Bücher mit dem Tag "rittersporn"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rittersporn" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Der letzte Wunsch (ISBN: 9783423262644)
    Andrzej Sapkowski

    Der letzte Wunsch

     (671)
    Aktuelle Rezension von: KerstinR

    Der Hexer – der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski

    Viele kennen die Spiele und sicher genauso viele die Netflix Serie von The Witcher.
    Ich habe das Spiel nie selbst gespielt, aber habe stunden damit verbracht meinem Mann dabei zuzuschauen. Die Serie Staffel 1 & 2 haben wir weg gesuchtet. Da war es doch klar, dass ich mir die Bücher kaufe.

    Der letzte Wunsch ist der erste von drei teilen der Vorgeschichte von der Hexer, also von Gerald. Wer die Staffeln gesehen hat, wird hier nicht all zu viel Neues entdecken, außer das manche Dinge ganz anders sind wie in der Serie.
    Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, er hat mich immer wieder an die Seiten gefesselt.

    Ich kann nur jeden raten, der das Spiel und/-oder die Serie liebt, sich die Bücher zu gönnen. So könnt ihr noch ein bisschen tiefer in die großartige Welt des Autoren eintauchen.

  2. Cover des Buches Das Erbe der Elfen (ISBN: 9783423262446)
    Andrzej Sapkowski

    Das Erbe der Elfen

     (447)
    Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlog
    In diesem ersten Band der Witcher-Saga geht es größtenteils um Ciri und ihre Ausbildung und Entwicklung. Es beginnt damit, welche harten Prüfungen sie in Kaer Morhen durchlebt, den beschwerlichen Weg zu Nenneke und die Ausbildung unter Yennefers Anleitung dort. Da der Krieg um sie herum andauert und jeder erkennt, welche (politische) Macht sie in sich trägt, wird sie schon bald zur meistgesuchten Person. Die Geschichte ist nicht so aufgebaut, dass alles ganz klein chronologisch erzählt wird. Es sind viel mehr verschiedene Szenen die beschrieben werden, wo mitunter ein paar kleinere Zeitsprünge dazwischen sind, was aber nicht weiter stört und dem Ganzen das Gewisse Etwas verleiht. Dennoch muss man sowas mögen. Zwischendurch gibt es immer wieder Andeutungen in die Vergangenheit. Darunter auch auf die Vorgeschichte, weswegen man diese unbedingt gelesen haben sollte. Manches bleibt aber noch ungeklärt und lässt sich zu dem Zeitpunkt nur erahnen. Was die anderen Charaktere und die Beziehungsgebilde anbelangt… Rittersporn ist nach wie vor einer meiner persönlichen Helden. Was die beiden Zauberinnen Yennefer und Triss anbelangt – ich mag die so gar nicht. Triss ist unglaublich zickig und wie ein pubertäres Mädchen und Yennfer kommt mir sehr grob vor. Fehlt nur noch die Peitsche, um die anderen anzutreiben und das Bild wäre perfekt.
  3. Cover des Buches Die Zeit der Verachtung (ISBN: 9783423262453)
    Andrzej Sapkowski

    Die Zeit der Verachtung

     (254)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    „Die Zeit der Verachtung“ ist der zweite Band der Hexer-Saga, wenn man die beiden Bücher mit den Vorgeschichten mitzählt, ist es der vierte Band in der Welt von Geralt von Riva. Nachdem ich die anderen Bücher schon bewertet habe, ist es gar nicht so leicht, auch hier eine Review zu schreiben, da ich ja schon das Wichtigste geschrieben habe. Ich liebe den Schreibstil des polnischen Autors und ich konnte gar nicht mitzählen, wie oft ich auch in diesem Werk schmunzeln musste. Die Gedankengänge und Sprüche des Hexers sind einfach Hammer, aber auch Rittersporn steht in nichts nach. Was mir besonders gefällt ist die Tatsache, dass auch immer tiefer gehende Gedanken und Dialoge miteingeflochten werden, so dass mich die Story schon des Öfteren zum Nachdenken gebracht hat. Etwas ist allerdings wirklich anders in „Die Zeit der Verachtung“, zumindest, was mich betrifft: Hat mich in den Vorgeschichten und in „Das Erbe der Elfen“ hauptsächlich der Werdegang von Geralt von Riva interessiert, wurde hier in „Zeit der Verachtung“ Ciri für mich zum Mittelpunkt. Es hat mich richtig gefesselt, wie es mit ihr weiter geht und der Spannungsbogen war während des kompletten Buches extrem hoch, vor allem auch im letzten Drittel.

    Fazit:

    Für mich eine absolut gelungene Fortsetzung zu „Das Erbe der Elfen“. Ich freue mich jetzt sehr darauf, Geralt und Ciri in „Feuertaufe“ weiterhin begleiten zu dürfen.

  4. Cover des Buches Das Schwert der Vorsehung (ISBN: 9783423262651)
    Andrzej Sapkowski

    Das Schwert der Vorsehung

     (360)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    „Das Schwert der Vorsehung“ ist der 2. Band der Vorgeschichte von dem sagenumwobenen Hexer Geralt von Riva, auch, wenn er in vielen Büchershops als Teil 3 betitelt wird. Im Moment kennt wohl jeder Netflix-Abonnent diese Saga, zumindest die Werbung davon. Und nachdem ich von der Serie absolut begeistert bin und die ersten 2 Staffeln weggesuchtet habe, beschloss ich, die Buchreihe zu lesen.

    Der Schreibstil ist konform mit dem des 1. Bandes „Der letzte Wunsch“. Es ist einfach herrlich sarkastisch geschrieben und ist gespickt mit Ironie. Die Kurzgeschichten, in denen man Geralt besser kennenlernt als in der Serie, sind unterhaltsam, teilweise witzig, teilweise aber auch nachdenklich stimmend. Besonders die Story mit den Meeresbewohnern hat es mir angetan. Aber Vorsicht: Die Bücher sind NICHT identisch mit der Serie! Vor allem, wenn es um Ciri geht, wird dies mehr als deutlich! Die Werke von dem polnischen Autor Andrzej Sapkowski sind lediglich Vorlage zur Serie, es wurde aber viel abgewandelt und die Bücher sind KEINE Drehbücher. Ich finde es schade, wenn durch diesen Irrtum schlechte Rezensionen entstehen, denn die Werke sind einfach fantastisch und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich mag es sehr, wie die Charaktere gezeichnet sind. Der Sarkasmus von Geralt ist einfach wunderbar eingeflochten, Rittersporn ist herzerfrischend und nur Yennefer hat nicht nur einmal mit ihrer überheblichen Art genervt. Aber das hat sie schon in der Netflix-Variante mehr als einmal 😉

    Fazit:

    Absolut empfehlenswert für alle Fantasy-Freunde, die sich vom Gedanken frei machen, hier eine 1:1 Kopie zur Serie zu finden. Ich freue mich jedenfalls jetzt sehr auf den 1. Teil der „Hauptgeschichte“, die da heißt: „Das Erbe der Elfen“.

  5. Cover des Buches Zeit des Sturms (ISBN: 9783423262668)
    Andrzej Sapkowski

    Zeit des Sturms

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Booktipps

    Erstmal vorab - für schwache Nerven ist das nichts - die Liebe zum Detail lebt der Autor auch in sämtlichen blutigen Kampfszenen voll aus.

    Wo wir schon beim Thema sind. In diesem Teil begleiten wir den raubeinigen Geralt von Rivia auf einem klassischen Hexerabenteuer das alle geliebten Charakterzüge der Geschichte in vollen Zügen darstellt. Es gibt Liebschaften mit einer arroganten Zauberin, gefährliche Situationen auf der Monsterjagd und mein persönlicher Lieblingsbarde Rittersporn steht Geralt in größter Not wie immer zur Seite.

    Es beginnt mit einem Auftrag der Zauberergilde von Rissberg bei dem sich schnell herausstellt, dass hier mehr dahintersteckt als zuerst vermutet - zu allem Übel muss Geralt dieses Mal ohne seine geliebten Schwerter auskommen, da ihm diese schon zu Beginn der Geschichte gestohlen werden. Neben der Hauptstory bekommen wir zusätzlich noch über kleine Zeitverschiebungen im Storytelling sowie Rückblicke einen tieferen Einblick in das Geschehen.

    Wieder ein voller Erfolg und der trockene Humor bringt das Buch nochmal besonders zum glänzen

    5/5 🐍🐍🐍🐍🐍

  6. Cover des Buches Feuertaufe (ISBN: 9783423262484)
    Andrzej Sapkowski

    Feuertaufe

     (204)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    „Feuertaufe“ ist der fünfte Band der Hexer-Saga um Geralt von Riva. Seitdem Netflix die Serie um diesen Hexer ausstrahlt, ist ein richtiger Hype um die Geschichte entstanden und nachdem ich nicht warten kann, bis die 3. Staffel erscheint, habe ich mich entschieden, die Buchreihe zu lesen. Und meiner Meinung stehen die Schriftstücke der Serie in nichts nach. Ganz im Gegenteil, ich liebe die Sprüche von Geralt, Rittersporn und manch anderem Gefährten der beiden. In diesem Teil begleitet der Leser hauptsächlich Geralt von Riva. Ciri und Yennefer treten diesmal etwas in den Hintergrund und dafür treffen wir auf ein paar neue interessante Charaktere. Besonders Milva und Regis sind tolle neue Weggefährten, aber auch die Entwicklung von Cahir hat mich schwer beeindruckt und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Der Schreibstil ist im Grunde genauso wie die ersten vier Bände, allerdings gibt es im letzten Drittel eine Neuerung: Hier ist die Story wie eine Erzählung dargestellt... als wenn jemand am Lagerfeuer sitzen würde und von den Legenden längst vergangener Zeiten erzählt. Mir hat diese Art sehr gut gefallen und ich hoffe, davon kommt in den nächsten Bänden noch mehr. Das gibt der ganzen Geschichte noch mehr Mystisches. Einziges Manko, aber das ist wirklich jammern auf hohem Niveau: Die Kapitel sind recht lang gehalten, meistens über 40 Seiten lang. Ich liebe kurze Kapitel/Abschnitte, da man dann auch mal zwischendurch schnell lesen kann und das ist mir hier nicht möglich, da ich immer komplette Kapitel lese. Aber wie gesagt, das tut dem Lesevergnügen absolut keinen Abbruch.

    Fazit:

    Für mich bisher der beste Band der Reihe! Wer ausblendet, dass in den Büchern nicht alles 1:1 mit der Netflix-Serie übereinstimmt, wird die komplette Hexer-Saga lieben.

  7. Cover des Buches Der Schwalbenturm (ISBN: 9783423262460)
    Andrzej Sapkowski

    Der Schwalbenturm

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Bisher der schlechteste Band der Reihe, dabei hätte er inhaltlich viel zu bieten. Die distanzierte und unstrukturierte Erzählweise zerstört jegliche Spannung. 

    Andrzej Sapkowski hat ein Talent dafür, sich seitenlang mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten. Spannende Szenen werden absichtlich hochgepusht, nur um den Leser dann wieder fallen zu lassen Auch im vierten Band experimentiert der Autor mit den Erzählperspektiven. Dieses Durcheinander in der Erzählsicht lockert die Erzählung nicht gerade auf. Vielmehr macht es den Erzählfluss schwerfällig und unübersichtlich. Nach wie vor erscheint die Handlung wirr und unstrukturiert.  Andrzej Sapkowski verliert sich weiterhin in nebensächliche Handlungsstränge, weit weg von der Haupthandlung. Der Autor verschachtelt die Geschichte in nie dagewesener Weise. Es wird förmlich zwischen Ereignissen aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft hin und her gesprungen. In dem Gewirr aus Sinnlosigkeiten geht viel von der Spannung verloren und die Atmosphäre flöten.

    Berichtet wird aus vielen verschiedenen Perspektiven, mit Zeitsprüngen und Rückblenden und das alles in keiner unbedingt logischen Reihenfolge. Dadurch wird der Band stellenweise verwirrend und anstrengend zu lesen. Szenen- und Perspektivwechsel als erzählerisches Mittel anzuwenden ist durchaus in Ordnung und kann die Spannung erhöhen, aber hier hat der Autor komplett übertrieben.

     

    Die Erzählung beginnt, nach einem prologähnlichen Einstieg damit, dass der Einsiedler Visogota, Ciri schwer verwundet bei sich aufnimmt. Dann springt der Autor in der Geschichte einige Wochen (oder sind es Monate) zurück, als Ciri noch mit den Ratten unterwegs ist. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir jedoch, dass die Bande umkommen wird und Ciri schwer verwundet entkommt. Somit hat Andrzei Sapkowsi jegliche Spannung aus den darauffolgenden Ereignissen genommen, da wir das Ergebnis bereits kennen. Wir erfahren nur noch, wie es dazu kam. 

    Inhaltlich geht es um das Ende der "Rattenbande", der Ciri zeitweilig beigetreten war, und Ciris anschließender Gefangennahme durch einen Kopfgeldjäger - bis sie sich daraus wieder befreien kann. Andere Handlungsstränge kommen zu kurz.

    Zwischendurch begleiten wir Gerald auf seiner Suche nach Ciri, die nicht geradlinig verläuft. So müssen wir mehrere Umwege in unbedeutende Nebenhandlungen in Kauf nehmen. Was aus Yennifer und der Zauberinnen-Loge geworden ist, wird gerad am Rande gestreift. Über die Wilde Jagd erfahren wir kaum etwas. Dabei wären gerade auch diese Handlungsstränge spannend und auf den fünfhundertfünfzig Seiten eigentlich massig Platz dafür gewesen.

    In der Haupthandlung erfahren wir, wie Ciri und ihre Hanse, die Ratten, vom Kopfgeldjäger Bonhart gestellt werden. Von ihm wird Ciri fürchterlich misshandelt und erlebt ein Martyrium, bevor ihr die Flucht gelingt. In verlassenen Sümpfen vom Einsiedler Vysogota gefunden und gepflegt, vertraut sie sich ihm an. Und wendet sich dank ihm einem neuen Ziel zu ...

    Ciri schildert dem Einsiedler in mannigfachen Rückblenden ihre Erlebnisse, bis zu dem Punkt, an dem Vysogota sie fand. Später vermischen sich ihre Erinnerungen mit den Erzählungen Joanna Selbournes, die Teile von Ciris Erlebnissen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten weiß.

    Währenddessen machen sich Geralt und die Gruppe um ihn weitere Feinde, indem sie aus der Rivischen Armee desertieren, um weiter nach den Druiden zu suchen. Doch, vertrieben durch den Krieg Nilfgaards gegen die nördlichen Königreiche, sind diese weitergezogen. Der Hexer und seine Gefährten bleiben ihnen auf der Spur. 

    Die Handlung rund um den Hexer erscheint vorwärtsgerichtet. Dennoch versäumt es der Autor nicht, auch hier einen rückwärtigen Blick auf vergangene Ereignisse andernorts zu werfen und sogar einmal viele hundert Jahre in die Zukunft zu springen.

    Einige Geschehnisse erfahren wir aus Rittersporns handschriftlichen Memoiren, die verlorengehen. Diese öffnen sich wie ein beschwingtes Tagebuch. 

    Rittersporn! Schlaf nicht im Sattel!“ – „Ich schlafe nicht. Ich denke schöpferisch nach!“ „Andrzej Sapkowski: Der Schwalbenturm, S. 110)

    Geralt macht eine tiefgreifende Veränderung durch und verliert mehr und mehr von seiner Hexer-Identität. Zuerst muss er sich von seinem Medaillon trennen, dann proklamiert er, dass er kein Hexer mehr ist:

    Ich habe aufgehört, ein Hexer zu sein. Auf Thanedd, im Möwenturm. Im Brokilon. Auf der Brücke über die Jaruga. In der Höhle unter der Gorgo. Und hier, im Walde Myrkvid. Nein, ich bin kein Hexer mehr. Ich werde lernen müssen, ohne Hexermedaillon auszukommen.“ (Andrzej Sapkowski: Der Schwalbenturm, S. 336) 

    Da zieht es dem eingefleischten Fan vermutlich das Herze zusammen. Wo er doch schon so viel mit Geralt zusammen erlebt hat, jetzt auch das noch!

    All das wird begleitet von Geralts Leiden physischer und psychischer Natur: Seine alte Beinverletzung macht ihm zu schaffen und belastet ihn stärker und stärker, genauso wie der Gedanke an Ciri in Gefahr.

    Was mir speziell in "der Schwalbenturm" nicht gefällt, sind die ständigen Perspektivwechsel und das andauernde Wiederholen bereits bekannter Details und Geschehnisse. So wie der kleine Anhängsel jedes Mal nach Ciri und Vysogota ... Beim ersten Mal war es ja nett, aber der Autor bringt es jedes Mal erneut. Copy and Space lassen grüßen.

    Erzähltechnisch eindeutig der schlechteste Band.

  8. Cover des Buches Die Poison Diaries (ISBN: 9783841421241)
    Maryrose Wood

    Die Poison Diaries

     (423)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Die Poison Diaries war kein perfektes aber dennoch sehr gelungenes Buch .

    Es hat einige Schwächen, glänzt aber auch mit vielen Stärken,  eine sehr gute Mischung von allem .

    Es ist eine sehr langsame,  mystische Geschichte  und sehr poetisch geschrieben, was einem beim Lesen gefallen muss. 

    Die Protagonistin hat mich ehrlich gesagt manchmal etwas gefordert durch ihr Verhalten und ihre Art,  was mich aber nicht davon abgehalten hat die Geschichte zu beenden  und Band 2. gerne weiter lesen zu wollen.

  9. Cover des Buches Die Dame vom See (ISBN: 9783423262477)
    Andrzej Sapkowski

    Die Dame vom See

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Kommen wir nun zum letzten Teil und somit Abschluss der Hexer-Saga. Mit beinahe sechshundertfünfzig Seiten der dickste Band der stetig voluminöser gewordenen Bücher.

    Insgesamt ist es eine für mich enttäuschende Fortsetzung, die mich in Teilen mitreißen konnte, aber dann wiederum die Länge dieses letzten Bandes spüren ließ. Wie in den vorherigen Teilen krankt auch „Die Dame vom See“ am experimentalen Schreibstil des Autors. Die Experimentierfreude des Erzählstils bleibt der Reihe somit bis zum Ende erhalten.

    Der langsame und abschweifende Erzählstil von Andrzej Sapkowski hat mir von Anfang an nicht so gefallen, weil er mich mehrfach aus dem Lesefluss herausgerissen hat. Der Schreibstil des Autors ist eigen und äußerst gewöhnungsbedürftig. Die daraus resultierenden häufigem Wechsel zwischen Handlungsort und Figuren hemmen den eigentlichen Erzählfluss deutlich.

    Beinahe direkt zu Beginn des letzten Bandes werden neue Figuren eingeführt. 

    Die Perspektive von der Zauberin Nimue und ihrer Schülerin, die versuchen die Legende zu ergründen, besaß einige gute Kapitel. Aber der größte Teil des Buches wirkte zäh.

    „Die Helden verbrachten den Winter in Toussaint.“ Wie Nimue treffend bemerkt, hätten den meisten Autoren solch ein schlichter Satz gereicht, diese Episode abzutun, wenn sie es überhaupt als nennenswert erachtet hätten. Nicht so Andrzej Sapkowski. Er konstruiert dafür ein Konstrukt weit in der Zukunft, in dem sich zwei magisch begabte Geschichtsforscherinnen exakt mit dieser Frage befassen. Seitenweise gehen sie dieser Frage mit Hilfe der Traummagie nach.

    Neu auftretende Figuren werden wir im Laufe der Geschichte noch öfter kennenlernen. Wo die Handlung etwas zu kurz kommt, geizt der Autor bei der Ausarbeitung der Protagonisten nicht. Beispielsweise werden die Auswirkungen des Krieges aus Sicht eines Lazarett-Arztes deutlich gemacht und taktische Überlegungen werden aus Sicht hochrangiger Militärs geschildert, während die Wappenkunde in einem in der Zukunft angesiedelten Abschnitt abgehandelt wird, in dem eine Gruppe von Schülern ihr Wissen um die vergangenen Ereignisse beweisen muss.

    Dadurch bläht sich die ganze Geschichte enorm auf. Zudem der Autor sich leider immer wieder im eigenen Mythos verzettelt und ein paar Mal zu häufig zwischen Orten, Zeiten und Welten hin und her springt, bis hin zur Auflösung, wo all das Leid deutlich ernüchternd endet. Das unbefriedigende Ende der fünfteiligen Saga verleidet einem ein wenig die gemeinsam mit den Figuren durchlebten Martyrien.

    Eine der ganz großen Stärken dieser Reihe sind in meinen Augen die unterschiedlichsten Charaktere. 

    Einfach wundervolle Persönlichkeiten, die zwar nicht nur schöne Seiten an sich haben, aber dennoch liebenswert sind und der Leser den Wunsch verspürt, noch mehr über diese Charaktere zu erfahren, sowohl über ihre guten als auch die schlechten Seiten.

    Einen Charakteraufbau und -Veränderung gab es in all den Büchern eigentlich nur von Ciri, denn die erwachsenen Charaktere wie Geralt, Yennefer oder Rittersporn sind bereits ausgebildet und schwierig mit Schlüsselerlebnissen zu verändern.

    Bei Ciri gab es in diesem Band richtig gute Momente, wenn sie nicht gerade irgendwo festgeschnallt wurde, um sie zu schwängern. Sie ist eine Kämpferin und schlägt sich durch alle Welten, um zu Yennefer und Geralt zurückzukommen.

    Die Geschichte lebt aber auch von den Nebencharakteren. Ohne Rittersporn ist die Welt nur grau. Für den Autor ist er der Anker für Witz und Freude in diesen Geschichten. Geralt und Rittersporn sind ein perfektes Dou. Die anderen Charaktere fügen sich auch hervorragend ein. Mirna, Cahir und Regis sind äußerst sympathische Charaktere. Schade, dass die Figuren alle so flach geblieben sind. Bis zum finalen Kampf, wo sie der Autor alle fallen lässt, um einen spannenden Kampf zu liefern.

    Warum Ciri von allen Parteien verfolgt wird, war lächerlich unglaubwürdig. Die ganze Reihe, die ganze riesige Welt ist darauf ausgelegt, dass die Mächtigen dieser Saga ein bestimmtes Mädchen schwängern wollen und für sie alle, ist eine Vergewaltigung völlig legitim. Und alles nur, weil Ciris Kind die Welt retten soll. Vor wem oder wie auch immer.

    Es tut mir leid, vielleicht habe ich etwas übersehen, vielleicht habe ich das Buch nicht verstanden, aber ich fand es einfach nur furchtbar.

    "Eine Geschichte ist einen Dreck wert, wenn die Anständigen sterben, und die Lumpen überleben und weitermachen" reibt Geralt dem Drahtzieher hinter dem eigentlichen Konflikt in der Saga unter die Nase. Und obwohl die Geschichte in diesem Sinne zeigt, dass sie sehr wohl etwas wert ist, ist das Ende der Geschichte alles andere als sauber.

    Insgesamt fand ich die Reihe gut, aber es ist definitiv keine, die ich jetzt hervorheben würde. Ich mag die Charaktere, ich mag die Geschichte, aber ich bin absolut kein Fan von dem Erzählstil und die Auflösung war einfach katastrophal.

  10. Cover des Buches Etwas endet, etwas beginnt (ISBN: 9783423213530)
    Andrzej Sapkowski

    Etwas endet, etwas beginnt

     (61)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Von Fantasy über Horror bis hin zu Dystopie und magischer Liebesgeschichte ist manches dabei. Mit dem Hexer-Universum sind lediglich zwei Erzählungen verbunden, weshalb sich manche Fans bei dem optisch gut zur Reihe passenden Band vielleicht zu Recht über einen gewissen Etikettenschwindel aufregen.

    Lässt man sich jedoch auf den Inhalt ein, wünscht man sich fast, noch mehr davon lesen zu können. Die Unterschiedlichkeit der einzelnen Beiträge grenzt fast an die schier endlose Erzählwut eines Stephen King, egal ob Katzenhorror, ein modernes Märchen über Minnesang, eine alternative Realität in einem fiktiven polnischen Bombenkrieg irgendwann Anfang der Neunziger oder eine sarkastische bis zynische Nacherzählung von "Alice im Wunderland" - aus Sicht der Grinsekatze - im Mittelpunkt steht.

    Zugegeben: Sapkowskis Stil ist nicht immer gleich zugänglich, gerade wenn es mal nicht um Fantasy geht. Immer wieder wird erst nach mehreren Seiten klar, welche Figuren und Zusammenhänge tatsächlich wichtig sind oder worauf das Ganze hinausläuft. Nicht jede Geschichte ist das klassische geradlinige Abenteuer, viele Beiträge spielen mit ironischer Brechung oder akuten Übertreibungen, auf die der klassische "Hexer"-Fan vielleicht nicht vorbereitet sein mag.

    Bonusmaterial: Einführung des Autors zu jeder Geschichte

  11. Cover des Buches Mordzeitlose (ISBN: 9783839222362)
    Patricia Holland Moritz

    Mordzeitlose

     (19)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Patricia Holland Moritz – Mordzeitlose

    „Mordzeitlose“ ist ein Kriminalroman von Patricia Holland Moritz, der 2018 im GMEINER Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Patricia Holland Moritz wurde im heutigen Chemnitz geboren, arbeitete in Leipzig als Buchhändlerin, verließ die DDR und heuerte in Paris als Speditionskauffrau an, studierte in Berlin Nordamerikanistik, wurde Bookerin für Bands und arbeitet heute in einem Verlagshaus. Sie ist Bloggerin und Ghostwriterin. Für ihre Romane erhielt sie Arbeitsstipendien des Berliner Senats und des Mörderische Schwestern e.V. Auf ihren Tourneen las sie bereits mit renommierten Autoren wie Håkan Nesser, Arne Dahl und Ulrich Wickert. Ihr Krimi »Kältetod« aus dem Crystal Meth-Milieu Berlins wurde vom »Tip« 2015 für die »ausgefallenste Mordmethode« geehrt. »Mordzeitlose« ist ihr dritter Roman im Gmeiner-Verlag.

    Klappentext:
    Margrit Kunkel wächst in einer brandenburgischen Gärtnerei auf, ihr Studium führt sie durch die Botanischen Gärten der Welt. Bald gilt sie als Koryphäe und übernimmt die Leitung der Holländischen Gartenakademie in Berlin. Ihr Modell des »Slow Gardenings« scheint auch ihren Mitarbeitern Harmonie zu verleihen. Diese wird jedoch jäh gestört, als Margrit im Kakteenhaus auf eine menschliche Hand stößt. Wären da nicht bereits die ungeklärten Todesumstände ihrer Mutter, das seltsame Verschwinden von Margrits erstem Freund und ein Ermittler, der beunruhigende Zusammenhänge herstellt, hätte sie den Fund der Polizei gemeldet. Doch so nimmt sie die Sache lieber selbst in die Hand.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat einen ganz besonderen Reiz, der in der Hauptfigur Margrit Kunkel begründet ist. Sie hat ein grünes Händchen und jede Menge Geduld. Sie ist kein einfacher Charakter, aber man fiebert mit ihr mit. Sie wirkt eher bemitleidenswert als sympathisch. Auch der Ermittler verfügt über jede Menge Geduld und ist eine gelungene Ergänzung zur Protagonistin. Diese beiden Figuren sind sehr ausführlich mit vielen Facetten beschrieben. Das Erzähltempo ist niedrig und die Spannung baut sich oft auf Andeutungen auf. Dies ist eine zeit lang interessant, aber die Autorin überzieht es nach meinem Empfinden. Es entsteht der Eindruck, dass sich manche Vorgänge und Entwicklungen öfters wiederholen. Hier wäre weniger mehr gewesen.

    Fazit:
    Ein durchaus interessanter Kriminalroman mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur, die eine unerwartete Entwicklung nimmt. Wiederkehrende Abläufe taten der Spannung nicht gut und so vergebe ich drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).

  12. Cover des Buches Wildes Verlangen (ISBN: 9783548269740)
    Dorothy Garlock

    Wildes Verlangen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    was mir an dieser geschichte sehr gut gefallen hat ( und im buch eher eine nebensächliche rolle spielt ) war die thematisierung von alterskrankheiten wie alzheimer u.s.w. natürlich kannte man damals die krankheiten nicht und man dachte die person wäre irre geworden.die autorin hat das thema sehr gefühlvoll angeschnitten.mit kristin ,der hauptprotagonistin hatte ich mitleid , weil sie von ihren verwandten wie ein hausmädchen behandelt wurde.ihr bruder und seine frau wären ohne sie hilflos gewesen.dementsprechend hatte ich richtig schadenfreude, als kristin sich auf und davon macht um in der weiten ferne zu sehen, was ihr onkel ihr vermacht hat.der schreibstil war sehr angenehm zum lesen.es gab viele emotionale und überraschende momente .dementsprechend wurde es zu keinem zeitpunkt langweilig. zitat: kristin fand einen zeitungsausschnitt , in dem stand ,wie sich ein gentleman zu benehmen hat. - spucken sie nicht auf den boden - kratzen sie sich nicht im schritt und unter den armen - lassen sie in gegenwart einer dame keine winde ab - auch keine leisen.der gestank wird sie verraten und sie wird wissen dass sie kein herr sind.ich habe mich krummgelacht und wollte das unbedingt noch erwähnen. klappentext: es ist kristin andersons allererste reise ,die fahrt nach montana,um als erbin die ranch larkspur in besitz zu nehmen. dort angekommen muss sie sich mit revolverhelden und einem skrupellosen landräuber auseinandersetzen. auch das buck lenning , der "alte" vorarbeiter der ranch, ein junger cowboy ist,verwirrt kristin ein wenig. zunächst geraten die junge frau und buck in streit,doch bald schon bringt der kampf um larkspur den verschlossenen cowboy und die schöne kristin einander näher...
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