Bücher mit dem Tag "rom"
475 Bücher
- Dan Brown
Illuminati
(5.135)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Handlung steht der Harvard-Symbolologe Robert Langdon, der nach CERN gerufen wird, wo ein Wissenschaftler mit dem Ambigramm der Illuminaten auf der Brust ermordet vorgefunden wird. Gemeinsam mit der Physikerin Vittoria Vetra folgt er einer Spur, die die beiden bis ins Herz des Vatikans führt. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und etwas nerdige Robert Langdron im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten wie die Wissenschaftlerin Vittoria Vetra oder der gläubige Camerlengo Carlo Ventresca bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Verschwörungstheorien, Rätsel, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und sehr stark auf Spannung ausgelegt.
Insgesamt kann ich das Buch sehr sehr empfehlen. - Pierce Brown
Red Rising
(511)Aktuelle Rezension von: bibisstuebchenUm dieses Buch bin ich lange herumgeschlichen, da ich schon hörte, dass es heftig wird. Nun konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und werde die Reihe definitiv weiterlesen!
Das Setting auf dem Mars finde ich sehr spannend. Es ist SciFi und doch merkt man es gar nicht so sehr. Der Mars ist erschlossen und die Gesellschaft in Farben/Kasten aufgeteilt und in ihren Funktionen und Namen an alte römische Imperien angelehnt. Diese Mischung finde ich sehr reizvoll.
Das Buch startet schon im ersten Kapitel mit einer schwer auszuhaltenden Beschreibung einer Hinrichtung und diese Art der rauen Gewalt zieht sich durch das ganze Buch.
Doch kurz zum Inhalt: Darrow ist ein Roter und schuftet in den Minen des Mars, um diesen zu erschließen. Doch dieser ist bereits erschlossen. Als er das erfährt, bricht seine Welt zusammen und er wird für eine Rebellion rekrutiert und in die Reihen der Goldenen geschleust.
Was dann passiert, ist eine reine Achterbahnfahrt. Es wird brutal, emotional und einfach heftig. Auf jeder Seite tut sich ein neuer Abgrund auf und es kommt noch schlimmer. Das Szenario erinnert ein bisschen an Die Tribute von Panem und ist doch ganz anders. Die Beschreibungen sind krass und nüchtern und das macht es so heftig.
Der Schreibstil tut dabei sein Übriges. Die Sätze sind kurz, prägnant und lassen keinen Spielraum für Interpretationen. Und diese Nüchternheit macht für mich die emotionale Tiefe aus. Dadurch wirkt es so heftig und nimmt mich total mit. Keiner der Charaktere wirkt dadurch sympathisch und doch sind sie echt und greifbar. Denn es gibt nunmehr auch die hässlichen Seiten der Menschen.
Ich bin super gespannt, wie es weitergeht!
- Kai Meyer
Die Seiten der Welt – Nachtland
(683)Aktuelle Rezension von: anilaDie Seiten der Welt – Nachtland von Kai Meyer hat mich komplett begeistert. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder mitten in dieser magischen Welt aus Bibliotheken, Geschichten und literarischen Geheimnissen gefangen. Nachtland schafft es, Spannung, Fantasy und Emotionen so miteinander zu verbinden, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre: düster, geheimnisvoll und gleichzeitig voller Wunder. Kai Meyer schreibt unglaublich bildhaft – jede Szene fühlt sich lebendig an, als würde man selbst durch die verborgenen Gänge und zwischen den Seiten uralter Bücher wandern. Die Ideen rund um die Macht der Bücher und Geschichten sind kreativ und faszinierend umgesetzt.
Auch die Figuren haben mir richtig gut gefallen. Sie wirken glaubwürdig, entwickeln sich weiter und machen die Geschichte emotional greifbar. Vor allem die Mischung aus Abenteuer, Magie und einer leicht melancholischen Stimmung hat das Buch für mich besonders gemacht.
Nachtland ist für mich ein perfekter Fantasyroman für alle, die Bücher lieben und gerne in außergewöhnliche Welten eintauchen. Spannend, atmosphärisch und voller Magie – definitiv ein Highlight!
- Luca Di Fulvio
Das Mädchen, das den Himmel berührte
(481)Aktuelle Rezension von: Engel63Luca di Fulvio @lucadifulvio_ hat die faszinierende Geschichte „Das Mädchen, das den Himmel berührte“ so lebhaft geschrieben, dass ich mich sofort darin eingebunden fühlte. Die Hauptfiguren Mercurio und Giuditta, die einen langen schwierigen Weg gehen, sich immer wieder verlieren und finden, ärmlich aufgewachsen und trotzdem sehr stark und zielgerichtet sind. Knapp 1‘000 Seiten Spannung, kribbeln, Luft anhalten, weinen oder sogar heulen, lachen und schmunzeln. Ich habe dieses herrlich Natürliche geliebt und mich sehr gut in die Figuren hinein fühlen und mit leben können. Bin begeistert wie gut Luca die Zeit aus dem 16. Jahrhundert beschreibt, Rom und Venedig kennt und sein Wissen mitteilt. Ein historischer Krimi kann nicht besser sein. Interessant wie Mercurio sich immer wieder verwandeln kann, Menschen an der Nase herumführt und seine Ziele erreicht. Die Jüdin Giuditta aus Einfachem Spezielles herstellt, das sogar die Reichen haben wollen und so der Neid der Rivalin Benedetta bis ins Unermessliche geht, unvorstellbar. Jede Seite ein Genuss und lesenswert.
