Bücher mit dem Tag "resistance"

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39 Bücher

  1. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783352010323)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

    (670)
    Aktuelle Rezension von: Unser_BücherGarten

    Seit längerem wollte ich „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah lesen, nachdem ich sehr viele begeisterte Leseeindrücke gelesen und gehört habe. Viele loben den Schreibstil von Kristin Hannah als emotional und spannend. Sie schreibt überwiegend über Frauen in Verbindung mit der Weltgeschichte. 

    So auch in „Die Nachtigall“. Im Zentrum des Romans stehen die Schwestern Vianne und Isabelle, die beide früh ihre Mutter verlieren. Der überforderte Vater gibt seine Töchter in die Obhut von Pflegefamilien bzw. Internate. Beide Schwestern entwickeln sich unterschiedlich. Vianne gründet eine kleine Familie und muss im von den Deutschen besetzten Frankreich irgendwie überleben. Isabelle schließt sich der Résistance an und führt ein gefährliches Doppelleben. 

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen haben wir eine ältere Dame im Jahre 1995, die eine Einladung zu einem Treffen nach Paris erhält und etwas vor ihrem Sohn verheimlicht. Zum anderen lernen wir die Geschichte der Schwestern Vianne und Isabelle kennen. Beide Schwestern können gegensätzlicher nicht sein. Vianne ist behutsam und vorsichtig, während Isabelle impulsiv und freiheitsliebend ist. Hier hat mir sehr gut gefallen, wie die Autorin die zwei unterschiedlichen Schwestercharaktere herausgearbeitet hat. Der Zwiespalt zwischen beiden Schwestern ist gut erkennbar, aber auch deren Wunsch nach Zusammenhalt. Es hat mich sehr berührt zu sehen, wie sie eigentlich zusammen sein möchten, es aber aufgrund der Umstände um sie herum nicht schaffen können. Wie viel Missverständnisse, fehlende Kommunikation, aber auch falscher Stolz, Risse in einem Verhältnis machen können!

    Sehr eindrücklich wird die grausame Zeit der deutschen Besatzung in Frankreich beschrieben. Hier wird nichts beschönigt. Alle Beteiligten im Roman kämpfen auf ihre eigene Weise ums Überleben. Die Autorin gibt auch den Besatzern viele Gesichter. Man sieht auch hier, dass nicht alle grausam waren und dass Widerstand oft auch leise möglich war. Hier war ich sehr vom Mut vieler Menschen beeindruckt. 

    Schade fand ich, dass manche Szenen etwas zu kitschig und klischeehaft geschrieben waren. Ich hatte hier zeitweise das Gefühl ein Drehbuch zu einem Hollywoodfilm zu lesen. 

    Fazit:

    Dennoch hat mir „Die Nachtigall“ insgesamt gut gefallen. Es ist spannend geschrieben und leicht zu lesen. Die Grausamkeiten des Krieges und die traurige Familiengeschichte gingen mir nahe. Ohne die etwas kitschigen Szenen wäre es für mich sicherlich ein Highlight geworden.  

  2. Cover des Buches Der Lavendelgarten (ISBN: 9783442496907)
    Lucinda Riley

    Der Lavendelgarten

    (850)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Als die Mutter von Emilie verstirbt, stürzt sie in einen Strudel von Gefühlen. Langsam arbeitet sie die Geschehnisse der Vergangenheit ihrer Familie auf und es kommt zu einem völlig unerwartetem Ende

    Der Schreibstil von Lucinda Riley ist auch in diesem Buch wieder unvergleichlich gut. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und die Personen gut dargestellt. Ich habe dieses Buch lange im Regal stehen gehabt und bin froh, dass ich es nun endlich zur Hand genommen habe. Ich habe die Lektüre sehr genossen und kann das Buch nur wärmstens empfehlen!

  3. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257261219)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

    (277)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.

    Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.

    Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.

    Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.

    Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.


  4. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

    (358)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Es geht um die Britische Agentin Flick, die unter widrigen Umständen mit ihrem Team eine entscheidende deutsche Fernmeldezentrale in Frankreich zerstören soll. Doch dabei ist ihr der deutsche Dieter Franck immer scharf auf der Spur.


    Es ist super spannend geschrieben und auch einfallsreich, über welche verschiedenen Methoden Verfolger abgehängt, Dinge verborgen und Ziele erreicht wurden. Natürlich wirkt es besonders an einigen Stellen unrealistisch, wie viel Glück im Spiel ist, doch das fällt nicht wirklich auf. Es ist vor allem aber auch interessant, wie viel Recherche dahinter steckt. Über die Technik die verbaut ist, die Waffen, die Flugzeuge und den ganzen Ablauf von solchen Missionen und alles. Es wirkt dadurch sehr realistisch und könnte genau so in der Realität passiert sein. Für mich sollte ein Buch über eine Spionin genau so sein.

  5. Cover des Buches Belmonte (ISBN: 9783492317474)
    Antonia Riepp

    Belmonte

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Bücherweltenbummlerin

    Teresa setzt sich im Jahr 1944 mit aller Kraft für die Resistance ein. Die alten Schulfreunde sind entweder an der Front oder kämpfen darum, ihre Höhlen und Höfe im von Krieg zerrissenen Italien zu erhalten. Doch im Dorf und in der Gemeinschaft der Marken keimt langsam wieder Hoffnung auf – der Krieg scheint bald zu Ende zu gehen. Wäre da nicht ein kleines, aber entscheidendes Problem: Teresa wird schwanger.

    Um das Familienproblem zu lösen, wird sie von ihrem Vater an die Familie Ferri verkauft, die einen alten Weinberg besitzt. Doch für Teresa ist dies keine wirkliche Lösung ihrer Situation.

    Als Franca zur Welt kommt, ist der Krieg tatsächlich zu Ende, doch Italien bleibt in einem Zustand der Ruinen – verarmte Höhlen und landwirtschaftliche Betriebe, die von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit geprägt sind. Teresa verschwindet spurlos und lässt ihre Tochter bei ihrer besten Freundin Marta zurück.

    In Martas riesigem Familienclan findet Franca Geborgenheit und Liebe, doch das Leben bleibt schwer. Die finanzielle Lage ist prekär, und wie viele andere Italienerinnen ihrer Zeit, beschließt Franca, ihr Glück als Gastarbeiterin in Deutschland zu suchen.

    In Kempten angekommen, muss sie jedoch feststellen, dass sie zwar über die Runden kommt, aber vom Heimweh zermürbt wird.

    Alles ändert sich erst, als Franca Tobias begegnet.

    Simona, eine junge Landschaftsgärtnerin mit italienischen Wurzeln, ist erschüttert vom Tod ihrer Großmutter Franca. Sie erbt den heruntergekommenen Farina-Hof in den Marken und beschließt, sich eine Auszeit zu nehmen, weit weg von ihrer konfliktreichen Beziehung in Kempten und ihrer entfremdeten Mutter Marina.

