Bücher mit dem Tag "revolvermann"

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27 Bücher

  1. Cover des Buches Schwarz (ISBN: 9783453012134)
    Stephen King

    Schwarz

     (1.064)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn

    Der Revolvermann, Roland Dechain, verfolgt den Mann in Schwarz durch die Wüste.

    Warum, weshalb, wieso? Wir wissen es nicht. Und wer ist eigentlich der Mann in Schwarz? Tja, keine Ahnung.

    Aber mal von vorne.

    Laut der Informationen im Buch über die Erstveröffentlichung wurden die einzelnen Kapitel offenbar als Kurzgeschichten in einem Magazin zwischen den Jahren 1978 und 1981 veröffentlicht. Und das merkt man. Wenn es denn auch so ist, dass Stephen King sie nicht nur zu verschiedenen Zeitpunkten erstmals herausgebracht, sondern auch geschrieben hat.

    Das erste Kapitel, in dem Roland aus einem nicht bekannten Grund diesen Mann in Schwarz verfolgt und im letzten Ort vor der Wüste zunächst Halt macht, ist unzugänglich formuliert, der Schreibstil nicht flüssig und schon gar nicht ähnlich zu dem seiner anderen Werke.

    Schon das zweite Kapitel liest sich wesentlich angenehmer, allerdings noch immer nicht typisch King. Und das wird auch nichts mehr. Denn das dritte Kapitel liest sich prompt, als hätte ein Schnulzromanautor versucht, poetisch zu werden, angesiedelt irgendwo zwischen zu vielen Ambitionen und, na ja, zu wenigen, übervoll mit Adjektiven. Das bis dato unfreiwillig komischste Kapitel, aber auch das, das ich flockig in einem Rutsch durchgelesen habe.

    Die letzten beiden Kapitel sind dann wieder eine Mischung aus Häh? und Hm. 

    Ein Übersetzungsmalheur ist dies jedenfalls nicht. Der Übersetzer, Joachim Körber, hat bereits mehrere Bücher von King ins Deutsche übertragen und es geschafft, sich schätzungsweise alle 80 Seiten neu zu orientieren.

    Schließlich und endlich erfährt man in fünf merkwürdig zusammengeschusterten Kapiteln im Grunde nichts mit ein paar Anekdoten aus Rolands Vergangenheit. Man erfährt nicht die Motivation des Protagonisten; nicht, wer oder was der Mann in Schwarz ist; nicht, warum beide auf dem Weg zum Dunklen Turm sind, geschweige denn, was der Dunkle Turm überhaupt ist bzw. wozu er irgendwo steht. 

    Und trotzdem hat es mich nicht derart abgeschreckt, dass ich keine Lust hätte, die Reihe weiterzulesen. Einerseits wegen der vielen Stimmen, dass  man den Auftakt irgendwie überstehen müsse, um zur "richtigen" Geschichte zu kommen, andererseits, weil es heißt, wenn man das große Ganze kenne, sei man gnädig mit Teil 1. Aber auch - irgendwie - weil es trotzdem irgendwas hatte.

    Fazit: Ziemlich mies, aber ich will wissen, was da los ist. Und vor allem: ob der Schreibstil nochmal was wird. Und wer, was, wann, wieso und weshalb. Hier gibt es von mir 2,5** mit der Hoffnung auf Besserung.

  2. Cover des Buches Drei (ISBN: 9783453012158)
    Stephen King

    Drei

     (820)
    Aktuelle Rezension von: Banana_91

    Fesselnd und unglaubliches Charakter-Detail wie es nur S. King kann.

    Ich freue mich sehr auf die weiteren fortgesetzungen .

  3. Cover des Buches tot. (ISBN: 9783453012165)
    Stephen King

    tot.

     (719)
    Aktuelle Rezension von: Banana_91

    See you later alligator :) Was für ein Ende.

  4. Cover des Buches Glas (ISBN: 9783453012172)
    Stephen King

    Glas

     (635)
    Aktuelle Rezension von: Banana_91

    Packende Liebesgeschichte. Leider etwas zu Langatmig. Gesamt aber Toll.

    Freue mich auf Band 5 .

  5. Cover des Buches Der Turm (ISBN: 9783453431614)
    Stephen King

    Der Turm

     (587)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    ACHTUNG! KANN SPUREN VON SPOILERN ENTHALTEN!

    Nach einem Monat ist es soweit und ich hab heute das Finale der Turmreihe abgeschlossen. Ich überlege, wie ich jetzt am Besten anfange, ohne die ganze Handlung hier auszubreiten und mit Spoilern um mich zu werfen.

    Das einfachste wäre es zu sagen, dass dieses Finale genau passend zur gesamten Reihe aufgebaut wurde. Aber letztlich ist es zu wenig, denn ich muss sagen, an einigen Stellen stand mir der Schock im Gesicht. Nicht gleich zu Anfang, der nahtlos an Band 6 anschließt und hier die Momente aus den Blickwinkeln von mehreren Figuren schildert. Allen voran Jake und Oy, die sich einen Weg zu Susannah suchen. Soviel kann man schon mal sagen, es gelingt ihnen, wenn auch knapp und mit viel Aufhebens.

