Bücher mit dem Tag "riga"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "riga" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Unbarmherzig (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Wer die Tino Dühnfort Reihe von Inge Löhnig kennt, der kennt auch Gina Angelucci. Sie ermittelte mit Tino zusammen, dann wurden sie ein Paar und Eltern. Jetzt leitet sie die Abteilung für Cold-Cases der Münchner Kripo und hat ihre eigene Reihe…ja auch im deutschen Krimi gibt es Spin-Offs. 

    Unbarmherzig ist der zweite Fall für Gina, die frisch aus der Elternzeit zurück sich um einen Fall in Altbruck kümmern muss. Dort werden in einer Kiesgrube zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte vergraben waren. Eine davon stammt aus dem Baltikum, doch die Intensität bleibt ein Rätsel. Waren es zwei Zwangsarbeiter, die in der ehemaligen Munitionsfabrik dort gearbeitet haben? 

    Gina möchte den Mörder finden und durch die Klärung der Identität für eine, wenn auch späte Totenruhe sorgen. Doch ich allen in Altbruck gefallen die Ermittlungen und vielen Fragen nach der Vergangenheit….


    Fazit: Wie auch schon in der Reihe um Tino Dühnfort, erzählt Inge Löhnig auch in dieser Reihe in einen ruhigen und gelassenen Ton. Eher wie ein friedliches Plätschern baut sich Kapitel für Kapitel Spannung auf. Stück für Stück deckt Gina Angelucci den alten Fall auf und bastelt die einzelnen Teile zusammen. 

    Eingeschobene Rückblicke nehmen die Leser immer wieder mit ins Jahr 1944 und lassen so die Zusammenhänge besser verstehen und sorgen gleichzeitig für Spannung wegen falscher Fährten und überraschender    Wendungen.


    Die Charaktere sind sympathisch und auch in ihrem Handeln authentisch. Wer Gina mag, wird auch die Reihe um Tino Dühnfort mögen. 


    Ich hätte diesen Spinn-Off generell nicht gebraucht, für mich kann auch ein Paar weiter ermitteln…egal, für Unbarmherzig gibt es 


    4 STERNE.

  2. Cover des Buches Post Mortem - Herzen aus Wut (ISBN: 9783596702350)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Herzen aus Wut

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das fünfte Buch der Reihe "Post Mortem) setzt inhaltsmäßig auf die Geschehnisse der Vorgänger-Bücher auf. 

    Wie bereits in der Überschrift gesagt, halte ich dieses Buch für den (bisherigen?) Höhepunkt der Reihe. Es ist extrem spannend und besticht durch ein hohes Tempo. Dazu trägt entscheidend bei, dass die Geschichte in kurzen, knackigen Kapiteln erzählt wird und auch durch die immer wieder wechselnden Perspektiven. Geschickt hat der Autor diese diversen Perspektiven zu einem runden Ganzen zusammen geführt.

    Vile der handelnden Figuren sind dem treuen Reihenleser aus früheren Büchern bekannt und bieten ein willkommenes Wiedererkennens-Erlebnis. Auch die beiden Hauptprotagonisten treffen wieder aufeinander. Erfreulicherweise wurden diese behutsam weiter entwickelt.

    Ein tolles Buch, das hoffentlich doch nicht den Abschluss der Reihe darstellt. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn es einen weiteren Band geben würde.....!

  3. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783423212137)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

     (676)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Henning Mankell hat hier meinen liebsten Band der Wallander Reihe geschaffen.

    In "Die Hunde von Riga" geht es um ein kleines Boot, dass an die schwedische Küste geschwemmt wird. Die beiden toten Männer legen eine Spur bis nach Riga. So dass Kurt Wallander kurzerhand dort hin reist, um den Fall aufzuklären. Als er die wunderschöne Ermittlerin Liepas kennen. Gemeinsam versuchen sie den Fall zu lösen.


    Ich liebe dieses Buch. Es ist wahnsinnig spannend und man kann nicht aufhören zu lesen!
  4. Cover des Buches Das kalte Blut (ISBN: 9783257244434)
    Chris Kraus

    Das kalte Blut

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Was für eine Geschichte.

    So fesselnd, so spannend und gut geschrieben, dass man nur dabeibleiben will, um zu erfahren, wie es weitergeht. Und doch musste ich ab und zu das Buch zur Seite legen, um durchzuatmen und das Gelesene sacken zu lassen.