- Elizabeth Gilbert
Eat, Pray, Love
(927)Aktuelle Rezension von: BuchBoxBirgitEin Road Movie zum Lesen, heute würde man sagen: ein Travel Vlog zum lesen. Die Autorin ist auf jeden Fall sympathisch, sie macht eine Reise, wie viele von uns sie (in ihren Träumen) unternehmen möchten und lässt uns an ihren Erlebnissen und Gedanken Teil haben. Sie findet sich selbst, und viele neue Freunde. Unterhaltsam
- Zsuzsa Bánk
Die hellen Tage
(330)Aktuelle Rezension von: Christine_GrafTolles Buch. Konnte gar nicht aufhören. Hat mich total fasziniert und in den Bann gezogen. Toll geschrieben, sprachlich hat es mich sehr angesprochen. Interessante Story, mal was anderes. Unterschiedliche Geschichten und Gefühle die doch miteinander verbunden sind. Möchte auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen.
- Donna W. Cross
Die Päpstin
(4.403)Aktuelle Rezension von: BriniPaniniKurz vorweg: Ich fand die Geschichte und das Schicksal Johannas, als auch das aller Frauen zu der Zeit sehr ergreifend. Aber ich glaube auch, dass sich viele Leser daran stören könnten wie die Frauen damals behandelt, ja sogar übergangen wurden. Die Autorin schreckt auch nicht vor recht grafischen, brutalen Szenen zurück. Also für zartbesaitete Leser eher nichts.
Für mich als Mensch mit religiösem Trauma hat sich das Buch prima lesen lassen. Es geht weniger um biblische Themen, als um das Erlebte und die menschlichen Kontakte.
Ich habe es verschlungen und jede Sekunde geliebt! Es blieb durchgehend spannend und die Autorin hat sich viele interessante Situationen, Orte und Charaktere ausgedacht, mit denen Johanna verwickelt wurde und die sie geprägt haben. Auch solche, die wirklich existiert haben. Die Nacherzählung von Donna W. Cross ist durchaus nicht historisch belegt, aber sie hat so gut recherchiert und schreibt so glaubwürdig, dass man sich direkt in das 9. Jahrhundert versetzt fühlt.
Ich hätte auch gerne mehr über das Volk von Johannas Mutter und deren Heidenbräuche erfahren. Aber ich verstehe warum dies nicht weiter aufgegriffen wurde, da Johanna später vollkommen von christlichen Religiösen umgeben war. Obwhol sie Ihre Mutter und deren Herkunft nie vergessen hat.
Was ich am meisten von "Die Päpstin" mitnehme ist wohl, dass die Menschen schon immer Macht wollten. Egal wie. Damals haben sie es durch die Kirche versucht, selbst wenn sie nicht unbedingt an den religiösen Aspekt geglaubt haben mochten. Heute geht man in die Politik. Das Prinzip bleibt das Gleiche. Es wird bestochen und betrogen und eigentlich geht es nur darum seine eigenen Taschen zu füllen.
Aber manchmal kommt wie durch ein Wunder eine gute Seele an die Macht. Johanna war eine dieser guten Seelen. Ich fand es wunderschön, wie sehr sie sich im Roman für ihre Mitmenschen eingesetzt hat, obwohl, oder gerade weil, sie selbst so viel gelitten hat. Und wie intelligent sie war! Ihr unstillbarer Durst nach Wissen und Gerechtigkeit hat mich tief beeindruckt.
Wie viele Frauen mögen sich über die Jahrhunderte wohl als Mann ausgegeben haben, nur um eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben?
Ein absolutes Highlight in meinem bisherigen Lesejahr. Ich freue mich schon darauf wenn ich es das nächste Mal lese.
- Rick Riordan
Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott
(820)Aktuelle Rezension von: Bigsale3Jason weiss nicht mehr, wer er ist, und auch seine Freunde Piper und Leo erkennt er nicht mehr. Und sind das eigentlich wirklich seine Freunde oder hat der Nebel ihnen die ganze Zeit nur einen Streich gespielt?
Als sie jedoch von grausamen Monstern und Göttern angegriffen werden, steht eines fest: Sie müssen sich zusammentun, obwohl sie sich nicht kennen und wer weiss, vielleicht entsteht daraus eine tolle Freundschaft, obwohl sie sich eigentlich nie kannten...
Und da wäre noch die Grosse Prophezeiung, die ihnen allen zu schaffen machte, und Jasons wahre Identität wie seine Vergangenheit.
Und wo steckt eigentlich Percy Jackson?
Dieses Buch hatte echt alles für mich drin, es ist absolut perfekt. Ich habe es in wenigen Tagen regelrecht verschlungen und konnte nicht aufhören zu lesen. Rick Riordans leichter, witziger Schreibstil macht es auch noch hundertmal besser, denn man kann sich absolut entspannen. Nur Percy hat mir hier echt gefehlt ... Und Percabeth natürlich auch, die kommen natürlich immer im Duo.
Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass der zweite Band endlich ankommt und ich weiterlesen kann. - Hermann Hesse
Das Glasperlenspiel
(287)Aktuelle Rezension von: Christine_NeumeyerHerr Hesse hat am Ende seiner Schaffenszeit eine Utopie geschrieben. Ein Gelehrter, ein Mönch, ein Regenmacher, ein Yogi, erzählen uns über die Veredelung des Menschen durch Meditation, geistige Bildung, Vertiefung. Diese Figuren sind sehr beseelt, sehr detailliert beschrieben. Wir werden Zeugen ihrer Gedanken, ihrer Schlussfolgerungen, welche oft zeitlos sind und auf die Probleme unserer Zeit übertragbar. Lesen und tiefe Konzentration veredeln den Menschen. Friede und Versöhnung für alle Menschen. An dieser Sehnsucht hat sich nichts geändert. Nicht allein die Geburt oder das Talent sind entscheidend. Talente ohne geistige Reife verkommen zu hochmütigen und an materiellen Dingen hängenden Menschen. Rivalität, Konkurrenz und Hass sind die Folge. Alles wunderbar. Aber leider dürfte Herr Hesse ein sehr distanziertes Verhältnis zu Frauen gehabt haben. Sie kommen über lange Strecken gar nicht vor. Erst zum Schluss schmücken sie seine Erzählungen, und bleiben dabei allzu oberflächlich beschrieben. Im besten Fall sind es kluge Ehefrauen und Mütter. Die in seiner Zeit traditonellen Rollenverteilungen stellt er in seiner Utopie nicht in Frage. Die Frauen bleiben im Hintergrund, als Mütter und Hausfrauen. Im schlimmsten Fall sind sie sogar die Ursache von Verirrungen und Hass. Keinesfalls sind sie zu geistiger Vertiefung fähig.
Ich schätze den Tiefgang von Hermann Hesse, aber dieses Werk ist in seiner Überlänge leider nicht zeitgemäß und aufgrund der veralteten Rollenbilder wenig empfehlenswert.
- Kira Licht
Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
(413)Aktuelle Rezension von: Melanie_HoppeKaleidra von Kira Licht Band 1 der Triologie und ich fand das Buch einfach toll. Ich habe am Anfang erst ein bißchen gebraucht um rein zu finden, aber danach bin ich nur so durch die seiten geflogen. Ich finde den schreibstil einfach und unglaublich humorvoll. Der Schlagabtausch zwischen Emilia und Ben ist einfach hervorragend! Es passiert so viel in dem Buch und das offene Ende hat mich komplett zerrissen.
Ich bin sehr auf Band 2 gespannt.
- Anne Freytag
Mein bester letzter Sommer
(875)Aktuelle Rezension von: gimmis_lebenWow. Einfach nur wow! Durch “Mein bester letzter Sommer“ haben mir so oft Tränen in den Augen gestanden, wie bei kaum einem anderen Buch -und damit habe ich nicht gerechnet ❤️🩹
Ein durch und durch berührendes Buch.
Da es nicht mein erstes Buch der Autorin ist, war ich mit dem Schreibstil bereits vertraut und er gefällt mir auch hier wieder. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist einfach zu verstehen.
Das Tempo der Handlung ist recht zügig, besonders am Anfang -da ging es mir ehrlich gesagt etwas zu zügig voran, denn die Verbindung zwischen Tessa & Oskar war plötzlich einfach da. Im Verlauf des Buches war die Geschwindigkeit aber völlig angemessen und passend, gerade was die Reise der Protagonisten betrifft -denn ihre Zeit ist nunmal leider begrenzt.
Die Beschreibung der Charaktere ist ebenfalls absolut gelungen.
Anfangs wirkt es vielleicht so als wären sie oberflächlich gehalten, aber im Verlauf steckt die Tiefgründigkeit und die Emotionen, sowie die Entwicklung einzelner Charaktere -dieser Aufbau gefällt mir sehr gut und hat wunderbar zur Handlung gepasst.
Dass die Darstellung der verschiedenen Umgebungen während der Reise zu kurz kam, war für mich gar kein Problem in diesem Buch. Normalerweise ist das etwas, was mich stört, aber auch hier war das angemessen und für die Situation passend.
Dieses Werk von Anne Freytag ist einfach ein in sich stimmiges Buch und Aspekte, die ich sonst als störend oder zu wenig ausgearbeitet empfinde, wurden hier gut zusammengefügt -so macht alles Sinn und schadet der Geschichte ganz und gar nicht 🎧
- Rick Riordan
Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun
(674)Aktuelle Rezension von: SophelliestIch bin gerade dabei, die ganze Reihe zu rereaden. Ich glaube das alleine zeigt schon, das sie gut ist, wenn ich sie mehrmals in die Hand nehme :)
Die Charaktere
Endlich ist unser Liebling Percy wieder da! Es macht gleich mehr Spaß, wenn man einen der Charaktere bereits kennt. Hazel und Frank sind eine tolle Ergänzung, die zwei sind mir von Anfang an sympathisch und entwickeln sich im Laufe des Buches auch wirklich schön.
Der Schreibstil
Ich glaube zu dem muss ich gar nicht mehr so viel sagen, immerhin hat er sich zum letzten Band nicht verändert.
