Bücher mit dem Tag "robben"
11 Bücher
- Jando
Die Chroniken der Windträume
(69)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer„Die Chroniken der Windträume“ von Jando ist ein modernes Märchen, das mich wie schon zuvor „Sternenreiter“ & „Traumflieger“ total in seinen Bann gezogen, verzaubert und sehr berührt hat. In „Die Chroniken der Windträume“ haben sowohl Tom, als auch sein Sohn Jan eine Begegnung mit dem Herrn der Winde, beide jeweils zu einer Zeit der Trauer und des Verlustes. Beide stehen an einem Punkt in ihrem Leben, den es zu bewältigen gilt und diese Zeit und die damit verbundenen Gefühle und Brücken, die es zu überwinden gilt, erlebt man hier mit. Da ich mittlerweile schon das aktuelle Buch von Jando zuliegen habe ("Im Himmel gibt es einen Bahnhof") und mich schon sehr aufs lesen freue, dachte ich nutze ich die Chance und schreibe vorher noch ein bisschen was zum vorheriegn Werk aus Jandos Feder. Jando erschafft hier nämlich wieder einmal ein Märchen für Erwachsene, das ganz offen und ehrlich mit dem Schmerz und der Thematik eines Verlustes umgeht und dennoch so viel Hoffnung schenkt, dass ich gar nicht weiß, ob mein Tränchen, das ich am Ende geweint habe aus Mitgefühl oder purer Hoffnung war. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem und wieder einmal ist es so, dass dieses Buch mir etwas ganz besonderes mitgegeben hat. Neben der Hoffnung, ist es nämlich der Glaube an die Träume, der in meinem Herzen ein ganzes Stückchen gewachsen ist und das fühlt sich bei jedem lesen des Buches immer wieder unwahrscheinlich schön an! - Jenna van Berke
Weiße Nacht: Ein Kleinstadt Romantik Thriller (Nordische Nächte 1)
(22)Aktuelle Rezension von: KarinJInhalt: Litza York aus Oregon erfüllt sich einen Kindheitstraum und reist ins finnische Oravi, um dort an ihrer Doktorarbeit über die Saimaa-Robbe zu schreiben. Dort zeichnet sich ab, dass jemand zu Anschlägen auf die seltenen Tiere übergegangen ist, und Litza ist bald in die Schutzpatrouillen eingebunden. So kommt sie dem Naturschutzpark-Verwalter Niilo näher. Auch sonst findet Litza Anschluss. Denn in Oravi gibt es jede Menge netter Leute. Und auch ein paar weniger nette, denn mindestens einer von ihnen ist für die Vergiftung der Robben verantwortlich.
Bewertung: Mir hat der Roman recht gut gefallen. Es fiel mir leicht, mich für die Geschichte zu interessieren. Ich las zügig. Die Sprache ist flüssig und langweilt nicht. Die Handlung ist so konstruiert, dass man wissen möchte, wie es weitergeht, und auch zu überlegen anfängt, wer der Täter sein könnte. Man geht durchaus mit mit der Handlung. Allerdings war mir Litzas Vorleben zu mysteriös und ich fand es ungeeignet, daraus einen enthüllenden Höhepunkt zu machen. Dieser Aspekt zog sich etwas hin. Schön fand ich die Beschreibung der Landschaft und des Ortes. Ich hatte das Gefühl, eine Prise Finnland kennenzulernen. Die verwendeten finnischen Ausdrücke und Sätze fand ich eine bereichernde Abwechslung und sie haben das Verständnis der Geschichte nicht gestört. Es fiel mir etwas schwer, die Figuren alle im Kopf zu behalten. Sie wurden zwar durchaus als unterschiedlich beschrieben. Aber im Endeffekt waren es zu viele gutaussehende Männer und nette Frauen, deren Kleidung zu häufig geschildert wurde. Irgendwo war die Darstellung dann doch etwas einseitig. Auch die Dramaturgie war eher konventionell, so dass sich der Leser wahrscheinlich eher nicht auf die falsche Fährte schicken lässt. Dass die Perspektive manchmal wechselt, fand ich eine gute Abwechslung. Das ergibt insgesamt eine Bewertung von 4 Sternen von mir.
