Bücher mit dem Tag "ritter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ritter" gekennzeichnet haben.

346 Bücher

  1. Cover des Buches Game of Thrones (ISBN: 9783734163968)
    George R. R. Martin

    Game of Thrones

    (5.519)
    Aktuelle Rezension von: elyra_morven

    Die Herren von Winterfell ist mehr als nur der Auftakt zu einer Fantasy-Reihe – es ist der Startschuss für ein vielschichtiges, politisch kluges und emotional brutales Epos. George R. R. Martin versteht es meisterhaft, komplexe Figuren, düstere Machtspiele und tragische Wendungen miteinander zu verweben.

    Jede Perspektive – ob Stark, Lannister oder Targaryen – bringt neue Facetten, und nichts ist so, wie es scheint. Der Schreibstil ist klar, atmosphärisch und dabei immer fokussiert auf das Wesentliche: Macht, Ehre, Loyalität und Überleben.

    Was das Buch so besonders macht, ist die Konsequenz: Niemand ist sicher. Entscheidungen haben Gewicht, Verluste schmerzen, und Moral ist eine Frage der Perspektive.

    Ein grandioser Auftakt, der Lust auf mehr macht – und gleichzeitig spüren lässt, dass in dieser Welt alles seinen Preis hat.

  2. Cover des Buches A Game of Thrones (ISBN: 9780007491575)
    George R. R. Martin

    A Game of Thrones

    (446)
    Aktuelle Rezension von: Nicolai_Levin

    An George Martin scheiden sich die Geister. Die einen (die meisten, ehrlicherweise) feiern seine Game-of-Thrones-Reihe als unglaublich gut, fesselnd, innovativ und raffiniert gestrickt. Eine Minderheit dagegen lehnt die Saga als platt, vorhersehbar, gewaltverherrlichend und frauenfeindlich ab. Ich finde mich nach der Lektüre des ersten Bandes mal wieder zwischen allen Stühlen mit meinem Befund: spannend, kurzweilig, unterhaltsam, empfehlenswert  - zumindest für alle Freunde des Genres -, aber eben auch nicht der ganz große geniale Wurf.

    Worum geht's? Um Macht. Und zwar um die Macht im Königreich Westeros, das von sieben Adelsfamilien ("Houses") getragen wird, denen ein König voransteht.

    Die Welt, die George Martin uns vorsetzt, ist ein Abbild spätrömischer Diadochenkämpfe und -intrigen, die in einer Umgebung stattfinden, die vom technischen Stand und den äußeren Umständen her sehr dem England der Rosenkriege gleicht, in dem die Häuser (aha!) York und Lancaster darum stritten, wer den englischen Königsthron haben sollte. Ein säkulares Spätmittelalter also, in dem die Menschen in machiavellistischer Fokussierung nur Macht (und Sex) im Kopf haben. Das "Game of Thrones", das rücksichtslose Schachspiel um die Macht, erinnert streckenweise auch stark an Mario Puzos Paten und seine ewige Saga von Treue und Verrat. Fantastische Elemente spielen jedenfalls nur sehr am Rande mit, die Feinde, die das Reich von außen bedrohen, sind Zombies und eine Art Werwölfe, aber das wirkt in der Logik auch nicht anders, als wenn finstere Mauren, Hunnen und Mongolen das reale Europa bedroht haben.

    Die Erzählweise lebt von cleverer Reduktion. Da kann man viel von George Martin lernen. Er fokussiert sich auf die Story und belästigt uns nicht mit Erklärungen seiner Welt, die durchaus breit und fundiert und komplex gebaut sein mag. Aber weder Spiritualität und Religion noch Kultur, Politik, Verfassung und Recht interessieren uns groß - es geht um die Macht und es geht zur Sache. Da fragt man sich dann zwischenrein schon, welche Rechte der König gegenüber den Häusern ausüben kann und welchen Reiz es eigentlich hat, der Erste in diesem Reich zu sein, und ob König Robert Baratheon, der Obelix der Geschichte, der nur prügeln, saufen und vögeln will, all das nicht auch als ganz normaler Lord hätte haben können. Aber solche Details für Logiknerds werden weggeschoben - alles strukturelle Drumherum ist für ein modernes westliches Publikum so halbwegs plausibel dargelegt, und vor irgendwelche Entscheidungen, die vielleicht nur in Martins Welt schwierig oder knifflig sein könnten, stellt er seine Figuren erst gar nicht. 

    Die Geschichte wird uns aus acht Perspektiven erzählt. Das ist eine ganze Menge, aber es funktioniert, da die Beziehungen der Figuren zueinander eher simpel gestrickt sind und man daher gut in die Menge des Personals findet. Auch hier wieder die Kunst der Reduktion: Die konkurrierenden Familien sind auch über Jahrhunderte schlank und überschaubar geblieben: keine Mischungen, keine Abspaltungen, weder irgendwelche Nebenlinien noch Cousinen und Schwager vernebeln die Sicht. Von sieben Familien ("Häusern"), die das Königreich bilden, spielen nur zwei in diesem ersten Band als Rivalen eine echte Rolle, zwei oder drei liefern ein bisschen bei und die restlichen werden auf über achthundert Seiten überhaupt nicht erwähnt. Das ist Ökonomie!

    Dafür schöpft Martin beim schnellen Wechsel der Perspektiven aus dem Vollen. Dadurch dass die große Geschichte sozusagen an acht Punkten gleichzeitig beginnt, erkundet man von Anfang an verschiedene Ecken des Reiches und man ist auch gleich überall mitten im Geschehen! Martin verschwendet keine Zeit mit langwierigen Einführungen oder umständlichen Heldenreisen, das macht das Lesen spannend und kurzweilig. Das Ausmaß an Komplexität habe ich insgesamt als angenehm empfunden, die Figuren tragen keine bewussten Geheimnisse, an keiner Stelle sind die Wendungen überfordernd oder über die Maßen verwirrend, aber es ist alles auch nicht so schlicht und platt gestrickt, dass ich alle Plot-Strukturen erkenne und vorhersehen kann und als Leser meine Intelligenz beleidigt fände.

    Ein weiterer großer Pluspunkt in seiner Erzählweise sind nach meinem Eindruck Dekor und Ausstattung. Martin schildert uns mit Freude am Detail plastisch und lebendig die Kleider und Waffen, die Gebäude und Speisen. Das geschieht in derart anschaulicher und greifbarer Form, dass es eine echte Freude ist und uns bereitwillig eintauchen lässt in diese Welt.

    Demgegenüber sind die Figuren charakterlich eher mit dem groben Holzschnittmesser umrissen, wie das im Genre leider die Regel ist. Jede hat ihre Funktion in diesem Schachspiel, aber darauf bleiben sie auch begrenzt, sie wirken eindimensional und entwickeln sich nicht so richtig. Schnell kristallisiert sich, wer zu den Bösen zählt und wer zu den Guten: Hie die fiesen intriganten Lannisters, dort die zum Gähnen edelmütigen Starks. Zwischentöne sind selten.

    Wie in so vielen Fantasygeschichten sind es auch hier die wenigen ambivalenten Figuren, die den meisten Reiz ausströmen. Sansa etwa, die Tochter der Starks, eine Nervensäge, naive, treudoofe Tussi, die dennoch nicht dumm ist und viel zu spät erkennt, wie übel ihr mitgespielt wird. Da ist Entwicklung zu sehen, die spielt hoffentlich in weiteren Bänden noch eine Rolle. Oder Tyrion, das schwarze Schaf der Lannisters, kleinwüchsig und allerseits als Zwerg verachtet, aber clever, zynisch, wortgewaltig, der sich zu wehren gelernt hat gegen die Welt und sie dennoch zu genießen weiß und der im Grunde das Herz auf dem rechten Fleck hat.

    Die verschiedenen Perspektiven schaffen Vielfalt: Die junge Sansa beobachtet andere Dinge als der reife Ned. Aber stilistisch könnte man sich mehr Variabilität im Erzählen wünschen: Es gibt zwar sehr viele Perspektivträger, aber vom sprachlichen Duktus unterscheiden sie sich kaum, egal ob gerade Arya, die wilde kleine Tochter der Starks, erzählt, oder Tyrion, der Zyniker, Bruder der Königin. Einen spezifischen Tonfall im Erzählen findet leider keiner.

    Und es ist - bei aller Kurzweil und Spannung - schon eine arg männerlastige Welt, in der alle nur nach Macht gieren und legitime Erben wollen  und ihren Samen möglichst weit hinauf in die Welt zu tragen versuchen. Die Frauen sind zum Kinderaustragen da und zur Lustbefriedigung, die mit Eintritt der Geschlechtsreife legitim ist. Am Wildesten treiben es die Dothraki im Osten - da wird dann gleich auf der Tanzfläche vergewaltigt und der Rivale abgestochen. Das ist schon in sich stimmig, aber ich muss es nicht unbedingt haben, zumal mir irgendwie ein Gegengewicht fehlt, das die testosteronschwere Machowelt zumindest punktuell einbremst.

    Humor ist eher rar gesät (von den witzigen Einwendungen und Erwiderungen Tyrions mal abgesehen). Daher einen Extraapplaus für das Osterei, dass der fahrende Sänger im Mittelteil auf den Namen Marillion hört - die Progrocker aus Aylesbury wird es gefreut haben.

    Richtig gute phantastische Literatur sagt uns stets etwas über den Menschen, seine Natur, seine Verfasstheit, seine Abgründe oder sein Potenzial. Im 'Herrn der Ringe' kann man eine Fabel über die Freiheit lesen, die vom Totalitarismus bedroht wird, und ein Lob der gut britischen (gelegentlich exzentrischen) Individualität und Vielfalt. Die dystopischen Geschichten von Philip K. Dick oder George Orwell oder Margaret Atwood warnen uns vor dem, was wir als Gesellschaft riskieren, wenn wir nicht gegen die Bedrohungen unserer freiheitlichen Werte eintreten. Derartig Tiefschürfendes und zum Weiterspinnen Anregendes suchen wir hier vergebens. Auf der Metaebene sieht es bei George Martin eher leer aus - "A Game of Thrones" bietet packende Unterhaltung, über den Menschen an sich lernen wir nichts wirklich Neues.

    Im Ganzen bietet "A Game of Thrones" also eine spannende Mantel- und Degenunterhaltung für schlichte Gemüter, die sich richtig gut verschlingen lässt - schlüssig konstruiert und gebaut, nicht übermäßig innovativ und filigran gedacht, auch vom Personal her wären ein paar Fein- und Grautöne ganz wünschenswert gewesen.

  3. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404178117)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

    (1.346)
    Aktuelle Rezension von: Mikey

    „Die Tore der Welt“ ist die Fortsetzung von „Die Säulen der Erde“ und ca. 200 Jahre später am gleichen Ort, der Abtei und Stadt Kingsbridge, angesiedelt.

    Im Prinzip ist es auch fast ein neuer Aufguss der gleichen Geschichte, es geht wieder um Macht und Intrigen, Gewalt und Liebe. Auch begegnen uns die gleichen Charaktere (in anderen Personen). Es geht diesmal nicht um den Bau einer Kathetrale sondern einer Brücke, wir haben aber wieder den Verhinderer (hier der Prior Godwin), wir haben den von Ehrgeiz zerfressenen Gewaltmensch (Ralph, der Bruder des Baumeisters) und wir haben die vorerst unerfüllbare Liebesgeschichte zwischen Merthin (dem Baumeister) und Caris, einer für die Zeit wieder sehr eigenständigen und fortschrittlichen jungen Frau und späteren Mutter Oberin des Nonnenklosters.

    Diesmal haben wir aber auch einen (im Vorgänger - abgesehen vom Kathedralenbau - vermissten) roten Faden, der die Geschichte zusammenhält und erst am Schluss zur Auflösung kommt, nämlich ein Brief, den ein Ritter (Thomas) bei sich trug, als er von seinen Verfolgern bedrängt wurde, und den Merthin, der als Kind Zeuge wurde, vergraben hat. Ein Eid bindet ihn seitdem an Thomas, das Geheimnis zu wahren. Soviel zum Inhalt.

    Meine Kritik: Es ist unbestritten so, dass wir es mit einer der Gewalt zugeneigten Zeitepoche zu tun haben. Ich finde es darum auch in Ordnung, wenn Follett sich drastischer Schilderungen bedient. So möchte ich garnicht beanstanden, wie in anderen Rezensionen hier zu lesen, dass des öfteren bei der Schilderung von Sexszenen von deftigen Ausdrücken Gebrauch gemacht wird, auch Gewaltszenen dürfen durchaus dem Vorgang entsprechend geschildert werden, dass aber Follett es für notwendig erachtet, im Detail zu beschreiben, wie einem Menschen als Strafe bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird, ging mir zu weit und ich habe diese Zeilen übersprungen.

    Kritisieren muss ich auch, dass die Geschichte anfangs meines Erachtens nach nicht recht in Gang kam. Spannung hat sich erst später eingestellt. Auch die wieder sehr plakativen Figuren mag man monieren. Positiv gegenüber dem Vorgänger ist aber hervorzuheben, dass es nicht so ein Hin und Her gab in der Handlung, sondern ein Gesamtkonzept in der Geschichte erkennbar ist. Auch der Schreibstil ist wieder angenehm zu lesen und animiert zum Weiterlesen. Besonders gut hier, dass Follet in diesem Teil offensichtlich nicht ab dem letzten Viertel keine Lust mehr hatte und nur noch zu einem Ende kommen wollte. Auch die letzten Kapitel sind richtig ausgearbeitet und der Ausgang des Romanes überzeugend, wenn auch etwas zu pilcherhaft.

    Insgesamt wieder ein spannendes Buch und ich kann diesmal auch gern 4 Sterne vergeben.

  4. Cover des Buches Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter. (ISBN: 9783570167113)
    Christopher Paolini

    Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter.

    (3.062)
    Aktuelle Rezension von: Sina_Kapitelzauber

    Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter ist ein klassischer, stimmungsvoller Einstieg in eine große Fantasyreise. Die Geschichte beginnt bewusst ruhig und nimmt sich Zeit, Alagaësia, seine Völker und Magie verständlich aufzubauen. Besonders die Verbindung zwischen Eragon und Saphira trägt den Roman und verleiht ihm viel Herz und Tiefe.

    Natürlich erkennt man bekannte Motive der High Fantasy, doch sie werden mit genug eigener Atmosphäre erzählt, um neugierig zu machen. Mit jeder Seite wächst das Gefühl, Teil einer weitläufigen Welt zu sein, in der noch vieles verborgen liegt. Als Auftaktband überzeugt Eragon vor allem durch seine klare Erzählweise, das starke Mentor-Schüler-Motiv und das Versprechen eines großen Abenteuers, das gerade erst beginnt.

  5. Cover des Buches Lycidas (ISBN: 9783453320123)
    Christoph Marzi

    Lycidas

    (731)
    Aktuelle Rezension von: Ulis_Books

    Inhalt: Ein Waisenmädchen macht sich auf, um ein entführtes Kind zu finden, das angeblich die verschollene Erbin eines Elfenadels ist. Zusammen mit dem Alchemisten Wittgenstein, ihrer Freundin Aurora und dem Elfenbibliothekar Micklewhite steigt sie in die uralte Metropole hinab, einer mystischen und gefährlichen Welt unterhalb Londons. Dabei stößt sie auf den gefallenen Engel Lycidas, der sich an Kinderseelen labt - doch das wahre Böse ist ein ganz anderes.

    Meinung: Noch nie hat mich ein Buch so sehr fasziniert wie Lycidas. Es erzählt eine düstere, phantastische und in weiten Teilen auch unbarmherzige Geschichte, die selbst nach hunderten von Seiten nicht loslässt. Man muss das Buch mehrfach lesen, um alle 'Easter Eggs' zu finden, denn der Autor hat in seinen Figuren, mal mehr, mal weniger subtil Figuren aus Literatur, Film und Geschichte versteckt. Für die Fans besonders dicker Bücher extrem empfohlen!

  6. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783404189120)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

    (1.429)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Das Lächeln der Fortuna" ist Gablés erster Roman um die Familie Waringham, wenn auch zeitlich die Bücher "Teufelskrone" und "Drachenbanner" früher angesiedelt sind und m. E. daher zuerst gelesen werden sollten.

    Gablé nimmt sich viel Zeit für die einzelnen Charaktere. Die Hauptfigur - Robin of Waringham - ist uneingeschränkt  positiv dargestellt und wird über das ganze Buch hinweg eng durch Höhen und Tiefen begleitet. Ich war mit dem guten Ende für den Pferdenarren Robin mehr als zufrieden. 

  7. Cover des Buches Die Nebel von Avalon (ISBN: 9783898971072)
    Marion Zimmer Bradley

    Die Nebel von Avalon

    (1.295)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Die Nebel von Avalon" habe ich zum ersten Mal als Teenager gelesen. Dieser Roman hat mich dazu bewogen, mich mit den Kelten und ihrer Welt näher zu befassen. Auch weitere Artus-Romane bzw. Romanzyklen habe ich gelesen, aber nichts und niemand kam an Marion Zimmer Bradley heran. Inzwischen umfasst meine Sammlung an Romanen und Fachbüchern zu Kelten und der keltischen Mythologie einen guten Meter Regal - und wächst weiter.

  8. Cover des Buches Plötzlich Fee - Herbstnacht (ISBN: 9783453314467)
    Julie Kagawa

    Plötzlich Fee - Herbstnacht

    (1.375)
    Aktuelle Rezension von: Hazelmaus101

    Im dritten Band der Reihe muss sich Meghan neuen Herausforderungen stellen um das Nimmernie und damit ihre Feenfreunde retten zu können.
    Ich war bereits von den beiden vorangegangenen Bänden absolut begeistert und bin es auch dieses Mal. Das Buch ist mit viel Spannung, Liebe zum Detail und Witz geschrieben und ich habe jede einzelne Seite davon genossen. Es zieht einen richtig in den Bann und man befindet sich für viele Stunden in einer anderen Welt, genauer gesagt der Welt der Feen, Gremlins, Drachen und vielem mehr. Ich freue mich schon darauf, Bd. 4 zu lesen

  9. Cover des Buches A Clash of Kings (ISBN: 9780007465828)
    George R. R. Martin

    A Clash of Kings

    (286)
    Aktuelle Rezension von: Nicolai_Levin

    Wie man’s macht, ist’s verkehrt: Im zweiten Band der Westeros-Saga hat George Martin vieles von dem, was ich am ersten Band bemäkelt habe, besser gemacht, und ich bin immer noch nicht so restlos zufrieden …

    Worum geht’s? Nach dem Tod von König Robert Baratheon, regiert sein vermeintlicher Sohn Joff, der aber tatsächlich die Frucht der inzestuösen Beziehung von Königin Cersei mit ihrem Zwillingsbruder Jaime ist. Roberts Brüder Renly und Stannis erheben daher als legitime Erben Anspruch auf den Eisernen Thron, und die edelmütigen Starks ernennen den jungen Robb zum „König des Nordens“, zwar ohne Ambitionen darauf, alle Lande untertan zu machen, aber doch unabhängig und nicht bereit, das Knie vor den Lannisters zu beugen. Auch auf den Inseln im Westen erhebt sich der Lord zum König, während der letzte Spross der alten Dynastie, Daenerys, mit dem Klan ihres verstorbenen Mannes und drei Drachenbabys und einer ungewissen Zukunft durch die Wüsten des Ostens stolpert.

    Positiv ist schon mal anzumerken, dass einige der Figuren an Profil und Tiefe gewinnen, und ich weit weniger als im ersten Band das Gefühl hatte, stumpfe Schachfiguren hin- und hergeschoben zu sehen. Catelyn Stark hat mir gefallen und auch der Schmuggler Davos, der neu im Reigen der Perspektivträger ist. Im kleinwüchsigen Tyrion Lannister hat George Martin erkennbar seinen Lieblingscharakter geschaffen, der witzig, klug, genussvoll und doch edelmütig sein darf. Auch die spirituelle Seite seiner Welt ergründen wir dieses Mal etwas tiefer; die schamanisch anmutende Waldreligion alter Zeit, der etablierte „Septen“-Glaube, der sehr schön ausgeführt und lebendig geschildert ist, bis hin zu einem durchaus glaubhaften Kirchenlied. Und dann die rebellische monotheistische Religion um den Herrn  des Lichts, die Stannis aus Storm’s End mitbringt. Das fand ich unterhaltsam und richtig clever konzipiert und ausgeführt. Hier blitzt es mal auf, dass gute Fantasy uns eben mehr erzählt über den Menschen an sich als nur unterhaltendes Abenteuer. Schreibtheoretisch kann man sagen: Weltenbau machen und ökonomisch rüberbringen - das ist der fette Pluspunkt dieses Bandes.

    Dafür - ich geniere mich fast, es zu sagen - fand ich die abenteuerhafte Handlung zwischenrein einfach nur zäh zu lesen. An einigen Stellen ist die Szenerie unangenehm überfrachtet - im ersten Drittel werden reichlich Schlachtpläne und Kriegstaktiken erörtert, und alle möglichen Namen von potentiellen Verbündeten und Gegnern in den Raum geworfen, denen man noch nicht begegnet ist und die einen (also: mich) ziemlich verwirren. Dann erscheinen uns jede Menge extensiver Traumsequenzen - offen gestanden, nicht so meins. Auch die seitenlange Parade an Ehrungen nach der Schlacht von King’s Landing, wo jeder Hauptmann seine Erwähnung kriegt, fand ich ermüdend. Erst ab der Hälfte des Buches kommt Schwung in die Handlung, auch wenn einzelne Perspektiven schon vorher actionreiche Szenen bieten konnten. Und Seeschlachten sind leider in Büchern immer öd zu lesen, da fehlt einfach die visuelle Pracht der Drei- und Viermaster mit ihren prallen Segeln und den geschnitzten Steuerrädern und Galionsfiguren, die das in Filmen herausreißt.

    Eine wesentliche schreibtechnische Erkenntnis nehme ich von A Clash of Kings mit: Acht parallele Perspektiven mögen acht spannende und temporeiche Einzelgeschichten erzählen, wenn sich das nicht erkennbar einem gemeinschaftlichen Höhepunkt entgegenarbeitet, liest es sich bei aller Spannung im Detail in Summe doch mühsam und man hüpft eher unbefriedigt von Kapitel zu Kapitel. Das wird verschärft dadurch, dass die Handlung diesmal nicht nur von acht Perspektiven berichtet wird, sondern auch an acht unterschiedlichen Schauplätzen stattfindet, während sie sich im ersten Band wesentlich auf Winterfell und King’s Landing konzentrieren durfte. So kommt beim Lesen irgendwie der Eindruck auf, als habe man eine zerfledderte Sammlung von Abenteuergeschichten vor sich, die (zumindest in diesem Band) zu keinem Großen und Ganzen finden wollen.

  10. Cover des Buches Die Hüter der Rose (ISBN: 9783404189137)
    Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose

    (809)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Die Hüter der Rose" spielt von 1413 bis 1442 in der Zeit von Heinrich V. und Heinrich VI. Die Hauptperson ist Robins Sohn John of Waringham. 

    Mir hat der fast nahtlose Anschluss an "Das Lächeln der Fortuna" gefallen, quasi eine Fackelübergabe an die nächste Generation. Örtlich pendelt der Roman zwischen Frankreich und England hin und her. Die bekanntesten Ereignisse dieser Zeit (die Schlacht von Agincourt und die Geschehnisse rund um Jeanne d'Arc) werden geschickt eingeflochten. Zudem werden mit der Geburt der Zwillinge Julian und Blanche of Waringham die Grundlagen für den 3. Teil der Waringham-Saga gelegt. Ebenfalls eingeführt wird der Stammvater des späteren Königshauses der Tudor. "Die Hüter der Rose" ist wieder ein unterhaltsamer und lehrreicher Ausflug in die englische Geschichte.

  11. Cover des Buches Rabenschatten - Das Lied des Blutes (ISBN: 9783608949711)
    Anthony Ryan

    Rabenschatten - Das Lied des Blutes

    (373)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Das Setting, dass der Autor gewählt ist ungewöhnlich. Der Roman beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem Vaelin al Sorna - der Held dieser Geschichte - gefangen ist und über das Meer zu einem Zweikampf gebracht werden soll, an dem nur sein Tod stehen kann. Begleitet wird von einem Geschichtsschreiber der Kaiserreichs, der bereits ein Werk über den Krieg der Königslande gegen das Kaiserreich erstellt hat. Einem Krieg, in dem Vaelin die Hoffnung des (Kaiser-)Reichs tötete....

    Auf der Überfahrt beginnt Vaelin seine Geschichte zu erzählen und beginnt, wie er als Kind an den Mauern der Ordensburg des sechsten Ordens - einem Kriegerordern - abgegeben wird. Er erzählt von seinem Leben und seiner Ausbildung im Orden, von Freundschaft, Ehre und Pflicht und davon, wie die Kindheit, die Jugend in das Erwachsen sein übergeht und das Leben nicht einfacher, sondern komplizierter wird. Er berichtet, wie sich in den Intrigen seines Königs verfängt und endet schließlich ... aber das könnte ein Spoiler werden.

    Meinung:

    Eine gute Übersetzung. Der Stil ist flüssig, die Sprache bildhaft und die Welt wird dadurch lebendig und farbig. Die Charaktere sind vielschichtig und durchlaufen Entwicklungen. Der Leser erfährt viel von Vaelins Innensicht, von seinen Träumen und Ängsten, von den Konflikten, die in ihm toben.

    Auch wenn das Buch an manchen Stellen düster, brutal und blutig ist, sind die Kampfszenen und Schlachten wohltuend gering dosiert. Wer Schlachtengetümmel wie in der Uthred Saga, ist hier falsch. Magie taucht am Rande auf und wird (leider) nie wirklich erklärt. 

    Das Buch ist kein Pageturner, denn man schnell liest und vergisst. Es verlangt seine Zeit, obwohl der Spannungsborgen nie abbricht. Aber so ist das mit Fantasy Romanen, die mehr wollen, als nur eine abenteuerliche Geschichte erzählen.

    Kommen wir zu Kritik.
    Viele Ideen wirken nicht neu, sondern wie frisch aufpoliert. Ein Junge, der im Kriegerorden erzogen wird und Freunde findet. Immer wird eine nicht näher bezeichnete Rolle angesprochen, die er für das Königreich spielen wird (wieder ein goldenes Kind, das seine Bestimmung nicht kennt?). Das Lied des Blutes wird nicht wirklich erklärt, möglicherweise eine Form von Magie oder etwas ganz anderes. Ebenso taucht es nach mehr als der Hälfte des Buches unvermittelt auf, um dann nicht mehr zu verschwinden. Natürlich gibt es vorher Andeutungen, die aber nicht so wirken, als seien sie organisch im Text verankert - aber das ist meine Meinung.

    Das Ende... ich fand es nicht gelungen. Aber auch darüber kann man streiten. Mehr werde ich nicht sagen, um nichts vorweg zu nehmen.

    Fazit:

    Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht - trotz aller Kritik. Ich würde das Buch jedem ans Herz legen, der mehr sucht als den nächsten Tolkien Abklatsch oder ein nicht endwollendes Schlachtenepos.
    Am ehesten würde ich den Roman mit Joe Abercrombie vergleichen. Nicht so düster, mit weniger Humor. Aber von der Anlage her ähnlich.

  12. Cover des Buches Fallen Princess (ISBN: 9783736321489)
    Mona Kasten

    Fallen Princess

    (485)
    Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlog

    Normalerweise lese ich eher weniger Bücher aus dem Jugendbuch-Romance-Bereich, da diese nicht ganz meinen Vorlieben entspricht. Dennoch hat mich der Klappentext sehr angesprochen, sodass ich doch einen Blick in das Buch werfen musste.


    Auf den ersten Seiten lernen wir unsere Protagonistin kennen und erfahren mehr über ihr Umfeld und wie se aufgewachsen ist.

    Der Plan ihrer Mutter sieht es deutlich vor, dass sie in ihre Fußstapfen treten soll, was zudem ein hohes Maß an Disziplin und Ehrgeiz erfordert, aber manchmal auch gewisse Bürden auferlegt. Als jedoch ihre Magie erwacht, stellt sich ihr ganzes Leben auf den Kopf und von nun an muss sie entscheiden, wer auf ihrer Seite steht oder wer sich eventuell gegen sie gewendet hat.


    Was mir hier deutlich gefallen hat, war die Veränderung der Protagonistin selbst. Als ich sie zu Beginn kennengelernt habe, war sie enorm rücksichtslos, selbstverliebt und einfach unausstehlich. Oder um es kurz zu machen: eine ziemliche Zimtzicke. Mit voranschreiten der Geschichte wurde sie immer wieder mit ihrem Wesen konfrontiert und hat sich immer mehr zu einer liebevolleren Person entwickelt, die auch für ihre Mitmenschen einsteht.


    Wie es bei diesem Genre anscheinend so üblich ist, gab es auch einige spicy Szenen. Ich persönlich kann sehr gut darauf verzichten. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin nicht prüde, doch gerade, wenn die Hauptpersonen noch minderjährig sind, hinterlässt es bei mir einen sehr seltsamen Beigeschmack...


    Die Geschichte selbst war recht anschaulich dargelegt und ich fand die hier angesprochenen Themen wirklich spannend. Da gibt es zum einen die verschiedenen Häuser, deren Schüler, Stundenpläne und Einrichtungen unterschiedlich aufgebaut sind. Die Geheimnisse, Schattenseiten und dunkleren Zusammenkünfte und auch die Mordfälle, die es hier aufzuklären gilt.

    Genau das ist es, was aus dem Buch so hervorgestochen hat und was definitiv Lust auf mehr macht, da es eben nicht langweilig oder 0815 ist.

  13. Cover des Buches Talon – Drachenherz (ISBN: 9783453322547)
    Julie Kagawa

    Talon – Drachenherz

    (470)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Nachdem ich Band eins so schnell und gern verschlungen habe, musste ich natürlich direkt Band zwei hinterherschießen. Es empfiehlt sich nicht nur in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um wirklich alles zu verstehen, sollte man diese zwingend beibehalten. 

    Die Handlung schließt sich nahtlos an und es ist ab Seite eins spannend und geladen. Die Handlung lässt in diesem Band kaum Pause zum Atmen. Gerade, wenn man denkt, dass es jetzt ruhiger wird, passiert wieder etwas und man ist erneut unter Strom. Tatsächlich wird es aber nicht langweilig, so dass ich sagen kann, das Band zwei dem Vorgänger da in nichts nachsteht. 

    Ember, unsere weibliche Protagonistin ist weiterhin interessant. Ich finde sie immernoch sympathisch, weil sie auch mal über den Tellerrand hinwegblickt. Dann ist ihre Empathie unglaublich schön, ebenso, wie ihre innere Zerrissenheit bezüglich der drei Männer in ihren Leben. Allerdings zeigt dieser Band auch, wie impulsiv und chaotisch sie sein kann, da sie manchmal dann doch nicht richtig nachdenkt. Das konnte stören, war aber passend zur Story. 

    Garret, der Soldat ist dafür der ruhige und besonnene Typ, der jedoch mindestens genauso sympathisch ist. Er ist der coole, loyale Typ, der sich in seiner Weltanschauung einmal gedreht hat und jetzt versucht damit klar zukommen, dass er Jahre lang belogen wurde und als Killer ausgebildet wurde, ohne Dinge zu hinterfragen. Dann sind da noch seine Gefühle für Ember, die ihn ebenfalls noch straucheln lassen, wobei er klar zu ihnen steht. Einfach schön zu lesen! 

    Dann haben wir noch Riley. Der andere Mann in Embers Leben, zu welchem sie sich hingezogen fühlt. Ein Feind von Garret und definitiv einer, der selbst eine Vergangenheit hat, die er gerne löschen wollen würde. Wahrscheinlich ist das auch mit einer der Gründe, weshalb er Garret so hasst. Verständlich, aber an vielen Stellen leider etwas überzogen. Das hat mir den Flow ein wenig versaut. Dreiecksgeschichten sind halt schwierig.

    Die Geschichte wird diesmal aus den Sichten von Ember, Garret, Riley und Dante geschildert. Jeweils für ihren Teil spannend und gute erzählt. Es bringt nochmehr Dynamik in die Story. Man kann außerdem gut nachvollziehen warum die einzelnen Charaktere so handeln und es steigert die Spannung sehr. Der Schreibstil ist hinzukommend flüssig und sehr bildhaft. Ich kann mir die Bücher sehr gut als Film vorstellen. 

    Insgesamt fand ich das Buch wieder sehr sehr gut, allerdings hat mich dieses Liebesdreieck leider doch etwas gestört, da insbesondere in Rileys Kapiteln sehr viel Augenmerk darauf gelegt wird, wenn wir nicht gerade seine Vergangenheit sehen. Dennoch war die Story wunderbar und spannend. Es hat mehr Einblicke in Talon gegeben und ich würde mehr als gerne weiterlesen, habe nur die Folgebände leider nicht. 

    Auch hier kann ich eine riesige Leseempfehlung aussprechen 🎰

  14. Cover des Buches Der Prinz der Elfen (ISBN: 9783570312803)
    Holly Black

    Der Prinz der Elfen

    (262)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Bei diesem Roman war ich sehr skeptisch, denn das Cover konnte mich nicht wirklich überzeugen. Von daher habe ich mit sehr wenig Erwartung mit dem Lesen begonnen.

    Doch ich wurde positiv überrascht.

    Denn die Schreibweise ist flüssig und nachdem man mit dem Lesen begonnen hat, ist man schon gleich zu Beginn gefesselt.

    Denn es ist spannend und interessant geschrieben, so dass man es kaum aus der Hand legen kann.

  15. Cover des Buches The Book of Life - Das Buch der Nacht (ISBN: 9783764533366)
    Deborah Harkness

    The Book of Life - Das Buch der Nacht

    (338)
    Aktuelle Rezension von: Simply_Another_Bookaholic

    Nach ihrer gefährlichen Zeitreise ins London der elisabethanischen Ära kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont in die Gegenwart zurück. Doch anstatt zur Ruhe zu kommen, werden sie sofort mit neuen Gefahren und alten Feinden konfrontiert. In Sept-Tours, dem Stammsitz von Matthews Familie, finden sie zwar Verbündete und vertraute Gesichter wieder, müssen jedoch auch einen schmerzhaften Verlust verkraften, der vor allem Diana tief erschüttert.

    Während im Hintergrund dunkle Mächte agieren, schafft es Autorin Deborah Harkness es immer deutlicher zu machen, dass das Rätsel um das geheimnisvolle Manuskript Ashmole 782 noch längst nicht vollständig gelöst ist. Um die Zukunft der magischen Welt zu sichern, müssen Diana und Matthew die fehlenden Seiten finden und deren wahre Bedeutung entschlüsseln. Dabei geraten sie in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen, Machtkämpfen und uralten Geheimnissen.

    Ich habe "The Book of Life" als emotionalen Band erlebt. Die Handlung ist spannend, vielschichtig und bringt zahlreiche Entwicklungen mit sich. Besonders gefallen hat mir, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwoben und viele Fragen endlich klarer werden.

    Die Charakterentwicklung von Diana und Matthew wirkt authentisch und tiefgehend, ihre Beziehung gewinnt spürbar an Reife. Gleichzeitig bleibt die Geschichte voller Dynamik, Magie und überraschender Wendungen. 

    Für mich ist dieses Buch ein starkes Bindeglied innerhalb der Reihe, das neugierig auf alles macht, was noch folgen wird.

  16. Cover des Buches Das Spiel der Könige (ISBN: 9783404189144)
    Rebecca Gablé

    Das Spiel der Könige

    (670)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    Das Spiel der Könige spielt nach dem 100jährigen Krieg in der Zeit der Rosenkriege von der ersten Schlacht von St. Albans 1455 bis zur Schlacht von Bosworth 1485. Die Hauptpersonen sind die Zwillinge Julian und Blanche of Waringham, Kinder von John of Waringham. 

    Die Einführung der dritten Generation erfolgte bereits im Vorgänger-Band "Die Hüter der Rose". "Das Spiel der Könige" beginnt mit dem Tod von John of Waringham, dessen Geschichte damit zuende ist. Personentechnisch wird es langsam unübersichtlich, denn die Königshäuser Lancaster und York mit ihren weitverzweigten Verwandschaftsverhältnissen stehen hier im Mittelpunkt. Dass viele Personen die gleichen Vornamen tragen, macht die Sache nicht einfacher. Hilfreich ist daher der Stammbaum der Hauptpersonen im Schutzumschlag (gebundene Fassung) sowie die vorangestellte Liste der handelnden Personen, damit man überhaupt noch mitkommt. Die Geschichte von Blanche wirkte für mich leider arg konstruiert und brachte m. E. den Hauptplot kaum weiter. Deshalb einen Stern Abzug.

  17. Cover des Buches Talon - Drachenzeit (ISBN: 9783453321755)
    Julie Kagawa

    Talon - Drachenzeit

    (774)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Ember und ihr Bruder Dante sind Drachen, die zu Organisation Talon gehören. Bevor sie vollwertige Mitglieder werden, müssen sie ihre Ausbildung abschließen. Ihre Aufgabe: Einen Sommer lang unter Menschen leben, sich anpassen und dabei nicht auffallen. Insbesondere der Heilige Georgsorden, die Todfeinde der Drachen, dürfen nichts von ihrem Aufenthalt in der auserwählten Kleinstadt erfahren. Doch Ember will eigentlich auch nur surfen und ihre Freiheit genießen. Schwierig, da Talon anderes im Sinn hat und dann ist da auch noch Garret, der hübsche Kerl. Ember fühlt sich sehr zu ihm hingezogen, doch Garret ist eigentlich ein Mitglied des Ordens...

    Unverständlichereweise habe ich dieses Buch lange auf meinem Stapel gehabt. Wahrscheinlich, weil mir Plötzlich Fee nur mittelgut gefallen hat. Aber das mir der Auftakt der Reihe so gut gefallen würde, habe ich anfangs nicht gedacht! 

    Ember ist eine echt coole Protagonistin. Sie ist ehrgeizig, schlau und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Sie hinterfragt sämtliche Autoritätspersonen, allerdings wirkt sie nicht aufmüpfig, sondern eher kritisch. Es ist interessant zu lesen, wie sie Talon hinterfragt und dabei ihr Leben projiziert. Neben der schwierigen Situation mit der Organisation und ihrem Bruder, welcher Talon verfallen ist, versucht sie dennoch ein Gleichgewicht zu finden. Sie ist auf der Suche nach sich selbst und dabei will sie nuemanden schaden. Ihre Freundlichkeit und auch ihr Mut fand ich erfrischend und einfach großartig. 

    Dann ist da noch Garret, der Ordenskrieger, dessen oberste Priorität es ist die Drachen der Talon-Organisation auszuschalten. Er lebt für seine Überzeugung und setzt alles daran, die Ziele auszuschalten. Doch auch er gerät ins Wanken, als er auf Ember trifft. Sie ist das vermeintliche Zielobjekt, wo es gilt herauszufinden, ob sie ein Drache ist, doch er verliebt sich in ihre sympathische und starke Art und kann sich nicht vorstellen, dass sie einer ist. Und selbst wenn, sie kann kein teuflisches Wesen sein, er beginnt zu zweifeln und ist innerlich zerrissen. Seine Gedanken und Handlungen konnte ich ebenfalls durchweg nachvollziehen. Die Verbindung zu Ember fand ich realistisch dargestellt und das Knistern zwischen den beiden hat seine Wirkung beim Lesen nicht verfehlt. 

    Dann gibt es noch Riley, den Einzelgänger und Dante, Embers Bruder. Auch die beiden sind unglaublich gut ausgearbeitet und realistisch. Direkt sympathisch sind sie mir nicht, wobei ich Dante am Anfang schon mehr mochte... Generell sind die Charaktere gut getroffen. 

    Das Setting und die Drachen sind ebenfalls bildhaft dargestellt. Man kann sich beim Lesen genau vorstellen, was passiert. Insbesondere, da gutes Augenmerk auf Talon und den Orden gerichtet wird. Man lernt auch Mitglieder beider Organisationen kennen und kommt nicht umhin, sie sympathisch oder furchtbar zu finden. Vermitteln beide ein wenig den Eindruck einer Sekte. 

    Die Handlung hat flott begonnen und hat sich gut gesteigert. Es werden sämtliche Emotionen von Heimeligkeit, Wut, Trauer, Liebe, Freundschaft bishin zu Loyalität beleuchtet. Der Schreibstil ist angenehm und man sprintet nur so durch die Geschichte. 

    Es ist unglaublich fies, wie Band eins aufhört. Man ist mittendrin in den Geheimnissen von Talon und dem Orden und es ist klar, dass es ab Band zwei noch gefährlicher wird. Ich kann es also kaum erwarten Band zwei zu lesen.

    Es überrascht nicht, dass ich hier eine Leseempfehlung für Fantasyliebhaber ausspreche, die gegen etwas Romance nichts einzuwenden haben 🐲

  18. Cover des Buches Der Heckenritter von Westeros (ISBN: 9783764533571)
    George R. R. Martin

    Der Heckenritter von Westeros

    (304)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Drei Kurzromane in einem Band, wobei eigentlich ist es eine durchgängige Geschichte.

    Es geht um den Heckenritter Duck, der keine große Kampferfahrung hat, und das merkt man auch. Für mich ein Buch ohne Spannung und an einigen Stellen zäh zum lesen und eigentlich hat der Heckenritter keinen einzigen Kampf gewonnen.


    Hab mir eigentlich etwas mehr von diesem Buch versprochen. 


    Ein Jahrhundert vor »Das Lied von Eis und Feuer« nimmt ein Knappe namens Dunk das Schwert seines verstorbenen Herren an sich. Er will an einem Turnier teilnehmen, um selbst Ritter zu werden. Doch »Ser Duncan« hat noch viel zu lernen über die Welt der Edlen und Mächtigen der Sieben Königslande. Beim Versuch, einen Platz in einem Turnier zu ergattern, macht er sich bald ebenso viele Feinde wie Freunde. Zum Glück steht Dunk sein tapferer kahlköpfiger Knappe Ei zur Seite – und die Abenteuer der beiden führen die liebenswürdigen Helden vom Thron der Targaryen bis quer durch ganz Westeros.

  19. Cover des Buches Don Quijote von der Mancha Teil I und II (ISBN: 9783423144698)
    Miguel de Cervantes Saavedra

    Don Quijote von der Mancha Teil I und II

    (177)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Von allen Büchern die ich bisher gelesen habe, hat mir keines soviel Freude bereitet wie die Abenteuer dieses Ritters. 

    Ich habe zwar keine andere Übersetzung als die von Susanne Lange gelesen, aber ich muss sagen dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine bessere Übersetzung existiert. 

    So unendlich herrlich liest sich dieser Roman, mit der Liebe zu ihren Charakteren und Abenteuern. 

    Manchmal verliert sich Cervantes, bzw Don Quijote selbst in seinem Wahn und Szenen ziehen sich schier unendlich in die Länge. Trotz dieser Tatsache liebe ich diesen Roman dennoch wie kein anderes Buch und vergebe hiermit die höchste Punktzahl. 

    Don Quijote auf immer und ewig!

  20. Cover des Buches Brave – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit (ISBN: 9783453319776)
    Jennifer L. Armentrout

    Brave – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit

    (301)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Ich habe diese Reihe einfach geliebt! Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Mischung aus Romantik, Spannung und den düsteren Elementen ist einfach perfekt, und die Charaktere sind tiefgründig und packend. Ein guter Abschluss auch wenn es noch zwei weitere Teile gibt, welche ich nur entdeckt habe, weil ich die ersten drei Teile bewertet habe :-)

  21. Cover des Buches DOORS X - Dämmerung (ISBN: 9783426523872)
    Markus Heitz

    DOORS X - Dämmerung

    (145)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Kann man in einem Haus verschwinden? Die Spuren von Anna-Lena van Dam führen zwar eindeutig hinein in die seit Jahrzehnten leer stehende Villa ihres Urgroßvaters – aber nicht wieder heraus. Ihr Vater vermutet sie in einem geheimen Höhlensystem unter dem Haus und schickt ein Geo-Expertenteam aus, um seine Tochter zu suchen. Eine mysteriöse, mit einem X gekennzeichnete Tür stößt das Team um den Ex-Soldaten Viktor von Troneg unerwartet in die eigenen Albträume. Wie besiegt man die eigenen Dämonen? Im unterirdischen Reich existiert zudem noch viel mehr, das nicht von dieser Welt ist. Und der einzige Fluchtweg führt in eine bedrohliche Zukunftsvision ...

    Der Schreibstil ist einigermassen ok, zumindest viel besser als bei Doors ?. Im Vergleich zu dem Buch gibt es hier auch viel mehr Hintergrundinformationen und Erklärungen. Spannung wird einigermassen aufgebaut und gehalten. Teilweise sind die Sätze und Unterhaltungen aber recht platt.

    Die Charaktere bleiben das ganze Buch über eher unnahbar, man erfährt zwar einiges über die Vergangenheit der Personen, aber ansonsten bleiben sie etwas blass.

    Die Story ist recht krude, für mich doch etwas zu überdreht. Ein wirklicher roter Faden kann ich auch kaum erkennen. Im Vergleich zu «Kolonie» erfährt man hier aber viel mehr über die Türen, ihren Ursprung und die Gegner unseres Teams.

    Spezielle, wirre Geschichte, ganz ok, aber nicht mehr.

  22. Cover des Buches Talon - Drachennacht (ISBN: 9783453322790)
    Julie Kagawa

    Talon - Drachennacht

    (279)
    Aktuelle Rezension von: Chillysbuchwelt

    Natürlich bin ich auch ein großer Fan vom Cover des dritten Bandes – sie sind einfach alle so wunderschön!

    Nach dem Ende des zweiten Bandes war ich froh, direkt mit dem nächsten Teil weitermachen zu können.
    Der dritte Band beginnt gleich emotional und zieht einen sofort wieder in diese gefährliche, faszinierende Welt voller Drachen, Geheimorden und dunkler Machenschaften hinein.
    Julie Kagawas Stil ist wie immer angenehm – ich war sofort wieder mittendrin und hatte einen hervorragenden Lesefluss.

    Das Love Triangle... puh.
    Ja, es ist wieder da – und für meinen Geschmack leider etwas zu präsent. 😅
    Ich bin einfach kein Fan von Dreiecksbeziehungen, und hier hat es mich zunehmend gestört.
    ABER: Die restliche Handlung war dafür umso spannender!

    Ember bleibt eine besondere Figur.
    Man merkt immer mehr, dass sie anders ist – und ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch einiges hintersteckt.
    Ihre Entwicklung geht weiter, und auch wenn ich nicht jede Entscheidung gutheiße, finde ich sie insgesamt immer noch stark und authentisch.
    Garret hat mich dieses Mal besonders berührt.
    Seine Erinnerungen an die Kindheit, sein Weg zum Orden und die Einblicke in seine Ausbildung waren nicht nur krass, sondern auch unglaublich aufschlussreich.
    Man versteht ihn dadurch noch besser – und gleichzeitig erfahren wir mehr über den Orden, was ich richtig spannend fand!
    Riley bleibt für mich ein schwieriger Charakter.
    Ich werde mit ihm nicht so ganz warm, auch wenn ich das, was er im Untergrund auf die Beine gestellt hat, wirklich beeindruckend finde.
    Dante sorgt wieder für Gänsehaut.
    Durch ihn bekommen wir noch tiefere Einblicke in Talon – und wow, das, was da ans Licht kommt, ist echt heftig.
    Einige Stellen waren wirklich erschreckend.

    Geheimnisse, Enthüllungen und ein Ende, das mich sprachlos zurückgelassen hat.
    Die letzten Kapitel hatten es nochmal richtig in sich – WOW!
    Zum Glück wartet Band 4 schon im Regal, denn ich muss wissen, wie es weitergeht! 🐉❤️📖

  23. Cover des Buches Die Spur der Hebamme (ISBN: 9783828997073)
    Sabine Ebert

    Die Spur der Hebamme

    (430)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Klappentext (Zitat):

    "Sachsen im Jahre 1173: Die Hebamme Marthe und ihr Mann, der Ritter Christian, könnten mit ihrem Leben glücklich sein, doch da erreicht sie eine schlimme Nachricht: Randolf, Christians ärgster Feind, ist aus dem Heiligen Land zurückgekehrt. Und damit nicht genug: Eines Tages taucht im Dorf jener fanatische Beichtvater auf, dem Marthe und ihre Fähigkeit, die Menschen zu heilen, schon lange ein Dorn im Auge sind. Nur zu gern ergreift er die Gelegenheit, die Hebamme zu denunzieren. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen, doch zu spät: Marthe muss sich wegen Hexerei vor einem Kirchengericht verantworten …"

    Meine persönliche Meinung:

    Der zweite Band der Reihe schliesst sich inhaltsmäßig unmittelbar an das Geschehen des ersten Bandes an. Man trifft auf die bekannten Figuren - und auch auf zusätzliche Personen. Die Protagonisten sind vielfältigen Gefahren und Qualen ausgesetzt bevor das Finale den Leser auf den kommenden Band vorbereitet.

    Wieder hat die Autorin die Handlung mit der aus der Reihe "Schwert und Krone" verknüpft. Das hat für Leser die diese Reihe schon gelesen haben einen angenehmen Wiedererkennungseffekt. Andererseits kommt es dadurch zu Wiederholungen bereits bekannter Ereignisse. Diese Wiederholungen waren sicher unvermeidlich, haben mich aber dennoch gestört. Ich habe da schnell nur "darübergelesen"....!

    Ansonsten hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf Band 3.

  24. Cover des Buches Das zweite Königreich (ISBN: 9783404178834)
    Rebecca Gablé

    Das zweite Königreich

    (616)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    England 1064. Der junge Caedmon wird bei einem Piratenüberfall schwer verletzt, ja sogar zum Krüppel. Sein Vater schiebt ihn ab in das Normannische Reich an Herzog Williams Hof. Es ist die Heimat seiner Mutter und Caedmon wird unter die Obhut des Herzogs gestellt. Er wird ein wichtiger Berater und nach vielen Eroberungen und der Krönung von William zum König bereist er nach vielen Jahren wieder seine Heimat. Doch es hat sich dort sehr verändert. Caedmon hat seinem König den Eid geschworen, ist sein Vermittler und gerät heftig zwischen die Fronten und die Allianzen der Könige. Er muss turbulente, gefährliche und schreckliche Zeiten überstehen. Sein Leben ist eine Gradwanderung und führt ihn oft sehr nahe am Abgrund vorbei. Es ist nicht leicht, er muss sich verstellen, lügen, vermitteln und stets seine eigene Wahrheit in Gedanken nicht aus den Augen verlieren. Wird er sein Schicksal meistern?

    Eine epochale Geschichte die fundiert und vielschichtig von diversen Kriegen, Überfällen, Allianzen, Plänen und der turbulenten damaligen Zeit erzählt. Wenn auch teils mit Längen behaftet und manchmal etwas undurchsichtig, aufgrund der unglaublich vielen Namen und Protagonisten. Aber es ist eine durchaus lesenswerte Geschichte, die fesselt und gut unterhält.

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