Bücher mit dem Tag "robin hobb"

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23 Bücher

  1. Cover des Buches Die Gabe der Könige (ISBN: 9783764531836)
    Robin Hobb

    Die Gabe der Könige

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Die Reihe der Weitseher ist vor einigen Jahren unter anderem Titel bereits erschienen. Hier handelt es sich also um eine Neuauflage des Weitseher-Zyklus.

    Fitz Chivalric ist ein Bastard des Königsohns und hat als solcher kein leichtes Leben. Seinen Vater kennt er nicht, dieser hat auf den Thron verzichtet und ist kurz darauf gestorben. Ob es ein natürlicher Tod war, bleibt dahingestellt und unaufgelöst.  Fitz wird als kleiner Junge an den Hof seines Großvaters König Listenreich geholt und wächst dort in der Obhut des Stallmeisters Burrich auf. Nebenbei wird er von Chade, dem Bastardbruder des Königs, zum Assassinen ausgebildet. Auch dauert es nicht lange bis wir von den besonderen Fähigkeiten Fitz' erfahren. 

    Fitz hat mit Intrigen, Lügen und sich selbst zu kämpfen. Hauptsächlich mit sich selbst. Denn dieses Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was doch recht ungewöhnlich ist, aber natürlich einen tiefen Einblick in die Seele und Gefühlswelt unseres Protagonisten liefert. Und das macht die Autorin ausgiebig. Wer also ein Fantasy-Epos wie Game of Thrones oder Herr der Ringe erwartet, der ist hier vollkommen falsch. Hobb bietet uns hier hauptsächlich eine Charakterstudie mit etwas Rahmenhandlung. Das ist nicht unbedingt uninteressant, lässt aber die Handlung an vielen Stellen einfach nur dahinplätschern.

    Ein bisschen gewürzt wird die Gedankenwelt Fitz' von seinen Lehrstunden bei Chade und seiner Weitseher-Gabe, mit der er nicht so richtig zurecht kommt. Ach ja, die Korsaren sind auch unterwegs, bedrohen die Küste des Königreichs mit einer Armada an Schiffen, aber der König denkt gar nicht daran, eigene Schiffe zu bauen und hofft nur auf die Fähigkeiten seiner Weitseher.

    Natürlich wird der Bastardjunge auch von seinem Onkel als  Bedrohung angesehen und muss sich so einigen Gemeinheiten, Intrigen und Mordversuchen erwehren.

    Ein echter Lichtblick war der Hofnarr, den ich faszinierend und sehr unterhaltsam fand. 

    Aber sonst ist nicht viel passiert und dennoch konnte ich nicht aufhören und war in der Geschichte gefangen.


  2. Cover des Buches Der Bruder des Wolfs (ISBN: 9783764531843)
    Robin Hobb

    Der Bruder des Wolfs

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Magnus_Bane

    Der Bruder des Wolfs ist der zweite Teil der Weitseher-Trilogie. Er schließt nahtlos an Teil 1 an, und wusste mich genauso zu begeistern. 

    Beim Kauf muss man nur aufpassen, dass Buch ist nur eine Neuauflage. Es ist bereits einmal unter dem Titel »Des Königs Meuchelmörder« im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel »Der Schattenbote« im Heyne Verlag.

  3. Cover des Buches Der Erbe der Schatten (ISBN: 9783764531867)
    Robin Hobb

    Der Erbe der Schatten

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Magnus_Bane

    Der Erbe der Schatten, ist der dritte Teil der Trilogie und stellt einen schönen wenn auch etwas unbefriedigenden Abschluss der Trilogie dar. 

    Und bitte aufgepasst, auch dieses Buch wurde schon mal unter andern Titel veröffentlicht, unter dem Titel »Die Magie des Assassinen« im Bastei-Lübbe Verlag und unter dem Titel »Der Nachtmagier« im Heyne Verlag.

  4. Cover des Buches Assassin's Apprentice (ISBN: 055357339X)
    Robin Hobb

    Assassin's Apprentice

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis
    Zum dritten Mal begebe ich mich auf die unglaubliche, wunderbare und im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Reise in das Reich der Elderlings - das erste Buch der ersten (von drei Trilogien) um Fitz and the Fool hat beim dritten Lesen nicht nur nichts von seiner Faszination und seinem Charme verloren, sondern gewinnt im Gegenteil mit jedem Lesen nur noch dazu.
    Robin Hobb ist nach meiner bescheidenen Meinung die beste Fantasy-Autorin der Welt. Punkt.
    Ihre Bücher sind mehr als nur großartige Geschichten. Ihre Charaktere leben und atmen, ob Mensch oder Tier; sie schreibt so gut, dass man nach drei Sätzen vollkommen in der Geschichte verschwindet; besitzt eine unglaubliche Fantasie und lebt in ihren Büchern die Werte vor, die wir alle haben sollten. 
    Dieses dritte Lesen wird mit Sicherheit nicht das letzte sein - echte Desert Island Books!
  5. Cover des Buches Prophet der sechs Provinzen (ISBN: 9783764532048)
    Robin Hobb

    Prophet der sechs Provinzen

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Conan08

    Diese Rezension enthält einige Inhaltsspoiler, die die verschiedenen Probleme bzw. Thematiken anschneiden, aber nicht sagen, wie sie ausgehen. Zudem habe ich noch einmal kurz die Ereignisse aus dem Vorgängerband zusammengefasst. Es passiert so Vieles, dass der Leser für sich entdecken kann, dass es unmöglich ist Alles zusammengefasst wiederzugeben. Lest das Buch am besten selbst. Und nur wenn ihr Zweifel habt oder wenn ihr euch Appetithappen gönnen wollt, lest diese Rezension.