- G. A. Aiken
Call of Crows - Entfesselt
(102)Aktuelle Rezension von: SacuraKera wird umgebracht und erhält von der nordischen Göttin Skuld ein zweites Leben als Crow, dank des attraktiven Wikingers Vig. Doch was bedeutet dieses neue Leben für Kera, eine Ex-Marine, die plötzlich mit einem Haufen Mädels zusammenlebt, die recht allergisch gegen Keras Organisationsversuche sind? Zum Glück steht Vig ihr auch in diesem Leben zur Seite.
Ich kann nichts anderes sagen, als das ich dieses Buch absolut liebe. Mittlerweile habe ich es über die Zeit immer wieder gelesen und werde jedes Mal wieder sofort in die Welt eingesaugt. Zu Beginn ist man genauso verwirrt wie Kera, die anfangs so gar keine Ahnung hat, was vor sich geht und lernt mit ihr die neue Welt kennen. Mit ihrer Haltung kommt sie nicht nur bei den Anderen anfangs nicht gut an, auch ich war teilweise etwas verwirrt, aber das tut der Verbindung zum Buch keinen Abbruch, da diese Phasen entweder zu komischen Situationen führen oder Vig sie abfedert. Ein besonderes Highlight für mich war Brodie, die mir teilweise leider zu wenig vorkam, aber wenn, dann richtig. 😊
Zusätzlich hat das Buch noch einen Handlungsstrang, der in den nächsten Büchern fortgeführt wird und eine größere Bedrohung verfolgt, aber das hätte ich meist gar nicht gebraucht. Man hat auch so genug Unterhaltung mit den Jungs und Mädels. 😂
Große Empfehlung an alle. 🥰
- Lotte Römer
Dünenliebe
(42)Aktuelle Rezension von: Uli_liestEin tolles Buch aus der Norderney-Buchreihe von Lotte Römer
Das Buch handelt von der Weltenbummlerin Katja und dem Naturschützer Malte, die mehr gemeinsam haben als nur eine Vergangenheit. Eine schöne Liebesgeschichte, bei der man zwischendurch etwas über Robben bzw. Heuler lernen kann.
In den Kapitel wechselt die Sichtweise zwischen Katja und Malte ab, was mir persönlich sehr gefällt.
Auch die Vorgänger aus der Buchreihe "Leuchtturmliebe" und "Strandkorbliebe" kann ich nur empfehlen. Die Geschichten in der Buchreihe sind alle abgeschlossene Geschichten und könnten unabhängig voneinander gelesen werden.
- Marie Schönbeck
Lüttes Glück - Ein Geheimnis am Nordseedeich
(11)Aktuelle Rezension von: Eva_GChristin ist bereits seit zwölf Jahren mit Franjo verheiratet. Denn er ist ihre Jugendliebe und sie haben mit dreiundzwanzig Jahren bereits geheiratet. Doch mittlerweile ist der Alltag und eine gewisse Regelhaftigkeit eingezogen, auf die vorallem Franjo großen Wert legt, denn er hasst Veränderungen und möchte nicht auf sein Gewohntes verzichten. Für Christin ist der Tagesablauf aber häufig nur schwer zu bewältigen, denn neben ihrer Arbeitsstelle in der Bank, die sie ebenfalls sehr fordert, erwartet Franjo von ihr, dass der Haushalt perfekt geführt wird und seine Wünsche allesamt von ihr erfüllt werden. Als Christin ihn aber in flagranti mit seiner neuen Mitarbeiterin im Lager seines Pfandleihhauses erwischt, ist für sie Zeit, die Ehe zu überdenken. Dafür reist sie zu ihrer besten Freundin auf die Nordseeinsel Föhr und ganz langsam spürt sie, dass sie sich entspannen und mit einem etwas anderen Blick auf die vergangen Jahre blicken kann. Es kränkt sie aber sehr, dass Franjo so gar nicht um sie kämpfen will und sogar seine Mutter bei ihr anruft, anstatt ihm selbst. Allerdings hat Christin auch Ablenkung von ihrem Kummer in Form von Anja, der Ruhe am Meer, dem Abstand von Köln und schließlich auch dem Einheimischen Tjorben, der ihr seit der ersten Begegnung im Kopf herumspuckt. Nachdem sie eine Robbe mit schweren Verletzungen am Strand gerettet haben, verstärkt sich die Anziehung nur noch mehr...