Die Storyline
Von Anfang an ist die Geschichte spannend und wohlüberlegt. Durch Percy lernt man das römische Camp aus den Augen eines Neulings kennen, was die Einführung ganz angenehm macht.
Fazit
Eine gute Fortsetzung der Reihe, die Lust auf Band 3 macht.
- Hanns-Josef Ortheil
Die Erfindung des Lebens
(153)Aktuelle Rezension von: gstIch schätze die Bücher von Hanns-Josef Ortheil. Zufällig bin ich vor vielen Jahren über „Das Element des Elephanten“ auf diesen Schriftsteller gestoßen. Schon damals erfuhr ich, dass er als Kind – ebenso wie seine Mutter - viele Jahre lang nicht gesprochen hat. Seitdem gönne ich mir immer mal wieder ein Buch von dem Schriftsteller, der gerne eigene Erfahrungen in seine Romane einbaut. So auch in „Die Erfindung des Lebens“.
Hier erzählt er von Johannes Catt, der in seiner frühen Jugend jahrelang kein Wort von sich gab und dadurch als behindert angesehen wurde. Erst als er anfing Klavier zu spielen, wurde sein Talent erkannt. Dank seines Vaters, einem Geodäten, der ihn aus der 1.Klasse nahm, um ihm die Natur nahe zu bringen, löste er sich aus der engen Beziehung zu seiner ebenfalls verstummten Mutter.Sehr gerne habe ich mich von dem Ich-Erzähler nach Rom mitnehmen lassen, wo er seine Memoiren auf Papier bannte. Er ließ mich tief eintauchen in seine Gedanken und Gefühle, und nahm mich mit in Situationen, die sein Leben beeinflussten.
Und wieder einmal hat sich gezeigt, wie sehr es sich lohnt, auch mal ältere Bücher zur Hand zu nehmen!
- Irene Vallejo
Papyrus
(167)Aktuelle Rezension von: AlrikBeim Aufschlagen von Papyrus legt sich ein Sog über die Sinne: Werkstätten am Nil erscheinen vor dem inneren Auge, bleiche Rollen rascheln, und Hände falten Worte wie zarte Blätter. Die Lektüre fühlt sich an wie eine Entdeckungsreise durch eine Welt, in der Bücher nicht nur Gegenstände, sondern lebendige Brücken zwischen Zeiten sind. Vallejo schreibt mit einer Wärme, die Wissen tragbar macht; ihre Szenen sind anschaulich, voller kleiner Helden — Buchhändler, Schreiber, eine Nonne, die Schriften bewahrt — und jede von ihnen hinterlässt ein Bild, das nachklingt.
Die Verbindung von erzählerischem Schwung und fundierter Forschung beeindruckt: Fakten werden nicht trocken aufgereiht, sondern in Geschichten eingebettet, so dass das Lesen selbst zur Handlung wird. Manchmal verlangt die Fülle an Exkursen aktive Aufmerksamkeit; der rote Faden löst sich stellenweise auf, und gelegentliche Abschweifungen fordern Geduld. Genau hier liegt aber auch der Reiz: Wer bereit ist, sich treiben zu lassen, wird mit überraschenden Einsichten belohnt.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Bücher mehr sind als Information — sie sind Überlieferung, Rettung und Widerstand gegen das Vergessen. Für alle, die Geschichte fühlen möchten und Lust auf ein leidenschaftlich erzähltes Sachbuch haben, ist Papyrus ein bereichernder Schatz. Wer eine streng lineare Darstellung sucht, könnte sich stellenweise geordnetere Strukturen wünschen. Insgesamt aber hat dieses Buch den Blick auf das geschriebene Wort vertieft und lange nachklingen lassen.
- Tanja Kinkel
Die Puppenspieler: Roman
(446)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerSüddeutschland, 1484: Richard ist zwölf, als er aufgrund einer erlogenen Hexerei-Anklage seine Mutter an die Inquisition verliert. Ihre Hinrichtung traumatisiert den Jungen für immer, öffnet ihm aber auch auf eine groteske Weise das Tor zu einer nie geahnten Welt: Seine junge Tante Sybille Artzt nimmt ihn in ihrem Haushalt auf - und in dem ihres Ehemannes, des Kaufmannes und kaiserlichen Bankiers Jakob Fugger.
An Jakobs Seite wird Richard zum Kaufmann und Spion ausgebildet - eine Tätigkeit, die ihn nach Florenz führt, in das Zentrum der Kultur der Renaissance, wo er zu Jakobs Informanten wird, und schließlich in das Rom des Jahres 1492, wo die Familien der Borgia, Della Rovere, Sforza, Colonna und Orsini um den Papsttrohn ringen.
Im Zentrum der Macht angelangt, beschließt Richard, sich zu rächen an jenen Kirchenmännern, die seine Mutter getötet haben. Doch auf ihn lauern mehr Feinde als geahnt - und die Tatsache, dass seine Geliebte eine übersinnlich veranlagte Zigeunerin ist, macht ihn umso verwundbarer ...
