Bücher mit dem Tag "rohstoffe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rohstoffe" gekennzeichnet haben.

37 Bücher

  1. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (1.997)
    Aktuelle Rezension von: Sharon

    Dieses Buch hatte ich nur gelesen, da ich sonst keins mehr hatte. Die Geschichte über einen Obdachlosen der keine Erinnerungen mehr hat außer seinen Namen, hatte mich nicht wirklich interessiert. ABER…. Ich bereue es kein Stück gelesen zu haben. Die Hauptthematik in diesem Werk ist die Überbevölkerung und die globale Veränderung. Viele Dinge werden erst dadurch einen bewusst und es regt einen echt zum nachdenken an. Noch dazu handelt es um einen Virus der die Menschheit auslöschen soll, damit die Überbevölkerung etwas reduziert wird. 

    Wo ich es gelesen habe, konnte ich natürlich nicht anders als die Parallelen mit der Corona Krise zu sehen, obwohl man ja weiß das es ein Buch ist und noch dazu im Jahr 2013 heraus kam. Ich kann mir vorstellen das viele dieses Buch gelesen haben wegen der Corona Krise. Das Buch ist auf keinen Fall zu unterschätzen, es ist nicht das typische Fitzek Buch was man so von ihm kennt, aber auf jeden Fall lesenswert. 

  2. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

     (588)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist ein Thriller und ein SciFi-Roman. Man hätte wohl zwei Bücher draus machen können. Dann wären sie vielleicht auch nicht so dick geworden, was ja gelegentlich Leute vom Lesen abhält.

    Mich hat es nicht abgehalten, was ich nicht bereue. Ich hatte eine gute Zeit mit spannender Unterhaltung mit dem Buch, war im Schanghai der Zukunft und auf dem Mond in einem toll ausgedachten Hotel.

    Kurz zum Inhalt: Ein Privatmann hat Kraft und Ideenreichtum, eine neue Energiequelle nutzbar zu machen, Helium-3. Der Rohstoff ist auf dem Mond zu finden. Der Abbau wird erst wirtschaftlich, als eben jener kühne Unternehmer einen Weltraumaufzug baut und zur Energieerzeugung den passenden Fusionsrektor. Nebenbei erschließt er dabei noch ein neues Zielgebiet für den Tourismus.
    Die etablierte, auf Öl basierende Energieindustrie leidet darunter sehr. In dem Spannungsfeld zwischen alt und neu gibt es genug Stoff für den Thriller, denn man versucht mit allerlei Gewalt, das Neue zurückzuwerfen.
    Die Figuren sind glaubhaft für mich. Privatdetektiv, pfiffige junge Dame, durchgeknallter Terrorist, sehr menschlicher chinesischer Tech-Unternehmer und der bunte Strauß an reichen Leuten, die auf den Mond eingeladen werden und mit mir gemeinsam die tollen Errungenschaften der Zukunft erleben dürfen. 

    Ab und wird mir etwas zuviel zerstört und werden zuviele Leute getötet. Thriller eben.

  3. Cover des Buches Roter Mars (ISBN: 9783453316966)
    Kim Stanley Robinson

    Roter Mars

     (25)
    Aktuelle Rezension von: KKTVCAM
    In diesem Buch beschreibt Kim Stanley Robinson die Kolonialisierung des Planeten Mars. Dabei beschreibt er den Mars sehr blumig und schafft eine richtig tolle futuristische Atmosphäre in die man beim Lesen so richtig eintauchen kann und nicht mehr verlassen will. Die Handlungen sind packen und einfach nur genial! Leider sind die Dialoge etwas schlecht, dies ist aber nicht weiter schlimm da die Atmosphäre dies ausbessert.
  4. Cover des Buches Letzte Ernte (ISBN: 9783462045338)
    Tom Hillenbrand

    Letzte Ernte

     (115)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Xavier Kieffer in seinem nächsten Fall.... 

    Die mitspielenden Personen werden sehr deutlich charakterisiert, ich mag das! 

    Jeder Mensch hat seine Schwächen, so auch die Hauptpersonen in diesem Roman. Dadurch wird die ganze Geschichte sehr lebendig und läßt sich gut lesen.

    Xavier Kieffer, mit seinem Hang zum Alleingang und seine Freunde und Bekannten, die ihm zur Seite stehen, und seine Wissenslücken in Bezug auf Computerkenntnisse ausgleichen, ergänzen sich prima.

    Es werden allerdings auch Klischees bedient, z. B. der Finne, der gerne und viel Wein konsumiert....

    Fazit: ein Buch, dessen Lektüre lohnt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände dieser Reihe!

  5. Cover des Buches Selbst denken (ISBN: 9783100894359)
    Harald Welzer

    Selbst denken

     (48)
    Aktuelle Rezension von: DerRob

    Der Autor ist wie in seinen anderen Werkwn frech und zeigt provokant ehrlich auf, was alles schief läuft und wieso die Ansätze einer dystopischen Zukunftsprognose zu keinerlei Aufwachen führen wird. Ganz nach dem Credo "Um etwas zu ändern muss man die Menschen durch pisitive Bilder, in dem Fall Visionen/Utopien zum Umdenken motivieren. Nicht gegen eine furchtbare Zukunft, sondern für eine wunderbare Alternative kämpfen.

    Dabei zeigt er schön auf, was wir alles falsch machen. Man ertappt sich selbst dabei und muss ab und an nicken und bestätigen, was er uns Lesern, aber auch der gesamten Gesellschaft vorwirft. An für sich ein tolles Buch und die Beispiele der Menschen/Unternehmen, die zeigen, dass es besser geht, sind auch gut und Mut machend. Allerdings wird seine Überschrift "Anleitung zum Widerstand" erst ganz am Ende in einem Kapitel abgehandelt und das mehr schlecht als recht. Auch die 12 Regeln zum Widerstand sind ziemlich selbstredend. Vielleicht mag das Buch als Einstieg in die Thematik gut sein, aber wer sich mit der gesellschaftl. Problematik schon auseinander gesetzt hat, wird kaum Mehrwert finden. Im Endeffekt macht der Autor genau das, was er verurteilt: er zeigt auf, wie viel falsch gemacht wird und findet dann einfache Lösungen, die nicht wirklich weiterhelfen. Das einzig inspirierende waren für mich die Beispiele anderer Unternehmer usw. Sehr enttäuschend zumal seine anderen Bücher wirklich gut sind und ich seine direkte, provokante Art ganz erfrischend finde.

  6. Cover des Buches Ruf der Tiefe (ISBN: 9783407743367)
    Katja Brandis

    Ruf der Tiefe

     (152)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch Ruf der Tiefe von Katja Brandis & Hans - Peter Ziemek, geht es um Leon, welcher zur Elite der Flüssigkeitstaucher gehört. Er soll mit dem Krakenweibchen Lucy nach Manganfeldern in Hawaii suchen, was er auch macht. Zum Glück entdeckt er auch eins, aber als er und Lucy dort sind, sagt ihm Lucy rot, was so viel wie Alarm bedeutet. Kurz danach bemerkt er, das Tiere flüchten und auf dem Meeresboden überall Fischleichen liegen und daraufhin bekommt er immer weniger Luft, genauso wie Lucy, zum Glück schafft Leon es aber noch über Funk Hilfe zu rufen und beide werden gerettet. Gleichzeitig geht es noch um Carima und ihre Mutter, welche viel Geld besitzt und sie wollen in einem Unterwasserhotel übernachten, wohin auch Leon gebracht wird, welcher aus der Sant Diego School of the Sea kommt. Was hat es mit den Fischleichen auf sich und den Seebeben, sowie den vielen Algen an der Wasseroberfläche ?