    Chris Kraus hat einen tollen Schreibstil, der es dem Leser einfach macht durch die Seiten und die Geschichte zu gleiten, doch hat er sich schwere Themen ausgesucht. Obwohl immer wieder schwarzer Humor durchblitzt, waren die Geschichten, die Koja Solm erzählt, grausam und teilweise schwer zu fassen und zu verstehen. Koja und sein Bruder Hub waren mir von Beginn an unsympathisch. Sie waren in der Geschichte wie Aale. Sie glitten durch die Hände und durch alle Widrigkeiten. Sie passten sich an und wechselten ihren politischen Mantel, wie es gerade zum Überleben notwendig war, sie verschleierten, sie betrogen und mordeten, sie sammelten Informationen und lieferten Menschen aus. Es waren schreckliche Taten, die sie vollzogen. Koja überlebte alles und jeden und am Ende schaffte er es sogar einen alten Hippie an seine Grenzen zu treiben.

    Chris Kraus lässt den Leser durch viele Jahre der deutschen Geschichte gehen und stets staunend lesen, wie die Brüder immer wieder die Kurve bekommen. Ich konnte gut ab- und eintauchen und mich durch die Geschichte treiben lassen. Jedoch hätten ein paar Seiten weniger, der Geschichte auch gut getan. Manchmal verlor sich der Autor in zu vielen Details und Seitenhandlungen, dass man erst mal überlegen musste, wo man sich gerade befand. Trotzdem habe ich "durchgehalten" 1.200 Seiten lang und das nächste Buch von Chris Kraus liegt schon im Regal und will gelesen werden.

    Dieses Buch lohnt sich. Nicht abschrecken lassen, sondern einfach starten.


  5. Cover des Buches Das Schokoladenmädchen (ISBN: 9783958246188)
    Katryn Berlinger

    Das Schokoladenmädchen

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Nimithil
    Die Geschichte spielt Ende des 19 Jahrhundert. Madelaine möchte mit ihrer Mutter nach Deutschland fliehen, doch leider geht das Schiff unter und sie überlebt als eine der weniger. Herr Martieli nimmt sie unter seine Fittiche und bringt ihr die Confiserie näher. Es warten einige Herausforderungen auf sie.


    Das Cover das Buches finde ich sehr gut gelungen, da es wunderbar zum Inhalt passt. Hunger sollte man beim Lesen auf gar keinen Fall haben, da die Herstellung von Pralinen und anderen tollen Dinge teilweise im Detail beschrieben wird.


    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und teilweise sehr bildhaft. Die Hauptprotagonistin Madelaine ist sympatisch, wenn auch meiner Meinung nach nicht durchweg authentisch. Ihr fällt alles zu, ohne sich teilweise bemühen zu müssen. Dies kann ich mir als Frau in der damaligen Zeit nicht wirklich vorstellen und ich hätte mir gewünscht, dass sie in manchen Situationen mehr kämpfen muss. Dies sorgt auch dafür, dass es wenig Spannung beim Lesen gibt. Weiterhin kann ich manche Handlungen von Madeleine nicht vollkommen nachvollziehen und es hat für mich eher Rätsel aufgeworfen. 


    Nicht nur die Pralinen- und Tortenherstellung wird wunderbar beschrieben, sondern auch das damalige Leben in Riga. Der Leser erhält einen wunderbaren Einblick in Mode oder auch den Änderungen, welche Ende des 19. Jahrhundert waren. 


    Ein wunderschöner Roman, der den Leser dazu einlädt in eine andere Zeit einzutauchen und eine kleine Geschmacksreise zu unternehmen.



  6. Cover des Buches Schatten der Welt (ISBN: 9783742416933)
    Andreas Izquierdo

    Schatten der Welt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Knigaljub

    Wenn es nicht Uve Teschner eingelesen hätte, dann hätte dieses Hörbuch seinen Weg zu mir wohl nicht unbedingt gefunden, denn der Stoff ist eher der eines typischen historischen Schmökers:

    Thorn in Westpreußen 1910. Der schüchterne Carl, Sohn des Schneiders Friedländer, freundet sich mit dem Draufgänger Artur an. Später lernen beide noch Isi, ebenfalls ein echtes Schlitzohr und viel zu emanzipiert für die preußische Gesellschaftsordnung, kennen. Die drei verbindet bald eine tiefe Freundschaft, aber als der erste Weltkrieg ausbricht, trennen sich ihre Wege...

    Dem Eindruck, es hier mit einem Schmöker zu tun zu haben, wird "Schatten der Welt" durchaus gerecht. Klar gezeichnete Charaktere, die auffällig oft besonders böse veranlagt sind, wenn sie einer höheren Gesellschaftsschicht angehören (oder danach streben), treffen auf eine klar erzählte Geschichte.
    Da taucht zum Beispiel immer wieder der gleiche Bösewicht auf - was cartoon-ähnlich so auf die Spitze getrieben wird, dass ich zwischenzeitlich augenrollend fast abgebrochen hätte.
    Artur wird seiner Rolle als körperlich starker, tapferer, draufgängerischer Held durchgehend genauso gerecht wie Carl der seinen als eher schüchterner, schwächlicher Künstlertyp und Isi der ihren als starke, emanzipierte und kämpferische Frau.
    Hinzu kommt, dass der Ich-Erzähler Carl kurzerhand einfach in alles Einblicke erhält, selbst in die Gedanken der anderen Protagonisten, als sich deren Wege schon längst getrennt haben.

    Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch schließlich doch noch zu Ende gehört. Und am Ende hatte es mich dann auch nochmal, denn der Schluss kommt weniger rosig daher als vielleicht befürchtet. Überhaupt gibt es immer wieder überraschende Momente, die einen bei der Stange halten, und immerhin kleinere Einblicke in die Historie, sogar auf Rosa Luxemburg wird einmal Bezug genommen.

    Insgesamt vielleicht genau das Richtige, wenn man einen wenig komplizierten Schmöker sucht und stark genug für die etwas drastischeren Szenen ist, die der ausgeprägte Egoismus oder Sadismus mancher Figur mit sich bringt.

  7. Cover des Buches Scharlatan (ISBN: 9783455403770)
    Claudia Weiss

    Scharlatan

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    1706. Der Hamburger Advokat Hinrich Wrangel wird von seinem alten Freund und Mentor Thomasius um Mithilfe zur Befreiung des in Dresden zu Unrecht verhafteten russischen Sondergesandten Johann Patkul gebeten. Trotz Bedenken seiner Frau Ruth entschließt sich Hinrich, an dem geheimen Treffen in Königsberg teilzunehmen. Einige der fähigsten Juristen des Landes planen eine Verteidigungsschrift zur Freilassung Patkuls zu erstellen, da sie in dessen Verhaftung eine Verletzung des Völkerrechts sehen. Auf dem Weg zur Beschaffung von entlastenden Dokumenten wird Wrangels Kutsche überfallen, seine Begleiter werden getötet. Wrangel selbst ist spurlos verschwunden und wird für tot gehalten. Tatsächlich wird er schwer verletzt verschleppt und landet als Sklavenarbeiter in den Sümpfen von St. Petersburg …

    Als Ruth Wochen später vom Überfall und seinen Folgen erfährt, glaubt sie nicht an Hinrichs Tod. Sie fühlt, dass er noch lebt und will ihn aufspüren. So macht sie sich, begleitet von ihrem alten Diener Jurek, auf die Suche nach ihrem verschollenen Mann. Die Reise führt sie über Dresden und Danzig nach Königsberg und erweist sich als weitaus beschwerlicher und gefahrvoller, als zunächst angenommen. Das Land ist vom „Großen Nordischen Krieg“ gezeichnet, marodierende Schwedische Truppen ziehen umher …

    „Scharlatan“ ist bereits der zweite historische Roman von Claudia Weiss, der promovierten Historikerin mit Schwerpunkt Osteuropa. Ein geschichtlich belegter Fall ist Grundlage dieses spannenden Buches. So begegnen wir vielen historischen Personen, wie Johann Reinhard von Patkul, König August von Sachsen und Polen, Zar Peter I von Russland, König Karl XII von Schweden, Domenico Trezzini, der Baumeister des Zaren, und einigen mehr. Gekonnt mischt die Autorin die tatsächlichen Geschehnisse mit fiktiven Personen und haucht diesen Leben ein. Besonders herausgearbeitet und gut gelungen sind natürlich unsere Protagonisten Hinrich und Ruth, die man sich glaubwürdig in der Zeit vor ca. 300 Jahren vorstellen kann.

    Herausgekommen ist ein interessanter und sehr authentischer Roman. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, was die Spannung durchgehend auf hohem Niveau hält. Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und schön komponiert. Mit Ruth erlebt man die Beschwerden damaliger Reisen, fühlt die Gefahren und sieht die Landschaften und Menschen plastisch vor sich. Mit Hinrich ist man dabei, wie das später so schöne St. Petersburg von Sklaven mühsam aus den Sümpfen der Newa heraus gestampft wird. Schön ist eine Begegnung mit der Schamanin Marusja, die der Geschichte noch etwas Mystik hinzufügt.

    Fazit: Ein Buch, das sich durch seine hervorragende historische Recherche auszeichnet – ein Gewinn für den geschichtlich interessierten Leser.

