Bücher mit dem Tag "rico"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rico" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783841500120)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

     (10.632)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Ich habe dieses Buch bei einer Verlosung gewonnen und mir gedacht, toll, ein Jugendroman, wo es um Zauberer und Elfen geht, aber weit gefehlt. Es spielt in der Gegenwart und die Figuren aus dem Buch, haben sich dem Leben angepasst. Kurz zum Inhalt.

    Meggie lebt mit ihrem Vater Mortimer, genannt Mo, in einem kleinen Haus. Mo ist "Bücherarzt", er verpasst den alten , zerfledderden Büchern eine neue Haut. Aber Mo hat auch noch eine andere Eigenschaft, von der Meggie bisher auch nochts ahnt. Als eines Nachts ein eigenatiger Mann vorm Haus steht und sie danach überstürzt abreisen müssen, beginnt das große Abenteuer und Mo kann sein Geheimnis auch nicht mehr lange vor Meggie geheimhalten...

    Der Schreibstil ist wirklich einfach aber spannend. Der Leser kann sich die Figuren bildhaft vorstellen und die Handlung ist nicht brutal. Alles in allem, hat mir das Buch sehr gut gefalle und ich kann das jedem jungen Leser empfehlen.

  2. Cover des Buches Dämonentage (ISBN: 9783492281836)
    Nina MacKay

    Dämonentage

     (174)
    Aktuelle Rezension von: anna_schwpps


    Was ich wohl nicht leugnen kann: Nina MacKay hat einen sehr besonderen Schreibstil. Der aber leider absolut nicht meins ist. Diese Urban Fantasy Geschichte ist sehr locker und humorvoll geschrieben, aber diesen Humor muss man auch wirklich mögen. Ich weiß, dass viele Leser gerade das sehr schätzen, aber ich empfinde ihn als eher platt und störend. So verliert sich für mich dadurch die Spannung an eigentlich sehr interessanten Szenen.

    Auch die Protagonisten sind mir… zu viel? Adriana ist natürlich total cool und tough, ebenso wie Alpha-Dämon Cruz, der immer einen unverschämten Spruch (gerne Wortspiele mit Teufel oder Hölle) auf den Lippen hat. Drym ist ebenfalls total cool, Savannah ist cool und hübsch aber etwas freundlicher. Mir fehlen da die Abstufungen und Besonderheiten, die Tiefe. Kleine Ausnahme ist Rico: Der nerdige Junge mit Nerdbrille und nerdiger Cordhose, der ein Nerd ist.

    Auch die für mich eher vorhersehbare Handlung konnte mich leider nicht abholen. Irgendwie hatte ich das Gefühl von A nach B nach C zu rennen, immer unterbrochen durch irgendwelche Dämonenbegegnungen oder durch gestellt klingende Dialoge.

    Fazit

    Mein Geschmack ist es leider absolut nicht, aber ich würde nicht sagen, dass ich es niemandem empfehlen würde. Stattdessen würde ich grundsätzlich empfehlen bei diesem Buch vorher einmal reinzuschnuppern, denn man merkt recht schnell, ob der spezielle Stil einem zusagt oder nicht :)


  3. Cover des Buches Tintenwelt 3. Tintentod (ISBN: 9783791504766)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 3. Tintentod

     (2.804)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy


    Der Showdown in der Tintenwelt beginnt. 
    Wer wird als Sieger daraus hervorgehen, der Natternkopf oder der Eichelhäher? Oder vllt sogar keiner von beiden? Wird ihr erbitterter Kampf ggf. die gesamte Tintenwelt in den Abgrund stürzen? 



    Ich kann euch sagen, es wird spannend. War der erste Band der Trilogie doch recht „sanft“, was die Gewalt angeht, so findet man sich im dritten Band in sowas wie Game of Thrones wieder xD Also viel Blut, Gewalt und Tod. 
    Mo entfernt sich immer mehr von seinem Selbst und wird immer mehr zum Eichelhäher. Resa kämpft mit der Angst und der Sehnsucht, wieder nachhause zu kommen und Meggie hadert mit Farim, dessen einziges Ziel zu sein scheint, Morpheus dazu zu bringen, Staubfinger wiederzubeleben. Doch wird das gelingen? Und was machen eig. die Elster und Fenoglio? 
    So viele offene Fragen… Die alle geklärt werden  
    Meine Meinung: Es bauscht sich arg auf, um dann doch ein recht unspektakuläres Ende zu nehmen, das aber trotzdem okay war. 
    Fenoglio und Elenor bleiben in meinen Augen einfach zwei unsympathische und rechthaberische Persönchen und am liebsten hatte ich wohl Mo und Staubfinger  
    Bei allem hin und her war es doch schön und ich bin froh, diese Trilogie gelesen zu haben, in der man die Liebe zu Büchern richtig spürt! 



    Und Respekt für die Zitate am Anfang jedes Kapitels! Waren ja am Ende dann schon ein Haufen!


  4. Cover des Buches Was ich dich träumen lasse (ISBN: 9783785578452)
    Franziska Moll

    Was ich dich träumen lasse

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Elli_Bee

    Starke Emotionen, prägnant und kurz wiedergegeben in feurigen Dialogen.

    INHALT
    Einen letzten Kuss will er ihr geben, ehe er sich wieder einmal Zuhause blicken ließe. Nur einen Kuss. Doch dieser Kuss kommt nie Zustande. Ein Auto erfasst Rico und manövriert ihn ins Krankenhaus. Hirnschädeltrauma, lebensbedrohlich, Koma. Anstatt ihn Tag und Nacht zu küssen, wacht Elena Tag und Nacht an seinem Bett, bis sie seine Liste findet. Eine Liste mit 10 Dingen, die er tun möchte, ehe er stirbt.

    MEINE MEINUNG
    Rico und Elena könnten verschiedener nicht sein, was auch Elena einmal anspricht. Er, ein philosophischer Romantiker und sie eine geheimnisvolle Zynikerin. Doch genau das macht die Beziehung der beiden so interessant. Ihre kleinen Wortgefechte und endlosen Diskussionen über Gott und die Welt, die womöglich allein der konträren Ansichten wegen entstehen.
    Sie sind im Verlauf der eigentlichen Geschichte seit fast einem Jahr zusammen und gelten als das Traumpärchen der Schule. Sooft es möglich ist verbringen sie Zeit miteinander. Vor allem bei Ricos Familie, die Elena sofort ins Herz schließt. Sie findet dort etwas, das ihr daheim verwehrt bleibt: Liebe und Geborgenheit. Elena würde es womöglich selbst nie zugeben, aber Rico war für sie mehr als nur der typische Freund. Er war ihr Anker, ihr Retter. Durch ihn hat sie wieder etwas mehr an Lebensfreude erlangt.

    Elenas Leben ist nicht das Einfachste. Immer wieder werden Sachen angedeutet, die erst gegen Ende aufgelöst werden. Warum ist Elena umgezogen? Woher stammen die Narben auf ihrem Körper? Warum ist sie dem Leben und den Menschen gegenüber so negativ eingestellt? Und warum ist ihre Mutter in der Rolle des Kindes, mit Kuscheltieren auf ihrem Bett und pinkem Polsterbezug?
    Ricos Unfall hat ihr nicht nur ihre Liebe zueinander genommen, sondern auch noch ihr altes Leben wieder herbeigerufen. Aber Elena darf nicht weinen. Sie muss stark bleiben und kämpfen. Für alle Menschen, die ihr lieb sind.

    Das Buch liest sich sehr flott, die Kapitel sind unterteilt in die Tage, in denen Rico im Koma liegt. Es ist eine Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit, vieles davon findet nur in Elenas Kopf statt.
    Anhand der Satzlänge und der häufigen Dialoge ohne Nebenkontext merkt man, dass Franziska Moll ehemals in der Filmszene gearbeitet hat. Das Buch liest sich anders. Dynamisch, poetisch, jugendlich. Es klingt wie eine Elena, wie sie sein sollte.

    Obwohl ich persönlich Elena anfangs nicht mochte, habe ich im Laufe des kurzen Buches eine starke Empathie für sie entwickelt. Man kann sie deutlich besser verstehen, wenn man ihre Vergangenheit kennt. Am Ende des Buches fragte ich mich, warum dass alles ihr geschehen musste. Warum die Welt so ungerecht sein kann. Auch wenn dies nur eine fiktive Geschichte ist, so kann sie doch jederzeit auch real werden. Wie oft begegnen wir einem verschlossenen Menschen, der uns gegenüber feindselig wirkt? Wie oft stoßen wir ihn ab, hoffend, dass er unser Leben nicht bereichert? Und wie oft sind das alles nur Menschen, die so oft kämpfen mussten, sodass sie ihren Lebenswillen und ihr Vertrauen gegenüber Menschen radikal gekürzt haben, damit sie nicht wieder leiden müssen?
    Auch für Tim hatte ich anfangs nur wenige Sympathiepunkte parat. Doch dann wurde mir bewusst wie hilfreich seine Art sein kann und wie ich im echten Leben reagieren würde: wahrscheinlich ebenso zynisch, denn auch ich bin ein Mensch, der mit schwarzen Humor den Schmerz versucht zu lindern.
    Am wenigsten konnte ich mich mit dem fast schon über-kitschigen Rico anfreunden. In Kombination mit Elena war er jedoch ertragbar und teilweise recht witzig.


    FAZIT
    Man kennt den Plot, er gibt wenig Neues her. Was man nicht kennt, ist wie die Autorin es vermittelt. Mit einer sarkastischen Jugendlichen mit Problemhintergrund und einem einzigartigen Schreibstil, gepaart mit individuellen Charakteren.


    Alles in allem ist es ein Buch mit stark entwickelten Persönlichkeiten, tief verborgenen Geheimnissen und Emotionen, die man oft erst auf den zweiten Blick hin verstehen kann. Verpackt in wenigen Seiten. Ein ergreifender Roman, der so einiges in mir hinterlassen hat. So, wie es sich für eine gute Geschichte gehören sollte.

  5. Cover des Buches Rico, Oskar und das Herzgebreche (ISBN: 9783551312334)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und das Herzgebreche

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Die beiden Freunde Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

    Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger Junge.

    Gerade erst ist Oskar mit seinem Vater aus dem Dänemark-Urlaub zurückgekehrt, da wird der Junge bei Rico und dessen Mutter abgesetzt. Sein Vater braucht erst einmal Abstand und eine Auszeit. 

    Viel Zeit zum Traurigsein bleibt allerdings nicht, denn die beiden Freunde kommen einer miesen Betrugs- und Erpressungsgeschichte auf die Spur.

    Zu ihrem Entsetzen scheint auch auch Ricos Mutter darin verwickelt zu sein.


    Altersempfehlung:

    ab 10 Jahre 


    Mein Eindruck:

    Dies ist das zweite Abenteuer der ungleichen Freunde Rico und Oskar. Aber auch ohne Vorkenntnisse findet man problemlos in die Geschichte hinein.

    Ganzseitige, farbige Illustrationen finden sich zu Beginn jedes Kapitels, so dass man Rico und Oskar direkt vor Augen hat.

    Die Geschichte wird von Rico erzählt,  sein Lehrer hat ihn im ersten Band während der Sommerferien ein Tagebuch führen lassen und in dieses schreibt Rico nun weiter seine Erlebnisse für sich selbst auf. Unter anderem hilft es ihm dabei, nichts zu vergessen.

    Rico ist ein herzensguter Junge und tiefbegabt. Was für ihn oft bedeutet, dass ein Gedanke manchmal etwas länger dauert, vollständig abschweift und am Ende vielleicht nicht immer das Gewünschte dabei herauskommt. Das aufgeweckte und liebenswerte Kerlchen beschreibt seine Denkweise selbst als Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen. Dieser außergewöhnliche und humorvolle Erzählstil lässt den Leser nicht nur mit dem Protagonisten mitfühlen, sondern auch manches aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

    Man wird künftig beispielsweise das Wort Schlamassel mit anderen Augen lesen: Eine Assel, die langsam im Schlamm versinkt und dabei ein letztes Mal ihren Artgenossen zum Abschied winkt ;-) Was für ein Schlamm-Assel!

    Oder Champagner: ein teurer Sekt aus erpressten Weintrauben. Werden die Trauben allerdings getrocknet und schrumpelig, landen sie als Rosinen im Studentenfutter oder aufgeweicht im Käsekuchen. Ricos Fazit: "Es gibt also für die Traube kein Entkommen. Sie ist vermutlich das meist gejagte Obst der Welt." (vgl. 102)

    Neue oder fremde Wörter und deren Bedeutung schreibt sich Rico auf. Seine Art und Weise, die Dinge zu betrachten, ist erfrischend anders und herrlich unterhaltsam.

    Er gibt auch ernsteren Gedanken Raum und benennt Gefühle neu:

    - Graues Gefühl: Depression,

    - Schwarzes Gefühl: Liebeskummer,

    - Großes Vergessen: Demenz.

    Allein aufgrund dieser Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ist das Abenteuer ein großartiges Lesevergnügen.

    Ricos Freund Oskar ist das komplette Gegenstück: hochbegabt, sehr klein, ein Pessimist und übervorsichtig (seinen Helm hat er inzwischen gegen eine riesige Sonnenbrille getauscht). Die beiden ergänzen sich hervorragend und sind ein tolles Team.

    Zur Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, um die Überraschung im spannenden Kriminal- und Erpressungsfall nicht vorwegzunehmen. Es sind einige (gescheiterte) Pläne und Hilfe von Dritten nötig, um zur Lösung des Rätsels zu gelangen.

    Ein humorvoll und spannend erzählter Kinderkrimi mit Tiefgang über Hoch- und Tiefbegabung, Vorurteile und Toleranz,  Freundschaft und Hilfsbereitschaft sowie über Ängste, Trauer und Verlust.


    Fazit:

    Rico und Oskar ermittelt in ihrem zweiten spannenden Abenteuer.

    Dank der außergewöhnlichen Erzählweise und den liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden fasziniert die Geschichte nicht nur aufgrund des Kriminalfalls.

    Eine Leseempfehlung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und das Herzgebreche" aus dem Jahr 2013

  6. Cover des Buches Rico, Oskar und der Diebstahlstein (ISBN: 9783551312891)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und der Diebstahlstein

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Rico erbt unverhofft die Steinsammlung des schrulligen Nachbarn Fitzke. Obwohl sie für alle wertlos scheint, wird eines Nachts einer der Steine, der Kalbstein, gestohlen.

    Die Spur führt den Jungen und seinen besten Freund Oskar an die Ostsee. 


    Altersempfehlung: 

    ab 10 Jahre 


    Mein Eindruck:

    Dies ist das dritte Abenteuer der ungleichen wie unzertrennlichen Freunde Rico und Oskar. Es kann aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos gelesen werden.

    Zu Beginn jedes Kapitels finden ganzseitige, farbige Illustrationen, so dass man die Hauptcharaktere direkt vor Augen hat.

    Das Abenteuer wird erneut von Rico in Form eines Tagebuchs erzählt und durch Notizen ergänzt. Fremdwörter und deren Bedeutung vermerkt sich Rico und seine unverwechselbar Art, die Dinge zu betrachten und sich selbst die Welt zu erklären, ist erfrischend und herrlich unterhaltsam. 

    Der sympathische und herzensgute Junge ist tiefbegabt. Er selbst vergleicht seine Denkweise mit einer Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen, man aber nie genau weiß, wann und wo und welche. Der humorvolle und außergewöhnliche Erzählstil lässt den Leser rasch mit dem Protagonisten mitfühlen und einige Dinge künftig aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

    "Klaustrophobie: 'Phobie' kommt vom griechischen Wort für Angst. Die Angst vor der Enge ist vermutlich nach einem 'Klaus' benannt, der als erster Mensch der Welt in einem Fahrstuhl stecken blieb, und die 'Strophe' kommt daher, dass er vor lauter Schiss anfing zu singen. Seitdem gibt es schöne entspannende Fahrstuhlmusik." (vgl. S. 134)

    Auch bei den Worten Kontinent (nicht zu verwechseln mit Inkontinent) und imposant (wichtig mit "t" am Ende, denn sonst muss man sich dauernd kratzen) muss ich in Zukunft wohl immer wieder an Rico denken ;-) 

    Die Abenteuer sind schon aufgrund der vielen Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ein großartiges Lesevergnügen.

    Aber auch ernsteren Gedanken wird Raum gegeben, Gefühle neu benannt oder bildlich beschrieben: Graues Gefühl (Depression), schwarze Trauerwellen uvm.

    Die Geschichte beginnt sogar mit der Beerdigung des Nachbarn, ohne jedoch bedrückend oder tieftraurig zu sein. In jedem Abschied, steckt schließlich auch ein Neuanfang. Für Ricos Mutter ihre neue Beziehung und Boutique und für die kleine Familie eine neue Wohnung und Freund Oskar im gleichen Haus.

    Ricos Freund Oskar ist das komplette Gegenstück: ein hochbegabter, sensibler und übervorsichtiger Junge. Seinen Helm und auch die riesige Sonnenbrille hat er in diesem Abenteuer gegen eine Bommelmütze getauscht - wohlgemerkt im Sommer!

    Rico und Oskar sind ein tolles Team, gehen gemeinsam durch dick und dünn und ergänzen sich dabei hervorragend. Aber auch Streit und Versöhnung gehören dazu.

    Die turbulente Reise zur Ostsee, die Ermittlungen auf eigene Faust werden mit viel Witz erzählt und erneut sind die beiden Freunde auch auf Hilfe von Dritten angewiesen, um den Diebstahl aufzuklären und das Rätsel rund um den Kalbstein zu lösen.

    Um das Überraschungsmoment nicht vorwegzunehmen, möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Es wird abenteuerlich, spannend, lustig und hin und wieder brenzlig für Rico und Oskar.

    Auch das dritte Abenteuer bietet einen humorvoll und spannend erzählten Kinderkrimi mit Tiefgang über Hoch- und Tiefbegabung, wahre Freundschaft sowie über Tod, Trauer und Verlust.


    Fazit:

    Rico und Oskar ermittelt in ihrem dritten spannenden Abenteuer: gewohnt liebenswert, unkonventionell und herrlich lustig!

    Die Geschichte besticht zudem durch die außergewöhnliche Erzählweise und ihre beiden Anti-Helden. Bei den vielen kleinen Notizen, mit denen Rico sich die Welt erklärt, muss man unweigerlich schmunzeln.

    Auch für Band 3 gebe ich von Herzen gern eine Leseempfehlung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" aus dem Jahr 2013

  7. Cover des Buches Rico, Oskar und die Tieferschatten (ISBN: 9783551316035)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und die Tieferschatten

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

    Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger Junge.

    Ihre Freundschaft steht noch ganz am Anfang als Oskar plötzlich spurlos verschwindet.

    Der berüchtigte Entführer Mister 2000 (der immer nur 2.000 € Lösegeld fordert) sorgt seit einiger Zeit in ganz Berlin für Aufregung. Ob er Oskar entführt hat? Rico setzt alles daran, seinen neuen Freund wiederzufinden. 


    Altersempfehlung: 

    ab 12 Jahre 

    Das Lesealter wird teilweise ab 10 Jahren angegeben. Hier kann ich in Bezug auf das Sprachniveau zustimmen. 

    Wer das Buch mit seinen Kindern liest bzw. zum Lesen gibt, sollte vorher wissen, dass u.a. Kindesentführung (wer nicht zahlt, bekommt vielleicht nur ein Ohr seines Kindes zurück), Suizid sowie Gewaltfantasien thematisiert werden. Einige Anspielungen sind für jüngere Leser (noch) nicht zu verstehen und es wird nicht alles klar bekannt. 

    Rico denkt oft an den Tod (in einer klinischen Weise mit unbekümmertem Abstand) und er hofft, dass in seinem Sparschwein genug Geld ist, damit seine Mutter im Entführungsfall zumindest einen halben Rico zurückbekommt. Die Mutter ist alleinerziehend, arbeitet Nachts und lässt ihren Sohn daher oft allein. Der Junge ist stolz darauf, dass Männer seiner Mutter hinterherschauen, denn ihr Körper ist ihr Kapital. Das Frauenbild ist somit ebenfalls fraglich gestaltet.


    Mein Eindruck:

    Unsere erste Begegnung mit Rico und Oskar und ihren wundervollen Wortschöpfungen und Denkweisen hatten wir dank der Sendung mit der Maus. Besonders die charmanten Wortwitze und Erklärungen sowie der Zusammenhalt der Freunde und ihr unbekümmerter Umgang mit dem Anderssein ist uns in Erinnerung geblieben.

    Ganzseitige, farbige Illustrationen finden sich nur zu Beginn der Kapitel, so dass man Rico, Oskar und die Dieffe 93 direkt vor Augen hat.

    Die Geschichte wird von Rico erzählt,  sein Lehrer sieht Potential und lässt ihn daher über die Ferien ein Tagebuch führen. 

    Rico ist tiefbegabt, das Denken dauert bei ihm manchmal etwas länger und es kommt nicht immer das Gewünschte dabei heraus. Das aufgeweckte und liebenswerte Kerlchen beschreibt seine Denkweise selbst als Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen. Zudem schweifen seine Gedanken oft ab und er verliert den roten Faden - oder ist dieser grün oder blau -. Gerade dieser außergewöhnliche und humorvolle Erzählstil lassen den Leser rasch mit dem Protagonisten mitfühlen. 

    Wörter, die Rico nicht kennt, schlägt er im Lexikon nach und schreibt sich anschließend auf, was er herausgefunden hat. Herrlich unterhaltsam und teilweise mit skurrilen Nebengedanken "Schwerkraft [...] Sie ist gefährlich für Busen und Äpfel." (vgl. S. 18)

    Rico ist ein liebenswerter und grundehrlicher Junge, zuverlässig und herzlich. Ein Charakter, der schnell ans Herz wächst obwohl oder gerade weil er ein Antiheld ist.

    Leider sehen nicht alle Menschen in seiner Umgebung das Besondere in dem Jungen und er wird als Schwachkopf belächelt.

    Rico lernt im Verlauf des Abenteuers Oskar kennen. Die beiden sind optisch und charakterlich wie Tag und Nacht. Rico ist groß, ein sorgloser Optimist und tiefbegabt. Oskar dagegen ist klein, ein wenig pessimistisch (trägt immer einen Helm zum Schutz) und hochbegabt. Was die beiden jedoch verbindet ist ein großes Herz und schon bald eine wunderbare Freundschaft.

    Der tiefbegabte Anti-Held muss mehrfach über seinen eigenen Schatten springen und beweist wahren Löwenmut.

    Über die Handlung und die Tieferschatten möchte ich nicht zu viel verraten, da den Leser bei dem Kriminal- und Entführungsfall einige falsche Fährten und ein überraschendes Ende erwarten.

    Eine einfühlsam und spannend erzählte Geschichte über Hoch- und Tiefbegabung, Vorurteile, Anderssein, Toleranz und wahre Freundschaft, aber auch über Depression, Ängste, Trauer und Verlust.


    Fazit:

    Eine einfühlsame Freundschaftsgeschichte für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.

    Dank der außergewöhnlichen Erzählweise und dem liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden eine Geschichte, die nicht nur aufgrund des spannenden Kriminalfalls fasziniert.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und die Tieferschatten" aus dem Jahr 2013

  8. Cover des Buches Porca Miseria (ISBN: 9783960871774)
    Jennifer Wellen

    Porca Miseria

     (19)
    Aktuelle Rezension von: MariaKatharina96

    Porca Miseria – Jennifer Wellen

    Luigi Montalcini, das Oberhaupt der Familie Montalcini, ist sauer. Warum? Weil ein anderer in seinem Viertel eine Kaffeebar eröffnet hat. Deswegen schickt er Rico, seinen Neffen, auf die Neuen los. Er soll sie von „seinem Viertel“ vertreiben. Doch nicht irgendwie. Da Rico einen Hund für seinen Schutz hält, soll dieser doch seine Arbeit erledigen, laut Luigi. Doch dieser weiß nicht, dass er stink faul ist, was sich im besten Fall schnellstmöglich ändern sollte. Also trainiert Rico und El Diablo, der Hund, wie er die Neuen vertreiben soll. Doch El Diablo will einfach nicht zubeißen bzw. gemein sein.
    Als am nächsten Tag der Einsatz ansteht, verzichtet Rico darauf, El Diablo überhaupt mit in die Kaffeebar zu nehmen. Er lässt bei der Hitze nur das Fenster auf, zückt seine Waffe, entsperrt diese und macht sich auf den Weg in den Laden…Doch wie die Geschichte sich dann wendet, müsst ihr schließlich selbst lesen!

    Jennifer Wellen schafft es in ihrer Kurzgeschichte eine Spannung aufzubauen. Auf den nur 14 Seiten fiebert man als Leser mit Rico mit. Wie will er es schaffen, aus einem faulen Hund einen Schutzhund abzurichten? Und das in nur 24 Stunden, wenn er es nicht einmal auf ein halbes Jahr geschafft hat? Es scheint alles unmöglich…bis der Einsatz schließlich immer näher kommt…
    Da in Italien eigentlich keine Hektik herrscht, bzw. man als Tourist diese Hektik nie zu spüren bekommt (zuerst brauche ich mal einen Kaffee), wundert es mich umso mehr, warum Luigi so einen Druck auf Rico ausübt und er es unbedingt schon am nächsten Tag passieren muss… Er hätte genauso gut anordnen können, dass er den Einsatz erst am Ende der Woche hätte bzw. bis dahin den Besitzern eine Lektion erteilt haben soll.
    Für mich ist diese Kurzgeschichte eine sehr gelungene Erzählung, die perfekt nach einem anstrengenden Arbeitsalltag zu lesen ist. Und vielleicht merkt man hier umso mehr, dass man nicht aufgeben sollte. Es lohnt sich zu kämpfen und nichts, dass den Anschein hat, unmöglich zu sein, sollte man nicht doch probieren.
  9. Cover des Buches Als wir träumten (ISBN: 9783104001180)
    Clemens Meyer

    Als wir träumten

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Auch dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit durch das Poster der "99 Bücher, die man gelesen haben sollte" geweckt. Ich muss gestehen, dass ich vorher noch nie davon gehört hatte.

    Wir begleiten Daniel und seine Clique durch ihre Kindheit und Jugend, die sie in einer trostlosen Gegend in Leipzig-Ost verbringen. Beginnend mit kleineren Delikten wie dem Schule-Schwänzen und Ladendiebstählen im Kindesalter geraten sie im Laufe der Jahre immer tiefer ins kriminelle Milieu, zum Beispiel durch heftige Schlägereien mit rivalisierenden Banden, Autodiebstähle, Einbrüche und Drogenverkäufe. Die Nachwendezeit erleben sie dabei wie einen Rausch- Hintergründe sind ihnen unklar. Einige Leidenschaften werden beflügelt, wie Autos klauen und eine eigene illegale Disko gründen, andere gehen unter, wie die Fan-Liebe zu Chemie Leipzig, ein Fußball-Club, der plötzlich einen anderen Namen hat und nicht mehr oben mitspielt. Es gibt hier niemanden, der den Jungen die Welt erklärt und ihre Energie in andere Bahnen lenkt.

    Das Buch ist in Episoden erzählt, die unregelmäßig in der Zeit vor und zurück springen. Zuerst war es für mich etwas schwierig, der Linie zu folgen aber im Nachhinein finde ich die Erzähltechnik großartig. Das chronologische Erzählen verliert an Bedeutung, da dem Leser eigentlich klar ist, wohin die Reise geht. Durch das Vorwegnehmen von Ereignissen, die erst später im Detail beschrieben werden, hatte ich das Gefühl einer besonderen Nähe zu den Figuren und ihrer Geschichte. Und sowieso geht mir dieses Buch sehr nah, da es um meine eigene Generation geht (Daniel ist ein Jahr älter als ich). Erzählt wird aus Sicht von Daniel in langen, atemlosen Sätzen in einer sehr authentischen Sprache.

    Ich hatte vor dem Lesen erwartet, dass der Mauerfall noch mehr thematisiert wird, z.B. in Form von großen Erwartungen und (nicht immer erfüllten) Hoffnungen auf eine bessere Zeit, Chancen und Überforderung durch die neue Freiheit. Aber dieser Weg, die Wende an den Jugendlichen einfach so vorbeiziehen zu lassen, ohne dass sie sich je mit den Hintergründen befassen, kommt mir auch irgendwie sehr echt vor.

    Die Geschichte der Jungen ist absolut unbeschönigt. Sie sind ein Produkt ihrer Umgebung und folgen nur ihren eigenen Gesetzen. Man schließt sie ins Herz mit ihrer verqueren Logik (nur noch der Banküberfall und dann mit dem Geld „ganz legal“ ein Auto kaufen) und ihrem abgefahrenen Gerechtigkeitssinn, ihren großen Ideen, Träumen und Zielen. Man ist fast überrascht, dass sie sich einerseits so gehen lassen, auf der anderen Seite aber viele persönliche Ziele und Träume verfolgen und einen so großen Ehrgeiz besitzen. Den sie leider nur einsetzen, um sich immer weiter reinzureiten. Unfassbar authentisch erzählt, wahrscheinlich ist vieles wahr, ich hoffe nicht alles. Ob Stefans Foto gewonnen hat?

    Sehr berührendes Buch.

  10. Cover des Buches ÖDLAND - Das Versteck im Moor (ISBN: 9781518890086)
    Christoph Zachariae

    ÖDLAND - Das Versteck im Moor

     (26)
    Aktuelle Rezension von: LukeDanes

    „Das erste Opfer eines Krieges, ist die Unschuld!“… oder so ähnlich.

    In Christoph Zachariaes Endzeitwelt des Ödlands herrscht Krieg und somit musste die ganze Geschichte über kurz oder lang auch vollkommen die Unschuld verlieren. Hagen und seine Truppen haben dies bereits vor dem ersten Kennenlernen getan und Mega absolvierte ihren Verlust in einer Nacht auf einer Brücke, indem sie einen Menschen tötete ohne angegriffen worden zu sein und ohne das wirklich Not bestand. Nicht nur Mega wunderte sich darüber, wieso sie dies mit solcher Präzision und ohne jede Art von Reue oder Gewissensbissen erledigen konnte, auch ich war ein wenig verwirrt, denn selbst am Ende von „Der Keller“ ist Megas Origin immer noch weit in den Schatten gelegen, statt vollkommen aufgeklärt worden zu sein.

    Kannibalismus, Gewalt, Brutalität und das reine Überleben des Stärkeren bestimmten zum Ende des ersten Bandes hin die Erzählung Zachariaes über das Schicksal der Enklave, in der Mega scheinbar erneut auf Hagen traf, und Megas Weg in die Welt des Ödlandes hinaus um für die Welt des „Kellers“ Utensilien zu besorgen, welche für deren Leben unabdingbar wichtig und notwendig waren.

    Doch belegt die Geschichte von Hagen und der Enklave, dass sich Megas Weg nicht mehr wirklich zurück zur Existenz im „Keller“ entwickeln sollte.

    Zachariae lässt im zweiten Band der fünfteiligen Serie alle Hunde von der Kette und lebt sich in ungeschönten Details aus, welche für solch eine Welt nur normal und vollkommen nachvollziehbar sind. So wirkt auch die Selbstbefriedigungsszene eines Soldaten, als er sich an der urinierenden Meg ergötzt und aufheizt, nicht verstörend, sondern passt ins Bild des Ödlandes, welches sich nach und nach immer unangenehmer ausbreitet.

    Da nun mittlerweile bekannt ist, dass sich die Saga um Meg auf fünf Bände erstrecken wird, ist klar, dass sich nicht viele Antworten im zweiten Teil der Geschichte einfinden. Da ich jedoch vermute, dass Zachariae noch eine Menge Asse im Ärmel hat, was die Weiterentwicklung von Land und Leuten angeht, gehe ich davon aus, dass er auch in den kommenden drei Teilen die Handlung so schnell vorantreiben wird, wie bisher gewohnt.

    Der zweite Teil schleißt qualitativ nahtlos an den Ersten an und somit wird weder der Spannung noch der Kontinuität ein Abbruch spendiert. Atemlose Endzeitaction für Leser, die sich mal von Zombies erholen und von Jugenddystopien distanzieren möchte.

  11. Cover des Buches The Fast Buck (ISBN: 1842321021)
    James H. Chase

    The Fast Buck

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Sommer der Entscheidung (ISBN: 9783861873334)
    Gordon Merrick

    Sommer der Entscheidung

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Eine Enttäuschung. Eine Kopie der "Liebe"-Trilogie des Autors... und zwar eine sehr schlechte Kopie! Wir hatten dort schon den Griechenland-Segeltrip, wir hatten dort schon die griechischen Männer und wir hatten dort auch das verfallene Haus... Streckenweise ekelhaft KITSCHIG und unglaubwürdig. Eine Schmonzette!
  13. Cover des Buches Verloren in der grünen Hölle (ISBN: 9789963523979)
    Ute Jäckle

    Verloren in der grünen Hölle

     (79)
    Aktuelle Rezension von: kointa
    Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Das Buch hält was der Klappentext verspricht. Man war sofort mittendrin im geschehen und Vorgeplänkel. Die Geschichte ist spannend und mitreißend geschrieben, so dass ich mich sehr gut in die Angst von Elena und Ihren Freunden hineinversetzen konnte. Die Charaktere und auch die örtlichen Beschreibungen sind genau im richtigem Maß beschrieben, so das mein Kopfkino kein Problem hatte sich alles vor zu stellen. Ich fand sehr gut das die einzelnen Personen sich durch die Geiselnahme auch in Ihren Handlungen und Charakter veränderten. Zu Anfang hätte ich Elena zwar manchmal gerne mal auf dem Pott gesetzt wegen ihrem benehmen, aber schnell merkte man das da noch was anderes kommt. Trotz der ganzen Spannung kommt auch Gefühl nicht zu kurz, aber mehr möchte ich nicht verraten. 
    Lest diesen Thriller-abenteuer-Liebesroman einfach selber. Ich kann ihn nur empfehlen.
  14. Cover des Buches Weißer Schatten (ISBN: 9783746630915)
    Deon Meyer

    Weißer Schatten

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound
    Lemmer, ein wortkarger und eigenbrötlerischer Personenschützer, hat einen neuen Auftrag. Die weiße Südafrikanerin Emma fühlt sich nicht mehr sicher und sucht den Schutz Lemmers. 

    Emmas Bruder ist von 20 Jahren verschwunden. Nun hat Emma im Fernsehen ein Bild von einem Mann gesehen, der einen mehrfachen Mord begangen haben soll, aber ihrem Bruder auch sehr ähnlich sieht. Emma muss einfach herausfinden, ob der Gesuchte gleichzeitig auch ihr verschollen und tot geglaubter Bruder ist. 

    Ein paar Tage vor ihrer Abreise nach den Spuren ihres Bruders wird Emma in ihrem Haus überfallen und bekommt einen merkwürdigen Anruf. Deshalb soll Lemmer sie nun auf ihre Reise begleiten.

    Lemmer seinerseits nimmt Emma nicht wirklich ernst und wird auf ihrer Reise schnell eines Besseren belehrt...


    "Ich glaube nicht an Gerechtigkeit, aber an Rache."


    Deon Meyer lässt seine Leser tief ins Herz Südafrikas eintauchen. Wir lernen nicht nur das Land mit seinen wunderschönen Landschaften und den wilden Tieren kennen, sondern lernen durch die Charaktere auch viel über die Mentalität der Südafrikaner. Immer noch gefangen in den Nachwirkungen der Apartheit stecken die Menschen in alten Rollenverteilungen und Vorurteilungen fest. Nur schwerlich können diese überwunden werden, was wohl noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Dies alles stellt der Auto sehr anschaulich dar.

    Die Charaktere sind gut gezeichnet, egal ob es sich um den wortkargen Bodyguard mit der dunklen Vergangenheit oder aber die erfolgreiche, aber einsame und verzweifelte junge Frau handelt.

    Die Spannung baut sich nach und nach auf, wobei dieses Buch für mich eher ein Krimi denn ein Thriller ist. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.


    Für mich, die Afrika liebt, ein tolles Buch, welches mir sehr viel Unterhaltung beim Lesen gebracht hat.


  15. Cover des Buches Reboot (ISBN: 9780062217073)
    Amy Tintera

    Reboot

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Casri

    Wren ist die tödlichste Reboot, da sie erst nach 178 Minuten aus dem Totenreich zurückgekommen ist. Je länger ein Mensch tot bleibt, desto mehr verliert er an Menschlichkeit und gewinnt dafür mehr an übermenschlicher Stärke und Reflexe. Die Reboots, die Solden, bestehen aus Kindern und Jugendlichen, welche von HARC (Human Advancement and Repopulation Corporation) beaufsichtigt werden. Nach einem Einsatz ist es wieder soweit, dass neue Rekruten hinzukommen. Dieses Mal ist ein Rekrut darunter, der nach 22 Minuten wieder am Leben war und er stellt Wrens Welt völlig auf den Kopf.


    Die Idee ist so faszinierend, aber die Geschichte hat zu viele Widersprüche.
    1. Es wird zu Beginn bereits erklärt, dass alle Menschen mit dem Virus KDH (Kill Devil Hills) infiziert sind. Und wenn Kinder und Jugendliche sterben, dann belebt das Virus diese wieder, nur sind diese dann weniger menschlich, zumindest je nach dem wie lange sie tot waren. Die meisten Erwachsenen sterben jedoch an dem Virus. Seltsam ist jedoch das HARC von Erwachsenen geführt wird, so gefährlich kann also das Virus eigentlich nicht sein.

    2. Gleichzeitig wird in der Geschichte erzählt, dass es keine Soldaten über 20 Jahre gibt. Jeder Mensch der mit 20 Jahren stirbt wird gleich mit einem Kopfschuss getötet, dass ist die einzige Möglichkeit, damit die Person tatsächlich tot bleibt, ob Mensch oder Reboot. Auf der anderen Seite wird erzählt, dass die Soldaten mit 20 Jahren aufhören von ihren Missionen wiederzukommen, warum, weiß jedoch keiner.

    3. Und HARC ist außerdem sehr schlau, warum irgendwelche jugendliche Soldaten frei herumlaufen lassen, die übermenschliche Kräfte haben und von allen gefürchtet werden, nein, diese Jugendliche werden als „Sklaven“ des Staates eingesetzt und sollen Verbrecher jagen. Die Kinder werden so trainiert, dass sie entbehrlich sind, dass sie sich sogar selber töten, um die anderen Reboots nicht aufzuhalten. Außerdem wird an alle herumexperimentiert, deren Todeszeit unter 60 Minuten liegt. Diese Kinder werden regelrecht wie Vieh geschlachtet.

    4. Dafür das die Reboots Sklaven sind und mit weniger Wasser und Essen auskommen als die Menschen, bekommen sie dennoch besseres Essen. Es wird im Buch zwar explizit erwähnt, aber es war für mich nicht eindeutig nachvollziehbar.

    5. Es ist klingt logisch, dass je länger man tot ist, desto mehr an Menschlichkeit verliert man, aber warum Wren trotzdem Gefühle entwickeln konnte, wird nicht aufgeklärt. Und ich finde es ziemlich lasch zu sagen, es liegt daran, dass sie sich bisher noch nie verliebt hatte. Dann müssten die Anderen ja regelrecht vor Gefühlen ersticken, da sie es wie die Karnickel in der Dusche treiben rolleyes.


    Der erste Band hatte jedenfalls einen guten Start und wurde ab der Hälfte schwach. Bereits gegen Ende des Buches geht die Autorin auf den zweiten Punkt ein und ich bin schon auf den zweiten Band gespannt, um zu sehen, wie die Geschichte von Wren und Callum weiter geht.

  16. Cover des Buches Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch (Rico und Oskar 4) (ISBN: 9783551320162)
    Andreas Steinhöfel

    Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch (Rico und Oskar 4)

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Die beiden Freunde Rico und Oskar könnten unterschiedlicher kaum sein: 

    Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken oft ein wenig länger als Andere. Oskar dagegen ist ein helles Köpfchen, dafür aber ängstlich und übervorsichtig.

    Kurz vor Weihnachten läuft einfach gar nichts nach Plan:

    Auf den letzten Drücker werden noch Weihnachtsbäume und -geschenke besorgt, irgendwas kommt immer dazwischen, Streit bringt den Haussegen in Schieflage und ein Schneesturm setzt dem ganzen Chaos dann die Krone auf.

    Doch während des Schneetreibens geschieht in dem Mehrfamilienhaus gleich mehr als nur ein einziges Weihnachtswunder.


    Altersempfehlung: 

    ab 10 Jahre 


    Mein Eindruck:

    Dies ist das vierte Abenteuer der ungleichen Freunde Rico und Oskar. Aber auch ohne Vorkenntnisse findet man problemlos in die Geschichte hinein.

    Dieses Mal finden sich die ganzseitigen, farbigen Illustrationen nicht zu Beginn jedes Kapitels, sondern mittendrin. Die Kapitel beginnen dafür mit einem Schneegestöber.

    Die Geschichte wird wieder von Rico mit seinen unverwechselbaren Worten und viel Witz erzählt. Warum er sie aufschreibt, erfährt man allerdings erst zum Schluss. Der außergewöhnliche und humorvolle Stil lässt den Leser nicht nur mit dem Protagonisten mitfühlen, sondern auch manches aus einer ganz neuen Perspektive betrachten. 

    Rico notiert sich Fremdwörter sowie deren Bedeutung. Seine Art und Weise, die Dinge zu betrachten, ist erfrischend anders und herrlich unterhaltsam.

    Beispielsweise nach der ersten Begegnung mit dem türkischen Jungen Nuri:

    "INTEGRATION: Wenn du wohin kommst, wo du dazugehören möchtest, und deshalb denen, die schon da sind, nachmachst, was sie dir vormachen. Plus, sie machen dir auch ein bisschen nach, was du ihnen vormachst, weil das spannend ist und ihre Kultur befruchtet. Zuletzt habt ihr beide was gelernt [...]" (vgl. S. 52)

    Allein aufgrund der vielen Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ist das Abenteuer wie immer ein großartiges Lesevergnügen.

    In den Rückblenden "Was im Sommer geschah" lernt man nun auch die anderen Kinder und neuen Freunde im "vergessenen Hof" kennen. Zudem sorgen diese Einschübe für einen ungewöhnlich Mix aus unbeschwerter Sommerferienlaune und besinnlichem Weihnachtschaos.

    Zur Handlung möchte ich gar nicht so viel verraten, um die Überraschung der Weihnachtswunder nicht vorwegzunehmen. 

    Fünf weihnachtliche Sternchen und eine Leseempfehlung für diese herzerwärmende und turbulente Weihnachtsgeschichte mit Tiefgang über Freundschaft und Hilfsbereitschaft, Streit und Versöhnung.


    Fazit:

    Rico und Oskar erleben ihr viertes spannendes (dieses Mal weihnachtliches und gleichzeitig sommerliches) Abenteuer.

    Witz und spannende Wendungen sowie eine außergewöhnliche Erzählweise sorgen ebenso für ein wunderbar weihnachtliches Lesevergnügen wie die liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden.

    Eine Kinderbuchreihe, die ich Groß und Klein ans Herz legen möchte.

    ... 

    Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch" aus dem Jahr 2017

  17. Cover des Buches Rico und Oskar 1: Rico, Oskar und die Tieferschatten - Das Filmhörspiel (ISBN: 9783867428729)
    Andreas Steinhöfel

    Rico und Oskar 1: Rico, Oskar und die Tieferschatten - Das Filmhörspiel

     (16)
    Aktuelle Rezension von: vielleserin
    Ein großartiges Hörbuch. Andreas Steinhöfel selbst liest Rico, Oskar und die Tieferschatten und ich bin echt froh darüber. Rico ist ein tiefbegabtes Kind. Er muss auf eine Förderschule gehen, sein Vater ist viel zu früh verstorben und seine Mutter hat nicht viel Geld, gibt aber ihr Bestes. Rico hat wenig Freunde und verbringt viel Zeit bei seiner Nachbarin oder generell in seinem Hochhaus, weil er sich druaßen schnell verläuft. Die Geschichte wird aus seiner Sichter erzählt und der Leser lernt, wie es ist alles aus Ricos Sicht zu sehen. In Berlin geht ein Kinderentführer rum. Er entführt Kinder für ein relativ geringe Lösegeld Summe und wird deshalb der Aldi Erpresser genannt, Rico lernt an einem heißen Sommertag direkt vor seiner Hautür einen Jungen kennen, der hochbegabte Oskar. Endlich hat er einen Freund, doch dann wird Oskar Opfer des Aldi Erpressers...
  18. Cover des Buches Rico und Oskar 2: Rico, Oskar und das Herzgebreche - Das Hörspiel (ISBN: 9783867420822)
    Andreas Steinhöfel

    Rico und Oskar 2: Rico, Oskar und das Herzgebreche - Das Hörspiel

     (9)
    Aktuelle Rezension von: vielleserin
    Das Hörbuch zu "Rico, Oskar und das Herzgebreche" kann ich unbedingt empfehlen. Gelesen wurde es wie der erste Teil von Andreas Steinhöfel selbst. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und Andreas Steinhöfel kann wirklich großartig seine Figuren lesen. Ich fand den zweiten Teil der Serie genauso gut wie den ersten Teil. Oskar wird von seinem Vater zu Rico abgeschoben, weil sein Vater auf unbestimmte Zeit verreist. Oskar wohnt also nun bei Rico und seiner Mutter und erlebt Ricos Alltag mit. Als er zu einem der Bingo-Abende mitkommt, fällt ihm etwas merkwürdiges auf und ganz schnell sind Rico und er wieder in einem Kriminalfall verwickelt. Wie gesagt, hab ich dieses Hörbuch sehr gerne gehört. Das einzig wirlich schlechte ist, dass dieses Buch wirklich auf einige Cliffhanger endet. Am dritten und abschließenden Teil schreibt Andreas Steinhöfel gerade.
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