    Meine Meinung:

    Ich fand die Geschichte spannend geschrieben und flüssig zu lesen/ hören. Der Schreibstil war einfach zu lesen und auch der Sprecher hat die Geschichte gut vorgelesen. Das Thema mit dem Meer und wie eine Firma versucht, Stoffe am Meeresgrund ab zu bauen, hat mir gut gefallen. Leon hat mir als Protagonist gut gefallen und hat so gehandelt, das ich es gut nachvollziehen konnte. Er hat eine Wandlung in der Geschichte durchgemacht, die ihn aber auch gleichzeitig gezeigt hat, das er sich mehr über sein Arbeitgeber informieren sollte. Auch Carima, die zweite Protagonistin hat mir gut gefallen, sie hat sich im Laufe der Geschichte leicht verändert und hat Leon am Ende sehr geholfen, obwohl sie nicht viel über ihn wusste. 


    Fazit:

    Eine Geschichte, die hauptsächlich im Meer spielt mit Tauchern und einer tollen Story mit einer Krake darin, die eine große Rolle spielt. Ich kann die Geschichte nur empfehlen, eine Abenteuergeschichte für Jugendliche.

  7. Cover des Buches Der fünfte Elefant (ISBN: 9783442416585)
    Terry Pratchett

    Der fünfte Elefant

     (329)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Kommandeur Samuel Mumm der Stadtwache von Ankh-Morpork ist eine wiederkehrende Hauptfigur in Terry Pratchetts „Scheibenwelt“. Er taucht in 13 Romanen auf, ist ein Mensch in den Vierzigern und stammt von „Steingesicht“ Mumm ab, der die Stadt einst von ihrem letzten, verbrecherischen König befreite, dafür allerdings selbst hingerichtet wurde. Seiner Familie wurden alle Besitztümer aberkannt und ihr Wappen gebannt. Samuel Mumm stellte die Ehre seines Namens durch seine Verdienste in der Stadtwache wieder her. Er wurde vom Patrizier Lord Vetinari zum Ritter geschlagen und in den Stand des Herzogs von Ankh erhoben. Er trägt diesen Titel widerwillig und möchte mit Politik eigentlich nichts zu tun haben, kann es jedoch nicht immer vermeiden, wie wir im 24. Band „Der fünfte Elefant“ erfahren.

    Kommandeur Mumm versteht sich auf die Verbrecherjagd. Auf Diplomatie versteht er sich hingegen nicht, was ihn jedoch nicht daran hindert, als Herzog von Ankh gelegentlich auf wichtige Zehen zu trampeln. Nun soll er auf Geheiß des Patriziers sein entschieden undiplomatisches Geschick im Ausland einsetzen und Ankh-Morpork bei der Krönung des Niederen Königs der Zwerge in Bums vertreten. Bums liegt in Überwald, wo man das Wort „Fortschritt“ noch für eine ansteckende Krankheit hält. Trotzdem ist die Krönung ein politisches Großereignis, bei dem alle Regierungen, die etwas auf sich halten, zugegen sein werden und die ideale Gelegenheit, Ankh-Morpork lukrative Handelsverträge zu sichern. Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt die Steinsemmel, das traditionelle zwergische Symbol der Königswürde, gestohlen wurde. Adelstitel hin oder her, einem ordentlichen Verbrechen kann Mumm nicht widerstehen und nimmt die Ermittlungen zwischen Zwergen, Vampiren und Werwölfen auf. Manchmal sind sich Diplomatie und Verbrecherjagd doch erstaunlich ähnlich.

    Wisst ihr, woran mich die politische Situation in „Der fünfte Elefant“ erinnerte? An die Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union (die aktuell brachliegen). Ich weiß natürlich nicht, ob Terry Pratchett ausgerechnet diese Assoziation vorschwebte, aber an etwas ähnliches wird er schon gedacht haben, als er den 24. „Scheibenwelt“-Band schrieb. Meiner Meinung nach sind die Parallelen auffallend: in Überwald begegnen wir einer Zwerge-Gemeinschaft, in der kulturelle Konflikte, die eng mit dem Widerspruch zwischen Tradition und Moderne zusammenhängen, zu der Ausprägung verschiedener Fraktionen führten, die auf die Unterstützung der einflussreichen und zahlenstarken Diaspora angewiesen sind. Wir erleben ein Volk, das zwischen dem Wunsch, als politische und wirtschaftliche Macht anerkannt zu werden und dem Wunsch, die religiös motivierten, traditionellen Gepflogenheiten zu ehren, hin und hergerissen ist. Demzufolge präsentiert Pratchett in „Der fünfte Elefant“ ein Szenario, das die vielen innen- und außenpolitischen Komplikationen beschreibt, die sich ergeben, wenn ein Staat plötzlich die Voraussetzungen erfüllt, am internationalen Verhandlungstisch zu sitzen. Die gestohlene Steinsemmel – im Original „Scone of Stone“, eine Anspielung auf den „Stone of Scone“, der in der britischen Krönungszeremonie bis heute eine Rolle spielt – vereint all diese Komplikationen in sich, denn dabei handelt es sich um ein Objekt, das für die Zwerge einen rein symbolischen, emotionalen Wert hat, ohne das der nächste Niedere König („nieder“ im Sinne von „unten“, Zwerge sind ein Höhlenvolk) den Thron aber nicht besteigen darf. Die Semmel beeinflusst seine Fähigkeit zu regieren nicht im Geringsten, doch ohne geht es eben nicht, weil es einfach immer so war. Die Überwald-Zwerge können die Zukunft nicht ohne dieses Symbol der Vergangenheit willkommen heißen, was bei den Repräsentant_innen anderer Nationen auf eher zurückhaltendes Verständnis trifft. Daraus ergibt sich eine verzwickte Handlung, die zwischen Kriminalermittlung und politischer Satire changiert. Persönlich fand ich „Der fünfte Elefant“ nicht so mühelos elegant, wie ich es sonst von Pratchett kenne. Die Komplexität ließ sich aufgrund der zahlreichen involvierten Parteien, die alle eigene Interessen verfolgen, nicht vermeiden, ich hatte jedoch meine Schwierigkeiten damit, Pratchetts subtile Hinweise einzuordnen und daraus das Gesamtbild zusammenzusetzen. Er deutete vieles nur an und erwartete von seinen Leser_innen eine Menge eigenständige Schlussfolgerungen, weil sein Held Kommandeur Mumm die Ereignisse eher still für sich analysiert, statt offen darüber zu spekulieren, was in Überwald vor sich geht und darüber hinaus den Blickwinkel eines Polizisten einnimmt, nicht den eines Diplomaten. Dadurch eignet er sich überraschenderweise hervorragend, die Lage unter Kontrolle zu bringen, aber eine große Hilfe bei der Interpretation ist er nicht. Aufgrund dieser Hindernisse zählt „Der fünfte Elefant“ nicht zu meinen besten Ausflügen in die „Scheibenwelt“.

