Bücher mit dem Tag "roman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "roman" gekennzeichnet haben.

10.252 Bücher

  1. Cover des Buches Game of Thrones (ISBN: 9783734163968)
    George R. R. Martin

    Game of Thrones

    (5.520)
    Aktuelle Rezension von: KlaraWg

    „A Song of Ice and Fire“ Game of Thrones ist eine beeindruckende und zugleich anspruchsvollste Fantasy-Reihen der Gegenwart. Der Autor erschafft eine düstere, realistische Welt voller Machtkämpfe, Intrigen und moralisch ambivalenter Figuren, in der es keine strahlenden Helden und kaum eindeutige Wahrheiten gibt. Gerade die enorme Tiefe der Charaktere macht den besonderen Reiz aus: Jede Figur handelt aus nachvollziehbaren Motiven heraus, selbst dann, wenn diese grausam oder egoistisch erscheinen.

    Die Handlung ist geprägt von politischen Ränkespielen, überraschenden Wendungen und einer ständigen Bedrohung durch Gewalt und Verrat. Drachen, uralte Mächte und mythologische Elemente sind zwar vorhanden, stehen jedoch nie im Vordergrund, sondern fügen sich organisch in die komplexe Welt ein. Dadurch wirkt die Geschichte ungewöhnlich glaubwürdig, erwachsen und beklemmend.

    Der Einstieg fiel mir allerdings schwer. Die teilweise sehr derbe, rohe Ausdrucksweise sowie die explizite Darstellung von Gewalt haben mich zunächst abgeschreckt, so sehr, dass ich mehrfach neu beginnen musste. Den Stil war stellenweise vulgär, drastisch und mitunter repetitiv. Dabei hängt die Wortwahl stark von der jeweiligen Perspektivfigur ab, aus deren Sicht das Kapitel erzählt wird, was die Unterschiede im Ton erklärt, aber nicht unbedingt angenehmer macht.

    Im Vergleich zur Fernsehserie „Game of Thrones“ sind viele Szenen in den Büchern sogar noch deutlich direkter und expliziter formuliert, sowohl in Bezug auf Gewalt als auch auf Sexualität. Diese sprachliche Härte passt zwar zur gnadenlosen Welt der Geschichte, ist jedoch nicht für jeden leicht zu lesen. Auch der Schreibstil selbst ist nicht unbedingt überwältigend, sondern eher nüchtern und funktional. Seine Stärke liegt weniger in sprachlicher Schönheit als in der erzählerischen Wucht und Komplexität der Handlung.

    Hat man sich jedoch eingelesen, entfaltet die Reihe eine enorme Sogwirkung und belohnt mit außergewöhnlicher Spannung, vielschichtigen Figuren und einer epischen Geschichte, die lange nachwirkt. Für Leserinnen und Leser, die politische, düstere und anspruchsvolle Fantasy schätzen, gehört „A Song of Ice and Fire“ zweifellos zu den herausragendsten Werken des Genres.

  2. Cover des Buches Iron Flame – Flammengeküsst (ISBN: 9783423283830)
    Rebecca Yarros

    Iron Flame – Flammengeküsst

    (1.262)
    Aktuelle Rezension von: readwithines

    Puh … dieses Buch war ein wilder emotionaler Ritt.

    Und ja, ich sag’s direkt: An manchen Stellen zog es sich – und in diesem Band hat mich Violet häufiger genervt, als ich erwartet hätte 😮‍💨


    ABER: Am Ende ergab alles Sinn.

    Man verstand ihre Entscheidungen, auch wenn man sie unterwegs nicht immer nachvollziehen wollte. Und genau das machte es irgendwie wieder gut.


    Die Geschichte selbst war extrem fesselnd und clever aufgebaut.

    Man hatte ständig Fragen im Kopf, spann Theorien, zweifelte wieder alles an – und dachte permanent: Da stimmt doch was nicht … 👀

    Rebecca Yarros versteht es einfach, Spannung aufzubauen und einen gedanklich komplett einzuspannen.


    Die Nebenfiguren waren wie immer ein Highlight.

    Unfassbar sympathisch, emotional wichtig – und ja: Ich liebte Tairn von ganzem Herzen 😹🐉


    Und dann das Ende …

    Das Ende machte mich traurig. Und frustriert. Und leicht sprachlos.

    Natürlich war ich danach umso gespannter, wie es weitergeht.


    Fazit:

    Iron Flame hatte seine Längen, ja – aber es blieb Teil einer unglaublich spannenden Reihe, die mich emotional nicht losliess.

    Ich blieb definitiv dran 🔥📖



    Tropes:

    enemies-to-Lovers · forbidden Love · fated mates · grumpy/sunshine · found family · epic war setting

  3. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783150207680)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

    (4.071)
    Aktuelle Rezension von: Anirah

    Jane Austens Stolz und Vorurteil ist weit mehr als nur ein klassischer Liebesroman; es ist eine brillante Gesellschaftssatire, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.