    Geradezu fließend erfolgt der Übergang zur Perspektive von Roland und Eddie. Hier ist es interessant zu beobachten, dass beide, unabhängig von einander, das gleiche wollen, aber letztlich genau diesen Punkt nicht ansprechen, da sie eine unablässige Furcht begleitet. Genau diese Tatsache holt die Charaktere im weiteren Verlauf der Handlung ein, als sie alle aufeinandertreffen.


    Eine Figur, die regelrecht am Rande auftaucht, ist Walter. Irgendwie hätte ich mir erwartet, dass King ihm einen größeren Stellenwert einräumt, wenn man bedenkt, was Roland und ihn verbindet. Auf der anderen Seite ist die Szene mit Walter derart beängstigend und fesselnd zugleich geschrieben, dass man hier schon wieder dafür entschädigt wird.
    Ähnlich verhält es sich im weiteren Verlauf der Geschichte, wo unsere Revolvermänner nach Donnerschlag gelangen. Erstmals wird man mit den Brechern konfrontiert und erfährt wer und was sie sind. Hier kommt es zu einer äußerst berührenden Begegnung zwischen Roland und einer weiteren Figur. 

    Deutlich wird auch der Umstand, dass unsere Helden unter einem massiven Zeitdruck stehen. Einerseits muss das Brechen der Balken aufgehalten und andererseits in der zentralen Welt ein Leben gerettet werden. Als ob das nicht genügt zerbricht das Ka-Tet erstmals in Donnerschlag. An dieser Stelle war ich unsagbar traurig, bevor Roland, Jake und Oy in die reale Welt wechseln. Auch hier jagt die nächste Katastrophe heran und spätestens an dem Punkt war ich kurz davor das Buch gegen die Wand zu werfen. King reißt die Figuren so schonungslos aus der Handlung, dass es schon körperlich schmerzt.


    Ich könnte hier jetzt noch weiter auf die Handlung eingehen. Noch mehr davon erzählen, was mich berührt hat, denn später kommen noch so einige Szenen. Doch ich mache hier bewusst einen Schnitt, um allen, welche die Reihe noch nicht gelesen haben, nicht zu viel zu verraten. Eines möchte ich aber doch noch anmerken. Das was nach dem Epilog kommt, ist bezeichnend für die Handlung und zeigt deutlich, warum Roland Deschain der ist, der er nun einmal ist.


    Fazit: Das Finale der Reihe lässt keine Wünsche übrig. Man wird von Emotionen überrollt und kommt kaum hinterher die Gefühle ausreichend zu verarbeiten. Unleugbar ein großartiges Ende für die Buchreihe, obwohl so manche Stellen einem wahrlich die Tränen in die Augen treiben.

  6. Cover des Buches Wind (ISBN: 9783453267947)
    Stephen King

    Wind

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Eigentlich ist die Geschichte rund um den dunklen Turm nach Band 7 und dem großen Finale erzählt. Doch wie der Leser, so kann sich auch King offenbar nicht von seinen liebgewonnenen Figuren trennen und lässt uns noch einmal mit Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy zusammenkommen. Die Story ist angesiedelt zwischen dem 4. und 5. Band, kann aber auch unabhängig davon gelesen werden. Das Ka-Tet muss sich vor einem Stoßwind in Sicherheit bringen, der mit eisigen Winden alles zerstört was ihm unterkommt. Als die Gruppe einen sicheren Ort gefunden hat lässt sich Roland zu einer weiteren Geschichtenerzählung über seine Vergangenheit herab. Er berichtet dabei was nach der Zeit in Mejis, worüber man in Band 4 lesen kann, passierte.

    Roland wird mit seinem Freund Jamie in ein kleines Salzbergwerksdorf geschickt, um einen Fellmann zur Strecke zu bringen. Wie so oft enthält King dem Leser zu beginn vor, was genau der Fellmann sein soll. Dies holt er jedoch rasch nach und so stößt man zusammen mit Roland und Jamie schon bald auf die Leichen einer Rancherfamilie. 

    Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden geht King diesmal sehr ins Detail, was herumliegende Körperteile und Blut anbelangt. Vergleicht man es mit den ersten 5 Bändern so sticht dieser Teil extrem hervor, was den Blutfluss betrifft. Und noch etwas ist diesmal anders. Roland erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern auch noch eine zweite, die er quasie in die erste Erzählung hineinflechtet. Darin geht es unter anderem um den Stoßwind und welche Auswirkungen ein solcher haben kann.

    Sehr gekonnt spielt King jedenfalls mit den einzelnen Abschnitten und lässt einen voll in diese kleine Zwischenstory eintauchen, die sich ideal in die gesamte Turmreihe einfügt.


    Fazit: Sowohl zwischen Band 4 und 5 gut lesbar, aber auch wenn man die Reihe durch gelesen hat und noch einmal auf Roland und sein Ka-Tet stoßen will. Dafür bietet sich der 8. Band hervorragend an, der zudem durch eine große Detailiertheit und auch ein gewisses Maß an Brutalität besticht.

  7. Cover des Buches Der Dunkle Turm – Schwarz (ISBN: 9783453504028)
    Stephen King

    Der Dunkle Turm – Schwarz

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Banana_91

    Freue mich auf den Zyklus!