    Halte ich mir vor Augen, was für eine komplizierte politische Situation „Der fünfte Elefant“ abbildet, muss ich Terry Pratchett dafür applaudieren, dass es ihm gelang, diesen „Scheibenwelt“-Roman dennoch locker und amüsant zu konzipieren. Trotz des ernsten und tendenziell trockenen Kernthemas bot mir die Geschichte diverse Gelegenheiten, zu feixen und mich an Details zu erfreuen, so zum Beispiel die Integration des sprechenden Hundes Gaspode und der irrwitzig rasante Verfall der Wache in Ankh-Morpork, nachdem Mumm die Stadt verlassen hat. Ich hatte Spaß an der Lektüre und fand besonders die Mischung aus Zwergen, Vampiren und Werwölfen verblüffend sinnvoll, aber insgesamt holte mich „Der fünfte Elefant“ nicht mit derselben Nachdrücklichkeit ab, die ich sonst gewohnt bin. Wahrscheinlich liegt es in der Natur dieser sehr umfangreichen Reihe, dass mir nicht alle Bände gleich gut gefallen können. Macht also nichts, der nächste Pratchett kommt bestimmt.

  8. Cover des Buches Lüge (ISBN: 9783453438835)
    Steffen Jacobsen

    Lüge

     (15)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite
    Die grönländische Küste wird zum Schauplatz eines erbitterten Kampfes um die dort vorhandenen Rohstoffe, in der sich ein skrupelloses dänisches Unternehmen durchzusetzen scheint. Doch einer der führenden Geologen der Gesellschaft wird mitten in der heißen Phase tot aufgefunden, zudem ist ein USB-Stick mit brisanten Informationen verschwunden. Die Spuren führen Lene Jensen und Michael Sander zu einer Gruppe von Umweltaktivisten, doch beide haben auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen...

    Mit dem schlichten Titel „Lüge“ hat Autor Steffen Jacobsen den dritten Teil seiner Thriller-Reihe um Lene Jensen und Michael Sander versehen, der sich natürlich am Besten liest, wenn man die beiden Vorgänger bereits kennt. Denn ein wichtiger Teil der Reihe ist auch, wie sich das Privatleben der beiden Hauptfiguren entwickelt. In diesem Band ist dies noch mehr ausgeprägt als vorher, vielleicht eine Spur zu viel. Denn oft wirken diese Szenen eher wie Füllmaterial und lenken von dem eigentlichen Fall ab. Ich mag es, wenn man auch hinter die Kulissen der Ermittler schauen kann, hier fokussiert sich der Autor aber ein bisschen zu sehr auf die beiden. Hier kann man zwar auch folgen, ohne die bisherigen Entwicklungen zu kennen, alles durchschauen kann man aber eben nur, wenn man auch „Trophäe“ und „Bestrafung“ kennt.

    Der Fall an sich leidet nicht nur an den zu ausführlichen privaten Entwicklungen, sondern auch an einer recht durchsichtigen Handlung. Vieles ist schon nach etwa einem Viertel des Romans zu erahnen und wird dann im Laufe der Zeit auch nicht widerlegt, sondern höchstens um einige unerwartete Elemente ergänzt. Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn man allzu eingetretene Pfade verlassen hätte und neue Ideen eingebracht hätte – dass er das kann, hat Jacobsen ja bereits bewiesen. Allzu oft schimmert das Konstrukt des Falles zu deutlich hervor, dennoch kann ich dem Roman einen großen Unterhaltungswert nicht absprechen. Das liegt zum einen an dem spannenden Aufbau als auch an der flüssigen Erzählweise und der atmosphärischen Wortwahl.

    „Lüge“ ist ein zweischneidiges Schwert und legt dem Leser immer wieder kleine Stolpersteine in den Weg, indem zu viel Wert auf die private Entwicklung der beiden Ermittler gelegt wird. Auch der Fall an sich ist ein wenig zu vorhersehbar konstruiert, punktet aber auch mit einer dichten Atmosphäre und einem reizvollen Hintergrund. Sicherlich kein Totalausfall, gegenüber den beiden Vorgängern fällt dieser dritte Band aber leider etwas ab.
  9. Cover des Buches Ausgebrannt (ISBN: 9783404178773)
    Andreas Eschbach

    Ausgebrannt

     (377)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Der Endzeit-Thriller „Ausgebrannt“ von Andreas Eschbach basiert auf dem Szenario, dass sich in Saudi-Arabien das größte Ölfeld der Welt dem Ende zuneigt, was eine globale Katastrophe nach sich zieht. Im Zentrum dieser Geschehnisse steht der Protagonist Markus, der sich in den USA nur Mark nennen lässt, Mark Westerman. Er ist ein kompetenter, ehrgeiziger und kreativer Workaholic sowie ein Networker mit klarem Ziel vor Augen: Die Karriereleiter steil nach oben erklimmen, ein eigenes Firmenimperium gründen und dauerhaft in den USA bleiben. Doch bevor ihm das gelingt, wirft ihn ein schwerer Autounfall zurück. Er erwacht in einem Krankenhaus in Deutschland, hat künstliches Koma hinter sich und muss wieder auf die Beine kommen. Davon wird in Kapiteln erzählt, die mit dem Titel „Gegenwart“ versehen sind. Gleichzeitig erfahren wir im Rahmen von Rückblicken mehr über Marks sozialen Aufstieg in den USA und über die schicksalhafte Begegnung mit dem kauzigen, charismatischen und versessenen Karl-Walter Block, der behauptet, eine Methode zu kennen, um überall auf der Welt Öl zu finden. Markus erkennt in Block seine Riesenchance, sucht Investoren, wird mit der Investmentgesellschaft „Peak Performance Pool“ schließlich fündig, und lebt fortan auf der Überholspur, bis Block plötzlich verschwindet und sich der bereits genannte Autounfall ereignet. Nun setzt Markus nach seiner Genesung alles daran, die Methode von seinem Partner Block auf eigene Faust weiterzuentwickeln und dessen Notizen ausfindig zu machen, die ihm dabei helfen sollen. Dafür reist er wieder zurück in die USA und sucht Kontakt zu Charles W. Taggard, einem CIA-Agenten, den er mit Block bei Bohrungen in Saudi-Arabien kennengelernt hat, und der ihn bei seinem Vorhaben unterstützen soll. Mit diesem Plot allein hätte sich bereits der Inhalt eines Buchs füllen lassen, denn der Spannungsbogen wird schon dadurch aufrechterhalten, dass der Leser wissen will, wie Blocks Methode funktioniert, ob Markus sie begreifen wird und was aus Block geworden ist, doch Eschbach legt noch nach. 