  8. Cover des Buches Die Deutsche Hanse (ISBN: 9783499627866)
    Gisela Graichen

    Die Deutsche Hanse

     (5)
    Aktuelle Rezension von: thursdaynext
    Die (deutsche) Hanse und alles was damit zusammenhängt, minutiös recherchiert , fein buntbebildert und detailliert bis an die Grenze des Erträglichen . Ein perfektes Sachbuch für Menschen die alles ganz genau wissen möchten. (Ca. 28 Seiten allein der Anhang/Literatur) Für vielseitig ungebildete Leser wie mich, die sich gerne einen lauen Überblick verschaffen wollen ein schwieriges Buch, da ob der ausführlichen Schilderungen das überblättern, mit Wiedereinstieg schwer fällt. Wer sich exakt mit allen bekannten Fakten eindecken möchte und fade Beschreibungen nicht abschrecken liest hier richtig. Um klarzustellen , dieses Buch ist nicht schlecht, ganz im Gegenteil , wer pure Information liebt wird permanent fündig. Hin und wieder ist sehr interessant die mittelalterlichen Gepflogenheiten real überliefert zu bekommen und es ist eine wunderbare Einschlafhilfe ;)
  9. Cover des Buches Archiv für Sippenforschung mit Praktischer Forschungshilfe 51. und 52. Jahrgang 1985-1986 (ISBN: B001UI1SX4)
  10. Cover des Buches Lettland: Das komplette Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken im Herzen des Baltikums (ISBN: 9783831717415)
  11. Cover des Buches Unsichtbare Schatten (ISBN: 9783770144075)
    Gundega Repse

    Unsichtbare Schatten

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches RIGA Portrait einer Stadt (ISBN: 9789984071428)
    Andris Kolbergs

    RIGA Portrait einer Stadt

     (0)
    Aktuelle Rezension von: Matriga
    Andris Kolbergs ist der erfolgreichste Krimiautor Lettlands. Drei seiner Krimis sind in deutscher Übersetzung erschienen: Drei Tage zum Nachdenken, Die Nackte mit dem Gewehr und Der tätowierte Mann.
  13. Cover des Buches Hoffnung eines neuen Tages (ISBN: 9783957346827)
    Elisabeth Büchle

    Hoffnung eines neuen Tages

     (54)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    Während der Erste Weltkrieg seinen unheilvollen Lauf nimmt, versucht die junge Demy in Berlin weiter unermüdlich, sich und ihre Schützlinge durch die schwere Zeit zu bringen. Als sie unter der Last zusammenbricht, steht ihr Philippe Meindorff unverhofft zur Seite. Doch dann erhält die Familie eine niederschmetternde Nachricht, die alles erneut ins Wanken bringt...

    Anki und Robert geraten in Petrograd in die Unruhen der Februarrevolution und müssen mit den vier Fürstenkindern fliehen. Bei dem fast aussichtslosen Versuch, nach Berlin zu entkommen, wird die Schicksalsgemeinschaft auseinandergerissen. Wird das nahe Kriegsende alle wieder zusammenführen?

    Meine Meinung
    Nachdem St. Petersburg und die Geschichte um Anki und Robert im zweiten Band der Reihe einen großen Part eingenommen hatten, tritt im dritten Band wieder Berlin mehr in den Mittelpunkt. Dort verfolgen wir die Geschichte der jungen Demy weiter. Ihr Charakter ist kaum noch mit der kleinen Demy zu vergleichen, welche wir im ersten Band der Reihe kennengelernt haben. Mit jedem Band wächst sie über ihre Mittel, Möglichkeiten und auch Kräfte hinaus. Doch irgendwann erreicht jeder seine Grenze. So geschieht es ihr gleich zu Beginn des finalen Bandes, dass sie schwer erkrankt und das Haus mit den vielen Seelen, welche Demy bei sich aufgenommen hat, ohne sie zurechtkommen muss.
    An ihrer Seite steht Philippe Meindorff. Habe ich mir ja im zweiten Band schon mehr erhofft bei den beiden, kam es nicht dazu. Demy blockt eventuelle Zuneigung immer wieder ab, aber ich mag Philippe seine Hartnäckigkeit und es war schön zu verfolgen, dass er Demy in dieser schwierigen Zeit unterstützt und ihr aufzeigt, dass das Leben auch ohne ihre guten Taten weitergeht.

    Bisher haben wir das Kriegsgeschehen aus der Sicht von Hannes Meindorff betrachten können, welcher sich vor allem an der französischen und belgischen Front beweist. Im finalen Band tritt seine Ehefrau Edith ein wenig in den Vordergrund. Sie hat sich als Krankenschwester gemeldet und versucht mit allen Mitteln den verwundeten Soldaten zu helfen, wo sie nur kann. Das Schicksal will es so, dass sie dort auf einen Bekannten ihres Schwagers Philippe trifft. Dieser benötigt dringend Hilfe. Und sie erfährt Dinge, die ihr Leben komplett verändern werden.

    Anki, ihr geliebter Robert und die vier Chabenski-Töchter versuchen unterdessen einen Weg aus Petrograd zu finden. Die Gefahr, dass der Feind die vier Kinder als Adlige erkennt, ist einfach zu groß.

    Aber Gefahr lauert auch in Berlin. Philippes langjähriger Feind Karl Roth kann immer noch nicht von ihm lassen. Zu groß ist sein Rachedurst. Er will Philippe treffen und er weiß auch schon genau wie.