    Mittlerweile lese ich das fünfte Buch, bzw. den Mittelband der zweiten Weitseher-Triologie um Fitz Chivalric, der um anonym zu bleiben für die Einwohner der sechs Provinzen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, jetzt unter dem Namen Tom Dachsenbless bekannt ist. Die Autorin Robin Hobb schafft es zum wiederholten Male mich in ihren Bann zu ziehen. Jedes einzelne Kapitel, Gedankengänge, Ortsbeschreibungen und Dialoge der Charaktere üben in einer mittelalterlichen Umgebung jedes Mal eine komplett neue Faszination auf mich aus. Sie beschreibt ohne Erwartungen und Hetze in einer sehr realistischen, nachvollziehbaren und gleichzeitig spannenden Art und Weise die Erlebnisse aus der Ich-Perspektive von Fitz Chivalric, als ob Jener selbst in einer zauberhaften Märchenchronik seine Lebensgeschichte zum Besten gibt. Und einmal abgesehen von den Fantasyinhalten bzw. Fähigkeiten der "Gabe" und der "Alten Macht", könnte es auch ein reiner abenteuerlicher Mittelalter-Roman in einer fiktiven Welt sein. Landschaften, Geografie, Wetter, dazu Orte wie Burgen, Dörfer, Städte und Wälder, könnten genauso bei uns stattfinden, bzw. in einem Klimabereich der gemäßigten Zone. Es wird sehr genau das Leben der einfachen zivilen Bevölkerung geschildert: welchen Berufen sie nachgehen, wie sie arbeiten und leben. Auf der anderen Seite bekommen wir tiefe Einblicke in das Leben einer Königin, bzw. den Herzögen und dem restlichen Adel, sowie dem Militär. Gewürzt wird das Ganze mit diversen Intrigen, bzw. Verschwörungen diverser Gruppierungen, deren eifersüchtiges und hasserfülltes Ziel es ist, Unruhe und Chaos gegen das Königreich und ihre Königin zu stiften, um ihre eigenen Ideale, bzw. Machtansprüche geltend zu machen. Der Hintergrund dieser Geschichte ist der allgemeine Hass, bzw. die Angst und Verachtung der Zivilbevölkerung gegen Diejenigen, die die Alte Macht praktizieren. Entsprechend werden Jene verfolgt und aus dem allgemeinem Leben ausgeschlossen, so dass Jene, die die Alte Macht besitzen, Diese oft versuchen geheim zu halten, bzw. sich aus dem öffentlichen Leben in Städten und Dörfern zurückziehen müssen. Die Alte Macht ist als Tiermagie zu verstehen, sich mit Tieren wie Wölfen, Hunden, Bären, Katzen, Pferden auf Gedankenebene zu unterhalten. Dabei dringt der Mensch bzw. das Tier in das Bewusstsein des jeweils Anderen ein, und erlebt alles auf die gleiche Art und Weise mit dessen Sinnen mit, ganz egal, ob es sich um Gedanken, Gefühle, Verletzungen, usw. handelt. Dabei nimmt sowohl der Mensch als auch das Tier mit der Zeit die Lebensgewohnheiten des jeweils Anderen an. Damit es soweit kommt, müssen die mit der Alten Macht Verbundenen, sich zuvor "verschwistert" haben und einander, wie Geschwister oder Ehepartner, nur enger verbunden, Vertrauen und schätzen lernen. Unter Denjenigen, die die Alte Macht praktizieren, auch die „Zwiehaften“ oder die vom „Alten Blut“ genannt, gibt es eine kleine Untergruppierung "Die Gescheckten", die auf Grund der Verfolgung ihrer Art Familienangehörige verloren haben, und deshalb der Königin und ihrem Staat dafür die Schuld geben, und sich dafür rächen wollen. Um ihre Ziele durchzusetzen und selbst an die Macht zu kommen, unterdrücken, bedrohen und manipulieren sie Ihresgleichen, die die Alte Macht besitzen, sich Ihnen auf ihrem Feldzug anzuschließen. Die Königin selbst will Diejenigen, die die Alte Macht in sich tragen schützen und unterstützen. Ihr sind allerdings, gegen die Vorurteile, die Angst und den Hass der Zivilbevölkerung im großen Königreich der sechs Provinzen, die Hände gebunden. Und so liegt es an wenigen Auserwählten, allen Voran Fitz Chivalric, im Verborgenen, als des Königin's Assassine, zu agieren. Neben der "Tiermagie" (der Alten Macht) übt Fitz auch die Gabe  der Weitseher aus, des regierenden Königshausgeschlechts von dem auch er abstammt, und das in der Bocksburg residiert. Gemeinsam mit seinem Assassinen-Ausbilder Chade und seinem besten Freund und Weggefährten dem Narren, bzw. Fürst Leuenfarb, nimmt Fitz Chivalric als "Tom Dachsenbless" den Kampf gegen die "Gescheckten" auf. Jene sind auf Fitz schlecht zu sprechen, weil dieser Ihnen im Vorgänger-Roman eine empfindliche Niederlage beigebracht hat... Als die Gescheckten den Thronerben Prinz Pflichtgetreu entführt hatten, wurde Jener von unserem Helden gerettet und einige Gescheckte dabei getötet und verwundet. So wurde der Held zum "Staatsfeind Nummer 1" für die Gescheckten... Auf diesen Plot baut die Geschichte im Roman "Prophet der sechs Provinzen" auf. Der Narr nimmt hier wieder die Rolle des Propheten ein und Fitz die Rolle seines Katalysators. Parallel bildet Fitz Chivalric den jungen Weitseher-Prinzen Pflichtgetreu aus, dessen eigene Gabe und Tiermagie so zu beherrschen, damit Jener sich vor sich selbst und den Gescheckten verteidigen kann. Neben der Hauptgeschichte und den Hauptcharakteren gibt es für den Leser viele interessante Nebenereignisse, bzw. Nebenschauplätze, alle aus der Sicht von Fitz zu entdecken. Dabei ist Alles Durchlebte und Geschilderte sehr gut nachvollziehbar und passt wie ein gutes Puzzle in die Handlung hinein... Als Leser habe ich mich sehr schnell an den Schreibstil von Robin Hobb gewöhnt, die zum Einen einen reichen Wortschatz beherrscht, was auch an der guten Übersetzung vom Englischen ins Deutsche in den mehrfach überarbeiteten Romanen liegen kann; und zum Anderen schreibt sie einfache klare strukturierte Sätze, so dass das sich das Lesen einfach und flüssig anfühlt. Das Buch ist ein sehr großer "Schinken" in der Paperback-Ausgabe, der deutlich etwas hermacht, und sich sehr gut im Bücherregal anschauen lässt; angefangen von dem sehr schön illustrierten Cover des Buchdeckels, bis hin zu dem relativ großen Schriftbild und den dicken, angenehm nach Altpapier, riechenden Seiten….


    Der Roman nimmt mit fortwährendem Verlauf stetig an Fahrt auf. Die Atmosphäre wird immer dichter und bildgewaltiger. Dieser phantastische Plot weiß vor Spannung und sich langsam überschlagenden Ereignissen sehr zu faszinieren, und kommt dabei ganz ohne Gewalt und Aktion aus. Diesbezüglich, ganz ohne Kampf und Schlachtengemälde zu zeichnen, gibt es keine bessere Fantasy-Autorin als Robin Hobb. Ich finde ihre Bücher sind Unisex geeignet…. Die Ereignisse um Fitz Chivalric spitzen sich immer mehr zu. Dieser trägt quasi die Last der Welt gefühlt ganz alleine auf seinen Schultern. Es kommt der Punkt, wo er quasi mit allen Menschen, die er kennt in Konflikte gerät. Sein Verantwortungsbewusstsein, für Alles und Jedem wichtig und gefragt zu sein und Rechenschaft zu ziehen, ist unmenschlich. Er versucht es Allen und Jedem Recht zu machen. Gleichzeitig dient und lebt er nach den Regeln des Weitseher-Königsgeschlechts. Die Schatten der Vergangenheit, früherer Erfahrungen, holen Fitz immer wieder ein. Und er versucht Alles im Geheimen und Verborgenen zu bewahren und zu lösen, seine Liebsten vor allen Gefahren zu schützen und schottet sich durch sein Verhalten, in dem er oft aneckt und sich unbeliebt macht, selbst in die Einsamkeit ab. Fitz übt in allen Ereignissen um ihn herum Selbstkritik aus, und zieht dabei sein Umfeld  mit hinein, die alle abgesehen vom Narren nur die halbe Wahrheit seiner Existenz und seines Lebens kennen. Er muss einmal Vater für seinen Ziehsohn Harm sein. Jener hat neben seiner Lehre, die ihn überfordert, nur seine neue Freundin im Kopf, und testet eigensinnig seine Grenzen aus. Fitz selbst hat derlei Probleme in eine neue Beziehung zu kommen, seit er von seiner einzig wahren Liebe Molly früh in seinem Leben getrennt worden war. Er will es auch nicht, außer Bettgeschichten zum Trost eben, und um Schmerz und Verluste, wie den Tod seines Geschwistertieres, den Wolf „Nachtauge“ zu überwinden.  Ansonsten halten seine Freundschaften zu Frauen nie sehr lange, bzw. werden immer wieder unterbrochen, da er ständig an anderer Stelle gebraucht wird. Ein Stück weit sperrt er sich einsam in sein eigenes selbstgemachtes Gefängnis und lässt kaum Jemanden an sich herankommen. Und viele Missverständnisse sind vorprogrammiert, weil er selbst und sein Umfeld immer nur die halbe Wahrheit kennen. Auch im Verhältnis zu seinem Assassinen-Mentor Chade ist Sand im Getriebe. Widerwillig geht er der Aufforderung nach, diverse Schüler in der Gabe auszubilden, um eine Kordiale für die Königin und das Königreich der sechs Provinzen zu schaffen. Auch Prinz Pflichtgetreu hat seinen eigenen Kopf und möchte frei entscheiden, wer seine Freunde sind, und welche Frau er sich für sein Leben nehmen möchte. Kurzum der Prinz möchte über sein eigenes Leben bestimmen. Dabei gerät Dieser in Konflikte, so dass neben der Ausbildung auch hier sehr viel Klärungsbedarf und Einfühlungsvermögen von Fitz gefragt sind. Die eigene Tochter Nessel will Fitz schützen. Und der verrückte Dick kann ihn per „Du“ nicht ausstehen, und sträubt sich bei jeder Gelegenheit mit Fitz zusammenzukommen, geschweige denn sich etwas von ihm sagen zu lassen. Zu guter Letzt hat sein bester Freund, der Narr, ihn schwer enttäuscht, indem er ihn so viele Geheimnisse um seine Person und sein zweites Leben vorenthalten hat. Dazu brodelt die Gerüchteküche, dass der Narr in Form von Fürst Leuenfarb, mit Fitz tiefer liiert ist, was wilden Spekulationen Tür und Angel in Bocksburg und Umgebung freien Lauf lässt. Durch die Enthüllungen und die geheime Liebe des Narren zu Fitz, von der Jener erst durch Zufall erfährt, kommt es schließlich zum Bruch der Beiden. Und in dieser Zeit mit all diesen zwischenmenschlichen Problemen, soll Fitz dabei helfen, dass die Verlobung zwischen dem Teenager-Jungen Prinz Pflichtgetreu und der noch jüngeren Narcheska Elliania von den Äußeren Inseln zwecks politischer Bündnisse und dem Erhalt des Friedens ihren erfolgreichen Verlauf nehmen. Dabei ist nicht nur die Prinz tot unglücklich und voller Demut. Auch die Narcheska leidet sehr darunter den ganzen Ansprüchen gerecht werden zu müssen und ihre vorherbestimmte Rolle anzunehmen. Und als ob es nicht genug Probleme gäbe, sollen die sechs Provinzen auch noch ihrem Handelspartner und Stadtstaat Bingstadt im Krieg gegen Chalced zur Seite stehen. Auch hier wird Fitz Chivalric mit hineingezogen, er soll etwas mit einem Drachen zu schaffen haben und Königin Kettricken beeinflussen, Bingstadt zu helfen. Zuvor sind seine Spionagefähigkeiten und sein Rat gefragt, was er über die Gesandten aus Bingstadt herausfinden kann. Zu allem Überfluss werden er und seine Freunde von den Gescheckten weiter bedroht, so dass alle um ihr Leben fürchten müssen…. Aber egal wie groß die Schwierigkeiten sind, irgendwie schätzt und liebt Fitz doch alle seine Mitmenschen, und Jene schätzen und lieben ihn, sobald er Druck vom eigenen Kessel nimmt und sein Herz öffnet…. Ich kann die Hauptfigur sehr gut verstehen, und all sein Verhalten und seine Gefühle nachvollziehen. Und schließlich gilt es seitens der Königin Kettricken einen Vertrag mit den Zwiehaften auszuhandeln, um Diese vor weiterer Verfolgung und Benachteiligung zu schützen bzw. auszuschließen.