    Schon bald stellt Simona fest, dass das Leben auf dem Hof in den Marken eine neue Leichtigkeit mit sich bringt. Der renovierte Hof wird zu einem wahren Schmuckstück und der angrenzende Garten ein kleines Paradies. Doch kaum angekommen, wird sie von der Familie Ferri eingenommen, und mysteriöse Briefumschläge mit Kassetten tauchen auf.

    Bewaffnet mit einem Rekorder macht sich Simona auf die Spurensuche und kommt den dunklen Geheimnissen ihrer Familie immer näher.

    Fazit:

    Antonia Riepp gelingt es, mit Simona eine sehr sympathische Protagonistin zu erschaffen, die sich selbst oft im Weg steht. Ihre Selbstzweifel lassen sie lange nicht erkennen, welches Erbe sie von ihrer Großmutter erhalten hat. Mit viel Gefühl und einer guten Portion italienischen Temperaments deckt Simona nach und nach die dunklen Familiengeheimnisse auf, die bis zum Tod von Franca bewahrt werden mussten.


  6. Cover des Buches Leas Spuren (ISBN: 9783453428331)
    Bettina Storks

    Leas Spuren

    (140)
    Aktuelle Rezension von: Buechertanz_Chrissy

    In ihrem Roman „Leas Spuren“ entführt Bettina Storks ihre Leser und Leserinnen auf eine hochemotionale Reise zwischen dem modernen Paris von 2016 und den düsteren Jahren der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Was als Suche nach einem verschollenen Gemälde beginnt, entwickelt sich schnell zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung und der heilenden Kraft der Wahrheit.


    „Sie würde in die Anfänge zurückgehen müssen, dorthin, wo alles begann. Sie würde Charlottes Leben erforschen. Mit dem Blick einer Wissenschaftlerin und dem Herzen einer Angehörigen. In den Keller der Familienarchive hinabsteigen und ihre Geschichte freischaufeln.“

    [Seite 69, Kapitel 6]


    Die Geschichte besticht durch ihre meisterhafte Konstruktion: Zunächst scheinen die Ereignisse in der Vergangenheit und die moderne Recherche der Stuttgarter Historikerin Marie sowie des Journalisten Nicolas nur lose miteinander verbunden. Doch Bettina Storks versteht es glänzend, diese Fäden im Laufe der Handlung immer enger zu einer eindrücklichen Geschichte zu verweben.
    Besonders beeindruckend ist die atmosphärische Darstellung von Paris. Während die Stadt in den Jahren 2016/2017 als Sehnsuchtsort voller Leichtigkeit und Lebensfreude geschildert wird, wirkt das Paris der Besatzungszeit unter der deutschen Herrschaft bedrückend und düster. Dieser Kontrast machte die Tragweite der historischen Ereignisse für mich spürbar.
    Trotz der schweren Thematik des Kunstraubs, der Judenverfolgung und Deportation gelingt es der Autorin, Lichtblicke in die Erzählung einzubauen. Die Liebesgeschichten – sowohl zwischen Marie und Nicolas in der Gegenwart als auch zwischen Charlotte und Victor in der Vergangenheit – sind feinfühlig und absolut glaubwürdig gezeichnet. Es ist dieses typische „Storks-Knistern“, das bereits früh spürbar ist und die Leser und Leserinnen hoffen lässt, dass die Liebe auch in Zeiten größter Not bestehen kann.

    Ein zentraler Punkt des Buches ist die fundierte Aufarbeitung des NS-Kunstraubs. Für Leser/ Leserinnen, die sich bisher wenig mit dem „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“ beschäftigt haben, eröffnet der Roman erschütternde Einblicke in die systematische Plünderung jüdischen Eigentums. „Leas Spuren“ macht deutlich, dass es beim Kunstraub nicht nur um materielle Werte ging, sondern um den Versuch, die Identität und Geschichte ganzer Familien auszulöschen. Die fiktive Suche nach Lea und ihrem Gemälde wird so zum Mahnmal für die realen Opfer dieser Zeit.


    „Historische Fakten waren eine Sache. Den Namen der eigenen Familie auf einem Originaldokument der Nazis zu sehen, eine andere.“

    [Seite 37, Kapitel 3]


    Bettina Storks hat mit dieser beeindruckenden Geschichte einmal mehr bewiesen, warum sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört – was für eine besondere und große Erzählerin. Es ist eine Geschichte, die ich mit Sicherheit nie wieder vergessen werde. Danke für dieses emotionale und mitreißende Leseerlebnis.

    Fazit: Das Buch „Leas Spuren“ ist mehr als ein historischer Roman – es ist ein Plädoyer für das Erinnern. Bettina Storks verbindet akribische historische Recherche mit einer tief bewegenden Familiengeschichte. Wer Bücher liebt, die Herz und Verstand gleichermaßen fordern und die zeigen, wie sehr unsere Gegenwart in der Vergangenheit verwurzelt ist, wird dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen können. Absolut empfehlenswert!

  7. Cover des Buches Rendezvous im Café de Flore (ISBN: 9783746632711)
    Caroline Bernard

    Rendezvous im Café de Flore

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Jayjay94

    Das Cover gefällt mir sehr gut und versprüht ein wenig französischen Charme.

    In dem Roman geht es zum einen um Vianne, die alles liebt, was mit Pflanzen zu tun hat. Ihr Traum ist es einmal Botanikerin zu werden. Und dazu möchte sie unbedingt nach Frankreich. Dort lernt sie den Maler David kennen und lieben.

    Doch dann passiert etwas, womit Vianne nicht gerechnet hat...

    Jahrzehnte später reist Marlène mit ihrem Mann nach Paris. In einem Museum sieht sie ein Bild mit einer Frau, die sie selbst sein könnte. Wer ist sie?  Marlène begibt sich auf die Suche...

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und man findet leicht in die Geschichte hinein. Auch der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart lässt sich gut auseinander halten. Die Protagonisten haben auch alle einen festen Charakter, sodass man sich alles wirklich vorstellen kann. Man fühlt sich mittendrin!

    Das Buch ist spannend und wird zum Ende hin noch spannender. Man ist fast traurig, dass dann das Ende doch so schnell da ist und auf den letzten Seiten erst alles aufgedeckt wird. Mir ging das dann ein bisschen zu schnell!

    Die Story ist jedoch wirklich schön und hat die ein oder andere Überraschung parat.

    Mein Fazit: 4 von 5 Sternen

    Sehr unterhaltsam! Dieses Buch kann ich empfehlen!

  8. Cover des Buches Die Spionin (ISBN: 9783746638508)
    Imogen Kealey

    Die Spionin

    (146)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    "Die Spionin" ist eine mitreißende Tatsachengeschichte über eine ungewöhnliche Frau, die sich der französischen Resistance angeschlossen hat. Der Buchtitel allerdings ist irreführend, spioniert hat Nancy Wake allenfalls nebenbei. Zunächst als Fluchthelferin und später als Captain in Zusammenarbeit mit der Resistance hat sie durch unerschütterlichen Mut dazu beigetragen, dass das Grauen ein Ende fand, auch wenn es für viele kein wirkliches Happy End gab -> 4,5 Sterne

  9. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: B01KMLA6CI)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

    (41)
    Aktuelle Rezension von: m_massa


    Die Nachtigall ist eine wundervolle, berührende und gleichzeitig erschreckende Geschichte, die mich vollkommen überrascht hat. Ich bin normalerweise absolut nicht nah am Wasser gebaut, aber hier gab es tatsächlich zwei Stellen, die mich emotional komplett auseinandergelegt haben. Dieses Buch ist tiefsinnig, tragend und wirkt noch lange nach dem Hören nach.


