Bücher mit dem Tag "römer"
115 Bücher
- Jennifer Estep
Frostfluch
(1.751)Aktuelle Rezension von: Wauwuschel– Reread nach über 10 Jahren –
Nach dem Desaster im Herbst haben es die Schnitter nun auf Gwen Frost abgesehen und sie wird bis zum Ski-Resort verfolgt. Trotz der Gefahr versucht sie bestmöglich, genauso gut kämpfen zu lernen wie die anderen Schüler und ihre Magie zu meistern, doch nicht immer läuft alles nach Plan.
“Das Schwert grummelte missbilligend und klappte sein Auge zu, während es seinen Strich von Mund schmollend verzog. Und die Leute hielten Jugendliche für launisch. Bitte. Gegen uralte, blutrünstige, redende Schwerter waren wir harmlos.” -Gwen über Vic
Auch der zweite Band der Mythos-Academy liefert ab und mal wieder habe ich die wichtigen Sachen im Leben vernachlässigt, um zu lesen. Zum Setting und dem Hintergrund der Geschichte muss ich nicht mehr viel sagen, das habe ich in meiner ersten Rezension getan und nach wie vor ist es spannend und geheimnisvoll. Leider hat sich der Anfang ein wenig gezogen, weil erzählt wird, was im ersten Band alles passiert ist und mindestens die ersten 50 Seiten nur wiederholende Informationen beinhalten. Aber es war okay und für Jugendliche vielleicht genau das Richtige. Was mich positiv überraschte, waren die zusätzlichen Informationen am Ende des Buches, denn sie waren unterhaltsam, witzig und interessant. So könnten alle Autoren ihre Bücher beenden.
Außerdem bleibt das Tempo langsam und die Geschichte entwickelt sich Stück für Stück. Ich genieße die teilweise langgezogenen Szenen und entweder haben wir eine Situation voller Humor und Lebensfreude, Gefühle und Liebe oder Spannung und Kämpfe. Man möchte die ganze Zeit weiterlesen und wenn man weiß, dass noch vier Bücher auf einen zukommen, macht das alles auch Sinn. Mit Daphne, ihrem Freund und Logan haben wir noch mehr Personen, die in den Vordergrund rücken und mehr Inhalt bekommen. Es macht Spaß, ihnen und Gwen zuzuschauen und man merkt, dass sich die Autorin mit der Gestaltung jeder einzelnen Person etwas gedacht hat. So mag ich die kleinen aber besonderen Merkmale von ihnen, wie beispielsweise Gwens Comicsliebe oder Daphnes Computerwahnsinn.
Des Weiteren bleiben einige Personen auch mysteriös, sodass wir ihren Hintergrund und ihre Gedanken erfahren wollen. Das trifft am meisten auf Logan zu, bei dem irgendwas hinter der Fassade steckt oder auf Oliver oder gar auf die auffällige Person, die sich während des Ausflugs an Gwen ranmacht. Jeder könnte gut oder böse sein und als Leser müssen wir ständig damit rechnen, dass das schlimmste Ereignis eintritt und nicht jeder so ist wie er scheint. Besonders gut hat mir der Aufbau der anbahnenden Liebesstory gefallen, denn zwischen Gwen und Logan knistert es gewaltig und der Slow-Burn hat es in sich. Beide fühlen sich zueinander hingezogen und es steht immer etwas oder jemand zwischen ihnen und das bringt Spannung in die Handlung. Immerhin kommen wir (weitestgehend, wir sind immer noch in einer Romantasy für Jugendliche) ohne Klischees aus und unsere Protagonistin ist zu sich und der Welt ehrlich und die beiden kommunizieren miteinander, was man von anderen nicht behaupten kann.
Damit ist und bleibt Gwen meine Lieblingsfigur des Buches (und ja, man darf die Protagonistin nehmen; Wenn sie nicht gilt, nehme ich eben unser aller Lieblingsschwert Vic) und ihre Stärke, ihr Mut und ihre Entschlossenheit überzeugen mich komplett. Sie kämpft und trainiert für sich selbst und ihre Aufgabe, während sie sich um ihre Freunde kümmert und sich ihre Magie weiterentwickelt. Hier kann noch viel passieren und ich bin mir sicher, dass wir noch nicht alles über ihre Berührungsmagie wissen, was der ganzen Geschichte den besonderen Kick gibt. Gwen kämpft für andere und mit anderen und wenn sie nicht in der Liebesgeschichte untergeht, kann sie zu einer der stärksten Protagonisten jemals werden. Auch ihre Entwicklung ist realistisch, sodass sie nicht direkt gut kämpfen und mit den anderen mithalten kann, sondern sich noch auf die anderen verlässt und langsam an Kraft gewinnt. Meiner Meinung nach ist das viel besser als die jungen Frauen, die direkt unbesiegbar werden.
Genauso wie der Rest des Buches, kommt auch der Plot langsam in Schwung und wird von Seite zu Seite aufregender. Ging es am Anfang noch um das Schulleben und normale Alltagsaufgaben mit Jugendproblemen (aka Tratsch und Klatsch), wird es schnell ernst und die Gefahr, dass ein Schnitter sie umbringt, wird größer. Zu den richtigen Momenten haben wir Emotionen und an anderer Stelle ist es spannend wie sonst nichts im Buch, wodurch der Lesespaß immer höher steigt und in einem gelungenen Finale endet. Unvorhergesehene Twists und Entwicklungen überraschen sowohl Gwen, als auch uns Leser. Dadurch kann ich beim besten Willen nicht sagen, wie es ausgehen wird, außer dass es irgendwie zu einem Happy End kommt, doch das Wie und Warum ist entscheidend. Ich bin weiter gespannt und hoffe sehnlichst, dass die Buchreihe dieses hohe Niveau halten kann.
Insgesamt ist dieses Buch ein würdiger Folger nach dem Auftakt der Reihe und es bleibt mitreißend!
- Rick Riordan
Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott
(815)Aktuelle Rezension von: CarlyCookieIn Helden des Olymp 1: Der verschwundene Halbgott von Rick Riordan wird die Geschichten von drei Halbgöttern erzählt, die sich auf eine gefährliche Reise mit vielen magischen und göttlichen Hindernissen begeben. Diese Reise findet zum Schluss auch ihr Ende so dass man nicht gezwungen ist den nächsten Band zu lesen. Ich allerdings kann es kaum erwarten weiter zu lesen.
Es spielt im Percy Jackson Universum und lässt dementsprechend alle Herzen der Liebhaber der Buchreihe höher schlagen. Das Buch ist in einem fließenden Schreibstil verfasst, obwohl es aus drei Perspektiven erzählt. Bei jedem Kapitel steht der Name jeder Person zu Beginn und oben auf jeder Seite aus dessen Sicht gerade erzählt wird. Ich persönlich mag das sehr gerne. Das Buch ist dadurch automatisch vielschichtig und man kann sich gut orientieren.