    Einfach nur ein Klasse Buch. So packend und mitreißend. Eine so lebendige Welt. Und ich kann sie mir mit Haut und Haar vorstellen, erleben, als ob ich ein Teil dessen wäre. Ich empfinde so viel sensible Empathie. Ich spüre, lebe,  all diese Gefühle, Ängste, Sorgen und Liebe. Es ist schön. Es befreit. Es weckt Kräfte in mir.

    Erstaunlich wie dieser Roman von Seite 1 bis zum Ende ein überdurchschnittlich hohes Niveau hält. Der ganze Aufbau und die Entwicklung der Geschichte und wie die Spannung sich hält, der positive Wahnsinn. Die Bücher werden immer runder und gleichzeitig offener, weniger vorhersehend in den Ereignissen. Der erwachsene Fitz Chivalric und all die alltäglichen und weniger alltäglichen Probleme um ihn herum, die verschiedenen Thematiken dieses Romans haben einfach zu 100 Prozent meinen Nerv getroffen. Für einen Mittelband, der am Ende noch Einiges für den finalen Band der zweiten Trilogie offen lässt, ist es eine wahre Meisterleistung der Autorin geworden.

  6. Cover des Buches Die Zauberschiffe 5 + 6 (ISBN: 9783442244874)
    Robin Hobb

    Die Zauberschiffe 5 + 6

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Beschützer der Drachen (ISBN: 9783764532055)
    Robin Hobb

    Beschützer der Drachen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Conan08

    Ich habe wieder einen wunderbar schön geschriebenen Roman von Robin Hobb gelesen, der mit fortwährender Dauer immer besser geworden ist. Es gibt keinen Autor bzw. Autorin in diesem Genre, und wahrscheinlich ganz wenige in allen Genres zusammen, die so gut die Tagesabläufe unseres Hauptdarstellers Fitz und seiner Mitstreiter beschreiben kann, bzw. nacherzählen kann. Und dabei werden zwischenmenschliche Probleme so realistisch beschrieben. Es werden so viele Weisheiten und Zitate vermittelt. Die Figuren kommen alle so empathisch bei mir an. Die Handlungen und Denkmuster sind sehr gut nachvollziehbar. Und genau diese Kunst des Schreibens, die die Autorin zelebriert, wird dem Leser seit sechs Romanen über die Geschichte des Fitz Weitseher geboten und stetig weiterentwickelt.


    Mir hat es geholfen mich selbst und verschiedene Lebens-Situationen besser zu verstehen. Das lässt für mich folgende positive Rückschlüsse zu. Die Autorin R. Hobb kann nicht nur sehr gut schreiben, sondern sie versteht auch unwahrscheinlich viel was das Leben selbst ausmacht. Sie hat einen messerscharfen intelligenten Verstand und besitzt eine hohe Empathie zu ihren Mitmenschen. Ihre Lebenserfahrung ist sehr beeindruckend und facettenreich. Ich kann eine so tolle Person, die hinter Robin Hobb steckt, nur bewundern.


    Mich hat die Geschichte über weite Strecken sehr emotional berührt. Von all ihren Romanen, hat mich bis dato dieser hier, „Beschützer der Drachen“, am meisten emotional berührt. Ich habe niemals zuvor an so vielen Stellen des Romans Tränen jeglicher Art im Einklang mit den verschiedenen Charakteren vergossen: Freude, Trauer, Schmerz, Liebe, Sehnsucht, Empathie. Ich war so überwältigt. Ich konnte all diese Gefühle und Situationen in all ihrer Komplexität der Protagonisten verstehen und mitfühlen wie nie zuvor. Und es hat so verdammt gut getan, und ich war stolz darauf, diese Gefühle zu spüren, auszuleben. Genauso wie ich stolz war die vielen „Messages“, Botschaften, zu erkennen und zu verstehen, die mit viel Hingabe abwartend situationsgerecht an den richtigen Stellen auftauchten. Es ist so schön zu lesen, wie viele unterschiedliche Wege die Autorin dem Leser vermittelt ans Ziel kommen zu können, und wie viele unterschiedliche Gedanken und Erfahrungen dafür sorgen, wie wir Menschen sind und handeln.


    Und gerade bei der Entwicklung der Charaktere hat sich einiges getan in diesem letzten Teil der Trilogie. Neben Veränderungen, mussten wir uns auch von dem ein oder anderen wichtigen Charakter verabschieden. Das hat mir gefallen, wie das Ganze realistisch und doch unvorhersehbar in Szene gesetzt wurde. Neben der Trauer hatte ich das als eine große lebendige Lawine oder einen Vulkanausbruch empfunden, die Möglichkeiten, Chancen, lassen mit einer Sache abzuschließen, und gleichzeitig etwas Neues aufzubauen, und trotzdem  das Gute und die Erinnerungen daran im Herzen zu bewahren. Robin Hobb’s Bücher sind der lebendige Beweis dafür, dass Fantasie ohne ein waffenschwingendes Aktions-Feuerwerk, bzw. inszenierte Aktion auskommen kann. Denn gut geschriebene Geschichten sind viel mehr als das.