    Auch die Sprecherleistung ist großartig – warm, eindringlich und atmosphärisch genau passend zur Geschichte.


    Ich habe das Hörbuch auf Spotify gehört und kann es wirklich jedem empfehlen, der eine ergreifende, starke und eindrucksvoll erzählte Geschichte sucht.

  10. Cover des Buches In tiefen Schluchten (ISBN: 9783462050424)
    Anne Chaplet

    In tiefen Schluchten

    (98)
    Aktuelle Rezension von: kindergartensylvi

    In tiefen Schluchten von Anne Chaplet

    Den Leser erwartet ein packender, spannender und fesselnder Kriminalroman. Dies ist der 1. Teil einer Roman- Serie. Jeder Teil ist in sich abgeschlossen. Dieser ist leicht und flüssig geschrieben. I

    Im Mittelpunkt unserer Geschichte steht Tori Godon. Sie kam vor ein paar Jahren mit ihrem Ehemann Carl in den kleinen Ort und fand hier in einem der ältesten Häuser des Ortet ein neues Zuhause. Carls Vorfahren stammten aus der Gegend und die alten Einwohner sind tief mit der Vergangenheit verwurzelt. Inzwischen ist Tori allein, denn ihr Ehemann hat seinen Kampf gegen den Krebs verloren. Tori hat aber gute Freunde. Als ein holländischer Höhlenforscher, der sich bei ihrer Freundin Eva einquartiert hat, verschwindet, ist Tori beunruhigt.

    Und so beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren und scheucht dabei die alten Einwohner mit ihren Fragen auf. Wie hängen die Aktivitäten des verschwundenen Holländers mit den Hugenotten zusammen, die in dieser Region einst Zuflucht fanden? Und was hat das alles mit der Geschichte des Dorfes zu tun? Kommt mit und findet mit Tori erstaunliches heraus...

  11. Cover des Buches Eine leise Ahnung von Glück (ISBN: 9782496715552)
    Kerstin Lange

    Eine leise Ahnung von Glück

    (44)
    Aktuelle Rezension von: C_G

    Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen: Einmal im besetzten Frankreich Anfang der 1940er Jahre und einmal im Düsseldorf des Jahres 1923.

    In Frankreich begleiten wir Carole, die sich widerwillig in den deutschen Soldaten verliebt, der im Haus ihres Vaters einquartiert wurde.

    In Düsseldorf ist Louisa die Protagonistin, die nach dem Tod ihrer Mutter eine Pflege für ihren Vater finden muss, zu dem sie aber noch nie ein gutes Verhältnis hatte und der alle nur vor den Kopf stößt.

    Wie die beiden Zeitebenen miteinander zusammenhängen, sei hier nicht verraten, aber es wird beim Lesen natürlich recht schnell klar, wo da die Verbindung liegt.


    Insgesamt liest sich das Buch gut und flüssig, ich hatte es innerhalb weniger Tage durch; tatsächlich habe ich mehr auf die Kapitel hingefiebert, die im Heute spielen, weil ich wissen wollte, wie Louisa das Problem mit ihrem Vater löst und gleichzeitig dem Familiengeheimnis weiter auf die Spur kommt, über das sie eher zufällig bei der Familiengeburtstagsrunde gestolpert ist. 

    Dabei konnte ich Louisas Handeln während des Verlaufs der Geschichte absolut nachvollziehen, aber mochte sie manchmal nicht besonders, da sie sehr ichbezogen sein kann, was ihr im Buch auch des öfteren vorgeworfen wird. Genau wie ihr Vater stößt sie Leute oft vor den Kopf und fällt mit der Tür ins Haus, weil SIE etwas jetzt gerade so will, weil für SIE diese Sache jetzt wichtig ist, sie aber nicht merkt, dass das gerade nicht der passende Zeitpunkt ist oder sie die Wünsche von anderen, insbesondere ihres Vaters einfach ignoriert. 

    Als ihr das endlich bewusst wird, benimmt sie sich trotzdem weiter wie der Elefant im Porzellanladen und ich dachte manchmal nur, Mädel, halt doch einfach die Klappe. Aber das war natürlich so gewollt, um ihre Entwicklung zu zeigen. Da ihr Vater ein absolutes Ekel zu allen, aber vor allem zu ihr ist (warum, zeigt sich noch), konnte ich andererseits ihre Frustration absolut verstehen, aber um ihrer Mutter willen, hat sie dennoch weiter versucht, eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Trotzdem mochte ich sie wie gesagt nicht.

    Die Sprache fand ich oft schwülstig und gestelzt. Sie redeten so wie man denken würde, dass Romanfiguren reden sollten. Viele Dialoge hatten nichts Natürliches an sich, sondern klangen belehrend, hochgestochen und zu "literarisch". Eine eigene Sprache hatte keine der Figuren, stattdessen redete jeder mal schwülstig, mal normaler, mal sehr oberlehrerhaft, mal benutzte Louisas Vater Sätze, die meiner Meinung nach nicht zu seinem 80jährigen passten. 


    Die historische Zeitebene war interessant und wesentlich besser geschrieben als die gegenwärtige (hier war das Gestelzte der Sprache beiweitem nicht so schlimm, obwohl man gerade hier erwarten würde, dass die Leute anders reden; ich war mir dafür aber bei einigen Ausdrücken nicht so sicher, die klangen mir etwas zu modern - das müsste ich aber recherchieren, um da ganz sicher zu sein, welche Begriffe man damals schon verwendet hat und welche nicht, aber intuitiv klangen sie mir zu modern), aber man wusste von Anfang an schon, was mit einer bestimmten Figur geschehen würde, daher war das meiste des Plots vorhersehbar, zumindest in einigen Aspekten. 

    Die Geschichte spielt zwar im besetzten Frankreich und die Gräueltaten der Deutschen werden auch erwähnt und von Carole als hilflose Zuschauerin erlebt, aber niemals drastisch. Ja, es gibt ein paar Tote, aber das wird sehr behutsam eingeflochten. Es gibt aber auch Momente der Hoffnung, die dann wiederum in Luisas Zeitebene nochmal wichtig werden. Man hat jedoch immer instinktiv mitgefiebert, wer von den Figuren überlebt, insbesondere, da sowohl Carole als auch ihre Nachbarin im Widerstand aktiv waren. 

    Insgesamt mochte ich Carole als Figur viel lieber als Louisa, sie war wesentlich angenehmer und netter, ihre Handlungen dabei sehr gut nachzuvollziehen. 100 Prozent warm geworden bin ich aber mit keiner der Figuren.


