannenden Teil, der Aufdeckung der Intrigen, viel Raum.
    Das Ende des Buches ist dann leider nicht sehr überraschend. Die Aufklärung der Ereignisse geschieht schnell und etwas zu oberflächlich.
    Schön war allerdings der flüssige Schreibstil.
    Insgesamt war das Buch für mich nur durchschnittlich. Wer den ersten Teil gelesen hat, sollte sich aber auch den zweiten vornehmen.
  10. Cover des Buches Rain Song (ISBN: 9783401504230)
    Antje Babendererde

    Rain Song

     (312)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    In dieses Buch ist man schnell und leicht rein gekommen, weil der Schreibstil sehr gut war. Ich mochte es sehr, dass die Geschichte aus der Perspektive von mehreren verschiedenen Personen geschrieben ist. Auch der Handlungsort hat mir mega gefallen, doch leider bin ich mit den Protagonisten nicht ganz warm geworden. Hanna, die eigentlich auf der Suche nach ihrem Verlobten war, hat sich für mich gefühlt nie so wirklich auf die Socken gemacht und somit ist für mich die Geschichte lange nur auf einer Stelle stehen geblieben. Doch zum Ende hin hat die Story doch noch an Fahrt aufgenommen und ich hätte nie mit diesem Ende gerechnet. Es war für mich eine sehr nette Geschichte für zwischendurch, die aber etwas mehr Spannung zwischendurch vertragen hätte.

  11. Cover des Buches Mittsommermord (ISBN: 9783423212182)
    Henning Mankell

    Mittsommermord

     (735)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Drei Jugendliche, die ein vergnügliches Fest zur Mittsommernacht samt mittelalterlichen Verkleidungen feiern wollten, werden Wochen später ermordet in einem Waldstück aufgefunden. Der Täter hat sich alle Mühe gegeben, die Tat zu vertuschen, sind doch in regelmäßigen Abständen Grußkarten an die Familien versendet worden, die einen Urlaub der Teenager vortäuschen. Doch das ist nicht der einzige Fall, mit dem sich Kurt Wallander beschäftigen muss, auch der grausame Mord an seinem Kollegen Svedberg macht ihm zu schaffen – und offenbart einige Geheimnisse, die der Ermittler lange Zeit gehütet hat…

    Henning Mankells Romane um seinen depressiven Ermittler Kurt Wallander haben das Genre des Nordic Noir vielleicht nicht begründet, mit seinen unglaublich erfolgreichen Bänden aber sicherlich zum großen Durchbruch und die immer noch anhaltende Popularität essentiell beigetragen. Auch der achte Band der Reihe „Mittsommermord“ zeigt eindrucksvoll, wie geschickt der Autor verschiedene Fäden webt und diese dann nahtlos ineinanderfügen kann – von einem überzeugenden sprachlichen Anspruch mal ganz abgesehen. So ist es auch hier wieder die Figur des Kurt Wallander mit seinen verschrobenen Eigenheiten, der fast manischen Ermittlungsarbeit und den depressiven Stimmungen, der eine sehr eindringliche persönliche Ebene einbringt und dabei eine faszinierende Ausstrahlung hat – nicht immer sympathisch, nicht einmal sonderlich nahbar, aber genau deswegen umso facettenreicher. Auch die Nebenfiguren sind ausdrucksstark geschildert, wobei interessanterweise besonders der tote Svedberg ein sehr scharfes Profil bekommt. Die Atmosphäre des Romans ist sehr düster geprägt, bezieht die Landschaft und die Stimmung in Schweden gekonnt mit ein und sorgt so für eine sehr markante Wirkung.