    Fazit: 

    Der Klappentext des Buches beschreibt den Inhalt schon ganz gut. Hierbei noch mehr vorwegzunehmen, würde die Spannung des Buches und die tiefe Gefühlswelt der Charaktere weniger interessant, bzw. aufregend gestalten. Das Erlebnis wäre einfach ein Anderes. Dieser Roman bildet einen großartigen Abschluss der zweiten Weitseher Trilogie um Fitz Chivalric. Das Buch war sehr flüssig zu lesen, und wie die anderen Romane der Reihe zuvor, sehr bildgewaltig und leicht im Kopf zu erleben. Die Übersetzung ins Deutsche mit einem neuen Übersetzer ist im Vergleich genauso gut gelungen.

    Die Spannung hat sich vor allem ab ca. der Hälfte des Buches enorm gut weiter entwickelt, weil dann viel mehr passiert ist, bzw. es zu vielen Problemlösungen und Ereignisabschlüssen gekommen ist, und auch die fantastischen und unvorhersehbaren Elemente zugenommen haben. Davor war es einfach eine Geschmacksfrage des Lesers. Ich mochte alle Charaktere und deren nachvollziehbares Handeln und  ihre Entwicklung. Ich habe viele positive Erkenntnisse für das wahre Leben daraus mitgenommen. 

    Ich empfehle das Buch jedem Leser, der gerne große, ausführlich geschriebene Geschichten liest, und sich gerne die Zeit nimmt, nicht nur die Welt im Allgemeinen, sondern auch die Gedankengänge und die Gespräche der Protagonisten zu verstehen und zu schätzen weiß. Es gibt viele Probleme zu bewältigen, und für Alles gibt es eine oder mehrere Lösungen. Wer sich auf das Alles gut einlassen kann und auf aktionsreiches Spektakel (zu 95 %) verzichten kann, dem wird das Buch, bzw. die Buchreihe mit Sicherheit gut gefallen. Ich empfehle das Buch Menschen, jungen wie erfahreneren, mit Empathie und Herz und/oder Hochsensiblen, mit Intelligenz,  mit Lebenserfahrung, die sich bestätigt sehen und/oder ihren Verstand gerne einsetzen und über/mit dem eigenen Horizont denken und auf Reise gehen und vielleicht dabei noch etwas lernen oder sich an schöne Zitate, Lebenseinstellungen gerne erinnern, bzw. sich als Vorbild nehmen möchten.

  8. Cover des Buches Legende. Lord John, der magische Pakt (ISBN: 9783492700948)
  9. Cover des Buches Ship of Magic (ISBN: 0553575635)
    Robin Hobb

    Ship of Magic

     (18)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Golden Fool (ISBN: 9780007585908)
    Robin Hobb

    Golden Fool

     (20)
    Aktuelle Rezension von: JanineT

    Ich bin ein Riesen-Fan von Robin Hobb, besonders von jenen Romanen, die von Fitz und dem Narr handeln, und auch der 2. Band dieser Trilogie hat mich nicht enttäuscht. Die Freundschaf von Fitz und dem Narr ist so tiefreichend, so innig, so dramatisch, so romantisch, dass ich oft nur noch seufzen konnte. Daher hat es mich auch ganz schön mitgenommen, als die beiden sich zum ersten seit 5 Büchern zerstreiten und das Auseinanderbrechen ihrer Freundschaft war für mich nur schwer zu ertragen.

    Wie immer fährt Hobb mit vielen liebenswerten, tiefgründigen , liebevoll ausgearbeiteten Figuren auf, die einfach in jeder Linie überzeugen. Alles ist so detailreich und hingabevoll beschrieben und erzählt, dass man so richtig in die Geschichte eintauchen kann. Und der Schreibstil von Hobb ist so träumerisch und leidenschaftlich. Ihr scheinen als Autorin nie die richtigen Worte für ihre Dialoge, Beschreibungen, Szenen und Erzählungen zu fehlen.

    Auch der Spannungsboden wird mit jedem Kapitel wie verzwickter. Politische Machenschaften, Herzschmerz-Drama, Beziehungsprobleme, alte Schuld und Scham, unerfüllte Träume, romantische Hoffnungen, Humor, Hofintrigen, überraschende Wendungen... hier fehlt es einfach an Nichts.

    Das einzige, das mich etwas gestört hat, waren die ellenlangen Beschreibungen von Kleidern, Schmuck und Shminke, die die Leute für jeden Anlass trugen.

    So, und jetzt muss ich mich gleich auf Band 3 stürzen.

     

  11. Cover des Buches Die Zauberschiffe 3 + 4 (ISBN: 9783442244669)
    Robin Hobb

    Die Zauberschiffe 3 + 4

     (23)
    Aktuelle Rezension von: JanineT
    Die Zauberschiffe 3 – Der blinde Krieger
    Ich fand dieses Buch recht enttäuschend. Wie sich die Geschichte im ersten und zweiten Teil in die Länge zieht, wird in diesem Teil fast unerträglich. Die Dialoge sind elend lang, es wird viel zu viel gelabbert und kaum gehandelt. Außerdem ärgern mich so manche Figuren, weil ich ihre Handlungs- und Denkensweise nicht so recht nachvollziehen kann. Besonders der Charakter des Wintrow. Seine ständige konstruierte Moral, das weise Getue und Gelaber passen so überhaupt nicht zu einem Kind bzw. Teenager. Und erst die Art wie er redet! So gestelzt redet doch kein vierzehnjähriger! Ich fand seinen Charakter sehr unglaubwürdig, mehr wie ein alter weiser Greis als wie ein verzweifeltes Kind. Auch, wie sich Althea manchmal benimmt, fand ich nervend. Auch wurde ich aus dem Pirat Kenneth nie richtig schlau. Anfangs wird er einem als egoistischer, skrupelloser Bastard hingestellt, der sich überhaupt nicht um das Wohlergehen anderer Menschen schert. Dann fängt er plötzlich an, Sklaven zu befreien, seine Mannschaft ist ihm treu ergeben und liebt ihn abgöttisch. Äußerlich zeigt er sich als fürsorgend, vertrauenswürdig und als starker Führer, während seine Gedankengänge und Gefühle völlig gegensätzlich dazu sind.
    Ich weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, ob ich mir den vierten Teil antun will. Zwar nimmt es mich wunder, wie die Geschichte ausgeht, aber nachdem die drei ersten Teiel nur mittelmäßig waren, hege ich keine große Hoffnung, dass der vierte Teil viel besser sein wird.
    Schade, denn ansonsten bin ich ein riesiger Robin Hobb – Fan. Aber man kann ja von Künstlern nicht immer ein Meisterwerk erwarten.
  12. Cover des Buches Forest Mage (ISBN: 0060758295)
    Robin Hobb

    Forest Mage

     (3)
    Aktuelle Rezension von: kirjoittaessani
    Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt habe, kann ich Robin Hobbs Bücher, einmal angefangen, kaum weglegen. Die gut achthundert Seiten von Forest Mage, dem zweiten Band der Soldier Son-Trilogie, habe ich im Urlaub (genauer gesagt: in Bahn und Flugzeug) verschlungen. Ich gehe davon aus, daß die Handlung des ersten Teils ( Shaman's Crossing) bekannt ist. Spoiler gibt es hier zwar keine, Erklärungen zum Hintergrund aber auch nicht. Wer mag, kann ja in die alte Rezension schauen. Hobbs Umgang mit ihren Charakteren erinnert mich immer ein bißchen an ein Kind mit einem Stock vor dem Ameisenbau: sie piesackt sie pausenlos, um zu sehen, wie sie reagieren. Dabei ist sie so gnadenlos, daß mich das etwas kitschige Ende von Fool's Fate gar nicht gestört hat -- ich habe den Protagonisten einfach gegönnt, Glück im Leben zu finden. I set my teeth and forced my lips into a rubbery smile, and when I wiped a tear from my eye, I told myself that everyone who observed it would think it was a tear of joy at my brother's good fortune. Nevare ist da keine Ausnahme: nachdem das Schicksal schon im ersten Band einige Prüfungen für ihn bereitgehalten hatte, geht es in Forest Mage erst richtig los. Mehr und mehr offenbart sich in unserem Helden eine innere Zerrissenheit, die für den Leser ganz konkret wird durch zwei Welten, die ihn mit allen Mitteln für sich gewinnen wollen. I shook my head. 'I can be true to both. You will see.' It sounded so simple, there in the moonlit night. Nevare selbst mag sich aber nicht so recht entscheiden -- eigentlich hätte er am liebsten seine Kindheit zurück, als das Leben noch einfach und geradlinig war. Damit macht er es sich natürlich nicht einfacher, sondern läßt die Mächte, deren Spielball er ist, nur noch stärker an ihm zerren. Letztlich trifft er gar keine Entscheidung, sondern zaudert, bis sie für ihn getroffen wird. Obwohl recht schnell klar wird, wie diese Entscheidung ausfallen wird, bleibt das Buch bis zum letzten Kapitel spannend. Dann bleibt mir nur noch zu sagen, daß ich mich schon sehr auf den dritten Band freue, obwohl Forest Mage nicht mit einem Cliffhanger, sondern an ein einem sehr natürlichen Punkt endet.
  13. Cover des Buches The Mad Ship (ISBN: 9780007459735)
    Robin Hobb