  8. Cover des Buches Susannah (ISBN: 9783453879287)
    Stephen King

    Susannah

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Banana_91

    Toller Roman, wird (mein empfinden nach)  aber erst Ende der Mitte des Buches spannend. Einzig vom Ende etwas enttäuscht /mehr erhofft.

    Freue mich auf den Finalen Band der Reihe.

  9. Cover des Buches Schlaflos - Insomnia (ISBN: 9783453435827)
    Stephen King

    Schlaflos - Insomnia

     (345)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Ralphs Nächte werden immer kürzer. Er bekommt wenig Schlaf und sitzt wach die Zeit bis zum Morgen ab, während er auf Derrys Straßen Seltsames beobachtet. Was er anfangs für Halluzinationen hält, zeigt ihm, dass er im Mittelpunkt mysteriöser Ereignisse steht. 

    Versierte King-Leser wissen, in Derry ist das Böse daheim. Ralph lebt in der Kleinstadt in Maine und ist ihm bisher - trotz seines fortgeschrittenen Alters - nicht begegnet. 

    Dies ändert sich, als der verwitwete Senior von Schlaflosigkeit gequält wird. Er wacht immer früher auf und sitzt die nächtlichen Stunden im Dunkeln des Hauses ab. Tagsüber wird er von intensiven Halluzinationen gepeinigt, er zweifelt an seinem Verstand und fürchtet sich vor jeder anbrechenden Nacht. 

    Stephen King lädt ein weiteres Mal nach Derry ein, wo man gemeinsam mit Ralph schlaflose Nächte und ein schauriges Abenteuer erlebt. 

    Anfangs plätschert die Geschichte dahin, während King in seine Angst-Kiste greift und munter beklemmende Fundstücke ausbreitet. Darunter befindet sich die Angst vor dem Alter und der Einsamkeit, die Furcht, den Partner zu verlieren, erste Krankheitssymptome zu erkennen oder den körperlichen Verfall ins Gesicht zu sehen. 

    „Es ist ein langer Weg zurück ins Paradies, Liebling, also hör auf, dich über Kleinigkeiten aufzuregen.“ (S. 71 - 72, eBook)

    Es wäre aber nicht King, wenn er dem nicht etwas entgegenzusetzen hätte: Die Erfahrenheit von vielen Jahren, das pure Vergnügen am Leben zu sein, tief empfundene Freundschaft und ein breites Repertoire an strahlenden Momenten, die man erlebt hat und die man in der Gegenwart im Angesicht der Vergänglichkeit auskostet.

    „Aber solange wir hier sind, müssen wir auf Zack sein und sehen, dass wir zurechtkommen. Das ist unsere Aufgabe.“ (S. 256, eBook)

    Daher sieht Ralph zu, dass er zurechtkommt. Zuerst probiert er sämtliche Hausmittelchen aus, die ihm nicht weiterhelfen. Währenddessen spitzen sich bedrohliche Ereignisse in Derry zu und Ralph erkennt, dass seine Halluzinationen äußerst lebendig sind.

    Denn er sieht Auren, die mehr als nur Hirngespinste und Teil einer unbegreiflichen Wirklichkeit sind.

    Die erste Hälfte des Buchs ist Ralphs Leben, Wesen und der Schlaflosigkeit gewidmet. King baut die Umstände langsam auf und beschreibt im gewohnt detaillierten Stil, wie sich das Leben als Senior anfühlt. Erst danach legt das Böse straff die Ohren an und zieht Ralph in seinen Kreis. Der wehrt sich dagegen. Er hat schon zu viel überstanden, als das er sich davon Angst einjagen lässt.

    Es folgt ein ausgesprochen beängstigendes Abenteuer, das tief unter die Haut geht und grundlegend auf Kings Reihe um den dunklen Turm basiert. Meiner Meinung nach schadet es nicht, wenn man die Werke kennt. Andrerseits denke ich, dass „Schlaflos“ ohne weitere Kenntnisse funktioniert. 

    Jedenfalls zeichnet sich King erneut durch die großartige Figurenzeichnung aus. Diesmal formt er entzückende Charaktere, die sich trotz oder wegen ihres Alters in einem vom Leben gezeichneten Liebreiz präsentieren, dass man kaum von ihnen lassen kann. 

    Je weniger Seiten ich vor mir hatte, desto häufiger habe ich den Atem angehalten. Es war fesselnd, packend und ich war traurig, als ich am Ende angelangt bin.

    Meiner Meinung nach zählt es trotz des eher langsamen Aufbaus zu Kings Meisterwerken, weil es mit der raffinierten Handlung, dem lauernden Bösen und den lebenserfahrenen, reizenden Figuren sanft über die Seele streicht.

