Bücher mit dem Tag "roadtrip"
423 Bücher
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.956)Aktuelle Rezension von: annalogWahnsinnig witzige Idee, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Hier gibt es die Geschichte des 100-jährigen, der vor seiner Geburtstagsparty flüchtet und dabei so allerhand erlebt. Es gibt immer wieder Rückblicke auf sein Leben und auch da hat er Dinge erlebt, die mich kopfschüttelnd zurückgelassen haben.
Mir ist übel aufgestoßen, dass das N-Wort verwendet wurde. Ich hatte hoffentlich noch eine ältere Version und in den neueren ist das hoffentlich überarbeitet? - Bianca Iosivoni
Falling Fast
(1.087)Aktuelle Rezension von: Kristina_RitterDas Cover gefällt mir in dem lilanem getupften Ton.
Hailee ist auf einem Roadtrip unterwegs und landet wie von selbst am Grab ihres besten Freundes. In einer Bar lernt sie Chase kennen während sie versucht von einem schmierigen Typen wegzukommen. Etwas an ihn fasziniert sie, doch als sie erkennt wer er ist wendet sie sich ab. Ausserdem muss sie sowieso wieder los, da sie mit ihrer Schwester am Ende des Roadtrips verabredet ist.
Mir hat der Start der Geschichte richtig gut gefallen, man konnte sich alles gut vorstellen und war auch direkt betroffen von Jaspers Tod. Ein bisschen an der Kommunikation der beiden hat mir nicht gefallen, ich kann es aber nicht genau benennen. Ich musste in diesem Buch 2 mal richtig weinen.
Mit diesem Ende zurückgelassen zu werden ist echt fies. Mir ist noch nicht so ganz klar, wieso sie am Ende so handelt wie sie es tut. Aber vielleicht wird das in der Fortsetzung besser erklärt, es hätte auch die Spannung rausgenommen wenn man mehr Informationen hätte. Spice ist vorhanden, die Dosierung ist in Ordnung. Man kann sich hier auf Romantik, Herzschmerz und viel Emotionalität einstellen.
Kein Highlight für mich, aber dennoch lesenswert.
- John Green
Margos Spuren
(1.958)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Leider konnte mich Margos Spuren nicht überzeugen. Der Schreibstil war zwar ungewöhnlich und in gewisser Weise interessant, aber insgesamt empfand ich ihn als zu schnell, hektisch und abgehackt. Dadurch fiel es mir schwer, in die Handlung einzutauchen oder eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Die Idee der Geschichte hatte zwar Potenzial, doch die Umsetzung hat mich persönlich nicht erreicht. John Green ist wohl einfach nicht mein Autor.
- Wolfgang Herrndorf
Tschick
(2.979)Aktuelle Rezension von: Trishen77Es gibt Romane und Geschichten, die, während man sie liest, unter einem hinwegzugleiten beginnen; als würde man nicht mehr lesen, sondern einen Film sehen oder sich selbst eine Geschichte erzählen. Die Handlung ist nah, echt und lebendig, die Gespräche sind nicht nur Worte, die gewechselt werden, sondern enthalten menschliche Dimensionen. Und von den Entdeckungen, die die Figuren machen und erleben, kann man sich selbst nicht ausschließen.
Wolfgang Herrndorfs unspektakuläres und dennoch unnachahmlich schönes Roadmovie um zwei junge Teenager ist so ein Roman; eine Geschichte voller kleiner Erlebnisse, Ideen und Pannen, in dessen Verlauf es um nicht mehr und nicht weniger als das Spiel von Freiheit und menschlicher Sehnsucht geht. Doch tut es das weder metaphysisch oder dreist, noch in dem es sexuelle oder emanzipatorische Reizthemen in den Mittelpunkt stellt - nein, es hat eine lebensklare und undefinierte und oft auch heiter bis witzige Art dies zu tun, die sich ganz allein aus der Geschichte entwickelt, die der Geschichte beigegeben ist. Eine Art, dass wir uns ebenso wie die Protagonisten wünschen, dass die Reise noch eine Weile weitergeht, dass man noch etwas weiterkommt. - Wohin?
Ist das überhaupt eine Frage?
Manche Bücher passen einfach - und deswegen ist es schwer über sie zu schreiben. Sie sind uns in keinem Teil fern und eine Analyse würde sie mehr reduzieren als ihre Wirkung erhellen. Sie sind lesenswert, weil sie unverstellt und ehrlich daherkommen. Sie sind schön, auch weil sie es riskieren, in manchen Momenten und Gesprächen Stellen zu berühren, die sowohl schön als auch schmerzlich sind. Das dies die wesentlichen Stellen menschlichen Lebens, vor allem jedoch der Jugend sind, dürfte klar sein. Und ich habe lange davon nicht mehr so unkompliziert und unaufdringlich gelesen, wie bei Wolfgang Herrndorf in "tschick". - Douglas Adams
Per Anhalter durch die Galaxis
(3.296)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerPer Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams ist pures Chaos und genau das meine ich im besten Sinne. Der Humor ist schräg, trocken und oft völlig unerwartet. Man stolpert von einer verrückten Idee in die nächste und muss ständig schmunzeln oder laut lachen. Die berühmte 42 steht dabei fast sinnbildlich für den ganzen Wahnsinn dieser Reise. Trotz all der Absurdität steckt auch ein kleiner Gedanke über das Leben und das Universum dahinter. Für mich ist es ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern erlebt.