    The Mad Ship

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Die Schamanenbrücke (ISBN: 9783453532205)
    Robin Hobb

    Die Schamanenbrücke

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    Nun, das Buch war nicht wirklich mein Fall. Ganz sachlich betrachtet sind die Charaktere einfach super ausgearbeitet. Wie sie miteinander agieren und wie sie auf Dinge verschieden reagieren, ist hervorragend dargestellt und durchdacht und allein dafür hätte das Buch objektiv mehr Sterne verdient. Für mich hat das alles jedoch nicht wirklich funktioniert, da ich einfach kein Leser bin, der sonderlich viel Freude an reiner Charakterstory hat. Wer sich mehr für die Einzelschicksale von Menschen erwärmen kann ohne viel Außenhandlung, der wird hieran jedoch mit Sicherheit viel mehr Freude finden als ich.
  15. Cover des Buches Diener der alten Macht (ISBN: 9783764532031)
    Robin Hobb

    Diener der alten Macht

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Conan08

    Ein sehr schönes angenehm zu lesendes Buch. Ich habe es sehr genossen, es von Anfang bis zum Ende zu lesen. Robin Hobb steigert sich von geschriebenem Roman zu Roman.  Ein durch und durch rundes Buch. Das ganze Buch war sehr bildreich detailliert beschrieben. Ich konnte mich in alle Handlungsszenen, Orte und die einzelnen Charaktere und deren Handlungen bzw. Denken richtig gut hineinversetzen.

    Jeder Mensch in uns trägt bestimmte außergewöhnliche Fähigkeiten in sich. Manche von uns sind hochsensibel und/oder besonders empathisch bzw. sensorisch veranlagt. Dies kommt hier in diesem Buch mit Hilfe der Gabe und der Alten Macht sehr gut zum Ausdruck. Auch wenn das nicht Eins zu Eins vergleichbar ist. Aber ich sehe mich selbst im Schreibstil, der Erzählung von Robin Hobb aufgehen, im Charakter des Fitz Chivalric Weitseher, wie er denkt, fühlt und einfach nur ist. Und die Welt der Protagonisten lässt sich doch in Vielem mit unserer heutigen Welt bzw. der Welt des Mittelalters vergleichen. Ich sehe da so viele Parallelen zu mir und unserer Welt. Erfolg haben und erfolglos sein. Gemeinsamkeit genießen und Einsamkeit spüren bzw. leiden. Künstliche Erwartungshaltungen, Zwänge und Ausleben der Individualität. Im Vordergrund stehen oder sich bedeckt im Hintergrund aufhalten, den Schein „extrovertiert“ nach außen hin ausleben oder sich introvertiert „exzentrisch“ dem entziehen, um sich seiner eigenen Mitte nicht zu entfremden und in einer Lüge zu leben. Eine Wahl im Leben zu haben, frei zu sein, oder keine Wahl zu haben, eingesperrt in archaischen Gesetzen oder höfischer Etikette oder politischen wirtschaftlichen Intrigen… Wer das Alles versteht und nachvollziehen kann und ist, dem wird erst Recht dieses Buch, die Geschichten von Robin Hobb zu schätzen wissen und lieben mögen.


    Zum Buchinhalt zurück: Die ersten 300 Seiten dienten dazu die vergangenen Erlebnisse aus dem Vorgängerband „Das Erbe der Schatten“ Revue passieren zu lassen, und die Ereignisse und Entwicklungen der letzten 15 Jahre zwischen den beiden Romanen nachzuerzählen. Dabei wird uns die neue Heimat von Fitz Chivalric Weitseher und seinem Wolf Nachtauge vorgestellt, sowie alte und neue Charaktere, die ihn aus unterschiedlichen Anlässen besuchen. Mit der Rückkehr in seine alte Heimat und sein altes Leben, nimmt die Geschichte zu einem günstigen Zeitpunkt Fahrt auf, als ich das Gefühl bekommen habe, „bis zu dem Punkt sehr gut, mehr brauche ich von dieser friedvollen abgeschiedenen Idylle und den sich wiederholenden Tagesabläufen, nicht mehr zu wissen und zu lesen.“


    Der Aufenthalt in seiner alten Heimat war sehr kurz, gefühlt etwas zu kurz. Hier sind die Ereignisse etwas zu sehr nach Schema F abgehandelt worden, und wer die erste Triologie bereits gelesen und in Erinnerung hat, hat vorhersehen können, wie sich die Ereignisse bzw. alltäglichen Abläufe weiter entwickeln würden. Etwas zu schnell ist Fitz mit seinen Gefährten auf die Reise geschickt worden, um den Thronfolger Prinz Listenreich nach Bocksburg zurückzubringen. Seine neue Rolle, und die Rolle des Narren, waren doch sehr gewöhnungsbedürftig und ich musste mich als Leser erst einmal damit zurechtfinden. Den Protagonisten ging es dabei nicht anders. Entsprechend bin ich auch im Mittelteil mit der Geschichte von Bocksburg bis einschließlich Burg Tosen mit der Atmosphäre nicht so warm geworden, im Versuch mich ganz auf die Erzählung einzulassen. Letztlich war es allerdings logisch und nachvollziehbar, die Protagonisten so handeln zu lassen und die Ereignisse so ihren Lauf nehmen zu lassen. Das gehört eben auch zu einer guten Erzählung dazu.


    Dies hat sich dann allerdings wieder geändert, nachdem unsere Reisegruppe Burg Tosen zur weiteren Verfolgung des Prinzen verlassen hat. Die Erzählung nimmt dann richtig Fahrt auf, die Atmosphäre kehrt wieder zurück, die Ereignisse fangen langsam an sich peu à peu zu überschlagen, und das Buch wird bis zum Ende mit jedem Kapitel immer schöner zu lesen. Und der Schluss, die gesamten letzten 100 bis 200 Seiten sind viel besser, als in der ersten Weitseher Triologie.