  10. Cover des Buches Stephen Kings Der Dunkle Turm (ISBN: 9783862017874)
    Stephen King

    Stephen Kings Der Dunkle Turm

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus
    Diese Graphic Novel ist ein Kunstwerk. Nein, kein Meisterwerk, aber ein Kunstwerk, das dem Dunklen-Turm-Zyklus mehr als gerecht wird. Mit diesem Comic für Erwachsene nähert sich der Leser diesem großartigen Epos von einer anderen Seite.
    Im Großen und Ganzen erzählt nämlich diese Novel die Geschichte aus dem vierten Band "Glas" des Gesamtwerks. Warum fängt die Novel mittendrin an? Weil hier Rolands Anfang thematisiert wird. Glas gehört in meinen Augen sowieso zu einem der Highlights der Serie, so dass es mich nicht wundert, dass dieses Buch Vorlage war.
    Erzählt wird, wie Roland, die Hauptfigur des Gesamtwerks, zu einem Revolvermann wurde und wie er in Mejis seinen ersten Auftrag erledigt hat. Wie er seine erste und einzige große Liebe traf und welche Tragik in dieser Beziehung lag.

    Welche Zielgruppe?

    Für wen ist dieses Buch geeignet? Für denjenigen, der den Dunklen-Turm-Zyklus schon kennt, oder eher für diejenigen, die die Bücher nicht kennen?
    Selbstverständlich kann dieser Comic nicht den gleichen Umfang haben, wie das über 800 Seiten starke Werk, das als Vorlage dient. Auch nicht wie die gut 550 Seiten starke Rückblende, die Bestandteil von "Glas" ist und die hier in beeindruckenden Bildern gezeigt wird.

    Aber gehen dadurch zu viele Informationen verloren? Ich sage es man mit den Worten von Ralph Macchio aus dem Vorwort: "Ich beneide jeden, der den Dunklen Turm (...) noch nicht kennt. Ihm steht auf diesen Seiten eine einzigartige Reise in nebelhafte Reiche der Imagination bevor, die gleichermaßen erschrecken und verzaubern."
    Im Klartext heißt das, dass diese Graphic Novel für beide Zielgruppen geeignet ist. Derjenige, der den gesamten Zyklus schon kennt, wird sich in den dunklen und irgendwie immer atmosphärischen Bildern wiederfinden.
    Derjenige, der sich zum ersten Mal dem Dunklen Turm nähert, bekommt eine in sich stimmige Story geliefert, die selbstredend nicht den Tiefgang der Bücher hat, aber dennoch sehr lesenswert ist.

    Bilder

    Ein Comic lebt von den Bildern. Das gilt in meinen Augen insbesondere für Comics, die sich an Erwachsene richten. Und dieses Comic richtet sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum. Und zeigt dabei beeindruckende und stimmungsvolle Bilder.

    Die Figuren sind zwar manchmal ein bisschen zu weich und zu "asiatisch" gezeichnet, aber die Farben und die Bildkomposition passt nahezu immer. Mir hat das Surreale ganz besonders gefallen, denn auch die Bücher vermitteln eben jenen surrealen und unwirtlichen Eindruck.
    Neben den drastischen Bildern sorgt die Fäkalsprache dafür, dass dieser Comic nicht für jüngeres Publikum geeignet ist. Neben dem ein oder anderen Schimpfwort kommt zudem eine recht einfache Sprache hinzu, die sich teilweise auch in den Büchern wiederfindet.

    Fazit

    "Deshalb tendiere ich auch dazu, zu allen möglichen Filmangeboten Ja zu sagen (...) Manches von diesem Zeug wird vermutlich Mist, aber wen kümmerts? (...)" Dies schreibt Stephen King in seinem Nachwort und ich muss sagen, dass diese Graphic Novell weder irgendein Zeug, noch Mist ist.

    Im Gegenteil ist dieses Comic absolut passend und gibt das "Feeling" der Bücher recht gut wider. Die Figuren sind sicher nicht immer so, wie ich sie mir vorgestellt habe, weil ein recht starker asiatische Touch zu sehen ist, aber dennoch sind sie sehr sehenswert.

    Rolands Jugendgeschichte wird natürlich nicht in voller Länge und Tiefe wiedergegeben, aber diejenigen, die die Bücher nicht kennen, werden dennoch nach dieser Lektüre ein in sich abgeschlossenes Bild der Geschehnisse erhalten.

    Es stimmt übrigens, dass die Buchbindung nicht unbedingt die beste ist. Obwohl ich das Comic nur einmal gelesen habe und recht sorgsam mit dem Buch umgegangen bin, haben sich einige Seiten gelöst und liegen nun lose herum.
  11. Cover des Buches Die Rache der Polly McClusky (ISBN: 9783957131102)
    Jordan Harper

    Die Rache der Polly McClusky

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Hilde1945

    Ein 11-jähriges Mädchen wird von seinem Vater von der Schule abgeholt. Das kommt in diesem speziellen Fall sehr unerwartet, denn Nate saß Jahre lang im Gefängnis. Nun geht es ihm darum, Polly vor den Killern zu retten, die es auf ihn und seine Angehörigen abgesehen haben. Dafür fährt er mit ihr quasi quer durchs Land und trainiert sie vom Mobbingopfer bis zur wehrfähigen Kampfmaschine.

    Das ist meine Zusammenfassung. Der Klappentext beschreibt das nicht so direkt, was auch der Grund dafür war, dass ich mir das Buch gekauft habe. Hier heißt es u.a., es handle sich um ein ergreifendes Portrait einer Vater-Tochter-Beziehung. Bücher, in denen es nur um Gewaltexzesse und Aktion geht, interessieren mich nämlich null. Ich habe mir das Buch psychologisch ausgefeilter und in der Handlung raffinierter vorgestellt.