    Was mir besonders gefallen hat:

    • Humor und Ironie: Austens Schreibstil ist ein Genuss. Ihr trockener Humor und die feine Ironie, mit der sie die steifen Konventionen ihrer Zeit aufs Korn nimmt, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Besonders die Dialoge sind messerscharf und intelligent konstruiert.

    • Farbenfrohe Charaktere: Die Figuren sind das Herzstück des Buches. Sie fühlen sich trotz des historischen Settings erstaunlich realitätsnah an. Von der schlagfertigen Elizabeth Bennet über den (zunächst) unterkühlten Mr. Darcy bis hin zur herrlich anstrengenden Mrs. Bennet – Austen zeichnet ihre Charaktere mit so viel Tiefe und Menschlichkeit, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen.

    • Hilfreicher Kontext: Ein großes Lob verdient auch die Aufbereitung dieser Ausgabe. Den Anhang und die Schlussbemerkungen fand ich extrem hilfreich. Sie werfen ein Licht auf die historischen Hintergründe und gesellschaftlichen Feinheiten, die einem modernen Leser sonst vielleicht entgehen würden, und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

    Fazit: Ein absolutes Muss für jeden, der kluge Unterhaltung, starke Frauenfiguren und eine ordentliche Portion Wortwitz liebt. Dieses Buch beweist, dass Klassiker alles andere als staubig sein müssen!

  4. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.695)
    Aktuelle Rezension von: LisaK

    Ich muss gestehen, es hat ein wenig gedauert bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe. Die kurzen Einwürfe von Gedanken oder der Zukunft war gewöhnungsbedürftig und anfangs irritierend. Dennoch hat mich die Geschichte sofort gefesselt: ein Mädchen das in jungen Jahren schon mit Verlust, Tot und dem alleingelassen werden zu kämpfen hat und dennoch so viel Mut, Weisheit und Liebe in sich trägt.

  5. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499012426)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

    (11.892)
    Aktuelle Rezension von: Funkelzauber

    Nachdem ich Vollmondkinder von Anna Swedenborg gelesen hatte – ein außergewöhnliches Buch voller Tiefe, Herz und Hoffnung – suchte ich etwas, das sich ebenfalls mit den wichtigen Fragen des Lebens beschäftigt: Was ist wirklich bedeutsam, worauf sollten wir achten? Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes hat mich auf seine eigene Art berührt.

    Die Liebesgeschichte von Lou und Will, sie ist romantisch, bewegend und gleichzeitig sehr ehrlich – über Verlust, Lebensentscheidungen und darüber, wie kostbar jeder Moment ist. Lou und Will zeigen, wie Begegnungen unser Leben verändern können und wie wichtig es ist, für sich selbst und andere einzustehen.

    Dieses Buch hat mich nicht nur emotional mitgerissen, sondern auch nachdenklich gemacht über das, was im Leben wirklich zählt. Für alle, die neben einer bewegenden Liebesgeschichte auch über Lebenssinn und Wertschätzung nachdenken möchten, ist dieses Buch absolut lesenswert.

  6. Cover des Buches Fourth Wing – Flammengeküsst (ISBN: 9783423220996)
    Rebecca Yarros

    Fourth Wing – Flammengeküsst

    (2.548)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    “Fourth Wing – Flammengeküsst” von Rebecca Yarros ist der 1. Band einer Fantasy-Reihe, deren Anzahl an Bänden wahrscheinlich noch ungewiss ist. Auch wenn ich immer wieder auf der Suche bin nach Fantasy-Geschichten mit Drachen, so schreckte mich doch der Klappentext von “Fourth Wing” ein wenig ab. Der Grund dafür ist, weil dieser auf eine Story hinweist, die wieder genau die gleichen abgedroschenen Klischees bietet: Ein Mädchen, welches unscheinbar ist, aber verborgene Kräfte hat, die sich noch zeigen; in einer Akademie spielt, wo sie das Kämpfen lernt und dann dort auf einen – natürlich – total attraktiven Typen trifft, der absolut skrupellos und mächtig ist, sie erstmal bekämpft – bis sie dann hemmungslos einander verfallen. Warum habe ich es trotzdem gelesen? Nun ja, weil die vielen positiven Bewertungen mich neugierig machten…und weil Drachen darin vorkommen sollen. Als dann die Taschenbuchausgabe mit dem schönen glänzenden Cover erschien, dachte ich mir, dass ich es ja mal versuchen könnte. Leider ist es genauso gekommen wie befürchtet. Ich kann deshalb nicht einmal sagen, dass “Fourth Wing” eine Enttäuschung war, da das zumindest darauf schließen würde, dass ich bestimmte Erwartungen an die Geschichte gehabt hätte. Also: Mein Flop des Jahres 2025. 