    Er entwirft ein Katastrophenszenario, das mich als Leser sehr über die Erdölabhängigkeit der globalen Wirtschaft hat nachdenken lassen. In Saudi-Arabien versiegt das größte Erdölfeld der Welt und die Weltwirtschaft versinkt im Chaos. Darum geht es dann im zweiten Teil des Buches. Und mittendrin in diesem Chaos befindet sich nicht nur Markus, sondern auch seine Schwester Dorothea mit ihrem Mann Werner. Es geht bei beiden Lebensgeschichten darum, wie sich die Protagonisten im neuen Durcheinander jeweils zurechtfinden. Dabei werden auch wirtschafts- und außenpolitische Exkurse mit eingebaut, die das Agieren von Politikern in einer solchen Katastrophenszenario zeigen. Letztlich handelt der zweite Teil des Buchs von der allgemeinen Frage, ob und wie sich die Menschheit mit den neuartigen Zuständen arrangieren kann und welche neuen Technologien Auftrieb erhalten. Am Beispiel von Markus, Dorothea und Werner wird dies gut aufgezeigt.

    Was mir besonders gut an diesem Roman gefallen hat, ist die Tatsache, dass Eschbach sich viel Raum nimmt, die Figuren einzuführen und ihre Charakteristik zu entwickeln. Alle Figuren sind facettenreich und stimmig ausgearbeitet, nicht nur die Hauptfiguren Markus Westermann und Karl-Walter Block sowie ihre Beziehung zueinander, sondern auch die vielen Nebenfiguren. Da ist die Schwester von Markus, Dorothea, die mit ihrem Mann Werner ein großzügiges Haus gekauft hat, das heizkostenintensiv ist, und die dabei ist, sich einen Laden aufzubauen, der regionale Produkte anbietet. Beide rücken vor allem im zweiten Teil stärker ins Zentrum der Handlung.   Da ist aber auch die vermögende und sexbesessene Amy-Lee Wang, mit der Markus zu Beginn des Romans zusammen ist, als er sein Jetset-Leben führt. Nicht zu vergessen, ihr kalt berechnender Vater, der Markus für seine Zwecke einspannen will. Und da ist noch der vorausschauende Charles W. Taggard, der CIA-Agent, der seine Tochter verloren hat, dem Markus erstmals in Saudi-Arabien begegnet und bei dem er im zweiten Teil des Buchs zeitweise unterkommt.

    Eine weitere Stärke des Romans ist es, dass beiläufig viele sehr gut recherchierte Informationen zur Ölindustrie miteinfließen. Mit Interesse habe ich beispielsweise gelesen, wie Erdöl überhaupt erst entstanden ist, wie der globale Ölhandel vonstattengeht, wie sich Erdölreserven berechnen lassen, wie die Ölkrise in den 70ern ablief oder wie Deutschland Ölreserven anlegt etc. Auch den Exkurs zu Benzinalternativen fand ich interessant. 

    Der einzige Kritikpunkt, den ich hier anführen möchte, über den ich aber bei den vielen Vorzügen des Buches hinwegsehen kann, ist der Folgende: Es dauert lange, bis man ins Buch hineinfindet. Anfangs ist man von den vielen Zeitsprüngen, Vorgeschichten der Figuren und Exkursen zu erdölrelevanten Themen überfordert. Ich bin erst ab S. 150, zu dem Zeitpunkt, als Markus Block begegnete, richtig ins Buch hineingekommen. Man braucht also einen längeren Atem, doch dann liest sich das Buch flüssig.

     

    Fazit: Ein intelligent konzipiertes Endzeit-Szenario, das mit Markus Westermann eine reizvolle und ausgefeilte Hauptfigur aufbietet, und ein Werk mit interessanten Ausführungen zur Ölindustrie.

  10. Cover des Buches Todesdeal (ISBN: 9783426304358)
    Veit Etzold

    Todesdeal

     (55)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Todesdeal ist ein toller und rasanter Politthriller, der sich dem Thema der Rohstoffversorgung der 1. Welt im Allgemeinen und Deutschlands im Speziellen annimmt.

    Etzold baut die Story geduldig auf und stellt seine Protagonisten und die Interessen der jeweiligen Staaten bzw. Organisationen vor. Irgendwann treffen alle Personen auf dem Weg nach Ruanda oder in Ruanda bzw. dem Kongo zusammen und ein Verwirrspiel beginnt, bei dem jede Seite ihre Interessen verfolgt und auf Partner nur bedingt Rücksichten nimmt.

    Nebenbei wird der Konflikt zwischen Hutus und Tutsies, der in den 90er Jahren zu einem Genozid führte aufbereitet.

    Am Ende bleibt bei mir ein schaler Beigeschmack, ob die innerafrikanischen Konflikte allen Sonntagseden unserer Politiker zum Trotz nicht ganz genau in unserem (wirtschaftlichen) Interesse ist.

    Fazit:

    Gut geschriebener Thriller, gutes Thema, regt zum Nachdenken an.

    --> Lesen!

    Warum nur 4 Sterne?

    Der Show Down hat mich nicht überzeugt - aber das ist vielleicht nur meine Meinung-

  11. Cover des Buches Fremde Wasser (ISBN: 9783462300130)
    Wolfgang Schorlau

    Fremde Wasser

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 272 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch (1. Januar 2006)

    ISBN-13: 978-3462037487

    Preis: 9,99 €

    auch als E-Book erhältlich


    Interessanter Politkrimi


    Inhalt:

    Die Bundestagsabgeordnete Angelika Schöllkopf soll eine Rede halten. Im Vorfeld ist sie sehr nervös. Und dann erleidet sie vor laufender Kamera einen Herzinfarkt. Ihre Großmutter kann nicht an einen natürlichen Tod glauben und beauftragt Georg Dengler mit den Nachforschungen.


    Denglers Freundin Olga wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Dengler stellt sich zwischen sie und ihren gewalttätigen Ex-Mann, der ihm nun nach dem Leben trachtet - und nicht nur er … 


    Meine Meinung:

    Dies ist der 3. Band in der Reihe um den Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler. Man kann ihn aber gut ohne Vorkenntnisse lesen. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.


    Sehr geschickt greift Wolfgang Schorlau hier ein politisches Problem auf, nämlich den Verkauf der kommunalen Wasserwerke. Privatwirtschaftler haben natürlich nur ihren Gewinn im Sinn, die Qualität des Wassers wird zur Nebensache. Und manch einer geht für viel Geld eben auch über Leichen.


    Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, aus Denglers Sicht, aus der Sicht eines Auftragsmörders und aus der Sicht dessen Auftraggebers. So weiß der Leser immer ein bisschen mehr als der Ermittler, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. 


    Zum Teil war mir die Story etwas zu sehr ausgefranst, mit vielen losen Enden, die erst zusammenfinden mussten bzw. sich als nicht zusammengehörig entpuppten. Etwas weniger aufgefächert hätte mir da besser gefallen. Ansonsten ist es aber ein klasse Kriminalroman, der gut recherchiert und auch informativ ist.