Für mich ist es eine klare Empfehlung und ich werde es noch einmal lesen. Außerdem will ich mir die Folgebände sowie die Percy Jackson Reihe zeitnah anlegen.
- Pierce Brown
Red Rising - Im Haus der Feinde
(212)Aktuelle Rezension von: gosureviewsEs ist ein seltsames, fast verdächtiges Vergnügen, eine Trilogie nach zehn Jahren erneut aufzuschlagen und festzustellen, dass sie nichts von ihrer Sprengkraft verloren hat. Ich lese die Red Rising-Trilogie derzeit wieder, mit dem leisen Verdacht, die damalige Begeisterung könnte nostalgisch verklärt gewesen sein. Im Haus der Feinde belehrt mich eines Besseren. Dieses Buch wirkt heute nicht milder, nicht zahmer, nicht überholt - im Gegenteil. Es liest sich reifer, bitterer und in seiner politischen Kälte beinahe zeitgemäßer als beim ersten Durchgang.
Manchmal gibt es Fortsetzungen, die ihr eigenes Vorgängerwerk wie einen Prolog aussehen lassen. Im Haus der Feinde ist ein solcher Fall. Pierce Brown nutzt den ersten Band nicht mehr als Bühne, sondern als Sprungbrett, um den Leser ohne Vorwarnung in die kalte, luftleere Zone einer kompromisslosen Space Opera zu stoßen. Was hier beginnt, ist kein jugendliches Aufbegehren mehr, sondern ein schmutziger Machtkampf, in dem Ideale bestenfalls Verhandlungsmasse sind und Moral meist ein Luxus, den sich niemand leisten kann.
Brown erzählt nicht einfach größer, lauter und brutaler, sondern präziser. Die Gewalt ist nicht Selbstzweck, sondern Konsequenz. Politik wird nicht erklärt, sondern vollzogen. Bündnisse entstehen nicht aus Sympathie, sondern aus Notwendigkeit, und zerbrechen genau in dem Moment, in dem man sich an sie zu klammern beginnt. Darrow ist dabei das perfekte Brennglas dieser Welt: Erlöser und Täter, Hoffnungsträger und Zerstörungsinstrument zugleich. Beim Wiederlesen trifft mich besonders, wie konsequent Brown ihm jede moralische Ausrede verweigert. Darrows Stärke liegt nicht in der Unbesiegbarkeit, sondern im Scheitern, im falschen Vertrauen, in Entscheidungen, die Menschenleben kosten und ihn selbst innerlich aushöhlen. Das ist keine Heldenreise, sondern eine fortschreitende Selbstzerlegung.
Stilistisch zeigt sich hier ein Autor, der sein Handwerk fest im Griff hat. Die Sprache besitzt Wucht, ohne sich in bloßer Effekthascherei zu verlieren. Zwischen Intrigen, Verrat und Massakern lässt Brown gezielt Raum für leise, fast zärtliche Momente von Loyalität und Freundschaft. Gerade diese kurzen Atempausen machen die Brutalität erträglicher und gleichzeitig schmerzhafter. Man spürt beim erneuten Lesen sehr deutlich: Niemand ist sicher, nichts ist stabil, und genau diese Unsicherheit erzeugt die permanente Spannung, die den Roman trägt.
Das Ende schließlich ist auch nach zehn Jahren noch ein Affront. Kein Trost, keine elegante Abrundung, sondern ein offener Abgrund, der den Leser bewusst verstört zurücklässt. Es ist ein Finale, das Vertrauen zerstört - in Figuren, in Allianzen, vielleicht sogar in den Autor selbst. Und genau deshalb funktioniert es so hervorragend.
Dass mich Im Haus der Feinde beim Wiederlesen noch immer derart mitreißt, ist kein Zufall, sondern ein Qualitätsmerkmal. Dieses Buch altert nicht, weil es nie bequem war. Es ist grausam, klug, emotional fordernd und damit ein seltenes Beispiel dafür, wie zeitlos gute Science-Fiction sein kann. Wer nach zehn Jahren noch immer so begeistert ist wie beim ersten Mal, liest keinen bloßen Pageturner, sondern ein Werk, das geblieben ist.
- Rick Riordan
Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun
(671)Aktuelle Rezension von: SophelliestIch bin gerade dabei, die ganze Reihe zu rereaden. Ich glaube das alleine zeigt schon, das sie gut ist, wenn ich sie mehrmals in die Hand nehme :)
Die Charaktere
Endlich ist unser Liebling Percy wieder da! Es macht gleich mehr Spaß, wenn man einen der Charaktere bereits kennt. Hazel und Frank sind eine tolle Ergänzung, die zwei sind mir von Anfang an sympathisch und entwickeln sich im Laufe des Buches auch wirklich schön.
Der Schreibstil
Ich glaube zu dem muss ich gar nicht mehr so viel sagen, immerhin hat er sich zum letzten Band nicht verändert.
Die Storyline
Von Anfang an ist die Geschichte spannend und wohlüberlegt. Durch Percy lernt man das römische Camp aus den Augen eines Neulings kennen, was die Einführung ganz angenehm macht.
Fazit
Eine gute Fortsetzung der Reihe, die Lust auf Band 3 macht.
- Rick Riordan
Helden des Olymp 3: Das Zeichen der Athene
(604)Aktuelle Rezension von: Nicole_JaguschDAS ENDE!!!! DAS ENDE!!!
Ich hab das Buch im Oktober beendet und ich denke immer noch TÄGLICH an das Ende. Percy und Annabeth. Annabeth und Percy. AAAAAAAH!!
Ich liebe es, dass wir in diesem Band wirklich beide Gruppen zusammen hatten. Ich liebe die verschiedenen Dynamiken auf dem Schiff einfach so sehr. Leo wird immer mehr zu dem Sohn den ich nie wusste, dass ich ihn haben wollte lololol
Es war wirklich total spannend durchweg. Ich bin froh, dass ich wieder in der Welt bin, hoffentlich klappt es mit dem nächsten Band schneller lol
Aber ernsthaft, während ich wirklich jeden einzelnen Charakter mag. PERCY UND ANNABETH. - Jennifer Estep
Bitterfrost
(284)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltCover:
Ich liebe dieses Cover und finde es genauso ansprechend wie die der Hauptreihe. 😍
Meinung:Zwischen 2018 und 2019 habe ich damals die Frostreihe gelesen und war vollkommen begeistert.Dementsprechend musste natürlich auch die Spin Off Trilogie hier einziehen.Wie so oft lag sie nun aber wieder viel zu lange auf meinen SUB, doch ich bin froh, nun endlich den Auftakt gelesen zu haben.Ich muss sagen, dass ich echt total überrascht bin, wie schnell und gut ich wieder in die Geschichte gefunden habe.Da es so lange her ist, dass ich die Hauptreihe gelesen habe, habe ich ehrlich gesagt erwartet, dass der Einstieg zunächst schwierig wird.Durch die Gedanken und Erinnerungen der Protagonistin bekommen wir noch mal die ein oder andere Erinnerung aus der Hauptreihe aufgefrischt, was ich total toll gemacht fand.