- Rachel Joyce
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
(1.383)Aktuelle Rezension von: Annis_BuecherregalDie unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce hat mich tief berührt.
Anfangs wirkt die Geschichte sehr unscheinbar: Ein Rentner, der einfach nur einen Brief einwerfen will. Doch aus dieser kleinen Geste entwickelt sich eine unglaubliche Reise, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 🚶♂️
"Auf seiner Reise begegnet er den unterschiedlichsten Menschen – von seiner oft übersehenen Frau Maureen über Fremde, die ihm helfen, bis hin zu einem Nachbarn – und jeder von ihnen ist ein Spiegel für sein eigenes Leben. Es sind diese Begegnungen, die ihm helfen, seine inneren Dämonen zu verstehen und zu akzeptieren."
Was das Buch so besonders macht, ist die Mischung aus Hoffnung und Melancholie. Es zeigt eindringlich, wie die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und dass man sich seinen Fehlern stellen muss, um weiterzukommen. Harold versucht, seine Fehler "wegzumachen", lernt aber, dass es viel wichtiger ist, die eigenen und die Narben anderer zu akzeptieren.
Eine der stärksten Botschaften für mich war, dass man den Wert einer Person oft erst erkennt, wenn sie nicht mehr da ist. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, wie die Begegnung mit dem Mädchen, das sagt: "Du musst nur stark genug an das Positive denken, dann wird es auch wahr." ✨
Ein sehr schönes, gut lesbares Buch, das voller Menschlichkeit steckt und zeigt, wie man auch im hohen Alter mutige Schritte machen kann. Absolut lesenswert!
Ich glaube fest daran, dass die Kraft des positiven Denkens viel verändern kann. Aber hat diese Idee wirklich keine Grenzen? Was denkt ihr: Wann hört positives Denken auf zu wirken?
- Jojo Moyes
Weit weg und ganz nah
(1.905)Aktuelle Rezension von: Monika_D_KunzeDer Titel erschließt sich mir nach dem Lesen nicht ganz 🤫Denn letztendlich spielt sich ein großer Teil der Geschichte auf engstem Raum ab, während Ed und Jess in seinem Wagen quer durch England und Schottland unterwegs sind. Na ja, wahrscheinlich handelt es sich um eine Anspielung darauf, dass sie sich körperlich zwar nah, doch in der gesellschaftlichen Rangordnung sehr weit auseinander stehen. Denn darum geht es in dieser Geschichte, abgesehen von der berührenden Liebesgeschichte zwischen den beiden. Denn genau so empfand ich sie; hier passiert nichts Knall auf Fall, sie fallen nicht von jetzt auf gleich um vor Verliebtheit; ganz im Gegenteil. Es gibt Skepsis, Ablehnung, unschöne Szenen und Kinder und einen Hund, die einen Wagen der oberen Preisklasse verhunzen 🤭Die Liebe keimt auf, als man näher hinsieht, hinhört, zeigt, dass man doch nicht so stark, so cool, so mürrisch ist, dass sich unter den Schalen verletzliche Menschen mit vielen Problemen verstecken.
Der Klappentext verrät nur sehr wenig der Story an sich. Jess ist eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder, eines davon wird gemobbt, das andere ist sehr klug und hat die Chance auf einen Platz auf einer sehr guten Schule, wenn da das fehlende Geld nicht wäre. In vielen Situationen erlebt man mit, wie Jess kämpft, sich aufopfert, manchmal am liebsten einfach rausgehen und schreien möchte, weil sie nicht mehr weiterweiß, um dann doch die Backen zusammenzukneifen und weiterzumachen, weil ihr nichts anderes übrig bleibt. Dementsprechend hat sie eine raue, unnahbare Schale um sich aufgebaut.
Ed ist eigentlich ein Nerd, der es auf Grund einer guten Idee zum Wohlstand gebracht hat. Er hat(te) mehrere Häuser, eine schöne Frau und ein finanziell abgesichertes Leben. Bis er etwas tut, das ihm den Strick um den Hals legt. Es drohen Gefängnis und finanzieller Absturz. Die Geschichte lässt schön in sein Inneres blicken, wer der Mann eigentlich ist, der unter der Schale mit der Aura des Wohlstands steckt.
Da Jess seine Zugehfrau ist, kennen sie sich - mehr oder weniger. Durch gewisse Umstände kommt es dazu, dass sie mehrere Tage gemeinsam unterwegs sind, wodurch jeder die Gelegenheit hat, hinter die Fassade des anderen zu blicken. Sie kommen einander näher, langsam, dabei werden ebenso Jess` Kinder in die Story eingeflochten, die in Ed einen besseren Vater finden, als ihr eigener es jemals sein könnte.
Eine tolle Geschichte, die mir sehr gefallen hat. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich werde mir gerne auch ihre anderen Werke kaufen.
