Bücher mit dem Tag "rororo"

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36 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499013218)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

    (2.993)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.

    Ich wollte mal wieder ein Buch lesen, das außerhalb meiner gewohnten Genre anzusiedeln ist und so griff ich zu diesem von Wolfgang Herrndorf aus dem Rowohlt Verlag. 

    Schon auf den ersten Seiten wusste ich, dass ich einen Glücksgriff gemacht hatte.

    Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Maik, einem Teenager, in der Ich-Form. Entsprechend ist der Schreibstil nicht großartig anspruchsvoll, sondern jugendlich. Und verdammt unterhaltsam. Einnehmend nimmt uns Maik mit auf einen Roadtrip und das macht einfach nur Spaß. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich lachen musste, aber es war nicht nur ein Mal.

    Maik bringt uns seine Gedanken sehr nahe, lässt uns die Geschehen hautnah miterleben. Und zwar so, dass wir eigentlich gemeinsam mit ihm mittendrin stecken und es nicht nur als Erzählung wahrnehmen.
    Ich mag es, wie er ausgearbeitet ist. Er ist realistisch dargestellt und daher absolut authentisch. Ich kann ihm all seine Handlungsausführungen abnehmen und nachvollziehen.

    Wenn mich jemand fragt, ob ich den Roman empfehlen kann, dann ist meine Antwort ein glasklares Ja.

    Ich fühlte mich richtig gut unterhalten. Das Buch besticht durch seine Einfachheit und macht es dadurch zu etwas Besonderem. Auch wenn es für ein Highlight bei mir nicht reicht, so kann ich doch tolle vier Sterne vergeben.

  2. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499020810)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    (1.207)
    Aktuelle Rezension von: pudelohnekern

    "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin (übersetzt von Sabine Längsfeld) erzählt die Geschichte von der gleichnamigen Protagonistin Rabbit Hayes, die schon seit einigen Jahren gegen Brustkrebs kämpft. Nun scheint dieser Kampf verloren. Ihre Mutter bringt sie in ein Hospiz und die Ärzte prognostizieren, dass ihr nur wenige Tage bleiben. Ihre Familie, Freunde und Freundinnen stehen ihr in dieser Zeit zur Seite. Dabei behandelt das Buch den Weg zur Akzeptanz des Unausweichlichen, den Umgang der Beteiligten mit dieser schweren Situation und all die Schicksale und Erlebnisse, die Rabbit in ihren letzten Tagen beschäftigen.

    Jedes Kapitel widmet sich einer anderen Person aus dem sozialen Nahfeld von Rabbit. Dadurch verstehen wir mehr über die Geschichten, die Ängste und die Gedankenwelt aller Beteiligten. Das Leben von Rabbit Hayes und ihre letzten Tage setzen sich so wie ein Puzzle zusammen, das unterschiedliche Perspektiven einfängt und zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Das ist meiner Meinung nach die große Stärke, aber gleichzeitig auch die Schwäche des Romans. 

    Einerseits konnte der Roman zeigen, dass die Welt auch für den Tod eines geliebten Menschen nicht stillsteht, wie die eigenen Erfahrungen aller Beteiligten den Umgang mit dem Tod formen und dass ein Schicksal, wie das von Rabbit Hayes, viele Menschen berührt. Andererseits gab es mein Empfinden jedoch zu viele Charaktere und zu viele Nebenschauplätze. Der Fokus der Geschichte verlor sich dadurch immer wieder und es war teilweise schwierig, die Charaktere auseinanderzuhalten (Wie viele Personen, deren Name mit J beginnt, können in einem Buch vorkommen?).

    Nichtsdestotrotz gefällt mir der zugängliche und gleichzeitig sensible Schreibstil der Autorin sehr. Dadurch fällt es leicht mit den Figuren zu fühlen, zu lachen und zu weinen. Obwohl das Buch ein trauriges Thema hat und mich stellenweise zu Tränen gerührt hat, ist die Stimmung auch tröstlich und humorvoll. Dadurch bekommt der Roman seine Tiefe ohne schwermütig zu werden.

    Insgesamt ein wundervoller Roman über den Umgang mit Trauer, über Familie, Freundschaft und Liebe. Ich kann ihn zur Auseinandersetzung mit dem Thema Tod in der Familie empfehlen, aber auch einfach als Buch, das berührt.

    Anmerkung zum Schluss: Bei der Übersetzung war ich mir stellenweise unsicher, ob da nicht ein anderes Wort passender gewesen wäre. Besonders aufgefallen ist es mir als an einer Stelle race mit Rasse übersetzt wurde. Ich habe eine Ausgabe von 2016 und hoffe, dass dies in späteren Auflagen überarbeitet wurde.

  3. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783499006166)
    Albert Camus

    Die Pest

    (536)
    Aktuelle Rezension von: Marcello

    Die Pest von Albert Camus habe ich mit 4 Sternen bewertet – mehr aus inhaltlicher Achtung als aus reiner Lesefreude.

    Der Roman spielt in der algerischen Stadt Oran, die von einer Pestepidemie heimgesucht wird. Im Zentrum steht Dr. Rieux mit einer kleinen Gruppe von Leuten, die unterschiedlich auf die Katastrophe reagieren. Camus zeigt, wie Menschen mit sinnlosem Leid umgehen, wie sich Solidarität und Egoismus mischen und was es heißt, "anständig" zu handeln, obwohl die Welt keinen erkennbaren Sinn bietet.

    Besonders interessant ist die metaphorische Ebene: Die Pest ist bewusst mehr als nur eine Krankheit. Sie kann als Sinnbild für den Kampf der Résistance gegen den Nationalsozialismus gelesen werden, generell aber auch für jede Form von Tyrannei und politischem Übel, das Institutionen, Sprache und Moral angreift. Gleichzeitig steht sie existenziell für das allgegenwärtige Übel im menschlichen Leben – Krankheit, Tod, Zufall, Grausamkeit –, das sich nie endgültig besiegen lässt. Der Roman legt nahe, dass der Ausweg eher in Haltung und Solidarität liegt als in einer großen Lösung.

    Aktuell wirkt das Buch dort, wo Camus betont, dass der Pestbazillus nie ganz verschwindet, sondern im Verborgenen weiterbesteht und jederzeit zurückkehren kann. Eine ziemlich klare Parallele zu faschistischen und anderen destruktiven Ideologien, die immer wieder auftauchen – wie auch in der heutigen politischen Diskussion.

    Wer einen spannenden Pageturner erwartet, wird hier eher enttäuscht. Die Pest liest sich für mich eher wie ein nüchterner, philosophisch unterlegter Bericht über eine Krise. Der Stil ist bewusst zurückhaltend und stellenweise langatmig. Wenn man sich darauf einstellt und eher an Idee und Atmosphäre als an Spannung interessiert ist, ist das Buch allerdings sehr lohnend.

  4. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499000133)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

    (777)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Durch Zufall lernt Jessica auf einem Jahrmarkt den deutsch-amerikaner Danny kennen. Sie ist ziemlich schnell von ihm fasziniert aber er hält sie zunächst auf Abstand. Doch nach und nach werden die beiden ein Paar. Allerdings gibt es während ihrer Beziehung immer mal wieder Momente  an denen Jessica an ihm zweifelt, da er ihr körperlich einfach nicht näher kommen möchte. Jessica gelingt es aber nach und nach zu ihm durch zu dringen und erfährt sein Geheimnis. Mit etwa elf Jahren begann sein Vater ihn sexuell zu missbrauchen und hat ihn auch während dessen mit dem HIV-Virus angesteckt. Doch zunächst verheimlicht er ihr das, bis es dann irgendwann auffliegt und er sich seiner Diagnose ihr gegenüber stellen muss. Nach einem anfänglichen Schock bleibt sie aber bei ihm, und möchte sich auch auf eine körperliche Beziehung mit ihm einlassen, die er zubeginn strikt ablehnt. Doch die beiden bleiben dennoch ein starkes Team und lassen sich immer mehr aufeinander ein, auch wenn es Danny körperlich zunächst schwer fällt auf Grund des Missbrauches. Jessica lernt auch Danny's Mitbewohnerin Tina kennen, für die Danny eine sehr wichtige Bezugsperson ist, da sie auch von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde und sich für Drogen prostituiert hat. Auch wenn ihre Beziehung sehr innig und intensiv ist, ist sie rein platonisch und die drei werden so etwas wie eine Familie. Eines Tages erhält Tina die Nachricht das ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und sie bekommt einen Rückfall und verstirbt an einer Überdosis. Ihr Tod versetzt beide erst einmal in einen Schockzustand, doch bei Danny beginnen, vermutlich hervorgerufen durch Tina's Tod, sich die ersten körperlichen Zeichen des HIV-Virus zu zeigen. Er beginnt nach und nach immer mehr abzubauen und nimmt Jessica das Versprechen ab, zu akzeptieren das er selber entscheiden möchte wann er stirbt. Als die Symptome immer schlimmer werden verschwindet Danny plötzlich und hinterlässt Jessica einen Abschiedsbrief und sie erfährt etwas später das er sich in den USA selber umgebracht hat.

    Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, war ich mir zunächst nicht im klaren das das Buch autobiografisch ist, was die die Story noch dramatischer macht. Zum Ende hin des Buches wurde die Story so traurig und tragisch, das mir die Tränen kamen.

  5. Cover des Buches Magic Cleaning (ISBN: 9783499624810)
    Marie Kondo

    Magic Cleaning

    (308)
    Aktuelle Rezension von: Alisrz

    Gibt man den Titel des genannten Buches in eine Suchmaschine ein, springen einem gefühlt tausende Lobpredigten entgegen. Das Textstück, das von seinen Lesern derartig vergöttert wird, hat es so schließlich auch auf meine Kaufliste geschafft.

    Magic Cleaning, geschrieben von einer jungen Japanerin namens Marie Kondo, beschreibt das Phänomen der von ihr gegründeten „KonMari-Methode“, das den Menschen, die von ihr Gebrauch nehmen, nicht nur helfen soll, ihr Zuhause gründlich zu säubern, sondern anscheinend auch noch überglücklich macht. 223 Seiten später kann ich nicht fassen, das Buch bereits beendet zu haben. Nicht, weil es mich derartig gefesselt hat oder mich gar zum Aufräumen angeregt hat, sondern weil ich immer noch verzweifelt auch der Suche nach der KonMari-Methode bin. Das Buch gliedert sich in 5 große Kapitel, wobei das erste vierzig Seiten lang auf vermeintlich folgende Tipps und Tricks vorbereitet. Hat der Leser sich endlich über das erste Kapitel gerettet, wartet er gespannt darauf, nun endlich einen Funken Ahnung zu bekommen, wie „Magic Cleaning“ funktioniert. Ich nehme es vorweg: Man wartet vergeblich. Da ich der Typ Leser bin, der ein Buch nicht beurteilen will, bevor er es fertiggelesen hat, habe ich mich bis zum Ende durchgeprügelt. Demnach kann ich den Inhalt folgendermaßen beschreiben: Marie Kondo erzählt von Erfahrungen mit ihren Klienten, wobei sie dabei nicht sehr objektiv bleibt und sich dabei nicht selten über die besagten Personen lustig macht. Sich selbst – im Gegensatz dazu – stellt die Autorin geradezu als Göttin da. Denn sie hatte ja bereits fast noch im Windelalter begriffen, wie wichtig das Aufräumen ist. Nicht nur das, nein, sie hat nahezu die halbe Weltbevölkerung mit ihrer (nicht greifbaren) Methode glücklich und befreiter gemacht. Ihre Selbstpreisung war genau das, was das Buch so abscheulich gemacht hat. Selbst wenn der Inhalt nicht zu bekritteln wäre, ist die Art, wie sie sich über andere stellt, auf Dauer kaum auszuhalten. Generell hat sich mir als Leserin oft die Frage gestellt, ob sie überhaupt wirklich ernst meinen kann, was sie da schreibt. „Eine der Aufgaben, die ich meinen Klienten in den Ordnungsseminaren gebe, lautet: „Dankbarkeit zeigen!“ Wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen, sagen Sie der Kleidung, die Sie ausziehen und wieder aufhängen, doch mal: „Vielen Dank, dass du mich heute wieder gewärmt hast.“ Wenn Sie die Accessoires abnehmen: „Vielen Dank, dass ihr mich heute wieder schön gemacht habt.“ Und wenn Sie die Tasche in den Schrank zurückstellen: „Mit deiner Hilfe konnte ich heute wieder sehr gute Arbeit leisten. Danke schön!“ Auf diese Weise zeigen wir den Dingen, dass wir die Unterstützung durchaus bemerken und sie zu schätzen wissen. “ (S.184) Ich finde den Grundgedanken, der im Buch vermittelt wird, absolut faszinierend und richtig: Dinge, die einen glücklich machen, zu behalten und im Gegensatz dazu, die zu entsorgen, die dies nicht tun. Wenn ich dafür aber jeden Tag eine halbe Stunde Zeit verschwenden muss, um einen Monolog mit jeder Haarbürste zu führen, beginne ich daran zu zweifeln, ob das, was die Autorin zu erreichen versucht, nicht eher Hirnwäsche ist. Inhaltlich jedoch findet man praktisch nichts Brauchbares. Generell finden sich auf den Seiten mehr Erzählungen von Frau Kondos (anscheinend sehr einsamen) Kindheit als Tipps zum Aufräumen. Wenn man wirklich vom Lesen profitieren will, hätte man sich mit Marker bewaffnet hinter das Buch setzen müssen, um die Stellen zu markieren, die etwas Hilfreiches beinhalten. Wobei ich mich nach wie vor frage, ob ich überhaupt etwas markieren hätte können. Meiner Meinung nach hätte man ihre Tipps einfacher – und deutlich schneller – durch das Lesen irgendeines Hausfrauenmagazins gefunden.

    Zusammenfassend muss ich erneut betonen, wie enttäuscht ich von diesem Schriftstück bin. Natürlich war zu erwarten, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden, da das Buch besser angepriesen wurden als jede Schlankheitskur. Dass jedoch so ein Mangel an Inhalt besteht, bringt mich nach wie vor aus der Fassung. Marie Kondo mag vielleicht denen helfen, die absolut noch nie aufräumen konnten, aber jeder, der sich auch nur irgendwie mit dem Thema auseinandersetzt und Nützliches oder emotional Wichtiges behalten hat, war auf einem besseren Weg. Ich möchte niemanden verurteilen und bin mir sicher, dass die Beschäftigung mit dem Aufräumen durch das Lesen eines themenspezifischen Buches hilfreich sein mag, wenn man mit dem Aufräumen nicht mehr weiterkommt. Dennoch zweifle ich persönlich daran, dass die Tipps, die die Autorin gibt, wirklich helfen.

    Abschließend muss ich jedoch zugeben, dass ich einen einzigen Tipp von Marie Kondo augenblicklich nach dem Umblättern der letzten Seite befolgt habe. Er befand sich auf der Seite 104 und besagte folgendes: „Wir wollen einfach nur die Bücher behalten, die uns wirklich Freude bereiten. Das von mir verfasste Buch, das Sie gerade lesen, bildet da keine Ausnahme. Es macht Sie nicht glücklich? Dann geben Sie es bitte, ohne zu zögern, ins Altpapier.“

  6. Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783644050518)
    Cormac McCarthy

    Die Straße

    (720)
    Aktuelle Rezension von: emmy16

    Das Buch ist düster, bedrückend und stellenweise geradezu erschöpfend. Cormac McCarthy wirft seine Leser in eine Welt, in der fast nichts mehr existiert: keine Hoffnung auf Besserung, keine funktionierende Gesellschaft, kaum Nahrung und kaum Menschlichkeit. Übrig bleiben ein Vater, sein Sohn und eine Straße, die sie immer weiter entlanggehen.

    Die zerstörte Welt wirkt kalt, leer und trostlos. McCarthy braucht dafür erstaunlich wenige Worte. Viele Szenen haben sich beim Lesen regelrecht eingebrannt. Man spürt ständig die Anspannung, die Angst vor dem nächsten Menschen und die Unsicherheit darüber, ob hinter der nächsten Kurve Hilfe oder Gefahr wartet.

    Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Während um sie herum alles zerfällt, versuchen beide, an einem Rest von Menschlichkeit festzuhalten. Gerade diese Verbindung verleiht der Geschichte ihre emotionale Kraft und sorgt dafür, dass das Buch mehr ist als nur ein weiterer postapokalyptischer Roman.

    Trotzdem konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Der sehr reduzierte Schreibstil ist zwar bewusst gewählt und passt zur Geschichte, machte mir das Lesen stellenweise aber schwer. Die kurzen, oft abgehackten Sätze und die karge Erzählweise schaffen zwar Atmosphäre, aber wiederholen sich bestimmte Situationen und Motive recht häufig, was das Tempo gelegentlich ausbremst.

    Auch die vielen offenen Fragen haben mich zwiegespalten zurückgelassen. Dass die Ursache der Katastrophe nie erklärt wird, kann man als Stärke sehen. Mir persönlich fehlten an einigen Stellen jedoch etwas mehr Hintergrundinformationen zur Welt und ihrer Entwicklung.

    Dennoch bleibt Die Straße ein beeindruckender Roman, der lange nachwirkt. Kein Wohlfühlbuch, keine klassische Unterhaltung, sondern eine Geschichte über Verlust, Verantwortung und die Frage, was vom Menschen bleibt, wenn alles andere verschwunden ist.


  7. Cover des Buches Morgen ist leider auch noch ein Tag (ISBN: 9783499629273)
    Tobi Katze

    Morgen ist leider auch noch ein Tag

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Es ist schwer das Buch so schlecht zu bewerten weil es ist der Umgang vom Autor mit seinen eigenen Depressionen. Teile vom Buch waren echt toll man hat sich reinfühlen können, die Wohnung die aussieht wie Sau, das Gefühl das man falsch ist weil man nicht glücklich ist, aber viele Kapitel wirken einfach wie aneinander gereihte Wörter die nichts dazu beitragen außer da Buch zu stecken. Ich glaube mit weniger Seiten wäre die Geschichte besser rübergekommen dazu war der Humor einfach nicht meins. 

  8. Cover des Buches Nachtblumen (ISBN: 9783989425392)
    Carina Bartsch

    Nachtblumen

    (342)
    Aktuelle Rezension von: anni_99

    Es geht in dem Buch um die neunzehnjährige Jana, die eine schwierige Vergangenheit hatte und jetzt in einem Wohnprojekt auf Sylt einen Neuanfang sucht. Dort wohnt sie mit anderen jungen Erwachsenen zusammen, die ebenfalls ihre eigenen Geschichten mit sich herumtragen und fängt währenddessen eine Ausbildung an. Unter anderem ist da auch Collin, der gerne alleine ist und niemanden an sich heranlässt. Doch mit der Zeit entwickelt sich langsam eine Verbindung zwischen den beiden.

    Die Beziehung entwickelt sich nur sehr langsam, was sehr echt wirkt und sich sehr entspannt verfolgen lässt. Alle Charaktere sind wirklich detailliert und authentisch entwickelt und auch die Nebenfiguren haben alle ihre kleine, aber durchaus wichtige Rolle in dem Entwicklungsprozess von Jana. Besonders gut hat mir auch der atmosphärische und bildliche Schreibstil gefallen, sodass sich beim Lesen fast dauerhaft ein Film vor meinen Augen abgespielt hat. Ich konnte richtig in die Geschichte und das Inselfeeling abtauchen, alles ist sehr realistisch und schön zu lesen.

    Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass meiner Meinung nach wirklich relativ wenig auf den immerhin knapp 550 Seiten passiert. Es fehlt dadurch ein bisschen die Spannung, trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und ich habe dauerhaft mit Jana mitgefühlt. Letztendlich ist es nämlich wirklich schön gewesen zu sehen, wie sich die Persönlichkeit von Jana immer weiter entwickelt hat.

    Fazit: Ruhige, gefühlvolle Geschichte mit sehr angenehmer Atmosphäre, klare Leseempfehlung für jeden, der nichts gegen ein bisschen weniger Spannung einzuwenden hat.

  9. Cover des Buches Die Abendröte im Westen (ISBN: 9783499272400)
    Cormac McCarthy

    Die Abendröte im Westen

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Die Abendröte im Westen von Cormac McCarthy gilt für viele als eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Literatur. Nach der Lektüre kann ich nachvollziehen, warum dieses Buch einen solchen Ruf genießt – gleichzeitig hat es mich jedoch deutlich weniger begeistert als erhofft.

    Zunächst das Positive: McCarthys Sprache ist beeindruckend. Besonders die Beschreibungen von Landschaften, Naturgewalten und der scheinbar endlosen Weite des amerikanischen Westens besitzen eine fast poetische Kraft. Viele Passagen wirken eher wie Literatur als wie klassische Unterhaltung und entfalten eine ganz eigene Atmosphäre.

    Allerdings verlangt das Buch seinem Leser auch viel ab. Der ungewöhnliche Schreibstil, die fehlenden Anführungszeichen bei Dialogen, die oft altertümliche Sprache und die sehr knappe Einführung von Figuren machen die Lektüre stellenweise anstrengend. Häufig tauchen Personen auf, verschwinden wieder oder werden nur beiläufig erwähnt, was zusätzliche Aufmerksamkeit erfordert.

    Mein größter Kritikpunkt ist jedoch der fehlende Spannungsbogen über weite Strecken des Romans. Große Teile bestehen aus Reisen, Naturbeschreibungen und Beobachtungen des Alltags einer Gruppe von Männern. Erst in der zweiten Hälfte gewinnt die Handlung für mich spürbar an Dynamik. Besonders dann, wenn sich die angestaute Gewalt, Frustration und Verrohung der Figuren entlädt, entwickelt das Buch eine enorme Wucht.

    Trotzdem blieb ich bis zum Ende auf Distanz. Ich verstehe die zentralen Themen des Romans – Gewalt als Grundzustand, Krieg als Selbstzweck, die dunklen Abgründe menschlichen Handelns. Auch die Figur des Richters wirkt bewusst größer als ein gewöhnlicher Mensch und verkörpert Ideen, die weit über die eigentliche Handlung hinausgehen.

    Und dennoch saß ich nach der letzten Seite da und fragte mich, was ich persönlich aus dieser Reise mitnehme. Ich habe verstanden, was das Buch sagen möchte, aber es hat mich emotional nie wirklich erreicht. Während andere Romane mich durch ihre Figuren, ihre Menschlichkeit oder ihre moralischen Fragen noch lange begleiten, blieb hier vor allem Bewunderung für die literarische Leistung zurück.

    Fazit:
    Ein sprachlich beeindruckender, anspruchsvoller und zweifellos bedeutender Roman, der sich bewusst gegen viele Erwartungen an klassische Erzählungen stellt. Ich respektiere das Buch mehr, als dass ich es liebe. Für Leser, die sich auf symbolische, philosophische und anspruchsvolle Literatur einlassen möchten, sicher eine Empfehlung. Für mich persönlich blieb die Wirkung trotz aller Qualitäten begrenzt.

  10. Cover des Buches Die Karte (ISBN: 9783499000409)
    Andreas Winkelmann

    Die Karte

    (364)
    Aktuelle Rezension von: libraryoflaura

    𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?

    Stell dir vor, du trackst deine tägliche Laufrunde mit einer App und jemand schaut zu.

    Jemand, der deine Route nutzt, um ein grausames Muster zu zeichnen.

    In Berlin werden Läuferinnen ermordet, und der Täter hinterlässt eine digitale Spur auf der Landkarte.

    Als die junge Laura ins Visier des Killers gerät, beginnt eine Hetzjagd auf vertrautem Terrain.

    Die Bedrohung lauert nicht in einer dunklen Gasse, sondern direkt auf der Lieblingsstrecke im Park. Doch was ist das Ziel dieses perfiden Spiels?


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Das Grundkonzept: Die Idee, eine alltägliche Aktivität wie das Laufen und Tracking-Apps für einen Thriller zu nutzen, ist absolut genial und erzeugt eine beklemmende Gänsehaut-Atmosphäre.

    • Der Schreibstil: Wie von Winkelmann gewohnt, ist das Buch ein rasanter Pageturner. Spannend, flüssig und man will eigentlich immer wissen, wie es weitergeht.

    • Die Grundspannung: Die Bedrohung ist von Anfang an greifbar und die Atmosphäre bleibt durchgehend hoch.


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Der Einstieg: Auch hier hatte ich anfangs wieder meine typischen 'Winkelmann-Schwierigkeiten', bei den vielen Figuren und Zusammenhängen den Überblick zu behalten.

    • Logiklücken im Finale: Leider stolpert die Story am Ende gewaltig. Die Motivation des Täters für die Morde am Anfang blieb für mich völlig unklar es wirkte fast so, als wären die Opfer nur Spannungsfüller ohne echten Bezug zur Haupthandlung.

    • Verschenktes Potenzial: Das Motiv der Karte als "Kunstwerk" oder Botschaft verpufft im Finale leider völlig und bekommt nicht die tiefere Bedeutung, die man nach dem starken Aufbau erwartet hätte. Das Ende wirkte insgesamt sehr überhastet.


    𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:

    Ein Thriller, der mit 4 Sternen groß anfängt, mich dann aber im Finale so unbefriedigt zurückgelassen hat, dass ich auf 3,5 von 5 Sternen korrigieren musste.

    Die Spannung lohnt sich definitiv, aber wer einen bis ins Detail logischen Plot braucht, wird am Ende eventuell etwas enttäuscht sein.

    Ein packender Pageturner, der leider auf der Zielgeraden etwas außer Puste gerät.

  11. Cover des Buches Freiheit (ISBN: 9783499252549)
    Jonathan Franzen

    Freiheit

    (279)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Die Originalausgabe dieses Romans erschien 2010 unter demselben Titel. Er erzählt die Geschichte einer amerikanischen Mittelstandsfamilie (Vater, Mutter, zwei Kinder) und ihrer Freunde und Bekannten. Die einzelnen Charaktere werden dabei sehr, um nicht zu sagen, extrem genau gezeichnet und beschrieben, selbst die Gedanken, die zu haben sie sich selbst nicht eingestehen wollen oder können, werden zum Thema gemacht. Nur im Hintergrund scheint dabei immer das Thema Freiheit durch, erlebte und gelebte Freiheit vs. deren Beschränkungen durch äußere, z.B. wirtschaftliche oder gesellschaftliche Einflüsse, aber auch durch die eigenen Denkweisen und Vorstellungen.

    Es braucht schon etwas Interesse an der Thematik, sich auf dieses über 700 Seiten starke Werk einzulassen, in dem im Grunde nicht viel passiert. Wer aber das Interesse aufbringt an der Geschichte von Menschen, die ein ganz normales Leben führen, die alle Fehler haben, aber auch Sehnsüchte und Wünsche, die Freunde haben, echte und scheinbare, die Überraschungen und Enttäuschungen erleben, Geheimnisse haben und Geheimnisse ausplaudern, kurz an einem Kaleidoskop des Lebens, der ist mit diesem Roman gut bedient. Er wird sicher auf den ein oder anderen Gedanken, den ein oder anderen Wunsch oder die ein oder andere Sehnsucht stoßen, die er von sich selbst kennt.

    Das Dilemma zwischen Freiheit und Unfreiheit beschreibt Franzen ganz gut mittels der Ehe von Walter und Patty Berglund: „Er und seine Frau liebten einander und bereiteten einander täglich Leid. Alles andere, was sein Leben ausmachte, selbst seine Sehnsucht nach Lalitha, belief sich auf wenig mehr als eine Flucht vor diesem Zustand. Er und Patty konnten nicht zusammenleben und sich auch nicht vorstellen, getrennt zu sein. (rororo Tb, April 2012, S. 426)

    Das Problem der Einschränkung von Freiheit umschreibt er so: „Hat man kein Geld, klammert man sich desto grimmiger an seine Freiheiten. Selbst wenn das Rauchen einen umbringt, selbst wenn man es sich nicht leisten kann, seine Kinder zu ernähren, selbst wenn diese Kinder von Irren mit Sturmgewehren erschossen werden. Man mag arm sein, aber das eine, das einem keiner nehmen kann, ist die Freiheit, sich das eigene Leben zu versauen, wie man will.“ (ebd., S. 471)  

    Pattys Lebensfehler beschreibt der Autor folgendermaßen:
     „Patty wusste, tief in ihrem Herzen, sein Eindruck von ihr war falsch. Und der Fehler, den sie dann machte, der ganz große Lebensfehler, bestand darin, Walters Version von ihr zu übernehmen, obwohl sie wusste, dass es nicht die richtige war. Er war sich ihres guten Charakters offenbar derart sicher, dass er es irgendwann schaffte, sie weich zu klopfen.“ (ebd., S. 105)

    Franzen ist definitiv kein Freund von George W. Bush, denn er schreibt: „…und auch Vin Haven, der mit einfachen Leuten sehr gut konnte (wie sich an seiner Freundschaft mit George W. zeigte), kam in Forster Hollow anscheinend ganz passabel an.“ (ebd., S. 396) Überhaupt kommen die Republikaner und vor allem die Befürworter des Irak-Krieges eher schlecht weg, zu Recht wie ich finde.

    Was mir sehr unwahrscheinlich erschien, waren die Geschäfte, die der gerade mal 20-jährige Joey abgewickelt haben soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Militärdienstleistungsfirma, die für die Amerikaner im Irak arbeitet, einen 20-jährigen ohne Berufserfahrung damit beauftragt, irgendwo auf der Welt Ersatzteile für ein veraltetes LKW-Modell aus Polen aufzutreiben, auch nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Eine, vor allem auf psychologischer Ebene, interessante Lektüre, die für meinen Geschmack ein bisschen zu lange und teilweise auch zu leicht durchschaubar geraten ist, denn irgendwie ist früh klar, dass Patty irgendwann doch ein, wenn auch kurzes, Verhältnis mit Richard beginnen wird und Walter und Lalitha ein Paar werden.  Einen realistischen Blick in die zwischen Demokraten und Republikanern zutiefst gespaltene amerikanische Gesellschaft ermöglicht der Roman aber in jedem Fall. Drei Sterne. 

  12. Cover des Buches Nemesis (ISBN: 9783499268588)
    Jilliane Hoffman

    Nemesis

    (239)
    Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmer

    C. J. Townsend, eine erfahrene US-Staatsanwältin, findet bei einem Leichenfund in Miami ein besonderes Brandzeichen: ein Blitz in einem Kreis. Schnell wird ihr klar, dass dies die Handschrift eines Snuff-Clubs ist, der schon früher in Florida aktiv war. In diesem geheimen „Spiel ohne Grenzen“ zahlen wohlhabende und einflussreiche Männer dafür, via Live-Stream zuzusehen, wie Frauen gequält, vergewaltigt und ermordet werden.

    Teil 4 der C.J. Townsend Reihe, den man aber auch ohne die anderen Bücher sehr gut verstehen kann. Insgesamt ein starker Thriller, der auch sehr zum Nachdenken anregt. Die Spannung wird bis zum Schluss hoch gehalten- allerdings wirkt dieser dann etwas überstürzt und irgendwie zu einfach.

  13. Cover des Buches Stonehenge (ISBN: 9783499253645)
    Bernard Cornwell

    Stonehenge

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Geschichte dreier Brüder die alle am Bau des bekanntesten Steinkreises der Welt beteiligt sind.
    Als da wären, Lengar, ein brutaler, machtbessener junger Mann der für seinen Erfolg über Leichen gehen würde. Dann wäre das Camaban, der mittlere, wurde verstossen weil er mit einem Klumpfuss zur Welt kam. Nun lebt er alleine und verwildert im alten Tempel der Sippe und dann wäre da noch Saban, der Jüngste. Er möchte Krieger werden und sein Volk in ein gute und gesichterte Zukunft bringen.
    In dieser Welt prägen schwere, körperliche Arbeit und der Glaube an die grossen Götter den Alltag der Menschen.
    Und wie kann man besser den Götter huldigen, als mit einem grossen Tempel. Und so wird es zur Aufgabe der drei Brüder den grössten, je gesehenen Steinkreis der damaligen Welt zu erbauen. Koste es was es wolle, auch Menschenleben.
    Das Buch ist spitze! Einmal mehr beweist Mr. Cornwell das er gut schreiben kann und an Geschichte interessiert ist. Auch wenn wir noch immer nicht wissen warum genau Stonehenge erbaut wurde, so kann ich mir gut vorstellen dass die Idee von Bernard Cornwell zum Bau vom bekanntesten aller Steinkreise geführt hat.
  14. Cover des Buches Fräulein Gold: Schatten und Licht (ISBN: 9783499004285)
    Anne Stern

    Fräulein Gold: Schatten und Licht

    (242)
    Aktuelle Rezension von: reading_squirrel

    Ich habe seit längerem keinen historischen Roman mehr gelesen und Book-Bubble sei dank bin ich auf dieses Goldstück gestossen.


    Hulda Gold's Figur hat mich mit ihrer unkonventionellen Art und Denkweise überrascht: Sie ist erfrischend anders und unerwartet. Die übrigen Charaktere sind ebenfalls interessant, wobei sich nach und nach entfaltet, wer für die Handlung wirklich wichtig ist. Die Autorin schreibt fesselnd, detailreich und baut verschiedene Handlungsstränge mit ein, was mir sehr gut gefällt. Mich fasziniert auch die Zeit, in der die Geschichte spielt. 

    Was für mich nicht so ganz gepasst hat, sind die eher dünn gesäten Perspektivenwechsel und die langen, dadurch teils mühsamen, Kapitel. 


    Die Geschichte hat auf jeden Fall Potenzial und ich bin ganz glücklich, dass dies Band 1 einer ganzen Reihe ist. Es riecht für mich definitiv nach mehr und ich bin gespannt, was Stern für den weiteren Verlauf alles in petto hat.

  15. Cover des Buches Gruber geht (ISBN: 9783499255762)
    Doris Knecht

    Gruber geht

    (62)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Das Buch fand ich zu Recht in der Altpapiertonne, es fehlte ihm schon das Cover. Ich bin selbst Wiener, aber so einen Ungustl wie den Johannes Gruber kenne ich nicht. Auch das Kokain ist in Wien nicht so begehrt, wie im Roman vorkommend. Scheinbar steht Gruber stellvertretend für alle miesen Lover, welche die Wiener Autorin schon verschlissen hat. Auch der Stil - es gibt keine direkte Rede - gefiel mir nicht. Mir ist schleierhaft, warum das Buch derart von Zeitungsreportern gelobt wurde, ev., aus Solidarität mit Frau Knecht, die ja eine gute Journalistin ist. Dafür verleihe ich ihr 2 Sterne.

  16. Cover des Buches Nicht ein Wort zu viel (ISBN: 9783499007521)
    Andreas Winkelmann

    Nicht ein Wort zu viel

    (225)
    Aktuelle Rezension von: Phillippe_Kaufmann

    Der Thriller „Nicht ein Wort zu viel“ von Andreas Winkelmann beginnt mit einer ebenso simplen wie grausamen Forderung: „Erzähl mir eine spannende Geschichte. Sie darf fünf Wörter haben. Sonst muss dein Freund sterben.“ Was zunächst wie ein makabrer Scherz klingt, wird für die Buchbloggerin Faja zum Albtraum. Auf ihrem Bildschirm sieht sie ihren Kollegen Claas gefesselt, geknebelt und in Todesangst. Die Botschaft ist eindeutig an sie gerichtet. Doch warum? Und wer steckt hinter diesem perfiden Spiel? Schnell wird klar, dass Faja und Claas nicht die einzigen Opfer dieser tödlichen „Challenge“ sind. Die Frage bleibt: Handelt es sich um einen ausgeklügelten Plan oder um den Wahnsinn eines Einzelnen?


    Meine Meinung:

    Der Roman ist ein sehr spannender und temporeicher Thriller, der mich von Anfang an gepackt hat. Besonders die originelle Grundidee rund um die Fünf-Wörter-Challenge hat mir ausgesprochen gut gefallen  sie ist ungewöhnlich, modern und erzeugt permanenten Nervenkitzel. Auch die Ermittlerfiguren fand ich interessant und gut ausgearbeitet, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.


    Gegen Ende hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Handlung etwas zu schnell abgewickelt wurde. Einige Entwicklungen wirkten dadurch leicht gerafft. Dennoch bleibt „Nicht ein Wort zu viel“ ein packender Thriller mit einer starken Grundidee und hoher Spannung, den ich sehr gerne gelesen habe.


  17. Cover des Buches Das Letzte, was du hörst (ISBN: 9783499007514)
    Andreas Winkelmann

    Das Letzte, was du hörst

    (311)
    Aktuelle Rezension von: Heimelina

    Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Handlung zu finden. Mit einem Mal kam der Stein aber ins Rollen und ist ungebremst den Berg heruntergerollt. Ein absoluter Pageturner, mit spannenden Charakteren und vielen Fragezeichen, die sich nach und nach auflösen. Ein sehr gelungener Psychothriller, der sich flüssig lesen lässt.

  18. Cover des Buches Das kleine Hotel auf Island (ISBN: 9783499003134)
    Julie Caplin

    Das kleine Hotel auf Island

    (163)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Das kleine Hotel auf Island von Julie Caplin ist wieder einmal ein herrlicher Wohlfühlroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten hat.

    Lucy ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Unverschuldet verliert sie ihren Job als Managerin eines Fünf-Sterne-Hotels und steht plötzlich ohne Arbeit, ohne Wohnung und mit einem absolut unausstehlichen Ex-Freund da. Als sie die Chance bekommt, befristet die Leitung eines kleinen Hotels in Island zu übernehmen, ergreift sie die Gelegenheit – und startet in ein völlig neues Abenteuer.

    In Island erwarten sie nicht nur einige berufliche Herausforderungen, sondern auch der charmante Barmann Alex, der ihr ordentlich den Kopf verdreht. Die Entwicklung der beiden hat mir sehr gut gefallen und die romantischen Momente fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.

    Julie Caplin schafft es erneut, mit ihrem bildhaften Schreibstil die besondere Atmosphäre des Schauplatzes einzufangen. Beim Lesen bekommt man sofort Lust, selbst nach Island zu reisen und die hyggelige Stimmung zu genießen.

    Für mich war Das kleine Hotel auf Island ein rundum gelungener Wohlfühlroman mit liebenswerten Figuren, einer schönen Liebesgeschichte und einer Prise Fernweh. Genau die richtige Lektüre, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen.


  19. Cover des Buches Schwesterlein, komm stirb mit mir (ISBN: 9783499242175)
    Karen Sander

    Schwesterlein, komm stirb mit mir

    (327)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Ich habe von Karen Sander die "Strand Reihe" gehört und das hat mir echt gefallen. Das Buch "Schwesterlein komm stirb mit mir" ist vor der "Strand-Reihe" rausgekommen und dachte das könnte mir auch gefallen. Ich bin nur gar nicht reingekommen. Die Schreibstil oder die Art wie die Geschichte erzählt wird fühlt sich total komisch an. Ich weiß nicht ob es einfach "schlecht gealtert" ist, weil es da einige Passagen gab, die man so heute nicht mehr schreibt.

    Auch die Protagonisten haben mich nicht mitgenommen, war oberflächlich und dann gab es Punkte die ich nicht verstanden hab, warum genau das so gemacht wurde und nicht anders.

    Werde definitiv ausschau halten, wenn was neues von Karen Sander rauskommt, aber die Reihe sagt mir nicht zu. 

  20. Cover des Buches Kein Land für alte Männer (ISBN: 9783644050617)
    Cormac McCarthy

    Kein Land für alte Männer

    (142)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Ein düsterer, sprachlich reduzierter Thriller über Gewalt, Moral und den Verlust alter Werte. Die Geschichte um einen gefundenen Geldkoffer eskaliert schnell zur erbarmungslosen Jagd.

    Tiefgründig, brutal und verstörend – McCarthy in Bestform.

    Cormac McCarthy präsentiert hier erneut seine Stärken: düstere Prosa, knappe Dialoge und eine unerbittlich realistische Darstellung menschlicher Abgründe. “No Country for Old Men” ist ein Roman, der gleichzeitig Thriller, existenzielle Meditation und Abgesang auf eine vergangene Zeit ist.


    Die Geschichte beginnt mit einem verhängnisvollen Fund: Llewelyn Moss entdeckt im texanischen Grenzland die Überreste eines Drogendeals – und eine Aktentasche voller Geld. Was wie ein klassisches Krimi-Motiv beginnt, entwickelt sich rasch zu einer brutalen Hetzjagd, in der Gewalt unausweichlich erscheint.


    Im Zentrum stehen dabei Moss sowie auch der gealterte Sheriff Bell, dessen Reflexionen über Schuld, Gerechtigkeit und die verrohte Welt von heute dem Roman eine tiefergehende, philosophische Ebene verleihen. Und dann ist da noch die Figur des Anton Chigurh; ein Auftragskiller mit eiskalter Logik und erschreckender Unberechenbarkeit. Er verkörpert eine neue Weltordnung, in der Moral keinen Platz mehr hat.


    Besonders beeindruckend ist McCarthys Sprache: karg, präzise, ohne Zierrat und konsequent ohne Anführungszeichen (daran musste ich mich erstmal gewöhnen). Gerade dadurch umso eindringlicher. Gewalt wird nicht stilisiert, sondern als das dargestellt, was sie ist: roh, sinnlos und endgültig.


    No Country for Old Men” ist kein einfacher Roman, weder inhaltlich noch sprachlich. Dennoch ist er kraftvoll, verstörend und tiefgründig. McCarthy konfrontiert seine Leser mit der Frage, was es bedeutet, in einer Welt zu leben, in der das Böse nicht mehr zu fassen ist. Der Roman dreht sich um das Thema des Alterns, das Ende von Gewissheiten und die Erkenntnis, dass es manchmal tatsächlich kein Land mehr gibt für alte Männer.


    Fazit: Ein literarisch brillanter Thriller mit philosophischem Tiefgang – kompromisslos, düster und nachhallend. Ein Muss für jeden Leser, der zeitgenössische amerikanische Erzähler schätzt. Wer Burke, Lehane, Chandler, MacDonald oder Dexter mag, der ist hier gut bedient. Zwischen Thriller und Western - eben eine gute Wahl.

  21. Cover des Buches Das Inselkrankenhaus: Sommerstürme (ISBN: 9783499003103)
    Liv Helland

    Das Inselkrankenhaus: Sommerstürme

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt:
    Das Inselkrankenhaus führt uns auf eine malerische Nordseeinsel, auf der das kleine Inselkrankenhaus mit großem Engagement betrieben wird. Die Geschichte begleitet Greta, die nach einigen Jahren Abwesenheit zurückkehrt, um das Krankenhaus-Team zu unterstützen. Bei einem Spaziergang am Strand stößt sie auf eine bewusstlose junge Frau, und ausgerechnet der distanziert wirkende Dr. Marc Ritter eilt ihr zur Hilfe. Während sich berufliche Herausforderungen und zwischenmenschliche Konflikte miteinander verweben, entwickeln sich spannende Dynamiken und Beziehungen zwischen den Figuren.
    Eigene Meinung:

    Das Setting auf der kleinen Nordseeinsel und das familiäre Krankenhaus haben mir gut gefallen. Die abgeschiedene Atmosphäre und der enge Zusammenhalt des Teams schaffen eine Umgebung, in der sich Drama und Romantik perfekt entfalten können. Die Handlung erinnerte mich oft an eine Telenovela – voller Wendungen, emotionaler Konflikte und packender Momente, die mich durch die Seiten fliegen ließen. Die Figuren waren überwiegend sympathisch, auch wenn es ein oder zwei Charaktere gab, deren Verhalten ich weniger nachvollziehen konnte. Besonders Greta und Mark mochte ich, da ihre Entwicklung und die sich langsam anbahnende Beziehung realistisch und berührend dargestellt wurden.
    Der Schreibstil von Liv Helland ist detailreich und flüssig, was es leicht macht, sich in die Szenen und Figuren hineinzuversetzen. Besonders gelungen fand ich die Balance zwischen Klinikalltag und den persönlichen Geschichten der Charaktere. Die unterschiedlichen Handlungsstränge – sei es die Liebesgeschichte zwischen Greta und Mark oder die Konflikte anderer Figuren – greifen wunderbar ineinander und halten die Spannung aufrecht.
    Das Ende hat mich besonders neugierig auf den nächsten Band gemacht, da einige Fragen offenbleiben und ich gespannt bin, wie es mit den Charakteren und ihrer Dynamik weitergeht.
    Fazit:
    Das Inselkrankenhaus – Sommerstürme ist ein großartiger Auftakt, der mit seinem stimmungsvollen Setting, den authentischen Figuren und einer guten Mischung aus Drama, Romantik und Spannung überzeugt. Wer Geschichten liebt, die an Arztserien erinnern und dabei das Leben in einem kleinen Inselkrankenhaus mit all seinen Höhen und Tiefen zeigen, wird hier bestens unterhalten. Der erste Band macht definitiv Lust auf mehr, und ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

  22. Cover des Buches Die Klinik (ISBN: 9783499008252)
    Hubertus Borck

    Die Klinik

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Auch wenn der Band bei weitem nicht perfekt ist, gebe ich die volle Sternenzahl. Der Fall ist an manchen Stellen wirklich wahnsinnig spannend mit zahlreichen Wendungen, weist aber an anderen durchaus auch leichte Längen auf.

    Toll ist, dass konsequent die derzeitigen Probleme unserer deutschen Krankenversorgung in Krankenhäusern (wie Privatisierung, Kostendruck, Überforderung, Personalnot, Unterbezahlung, fehlende Wertschätzung) faktenbasiert aufgegriffen werden. Hier wäre schön gewesen, wenn zumindest angedeutet worden wäre, dass dies in anderen Ländern (wie der Schweiz und den skandinavischen Ländern) durchaus anders ist.

    Aufgrund der Spannung und der in den Fall eingebetteten Gesellschaftskritik verzeihe ich auch, dass z.B. Erdmann zum Schluß Äußerungen macht, die zwar völlig richtig sind und die man sich denkt, die aber so niemals offiziell fallen würden (aus Spoilergefahr möchte ich darauf nicht näher eingehen); und dass der Fall einen persönlichen Bezug zu einem Ermittler bzw. seiner Familie bekommt, was ich generell nicht so schätze, da dies meistens ziemlich unrealistisch ist und vorliegend auch leider in gewisser Weise auch der eigentlich dem stringenten Motiv des Täters widerspricht (sorry, wegen Spoilergefahr kann ich es nicht anders umschreiben). Das scheint im übrigen dem Autor selbst aufgefallen zu sein, die dazu nachgeschobene Begründung überzeugt mich allerdings nicht.

    In jedem Fall ein anderer Band als der erste Band, aber insgesamt genauso empfehlenswert.

  23. Cover des Buches Der kleine Teeladen in Tokio (ISBN: 9783499006296)
    Julie Caplin

    Der kleine Teeladen in Tokio

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Alexia_

    Dieses Mal geht die Reise nach Tokio. Fiona ist Fotographin und muss ausgerechnet mit ihrem alten Mentor zusammenarbeiten, in den sie mit 18 heimlich verliebt war. Gefühlschaos ist vorprogrammiert. Julie Caplins Romane laden einen immer zum Wohlfühlen ein. So auch dieser. Tokio zur Kirschblüte muss traumhaft sein – nach den Beschreibungen kann ich es mir sehr gut vorstellen. Der Teeladen mit Haruka und ihrer Familie lädt zum Verweilen ein. Die Kultur Japans lädt hier zur Achtsamkeit ein, was einfach nur wundervoll ist. Das Buch transportiert diese Botschaft sehr gut. Die Chemie zwischen den beiden ist schön und unaufdringlich. Drama gibt es zwar aber es ist nicht künstlich oder aufgesetzt, sondern ganz menschlich und natürlich. Und das japanische Essen erst – denn das macht Julie Caplins Romane ja ebenfalls aus. Die Beschreibung von Essen. Und Japans Küche ist viel mehr als Sushi. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Weswegen es 5 von 5 Sternen gibt.

  24. Cover des Buches Hoffnung im Alentejo (ISBN: 9783455005035)
    José Saramago

    Hoffnung im Alentejo

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Lax
    Der Roman „Hoffnung im Alentejo“ von Jose Saramago ist eine Geschichte über des Leben in der portugiesischen Region des Tejo Flusses. Über vier Generationen hinweg, begleitet der Leser die Familie Mau-Tempo und durchlebt die Geschichte dieses Landes von der Jahrhundertwende bis zur Nelkenrevolution im Jahre 1974. Jose Saramago, der 2010 verstarb, war einer der bekanntesten Schriftsteller Portugals. Geboren wurde er 1922 in einer Familie von Landarbeitern. Diese bearbeiteten nicht das eigene Land, sondern das Latifundium der Großgrundbesitzer. Deshalb kennt Saramago auch die Nöte, Ängste und Entbehrungen der Familie, die er in diesem Roman beschreibt. „Das Leben ist ein Spiel voller Tücke.“ Die Geschichte der Familie Mau-Tempo, - der Name bedeutet schlechtes Wetter auf portugiesisch - beginnt mit einer Vergewaltigung an einem Brunnen. Der durch diesen Akt gezeugte Junge erhält die blauen Augen des Vergewaltigers und diese auffallenden Augen werden manche Generation überspringen und erst später wieder zu sehen sein. Die Monarchie Portugals ist am zerbrechen. Arbeiter erheben sich überall auf dem Land und die erste Republik des Landes entsteht. Das Leben der Landarbeiter, das Saramago gespickt mit vielen Metaphern, Redewendungen, Geschichten und Poesie schmückt - “Manche sagen, Träume seien Schäume, doch wenn ich drei Nächte hintereinander von einem Schatz träume...dann ist es gewiss, dass ich ihn finden werde.“ -, wird auch nach der erfolgten Revolution nicht besser. „Eindeutiger ist die Geschichte der zwei von den Mauren vergrabenen Steintruhen, die eine voll Gold, die andere voll Pest. Man sagt, dass niemand den Mut fand, sie zu suchen, aus Angst, die Truhe mit der Pest zu öffnen. Wäre sie jedoch nicht geöffnet worden, wäre die Welt nicht so, wie sie ist, so voller Pest.“ Im Jahre 1932 wird Antonio Salazar Premierminister des Landes und eine sechsunddreißigjährige Diktatur des Estado Novo beginnt. Die rechtlosen Landarbeiter werden von der Guardia und der PIDE - Portugals Geheimpolizei zur Zeit der Diktatur - eingesperrt und gefoltert, gemäß dem Motto: „Wer dich nährt, der dich lehrt.“ Abweichende Meinungen werden nicht zugelassen und angebliche kommunistische Aktionen werden sofort unterbunden. Die Gefängnisszenen schildert Saramago durch die Augen der unwissenden Ameisen, doch der furchtbaren Realität kann sich der Leser nicht entziehen. Joao Mau-Tempo überlebt diese Tortur nur in dem er zur gefühllosen „Statue“ wird. Doch zwischen all dieser Gewalt erlebt der Leser die Geburt neuer unschuldiger Kinder, entflammender Liebe, die Schönheit des Alentejo mit den Korkeichen und Olivenhainen und vor allem der Hoffnung auf ein besseres Leben. „...doch was wird geschehen, wenn sich eines Tages alle zusammenschließen?“ Wie schon so oft, vereinen sich die Menschen und lehnen sich auf gegen diese unmenschliche Behandlung. Sie überreichen einander Blumen, deren Namen wandeln sich von Gänseblümchen zu Tausendschönchen, „...und eines Tages wird es mit der Nelke auch so sein.“ I Manchmal sind Saramagos Anspielungen auf die politischen Veränderungen sehr dezent und ein Leser, der sich nicht mit der Geschichte Portugals auskennt, wird vieles überlesen. Doch selbst dann bleibt ein wahrhafter Lesegenuss. Kaum ein Leser wird sich der bildhaften Sprache und der fesselnden Erzählung Saramagos entziehen können. Nicht umsonst hat Jose Saramago, als erster portugiesischer Autor 1998 den Nobelpreis erhalten für seine mit Parabeln, Vorstellungskraft, Leidenschaft und Ironie gespickte Sprache. Der Roman wurde 1982 mit dem Preis der Stadt Lissabon ausgezeichnet. Zudem dürfte der Roman einer seiner persönlichsten sein.

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