Bücher mit dem Tag "rotkäppchen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rotkäppchen" gekennzeichnet haben.

51 Bücher

  1. Cover des Buches Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot (ISBN: 9783551321442)
    Marissa Meyer

    Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot

    (1.067)
    Aktuelle Rezension von: Sacura

    Scarlet lebt ein beschauliches Leben mit ihrer Großmutter auf deren Bauernhof … bis diese eines Tages entführt wird. Da keiner ihre Sorgen ernst nimmt, beschließt Scarlet, sich selbst auf die Suche nach ihr zu machen. Unerwartete Unterstützung erhält sie hierbei vom Straßenkämpfer Wolf. Zeitgleich arbeitet Cinder weiter an ihrer Flucht und erhält unerwartete Unterstützung von einem Mithäftling.

    Auch dieser Band hat mich einmal durch alle Emotionen geschickt. Mitleiden mit Scarlet, Cinder und Kai, unglaubliche Wut auf Levana, da sie Wege gefunden hat, dem Fass ihrer absoluten Bösheit neu den Boden auszuschlagen, Mitfiebern mit Scarlet und Wolf, Freude mit Cinder, als sie eine lieb gewonnene Persönlichkeit wieder trifft, Fassungslosigkeit über das plötzliche Verhalten mancher Personen usw.

    Insgesamt kann ich auch nach ein paar Jahren sagen, dass mir auch dieser Band wieder sehr gut gefallen hat und wir zusammen mit Cinder mehr über ihre Herkunft herausfinden konnten, während wir neue Personen in unser Herz geschlossen haben, auch wenn wir bei manchen noch nicht so ganz überzeugt waren, wie sehr wir ihnen vertrauen können.

    Nach wie vor eine sehr empfehlenswerte Buchreihe.

  2. Cover des Buches Land of Stories: Das magische Land – Die Suche nach dem Wunschzauber (ISBN: 9783733507640)
    Chris Colfer

    Land of Stories: Das magische Land – Die Suche nach dem Wunschzauber

    (269)
    Aktuelle Rezension von: Mandthebooks

    Rezension: (kann Spoiler enthalten)


    Wenn man ein Fantasybuch für jüngere Leser sucht, um mal in das Genre zu starten, dann ist "Land of Stories" sicher perfekt!

    Ich fand die Geschichte ganz süß. Ich mochte die beiden Geschwister und fand den Märchenaspekt ziemlich cool. Die Märchen werden ein wenig adaptiert und verändert und zusammengesetzt, das macht es auch für einen Erwachsenen ziemlich interessant. Besonders gefiel mir, dass auch Bösewichte wie die Böse Königin eine Hintergrundgeschichte bekamen und so auch mehr Tiefe.

    Dieser Band war recht abgeschlossen, ich bin aber gespannt, was dann in den folgenden Bänden noch kommt.


    5 Sterne

  3. Cover des Buches Rotkäppchen und der Hipster-Wolf (ISBN: 9783959919890)
    Nina MacKay

    Rotkäppchen und der Hipster-Wolf

    (339)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Eine Reihe, die nun schon wirklich lange auf meinem SuB liegt, ist die Hipster-Märchenreihe von Nina MacKay. Der erste Band „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ erschien 2016 zu einer Zeit, als der Drachenmond Verlag gerade einen großen Hype erlebte. Insbesondere dieses Buch hat man auf Buchblogs gefühlt überall gesehen. Das außergewöhnliche Konzept, bekannte Märchenfiguren in ein modernes, humorvolles Setting zu versetzen, hat sich dabei durchaus interessant angehört. Doch der Hipsterkult ist inzwischen verklungen und ich habe mich gefragt, wie gut oder schlecht diese Reihe in den vergangenen zehn Jahren gealtert ist. Denn während man zwischen 2010 und 2015 einen Hipster mit Vollbärten, Holzfällerhemden, Vintage-Stil, hippen Cafés und Veganismus in Verbindung gebracht hat, wird der Begriff heute kaum noch genutzt. Mit entsprechend gemischten Erwartungen habe ich mich also auf die Reise in den verrückten Märchenwald begeben. 

    Rotkäppchen ist inzwischen 18 Jahre alt, heißt eigentlich Red, ist Youtuberin sowie Bloggerin und wohnt in der ehemaligen Hütte ihrer Großmutter. Normalerweise verbringt sie ihre Zeit damit, Flechtfrisuren-Tutorials ins Internet zu stellen oder sich auf ein Kaffeekränzchen mit ihren besten Freundinnen Schneewittchen, Dornröschen, Rapunzel oder Aschenputtel zu treffen. Doch plötzlich verschwinden die vier Ehemänner der Märchenprinzessinnen über Nacht spurlos. Mit Selfiesticks bewaffnet macht sich die Mädchenclique also auf, um ihre Prinzen zu suchen und den unbekannten Entführer zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei trifft Red auf den Halbwolf Everton, kurz Ever. Und obwohl sie eigentlich eine Abneigung gegen Wölfe hat, findet sie diesen Hipster doch ganz süß. Ihre Freundinnen raten ihr jedoch, vorsichtig zu sein. Schließlich könnte Ever etwas mit der Entführung der Prinzen zu tun und es auf Rotkäppchen abgesehen haben. 

    Noch vor dem ersten Kapitel gibt es ein Vorwort mit einer Warnung von der Autorin: Man solle dieses Buch bestenfalls nicht in der Öffentlichkeit lesen, weil es so witzig sei, dass man fragende Blicke ernten würde, weil man plötzlich laut auflache. Ganz ehrlich, da nimmt Nina MacKay den Mund doch etwas zu voll. Mehr als ein müdes Lächeln werden die Gags heute wohl kaum noch jemandem entlocken. Auf annähernd 350 Seiten und 16 Kapiteln werdet ihr geistige Ergüsse finden, wie „Ich dachte Hipster wiegen nur ein Instagram!“ (beachtet hier auch gerne das fehlende Komma, Grüße ans Korrektorat gehen raus), „Wenn man einem Hipster auf den Fuß tritt, dann hopst er.“, oder schlechte Wortwitze wie Botox zu „Flohtox“ (S. 46).Selfiesticks, die inzwischen kaum noch genutzt werden, werden mehrmals als „Deppenzepter“ bezeichnet, als würde die Wiederholung den Witz besser machen. Im Märchenwald werdet ihr also auf eine Menge Flachwitze treffen, die zumindest meinen Humor nicht getroffen haben. Natürlich ist Humor Geschmackssache und es ist schwierig, ein lustiges Buch zu schreiben, aber wenn ihr wirklich was Witziges lesen wollt, greift doch lieber zu Douglas Adams. Oder auch zur Hexer-Reihe von Andrzej Sapkowski mit ihren teilweise schreiend komischen Dialogen. Am Ende ist es wahrscheinlich die Mischung aus schlechten Witzen und dem Hipster-Hype, der seinen Zenit längst überschritten hat, dass der Humor heute nicht mehr zündet.

    Im Fokus steht die Hauptfigur Rotkäppchen, die eigentlich Red heißt. Sie hat langes, blondes Haar, das sie meist als Flechtfrisur trägt. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen hat sie keinen Märchenprinzen an ihrer Seite und ist viel selbständiger. Während ihre Freundinnen oft impulsiv handeln, ist Red meist deutlich vernünftiger. So hält sie Schneewittchens „Verhöre-und-töte-Liste“ für übertrieben und ist allgemein hilfsbereit gegenüber den Bewohnern des Märchenwalds. Teil ihrer Charakterentwicklung ist es, ihre Angst vor Wölfen zu überwinden. Außerdem ist sie sarkastisch und schlagfertig, was auch zum plumpen Humor des Buchs beiträgt. Darüber hinaus ist sie aber relativ flach geschrieben. Im Vergleich zu ihren Freundinnen ist sie definitiv noch die Klügste. Wirklich schlau ist aber niemand aus der Schneewittchen-Gang. Diese dümmlichen und tollpatschigen Mädchen sollen sicherlich lustig und albern wirken, mich hat diese sehr einseitige Darstellung von weiblichen Hauptfiguren aber vielmehr genervt.

    MacKay bedient sich hier eines modernen, lockeren und einfachen Schreibstils mit jugendlicher Umgangssprache. Die flapsige Sprache bildet dabei den starken Kontrast zur bekannten Märchenwelt. Das Tempo ist überwiegend schnell, weshalb Red von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Gerade, weil Red zwar als Ich-Erzählerin im Präsens fungiert, aber zwischendurch von einem auktorialen Erzähler abgelöst wird, wirkt der Erzählstil inkonsistent. Vor allem, weil Spieglein, der inzwischen in Schneewittchens Besitz ist, Red sowieso erzählt, was in ihrer Abwesenheit passiert ist, hätte man die Passagen abseits von Reds Erzählstrang streichen und die Geschichte dafür entschleunigen können. Die Atmosphäre bewegt sich zwischen Märchen, Abenteuer, Komödie und Romance, was so eine bunte Mischung ist, dass sich keine klare Grundstimme entwickeln will. Gerade emotionale Momente können sich oft nicht richtig entfalten, da sie durch ironische Einschübe gebrochen werden. Deswegen wirkt der Roman stilistisch leider manchmal zu chaotisch.

    Grundsätzlich erscheint „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ nicht wirklich gut durchdacht. Red lebt in einer fiktiven Welt, die aus mehreren Ländern besteht: dem Märchenwald, das Morgenland, Neverland und Wonderland. Trotzdem gibt es immer wieder Anspielungen an Kultur der realen Welt. So läge die „Lebkuchen Lane […] so abseits von allen Dörfern im Märchenwald wie der Mars“ (S. 17), als wäre in der fiktiven Welt unser Sonnensystem bekannt. Dann gibt es Verweise auf echte Filme und Serien wie „Schlaflos ins Seattle“ (S. 19), „Blair Witch Project“ (S. 35) oder „Ghost Busters“ (S. 44), gleichzeitig aber auch auf fiktive Fernsehshows oder Internetportale. Zu allem Überfluss werden dann noch Andeutungen zu Frida Kahlo oder dem „Karnevalsumzug in Rio de Janeiro“ (S. 40) gemacht, sodass das Worldbuilding inkonsequent wirkt und die Regeln nicht klar definiert sind. Erschwerend hinzu kommen kleinere weitere Fehler, wie dass Aschenputtel eine Erbsenphobie hat: „Wegen der Sache mit Die guten in Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.“ (S. 38). Dumm nur, dass es im Märchen Linsen waren und nicht Erbsen, die das Aschenputtel aus der Asche lesen musste. Wahrscheinlich hat MacKay das mit der Prinzessin auf der Erbse verwechselt. Ob Absicht oder nicht, es zeigt mir, wie unrund dieser Roman wirkt.

    Ein Lichtblick war für mich dann aber noch das Hörbuch gelesen von Sabrina Zerner, das ich entdeckt habe. Sie liest wirklich toll vor, wodurch sie die Geschichte unterhaltsam und kurzweilig macht. Auch wenn ihr Stil nicht humoristisch ist, holt sie das Beste aus dem eher flachen Plot heraus. Auch das Finale konnte mich positiv überraschen: Ich war der Meinung, ich hätte durchschaut, wer die Prinzen entführt hat, aber ich lag falsch. Ich glaube allerdings nicht, dass es echte Hinweise gab, durch die man auf den Bösewicht hätte schließen können. Außerdem gibt es kein wirkliches Ende. Damit meine ich keinen Cliffhanger, sondern dass es sich anfühlt, als würde die Erzählung abrupt abbrechen. Es eröffnet sich plötzlich ein neuer Konflikt und endet dann mittendrin. Es ist wirklich schwierig zu beschreiben, aber gefühlt ist nicht einmal die Szene abgeschlossen. Aber immerhin hat dieser Band eine Fortsetzung.

    „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ hat eine sympathische Grundidee und durchaus unterhaltsame Elemente, scheitert aber leider an der Umsetzung. Weder der Humor noch das Worldbuilding konnten wirklich überzeugen. Die zahlreichen Hipster-Witze wirken heute weitgehend überholt, die Figuren bleiben recht eindimensional und alles erscheint irgendwie chaotisch. Die humoristische Märchenadaption schwankt zwischen Kömodie, Abenteuer und Romantik ohne eine klare Richtung zu finden. Zwischendurch kann der Plot zwar kurzweilig sein, aber ohne die schöne Hörbuchinterpretation hätte ich das Buch von Nina MacKay öfter weggelegt. Wer alberne Flachwitze mag, wird hier bestimmt seine Freude haben, aber für mich war die Lektüre aus dem Jahr 2016 leider nur ganz okay. Deswegen gebe ich dem ersten Band der Hipster-Märchenreihe zwei von fünf Federn. Trotzdem werde ich dem zweiten Band „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ noch eine Chance geben, vor allem weil es schon auf meinem SuB liegt.

  4. Cover des Buches Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf? (ISBN: 9783959918299)
    Nicole Böhm

    Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

    (324)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Es war eines dieser Bücher, bei denen der Anfang wirklich Hoffnung macht – atmosphärisch, spannend, mit einer Idee, die sofort neugierig macht. Aber je weiter ich kam, desto mehr verlor sich dieses Gefühl. Die Figuren blieben für mich erstaunlich blass, fast austauschbar, und ich konnte einfach keine echte Verbindung zu ihnen aufbauen. Manche Entscheidungen wirkten widersprüchlich, was mich immer wieder aus der Geschichte riss.

    Auch der Stil war nicht ganz meins. Viele Details wirkten unnötig ausgedehnt, manche Erklärungen tauchten mehrfach auf, ohne dass sie klarer wurden. Die drei Perspektiven hätten spannend sein können, fühlten sich für mich aber eher wie drei lose Fäden an, die erst sehr spät zueinanderfinden. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, mehr verwirrt als neugierig zu sein.

    Die Grundidee ist wirklich stark, keine Frage. Aber die Umsetzung war für meinen Geschmack zu verschachtelt und zu wenig emotional greifbar. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mehr blättere als lese – und dann abgebrochen. Nicht, weil es ein schlechtes Buch wäre, sondern weil es mich einfach nicht erreicht hat.

    Am Ende bleibt für mich ein Buch mit tollem Konzept, aber wenig Herz. 2 von 5 Sternen. 

  5. Cover des Buches Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald (ISBN: 9783764532550)
    Christina Henry

    Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald

    (141)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    In Amerika ist ein tödlicher Virus, ein Husten, ausgebrochen. Eine Krise, die die Menschen bedrohen. Die Regierung möchte die Menschen in Quarantäne-Camps bringen. Red möchte dort auf gar keinen Fall und begibt sich auf den Weg zu ihrer Großmutter, die viele Meilen entfernt und mitten im Wald wohnt. Auf ihren Weg fürchtet sie sich weniger vor dem Virus, als vor den Menschen, die ihr Leben auf eine grausame Art bedrohen.

     

    Christina Henry sind bei mir immer eine 50:50 Chance, ob sie mir gefallen. Bis jetzt hat mich auch nur der erste Teil der Alice-Chronik überzeugt. Den zweiten Band fand ich nicht so pralle und den dritten habe ich noch nicht gelesen. Auch die Geschichte über Sleepy Hollow fand ich nur durchschnittlich, aber diesen Band über Rotkäppchen (oder Red, wie sie hier genannt wird) war für mich eine Vollkatstrophe. Ich fand die Protagonistin nervig, das Setting furchtbar (ich bin aber auch die Coronanspielungen müde, weshalb ich das dem Buch nicht allzu extrem vorhalten möchte), Story hatte für mich einige Logiklücken (und es sind seltsame Dinge, ohne Erklärung passiert) und das Ende war komplett offen. Es gab rein gar keine Erklärung, denn nicht der Weg ist das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel…

     

    Aber der Reihe nach.

    Erst einmal die Protagonistin:

    Red, die eigentlich Cordelia heißt, aber ihren Namen gar nicht mag und weil sie ein rotes Cape super gern trägt Red genannt werden möchte, ist eine Collegestudentin und empfindet sich als besonders schlau, was vor allen daran liegt, dass sie schon einige Katastrophenfilme angeschaut hat und sich über die KRISE belesen hat. Darum will sie auch jeden und alles belehren und es muss immer nach ihrem Kopf gehen. Kein Wunder, dass da ihr Umfeld von ihr keinen Bock auf sie hat, das hätte ich auch nicht bei so einer alten Besserwisserin, die das auch noch auf so eine unangenehme Art rausbringt.

    Zudem ist Red schwarz, trägt eine Beinprothese und die Bingokarte wurde am Schluss noch richtig gefüllt. Ich lasse das mal so stehen und jeder kann sich überlegen, was ich damit meine. Es ist ja toll, dass die Autorin diverse Figuren bedient, aber es war einfach so gewollt. Besonders der letzte Fakt war vollkommen unnötig, hat aber wie die Faust aufs Auge gepasst, damit alles abhaken kann. Mich hat es nicht gestört, dass Red so divers war, sondern das es so gewollt gewirkt hat und nicht natürlich in die Geschichte eingewebt. Es gibt ja solche Personen im realen Leben, auf die das alles zutrifft, aber wozu man das alles in diese Geschichte stopfen musste, obwohl es nur selten Relevanz hatte. Am meisten konnte ich die Beinprothese nachvollziehen, weil Red dadurch ein erhebliches Defizit hatte und es die Geschichte an der ein oder anderen Stelle spannender gemacht hat. Und auch wenn sich Red als sehr stark hingestellt hat und das man sie ja nicht unterschätzen soll, hat sie doch seitenweise darüber gejammert, wie sehr ihre Prothese sie doch einschränken könnte. Ich habe es auch nach dem ersten Mal verstanden…

    Zudem zerkaut Red jeden Gedanken, was mit der Zeit anstrengend ist und man das gefühlt bekommt, dass es nur Seiten füllen sollte, weil ab einem gewissen Punkt der Inhalt fehlt.

    Und dann ist ja Red so schlau und sie wollte ja die gesamte Zeit unentdeckt bleiben, am liebsten wie ein Geist ihren Weg langlaufen. Da habe ich mich schon gefragt, wie man da ein knallrotes Cape tragen kann, nur um seinen Namen gerecht zu werden. Das ist doch eigentlich recht dumm, hm?

     

    Über das Setting habe ich ja schon gesagt, dass es mir nicht gefallen, weil es eine Anspielung auf die Corona-Pandemie war und man hier das Szenario gebildet hat, wenn es eskaliert wäre mit Verschwörungen und dergleichen. Ich kreide das dem Buch aber an sich nicht an, nur weil ich persönlich nichts mit der Thematik anfangen konnte. So als Grundthema war es in Ordnung.

     

    Zum Aufbau der Geschichte:

    Die Geschichte fängt schon mit einer brutalen Szene an, als Red einfach einen Typen ermordet. Ich fand das schon vollkommen überzogen und wahrscheinlich sollte das nur ein schockierender Aufhänger sein, um am Ball zu bleiben. Für mich war es die erste Augenrollszene.

    Anschließend bekommt man Geschichten aus einem „Davor“, wo man in die Vergangenheit springt und erfährt wie Reds Flucht zu Grandman angefangen hat und einem „Danach“, die dann in der Gegenwart spielt, wie Red sich aktuelle durchschlägt.

    Ich fand sogar die „Davor“-Kapitel relativ interessant, aber vielleicht auch nur, weil ich die „Danach“-Kapitel ziemlich langweilig fand. Es war halt nicht viel passiert, außer dass Red sich durch den Wald geschlagen hat und jeden Gedanken zerkaut hat.

     

    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Wenn Red zu ihrer Oma flüchtet, um dem Militär und sonstigen Leuten zu entkommen, um dort Unterschlupf zu bekommen, damit sie nicht in eine Quarantäne-Camp muss, warum es bei ihrer Oma sicherer sein soll? Weil das Haus im Wald liegt? Und wie wollen die sich dort unternähren? Und wird das Militär nicht irgendwann auch diese Gegenden abgrasen, um die freilaufenden Personen auch dort einzusammeln? Aber darauf bekam ich keine Antworten.

    Genauso wie auf die Frage, wo nun der Virus herkam, was es mit dem Militär oder der Miliz aufhat? 

    Wieso, weshalb, warum geschieht etwas? Kein Wunder, dass nichts aufgeklärt wurde, denn Red hat ja irgendwann entschieden, dass sie ja auch nicht alles wissen muss und darum war es dann auch egal. Schön für sie, aber ich als Leserin hätte mich schon dafür interessiert, wenn man schon solche Themen aufmacht. Für Red war die Sache halt gegessen, als sie bei Grandma angekommen war.

    Das Ende war damit sehr offen und unbefriedigend. Ich habe nichts gegen Ende, die offen sind, gerade wenn sich der Leser überlegen kann, wie es danach weitergeht. Aber hier wurde rein gar nichts aufgelöst. Es war einfach zu Ende.

    Zudem wurde das Ende in wenigen Seiten abgefrühstückt. Von Gefühl her war es so, als wären nun genügend Seiten gefüllt worden, dass man nun zu einem schnellen Ende kommen kann. Das ist ja nicht das erste Mal, dass die Autorin mir damit auffällt, dass sie keine guten Enden schreiben kann.

     

    Fazit: Es tut mir leid, aber mit dem Buch konnte ich nichts anfangen. Red war eine fürchterliche Protagonistin, die Story hat für mich teils keinen Sinn ergeben und es gar auch keinerlei Erklärungen, warum manches passiert ist und damit war das Ende ebenso scheußlich. Für mich der Flop des Jahres. 1 Stern.

  6. Cover des Buches Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond (ISBN: 9783570308455)
    Sarah Blakley-Cartwright

    Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond

    (219)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Ich glaube ich habe meine Sprache noch nicht ganze wiedergefunden. Irgendwie bin ich enttäuscht. "Red Riding Hood" - hochgelobt und tief gefallen. Eine Story, die mehr Potenzial hatte als von den Autoren herausgeholt wurde.
    Mir fehlte das Kribbeln, das Mitfiebern, die Emotionen...

    Dabei fing alles vielversprechend an: Die hübsche junge Valerie lebt mit ihren Eltern und einer Schwester in einem Dorf namens Daggorhorn. Als es um Opferlämmer und Erzählungen über Werwölfe gibt, erlebt man als Leser den ersten Kick und man denkt das da mehr bei rauskommen könnte. Es ist eine klassische Märchengeschichte, die von einem außergewöhnlichen Mädchen erzählt, dass einem Jungen zur Heirat verprochen wurde und dessen Herz an einem anderen hängt.
    Als der Wolf auftaucht und ihre Schwester tötet ändert sich alles. Und Valerie muss erkennen was der Wolf will: Sie!
    Eine Hexenjagd beginnt und endet mit dem Tod vieler. Das Ende ist sehr kurz gehalten, wenig überraschend und ohne großen Ooooh-Effekt.

    Nachdem ich das Buch beendet hatte, fühlte ich mich komisch. Im Kopf bin ich alles noch einmal durchgegangen, habe den Haken aber auch bis jetzt noch nicht finden können. Es war zu interessant um es wegzulegen, deshalb habe ich es kaum aus der Hand legen wollen - und doch hat die Geschichte für mich nichts gehabt, was sie mir noch einmal schmackhaft machen könnte.
    Das Cover ist atemberaubend toll, aber das war es auch schon fast. Normalerweise macht man sich als Leser ein Bild über die Hauptfigur, aber ich konnte mir kein umfangreiches Bild über Valerie machen, außer das sie eine starke Persönlichkeit ist und irgendwie anders - aber wie anders? Da muss die eigene Fantasie einsetzen, was ich schade finde.
    Man merkt, dass dieses Buch auf einem Drehbuch basiert, denn die eigene bildliche Entwicklung entstand bei mir nicht. Als wäre es Rohmaterial ohne den letzten Feinschliff.

    Erst die letzten fünfzig Seiten waren lesenswert. Der Anfang zog sich einfach zu lang. Ich bekam eine Ahnung worum es ging, aber immer wenn ich es greifen wollte, worüber gesprochen wurde, es zu verstehen versuchte, entglitt mir alles.

    Fazit:

    Wahrscheinlich ist es das erste Mal, dass ich das sage, aber der Film wird das Buch bestimmt übertreffen! Ich habe zu diesem Buch keinen Zugang gefunden, auch wenn das Grundgerüst dieser Geschichte gut ist. Wäre das stabiler und umfangreicher gewesen, hätte ich wahrscheinlich mehr Spaß mit Valerie und ihren Freunden gehabt.
    Hinzu kam, dass oft das Wort "Es" durch ein "Er" ersetzt wurde. Zitat: "Er wurde Zeit." Heißt das nicht "Es wurde Zeit"? Leider kam das ein paar mal vor, sodass es sich in meinen Kopf verfestigt hat. Normalerweise schaffe ich es über so etwas hinwegzusehen^^

  7. Cover des Buches Rotkäppchen lügt (ISBN: 9782496713237)
    Elias Haller

    Rotkäppchen lügt

    (140)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Nora ermittelt über Korruptionsfälle und stößt dabei auf ein Wespennest. Der Wolf mordet wieder und inszeniert Rotkäppchen auf brutalste Weise.
    .
    Nora ist eine wirklich interessante Protagonistin und es ist beeindruckend, dass sie den Druck aushält, gegen ihre eigenen Kollegen zu ermitteln. Aber Noras Perspektive ist nicht die einzige und die Handlung wird aus vielen verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dadurch wird die Handlung aber auch nicht viel übersichtlicher, der Fall, in den Nora hineingezogen wird, ist nämlich ziemlich verworren. Die Handlung ist sehr spannend und auch wenn ich mir große Mühe gegeben habe, konnte ich mir wirklich keinen Reim darauf machen. Die Wendungen waren einfach zu wild und trotz der vielen Perspektiven bekommt man doch nicht das ganze Bild präsentiert. Auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

  8. Cover des Buches Die Weisheit der Wölfe (ISBN: 9783453605121)
    Elli H. Radinger

    Die Weisheit der Wölfe

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Anonymos

    Ein sehr starkes Buch! Mit viel Wissen und eigenpassierten Dingen. Auch mit tollen Bildern.

    Trotzdem auch ein kleiner Funcken Spannung, aber auch extrem viel wissen und liebe. Man merkt dass das alles reingesteckt wurde. 

    Es gibt auch ein paar Geschichten die genannt wurden, bzw. auch Beobachtungen. Die genau aufgeschrieben wurden.

  9. Cover des Buches Darf's ein bisschen kriminell sein? (ISBN: 9783944353067)
    Edina Stratmann

    Darf's ein bisschen kriminell sein?

    (26)
    Aktuelle Rezension von: mannomania
    Darf's ein bisschen kriminell sein? von Edina Stratmann

    Ein kleines, handliches Taschenbuch mit 129 Seiten, einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis sowie Kurzvorstellung der Autorin.
    Das Cover ganz in schwarz mit rotem Schriftbild und im hellen Kreis dann die Pistole mit roten Blutstropfen - welch' mo(r)de(r)n(d)e Aufmachung!
    Ebenso eine sehr gut lesbare Schrift sowie flüssiger Schreibstil - überzeugt Euch selbst...

    Fazit:

    Die Autorin hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen sowie sinnvolle Ablenkungsmanöver beschrieben.
    Man kann Schmunzeln, da Vieles liebevoll rüberkommt.
    Die spannenden Geschichten aus dem Kriminal-Büchlein sind sehr empfehlenswert und interessant, ebenso durch den nahen Bezug zum Alltagsleben!
    Vielen lieben Dank für diese kurzweilige Unterhaltung der besonderen Art und Weise :)
  10. Cover des Buches Hunting the Beast 1: Nachtgefährten (ISBN: 9783551301833)
    Cosima Lang

    Hunting the Beast 1: Nachtgefährten

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Laravgt_

    Als Fan von Märchenadaptionen, bin ich natürlich von dem gesamten Plot rund um die Rotkäppchen und die bösen Wölfe begeistert.

    Cosima Lang erzählt mit ihrem flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil eine spannende Urban Fantasy-Geschichte, die im Süden Deutschlands spielt. Dabei greift sie bekannte Elemente aus dem Märchen "Rotkäppchen" auf und passt sie an unser moderneres Zeitalter an. So tragen die "Reds" beispielsweise rote magische Umhänge und Schusswaffen mit Silberkugeln.

    Die Handlung an sich hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Gerade auch, weil es einen kleinen Kriminalfall gab, der gelöst werden sollte.

    Ein paar Fragen sind am Ende des Buches noch ungeklärt, aber ich hoffe, dass diese in den kommenden zwei Bänden beantwortet werden.

  11. Cover des Buches Scarlet (ISBN: 9780606350976)
    Marissa Meyer

    Scarlet

    (106)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Wie bereits beim ersten Teil der Reihe war der Schreibstil der Autorin sehr angenehm zu lesen, obwohl ich die Er-/ Sieg-Perspektive eigentlich eher weniger mag. Hier hat sie aber sehr gut zur Geschichte gepasst.

    Auch das Erzähltempo empfand ich als sehr angenehm, da das Buch zu keinem Zeitpunkt langatmig war, gleichzeitig aber alle wichtigen Details ausreichend erklärt wurden.


    Die Idee, bekannte Märchen in einem Sci-Fi-Setting neu zu inszenieren, fand ich, wie bereits in der Rezension zum vorherigen Band gesagt, von Anfang an sehr interessant. Der Aufbau der Welt wird wieder verständlich erklärt und wirkt auch sehr durchdacht. durchdacht. Neben New Beijing entführt uns das Buch nun auch nach Frankreich, wodurch man nochmal eine komplett andere Seite der Welt kennenlernt, die aber mindestens genauso spannend und authentisch wirkt. Auch die Art und Weise, wie die Gesellschaft funktioniert, mit den Androiden und Cyborgs etc. fand ich sehr spannend zu lesen. Hinzu kommt nun noch eine weitere Gruppierung, die ich wirklich unglaublich interessant finde, der Geschichte einen neuen spannenden Twist gegeben hat und die Geschichte wirklich weitergebracht hat.


    Das Buch beginnt ungefähr dort,wo der vorherige Band aufgehört hat, wodurch es direkt spannend weitergeht. Zum einen hat man dabei den Handlungsstrang rund um Cinder, die einen neuen Begleiter findet, auf den ich aber später nochmal genauer eingehen werde. Andererseits ist da Scarlet, die sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Großmutter macht und dabei Wolf begegnet. Im Laufe der Geschichte kreuzen sich dann die beiden Handlungssträng, wobei man aber auch Einblick in Kais Leben bekommt.

    Insgesamt ist die Geschichte deswegen sehr spannend und wirklich actionreich, wobei die Seiten nur noch so dahinfliegen. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, weil die Geschichte mich einfach so gepackt hat. Man schließt die Charaktere wirklich schnell ins Herz, wobei man gar nicht anders kann als  mit ihnen mitzufiebern. Dabei begegnen sie immer wieder neuen Hindernissen, die einen den Atem anhalten lassen, weil die Situation oft aussichtslos wirken, was die Geschichte aber nur noch spannender macht.

    Das Herz bleibt unter anderem deswegen allerdings auch nicht verschont, die Emotionen fahren Achterbahn. Im Laufe der Geschichte war ich wütend, verängstigt, habe mehrfach (fast) geweint, mit den Protagonisten gehofft und mit ihnen gelacht. Ich habe mich gefühlt als wäre ich Teil der Gruppe und hatte deswegen auch einfach all the feels.


    Das liegt vor allem aber auch an den Protagonisten und Charakteren.

    Cinder ist zurück, noch immer unglaublich stark, kämpferisch und mit einem tollen Humor gesegnet. Sie versucht langsam in ihre neue Rolle hineinzuwachsen und gleichzeitig mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren.

    Dabei bekommt sie diesmal Hilfe von Carswell Thorne, der auf jeden Fall zu einem meiner absoluten Lieblingscharaktere geworden ist. Ich liebe seine Art total, diese liebenswürdige Art von "Arroganz", seine humorvolle Art und sein Wille für das gute zu kämpfen.

    Scarlet ist eine sehr aufgeschlossen Person, die nicht direkt allen Vorurteilen glaubt. Gleichzeitig ist sie unglaublich stark und selbstbestimmt, wodurch sie sich auch von niemandem etwas vorschreiben lässt. Allerdings führt mich das aber auch zu einem Problem, dass ich mit ihr - teilweise aber auch mit anderen Charakteren - hatte. Manchmal hat sie meiner Meinung nach sehr unbedacht gehandelt. Manchmal wirkte sie einfach zu naiv. Viele gefährliche Situationen hätten sich bestimmt vermeiden lassen, wenn sie nicht so gutgläubig gewesen wäre.

    Wolf ist ein sehr spannender Charakter. Auf den ersten Blick wirkt er schon gefährlich, ist gleichzeitig aber auch irgendwie "schüchtern", d.h. er weiß nicht wirklich, wie er sich gegenüber anderen Menschen am besten verhalten soll. Das macht ihn mir zumindest sehr sympathisch. Außerdem ist er ein grandioser Kämpfer, allgemein sehr geheimnisvoll und isst hat eine Menge Appetit.

    Allesamt bilden die Charaktere also eine wirklich spannende Gruppe, die man eigentlich nur liebe kann.

      

    Alles in allem handelt es sich bei diesem Buch um einen wirklich tollen zweiten Teil, der auf jeden Fall Lust auf den Rest der Reihe macht, weshalb das Buch 4,5 Sterne von mir bekommt.


  12. Cover des Buches Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot (ISBN: 9783844908398)
    Marissa Meyer

    Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Alica

    In Band 2 Geht es natürlich weiter mit Cinders Geschichte. Auch das ist weiterhin sehr spannend. Wird sie unentdeckt belieben können? Wird sie ihre Gabe lernen besser einzusetzen und sich daran gewöhnen? Was ist mit Iko? Fragen über Fragen die zum Teil hier auch beantwortet werden. Aber auch nur zum Teil. Wäre ja aber auch langweilig alles in Band 2 von 4 alles direkt zu beantworten.

    So hier in Band 2 kommen natürlich auch weitere Charaktere hinzu wie Scarlett, die in der Märchenwelt das Rotkäppchen verkörpert und Wolf, der den großen Bösen Wolf verkörpern sollte. Aber Wolf ist ja nicht wirklich so böse. Scarlett findet dank ihm ihre verschollene Großmutter wieder, die wohl etwas mit der Prinzessin Celene von Lunar zutun haben soll. Aber nicht nur das findet sie heraus, sie findet auch heraus, wer oder was Wolf wirklich ist. Aber auch woher ihre eigene Familie eigentlich kommt. Das alles ist ja aber nicht genug zwischen den beiden, also wird Scarlett auch noch um Alpha Weibchen gemacht. Wer wissen will was das genau bedeutet, sollte das Buch selbst Hören oder lesen. 

  13. Cover des Buches Saint Falls (Sammelband): Märchen aus der Welt des Verbrechens (ISBN: B0713QX361)
    David Michel Rohlmann

    Saint Falls (Sammelband): Märchen aus der Welt des Verbrechens

    (41)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Sechs verschiedene Autoren - eine große Geschichte!

    "Märchen aus der Welt des Verbrechens" - der Untertitel ist sehr passend. Begegnen einem hier doch Personen, Gegenstände, Schauplätze und Zitate, die man so - oder zumindest so ähnlich - doch eigentlich so gut kennt. Wäre man nicht in Saint Falls...

    Für zarte Gemüter ist das Buch eher nichts. Gewalt, Mord, Prostitution - an allen Ecken und Enden.
    Die einzelnen Kapitel sind jeweils von einem anderen Autor / einer anderen Autorin geschrieben. Der Lesefluß ist aber durchgehend so gut, dass einem dieser Autorenwechsel gar nicht auffällt.
    Es gibt zwar zwei Charaktere, die man als Hauptpersonen benennen könnte. Aber im Verlauf begegnet man weit über 40 Hauptpersonen die wichtig für die Geschichte sind. Manche begleiten einen nur sehr kurz. Anderen begegnet man bis zum Ende hin immer wieder.
    Die Sicht aus der die Geschichten erzählt werden wechselt immer wieder.

    Alles in allem ein sehr gelungenes Werk - eine wundervolle Zusammenarbeit der vielen Autoren / Autorinnen!
    Es war durch der Märchentouch irgendwie vertraut, aber auch einfach so ganz anderst.

  14. Cover des Buches Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss (Die Weinschloss-Saga 1) (ISBN: 9783548061566)
    Paula Seifert

    Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss (Die Weinschloss-Saga 1)

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Claudia86

    Der Roman „Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss“ ist der erste Teil der Trilogie der Autorin Paula Seifert rund um die Sekt- und Weingeschichte im Saale-Unstrut-Tal.


    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Aenne Strauß und es wird bildhaft beschrieben, wie schwer es für eine Frau Ende des 19. Jahrhunderts ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aenne war schon als kleines Mädchen am liebsten mit ihrem Vater im Weinberg und wollte immer alles rund um die Weinproduktion lernen um eines Tages in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten.


    Und als sie dann vom größten Konkurrenten ihres Vaters, der Sektkellerei Kloss & Foerster, ein Jobangebot bekommt, überschlagen sich die Ereignisse. Als sie ihren Kollegen Clemens kennen lernt, lernt sie zum ersten Mal die Liebe kennen. Doch ihr Vater untersagt ihr die Heirat. Und so trennt sie sich schweren Herzens von ihm. Als sie sich dafür entscheidet, den älteren der beiden Brüder des Weinschlösschens zu heiraten, nimmt das Schicksal seinen Lauf und Aenne wird gezwungen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mit der Unterstützung ihrer Mutter Ernestine, ihrer Tante Oda und ihrer Schwester Bettina geht sie ihren Weg.


    Der 1. Teil der Trilogie ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Autorin schafft es das Setting der Zeit, der Region und der Weingeschichte anschaulich zu gestalten und man begleitet die Figuren gern durch das Geschehen. Man leidet mit der Protagonistin doch die Höhen und Tiefen ihres Lebens.


    Durch den flüssigen Schreibstil und die kurzen Sätze fliegt man nur so durch die Seiten.


    Nachdem ich die letzte Seite des Buches gelesen hatte, war ich schon gespannt, wie es mit der nächsten Generation der Winzerinnen im Saale-Unstrut-Tal weitergehen wird. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.


    Alles in allem ist es ein sehr gelungener Roman, der Lust auf mehr macht. Die Geschichte ist definitiv empfehlenswert für alle die historische Romane mögen, nicht nur für Weinliebhaber oder Kenner des Saale-Unstrut-Tals!





  15. Cover des Buches Hunting the Beast 2: Dunkelwesen (ISBN: 9783551302113)
    Cosima Lang

    Hunting the Beast 2: Dunkelwesen

    (17)
    Aktuelle Rezension von: viktoria162003

    Meinung

    Der zweite Band dieser Rollen Reihe. Der erste hat mir so gut gefallen, dass ich gleich mit dem zweiten weiter gemacht habe. Auch hier hat die Autorin einen wirklich tollen Schreibstiel.

    Da Dot sich nun auf Ben einlassen möchte beginnt sie an sich zu arbeiten, was ich sehr mochte, da es einfach nicht unter den Tisch gefallen lassen wird und plötzlich doch geht, nur weil es in der Romanze “schöner” wäre. So baut diese sich Stück für Stück auf und sorgt einfach für Herzklopfen.

    Doch nicht nur an der Beziehung der beiden wird gearbeitet sondern auch an dem Fall mit den verschwundenen Frauen. Wie der Klappentext schon verrät macht Dot hier eine grausige Entdeckung (mit der ich persönlich allerdings schon ein klein wenig gerechnet hatte). Trotzdem tat es der Spannung keinen Abbruch.

    Wieder viele tolle und spannende Szenen sind zu finden. Auch tolle Kämpfe… doch mein Lieblingsmoment der mir Gänsehaut beschert hatte war der Auftritt des Rudels. Mein Kopf-Kino lief auf Hochtouren und ich liebte diese geniale Szene.

     


    Zitat Pos. 2951, Kapitel 27: “Lauf”, flüsterte  sie ihm zu.


     

    Im Buch gab es einen kleinen Fehler der mir aufgefallen ist, aber auch schon zugegebenermaßen kleinlich ist. Ben will Dots Nummer haben, dabei erhielt er diese schon im ersten Band. Sonst ist aber alles sehr stimmig. (Ich hab auch extra noch einmal, Band 1 getalkt um mir sicher zu sein, da mir das ganze bekannt vorkam).

    Die Charaktere sind auch weiterhin toll und jeder hat sein eigenes Merkmal womit man sie gut unterscheiden kann und sich keiner dem anderen gleicht.

    Am Ende gibt es noch einmal einen Höhepunkt der sehr spannend ist und die Leser zum Schluss wieder einmal fiebrig auf den nächsten Band warten lässt. Auch hier ist es so, dass ich Glück habe und der dritte schon erschienen ist.

     

    Fazit

    Ein wirklich tolles und spannendes Buch. Ich mag die Thematik darin, das Dot erst an ihrer Vergangenheit arbeiten muss. Es ist unglaublich spannend den Fall mit den verschwundenen Mädchen aufzudecken und die Romanze sorgt für Herzklopfen. Also ein perfekter Mix der mich von der ersten  bis zur letzten Seite gefallen hat. Daher gibt es 5 Sterne.

  16. Cover des Buches Rotkäppchens Traum (ISBN: 9783442491285)
    Max Bentow

    Rotkäppchens Traum

    (125)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich habe mich erst schwer getan den Thriller zu lesen, weil mich der Klappentext nur Mittel angesprochen hat. Allerdings konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und hatte es innerhalb von 3 Stunden gelesen.

    Zu Beginn wird der Leser stark im Dunkeln gelassen. Die Hauptperson Annie ist seltsam. Auch ihre Art ist manchmal etwas nervig. Dennoch ist ihre Geschichte spannend.

    Ich mag die Rückblenden in den Kapiteln ganz gerne und auch den Wechseln der Perspektiven zwischen Ben und Annie.

    Die Spannung wird die ganze Zeit aufrecht gehalten und ist sehr hoch mit Gruselfaktor.

    Das Ende ist für mich überraschend schnell und plötzlich folgt der Epilog. Die Geschichte zwischen Ben und der originalen Annie finde ich gut. Für Becca hätte ich mit ein anderes Ende erhofft. 

  17. Cover des Buches Küss den Wolf (ISBN: 9783401506661)
    Gabriella Engelmann

    Küss den Wolf

    (198)
    Aktuelle Rezension von: Poesiefeder

    Pippa, die rothaarige Schönheit die liebevoll Rotkäppchen genannt wird liebt ihr Leben in Hamburg. Mit ihren besten Freundinnen den Maki Girls trifft sie sich regelmäßig zum Sushi Essen dabei bequatschen sie alles was gerade in ihren Leben passiert. Doch wenn Pippa der Trubel der Großstadt zu groß wird besucht sie ihre Oma Theodora, ihr Hexenhäuschen liegt malerisch im Grünen und grenzt an einen zauberschönen Wald. Die erste große Liebe verdreht Pippa ziemlich den Kopf. 

    Das Cover ist wiedereinmal zauberschön gestaltet und greift die Farbe rot gut auf. Die Geschichte wird aus Pippas Sicht erzählt. In einzeln Kapiteln bekommt der böse Wolf seinen Auftritt, bis zuletzt bleibt es allerdings spannend welcher Mann in Pippas Leben es nicht gut mit ihr meint. Auch in diesem märchenhaften Buch der Autorin sind die wichtigen Elemente des Märchens Rotkäppchen enthalten, allerdings geschickt verpackt. 

  18. Cover des Buches Rotkäppchen - Werwolfjägerin (ISBN: 9783751957502)
    Sandra Bäumler

    Rotkäppchen - Werwolfjägerin

    (10)
    Aktuelle Rezension von: nathis_nerdwelt

    Als Fan von Märchenadaptionen, besonders von meinem Lieblings Märchen Rotkäppchen, konnte ich an diesem Buch nicht vorbei gehen. Das Cover und der Klappentext haben auch direkt meine Aufmerksamkeit geweckt. Die vielen Schreibfehler waren etwas störend, aber der Schreibstil war sehr locker und angenehm. 

    Einst töteten Werwölfe Elyras Eltern. Nun zieht sie durch die Lande, um die Bestien zu erschlagen. Dann wird sie von Jost angeheuert und ihre Welt gerät ins wanken. 

    Fangen wir bei Elyra an. Sie hat mir als Protagonistin richtig gut gefallen. Sie ist eine starke und hilfsbereite Person und hat einen tolle Humor. Generell waren die Charaktere im Buch alle sehr sympathisch. Die Story an sich war leider oft ziemlich vorhersehbar. Das kann aber daran liegen das ich schon sehr viele Rotkäppchen Märchenadaptionen gelesen habe. Es gab aber auch einiges neues und unerwartetes, was die Geschichte interessant gemacht hat. Die Liebesgeschichte war leider nicht so mein Fall gewesen, aber das ist Geschmackssache. Dafür wurde ab heißen Szenen nicht gespart. 

    Fazit: Alles in allem was es eine nette Geschichte mit einer tollen Hauptprotagonistin. Für Fans von Märchenadaptionen zu empfehlen. 

  19. Cover des Buches Fangs of Iron - Die rote Wölfin: (Fesselnder Romantasy-Einzelband mit Wolfswandlern) (ISBN: 9798344752792)
    Milena E. Rauch

    Fangs of Iron - Die rote Wölfin: (Fesselnder Romantasy-Einzelband mit Wolfswandlern)

    (6)
    Aktuelle Rezension von: globi4711

    Die Geschichte von Marella und ihrem "Bruder" Wyatt war absolut liebenswert. Sie haben sich wie Geschwister "gefetzt" und dann im Laufe ihrer Reise feststellen müssen, dass da gefühlsmässig vielleicht noch mehr ist...?! Schwierig sich andere - als geschwisterliche - Gefühle einzugestehen, wenn die Gefahr besteht, eine tiefe Freundschaft zu verlieren! So stolpern die beiden recht unbeholfen zwischen "es darf nicht sein" und "es ist Herzklopfen-Zeit" hin und her... ;-) Ich habe  mich oftmals über die Kommunikationsversuche der beiden amüsiert!

    Die Geschichte der beiden und die Bedrohung durch die voreingenommenen und verängstigten Menschen war super-spannend. Manchmal hat mich das Verhalten der Menschen wütend gemacht und manchmal waren die Ängste durchaus nachzuvollziehen. Es war faszinierend zu lesen, dass sowohl Marella als auch Wyatt ihren Hass gegen die "Wolfsmasken" und Menschen generell, nicht komplett aufrechterhalten konnten. Nicht alle lassen sich über den einen Kamm scheren....!
    Ich habe jedoch weder der Königin noch Harold wirklich getraut und bald schon vermutet, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte. Heftig kann ich dazu nur sagen!

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte war tiefgründig und sehr gefühlvoll. Manchmal fand ich gewisse Szenen auch echt brutal - sei es gefühlsmässig oder aufgrund der Gewalt. Einige der Twist fand ich recht überraschend und ich war von Beginn weg von der Welt der Gestaltwandler begeistert. Ich konnte das Buch kaum weglegen. Auch dass es endlich einmal wieder einen "langen" Einzelband auf dem Markt gibt, fand ich süperb ;-) Ein herzliches Dankeschön an die Autorin für das bemerkenswerte Lese-Erlebnis!
    Für mich ist "Fangs of Iron - Die rote Wülfin" eine klare Leseempfehlung!

  20. Cover des Buches Die schönsten Märchen der Gebrüder Grimm (ISBN: 9783947738571)
    Gebrüder Grimm

    Die schönsten Märchen der Gebrüder Grimm

    (113)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    25 Märchen zum Vor- und Selberlesen. Für die Erarbeitung dieses Buches treffen zwei Epochen aufeinander: die Gebrüder Wilhelm und Jacob Grimm aus dem 19. Jahrhundert, die 25 ihrer schönsten Märchen erzählen, und Marc-Alexander Schulze, der die altbekannten und beliebten Geschichten mit seinen Illustrationen ins 21. Jahrhundert bringt.

    Erster Eindruck: Das Cover zeigt schon ein paar Figuren von bekannten Märchen – gefällt mir.

    Es sind unter anderem folgende Märchen enthalten:
    - Rapunzel
    - Die Bremer Stadtmusikanten
    - Die zwölf Brüder
    - Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich
    - Das tapfere Schneiderlein
    - Dornröschen

    Ich finde es gut, dass es Märchen von unterschiedlicher Länge gibt, so dass je nach Zeit oder Leselust ausgewählt werden kann. Die Illustrationen gefallen mir; sie runden das Ganze sehr schön ab.

    Es ist etliche Jahre her, dass ich das letzte Mal Märchen der Gebrüder Grimm gelesen habe. Die meisten der hier enthaltenen Märchen waren mir durchaus bekannt, aber ich war überrascht über deren Ausgang, denn diesen hatte ich jeweils nicht mehr so ganz auf „dem Schirm“. Und „die Moral von der Geschicht‘?“ Tja, das muss jeder für sich selbst herausfinden und einordnen.

    Als Erwachsene nehme ich die Märchen heute sicher ganz anders wahr, als ich es als Kind getan habe. Das Einzige was wohl unverändert geblieben ist: ich mochte immer schon gute Geschichten aller Art. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 4 Sternen.

  21. Cover des Buches Grimms Märchen (ISBN: 9783948856724)
    Marian Hoefnagel

    Grimms Märchen

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Pfister

    Märchen halten sich seit vielen Jahrhunderten.

    Manche sind bekannter, manche weniger.

    In dieser Sammlung finden sich verschiedene bekannte Märchen der Sammlung der Brüder Grimm, erzählt in einfacher Sprache und großer Schrift. 

    Das kompakte Buch bietet ein Nachschlagewerk für bestimmte Begriffe und außerdem ein Vorwort der Autorin, auch mit dem Hinweis, dass solche Märchen mit Vorsicht zu genießen sind. Sowohl der Inhalt der Geschichten als auch die Sensibilität gegenüber bestimmten Personen, Personengruppen und Tieren bedarf einer kritischen Betrachtung und nicht jede Moral ist leicht zu erkennen bzw. ohne Diskussion hinzunehmen.

    Ich fand das Buch eine gelungene übersichtliche Wiedergabe der Märchen, passend aufbereitet, so dass viele Menschen Freude am Werk haben können.

  22. Cover des Buches Wolf: Es war einmal ... (ISBN: 9783730904992)
    Bonnyb. Bendix

    Wolf: Es war einmal ...

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87
    Das war wirklich mal ein Märchen der anderen Art. Die Geschichte von dem männlichen Rotkäppchen und dem bösen Wolf hatte genau die richtige Mischung aus Humor, Spannung und Erotik und so war ich fast etwas enttäuscht das sie so schnell zu Ende gelesen war.
  23. Cover des Buches Es war einmal ... (ISBN: 9783845814124)
    Thorsten Saleina

    Es war einmal ...

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Dieses Buch ist kein einfaches Märchenbuch, es ist ein Buch zum Vor-und Mitlesen. Und wer jetzt meint das es nur etwas für Kinder ist die schon lesen können irrt.
    Dank kleiner Vignetten, die die Hauptwörter ersetzten können selbst Kinder ohne Buchstabenkenntnisse mit lesen.
    Die Märchen können zudem von etwas geübten Leseanfängern selbst gelesen werden.
    Eine große Fibelschrift und große Zeilenabstände machen es Leseanfängern leicht den Text zu lesen. Es werden kaum schwierige Wörter verwendet. Die Bilder der ersetzten Hauptwörter sind klar zu erkennen und die Märchen orientieren sich am Original, so dass die Kinder eventuell auch aus ihren Märchenerfahrungen einiges ableiten können.
    Einziger Wehmutstropfen, es gibt es zu jeder Geschichte jeweils nur ein großes Bild.
    *
    "Rotkäppchen und der böse Wolf"
    "Der Froschkönig"
    "Die Bremer Stadtmusikanten"
    und
    "Hänsel und Gretel"
    werden durch den Mitlesefaktor zu einem besonderen Lesevergnügen ,das selbst schon kleinen Kindern viel Spaß bereitet weil sie "wirklich mitlesen" können und sich dabei richtig groß fühlen.
    *
    Das Format entspricht einem Bilderbuch, die grafische Aufmachung ehr einem Erstlesetitel
    Inhaltlich sind die Märchenkurz gefasst, alle wichtigen Elemente des Originals sind vertreten.

    Der Vorsatz des Buches führt uns gleich ins Buch. Hier werden wir von einem Märchenwald begrüßt. Die Illustrationen zu den jeweiligen Geschichten sind plakativ und witzig gezeichnet. Besonders gut hat den Kindern die Illustration der Bremer Stadtmusikanten gefallen. Hier wird der Überfall der Tiere auf die Räuber witzig und turbulent dargestellt.
    Mit einer Spur Witz sind auch die anderen Märchen illustriert was den Kleinen besonders viel Freunde bereitet.
    *
    Ein originelles kleines Märchenbuch für die ganze Familie
  24. Cover des Buches Zwielicht 4 (ISBN: 9783943948240)
    Michael Schmidt

    Zwielicht 4

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    „Unserer Freundin kniete neben der Blutlache nieder. Sie benetzte ihre Finger mit der roten Flüssigkeit und malte damit das Symbol der ineinander verschlungenen Kreise auf ihre Stirn. Aus welchem Grund sie dies tat, konnte ebenfalls niemand erklären, außer dass es sich unter diesen Umständen richtig anfühlte, dass es sogar das einzig vernünftige war, das jemand tun konnte, wenn mit der Geste und dem seltsamen Laut eine Kröte aus einem Tümpel gerufen worden war.“
    (Daniel Schenkel: Herr Winzig)


     Vincent Voss: Rotkäppchen und Dr. Wolf
    Als Rotkäppchen tot im Wald aufgefunden wird, ist für die Dorfbewohner sofort klar, dass Dr. Wolf der Täter sein muss. So macht sich eine Gruppe Männer bei Anbruch der Dämmerung auf den Weg zum Haus der Großmutter. Doch ohne es zu wissen stehen die Dorfbewohner bereits unter Dr. Wolfs Einfluss.

    Iven Einszehn: Der Arztbesuch
    Obwohl der Patient behauptet hat, seine Finger wären gebrochen, zeigt das Röntgenbild zeigt eine völlig unversehrte Hand. Den Patienten so unversehrt zum Doktor vorzulassen verbietet die Pflichtauffassung der Arzthelferin. Damit der Arztbesuch nicht gänzlich umsonst war, könnte sie etwas nachhelfen.

    Jens Schumacher: Dr. Leinensack
    Zuerst hält er das unfrankierte Päckchen Tabletten samt dem Anschreiben für einen Scherz. Eine Pille, die auch Männern den normalerweise Frauen vorbehaltenen „Grünen Daumen“ und ein ganz neues Verständnis für Pflanzen bescheren soll. Und seit der Einnahme, und besonders seit der eigenmächtigen Erhöhung der Dosis, entwickelt er zu seinen Zimmerpflanzen tatsächlich eine ganz neue Beziehung.

    Josef Helmreich: Tattoo
    Auf den Stuhl des Tätowierers ist John entspannter als er gedacht hat. Ist er vielleicht sogar eingeschlafen und träumt womöglich? Denn plötzlich hat seine untreue Ex-Freundin den Platz des Tätowierers eingenommen.

    Dominik Grittner: Master Carvats Geheimnis, Leichen verschwinden zu lassen
    Eine unschöne Nebenerscheinung von Le Blancs Geschäften sind die Leichen, die es hier und da zu entsorgen gibt. Mit Master Carvat hat er jedoch einen Kontaktmann, der es versteht, unliebsame Überreste ohne jede Spur verschwinden zu lassen. So wie die jüngste Lieferung, die Omar und Neuling Karl an Carvat übergeben sollen. Doch Le Blanc will sich zukünftig Carvats teure Dienste sparen und so lautet Karls Auftrag herauszufinden, wie genau der Master die sterblichen Überreste beseitigt.

    Carsten Zehn: Vom wahren Namen eines Baumes
    Kein Argument scheint den Friedhofsverwaltungsbeamten davon abbringen zu können, den alten Friedhof zu schließen, den Gabhan Canmores schon seit Ewigkeiten als Gärtner betreut. Selbst der freiwillige Verzicht auf sein ohnehin mickriges Gehalt könne an der Situation nichts ändern. Erst die Demonstration der Macht des alten Baumes, der das Zentrum des Totenackers dominiert, bringt die Wendung.

    Regina Schleheck: Cristal von der Post
    In naher Zukunft bietet die Post die Möglichkeit, seinen Hinterbliebenen sofort nach dem Ableben eine Nachricht zukommen zu lassen. Zum Beispiel die Erkenntnis von seinem Ehemann und dessen Liebhaberin aus dem Weg geräumt worden zu sein.

    Verena Gehle: Carlotta
    Ein Wanderurlaub in der Einsamkeit des Nunmatals: nur Yuri und sein Hund Pim. Das perfekte Vorhaben, um über Carlotta hinwegzukommen, die ihm gerade den Laufpass gegeben hat. Doch während seiner Wanderung glaubt Yuri seinen Ohren nicht zu trauen, als er in der Nähe plötzlich Carlottas Stimme vernimmt. Und kurz darauf seine eigene. Doch das ist unmöglich. Dafür hat er doch selbst gesorgt.

    Andreas Flögel: Der Hauch einer Berührung
    Bevor er den kalten Arm ihrer Leiche neben sich ertastet, sieht er Linas Geist auf seiner Bettkante sitzen und in dieser Form ist sie immer bei ihm. So führen sie – mit einigen Einschränkungen – auch nach Linas Tod noch immer eine einigermaßen normale Beziehung. Das einzige, was er vermisst, sind die alltäglichen zärtlichen Berührungen zwischen ihnen. Da zeigt ihnen der Zufall einen Weg, wie es ihnen gelingen kann, die Grenzen aufzuheben.

    Erik Hauser: Mein Onkel Stanislaus
    Onkel Stanislaus ist ein unangenehmer und undankbarer Zeitgenosse, der ein hartes Familienregiment führt und seiner Umgebung und auch seiner Ehefrau Rose das Leben zur Hölle macht. Eines Tages bildet sich eine Nekrose, die auf seinen unmäßigen Tabakgenuss zurück zu führen ist. Dies ist nur der Auftakt zu mehreren Amputationen, die ihn schließlich komplett ans Bett fesseln. So wird das Leben für Tante Rose noch anstrengender und demütigender, was sie alles ohne Wehklagen erträgt. Selbst nach Stanislaus Beerdigung trauert Rose ihrem Mann noch nach.

    Max Pechmann: Ein seltsamer, kühler Ort
    Um sich von seiner Ideenarmut abzulenken und der hochsommerlichen Hitze seines Apartments zu entkommen, besucht ein Drehbuchautor ein unscheinbares Kino in der Nachbarschaft, wo sich nach dem Verlöschen des Lichts seltsame Dinge tun.

    Daniel Schenkel: Herr Winzig
    Die Kinder entdecken den Puppenmann Hr. Winzig in einer verlassenen Villa, die sie als Spielplatz gebrauchen. Zuerst bringt er ihnen einige Rituale und Zaubersprüche bei, dann beginnen die Träume. Doch das alles war erst der Anfang. Als einen von Ihnen stirbt, beginnt der wahre Schrecken. 

    Michael Böhnhardt: Die Flammen von Troja
    Durch seinen Vertrag mit Faust ist Mephistopheles daran gebunden, dessen Wünsche zu erfüllen, bis dieser stirbt und seine Seele dann endlich dem Herrn der Hölle gehört. Faust als Diener des Kaisers nutzt dieser Arrangement, sich von seinem Vertragspartner die Wünsche seines Herrn erfüllen zu lassen, bis hin zur Wiedererweckung der Toten. Ein Problem gibt es jedoch als es den Kaiser gelüstet, Homers Helden von Troja zu sehen, gehören die doch ins Reich der Legenden und haben nie wirklich existiert. Doch während es recht einfach ist irgendwelche Männer aus dem Totenreich als antike Krieger zu verkleiden, stellt sich die Suche nach Helena – einer Frau von solcher Schönheit, dass deswegen ein Krieg ausbrach – als schwieriger und auch sehr viel gefährlicher dar.

    Harald A. Weissen: Am Ende eines Sommers
    Als er seine ehemalige Mitschülerin Kim zufällig an der Supermarktkasse neben sich sieht, kehren seine Erinnerungen an die Schulzeit zurück. Die Zeit, in der er Kim bis über beide Ohren verknallt, gefolgt ist. An ihre geheimen Orte in der Hoffnung, sie zu treffen und doch unwissend, was dann zu tun sei. An die seltsamen Ereignisse, deren Zeuge er damit wurde. Und dann ergibt sich plötzlich doch die Gelegenheit, Kim wieder zu treffen.


    „Ein pfeifender Windstrom wehte von der Treppe raschelnde Blätter und Fäulnisgestank hinter mir her, unter meinen Schuhen knirschte Glas, einige blutbesudelte Spritzen, leere Flaschen und etwas, das wie ein verwester Tierkadaver aussah, lagen am Rand, und von irgendwo vernahm ich ein leises, seltsames Geräusch, das ich nicht einordnen konnte. Doch mit jedem Meter, den ich hinter mich brachte und mich der Mitte des Tunnels näherte, wurde es lauter und ich begriff bestürzt, was es in Wirklichkeit war: Eine Person, die eine Kindermelodie sang und sich gleichzeitig würgend übergab.“
    (Harald A. Weissen: Am Ende eines Sommers)


    MEINUNG
    Mit seiner Magazinreihe ZWIELICHT, die inzwischen die Nummer 9 erreicht hat, kann Michael Schmidt als Vorreiter einer kleinen Welle deutscher Horror-Anthologiereihen gesehen werden, was es vorher jahrelang nicht gab. Die Kollegen heißen HORROR LEGIONEN (bisher 3 Ausgaben), MÄNGELEXEMPLARE (bisher 4 Ausgaben und einen Roman) und DIABOLUS (2 Ausgaben). Schmidt selbst hat noch die ZWIELICHT CLASSIC-Reihe nachgeschossen, die er in Eigenregie als ebook und als print über Amazon CreateSpace herausbringt.

    Zwar ist ZWIELICHT als Magazin mit Sekundärbeiträgen konzipiert, doch liegt der Fokus auf den Kurzgeschichten. Auch das Taschenbuchformat vermittelt eher das Look & Feel einer Anthologie als das eines klassischen Magazins.

    Wie man den Herausgeber kennt, erwarten den Leser im Geschichtenteil moderne Phantastik-Stories, die einen willkommenen Bogen um überstrapazierte Mode-Horrorthemen und -gestalten machen. Wie in jeder Anthologie wird jeder Leser seine ganz persönlichen Favoriten finden. Öde Vorhersehbarkeit kann man den Beiträgen in ZWIELICHT 4 auf jeden Fall nicht vorwerfen. Schon die Autorenmischung, von denen jeder seine eigene Stimme einbringt, spricht wieder für sich. Zwar finden sich keine der ganz großen Namen, die einem breiten Publikum bekannt sind, in der Liste, doch ist das für Michael Schmidt auch zweitrangig. Jens Schumacher, Vincent Voss und Dominik Grittner veröffentlichen immer wieder in Publikumsverlagen (Bastei Lübbe, Loewe, Egmont). Erik Hauser, Daniel Schenkel und Harald A. Weissen zählen zu geschätzten „Szene“-Lieblingen und auch die Übrigen müssen sich keinesfalls verstecken. Alle punkten mit durchweg originellen Beiträgen, die ihre Wurzeln in klassischen Fanatstikthemen haben, diese aber in ein modernes Gewand kleiden.

    Den Sekundärteil eröffnet Achim Hildebrand, der kurz das Leben von ALGERNON BLACKWOOD beleuchtet, den Lovecraft als „absoluten und unbestrittenen Meister der unheimlichen Stimmung“ bezeichnete und der in seinen Geschichten weit subtiler zu Werke ging als der Erfinder des Cthulhu-Mythos. Eine Kurzvorstellung ausgewählter Blackwood-Geschichten ergänzt die Biografie.

    Mirko Stauch und Daniel Neugebauer berichten mit beeindruckender Detailfülle über H.P. LOVECRAFT UND DIE WEIRD TALES. War es doch diese Zeitschrift, die Lovecraft nicht nur lückenlos las, sondern in der er auch die meisten seiner Kurzgeschichten veröffentlicht wurden. Nicht ohne den ein und anderen Rückschlag und so manchen Kampf mit dem jeweiligen Verleger, für die es immer noch galt, ein Magazin zu verkaufen und nicht die Kunst zu fördern.

    Eric Hantsch nimmt sich des norddeutschen Theodor Storm an, der ebenfalls einige phantastische Geschichten in seinem Oeuvre hat. Eine Kurzbiografie Storms, gefolgt von sachkundigen Vorstellungen vier gespenstischer Werke des POETISCHEN SPOEKENKIEKERS, die da wären: BULEMANNS HAUS, RENATE, EINE FRAGE DES GEFÜHLS und wohl Storms bekannteste Gespenstererzählung DER SCHIMMELREITER.

    Meine Wenigkeit trägt eine Vorstellung der bis dahin fünf Romane bei, die in den Jahren 2008 – 2012 den VINCENT PREIS gewonnen haben. Weiterhin sind die Ergebnisse des VINCENT PREIS 2011 und 2012 abgedruckt.

    Seit ZWIELICHT im Verlag Saphir im Stahl erscheint und die Cover von dem Schweizer Künstler Björn Ian Craig gestaltet werden hat die Reihe auch optisch ihr eigenes, sehr ansprechendes Profil gefunden. Neben den mehr als gelungenen Titelbildern beeindruckt jedes mal, wie kunstvoll Craig die jeweilige Nummer der Ausgabe in den Magazinnamen einflicht.


    UPDATE
    ZWIELICHT 4 ist inzwischen beim Verlag vergriffen aber als Kindle-Book und Create Space-Druck über Amazon zu beziehen.


    FAZIT
    Absolut empfehlenswerte Sammlung deutscher Horror-Kurzgeschichten, die sich nicht am aktuellen Strömungen (Zombies, Torture-Porn, etc.) anbiedert, sondern klassische Horrorthemen in moderne Geschichten verpackt liefert.

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