    Ich war ziemlich rasch vollkommen enttäuscht. Nate war für mich zudem ein unsympathischer Verlierer, der nichts auf die Reihe bringt, und Polly tat mir leid mit ihrem Teddybären und ihrem mangelnden Selbstbewusstsein.

    Es kommt selten vor, dass ich ein Hörbuch abbreche.

    Hier konnte ich nicht anders....

  12. Cover des Buches Das schwarze Haus (ISBN: B001XQ2UP8)
    Stephen King

    Das schwarze Haus

     (99)
    Aktuelle Rezension von: _pfaffingers_bibliophilie_

    Worum geht´s?
    Einige Jahre sind vergangen und Travelling Jack (Der Talisman) ist erwachsen geworden. Als ehemaliger Ermittler des Morddezernats wird seine Hilfe nun in French Landing benötigt, dort treibt der Fisherman sein Unwesen und verschleppt kleine Kinder, tötet sie und verspeist ihre Körperteile. Jack Sawyer muss bald erkennen, dass seine Vergangenheit kein Traum war und sich wieder den Gefahren der Territorien stellen.

    Meine Meinung:
    Das Buch hat mir deutlich besser gefallen, als Der Talisman. Leider konnte es aber nicht komplett überzeugen. Der Schreibstil gefiel mir unglaublich gut. Die Autoren nehmen den Leser hier wirklich auf eine Reise nach French Landing mit und man fliegt förmlich in die Handlung hinein und beobachtet sie aus der Vogelperspektive. Eine für mich neue Form des Erzählens, die mich sehr begeistern konnte. Die Handlung ist unglaublich spannend, allerdings verliert sie sich, gerade im ersten Drittel, häufig. Es war stellenweise so zäh, wie Kaugummi an heißen Sommertagen, der sich zwischen Asphalt und Schuhsohle nicht entscheiden kann. Teilweise war das Lesen ein Kampf, da detailliert zu viele unnötige Szenen beschrieben wurden. Das Ende des Buches hat das Spannungslevel allerdings wieder deutlich nach oben gehoben und mir wirklich gefallen.

    Fazit: Ein gelungenes Buch, welches allerdings gern auf 200 Seiten (von 832 Seiten) hätte verzichten können. Aber der Kampf hat sich gelohnt und man wird mit einem tollen Ende belohnt. Das Kennen des ersten Teils ist nicht unbedingt erforderlich, es macht aber Sinn, die beiden Bücher nacheinander zu lesen.

  13. Cover des Buches Wolfsmond (ISBN: 9783453865211)
    Stephen King

    Wolfsmond

     (545)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Endlich geht es weiter mit der Turmreihe. Diesmal bewegen wir uns mit Roland und seinen Gefährten weiter den Balken entlang, während in Calla Bryn Sturgis die Wölfe nahen. Das jedenfalls verkündet Andy, ein Roboter, welcher den Leuten stets solche Ereignisse und deren Tageshoroskop unter die Nase reibt. Da die Bevölkerung der Calla sich nicht mehr länger den Wölfen unterwerfen will und Roland samt Anhang ihren Weg kreuzt geht es darum als Revolvermann zu bestehen.

    Eine Aufgabe, an die jeder der Protagonisten auf andere Art herangeht. Jake durchlebt dabei die Ansätze einer beinahe normalen Jungenfreundschaft, bis er etwas beobachtet, was seine Überzeugung ins Wanken geraten lässt. Eddie dagegen weiß, dass ihre gesamte Reise zum Turm nichtig wird, wenn die Rose in New York nicht beschützt wird. Und Susannah muss sich eingestehen, dass in ihr nicht nur ein kleiner Kerl heranwächst, sondern etwas weit schlimmeres. Einzig Roland scheint von all diesen Vorkommnissen wenig berührt. Beinahe könnte man sagen, er distanziert sich davon. Allerdings sollte man ihn keineswegs unterschätzen oder gänzlich falsch einschätzen. Roland hat nämlich längst einen Plan - sowohl was die Rose betrifft, als auch die Wölfe.

    Gerade was die Rose anbelangt offenbart sich unseren Revolvermännern dabei eine einzigartige Gelegenheit. Bereits im 4. Band wurde auf die Kugeln des Zauberers hingewiesen. Und diesmal taucht die schwarze 13 auf, mitten in der Calla und an einem Ort beschützt, der als solches beinahe lachhaft anmutet.

    Unterhaltsam fand ich, dass King praktisch seine früheren Romanfiguren in diesem 5. Band mitverarbeitet. Um nicht großartig zu spoilern sag ich mal nur soviel, wer "Brennen muss Salem" noch nicht gelesen hat, der wird das spätestens nach diesem Band gewiss in Angriff nehmen.