    Der Verlauf der Handlung ist sehr spannend geraten und überzeugt mit seinen vielen Geheimnissen und Wendungen. Dabei werden von Anfang an zahlreiche Rätsel eingebaut, die auch nach und nach wieder aufgelöst werden, dann aber mit neuen Unstimmigkeiten und Verknüpfungen versehen werden. Das ist sehr clever aufgebaut, besonders da mehrere unterschiedliche Themen miteinander verbunden werden. Die Spannung ist schnell sehr dicht und packend, durch den steten Informationsfluss ist ein wahrer Pageturner entstanden. Überzeugend ist auch die Rolle der Presse, die die Ermittlungsarbeiten immer wieder behindert und so die Handlung entscheiden beeinflusst.

    „Mittsommermord“ ist ein packender Krimi, der mit vielen starken Bildern, markanten Charakteren und insbesondere einem spannenden und eindringlichen Verlauf überzeugt. Die Stimmung ist dicht und packend, die einzelnen Motive und Themen sehr stimmig miteinander verknüpft, sodass ein beeindruckendes Gesamtbild mit vielen spannenden Momenten entsteht. Sehr lesenswert, auch wegen des sehr stimmigen sprachlichen Ausdrucks.   

  12. Cover des Buches Fabelheim (ISBN: 9783442266975)
    Brandon Mull

    Fabelheim

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    Inhalt: Kendra und Seth sollen die Ferien bei ihren Großeltern verbringen – eine Idee, die die Geschwister anfangs nicht sonderlich begeistert. Sie können ja auch nicht ahnen, dass ihr Großvater der Hüter von Fabelheim ist, einem der weltweit letzten Refugien für vom Aussterben bedrohte magische Kreaturen. Doch als sie sich plötzlich inmitten von Trollen, Satyren, Hexen und Feen wiederfinden, beginnen ihnen die Ferien so richtig Spaß zu machen – zumindest so lange, bis sie erkennen, dass im bezaubernd schönen Fabelheim auch schreckliche Wesen und dunkle Gefahren lauern …

    Der erste Teil der Fabelheim-Reihe überrascht mit einer tollen Story, sympathischen Charakteren und phantastischen Einfällen. Die Handlung rund um Seth und Kendra begeistert garantiert Leser aus allen Altersgruppen. Vom ersten bis zum letzten Satz ist man in einer  mitreißenden Erzählung, in der so ziemlich alles was man sich in einer Fantasywelt vorstellen kann, eine Plattform bekommt. Trotzdem ist das Buch in sich übersichtlich und gut strukturiert. Einfach klasse und volle fünf Sterne wert.

  13. Cover des Buches Indigosommer (ISBN: 9783401509082)
    Antje Babendererde

    Indigosommer

     (505)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Ich fand es einfach super ! Mitreißend und fesselnd !

  14. Cover des Buches Spur der Nacht (ISBN: 9783453524781)
    Patricia Briggs

    Spur der Nacht

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Gwee
    Der dritte Band der Reihe ist meiner Meinung nach auf jeden Fall der bisher beste. Der Roman beginnt eigentlich noch recht ruhig und dadurch erhält man wieder mehr Einblicke in Mercys Welt. Dieser Band bezieht sich dabei vor allem auf das Feenvolk, das bisher ja eher mysteriös und geheimnisvoll anmutet. Die Handlung wird hier wie auch in den anderen beiden Büchern durch einige actionreiche Szenen untermalt, dabei ist Mercy weder das Opfer, dem man helfen muss noch die alles könnende Walkerin, die zwischen allem steht. Eher eine gesunde Mischung und gerade in diesem Buch kommt das sehr zum Vorschein. Vor allem die Szenen gegen Ende hin gehen einem richtig ans Herz, wenn man Mercy und ihre Freunde kennen und lieben gelernt hat. Wie auch die Vorgänger ist dieser Roman wieder ein bisschen wie ein Krimi aufgebaut und man kommt erst langsam dahinter, wer der Schuldige sein könnte – und die Offenbarung ist dann auch wirklich schockierend, obwohl es fast offensichtlich war. Neben dem Hauptplot gibt es hier noch zwei Subplots, die beleuchtet werden. Zum einen geht es auch um Jesse, die Ärger mit Leuten aus ihrer Schule bekommt, weil ihr Vater ein Werwolf ist. Durch diesen Handlungsstrang bekommt man einen noch schöneren Einblick in das Werwolfverhalten, was ich richtig gut fand. Außerdem geht es auch noch, wie in der Kurzbeschreibung angedeutet, um die Dreiecksbeziehung zwischen Mercy, Adam und Samuel, die sich meiner Meinung so gut entwickelt wie möglich. Besser hätte man es sich nicht wünschen können. Etwas schade fand ich, dass Zees Anwältin nach zwei Szenen nicht mehr wichtig wird, aber daraus anfangs so ein Theater gemacht wird. Ein besonderes Leseschmankerl waren die Szenen, in denen Samuel musiziert hat. Die waren wirklich stimmungsvoll geschrieben.