    “Fourth Wing” spielt in einer Art Fantasy-Mittelalter und beginnt damit, dass Violet Sorrengail sich auf dem Weg zum Basgiath War College macht, um dort ihre Ausbildung als Drachenreiterin zu beginnen. Eigentlich wollte sie Schriftgelehrte werden, aber da ihre Mutter Generalin, ebenfalls Drachenreiterin, ist, hatte diese darauf bestanden, dass ihre Tochter den gleichen Weg einschlagen soll. Die Ausbildung im College ist alles andere als einfach – und kann in bestimmten Fällen zum Tode führen. Nicht nur durch die Aufgaben und die Schlägereien im Zweikampf, sondern auch durch die Drachen, die Lehrer und andere Kadetten. Insgesamt hat mich alles an diesem College verwundert und angeekelt. Im College kann man dann verfolgen, wie Violet mit hinterhältigen Tricks versucht, dort zu überleben. Und währenddessen nimmt die für mich nicht nachvollziehbare “Liebesgeschichte” einen beträchtlichen Teil der Handlung ein. Auf der einen Seite ist ihr langjähriger Freund, der ständig meint, sie beschützen zu wollen und sie nervtötend bevormundet. Und auf der anderen Seite steht der von allen als böse und mächtig beschriebene Xaden, welcher ein Verräter ist und angeblich plant, Violet umzubringen. Zumindest wird letzteres ständig erwähnt – ich habe davon nur nichts gemerkt, dass es wirklich so ist. Und damit kommt es dann zu dieser “Enemies to Lovers”-Sache, und haufenweise Seiten werden damit gefüllt, wie die beiden sich u. a.  “anschmachten”, mit unglaublich langen, ausführlich und wirklich ekelhaft beschriebenen körperlichen Szenen. Ich fand es vorhersehbar, langweilig und anstrengend.

    Die Charaktere: Die Drachen, die erst relativ spät öfter in der Geschichte vorkommen, waren noch die besten Charaktere. Alle anderen waren für mich nicht nur langweilig, sondern gingen mir auch auf die Nerven. Immer wieder gab es die gleichen Diskussionen und Auseinandersetzungen und Anschmachtungen.

    Der Schreibstil: Einfach und umgangsprachlich gehalten – leider überhaupt nicht mein Geschmack.

    Weltenbau: Alles wird nur grob umrissen, sodass ich keine Tiefe erkennen konnte und somit auch kein Interesse an dieser Welt entwickelte.

    Seit der Hälfte des Buches habe ich nur noch quergelesen, weil ich es nicht mehr aushielt, aber dennoch wissen wollte, wie es zumindest ausgeht. Ich breche nicht gerne Bücher ab – außerdem habe ich merkwürdigerweise immer noch dieses bisschen Hoffnung, dass ich was verpassen könnte, was eine Geschichte für mich vielleicht doch noch mitreißend machen könnte. Doch leider vergeblich. Nicht einmal der Showdown konnte mein Herz zum Klopfen bringen. Die Reihe werde ich nicht weiterlesen.

     

    Fazit:

    Mein Flop des Jahres 2025. Weder die Geschichte an sich noch die Charaktere, der Weltenbau oder der Schreibstil konnten mich mitreißen. Für mich war “Fourth Wing” leider nicht nur langweilig und oberflächlich, sondern auch nervig und ärgerlich. Die Reihe werde ich nicht weiterlesen.

  7. Cover des Buches Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) (ISBN: 9783551322814)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)

    (19.557)
    Aktuelle Rezension von: tina_feuerstein

    Ich habe Harry Potter schon vor vielen Jahren als Kind von meiner Mama vorgelesen bekommen – und jetzt lese ich ihn meinen eigenen Kindern vor. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, diese Geschichte weiterzugeben. Für mich trifft hier meine eigene Erinnerung auf die Begeisterung meiner Kinder - und mir selbst. Meine Kinder fiebern mit, lachen und staunen – genau wie ich damals.

     Es ist einfach eine unglaublich detailreiche und spannende Welt, in die wir jedes Mal gemeinsam eintauchen. 

  8. Cover des Buches Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen (ISBN: 9783423718493)
    Sarah J. Maas

    Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

    (3.691)
    Aktuelle Rezension von: Popis0904

    Der erste Band von Das Reich der sieben Höfe Dornen und Rosen von Sarah J. Maas hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Ich habe das Buch innerhalb von nur zwei Tagen verschlungen und der zweite Band wartet zum Glück schon auf mich!

    Schon lange stand dieses Buch auf meiner Leseliste, und ich bin unglaublich froh, endlich in diese Welt eingetaucht zu sein. Die Geschichte entfaltet von der ersten Seite an eine starke Sogwirkung: Spannung, Emotionen und Geheimnisse greifen perfekt ineinander und lassen einen kaum los.

    Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung der Charaktere. Feyre wächst im Laufe der Handlung spürbar über sich hinaus, und auch die anderen Figuren gewinnen zunehmend an Tiefe. Ihre Beziehungen zueinander sind vielschichtig und entwickeln sich auf eine Weise, die mich emotional total abgeholt hat.