    Die Reihenfolge von Denglers bisherigen Fällen:

    1. Die blaue Liste

    2. Das dunkle Schweigen

    3. Fremde Wasser

    4. Brennende Kälte

    5. Das München-Komplott

    6. Die letzte Flucht

    7. Am zwölften Tag

    8. Die schützende Hand

    9. Der große Plan

    10. Kreuzberg Blues


    ★★★★☆


  12. Cover des Buches Der Pakt (ISBN: 9783827052636)
    Gemma Malley

    Der Pakt

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Sweetybeanie

    Inhalt: Anna ist "Überschuss". Da die Menschen mittlerweile durch das Medikament "LL Vital" unendlich lange leben können, dürfen keine Kinder mehr geboren werden. Doch nicht alle Menschen halten sich an den Pakt, den sie jeweils im Alter von 16 Jahren unterzeichnet haben. Annas Eltern haben gegen den Pakt verstoßen und Anna bekommen. Doch Anna wurde von den "Fängern" geschnappt und verbringt nun ihr Leben in einem "Überschuss-Heim", wo sie lernt, eine demütige Überschüssige zu sein und den "Legalen" zu dienen. Das Leben im Heim ist von Gewalt und Demütigungen geprägt. Den dort lebenden Kinder und Jugendlichen wird suggeriert, dass sie den Legalen die Ressourcen stehlen und ihnen keinerlei Rechte im Leben zustehen. Schließlich sind sie illegal. 

    Anna hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden und ist mittlerweile zur Saalaufsicht im Heim aufgestiegen und hofft, bald als Hausmädchen außerhalb des Heimes beschäftigt zu werden. Eines Tage kommt jedoch ein 15jähriger Junge namens Peter ins Heim. Er hat eine Nachricht von Annas Eltern für sie und überredet Anna zur Flucht....

    Meine Meinung: Was für ein Buch! Und was für eine schreckliche Vorstellung. Eine Welt ohne junge Menschen. Der Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe ihn in einem Rutsch ausgelesen. Eine  sehr spannende und erschreckende Geschichte!

  13. Cover des Buches Wir sind die Guten. (ISBN: 9783864890802)
    Mathias Broeckers

    Wir sind die Guten.

     (13)
    Aktuelle Rezension von: TAndres

    In dem Buch „Wir sind die Guten“ soll es, wie der Untertitel es sagt, um die Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren gehen. Mittlerweile sollte jedem  klar sein, dass unsere Medien nicht immer objektiv berichten und gerade in der Ukraine ein zu einfaches Schwarz-Weiß-Bild gezeichnet worden ist. Die beiden Autoren Mathias Bröckers und Paul Schreyer outen sich als Putinversteher. Natürlich ist Putin nicht so, wie es uns die Medien beschreiben und auch wenn Putinversteher mittlerweile ein Schimpfwort ist, ich bin froh, dass es welche gibt.


    Allerdings ist es sehr auffällig, dass sich die beiden Autoren als Putinversteher bezeichnen, aber es im Buch meistens um die USA geht und da muss ich den beiden einfach Anti-Amerikanismus vorwerfen. Natürlich sind die USA kein Waisenknabe und natürlich ist wohl das meiste wahr, was im Buch über deren Aktionen geschrieben wird. Aber das Weglassen von Fakten, die Putin und Russland betreffen und ein negatives Bild erzeugen könnten, zeugt auch nicht gerade von Objektivität.


    Als Beispiel werden die 5 Mrd Dollar genannt, die die USA seit 1991 in einen politischen Umschwung in der Ukraine investiert haben (also etwa 217 Millionen im Jahr). Das Russland Gas als politisches Mittel eingesetzt wird komplett verschwiegen. Und warum müssen die USA so viel investieren? Weil von 1945 bis 1990 doch kaum was passiert ist. Man muss sich doch nur die DDR 1990 und die östlichen Bundesländer heute anschauen und die BRD hat viel mehr in den Aufbau Ost investiert. Ein zweites Beispiel sind die 400 Mitarbeiter von Black Water, die in der Ostukraine agieren. Was ist mit den russischen Soldaten? Werden mit keinem Wort erwähnt.


    Negativ fällt auch auf, dass im zweiten Kapitel die Geschichte der Ukraine kurz angerissen wird und dabei wohl die Meinung geschürt werden soll, dass es eigentlich keine Ukrainer und eine ukrainische Sprache gibt. Neben dem Anti-Amerikanismus kommt als noch Anti-Ukrainismus hinzu.


    Im dritten Kapitel geht es um die Ansichten der USA (Einzigartigkeit, Weltherrschaftsanspruch) und diese werden natürlich negativ dargestellt. Eine Gegenüberstellung mit Russland findet dabei leider nicht statt. Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Russen nicht auch als einzigartig beschreiben würden. Und wie die Russen teilweise agieren (Ukraine, Abchasien, Moldawien) zeugt auch von einem gewissen Machtanspruch.


    Zitat aus dem Buch“ Dass die legal auf der Krim stationierten russischen Soldaten zur Sicherung der Wahllokale ihre Kasernen verließen, wurde von westlicher Seite als Einschüchterungsversuch gewertet…“ Diese Aussage finde ich sehr zynisch und zeigt, dass die Autoren auch nicht den moralischen Ansprüchen gerecht werden, die sie gegenüber den USA und anderen westlichen Ländern erheben. Waren die Soldaten nicht ohne Abzeichen vor den Kasernen der ukrainischen Soldaten? Hat Putin diese Soldaten nicht erst als Selbstverteidigungskräfte der Krim bezeichnet?


    Die Autoren bezeichnen Russland als Energiesupermacht Nummer 1 und die Aussage von Obama, dass Russland nur eine regionale Macht sei, als plumpe Verspottung. Momentan zeigt sich, was die Energie wert ist. Es wurde sich nur auf die Energie konzentriert, der Aufschwung von Russland basiert auf tönernen Füßen. Aber dies ignorieren die Autoren. Wichtig ist, dass Russland stark dargestellt wird, zum Schluss sogar als Rohstoffmacht Nummer eins.


    Die Mainstreammedien nutzen den Begriff „Russische Propaganda“ als Abwertung und Ausgrenzung von Informationen, denen man nicht glauben kann. Dass es aber auch viele Menschen gibt, die es andersrum genauso halten (Mainstreammedien kann man nicht glauben), wird dabei nicht erwähnt.


    Laut dem Buch ist es das Ziel der USA über Russland und deren Bodenschätze zu verfügen. Warum wird es dann nicht aktiver versucht? Wird es nur versucht, indem Staaten, die sich nicht den USA „unterwerfen“, gefügig gemacht werden? Und wenn die USA wirklich weiterhin die unumschränkte Weltmacht bleiben wollen, warum wird China der Aufstieg gestattet? Oder sind die USA nicht so stark, dass sie es wirklich könnten oder ist es vielleicht doch nicht deren Ziel?