Der Schreibstil der Autorin war wieder superangenehm für mich zu lesen und hat bei mir für einen tollen Lesefluss gesorgt.Rory konnte man schon in der Hauptreihe kurz kennenlernen, wo sie mir schon sympathisch war, umso mehr Freude hat es mir bereitet sie hier nun besser kennenzulernen.Unsere Protagonistin hat es ganz und gar nicht einfach.Ihre Eltern wurden ermordet, was schon grausam ist, doch es stellte sich heraus, dass diese Schnitter waren, aufgrund dessen wird sie von ihren Mitschülern gemieden.Als Spartanerin ist Rory etwas ganz Besonderes, denn von denen gibt es weitaus weniger als von den anderen Götternachfahren.Die gesamte Entwicklung der Protagonistin und ihren zwischenmenschlichen Beziehungen fand ich total Klasse.
Die ganze Welt mit den Mythen, Göttern und ihren Artefakten finde ich einfach absolut genial.Es war für mich keine Überraschung, dass es Parallelen zur Hauptreihe gibt, doch teilweise fand ich diese leider etwas zu viel.Für Fans der Mythos Academy kann ich die Geschichte auf jeden Fall sehr empfehlen.Ich freue mich schon jetzt auf Band 2.💖 - Robert Harris
Pompeji
(355)Aktuelle Rezension von: JosseleDie Originalausgabe des Romans erschien 2003 unter demselben Titel. Wie der Titel erahnen lässt, geht es in diesem historischen Roman um den Untergang der römischen Stadt Pompeji im Jahr 79 n.Chr. durch den Ausbruch des Vesuv. Die Handlung erstreckt sich über vier Tage, beginnend zwei Tage vor dem Ausbruch. Der junge Wasserbaumeister Attilius hat erst kürzlich die Verantwortung für die Aqua Augusta, also die ehemalige Wasserleitung um den Vesuv herum, die heute als Serino-Aquädukt bekannt ist, übernommen, als die Wasserzufuhr in einigen Städten versiegt. Attilius Aufgabe ist es, die Funktionsfähigkeit des Aquädukts wieder herzustellen. Doch der reiche ehemalige Sklave Ampliatus sieht in der Person des Wasserbaumeisters ein Problem, das er loswerden will.
Vom Autor ist bekannt, dass er sich bei seinen historischen Romanen, auch wenn er natürlich Fiktion und Wirklichkeit vermischt, um Faktentreue bemüht. Von daher finde ich, es macht Sinn, sich während der Lektüre im Internet über einige der erwähnten Personen und Dinge, z.B. den Aquädukt oder das Trinkwasserreservoir (Piscina mirabilis) etc. kundig zu machen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Dank der Wikipedia ist das heutzutage ja problemlos möglich und die damaligen historischen Gegebenheiten dürften den wenigsten genau bekannt sein. Die historische Genauigkeit, soweit überhaupt möglich für diese lange zurückliegende Zeit, ist eines der Pluspunkte dieses Romans.
Die technischen Beschreibungen sind oftmals sehr unverständlich geschrieben, so dass es mitunter schwierig ist, sich den Sachverhalt vorzustellen, z.B. als es darum geht, das eigentliche Problem an dem Aquädukt zu schildern. Das ist dem Autor nicht besonders gut gelungen. Ganz im Gegensatz dazu, so finde ich, ist die Beschreibung des Vulkanausbruchs sehr anschaulich. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie das aussah.
Die Figurenzeichnung ist für meinen Geschmack etwas zu holzschnittartig, es gibt praktisch nur ehrlich und gut und auf der anderen Seite böse und korrupt. Das war auch im alten Kampanien sicher nicht so. Es ist eigentlich schade, dass der Autor, der sich große Mühe gegeben hat, die historische Wirklichkeit zu recherchieren, was man auch an der im Nachwort enthaltenen umfangreichen Literaturliste sehen kann, nicht ein bisschen mehr Aufwand betrieben hat, um die fiktiven Protagonisten realitätsnaher und damit glaubwürdiger zu gestalten. Drei Sterne.
- Jennifer Estep
Hard Frost
(138)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltCover:
Auch das Cover zum 2. Band gefällt mir wieder total.
Ich mag einfach diese Cover einfach sehr. 😍
Meinung:
Da ich erst letzten Monat Band 1 gelesen habe, viel mir der Einstieg dementsprechend leicht, wobei die Autorin einen diesen auch generell sehr leicht macht.
Jennifer Estep hat wieder sehr viele kurze Rückblenden in die Geschichte eingebaut, wodurch die Erinnerungen zu Band 1 auch dann wieder aufkeimen können, wenn das Lesen schon länger zurückliegt
Wenn man die Bücher zeitnah hintereinander liest, kann es an der ein oder anderen Stelle schon ein wenig viel werden und fast nerven, aber dennoch begrüße ich so was.
Der Schreibstil war wie gewohnt wieder super und hat bei mir wieder für einen hervorragenden Lesefluss gesorgt.
Ich mag die Protagonistin Rory einfach total gern.
Dennoch gab es tatsächlich den ein oder anderen Moment, welcher bei mir für Augenrollen gesorgt hat.
Die anderen Mitglieder von Team Midgard mag ich auch immer mehr und es ist schön zu sehen, wie das Miteinander der Figuren sich entwickelt hat.
Die ganze Welt mit den Göttern, Mythen und den vielen verschiedenen Artefakten finde ich nach wie vor absolut genial.
Der zweite Band war durchaus interessant und vor allem auch fesselnd, aber es fehlte an vielen Stellen einfach die Spannung.
Sehr vieles war halt wirklich sehr vorhersehbar und stellenweise war es sogar ein wenig langweilig, was sehr schade ist.
Das die Protagonistin oder ihre Freunde hier und da mal etwas naiv handeln, finde ich voll okay, ich mein, sie sind 17, doch es sind auch erwachsene Figuren da, welche den ein oder anderen Plan einfach vernünftiger gestalten hätten müssen.
Ich möchte nicht spoilern, doch eine Situation war halt einfach unlogisch und jeder vernünftige Erwachsene hätte da hat eigentlich anders gehandelt, das hat mich etwas gestört.