    Ich als Historikerin und Archivarin fand es sehr gut, dass Luisas Recherche ausführlich erklärt wurde, dass sie sogar die Dienste des Bundesarchivs in Anspruch nahm. Wie wichtig Archive sind, ist in der Öffentlichkeit einfach viel zu wenig präsent, die Leute denken immer nur an das Klischeebild vom verstaubten Keller mit einer einzelnen nackten Glühbirne (die Wirklichkeit könnte nicht verschiedener sein!) und daher finde ich es toll, dass so etwas von Charakteren in Büchern genutzt wird, wenn es um historische Themen geht. 


    Was mir nicht so gefallen hat, war, dass sich die ganze Reise und Suche nach den Wurzeln der Familie relativ schnell schnell aufgelöst hat am Ende. Es wurde im ganzen Buch ein guter Spannungsbogen präsentiert, aber dann löst sich alles auf wenigen Seiten auf. Das fand ich etwas unbefriedigend. Es hat nicht ganz so gestört wie in manch anderen Büchern und Filmen, wo so etwas leider ähnlich passiert, es wirkte nicht allzu gehetzt, aber ein paar mehr Seiten hätte ich mir gewünscht.


    Ich habe auch nicht ganz verstanden, warum gegen Ende des Buches mehrere Point of View Wechsel stattfinden musste - das passierte zwar am Anfang und am Ende des Buches in der Frankreichzeitebene einige Male und das war dann auch nachvollziehbar und war immer dieselbe Figure, abgesehen von Carole. Aber auf einmal gibt es gegen Ende ein Kapitel, das mir nichts dir nichts in die Kindheit von Louisas Vater eintaucht. Das Kapitel zeigt zwar gut, wie schwer er es hatte, aber das wussten wir eigentlich schon und das Kapitel trägt daher meiner Meinung nach nichts zum Plot bei. Dann hätte man mehr dieser Art Kapitel einstreuen müssen, um die Kindheit des Jungen live mitzuerleben anstatt nur aus kurzen Erwähnungen. So wirkt es wie bestellt und nicht abgeholt, weil es das einzige Kapitel A) in dieser neuen Zeitebene ist (Deutschland in den 1950ern) und B) hier das erste und einzige Mal aus der Sicht von Luisas Vater als Kind berichtet wird. Alle anderen Kapitel sind entweder aus Caroles Sicht oder am Anfang und Ende aus der Sicht der Nachbarin und mütterlichen Freundin von Carole sowie in der heutigen Zeitebene natürlich aus Louisas Sicht (und nur aus Louisas Sicht).


    Das allerletzte Kapitel, das dann nochmal eine kleine Überraschung parat hielt, auch wenn ich insgeheim bereits darauf gehofft hatte, empfand ich einerseits als zufriedenstellend, weil sich da wie gesagt etwas herausstellt, auf das ich gehofft hatte. Aber andererseits fand ich es unbefriedigend, weil der Leser es zwar nun weiß, die Figuren über diese Offenbarung aber im Dunklen bleiben und auch bleiben werden. Das hat den Erfolg der ganzen Suche nach der Familie irgendwie abgedämpft und erhält einen faden Beigeschmack, weil eben dieses letzte Geheimnis für die Protagonisten ungelüftet bleibt. So spielt wohl das Leben, aber für einen Roman hätte ich mir das anders gewünscht.


    Alles in allem kann ich das Buch empfehlen, es ist definitiv lesenswert, aber ob ich es persönlich noch einmal lesen würde, weiß ich nicht.

  12. Cover des Buches Die verlorene Tochter der Sternbergs (ISBN: 9783847900849)
    Armando Lucas Correa

    Die verlorene Tochter der Sternbergs

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Ein Buch, das dem Leser sehr zu Herzen geht, voller Tragödien ist und sich  unsere Generation wirklich mehr als glücklich schätzen muß, fast 80 Jahre im Frieden zu leben. Teilweise mußte ich das Buch zur Seite legen, so unmenschliche, so menschenverachtende Geschehnisse werden hier beschrieben. Die Eheleute Sternberg (BüchereibesitzerIn und Kardiologe) leben  mit ihren beiden kleinen Töchtern in Berlin. Doch dann werden die Juden immer mehr verfolgt, Julius Sternberg kommt in ein Arbeitslager und stirbt dort. Da entschließt sich Amanda Sternberg ihre Töchter nach Kuba zu einem Verwandten zu schicken. Aber als sie dann am Hafen in Hamburg ist, bringt sie es nicht übers Herz, ihre kleine Tochter Lina wegzugeben. Sie vertraut die ältere Tochter Viera einem Ehepaar an. Viera hat das Glück, in Kuba von Bord gehen zu dürfen, die meisten anderen Menschen wurden wieder nach Deutschland zurückgeschickt. Amanda geht mit Lina zu einer Bekannten nach Frankreich und von dort schreibt sie sehnsuchtsvolle Briefe an ihre große Tochter. Doch auch dann werden Amanda und Lina interniert, aber der Mutter gelingt es dann, ihre Tochter aus dem Lager zu schmuggeln, wo sie ein Pater in Empfang nimmt. Doch auch hier verliert sie immer wieder ihre Bezugspersonen und soll schließlich nach Amerika geschickt werden. Der Autor schildert hier sehr genau und detailliert die damalige Zeit. Sein Buch liest sich wie ein Zeitzeugenbericht. Das Grauen, der Hunger, der Schmutz und doch immer wieder haben die Menschen den Mut, nicht aufzugeben. Sehr eindrucksvoll wird hier auf das Seelenleben des Kindes Bezug genommen, ihre Ängste, ihre Albträume, fast ein Jahr mußte sie sich in einem dunklen Dachboden versteckt halten. Und immer wieder verliert sie durch den Krieg gute Freunde, zu denen sie Vertrauen gefaßt hat. Dieses Buch könnte ohne weiteres als Lektüre im Geschichtsunterricht verwendet werden. Leider endet das Buch kurz vor der  Reise nach Amerika und wir lesen dann erst wieder von Lina, die während des Krieges in  Elise umgenannt wurde, als sehr alte Frau kurz vor ihrem Tod. Mir wird diese Familiengeschichte noch lang zum Denken geben.

  13. Cover des Buches Annette, ein Heldinnenepos (ISBN: 9783751801102)
    Anne Weber

    Annette, ein Heldinnenepos

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Dieses Buch habe ich mir als Bookblinddate im Thalia zum Welttag des Buches gekauft. Der Verkäufer hat gesehen, was er mir da verkauft, ich habe nur die Tropes: Literatur, Biografisch, Frankreich, Zivilcourage, Zweiter Weltkrieg, Eine beeindruckende Frau und Besonders auf der Verpackung gesehen. Der Verkäufer hat mir noch gesagt, dass es etwas besonders ist und bestimmt nicht jedem zusagt. Als ich es dann ausgepackt habe, war ich auch etwas überrascht, denn ich hatte das Buch vorher noch nie gesehen. Dennoch wollte ich ihm eine Chance geben und habe es nicht bereut. Im Jahr 2020 hat dieses Buch auch den Deutschen Buchpreis erhalten und nach der Lektüre kann ich es durchaus nachvollziehen. 