    Natürlich darf man den westlichen Medien nicht unbedingt glauben und gerade beim Thema Ukraine wurde nicht objektiv berichtet. Dieses Buch ist das genaue Gegenteil, zeigt nur Fehler des Westens auf und über Russland und Putin wird nur wenig geschrieben. Warum sich die Autoren als Putinversteher bezeichnen, weiß man nach diesem Buch auch nicht. Es wird sich kaum mit Putin oder Russland beschäftigt, sondern eigentlich nur mit den USA. Man weiß nur, dass sie die USA und die restlichen westlichen Länder nicht wirklich mögen. Auch dieses Buch ist nicht objektiv. Vielleicht gibt es ja mal ein Buch, das die Mitte und wirklich die Wahrheit darstellt.


    In diesem Buch wird auch zu viel weggelassen, was der eigenen Meinung im Wege stehen könnte. Das Buch ist zwar interessant und gut zu lesen (ich habe 2 Tage gebraucht) und als Gegenpol zur anderen veröffentlichen Meinung sicherlich zu empfehlen. Glauben sollte man diesem Buch aber auch nicht unbedingt. Dafür ist der Anti-Amerikanismus doch zu offensichtlich. Besonders Kapitel 15 und dort die Seiten 180 und 181 wirken auf mich nicht objektiv, nicht sachlich sondern entsprechen eher, um mal die Autoren abgewandelt zu zitieren, einem Welt- und Menschenbild, das eher dem Reich des Wahnsinns als der Vernunft zuzuordnen sind.


    Wieso gibt es keine Autoren, die beide Seiten objektiv betrachten können? Und wieso können die beiden Autoren die USA nicht kritisieren ohne so in die Extreme und die Unsachlichkeit zu verfallen? Teilweise ist es kein Sachbuch mehr, sondern reine Polemik. Schade, aus diesem Thema und dem Buch hätte man mehr machen können.

  14. Cover des Buches Flammendes Eis (ISBN: 9783442372850)
    Clive Cussler

    Flammendes Eis

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Nickels_Buchwelt

    Flammendes Eis ist das 3. Buch der NUMA-Files-Reihe von Clive Cussler und Paul Kemprecos um den Leiter der NUMA-Sondereinheit Kurt Austin und seinem Partner Joe Zavala.

     

    Klapentext:

    Kurt Austin von der NUMA stößt auf eine ungeheuerliche Verschwörung. Ein milliardenschwerer Erdöl-Tycoon behauptet, ein echter Nachfahre der russischen Zaren zu sein, und setzt nun seine ganze wirtschaftliche Macht ein, die schwache russische Regierung zu stürzen. Der instabile Weltfrieden droht zu zerbrechen – und nur Kurt Austin und die NUMA könnene es noch verhindern!

     

    Meine Meinung:

    Ich habe jetzt schon einige Bücher von Clive Cussler gelesen und Flammendes Eis fand ich mittelmäßig gut. Es war durchaus actiongeladen und spannend, aber auch etwas langatmig zwischendurch!

    Ich empfehle Clive Cussler jedem, der Action auf hoher See mag. Spannung ist auch immer vorhanden, sowie Verschwörungen und technische Details!

    Die Bücher können unabhängig der Reihenfolge gelesen werden, da in jedem Buch nochmal kurz die Hauptpersonen beschrieben werden.

    Alles in allem lese ich die Bücher des Autors immer sehr gerne!

  15. Cover des Buches Schiffsdiebe (ISBN: 9783453534452)
    Paolo Bacigalupi

    Schiffsdiebe

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Schiffsdiebe" ist SF für Einsteiger, denn es bietet alles, was das Genre interessant und lesenswert macht, ohne durch Insiderkram zu langweilen. Das hier ist keine Space-Opera, sondern eine in der eher nahen Zukunft angesiedelte Vision. Die Polkappen sind geschmolzen, weite Teile der USA liegen unter Wasser und fossile Rohstoffe sind nicht mehr vorhanden. Die Bevölkerung muss von den Resten des ehemaligen Reichtums leben. Dennoch gibt es auch noch Reiche, die hochentwickelte Technik, wie etwa Carbon-Segelschiffe nutzen. Es gibt durchaus Überschneidungen mit "Biokrieg", dem Debütroman des Autors, so dass man "Schiffsdiebe" als Prequel lesen kann.

    Das Buch ist gelungen, denn es hat einen ordentlichen Spannungsbogen, thematisiert den Konflikt arm/reich am Beispiel Nailer und Nita, punktet auch bei den gut gestalteten Nebencharakteren und zeigt einen sorgfältigen, facettenreichen Weltenbau - wichtig für SF. Nailer ist keine Identifikationsfigur, denn - typisch für SF - er transportiert zwar die Handlung, bleibt aber gegen seine Mitspieler eher blass. Andererseits macht ihn das aber auch zur geeigneten Leinwand für jüngere Leser. Der Vaterkonflikt ist plakativ, was für YA auch in Ordnung ist, die Liebesgeschichte bleibt angedeutet, was den Roman angenehm von der Schwemme der als Dystopien getarnten Liebesschnulzen differenziert.

    Punktabzug gebe ich nur für die doch recht simple Handlung, die zwar für ein Jugendbuch verzeihlich ist, gegenüber Bacigalupis Erstling "Biokrieg" aber stark abfällt. Außerdem beißen sich alle Personen ständig auf die Unterlippe, das hätte dem Autor von seinem Lektor eigentlich gesagt werden müssen.

    Insgesamt ein empfehlenswertes Buch.

  16. Cover des Buches Planet der Habenichtse (ISBN: 9783453303959)
    Ursula K. Le Guin

    Planet der Habenichtse

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch hat mich sehr fasziniert.
    Es gibt zwei Planeten, von denen jeweils der andere den Bewohnern des einen als Mond erscheint. Der Planet Urras ist eine kapitalistische Welt mit mehreren Staaten, die durchaus auch Krieg gegeneinander führen. Es gibt viele technische Errungenschaften und fortschrittliche Dinge. Eine reiche Schicht lebt sehr gut. Es gibt viele weniger Wohlhabende bis Arme, die viel arbeiten müssen und nichts erreichen können.
    Der Protagonist Shevek ist ein theoretischer Physiker des anderen Planeten Anarres. Auf diesem Planeten gibt es eine karge Natur, kaum Pflanzen, keine Tiere. Es herrscht Ressourcenknappheit, sogar eine Hungersnot tritt auf. Die Bewohner sind die Nachkommen von Aufständischen von Urras, die ihren Planeten freiwillig verlassen haben, um nach ihrer Anschauung leben zu können. Auf Anarres gibt es keine Staaten, keine Regierungen, keine Titel oder Ränge, keine Gesetze, eben Anarchie.
    Jeder arbeitet wo er gebraucht wird, Besitz ist nicht üblich, alles wird geteilt. Trotzdem hat man die Freiheit, dorhin gehen, wohin man möchte und zu tun was einem gefällt. Das kann auch nichts sein.
    Kommunikation zwischen den beiden Planeten findet nur sehr wenig durch einen geringen Warenaustausch statt. Die Sperre durchbricht Shevek indem er nach Urras reist um sein Projekt durch den Austausch mit den dortigen Wissenschaftlern zu vollenden. Es gibt unendliche Probleme dabei, einander zu verstehen. Für ganz viele Dinge und Situationen gibt es unterschiedliche Sichten und Werte.
    Dabei wird das von LeGuin konstruierte Gesellschaftssystem, die anarchistische Utopie, von allen Seiten beschrieben und erscheint enorm plastisch. Sie erklärt nicht mit erhobenem Zeigefinger, für mich schimmerte aber eine gewisse Sympathie für dieses System durch.

