Bücher mit dem Tag "rotes kreuz"

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18 Bücher

  1. Cover des Buches Rote Kreuze (ISBN: 9783257071245)
    Sasha Filipenko

    Rote Kreuze

     (168)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Kreuze ziehen sich in abgewandelten Formen durch das ganze Buch. Es sind nicht nur die kleinen roten Kreuze, welche die 91jährige Tatjana Alexejewna zur Orientierung an Türen malt, weil sie an beginnendem Alzheimer leidet. Das Rote Kreuz als Organisation wird für sie zum Auslöser einer großen Last, die ihr Gewissen jahrzehntelang plagt. Als Übersetzerin  des NKID, des "Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten", landen während des 2. Weltkriegs zahlreiche Briefe des Internationalen Roten Kreuzes auf ihrem Schreibtisch, die den Austausch von Kriegsgefangenen vorschlagen. Auf einer der Listen mit den Namen sowjetischer gefangener Soldaten entdeckt Tatjana auch den ihres Mannes und löscht ihn, um ihn und ihre kleine Familie zu schützen; denn als mögliche Vaterlandsverräter sind sie alle gefährdet.

    Genau wie es Tatjana leicht gelingt, ihren jungen Nachbarn Alexander mit der Erzählung   ihres Schicksals während und nach der Stalinära zu faszinieren, versteht es Filipenko ganz wunderbar, seine Leser in das Leben seiner Protagonistin hineinzuziehen. So werden wir Zeugen eines langen wechselhaften Lebenslaufs, der von Unglück und Verlust geprägt ist.

    Das Kreuz als Symbol für Schmerz und Leid  -  Tatjanas Stärke zeigt sich in dem Willen, die  Schicksalsschläge zu überleben. Mit bitterem Humor und viel Sarkasmus trägt sie ihr Kreuz und findet einen neuen Sinn darin, andere Frauen, die von der Willkür des Stalinsystems betroffen sind, zu unterstützen  -  eine beeindruckende Zeitzeugin, die sich darum bemüht, die vielen Opfer jener Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

     

  2. Cover des Buches Eine Liebe zwischen den Fronten (ISBN: 9783404179893)
    Maria W. Peter

    Eine Liebe zwischen den Fronten

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Jeanette_Lube

    Dieses Buch erschien 2020  in der Bastei Lübbe AG und beinhaltet 579 Seiten.

    „Wenn aus Liebenden plötzlich Feinde werden… “ Die Geschichte beginnt in Berlin im Jahr 1870. Madeleine ist Französin und Paul ist ein junger deutscher Arzt. Sie feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt, denn zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Madeleine und ihr Vater brechen überstürzt in ihre Heimatstadt Metz auf und Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Für Paul und Madeleine ist es unerträglich, von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen. Ob ihre Liebe den Krieg wohl überstehen kann? Es handelt sich hier um einen packenden historischen Roman über das Schicksal dreier Familien, die der Deutsch-Französische Krieg auseinanderreißt. 

    Dies ist mein erstes Buch, das ich von der Autorin Maria W. Peter gelesen habe. Ihr Schreibstil ist einfach toll. Dieser Roman wurde anlässlich des 150. Jahrestages des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/1871 geschrieben. Ich hatte wirklich das Gefühl, von Anfang an in der Handlung der Geschichte zu sein. Madeleine und ihr Vater sind so sympathisch und auch Paul mag ich sehr. Besonders gut gelungen ist diese Geschichte, da sie aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde und man so als Leser die einzelnen Personen und deren Gedankengänge gut nachvollziehen konnte. Was war das nur für eine Zeit! Madeleine ist wirklich toll, unerschrocken und opfert sich sehr auf, um im Krieg anderen Verletzten zu helfen. Ich bewundere sie sehr, was für eine starke Frau in der damaligen Zeit! Auch Paul ist ein toller Arzt, der sehr an seine Grenzen kommt. Wir lernen aber auch noch andere Protagonisten kennen, die alle auf ihre Art sehr angenehm sind. Ich habe die ganze Zeit mit Paul und Madeleine gehofft, gebangt und gelitten. Die Autorin hat ausgezeichnete Recherchearbeit geleistet und im Nachwort erfährt man noch viele interessante Sachen. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich hatte das Gefühl, direkt an den Handlungen teilzunehmen, so toll wurde alles beschrieben. Ob sie es letzten Endes schaffen, sich am Ende des Krieges wiederzufinden und ob deren Liebe diese schlimme Zeit übersteht, werdet ihr erfahren, wenn ihr das Buch selbst lest! Ich hatte wunderbare Lesemomente und die Geschichte hat mich so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich dieses Buch an nur zwei Tagen regelrecht verschlungen habe. Besonders gut fand ich, dass alles so bildhaft beschrieben wurde, dass ich alles gedanklich vor meinen Augen sehen konnte. Oje, wie die Ärzte damals arbeiten mussten, kaum vorstellbar. Ich hatte aufregende, spannende, fesselnde und packende Lesemomente und habe mit Paul und Madeleine voll mitgefiebert. Eine wirklich tolle Geschichte, die ich sehr gern weiterempfehle!      