    In Robin Hobbs vorherigen Büchern der Weitseher Geschichten war das Ende doch etwas überstürzt, fade und kurz dem Leser erschienen, so dass immer zum Beginn des nachfolgendem Romans viele Geschehnisse nacherzählt wurden, was mir sehr gut gefallen hat. Aber ansonsten hat es sich so verhalten, dass ich die Bücher sehr gut fand, aber die letzten 100 bis 200 Seiten bei Weitem nicht so interessant zu lesen waren wie der Rest der Bücher. Und in „Diener der alten Macht“ bin ich als Leser immer mehr verwöhnt worden zum Ende hin. All die Ereignisse, die teilweise auch sehr traurig waren, weil nicht alle Protagonisten überlebt haben, und weil nicht alle Protagonisten glücklich waren, haben sehr gut harmoniert miteinander. Klammern wir einmal Bocksburg bis Burg Tosen aus, fand ich war es mit Abstand das beste Buch von Robin Hobb bis dato. Insgesamt sind mir die Protagonisten sehr viel mehr und enger ans Herz gewachsen als zuvor in diesem Roman. Insgesamt gab es zum Ende hin auch mehr unerwartete überraschende Wendungen, die die Erzählung um einiges lebendiger gestaltet haben. Letztlich war die Geschichte in sich sehr harmonisch abgerundet und zufriedenstellend abgeschlossen, ohne dabei einen Cliffhangar zurück zu lassen. Das Ende kam langsam auf den Leser zu, ohne dabei überhastet und unvollständig zu wirken, und hat sich seine mitreißende und bildgewaltige Atmosphäre bis zur letzten Seite bewahrt. Gerade für mitfühlende empathische Menschen wie ich auch einer bin, sie sich alles so lebhaft, bildgewaltig und stimmungsvoll in ihren Köpfen vorstellen können, dürfte das Buch in sehr guter Erinnerung bleiben. Umso schöner ist das Leseerlebnis, wenn man pro Tag nicht mehr als 50 bis 150 Seiten auf einmal liest, und Alles schön langsam in sich aufnimmt. Denn wer hier eine große aktionsgeladene Handlung erwartet, in der sehr schnell, sehr viele Ereignisse geschehen und es auf den Punkt zur Sache geht, wird in dieser Stimmungslage, Erwartungshaltung, enttäuscht.

  16. Cover des Buches Royal Assassin (ISBN: 0553573411)
    Robin Hobb

    Royal Assassin

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis
    Auch der zweite Teil der Farseer-Trilogie war beim dritten Lesen wieder ein echter Kracher. Ich behaupte sogar, man versteht erst alles, sieht erst all die kleinen Hinweise auf das, was kommt, wenn man die Bücher mehrfach liest.
    Assassin's Quest liegt schon da...

  17. Cover des Buches Im Bann der Magie (ISBN: 9783453532199)
    Robin Hobb

    Im Bann der Magie

     (12)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Der zweite Teil der Trilogie um den zweitgeborenen Nevare schließt nahtlos an den ersten Band an. Nevare hat das furchtbare Fleckfieber überlebt und studiert weiter an der Militärakademie in der Hauptstadt Alt-Thares. Sein ältester Bruder heiratet und er freut sich seine Familie und seine Verlobte wiederzusehen, mit der er einen regen Briefkontakt hat. Im Gegensatz zu den anderen Überlebenden ist Nevare nicht dünner geworden, nein sein Leibesumfang schwillt immer mehr an, was ihn Anfangs etwas irritiert, worauf er aber immer eine logische Antwort findet.
    Bei seinem Vater angekommen, wird er mit Entsetzen empfangen. Dass er sich als Soldat so gehen lassen kann, sein Vater verordnet ihm ersteinmal vier Tage schwerster körperlicher Arbeit, mit Wasser und Brot. Doch alles hilft nicht, bei der Hochzeit wenden sich seine Freunde und seine Verlobte von ihm ab. Die nächsten Wochen werden zu einer Tortur für Nevare, nur langsam erkennt er, dass seine Fettheit. Folgen der Krankheit sind. Dieser Verlauf ist zwar selten, doch kommt er laut dem behandelnden Arzt auch vor.
    Sein zweites Ich meldet sich auch wieder, doch noch wird dies unterdrückt:

    "Ich leugnete nicht länger die Existenz meines Fleck-Ichs, aber ich tat alles, was in meiner Macht stand, um jenes Ich daran zu hindern, die Herrschaft über mein Alltagsleben zu übernehmen."

    Das Fleckfieber macht auch vor seinem Elternhaus nicht halt, Nevare muss seinen Weg finden und reist nach Osten in die Grenzgebiete, wo er sich Antworten erhofft. Dort kommt er zu dem abgelegenen Fort Getty, was an der Grenze zu dem Fleckgebiet liegt, und verdingt sich als Totengräber. In Getty sind auch seine Base Epiny und sein Militärfreund Spink. Die Strasse des Königs endet hier und die Versuche eine Trasse durch den Wald und die Berge zu bauen scheiterte bis jetzt. Bald kommt Nevare dahinter warum:

    "Aber jetzt schwanken und wanken die Ahnenbäume, und morgen wird wieder einer von ihnen fallen und nicht mehr sein!Sie bewahren die ältesten Erinnerungen unseres Volkes in sich, und morgen werden wir sie verlieren.Wegen der Eindringlinge. Weil sie einen Pfad für ihre Pferde und Wagen bauen wollen, um dorthin zu gelangen, wohin sie bis jetzt noch nie gelangen mussten.Sie sagen, es sei eine gute Sache für uns, aber wie können sie wissen, was gut für uns ist, wenn sie gleichzeitig damit begonnen haben, unser größtes und höchstes Gut zu zerstören? Wir haben sie unsere Trauer und unseren Kummer spüren lassen. Wir haben sie unsere Furcht fühlen lassen. Aber sie sind zu dumm, es zu begreifen, denn sie gehen trotzdem nicht fort."

    Robin Hobb bleibt sich auch im zweiten Band treu. Eine ungeheure Dichte der Erzählung, eingetaucht in die Gedankenwelt von Nevare, die die Zerrissenheit und seine Entwicklung minutiös schildert. Aus der Sicht eines Hauptcharakters geschrieben, der fett, alleine und nicht gerade ein Sympathieträger ist. Doch warum muss der Held immer strahlend sein? Ansatzweise erinnert diese Art der Fantasy-Erzählung an Stephen R. Donaldson 'Chroniken von Thomas Covenant'. Auch dort gab es einen unsympathischen Ich-Erzähler der sich qualvoll in seinen Gedanken gefangen hatte.

    Robin Hobb gelingt es aber im Gegensatz zu Donaldson die Geschichte leichtfüßig in einem sanften Rollen zu behalten, streut geschickt die Fantasyelemente ein und überdies hat sie eine grandiose Manier die Umwelt, die Städte und Menschen zu beschreiben, dass es einfach eine Lust ist diesen dicken Wälzer zu lesen. Man braucht trotzdem wirklich Standhaftigkeit bei diesem Roman, es wird einem aber auch gelohnt!

  18. Cover des Buches Viviaces Erwachen (ISBN: 9783946349754)
    Robin Hobb

    Viviaces Erwachen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Cornelia_Ruoff

    „VIVIACES ERWACHEN (ZAUBERSCHIFFE 2)“ VON ROBIN HOBB, GELESEN VON MATTHIAS LÜHN

    2. ZUM INHALT

    „Viviaces Erwachen“ ist der zweite Teil des epischen Werkes der Zauberschiffe, das mit dem Weitseherzyklus verbunden ist. Robin Hobb zeigt nicht nur eine enorme Komplexität im Weltenbau, sondern agiert mit Charakteren, die Tiefe und Wandlungsfähigkeit in ihrer Authentizität besitzen.

    Es empfiehlt sich, nur dann weiterzulesen, wenn du den ersten Teil schon kennst, ansonsten geht es hier zur Rezension des ersten Teiles.

    Robin Hobb hat mehrere Handlungsstränge, die sich im ersten Teil entwickelt haben weitergeführt.

    Viviace, das Lebendschiff,  ist aufgewacht und entwickelt ihren Charakter. Althea fehlt ihr, obwohl sie eine Verbindung zu Winthrow aufgebaut hat.

    Althea verfolgt weiterhin ihr Ziel, sich die Viviace von Kyle zurückzuholen.

    Malta, Kyles und Cathryns Tochter, ist in der Pubertät und möchte als Frau behandelt werden. Beides führt ständig zu Reibereien. Sie begibt sich in Gefahr, ohne es zu erkennen.

    Die Erlebnisse auf See sind nicht nur für Fantasy Liebhaber spannend, sondern zeigen die Härte und Unbarmherzigkeit der Seefahrt in der damaligen Zeit. Jeder Mann auf dem Schiff muss hart und diszipliniert bis zur Erschöpfung arbeiten.