- John Green
Paper Towns, Film-Tie In
(444)Aktuelle Rezension von: AlwiiineQuentin, der kurz vor dem Abitur steht, sieht in seiner gleichaltrigen Nachbarin ein echtes Wunder, er himmelt sie an. Selbstverständlich stimmt er zu, als sie in eines Nachts um Hilfe bei ein paar Streichen bittet. Am nächsten Tag ist sie jedoch verschwunden und plötzlich erscheinen die Streiche in einem anderen Licht, als hätte sie mit ihrem alten Leben abgeschlossen.
Es beginnt eine verzweifelte und oft auch lustige Schnitzeljagd nach ihr, auf die sich Quentin mit seinen Freunden begibt. Dabei lernt er viel über das Mädchen das er sucht, deren Umgebung, die Erziehungsweise ihrer Eltern, seiner Eltern, über seine Freunde, die Schule, die Stadt und das Leben. Aber am meisten lernt er über sich selbst. Denn er merkt, wann immer wir auf andere blicken und deren Sichtweise auf das Leben verstehen wollen, so lernen wir am Ende dabei doch am meisten über uns selbst. Denn unsere Perspektive ist es aus der wir auf die Welt schauen.Sehr empfehlenswertes Buch für jede Altersklasse!
- Sebastian Fitzek
Der erste letzte Tag
(625)Aktuelle Rezension von: i1arieIch kenne Sebastian Fitzeks Bücher schon sehr lange und gut. Nicht die Romane, nur die Thriller. Daher wollte ich mich unbedingt an diesen Roman machen und er hat mich überzeugt.
Man muss sagen, dass es bei „der erste letzte Tag“ um genau das geht, was man auch vermutet. Zwei Menschen treffen sich durch eine Schicksalhafte Begegnung und leben ihren Tag so, als wäre es ihr letzter.
Ich habe selten bei einem Buch so sehr gelacht und mitgefiebert. Es war einfach wunderschön unterhaltsam. Gleichzeitig natürlich manchmal auch sehr traurig. Aber in erster Linie hat es mich sehr gut unterhalten.
Natürlich wirkt es etwas „abgedroschen“ und „an den Haaren herbeigezogen“ aber dennoch ist die Geschichte und die Inhalte, die übermittelt werden sehr schön.
Inhaltliche sollte man wirklich etwas mitnehmen und darüber nachdenken. Toller Inhalt mit Message zum Nachdenken.
- Alexandra Bracken
Die Überlebenden
(436)Aktuelle Rezension von: NatalieMik✨ Rezension ✨
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Zuerst liest man eigentlich die Bücher und dann schaut man den dazugehörigen Film. In meinem Fall war das genau andersrum. Ich habe zuerst den Film ,,The Darkest Minds" geschaut und danach angefangen die Bücher zu lesen.
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Worum geht es in den Büchern?:
Es geht um einen weltweiten Virus, welches nur Kinder befällt. Viele Kinder starben an dem Virus, aber diejenigen, die es überlebt haben, haben sonderbare Kräfte bekommen.
Ruby gehört zu den Überlebenden und kann nun in die Köpfe von anderen Mensch eindringen. Kinder, die das Virus überlebt haben, wurden aber als gefährlich eingestuft und wurden eingesammelt und in Lagern untergebracht, abgeschottet von der Welt. Ruby lebte jahrelang in einem Lager, bis ihr die Flucht gelingt und sie Draußen auf Liam, Chubs und Zu trifft. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem ,, Flüchtling", der geflohenen Kindern Zuflucht gewährt.
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Ruby hat mir während der Geschichte ganz starke ,,Juliette" Vibes gegeben (Shatter Me). Sie hat Angst Menschen zu berühren, da sie nur allein mit einer Berührung in den Köpfen von Menschen eindringen kann. Sie sieht sich selbst als Gefahr und benimmt sich bis zur Hälfte des Buches sehr pessimistisch. Das ging mir tatsächlich etwas auf die Nerven. Erst gegen Ende der Geschichte hat sie eine starke und gute Charakterentwicklung hingelegt. Darüber bin ich auch sehr froh.
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Liam und Zu habe ich auf Anhieb gemocht. Liam ist sympathisch, stark, hilfbereit und einfach liebenswürdig, genauso wie Zu. Chubs ist am Anfang etwas misstrauisch gegenüber Ruby, aber nach und nach sieht man, dass er ebenfalls einen sehr netten Kern in sich trägt.
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Stellenweise zieht sich die Geschichte etwas. Gegen Ende hin wird es erst so richtig spannend und aufregend. Das Ende finde ich sehr gelungen! Mit so einer Wendung würde man gar nicht rechnen (meiner Meinung nach). Ich hab auf jeden Fall Lust, die Geschichte weiter zu lesen und bin gespannt, wie es weitergeht! 📚
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🌟 Bewertung: 3,75/5 🌟
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(Chubs ist in dem Film ein grüner und in dem Büchern ein blauer. Hat mich etwas verwirrt, als ich das gelesen habe, dass er ein blauer ist 😂)
- Neil Gaiman
American Gods
(386)Aktuelle Rezension von: Silja_C_Hoppe🖋️ In "American Gods" folgen wir Shadow, der verfrüht aus dem Gefängnis entlassen wurde, weil seine Frau bei einem Autounfall starb. Direkt auf dem Heimweg bekommt er ein Jobangebot, das in seiner Merkwürdigkeit nur von dem Mann übertroffen wird, der es ihm anbietet. Daraus entwickelt sich eine abgefahrene Abenteuergeschichte, die es in sich hat.
💬 Ich habe tatsächlich die Serie vor dem Buch geguckt. Aber nur eine Staffel, danach habe ich das Projekt aus den Augen verloren. Durch einen Tiktokfilter wurde es mir wieder vorgeschlagen. Ich habe direkt den Directors Cut gelesen, also Neil Gaimans ungekürzte Fassung.
♥️ Vor allem mochte ich American Gods für die ulkigen Szenen zwischen den Kapiteln. Die haben mich teilweise sogar zu Tränen gerührt. Mir kommt es so vor, als hätte Neil Gaiman wirklich eingängig recherchiert. Ich liebe den Schreibstil und die vielen Charaktere und die ganzen ulkigen Ideen, die darin stecken.
🙇♂️ Ach, die Auflösung war mir irgendwie zu platt. Ich hätte mir mehr erhofft, wenn ich auch glaube, dass darin nicht die wahre Stärke von "American Gods" liegt. Und ich glaube, dass die Kürzungen vielleicht doch ganz sinnvoll wahren. Hier und da war es mir etwas zu lang. Wer kennt das nicht. :D
⭐ 5 Sterne für mich, da meine Kritikpunkte keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigen. - Kerouac Jack
Unterwegs
(251)Aktuelle Rezension von: mabo63In schnellem Tempo erzählt Jack Kerouac in seinem autobiografischem Text von jener Zeit Ende der 40er in den Staaten. Er gehörte zur Beat Generation, so etwas wie die Vorgänger der Hippies. Sie sind dem Jazz verfallen, Drogen, Nachtclubs, Sex.
Rastlos sind sie, immer on the Road.
Gefühlte 10 mal jagen sie kreuz und quer durch Amerika, mit gestohlenem Wagen, als Anhalter, mit dem Bus. Ein halbes Dutzend Autos gehen zu Bruch. Dean der Anführer, ein möchte-gern Schriftsteller, Träumer, Looser handelt egoistisch nur zu seinem Vergnügen, hat Frauen und Kinder über das ganze Land verstreut und lässt diese immer wieder hinter sich.
Gut haban mir die Momente in den Clubs gefallen, wo der Jazz, der Bebop gespielt wird. Hier hat der Roman seine Stärken, hier flippen sie, die Beatnik's endgültig aus.
- Anne Freytag
Mein bester letzter Sommer
(875)Aktuelle Rezension von: gimmis_lebenWow. Einfach nur wow! Durch “Mein bester letzter Sommer“ haben mir so oft Tränen in den Augen gestanden, wie bei kaum einem anderen Buch -und damit habe ich nicht gerechnet ❤️🩹
Ein durch und durch berührendes Buch.
Da es nicht mein erstes Buch der Autorin ist, war ich mit dem Schreibstil bereits vertraut und er gefällt mir auch hier wieder. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist einfach zu verstehen.
Das Tempo der Handlung ist recht zügig, besonders am Anfang -da ging es mir ehrlich gesagt etwas zu zügig voran, denn die Verbindung zwischen Tessa & Oskar war plötzlich einfach da. Im Verlauf des Buches war die Geschwindigkeit aber völlig angemessen und passend, gerade was die Reise der Protagonisten betrifft -denn ihre Zeit ist nunmal leider begrenzt.
Die Beschreibung der Charaktere ist ebenfalls absolut gelungen.
Anfangs wirkt es vielleicht so als wären sie oberflächlich gehalten, aber im Verlauf steckt die Tiefgründigkeit und die Emotionen, sowie die Entwicklung einzelner Charaktere -dieser Aufbau gefällt mir sehr gut und hat wunderbar zur Handlung gepasst.
Dass die Darstellung der verschiedenen Umgebungen während der Reise zu kurz kam, war für mich gar kein Problem in diesem Buch. Normalerweise ist das etwas, was mich stört, aber auch hier war das angemessen und für die Situation passend.
Dieses Werk von Anne Freytag ist einfach ein in sich stimmiges Buch und Aspekte, die ich sonst als störend oder zu wenig ausgearbeitet empfinde, wurden hier gut zusammengefügt -so macht alles Sinn und schadet der Geschichte ganz und gar nicht 🎧
- Jojo Moyes
Im Schatten das Licht
(351)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Das Buch beginnt mit dem Zitat
"Zeige mir dein Pferd und ich sage dir, wer du bist."
Als absolute Pferdefreundin fühlte ich mich natürlich direkt verstanden und abgeholt.
Allerdings ist dieses Buch kein stereotypes Pferdebuch. Es lebt von den gut durchdachten, vielschichtigen Charakteren, die man alle auf ihre Art lieben muss und der bewegenden, tiefgründigen und traurig schönen Story.
Es dreht sich nicht vorrangig um Pferde, es geht um zwischenmenschliche Dinge und vor allem um die Schicksale des elternlosen Mädchens Sarah und ihrem tollen Großvater Henry Lachapelle, einem außergewöhnlichem Reiter, der seine große Leidenschaft das Reiten, für die Liebe seines Lebens aufgegeben hat und daraufhin eine Menge schwerer Schicksalsschläge durchleben musste.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und packend, man konnte das Buch kaum weglegen. Gegen Ende war ich zu Tränen gerührt und hatte einen dicken Kloß im Hals. Genau so müssen Bücher sein. Fünf Sterne für dieses großartige Buch!
- Nina George
Das Lavendelzimmer
(581)Aktuelle Rezension von: miahInhalt:
Buchhändler Jean Perdu betreibt einen besonderen Buchladen: die literarische Apotheke. Auf seinem Boot verkauft er Bücher wie Medizin, denn er weiß immer, welches Buch die Menschen gerade brauchen. Nur sich selbst kann er nicht leiden. Noch immer leidet er darunter, dass er vor 21 Jahren von Manon verlassen wurde. Bis er es endlich wagt, ihren letzten Brief von damals zu lesen...Meine Meinung:
Dieses Buch liegt schon ewig auf meinem SuB. Nachdem ich "Das Traumbuch" von der Autorin gelesen hatte, wollte ich gerne mehr von ihr lesen. Ich kenne noch "Die Mondspielerin", aber danach war der Vorsatz erstmal vergessen. Meine Mama hatte "Das Lavendelzimmer" bereits gelesen und wollte es nun nochmal lesen, bevor sie mit "Das Bücherschiff des Monsieur Perdu" weitermacht. Allerdings hat ihr damals der Schreibstil etwas Schwierigkeiten bereitet, da französische Ausdrücke verwendet werden, die zum Teil nicht erklärt werden. Daher habe ich das Buch nun gelesen und die fehlenden Erklärungen für sie ergänzt. Es war nicht viel, aber ich verstehe, dass es stört, wenn manche Ausdrücke zu selbstverständlich verwendet werden.Aber von vorne: Die Geschichte handelt von Monsieur Jean Perdu, der ein Bücherschiff besitzt. Ich fand die Idee ganz wunderbar und stelle es mir großartig vor, jeden Tag auf einem Schiff voller Bücher zu sein. Schön fand ich auch, dass Jean das Talent besitzt, den Menschen genau das Buch empfehlen zu können, das sie gerade brauchen. Für ihn sind Bücher wie Medizin und ich denke, dass können viele Leser sehr gut nachempfinden. Doch in Jean steckt eine tiefe Traurigkeit. Als er vor 21 Jahren von Manon verlassen wurde, brach für ihn eine Welt zusammen. Ich fand es etwas schwierig, dass wirklich so viel Zeit vergangen sein soll.
Mit dem Einzug einer neuen Nachbarin in das Mehrfamilienhaus, in dem Jean lebt, wird er plötzlich mit der Vergangenheit konfrontiert. In dem Tisch, der er der neuen Nachbarin großzügig überlasst, befindet sich der letzte Brief von Manon. Jean wollte ihn damals nicht lesen und hat später vergessen, wohin er ihn gelegt hatte. Damit beginnt für Jean eine Reise: eine Reise in seine und Manons Vergangenheit und eine Reise zu sich selbst.
Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich in die Geschichte reingefunden hatte. Jean war für mich schwer greifbar, er hatte eine tiefe Traurigkeit in sich, die ihn lähmte. Auch die Zeitspanne kam mir etwas lang vor, vor allem weil Jean sich in dieser Zeit so sehr abschottete. Erst mit der Fahrt auf seinem Bücherschiff findet er wieder zu sich selbst. Das war schön zu lesen. So konnte mich die Geschichte zum Ende hin auch berühren. Doch der Weg dahin war schwierig.
Mir haben die Nebencharaktere gut gefallen, vor allem Max Jordan, ein gefeierter Autor, der sich nach seinem erfolgreichen Debüt am liebsten verstecken würde. Er wird spontan zu Jeans Wegbegleiter und nach und nach zu einem Freund für Jean. Dabei muss Max auch sich selbst erstmal finden.
Insgesamt hat mir die Geschichte zu gefallen. Sie braucht ihre Zeit, bis sie Fahrt aufnimmt und einnehmender wird. Der Schreibstil ist tatsächlich etwas schwierig. Für mich waren die französischen Begriffe kein Problem, aber ich kann nachvollziehen, wenn die eine oder andere Erklärung hilfreich gewesen wäre. Die Autorin schreibt ausschweifend und bildhaft, sodass man sich alles gut vorstellen kann, aber die Handlung manchmal etwas zu kurz kommt. Die Idee fand ich insgesamt sehr schön. Ob ich noch weitere Bücher der Autorin lesen werde, weiß ich im Moment nicht.
- Morgan Matson
Amy on the Summer Road
(613)Aktuelle Rezension von: adorablesophie"Amy on the Summer Road" von Morgan Matson ist eine erfrischende Sommerlektüre und damit perfekt für den Strandurlaub.
Die Protagonistin Amy ist eine sympathische Figur, mit der sich viele Leser identifizieren können. Ihre Reise ist voller unerwarteter Wendungen, die mich oft zum Schmunzeln brachten. Was mir besonders gefallen hat, ist die Vielfalt der Nebencharaktere und deren Beziehungen zueinander. Jeder hat seine eigenen Geschichten und Herausforderungen, die geschickt in die Handlung eingewoben sind und dazu beitragen, dass die Welt, in der sich Amy bewegt, lebendig und realistisch wirkt.
Die Sommerkulisse, die Matson erschafft, ist einfach bezaubernd. Man spürt förmlich die warme Sonne, den kühlen Wind. Es ist eine Welt, in die man sich gerne verliert und von der man sich nur ungern verabschiedet.
Dieses Buch ist eine perfekte Mischung aus Romantik, Abenteuer und Selbstfindung, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene gleichermaßen begeistern wird. Definitiv ein Muss für den Urlaubskoffer!
Viel Spaß beim Lesen!
- Alexandra Flint
Maple-Creek-Reihe, Band 1: Meet Me in Maple Creek
(320)Aktuelle Rezension von: wasserratteIch bin echt enttäuscht. Die Charaktere sind mir ferngeblieben, die Story hat mich nicht mitgerissen. Ich hätte gerne ein herantasten der Zwillinge an den jeweils anderen miterlebt. Mir ging es zu schnell von dem Unbekannten Dasein zur geschwisterlichen führsorge, auch wenn ich glaube, dass besonders zwischen Zwillingen eine unsichtbare Verbindung besteht. Ich fands unrealistisch, wie sie ihn als Brudi betitelt hat.
Tatsächlich habe ich mir auch mehr Spannung erhofft. Die Hintergrundgeschichte von Lil und Joshka hätten den Spannungsbogen stärker oben halten können. In Joshkas Charakter habe ich mehr Potenzial gesehen. Es hätte ruhig darker sein können.
Das Einzige, was mich catchen konnte waren die grandiosen Herbstvibes und generell das Setting. Außerdem ist die Gestaltung des Covers sehr gelungen.
Fazit:
Ich werde die Dilogie leider nicht beenden. Dafür kann ich euch aber die Lakestone Campus of Seattle Trilogie und die Mondia Dilogie der Autorin empfehlen. Die haben mich gecatcht und überzeugt.
- John Green
Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)
(514)Aktuelle Rezension von: Trishen77Vorweg: Dies ist eine etwas ausschweifende, sehr allgemeine Rezension.
"Mädchen sind eine uneinnehmbare Festung der Ungewissheit"
Seit jeher (will heißen, seit ich kann) Liebe ich die Literatur. Ich "erachte die Lektüre als eine der Formen der Glückseligkeit", wie Borges es sagte. Allerdings habe ich es nie über Herz gebracht mich auf eine Gattung der Literatur zu beschränken.
So habe ich im Lauf der Jahre großartige Sach- und Fachbücher ( Das Heilige und das Profane , Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und das Lebbare ), wunderbare Essayistik ("Die Kunst des Hungers", "Fragen der Zeit", Inquisitionen ), tolle Romane (vor allem von John Irving, Philip Roth, Albert Camus, Heinrich Böll, etc., etc.), tolle Fantasy und Sci-Fi Bücher (Robin Hobb, Timothy Zahn), fantastische Erzählungen ( Die Nacht auf dem Rücken , "Die Geschichte vom Leopardenmann") und schöne Gedichte ( Das Stundenbuch , "Schatten und Tiger", "Gedichte von Else Lasker-Schüler") gelesen. Und ja, nicht zuletzt auch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher. Und durch diese bin ich dem Leben näher gekommen, als durch viele andere Bücher.
Es gibt tolle Kinderbücher. Roald Dahl hat einige geschrieben, Michael Ende zwei der wichtigsten, Astrid Lindgren ein paar der vollkommensten und auch Hans Baumann hat schöne geschrieben; nicht zu vergessen Cornelia Funke oder J.R.R. Tolkien, der mit einem der besten Bücher überhaupt (Der Hobbit) aufwarten kann.
Es mag stimmen, dass ein Kinderbuch selten ein Klassiker ist, aber auch unter ihnen gibt es zahllose unverwechselbare und einzigartige Erlebnisse und Eindrücke zu entdecken, auch für Erwachsene.
Das Jugendbuch wiederum ist eine Gattung, die schwerer zu durchleuchten ist. Dieser Teil unseres Lebens, die Jugend, ist gleichsam die größte Wandlung in unserem Dasein (noch stärker durch den Kult der sich darum entwickelt hat), aber es ist auch die Phase, wo wir am wenigsten konstant wir selbst zu seinen scheinen; eine Phase, wo wir viel mehr und viel weniger als wir selbst sind; mancher mag behaupten von dieser großen Verwirrung erholen wir uns nie. Aber viele sagen auch, dass die Jugend nun mal vorbei ist, wenn sie vorbei ist.
John Green ist ein geistreicher, ein guter und zugleich ein wunderbar pflichtvergessener Autor, was sein Genre angeht. Schon sein Debüt Eine wie Alaska ist ein ganz erstaunliches Buch, ein Jugendbuch und doch ein Buch was über diese Gattung hinauswächst.
Dagegen ist "Die erste Liebe" eher ein Buch, das in sich hineinwächst. Doch deswegen nicht umso eindringlicher und ungleich schön-unvollkommener..
"Man kann jemanden noch so lieben. Doch man liebt ihn nie so stark, wie man ihn später vermisst."
Jugendbücher zeigen uns die Wahrheiten unserer Haut und nicht unserer Welt, doch jene sind nicht weniger wichtig als letztere. Und sie lassen uns nicht damit allein. Wer ein paar gute Jugendbücher gelesen hat, wird feststellen, dass sie zwar nicht immer Stoff zum (Weiter-)Denken, aber oftmals viel Stoff zum Erinnern und Verstehen bieten. Und wer viel denkt, aber nie versteht oder erinnert, den würde ich (ich allein vielleicht) als arm bezeichnen. Denn wer nicht die Geschichten liest, die nicht durch das Abstrakte gegangen sind, Geschichten also, die das Leben noch vor sich haben, wie wir, im echten leben, jeden Tag, mag sich manchmal noch verloren fühlen, wo er es nicht mehr müsste.
"Und die Moral der Geschichte ist, man erinnert sich nicht an das, was geschehen ist. Woran man sich erinnert, wird zu dem, was geschehen ist."
Dies Buch, das eine Mischung aus Roadmovie, amerikanischer Freeland-Atmosphären-Party und Philosophiestunde ist, bringt einem auf kleinstem Raum ein paar Kleinigkeiten nah, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann es nur empfehlen und empfehlen auch andere Jugendbücher zu lesen (z.B.: "Die Nackten"). Auch der in diesem Buch erwähnte und von mir verehrte J.D. Salinger hat mit dem "Fänger im Roggen" ein Werk verfasst, welches, wenn auch virtuos und überragend, in diese Gattung gehört.
Wer mit Büchern durch das Leben gehen will, lese Kinderbücher für Herz und Moral, Jugendbücher für Haut und Gefühl und alles andere hauptsächlich für Kopf und Denken (und natürlich auch manches Mal für das Gefühl). - Jeannette Walls
Schloss aus Glas
(440)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt📌 "Das Leben ist ein Drama voller Tragik und Komik." - S. 176
Die Geschichte, vernachlässigter Kinder und vom Leben überforderter Eltern, schildert das Leben der Autorin selbst.
Jeannette Walls schafft es so anschaulich und mit Witz und Wärme von den bedauernswerten Umständen in ihrer Kindheit zu erzählen, dass man fast glaubt man sei dabei gewesen und das ganze Überleben sei ein großes Abenteuer- auch wenn die Tragik der Handlung nicht verkennbar ist.
Großartig.
- Derek Landy
Demon Road (Band 1) - Hölle und Highway
(209)Aktuelle Rezension von: shinyJulieAmbers Eltern wollen sie essen, denn sie sind Dämonen. Also flüchtet Amber über die Demon Road quer durch die USA und versucht so, ihren Eltern zu entkommen. Gemeinsam mit Milo, dessen Auto ein bisschen zu gut funktioniert, um normal zu sein.
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Protagonistin Amber ist noch eine Teenagerin, dementsprechend sind ihre Handlungen manchmal ein wenig impulsiv, aber ich fand sie wirklich sehr sympathisch und es ist nachvollziehbar, dass die ganze Situation ihr sehr zusetzt. Mein Liebling war aber auf jeden Fall Milo, weil er so super mysteriös dargestellt wird. Er gibt kaum etwas von sich preis, aber gleichzeitig tut er auch alles, um Amber zu unterstützen. Bei Glen war ich mir sehr lange recht unsicher, aber alles in allem lockert er die teilweise ernste Handlung durch seine Albernheit wieder auf. Die Handlung ist wirklich spannend aufgebaut und durch die wechselnden Städte liest es sich fast ein wenig episodenhaft. Mit den verschiedenen Fällen hat es mich positiv an Supernatural erinnert. Diese Reihe möchte ich auf jeden Fall weiterverfolgen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. - Geneva Lee
Royal Love
(613)Aktuelle Rezension von: Gina_1234„Royal Love“ hat mir von allen drei Bänden am besten gefallen, weil die Handlung hier spürbar mehr Raum bekommt und nicht mehr die Erotik den Großteil einnimmt. Die Beziehung wirkt reifer, die Konflikte nachvollziehbarer und es geht endlich stärker um die Lebensrealität der Figuren, ihre Vergangenheit und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen. Besonders mochte ich, dass die emotionalen Momente diesmal im Vordergrund stehen und die spicy Szenen zwar noch da sind, aber besser dosiert und in die Story eingebettet wirken. So fühlt sich der Band runder, erwachsener und insgesamt einfach stimmiger an – eine richtig gelungene Fortsetzung, die die Reihe für mich auf ein neues Niveau hebt.
- J. P. Monninger
Liebe findet uns
(427)Aktuelle Rezension von: AukjeHeather macht mit ihren zwei Freundinnen Constance und Amy nach ihrem Collegeabschluss, eine Rundreise durch Europa. Während einer Zugfahrt von Paris nach Amsterdam lernt sie durch Zufall Jack kennen der auch eine Rundreise durch Europa macht, aber geleitet durch ein Tagebuch seines Großvaters der als Soldat nach dem zweiten Weltkrieg durch Europa wanderte. Die beiden entwickeln ziemlich schnell Gefühle für einander, verlieben sich haben eine wunderbare Zeit in Europa und beginnen eine Zukunft in New York zu planen, da Heather nach ihrer Reise dort einen Job anfangen wird. Als sie nun am Ende ihrer Reise am Flughafen in Paris stehen um zurück zu fliegen, verschwindet plötzlich Jack spurlos. Heather ist verzweifelt da sie nicht verstehen kann, warum Jack einfach verschwunden ist und kommt einfach nicht über ihn hinweg. Als sie plötzlich einen Hinweis erhält beginnt sie ihn zu suchen und erfährt mehr über sein Geheimnis.
Hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da man mich immer mit Stories die um eine Reise in einem Zug durch Europa handeln, hat. Schließlich gehört der Film 'Before Sunrise' bis heute zu einem meiner absoluten Lieblingsfilmen. Dennoch fand ich das Buch teilweise anstrengend zu lesen, da es sich streckenweise gezogen hat. Auch der Charakter von Jack empfand ich eher als kühl und etwas abgeklärt und arrogant und konnte die Anziehung zwischen ihm und Heather überhaupt nicht nachvollziehen. Das Buch ist OK, hat aber seine Fehler und kann gelesen werden, aber gehört nicht zu den Büchern die man gelesen haben muss.
- Benedict Wells
Becks letzter Sommer
(458)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannEs ist eine Binse und dennoch bestimmt diese unser Leben: Letztlich sind es die Zufälle und die daraus entstehenden Möglichkeiten, die unser weiteres Leben bestimmen. Man kann noch so ein begnadeter Künstler sein, wenn dieses Talent nicht entdeckt und gefördert wird, versandet es im Ungefähren. Diese Zusammenhänge werden in diesem Roman auf eine interessante und gleichwohl in Teilen traurig stimmende Weise dargestellt. Wie sich schlussendlich doch alles fügt, da Erfahrenes, Erlebtes eben nicht spurlos an einem vorüberzieht und immer wieder neue Chancen entstehen sind die tröstenden Gewissheiten, die durch dieses Buch gespeist werden – auch wenn es gilt Träume mit der Realität zu konfrontieren und Abschiede in ihrer Konsequenz oft brutal und schmerzhaft sind. Schlussendlich sind es die Erinnerungen, die darüber entscheiden, ob man sein Leben nicht verschwendet hat: „‘[…] Wenn ich alt bin, werde ich mir davon [Erinnerungen] leider nichts kaufen können. Jedenfalls nichts, was mich noch glücklich machen könnte, wenn ich – mal pathetisch gesagt – im Rollstuhl sitze oder im Bett liege. Das Einzige, was ich dann noch habe, sind meine Erinnerungen. Und, tut mir leid, aber wenn ich tatsächlich irgendwann mal meinen Enkeln von meinem Leben erzählen sollte, dann will ich nicht die Geschichte eines Mannes erzählen, der nur deshalb Lehrer gewesen ist, weil es halt so bequem und sicher für ihn war.‘“
Keine Bange, so getragen geht es in diesem Roman nicht nur zu. Es sind auch zahlreiche spaßige Elemente darunter, die in Verbindung mit den Fragen an das Leben dieses Buch zu einem besonderen Buch machen: es unterhält, ohne banal zu sein. Dafür sind die zentralen Punkte zu sehr am Leben orientiert: Es geht ums Altern, um den Sinn des Lebens, um Ziele und Träume, um Chancen und Entscheidungen – und darum, an diesen Fragen nicht zu scheitern. Dies alles wird in eine Geschichte gebettet, die zwei große Themen miteinander verbinden: Musik und Liebe. Und was in diesem Zusammenhang passieren kann, wird hier an menschlichen Beziehungen dargestellt, die es in sich haben: ein Lehrer, der lieber Musiker geworden wäre, ein Farbiger, der an seinen Gefühlen (ver)zweifelt, ein Heranwachsender, der die Musik im Blut hat, aber der Liebe hinterherläuft – und eine Fahrt durch den halben Kontinent, in der diese verschiedenen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Befindlichkeiten enger zueinanderfinden und doch auch immer wieder auseinandergerissen werden.
Aus diesem Wechselspiel der Gefühle ergibt sich ein stimmiges Bild aus Lebensentwürfen, die an ihren jeweiligen Realitäten gemessen werden. Dies geschieht in stimmungsvollen Episoden und zahlreichen Repliken auf die Musikszene. Und wie hier Musik beschrieben und hörbar gemacht wird, ohne sie hören zu können, gehört mit zum Besten, was ich je gelesen habe. Und wie hier der Autor quasi eine Statistenrolle übernimmt und zum Gesprächspartner (in zeitlicher Distanz) wird, ist sowohl in ihrer Anlage als auch Ausführung brillant.
(21.3.2025)
- Sarah Kuttner
180 Grad Meer
(157)Aktuelle Rezension von: subbiInhaltangabe des S. Fischer Verlags:
"Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."Sarah Kuttner schafft es (wieder), wie nur wenige Autor*innen, das Gefühlsleben ihrer Protagonistin Jule ehrlich und schonunglos darzustellen. Ich konnte mich dadurch super in Jule hineinversetzen. Gleichzeitig hat das Buch viele humorvolle oder eher tragikomische Momente, sodass sich beim Lesen keine "Schwere" entwickelt. Diese Balance fand ich sehr gut.