Der zweite Band konnte mich weniger begeistern als der Auftakt, dennoch wurde ich gut unterhalten und ich bin gespannt auf das Finale.💖
- Carel van Schaik
Das Tagebuch der Menschheit
(9)Aktuelle Rezension von: PhilippWehrliEvolution und Bibel? - Diese Kombination assoziieren wir mit Streitgesprächen. An vorderster Front sehen wir den Evolutionsbiologen Richard Dawkins, der sich ‚militanter Atheist’ nennt und erklärt, der Gott des Alten Testaments sei „ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachesüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer: ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“
Deshalb war ich einigermassen überrascht, als im anthropologischen Museum Zürich eine Zeitung der reformierten Kirche auflag. Noch einmal überrascht war ich, in dieser Zeitung ein Interview mit dem Direktor des anthropologischen Museums Zürich, Carel van Schaik, zu lesen. Thema des Interviews: Der Bestseller ‚Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät’, den van Schaik zusammen mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalist Kai Michel schrieb, der in den Zeitungen ‚Die Zeit’, ‚FACTS’ und ‚Die Weltwoche’ zu Themen Archäologie, Religion und Evolution bearbeitete.
Tatsächlich zeigen uns van Schaik und Michel Schätze der Bibel, die auch Atheisten begeistern dürften. Sie erreichen dies, indem sie eine eigentlich naheliegende Perspektive einnehmen: Sie lesen die Bibel als ‚Buch der Bücher’, als weltweit reichste Sammlung historischer Zeugnisse, als Tagebuch der Menschheit, in dem über mehr als tausend Jahre verschiedene Menschen ihre Gedanken, Fragen und Ideen festhielten. Diese Berichte vergleichen sie mit den Erkenntnissen der Archäologie und erreichen dadurch ein wesentlich lebendigeres Bild der Antike, aber auch der Frühgeschichte.
Natürlich bemerken auch die Autoren die Brutalität des alttestamentlichen Gottes. Sie untersuchen aber, wie denn aus der von Dämonen und Geistern erfüllten Welt der Jäger und Sammler ein einziger, allmächtiger, aber grausamer Gott wachsen konnte. Fast könnte man sagen, sie unterziehen den grausamen Gott einer Psychoanalyse und ergründen in dessen ‚frühester Kindheit’, worin denn die Grausamkeit gründet.
Die originelle und überzeugend belegte These: Durch die Sesshaftwerdung traten ungekannte Naturkatastrophen von geradezu apokalyptischen Ausmassen auf, Katastrophen, welche die Macht von Dämonen oder lokalen Göttern bei weitem überstiegen. Wenn ein Erdbeben eine ganze Stadt zertrümmerte, wenn Hunderte von Menschen in einem Tsunami ertranken oder von einem Vulkan verschüttet wurden, dann musste eine gewaltige Macht dahinter stehen.
Anschaulich schildern die Autoren, wie sich in den ungeschickt gebauten ersten Städten Seuchen ausbreiten, oft durch Haustiere eingeschleppt, welche in Jägerkulturen noch kaum bekannt waren. Nachvollziehbar ist auch das moralische Dilemma, als die ersten Bauern ihre Felder schützen wollten. In Jahrmillionen langer Evolution hat sich das Naturgesetz in unsere Gene eingegraben, alles, was die Erde hergibt, gehöre allen. Früchte, die noch am Baum hängen, die man aber doch nicht essen darf, waren undenkbar. Ein Bauer, der seine Ernte verteidigt, der wie Kain seinen eigenen Bruder erschlägt, nachdem er ihn heimtückisch mit reifen Feldfrüchten angelockt hat, so etwas gab es unter Jägern nicht.
Van Schaik und Michel anerkennen die kulturelle Meisterleistung, die intuitive, angeborene Jägerethik zu überwinden und dem Bauern zu seinem überlebensnotwendigen Recht zu verhelfen. Sie machen aber auch klar, welche Kraftanstrengung nötig war, der Jägernatur eine zweite oder gar eine dritte Natur anzuerziehen.
So führen uns die Autoren durch die Abschnitte der Bibel von der Schöpfungsgeschichte über Moses, die Könige über Jesus bis zu den Evangelisten. Sie berücksichtigen dabei, wann und in welchem Zusammenhang eine Textstelle zum ersten Mal auftaucht und ziehen auch Texte anderer Kulturen hinzu oder hebräische Texte, die es nicht in den offiziellen Kanon der Bibel geschafft haben. Sie zeigen, wie sich parallel zur kulturellen Evolution des Menschen auch der Gott Jahwe entwickelt hat.
In diesem Punkt unterscheiden sich Van Schaik/Michel am stärksten von Dawkins: Sie zeigen Hochachtung für die grandiose kulturelle Leistung, die angeborene Jäger- und Sammlermentalität zu überwinden und Gesellschaftsformen zu erfinden, die für Bauern, Händler und insbesondere für Städter tauglich waren. Sie honorieren, dass die Bibelautoren diese kulturelle Evolution über weite Strecken initiierten. Tragisch liest sich vor diesem Hintergrund der Satz in Kapitel 19: „Um das Jahr 400n. Chr. Jedoch wurde die Bibel durch die Kanonisierung ihrer Schriften schockgefroren.
Tatsächlich wurde die Entwicklung des Christentums durch die Kanonisierung zumindest stark gebremst. Kühn scheint mir daher die These, durch das Christentum seien die Wissenschaften und die Demokratie gefördert worden. Wissenschaften seien in einer monotheistischen Religion entwickelt worden, weil es eher denkbar sei, die Gedanken und Pläne eines einzelnen Gottes zu ergründen, als die eines in sich zerstrittenen Pantheon. Natürlich waren bis vor kurzer Zeit praktisch alle westlichen Wissenschaftler Christen oder Juden, wohl aber vor allem mangels Alternativen.
Spannend ist aber die Frage, die van Schaik und Michel zum Abschluss aufwerfen: Wie würde das Abendland heute aussehen, wenn die Kanonisierung nie stattgefunden hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir die Religion nicht eingefroren, sondern stetig weiter entwickelt hätten und heute vielleicht am 5. Testament schreiben würden?
Das ‚Tagebuch der Menschheit’ ist eine unterhaltsam geschriebene, durchwegs gelungene und empfehlenswerte Hommage zweier Agnostiker an das Buch der Bücher, das wichtigste Buch des Abendlandes.
Nachtrag vom 1. Oktober 2017
Im Podcast der Skeptiker Schweiz habe ich ein Interview mit Carel van Schaik zu diesem Buch geführt.
- Martin Zimmermann
Die seltsamsten Orte der Antike
(9)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchMan kann sich der antiken Welt mithilfe dieses Buches sehr gut annähern. Historiker Martin Zimmermann beschreibt Orte, bekannte und unbekannte und vor allem schreibt er sehr genau wie man zu historischer Zeit an diesen Orten dachte und was dort geschah
Kurzweilig geschriebenes Buch über Anekdoten und häufig vergessene Fußnoten der Geschichte.