    Auch sprachlich ist das Buch ein echtes Highlight. Die bildhafte, atmosphärische Erzählweise lässt die Welt lebendig werden. Man hat das Gefühl, selbst durch die Höfe zu wandern, die Magie zu spüren und Teil der Geschichte zu sein. Das Setting ist detailreich, faszinierend und einfach wunderschön beschrieben.

    Ich bin wirklich begeistert. Für alle, die Fantasy mit starken Charakteren, einer mitreißenden Handlung und einer Prise Romantik lieben, ist dieses Buch absolut empfehlenswert!


  9. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783751203036)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

    (17.933)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Selten lese ich die Bücher, wenn ich die Filme schon kenne. Ich war aber so gespannt darauf, wie gut das Buch umgesetzt wurde. 

    Und ich muss zugeben, ich war wirklich begeistert. 

    Ich konnte den ersten Band gar nicht aus der Hand legen, denn obwohl man die Geschichte schon kennt, hat man die ganze Zeit mitgefiebert. 

    Wirklich sehr spannend geschrieben, mit einem tollen Einblick auf Katniss und ihre Gedanken. 

    Man hatte natürlich die Bilder des Films zu den einzelnen Szenen im Kopf, aber das hat dem Buch meiner Meinung nach nicht geschadet. 

    Ich würde es jedem empfehlen, auch wenn man die Filme kennt, das Buch auf jeden Fall zu lesen ! 


  10. Cover des Buches Feuer und Stein (Outlander 1) (ISBN: B00XLMGFF8)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein (Outlander 1)

    (2.689)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Mit Feuer und Stein beginne ich endlich die Outlander-Saga – ein Buch, das schon lange auf mich gewartet hat.

    Claire Randall ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist klug, vielschichtig und wirkt durchgehend authentisch. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen, ihre innere Stärke – all das macht sie zu einer Figur, der ich sehr gerne weiter folgen möchte.

    Jamie wirkt zu Beginn eher wie eine Randfigur. Doch je mehr er in den Fokus rückt, desto klarer wird, warum diese Figur für so viele Leser*innen ikonisch geworden ist.

    Besonders stark ist die Atmosphäre. Schottland wird lebendig beschrieben – die Landschaft, die Stimmung, die historischen Details. Beim Lesen habe ich regelrecht Sehnsucht gespürt, selbst wieder dorthin zu reisen.

    Ja, das Buch hat Längen. Manche Passagen ziehen sich. Doch da ich über mehrere Tage gelesen habe, fiel das für mich weniger stark ins Gewicht.

    Ein intensiver, atmosphärischer Reihenauftakt mit starken Figuren und historischem Flair – der Lust auf die weiteren Bände macht.

  11. Cover des Buches Throne of Glass – Die Erwählte (ISBN: 9783423765305)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass – Die Erwählte

    (3.181)
    Aktuelle Rezension von: ronja

    ist ein starker Einstieg in eine actionreiche Fantasywelt. Im Mittelpunkt steht Celaena, eine tödliche Assassinin mit einer komplexen Vergangenheit, die nicht nur kämpfen, sondern auch um ihre Freiheit und Zukunft ringen muss.

    Besonders spannend ist der Wettbewerb am Hof, der mit Intrigen, Machtspielen und geheimen Absprachen durchzogen ist. Dadurch entsteht ständig Spannung, weil man nie sicher sein kann, wem man trauen kann. Auch die Mischung aus Gefahr und den ersten romantischen Spannungen sorgt dafür, dass die Geschichte emotional abwechslungsreich bleibt.

    Der Schreibstil ist leicht zugänglich und macht es einfach, in die Welt einzutauchen. Manchmal wirkt die Handlung etwas vorhersehbar, und nicht alle Entwicklungen überraschen wirklich. Trotzdem bleibt das Buch durch seine starke Hauptfigur und die wachsende Spannung sehr fesselnd.

    Insgesamt ist es ein gelungener Auftakt, der vor allem durch seine Figur Celaena und die Atmosphäre überzeugt und Lust auf die weiteren Teile macht

  12. Cover des Buches After truth (ISBN: 9783453428928)
    Anna Todd

    After truth

    (3.347)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Tessa ist innerlich zerrissen: Einerseits kann sie Hardin sein Verhalten nicht verzeihen, andererseits lassen sie ihre Gefühle für ihn nicht los. Zwischen Demütigung, Sehnsucht und der Hoffnung, dass Hardin sich ändern kann, steckt sie in einem emotionalen Chaos fest. Doch die Frage bleibt: Haben die beiden wirklich eine Zukunft – oder wiederholt sich alles nur?

    Nach dem starken ersten Teil hatte ich hohe Erwartungen, doch der zweite Band konnte diese leider nicht erfüllen. Auf fast 800 Seiten passiert erschreckend wenig, und am Ende steht man nahezu an derselben Stelle wie zu Beginn. Der Schreibstil ist zwar weiterhin angenehm und flüssig, sodass ich das Buch trotz allem schnell gelesen habe – aber wirklich hängen geblieben ist kaum etwas.

    Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin wirkt noch toxischer als zuvor, und eine echte Charakterentwicklung bleibt weitgehend aus. Das ständige Hin und Her, die immer gleichen Streitereien und Versöhnungen, Hardins Eifersucht und Tessas Naivität – all das wiederholt sich so oft, dass es irgendwann ermüdend wird. Eine straffere Erzählweise hätte der Geschichte definitiv gutgetan.

    Positiv hervorzuheben ist, dass die Perspektive nun zwischen Tessa und Hardin wechselt. Dadurch bekommt man einen besseren Einblick in Hardins Gedankenwelt, was im ersten Teil noch gefehlt hat. Auch die emotionalen Beschreibungen funktionieren weiterhin gut und sorgen dafür, dass man trotz allem mitfühlt.

    Trotz meiner Kritik sehe ich nach wie vor Potenzial in der Reihe. Vielleicht wäre eine Nebenhandlung – etwa zwischen Tessa und Trevor – eine willkommene Abwechslung gewesen. Dennoch werde ich den dritten Teil lesen, denn mein Bauchgefühl sagt mir, dass es wieder bergauf gehen könnte.

  13. Cover des Buches Obsidian 3: Opal. Schattenglanz (ISBN: 9783551321299)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian 3: Opal. Schattenglanz

    (3.124)
    Aktuelle Rezension von: asome

    Opal von Jennifer L. Armentrout ist der dritte Band der Reihe, und endlich stehen Katy und Daemon zu ihren Gefühlen. Das ewige Hin und Her sowie die passiv‑aggressiven Spielchen zwischen den beiden gehören erfreulicherweise der Vergangenheit an. Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt – auch wenn die Handlung zwischendrin etwas langatmig wirkt und man manchmal schneller zum Punkt hätte kommen können.
    Was mich allerdings gestört hat, war Katys ständiges Gejammer und die Eifersuchtsausbrüche auf beiden Seiten. Ebenso fand ich es schade, dass Dee das Gespräch mit Katy meidet – natürlich ist sie verletzt und trauert, aber irgendwann sollte man Dinge klären.
    Vielleicht nervten mich diese Passagen auch deshalb besonders, weil ich nicht ganz zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Insgesamt war Opal ein solides Buch, für mich jedoch bisher das schwächste der Reihe. Ich hoffe, Band 4 kann mich wieder stärker fesseln.

  14. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

    (5.832)
    Aktuelle Rezension von: Lucie

    Daniel Sempere ist 10 als sein Vater, ein Buchhändler ihn mit zum "Friedhof der vergessenen Bücher" nimmt, ein besonderer und geheimer Ort, an dem viele Bücher sind, die es nur noch einmal gibt. So auch der Roman von Julian Carrax, den Daniel sich aussucht und womit er eine ungeahnte Kette von Ereignissen auslöst...

    Es war nun schon das zweite mal, dass ich dieses Buch gelesen habe (das erste mal war vor 6 Jahren) und ich muss sagen, ich hatte es besser in Erinnerung! Also das buch ist spannend und fesselnd, gar keine Frage, aber eben auch sehr düster und hyperdramatisch. Außerdem finde ich einige Äußerungen ziemlich sexistisch. 

    Ich kann es trotzdem empfehlen, wenn auch nicht zu 100 Prozent!

  15. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.961)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    Wahnsinnig witzige Idee, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Hier gibt es die Geschichte des 100-jährigen, der vor seiner Geburtstagsparty flüchtet und dabei so allerhand erlebt. Es gibt immer wieder Rückblicke auf sein Leben und auch da hat er Dinge erlebt, die mich kopfschüttelnd zurückgelassen haben.
    Mir ist übel aufgestoßen, dass das N-Wort verwendet wurde. Ich hatte hoffentlich noch eine ältere Version und in den neueren ist das hoffentlich überarbeitet?

  16. Cover des Buches After passion (ISBN: 9783453428911)
    Anna Todd

    After passion

    (4.902)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie-B

    After Passion ist der erste Band der bekannten After-Reihe und erzählt die Geschichte von Tessa Young und Hardin Scott. Tessa beginnt ihr Studium als eher ruhige, strukturierte Studentin mit klaren Zukunftsplänen – bis sie Hardin begegnet. Er ist das komplette Gegenteil von ihr: rebellisch, verschlossen und emotional schwer greifbar. 

    Der Roman liest sich insgesamt sehr flüssig . Besonders schön fand ich, wie leicht man in die Geschichte hineinkommt und wie schnell man durch die Seiten fliegt. Die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind oft sehr intensiv geschrieben, sodass man als Leser(in) stark in die Beziehung der beiden hineingezogen wird.  