    Fazit:
    „Spur der Nacht“ ist mit Abstand der bisher beste Band der Reihe und kann vor allem mit seiner gefühlvollen Art überzeugen, da hier sensible Themen richtig gut verpackt werden.

    Gesamt: 5/5

    Inhalt: 5/5
    Charaktere: 5/5
    Lesespaß: 5/5
    Schreibstil: 4/5
  15. Cover des Buches Auf den zweiten Blick (ISBN: 9783492263115)
    Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Storyteller98
    Nachdem ich bereits viele der Picoult-Romane gelesen habe, kann ich von diesem sagen, dass es mich nicht enttäuscht hat. Aber auch nicht übermäßig begeistert. Es ist wohl schwierig, noch beeindruckender zu schreiben als in beispielsweise "Ein Lied für meine Tochter" oder "In den Augen der anderen". Dieser Roman verschafft einen intensiven und ehrlichen Blick auf das Thema häusliche Gewalt – wie immer wählt die Autorin somit ein wichtiges Thema, das wohl jeden Leser ansprechen und mehr oder weniger betreffen mag.
    Sympathisch an diesem Buch fand ich vor allem auch den Einblick in das Leben des Indianerstammes, welches man gemeinsam mit Protagonistin Cassie entdecken kann. Besonders das Ende des Romans sagte mir sehr zu, denn es ist authentisch und passend.

    Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, jedoch mit einigen Schwächen im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin.
  16. Cover des Buches Das Glück wartet in Virgin River (ISBN: 9783862787494)
    Robyn Carr

    Das Glück wartet in Virgin River

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Clay Tahoma nimmt sofort die Chance wahr für seinen alten Freund den Tierarzt Nathaniel Jensen zu arbeiten. So gewinnt Clay den nötigen Abstand zu seiner Exfrau und kann endlich neu anfangen. Am liebsten mit Lilly Yazhi, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht, doch dann taucht seine Exfrau wieder auf und droht alles zu zerstören.

    Der Fokus der Virgin River-Bücher verlagert sich. Die so liebgewonnenen Charaktere aus den ersten Bänden, Jack und Mel, Preacher und Paige, werden immer mehr zu Nebenfiguren während neue Protagonisten ins Zentrum rücken. Von anderen Charakteren muss man sich ganz verabschieden. Auch hier muss man sich von einem Charakter endgültig verabschieden, doch das setzt eine Kette neuer Ereignisse in Gang, die die Romanreihe lebendig und frisch halten.

    Mit einem Tierarzt, Pferden und einem Pferdeflüsterer sowie amerikanischen Ureinwohner und einer weiteren Verbindung der Grace Valley-Trilogie, hat mich dieses Buch restlos begeistert! Bereits jetzt ist abzusehen  mit welchen Charakteren es weitergehen wird und ich kann es nicht erwarten zum nächsten Band zu greifen!

  17. Cover des Buches Julischatten (ISBN: 9783401509075)
    Antje Babendererde

    Julischatten

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Fidelity

    Inhalt:

    Simona - Sim -, ein sechzehnjähriges Mädchen aus Deutschland, fühlt sich ungeliebt und unverstanden von den Eltern, die in ihrer Karriere aufgehen. Mit ihrem aufmüpfigen Benehmen und auffälligen Kleidungsstil ist sie auch kein Vergleich zur älteren Schwester, dem Musterkind.