Marie Schönbeck knüpft mit diesem zweiten Band der Reihe rund um die Pension "Lüttes Glück" perfekt an den ersten Band an. Da Christin eine sehr sehr gute Freundin von Anja ist und sie sich noch aus deren Zeit in Köln kennen, erfahren die Leser ganz nebenbei noch mehr über Anjas weiteren Werdegang auf der Insel, was den Roman noch interessanter macht. Außerdem hat die Autorin einige Themen mit Tiefgang, wie die Ehekriese Christins, deren Auszeit auf der Insel und die vermeintliche Tierschändung der Robbe in den Fokus gerückt und sorgt so dafür, dass es nicht nur bei einer oberflächlichen Sommerlektüre bleibt.
Gerade jetzt, wo es draußen regnerisch und ungemütlich ist, liebe ich Romane, die mich ans Meer und in den Sommer entführen. Dieser zweite Teil der Lüttes Glück-Reihe hat es perfekt geschafft, mich an die Nordsee träumen zu lassen, ohne durch eine zu vorhersehbare Handlung zu langeweilen. Da die Bände der Reihe nicht einzeln gelesen werden sollten, knüpfen viele Geschehnisse an die vergangenen Ereignisse aus Band 1 an, was mir sehr gut gefällt. Gut, dass es noch einen weiteren Teil gibt, der mich nocheinmal nach Föhr entführt, denn die Reihe begeistert mich sehr!
- Niko Schiller
Jonas und die fliegende Robbe: (Jugend-Abenteuer)
(1)Aktuelle Rezension von: SteffiFee
Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht, denn eine Robbe mit Flügeln sieht man nicht alle Tage. Die Geschichte beginnt spannend. Die außergewöhnliche Robbe gerät in ein Fischernetz und wird danach von Helgoland bis an den Bodensee gebracht. Eines Tages wird sie dort von Jonas, einem 12 Jährigen Jungen entdeckt. Jonas lebt alleine mit seiner Mutter, die ständig besorgt ist, dass ihm etwas passieren könnte. Daher hat er auch kein großes Selbstvertrauen und wird von anderen als "Loser" gesehen. Als er sich jedoch mit der Robbe, die er Brownie tauft, befreundet, ändert sich schlagartig alles. Jonas wächst über sich hinaus. Er übernimmt Verantwortung für sein Leben und das der Robbe. Was vorher unmöglich erschien, wird plötzlich möglich, so dass alle staunen. Die Robbe Brownie gerät bald darauf in Lebensgefahr, da ein Metzger nach ihr trachtet. Robin trifft daraufhin eine waghalsige Entscheidung. Er muss die Robbe zurück nach Helgoland bringen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine spannende Reise.
Die Story wird lebhaft erzählt und eignet sich für Jugendliche und Junggebliebene. Ich war hier und da irritiert, weil die Perspektive innerhalb eines Leseabschnittes gewechselt hat. Es fällt auf, dass die Geschichte offenbar nicht lektoriert wurde, was eigentlich schade ist, denn der Inhalt ist gut durchdacht. - Margo Lanagan
Seeherzen
(70)Aktuelle Rezension von: SunnyleinchenInhalt: Rollrock Island ist eine raue Insel irgendwo im Norden, betäubt vom Geschrei der Möwen, dem Brüllen der Robben und dem Rauschen der Wellen, bevölkert von armen Fischern und ihren streitsüchtigen Frauen.
Doch Rollrock Island ist auch ein Ort voller Magie: Unten auf dem windigen Strand, wo die Robbenherden lagern, wirft das ungeliebte Mädchen Misskaella ihre Zauber aus und lockt wunderschöne Frauen aus den Robbenkörpern. Die schönsten Frauen, die die armen Fischer je gesehen haben. Und mit ihnen nimmt Misskaellas Rache ihren Lauf.
Der Hauptstrang der Erzählung ist sehr spannen, interessant und irgendwie ausgefallen. Das Mädchen, dass immer nur herumgeschubst wird, aber eine ganz besondere Gabe hat, welche sie allerdings in den Augen der anderen Menschen nur noch merkwürdiger erscheinen lässt. Die große Liebe und familiäre Wärme bleiben ihr größtenteils verwehrt und so entschließt sie sich ihr Gabe gewinnbringend und zerstörend einzusetzen. Ich habe das Buch als sehr gesellschaftskritisch empfunden. Frei nach dem Motto wer alles hat will gern noch mehr, zerbrechen die gierigen Bewohner an ihren Idealvorstellungen.