    Allgemein muss ich sagen, diesmal dreht sich vieles nicht nur um unsere Helden, sondern auch um eine weitere Person. Pater Callahan kann seine Geschichte erzählen und die ist schon besonders. Wie gesagt, das erwähnte Buch sollte man dazu durchaus lesen. Zumal danach Callahans Geschichte in mehreren Abschnitten von ihm noch weiter erzählt wird. King hält sich hier nicht mit vielen Details auf. Ein erstaunlicher Umstand, wenn man bedenkt, wie gern er sich sonst in Details verliert.


    Stattdessen treibt er die Geschichte diesmal gnadenlos vorwärts und lässt den Leser von einer Situation in die nächste gleiten. Kaum ist man fähig das Buch aus der Hand zu legen. Denn King erlaubt es sich den Leser diesmal bis zum Schluss relativ im Dunkeln tappen zu lassen, was die Wölfe und deren Existenz anbelangt.

    Das Ende hält King dann wieder gewohnt offen. Allerdings nicht so drastisch wie am Ende von Band 3, das muss man ihm zugute halten.


    Fazit: Band 5 kann mit der Gesamtreihe gut mithalten. Naturgemäß hat jede Reihe irgendwann ihre schwachen Momente und ja, dies trifft auch auf diesen Band zu. Besonders dann, wenn es dem Ende nahe geht und man das gefühl hat, dass die Geschichte nur schwer zu einem Abschluss zu bringen ist. Ein kleines Manko, welches aber nicht unerwähnt bleiben sollte.

  14. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.
  15. Cover des Buches Shadow Touch (ISBN: 9783442265558)
    Marjorie M. Liu

    Shadow Touch

     (56)
    Aktuelle Rezension von: jimmygirl26
    Wieder ein sehr spannendes Buch das mir zu Anfang nicht so gefallen hat und ich deshalb zur Seite gelegt habe, doch es wurde wirklich gut und ich bin sehr froh das ich es zu Ende gelesen habe.
  16. Cover des Buches Stephen King: Glas (ISBN: B0056U2HAU)

    Stephen King: Glas

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    Dieser Band befasst sich, nachdem Blaine überwunden wurde, hauptsächlich mit Rolands Vorgeschichte und seiner ersten und bisher einzigen großen Liebe, ehe er und sein Ka-Tet wieder dem Pfad des Dunklen Turms folgen. Das Buch hat mir nach seiner Lektüre durchaus etwas die Lust an der Reihe verdorben, weil es so unglaublich zäh war. Fast neunhundert Seiten, und die meisten davon wenig inhaltsvoll. Auch in den Vorgängerbänden kristallisierte es sich bereits heraus, dass King mit dem Dunklen Turm anscheinend nur ungern auf den Punkt kommt, aber dieser Band trieb es unangenehm auf die Spitze. Hinzu kommt, dass Rolands tragische Liebe zu Susan einfach nichts ist, das mich sonderlich reizt. Es gab also nichts, das mich über den Wortschwall hinweg trösten konnte und mich bei Laune hielt. Das ging schließlich so weit, dass ich über 200 Seiten überblättert hatte, weil ich einfach so dermaßen gelangweilt davon war. Sich hier bedeutend kürzer zu fassen, hätte dem Buch wesentlich besser getan. Was jedoch positiv auffällt, ist, dass Rolands Welt auch sprachlich nach Regionen untergliedert wird. In verschiedenen Teilen des Landes wird verschieden gesprochen, und das ist auch durchaus essenziell für die Handlung, was mir gut gefiel.
  17. Cover des Buches Das Tor zu Stephen Kings Dunklem Turm V-VII (ISBN: 9783453400160)
    Robin Furth

    Das Tor zu Stephen Kings Dunklem Turm V-VII

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Minerva
    Sollte man sich NACH der Turm-Reihe gönnen - lohnt sich alle mal und ist wirklich interessant.. mit vielen Hintergrundinfos! Für alle Liebhaber die von Rolands Jagd zum dunklen Turm einfach nicht genug kriegen können!
  18. Cover des Buches Lassiter - Folge 2075: Lassiter und die Arapaho-Amazone (ISBN: 9783838718491)
    Jack Slade

    Lassiter - Folge 2075: Lassiter und die Arapaho-Amazone

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Shunya
    Lassiter wird vom BIA, dem Burea of Indian Affairs zu einem neuen Auftrag geschickt, der ihn zum Fort Washakie führt wo er auf einen alten Bekannten trifft. Dort soll er klären was es mit den mysteriösen Morden an einem Cowboy und einem Revolvermann der Wind River Range-Ranch auf sich hat. Die Arbeiter der Ranch, eingeschlossen der Besitzerin Sheeree schieben es auf die Arapaho-Indianer, während diese sowie die Shoshonen glauben es handele sich um des Geist des Toten Lightning Arrows, dessen Leichnam sich in der Nähe der Mordopfer befunden hat. Seine Schwester White Feather begibt sich täglich zu der Grabstätte ihres Bruders und gerät in Lassiters Visier, doch es stellt sich heraus, dass die Sache auch mit dem Tod von Big Jim, Sheerees Ehemann zu tun hat.