  3. Cover des Buches Ein anderes Leben (ISBN: 9783868275568)
    Elizabeth Musser

    Ein anderes Leben

     (13)
    Aktuelle Rezension von: irismaria
    "Ein anderes Leben" von Elizabeth Musser ist zwar der dritte Teil einer Trilogie, aber ich habe das Buch auch ohne Kenntnis der ersten Bände gut verstanden und genießen können. Die Geschichte spielt 1994 in Frankreich und Algerien. In Algerien tobt nach dem Militärputsch ein Bürgerkrieg und viele Menschen fallen islamistischen Attentaten zum Opfer. Die algerischen Christen müssen sich noch mehr verstecken als vorher schon.
    In Montpellier haben sich die algerischstämmigeStudentin Rislène und der franko-amerikanische Christ Eric in einer protestantischen Gemeinde kennen gelernt und in einander verliebt. Doch Rislènes Familie kann diese Beziehung und den christlichen Glauben ihrer Tochter nicht akzeptieren und will sie in Algerien verheiraten. Rislènes Lehrerin Ophélie, die Erics Schwester ist, versucht, dem Paar zu helfen. Ophélie hilft neben ihrer Arbeit in verschiedenen Wohnsitzlosenprojekten der Stadt und trifft dort auf Samuel, der eigentlich Arzt ist und nach dem Unfalltod seiner Familie auf der Straße gelandet ist. Die beiden kennen sich von früher und Ophélie versucht, Samuel wieder in sein altes Leben zu begleiten. Sehr schön hat Elizabeth Musser die Themen Glaubens- und Sinnsuche, Umgang mit anderen Kulturen und die sozialen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit in eine spannende Geschichte verwoben. Unterschiedliche Sichtweisen kommen durch verschiedene Personen zur Sprache und man kann ihre Denkweise gut nachvollziehen. Immer wieder wird deutlich, wie der Glaube als Lebenshilfe dient. Mir hat "Ein anderes Leben" sehr gefallen und ich möchte gerne die Vorgängerbände lesen um die Vorgeschichte der Personen kennen zu lernen.
  4. Cover des Buches Tatiana und Alexander (ISBN: 9783453422339)
    Paullina Simons

    Tatiana und Alexander

     (128)
    Aktuelle Rezension von: aly53
    Band 1 der Tatiana und Alexander Trilogie hat mich komplett begeistert und mehr als alles andere musste ich wissen , wie es weitergeht.
    An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

    Beim Einstieg war ich zunächst hin und wieder etwas verwirrt, was aber an der Übersetzung lag.
    Mit der Zeit gelang es mir besser dem Verlauf zu folgen und in das Geschehen einzutauchen.
    Band 1 befasste sich überwiegend mit Tatianas Geschichte.
    Eine Geschichte über eine mutige und tapfere junge Frau , die mir alles abverlangt hat.
    Bei diesem Band geht es vordergründig um Alexander. Endlich lernt man ihn näher kennen und erfährt sehr viel aus seiner Vergangenheit. Die Rückblenden die sich über einen weiten Zeitraum erstrecken , haben mir sehr gut gefallen.
    Ich kam Alexander näher und erkannte , wie klug und herzerwärmend er ist.
    Aber es gab auch Szenen, die haben mich sehr mitgenommen und im wahrsten Sinne des Wortes unter sich begraben.
    Schon im ersten Band mochte ich ihn sehr gern. Hier hab ich ihn noch mehr ins Herz geschlossen.
    Ich litt mit ihm , kämpfte und trauerte.
    Und auf der anderen Seite ist da Tatiana , die ein neues Leben beginnt.
    Doch tut sie das wirklich?
    Kann ein gebrochenes Herz heilen?
    Bei Tatiana merkt man die Entwicklung recht deutlich. Sie wächst , lebt und doch ist die Vergangenheit immer präsent.
    Ihre starke und kämpferische Persönlichkeit kommt auch hier sehr gut zum Ausdruck und das ist es letztendlich auch , was sie so außergewöhnlich macht.
    Man lernt hier auch weitere neue Charaktere kennen. Auch wenn der ein oder andere etwas blass wirkt, so sind sie doch sehr ausdrucksstark, lebendig und facettenreich.

    Die Autorin selbst bezaubert wieder mit ihrem stark einnehmenden, bildhaften und fließenden Schreibstil. Sie schreibt mit sehr viel Gefühl, sie geht sehr detailreich vor. Dadurch hat man mitunter etwas das Gefühl auf der Stelle zu treten. Was es mitunter etwas mühsam macht. Gerade im ersten Drittel ist das deutlich zu spüren.
    Nichtsdestotrotz ist es wichtig , um Alexanders Geschichte zu verstehen und zu verinnerlichen.
    Wie gewohnt erfährt man auch hier wieder beide Perspektiven.

    Mit der Zeit wird es spannender , auswegloser und man hat das Gefühl, nach jedem Strohhalm greifen zu müssen.
    Die Traurigkeit ist förmlich greifbar und man fiebert und zittert unglaublich mit.
    Auch die Fortsetzung hat mir einiges abverlangt.
    So viele Herausforderungen, so viele Gedanken die mir keine Ruhe ließen.
    Alexanders Geschichte ist voller Schmerz, Angst und Verzweiflung.
    Man spürt sein Leid und seine innere Zerrissenheit.
    Man kämpft und weint mit ihm.
    Er muss einiges meistern und doch gibt ihm das Leben auch Hoffnung.
    Man erfährt sehr viel über die Kriegszeit , was mir gut gefallen hat.
    Die Autorin hat hier auf sehr wundersame Art und Weise Wendungen eingewoben, bei denen mir schier der Mund offen stehen blieb.
    Es gab Szenen, die hatte ich einfach nicht erwartet.
    Auf der einen Seite erfährt man Hoffnung und Wärme und auf der anderen Seite hat man das Gefühl , all das Grauen und die Abgründigkeit nicht ertragen zu können.
    Besonders das letzte Drittel war an Spannung kaum noch zu überbieten. Meine Gefühle tanzten Achterbahn und ich lechzte nach jeder Zeile. Es war explosiv, hat mich nicht zu Atem kommen lassen und vollkommen gefesselt.
    Der Abschluss von diesem Bandes hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was der letzte Band für uns bereithält.

    Schlussendlich ist auch Band 2 eine fesselnde und mitreißende Geschichte , die einiges abverlangt.
    Voller Sehnsucht, Wehmut und der Kraft der Liebe.
    Dennoch reicht sie nicht an den Vorgänger heran, da es leider auch einige Wiederholungen gab , die ich hin und wieder als störend empfand.

    Fazit:
    Mit Band 2 hat die Autorin eine fesselnde, mitreißende und traurige Fortsetzung der Tatiana und Alexander Trilogie geschaffen , die einiges abverlangt.
    Auch wenn mir diese wirklich gut gefallen hat , so reich sie für mich nicht an den Vorgänger heran. Dafür ist Tatianas Geschichte einfach zu besonders.
    Dennoch eine gelungene Fortsetzung, die einiges an Erkenntnissen und Wahrheiten mit sich bringt.
    Ich bin gespannt, was Band 3 für uns bereithalten wird.
  5. Cover des Buches Mutti baut ab (ISBN: 9783442393152)
    Kester Schlenz

    Mutti baut ab

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Kamima

    Auf das Buch von Kester Schlenz wurde ich durch eine Talkrunde aufmerksam. Der Vater von 2 erwachsenen Söhnen hat dort sein Buch „Mutti baut ab“ vorgestellt. Da mich dieses Thema zur Zeit persönlich anspricht und ich von ihm schon das Buch „Mensch Papa – Vater werden“ angetan war (übrigens ein tolles Buch zum Verschenken ;)), habe ich mir gerne den kleinen Festeinband näher angeschaut.


    Der Autor berichtet autobiografisch von seiner über 80-jährigen Mutter, die nach dem Tod des Mannes/Vaters erst einmal alleine in der gemeinsamen Wohnung lebt. Es folgen ein Umzug in einer „altersgerechte“ Wohnung, dann der Kampf um das Erlangen der Pflegestufe, eines Pflegeheimplatzes, eine schwere Krankheit muss überwunden werden und drei erwachsene Kinder (zwei Söhne und eine Tochter), welche nicht nur räumlich auseinander leben, sondern natürlich auch ihre eigenen Familien haben, müssen – um Mutti zu helfen – an einem Strang ziehen.


    Das bedeutet nicht nur eine gute Organisation, so manches Zurückstecken von allen Seiten, sondern auch eine gehörige Portion Humor und Glück. All dies verpackt Kester Schlenz in kleine Kapitel, die mal mitreißend ans Herz gehen, mal wertvolle Informationen bieten und manchmal einfach nur humorvoll unterhalten. Und die Rückblenden in das „junge Leben“ seiner Mutter hilft zu verstehen und nimmt uns mit in eine frühere Zeit mit dem deutlichen Hinweis: „Mutti war nicht immer alt.“


    Traute Schlenz ist ein Original mit einer herrlich treffenden, manchmal sarkastischen, manchmal verwirrten Hamburger Schnauze. Sie hat übrigens ihr Einverständnis gegeben, dass ihr Sohn über sie schreiben darf, was zeigt, wie achtsam der Autor mit seiner Mutter und dem Thema „Altwerden“ umgeht. Er ist nie respektlos, aber gnadenlos direkt – auch wenn die „Beteiligten“ so manches Mal an ihre Grenzen geraten. Gut, dass man dann Familie hat!


    Ja, ich mag das Buch – klingt komisch, ist aber so! Das Thema geht uns alle an und es ist gut, wenn dieses mit so viel Humor verpackt wird. So z.B. (Seite 15/16) „Es ist ein interessantes Phänomen, dass alte Leute sehr häufig andere alte Leute sehr verächtlich als „alte Leute“ wahrnehmen, obwohl sie selbst alte Leute sind“ - kommt euch bekannt vor? Mir schon :-)


    Fazit: flüssig zu lesen, humorvolle Passagen gleichen die Schwere des Themas aus, ein paar Tipps über Anträge, Pflegestufen, Krankenhäuser u.a. - ein Buch zu einem Thema, vor dem niemand Angst haben muss. Ein Lesetipp!

  6. Cover des Buches Florence Nightingale (ISBN: 9783765542077)
    Brigitte Troeger

    Florence Nightingale

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Florence Nightingale wird 1820 in Italien geboren, in Florenz- und bekommt daher auch den aussergewöhnlichen Namen. Die Eltern sind reicher englischer Adel; der Vater liebt das Landleben, die Mutter liebt die Gesellschaften. Nur die kleine Florence fällt schon früh aus der Rolle. Während einer Grippe-Epidemie erkennt sie ihre Berufung zur Krankenschwester und möchte eine Ausbildung machen. Besonders die Mutter ist entsetzt. Krankenpflege ist in England kein Beruf, die Aufgaben werden von Trinkern oder Huren übernommen, die nicht ausgebildet sind. Ein Versuch der Eltern, ihre Tochter zu verheiraten, scheitert. Florence reist lieber durch die Welt. Heimlich macht sie dabei einen Abstecher nach Kaiserswerth, wo Pflegerinnen ausgebildet werden. Als 1854 der Krim-Krieg ausbricht, reist sie mit ihren Schwestern nach Russland, um die englischen Soldaten zu versorgen. Dort kann sie nicht lange arbeiten, da sie bald an Krim-Fieber erkrankt. In England wird sie trotzdem gefeiert und bewirkt, dass Pflegeaufgaben nun besser angesehen werden. Durch Nightingale entstehen Schulen, um Krankenschwestern auszubilden. Ihr Einsatz für Arme und Kranke führt zu einer persönlichen Freundschaft mit Königin Victoria. Brigitte Troeger schreibt stellenweise etwas schulmeisterlich, zeichnet aber trotzdem ein lebendiges Bild von den Zuständen damals. Florence Nightingale ist zweifelsohne eine faszinierende Persönlichkeit!
  7. Cover des Buches Suchkind 312 (ISBN: 9783939532729)
    Hans-Ulrich Horster

    Suchkind 312

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Der mit dem Scheich tanzt (ISBN: 9783785725511)
    Stefan Bauer

    Der mit dem Scheich tanzt

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind
    Saudi-Arabien war für mich ein Stück der Weltkarte, mitten in der Wüste, von dem ich wenig mehr wußte als daß dort der Islam Staatsreligion ist und man Andersgläubigen gegenüber sehr intolerant ist. Ach, und daß die meisten der 9/11-Terroristen von dort kamen.

    Nachdem ich mich jetzt schon eine Weile mit dem Islam beschäftige, wollte ich auch einmal einen Bericht aus dem Alltag lesen und bin dabei auf dieses Buch gestoßen. Stefan Bauer ist das Pseudonym eines deutschen Rettungssanitäters mit Extraqualifikation, der ein Jahr in Saudi-Arabien gelebt und beim Roten Halbmond (dem Gegenstück zum Roten Kreuz) gearbeitet hat.

    Das Buch beginnt sehr sanft, mit der Beschreibung seines Alltags vor dem großen Abenteuer, dann die Bewerbung und das neue Leben. Daß so ein Leben in der Wüste unter völlig anderen Bedingungen abläuft als in Old Germany, war klar, daß es aber SO anders sein würde, hatte ich nicht erwartet.

    Der Autor beschreibt sehr lebendig die Schocks, die ihn dort erwarteten. Offensichtlich haben die Menschen im islamischen Umfeld eine völlig andere Sicht auf ihre Mitmenschen und das Leben im Allgemeinen. Da wird gern mal ein Menschenleben geopfert für die Ehre – oder auch nur, um einem Mann einen Blick auf eine Frau zu verweigern. Auch wenn dieser Mann Rettungssanitäter ist und nur helfen will.

    Wer sich für diese völlig andere Welt interessiert und eine gesunde psychische Konstitution hat, sollte sich dieses Buch mal zur Brust nehmen. Trotz der menschenverachtenden Haltung dort ist die allgemeine Beschreibung außerordentlich positiv – in diesen Umständen wäre ich sicher nicht so locker geblieben – , aber der Einblick in diese „Kultur“ (eigentlich mag ich den Begriff gar nicht verwenden) ist doch recht deutlich. Da wird man dankbar für die guten Umstände, die wir hier in Deutschland noch haben!

    Schlimm ist dann aber noch mal besonders der Schluß: Obwohl das Buch so positiv formuliert ist, wird der Autor bis hierher schikaniert – aus lauter Angst vor der Rache von wem auch immer. Ist so viel Kuschelkurs nötig? Das macht mir Angst...
  9. Cover des Buches LPN-San (ISBN: 9783938179574)
    Markus Böbel

    LPN-San

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Naddi
    Ein sehr gut geschriebenes Lehrbuch zur erweiterten Erste Hilfe. Bei meiner Ausbildung zum "Notfallhelfer" hat es mir echt gute Dienste geleistet. Das Buch ist leicht verständlich (mit etwas Vorwissen) und war für meine Bedürfnisse auch ausführlich genug. Ich kann es jedem empfehlen, der mehr wissen will als im Erste-Hilfe-Kurs vermittelt wird und/oder gerade eine weiterführende Ausbildung macht.
  10. Cover des Buches Komm, süßer Tod (ISBN: 9783499228148)
    Wolf Haas

    Komm, süßer Tod

     (201)
    Aktuelle Rezension von: AlexandraK
    Das war mein erster Wolf Haas und um ehrlich zu sein ich war am Anfang ganz schön genervt von dem Schreibstil des Autors. Er ist sehr mündlich, Wiener Schmäh. Durch den Schreibstil bin ich mir manchmal vorgekommen, als würde mich der Autor für dumm halten und müsste mir jedes kleine Detail erzählen. Ich kam schlecht in das Buch rein  und die Handlung bzw. Kriminalgeschichte ging erst wirklich ab der Mitte des Buches los. Dann aber in einem rasanten Tempo. Ab da hat man sich dann auch langsam an den Wiener Dialekt gewöhnt. Und später wurde mir dann auch klar, dass die Sprache ein wichtiges Mittel des Krimis darstellt. Die eingebauten Wortspiele sind wahnsinnig clever und witzig. Zur Geschichte: Es handelt sich um den ehemaligen Polizisten und Detektiv "Brenner" der nun für den Rettungsbund fährt. Zwei seiner Kollegen werden ermordet und er legt sich nun ins Zeug rauszufinden, was dahinter steckt. Bald schon ist er auf der richtigen Fährte, doch der letzte Funke will nicht recht überspringen, um den Fall zu lösen. Doch gerade im letzten Moment bekommt er Verstärkung. 

    Ab der Mitte ein schöner Kriminalroman mit Spannung und allem was ein Krimi noch so braucht.  
  11. Cover des Buches Janas Entschluss (ISBN: 9783505107009)
    Irma Krauß

    Janas Entschluss

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Rattenlinien (ISBN: 9783869137247)
    Martin von Arndt

    Rattenlinien

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Autor Martin von Arndt entführt uns in das Jahr 1946. Deutschland liegt in Trümmern, der grausame Hungerwinter steht bevor und die Siegermächte, allen voran die USA sind dabei, die NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu stellen. Das führt dazu, dass zahlreiche Nazis die selben Fluchtrouten, die zuvor Juden, Kommunisten oder andere Verfolgte benützen, um aus Deutschland zu flüchten und der Gerichtsbarkeit zu entkommen. 

    Einer dieser Männer ist Gerhard Wagner, der als „Schlächter von Baranawitschy“, bekannt ist. Sein ehemaliger Vorgesetzter aus den 1920er Jahren, Andreas Eckart, der auf Grund seiner Gesinnung rechtzeitig vor den Nazis in die USA emmigriert ist, wird von der US-Army angeworben, um Wagner dingfest zu machen. Eckart hat noch eine persönliche Rechnung mit Wagner offen. Gemeinsam mit dem etwas undurchsichtigen Special Agent Dan Vanuzzi jagt Eckart dem SS-Mann hinterher. 

    Meine Meinung: 

    Das Thema ist spannend, vor allem in Hinblick auf die unterschiedlichen Beweggründe der einzelnen Protagonisten. Wir verfolgen Wagner von München aus über Innsbruck, folgen seinen Spuren über die verschneiten Berge nach Südtirol und nach Rom, um den Kriegsverbrecher an seiner Abreise nach Argentinien zu hindern. Dabei treffen wir auf zahlreiche Menschen, denen nicht zu trauen ist, weil sie selbst Dreck am Stecken haben, oder wie die Würdenträger im Vatikan, nach wie vor ihren Judenhass pflegen. Lieber einem (ehemaligen) Nazi helfen als einem Juden oder Kommunisten. 

    Die paranoide Angst vor den Kommunisten nützen die NS-Schergen weidlich aus und so kommt es, dass auch der US-Army nicht wirklich zu trauen ist.  

    Die Geschichte ist spannend erzählt. Manchmal bedient sich der Autor ein wenig krauser Wortschöpfungen. So verwendet er mehrmals das Verb „ermuntern“ in völlig sinnentleerter Art und Weise. Statt „Eckart wachte auf“ schreibt er „Eckart ermunterte“. Dass so etwas im Korrektorat oder Lektorat nicht auffällt? 

    Fazit: 

    Eine aufregende Jagd quer durch Mitteleuropa, um diversen NS-Verbrechern habhaft zu werden. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  13. Cover des Buches Mein Berliner Kind (ISBN: 9783406605215)
    Anna Wiazemsky

    Mein Berliner Kind

     (7)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Dieses wunderbare Buch der berühmten französischen Filmschauspielerin Anne Wiazemsky, die mit dem nicht weniger berühmten Regisseur Jean-Luc Godard verheiratet ist, ist zweifellos eines der herausragenden Bücher dieses Sommers. Ich habe mich in diesem Buch regelrecht verloren, bin eingetaucht in die Welt, die sie beschreibt, die Welt in Mitteleuropa zwischen 1944 und 1947, in die Welt der französischen Resistance und die Welt von jungen Menschen, wie Claire Mauriac, deren Erlebnisse in diesen Jahren ihre Tochter Anne 2009 aufgrund von Tagebüchern, Briefen und Gesprächen mit der einzig noch lebenden Zeitzeugin aufgeschrieben hat. Claire Mauriac ist die Tochter des französischen Literaturnobelpreisträgers Francois Mauriac, ein Mann, den sie liebt und verehrt, der ihr aber relativ kühl und distanziert begegnet. In der Arbeit beim französischen Roten Kreuz im zunehmend sich von der nationalsozialistischen Besetzung befreienden Frankreich und später dann im befreiten Berlin, von wo aus sie mit ihren Freunden hauptsächlich Elsässer aus der russischen Gefangenschaft herausholt, findet sie eine Erfüllung und einen Lebenssinn mitten in der Gewalt und dem Elend dieser Jahre. Vor allen Dingen wird sie dort als junge Frau akzeptiert und nicht andauernd als „Tochter von Mauriac“ ihrer eigenen Identität beraubt. Wie Claire und ihre Freunde, die in Berlin eine große Wohnung miteinander bewohnen, von der sie zu ihren nicht ungefährlichen Aufträgen aufbrechen, dem allgegenwärtigen Elend, dem Hunger der Deutschen und den unzähligen Verletzten und Toten, die sie pflegt und betreut, ins Auge sieht, ohne zynisch oder depressiv zu werden, hat mich sehr beeindruckt, und mich lange darüber nachdenken lassen, woher diese Generation eine Kraft genommen hat, die den meisten der heutigen Generation schon bei weit weniger schlimmen seelischen Belastungen fehlt. Meine Schwiegermutter ist mir dafür ein fast tägliches Beispiel. Bewegend auch jene Szenen, wo für Claire angesichts des Elends immer öfter die vorher während des Kriegs so klare Grenze zwischen Tätern und Opfern verschwimmt und sie in den Gesichtern der Deutschen auch Anderes wahrnimmt. So wird sie zu einer der ersten Protagonistinnen der später erst in großem Stil möglichen Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen. In Berlin lernt die den politischen Flüchtling Yvan Wiazemsky kennen, ein Sohn einer bis ins 7. Jahrhundert zurückreichenden russischen Fürstenfamilie, die nach der Oktoberrevolution in Ungnade fiel und nach Frankreich flüchten musste. Mit ihm beginnt Claire eine Beziehung und ihre schwierige und dennoch einzigartige Liebesgeschichte nimmt den Leser über weite Strecken des Buches gefangen. Obwohl für diese Zeit ungewöhnlich, geben beide Familie zu Ihrer Ehe ihren Segen. „Mein Berliner Kind“, so wird die Tochter Anne nach ihrer Geburt genannt, ist ein bewegendes literarisches Zeugnis, das von Liebe und Freundschaft, von Solidarität und Völkerverständigung erzählt. Ein Buch, das die Schriftstellerin Anne Wiazemsky auf der Höhe ihres Schaffens zeigt.
  14. Cover des Buches Ein Flüstern in der Nacht (ISBN: 9783570224359)
    Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

     (38)
    Aktuelle Rezension von: KleineLeseecke
    „Ein Flüstern in der Nacht“ erzählt die Geschichte der jungen Jüdin Rachel und deren Familie während des Zweiten Weltkrieges. Schon bald wird die Familie von den Nazis getrennt und nur mit sehr viel Glück kann sich das Mädchen verstecken und gerettet werden. Der Freundlichkeit eines alten Ehepaars verdankt sie ihr Leben, da sie Rachel finden, mitnehmen und in ihrer Wohnung verstecken. Doch von der Familie des Mädchens, die abgeführt wurde, fehlt noch immer jede Spur...

    Ich habe schon oft Bücher bzw. Erzählungen über Schicksale im Zweiten Weltkrieg gelesen und immer wieder berühren sie mich tief. In diese Reihe kann sich nun auch „Ein Flüstern in der Nacht“ einreihen, das mich auch nach dem Lesen nicht mehr loslässt und das mich zu Tränen gerührt hat.

    Letztlich wird der Leidensweg der Juden in Deutschland unter der Nazi-Herrschaft erzählt. Die Protagonistin ist dabei die anfangs achtjährige Rachel, die die Romanhandlung auch in der Ich-Perspektive erzählt. Das führt einerseits dazu, dass die Geschichte in relativ einfacher Sprache mit wenig komplexem Satzbau und kurzen Sätzen erzählt wird. Andererseits wirkt das Erzählte dadurch sehr real und lebendig, da man bald schon das Gefühl hat, dass man in dem Mädchen steckt und alles selbst erlebt.

    Gut gefällt mir, dass die Autorin immer wieder geschichtliche Fakten in die Handlung einstreut. Allerdings macht sie das nie so, dass man sich belehrt oder wie im Geschichtsunterricht fühlt und das wirkt sich sehr positiv auf das Buch aus. Wer mehr Geschichtshintergrund möchte, kann dazu die ausführliche Zeittafel nutzen, die sich im Anhang des Buches befindet und sehr informativ und interessant ist.

    Außerdem sind die Charaktere des Buches der Autorin sehr gut gelungen. Diese wirken allesamt sehr real und glaubwürdig mit ihren Gefühlen, Ängsten und kleinen Macken. Sei es zum Beispiel Rachels Mutter, die versucht den Krieg und die Angst zu verdrängen, indem sie einen Schal strickt durch den sie die Familiengeschichte erzählt. Oder Rachels Cousin Erich, der immer traurige Lieder auf seiner Geige spielt und verbittert und sprachlos wird. Oder später nach Kriegsende Rachels beste Freundin Greta, die ihr Kriegstrauma durch das Erzählen von Fantasiegeschichten zu verarbeiten bzw. Verdrängen versucht. Auch wird zum Glück keine Schwarz-Weiß-Malerei betrieben. So werden die deutschen Kriegsverbrechen natürlich nicht verharmlost, aber die Deutschen werden auch nicht alle als Monster dargestellt. So gibt es eine deutsche Frau, die Rachels Familie regelmäßig gute Lebensmittel zukommen lässt, ein junger deutscher Soldat verrät das Mädchen nicht, als er es unter der Spüle versteckt findet, eine deutsche Familie versteckt die Protagonistin etc.

    Eine Altersempfehlung fällt mir bei diesem Buch wirklich sehr schwer. Einerseits ist die sprachliche Gestaltung relativ einfach und das Buch lässt sich sehr gut lesen, was es auch für eine jüngere Zielgruppe interessant macht. Allerdings sollten die jungen Leser schon geschichtliches Hintergrundwissen mitbringen und da ein ziemlich grausames Kapitel der Menschheitsgeschichte behandelt wird, sollte es meiner Meinung nach auch nicht vor dem 15. oder 16. Lebensjahr gelesen werden (wobei nie direkt grausame/blutige Handlungen geschildert werden). Es wäre auch sicherlich ratsam, wenn man es vielleicht mit seinem Kind/Enkel etc. gemeinsam lesen und besprechen würde, denn es wird sicherlich Vertretern aller Altersgruppen gefallen, ob jung oder alt.

    Fazit: „Ein flüstern in der Nacht“ ist ein sowohl erschreckendes als auch berührendes Buch und meiner Meinung nach Pflichtlektüre für alle Altersstufen. Unbedingt lesen!!!
  15. Cover des Buches Ich habe zu kurz gelebt (ISBN: 9783548607009)
    Monika Czernin

    Ich habe zu kurz gelebt

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Solferino (ISBN: 9783701731510)
    Ulrich Ladurner

    Solferino

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ausgangspunkt der Geschichte, die Ulrich Ladurner (Auslandsredakteur der Wochenzeitschrift DIE ZEIT) erzählt ist das Tagebuch seines Urgroßvaters, der für Kaiser Franz Josef I. in den Krieg gegen Napoleon III. gezogen ist. Anhand dieses Tagebuches hat der Autor alle Schauplätze der Kampfhandlungen im Piemont und in der Lombarei besucht und dabei versucht zu sehen, was der Urgroßvater sah, zu verstehen, wie er sich gefühlt haben muss. Meine Motivation, dieses Buch zu lesen, war die vorherige Lektüre zweier Bücher von Josef Roth - Radetzkymarsch und die Kapuzinergruft - in denen immer wieder auf den "Helden von Solferino" hingewiesen hat, der dem Kaiser (Franz Josef I.) in dieser Schlacht das Leben gerettet hat. Ich wollte mehr über die Geschehnisse von damals wissen und das ist anhand dieses Buches gelungen. Allerdings hätte alles ein wenig frischer und spannender erzählt werden können - für ein historisches Sachbuch ist es wahrscheinlich nicht detailliert genug, für einen Roman ein wenig zu trocken. Dennoch - für geschichtlich interessierte ist es sehr empfehlenswert.
  17. Cover des Buches Die Hessin auf dem Zarenthron (ISBN: 9783806234367)
    Marianna Butenschön

    Die Hessin auf dem Zarenthron

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Eine hessische Prinzessin heiratet aus Liebe den Thronfolger von Russland und wird zu einer mächtigen, vom Volk verehrten und geachteten Kaiserin Russlands.

    Was mit einer Liebesheirat begann sollte 40 Jahre Bestand haben, aber glücklich wurde Maria Alexandrowna, wie sie nach ihrer Heirat genannt wurde, nicht, obwohl sie ihrem Mann acht Kinder gebar.

    In unserem Bewußtsein ist sie nicht verankert, sie war eine Frau, die mehr im Hintergrund agierte, was einerseits ihrer Schüchternheit andererseits der Tatsache, dass am Zarenhof ein äußerst strenges Hofzeremoniell herrschte, zuzuschreiben ist.

    Sie scheint ihren Mann, der als Zar Alexeander II. In die Geschichte einging, sehr geliebt zu haben, negierte sie doch seine Affären und langjährige Geliebten.

    Es ist eine ungeheure Fülle an Informationen, die uns die Autorin, Marianna Butenschön, hier präsentiert, und man ist oftmals verwirrt beim Lesen, vor allem was die vielfältigen verwandtschaftlichen Beziehungen angeht, sehr oft begegnen uns die gleichen Namen , aber es sind unterschiedliche Personen.

    Sehr hilfreich sind daher die Bibliographie sowie eine Zeittafel und ein Glossar, welche sich im Anhang befinden, dies vereinfacht die Lektüre ungemein. Schön auch die Bilder in der Mitte des Buches, welche uns einen Eindruck der damals herrschenden Mode geben. Dass sich das Leben des Adels zur damaligen Zeit in äußerst prunkvoller Umgebung abspielte, ist hinreichend bekannt, und man weiß um die zunehmende Unzufriedenheit des Volkes, die sich diese verschwenderische Lebensart nicht länger ansehen wollte.

    Es ist der Autorin bestens gelungen, hier nicht nur ein wissenschaftliches Sachbuch zu schreiben, sondern auch, durch das Einflechten kleiner Anekdoten, die von Zeitzeugen berichtet wurden, ein sehr lebendiges Bild von der Kaiserin, ihrer Familie und ihrem Leben zu schaffen.


    Ein beeindruckendes Buch, welches ich Liebhabern, die gerne gut recherchierte Biographien lesen, ans Herz legen möchte.

  18. Cover des Buches Die Schweiz und ihr Geheimnis (ISBN: 9783038481119)
    Kurt Beutler

    Die Schweiz und ihr Geheimnis

     (2)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    „Nur wer weiß, woher er kommt und wovon er geprägt wurde, kann überzeugend seine Zukunft gestalten. Darum wurde dieses Buch geschrieben.“ (Dr. Marco Gmür)

    Abgesehen von einigen wenigen Informationen aus meiner Schulzeit verband ich ehrlich gesagt bislang ebenfalls nur „Klischees“ mit der Schweiz. Die unvergessliche Kreation der „Heidi“, die bei ihrem Alpöhi und dem Geißenpeter lebte, begleitete meine frühesten Kindheitsjahre und weckte in mir bereits als kleines Mädchen eine große Begeisterung für die malerische Bergwelt der Schweiz und deren Bewohner. Auch die Schweizer Schokolade oder der Begriff der „neutralen Schweiz“ waren mir nicht unbekannt. Und dennoch hatte ich mich niemals intensiver mit diesem Land beschäftigt.

    Im vorliegenden Buch von Kurt Beutler durfte ich nun tief in die Materie eintauchen und erstaunliche Dinge erfahren. Viele markante Persönlichkeiten und Organisationen der Schweiz werden dem Leser vorgestellt. Der Autor geht auf die jeweiligen Personen und Organisationen sowie deren Lebensgeschichten und Wirkungsbereiche ein. So schreibt er beispielsweise über Johanna Spyri, die mit ihrem bereits erwähnten Roman „Heidi“ eines der bekanntesten Kinderbücher der Welt schrieb, deren Originalfassung jedoch in einem ganz bestimmten Punkt erheblich von jener dem Leser zugänglich gemachten Inhalt abwich. Man liest von Henry Dunant, dem Gründer des „Roten Kreuzes“, der als Mann mit liebevollem und toleranten Wesen und einer unglaublichen Vision dargestellt wird. Dunant gilt noch heute als historischer Ausgangspunkt des humanitären Völkerrechts, und die Beschreibung, wie es zur Gründung dieser weltweiten Hilfsorganisation kam, hielt einige äußerst interessante Einzelheiten für mich bereit. Abgesehen von diesen beiden weltweit bekannten Persönlichkeiten bietet der Autor eine Fülle von Berichten über Menschen, die – jeder auf seine Art und Weise – Großartiges geleistet haben. Kurt Beutler beschäftigt sich mit dem großen Kinderfreund Heinrich Pestalozzi und seinem Konzept der ganzheitlichen Erziehung und erzählt vom größten Wissenschaftler der Schweiz namens Leonhard Euler und dessen Erfindung. Er thematisiert die Geschichte der Reformation durch Huldrych Zwingli und Johannes Calvin und erwähnt abgesehen von der Heilsarmee und dem „Blauen Kreuz“ auch Menschen, die während des zweiten Weltkrieges Rettungsaktionen von Juden durchführten.

    Auf über zweihundert Seiten führt er eine Menge weiterer Beispiele vorbildhaften Wirkens an und erlaubt seinen Lesern Einblicke in das Leben dieser Menschen, deren Handeln von tiefer christlicher Nächstenliebe motiviert war. Er schreibt über die Einwanderung des christlichen Glaubens, die Befreiungskämpfe und wehrt sich gegen Vorverurteilungen angesichts historischer Gräueltaten, die im Namen Christi stattgefunden haben. Kurt Beutler befasst sich unter anderem mit den verheerenden Auswirkungen der Kreuzzüge, dem Papsttum der Renaissancezeit, der Verbrennung von Hexen oder der Verfolgung jener Menschen, die sich näher mit der Bibel beschäftigten und der Kirche aus diesem Grund misstrauisch gegenüber standen oder sie gar zu verurteilen wagten.

    Dieses Buch enthält eine regelrechte Fülle von interessanten Informationen über die Schweiz. Der rote Faden, der sich jedoch durch den gesamten Inhalt zieht, ist auf jeden Fall der christliche Glaube und eine Vielzahl von Menschen, deren Handlung von ihrem unerschütterlichen Glauben motiviert wurde.

    Die Covergestaltung dieses interessanten und informativen Buches ist schlicht, aber meiner Meinung nach perfekt: ein großes weißes Kreuz auf rotem Hintergrund, als weitere Blickpunkte lediglich Autorenname und Buchtitel in weißen Lettern. Schlicht, äußerst aussagekräftig und ein wahrer Blickfang! Ein Buch mit wunderschöner Optik und ausgezeichnetem Inhalt!
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