    Der Sklavenhandel wird grausam und und erbarmungslos dargestellt. Robin Hobb spricht sämtliche Sinne des Lesers oder Hörers an, man fühlt die Enge unter Deck, hat das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen und die Exkremente und Ähnliches zu riechen, die Schreie nach Hilfe und Erbarmen zu hören. Das geht bestimmt nicht nur mir beim Zuhören so. Man möchte Kyle selbst gerne an die Seeschlangen verfüttern.

    Und es wird immer klarer: Katastrophen bahnen sich an!

    5/5 Punkten

    3. PROTAGONISTEN

    Unsere Protagonisten gelangen in diesem Teil keineswegs näher an ihre Ziele, sondern haben mit vielen unvorhersehbaren Wendungen zu rechnen und müssen diese neuen Anforderungen bestehen.

    Als Protagonistin hat sich Malta, das pubertierende Gör, in das Geschehen eingemischt. Sie zeigt sich als hinterhältig, manipulativ und unehrlich. Man mag sie die ganze Zeit schütteln und fragt sich, ob sie gar nichts von Veronika oder ihrer Mutter, sondern alles von Kyle vererbt bekam. Sie spielt sich mit ihrer „Möchtegern-Erwachsensein-Weiblichkeit“ noch um Kopf und Kragen. Sie erkennt den Ernst des Spieles nicht.

    Das eben erst erwachte Lebenschiff Viviace kann die Emotionen, die auf sie einstürmen kaum ertragen und noch weniger verarbeiten. Viviace vermisst die Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit von Ephron Vestrit.

    Wir lernen den machtgeilen Piratenkapitän Kennet näher kennen. Er ist klug und Edda eine coole Partnerin.

    Auch Althea findet auf ihrem eingeschlagenen Weg große Hindernisse und sucht dabei auch ein wenig ihr eigenes Ich. Sie ist mein Lieblingscharakter. Sie ist sich für nichts zu schade und nimmt große Anstrengungen auf sich, um wieder zu Viviace zu kommen.

    Über die zwei großen Geheimnisse zum einen die Seeschlangen und zum anderen die Rainforesthändler, erhalten wir kleine Informationshäppchen von Robin Hobb, aber wir wissen immer noch viel zu wenig.

    Also der Spannungsbogen ist noch höher als im ersten Band und ich freue mich schon auf den dritten Band, der im amerikanischen Original der zweite Band ist, weil sie in Deutschland aufgeteilt wurden und aus der Trilogie, nun sechs Bände wurden.

    5/5 Punkten

    4. GELESEN VON MATTHIAS LÜHN

    Der Theaterschauspieler und Sprecher Mathias Lühn interpretiert Robin Hobbs Weltenbau und dessen Akteure auf eine beeindruckende Art und Weise. Er lässt Charaktere entstehen und setzt seine Stimme zu dramaturgischen Zwecken ein. Er haucht nicht nur Seeschlangen Leben ein. Matthias Lühn trägt den Hörer durch die Atmosphäre und lässt ihn emotional dabei sein.

    Hier im zweiten Band ist er, vor allem als Viviaces Sprecher, zeigt er Höchstleistung und er war schon im ersten Band riesig. Er transportiert ihre Zerrissenheit und ihre Verwirrtheit mittels seiner Stimme so überzeugend, dass der Hörer voller Mitgefühl und Hilflosigkeit das Geschehen beobachtet.

    Manche Hörer kennen den Sprecher aus der Trilogie um „Die Lügen des Locke Lamora“ von Scott Lynch und dem „Krieg der Klone“-Saga von John Scalzi.

    Die Hörbücher der Zauberschiffreihe gehören zum BookBeat Angebot.

    5/5 Punkten

    5. SPRACHLICHE GESTALTUNG

    Ich hatte vor der Zauberschiffreihe nichts von Robin Hobb gelesen oder gehört. Die Autorin hat mich mit diesen beiden ersten Bänden voll in ihren Bann gezogen. Sie beschreibt ihren Weltenbau so anschaulich, dass man meint dabei zu sein.

    Die Kapitel haben eine angenehme Länge und die Perspektivwechsel der Charaktere machen die Geschichte sehr lebendig.

    5/5 Punkten

    6. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUN

    „Viviaces Erwachen (Zauberschiffe 2)“ von Robin Hobb und ist am 01.01.2018 ist im Audio-Format unter der ISBN 9781505406306 bei Ronin-Hörverlag im Genre Fantasy erschienen. 

    Auf dem Cover sehen wir die Viviace und Kyle oder Kennet. Total schön. Die Farben in Gold- und Brauntönen sind sehr schön und passen gut.

    5/5 Punkten

     

    7. FAZIT

    Epische Fantasy vom Allerfeinsten. Robin Hobb braucht sich weder hinter R. R. Martins noch hinter Tad Williams verstecken. Auch sie beherrscht den Weltenbau inklusive Gesellschaft, Politik, Mythen, Vergangenheit, Sitten und Gesetzen genau so gut, wie ein Setting anschaulich zu schildern und es zum Leben mit komplexen Charakteren zu erwecken.

    Ich warte auf den dritten Teil und kann nur sagen:

    Hört es von Matthias Lühn gesprochen, der mit seiner Stimme den Protagonisten Leben einhaucht. Ich kann mein Kopfkino anschalten und dabei sein. Besser als fernsehen ist immer noch Phantasie-Sehen-und-hören!

    @Ronin Hörverlag: Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

    Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.

    Connie’s Schreibblogg

  19. Cover des Buches Fool's Fate (ISBN: 0553582461)
    Robin Hobb

    Fool's Fate

     (20)
    Aktuelle Rezension von: JanineT
    Auch das dritte Buch dieser Trilogie hat mich völlig umgehauen und platt gemacht. Noch nie hat mich die Geschichte eines Romanhelden so ergriffen wie die von FitzChivalry. Und noch nie zuvor hat mich eine Freundschaft in einem Buch oder einem Film so tief berührt wie die von Fitz und dem Narr.
    Hin und wieder gab es Ereignisse, die vorhersehbar waren, aber es gab auch viele, die völlig überraschend und unerwartet kamen. Auch in diesem Roman geizt Robin Hobb nicht mit Intrigen, verzwickten Handlungssträngen, komplizierten Ausgangssituationen, herzschmerzendem Drama und liebenswerten Figuren. Obwohl die Geschichte mega spannend ist, ist sie für mich doch irgendwie ein wenig in den Hintergrund gerückt, weil mir die Freundschaft von Fitz und dem Narr unter Haut und Knochen gegangen ist. Selbst wenn ich das Buch gerade nicht gelesen habe, musste ich ständig über die beiden nachdenken. Deshalb war ich am Ende auch total am Boden zerstört.
    Jedoch muss ich den Schluss etwas bemängeln. Es ist zwar schön, wie sich nach sechs Büchern all die losen Enden endlich zusammenbinden (ausser eben die von Fitz und dem Narr), doch ging es mir dabei etwas zu schnell. Besonders, weil Robin Hobb sich immer sehr viel Zeit nimmt, die Gefühlswelt ihrer Figuren bis ins kleinste Detail zu beleuchten, und nie die Mühe scheut, ihre Protagonisten so richtig lange so richtig fest leiden zu lassen. Ich hätte mir etwas mehr romantische Details von der Beziehung zwischen Molly und Fitz gewünscht, da die beiden bis hierher doch so viele Schmerzen und Enttäuschungen hatten ertragen müssen. Auch der Narr ist mir etwas zu schnell und zu unglimpflich von der Bühne verschwunden. Zwar leidet Fitz unter der Trennung am Anfang sehr, doch kommt er mir etwas zu schnell darüber hinweg.
    Aber das sind nur klitzekleine Mängel, die der Grossartigkeit dieser Bücher kaum schadet. Robin Hobb ist eine ganz Grosse und die Bücher um Fitz sind offiziell meine neuen Lieblingsbücher. Deshalb bin ich jetzt total deprimiert, weil ich diese Reihe auch schon fertig gelesen habe, aber ich freue mich auch schon total auf die nächste - und hoffentlich nicht die Letzte - Trilogie vom Narr und dem Fitzchen.
  20. Cover des Buches Shaman's Crossing (ISBN: 0060758287)
    Robin Hobb