"Seeherzen" ist vor allem ein Roman mit viel Tiefgang. Für meinen Geschmack an den falschen Stellen zu viel davon. Die Charaktere, aus deren Sichtweisen wir je einen kleinen Teil der Geschichte erlesen, blieben für mich farb- und gesichtslos. Stellenweise fühlte ich mich etwas verloren, da mir gar nicht mehr klar war, wohin die aktuelle Person überhaupt gehört und welchen Bezug sie zur Handlung hat. Es kam so viel Füllmaterial zusammen, dass sich für mich kein Spannungsbogen aufbauen konnte, obwol er in Ansätzen vorhanden ist.
Auch wenn das Buch nicht so ganz meinem Geschmack entspricht, hat es mir recht gut gefallen. Wer gerne Romane mit großem emotionalen Anteil und ein wenig Magie liest, ist hier gut unterhalten. - Usch Luhn
Club der frechen Möwen (Band 1)
(24)Aktuelle Rezension von: Hummel68Stella und Rosalie verbringen zusammen mit ihrer Mutter Paula und dem Kater Kasimir ihre Sommerferien an der Nordsee. Für die Zeit ihres Urlaubs wohnen sie im Haus Sturmmöve, das einer Freundin von Mutter Paula gehört. Dort möchte die Mutter gerne an ihrem Roman schreiben und die Mädchen sollen ihre Ferien genießen. Schnell freunden sich die Mädchen mit Enno, Naima und Ellin an und als aus der nahegelegenen Aufzuchtstation plötzlich Robbenjungen verschwinden, gründen sie spontan den Club der frechen Möwen und gehen der Sache auf den Grund.
Zusammen mit den frechen Möwen erleben wir einen abenteuerlustigen Urlaub an der Nordsee, bei dem natürlich schwimmen, Eis und Waffeln essen und jede Menge Spaß nicht fehlen dürfen. Die fünf Freunde sind ein tolles Team, auch wenn alle sehr unterschiedlich sind , ergänzen sie sich perfekt. Gemeinsam klären sie den Fall der verschwundenen Robbenjungen auf und werden zu kleinen Helden.
Die Kapitel werden mit tollen schwarz/weiß Illustrationen aufgelockert und der leichte und lockere Schreibstil, sowie die große Schrift, ermuntern auch Lesemuffel zum selbst lesen. Nebenbei erfährt der Leser noch etwas über das Leben auf einer autofreien Insel und den richtigen Umgang mit Robben.
Der Club der frechen Möwen ist ein Buch, das sowohl von Mädchen wie auch Jungs anspricht und die angesprochenen Themen dürften für jedes Kind interessant sein.
Ein tolles Buch, nicht nur für den Sommer, bei dem Spaß und Abenteuer nicht zu kurz kommen.
- Emma Bieling
Dornröschen auf Föhr
(27)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Für die unter Narkolepsie leidende Donna erfüllt sich ein großer Traum: Sie darf ein Volontariat als Radiomoderatorin auf Föhr machen. Ihre gluckenhafte Mama ist davon überhaupt nicht begeistert. Was will denn Donna auf Föhr?
Auf Föhr angekommen lernt Donna den Kellner Fritz kennen und die beiden kommen sich näher. Ihren Hotelaufenthalt wandelt sie schnell in ein Pensionszimmer bei der netten Erna um. Erna kümmert sich sehr liebevoll um Donna.
Der Roman hat mir gut gefallen, der Schreibstil ist flüssig und man kann der Geschichte gut folgen. Die Hauptfigur Donna ist sehr sympathisch. Die Geschichte ist märchenhaft romantisch, die Kulisse Föhr bietet sich für einen schöne Sommerroman sehr gut an.
- Rebecca Hunt
Everland
(55)Aktuelle Rezension von: jenvo82„Andere Tage würden kommen, unzählige andere mehr. Er hatte nicht gewusst, dass alles, was man geben und nehmen konnte, einen Wert hatte, so wie die eigene Kraft oder das Versprechen auf Zeit.“
Inhalt
Im Jahr 1913 starten 3 Männer eine Expedition auf die Insel Everland, ein Zipfelchen in der Antarktis, jenseits aller Zivilisation nur besiedelt von Eismassen, Pinguinen und Robben – unter dem heeren Ziel der Erforschung unentdeckter Landstriche, beginnt ein lebensbedrohlicher Marathon, dem innerhalb kürzester Zeit jede Berechtigung abhandenkommt. Das nackte Überleben steht auf dem Spiel und die Rückkehr des Mutterschiffes, bevor auch das nicht mehr notwendig sein wird …
100 Jahre später begibt sich eine zweite Dreiergruppe in die gleichen Gefilde, mit dem Auftrag, die Spuren der berühmten Forscher von einst zu sichern. Diesmal zwei Frauen und ein Mann. Doch trotz der fortschrittlichen Möglichkeiten der Neuzeit und einer rufbereiten Hintermannschaft, geraten auch diese Wissenschaftler in die Klauen des ewigen Eises. Und es zeigt sich früher, wie heute, wie abhängig der Mensch von Seinesgleichen ist, wie fragil Beziehungsgeflechte sein können und wie unerbittlich die Natur ihren eigenen Lauf verfolgt.