    Dies ist mein erster Lassiter Band und hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mal abgesehen davon, dass ich bisher keinen der über 2000 Bände gelesen habe, kommt man doch erstaunlich gut in die Geschichte hinein, welche in sich abgeschlossen ist. Der Schreibstil des Autors ist klasse, ließt sich flüssig und auch die Erzählstruktur gefällt mir, denn der Autor beschreibt die Szenen oft aus mehreren Blickwinkeln, so dass sich ein interessantes Gesamtbild ergibt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Lassiter und der Arapaho White Feather aus der dritten Person erzählt, was die Geschichte sehr unterhaltsam macht und beide Figuren fand ich sehr sympathisch. Lassiter ist ein guter Ermittler, der vor nichts zurückschreckt und den Dingen genau auf den Grund geht. In diesem Fall hat er mit Molly, der Tochter des Colonels von Fort Washakie angebandelt. Molly wirkt sehr blass und hat meist eher Auftritte, um als wolllüstiges Betthäschen von Lassiter zu sorgen. Mir kam sie eher kindisch vor und dass sie ständig nur mit Lassiter ins Bett wollte war schon ein wenig nervig, mal abgesehen davon, dass sie nun mal nicht wirklich viel zur Handlung beiträgt. White Feather fand ich klasse. Sie hat mir neben Lassiter am besten gefallen und ihr Charakter wurde sehr gut rübergebracht. An sich erfährt man im allgemeinen nicht allzu viel über die Figuren und ihre Vergangenheit, aber das stört gar nicht, weil alles auf die Handlung der Geschichte abzielt und der Autor sich bei dieser Novelle nun mal auf das Wesentliche konzentriert. Trotzdem wird doch einiges detailliert erklärt, so dass man einen passenden Blickwinkel auf die Figuren bekommt und eben gut in die Geschichte hineinfindet.

    Die Handlung spielt größtenteils am Fort, der Ranch und natürlich an der Grabstätte von Lightning Arrow. Sie wird straff erzählt und wird nicht langweilig oder schweift gar ab. Auch die Anzahl der Figuren bleibt Überschaubar. Wer genug Zeit hat, schafft das Buch locker an einem Tag. Ich werde auf jeden Fall mehr Bände über Lassiter lesen. Mir gefällt die Heftromanreihe ausgesprochen gut und da ich Western ohnehin sehr gerne mag ist die Serie genau das Richtige für mich.

    Wer Western und Heftromanreihen mag ist hier genau an der richtigen Stelle. Man findet schnell in die Handlung hinein ohne die zig Vorgängerbände gelesen haben zu müssen und schnelle Leser können sich an einem Tag gut unterhalten lassen. Auch für Krimiliebhaber könnte dieser Band interessant sein, denn Lassiter muss hier zwei Morde aufklären, auch wenn es ohne die fortschrittlichen Mittel von heute funktionieren muss. Lassiter-Liebhaber werden wahrscheinlich ohnehin nicht um diesen Band herumkommen.

  19. Cover des Buches Menschenjagd in Manhattan (ISBN: B005GYOEKW)
    Spillane

    Menschenjagd in Manhattan

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein toller Hardboiledkrimi: Mike Hammer, soeben vor Gericht wegen Notwehr (der Richter bezeichnete ihn als "Legalisierten Mörder") freigesprochen, geht abends durch das regnerische New York, als ihm eine völlig verängstigte Frau begegnet, die vor einem bewaffneten Killer flieht. Das Mädchen springt von einer Brücke in den Tod, Hammer erschießt ihren Verfolger und wirft ihn hinterher. Und das sind erst die ersten 11 Seiten. Spannend und nicht aus der Hand zu legen.
  20. Cover des Buches 007 James Bond und der stumme Zeuge (ISBN: B00AELYMQ8)

    007 James Bond und der stumme Zeuge

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    James Bond mal in der Kurzgeschichtenversion, u.a. mit "Octopussy", wobei die Geschichte mit dem Spielfilm wenig zu tun hat, soweit ich mich recht erinnere: James Bond spürt den saufenden Ex-Major Smythe in Jamaika auf und bringt ihn dazu, einen vor Jahrzehnten aus Habgier begangenen Mord zu gestehen. Tolle Agentengeschichten, die immer noch ganz weit vorne im Thrillergenre stehen müßten, da können die meisten der aktuellen Autoren einpacken. Sehr gelungen!
  21. Cover des Buches Die mutige Mattie (ISBN: B0000BT2DZ)
    Charles Portis

    Die mutige Mattie

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Vielleicht einer der besten Western überhaupt! Die frühreife Mattie reitet mit einem versoffenen Deputy Marshal und einem Texas Ranger, der seine eigenen Ziele verfolgt, in das Indianer-Territorium nördlich von Arkansas, um den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen. Auf die Verfilmung durch die Coen-Brüder bin ich schon extremst gespannt!
  22. Cover des Buches Gangsterland (ISBN: 9783570103005)
    Tod Goldberg