- Jennifer Estep
Coldest Frost
(93)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltCover:
Auch das 3. Cover passt wieder wunderbar zur Reihe und sieht einfach toll aus. 😍Meinung:Der Einstieg viel mir wieder total leicht, nicht nur weil meine Erinnerungen sehr präsent sind, sondern auch, weil die Autorin diesen generell wieder sehr leicht gemacht hat.
Im Verlauf gibt es immer wieder kleinere Wiederholungen bzw. Rückblenden, welche Informationen aus den vorherigen Bänden enthalten, sodass man immer wieder erinnert wird.
Generell mag ich so was sehr, hier fand ich es stellenweise schon fast nervig, wenn man die Bücher zeitnah hintereinander liest, begrüße so was jedoch generell.
Der Schreibstil der Autorin war wieder wie gewohnt superleicht und angenehm zu lesen, sodass ich schön durch die Seiten geflogen bin.
Die Protagonistin mag ich nach wie vor gern.
Allerdings fand ich sie stellenweise auch ein wenig nervig, vor allem die Dialoge zwischen Corvington konnte ich einfach nicht richtig ernst nehmen.
Auch alle anderen Mitglieder von Team Midgard mochte ich wieder, man merkt, dass sie mittlerweile wirklich ein Team sind, was ich ganz schön fand.
Es gab einige Parallelen zur Hauptreihe, was ich grundsätzlich nicht schlimm finde, doch in dieser Trilogie war es doch ein wenig viel.
Das Finale war stellenweise sehr spannend, dennoch konnte es mich auch bis zum Schluss nicht so richtig packen.
Ich fand die Trilogie zwar ganz gut, was wohl vor allem an der spannenden Welt mit den Göttern, Mythen und Artefakten liegt, gebraucht hätte es sie aber ehrlich gesagt nicht.
Ich wurde in allen drei Bänden gut unterhalten, doch mit der Hauptreihe kann diese halt nicht mithalten.💖 - Kathryn Taylor
Colours of Love - Verloren
(235)Aktuelle Rezension von: HollabeereSophie Conroy ist 25 Jahre alt, hat sich jedoch schon einen Namen in der Kunsthändlerszene weit über die Grenzen Londons hinaus gemacht. Deshalb wird sie auch nach Rom eingeladen, wo Giacomo di Chessa nach dem Tod seiner Frau seine Sammlung auflösen und zu seiner Tochter nach London ziehen will. Dabei gerät Sophie unweigerlich an den sehr von sich selbst überzeugten und durchaus seiner Wirkung auf die Damenwelt bekannten Matteo Bertani. Matteo will Giacomo Umzug nach London und den Verkauf seiner Kunstsammlung verhindern und boykottiert deshalb Sophies Arbeit indem er sie bezüglich der Expertise eines Gemäldes von Enzo die Monatgna hinhält.
Es entbrennt ein erotischer und knisternder Kampf zwischen Sophie und Matteo, den beide nur verlieren können. Denn Sophie fühlt sich dem Familienfreund Nigel in London versprochen, der sich während ihrer Abwesenheit hingebungsvoll um ihrer kranke Mutter kümmert und Matteo kann einfach nicht mit den Dämonen seiner Vergangenheit bezüglich dem tödlichen Flugzeugabsturz seiner Frau abschließen. Doch ohne einander können die beiden auch nicht.
Die Geschichte ist aus Sophies Sicht erzählt, ihre erotische Reise, auf der sie Matteo näher kennen lernt, doch am Ende bleibt es nur ein Urlaubsflirt, denn sie wird in London gebraucht. Der Erzählstil ist locker und mitreißend, die Protagonisten sind interessant und vielversprechend.
- Iny Lorentz
Die steinerne Schlange
(74)Aktuelle Rezension von: Di_ddyDie Römer wollen die Welt erobern und schrecken auch nicht davor zurück, die germanischen Stämme entlang des Limes zu unterjochen.Mittendrin ist Gerhild, Tochter eines germanischen Fürsten. Sie steht zwischen ihren zwei Brüdern, der ältere Hariwin, der bei den Römern aufgewachsen ist und der römischen Legion dient, und der jüngere Raganhar, der den Stamm führt, jedoch nicht so wie es andere gerne hätten (einschließlich seiner Schwester).Dann kommt Quintus daher, ein Römer, der verlangt, dass die „befreundeten“ Germanen sich der römischen Armee anschließen soll, damit die feindlichen Stämme erobert werden können… Er findet an Gerhild gefallen und fordert sie für sich. Das sieht sie nicht ein, fordert ihn zum Wettkampf und... GEWINNT! Ist könnt euch vorstellen, dass sowas dem Stolz eines solchen Mannes gar nicht behagt.Ihre Brüder verlangen, dass sie sich ihm ausliefert, doch sie weigert sich.Und so geht die Geschichte los…Und was soll ich sagen? Es ist ein typischer Lorentz Roman! Hier wird also das Rad nicht neu erfunden…Absolut jeder, der ein paar ihrer Bücher kennt, weiß wie es läuft: eine willensstarke Frau, die sich gegen (meist) männliche Widersacher durchsetzen muss! Und sie schafft es, findet dabei in aller Regel dann auch die Liebe. Es gibt viel Blut, Gewalt, Ungerechtigkeit, und man hasst die Bösen mit einer Inbrunst, die schon Wahnsinn ist Aber es geht alles gut aus, zumindest für die Protagonistin. Klar, sie verliert ein paar Menschen, muss einige Prüfungen bestehen, viel Kacke durchmachen, aber sie bekommt ihr Happy End.Und obwohl es im Grunde immer die gleiche Leier ist, nur in einem anderen (historischen) Kleid, liebe ich Iny und Elmar Lorentz Bücher Ich werde nicht müde sie zu lesen, und das hat auch seinen Grund.Man fiebert einfach dennoch mit, leidet und freut sich mit… und man kommt auch flott durch, trotz der für manche hohen Anzahl an Seiten.Also ich kann die beiden nur wärmstens empfehlen - Alberto Angela
Pompeji
(24)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeVon der Geschichte von Pompeji hat sicherlich schon jeder von uns gehört. Eine Stadt aus der Antike, die nach dem Ausbruch des Vesuvs am 23. Oktober 79 n.Chr. unter Vulkan- und Lavamassen begraben wurde. Tausende von Menschen fanden dabei den Tod. Die untergegangene Stadt wurde fast 2000 Jahre später erst wieder entdeckt und die Ausgrabungen laufen noch bis heute. Gipsabdrücke von Menschen im Moment ihres Todes, Straßen und Gassen, die Stadt wird Stück für Stück freigelegt und erzählt uns eindrucksvoll ihre Geschichte. Doch was passierte damals am tragischen Tag genau ? Wie lebten die Menschen damals ? Was mögen sie kurz vor und in ihren letzten Stunden des Lebens gefühlt und erlebt haben ?