    Dabei besteht ein großer Teil der Handlung aus dem ständigen Auf und Ab zwischen den beiden. Streit, Versöhnung, Missverständnisse und erneuter Streit wiederholen sich relativ häufig. Dadurch kann die Beziehung teilweise etwas unnötig dramatisch wirken.

    Andererseits macht gerade die  Dynamik zwischen den Protagonisten einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus. Außerdem ergibt sich hieraus dann der Grundsetin für die Entwicklung der Charaktere, die ebenfalls prägend für das Buch ist und stark beschrieben wird. 

    After Passion ist ein interessanter, fesselnder New-Adult-Roman, der vor allem durch seine emotionale Intensität und die starke Anziehung zwischen den Hauptfiguren lebt. Wer Geschichten über komplizierte Beziehungen, große Gefühle und dramatische Wendungen - mit halbwegs viel Hin und Her - mag, kommt hier auf seine Kosten.


    Fazit:
    Ein sehr schöner Auftakt der Reihe mit viel Emotion und Spannung, der jedoch durch das häufige Hin und Her in der Beziehung etwas anstrengend werden kann… der aber andererseits gerade dadurch geprägt wird und mich damit stark fesseln konnte. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das Lust darauf macht, die Reihe weiterzulesen.

  17. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

    (1.104)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Wenn ich Leo Tolstois „Anna Karenina“ lese, spüre ich von der ersten Bahnhofsszene an ein leises Grollen unter den Füßen: metallisches Zischen, neugierige Blicke, ein Vorzeichen von Unheil. Anna tritt für mich wie ein warmer Lichtkegel in eine kalte Gesellschaft; ihr Blick auf Wronskij entzündet eine Liebe, die zugleich Befreiung und Sturz bedeutet. Ich folge ihr durch Salons, Waggons und Gerüchte, durch die starre Höflichkeit von Petersburg und die klatschenden Kreise Moskaus. Ihr Ehemann Karenin wirkt korrekt wie ein Protokoll: Er schützt die Form und übersieht den Menschen. Ich schäme mich stellenweise über eine Welt, die Skandal wittert, aber Mitgefühl spart. (Mehr zu Anna Karenina: https://love-books-review.com/de/anna-karenina-von-leo-tolstoi/ )

    Parallel gehe ich mit Lewin über Felder. In Gesprächen mit Bauern, in Mühen und Zweifeln sucht er Sinn, Gott und Arbeit zu verbinden. Zwischen abgewiesenem Antrag, Rückzug und Rückkehr wächst in mir Ruhe: In Kittys Blick und der Geburt des Kindes erkennt Lewin eine demütige, leise Wahrheit. Diese zweite Geschichte erdet die erste; sie zeigt mir, dass Glück nicht flackert wie Feuerwerk, sondern glüht wie eine kleine Flamme, die man gegen Wind schützt.

    Je weiter ich lese, desto enger wird Annas Raum. Eifersucht, Schlaflosigkeit, Morphium und die Unmöglichkeit einer ehrlichen Zugehörigkeit lassen ihre Sprache spröde werden. Am Ende schneiden die Zugräder durch meine Gedanken: ein Entschluss, grausam klar. Ich bleibe erschüttert und zugleich dankbar, weil Tolstoi mir beides schenkt – das Porträt einer Gesellschaft, die Menschen zu Rollen verengt, und die Ahnung, dass Sinn im einfachen Guten liegt. Anna bleibt ein brennender Schatten; Lewin, ein stilles Versprechen von Alltag und Gnade.

  18. Cover des Buches Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen (ISBN: 9783641301644)
    E. L. James

    Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen

    (10.325)
    Aktuelle Rezension von: Seelenfunke

    Ich habe das Buch nach einiger Zeit abgebrochen – nicht, weil es schlecht geschrieben ist, sondern weil ich einfach keinen Zugang dazu gefunden habe.
    Die Beziehung zwischen Anastasia und Mr. Grey konnte ich weder fühlen noch nachvollziehen.
    Auch über die weiteren Bände habe ich nur gehört, und ich bin ehrlich froh, sie nicht weitergelesen zu haben. 

    Für mich war es einfach nicht das richtige Buch – aber jede Geschichte verdient Respekt.  

  19. Cover des Buches Save Me: Special Edition (ISBN: 9783736323001)
    Mona Kasten

    Save Me: Special Edition

    (3.553)
    Aktuelle Rezension von: booklovingsandy

    Ich gehöre wahrscheinlich zu den vielen Leserinnen, die sich dieses Buch gekauft haben, weil sie von der Serie „Maxton Hall“ begeistert waren und ich kann nur sagen: Dieses Buch hat mich emotional zerstört.

    Von Anfang an kommt man unglaublich schnell in den Schreibstil hinein und wird direkt von der Intensität der Geschichte mitgerissen. Die Emotionen sind so greifbar, dass sie einem immer wieder eine Gänsehaut verpassen. Ich habe so oft mitgefühlt, mitgelitten oder geschmunzelt – Ruby und James haben mich völlig in ihre Welt(en) gezogen.