Dieses Buch ist sicher kein stümperhaftes Actionwerk. Kein rohes Schlachtenabenteuer. Dafür ist es ein subtiles Panorama des späten 15. Jahrhunderts in der Zeit von 1484 bis 1493, das angenehm langsam Spannung aufbaut und extrem gut eine Atmossphäre der Zeit erschafft, wie ich es sonst nur aus Gablé-Romanen kenne. Und mit Gablé kann sich Tanja Kinkel durchaus messen. Solange es noch solche Autoren gibt, bin ich auf die Bernard Cornwells und Iny Lorentz's dieser Welt nicht angewiesen, um unterhaltsame Bücher zu finden.
Ein historischer Roman, der mich als Leser weder mit massenweise Infos, noch mit schwülstigen Liebesschwüren und zum Glück auch nicht mit Schlachtengedröhne erschlägt, sondern Zeit lässt, in das Buch herein zu finden.
Absolut zu empfehlen!
- Cassandra Clare
Die Roten Schriftrollen
(157)Aktuelle Rezension von: ShameDie roten Schriftrollen von Cassandra Clare ist ein ansprechendes Buch wenn man sich das schöne Cover ansieht mit dem schönen Spruch als Klapptext.
Das Buch handelt vom Hexenmesiter Magnus Bane und dem Schattenjäger Alec Lightwood, die den Leser auf ein spannendes Abenteuer mitnehmen.
Es war angenehm dieses Buch zu lesen weil es sehr gut geschrieben wurde von Cassandra Clare.
Die Geschichte war interessant aber mir haben die ganzen anderen Schattenjäger wie z.b. Jace, Clary und Isabell irgendwie gefehlt.
Dieses Buch handelt sich mehr um Magnus und Alecs Geschichte, die aber gut erzählt wird.
Ich bin schon auf die Fortsetzung vom zweiten Band "Das verlorene Buch" gespannt, das ich auch noch lesen werde.
Diesem Buch gebe ich 4 von 5 Sternen weil es sehr gut geschrieben wurde und es angenehm war es zu lesen und natürlich für sein schönes Cover...
Für Fans der Chroniken der Unterwelt und Schattenjäger empfehlenswert.
- Gesa Schwartz
Grim - Das Siegel des Feuers
(361)Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecherHier muss ich noch mal loswerden wie begeistert ich von dem Schreibstil von Gesa Schwartz bin. Sicherlich muss man diese poetisch angehauchte Sprache in der sie ihre Geschichten erzählt mögen , aber sie schafft es jedes Mal einen in ihre Welt voll und ganz zu entführen und das bewundere ich sehr bei jeder Autorin/Autor
- Greta Milán
Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
(251)Aktuelle Rezension von: ButtaDas ganze Konzept des Buches find ich sehr interessant, mit den römischen Götter und wie sich das durchzieht, auch mit den Fluch. Leider sind die Charaktere etwas anstrengend und nayla ist die typische Special snowflake. Sie benehmen sich halt wie Teens, aber das ist okay. Für so ein Jugendbuch war es ziemlich gut und unterhaltsam, auch spannend und bei den Cliffhanger möchte ich gern weiterlesen. Der Schreibstil war sehr angenehm und bildlich, die Szenen und Umgebung toll beschrieben
- Ursula Poznanski
Aquila
(599)Aktuelle Rezension von: BrixWieder mal ein grandioser Roman aus der Feder von Ursula Poznanski. Wie auch immer sie es macht: Ihre Romane funktionieren! 𝓔𝓼 𝓱𝓪𝓽 𝓢𝓾𝓬𝓱𝓽𝓹𝓸𝓽𝓮𝓷𝓽𝓲𝓪𝓵: 𝓜𝓪𝓷 𝓴𝓪𝓷𝓷 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓭𝓪𝓶𝓲𝓽 𝓪𝓾𝓯𝓱ö𝓻𝓮𝓷, 𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓢𝓮𝓲𝓽𝓮 𝓾𝓶 𝓭𝓲𝓮 𝓪𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮 𝓵𝓮𝓼𝓮𝓷. 🤩 Dieser #Jugendthriller ist außerordentlich spannend und wunderbar zum Miträtseln.
Nika wacht in ihrer Wohnung auf mit einem Verband um die Hand und einem Schnitt im Gesicht. Sie kann sich an nichts erinnern. Ihr fehlen ganze zwei Tage! Ein blutverschmiertes T-Shirt und ein mit Drohungen beschmierter Spiegel deuten daraufhin hin, dass etwas Schreckliches geschehen sein muss. Und Nika kann sich nicht einmal sicher sein, ob sie nicht selbst die Täterin war.
𝗘𝘀 𝗵𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝘂𝗺 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗿𝗼𝗺𝗮𝗻, 𝗱𝗲𝗿 𝗲𝗵𝗲𝗿 𝗳ü𝗿 ä𝗹𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗴𝗲𝗲𝗶𝗴𝗻𝗲𝘁 𝗶𝘀𝘁, 𝗱𝗲𝗻𝗻 𝗲𝘀 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝘂𝗺 𝗠𝗼𝗿𝗱, 𝗧𝗼𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗴, 𝗘𝗻𝘁𝗳ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴, 𝗗𝗿𝗼𝗵𝘂𝗻𝗴, 𝗗𝗿𝗮𝗻𝗴𝘀𝗮𝗹𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝘂𝘀𝘄., 𝗷𝗲𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗶𝗻 𝗷𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗴𝗲𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲𝗿 𝗦𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗲.
Nika ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist sehr taff. 💪 Ihre kurzen Anflüge von Beunruhigung, wobei nackte Panik in diesen Situationen durchaus angebracht wäre, unterbricht sie sofort mit meisterhaften Überlebens- und Bewältigungsstrategien, indem sie zum Beispiel, statt panisch zu werden, von Hundert hinunter zählt.
Dieser Jugendthriller bietet einige stunden Spannung und Unterhaltung, auch für Erwachsene!💥
𝓢𝓽𝓮𝓵𝓵𝓮𝓷𝔀𝓮𝓲𝓼𝓮 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓶𝓪𝓷 ü𝓫𝓮𝓻 𝓴𝓵𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓛𝓸𝓰𝓲𝓴𝓵ü𝓬𝓴𝓮𝓷 𝓱𝓲𝓷𝔀𝓮𝓰𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷: z.B.: Wenn die Täterin/der Täter (ich will ja nicht spoilern) den Zettel gefunden hätte, dann hätte sie/er einzelne verschlüsselte Hinweise sofort identifiziert wie etwa Autokennzeichen und hätte Nika den Zettel abgenommen. Außerdem: Wie kann jemand, der Schwierigkeiten hat, italienisch zu verstehen und zu sprechen, in Italien studieren, wenn dort sicherlich in der Landessprache doziert wird.🙄
- Kim Newman
Die Vampire
(64)Aktuelle Rezension von: TheSaintIn diesem 1.280 Seiten dicken Werk findet sich die "Anno Dracula"-Trilogie.
Der erste Roman "Anno Dracula" wurde von mir bereits rezensiert (siehe in meiner Bibliothek unter "Buchserien") und daher geh ich in dieser Rezension gleich zum zweiten Roman "Der rote Baron" weiter:
Britische Revolutionäre hatten Dracula, der nach der Ehelichung Queen Victoria's zum nominellen Oberhaupt des Britischen Empire geworden war, 1888 erfolgreich vom Thron gestossen. Ihm gelang die Flucht auf das europäische Festland... In den Jahren der Suche nach einem geeigneten Strohmann wird Dracula 1905 mit Kaiser Wilhelm II. fündig. Dessen Träume nach einem Weltreich entsprechen den Plänen des Vampirs und so steigt dieser zum Vertrauten des Kaisers auf. Als Kanzler des Deutschen Reiches schlußendlich entfesselt der Vampirfürst den I. Weltkrieg... 1918 toben die Kämpfe zu Luft und zur Erde. Über deutschem Boden fällt den Briten ein Kampfflieger besonders auf... es ist Manfred von Richthofen, der als "Roter Baron" mit seinem Jagdgeschwader 1 kühnste Attacken fliegt und britische Flieger zuhauf vom Himmel schießt. Die Kriegsberichte, die an London gemeldet werden und von einem "Kaiserangriff" berichten und von einer kurz vor der Fertigstellung stehenden Geheimwaffe rufen den "Diogenes Club" auf den Plan. Charles Beauregard bricht an die Front auf und und arbeitet sich an das Château du Malinbois heran - dem Stützpunkt des Richthofen-Jagdgeschwaders. Als sich dann auch ein Zeppelin mit Dracula an Bord dem Château nähert scheint klar, wo sich die Geheimwaffe befindet und wo Beauregard ansetzen muss, um den Krieg zu entscheiden...
Der dritte Roman "Dracula Cha-Cha-Cha" bringt Charles Beauregard, mittlerweile 106 Jahre alt, nach Rom in Italien. Es ist 1959 und die mittlerweile "graue Eminenz" des "Diogenes-Club" hat ein aufmerksames Auge auf Dracula, der anscheinend das Leben eines Müßiggängers führt. Als sich die Gerüchte über eine weitere Verehelichung des Vampirfürsten - diesmal mit der rumänischen Vampirältesten Asa Vajda - verdichten, nimmt der "Diogenes-Club" an, dass Dracula über diese Ehe zumindest in Rumänien mittels der Kommunisten wieder an die Macht kommen möchte. Als sich ein maskierter Vampirmörder daran macht, die zu den Hochzeitsfeierlichkeiten eintreffenden Vampirältesten zu ermorden, ist Beistand für Charles notwendig: Der "Diogenes-Club" entsendet Commander Hamish Bond... die Journalistin Kate Reed, die eigentlich nur Charles besuchen wollte und in die Ereignisse um die Vampirmorde verwickelt wird, gesellt sich mit Geneviève Dieudonné (selbst Vampirälteste und Partnerin von Beauregard) in den Palazzo Otranto, wo es abermals zu einer dramatischen Konfrontation der Lebenden mit den Untoten kommt...
Kim James Newman (*1959), ein englischer Journalist, Filmkritiker und Schriftsteller präsentiert uns in dieser Trilogie einen Dracula abseits von Bram Stoker: sein Vampirfürst ist ein rücksichtsloser, zu allem entschlossener Krieger... ein wahrer Überlebenskünstler, der den Vernichtungsversuchen des "Diogenes-Club" immer wieder entgeht. Die hier präsentierten Geschichten spielen in einer alternativen Welt... Newman's Kenntnisse über Geschichte und wirklich gelebte Personen werden mit einer Unmenge an fiktionalen Figuren aus der Pulp Fiction verwoben. Im ersten Roman taucht Jack the Ripper auf, im zweiten Roman tummeln sich neben den wirklich gelebten Richthofen-Brüdern, Edgar Poe und Mata Hari fiktionale Größen wie Dr. Caligari oder Lord Ruthven. In der dritten Geschichte haben wir die wunderbare Hommage an den filmischen James Bond in der Figur des schottischen Hamish Bond oder wir finden Tom Ripley unter den Hochzeitsgästen. Die Ideenflut und die Begeisterung des Autors ist überwältigend und die Plots spielerisch und intelligent mit realem geschichtlichen Setting verquickt. "Dracula Cha-Cha-Cha" war übrigens WIRKLICH ein Euro-Hit... 1959 von Bruno Martino gesungen (findet man auch auf YouTube).
Es ist sehr erfreulich, dass der "Heyne"-Verlag hier in einer sehr gelungenen Übersetzung diese Genreperle dem deutschen Leser präsentiert. Leider scheint die deutsche Verlagswelt nicht so sehr überzeugt von der Annahme der wuchtigen schaurig-schrägen Geschichten Newman's durch den deutschsprachigen Horrorleser zu sein, denn die losen weiteren Geschichten aus der Dracula-Welt sowie die der des Sherlock Holmes und des "Diogenes-Club" blieben bis dato unübersetzt. Eine klare Leseempfehlung für den Dracula/Vampir-Fan!
- Bernd Perplies
Flammen über Arcadion
(194)Aktuelle Rezension von: eastCarya ist ein Musterbeispiel für ein anständiges Mädchen in Arcadion. Sie geht zur Schule, in die Kirche und in die Organisation der jungen Templer, ganz so, wie die Obrigkeit es möchte. Doch dann wird der Partner ihrer besten Freundin von der Inquisition verhaftet, Carya hilft ihrer Freundin, in die Gerichtsverhandlung zu kommen und wird Zeugin der Grausamkeit und Verlogenheit derer, die schon immer ihr Leben bestimmen und bevor sie sich versieht, ist sie die Galionsfigur der Rebellion und gemeinsam mit einem desertierten Soldaten auf der Flucht…
Die Inhaltsangabe liest sich wie die eines historischen Romans, doch die Geschichte von Carya und Jonan lässt sich in keine einzelne Genreschublade stopfen. Viel eher ist sie eine actionreiche Mischung aus Dystopie, Fantasy und Science-Fiction. Wir erleben eine Welt nach ihrem Untergang, Menschen, die den Zenit ihrer Entwicklung überschritten haben. Die Technologie der Vorfahren ist noch vorhanden, wird aber weniger, an mancher Stelle hält das Mittelalter Einzug, an anderer Stelle fliegt ein Hubschrauber.
Das ist ein Mix, darauf muss man sich einlassen. Am Anfang erschlägt die Geschichte ein wenig. Carya braucht ihre Zeit, um zu bemerken, in was für einer Hirnwäsche-Diktatur sie lebt und muss ihr Kitschmädchen-Verhalten in den Griff bekommen, es braucht Zeit, bis die richtige Spannung aufkommt. Aber dann gibt es kaum eine ruhige Minute für die Protagonisten. Die sind zwar alle recht jung, aber Flammen über Arcadion ist bei weitem kein Jugendbuch. Es ist zu alt, als dass es Triggerwarnungen oder ähnliches enthalten könnte, aber nichtsdestotrotz wird es fesselnd, aber brutal, manchmal blutig und beklemmend. Eben ein richtiges, düsteres Abenteuer, das Neugier auf die restlichen Bände weckt.
- Thomas Gifford
Assassini
(267)Aktuelle Rezension von: Karin_KehrerPapst Calixtus IV. ringt mit dem Tod.
Die junge Nonne Valentine Driskill wird erschossen, ebenso ihr Geliebter, ein einflussreicher Geschäftsmann und dessen Freund.
Ben Driskill, Valentines Bruder, beginnt Nachforschungen anzustellen, denn Valentine wollte ihm vor ihrem Tod ein schreckliches Geheimnis anvertrauen, das den Vatikan und die Kirche betrifft. Ben hat nur ein Foto aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs als Anhaltspunkt.
Seine Reise führt ihn nach Alexandria, Paris und schließlich in ein abgelegenes irisches Kloster, wo ein uraltes, sehr brisantes Dokument aufbewahrt wird: Der Beweis, dass die Assassini, die Mördertruppe des Vatikans tatsächlich existiert. Auch Ben wird von einem unheimlichen Killer verfolgt. Doch wer hat ihn beauftragt? Hängen die Morde etwa mit der bevorstehenden Papstwahl zusammen?
Ein brisantes Thema: Die Machenschaften des Vatikans und der katholischen Kirche, Kunstraub während der Nazizeit, die unrühmliche Rolle der Kirche während des Zweiten Weltkriegs. Viel Raum für Spekulationen und Verschwörungstheorien.
Durchaus gut aufbereitet und zum Teil auch spannend erzählt. Ben Driskill und Schwester Elizabeth, Valentines Freundin, sind sehr glaubwürdige und sympathische Charaktere, auch wenn sie die meistens ahnungslos durch die Handlung stolpern, weil sie die Zusammenhänge einfach nicht erkennen (ich fragte mich manchmal, wo dabei Driskills anwaltsmäßiger Scharfsinn geblieben ist).
Wer sich diesen Vatikan-Thriller vornimmt, braucht Zeit. Denn allzu langatmig werden Details ausgewalzt und Vorgefallenes gebetsmühlenartig wiederholt und beleuchtet. Hier hätten Kürzungen gut getan!
Fazit: Interessanter Streifzug durch die blutige und wenig ruhmreiche Seite der Kirchengeschichte mit Bezug zur Gegenwart, leider etwas langatmig. - Elif Shafak
Der Architekt des Sultans
(86)Aktuelle Rezension von: carathis"Die Wahrheit fällt nicht vom Himmel. Sie entspringt der Erde, entspringt harter Arbeit."
Diesem Sinnspruch folgend, begleiten wir Sinan, den Hofarchitekten im Istanbul des 16. Jahrhunderts und seinen Schülern in diesem Roman. Elif Shafak erzählt nuancenreich vom Elefantenführer Jahan und seinem Elefanten Chota, wie sie in den Sultanspalast kommen und sich dort emporarbeiten. Diese beiden liebenswerten Hauptfiguren, erleben einige unangenehme Prüfungen und stolpern von einer kuriosen Aufgaben zur nächsten. Sie erleben Krieg, prachtvolle Auftritte, aber auch stolze Momente als Erbauer historischer Monumente.
Jahans Naivität lässt ihn oft tollpatschig wirken, doch seine Ehrlichkeit und sein offenes Herz leiten ihn. Dieses Herz fügt ihm gleichzeitig Schmerzen zu. Die emotionale Tiefe lässt sich gut anhand eines Zitats darlegen, welches Jahans Mutter ihm mitgab:
Was immer du tust, füge nie jemandem Leid zu und lass dir selbst von niemandem wehtun. Sei weder ein Herzensbrecher noch lass dir dein Herz brechen."
Nun, ich überlasse es euch selbst herauszufinden, ob er dem Rat seiner Mutter gefolgt ist.
Die Geschichte beginnt ruhig und sanft. Doch sollte man sich nicht über die leisen Stiche hinwegtäuschen. Ein feines Netz aus Intrigen wird gesponnen, dessen Ursprung sich erst am Ende zeigt.
Shafak erzählt die Geschichte Istanbuls über fast 100 Jahre entlang des Lebens von Jahan und Chota, das die Herrschaft dreier Sultane überspannt. Die Stadt war und ist ein buntes Sammelsurium von Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Religionen. Diese leben mal mehr, mal weniger friedlich miteinander. Es zeigt sich, dass bereits früher gern Sündenböcke für diverse Katastrophen gesucht wurden, die zum Beispiel Schuld daran sein sollen, dass die Pest wütet.
Neben diesen eher grausamen Episoden in der Geschichte und auch im Leben der Hauptfiguren, spielt die Kunst, die Architektur und die Meisterwerke Sinans und seiner Schüler eine gewichtige Rolle. Trotz offensichtlichem Drang nach Perfektionismus hinterlässt er doch in den fertigen Bauwerken immer einen Fehler, "denn nur Gott kann perfekt sein". Der Roman zeigt, dass durch hingebungsvolle und harte Arbeit gewaltiges, Jahrhunderte Überdauerndes geschaffen werden kann. Vielleicht wird in Summe die Errichtung eines Bauwerks zu viel dargestellt, wodurch es zu ein paar wenigen Längen kommt.
Die letzten hundert Seiten spannen abschließend noch einen erkenntnisreichen und atemraubenden Bogen über die Erlebnisse des Jahan. Sodass mir am Ende nur zu sagen bleibt, dass es sich lohnt, diesen bildgewaltigen Roman zu lesen. Schon allein viele literarische Weisheiten zu sammeln.
Wenn du etwas aus ganzer Seele tust, spürst du einen Fluss in dir, eine Freude.
- Julia Dippel
IZARA – Belial – Götterkrieg
(291)Aktuelle Rezension von: Kerstin_VogelhuberJulia Dippel hat mir wieder eine spannende Geschichte beschert. Ich habe die Izara Reihe gelesen und geliebt, umso schöner war es wieder in diese Welt abtauchen zu können. Das Buch ist spannend von Anfang bis zum Ende und jeweils aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben, Belial und Cassia. Es endet aber wie gewohnt mit einem Cliffhanger.
Anfangs war ich etwas überrascht, da Belial hier einen ganz anderen Charakter hat, als in der Izara Reihe. Zu erleben wie er durch eine Wette herausgefordert wird und sich dabei verliebt, fand ich sehr schön zu lesen. Er hat nie seine Sympathie, die er schon in der Izara Reihe hatte, eingebüßt.
Cassia hat gelernt sich alleine im alten Rom durch zu schlagen, bis Thanatos auftaucht und sie um Hilfe bei einer Mission bittet. Bei dieser Mission lernt sie Belial kennen. Sie gerät zwischen die Fronten. Warum nur sie für diese Mission geeignet ist, werde ich nicht verraten.
Ich empfehle diese Reihe auf jeden Fall weiter.