Alberto Angelo verbindet in diesem Buch geschickt wissenschaftliche Fakten verbunden mit einem romanartigen Charakter. Dadurch ist das ganze kein trockenes langatmiges Sachbuch, sondern lässt sich sehr spannend und mitreißend lesen. Alberto Angelo nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Pompeji und die Nachbarorte. Anhand von diversen (tatsächlich nachweislich existenten Persönlichkeiten) aus diesen Städten beschreibt er das Leben in Pompeji an Tag vor dem Ausbruch bis hin zum Ausbruch und danach. Er nimmt seine Leser regelrecht an die Hand, schreibt in Form von einem "wir", zieht mit uns durch die Straßen und Häuser. Dadurch erlebt man einen ganz alltäglichen Alltag der in der Tragödie endete. Daneben gibt es die wissenschaftlichen und historischen Fakten. Historische Funde werden in die Geschichte mit eingewebt, wir erfahren was wem gehörte. Die verschiedenen Häuser werden dargestellt, die Bauweise, die Malereien, die Sitten und Bräuche. Sklaven, hohe Persönlichkeiten, Bäcker und andere Bewohner. Die "Graffitis", die noch heute erkennbar sind. Und was vorallem beeindruckend war, der Ausbruch selber. Die verschiedenen Phasen werden eindrucksvoll beschrieben und erklärt. Der Leser hat das Gefühl mittendrin zu sein und sich doch das Ganze von außen, von der sachlichen Perspektive zu betrachten.Mein Fazit: Hier wird Geschichte lebendig. Genau so beeindruckend wie das Cover, ist auch der Bildteil im Buch selbst, bei dem wir nicht nur Fotos aus Pompeji sehen, Menschen und Straßen, sondern auch rekonstruierte Grafiken von z.B. dem Inneren der Gebäude. Für jeden geschichtsinteressierten Menschen absolut spannend mehr zu erfahren und tiefer einzutauchen.
- Simon Scarrow
Im Zeichen des Adlers
(73)Aktuelle Rezension von: HistoMarkDiese Rezension erscheint zwar unter dem ersten Band, bezieht sich aber ausdrücklich auf die gesamte Reihe. Diese Bücher habe ich über die letzen 20 Jahren gelesen und fand sie, mit Abstrichen, durchweg unterhaltsam.
Scarrow erzählt die Feldzüge der Legionen unter Cato und Macro spannend und mit viel Gespür für militärische Abläufe. Besonders gelungen ist, dass der Alltag der Soldaten und die Härte des römischen Militärdienstes greifbar werden. Die Charaktere entwickeln sich über die Bände hinweg stetig weiter, was die Serie lebendig macht.
Historisch muss man jedoch Abstriche machen. Zwar vermittelt Scarrow ein gutes Grundgefühl für die Epoche, doch die Darstellung ist oft stark vereinfacht, bei Details nimmt er sich deutliche Freiheiten. Wer exakte Geschichtsschreibung erwartet, wird enttäuscht. Wer aber eine actionreiche und atmosphärische Reihe sucht, die den römischen Soldatenalltag zeigt, ist hier richtig.
Historisch nicht präzise (3 Sterne), aber als historische Unterhaltung sehr gelungen (4 Sterne) – für die jahrelange Treue aufgerundet auf 4 von 5 Sternen. - Lotte Römer
Leuchtturmliebe
(68)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeNina ist frisch getrennt von ihrem Freund und muss noch verarbeiten, dass sie keine Kinder bekommen kann. Auf der Insel Norderney möchte sie einen Neuanfang wagen und eröffnet ein Süßigkeitengeschäft. Surfer Finn hatte gehofft, dass sein Kumpel das leere Ladenlokal übernehmen würde und macht Nina dafür verantwortlich, dass sein Kumpel aufs Festland gezogen ist.
Trotz anfänglicher Vorbehalte fühlen sich die beiden aber zueinander hingezogen und Finn rettet Nina sogar das Leben...
💙💚❤️
Eine schwierige Geschichte. Eigentlich mochte ich sie grundsätzlich, aber es gab immer mal wieder Punkte, die mir negativ aufgefallen sind.
Zum Beispiel geht Nina, die noch nie auf einem Surfboard stand, ganz alleine surfen und hat natürlich einen Unfall. Finn rettet sie, Nina muss wiederbelebt werden. Trotzdem wird kein Arzt geholt!?
Dann haben Nina und Finn irgendwann Sex miteinander. Finn möchte ein Kondom benutzen, Nina hält ihn davon ab. Sie kann ja eh keine Kinder bekommen. Okay, und was ist mit Geschlechtskrankheiten? Die beiden kennen sich kaum... Finde ich bedenklich.
Na ja, es ist ein Liebesroman, der unterhalten möchte, da sollte man vielleicht nicht ganz so kritisch sein, aber diese zwei Punkte haben mich doch etwas gestört.
Ansonsten ist es eine leichte sommerliche Unterhaltung mit viel Insel-Feeling.
04.10.23
- Wolfgang Eckstein
Die Codices
(11)Aktuelle Rezension von: BrunhildiMeine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt einen DNA-Strang, der auch sehr gut zum Inhalt des Buches passt. In meinen Augen ist es rundum perfekt gelungen und ansprechend.
Der Schreibstil von Wolfgang Eckstein hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Er war reif, aber dennoch verständlich und flüssig zu lesen. Ich war direkt in der Geschichte angekommen und es haben sich immer wieder Bilder in meinem Kopf gebildet.
In diesem Buch gibt es verschiedene Handlungsstränge, die nach einiger Zeit zusammenführen. Zu Beginn eines jeden Kapitels steht der Ort, an dem man sich gerade befindet. So hatte man zu jedem Zeitpunkt immer einen sehr guten Überblick.
Auf die einzelnen Charaktere möchte ich nicht detailliert eingehen, da es wirklich recht viele sind. Es gibt ein paar Hauptcharaktere, aber auch etliche Nebencharaktere. Mir haben sie alle mit ihrer perfekten Ausarbeitung und Einzigartigkeit gefallen. In meinen Augen haben alle Charaktere authentisch und nachvollziehbar gehandelt. Sie sind meiner Meinung nach rundum perfekt gelungen und einige werde ich sicherlich auch ein wenig vermissen.