    Besonders gelungen finde ich den starken Kontrast zwischen den beiden: Ruby wächst in einer liebevollen, warmen Familie auf, während James im Grunde nur Kälte kennt. Diese Gegensätze spiegeln sich deutlich in ihrem Verhalten wider und machen ihre Entwicklung umso spannender. Dabei ist es schön zu beobachten, wie sie sich Schritt für Schritt annähern und einander verändern.

    Ein großer Pluspunkt ist außerdem die Erzählweise aus beiden Perspektiven. Dadurch werden die Gedanken und Gefühle der Figuren nachvollziehbarer und die Geschichte gewinnt zusätzlich an Tiefe.

    Auch wenn die Serie an einigen Stellen dramatischer ist und kleine Unterschiede zum Buch aufweist, fängt sie die Stimmung der Vorlage wirklich gut ein. Für ein noch intensiveres Leseerlebnis kann ich nur empfehlen, die Soundtracks parallel zu hören, denn bei mir erschuf dies eine ganz besondere Atmosphäre.

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der „Maxton Hall“ gesehen hat und den Ursprung kennenlernen will oder einfach Lust auf eine emotionale, mitreißende Young-Adult-Enemies-to-Lovers-Romance hat.

    Band 2 – ich komme!

  20. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.816)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."

    Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.

    Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.

    "-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."

    Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
    Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...

    Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.

    "Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."

    Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:

    "Das Leben ist schön, Hazel Grace."

    Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.

    Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
    Das also ist mein Leben
    Die Nackten
    Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman.

  21. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783328111368)
    George Orwell

    1984

    (4.288)
    Aktuelle Rezension von: KlaraWg

    Der Roman 1984 ist für mich eines dieser seltenen Bücher, die nicht nur gelesen, sondern regelrecht erlebt werden. Die düstere Welt, die George Orwell entwirft, wirkt erschreckend klar und beklemmend real – gerade weil sie so konsequent durchdacht ist.

    Besonders beeindruckt hat mich, wie subtil und gleichzeitig gnadenlos das Thema Kontrolle dargestellt wird: nicht nur durch Überwachung, sondern durch Sprache, Denken und sogar Erinnerung. Die Idee, dass Realität formbar ist, wenn man sie nur oft genug neu definiert, hat mich beim Lesen immer wieder innehalten lassen.

    Der Protagonist Winston ist dabei keine klassische Heldenfigur, sondern eher ein stiller Beobachter – genau das macht ihn so greifbar. Seine innere Zerrissenheit und sein vorsichtiger Widerstand spiegeln sehr gut wider, wie schwierig es ist, in einem totalitären System überhaupt noch „man selbst“ zu bleiben.

    Was das Buch für mich besonders stark macht, ist seine Zeitlosigkeit. Obwohl es 1949 erschienen ist, fühlt sich vieles erschreckend aktuell an. Gerade in einer Welt, in der Information, Wahrheit und Medien eine immer größere Rolle spielen, wirkt Orwells Warnung fast schon prophetisch.

    Für mich ist „1984“ kein leichtes Buch, aber ein unglaublich wichtiges. Es regt zum Nachdenken an, bleibt lange im Kopf – und verändert den Blick auf die Realität ein Stück weit. Klare Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453272408)
    Stephen King

    Es

    (2.393)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Die Geschichte spielt in der amerikanischen Ostküstenstadt Derry im Staate Maine, wo in regelmäßigen Abständen ein Wesen erwacht und daraufhin Menschen verschwinden. Das Wesen ernährt sich von Angst und nimmt bevorzugt die Gestalt des Clowns Pennywise an. Eine Gruppe befreundeter Kinder, unter denen ein Junge seinen kleinen Bruder durch das Wesen verloren hat, stellen sich diesem Grauen, besiegen es scheinbar und werden Jahrzehnte später erneut nach Derry gerufen, als das Monster zurückkehrt. Die größtenteils realitätsnahe Handlung ist vom subtilen Grusel durchzogen und fokussiert sich vor allem auf die Dynamik innerhalb der Freunde.
    Bei den Protagonisten steht der Anführer des Clubs der Verlierer Bill im Vordergrund der Geschichte, der durch den Verlust seines kleinen Bruders durch das Wesen angetrieben wird. Die anderen Freunde fügen sich mit ihren individuellen Eigenschaften zu einem harmonischen Ganzen zusammen, was für eine angenehme Dynamik innerhalb der Handlung sorgt.
    Wer atmosphärische Gänsehautgeschichten mit psychologischer Tiefe mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist flüssig detailreich, atmosphärisch und unterstützt den Lesefluss sehr gut.
    Einziger Minuspunkt: Einige Stellen der Handlung, vor allem den Kampf gegen Pennywise betreffend, sind zu abstrakt und nicht immer nachvollziehbar, was den Lesespaß mindert.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  23. Cover des Buches Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4) (ISBN: 9783551322845)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4)

    (11.497)
    Aktuelle Rezension von: LiJen

    Auch in diesen Teil der Harry Potter Reihe ist es J. K. Rowling gelungen einen Kracher hinzulegen. 

