Bücher mit dem Tag "rosa luxemburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rosa luxemburg" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

    (243)
    Aktuelle Rezension von: Amber76

    Ein beeindruckender historischer Roman, in dem die wechselvolle Geschichte der deutschen Sozialdemokratie mit wichtigen, um nicht zu sagen den Kern ihrer Identität berührenden Konflikten wie beispielsweise ihrer Haltung in der Abstimmung zu den Kriegskrediten im ersten Weltkrieg an zwei Hauptfiguren erzählt wird, die ebenso sehr miteinander wie mit ihrer Überzeugung ringen. Man könnte sagen, die Bruchlinie zwischen verschiedenen Parteiflügeln zieht sich in einer Zeit, in der das mehr als nur hitzige Auseinandersetzungen in Familien- oder Freundeskreis bedeutet, mitten durch eine Liebe. Man sieht und erlebt, wie in einer Zeit, in der der Glaube vorherrschte, dass der Mensch dem Lauf der Geschichte seinen Stempel aufzudrücken hat, die Geschichte den Menschen überrollt.

    Der Roman ist sehr gut recherchiert und informativ aufgebaut. Indem ganze historische Diskurskomplexe an zwei Hauptfiguren gebunden werden, wird die Möglichkeit eröffnet, das zugrundeliegende Konfliktpotential rational wie emotional wahrzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen. In manchen Teilen des Romans wirkt die Darstellung dadurch etwas vereinfacht, verkürzt .  Vielleicht spielt auch der Zufall eine etwas zu bedeutende Rolle. Aber man fühlt sich trotzdem ebenso gut informiert wie unterhalten.

  2. Cover des Buches Dunkle Tage (ISBN: 9783866800724)
    Gunnar Kunz

    Dunkle Tage

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Halb Berlin dürfte ein Motiv gehabt haben, Max Unger umzubringen, und ich wage zu behaupten, dass sein Tod mehr Sektkorken knallen als Tränen fließen lässt.«

     

    Berlin, 1920. Es ist ein sehr blutiger Tatort, an den Kriminalkommissar Gregor Lilienthal gerufen wird. Der Unternehmer Max Unger hat sich zu Lebzeiten reichlich Feinde gemacht, ein Motiv für den brutalen Mord hätten nicht wenige Menschen. Gregor bittet seinen Bruder Hendrik, Professor für Philosophie, ihn mit seinem wachen Verstand bei einigen kniffligen Ermittlungsansätzen zu unterstützen. Und noch jemand stürzt sich auf eigene Faust in die Suche nach dem Täter: Diana Escher, Physikstudentin und Nichte des Ermordeten.

     

    Einen klassischen Krimi vor hochinteressanter historischer Kulisse hat der Autor hier geschaffen. Ihm gelingt es mit intensiven Schilderungen die Atmosphäre der Nachkriegszeit darzustellen, viele Menschen leiden Not und sorgen sich um ihre Zukunft. Rechte Tendenzen, der Kapp-Putsch, die Morde an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg – die Stimmung ist politisch aufgeheizt. Hat der Mord womöglich ebenfalls einen politischen Hintergrund?

     

    Der Krimi liest sich flott, ist spannend und die Auflösung wirkt schlüssig. Bei den Ermittlern liegt der Fokus auf Hendrik und Diana, beide Charaktere sind gut ausgearbeitet, wogegen Gregor etwas blass bleibt. In der Summe fühlte ich mich gut unterhalten.

     

    Fazit: Klassischer Krimi vor hochinteressanter historischer Kulisse. Ich fühlte mich gut unterhalten.

  3. Cover des Buches Zeichen setzen! 12 Porträts berühmter Frauen (ISBN: 9783401601199)
    Andreas Venzke

    Zeichen setzen! 12 Porträts berühmter Frauen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Pepamo
    Interessante Biografien über 12 Frauen, welche sich in den letzten vier Jahrhunderten als Politikerinnen, Künstlerinnen, Pionierinnen, Forscherinnen und Unternehmerinnen einen Namen gemacht haben. Dabei handelt es sich um Frauen, welche neue Wege eingeschlagen, um ihre Freiheit gekämpft und ihr Leben in die eigene Hand genommen haben. Dem Autor ist es gelungen, die Geschichte der jeweiligen Persönlichkeiten kurzweilig und lebendig zu erzählen. Die Porträts sind in fünf Kapitel unterteilt welche jeweils zu beginn eine kurze Einführung in die jeweilige Zeit und die gesellschaftlichen Gegebenheiten enthält. Insgesamt ein spannendes Geschichtsbuch, welches das Leben und Wirken der Frauen zusammenfasst und es ermöglicht, sich in die jeweilige Erzählung hineinzuversetzen. 
  4. Cover des Buches Geschichte im Brennpunkt Clara Zetkin: Eine rote Feministin (ISBN: 9783360013484)
    Lou Zucker

    Geschichte im Brennpunkt Clara Zetkin: Eine rote Feministin

    (15)
    Aktuelle Rezension von: lielo99

    Für Clara Zetkin begann alles mit dem Besuch einer Schusterwerkstatt. Eingeladen wurde sie von einem guten Freund und beide schlichen in der Dunkelheit zum Haus des Schustern. Gemeinsam mit acht weiteren Interessierten lauschte sie dem Vortrag zur Emanzipation der Frau. Das war in Leipzig und zwar im Jahr 1878. Die Frauenbewegung steckte noch in den Kinderschuhen und Frau Zetkin sowie ihre Mitstreiter hatten es schwer. Sie ließ sich nicht beirren und eröffnete im Jahr 1932 sogar den Reichstag als Alterspräsidentin. Ja, die Nazis drohten ihr und wollten den Auftritt mit aller Macht verhindert. Sie kümmerte sich nicht darum. Der erste Frauentag wurde von ihr initiiert und das bereits am 19.03.1911. Das heutige Datum, der 08.03. geht auf die Februarrevolution zurück und das nach dem gregorianischen Kalender.


    Welch ein beeindruckendes Buch und wie bemerkenswert die Biographie von Clara Zetkin. Sie wandte sich gegen die Ausbeutung jeglicher Art und der Faschismus war ihr ein Gräuel. Weitere Persönlichkeiten, die hier erwähnt werden sind unter anderem: Wilhelm Liebknecht, August Bebel und auch die Pariser Kommune. Alle wollten beispielsweise das Leben der einfachen Arbeiter erleichtern und den Frauen mehr Rechte einräumen. Robert Bosch war übrigens einer der ersten Arbeitgeber, die den 8-Stunden-Tag einführten. Er wollte als sozialer Chef in die Annalen eingehen.


    Sehr gut gefielen mir die vielen originalen Fotos, die das Leben damals noch einmal so klar und wahr werden lassen. Zum Schluss gibt es auch noch ein Interview mit Frau Zetkin sowie ihre Rede im Reichstag in Berlin nachzulesen. Ein kurzer Lebenslauf sowie die Angabe von Quellen fehlten ebenfalls nicht. Das Buch werde ich mit Sicherheit noch häufig zur Hand nehmen. Ja, ich empfehle es ausdrücklich.

  5. Cover des Buches Hotel ohne Wiederkehr (ISBN: 9783839223161)
    Herbert Beckmann

    Hotel ohne Wiederkehr

    (1)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Nachdem 1918 der erste Weltkrieg verloren ist, kämpft der Arzt Alfred Muesall um die Leben seiner Patienten. Die Spanische Grippe greift um sich und fordert viele Opfer. Zeitgleich kommt in Deutschland Revolutionsstimmung auf. Durch einen Zufall, wird Muesall Rosa Luxemburg vorgestellt, die nur kurze Zeit später ermordet wird. 
    Muesall wird Zeuge drastischer politischer Veränderungen...

    In diesem Buch werden bedeutende historische Ereignisse mit einem fiktiven Charakter verknüpft, der seine Sicht der Dinge schildert und dem Leser somit die bewegten Zeiten zwischen zwei Weltkriegen in Deutschland schildert. 
    Durch die besondere Perspektive wird dem Leser das Gefühl gegeben, der Protagonist erzählt von seinen Erlebnissen. 

    Allerdings fand ich das Buch sehr nüchtern geschrieben. Weder bei den Beschreibungen der Personen, noch bei der Darstellung der historischen Geschehnisse wurden persönliche Gefühle eingebracht. Im gesamten Roman wird ein sehr ruhiger und auch präziser Erzählstil an den Tag gelegt, der sich mehr auf Fakten denn Fiktion stützt. Nur am Rande werden persönliche Belange des Protagonisten erwähnt. Das Hauptaugenmerk ist hier definitiv auf die Historie gerichtet. 

    Im Großen und Ganzen hat mir das "Hotel ohne Wiederkehr" gut gefallen. Der Autor hat hier viele interessante, wie auch grausame Details verarbeitet und eine beeindruckende Mischung aus Roman und Tatsachenbericht aufs Papier gebracht. 

    Ich möchte dem Buch vier von fünf Sternen geben. Einzig der sehr, sehr nüchterne Schreibstil hat mir nicht zu einhundert Prozent zugesagt, passt aber trotzdem zum Gesamtbild des Romans. 

  6. Cover des Buches Briefe aus dem Gefängnis (ISBN: 9783320023591)
    Rosa Luxemburg

    Briefe aus dem Gefängnis

    (13)
    Aktuelle Rezension von: parden

    ERSTAUNLICH POETISCHE ZEITDOKUMENTE...

    Während des Ersten Weltkrieges kam Rosa Luxemburg wegen einer vor dem Krieg gehaltenen Rede gegen Soldatenmisshandlungen zunächst für ein Jahr ins Gefängnis, und nach kurzer Freiheit wurde sie bis zur Novemberrevolution in Berlin, in Wronke und schließlich in Breslau in »Schutzhaft« gehalten. Vom Gefängnis aus unterhielt Rosa Luxemburg eine lebhafte Korrespondenz mit ihren Freunden, unter anderem mit der Frau Karl Liebknechts. Diese, zum Teil sehr privat gehaltenen, Briefe wurden erstmals 1926 veröffentlicht. 

    Rosa Luxemburg (1871-1919), die sich sehr für die europäische Arbeiterbewegung engagierte und mit Karl Liebknecht schließlich den Spartakusbund gründete, war zudem eine vehemente Kriegsgegnerin. Während des Ersten Weltkrieges wurde sie aufgrund einer aufrührerischen Rede verurteilt und musste im Februar 1915 eine einjährige Haftstrafe antreten. Nach ihrer Entlassung wurde sie nur drei Monate später im Rahmen des damaligen 'Schutzhaft-Gesetzes' - zur Abwendung einer Gefahr für die Sicherheit des Reichs - zu weiteren zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Aus den fast 3 1/2 Jahren ihres Gefängnisaufenthaltes (Berlin, Wronke, Breslau) stammen die hier abgedruckten Briefe.


    "In Südende pflegte ich um diese Zeit abends in der Straße herumzuschlendern; es ist so schön, wenn noch im letzten violetten Tageslicht plötzlich die rosigen Gasflammen an den Laternen aufzucken und noch so fremd in der Dämmerung aussehen, als schämten sie sich selbst ein wenig. Durch die Straße huscht dann geschäftig die undeutliche Gestalt irgendeiner verspäteten Portierfrau oder eines Dienstmädchens, die noch schnell zum Bäcker oder Krämer laufen, um etwas zu holen (...) Und ich stand da mitten in der Straße, zählte die ersten Sterne und mochte gar nicht heim aus der linden Luft und der Dämmerung, in der sich der Tag und die Nacht so weich aneinanderschmiegten."


    Unerwartet poetisch muten viele der Briefe an. Erinnerungen an frühere Zeiten, Verse aus Gedichten, literarische Eindrücke, intensive Naturbeschreibungen - aber auch Rosa Luxemburgs Menschenscheu im Gefängnis, die große Einsamkeit, die Sorgen um Freunde und Bekannte, ihre Sehnsüchte: all dies findet Platz in den meist vielseitigen Briefen. Neben einer überaus großen Sensibiliät gegenüber den Schönheiten der Natur und der Kunst gibt es auch den offensichtlichen Versuch, das Positive aus jeder Situation zu ziehen, alles was sich nicht ändern lässt, mit einer möglichst stoischen Gelassenheit als gegeben hinzunehmen - und auf die Zukunft zu hoffen. 


    "So liege ich zum Beispiel hier in der dunklen Zelle auf einer steinharten Matratze (...) Von Zeit zu Zeit hört man nur (...) unter den Fenstern das Räuspern der Schildwache, die in ihren schweren Stiefeln ein paar Schritte langsam macht, um die steifen Beine zu bewegen. Der Sand knirscht so hoffnungslos unter diesen Schritten, daß die ganze Öde und Ausweglosigkeit des Daseins daraus klingt in die feuchte, dunkle Nacht. Da liege ich still allein, gewickelt in die vielfachen schwarzen Tücher der Finsternis, Langeweile, Unfreiheit des Winters - und dabei klopft mein Herz von einer unbegreiflichen, unbekannten inneren Freude, wie wenn ich im strahlenden Sonnenschein über eine blühende Wiese gehen würde. Und ich lächle im Dunkeln dem Leben, wie wenn ich irgendein zauberhaftes Geheimnis wüßte, das alles Böse und Traurige Lügen straft und in lauter Helligkeit und Glück wandelt..."


    Tatsächlich erschließt dieser schmale Band wieder einmal, weshalb es sich lohnt, Briefe zu lesen. Überlieferte Reden und Schriften bieten nur Einblicke in Überzeugungen, Thesen und Versuche, andere ebenfalls von der eigenen Sache zu überzeugen. Presseartikel bieten das Bild einer Person, das sehr stark geprägt ist von der persölnichen Sicht des Verfassers. Briefe dagegen bieten die Möglichkeit, einen Blick auf das Innere eines Menschen zu werfen, auf seine Gedanken und Gefühle, Hoffnungen und Ängste, Sehnsüchte und Erinnerungen. Und hier ging es mir wieder genauso: zum ersten Mal entdeckte ich hinter der abstrakten Figur Rosa Luxemburg, hinter der Politikerin, die aufgrund ihrer Überzeugung schließlich ermordet wurde, eine Ahnung von dem Menschen, der sie war. Ein schönes Erlebnis.

    Ein interessantes und erstaunlich poetisches Zeitdokument, das ich zu lesen empfehlen kann!


    © Parden

  7. Cover des Buches Rosa Luxemburg (ISBN: 9783518182352)
    Dietmar Dath

    Rosa Luxemburg

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Gulan
    „Geschändet, entehrt, im Blute watend, von Schmutz triefend – so steht die bürgerliche Gesellschaft da, so ist sie. Nicht wenn sie, geleckt und sittsam, Kultur, Philosophie und Ethik, Ordnung, Frieden und Rechtsstaat mimt – als reißende Bestie, als Hexensabbat der Anarchie, als Pesthauch für Kultur und Menschheit, so zeigt sie sich in ihrer wahren, nackten Gestalt. […] Mitten in diesem Hexensabbat vollzog sich eine weltgeschichtliche Katastrophe: die Kapitulation der internationalen Sozialdemokratie.“ (S.107)

    Dies schrieb Rosa Luxemburg mitten im ersten Weltkrieg und die Verbitterung über die Entwicklung „ihrer“ Partei ist in diesen Worten allzu spürbar. Kurze Zeit später wird sie sich endgültig von der SPD lossagen, in die USPD eintreten und später die KPD gründen.

    Luxemburg ist eine dieser linken Ikonen. Heutzutage wieder hoch angesagt, doch oftmals mehr wegen ihrer „Passionsgeschichte“ als wegen ihres Werks. Dath schreibt bissig: „ein Phänomen, das man leicht an der penetranten Märtyrerinnenduzerei erkennt, die ihre liebe Rosa so gern hat wie tote Linke ganz allgemein, am besten gewaltsam aus dem Leben gerissene, ob die nun Leo heißen oder Che“ (S.8).

    Rosa Luxemburg wird 1871 als Tochter bürgerlicher polnischer Juden geboren. Schon als Abiturientin wirkt sie in der polnischen Sozialdemokratie, später nach dem erfolgreichen Studium in der Schweiz ab 1898 auch in der deutschen. In der SPD wird sie zu einer einflussreichen marxistischen Theoretikerin des linken Parteiflügels. Sie setzt sich unter anderem für einen internationalen proletarischen Sozialismus ein und kämpft damit gegen Nationalismus und Militarismus. Sie befürwortete u.a. Massenstreiks als Mittel des politischen Kampfes. Als die SPD 1914 die Kriegskredite für den ersten Weltkrieg mittrug, kam es zu einem schleichenden Zerwürfnis mit ihrer Partei. Rosa Luxemburg bekämpfte die Politik des Burgfriedens und wurde mehrfach inhaftiert. Sie trat in die USPD ein und wurde nach der Novemberrevolution 1918 Gründungsmitglied der KPD. Nach dem Scheitern des Spartakusaufstands im Januar 1919 tauchte sie gemeinsam mit Karl Liebknecht unter. Am 15.01.1919 wurden Luxemburg und Liebknecht von einem Freicorps festgenommen, misshandelt und ermordet. Ihre Leichen wurden in den Landwehrkanal geworfen.

    Das Buch gehört zur Reihe „Suhrkamp BasisBiographie“. In kompakter Form auf etwa 160 Seiten wird das Wichtigste zur Person zusammengefasst. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt: Leben, Werk und Wirkung. Das Werk Luxemburgs nimmt dabei den Hauptpart ein, die wichtigsten Schriften werden vorgestellt. Die Theorien sind schon nicht ohne, aber der Autor versucht sein Bestes, um die Abhandlungen dem in marxistischer Theorie nicht so versierten Leser nahe zu bringen.

    Autor Dietmar Dath ist selbst kein unbeschriebenes Blatt, erfolgreicher Autor, bekennender Marxist. Das habe ich allerdings erst im Nachgang ermittelt, denn mitten in der Lektüre war ich durchaus (positiv) überrascht, dass Dath das Werk Luxemburgs nicht nur erläutert und in den damaligen, sondern auch in den aktuellen Bezug setzt. Dabei lässt er in einigen Passagen kein gutes Haar an den heutigen Linken, die sich auf Rosa Luxemburg beziehen, aber seiner Einschätzung nach auch einiges missinterpretieren.

    Insgesamt war ich mit der Lektüre ziemlich zufrieden. Natürlich bleibt so eine kompakte Biografie eher an der Oberfläche und kann nicht ausgiebig auf bestimmte Details eingehen. Wenn man dies aber bedenkt, ist man gut bedient und kann eventuell noch mit anderen Werken tiefer eintauchen.

  8. Cover des Buches November 1918 (ISBN: 9783596904716)
  9. Cover des Buches Höhenrausch: Das kurze Leben zwischen den Kriegen (ISBN: B09ZHVTPML)
  10. Cover des Buches Briefe aus dem Gefängnis. (ISBN: B009SBJ2HO)
    Rosa: Luxemburg

    Briefe aus dem Gefängnis.

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Rosa Luxemburg sitzt im Gefängnis und schreibt an eine Freundin Briefe. In diesen Briefen geht es vor allem um Botanik/Flora und Fauna. Sie erzählt von kleinen Details, die sie im Gefängnisgarten erlebt hat oder bewundern kann. Frau Luxemburg erzählt durchweg positiv und ermahnt ihre Freundin immer wieder die guten Dinge zu leben und genießen.

    Außerdem ist sie sehr lesegewandt und wünscht sich immer wieder eine Zusendung von Gedichten und Büchern. Auch aus dieser Literatur zieht sie Schlüsse, die ihr über die schweren Stunden im Gefängnis hinweghelfen.

    Beeindruckend empfand ich ihre Schilderung über die besonders dunklen Nächte, die sie mit Erinnerungen von neu sprießenden Bäumchen oder erblühenden Blümchen und dem Gesang einer Nachtigall oder der Freundschaft zu einer Kohlmeise bestanden hat. Diese Frau hat eine Stärke auf mich ausgestrahlt, von der wir uns alle eine Scheibe abschneiden können.

    Manchmal waren mir die Briefe zu detailliert - andererseits, sie hatte im Gefängnis nun mal Zeit, um sich intensiv mit ihren Briefen zu beschäftigen und es ist ja auch kein Roman.

    Nur in den letzten zwei Briefen erfährt man von ihrer Wut über die politischen Begebenheiten, denen das Land ausgesetzt ist. Davon war ich sehr überrascht, aber vermutlich konnte/durfte sie sich auch nicht über Politik äußern, das war sicher zu gefährlich.

  11. Cover des Buches 1919 - Das Jahr der Frauen (ISBN: 9783869152219)
    Unda Hörner

    1919 - Das Jahr der Frauen

    (17)
    Aktuelle Rezension von: breathingfailure

    Das Konzept des Buches hat mich sehr angesprochen, es wird nur das Jahr 1919 beleuchtet. Jedes Kapitel befasst sich mit einem Monat des Jahres 1919 und was bekannte und bewegende Frauen in diesem Monat erlebt haben. Es kamen bekannte Namen wie Rosa Luxemburg und Coco Chanel oder Marie Curie vor. Diese Erzählweise ermöglichte die Geschichte vieler Frauen aufzugreifen und zu erzählen. Es gab auch Geschichten die mich weniger interessiert haben, aber damit ist zu rechnen, wenn es viele Protagonisten in einem Buch gibt. Ich weiß auch, dass im Kern vieles Wahr ist und so geschehen ist wie dargestellt, jedoch sollte man das Buch nicht als Sachbuch sehen und alles glauben, denn Belege ob die Dinge so geschehen sind, gibt es nicht. Trotzdem ein sehr unterhaltendes Buch über wichtige Frauen im 20. Jahrhundert.

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