Bücher mit dem Tag "rituale"
112 Bücher
- Kerstin Gier
Silber - Das erste Buch der Träume
(7.470)Aktuelle Rezension von: MorianWundervoll greulicher Gedanke, dass man sich nur einen Gegenstand eines anderen Menschen beschaffen braucht und schon kann man in dessen Träume marschieren. Darauf baut die ganze Geschichte auf und entwickelt fast so was wie einen Krimi mit mehrere Liebesgeschichten und unklarem Beschwörungsritual. An eine paar Stellen etwas abgeflacht, aber echt: Das passiert jedem.
Schade, dass kein Mensch so anschaulich träumt. Und damit haben wir den Punkt erfasst. Kerstin Gier bedient den Wunsch nach den richtigen Träumen, ohne Drogenhandel. Ich bin begeistert.
- Nina MacKay
Plötzlich Banshee
(530)Aktuelle Rezension von: RabeaDas Thema hat mich sofort angesprochen, da Fantasy eins meiner absoluten Lieblingsgenre ist – und ein Buch rund um das Thema Banshee hatte ich zuvor noch nie gelesen. Gerade diese frische Idee und Herangehensweise im Fantasy-Genre fand ich besonders spannend und gelungen umgesetzt.
Die Geschichte ist total kurzweilig, fesselnd und sehr unterhaltsam geschrieben. Ich hatte einige richtig tolle Lesestunden damit. Besonders gut gefallen hat mir, dass im Verlauf der Handlung noch weitere Wesen aus der keltischen Mythologie auftauchen. Deren Gaben und Hintergründe werden angenehm flüssig in die Geschichte eingebunden und erklärt, sodass man der Erzählung jederzeit problemlos folgen kann – auch wenn man sich mit dieser Mythologie bisher nicht auskennt.
Es gab einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, die aber trotzdem absolut nachvollziehbar waren. Das hat die Spannung zusätzlich erhöht. Lediglich das Ende ist für meinen Geschmack etwas kurz und abrupt geraten – da hätten 50 Seiten mehr wirklich nicht geschadet.
Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Werk mit hohem Unterhaltungswert. Auch wenn an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig Luft nach oben gewesen wäre, hat mir der Fantasyroman wirklich gut gefallen. Besonders geeignet ist er für Jugendliche oder für Leserinnen und Leser, die zwischendurch gerne eine leichtere, humorvolle Fantasygeschichte genießen möchten.
- Emma Donoghue
Raum
(928)Aktuelle Rezension von: pinkyliciousbooksEine schreckliche Geschichte aus Kinderaugen erzählt, die noch lange nachhallt und zum nachdenken anregt.
Für mich waren die Kapitel teilweise zu langatmig. Auch den Schreibstil der Autorin muss man mögen.
Da das Buch aus der Sicht eines 5-Jährigen geschrieben ist, muss man sich an seine Sprache gewöhnen, aber diese Art und Weise macht das ganze auch liebenswert. - Arno Strobel
Das Dorf
(424)Aktuelle Rezension von: Lillith54wNormalerweise nehme ich mir viel Zeit für eine Rezension, doch hier lohnt es sich meiner Meinung nach nicht. Der Autor ist bekannt und beliebt, also hatte ich auf spannende Unterhaltung gehofft. Den eher schlichten Schreibstil hätte ich ihm sogar verziehen. Der Anfang des Buches war durchaus packend, und die Beschreibung der Szenerie im titelgebenden Dorf wirkte recht spooky.
Insgesamt also durchaus gelungen.Eine ganze Weile spielt der Autor mit den Nerven seines Protagonisten und der Leser, was durchaus spannend ist. Irgendwann fragt man sich jedoch: Wohin will er eigentlich? Wie will er das auflösen? Bei Fitzek hatte ich ähnliche Erlebnisse, und auch dort war ich am Ende nicht zufrieden.
Es werden noch ein paar überflüssig grausame Szenen eingebaut, nur um den Leser richtig zu schocken.
Und dann?
Die Auflösung wirkte flach und völlig unverständlich – selbst wenn die Ereignisse im Dorf ausführlich erklärt werden.
Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich glaube, ich bin zwar ein Fan von Thrillern, aber nicht von sogenannten „Psychothrillern“, bei denen es nur darum geht, den Leser zu schocken, ohne auf Plausibilität zu achten. Spannung kann auch subtil aufgebaut werden, hier jedoch wurde mit der Brechstange gearbeitet.
2*, weil man nur wissen wollte, wie es endet, und deshalb nicht abbrechen mochte. Keine Leseempfehlung von mir!
Strobel ist definitiv nicht mein Autor – dies war mein drittes Buch von ihm, und ich werde nicht mit ihm warm.
- Leigh Bardugo
Wer die Hölle kennt
(212)Aktuelle Rezension von: ShadowbuchIn Band 2 wurden neben vielen neuen Rätsel auch viele Alte gelöst. Wir begleiten auch weiterhin Alex bei dem Versuch Darlington zu retten (Wobei die Lösung theoretisch sehr einfach gewesen wäre). Man konnte weiterhin super mit rätseln, wobei auch der Mord an den beiden Professoren gelöst wird.... Ehrlich gesagt hatte ich den zwischenzeitlich auch schon wieder vergessen gehabt😅.
Also spannender Abschluss mit einem Ende, dass man teilweise nicht erwartet hat... Vielleicht kommt zu dieser Diologie ja irgendwann eine Folgereihe..
- Charlotte Richter
Die Muschelsammlerin – Deine Bestimmung wartet
(118)Aktuelle Rezension von: ButtaDas Cover hat mich sehr angesprochen. Die Grundidee und vieles darin war wirklich cool und interessant, gute Ideen aber die Umsetzung war nicht meins. Alles war extrem verwirrend und oberflächlich. Man hat das Gefühl, dass einem etwas fehlt, eine Vorgeschichte oder so und auch das Ende ist total plötzlich und macht für mich keinen Sinn. Nachdem sie alle das in Gang gesetzt haben, ziehen sie sich zurück und lassen einfach alles für sich laufen und die benehmen sich auch nicht so wirklich ihren Alter entsprechend. Ich möchte oft die Beschreibungen der Landschaft, aber meine Erwartungen konnte es nicht erfüllen
- Lucy Foley
Sommernacht
(267)Aktuelle Rezension von: FornikaJulia und Will sind ein schillerndes Vorzeigepaar, und nun soll ihre Hochzeit spektakulär auf einer einsamen irischen Insel gefeiert werden. Viele Freunde und Verwandte tauchen auf um das Paar standesgemäß zu bejubeln, inklusive sind jedoch nicht nur gute Laune und Freude, sondern auch lang gehegter Groll und ein paar düstere Geheimnisse.
Foleys Thriller liest sich wirklich unterhaltsam, die kurzen Kapitel sowie Perspektivwechsel machen die Handlung sehr abwechslungsreich. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, auf diese Weise ergeben sich einige Cliffhanger, sodass sich die Lektüre wirklich schwer aus der Hand legen lässt. Die Figuren sind etwas stereotyp, trotzdem hat es Spaß gemacht nach und nach hinter ihre Fassaden zu blicken. Eine große Stärke dieses Buches ist seine Atmosphäre, die sich im Laufe der Handlung den Geschehnissen entsprechend von fröhlich zu düster wandelt. Auch die Kulisse der irischen Insel hat mich überzeugt. Über weite Strecken hat mir die Story gut gefallen, aber die Auflösung und nicht enden wollenden Zufälle zum Ende hin haben mir dann doch etwas die Lesefreude genommen. Sommernacht ist kein schlechter Thriller, aber ich kann die Begeisterung nicht so ganz teilen
- Kira Gembri
Wenn du dich traust
(543)Aktuelle Rezension von: Steffi99Der Beginn des Buches hat mir richtig gut gefallen. Wir begleiten die Protagonistin Lea in ihrem Alltag. Dieser ist von Zwangsstörungen geplagt und bestimmt. Lea zählt, kontrolliert und hat den schlimmen Drang all dies ständig zu wiederholen.
Ich fand diese Thematik super spannend, da ich mich im Alltag oft selbst mit kleinen Zwangsstörungen erwische. (Beispiel: die Fernbedienung muss gerade und parallel zum Fernseher liegen. Fragt mich nicht, was mir das gibt. 😂)
Als wir dann den männlichen Protagonisten Jay kennenlernen, ist mir das Lachen allerdings schnell vergangen.
Jay ist geschmacklos, ein echter Arsch und hat mit Drogendealern zu tun. Das war für den Einstieg wichtig, da sich die beiden nur deshalb kennenlernen. Trotzdem verfolgt ihn dieses Thema weiterhin und führt zu vorhersehbaren Szenen. 🙈Hier hatte ich noch die Hoffnung, dass es eines dieser klassischen Bücher wird, wo sich der Badboy ändert und zum Traumprinzen wird. Davon war leider Fehlanzeige. Ich fand Jay bis zur letzten Seite unsympathisch und arrogant. Auch Pärchentechnisch sehe ich die zwei überhaupt nicht miteinander. 🙄
Allgemein hat das Buch ab der Hälfte stark nachgelassen und konnte mich nicht mehr wirklich begeistern. Was schade ist, da ich die Thematik, wie gesagt, sehr spannend und interessant finde.
Im Großen und Ganzen wares okay, aber Empfehlung gibt es keine von mir. 🙈
- A. J. Jacobs
Die Bibel & ich
(57)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWas passiert, wenn man sich ein Jahr wörtlich an die Vorschriften der Bibel hält? Das beschreibt A. J. Jacobs in diesem Buch. Auch wenn er sich nicht an alle Vorschriften zugleich hält, so stellt sich dieses Unterfangen als ganz schön schwierig und teils auch unsinnig heraus. Denn der Autor interpretiert die Regeln so, wie sie wörtlich in der Bibel stehen. Ohne Kontext und ohne Adaption an die heutige Zeit.
So kommen von Kreationisten bis hin zu den Red Letter Christians auch verschiedene Gruppierungen zu Wort: Dadurch dass Jacobs sich aber für die wörtliche Auslegung der Bibel entscheidet, sind es zumeist hochpolarisierte, evangelikale Gruppen, die zu Wort kommen. Der "gläubige Mainstream" erhält in diesem Buch keine Aufmerksamkeit. Und Jacobs probiert tatsächlich auch jede noch so schräge Regel aus.
Letztendlich war das Buch vermutlich eine tiefe Erfahrung für den Autor selbst, der zwar nicht zum Glauben aber zu einigen Ritualen gefunden hat. Für den*die Leser*in ist das Buch stellenweise aber nur amüsant. Einen tieferen Sinn dahinter kann ich für mich selbst nicht entdecken, außer: Wenn die Bibel wörtlich ausgelegt wird, wird sie in unserer Zeit unsinnig. UND: Keiner hält sich an die gesamt Bibel, sondern es wird immer eine Auswahl getroffen, an die man sich hält. Ob man dadurch zu Gott finden kann, bleibt dabei jedem selbst überlassen.
- Yrsa Sigurdardottir
Das letzte Ritual
(259)Aktuelle Rezension von: tanyafroschEin Buch das sich wirklich gut und leicht lesen lässt, was nicht nur der Schreibweise zu verdanken ist. Die Geschichte der Hexenverfolgung wird kurz, aber hervorragend erklärt. Zudem konnte ich mein Allgemeinwissen in anderen Bereichen aufbessern. Es gab immer wieder spannende Momente, die mir keine Chance gaben, nicht weiter zulegen. Es war abwechslungsreich und spannend. Nur das Ende, bezogen auf die beiden Hauptfiguren, fand ch nicht so gut.
- Mo Hayder
Die Sekte
(223)Aktuelle Rezension von: supersusiDer Journalist Joe entlarvt in jungen Jahren einen Scharlatan, der als "Heiler" die Leute ausnimmt. Dieser schwört ihm Rache. Viele Jahre später bekommt Joe die Möglichkeit, auf die Insel ‚Pig Island‘ zu kommen, auf die seit Jahren kein Fremder kommen durfte. Man sagt, dort ginge der Teufel um. Eine geheimnisumwitterten Sekte , die dort wohnt, hat ihn eingeladen. Neugierig, da es ein Video gibt, wie eine seltsame Gestalt, halb Mensch, halb Tier kurz am Strand zu sehen ist, betritt Joe die Insel und begegnet dem sogenannten Heiler wieder. Aber was er noch auf der Insel sieht und erlebt, erschüttert ihn zutiefst.
Richtig spannend geschrieben. Da, wo andere Bücher aufhören, sind wir hier erst im ersten Drittel. Nach dem Showdown geht es quasi weiter, wie ein spannender Krimi. Die Wendung am Schluß ist der Hammer und auch, wenn man dies ein wenig ahnt, tun sich Abgründe auf. Klare Leseempfehlung. - Markus Heitz
Die Meisterin: Der Beginn
(84)Aktuelle Rezension von: Doreen97Ich bin sehr froh, bei der Reise von Geneve und Alessandro dabei gewesen zu sein. Ihre Reise und Abenteuer, waren sehr spannend und fesselnd. Markus Heitz hat hier mal wieder, richtig abgeliefert. Während des lesens hatte ich wirklich das Gefühl, ein Teil der beiden zu sein, und die Dämonen um mich ebenfalls zu spüren. Aber ich möchte nicht zu viel verraten!
Am liebsten würde ich jetzt gerne, mit dem zweiten Teil anfangen... der steht aber leider zu Hause, und ich sitze auf der Arbeit :-(
An alle! Zweifelt nicht! Kauft es euch, ihr werdet nicht enttäuscht!
- Mo Hayder
Ritualmord
(181)Aktuelle Rezension von: eletroeAus der Mängelexemplarkiste geangelt, war spannend. Würde es aber kein zweites Mal lesen
- Mirrianne Mahn
Issa
(135)Aktuelle Rezension von: gstWer interessiert ist an fremden Ländern und Menschen ist hier gut aufgehoben! Mirrianne Mahn beschreibt, wie sie sich als dunkelhäutiges Kind in Deutschland fühlte. Auch erfahren wir, warum die Familie ihrer Mutter schon seit Generationen mit Deutschland verbunden ist. Kamerun war zwischen 1884 und 1918 deutsche Kolonie und schon in ihrer Urgroßmutter floss zum Teil deutschstämmiges Blut.
Die Autorin (*1989) hat hier ihre eigene Geschichte und die ihrer Ahninnen mit fiktionalen Zugaben aufgeschrieben. Sie war noch ein Kind, als ihre Mutter mit ihr nach Deutschland kam. Sie wuchs in einem kleinen Dorf im Hunsrück auf und lebt mittlerweile in Frankfurt am Main, wo sie sich als Aktivistin und Theatermacherin gegen Diskriminierung und Rassismus engagiert. Die Referentin für Diversitätsentwicklung ist seit 2021 Stadtverordnete in Frankfurt und wurde vom FOCUS Magazin zu einer der 100 Frauen des Jahres 2021 gewählt.
Als sie schwanger wurde. Schickte sie ihre Mutter in die alte Heimat, wo sie diverse Rituale durchlaufen sollte. In diesem Roman erzählt sie vom dortigen Aberglauben und der Liebe ihrer Familie. Dabei geht sie weit in die Vergangenheit zurück und lässt uns so an der Geschichte ihres Landes teilhaben.
Fazit: Ein sehr vielschichtiger Roman, in dem man viel über Kamerun und seine Bräuche und Riten erfährt.
- Martine McDonagh
Familie und andere Trostpreise
(93)Aktuelle Rezension von: abuelitader mich öfters zum Lachen brachte. Aber auch zum Nachdenken…
Sonny, um den es hier geht, hat jede Menge Neurosen. Wenn Menschen in seiner Gegenwart diese seltsamen Knutsch- und Sauge Geräusche mit ihren Mündern machen, ergreift er die Flucht. An seinem 21. Geburtstag erfährt er, dass er Multimillionär ist. Und begibt sich auf eine Rundreise, auf den Spuren seiner Eltern - um mehr über sie zu erfahren. Über seinen Vater den Guru und seine verschwundene Mutter….
Das ist sehr gut beschrieben und der Leser begegnet so manchen seltsamen aber auch liebenswerten Personen. So nach und nach setzt sich das Puzzle von Sonnys Vergangenheit dann auch zusammen.
Da Sonny in der Gegenwart davon erzählt, denkt man manchmal fast, ein Tagebuch von ihm zu lesen.
Wer eine lustige Familienkomödie erwartet, der wird enttäuscht sein - es geht „tiefer“ - um Schicksale die miteinander verbunden sind, um unerklärliche Wahrheiten, um Schuld und Reue…. Ihr müsst es selber lesen, um Euch ein Bild davon machen zu können.
- Eve Harris
Die Hochzeit der Chani Kaufman
(144)Aktuelle Rezension von: ois_chohSchon zu Beginn schien die Geschichte so aus der Zeit gefallen, dass ich mich wunderte, wann denn der Roman wohl spielte. Die Jahreszahl in der ersten Überschrift hatte ich gekonnt überlesen. Nach einigen Seiten ließ mich die Erwähnung eines Handys aufhorchen und zurückblättern, tatsächlich: die Hochzeit der titelgebenden Chani Kaufman spielt im Jahr 2008!
Dieser Roman schildert das Leben ultraorthodoxer Juden im heutigen London und in den 80er Jahren in Jerusalem. Die Autorin gibt einen tiefen Einblick in die Bräuche und religiösen Zwänge von Anhängern dieser Religion. Sie versucht auch darzustellen, wie schwierig es ist, in der heutigen Zeit den strengen Regeln einer derartigen Glaubensgemeinschaft Folge zu leisten. Hierzu wechselt sie immer wieder die Perspektive, mal ist es die der jungen Chani Kaufman, mal die des ihr bestimmten Ehemannes Baruch, dann die der Frau des Rabbis, der Chani Kaufman trauen soll, dann die des Sohnes der Rebbetzin. Leider konnte ich mich vielleicht aufgrund des ständigen Perspektivwechsels in keine der Figuren des Romans so richtig hineinversetzen. Die Schwierigkeiten der Protagonisten beschreibt Eve Harris sehr gut, doch wieso sie letztendlich an dem starren Glauben festhalten, blieb mir ein Rätsel. Die finale Entscheidung der Rebbetzin konnte ich auch nicht nachvollziehen.
Auch sprachlich riss mich „Die Hochzeit der Chani Kaufman" nicht vom Hocker. Die Autorin bewegt sich hier meines Erachtens nach auf dem Niveau der Unterhaltungsliteratur.
- Guy Gavriel Kay
Im Schatten des Himmels
(24)Aktuelle Rezension von: Punix"Im Schatten des Himmels" ist ein chinesisch angehauchter Fantasyroman. Allerdings gibt es hier keine richtige Magie oder wundersame Tierwesen und der fantastische Anteil ist sehr gering.
Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb mich das Buch so fesseln konnte. Beim Lesen hatte man das Gefühl, dass es ein historischer Roman ist, auch wenn Figuren und Länder frei erfunden waren.
Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit hat er mir richtig gut gefallen.
Genauso ging es mir auch mit den Charakteren. Sie sind oft ziemlich nüchtern beschrieben, aber ihre Handlungen und ihre Entwicklungen haben sie nahbar gemacht und vor allem authentisch. Es gab sehr viele Perspektiven, aber jeder Perspektivwechsel war klar erkennbar und haben geholfen einen Überblick über die verschiedenen Handlungsstränge zu bekommen.
Insgesamt war es erfrischend anders, was vor allem an dem Schreibstil und der Atmosphäre lag. Empfehlenswert.
- Benedict Jacka
Das Ritual von London
(127)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Bei einer Reise nach London ist der Besuch im Emporium Arcana - dem Zauberladen des Magiers Alex Verus - sehr zu empfehlen. Zum Beispiel gab es hier bis vor kurzem einen magischen Wunscherfüller. Doch er wurde gestohlen. Um endlich mit dem Mann zusammensein zu können, den sie liebte, versuchte die junge Luna, mit ihm einen Fluch zu brechen. Doch magische Wunscherfüller machen nie nur das, was man ihnen aufträgt, und sie fordern immer einen schrecklichen Preis. Während Alex Verus alles versucht, um Luna zu schützen, und nebenbei skrupellose Magier bekämpft, wird ihm eines klar: Die Freundschaft mit einer Spinne ist unbezahlbar!
Fazit
Ein mitreißendes Buch mit sehr gutem, witzigem Schreibstil, das von der ersten Seite an fesselt. Der Ton ist lebendig und humorvoll, ohne dabei flach zu werden; die Sprache trifft genau den richtigen Rhythmus, sodass sich Szenen leichtlesen und gleichzeitig pointiert anfühlen. Man ist von Anfang an im Geschehen — die Erzählung startet unmittelbar und hält das Tempo konstant. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet: äußerst facettenreich, glaubwürdig und mit echtem Tiefgang. Kleine Eigenheiten und innere Konflikte werden so fein gezeichnet, dass man schnell mitfühlt und miträtselt. Die Story ist spannend und abwechslungsreich; Wendungen kommen organisch und überraschen, ohne konstruiert zu wirken. Spannung, Atmosphäre und Tempo wechseln geschickt, sodass Langeweile keine Chance hat.
- Anne-Kristin zur Brügge
Wie kleine Tiere schlafen gehen. Das große Vorlesebuch
(45)Aktuelle Rezension von: TinkerbelleEs gibt Bücher, die schleichen sich still und leise in die Abendroutine – und dann möchte man sie nicht mehr hergeben. „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ ist genau so ein Schatz. Jede Doppelseite erzählt in wenigen, liebevollen Reimen, wie ein anderes Tierkind zur Ruhe kommt. Mal schmusig, mal verspielt, immer mit diesem warmen, achtsamen Ton, der Kinder ernst nimmt und Erwachsene zum Innehalten einlädt.
Die Illustrationen sind ein Gedicht. Sanft, stimmungsvoll, und voller kleiner Details, die man auch beim fünften Vorlesen noch entdeckt – oder beim sechsten, siebten, achten, weil: ja, man wird es oft vorlesen. Versprochen.
Aus medienpädagogischer Sicht ist das Buch ein echtes Vorlese-Juwel: Es bietet Struktur, Sicherheit und lädt zu liebevollen Abendritualen ein. Kein hektisches „einschlafen jetzt!“, sondern ein gemeinsames Runterkommen, das Nähe schafft und Geborgenheit stärkt. Das besondere Extra: die kleinen Reime am Ende jeder Geschichte.
Für uns ist es mittlerweile ein festes Abend-Ritual geworden – und das schönste Kompliment kommt von meinem Sohn: Wenn er beim Umblättern flüstert: „Und jetzt Hanni der Hummer, ja?“ 🤍
- Sharon Bolton
Bluternte
(101)Aktuelle Rezension von: katha84Harry ist der neue Vikar in dem kleinen englischen Dorf Heptonclough. Eine ganze Weile war die Stelle unbesetzt und die Kirche geschlossen, doch nun soll sich dies wieder ändern. Doch er ist nicht der einzige Neue in Heptonclough. Denn direkt neben der Kirche wohnt seit wenigen Wochen die Familie Fletcher. Aus dem anfänglichen Dorfidyll wird jedoch schnell ein wahrer Alptraum. Rätselhafte Stimme verfolgen die Kinder der Fletchers auf dem Friedhof und seltsame Rituale der Dorfgemeinschaft werfen ein düsteres Licht auf den kleinen Ort. Was hat es damit auf sich und wie passen die vermissten Kinder ins Bild?
Wie immer ist das Buch wahnsinnig toll geschrieben. Sharon Bolton hat einen großartigen Schreibstil, der einen nicht mehr loslässt und quasi in die Story einsaugt. Mir gefällt auch sehr die düstere Atmosphäre in dem Buch. Allein schon, dass die Familie ja quasi auf dem Friedhof wohnt... ne, das wär gar nichts für mich. Ich finde Friedhöfe jetzt nicht schrecklich unheimlich, aber ich kann mir vorstellen, dass das Nachts dann noch mal ne andere Geschichte wäre. Grade wo hier ja auch noch die beiden Kirchen und die sowieso schon unheimlich Umgebung des Moores hinzukommt. Und ehrlich gesagt, finde ich auch die Einwohner von Heptonclough ziemlich gruselig. Trotzdem fand ich grade den Anfang der Story etwas zu langatmig. Das hat sich dann ab der Mitte aber gegeben und mir hat der Fall und die Auflösung extrem gut gefallen. Nur das Ende hätte ich mir etwas anders gewünscht und lässt einen ein bisschen unbefriedigt zurück.
- Dennis Frey
Agung
(12)Aktuelle Rezension von: BuechervorhersageDiese Geschichte ist sehr außergewöhnlich. Es ist am Anfang nicht erkennbar, wie spannend, überraschend und voller Fantasie dieses Abendessen sich gestaltet. Das Buch hat mich sehr gepackt und ich war erstaunt, wie viel in diesem recht dünnen Buch passiert und auch, wie brutal sich die Erzählung entwickelt. Ich empfehle das Buch Fantasyfans, die eine packende Geschichte zum Miträtseln suchen.
- Jochen Bender
Tödliches Cannstatter Zuckerle
(5)Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies
Beim Cannstatter Weinberghäusle wird eine Leiche geborgen. Kurz darauf wird ein junges Mädchen vermisst.
Die Stuttgarter Kommissare Jens Hurlebaus und Bianca Walter stellen fest, dass der Tote der Lehrer der vermissten Kiara war.
Bei den Ermittlungen gibt es einige Verdächtige und die Suche gestaltet sich schwierig. Viele Wege führen zunächst in eine Sackgasse, aber dann führt einer sie zu Mittelalterfeiern. Werden sie dort Kiara lebend finden?
Dies ist ein Regionalkrimi von Jochen Bender. Es gibt viele Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Der Autor führt den Leser dabei durch einige Wendungen auf die falsche Fährte.
Die Charaktere sind ausgereift. Mir haben Jens, Bianca und Olga sehr gut gefallen. Auch die Mittelalter-Rituale sind gut beschrieben.
Der Schreibstil ist flüssig. Allerdings bleibt die Spannung ein wenig auf der Strecke und nimmt erst gegen Ende an Fahrt auf. Bis zum Ende rätselt man mit, wer der Täter ist.
Vieles wird in der Ich-Form Hurlebaus berichtet, was etwas ungewohnt ist, wenn Teile des Buches aus Sicht des Kommissars berichtet wird.
Schön fand ich, dass der schwäbische Dialakt hier angewandt wird, aber es bleibt dezent.
Fazit: Mein erstes Buch des Autors war Dienstage & Silvester und ich muss sagen, dass hier eine positive Steigerung festzustellen ist. Ein solider Regionalkrimi mit Lokalkolorit haben mich letztendlich überzeugt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 💥💥💥💥
Vielen Dank an @oertel + spoerer für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Weitere Rezensionen findet ihr unter
https://helgasbuecherparadies.com/2021/02/11/bender-jochen-%f0%9f%93%96-dienstage-und-silvester/
www.helgasbuecherparadies.com
- Kwei Quartey
Trokosi
(17)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderTrokosi: ein umstrittener Brauch wo Jungfrauen als Trokosi einem Götterschrein geweiht werden, wo sie dann als Sklavinnen des Pristers leben müssen. Gladys war eine eifrige Medizinstudentin und versuchte in ihrer Heimat Ghana über HIV und Aids aufzuklären. Speziell mit den Trokosi nahm sie Kontakt auf und versuchte Hilfe und Aufklärung zu bieten. Nun ist sie ermordet und die Ermittler versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Die Lager sind gespalten, denn die einen wollen Traditionen bewahren und HIV und Aids wird als Hexerei abgetan. Auf der anderen Seite gibt es die wo selbst Informationen weiter geben oder suchen und die Bevölkerung schützen wollen. Mitten in dieses Fadenkreuz gelangen die Ermittler und es geht um viel mehr als um die Aufklärung des Mordes an Gladys. Kwei Quartey ist ein sehr realistisches, beklemmendes und spannendes Buch gelungen. Die Gefahren von HIV und Aids werden drastisch dargestellt und diese Geisel wird oft noch verharmlost oder als Hexerei dargestellt. Alles verpackt in einen spannenden und ershcütternden Thriller.
- Johannes Groschupf
Lost Places
(115)Aktuelle Rezension von: mandalottiVermutlich bin ich einfach zu alt für die Protagonisten. Mir ging besonders Lennart, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben ist, total auf den Geist. Er bekommt nichts auf die Reihe, die anderen sind Schuld und reitet sich dann noch selbst in die nächste Sch....
Aber der Hälfte wurde es dann aber immerhin wirklich spannend, auch wenn es an manchen Stellen einige Logik-Fehler hatte.
Ich gebe dem Buch 3,5Sterne und runde auf 4 auf.