Meinung
Von dieser Story habe ich mir Spannung und Atmosphäre versprochen, ein bisschen Nervenkitzel gepaart mit Abenteuerlust und psychologischem Feingespür. Und im Großen und Ganzen findet man genau das zwischen den zwei Buchdeckeln. Die beiden Erzählstränge damals und heute wechseln regelmäßig und dadurch entsteht eine kontinuierliche Spannungskurve. Das Augenmerk der englischen Autorin liegt jedoch nicht auf den Gegebenheiten der Expedition, sondern vorwiegend auf den zwischenmenschlichen Tönen.
In jedem Team gibt es den Außenseiter - denjenigen, den niemand gebrauchen kann und der nur für zusätzliche Arbeit sorgt, anstatt mit anzupacken. Die beiden anderen sind nie glücklich darüber, wie die äußeren Umstände sie zwingen, Rücksicht zu nehmen und Mehrarbeit zu leisten. Und die Randfiguren des Spiels wissen nur zu genau um ihren ungeliebten Platz im Team. Doch die Natur erlaubt weder Privatsphäre, noch eigenmächtige Handlungen – wer nicht zusammenbleibt ist verloren.
Schon bald gibt es mehrere Versehrte und aus den vermeintlich Schwächeren müssen nun Stärkere werden, wenn die Anführer keine volle Leistung mehr erbringen können. Doch nicht jeder kann seine neue Rolle ausfüllen und die Grundbedürfnisse des Einzelnen überwiegen oft die Kompromissbereitschaft. Die Gruppen bröckeln, jeder ist sich selbst der Nächste und das Füreinander mehr ein aufgesetztes Manöver als wirkliche Überzeugung. Die Autorin vermag es, die einzelnen Charaktere authentisch und greifbar werden zu lassen. Jede Handlung erscheint dem Leser nachvollziehbar und man fragt sich, wie die Alternativen ausgesehen hätten oder mehr noch, wie man selbst reagiert hätte.
Fazit
Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesen zunehmend spannenden Roman, der die Zweifel und Sorgen von Menschen in Extremsituationen zeigt, ihren eingeschränkten Spielraum, ihre Verzweiflung und ihre Fähigkeit andere nicht allein zu lassen, selbst wenn das Überleben nach und nach unwahrscheinlicher wird.
Der Ort der Handlung sorgt für eisige Stimmung, die Bedrohlichkeit der Situation ist auf jeder Seite erlebbar und die Distanz des ewigen Eises überträgt sich auch auf den Text. Darin sehe ich auch den einzigen, minimalen Kritikpunkt der Erzählung: es fehlte mir etwas das Herzblut, die unbeschreiblichen Gedankengänge der Betroffenen, ihre inneren Dämonen oder schier die Verzweiflung. Alle handelnden Personen wirkten ausgesprochen abgeklärt auf mich, irgendwie unerschütterlich, obwohl sie das natürlich nicht waren. Der auktoriale Erzählstil hat diese Fremdheit eher verstärkt als gemindert – hier zählen Taten mehr als Worte und von denen gibt es nicht so viel. Die Stille der Landschaft, paart sich mit Einzelgängern, deren Empathie bereits vor der Expedition keinerlei nennenswerte Eigenschaft war.
Ein lesenswerter Roman, der bereits seit 7 Jahren auf meinem SUB schlummerte und nun endlich entdeckt wurde. Eine Geschichte, die Konsequenzen menschlichen Handelns hinterfragt, aber auch spärliche Möglichkeiten der freien Entscheidung. Die traurige Wahrheit, dass die Natur den Menschen nicht braucht, wird hier anschaulich vermittelt.
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