    Shaman's Crossing

     (4)
    Aktuelle Rezension von: kirjoittaessani
    Robin Hobb hat's einfach drauf. Ich habe keine Ahnung, wie sie es macht, aber bei jedem ihrer Bücher ging mir das Schicksal der Protagonisten innerhalb kürzester Zeit so zu Herzen, daß ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören konnte. Shaman's Crossing ist da keine Ausnahme. Ich finde Hobbs Werke unglaublich spannend, meine damit aber nicht die Spannung eines Krimis: nicht der Fortgang der Handlung steht im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit, sondern das Seelenleben der Charaktere und die Art, in der sie mit ihrem Schicksal umgehen. Shaman's Crossing, der erste Teil der Soldier Son-Trilogie, spielt in einer fiktiven feudalistischen Gesellschaft irgendwo zwischen Spätmittelalter und Barock, mit einem leichten Wild-West-Einschlag. Es ist eine chauvinistische und streng religiöse Welt, in der Frauen möglichst vorteilhaft verheiratet werden und nicht viel zu sagen haben, während die Männer den Beruf ihres Vaters ergreifen. Lediglich für Söhne adliger Väter hat der sehr christlich anmutende good god eine andere Laufbahn vorgesehen: der Erstgeborene erbt Besitz und Titel, der zweite wird Soldat, der dritte Priester und so weiter. Das Land befindet sich mitten in einem Umbruch. Nachdem die nomadischen Bewohner der angrenzenden Steppen in einem langen Krieg besiegt wurden -- man mußte die Wilden zähmen und ihnen die Vorteile der Zivilisation beibringen -- werden Offiziere, die sich besonders ausgezeichnet haben, vom König in den Adelsstand erhoben. Sie sollen die neu eroberten Gebiete besiedeln, während die Expansion des Reiches weitergeht. Nevare ist der zweitgeborene Sohn eines solchen New Noble, und nach seiner Ausbildung auf dem heimischen Gut wird er mit achtzehn in die Militärakademie in der Hauptstadt aufgenommen. Er stellt allmählich fest, daß hier nicht nur strenge Disziplin herrscht, sondern die Kadetten auch Spielbälle in politischen Ränkespielen sind, von deren Existenz er nichts geahnt hat. Unterdessen gestalten sich die weiteren Eroberungen schwierig: die Speck oder Gefleckten Menschen wollen so gar nicht dem Bild des edlen Wilden entsprechen, der mit unterlegenen Waffen zum offenen Kampf antritt, und den es zu zähmen gilt. Sie sind eher Guerilla-Kämpfen, man weiß wenig von ihnen, achtet sie nicht, und weiß nicht so recht, wie man mit ihnen fertigwerden soll. Außerdem gibt es da noch eine Seuche, die in in der Nähe der Gefleckten halbe Garnisonen ausrottet, und von der man munkelt, sie werde beim Geschlechtsverkehr übertragen... An dieser Stelle ist eigentlich klar, daß die Speck in den folgenden Bänden eine wichtige Rolle spielen werden, und es sollte mich nicht wundern, wenn sich aus der Nähe manches anders darstellte, als es dem Protagonisten derzeit erscheint. Über all diesen Ereignissen liegen die kleinen Sorgen und Nöte der Charaktere -- insbesondere eben die Nevares -- und die bringt einem die Autorin eben sehr nahe.
  21. Cover des Buches Fool's Errand (ISBN: 0553582445)
    Robin Hobb

    Fool's Errand

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dies ist der Auftakt zur zweiten Trilogie um FitzChivalry Farseer, in dem er nach Jahren der Isolation wieder in die Machenschaften am königlichen Hof involviert wird. Während die erste Buchreihe gerade durch die Leiden, welche Fitz ertragen musste, ungemein spannend war, so dass man die Bücher kaum aus der Hand legen konnte, geht Frau Hobb es hier gemächlich an und das Buch zieht sich über die erste Hälfte, ohne dass viel spannendes passiert. Dann zieht das Tempo aber an und man kann auch dieses Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich bin nun jedenfalls gespannt, wie es in der Fortsetzung Golden Fool weitergeht.
  22. Cover des Buches Assassin's Quest (ISBN: 0553565699)
    Robin Hobb

    Assassin's Quest

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis

    Auch beim dritten Lesen kann man sich dem Charme dieses dritten Teils nicht entziehen. Robin Hobbs Elderling-Bücher zu lesen ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Vertraut, und doch entdeckt man jedes Mal noch Dinge, die einem vorher nicht aufgefallen sind. Die Charaktere werden mit jedem Mal noch ein bisschen komplexer, und die Geschichten sind einfach nur wunderbar erzählt. Für mich ist Robin Hobb die unangefochtene Königin der Fantasy-Literatur.

  23. Cover des Buches Ship of Destiny (ISBN: 0553575651)
    Robin Hobb

    Ship of Destiny

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Collaroy
    Ursprünglich hatte ich nur nach etwas gesucht, das mir die Zeit bis zum Erscheinen von George R. R. Martin’s neuem Buch der "Song of Ice & Fire“-Saga vertreiben würde, dabei bin ich jedoch (via Amazon-Empfehlungen) über die "Liveship"-Trilogie gestolpert. Viel zu schnell habe ich mich vom ersten bis zum dritten Buch durchgelesen und war richtig traurig, diese Welt nun wieder verlassen zu müssen. Robin Hobb's Tempo ist von der ersten bis zur letzten Zeile hoch, dennoch nimmt sie sich genug Zeit, um ihren vielen Charakteren (es dürften so um die 10 Hauptcharaktere sein) diese wunderbare Tiefe zu geben. Diese sind durch die Bank vielschichtig und interessant, und sie entwickeln sich weiter- es ist vollkommen unmöglich, sie in "Gut“ und "Böse“ zu unterteilen, und gerade dies macht sie so realistisch. Daß ich solch eine reiche Fantasy-Welt vorfinden würde, damit hatte ich trotz der positiven Bewertungen wirklich nicht gerechnet. Die Handlungsfäden ziehen sich im Laufe der Reihe immer weiter auseinander, sind aber dennoch miteinander verbunden, so daß es einem nicht schwerfällt, den einzelnen Charakteren auf ihren Abenteuern zu folgen. Besonders gefällt mir, wie nach und nach das Geheimnis um die Liveships gelüftet wird- das ist einfach wunderbar gelungen. "Ship of Magic", Buch 1, ist sozusagen die Einleitung, in der die Charaktere vorgestellt werden und die Story aufgebaut wird, "Mad Ship" ist Buch 2 und das Buch der Wendepunkte, nach dem nichts mehr so sein kann wie es einmal war, und "Ship of Destiny" ist das Buch der Auflösungen, in dem sich die Schicksale der einzelnen Charaktere erfüllen- sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Lebensnahe Charaktere, faszinierende Fantasy-Welten, und das alles auch noch mitreißend geschrieben- Fantasy-Fans kommen um diese Bücher nicht herum. Nachdem ich jahrelang aus Mangel an interessantem, originellem Lesestoff der Fantasy-Sparte ferngeblieben bin, bin ich nun wirklich begeistert, zuerst George R. R. Martin und dann auch noch Robin Hobb entdeckt zu haben. Ein Wort noch zu Martin (da die beiden ja oft zusammen genannt werden): im direkten Vergleich zur "Ice & Fire"-Saga würde ich sagen, daß die "Liveship Traders"-Reihe genauso reich und interessant, allerdings weniger dunkel und negativ ist. Während Martin's Hauptcharaktere seit 3 Büchern ständig vom Regen in die Traufe kommen, gibt es bei Robin Hobb hin und wieder auch mal kleinere Lichtblicke. Qualitativ stehen sich beide Autoren in nichts nach.
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