Zum Inhalt direkt möchte ich gar nichts weiter schreiben, denn da sollte euch der Klappentext auf jeden Fall genügen. Von dem Rest müsst ihr euch selbst überraschen lassen ;-)
Die Handlung fand ich sehr interessant. Auch wenn ich einige Stellen als ein wenig langatmig empfunden habe, gibt es hingegen auch viele spannende und actionreiche Szenen, die mich immer wieder zum Weiterlesen gezwungen haben. Wolfgang Eckstein hat aber auch noch mit anderen Emotionen gespielt. So konnte ich das Buch nicht nur wegen des hohen Spannungsfaktors nicht aus der Hand legen, sondern es lies mich auch schmunzeln. Teilweise hat es mich nachdenklich gestimmt und auch mit einer kleinen eingearbeiteten Lovestory hat Wolfgang Eckstein mich überrascht. Er hat wirklich alle Emotionen eingearbeitet, die sich das Leserherz wünscht. Ich bin von diesem Buch wirklich positiv überrascht und hoffe auf weitere Werke des Autors.
Fazit:
Wolfgang Eckstein hat mich mit "Die Codices" positiv überrascht. Die Charaktere sind ihm in meinen Augen perfekt gelungen und die Handlung deckt alle Emotionen ab, die man sich in einem Buch wünschen kann. Auch wenn ich es zwischendurch als ein wenig langatmig empfunden habe, überwiegen ganz klar die spannenden und interessanten Szenen.
4/5 Punkte
(Sehr gut!)
- Sue Monk Kidd
Das Buch Ana
(124)Aktuelle Rezension von: Katharina_CizekZum Inhalt:
Schon als kleines Kind zeigt Ana einen außergewöhnlich scharfen Verstand und eine tiefe Faszination für die Welt der Buchstaben und Worte. Sie ist wissbegierig, liebt es, das Geschriebene zu erkunden, und beginnt bald, eigene Geschichten zu erfinden und aufzuschreiben. Doch in Galiläa im Jahr 16 nach Christus ist es Frauen streng verboten, lesen oder schreiben zu können. Ihre Leidenschaft für das geschriebene Wort bleibt daher ein geheimes Feuer, das sie in verborgenen Momenten in sich nährt und heimlich weiter entfacht.
Im Alter von vierzehn Jahren droht Ana jedoch ein Schicksal, das viele junge Frauen ihrer Zeit trifft: Man beschließt, sie mit einem älteren, verwitweten Mann zu verheiraten. Doch gerade, als alles verloren scheint, tritt ein junger Mann in ihr Leben, der sie vor diesem ungewollten Bund rettet. Dieser Mann ist Jesus, und zwischen ihnen entsteht eine tief empfundene Verbindung. Dank seiner Tat und seines Mutes kann Ana dem Schicksal entfliehen und einen neuen Weg einschlagen.
Gemeinsam mit Jesus begibt sich Ana auf eine Reise voller Herausforderungen und unvorhersehbarer Wendungen, eine Reise, die nicht nur ihre beider Leben, sondern die Geschichte selbst verändern wird.Dieses Buch ist mit einer wunderschönen und fesselnden Sprache geschrieben und ein wahres Muss für alle, die von starken Frauenfiguren und einem neuen, faszinierenden Blickwinkel auf die Geschichte von Jesus inspiriert werden möchten. Die Autorin erschafft eine beeindruckende Welt, in der die Stimme einer mutigen, klugen Frau zum Leben erwacht und uns auf eine außergewöhnliche Reise mitnimmt. Für mich war dieses Buch eine wertvolle Bereicherung und ein tief berührendes Leseerlebnis, dass ich jederzeit mit Freude erneut in die Hand nehmen würde.
Meine Bewertung: 9/10
- Alexander Demandt
Alexander der Große
(8)Aktuelle Rezension von: AdmiralBevor ich mit Euch, werten Lesern, über dieses Buch plaudere, solltet Ihr evtl. wissen, dass ich das Buch nicht vollständig gelesen habe. Das hat 2 Gründe. Erstens hat dieses Buch von Alexander (!) Demandt "Alexander der Grosse. Leben und Legende" (2009) satte 483 Seiten Fließtext, mit Anmerkungen, Zeittafel, Karten, Stammbäumen, sonstigen Verzeichnissen, Bibliographie und Register sogar 655 Seiten. Zweitens wollte ich von vorneherein lediglich über Rezeption und Quellenlage Alexanders lesen, da ich für die Person Alexanders des Großen bereits andere Bücher gelesen habe. Doch eines will ich Euch, werten Lesern, von vorneherein sagen. Dieses Buch hier ist mit bisher das sympathischste.
Denn mal abgesehen davon, dass die Darstellung der Quellenlage ("Die Quellen", S. 1-32) gut strukturiert und die Erforschung der Alexanderrezeption ("Alexander im Spiegel der Nachwelt", S. 405-455) sehr nachvollziehbar dargelegt ist, schimmert der Autor Alexander Demandt mit einer sehr positiven und einnehmenden Art durch. Damit schafft der Autor die schwierige Brücke zwischen seriöser Wissenschaftlichkeit und gut lesbarerer Literatur.
Beide Kapitel, die ich gelesen habe, sind international angelegt, bearbeiten also intensiv Quellen und Perspektiven, die den lateinischen Westen hinaus gehen.
Da mir das Wenige so gut gefiel, habe ich noch das Fazit des Buches ("Alexander der Große?", S. 457-483) gelesen, in dem Demandt scheinbar alle bisherigen Themen und Einzelaspekte zusammenfasst und Alexander somit unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet (?). Dazu gehören Alexanders Politik, Alexanders Entdeckungen, Alexanders Persönlichkeit als Mensch und mehr.
Besonders positiv an dieser Biographie ist mir die alte römische Verhaltensorientierung der "variatio" aufgefallen, nach der römische Literaten nicht einfach ihr Thema abarbeiten sollten. Stattdessen sollten sie mit Exkursen (zB Geographie, Ethnologie, Anekdoten, etc.) Freude auf seiten des Lesers hervorrufen. Ähnliches macht Demandt auch, wenn er zB am Ende des Buches die Aporie des Historikers thematisiert, einerseits einen Mörder und (nach heutigen Maßstäben) Verbrecher als "Groß" zu bezeichnen und andererseits doch etwas Achtung vor dieser Person zu haben, da Gewalttaten in allen Zeiten durchaus üblich gewesen waren (und zT noch sind !), was jedem Historiker mehr als bewusst ist.
Das Thema "Alexander der Große" hatte mich bisher noch nie wirklich interessiert, obwohl Euch das etwas paradox anmuten könnte, wenn Ihr mal in meine Bücherlisten reinschaut (viel mit Antike und so). Doch ganz besonders dieses Buch hat es mir angetan und sollte sich nochmal die Zeit und Gelegenheit bieten, werde ich es nachholen, es in seiner Gesamtheit zu lesen. Denn in einem Punkt zweifle ich nicht: dass es sich lohnen würde.