    Für mich der wohl spannendste Part war, ob die Autorin hier alle Erzählstränge im finalen Band vereint. Nachdem sich die verschiedenen Familien im ersten Band aufgrund kriegsferner Gründe verzweigten, wäre eine Zusammenführung zum Kriegsende doch ein toller Abschluss für die Meindorff-Saga.
    Wie die Autorin diese Reihe dann zu einem Abschluss bringt, stimmt mich glücklich. Anfänglich hätte ich es nicht gedacht, aber die Autorin schrieb hier eine Geschichte, an die und deren Charaktere ich mich noch lange erinnern werde.

    Ein großes Lob kann ich auch im dritten Band der Reihe wieder aussprechen, weil sich das Buch durch den sehr flüssigen Schreibstil sehr angenehm lesen lässt und als Geschichtsliebhaberin merke und liebe ich die sehr gute Recherche über die Zeit und die Zustände des 1. Weltkrieges.

    Mein Fazit
    Wer interessiert ist an faszinierenden Charakteren, die sich in einer Geschichte mit jedem Band weiterentwickeln, und verschiedenen Einblicken in die Zeit des 1. Weltkrieges, der sollte unbedingt zu der „Meindorff-Saga“ von Elisabeth Büchle greifen. Denn diese Reihe ist nicht nur optisch ein Genuss.

  14. Cover des Buches Blau steht dir nicht (ISBN: 9783518462843)
    Judith Schalansky

    Blau steht dir nicht

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Boris
    Einem Buch, das mit einem Zitat von W.G.Sebald beginnt, vertraue ich erstmal. Das Vertrauen wird auch diesmal nicht enttäuscht. Judith Schalansky schreibt über eine Kindheit auf Usedom in den 80iger Jahren und verschränkt diese Kapitel mit Erinnerungen an spätere Reisen und Betrachtungen über Eisenstein und Wolfgang Koeppen. Wie bei der Lektüre der Bücher von W.G.Sebald, entsteht bei mir sofort das dringende Bedürfnis die beschriebenen Orte kennenzulernen, bzw. bekannte Orte neu kennenzulernen. Eine Kinderheit in "Unserland", im Atlas rosafarben und einer diffusen Sehnsucht nach einem "Drüben". Jenseits der See...
  15. Cover des Buches Baltische Sommer (ISBN: 9783939279051)
    Angelika Böcker

    Baltische Sommer

     (1)
    Aktuelle Rezension von: 1amanda

    Den beruflichen Alltag für ein Leben als Reisende tauschen und in drei Sommern um die Ostsee segeln. Die Autoren haben diese Zeit gut genutzt. Sie nahmen sich Zeit, genau hinzuschauen und freundschaftliche Kontakte zu knüpfen und entdeckten vieles, was dem eiligen Reisenden entgeht.

    Baltische Sommer bietet dem Leser eine abwechslungsreiche Mischung aus Segelerlebnissen und vielfältigen Begegnungen an Land. Der Leser erfährt Interessantes über die Lebensumstände der Menschen in den bereisten Ländern, die etwas abseits der großen Touristenströme liegen. Häufig stellen die Autoren geschichtliche Bezüge her, manchmal im Anhang versteckt. Es lohnt sich, dort zu stöbern.

    Darüber hinaus ist es ein Buch über das Reisen. Die Autoren folgen zwar einem groben Plan, lassen sich aber jederzeit verlocken, von einer Route abzuweichen oder länger zu bleiben, dann übernimmt das gute Gespür die Führung. Natürlich geht nicht alles glatt, auch das wird nicht verschwiegen.

    Ein erfreuliches Buch nicht nur für Segler.

  16. Cover des Buches Mara (ISBN: 9783898765053)
    Eva M Borchert

    Mara

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Die Rigaer und Revaler Familiennamen im 14. und 15. Jahrhundert (ISBN: 9783412024840)
  18. Cover des Buches DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Baltikum (ISBN: 9783770181124)
    Eva Gerberding

    DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Baltikum

     (2)
    Aktuelle Rezension von: ForeverAngel

    Wenn ich eine Reise in eine Gegend plane, mit der ich mich noch nie zuvor beschäftigt habe und von der ich auch keine Vorstellungen habe bis auf das, was ich in einem Fernseh-Reisebericht gesehen habe, dann brauche ich zur Reiseplanung einen ausführlichen Reiseführer, der nicht nur informativ ist, sondern auch viele visuelle Impressionen geben kann. Das Baltikum ist eine solche Gegend. Das passende Dumont Reise-Handbuch dazu ist ein solcher Reiseführer.  

    Das Reise-Handbuch Baltikum bietet zunächst generell Wissenswertes über die Gegend - Natur, Wirtschaft, Geschichte, Architektur und Kunst, ein kulinarisches Lexikon - und Wissenswertes für Reisende: Verkehr, Unterkunft, Aktivitäten, Einkaufen, Ausgehen, Sicherheit, Sprachführer. Dieses allgemeinen Informationen umfassen die ersten 102 Seiten. Wer sich wirklich mit dem Baltikum beschäftigen will, findet hier alles, was man wissen sollte.