  17. Cover des Buches Rohstoffe - Der attraktivste Markt der Welt (ISBN: 9783898797658)
  18. Cover des Buches Wie wir die Klimakatastrophe verhindern (ISBN: 9783869525396)
    Bill Gates

    Wie wir die Klimakatastrophe verhindern

     (6)
    Aktuelle Rezension von: foensjohanna

    In seinem neuen Buch thematisiert Gates Probleme und Lösungsmöglichkeit in Bezug auf unsere Klimakrise. Dabei kategorisiert er seine Argumente themenorientiert, um den Lesenden einen besseren Überblick zu ermöglichen. Gates schafft es, auch Nicht-Experten die Thematik so zu erklären, dass sie komplizierte Zusammenhänge problemlos verstehen und nachvollziehen können. Seine Argumente werden dabei stets von Studien und Artikeln aus der aktuellen Forschung untermauert und sind damit sehr überzeugend. Anstatt lediglich die Probleme der heutigen Zeit aufzudecken, schlägt er zahlreiche Lösungsmöglichkeiten vor und unterstreicht, was schnellstmöglich getan werden müsste, um diese zu realisieren. Ich habe unglaublich viel gelernt während der Lektüre dieses Buchs und verstehe nun so manche Zusammenhänge besser als vorher.

    Das Einzige, das ich am Buch selbst auszusetzen habe, ist, dass ich mir im Kapitel dazu, was der Einzelne tun kann mehr Ratschläge gewünscht hätte, die tatsächlich und schnell umsetzbar sind. Mir ist bewusst, dass ein paar einzelne Menschen die Klimakatastrophe nicht selbstständig verhindern können und dass das Handeln großer Konzerne hier im Grunde eine durchaus wichtigere Rolle spielt, dennoch bin ich überzeugt, dass jede Person helfen kann und hätte mir dazu persönlich etwas mehr Input gewünscht, vor allem für Personen mit geringerem Einkommen.

    Ich habe dieses Buch in Form des Hörbuchs gehört und muss sagen, dass ich mir im Nachhinein lieber das Buch selbst gewünscht hätte. Das liegt keineswegs am Sprecher, denn dieser hat einen tollen Job gemacht. Es liegt viel lieber daran, dass ich das Gefühl habe, zum Beispiel die Zahlen zwar bewusster wahrgenommen zu haben, jedoch könnte ich sie mir wahrscheinlich besser merken und mit anderen Inhalten in Verbindung setzen, wenn ich sie schwarz auf weiß vor mir liegen hätte. Auch das Nachschlagen fällt im Hörbuch schwerer. Für Lesende, für die das kein Problem darstellt, kann ich das Hörbuch allerding ohne Einschränkungen weiterempfehlen, denn es ist wirklich ein informatives Buch, dass jede und jeder gelesen oder gehört haben sollte.

  19. Cover des Buches Manipuliertes Leben, (ISBN: B002LSPZYK)
    Günter Schenke

    Manipuliertes Leben,

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Die Eifel-Connection (ISBN: 9783942446136)
    Jacques Berndorf

    Die Eifel-Connection

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 350 Seiten

    Verlag: KBV (1. Juni 2011)

    ISBN-13: 978-3942446136

    Preis: 10,95 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein sehr solider Krimi aus der Baumeister-Reihe


    Inhalt:

    Wieder einmal wird der Journalist Siggi Baumeister zu einer Leiche gerufen. Ein Geologe ist abgestürzt und zu Tode gekommen. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Spätestens als kurze Zeit später zwei weitere Menschen sterben, werden Baumeister und Emma hellhörig und gehen der Sache nach.


    Meine Meinung:

    Jacques Berndorf schreibt einfach gute Unterhaltung und spart auch nebenbei nicht an Gesellschaftskritik. Wenn man seine Schreibweise mag, wird man auch diesen Band der Reihe genießen. Auch Neueinsteiger können sich hier ran wagen, denn der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, und was man über die beteiligten Personen unbedingt wissen muss, wird schnell klar.


    Der Roman ist spannend aufgebaut, Berndorf legt einige falsche Spuren, denen Baumeister und Emma folgen. Rodenstock hat dieses Mal nur ein paar Gastauftritte, was aber nicht schlimm ist. Baumeister und Emma haben die Sache gut im Griff.


    Ich habe nun ein paar Krimis dieser Reihe kurz hintereinander gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich manche Phrasen einfach von Band zu Band wiederholen, was ich etwas schade finde. 


    Die Siggi Baumeister-Reihe:

    1. Eifel-Blues

    2. Requiem für einen Henker

    (Bonn-Thriller: Der General und das Mädchen - Vorlage für das spätere Eifel-Feuer)

    3. Der letzte Agent

    4. Eine Reise nach Genf

    5. Eifel-Gold

    6. Eifel-Filz

    7. Eifel-Schnee

    8. Eifel-Feuer

    9. Eifel-Rallye

    10. Eifel-Jagd

    11. Der Bär

    12. Eifel-Sturm

    13. Eifel-Müll

    14. Eifel-Wasser

    15. Eifel-Liebe

    16. Eifel-Träume

    17. Eifel-Kreuz

    18. Mond über der Eifel

    19. Die Nürburg-Papiere

    20. Die Eifel-Connection

    21. Eifel-Bullen

    22. Eifel-Krieg


    ★★★★☆


  21. Cover des Buches 11 drohende Kriege (ISBN: 9783641074159)
    Andreas Rinke

    11 drohende Kriege

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Der geplünderte Planet (ISBN: 9783865814104)
    Ugo Bardi

    Der geplünderte Planet

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Das Buch möchte zweierlei erreichen:
    Einerseits einen historischen Überblick über die Erschließung von Rohstoffquellen vermitteln, andererseits unsere Zukunft skizzieren und Vorschläge für ein drohendes Rohstoffende präsentieren. Beides gelingt recht gut, auch wenn ich durch die Lektüre nicht wirklich neue Informationen hinzugewonnen habe. Wer weiß, wie Rohstoffe abgebaut werden und wie hierbei Raubbau an der Natur betrieben wird, der wird in gut zwei Drittel des Buches keine neuen Erkenntnisse präsentiert bekommen. Im zweiten und wesentlich kürzeren Teil seines Buches präsentiert der Autor zunächst die Theorie des begrenzten Wachstums, die der "Club of Rome" Ende der 1980er Jahre bereits präsentiert hat. Zwar müssen die dort prognostizierten Erwartungen etwas korrigiert werden, das zu befürchtende Szenario muss jedoch beibehalten werden. Bardi versucht anschließend Vorschläge zu unterbreiten, wie dem Versiegen der Rohstoffquellen entgegengewirkt werden kann.
    Das Buch liest sich anschaulich und setzt wenig Vorwissen voraus. Insoweit eine gute Einstiegsliteratur. Wer darüberhinausgehende Informationen oder Anregungen erwartet, sollte auf Fachliteratur zurückgreifen.
  23. Cover des Buches Sharps (ISBN: 9780316177757)
    K. J. Parker

    Sharps

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    K.J. Parker ist ein Pseudonym. 17 Jahre schrieb der britische Autor Tom Holt unerkannt unter diesem Namen. Im April dieses Jahres wurde das Geheimnis gelüftet. Der Autor historischer Romane Tom Holt erfand K.J. Parker, um vorurteilsfrei schreiben zu können. Er wollte ernst genommen werden, weil seine Karriere mit humoristischer Fantasy begann. Dieser Schritt war sehr erfolgreich, denn er gewann mit seinen Fantasy-Romanen zwei Awards und wurde für zahlreiche weitere nominiert. „Sharps“ war mein erster Berührungspunkt mit der Arbeit K.J. Parkers, den ich gern als vollwertige, wenn auch fiktive Persönlichkeit akzeptiere.