Bisher ist mir Alexander Demandt schonmal positiv aufgefallen. Evtl. habt Ihr das Buch in meiner Liste schon gesehen: "Das Attentat in der Geschichte" (hg. von A. Demandt). Auf diesen Namen werde ich in Zukunft auch vermehrt achten. :) - René Goscinny
Idefix und die Unbeugsamen - Der Wecker von Lutetia
(74)Aktuelle Rezension von: MeinNameistMenschDie Abenteuer von Asterix und Obelix sind schon Generationen von Kindern und Erwachsenen bekannt. Nun gibt es nach den verschiedenen Comics und der TV - Serie nun aber auch ein Erstlesebuch über Idefix, seine Freund*innen und ihre gemeinsamen Abenteuer. Im Mittelpunkt der hier vorliegenden Geschichte steht nun der Hahn Sinfonix, der von den Römern entführt wurde und nun von den Unbeugsamen befreit werden muss. Werden sie rechtzeitig sein? Die Geschichte wird kindgerecht und spannend erzählt und ist in Großbuchstaben verfasst, so dass Erstleser*innen sich hier gut zurechtfinden und ganz spielerisch die Freude am Lesen entwickeln dürfen. Die Bilder des Buches sind der TV - Serie entnommen. Und wer mag, darf am Ende die Folge 14 der Serie sich anschauen, um als Belohnung die Geschichte noch einmal präsentiert zu bekommen. Eine sehr gelungene Kombination.
- Jodi Magness
Masada
(5)Aktuelle Rezension von: Write_In_Pieces"Tausende zieht es jährlich auf die Felsenfestung Masada in Israel - den Ort, an dem sich vor 2000 Jahren 967 jüdische Rebellen lieber ihr Leben nahmen, als vor den Römern zu kapitulieren. Die international renommierte Archäologin Jodi Magness erzählt die unglaubliche Geschichte von Masada und dem Mythos, der sich bis heute um den Berg rankt."
Jodi Magness hat ein mehr als gutes Werk über die Festung Masada am Roten Meer geschrieben - und über deren historische und religionsgeschichtliche Bedeutsamkeit. Vor allem ihrer Ausdrucksweise und Formulierung ist es zu verdanken, dass die Geschichte lebendig wirkt, ohne trivial oder schlicht zu sein. Es ist nicht nur historisch, sondern auch sprachlich ausgezeichnet und wird durch tolle Bilder, Karten und Darstellungen ergänzt.
Ohne Zweifel ist dieses Werk ein wissenschaftliches Buch, das Verständnis für die Zeit, deren Kontext und für Masada als Symbol Israels vermittelt. Absolute Leseempfehlung!
- Kirsten Winkelmann
Der Speersohn
(13)Aktuelle Rezension von: peanjoGarlef, der Sohn eines germanischen Stammeshäuptlings, wachst in den Zeiten nach der Varus-Schlacht in seinem Heimatdorf auf. Sein Name bedeutet "Speersohn", eigentlich soll er ein Kämpfer sein, aber er fühlt sich dazu nicht berufen. Einem anderen Menschen weh zu tun oder ihn gar zu töten, stößt ihn so ab, dass er lieber bereit ist, selbst Schmerzen, Schläge und Verachtung zu erleiden, als anderen weh zu tun. Der einzige, der ihn versteht, ist der römische Sklave, den sein Vater als Beute von der Varusschlacht mitgebracht hat. Gaius wird Garlefs wichtigster Mensch in seinem Leben, dem er alle Fragen stellen kann, der ihn in seinen Überzeugungen bestärkt und ihm die Sprache des Feindes - Latein - lehrt. Aber als die Römer Garlefs Heimatdorf überfallen und niederbrennen, gerät er wieder zwischen die Fronten und wird nach Rom verschleppt. Hier lernt er die unkonventionelle Mina kenne, eine Frau, die so gar nicht dem typischen Ideal einer römischen Frau entspricht. Sie ist gebildet und will ihr Leben selbstbestimmt leben. Aber auch sie erfährt auf brutale Weise, dass die gesellschaftlichen Regeln ohne Rücksicht durchgesetzt werden.
Dieser historische Roman beschreibt in eindringlicher Weise, welche brutalen und aus heutiger Sicht auch menschenverachtetende gesellschaftlichen Zwänge im alten Rom herrschten. Frauen hatten keinerlei Rechte und blieben zeitlebens unter der Herrschaft des Hausvorstehers. Sklaven und Frauen waren ein Besitz, und jeder Besitzer konnte sich dafür entscheiden, wie er sein Hab und Gut behandeln wollte. Die Autorin beschreibt sehr gut, in welcher Zerrissenheit und Bedrängnis alle lebten, die ihren Grundsätzen treu bleiben wollten. Ein beeindruckendes Einblick in das antike Rom. Absolute Leseempfehlung!
Die Geschichte von Garlef und Mina wird in "Die Frau des Bleityrannen" fortgesetzt.
- Carol Wallace
Ben Hur
(15)Aktuelle Rezension von: LeserstimmeHabe mich mal an ein sehr altes Buch gewagt. Ben Hur hab ich neu übersetzt vor ein paar Jahren in einer Buchhandlung entdeckt und spontan mitgenommen. Ich finde das Buch zum Entspannen ganz gut. Aber natürlich hat das Buch- obwohl schon über 100 Jahre alt- an Brisanz zugenommen. Schon zur Zeit Jesu wurden Menschen unterdrückt. Das zieht sich durch bis heute. Hat es je eine Zeit gegeben, zu der es überall friedlich war? Nein. Es geht immer um Macht, Reichtum, Sicherheit, guten Lebensstandard. Ich denke, alle kennen die Geschichte um die Freundschaft eines Römers ( Messala) und eines Juden (Judah). Der Bruch der Freundschaft und weshalb, sind für mich unglaublich. Ein wahrer Freund unterstützt seinen Freund und schickt ihn nicht durch eine jahrelange Hölle...Hier sieht man wieder, dass Macht eine Freundschaft vergiftet. Bis zum Ende des Wagenrennens war die Geschichte interessant, danach wurde sie zunehmend kitschig. Als Abenteuer gut zu lesen, macht aufgrund der Aktualität auch wieder etwas nachdenklich....3,5 Sternchen.
Genre: Abenteuer, Geschichte, Unterhaltung, Religion ( am Rande)
- Conn Iggulden
Imperator - Die Tore von Rom
(25)Aktuelle Rezension von: Angel10- Gaius Julius Caesar und Marcus Brutus verbringen ihre gemeinsame Jugend auf einem Landgut,
- werden von einem alten Gladiator ausgebildet, gehen nach Sklavenaufstand nach Rom
- Sulla wird Diktator
- insgesamt ein interessanter Roman, manchmal etwas zu ausführlich