    Der eigentliche Reiseaspekt ist in drei Kapitel unterteilt: Litauen, Lettland und Estland. Diese Kapitel sind wiederum in einzelne Städte und Gegenden aufgeteilt. Dazwischen finden sich immer wieder "Themenkapitel", die nähere Informationen zu Geschichte und historischen Persönlichkeiten geben. Dazu kommen viele detaillierte Karten zu einzelnen Gebieten.

    Dieser Reiseführer ist genau so, wie ich es mag. Er bietet Bild- und Informationsmaterial zu den einzelnen Städten samt Unterkunft, Restaurants und Shopping, stellt Routen zusammen und versorgt den Leser - wenn er denn will - mit allerhand geschichtlichen und wirtschaftlichen Fakten. Mit dem Dumont Reise-Handbuch ist man bestens vorbereitet. Der einzige Nachteil ist vielleicht, dass es aufgrund seiner Fülle an Informationen und Seiten sehr schwer ist und nicht unbedingt in jede Handtasche passt.

    (c) Books and Biscuit

  19. Cover des Buches Warum hast du geweint? (ISBN: 9783250601067)
    Dace Ruksane

    Warum hast du geweint?

     (3)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    Ein Monat konzentriertes Paradies Kennen Sie Dace Rukšāne? Zugegebenermaßen, ich kannte die 1969 in Riga geborene Schriftstellerin bis vor kurzem auch noch nicht. Mit ihrem dritten Buch, welches erstmals auf Deutsch erschienen ist, dürfte sie bald in aller Munde sein. Der Titel des Buches "Warum hast du geweint" hört sich nach tränenreichem Schmöker an und wenn man weiß, dass Dace Rukšāne Chefredakteurin der lettischen Frauenzeitschrift "lilit" ist, verstärkt sich das Vorurteil geradezu. Doch mitnichten, Rukšāne setzt einen anderen Akzent. In einer wundervollen Sprache (in diesem Buch stellt man nicht einfach Blumen ans Fenster, nein, "der Frühling tupft hübsche Hyazinthentopfreihen auf sämtliche Fensterbänke" oder lässt den Winter ein "zyklamenhaftes Geheimnis" sein; zur Erläuterung: Zyklamen sind Alpenveilchen) erzählt sie uns vom Erwachsenwerden im Lettland der Wendezeit. Das Buch beginnt mit einem Aufenthalt im Flughafengebäude Moskau Scheremetjewo, wo die 16jährige Ich-Erzählerin Katrīna (ein Vorstadtmädel aus dem Riga der achtziger Jahre) gemeinsam mit einer Freundin auf einen Anschlussflug nach Nordossetien wartet. Nordossetien?? Genau - Kaukasusrepublik. Denn die zwei Mädchen werden für einen Monat der Enge des Elternhauses entfliehen und eine sommerliche Alpinisten-Reise in die Bergwelt der Fünftausender des Kaukasus unternehmen. "Ein Monat konzentriertes Paradies", im Gegensatz zu "elf Monaten verdünnter Existenz", nennt Katrīna diese Zeit. Dort trifft sie - die "auf Schulfeten kein einziger Junge zum Tanzen auffordert" und die sich ihr Geld beim Schweineentlausen verdient hat – u. a. auf Sergej (den Komponisten aus Leningrad, der so wunderbar Gitarre spielen kann und den Klang der lettischen Sprache mag), auf Wlad (einen sibirischen Rabauken, dessen "Pusteblümchen, zart aber mit tiefen Wurzeln" sie ist) und auf Oleg, den zweiten Instruktor (Bergführer) der Alpinistengruppe. Mit ihm erlebt sie - liebevoll Krümelchen von ihm genannt - ihre erste große Liebe sowie wunderbare, aber auch gefahrvolle Gipfelbesteigungen in landschaftlich traumhafter Kulisse. "Niemals-werde-ich-dir-weh-tun", verspricht er (verheiratet mit Kind - was sie jedoch noch nicht weiß) ihr, und doch wird ihr weiterer Lebensweg, beginnend mit dem Tag der Heimreise, körperlich und vor allem seelisch sehr schmerzhaft sein. Ihr Geld wird gestohlen, sie muss sich allein nach Hause - im wahrsten Sinne des Wortes - kämpfen, erkrankt an einer schweren Lungenentzündung und innerhalb kurzer Zeit sterben zwei ihrer Bergfreunde. Erschütternd unschuldig beschreibt sie einen Abstecher in die verseuchte sibirische Industriestadt Kemerovo. Hinzu kommt der politische Umbruch in Lettland, die Sowjetunion zerfällt. Dann lassen sich auch noch ihre Eltern scheiden und ihre Mutter begeht Selbstmord. "Tausende ungesagter Worte" - Schuldgefühle - lasten auf ihr. Katrīna verfällt in eine schwere Depression, ist desorientiert und antriebslos. Aus dem vormals so unbedarften Mädchen wird eine junge Frau, die lernen muss, ihren eigenen Lebensweg zu gehen. Das Ende hat Dace Rukšāne bewusst offen gelassen. Der Leser wird aufgefordert, Katrīnas Lebensfaden zu Ende zu spinnen. Kern des ersten Romanteils ist der Monat im Kaukasus. Wechselnd in den Zeiten springt Katrīna einmal in die Vergangenheit und dann gleich wieder in die Zukunft, erzählt einmal persönlich, um manchmal in die 3. Person zu verfallen. Dies ist jedoch keineswegs unübersichtlich und verwirrend, da der rote Faden nie verloren geht. Ein wundervoller subtiler Humor steckt zwischen den Zeilen, auch wenn ab und zu von traurigen Ereignissen berichtet wird. Doch die (noch) kindliche Unbedarftheit überdeckt dies alles. Humorvoll grotesk, wie sie am Flughafen ein Glas Fanta für den Geschmack echter Apfelsinen (zudem mit Sprudel) hält und für das sich anzustehen natürlich zehnmal mehr lohnt, als irgendeine berühmt-berüchtigte Mumie, die sich da Lenin nennt. Gleichzeit verwebt Rukšāne romantische Erlebnisse ihrer Heldin mit einer so wundervollen blumigen Poesie, dass es einen zu Tränen rührt. Selten habe ich eine so schöne und romantische Liebesszene, wie die erste Liebesnacht Katrīnas mit Oleg gelesen, fernab jeglichen Kitsches. Stilistisch erinnert mich "Warum hast du geweint" an Saša Stanišićs "Wie der Soldat das Grammofon repariert". Auch hier wird mit einem unschuldigen (Kindheits-)Blick auf die Geschehnisse, deren Dramatik geradezu hervorgehoben. Der zweite Teil des Buches lässt jedoch die romantischen Erlebnisse der Sechzehnjährigen hinter sich. Qualvoller Liebeskummer und eine tiefe Leere bemächtigen sich ihrer. Dies verdeutlicht sich auch im Schreibstil. Wesentlich nüchterner, fast abgehackt berichtet Katrīna. Kurze Sequenzen wechseln, nur manchmal flackern schöne Kindheitserinnerungen gemeinsam mit ihrer Schwester auf und münden am Ende in einen schwermütigen Monolog, der eine desorientierte Gefühlswelt offenbart. Fazit: Ein wundervolles, leises, unaufdringlich eindringliches Buch hat diese bei uns bisher völlig unbekannte lettische Autorin geschrieben. Aussagekräftig aquarelliert sie ein Bild der alten Sowjetunion, malt es in warmen Farbtönen und tupft einen kleinen gewundenen Pfad leuchtender Kindheitserinnerungen sowie einen "leuchtenden Elbrus" (höchster Gipfel des Kaukasus) der ersten Liebe hinein, um am Ende daraus ein in dunklen Farben gehaltenen "Picasso ihrer eigenen Welt" zu machen - ein kleines Meisterwerk. Für mich d i e Neuentdeckung im Frühjahr 2007. "Es gibt Bücher, die in ihrer Wahrheit so beeindruckend sind, dass man nach ihrer Lektüre nichts anderes möchte, als einfach allein sein und still weinen, ohne sich zu schämen." Ich wünsche dieser jungen lettischen Schriftstellerin noch viele begeisterte Leser.
  20. Cover des Buches Die Braut des Pelzhändlers (ISBN: 9783426505205)
    Lena Johannson

    Die Braut des Pelzhändlers

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Monika Jary
    Das Cover passt absolut nicht zu der spannenden Geschichte. 1430. Der Lübecker Kaufmann von Ranteln handelt mit allerlei Waren, die er nach Riga bringt und dort gegen Pelze eintauscht. Da er nun seine Tochter Bilke gut und vor allem gewinnbringend verheiraten will, schickt er sie mit einem Handelsschiff nach Riga, wo der junge Pelzhändler Hartwych bereits auf sie wartet. Dessen Herz gehört der armen Sängerin Ria, die er jedoch niemals zu seiner Frau nehmen kann. Bilke begibt sich auf eine Reise, die sich jedoch anders gestaltet, als sie erwartet hat. Sie muss einige Erfahrungen machen um erkennen zu können, was für ein Spiel mit ihr getrieben wird.
  21. Cover des Buches Stilles Baltikum (ISBN: 9783353008787)
    Anatoli Pristawkin