    Nach einem Alkoholexzess bekommt sie die Konsequenz vor den Bug geknallt: Entziehungskur oder sechs Wochen Aufenthalt bei Tante Jo im Indianerreservat Pine Ridge, South Dakota. Dort sind nämlich Drogen und Alkohol tabu - glauben die lieben Eltern. Falsch gedacht!!

    Die Entscheidung fällt Sim leicht und so reist sie zu Tante Jo. Statt ihrer holen sie zwei Jungs - Jimi und Lukas -, mit indianischer Abstammung und in ihrem Alter, vom Flughafen ab. Damit nimmt Sims Verbannung ihren Lauf ...

    Fazit:

    Einfach großartig, wie Sims eigene Probleme mit denen im Reservat verflochten werden: Drogen, Alkohol, Teenager-Schwangerschaft, Gewalt, Arbeitslosigkeit, Hass, Vorurteile, kaputte Eltern, korrupte Pflegeeltern, Kapitulation.

    Sim verarbeitet im Reservat eine böse Vergangenheit, die sie niemand anvertrauen mag, findet zu sich selbst und auch die Liebe, nach Umwegen. Spannung und Herzklopfen inbegriffen.

    Wann lernen wir, dass Menschen alle gleich sind, egal woher sie stammen, wie sie aussehen? Hass und Ignoranz  verwandeln die Opfer in Täter. Der Verrat am "eigenen" gebeutelten Volk, von Weißen diskriminiert, wiegt doppelt schwer. Dennoch kann man ihn nicht verübeln, es geht ums eigene Überleben ...

    Diese Geschichte, traurig und schön zugleich, voller Hoffnung, hat mein Herz berührt. Ich würde gern eine Fortsetzung davon lesen!  

  18. Cover des Buches Die Wunder von Little No Horse (ISBN: 9783351037864)
    Louise Erdrich

    Die Wunder von Little No Horse

     (17)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Die Geschichte von Vater Damian Modest ist skuril, poetisch, bizarr - einfach anders und nicht jeder Leser wird sie mögen.

    Er lebt in einem Reservat und ist nun am Ende seines Lebens bereit seine ungewöhnliche Lebensgeschichte zu offenbaren. Denn er ist kein Mann und Missionar, sondern eine Frau...

    Mit sprachlicher Wortgewalt erzählt die Autorin diese Geschichte. Sie beschreibt teils auschweifend, manchmal auch zu offen und leider auch stellenweise langatmig das Leben der Protagonisten. Mir war es zu viel und es konnte mich leider nicht so fesseln.

     Aber es ist auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Roman.

  19. Cover des Buches Der Elefantenflüsterer (ISBN: 9783868825244)
    Laurence Anthony

    Der Elefantenflüsterer

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Kaho_liest

    Wunderschöne Erzählung die einem Afrika und die Tiere nahe bringt

    Ich bin eigentlich nicht so der Biografie Liebhaber, aber da ich bei einer Lese Challenge mitmache und dies eine Aufgabe war,ging ich auf die Suche. Dieses Buch hat mich irgendwie sofort angesprochen und ich wurde erstaunlicherweise nicht enttäuscht.

    Es wurde schön erzählt und war in keinster Weise langweilig, ganz im Gegenteil. Mich hat dieses Buch von Anfang an gepackt, denn man erfährt sehr interessante Dinge über Afrika, deren Menschen incl. Stämme und ihre Bräuche ,aber auch über die Tiere, Wildhüter und Wilderer. Es ist schon ein aufregendes Leben als Wildhüter eines Wildreservates und man merkt wie viel Liebe in dieser Arbeit steckt.

    Alles war so interessant und realistisch erzählt,dass man merkte wie viel das Land den Menschen bedeutet. Ganz besonders, haben mich die Infos über die Elefanten gepackt. Es sind wirklich unglaubliche Tiere.

    Ich bin zwar immer noch kein Fan von Biografien, aber Geschichten wie diese, die einem andere Länder und Tiere näherbringen ohne Dinge zu beschönigen, die zu deren Leben gehören, kann man sich hin und wieder Mal gönnen. Ich habe zumindest nun ein ganz anderes Bild von Afrika ,den Menschen die dort leben und den Tieren bekommen.

    Fazit

    Eine toll erzählte Biografie, die einen mitten in die Wildnis von Afrika ,den Stämmen und zu den Elefanten bringt. Ich kann es jedem interessierten nur empfehlen, da es weder langweilig noch uninteressant ist. Mich hat es sehr überrascht.

  20. Cover des Buches Anima (ISBN: 9783423260213)
    Wajdi Mouawad

    Anima

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Neeeele

    Dieses Buch ist als Roman deklariert, ist aber, je nach Interpretationsweise, auch ebenso gut ein Krimi oder Psycho-Thriller. Ein spannungsgeladenes Buch ist es auf jeden Fall.

    Gleich zu Anfang beginnt die Geschichte mit einem Kriminalfall. Unser Protagonist Wahsch Dibsch findet seine schwangere Frau brutal ermordet vor. Relativ schnell ist auch klar, wer der Mörder ist. Die Polizei verfolgt den Mörder allerdings nicht, weil er ein Angehöriger der Mohawks ist und sich in den Indianerreservaten versteckt. Wahsch will zwar keine Rache, aber er möchte dem Mörder seiner Frau einmal gegenüberstehen und so begibt er sich auf die Reise in die Reservate. Dort trifft er auf einen Mann, der Rooney, den Mörder, gut kennt und aus anderen Gründen ein Interesse hat den Mann zu finden. So beschließt er Dibsch zu helfen den Mann zu finden.

    Das ist schonmal eine Geschichte, die sonst ja nicht so alltäglich ist und in Büchern nicht sooft beschrieben wird. Hier gibt es aber eine noch größere Besonderheit.... dieses Buch wird zum größten Teil aus der Sicht von Tieren beschrieben. Die Tiere fungieren in diesem Buch als Erzähler. Es sind Tiere wie Hauskatzen, Fliegen, Pferde, Goldfisch, Hund, Wolf, Silbermöwe und Monarchfalter uva. Mit ihren sehr gut ausgeprägten Sinnen, viel besseren als bei jedem Menschen, erkennen sie sofort die tiefen Wunden auf Dibsch Seele, seinen Schmerz und seine große Traurigkeit. Das beruht nicht nur auf den letzten Geschehnissen, sondern auf viel weiter zurückliegende Ereignisse. Dibsch ist mit vier Jahren aus dem Libanon nach Canada gekommen. Seine Familie wurde im Krieg getötet und er wurde von einem Mann gerettet, seinem Ziehvater. Damals war Dibsch 4 Jahre alt und hat kaum eine Erinnerung daran, ist seit dem aber ständig auf der Suche zu erfahren, was mit seiner Familie damals geschehen ist. Die Tiere erkennen das.

    So nimmt die Geschichte am Ende auch eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hatte und die das Buch für mich in eine ganz andere Interpretation gelenkt hat. Ich bin der Meinung, dass der Kriminalfall am Anfang nur ein Platzhalter ist für die eigentliche Geschichte des Buches, nämlich der Geschichte um Dibsch und seine Familie und die schrecklichen Geschehnisse während des Krieges im Libanon.

    Ich fand das Buch unheimlich spannend, gerade weil der Autor sich verschiedener Mittel bedient, die ich so in einem Buch noch niemals gelesen habe. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass der Autor sich unterschiedlicher Sprachen bedient im Buch, deutsch verstehen wir ja alle und die englischen Sätze sind so kurz, knapp und einfach gehalten, dass sie wohl im Buchfluss auch von jedem verstanden werde. Für das Arabische wird uns ein Übersetzer zur Verfügung gestellt im Buch. Das macht die Handlung nochmal authentischer finde ich.

    Von vielen Leser*innen wird ja angemerkt, dass das Buch zu brutal wäre. Keine Frage.... das Buch ist wirklich äußerst brutal, allerdings wird nichts beschrieben was es auf dieser Welt nicht gibt und was Menschen nicht anderen Menschen antun. Durch die Erzählung der Tiere bekommen wir diese Brutalität natürlich völlig ungefiltert. Leser, die sowas nicht aushalten können sollten das Buch wirklich lieber nicht lesen, es bringt einen schon an die Grenzen.

    Aber das Buch hat mich auch gefesselt mit vielen Wahrheiten, über die man gar nicht so nachdenkt. Hier mal drei Beispiele, wie die Tiere uns Menschen sehen und erleben:

    Coachs Affe den er sich hält: "Ich wieherte vor Lachen. Ich liebe Coach, er ist so possierlich, so theatralisch. Er sagt solche Sätze. Immer wieder sagt er solche Sätze. Er ist zum Schreien."

    Willy über die Fledermäuse: "Auf jeden Schrei muss ein Augenblick der Stille folgen, damit man das Echo hören kann. Wer seinen Schmerz immer nur herausschreit, wird ihm nie ins Gesicht sehen. Genauso wenig wie jemand der seinen Schmerz totschweigt."

    Die Pferde auf dem Transporter weisen auf ihre Arbeit hin und fragen sich, warum sie so unwürdig sterben müssen.

    Mir hat das Buch wirklich großartig gefallen und der Autor hat es geschafft mich von Anfang bis Ende zu fesseln.

    Von mir gibt es volle 5*/5*.

  21. Cover des Buches Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers (ISBN: 9783423782593)
    Sherman Alexie

    Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Myriam_Vantrepol
    Ein aussergewöhliches Buch, mit einem liebenswerten, klugen und humorvollen Protagonisten. Selten hat mich ein Jugendbuch so überrascht, ernste Themen werden weder ausgeklammert, noch mit erhobenem Zeigefinger erzählt. Ganz klar eine Empfehlung.
  22. Cover des Buches Credo. Das letzte Geheimnis (ISBN: 9783426500477)
    Douglas Preston

    Credo. Das letzte Geheimnis

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    In einem geheimen Labor in der Red Mesa haben Wissenschaftler einen Teilchenbeschleuniger namens Isabella gebaut. Als sie ihn laufen lassen, geschieht das Unfassbare – Gott spricht zu ihnen. Doch ist das tatsächlich möglich? Gleichzeitig hetzt ein verrückter Prediger die Massen gegen das Projekt auf und das Ganze zieht Kreise bis hoch zum Präsidenten. Ein wütender Mob macht sich auf, Isabella zu zerstören, angeführt von dem Prediger. Wird es ihnen gelingen?

     

    Meine Meinung:

    „Credo“ von Douglas Preston ist der dritte Teil aus der Serie um Wyman Ford. In seinem Buch bringt der Autor Wissenschaft, Politik und Glaube zusammen und schafft daraus ein mehr als bildhaftes Spektakel, bei dem am Ende alles in die Luft zu fliegen scheint – wirklich wörtlich genommen. Auf den ersten Seiten führt er die LeserInnen langsam in die Geschichte hinein, doch schon kurz nach dem Beginn kommt eins auf andere und ich war gefesselt und konnte das Buch nicht zur Seite legen.

     

    Wyman Ford, sympathischer Hauptprotagonist, ist ein ehemaliger CIA-Agent, der in die Red Mesa zu „Isabella“ eingeschleust wird, um ein mögliches Problem herauszufinden, das die Wissenschaftler vielleicht verheimlichen. Gleichzeitig dient es als Ethnologe als Vermittler zwischen den Wissenschaftlern und den Navajo vor Ort.

     

    Doch nicht nur von diesen droht Gefahr. Eddy, ein Prediger bei den Navajo, der eher unerkannt und unscheinbar ist, nutzt das Ganze und hetzt eine riesige Masse Menschen auf, erlangt dadurch Selbstbewusstsein und wird am Ende sogar Größenwahnsinnig.

     

    Diese wissenschaftlichen Elemente gemischt mit religiösem Eifer und einem Einblick in die Verhandlungstricks von Agenten zusammen mit ein bisschen Politik verbindet der Autor dabei zu einem einzigartigen, komplexen aber fesselnden Werk. Obwohl auch ein Teil Fiktion dabei ist, kommt einem alles so real vor, als wäre man vor Ort und mit dabei. Als gäbe es Isabella wirklich. Und dabei kommen auch Spannung und Nervenkitzel nicht zu kurz; beim genialen Showdown am Ende geht es dann nochmal – im wahrsten Sinne des Wortes – heiß her und das Tempo zieht nochmal an, bis dann alles vorbei ist… leider…

     

    Fazit:

    „Credo“ von Douglas Preston ist ein Buch, das trotz Fiktion real wirkt, das mich gefesselt hat bis zum Ende, das ein Tempo vorlegt, hält und am Ende sogar nochmal anzieht und das ich allen empfehle, die rasante Thriller mögen, bei denen alles möglich ist.

     

    5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir!

     

  23. Cover des Buches Lakota Moon (ISBN: 9783401029368)
    Antje Babendererde

    Lakota Moon

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Anna625

    "Aber irgendwann muss die Vergangenheit doch aufhören die Gegenwart zu beherrschen. Man kann die Schuld nicht irgendwelchen Leuten in die Schuhe schieben, die vor vielen Jahren gelebt hatten, und sich damit jeglicher Verantwortung entziehen."

    Der 15-jährige Oliver ist alles andere als begeistert, als ihm seine Mutter eröffnet, dass ein Umzug nach Amerika bevorsteht. Mehr noch, es soll in ein Reservat gehen, denn ihr Freund Rodney ist ein Indianer. Oliver muss alles, was er kannte, hinter sich lassen und lernt ein völlig neues Leben kennen, gegen das er sich anfangs heftig wehrt - er fühlt sich ungewollt in dieser fremden, merkwürdigen Welt, umgeben von Armut, Natur und Menschen, die ihn als Weißen ausgrenzen.

    Anfangs bin ich nicht wirklich mit dem Protagonisten warmgeworden. Mir hat er sich zu sehr wie ein troziges kleines Kind verhalten, aber gerade mit 15 Jahren sind wohl auch die meisten einfach in einer schwierigen Phase. Im Laufe des Buches macht er jedoch eine Entwicklung durch, die mir gut gefallen hat. Die Geschichte an sich hat mir ebenfalls gefallen, ist aber meiner Ansicht nach durchaus noch ausbaufähig - an vielen Punkten hätte man noch viel mehr in die Tiefe gehen können, denn das Thema ist sicherlich kein einfaches und auch, oder gerade weil, es sich bei "Lakota Moon" um ein Kinder-/Jugendbuch handelt, wäre es schön gewesen, die Problematik des Konflikts zwischen Indinern und Weißen noch weiter auszuführen. 

    Auch, wenn mir also Einiges gefehlt hat, liefert das Buch einen guten Ansatz, um insbesondere jüngere Leser an die Thematik heranzuführen und ihr Interesse dafür zu wecken. Das Buch lässt sich auf jeden Fall angenehm und schnell lesen und liefert eine entspannte Lesezeit!


  24. Cover des Buches Fabelheim - Die Schattenplage (ISBN: 9783442268801)
    Brandon Mull

    Fabelheim - Die Schattenplage

     (62)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer
    „Dummheit war es, wenn man ohne guten Grund Risiken einging. Mut zeigte man dann, wenn man ein kalkuliertes Risiko auf sich nahm, um etwas Wichtiges zu erreichen.“ (S.225)

    Zum Inhalt: Seth und Kendra, die beiden Teenager und Enkel der Verwalter von Fabelheim, sind wieder bei ihren Großeltern im Reservat der magischen Kreaturen, um dort ihre Ferien zu verbringen. Längst ist für sie nach den früheren Erlebnissen das Reservat zur eigentlichen Heimat geworden. Seth vertreibt sich seine Zeit gerne mit den beiden Satyren Newel und Doren, während Kendra ihre Eigenschaften als „Feenberührte“ nutzt, um den eitlen Feen im Garten bei ihren Plänkeleien zu lauschen. Auf einem von Seth’s Ausflügen mit Newel und Doren stellen die drei eine beängstigende Entwicklung im Reservat fest: einst vollkommen harmlose oder sogar gute Geschöpfe verwandeln sich seuchenartig in ihr dunkles, böses Zerrbild.
    Opa Sørensen, der Verwalter Fabelheims, muss zusehen, wie ihm mehr und mehr die Kontrolle über das Reservat entgleitet. Was mit den Nipsis, dem kleinsten aller Feenvölker, begonnen hat zieht, nun rasend schnell weite Kreise. So fallen auch Newel, viele Feen, Zwerge und Dryaden der Krankheit scharenweise zum Opfer. Selbst die Befragung Vanessas, die als Veräterin in der Stillen Kiste eingesperrt ist, bringt nicht wirklich Licht in die verworrene Situation. Kendra wird aufgrund ihrer speziellen Fähigkeiten von den „Rittern der Morgenröte“ angeworben. Ihre erste Aufgabe besteht in der Bergung eines der versteckten Artefakte in einem anderen geheimen Reservat, der „bemalten Mesa“. Wie sich mehr und mehr herausstellt scheint der Sphinx – einst als mächtiger Verbündeter der Verwalter eingeschätzt – ein durchtriebener Verräter zu sein, der alle Artefakte und somit die Macht über die Tore des Dämonenkerkers ZZyzx an sich reißen will.
    Es bedarf der speziellen Fähigkeiten aller Freunde und sogar des Erscheinens des berühmten Patton Burgess, um letzten Endes Licht auf die Ursache der Seuche zu werfen. Wie bei vielen verschlungenen Ränken rund um die magischen Reservate liegt auch hier der Ursprung der Geschehnisse weit in der Vergangenheit der magischen Geschöpfe zurück. Nur in der Ergründung dieser Geheimnisse liegt der Schlüssel, Fabelheim zu retten….

    Fazit: Der dritte Band der Geschichte rund um das magische Reservat Fabelheim führt in derselben faszinierenden Erzählart fort, die mit „Fabelheim“ (Bd. 1) und „Fabelheim: Die Gesellschaft des Abendsterns“ (Bd. 2) ihren Anfang nahm. Ungemein spannend und in keinerster Seite langatmig entwirft Brandon Mull, eine vielschichtige, ins sich schlüssige und angenehm lesbare Fantasiewelt, die Leser aus allen Alterschichten anzusprechend vermag… vorausgesetzt, man hat sich ein wenig Magie im Herzen bewahrt, denn:  „»Absolute Ungläubigkeit ist ein mächtiges Hemmnis. Sie kann eine Person vollkommen blind machen für die offenkundige Wahrheit, ganz gleich was andere tun oder sagen.«“ (S.33)

    Zum Buch: Blanvalet liefert mit „Fabelheim – Die Schattenplage“ ein sehr gut gearbeitetes Buch mit angenehm griffigen Papier und schön gestaltetem Cover aus. (Brandon Dorman zeichnet dafür verantwortlich.) Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen unterstreichen die Atmosphäre der Erzählung, die Typografie ist erfrischend schlicht gehalten; alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks