Bücher mit dem Tag "rosenheim"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rosenheim" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches In einem Zug (ISBN: 9783755805601)
    Daniel Glattauer

    In einem Zug

    (325)
    Aktuelle Rezension von: LeseHexe87

    Eduard Brünhofer ist ein bekannter Autor – oder war er es? Irgendwie scheint er beides gleichzeitig zu sein. Jedenfalls sitzt besagter Brünhofer nun im Zug von Wien nach München und wird von einer Mitreisenden in ein Gespräch verwickelt, das er eigentlich gar nicht führen möchte – behauptet er jedenfalls. Doch vielleicht rührt diese Unbekannte genau an den Stellen in seinem Inneren, die schon lange darauf warten, erkundet zu werden.

     

    Die beiden unterhalten sich über eine geraume Weile sehr angeregt. Während Brünhofer das Gespräch mit eigenen, oft bissigen Gedanken garniert, die er nicht mit seiner Reisegefährtin teilt, steuern beide auf ein Geheimnis zu, das erst in München gelüftet wird. Auf den ersten Blick passiert wenig, doch auf den zweiten Blick offenbart sich die ganze Meisterschaft der Erzählung.

     

    Die Magie des Buches liegt in den Zwischentönen und der unterschwelligen Gesellschaftskritik. Glattauer lässt Brünhofer herrlich ehrlich über seine Ehe, seine Karriere und die mysteriöse Mitreisende reflektieren. Besonders gelungen: Die vom Wein gefärbte Stimmung Brünhofers spiegelt sich meisterhaft in der Sprache wider. Man mag darüber streiten, wie positiv der Alkohol hier wegkommt, aber Glattauer nutzt ihn auf charmante Weise als Katalysator für die Auflösung der Geschichte.

     

    Sicherlich ist dieses Buch, das fast ausschließlich aus einem Dialog besteht, nicht für jeden Geschmack geeignet. Wer äußere Action und klassische Spannung sucht, wird hier weniger fündig. Wer sich jedoch an präziser, differenzierter Sprache und psychologischen Nuancen erfreuen kann, findet in dieser Geschichte eine echte Bereicherung.

     

    Fazit: Kurzweilige, kluge und amüsante Unterhaltung für alle, die das Abenteuer im Alltäglichen suchen. Mir hat es sehr gefallen!

  2. Cover des Buches Dirndl Porno (ISBN: 9783954512713)
    Andreas Karosser

    Dirndl Porno

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Coco_Eberhardt

    Der Krimi lässt sich gut lesen. Die "heißen" Szenen sind sehr ästhetisch beschrieben und halten sich in einem angenehmen Rahmen. Auch die Charakter sind gut dargestellt und entsprechen nicht den gängigen Klischees. War wirklich Mal etwas anderes. Hat mir sehr gefallen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen...

  3. Cover des Buches Wildfutter (ISBN: 9783442715312)
    Alma Bayer

    Wildfutter

    (75)
    Aktuelle Rezension von: getippteWelt

    Verlag: btb Verlag
    ISBN: 978-3-442-71531-2
    Erstausgabe: September 2017
    Klappentext:Vitus Pangratz kletterte über den Zaun der Wildparks.
    Vorsichtig sah er sich um.
    Die Stimmung war märchenhaft. Romantisch. Bayern zum Verlieben.
    Plötzlich raschelte es hinter ihm.
    Angespannt ergriff er zur Kamera, bereit der Gefahr ins Auge zu sehen.Jetzt nur keine falsche, hektische Bewegung.Seine Fußspitze stieß einen Erdklumpen zur Seite.Fast wäre er darüber hinweggegangen, als er ein weißes Etwas sah.Interessiert griff Pangratz danach und schüttelte die Erde ab>>Ja, leckst mich am Arsch!>> entfuhr es ihm.

    Erster Satz:Der Ehering saß Fest.

    Inhalt:Der Pensionierte Polizist Vitus Pangratz will als Fotograf groß rauskommen und bricht nachts in den Wildpark ein um Fotos von Wildschweinen zu machen!Er stolpert dabei über einen Teil menschlichen Überrestes.Der seit Wochen vermisste Fußballtrainer „Tiger“ wird schnell als ehemaliger Besitzer dessen ermittelt.Für den amtierenden Komissar ist die Sachlage eindeutig, ein Wilschwein hat die Überreste verschlungen.Vitus muss nun selbst ermitteln, mit seiner Tochter „Jo“ einer Lokalreportern und seiner alten Sekretärin „Liesel“ wird die ganze Kleinstadt auf den Kopf gestellt.

    Meine Meinung:Also das Cover fand ich schon mal ziemlich gelungen und hat mich sehr zum Kauf animiert!Am Anfang war es ziemlich verwirrend und es dauerte einige Seiten bis ich verstand worum es ging!Irgendwie war es ein interessantes Buch, so ganz anders als die anderen Regionalkrimis die ich bisher in den Fingern hatte, aber es hat mich leider nicht richtig gepackt bzw. mitgerissen.Stellenweise dachte ich, ich bin in einem falschen Genre gelandet, von Horror bis erotische Literatur war alles vertreten, teilweise in einer sehr derben Form das muss man erst mal mögen bzw. abkönnen.Ich denke die Autorin wäre gut beraten wenn sie Dystopien, Thriller oder Erotische Literatur schreiben würde weil Ihr meiner Meinung nach das noch viel besser liegen würde....Einiges an Humor ist natürlich auch vertreten und ich musste stellenweise schon ziemlich lachen.Was ich toll fand, das man bis zu letzt nicht wusste wer der Täter war, das machte das ganze sehr  spannend, man konnte selber mitraten und bekam von der Autorin des öfteren falsche Fährten gelegt.Dennoch wurde ich aber mit der Geschichte nicht so richtig warm!Das ganze Buch hindurch zog sich das Thema Fussball, auf jeder zweiten Seite stand etwas über Fussball und den hießigen Lokalverein oder den FC Bayern, das fand ich schon etwas zu viel!
  4. Cover des Buches Hattinger und der verschollene Bruder (ISBN: 9783865328366)
    Thomas Bogenberger

    Hattinger und der verschollene Bruder

    (1)
    Aktuelle Rezension von: detlef_knut

    Dies ist ein wunderbarer Weihnachtskrimi von Thomas Bogenberger, der den Lesern die Zeit genauso gut vertreiben kann wie den Ermittlern und Polizisten im Roman selbst. Übrigens wurden bereits einige Hattinger Romane vom ZDF mit dem Schauspieler Michael Fitz als Kommissar Hattinger verfilmt.

    Einen Tag vor Heiligabend wird der Unternehmer Herbert Graf tot aufgefunden. Es sieht nach Raubmord aus. Allerdings werden sein Handy und sein Notebook nicht gefunden.

    Jemandem, von dem die Kriminalisten hoffen, Auskünfte zu erhalten, ist kurze Zeit darauf ebenfalls tot. Die Fragen der Ermittler bleiben ohne Antwort und es wird alles komplizierter.

    Zur gleichen Zeit taucht nach über zwanzig Jahren Hattingers Bruder Anton auf. Anton lebt in Venezuela und hatte damals alle Verbindungen in die Heimat abgebrochen.

    Als Hattinger fast zufällig erfährt, dass sein Bruder den Unternehmer Graf kannte und zudem eine teure Rolex von ihm besitzt, wird es für Hattinger mehr als schwierig. Ist sein Bruder in Deutschland, weil er Graf umgebracht hat?

    Fragen über Fragen stellt Thomas Bogenberger in den Raum. Genau richtig, um die Leser mitfiebern zu lassen. Für Spannung ist also gesorgt.

    Aber auch das allgemeine Setting in Bayern rund um Rosenheim macht den Roman ungemein gemütlich und gut verdaulich. Das Privatleben der Polizisten spielt auch eine kleine Rolle und erzeugt weiteres Kribbeln. Doch wurde ich beim Lesen an den Schauspieler Walter Sedlmayr erinnert. Ob gewollt oder nicht, ich konnte ihn mir beim Lesen gut als Hattinger vorstellen, was vielleicht auch an dem bayrischen Dialekt lag.

    Die Handlung des Krimis beginnt kurz vor Heiligabend und erstreckt sich bis Neujahr. Auch deshalb habe ich ihn eingangs als Weihnachtskrimi tituliert.

    Ein kleiner fader Beigeschmack ist der herausgestellte bayerische Dialekt, mit dem Hattinger und einige seiner Kollegen sprechen. Das ist für jemanden, der den Dialekt nicht spricht, sehr herausfordernd. So manchen Satz musste ich zweimal lesen. Aber das gibt sich mit fortgeschrittener Seitenzahl.

    Alles in allem handelt es sich bei Hattinger und der verschollene Bruder um einen spannenden, rätselhaften und gemütlichen Kriminalroman, den ich trotz bayrischem Dialekt sehr gerne gelesen habe. Und der natürlich auch außerhalb der Weihnachtszeit gute Unterhaltung bietet.

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2023

  5. Cover des Buches Kranzhorn (ISBN: 9783740800666)
    Fabian Marcher

    Kranzhorn

    (4)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo
    Bürgermeister Rupert Stöttner ist fassungslos. Gerade als er glaubt dass Oberaudorf in diesem Jahr endlich die Goldmedaille für das schönste Dorf Bayerns verliehen bekommt, erschüttern zwei Todesfälle die Gemeinde. Doch es kommt noch schlimmer, auch der Investor des geplanten Golf-Ressorts erwägt einen Rückzieher zu machen. Während Rupert Stöttner noch mit seinem Schicksal hadert, entgeht ihm völlig dass in seiner Gemeinde die Gerüchteküche nicht nur am Brodeln, sondern kurz vorm Überschwappen ist. Alte Geschichten machen die Runde. Angeheizt durch den redseligen Historiker, der angeblich nur gekommen ist um seine Doktorarbeit zu beenden, spitzt sich die Situation immer mehr zu. Das bekommt auch die junge Kommissarin aus Rosenheim zu spüren, die sich davon aber nicht beirren läßt, und es mit ihrem beherzten Eingreifen gerade noch rechtzeitig schafft, das Schlimmste zu verhindern.

    Fazit
    Ein sehr ruhiger Krimi, der mit vielen interessanten Informationen und Tipps rund um Oberaudorf, die ideale Ferienlektüre für Bayernfans ist.
  6. Cover des Buches Über den Dächern von Rosenheim (ISBN: 9783954519927)
  7. Cover des Buches Chiemseefeuer (ISBN: 9783740804015)
    Tanja Voit

    Chiemseefeuer

    (3)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo
    Der überaus grausame Mord an einer jungen Frau, die, wie es allen Anschein hat, bei lebendigem Leib abgefackelt wurde, entwickelt sich für Kommissar Taglieber und seine Kollegin Tanja schnell zu einer regelrechten Horrorstory. Auch wenn die Identität der Brandleiche überraschend schnell feststeht, gibt es zunächst keinen Anhaltspunkt, der ihnen einen Hinweis auf Täter oder Motiv liefert. Doch das ändert sich schnell, als sie beginnen das private Umfeld der jungen Frau zu durchleuchten. Obwohl es zunächst so aussieht als ob es nur noch eine Frage der Zeit ist bis sie den Fall gelöst haben, wendet sich plötzlich das Blatt. Eine Entführung und ein weiterer Mord geben dem Ganzen plötzlich eine vollkommen neue Wendung. Doch die Ermittlungen laufen alles andere als rund und als Taglieber, dank eines Gedankenblitzes die wahren Zusammenhänge erkennt, ist es schon fast zu spät …

    Fazit
    Eine vielsschichtige und raffiniert aufgebaute Story, die sich nach einem vielversprechenden Einstieg immer weiter von der Realität entfernt, bevor sie mit einem unglaubwürdigen Showdown aufgelöst wird.
  8. Cover des Buches Hattinger und die Schatten (ISBN: 9783865325518)
    Thomas Bogenberger

    Hattinger und die Schatten

    (17)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Thomas Bogenberger – Hattinger und die Schatten


    „Hattinger und die Schatten“ ist ein Kriminalroman von Thomas Bogenberger, der 2016 bei Pendragon als Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der dritte Fall für Kommissar Hattinger, der am Chiemsee ermittelt.


    Zum Autor:

    Thomas Bogenberger wurde 1952 in Traunstein geboren. Nach einem abgeschlossenen Medizinstudium zog es ihn zurück auf die Bühne, wo er als 16-Jähriger seine Karriere als Musiker begann. Heute komponiert er Film-, Hörspiel- und Theatermusik und schreibt Krimis in seiner alten Heimat Prien am Chiemsee.


    Klappentext:

    Im Chiemsee wird eine Wasser­leiche entdeckt. Während Kommissar Hattinger zusammen mit seiner ehrgeizigen Kollegin Andrea Erhard noch damit beschäftigt ist, die Identität des Opfers zu klären, geschieht ein weiterer Mord vor dem Anwesen des Kunsthistorikers Meisel. Als Hattinger den Besitzer der imposanten Villa befragen will, stellt sich heraus, dass Meisel seit einiger Zeit verschwunden ist. Auch wie er seinen aufwendigen Lebensstil bestreitet, ist unklar. Gerüchte über Beutekunst kursieren in der Nachbarschaft. Als Hattinger endlich eine Spur hat, die ihn in Neonazi-Kreise führt, wird er von oberster Stelle zurückgepfiffen, weil der Verfassungsschutz seine Finger mit im Spiel hat. Davon lässt sich Hattinger wenig beeindrucken. Unerschrocken ermittelt er weiter und übersieht dabei, dass seine Tochter Lena in ernsthaften Schwierigkeiten steckt.

    Meine Meinung:

    Gleich von Anfang an war ich in der Geschichte drin. Den gemäßigten Dialekt finde ich gut, da man alles sofort versteht. Der Ermittler Hattinger war mir sofort sympathisch. Er wirkt irgendwie chaotisch, hat seine Ecken und Kanten, ist aber auch bei seinen Kollegen beliebt und geachtet. Er kümmert sich mehr um seine Mitarbeiter als um seine Tochter, wenn er denn einen Fall bearbeitet. Er kann laut werden, aber er kann auch mit viel Geduld zuhören. Auch seine Tochter ist sympathisch und kümmert sich mit einer Freundin um einen Asylbewerber, nicht ohne Probleme zu bekommen. Aber sie hat die Hartnäckigkeit ihres Vaters geerbt und bleibt am Ball.

    An einigen Stellen wird die durchaus düstere Geschichte mit humorvoll geschilderten Einlagen aufgelockert, die zuweilen auch Slapstickcharakter haben. Auch private Probleme des Ermittlerteams finden Erwähnung und sorgen dafür, dass man mitfiebert, ja sogar mitleidet und hofft, dass es zu einem guten Ende kommt. Die Spannung bleibt die ganze Zeit über hoch und zieht zum Ende noch einmal an. Der finale Showdown wirkt dann aber doch etwas überzogen.

    Die Darstellung der Bösewichte hat mich überzeugt. Auch sie haben ihre guten Seiten und tun, was sie tun müssen. Seitenhiebe gibt es für den Verfassungsschutz und für das Vergessen alter Untaten.

    Der Autor erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und gibt dem jeweiligen Protagonisten seine eigene Sprache. So erfährt der Leser mehr über die Gedanken der einzelnen Personen und erlebt die Story intensiver. So ganz nebenbei werden auch ernste Themen in die Handlung eingebunden und stimmen den Leser nachdenklich.



    Fazit:

    Der Roman hat mir sehr gut gefallen und punktet durch sympathische, aber auch tief gezeichnete Figuren. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Der Abschluss war mir dann doch etwas zu versöhnlich, aber es fehlt nur wenig zur Höchstwertung.

    Vier von fünf Sternen oder 85 von 100 Punkten. Dazu eine klare Leseempfehlung für einen engagierten und interessanten Kriminalroman.

  9. Cover des Buches Diridari (ISBN: 9783954516902)
    Susanne Rößner

    Diridari

    (27)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Kommissar Sauerwein, Band 2: Die Vermisstmeldung einer Frau sowie eine Einbruchsserie beschäftigen zurzeit das Team um Hauptkommissar Sauerwein. Eine Frau verschwindet scheinbar spurlos. Und bei den Einbrüchen lassen sich auch keine Spuren finden – vorerst…

    Erster Eindruck: Ein düsterer Wald, ein interessant klingender, aber für mich zugleich nichtssagender Titel – macht mich neugierig.

    Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber unabhängig von Band 1 gelesen werden. Da ich erst vor kurzem Band 1 gelesen hatte, war mir das Team noch bestens im Gedächtnis.

    Wer des Bayerischen nicht mächtig ist, so wie ich, wird sich wohl fragen, was „Diridari“ heisst. Die Autorin erläutert dies noch vor dem Prolog: es bedeutet Zahlungsmittel jeglicher Art. Nachdem dieses Rätsel gelöst war, konnte ich mich lesetechnisch dem neusten Fall bzw. den neusten Fällen widmen. Bereits der Prolog ist mehr als verstörend. Ich habe mich gefragt, wie ein Mensch nur so abgebrüht sein kann, um so etwas zu tun. Leider kann ich hier nicht erwähnen, was mich so entsetzt hat, denn dadurch würde ich spoilern.
    Mir hat das Team um Martin Sauerwein ja schon beim ersten Band sehr gefallen und daher war ich sehr gespannt, wie sie dieses Mal zusammen interagieren. Max Hansen, der dummerweise auf Eva Neunhoeffer steht, die aber diese Gefühle nicht erwidert, hat ein Problem. Ein grosses Problem, das ihn für das Team zunehmend zu einer Belastung werden lässt. Martin Sauerwein konnte bisher noch nicht zu ihm durchdringen.
    Wie kann eine Person einfach so spurlos verschwinden? Und was hat es mit diesen Einbruchdiebstählen auf sich? Es werden Unmengen von Daten ausgewertet, aber irgendwie läuft alles ins Leere, was das Team zunehmend frustriert.

    Das Buch hat sich wiederum flüssig lesen lassen und war sehr spannend. Ich vergebe gerne 4 Sterne und bin schon gespannt auf den nächsten Fall. Doch nun muss ich mich wieder etwas Leichterem zuwenden, bevor ich Band 3 in Angriff nehme.

  10. Cover des Buches Liebestöter (ISBN: 9783442717125)
    Alma Bayer

    Liebestöter

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:
    Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit macht sie sich Feinde. Als eine vermeintlich neue Klientin ihre Agentur betritt, verübt diese einen Mordanschlag auf Marina. Sie überlebt knapp, kann aber vorerst nicht befragt werden. Ex-Kommissar Vitus Pangratz, der eine Detektei betreibt, nimmt privat Ermittlungen auf. Schließlich ist Marina eine Freundin von seiner Tochter Johanna, auch Jo genannt......

    Leseeindruck:
    "Liebestöter" ist der 2. Band mit dem Ex-kommissar Vitus Pangratz und seiner Tochter Jo. Ich kenne den Vorgänger nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten hineinzukommen. Leider hat mir der Krimi trotzdem nicht gefallen. Neben dem Thema Liebe - hier ist der Titel Programm - steht vor allem die bayrische Lebensart im Vordergrund. Ich lese gerne Krimis aus Deutschlands südlichem Bundesland. Nur hier war mir zu viel von allem. Die Bayern und ihre Art werden in den Himmel gehoben und etwas überzogen dargestellt. Von der Idee her toll. Es gibt zudem viele einfache Ausdrücke aus dem bayrischen Dialekt. Auch das passt in diese Art von Krimi. Leider wurde dies im Nachgang aber immer wieder kommentiert und erklärt. Das hat mir die Freude am Lesen genommen. Warum, sobald Johanna auftaucht, grundsätzlich betont werden musste, dass sie Jo genannt werden möchte, verstehe ich auch nicht. Einmal hätte durchaus genügt. Nach kurzer Zeit habe ich nur noch sporadisch ein paar Seiten gelesen. Vor allem, um nach der Auflösung bzw. dem Mörder zu schauen. Auf den wäre ich wahrscheinlich nicht gekommen.

    Fazit:
    Mich konnte "Liebestöter" nicht begeistern. Das letzte Drittel empfand ich jedoch spannend. Der Schreibstil ist zackig und nach meinem Geschmack. Die vielen Erklärungen zu jeder Kleinigkeit haben mich im Lesefluss gebremst. Das ist vor allem auch der Grund warum ich nach einiger Zeit nicht mehr Seite für Seite gelesen habe.

  11. Cover des Buches Sparifankerl (ISBN: 9783954519644)
    Susanne Rößner

    Sparifankerl

    (19)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Kommissar Sauerwein, Band 3: Ein mysteriöser Fall für das Team von Hauptkommissar Sauerwein – es wurden Todesfälle mit „Herzversagen“ gemeldet, bei deren Leichen Rechtsmediziner Dyrkhoff Unstimmigkeiten aufgefallen sind. Es gilt daher, solche Wiederholungen unbedingt zu vermeiden. Wo soll angefangen werden? Gibt es Gemeinsamkeiten bei den Verstorbenen? Zuerst führen alle Ermittlungen ins Leere…

    Erster Eindruck: Das Cover mit dem Ausschnitt eines Waldes und dem interessanten Farbspiel zeigt (mir) erst auf den zweiten Blick den Mann links unten im Bild – gefällt mir gut.

    Dies ist Band 3 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Wer aber das Team gerne von Anfang an begleiten wird, dem empfehle ich, mit Band 1 zu starten.

    Was heisst „Sparifankerl“? Das habe ich mich, des Bayerischen nicht mächtig, selbstverständlich auch gefragt. Die Autorin erläutert dies noch vor dem Prolog: es bedeutet Teufel. Nun denn, lasst die Geschichte starten – mir schwant schon Böses… Einleitend muss ich gleich festhalten, dass dieser Fall sehr schwere Themen betrifft, nämlich häusliche Gewalt und Vergewaltigung. Dabei werden etliche Geschichten erzählt, die sehr unschöne Bilder vor dem inneren Auge generieren. Ich denke, die Art und Weise, wie die Autorin diverse Handlungen erzählt, sind nötig, um der Geschichte den nötigen Rahmen zu geben.
    Nora Wallner, die Sekretärin von Sauerweins Team, kommt unverhofft zu der „Hauptrolle“ in diesem Ermittlungsfall, denn sie wird zum Lockvogel in einer Klinik, wo sie aufgrund eines Radunfalls liegt.
    Es ist tragisch, dass Opfer von häuslicher Gewalt häufig von selbstverschuldeten Unfällen sprechen, so dass Aussenstehende, wie z.B. Ärzte, nicht einschreiten können. Die Angst, dass ihre Peiniger von ihrem „Verrat“ erfahren, ist zu gross. Ist es daher rechtens, wenn die Opfer zur Selbstjustiz greifen? Wenn die Opfer zu Tätern werden?

    Das Buch – beileibe kein Cozy Crime – hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen, doch nun muss ich mich erneut wieder etwas Leichterem zuwenden. Von mir gibt es 4 Sterne.

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