    Stilles Baltikum

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Matriga
    Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis dessen, was das Ende der sowjetischen Okkupation Lettlands für die Menschen bedeutete (und z. T. noch immer bedeutet) - aus der Sicht eines Russen, der Lettland bzw. die baltischen Staaten liebt und sich kritisch mit der Eroberungspolitik der UdSSR auseinandersetzt. Kern des Buches ist Pristawkins im Januar 1991 geführtes Tagebuch, das vom KGB vernichtet wurde - und das der Autor wieder rekonstruierte. Für jeden, der entweder für "die Letten" oder "die Russen" ist, praktisch Pflichlektüre - denn die Welt scheidet sich nicht so einfach in Gut und Böse wie im Märchen.
  22. Cover des Buches Riga (ISBN: 9789949954117)

    Riga

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war (ISBN: 9783499249389)
    Pauls Toutonghi

    Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Meine Urlaubsleseperle war dieses Jahr „Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war“ von Pauls Toutonghi. Nach wenigen gelesenen Zeilen ist man mittendrin in dieser Geschichte eines Teenagers, der in Milwaukee groß wird. Wir schreiben übrigens das Jahr 1989, ein geschichtsträchtiges Jahr. Das gilt auch für Yuri, denn seine Eltern sind einst aus dem sowjetischen Lettland geflüchtet, preisen Amerika als gelobtes Land, in dem alles möglich und frei ist, im Gegensatz zur Sowjetunion. Und da verliebt sich Yuri ausgerechnet in seine Mitschülerin Hannah, einer Kommunistin, die engagiert ihren Weg geht und nicht zu beeindrucken von den echten Erlebnissen von Yuris Familie ist. Hannahs Vater, Dr. Graham, bezieht sogar Prügel von Herrn Balodis, als dieser seinen Sohn bei einer morgendlichen Demonstration erwischt. Yuri soll eine kommunistische Zeitung beim Schichtwechsel an Arbeiter verkaufen. Dr. Graham hat, nach Meinung von Herrn Balodis, schließlich nie unter dem Kommunismus leiden müssen, hat nie erfahren, dass er zum Beispiel kein Recht gehabt hätte wieder zurück nach Amerika zu gehen, sollte es ihm im sowjetischen Lettland nicht gefallen. Yuri stellt sich ähnliche Fragen, wie es ihm wohl ergangen wäre, wenn er nie die Möglichkeiten gehabt hätte, frei und offen in eine Bibliothek zu gehen und alle Bücher auszuleihen, die er lesen wollte. So sucht er Trost in perfekten, präzisen Sätzen, wenn er mal nicht weiter weiß in seinem Leben.
    Die überaus liebenswerte Beziehung zwischen dem Bourbon trinkenden Vater und seinem Sohn, der mehr als vorsichtigen Mutter, die Spracheigenheiten, all das ist vom Autor sehr herzlich beschrieben. Man leidet bei jeder Zeile Schwermut und bei den kleinen und großen Katastrophen, lacht und freut sich bei positiven Ereignissen.
    Und da ist natürlich die Country-Musik, die die Familie bereits in Lettland begleitet hat, der Vater singt beharrlich seine Lieder. Als die Ereignisse sich während dem Mauerfall in Deutschland überschlagen, ändert sich auch für die Familie Balodis alles. Sie erwarten Besuch aus der alten Heimat.
    Toutonghi ist wichtig immer wieder zu betonen, welche Freiheiten sein junger Protagonist Yuri in Amerika erleben darf, seine Meinung frei zu äußern, Musik laut, sogar bei geöffnetem Fenster zu hören. Dessen Vater lässt er die Frage stellen, warum es Arbeitern in einem sozialistischen Staat besser gehen soll als im kapitalistischen Amerika? Yuri flüchtet in diesen Augenblicken zu seinen Büchern, die ihm seine Mutter, die in einer Bibliothek arbeitet, stapelweise mitbringt. Über allem schweben Liebesgeschichten, nicht nur zwischen Yuri und Hannah.
    Witzig sind die zum Teil langen Zwischenüberschriften, die für sich schon eine Geschichte erzählen. Um mit den Worten von Yuris Vater zu enden, eine wunderbare Story, nach meiner Meinung.
    Informationen über den Autor finden sich im Netz zum Beispiel unter rowohlt.de/autor/pauls-toutonghi.html


  24. Cover des Buches Ein Drama in Livland Der Donaulotse (ISBN: B002ORX2GG)
    Jules Verne

    Ein Drama in Livland Der Donaulotse

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Matriga
    Ein Drama in Livland: Verne hat sich brav in die Materie eingearbeitet, nimmt jedoch eine dem zaristischen Rußland genehme Haltung ein - auf Kosten der Zwischentöne. Die Russen sind also edel & gut, die Deutschen sinister & schlecht, und Letten und Esten halten es natürlich mit den Russen. So einfach waren die Verhältnisse allerdings keineswegs. Die Auflösung des Kriminalfalls ist in der Tat verblüffend - der Weg dorthin allerdings zu lang, die Story könnte - und würde heutzutage - eindeutig geraffter sein.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks