Bücher mit dem Tag "revolution"
250 Bücher
- Rebecca Yarros
Fourth Wing – Flammengeküsst
(2.542)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinViolets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr wird nicht einmal die Hälfte aller Bewerber überleben, denn Drachen binden keine schwachen Menschen, sie fackeln sie nieder. Die meisten Kadetten wollen Violet allein aufgrund ihrer Herkunft niederstrecken – besonders Xaden, der mächtigste und skrupelloseste unter den Geschwaderführern. Und ohne Frage auch der attraktivste. Ausgerechnet ihm wird Violet unterstellt. Sie wird jeden Vorteil nutzen müssen, wenn sie überleben will. Denn am Basgiath War College haben alle eine Agenda und es gibt nur zwei Wege hinaus: den Abschluss machen oder sterben.
Diese Reihe wurde mir mittlerweile dermaßen häufig empfohlen, dass ich mich nun doch endlich dazu entschieden habe, mal reinzulesen.
Der Einstieg war auch direkt sehr spannend, hat aber auch sofort einige Fragen ausgelöst, da mir hier zwar schon sehr schnell auf Spannung und Drama, aber eben nicht unbedingt auf Logik gesetzt wurde.
Es wird uns wirklich sehr klar gemacht, dass im Reiterquadranten nur die Stärksten, Klügsten und Gerissensten überleben, weil alle anderen brutal aussortiert werden, indem sie bei den Prüfungen sterben, von den Drachen getötet werden oder von den anderen Anwärter:innen. (Ich meine klar, ständig heißt es, wie wichtig die Drachenreiter im Krieg sind und dass es immer weniger von ihnen gibt, also will man natürlich auch, dass mögliche Anwärter:innen sich gegenseitig umbringen… ich meine, wer will keine absoluten Psychopathen im Kampf an seiner Seite in einem mittlerweile vierhundertjährigen Krieg?!?)Natürlich überlebt Violet entgegen aller Erwartungen einen Monat nach dem anderen, übersteht einige Mordversuche und alle brutalen Prüfungen und dass obwohl sie körperlich dazu gar nicht in der Lage sein sollte.
Dieses Klischee der „Auserwählten“, die eine ganz besondere Heldenreise überstehen muss, wird hier wirklich ganz extrem ausgereizt.
Zum Glück mochte ich Violet sehr.
Sie nutzt zum Überleben vor allem ihren Verstand und setzt auch Ironie und Sarkasmus als Waffe ein und ja natürlich ist es einfach auch sehr fesselnd und wahnsinnig spannend, ihren Weg in diesem brutalen System zu verfolgen.Trotzdem musste ich hier echt immer wieder beide Augen zudrücken, weil immer wieder dermaßen tief in die Klischeekiste gegriffen wird:
Da haben wir eben die körperlich nicht ganz gesunde und schwache, aber eben auch blitzgescheite und schnelle Violet, die eigentlich nicht mal einen Tag im Reiterquadranten hätte überleben sollen, die aber eben doch Monate lang überlebt und schließlich nicht nur von einem sondern gleich zwei Drachen gebunden wird - was bisher natürlich noch nie vorgekommen ist - und durch diese Bindung ist sie zudem auch noch an Xaden und dessen Drachen gebunden, der sie eigentlich vom ersten Moment an töten wollte, aber in Wahrheit doch ganz anders ist, als gedacht und schließlich zu ihrem größten Beschützer und natürlich mehr wird…
Da kam wirklich so Einiges zusammen, was bei einem schlechter erzählten Buch mich wirklich extrem gestört hätte. Hier war ich mir der Klischees zwar sehr bewusst, aber ich war auch einfach sehr gefesselt von Violets spannender Heldenreise, der Art und Weise wie sie allen Widrigkeiten zum Trotz stärker wird und auch Freunde findet.
So konnte ich also allen Klischees zum Trotz einfach Spaß an der Geschichte haben.Ab der Hälfte des Buches (und dem lang erwarteten ersten Kuss zwischen Violet und Xaden) wurde es allerdings etwas zäher. Gefühlt ging es die nächsten einhundert bis zweihundert Seiten danach nur noch darum, wie scharf die beiden aufeinander sind, es aber anfangs aus verschiedensten Gründen nicht zugeben wollen und dann natürlich kaum noch die Finger voneinander lassen können.
Im Hintergrund gab es immer wieder sehr deutliche Andeutungen, dass sowohl Xaden als auch die militärische Führung irgendwelche Geheimnisse haben und wohl noch Größeres vor sich geht, aber wir mussten uns ja darum kümmern, dass Violet am Leben bleibt und nicht vor lauter Lust auf Xaden in Flammen aufgeht … also so weit, so erwartbar.
Erst ganz zum Ende hin wurde es noch mal richtig spannend und Violet musste natürlich nicht nur ein paar harte Erkenntnisse ertragen, sondern auch zusammen mit ihren Drachen ums Überleben kämpfen (und natürlich so als richtige „Auserwählte“ die große Retterin sein).
Natürlich läuft das Ganze auch nicht ganz ohne Herzschmerz ab, welcher uns ins nächste Buch (mindestens) begleiten soll zusammen mit einigen unbeantworteten Fragen.
Also mich hat die Geschichte tatsächlich am Haken und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird - auch wenn es gerne etwas weniger klischeehaft sein dürfte.
Fazit: Also es werden schon so einige Klischees bemüht und es ist nicht immer alles wirklich logisch und zudem extrem brutal, aber eben auch ziemlich fesselnd. Die zweite Hälfte hatte einige Längen vorzuweisen und es gab nicht so wahnsinnig viele Überraschungen, was einige Figuren und ihre „Arschlochhaftigkeit“ sowie ihre Geheimnisse angeht, aber die aufgebaute Welt und die Figuren konnten mich dann eben doch genügend interessieren und fesseln, sodass ich jetzt einfach wissen muss, wie es für Violet & Co. weitergeht.
P.S.: Wer die Ausgabe mit den 3 Bonuskapiteln aus Xadens Sicht hat, sollte sie wirklich erst ganz am Ende lesen, weil sie sonst schon zuvor zu viel verraten - auch, wenn es natürlich reizt nach hinten zu blättern und die jeweiligen Kapitel direkt auch aus Xadens Sicht erzählt zu bekommen.
- Victoria Aveyard
Die rote Königin
(2.769)Aktuelle Rezension von: AleydaDas Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang. Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen.
Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅
Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn
(8.325)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Fast hätte ich doch glatt vergessen, diese wundervolle Reihe zu Ende zu lesen. ♡ Die Tribute von Panem haben mich mit Haut und Haar für sich gewinnen können- und ich habe den Band mit einem weinenden und lachenden Auge zugeschlagen. Eine Dystopie voller Stärke, Hoffnung und Verlust. Liebe, Tiefgründigkeit und Feingefühl. Ich könnte ewig so weiterschwärmen. Ein muss für all diejenigen, die die Filme lieben. ♡ Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen- Und möge das Glück stets mit euch sein.. *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler. Es handelt sich um den dritten und letzten Band der Trilogie.*
Cover: Das Cover gefällt mir wirklich gut. Auch hier sieht man das Gesicht einer jungen Frau mit stechenden grünen Augen. Während der erste Band mit grünen Blättern verziert wurde und der zweite Band eine tiefrote Farbe zeigt, erstrahlt der dritte und letzte Band in einem satten mitternachtsorange. ♡ Ich finde es wirklich wunderschön, dass die Bände von der Optik so perfekt aufeinander abgestimmt sind. Bei diesem Band starrt einen das junge Mädchen dieses Mal an. Frontal. Mit ihrem ganzen, jugendhaften Gesicht- Der Zorn steht ihr ins Gesicht geschrieben. Einfach eine wunderschöne und passende Gestaltung! ♡
Schreibstil: Der Schreibstil von Suzanne Collins hat mir wieder sehr gut gefallen. ♡ Er ist unheimlich flüssig und leicht zu lesen und der Sogeffekt erst einmal. Ich konnte mit dem Lesen zwischendrin gar nicht mehr aufhören. Ich liebe einfach die Welt die sie erschuf, die Rebellen, Gesellschaftskritiken und unperfekten, realistischen Charaktere. :) So muss es sein! Sehr detailliert, bildlich, aber auch düster und eindringlich. Definitiv Bücher die mir für immer im Gedächtnis bleiben werden. Ganz ganz große Liebe! ♡ Ich oute mich hiermit als Fan. :) Jedes Buch hatte ein für sich großes Überthema, hier waren es definitiv: Neuanfänge und Heilung. Und nichts anderes habe ich mir für Katniss gewünscht. Diesem tapferen 17 jährigen Mädchen, die schon schlimmes sehen musste und noch viel schlimmere Dinge tun. Ich freue mich schon auf weitere Werke der Autorin und bin sehr neugierig, wie mir diese gefallen werden.
Idee: Die Idee hat mir wirklich sehr Gut gefallen und war perfekt gegliedert und intelligent aufgebaut. Dieser Band steckte wirklich voller Emotionen und hat nicht nur die Charaktere, sondern auch mich, wirklich mitgenommen. In jeder Zeile klebte Schmerz und Verlust.. Zunächst müssen sich alle nach den letzten Geschehnissen sammeln- das Einleben mit den strengen Regeln aus Distrikt 13, die Heilung nach den letzten Spielen und die Zerstörung von Distrikt 12.. Coin will Katniss fit und als Figur für die Rebellen haben, doch sie funktioniert nicht ganz so, wie Coin sie haben will.. Katniss muss sich immerwieder der harten Realität stellen, um nicht nur ihre Rolle zu erfüllen, sondern sich den wahren Feind vor Augen zu führen: Snow.. Der auch Peeta in seiner Gewalt hat und so seine kleinen, aber feinen Spiele mit Katniss spielt.. Als er schließlich befreit werden kann, ist Peeta nichtmehr er selbst. Durch das Jägerwespengift manipuliert, sieht er Katniss als Feind an und versucht ständig sie umzubringen. Zudem kommt Katniss oberste Mission: Snow endlich zu töten und als Soldat an vorderster Front mitzukämpfen. Katniss muss nicht nur hart dafür trainieren.. Sie muss auch ein gefährliches Spiel spielen, um ihre Ziele zu erreichen.. Und nicht nur ein Verbündeter kommt dadurch ums Leben.. Als Snow endlich besiegt scheint, bricht die nächste Lawine über Katniss ein.. Und sie muss sich eingestehen, dass sie die Menschen um sich herum nicht nur teilweise falsch eingeschätzt hat, sondern auch Coin komplett zum Opfer gefallen ist. Wer überlebt diese Hungerspiele und wer nicht? Wer geht wahrhaftig als Sieger hervor? Das Ende hat mir unendlich gut gefallen.. Endlich ist der Krieg vorbei, Katniss und Peeta glücklich, die Spiele endlich nur Geschichte- ich hätte mir kein besseres Ende für alle gewünscht! ♡ Außer natürlich für Prim und Finnick tat es mir unendlich leid.. Nichts desto trotz, ist es eine wundervolle Reihe und auch insgesamt ein würdiges Ende. ♡
Charaktere: Die Charaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen. Katniss muss wirklich füchterliches in diesem Band durchmachen. Man merkt, dass die letzten Hungerspiele, aber auch die Zerstörung ihres Distrikts sie nicht kalt gelassen haben.. Heilung, Wut, Trauer, aber auch Hoffnung sind die Worte, die am besten aufzeigen, was sie durchmacht. Genau dasselbe durchleben auch Finnick und Joanna. Peter macht eine komplette Wesensveränderung durch, vor allem durch die Folterungen im Kapitol, er und Katniss taten mir unendlich leid.. Denn es scheint zunächst, als hätten die beiden sich verloren.. Hasscharakter war hier definitiv Snow, vor allem aber Präsidentin Coin für mich. Was eine berechnende Persönlichkeit.. Gruselig! Wer mich ein wenig enttäuscht hat zum Ende hin, war Gale. Obwohl er komplett für Katniss da war, ihr immer zur Seite stande und ihr hilft, haben mir seine Handlungen und Einstellungen echt nicht gefallen.. leider! Ich freue mich, dass alle mir liebgewonnenen Charaktere ein würdiges Ende bekommen haben. Auch wenn viele Charaktere wie z.B. Finnick, leider starben. Als nächstes möchte ich unbedingt noch "Das Lied von Vogel und Schlange" lesen und hoffe, dass dieses Spin- Off meine Erwartungen erfüllen wird. ♡
Mein Fazit: Ich kann gar nicht anders als 5 Sterne zu vergeben. ♡ Die Tribute von Panem sind meine Seelenbücher- voller Emotionen und Verlust & eine Achterbahnfahrt der Gefühle durch und durch. Obwohl ich mir auch sehr gerne die Filme ansehe, sind die Bücher jedoch nochmal ein ganz anderes Fanerlebnis. Ich liebe einfach alles daran: Die Charaktere, die Idee und die kleinen, aber feinen Gesellschaftskritiken. Die Tribute von Panem haben hier ein wundervolles und verdientes Ende gefunden. ♡ Jetzt bin ich schon sehr neugierig auf die Zusatzbände und hoffe, sie werden dem Ganzen irgendwie gerecht. :) Eine ganz klare Leseempfehlung! ♡
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.303)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch weiß nicht, ob Sturz der Titanen das ideale Weihnachtsbuch ist – schließlich taucht man tief in den Ersten Weltkrieg ein. Aber wann hat man sonst schon einmal so viel Zeit, um sich ganz in Ruhe auf einen 1000-Seiten-Schmöker einzulassen?
Ken Follett hat diese besondere Gabe, einen schon nach wenigen Seiten mitten ins Geschehen zu ziehen. Ja, zu Beginn gibt es viele Schauplätze und zahlreiche Figuren, die man erst einmal einordnen muss. Doch erstaunlich schnell fiebert man mit allen mit, lernt sie zu lieben oder zu hassen und begleitet sie auf einer intensiven Reise durch einen dunklen Abschnitt der Weltgeschichte.
Das Buch ist stellenweise harte Kost. Der Erste Weltkrieg wird eindringlich und schonungslos geschildert, und die Schrecken, die die Menschen erleiden mussten, gehen nahe. Gleichzeitig war dieses Buch für mich besser als jede Geschichtsstunde. Die Recherche ist unfassbar gut – jede historische Begebenheit, jede reale Persönlichkeit und jeder Schauplatz sind sorgfältig eingebettet. Man merkt auf jeder Seite, wie fundiert und durchdacht dieses Buch ist.
Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Perspektiven: England, Russland, die USA – dadurch versteht man politische Zusammenhänge, Entscheidungen und Entwicklungen viel besser, auch wenn man bei den vielen politischen Manövern aufmerksam lesen muss.
Großartig ist zudem, wie Ken Follett die Lebenswege seiner Figuren miteinander verwebt. Ihre Geschichten kreuzen sich nach und nach, ohne konstruiert zu wirken. Alles hängt zusammen, alles greift ineinander, sodass man nie das Gefühl hat, mehrere getrennte Handlungsstränge zu lesen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Für meinen Geschmack hätten einige Passagen – vor allem die sehr detaillierten Beschreibungen von Waffen, Strategien und Gefechten – etwas kürzer ausfallen können. Auch wenn ich Folletts Detailverliebtheit schätze, war mir das stellenweise etwas zu viel.
Fazit: Sturz der Titanen ist ein eindrucksvoller, spannender und lehrreicher Auftakt der Jahrhundert-Saga, die ihren Namen mehr als verdient. Habt keine Angst vor den 1000 Seiten – sie lohnen sich wirklich. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, auch wenn ich jetzt erst einmal wieder etwas leichtere Kost brauche.
- Rebecca F. Kuang
Babel
(461)Aktuelle Rezension von: HannahsHobbyChaosIch habe mir das Buch, nachdem ich das E-Book gelesen habe, nochmal als physische Ausgabe gekauft, mehr muss ich glaub’ ich nicht sagen. Oder?
Okay, ein paar mehr Worte habe ich trotzdem zu verlieren. Ich habe das Buch mit meiner lieben @pages_and_paths im Buddyread gelesen und passenderweise kurz nach meiner mündlichen Prüfung zum Thema amerikanische Geschichte, britische Geschichte und Geschichte der englischen Sprache. Also war ich sehr schnell im Thema. Denn Babel spielt im 19. Jahrhundert und handelt von Robin, einem Waisenjungen aus Kanton, erst von seinem “Gönner” auf ein Studium in Oxford an der Einrichtung Babel vorbereitet wird und von seinem Studium dort. In Babel wird Magie produziert - mithilfe von Silberbarren und nicht ganz passenden Übersetzungen. Weil aber immer mehr Lehnwörter aus anderen europäischen Sprachen in die englische Sprache Einzug halten, suchen einige Babel-Profs nach Muttersprachler:innen überall auf der Welt. Und so ist es kaum verwunderlich, dass drei von vier Mitgliedern von Robins Kohorte nicht aus England stammen. Neben Robin, der aus der chinesischen Provinz Kanton (heute: Guangdong) stammt, starten auch Victoire, die aus Haiti stammt und unter anderem Kreyòl (Haitianisch-Kreolisch) spricht, und Ramy, der aus Kalkutta stammt und unter anderem Urdu, Arabisch und Persisch spricht. Die reiche, weiße, aus England stammende Letty komplettiert das Quartett.
Eine Sache wird schnell klar: Kuang beschönigt die Geschichte rund um Robin kein bisschen, im Gegenteil. Das Thema Rassismus ist omnipräsent - durch aktive rassistische Anfeindungen, die Robin, Ramy und Victorie über sich ergehen lassen müssen bis zu Robin und seinen internalisierten Rassismen. Denn er hat scheinbar einen (weißen) britischen Vater und tut alles, um sich der Kultur und Gesellschaft um ihn herum anzupassen, zu denen er aber aufgrund seiner Herkunft nie gehören wird. Als sich den dreien die Möglichkeit bietet, sich zur Wehr zu setzen, nutzen sie diese. Erst teilweise etwas zurückhaltend, dann immer überzeugter.
Als weiße Frau hat mich die Figur von Letty ebenfalls sehr beschäftigt. Denn Letty scheint das äquivalent der Personen zu sein, die heute sagen: “Ich sehe keine Farben, ich sehe nur Menschen”, aber dabei das rassistische System nicht sehen, was all dem zu Grunde liegt. Damit konfrontiert werden ist unglaublich wichtig. Wie Anti-Rassismus-Expertin Tupoka Ogette so schön in “exit RACISM” beschreibt: Letty lebt in Happyland. Und damit möchte ich euch nicht nur Kuangs fantastische Low Fantasy “Babel” ans Herz legen, sondern auch die Bücher von Ogette.
- Victoria Aveyard
Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3)
(712)Aktuelle Rezension von: bibliophilara„Goldener Käfig“ ist der dritte Band der Low Fantasy-Reihe Die Farben des Blutes von Victoria Aveyard. Sie wurde 1990 in Massachusetts geboren und studierte Drehbuchschreiben an der University of Southern California. Die Farben des Blutes gilt bis heute als ihre erfolgreichste Buchreihe, aber auch die Breaker-Reihe, ihre erste High Fantasy-Saga, wurde auf Deutsch veröffentlicht. 2018 war sie zu Gast auf der Frankfurter Buchmesse, wo ich sie leider knapp verpasst habe. Auf Instagram produziert sie momentan Reels und Stories, die auf die politischen Missstände in den USA hinweisen. Sie kritisiert unter anderem die Immigrationsbehörde ICE scharf. Kein Wunder also, dass es in ihren Büchern auch um Gewalt, politische Unterdrückung und Diskriminierung geht. „Goldener Käfig“ erschien 2017 auf Deutsch und ist der vorletzte Band der Reihe.
Die 18-jährige Mare Barrow hat sich auf einen Deal mit König Maven eingelassen: Er verschont das Leben ihrer Freunde, wenn sie sich von ihm gefangen nehmen lässt. Und so wird sie in Ketten zurück in das Schloss von Archeon gebracht, wo sie in einer schlichten, aber komfortablen Zelle leben muss. Damit sie ihre Fähigkeiten nicht einsetzen kann, wird sie von Silbernen bewacht, die diese unterdrücken. Dort hat sie mehr als genug Zeit, um die jüngsten Ereignisse zu verarbeiten, darunter auch der Tod von Königin Elara sowie ihres ältesten Bruders Shade. Doch trotz ihrer eingeschränkten Möglichkeiten nimmt sich Mare fest vor zu entkommen. Und auch Prinz Cal und die Scharlachrote Garde setzen alles daran, sie zu befreien. Denn sie ist schon längst das Gesicht der Rebellion gegen die silberne Monarchie geworden.
„Ich versuche aufzustehen, als er mich lässt.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Wieder erzählt Mare hier aus der Ich-Perspektive im Präsens und schildert direkt zu Beginn, wie sehr sie in Gefangenschaft von König Maven und seinen Launen abhängig ist. Neben Mare tauchen hier aber auch zwei neue Erzählerinnen auf: Cameron Cole und Evangelina Samos. Zudem gibt es seit „Gläsernes Schwert“ vorne im Buch eine Karte von Norta und den umliegenden Ländern, die im dritten Band noch einmal erweitert wurde. Bei der Betrachtung der Umrisse und Küsten ist mir aufgefallen, dass das hier keine Fantasy-Welt ist, sondern die Nordostküste der USA. Lake Tarion im Buch ist bspw. in Realität Lake Ontario sowie Lake Eris in unserer Welt Lake Erie. Auch Städte sind teilweise wiedererkennbar. So ist die Hauptstadt Nortas Archeon an derselben Stelle wie bei uns New York City mit dem Hudson River, der im Buch als Capital River bezeichnet wird. Oder die Stadt Delphie mit dem March River, die wir eher als Philadelphia und Delaware River kennen. Die Insel, auf der sich die Scharlachrote Garde im zweiten Band verschanzt hat, heißt im Buch Tuck, womit wohl Nantucket gemeint ist, was zu Aveyards Heimatstaat Massachusetts gehört. Damit ist die Geschichte nicht in einer Fantasy-Welt angelegt, sondern in unserer, aber dafür in der Zukunft. Somit rücken die Fantasy-Elemente also mehr in den Hintergrund, während die dystopischen Anteile immer deutlicher werden.
Eine der neuen Erzählerinnen ist Cameron Cole. Sie ist wie Mare eine Neublüterin, also eine Rote mit übernatürlichen Fähigkeiten. Sie kann Stille einsetzen, eine Fähigkeit, mit der sie die Fähigkeiten anderer unterdrücken kann. Dabei ist sie so mächtig, dass sie auch den Puls oder die Körpertemperatur anderer senken sowie ihnen kurzzeitig die Sicht nehmen kann. Cameron hat schwarze Haut und lockiges, schwarzes Haar. Sie kommt aus den Slums von New Town und führte ähnlich wie Mare ein Leben in Armut, obwohl sie zur Zwangsarbeit rekrutiert wurde. Deswegen trägt sie auch ein Tattoo mit ihrer Identifikationsnummer auf ihrem Nacken. Cameron wurde von Mare gezwungen, sich der Scharlachroten Garde anzuschließen, weshalb zwischen den beiden ein Konflikt schwelt. Cameron ist brutal ehrlich, dickköpfig und stur, weshalb sie häufig an die jähzornige Mare gerät. Im Kern ist sie aber sehr loyal und hat Respekt für das, was Mare erleiden musste. Dennoch finde ich Cameron bisher nicht wirklich sympathisch und finde, dass sie in manchen Momenten besser ihre vorlaute Klappe gehalten hätte. Zwar hilft ihre Perspektive, einen Einblick in die Scharlachrote Garde während Mares Abwesenheit zu bekommen, aber die beiden zusätzlichen POVs waren nicht unbedingt notwendig und brechen leider mit dem Erzählstil der ersten beiden Bände.
Im Großen und Ganzen bleibt der Schreibstil wie gewohnt einfach und zugänglich. Die Atmosphäre ist meist düster und von Mares Gefangenschaft sowie dem sich anbahnenden Krieg geprägt. Allerdings gibt es hier deutlich mehr Monologe und innere Konflikte, die in ihrem Kern aber keine ausreichende Tiefe bieten. Dieser Band ist klar auf das Innenleben der Erzählerinnen ausgelegt, welches dann leider nicht wirklich spannend ist. Dadurch wird das Tempo spürbar langsamer und unregelmäßiger. Manche Passagen haben sich wie Kaugummi gezogen und der Plot hat keinerlei Fortschritte gemacht. Dank des Hörbuchs konnte ich manch zähere Stellen besser überwinden, aber für das, was insgesamt im Buch passiert, sind die annähernd 650 Seiten mit 29 Kapiteln plus Epilog eindeutig zu viel. Das ist ganz klar der größte Kritikpunkt an „Goldener Käfig“. Wegen den neuen Erzählerinnen hat das Hörbuch neben Britta Steffenhagen nun auch Christiane Marx und Yara Blümel als Sprecherinnen.
Tatsächlich ist dieser Punkt so gravierend, dass es mir schwerfällt, noch viel mehr über dieses Buch zu schreiben. Denn, sollte ich es wirklich ganz böse formulieren, könnte ich die Handlung dieses dicken Schinkens in wenigen Sätzen zusammenfassen. Nachdem ich das Buch zugeschlagen habe, habe ich mich gefragt: Was ist hier im Kern eigentlich wirklich passiert? Und natürlich gibt es einige wichtige Ereignisse im Plot, aber sie sind unter Anbetracht des Umfangs erstaunlich rar. Allerdings haben mir die wenigen Kapitel aus Evangelinas Perspektive gut gefallen und vielleicht ist sie gar nicht so ein schlechter Mensch, wie Mare denkt. Ich hoffe jedenfalls, dass sie im vierten Band weiterhin relevant ist.
Erst zum Ende hin kommt wieder etwas Fahrt auf, doch obwohl es einen Kampf und einen Plottwist gibt, ist das Finale doch eher schwach, vor allem im Vergleich zu den anderen Bänden. Anstatt mit Spannung zu trumpfen, wird hier eher künstliches Drama erzeugt. Im Allgemeinen legt der dritte Band also seinen Fokus auf das wenig interessante Innenleben der Figuren, anstatt den Plot voranzutreiben. 100 Seiten weniger hätten „Goldener Käfig“ wirklich gut getan.
Meine Meinung zu „Goldener Käfig“ von Victoria Aveyard fällt leider ernüchternd aus: Zwar punktet der dritte Band weiterhin mit einer zugänglichen Sprache, einer düsteren Atmosphäre und teilweise interessanten Perspektivwechseln, doch die zusätzlichen Erzählerinnen brechen auch mit dem gewohnten Erzählstil. Vor allem der starke Fokus auf wenig tiefgehende innere Monologe sorgt dafür, dass sich die Handlung zieht und kaum vorankommt, sodass der umfangreiche Roman insgesamt überraschend wenig Inhalt bietet. Auch das Finale kann trotz einzelner spannender Ansätze nicht wirklich überzeugen und wirkt eher künstlich dramatisch als packend. Deshalb überwiegen für mich hier leider die Schwächen, weshalb ich dem dritten Band von Die Farben des Blutes schweren Herzens nur zwei von fünf Federn geben kann. Ich hoffe aber, dass der vierte und letzte Band wieder mehr zu bieten hat, deswegen gebe ich ihm noch eine Chance, mich zu überzeugen.
- Cecelia Ahern
Flawed – Wie perfekt willst du sein?
(1.198)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Celestine führt ein gutes Leben. Ihre Familie gilt als perfekt. Sie gilt als perfekt. Niemand hat etwas auszustehen. Nicht wie die Menschen, die von der Gilde als „fehlerhaft“ beurteilt und ebenso gebrandmarkt und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Celestine hat eine große Zukunft vor sich und ist glücklich verliebt in Art – den Sohn des obersten Richters der Gilde. Doch dann passiert eines Morgens im Bus etwas, dass Celestines Leben vollkommen aus der Bahn wirft und plötzlich gilt sie selbst als „fehlerhaft“.
Meine Meinung:
Eine Dystopie, die so absurd erscheinen mag beim Lesen und dennoch – wenn man die täglichen Nachrichten liest und hört – in vielen Dingen eine erschreckende Parallele zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung – nicht nur in unserem Land – geworden ist.
Menschen, die nicht den Grundsätzen der Gilde entsprechen und moralisch einwandfreie Menschen sind – wobei die moralischen und ethischen Grundsätze praktischerweise direkt von der Gilde definiert werden – werden als fehlerhafte Menschen gebrandmarkt. An der Schläfe, der rechten Hand, am Brustkorb oder auf der Zunge. Je nach ihrem Vergehen.
Da ist z.B. die junge Frau, die ihre schwerkranke Mutter zum geplanten Suizid ins Ausland begleitet hat und dadurch „fehlerhaft“ wurde.
Das Leben als „fehlerhafter Mensch“ ist schlimm. Nur Grundnahrungsmittel, Ausgangssperre, schlechte Arbeitsbedingungen, ständige Überwachung und viele Repressalien mehr bestimmen den Alltag einer fehlerhaften Person.
Das Celestine eine fehlerhafte Person werden könnte, erscheint ihr vollkommen absurd, doch dann – eines morgens auf dem Weg zu Schule – droht ein fehlerhafter älterer Herr im Bus zu kollabieren. Niemand hilft ihm. Nicht fehlerhaften Menschen ist nämlich das Helfen von fehlerhaften Menschen untersagt. Sonst werden sie selbst zu fehlerhaften Menschen verurteilt.
Celestine kann nicht einfach zusehen, wie der Mann vor ihren Augen stirbt. Egal, ob das erlaubt ist oder nicht. Also greift sie ein. Als Einzige. Alle schauen zu und nehmen in Kauf, dass der Mann vor ihren Augen sterben könnte.
Sie wird verhaftet. Richter Crevan bietet ihr einen Ausweg an. Das Einzige, was sie dafür tun muss, ist zu behaupten, dass sie nicht geholfen hat, sondern nur ihre Mitmenschen vor dem fehlerhaften Mann beschützen wollte und der fehlerhafte Mann selbst an der Situation schuld ist. Dann würde alles wieder gut werden.
Doch das wäre gelogen. Das wird ihr sehr schnell klar. Und Celestine – trotz großer Angst vor dem Leben als Fehlerhafte – stellt plötzlich das gesamte Regime in Frage und kann es nicht mit ihren eigenen ethischen Grundsätzen vereinbaren, zu lügen.
Was dann geschieht? Das verrate ich Euch nicht. Nur so viel: Celestine wird zum Aushängeschild einer Revolution, die längst überfällig ist. Eine Revolution, in der die Menschen, die unterdrückt werden, die nicht dem gesellschaftlichen Standard entsprechen, aufbegehren. Einer Revolution gegen eine Gesellschaft, in der die Menschen mit Angst und Drohungen stillgehalten werden, damit die Machthaber ihre Macht behalten und ausbauen können.
Menschen, die Sachverhalte und Situationen hinterfragen, sind für Diktatoren und ähnliche Konstrukte sehr gefährlich. Also müssen sie klein gehalten werden. Das geschieht am besten, in dem man Angst schürt. Immer wieder. In dem man Exempel statuiert.
Doch Celestine ist nicht allein. Das wird ihr allmählich bewusst – als sie sich auf die Suche nach Informationen begibt. Ihr Tun ist gefährlich, doch sie kann nicht mehr zurück. Fehlerhaft ist sie sowieso. Dann kann sie auch dafür kämpfen, dass sich etwas ändert. Denn viel schlimmer kann es nicht mehr werden…
Die Geschichte geht unter die Haut und oftmals bin ich beim Lesen unfassbar wütend geworden. Auf Menschen, die ein System ungefragt kaufen. Die sich einreden lassen, dass ethische Grundsätze „fehlerhaft“ sind. Die Menschen vorverurteilen und sie auf unaussprechliche Art und Weise aus der Gesellschaft ausschließen. Weil sie nicht ins Bild passen. Weil sie anders sind. Sich anders entschieden haben.
Schon immer werden Menschen, die nicht „perfekt“ in unsere Gesellschaft passen, diskriminiert und ausgegrenzt. Ob damals zu Zeiten der Sklaverei, der Apartheit, des zweiten Weltkriegs. Sei es bei Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit LGBTQ-Hintergrund. Menschen, die Bürgergeld beziehen oder aus anderen Gründen nicht in die Gesellschaft passen. Die Liste ist noch lange nicht am Ende.
Das bringt mich zu folgender Frage: wer definiert denn, wer in einer Gesellschaft überhaupt perfekt ist und dazugehören darf? Und wer nicht? Wer entscheidet das?
Das muss aufhören. Jeder Mensch ist wertvoll. Einzigartig. Und auf seine Weise perfekt.
Denn – um Margot Friedländer zu zitieren: „Es gibt kein jüdisches, kein muslemisches und kein christliches Blut. Es gibt nur menschliches Blut. Drum sei Mensch!“
Meine Rezension findet Ijr auch auf www.buchspinat.de - Angie Thomas
The Hate U Give
(749)Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher"The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! - Kai Meyer
Die Seiten der Welt – Nachtland
(682)Aktuelle Rezension von: Christin87Die Umgarnte und ihre Auftraggeberin, Mater Antiqua, sind vernichtet, doch der Kampf geht weiter. Sechs Monate sind vergangen, das Faerfax Anwesen ist nun Unterschlupf für zahlreiche Exlibri und Furia, Cat und Finnian sind bereits wieder im Einsatz. Das neue Ziel lautet das Sanktuarium zu vernichten - das Heiligtum der Adamitschen Akademie. Wir begegnen neuen Gegnern, wie Marduk, einem Siebenstern-Exlibri, der der "König des Exlibri-Ghettos" in Libropolis ist. Wir bekommen einen ausführlichen Einblick in die Familie Himmel, eine der drei führenden Familien der Akademie. Und wir treffen Summerbelle und Duncan, die Furias und Isis` Crew in ihrem Kampf unterstützen. Doch die Gegner kommen nicht nur von außen - auch innerhalb der Clique entstehen Zwietracht und Misstrauen.
Mit "den Ideen" gibt es neue Gegner, die aber wohl erst in Band 3 ihren großen Auftritt erhalten werden. Und zahlreiche Protagonisten bezahlen die Geschehnisse dieses Bandes mit ihrem Leben.
Mit dem Vorwissen aus Band 1 bin ich diesmal schneller mit der Story zurechtgekommen. Ich habe auch was zu biblischer Geschichte gelernt und hatte ein paar Aha-Momente, was die komplizierten Namenswahlen angeht.
Ich mochte sehr Duncan als neuen Charakter und fand die gruseligen Tintlinge wirklich schaurig.
Insgesamt ist auch in diesem Band der Kampf um gut gegen böse mit extrem kreativen Ideen durchzogen. Und jeder Fantasy-Liebhaber sollte seine helle Freude hieran haben.Irgendwann, wenn Band 3 mich bei einer Schnäppchenaktion anlacht, werde ich auch diesen noch lesen.
Aber vorerst freue ich mich darauf wieder in eine realere Buchwelt abzutauchen.
Auch Band 2 bekommt von mir 4 Sterne.
- Jennifer Benkau
One True Queen: Von Sternen gekrönt
(871)Aktuelle Rezension von: DeborahOne True Queen – Von Sternen gekrönt hat mich emotional komplett abgeholt. Die Welt, in die Mailin hineingezogen wird, wirkt gleichzeitig wunderschön und brutal, und gerade diese Mischung macht die Geschichte so fesselnd. Besonders berührt hat mich, wie stark Mailin trotz ihrer Angst bleibt und wie sehr sie für die Menschen kämpft, die ihr wichtig werden. Man spürt in jeder Szene, wie viel Herz in dieser Geschichte steckt.
Auch der besondere Schreibstil von Jennifer Benkau lässt einen tief in die Emotionen der Figuren eintauchen, ohne kitschig zu wirken. Das Buch ist nicht einfach nur Fantasy – es erzählt von Mut, Verlust, Verantwortung und der Suche nach sich selbst. Für mich war es eine berührende Reise, die mir noch lange nach dem Lesen im Kopf geblieben ist.❤️❤️ - Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 1-3
(1.218)Aktuelle Rezension von: Katalina_SchwenkDie Tribute von Panem ist eine meiner absoluten Lieblingsbuchreihen. Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd, emotional und gleichzeitig erschreckend aktuell. Besonders begeistert haben mich die starke Protagonistin Katniss Everdeen, die mutig und unglaublich menschlich dargestellt ist.
Die Mischung aus Spannung, Gesellschaftskritik, Freundschaft und Hoffnung macht die Reihe für mich so besonders. Jede Seite zieht einen tiefer in die Welt von Panem hinein, und man fiebert, leidet und hofft mit den Figuren mit.
Eine eindrucksvolle, mitreißende Buchreihe, die man nicht so schnell vergisst – für mich definitiv ein Highlight!
- Marissa Meyer
Die Luna-Chroniken 4: Wie Schnee so weiß
(597)Aktuelle Rezension von: YureliaIch finde, Winter ist hier in der Inhaltsangabe falsch dargestellt. Es ist nicht so, dass sie von Anfang an Pläne macht, Levana zu stürzen. Da gerät sie einfach rein; sie stolpert im Prinzip in die Revolution rein, nachdem die Königin versucht hat, sie umzubringen. Vorher hatte Winter buchstäblich keinen Kopf, Pläne zu schmieden, da sie mit ihrer eigenen Gedankenwelt und ihren Dämonen viel zu beschäftigt war. Dieser Aspekt wird in der Inhaltsangabe leider ziemlich verdreht dargestellt.
Und natürlich geht es nicht nur um Winter. Die Geschichte aus den vorigen Bänden wird hier selbstverständlich weitergesponnen. Aber Winter ist die Figur, die hier neu eingeführt wird - womit ich übrigens im letzten Band dieser Reihe irgendwie nicht mehr gerechnet habe. Dass aber das Muster aus den vorigen Bänden auch im letzten Band beibehalten wird, fand ich nicht nur überraschend, sondern auch ungewöhnlich und cool. Das einmal vorweg.
Das Design der vorigen Bände wird hier weitergeführt. Das vorherrschende Symbol ist eine weiße Krone, die wohl sowohl das Symbol der neu eingeführten Figur, Prinzessin Winter, als auch den Herrscherwechsel auf Luna und die künftige Königin Selene symbolisieren soll - vorausgesetzt die Revolution hat Erfolg ...
Leider ist auch hier das Cover von keiner guten Qualität. Auch bei diesem Band rollt sich die Beschichtung der Buchdeckel an den Rändern nach oben. Das ist sicher bei allen Bänden der Taschenbuchausgabe der Fall und leider auch keine Seltenheit. Dieses Phänomen habe ich schon bei einigen Taschenbüchern und Paperbacks unterschiedlicher Verlage erlebt.
Auch die Bindung ist so stramm wie im vorigen Band. Nach dem ersten Durchlesen klappt sich das Buch jedoch schon einfacher auf.
Das Buch ist in fünf Teile aufgeteilt. Auf jedem der Deckblätter zu einem neuen Teil ist ein Zitat aus dem Märchen Schneewittchen, der passend zum Inhalt dieses Teils ist - und dieses Bandes, denn Winter ist an Schneewittchen angelehnt.
Die Kapitel sind durchnummeriert; der Buchsatz ist schlicht gehalten, nur leider etwas zu nah am Buchrücken gedruckt.
Dieser Band ist spannender und düsterer als die vorigen Bände. Hätte ich mir mehr Zeit zum Lesen genommen, hätte ich das Buch sicher in wenigen Tagen durchgelesen. Die neu eingeführte Protagonistin, Prinzessin Winter, hat mir sofort gefallen, obwohl ich zunächst nicht wusste, auf welcher Seite sie steht, da sie mit in Levanas Palast lebt. Es braucht eine Weile bis man sicher weiß, auf welcher Seite der Revolution Winter steht - und das fand ich wirklich genial geschrieben.
In diesem Band findet jeder seinen Platz in der Revolution; alle losen Enden werden zusammengeführt zum Ziel; zum Knotenpunkt. Natürlich nicht ohne Schwierigkeiten.
Zwischenzeitlich dachte ich: "Wie soll das funktionieren?"
Ja, ich dachte sogar, es sei alles verloren...
Ich zögerte das Lesen hinaus, weil ich nicht wollte, dass das Buch endet. Ich hatte Befürchtungen und Ängste, die das Ende betrafen. Nichts davon traf ein. Aber ich hatte definitiv Sorge deshalb. Ich hatte Angst vor einem "bad end" und ich wollte mich von den Charakteren nicht verabschieden, die ich doch alle lieb gewonnen hatte. (Außer Levana und ihr Gefolge...)
Das zeigt eigentlich schon, dass dies ein großartiger Reihenabschluss ist, wenn man so mitfiebert.
Mir hat am Ende sogar besonders gefallen, dass nach dem Showdown nicht sofort Schluss war, sondern, dass man mitbekommt, was aus Luna wird.
Mir hat dieser Band und diese Reihe echt sehr gut gefallen und ich kann sie nur wärmstens weiterempfehlen.
Ich bin meiner ehemaligen Freundin dankbar, dass sie mich dazu "genötigt" hat, diese Reihe zu lesen.
Mein Fazit:
Ein würdiger Abschluss einer wirklich faszinierenden und gelungenen Buchreihe. Möglicherweise Pageturner! 😉 - Cecelia Ahern
Perfect – Willst du die perfekte Welt?
(858)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Celestine hat sich bei ihrem Großvater versteckt. Doch der oberste Richter Crevan gibt keine Ruhe. Er will Celestine unbedingt aufspüren, denn sie ist im Besitz von etwas, dass ihm sehr gefährlich werden und sogar das ganze Regime stürzen könnte. Das muss er unbedingt vereiteln.
Eigentlich will Celestine nur, dass alles so wird wie früher, doch das wird nicht geschehen. Dessen ist sie sich sehr bewusst. Was bleibt, außer zu kämpfen? Und sie ist nicht allein. Carrick taucht wieder auf und überredet sie, nicht mehr zu fliehen, sondern für die Freiheit zu kämpfen…
Meine Meinung:
Ich kann Euch nicht zu viel verraten. Das würde die Spannung zerstören. Band Zwei der Dilogie geht genauso spannend und temporeich weiter, wie Band Eins angefangen hat. Von daher kann ich den zweiten Band genauso empfehlen, wie den ersten Teil dieser großartigen Geschichte.
Celestine beginnt, über sich hinauszuwachsen. Immer mehr Menschen stehen plötzlich hinter ihr und dem Wunsch nach Freiheit. Auch nicht fehlerhafte Menschen. Sie findet Verbündete, muss aber auch lernen, dass manche Verbündete nur ihren eigenen Vorteil suchen und bereit sind, Celestine danach über die Klinge springen zu lassen. Das macht Vertrauen schwer. Doch ohne Vertrauen geht es nicht.
Celestine lernt schnell und steckt irgendwann mittendrin in einer Revolution, die sich sich Wochen zuvor niemals hätte vorstellen können. Als ihre Anführerin. Mit einer Courage, die mich stark beeindruckt hat.
Und sie ist nicht allein. In Carrick hat sie einen Mitstreiter gefunden, der ebenso mutig ist wie sie. Der ähnliche Werte hat. Der Menschen überzeugen kann, ihr Vorhaben zu unterstützen. Und der ihr etwas bedeutet. Und sie ihm. Trotz aller Schwierigkeiten bahnt sich zwischen den Beiden etwas an, dass größer ist als das, was Celestine einst mit Art (Richter Crevans Sohn) geteilt hat…
Manchmal hat man einfach keine andere Wahl. Dann muss man für das kämpfen, was einem wichtig ist. Für Freiheit. Für Demokratie. Für gleiche Rechte. Egal ob man „fehlerhaft“ ist oder nicht. Gemeinsam.
Das gilt für uns alle. Gerade in Zeiten, wo die Rechte von Minderheiten beschränkt werden sollen. Wo finanziell schwache Menschen ausgegrenzt werden sollen. Wo die Reichen und Mächtigen für eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich sorgen. Wo jeden Tag von Rassismus und Gewalt zu lesen ist. Von Femiziden. Von Rechtsextremismus. Von Kriegen. Von Menschen, die ihr Hab und Gut verlieren und aus Angst vor Ermordung ihr Heimatland verlassen müssen.
Lasst uns füreinander einstehen. Für Demokratie. Für Freiheit. Für Rechtsstaatlichkeit.
Solidarisch. Mit einem offenen Herzen. Füreinander. Denn wir sind alle gleich. Wir sind Menschen.
Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de
- Amy Ewing
Das Juwel - Die Weiße Rose
(979)Aktuelle Rezension von: ApplesreadingIm zweiten Band der Das Juwel-Reihe setzt Amy Ewing die Geschichte von Violet Lasting fort. Nachdem sie von der Herzogin vom See enttarnt wurde, flieht Violet mit ihren Gefährten Ash und Raven aus dem Palast. Doch die Flucht ist alles andere als einfach. Das Juwel zu verlassen ist gefährlich, und die Verfolger des Adels sind ihnen ständig auf den Fersen. Auf ihrer Reise stößt Violet auf eine geheime Rebellengruppe, die ihr neue Hoffnung und Antworten auf ihre Fragen bietet. Dabei entdeckt sie, dass ihre Gabe weit mächtiger ist, als sie dachte.
Wie schon im ersten Band bleibt der Schreibstil von Amy Ewing eine Herausforderung. Allerdings wird er im zweiten Band noch komplizierter. Beim ersten Band bereits wirkt der Stil schon kompliziert, aber in Die Weiße Rose noch schwerer und leider unnötig komplex.
Band 2 ist ein packender, aber sprachlich anstrengender zweiter Band. Die spannende Handlung und die Weiterentwicklung von Violet sind nach wie vor fesselnd, doch der immer komplexer werdende Schreibstil macht die Lektüre schwieriger als nötig. Wer den ersten Band mochte, wird auch diesen Band mögen, muss jedoch erneut Geduld mit dem Stil aufbringen. - Victoria Aveyard
Wütender Sturm (Die Farben des Blutes 4)
(326)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppDer finale Band der Reihe, Wütender Sturm, konnte mich leider nicht ganz so überzeugen wie erhofft. Insgesamt wirkte die Geschichte für mich an vielen Stellen sehr in die Länge gezogen, wodurch die Spannung oft verloren ging. Gerade für einen Abschlussband hätte ich mir mehr Dynamik und ein stärkeres Gefühl von Dringlichkeit gewünscht.
Zur Handlung:
Wütender Sturm setzt die Ereignisse der vorherigen Bände fort und führt den Konflikt zwischen den roten und silbernen Blutlinien zu seinem Höhepunkt. Während Mare und ihre Verbündeten weiterhin für eine gerechtere Welt kämpfen, eskalieren die politischen Machtkämpfe und militärischen Auseinandersetzungen. Verschiedene Fraktionen versuchen, die Kontrolle zu gewinnen, während alte Bündnisse bröckeln und neue entstehen. Der Band steuert schließlich auf den finalen Ausgang des Krieges zu und entscheidet über die Zukunft des gesamten Königreichs.
Insgesamt bietet der Abschlussband interessante Perspektiven und wichtige politische Entwicklungen, verliert sich jedoch für meinen Geschmack zu oft in Länge und verliert dadurch an Spannung.
Die Protagonistin Mare zeigt zwar eine gewisse Weiterentwicklung. Sie schafft es, sich von einigen Dingen zu lösen, die sie früher stark belastet haben. Gleichzeitig hat man jedoch immer wieder das Gefühl, dass sie noch an alten Vorstellungen und Hoffnungen festhält und versucht, Dinge aus der Vergangenheit zu retten, die eigentlich längst vorbei sind. Dadurch wirkt ihr Handeln teilweise wenig vorausschauend und blockiert auch neue Entwicklungen.
Auch Cal bleibt über weite Strecken sehr engstirnig. Eine große charakterliche Entwicklung ist bei ihm kaum zu erkennen. Erst auf den letzten rund hundert Seiten kommt etwas Bewegung in seine Figur und in die Handlung insgesamt, doch bis dahin passiert vergleichsweise wenig, das ihn wirklich verändert.
Die Dynamik zwischen Mare und Cal flacht im Laufe des Buches ebenfalls spürbar ab. Während ihre Beziehung in den vorherigen Bänden eine wichtige Rolle spielte, rückt sie hier deutlich in den Hintergrund. Stattdessen nimmt der Krieg und die politische Situation immer mehr Raum ein, wodurch die persönliche Ebene der beiden Figuren etwas verloren geht.
Positiv hervorzuheben ist allerdings die Vielzahl an Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. Diese unterschiedlichen Blickwinkel helfen dabei, die komplexe Situation und die verschiedenen Seiten des Konflikts besser zu verstehen. Außerdem werden neue Protagonisten eingeführt, die zusätzliche, teilweise spannende Einblicke liefern. Trotzdem bleibt vieles stark politisch geprägt und wirkt stellenweise etwas flach.
- Marissa Meyer
Die Luna-Chroniken 3: Wie Sterne so golden
(809)Aktuelle Rezension von: YureliaDen dritten Band der Reihe habe ich als Taschenbuch gelesen. Die ersten Bände hatte ich mir ausgeliehen von einer mittlerweile ehemaligen Freundin. Die Buchreihe wollte ich aber trotzdem weiterlesen und da mir die ersten Bände so gut gefielen, habe ich mir einfach die Reihe in der Taschenbuchausgabe gekauft. Das Design ist das gleiche wie bei den Hardcovern, nur ohne Buchumschlag.
Auf dem Cover dieses Bandes wiederholt sich das goldfarbene Muster eines geflochtenen, abgeschnittenen Zopfes. Der Titel ist ebenfalls goldfarben und befindet sich innerhalb eines Kreises mit goldfarbenen Rand. Der Hintergrund ist schwarz. Die Innenseiten der Buchdeckel sind golden und schimmern leicht.
Das Cover hat leider keine gute Qualität. Nach einem Mal durchlesen löst sich bereits die Beschichtung an der unteren Kante des Covers.
Das Buch ist in vier Teile unterteilt. Auf dem Deckblatt eines jeden Teils befindet sich ein Zitat aus dem Märchen Rapunzel. Denn man ahnt es vielleicht schon, wenn man die Inhaltsangabe auf dem Backcover liest: Während Cinder und Scarlet an Cinderella und Rotkäppchen angelehnt sind, ist Cress quasi Rapunzel - obwohl ihr Name nicht darauf schließen lässt.
Ich liebe es sehr wie Marissa Meyer eine neue Märchenprinzessin in die Geschichte einführt. Alles ist geheimnisvoll bis sich irgendwann der Kreis schließt. Ich liebe das wirklich sehr.
Die Geschichte dieses Bandes ist für mich kaum noch voraussehbar, was ich so überhaupt nicht erwartet habe. Diese Reihe scheint sich mit jedem Band zu steigern.
Auch in Cress konnte ich mich gut hineinversetzen. Wobei ich Scarlet doch immer noch lieber mag. Ich glaube, ich fühl mich mit beiden sehr verbunden, weil beide Persönlichkeiten auch in mir stecken. XD
Cinder akzeptiert, wer sie ist, und schmiedet entsprechende Pläne ... doch dann werden sie und ihre Gefährten reingelegt und alles droht, den Bach runterzugehen.
Es gibt einige Schreckmomente und Entwicklungen in diesem Band, die mich noch immer schockieren. Dazu der gewohnte locker-flockige Schreibstil der Autorin und schwupps kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Eine gute Formel, den*die Leser*in ans Buch zu fesseln. XD
Am Ende des Bandes gibt es keine Leseprobe für den nächsten Band. Außerdem endet dieser Band sehr dramatisch. Man kann zwar erahnen, wie die Geschichte weitergehen könnte, aber man hat am Ende null Plan, ob eine neue Figur eingeführt wird, und falls ja, weiß man auch nicht, welche Märchenprinzessin es sein könnte.
Ich bin wirklich gespannt, wie das alles ausgeht...
Mein Fazit:
Fortsetzung mit düsteren und schockierenden Elementen, die kaum noch voraussehbar sind. Pageturner. - Christina Dalcher
Vox
(427)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer"Vox" von Christina Dalcher wollte ich eigentlich schon vor einigen Jahren lesen, doch irgendwie sind dann doch immer wieder andere Bücher in den Fokus gerutscht.
Mittlerweile gibt es schon zahlreiche Rezensionen und Bewertungen zu dem Buch, in denen die Geschichte nur durchschnittlich abschneidet und hinter den Erwartungen vieler Leser zurückbleibt.
Ich bin also voller Neugier in die Welt eingetaucht, in denen Frauen um ihre Worte beschnitten werden.
"Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringen könnt ihr uns nicht!"
Zitat Klappentext
Insgesamt war das Buch gut zu lesen. Oft empfand ich gerade zum Ende hin die Story als zu schnell abgehandelt und oberflächlich. Einige Szenen und Situationen ergaben nicht wirklich Sinn, bzw. hätte ich mir hier eine tiefere Ausarbeitung gewünscht.
Da ich vor kurzem erst die Serie "The Handmaid´s Tale" nach der Romanvorlage von Margaret Atwood gesehen habe, hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, eine Kopie dessen zu lesen.
Zwar ist die Geschichte der Wissenschaftlerin Jean McClellan eine Andere, doch tauchen in meinen Augen zu viele Parallelen zu der umfeierten TV-Serie auf. Sei es nun die Gründung eines neuen Amerikas aufgrund religiöser Fanatiker, die Unterdrückung und Beschneidung der Frauen, pastellfarbene Twinsets oder eine Rebellin, die durch ihren Liebhaber Unterstützung findet, um das System zu stürzen.
Hier hatte ich tatsächlich häufig den Eindruck eine Fanfiction zu lesen.
Im Ganzen nett zu lesen, aber die Geschichte begleitet leider einen faden Beigeschmack, wenn man die preisgekrönte Dramaserie um die Protagonistin June Osborne kennt.
- Lena Kiefer
Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
(859)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Der Einstieg in Die Welt wird brennen war für mich erstmal mit etwas Orientierung verbunden, aber ich war trotzdem ziemlich schnell in der Geschichte drin. Die Welt, die hier aufgebaut wird, ist definitiv nichts Leichtes – eher ungewohnt, aber gleichzeitig richtig gut durchdacht.
Besonders spannend fand ich, wie erschreckend realistisch diese dystopische Welt wirkt. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, dass das alles gar nicht so weit weg von unserer eigenen Realität ist – und genau das hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.
Ophelia als Protagonistin fand ich stark, aber auch noch schwer einzuschätzen. Ich hatte das Gefühl, dass da noch viel mehr hinter ihr steckt, was vielleicht erst in den nächsten Teilen richtig zum Vorschein kommt.
Die Atmosphäre war durchgehend spannend und das Tempo hatte für mich definitiv einen Sog – ich wollte schon wissen, wie es weitergeht. Trotzdem hat mich das Buch emotional nicht komplett abgeholt, weshalb es für mich eher „gut“ als ein echtes Highlight war.
Es gab einige überraschende Momente und Plots, die das Ganze interessant gemacht haben, ohne dabei komplett vorhersehbar zu sein.
Insgesamt ein solider Auftakt in eine Reihe mit viel Potenzial, der mich neugierig macht, aber noch nicht komplett überzeugt hat.
- George Orwell
Farm der Tiere
(995)Aktuelle Rezension von: Papercut„Farm der Tiere“ ist eine kurze, aber außerordentlich wirkungsvolle politische Parabel. In der scheinbar einfachen Geschichte eines Bauernhofs, auf dem die Tiere die Herrschaft der Menschen abschütteln, entlarvt Orwell mit scharfem Witz und bitterer Ironie die Mechanismen von Macht, Manipulation und Verrat an Idealen. Die anfängliche Hoffnung auf Gleichheit und Gerechtigkeit weicht Schritt für Schritt einer neuen Tyrannei – subtil, logisch und erschreckend plausibel erzählt.
Besonders eindrucksvoll ist Orwells Sprache: klar, zugänglich und dennoch vielschichtig. Die Tiere sind prägnant charakterisiert und stehen symbolisch für gesellschaftliche Gruppen, ohne dabei ihre erzählerische Lebendigkeit zu verlieren. Gerade diese Einfachheit macht die Allegorie so kraftvoll; sie erlaubt Leserinnen und Lesern jeden Alters, die Geschichte zu verstehen, während ihre politische Tiefe mit zunehmender Reflexion immer deutlicher wird.
Trotz seines historischen Bezugs wirkt das Buch zeitlos. Die dargestellten Strategien der Propaganda, die Umdeutung von Regeln und die schleichende Konzentration von Macht sind auch heute noch erschreckend aktuell. „Farm der Tiere“ ist daher nicht nur Pflichtlektüre im schulischen Kontext, sondern ein Werk, das zum kritischen Denken anregt und lange nachhallt.
- Amy Ewing
Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel
(782)Aktuelle Rezension von: ApplesreadingMit Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel schließt Amy Ewing ihre dystopische Trilogie ab und liefert ein Finale, das an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten ist. Violet steht vor ihrer bisher größten Herausforderung: Sie soll eine zentrale Rolle im Widerstand gegen den Adel spielen, ist jedoch hin- und hergerissen, da ihre Schwester Hazel in den Fängen der Herzogin vom See gefangen gehalten wird. Der innere Konflikt Violets und die komplexen moralischen Entscheidungen geben der Geschichte eine faszinierende emotionale Tiefe.
Der Schreibstil bleibt, wie bereits in den Vorgängern, anspruchsvoll. Für Leser, die bereits mit Band 1 und 2 zu kämpfen hatten, könnte dies eine zusätzliche Herausforderung darstellen.
Nichtsdestotrotz überzeugt der Roman durch die starken Themen: Rebellion, die Kraft der Gemeinschaft und die Frage, wie viel man bereit ist, für seine Überzeugungen und die Familie zu opfern. Der Abschluss bietet Wendungen und einen emotionalen Höhepunkt, der Fans der Reihe zufriedenstellen dürfte.
Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel ist ein komplexes, emotional aufgeladenes Finale mit vielschichtigen Charakteren und einem dramatischen Abschluss. Der anspruchsvolle Schreibstil mag nicht für jeden Leser leicht zugänglich sein, doch die fesselnde Handlung belohnt die Mühe. - Neal Shusterman
Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
(403)Aktuelle Rezension von: su_sa_sonneWie erwartet haben Citra und Rowan den Untergang von Endura überlebt. Währenddessen sucht Faraday mit Munira nach dem versteckten Schlupfloch für eine Lösung des Problems mit Goddard. Grayson erfährt seine wahre Bestimmung. Und wie auch bei allen anderen Büchern finden alle Charaktere, neue wie auch alte, am Ende ihre Bestimmung und zusammen.
Auch dieser Teil hat mich gepackt, es war spannend bis zum Schluss und die Reihe hat ein würdiges Ende gefunden!
- Laura Sebastian
ASH PRINCESS
(407)Aktuelle Rezension von: GuinevereOriginalDas Buch "Ash Princess" von Laura Sebastian ist der erste Band einer Trilogie und handelt von der Prinzessin Theodosia, die jahrelang als Kriegsgefangene gehalten wird, nachdem ein fremdes Volk ihr Land erobert hat. Man begleitet Theodosia bei ihrer Reise, wie sie von einem jungen, zerbrochenen Mädchen langsam aber sicher zur rachsüchtigen jungen Frau wird, die für ihren Thron und ihr Volk kämpft.
Die Geschichte beginnt damit, das Theodosia als Kind mitansehen musste, wie ihre Mutter, die Königin des Landes namens "Astrea", bei einer Eroberung ermordet wurde. Der Eroberer hat sie währenddessen als Gefangene behalten und Jahre lang gequält und gefoltert, um sie zu brechen und jegliche Rebellion im Keim zu ersticken und stattdessen mit Furcht zu ersetzen. Dies hätte er auch beinahe geschafft, bis er sie öffentlich zwingt einen ihrer Leute hinzurichten, was so starke Gefühle in ihr hervorruft, das sie mit der Hilfe eines Kindheitsfreundes Pläne schmiedet, um den Kaiser zu stürzen und den Thron einzunehmen, der ihr rechtmäßig zusteht.
Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt gehabt und das zog sich bis zum Ende durch. Nicht nur liest sich die Geschichte flüssig, es ist ebenfalls so verfasst, das man kaum erwarten kann mehr zu erfahren, selbst beim "einfachen" Alltag der Hauptfigur. Die Gefühle von Theodosia sind sehr nachvollziehbar und es erfüllt einen mit Spannung, sobald auffällt, wie sich ihre Gefühle und Gedankengänge langsam aber sicher ändern und sie einen Plan nach dem anderen schmiedet und durchführt. Die Geschichte liefert einem nicht nur Spannung, sie bietet eine große Palette an verschiedenen Emotionen, die man beim Lesen durchlebt.
Obwohl die Geschichte nur aus Theodosia's Sicht geschrieben ist, kriegt man einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt der Nebenfiguren, was die Umgebung sehr lebendig macht. Dieses Gefühl erhöht den Spaß beim Lesen umso mehr.
Auch die Welt und vergangene Geschehnisse werden gelegentlich nähergebracht wie auch das elementare Magiesystem im Land Astrea. Man erfährt genug, um sich die Welt perfekt vorstellen zu können, ohne das Gefühl zu kriegen von den Informationen erschlagen zu werden.
Kurz und knapp kann ich also sagen: Jeder, der Geschichten mit Intrigen innerhalb eines (magischen) Königreiches wie auch bisschen Romance und emotionale Achterbahnen mag - und sich nicht vor Beschreibungen brutaler Momente fürchtet - kann mit diesem Buch sehr viele positive wie auch "negative" Gefühle erleben - ich war einfach nur begeistert.
- Kai Meyer
Die Seiten der Welt
(452)Aktuelle Rezension von: Alexia_Ein letztes Mal entführt uns Kai Meyer mit Furia zwischen die Seiten der Welt. Und wie kann man dieses Buch als Bücherfreund nicht magisch finden? Der Autor packt alles aus was an Fantasy im Bezug auf Bücher möglich ist. Auch das was man für unmöglich hielt. Es ist vielleicht viel auf einmal, aber es ist absolut fantastisch und so unglaublich fantasiereich. Sprechende Bücher, Schimmelrochen, Ideen die die Welten bedrohen…ich brauche nicht mehr sagen. Auch hier haben wir wieder verschiedene Perspektiven die uns eine Bandbreite an Sichtweiten bieten. Es ist super kurzweilig und man ist viel zu schnell durch die Seiten gerauscht. Und dieses Mal bricht einem das Buch das Herz, nur um es langsam wieder zusammenzusetzen. Puh…Das Ende ist außergewöhnlich und passend für diese wunderbare Reihe. Und ich bin endlos traurig mich aus dieser Welt zu verabschieden. Hätte ich doch nur zu gerne noch mehr über Seelenbücher und Bibliomanten gelernt. Danke für eine tolle Fantasyreihe. 5 von 5 für den Abschluss.
- Brandon Sanderson
Krieger des Feuers
(231)Aktuelle Rezension von: zickzackEin Jahr ist vergangen, seit Kelsiers Diebesbande den obersten Herrscher gestürzt haben und damit die Skaa im letzten Reich aus ihrer Unterdrückung befreit haben. Elant Wager ist der neue König und Vin, die mächtigste Nebelgeborene des Landes, an seiner Seite. Elant steht eine große Aufgabe bevor, denn Luthadel wird gleich von zwei Armeen belagert. Einen Adligen aus dem westlichen Dominium und von seinem Vater Straff Wager. Beide wollen die Stadt erobern, denn es hat sich herumgesprochen, dass die Stadt einen großen Vorrat an Atium bewahrt, das mächtigste Metall, was es gibt.
Vin sieht eine weitere Gefahr. Seit dem Tod des obersten Herrschers verändert sich der Nebel und sie befürchtet, dass der Dunkelgrund zurückkehrt, welcher der oberste Herrscher vor so vielen Jahren eigentlich besiegt hatte.
Wie schon der erste Band erwartet dem Leser hier auch eine epische, fantastische Reise. Der Schreibstil des Autors hat mich direkt wieder eingezogen und die bildhaften Beschreibungen lassen die Welt vor meinem inneren Auge entstehen. Man trifft auf liebgewonnen Figuren wieder. Nur hat mir eine Figur schmerzlich gefehlt. Kelsier empfand ich als so gute Figur im ersten Band und habe so gern aus seiner Sicht gelesen. Ich fand es sogar schade, dass er weniger Anteil als Vin hatte. Und irgendwie habe ich ihn im zweiten Band sehr vermisst, wenn er auch zu Legende geworden ist und somit irgendwie auch weitergelebt hat. Denn sein Name und sein Andenken werden oft erwähnt.
Die beiden Hauptperspektivenfiguren waren hier Vin und Elant. Aus Vins Sicht habe ich wieder gerne gelesen, auch wenn ich sie ab und an etwas schwierig fand. Sie hat oft an sich gezweifelt und sich immer wieder gesagt, dass sie nicht gut genug für Elant ist. Dazu kam, dass sie einen anderen Nebelgebornen kennengelernt hat, der ihre eine andere Sichtweise eröffnet hat, als in der sie gerade lebt. Sie hat sich gegen seine Ansichten gewährt, aber er hat immer weitere seinen Stachel in sie getrieben.
Von ihm gab es auch ein paar Abschnitte aus seiner Perspektive. Ich fand ihn recht interessant, aber bei weiten nicht so wie Kelsier. Dafür war mir der Typ dann doch zu seltsam.
Mit Elant konnte ich ja im ersten Band weniger anfangen, wenn ich ihn auch nicht schlecht fand. Es war hier ganz interessant zu erfahren, wie er sich als König macht. Denn man hat deutlich seine Entwicklung miterlebt, wie er anfangs eigentlich wenig für dieses Amt geeignet war, aber dann durch Hilfe und inneren Wachstum darin aufgegangen ist. Durch seine Perspektive kann ich ihn inzwischen besser verstehen und konnte deshalb auch mehr mit ihm anfangen. Manchmal habe ich über seine idealistischen Ansichten zwar die Augen verdreht, aber das gehört zu seiner Figur und er weiß es selbst.
Als dritte wichtige Perspektivenfigur ist Sazed aufgetreten – der Bewahrer aus Terrisien. Er hat in dem Buch auch eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Anfangs fand ich seine Perspektive ziemlich langweilig, weil er sich erneut mit der Prophezeiung um dem Helden aller Zeiten beschäftigt hat. Es fühlte sich wiederholend, langwierig und nicht sonderlich gehaltvoll an. Zumal man ja immer vor dem Kapitel einen kurzen Ausschnitt in Kursiv von einem früheren Bewahrer hatte, der über den damaligen Helden gesprochen hat. Nicht nur, dass ich die Texte verwirrend fand, fand ich sie auch sehr wiederholend. Die haben mich mehr gestört, alles andere. Und dann kam noch Saze mit seinen Studien dazu… es wurde erst spannend, als man gemerkt hatte, dass irgendwas mit dem Nebel nicht stimmt und dies noch einmal einen ganz neuen Plot herausgekommen ist.
Demensprechend muss ich erneut als Kritikpunkt anbringen, dass ich es manchmal etwas langatmig fand. Es gab Abschnitte, wo gefühlt nicht viel passiert ist oder die sich sogar wiederholt haben.
Ich fand zum Beispiel den Handlungsstrang mit dem Verräter, der in Form eines Kandras unter die Mannschaft sich gemischt hat, spannend. Aber einerseits wurde das nur halbherzig verfolgt und führte auch zu wenigen Ergebnissen. Als dann schließlich herauskam, wer es war, war das einerseits zwar ziemlich gerissen vom Autor gemacht, aber trotzdem nicht umhauend. Irgendwie musste es am Ende darauf hinauslaufen. Ich hätte mir gewünscht, dass etwas mehr und Konkreteres in die Richtung passiert. Vin hat zwar versucht einige auszuschließen und ermittelt, indem sie mit diesen redet, aber so wirklich etwas dabei rausgekommen, ist nicht.
Fazit: Das Ende macht auf jeden Fall neugierig, wie es nun weitergeht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber es kein Highlightgefühl in mir ausgelöst. Irgendwie fehlt mir der letzte Funke dazu. Ich mag die Geschichte sehr, besonders die Figuren, die Idee mit der Magie und den Schreibstil, aber es überzeugt mich nicht komplett. 4 Sterne.