    40 lange, blutige Jahre lagen die Nationen Scheria und Permia im Krieg. Nun wird nicht mehr gekämpft, von Einigkeit sind die beiden Länder jedoch weit entfernt. Um den Frieden zwischen ihnen zu stabilisieren, wird ein Fechtteam aus Scheria nach Permia geschickt. Vier FechterInnen, ihr Teambetreuer und ein politischer Offizieller sollen dem ehemaligen Feind die Hand reichen und durch den populären Sport zur Völkerverständigung beitragen. Die Tour bietet dem Team allerdings weder Spaß noch die Möglichkeit, wirklich mit dem Volk Permias in Kontakt zu kommen. Es häufen sich Ungereimtheiten und unliebsame Zwischenfälle, Blut wird vergossen. Die FechterInnen werden zu Spielbällen der Politik beider Länder, deren Mächte die Friedensmission zu korrumpieren gedenken. Können sie ihre Mission trotz dessen zum Erfolg führen und so einen erneuten Krieg verhindern?

    Wow, was für ein anspruchsvolles, intelligentes Buch. „Sharps“ muss sich hinter all den komplexen Fantasy – Reihen definitiv nicht verstecken – obwohl es ein Einzelband ist. Die Brillanz dieser Geschichte liegt eindeutig in der detailreichen Darstellung politischer und wirtschaftlicher Umstände, Konsequenzen und Intrigen. Die tatsächliche Handlung spielt sich im Hintergrund und oft im Geheimen ab; was K.J. Parker schwarz auf weiß niederschrieb, sind die Folgen dieser versteckten Handlung. Auf diese Weise ergibt sich ein äußerst spannungsgeladenes Gesamtbild, das ich in seiner Struktur ungewöhnlich und beeindruckend finde. Ich glaube nicht, dass ich schon einmal einen ähnlich weitsichtigen, erwachsenen Low Fantasy – Roman gelesen habe. „Sharps“ war eine Herausforderung; nicht nur hinsichtlich der englischen Sprache, sondern auch bezüglich der beschriebenen politischen Situation. Der noch immer schwelende Konflikt zwischen Scheria und Permia ist kompliziert, da es in beiden Ländern verschiedene Strömungen gibt, die völlig entgegen gesetzte Interessen verfolgen. Die Wirtschaft wünscht sich Frieden, weil Krieg ein teures Unterfangen ist, das den Zugriff auf wichtige Rohstoffvorkommen verhindert. Die alte Militäraristokratie hingegen möchte die Macht der Wirtschaft beschneiden und selbst erneut die Führung übernehmen, die sie im Laufe des Krieges an Banken und Minenbesitzer verlor. Beide Länder sind so gut wie bankrott und durchleben eine Phase der Schwäche und Unsicherheit, solange der Frieden nicht bindend festgeschrieben ist. Aus dieser Ausgangslage heraus wird das Fechtteam aus Scheria ins ehemals feindliche Permia geschickt, als Zeichen des guten Willens. Das Team selbst ist ein zusammengewürfelter Haufen von Menschen, deren patriotische Gefühle keinesfalls ausreichend sind, um für den Traum der Einheit Scherias und Permias mit dem Degen zu kämpfen. Sie alle wurden mehr oder weniger in den Dienst gepresst und ungenügend auf die Mission vorbereitet. Von Anfang an hatte ich den Eindruck, dass das ganze Vorhaben unweigerlich zum Scheitern verurteilt sein musste und je mehr Hindernisse sich den FechterInnen in den Weg stellten, desto deutlicher wurde, dass undurchsichtige Kräfte im Hintergrund an Schräubchen drehten, die Scheria und Permia erneut in einen Krieg stürzen könnten. Es entstand eine Atmosphäre, in der ich das Gefühl hatte, niemandem mehr trauen zu können, nicht einmal dem Autor. Geheimnisse und Intrigen in Hülle und Fülle lenkten die Szenen in Richtungen, die ich unter keinen Umständen vorhersehen konnte. Immer wieder war ich bis ins Mark erschüttert und überrascht, meine Erwartungshaltung wurde alle paar Seiten gekippt, bis ich überzeugt war, der ungläubige Ausdruck habe sich in mein Gesicht gebrannt. Es ist nicht ganz einfach, sich gedanklich durch eine Geschichte zu bewegen, in der man sich nicht sicher fühlt – aber mir hat das einen Heidenspaß gemacht. Es war eine neue, extravagante Erfahrung, weil meine Beziehung zu „Sharps“ dadurch von gänzlich anderer Natur war, als ich es sonst gewohnt bin. Ich sollte mitdenken und zusehen, aber nicht teilnehmen, sondern verstehen lernen. Ich war Gast; ich musste mich nicht um Identifikation mit den zwiespältigen, ambivalenten Charakteren oder um ein fundiertes Wissen der dargestellten Welt bemühen. Mein Fokus sollte sich auf das Durchschauen des politischen und wirtschaftlichen Tanzes richten, den Scheria und Permia aufführen und ich denke, das ist mir durchaus gelungen.

    „Sharps“ ist eigenwillig, aber exzellent. K.J. Parker ist kein gutmütiger Märchenonkel, der eine Geschichte voller Mantel und Degen – Romantik erzählt. Sein Verstand und seine Fantasie sind rasiermesserscharf, mit einem Hang zu Bissigkeit und Zynismus. Ich fand diesen Roman fabelhaft, obwohl er mir einiges abverlangt hat, weil er nach seinen eigenen Regeln spielt. Er ist unkonventionell und fordernd; es gibt keinen Anker, an dem sich die LeserInnen festhalten oder orientieren könnten. Es gibt ja nicht einmal Kapitel. Das macht es schwierig, „Sharps“ zu empfehlen, denn diese Form der recht experimentellen Fantasy ist vermutlich nicht jedermanns Sache. Daher möchte ich euch raten, vor dem Kauf unbedingt in die Leseprobe von Orbit Books reinzuschnuppern. Für mich ist „Sharps“ ein Geheimtipp, doch ich kann einfach nicht einschätzen, ob andere das genauso empfänden.

  24. Cover des Buches Deutschlands verborgene Rohstoffe (ISBN: 9783446432130)

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