    Anne Weber schreibt in Epos Form die Geschichte von Anne Beaumanoir, eine Kämpferin der Résistance, die Juden versteckt hat und auch im späteren Algerienkrieg hat sie sich im Untergrund für Menschenrechte eingesetzt. Ein Epos zu lesen war für mich tatsächlich sehr ungewohnt. (Ich habe erst im Nachhinein recherchiert was ein Epos ist. Google KI hat mir dazu folgendes ausgespuckt: „Ein Epos ist eine epische Dichtung, eine lange Erzählung in Versform, die oft von Heldentaten, Göttern und Mythen handelt.“) Diese nahezu gedichteten Verse, aber auch nicht wirklich gedichtet, fand ich anfangs irritierend. Als ich besser mit der Schreibweise klar kam, hatte mich diese Heldinnengeschichte auf wahren Begebenheiten absolut gepackt. Faszinierend wie Anne Beaumanoir für ihre Überzeugung und moralische Vorstellung eingetreten ist, dabei ihre Familie und Kinder zurück lassen musste und dennoch weiter gekämpft hat. Eine beeindruckende Heldin, die sehr schön von Anne Weber dargestellt wurde.

    Wer sich auf einen anderen Schreibstil und somit auf dieses Epos einlassen kann, gewinnt auf jeden Fall dazu. Eine absolute Leseempfehlung.

    Wortgewaltig, stark und vor allem eine beeindruckende, starke Frau, die für ihre Überzeugungen gekämpft hat bis zum Schluss.



    Zitate:

    „'Wenn man mit sechzehn keine starken

    Überzeugungen hat' (Zitat Annette), 'hat man

    gute Chancen, nie welche zu haben' (Zitat

    Nichtannette). Vor Toten und Terror und was

    aus Revolutionen gewöhnlich sonst noch so wird,

    verschließt man die Augen 'man hofft und

    rennt los' (in der Überstürzung: Zitanette),

    und zwar auf einen Ort zu, den es gar nicht gibt

    und auch nie geben wird, den Ort, wo

    Frieden, Freiheit und Brüderlichkeit nicht

    herrschen, sondern eher...walten? Paris

    heißt ein solcher Ort eher nicht, doch dies

    ist ausgerechnet die Stadt, wo die

    Losrennende jetzt landet und bald tätig wird.“ S.27

     

    „[...] Auch sie wird sterben. Doch schließt

    die menschliche Bedingtheit im besten Fall die Freiheit ein,

    selbst zu bestimmen, wann und vielleicht auch

    wofür man stirbt. Sie will sterben wie es ihr behagt.“ S. 81



    „[...] Reden, debattieren, ja,

    okay, aber für sie ist Politik ein Machen. Das trifft

    sich gut: Denken ist Männersache. Immer noch. Da

    kann man noch so Ärztin sein und einen

    Doktortitel haben – wenn so ein Treffen ist mit

    anderen Dissidenten, sitzen die Männer da und

    diskutieren ohne Ende, während die Frauen

    nebenan schon längst Tausende Flugblätter gefaltet

    und die Umschläge beschriftet haben. [...]“ S. 93



    „[...] Annette macht gar nichts

    außer warten, grübeln, all ihr Tun und auch

    ihr Lassen dieser letzten Jahre noch einmal und

    noch einmal und noch einmal sich den

    Kopf und, schweren Steinen gleich, auch

    durch den Brustkorb rollen lassen.“ S. 197



  14. Cover des Buches Jene Jahre in Paris (ISBN: 9783732577231)
    Rachel Hore

    Jene Jahre in Paris

    (19)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf
    Inhalt:

    Fay ist ein junges Mädchen und reist das erste mal von England nach Frankreich, Paris, mit ihrer Schule. Sie besuchten einige Sehenswürdigkeiten. Sie besuchten auch die Kirche Notre-Dame doch als die Kirchenglocken begannen zu läuten fühlte sich Fay immer unwohler und sie brach zusammen. Was war passiert und warum glaubte sie schon  mal hier gewesen zu sein. Als sie zurück von ihrer Reise war berichtete sie alles ihrer Mutter Kitty, diese verhielt sich merkwürdig, so als ob sie etwas verheimlicht vor Fay. 
    Als Fay erwachsen wird fährt sie mit ihrem Orchester wieder nach Paris und sie findet heraus, dass ihre Mutter sowie ihr Vater hier gelebt hatten im 2 Weltkrieg und dass sie hier in Paris geboren wurde. Sie sucht nach Personen  die ihre Mutter kannten und findet eine Frau und sie erzählt ihr die Geschichte. Kann Fay zum Schluss ihrer Mutter verzeihen, dass Kitty sie Jahrelang angelogen hat? 

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Da man immer wieder zwischen den Zeiten gesprungen ist. Man kam nie durcheinander, wusste immer ob man über Fay oder über Kitty las. Die Geschichte war gut durchdacht und auch mit wahren Fakten. 

    Kitty mochte ich nicht immer, da sie eine junge Hausfrau Mutter war und immer wieder die Augen verschloss  vor dem Krieg. Auch dass sie sich immer auf ihrem Mann verließ und nie nachfragte was dieser in der Arbeit machte. 

    Fay fand ich stärker sie wusste was sie machte, auch sie verschloss teilweise die Augen aber zum Schluss veränderte sie sich und setzte sich auch für Benachteiligte ein. 

    Im großen und ganzen ein gutes Buch mit 4 Sternen eine tolle Lese Empfehlung. 
  15. Cover des Buches Die Frauen von der Purpurküste – Julies Entscheidung (Die Purpurküsten-Reihe 2) (ISBN: 9783548062129)
    Silke Ziegler

    Die Frauen von der Purpurküste – Julies Entscheidung (Die Purpurküsten-Reihe 2)

    (47)
    Aktuelle Rezension von: mama_liestvor

    DIE FRAUEN VON DER PURPURKÜSTE ... der hervorragende zweite Band einer wunderschönen Roman-Trilogie von der Autorin Silke Ziegler. Jeder Band hat seine eigene, abgeschlossene Geschichte und kann gut separat voneinander gelesen werden .  Das Taschenbuch ist im Ullstein Verlag erschienen und das Cover ist einfach traumhaft und sehr passend zur Geschichte. Südfrankreich , Lavendel , das Meer und eine Creperie. Hier sehe ich die Protagonisten der Geschichte direkt im Ladengeschäft stehen...