    Gangsterland

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Sal Cupertine ist der Nr.1-Killer der Chicagoer Mafia, wo er v.a. für seinen Cousin Ronnie Kehlköpfe zerdrückt und Kopfschüß am liebsten von hinten verteilt. Damit ist allerdings Schluß, als er in eine FBI-Falle tappt und 3 Agents plus Informant töten muß, die ihn erkannt haben. Auf Schleichwegen wird er nach Las Vegas gekarrt, wo er als (Nachwuchs-)Rabbi David Cohen Plattheiten aus Springsteen-und Neil-Young-Songs verbreitet (superlustig!) und für Nachtclubbesitzer und Gönner Bennie Savone unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg räumt. Wenn nur der kaltgestellte Schnüffler Jeff Hopper nicht wäre, der bald in Las Vegas` Mustersiedlungen nach ihm sucht...Was ich anfangs für einen x-beliebigen Mafiakrimi hielt, entwickelt sich doch zu einem facettenreichen Krimi, v.a. die Darstellung von Sals aka Davids geistlicher Tätigkeit macht Laune. Und bloß kein Cousin eines Mafiamitglieds sein!
  23. Cover des Buches Kein Land für alte Männer (ISBN: 9783644050617)
    Cormac McCarthy

    Kein Land für alte Männer

     (129)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    In der texanischen Wüste stößt der Jäger Llewelyn auf ein Blutbad, das Resultat eines gescheiterten Drogendeals. Er findet zerschossene Pick-ups, Leichen und am Ende einer Blutspur entdeckt er einen Koffer mit über 2 Millionen Dollar. Llewelyn beschließt, das Geld zu behalten und begeht den Fehler, in der Nacht zum Tatort zurückzukehren. Er gerät in das Visier verschiedener Banden und eines Psychopathen.

    Mit seinem von den Coen-Brüdern verfilmten Roman Kein Land für alte Männer kehrt Cormac McCarthy in das Western-Genre zurück. Das Buch ist ähnlich düster und fast schon so apokalyptisch wie sein Meisterwerk Die Abendröte im Westen. Obwohl eigentlich nach dem Fund des Geldes Llewelyn und dessen Flucht mit seiner Frau im Mittelpunkt stehen, wird die Geschichte aus der Sicht des Weltkriegsveteranen Sheriff Bell erzählt, der aus persönlichen Gründen nach Wiedergutmachung sucht.

    Sowohl Bell als auch Llewelyn stehen dem jähen und brutalen Gewaltausbruch in ihrer texanischen Provinz hilflos gegenüber. Die eigentliche Handlung wird immer wieder durch innere Monologe Bells unterbrochen, der vergeblich nach einem Grund für die sinnlose Gewalt sucht, die immer mehr Leben kostet. Besonders das Vorgehen des Psychopathen Chigurh, der seine Opfer mit einem Bolzenschussgerät ermordet und ohne Emotionen nach seinen eigenen Regeln handelt, führt bei den Ermittlern (und Lesern) zu Verstörung.

    Wie es McCarthys Art ist, wird hier kein Wort zu viel oder zu wenig benutzt. Die Dialoge sind eher knapp gehalten und spiegeln das Verstummen und Entsetzen der Figuren, die für die plötzlich einsetzende Gewalt keine Worte mehr finden. Hier versagen alle Erklärungen.

    Die sprachliche Präzision und gleichzeitige Kargheit, mit der McCarthy seine Handlung vorantreibt, ist beeindruckend und ist wie fürs Kino gemacht (was zum Glück bereits passiert ist). Der Leser wird dabei immer tiefer in den Strudel der Gewalt hineingezogen, aus dem es für Llewelyn keinen Ausweg mehr gibt. In den Monologen des Sheriffs kommt der Glaube zum Vorschein, dass früher alles besser war, die Menschen sich noch an Gesetze hielten und es immer einfache Antworten gab. Doch ihm ist selbst klar, wie falsch er damit liegt. Eine Erklärung für die Gewalt liefert der Autor nicht und ist gleichzeitig in der Darstellung nicht pathetisch. Die Gewalt scheint direkt aus einem Albtraum zu kommen.

    Mit seinem szenisch geschriebenen Roman Kein Land für alte Männer hat Cormac McCarthy die perfekte Vorlage für den gleichnamigen Film geliefert. Durch die Inszenierung und sprachliche Präzision lässt er Leser genauso sprachlos zurück wie seine Figuren, die angesichts der Brutalität zu verstummen scheinen. Am Ende erreicht er nicht ganz das Niveau von Die Straße und Die Abendröte im Westen. Dafür ist dieser Roman zugänglicher und setzt sich ebenso mit philosophischen Fragen auseinander, wenn auf melancholische und düstere Weise.

  24. Cover des Buches Killshot (ISBN: 9780062121592)
    Elmore Leonard

    Killshot

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Mehr durch Zufall als gewollt tun sich die beiden Killer Blackbird und Richie Nix zusammen, um gemeinsam Verbrechen zu begehen, beide total unterschiedliche Charaktere, und als Erstes soll ein Immobilienmakler erpreßt werden, dem angedroht wird, dessen leerstehende Häuser zu verwüsten. Bei dem Versuch, das erpreßte Geld abzuholen, werden die beiden Gangster von Carmen und ihrem Mann gesehen, fortan versuchen beide, diese Augenzeugen zu beseitigen...Aus der Persönlichkeit der beiden Gangster zieht der Krimi den Großteil seiner Spannung, andere Sachen wie Waynes Arbeitsalltag als Stahlbauarbeiter oder der aufdringliche Ferris Britton langweilen nur.

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