    Das Buch ist spannend, duster, überraschend

    Die Aufgaben im Trimagischen Turnier, die Charakter, neue wie auch alte, die Landschaften. Alles ist detailliert beschrieben. Die Spannung hält bis zum Ende. 

    Auch neue einige 20 Jahre später fesselt mich Harry Potter nach wie vor. 


  24. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442487967)
    Justin Cronin

    Der Übergang

    (1.273)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Was soll ich über ein Buch schreiben, das nicht beschreibbar ist? Das völlig aus meiner Lesenorm fällt? Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es überhaupt einen Genre zuordnen. Vampirroman? Nein, ganz und gar nicht. Besonders in der heutigen Welt, in der Vampire gleichgesetzt werden mit glitzernden Womanizern. Dystopie? Ich bitte euch, Justin Cronins Buch lässt sich auch nicht mit Panem auf eine Ebene stellen. Am ehesten passt wohl der Begriff „Endzeit-Roman“ zum Buch. Aber „Der Übergang“ ist viel mehr, ganz anders, erschreckend, grausam, und gleichzeitig so lehrreich, denn er hat mir so viel über die Kunst verraten, berührende Geschichten zu erzählen und gleichzeitig jegliches Klischee zu umgehen.

    Amy ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenstift zurückgelassen wird. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen, das ein merkwürdiges Leben geführt hat: Von ihrer Mutter, durch das das soziale Netz der Gesellschaft gefallen wie ein Ohrring durch den Abfluss, geliebt, niemals eine Schule oder eine andere derartige Einrichtung besucht, ist sie still, aufmerksam und ernst wie ein viel älteres Wesen. Gleichzeitig forscht eine Regierungsorganisation an einem Virus, der nur schwer kontrollierbar ist. Zwei FBI-Agents schaffen Probanden heran. Es geschieht nicht zufällig, dass sich die beiden Wege kreuzen, die beiden Schicksale verschlingen wie zwei sich verzwirbelnde Taue.

    Ich habe sein Können, das Herzblut und die Liebe, die Cronin in den Text gelegt hat, auf jeder Seite gespürt. Natürlich, es war anders als Normal, abseits jeglicher Norm. Große Erzählkonstrukte mit ein paar eingestreuten wörtlichen Reden mögen nicht jedermanns Sache sein. Meine eigentlich auch nicht. Hier jedoch hat mich die Gewalt der Erzählung mitgerissen. Für mich hat sie die Sogwirkung entfaltet - und Achtung - ich bin eigentlich der Typ Leser, der mit süßen fantastischen Helden mitfiebert, nicht mit kleinen Mädchen und einem FBI-Agenten (Wolgast <3) oder mit einer Nonne. Wie erwähnt, das Buch bricht meine Norm richtig gründlich.

    Oh Schreck, das Experiment und die Forschungen gehen richtig gründlich schief. Okey, das war jetzt nicht die Offenbarung. Auch dass es eine Welt vor und nach der Katastrophe gibt, konnte ich mir gerade noch so ausrechnen.

    Aber - und jetzt kommt der Punkt, der mein Herz geöffnet hat: Die Geschichte zählt mit zu den grausamen, zu den hoffnungslosen, zu jenen, in denen es einige Tode zu beweinen gibt. Eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich nach einer gewissen Zeit abstumpfe, wenn zu viel davon auf mich einprasselt. Ich spanne meinen mentalen Regenschirm auf, sehe der Geschichte zu, wie sie an der Membran entlang rinnt, lasse sie aber nicht an mich heran. Allen voran, weil ich enttäuscht vom Autor oder der Autorin bin, es hätte sicherlich eine andere weniger tödliche Lösung gegeben. Bei Cronin fieberte ich nicht mit, ich war an Amys Seite (die übrigens lange keinen POV bekommt, andere erzählen ihre Geschichte), die Herzen öffnet, die Liebe erfährt, die Grausamkeit erträgt und die mit dem Herzen hört. Ich habe miterlebt, wie sie Menschen mit einer abstumpfenden Biografie verändert und zu eigentlich unmöglichen bewegt. Cronin hat einfach eine unnachahmliche Art, seine Geschichte in meinen Kopf zu brennen. Ich hatte auch noch lange nach dem Schließen des Buches die Protagonisten vor Augen und werde sie wohl für lange Zeit in meinem Herzen durch die Welt tragen. Für mich hat Cronin einfach funktioniert. Er hat immer genau das richtige Maß an Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft vermittelt, um die Dunkelheit nicht übermächtig werden zu lassen. Und davon existiert reichlich im Buch.
    Er ist schwierig, es ist kein Mainstream, jedoch auf eine sehr eigentümliche Art und Weise berührend.

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