    Beatrice und Lara , das sind Großmutter und Enkelin. Die Heimat ihrer Oma war vor ihrer Heirat das schöne Collioure in Südfrankreich , indem sie dann später mit ihrer Familie nur noch die Ferien verbrachte.Lange war Beatrice nicht mehr in dem Ferienhaus in Südfrankreich und nach dem Tod ihrer Tochter und Laras Mutter , beschließen Enkelin und Oma gemeinsam nach Collioure zu fahren . Gemeinsam suchen sie nach den Wurzeln ihrer Familie... Lara nach ihren unbekannten Vater und Beatrice nach ihrer damals verschwundenen Schwester Julie im Jahre 1944. Eine kleine Creperie, ein großes Familiengeheimnis und eine schicksalshafte Liebe, begegnen den Beiden im mediterranen Südfrankreich...

    Eine Geschichte die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat...fesselnd, berührend , und dabei doch wunderschön erzählt. Ich liebe Geschichten , die in zwei Zeitebenen erzählt werden. Der Leser erlebt dabei viel Abwechslung und Spannung. Sofort fühlte ich mich mittendrin , in Laras und Beatrices Geschichte. Ich habe mit beiden gelacht , gehofft und auch geweint. Sehr berührend fand ich Julies tragische Geschichte um ihre große Liebe Samuel , einem Juden auf der Flucht, im besetzten Collioure des zweiten Weltkrieges. Möchte natürlich nicht zu viel verraten... Ihr müsst die Geschichte unbedingt lesen ! Begebt euch auf Reisen ins schöne Südfrankreich und erlebt mit Lara den Zauber eines Neuanfangs... Für mich ein absoluter fünf Sterne plus Roman :)

  16. Cover des Buches Wo die Hoffnung blüht (ISBN: 9783957345790)
    Kristy Cambron

    Wo die Hoffnung blüht

    (15)
    Aktuelle Rezension von: AMCLiest

    Zur Einstimmung auf meinen Urlaub an der Loire habe ich mir diesen historischen Roman gekauft und habe ihn sofort ausgelesen, weil er so spannend war. ihr  

    Die Geschichte handelt von drei Frauen, Ellie, ihrer Großmutter Viola und Aveline, und spielt in verschiedenen Zeitebenen, in der Moderne, der Resistance und zu Beginn der französischen Revolution. Jede Frau ist auf ihre Weise stark, unabhängig und neugierig und begegnet an der Loire, in der Nähe eines verwunschenen Schlosses ihrem Schicksal. 

    Als die Amerikanerin Ellie von ihrer demenzkranken Großmutter Viola verstörende Erzählungen hört, macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, die sie im Loiretal versucht, zu finden. Trotz ihrem mangelhaften Französisch findet sie mit Hilfen eines Iren das Weingut, das in der Nähe einer Schlossruine liegt und ihr einziges Bestreben ist es, das Schloss zu sehen, von dem sie sich mehr über die Geschichte ihrer Großmutter erhofft.

    Zu Beginn der französischen Revolution möchte die schöne Aveline ihren Verlobten Philippe eben auf diesem Schloss heiraten. Als dieses von einer wütenden Menge erstürmt  und sie verletzt wird, erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite.

    Die Engländerin Viola flüchtet vor den Nazis in ein verfallenes Schloss und trifft dort auf einen jungen Franzosen, der für die Résistance arbeitet und arbeitet bald mit ihm zusammen, in Erwartung der Alliierten.

    Wie diese drei Frauenschicksale zusammenhängen, und wer der heutige Besitzer des geheimnisvollen Schlosses ist, das hat Kristy Cambron wundervoll und spannend bis zur letzten Seite mit leichter, eleganter Feder erzählt, sodass es ein Vergnügen ist, den Roman zu lesen (und hoffentlich bald selbst die Loire, die Weingüter und die berühmten Schlösser zu sehen!) 


  17. Cover des Buches Mitternachtsfalken (ISBN: 9783404176496)
    Ken Follett

    Mitternachtsfalken

    (240)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Wir begleiten unsere Protagonisten bei ihrem Widerstand gegen die Deutschen in Dänemark. Dabei sind sie zu Anfang gar nicht Teil des Spionagerings. Dabei werden sie aktiv vom Polizisten Peter Flemming verfolgt.


    Es ist spannend und man fiebert mit. Wird ins Buch gesogen feiert Erfolge mit, aber leider auch über Verluste. Am Anfang ist Peter Flemming mit seinem Schicksal einem sympatisch und man hat Mitleid mit ihm. Aber je länger das Buch geht, desto stärker sieht man wie zerfressen er von seiner Vorstellung ist, dass es kein Verbrechen geben darf. Und wir stark er auch von der Demütigung aus der Vergangenheit im Hass beeinflusst ist. 

    Auf der anderen Seite haben wir Harald, der durch Zufall zum Widerstand kommt und dadurch in die Mission rutscht die Radarstation auszuspionieren, zu fotografieren und dadurch den Engländern zu helfen. Dabei hat er diverse gefährliche Momente zu überstehen. Stösst aber auch auf so manches Glück.

  18. Cover des Buches Femme fatale (ISBN: 9783257242935)
    Martin Walker

    Femme fatale

    (94)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Wie hingegossen liegt eine Unbekannte in einem Kahn. Als Bruno, Chef de Police, die Meldung bekommt, dass eine Tote im Fluss treibt, findet er das erst etwas übertrieben. Tatsächlich ist die Frau tot und der ungeschickte Helfer hätte beinahe noch das Boot zum Kentern gebracht. Da die Tote nichts an hat und sie recht seltsam drapiert ist, wird eine Obduktion angeordnet. Aber auf Fremdeinwirkung deutet erstmal nichts hin, war es etwa Selbstmord? Rätselhaft bleibt die Identität der Toten. Keiner scheint sie zu vermissen, keiner scheint sie zu kennen. Vielleicht ist ein Hinweis an dem Ort zu finden, wo dasBoot zu Wasser gelassen wurde.


    Brunos fünfter Fall gestaltet sich geheimnisvoll. Eine Tote, von der nichts bekannt ist. Ein armer Bauer, der verdächtigt wird, seine Frau zu misshandeln. Ein Nachbarort, in dem man sich übers Ohr gehauen fühlt. Bruno hat genug zu tun. Außerdem hütet er Pamelas Pferde ein und daheim wartet eine Überraschung - eigentlich zwei - auf ihn, wodurch er aus der Bahn geworfen wird, zum Glück im positiven Sinne. Wie immer dröhnt Bruno dem guten Essen und ist gerne mit seinen Freunden zusammen. Oder er reitet auf seinem Hector durch die Landschaft.


    Sehr unterhaltsam sind die Romane von Martin Walker. Man fühlt sich immer ein wenig wie im Urlaub, die Landschaft des Périgord wird einem nahegebracht und man fühlt sich wohl. Auch wenn der Fall aufgrund gewisser Umstande nicht bis zum Letzen geklärt wird, so ist er doch spannend. Und für etwas, was einem im vorherigen Fall nicht so gut gefallen hat, wird hier auf freundliche Art wieder wettgemacht. Außerdem Bruno und die Frauen, es scheint fast als umschwärmten sie ihn. Bruno ist da nicht abgeneigt, doch seine tragischen Erfahrungen lassen ihn, so jedenfalls der Eindruck, vor einer ernsthaften Beziehung zurückschrecken. Sucht er deshalb nach Partnerinnen, denen es ähnlich geht? Mal sehen, was die nächsten Fälle bringen. Jedenfalls ein Krimi zum Wohlfühlen.

  19. Cover des Buches Annette, ein Heldinnenepos (ISBN: B08G8KRQR2)
    Anne Weber

    Annette, ein Heldinnenepos

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Annette126

    ❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤


    Rezension zu: "Annette, ein Heldinnenepos"

    von Anne Weber


    Wunderschön


    Hier wird die lebhafte Geschichte der lieben Anne Beaumanoir, auch Annette genannt, erzählt. Eine Biografie, wie sie gelebt hat und was sie in früheren Jahren alles bewegt hat.


    Ich finde ihr Leben dabei sehr schön und exquisit. Die Harmonie in ihrem Familienleben habe ich bereits beim Lesen bemerkt, da sie sich mit ihrer Schwester dabei auch sehr gut verstanden hat. Und ihren Pfarrer fand ich dabei auch sehr höflich - ein sehr guter Menschenkenner in meinen Augen.


    Ein mir unbekanntes Buch darin, die "Sonnenfinsternis" habe ich mir per Leseprobe mal angesehen und ich fand es schon hart, was ich da las. Es ist nur etwas für starke Nerven. In meinen Augen ist es dabei auch sehr exquisit.


    Die CDs spielen sich einwandfrei ab - es ist wirklich eine gute Hörqualität. Und mich hat ihr Leben wirklich sehr beeindruckt und tief  bewegt. 


    Von mir bekommt es daher herzensgerne die goldenen 5 Sterne dafür.


    💚Sehr liebevoll empfehlen kann ich es Jedem von Euch💚


    ❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤

  20. Cover des Buches Marguerite Duras (ISBN: 9783866482852)
    Jens Rosteck

    Marguerite Duras

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Es ist mehr als 25 Jahre her, dass ich „Der Liebhaber“ und „Hiroshima mon amour“ gelesen habe. Sie sind mir jedoch so nachhaltig im Gedächtnis geblieben, dass mich die neu erschienene Biografie „Marguerite Duras – Die Schwester der Meere“ des promovierten Musikologen und Literaturwissenschaftlers Jens Rosteck sofort interessiert hat.

    Den Rahmen für diese nicht durchgehend chronologisch angelegte Lebensgeschichte bildet Marguerite Duras letzte Liebe zu einem etwa 40 Jahre jüngeren Bretonen, dem homosexuellen „Miniatur-Intellektuellen“ Yann Andréa. Er wurde im Sommer 1980 vom glühenden Bewunderer zum Mann an ihrer Seite, Fahrer, Sekretär, Vertrauten, Hausmädchen, Krankenpfleger und Darsteller in ihren Filmen. Er begleitete die vollkommen dem Alkohol verfallene, berühmte und doch einsame Frau durch 16 rauschhaft-produktive Jahre, mehrere Entziehungskuren und Operationen mit selbstloser Hingabe und zerbrach nach ihrem Tod 1996 an seiner Trauer.

    Der für mich großartigste Teil dieser sehr akribisch recherchierten Biografie ist das erste Drittel mit der Kindheit und Jugend Marguerite Donnadieus, wie sie damals noch hieß, als drittes Kind eines französischen Lehrerehepaars in Französisch-Indochina, heute Vietnam, Laos und Kambodscha. 1914 in Saigon geboren, wuchs sie als weiße Außenseiterin in der asiatischen Kolonie auf, verwöhnt von unterwürfigen Dienstboten und dem Dschungel als Spielplatz. Trotz des frühen Todes ihres Vaters 1921 und des folgenden sozialen Abstiegs konnte Marguerite ihr Abitur in Saigon ablegen. Auf den Fahrten ins Pensionat kam es zu der schicksalhaften Begegnung dem jungen Chinesen, die sie ihr schriftstellerisches Leben lang nicht mehr losließ und in ihrem größten Romanerfolg „Der Liebhaber“ (1984) gipfelte. Jens Rosteck greift diesen Stoff immer wieder an vielen Stellen in seiner Biografie auf, spürt Wahrheit und Mythos nach und macht neugierig auf ein erneutes Lesen.

    Obwohl sie Frankreich kaum kannte, fasste Marguerite nach dem Schulabschluss schnell in Paris Fuß, studierte Ökonomie, startete ihre schriftstellerische Karriere, heiratete Robert Anselme, mit dem sie eine freie Ehe führte, ab 1942 in einer ménage à trois mit Dionys Mascolo, verlor ein Kind von Anselme und trat ab 1943/44 einer Résistance-Zelle um François Mitterand bei. Nach der Rückkehr ihres Mannes aus KZ-Haft ließ sie sich scheiden, hielt das Dreieck aber aufrecht und bekam 1947 einen Sohn von Dionys. Nach einem kurzen Zwischenspiel in der kommunistischen Partei etablierte sich Marguerite Duras, wie sie sich seit 1943 nannte, als Journalistin und gefragte Kommentatorin des Zeitgeistes, als ernstzunehmende Schriftstellerin, als Protagonistin der Frauenbewegung, als Drehbuchautorin und als Regisseurin ihrer eigenen Filme. Ihr Markenzeichen waren gezielte Tabubrüche, wechselnde Männer und bewusste Schamlosigkeit, ihre Hauptthemen die Fragilität von Paarbeziehungen, Sexualität, Gewalt zwischen Männern und Frauen, Alkoholsucht und Monotonie.

    Sehr gut gelungen ist Jens Rostecks Idee des Meeresbezugs. Nicht nur gibt es in Marguerite Duras schriftstellerischem und filmischem Werk eine erstaunliche Zahl ozeanischer Titel, auch ihr bewegtes Leben lässt viele bildliche Parallelen zu.

    Sicher hätte ich noch mehr von dieser Biografie gehabt, wenn ich mich in Marguerite Duras Werk besser auskennen würde. Da ich vor allem ihre Filme überhaupt nicht kenne, habe ich von diesen Kapiteln weniger profitiert. Zwei Dinge hätte ich mir außerdem gewünscht: Bildunterschriften zu den wenigen Schwarz-Weiß-Fotos, deren Motive sich nur im Fließtext erahnen lassen, und einen kurzen Überblick über die Lebensdaten im ansonsten sehr ausführlichen Anhang mit Werk- und Quellenverzeichnis.

    Wer sich über Frankreichs asiatische Kolonien, über die Kriegs- und Nachkriegszeit unseres Nachbarlandes und vor allem über eine der schillerndsten Vertreterinnen der neueren französischen Literatur unterhaltsam und fundiert informieren möchte, dem kann ich diese Biografie sehr empfehlen.

    http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/jens-rosteck-marguerite-duras/

  21. Cover des Buches De Munich à la Libération. 1938-1944 (ISBN: 9782021283952)
    Jean-Pierre Azéma

    De Munich à la Libération. 1938-1944

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Code Name Verity (ISBN: 9783423765015)
    Elizabeth E. Wein

    Code Name Verity

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Diese Geschichte ist nach dem Nachwort der Autorin Fiktion, dennoch fand ich es sehr authentisch. Die Freundschaft zwischen den beiden Frauen und auch die Geschehnisse im zweiten Weltkrieg. 

    Fand nur, dass ich manchmal ein bisschen langatmig war und ich es teilweise schwer war. Dran zu bleiben. Der Abschluss fand ich gut gelungen und kann es dennoch empfehlen, für alle die Geschichte im zweiten Weltkrieg lesen möchten.

  23. Cover des Buches Das Buch der verschollenen Namen (ISBN: 9783426227138)
    Kristin Harmel

    Das Buch der verschollenen Namen

    (184)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Studentin Eva lebt 1942 im besetzten Paris. Als Jüdin muss sie ständig fürchten, verhaftet zu werden. Als ihr Vater abgeholt wird, flieht Eva mit ihrer Mutter durch gefälschte Papiere in einen Ort im unbesetzten Frankreich. Dort lernt sie Rémy kennen. Er gehört zum Widerstand und wirbt Eva an, Ausweise und andere Dokumente zu fälschen, um vor allem jüdischen Kindern bei der Flucht zu helfen, immer in der Gefahr, selbst aufzufliegen...

    Meine Meinung:
    Das Buch liegt nun schon länger auf meinem SuB und nun habe ich mich endlich an die Geschichte gewagt. Ich kann nicht genau sagen, was mich bisher davon abgehalten hat, es zu lesen. Es war in jedem Fall zu erwarten, dass ich hier eine besondere und berührende Geschichte lesen werde. Sie beruht auf wahren Ereignissen. Mir hätte ein Anhang gut gefallen, in dem genauer erläutert wird, was genau in der Schilderung von Evas Perspektive der Realität entsprochen hat.

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zu Beginn haben wir das Jahr 2005. Eva ist 86 Jahre alt, lebt in Amerika und arbeitet noch immer in einer Bibliothek. Als sie aus einem Zeitungsartikel von einem besonderen Buch erfährt, das in Berlin aufbewahrt wird, kehren Erinnerungen an eine lebensbedrohliche Zeit zurück. Die Geschichte wechselt dann ins Jahr 1942, als Eva noch Studentin in Paris war. 

    Der Autorin gelingt es, sehr eindrücklich von Evas Flucht aus dem besetzten Paris und ihrem Leben als Teil der Résistance zu erzählen. Mich hat Evas Mut sehr beeindruckt. Sie hat mit ihrem künstlerischen Talent Fälschungen angefertigt und so das Leben von sehr vielen unschuldigen Kindern gerettet, die allein aufgrund ihrer Religion ein schreckliches Schicksal erwartet hätte. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich habe mit Eva mitgelitten und mitgefiebert und immer für sich gehofft, dass alles gut geht. Natürlich weiß man durch die Zeitebene in der Gegenwart einiges über Evas Zukunft, das nimmt der Geschichte aber nicht die Spannung.

    Zwischendurch wechselt die Perspektive zurück in die Gegenwart, in der Eva zum Buch nach Berlin reist, um sein Geheimnis zu lüften. Zu Beginn hat man als Leser keine Ahnung, was es mit dem Buch auf sich hat. Das wird erst nach und nach enthüllt.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr klar und direkt, vermittelt aber dennoch sämtliche Emotionen. Insgesamt ist die Geschichte sehr emotional, was vor allem an der gewählten Thematik liegt. Doch auch die Umsetzung ist sehr gelungen. Das Ende hat mich sehr berührt, wobei ich mir da doch mehr erhofft hätte. Mir lag der Fokus zu sehr auf Eva, die zwar in der kompletten Geschichte im Mittelpunkt stand. Dennoch hätte ich mir einen anderen Schluss gewünscht. Für mich blieben wichtige Fragen offen, die die Autorin noch in einem Epilog hätte beantworten können.

    Ich kann das Buch dennoch nur jedem empfehlen. Es ist so wichtig, dass niemand jemals vergisst, was im Zweiten Weltkrieg passiert ist. Und das gilt besonders in der heutigen Zeit.

  24. Cover des Buches Kreuzschnitt (ISBN: 9783426306048)
    Øistein Borge

    Kreuzschnitt

    (108)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Oistein Borge – Kreuzschnitt

    Kreuzschnitt ist ein Kriminalroman von Oistein Borge, der 2017 bei Droemer Knaur in der Übersetzung von Andreas Brunstermann erschienen ist. Der Titel der norwegischen Originalausgabe lautet De syvende demonen und ist 2016 erschienen.

    Zum Autor:
     Oistein Borge, Jahrgang 1958, kommt aus der Film- und Werbebranche, wo er als Regisseur, Texter und Creative Director gearbeitet hat. Er hat sowohl in Norwegen als auch im Ausland zahleiche Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten, darunter zwei goldene Löwen beim Werbefilmfestival in Cannes.


    Zum Inhalt:

    Bei einem Unfall hat der norwegische Kommissar Bogart Bull seine Frau und sein Kind verloren. Er leidet sehr darunter und wird unleidlich. Deshalb wird er Europol zugeordnet, um einen Mord an einem norwegischen Millionär aufzuklären, bei dem nur ein Gemälde von Edvard Munch gestohlen wurde.


    Meine Meinung:
     Mich hat dieses Buch von Anfang an fasziniert. Bogart Bull war mir mit seiner ruhigen unaufgeregten Art direkt sympathisch. Familiär vorbelastet hat er ein wenig Kunstkenntnisse und gerade Edvard Munch sagt ihm etwas. Es gibt zwei Haupthandlungsstränge, von denen einer im besetzten Frankreich bei einer Resistance Gruppe spielt. Immer wieder werden kurze Passagen aus dieser Zeit in die aktuelle Suche nach dem Mörder eingestreut. Basis dieser Einspielungen sind Tagebucheinträge. Langsam entsteht ein Bild der damaligen Geschehnisse, die sehr dunkel sind und zum Tod mehrerer Menschen geführt haben. Manchmal erscheinen Bogart Bull Dämonen aus seiner Vergangenheit, aber sein Zustand bessert sich stetig. Unterstützung bei den aktuellen Ermittlungen erhält er von einem französischen Kommissar, mit dem sich Bull gut versteht. Langsam aber sicher nähert sich Bull dem Täter und es gibt einen angemessenen Showdown. Über der ganzen Geschichte liegt eine dunkle Stimmung und die Frage, welchen Preis die Gerechtigkeit rechtfertigt.

    Der Schreibstil ist atmosphärisch und eindringlich. Es gibt einige unerwartete Wendungen und auch einige Spuren, die im Sand verlaufen. Mich hat dieser Roman gefesselt und bestens unterhalten.

    Fazit:
     Ein ruhiger und atmosphärischer Kriminalroman, der mit einem komplexen Plot und einer charismatischen Hauptfigur überzeugt. Gerne bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (95 von 100 Punkten) und spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.

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