Bücher mit dem Tag "ruhr"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ruhr" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

     (307)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Michel de Fleury ist ein junger aufstrebender Kaufmann, der eigentlich bzw. vermeintlich ein gutes und erfolgreiches Leben vor sich hat. Doch es werden ihm sowohl beruflich als auch privat einige Steine in den Weg gelegt. Einige liegen nicht in seiner Macht, einige sind selbstgemachtes Leid. Dennoch schafft er es immer wieder, irgendwie eine Lösung zu finden.

    Es geht wie so häufig um den Kampf Gut gegen Böse, wobei hier die Kaufleute im Großen und Ganzen die Guten, Adel und Klerus die Bösen sind. Dennoch gibt es auch kleinere Abstufungen. So ist nicht jeder Kaufmann das Wahre und es gibt Fehden untereinander, auch innerhalb der Gilde, natürlich von Adel und Klerus ordentlich befeuert, aber auch dort sind nicht alles schwarze Schafe. So spiegelt die Bevölkerung Varennes im Großen und Ganzen eine gewöhnliche Bevölkerungsstruktur in einer größeren Stadt wider.

    Aber ich habe auch ein paar Kritikpunkte. So hat das Buch gerade auch in der ersten Hälfte einige Längen, in denen nicht wirklich viel passiert. Auch das Salzthema ist mir leider viel zu kurz gekommen. Auch wenn es Titelgebend ist, so ist es eher eine Randerscheinung und könnte durch jede andere Ware ausgetauscht werden. Es geht mehr um den Handel als solches und die damit verbundenen politischen Querelen in Varennes als um das Salz selbst.

    Dennoch konnte das Buch mich unterhalten , was auch dem flüssigen und tollen Schreibstil von Daniel Wolf geschuldet ist.

  2. Cover des Buches Der alte König in seinem Exil (ISBN: 9783423253505)
    Arno Geiger

    Der alte König in seinem Exil

     (344)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Arno Geiger beschreibt eindringlich und nah das Verhältnis zu seinem dementen Vater. Voller Würde und Nachsicht entdeckt er auch den Gewinn, den die Erkrankung ihm und seiner Vater-Sohn Beziehung zuspielt. Mutig und ehrlich, voller wunderbarer Erzählkraft. Lesenswert.

  3. Cover des Buches Das Zeichen des Sieges (ISBN: 9783499252556)
    Bernard Cornwell

    Das Zeichen des Sieges

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler
    Es war mein erstes Buch von diesem Autor, ich wusste also nicht was mich erwartet. Ein ungeschönter Roman über eine längst vergangene Zeit und eine berühmte Schlacht. Anfangs kam ich gut in die Erzählung hinein, da es mehr oder weniger um die Geschichte des Protagonisten ging. Weiterführend war es für mich dann etwas schwieriger dem ganzen zu folgen, weil die Beschreibung von Kriegsgerät, Waffen und Schaden den diese anrichten in den Vordergrund rückte. Der Autor beeindruckt hier zwar mit unglaublichen Detailreichtum und guter Recherche, aber ich fand es ehrlich gesagt ein bisschen langweilig.Mein Fazit: Für mich war es eher ein Kriegsbericht mit einer gut eingeflochten Hintergrundgeschichte. Wie gesagt, sowas muss man mögen - deshalb von mir nur drei Sterne. 
  4. Cover des Buches Die letzten Kinder von Schewenborn (ISBN: 9783473476954)
    Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn

     (359)
    Aktuelle Rezension von: feliSS

    Als ich das Buch gelesen hatte, war ich wie in einem Trance. Es war Abends, kurz vor Mitternacht, ich war müde, aber wollte nicht schlafen. Ich wollte das Buch zu ende lesen! Als ich dann fertig war (übrigens, ich hatte deswegen schon paarmal Tränen vergossen), hatte ich das Gefühl, ich habe das so erlebt. Das war ganz komisch. Ich war so mitgerissen, es war so gut beschrieben, und die Schicksale gingen mir so ans Herz, dass ich das Gefühl hatte ich war dabei. Erst paar Minuten später habe ich realisiert, dass ich nicht dabei war, und das in dieser Form nicht passiert ist. (In Deutschland gab es noch keine Atombombe, nur in Russland und Japan, deshalb ist die Familie, die das erlebt, nur erfunden.) Trotzdem fühlte sich das wirklich echt an!! Nur ein kleiner Hinweis: Es sollten die richtigen Personen lesen. Wenn jemand sehr stark sensibel ist oder es hasst, von anderer Menschen leid zu erfahren, oder deswegen Albträume bekommen könnte, sollte er es lieber nicht lesen. Und ich finde das ehrlich gesagt auch nicht passend für einen Schulunterricht. Nicht jeder Schüler ist psychisch stark, dass er das ohne weiteres lesen könnte. 

  5. Cover des Buches Papillon (ISBN: 9783596212453)
    Henri Charrière

    Papillon

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Lynn11

    Auch wenn diese Geschichte im autobiographischen Schreibstil verfasst wurde, so mag ich doch sehr daran zweifeln, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Die Story ähnelt einem Abenteuerroman, in welchem sich die Szenerie einige male wiederholt. Für mein Empfinden etwas zu platt, zu künstlich und zu oberflächlich. Ja, als Klassiker sollte man das Buch einmal in seinem Leben gelesen haben. Gehört zu den Abenteuerromanen: Tarzan, Mobby Dick, Robinson Crusoe u.a.

  6. Cover des Buches Der Weg zurück (ISBN: 9783942656788)
    E.M. Remarque

    Der Weg zurück

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Diese Buch ist die Fortsetzung zu dem viel bekannteren Buch „Im Westen nichts Neues“. 

    Hier erzählt Erich Maria Remarque wie es der Handvoll Soldaten ergeht, die als Schüler auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs eingerückt und danach an Körper und Geist verletzt wieder in ihr privates Umfeld zurückkehren.  

    Nichts ist mehr wie vorher. Den jungen Männern, die desillusioniert und orientierungslos sind, schlägt statt der einstigen Kriegsbegeisterung nur noch Verachtung entgegen. Niemand hat ein offenes Ohr für ihre berechtigten Anliegen. So schweigen auch diejenigen, die ein wenig über die erlebten Kriegsgräuel reden wollten auch noch. 

    Dieser Roman wird aus Sicht von Ernst Birkholz geschrieben (Paul Bäumer ist ja in den letzten Kriegstagen gefallen). Auch Ernst hat große Probleme an das Leben vor dem Krieg anzuknüpfen. Seine Schulkollegen und er können/sollen das Abitur nachmachen. Doch angesichts der Traumata ist es kaum möglich, sich mit Latein, Altgriechisch oder mathematischen Formeln zu beschäftigen. 

    Als einer der der Heimkehrer wegen Mordes vor Gericht steht, wirft der Autor die (berechtigte) Frage auf, warum das Töten im Zivilleben anders bewertet werden soll, als das vielfache Töten als Soldat. Darauf weiß natürlich keiner eine Antwort.  

    Fazit: 

    Ein weiteres beeindruckendes Buch aus der Feder von Erich Maria Remarque, das zu Unrecht im Schatten von „Im Westen nichts Neues“ steht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.


  7. Cover des Buches Wolf unter Wölfen (ISBN: 9783499273766)
    Hans Fallada

    Wolf unter Wölfen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Falladas Epochenroman zur Thematik Inflation erzählt von drei ehemaligen Soldaten, die versuchen im damaligen Berlin sowie auf Neulohe zu leben. Es ist die Zeit der Geldentwertung, nicht ist einfach, im Gegenteil. Schicksalhaft ist diese Zeit und der Autor stellt sie authentisch bildhaft lebendig dar. Die Chronik dieser Zeit ist eigentlich schon eine literarisch lebendige Reportage mit Schilderung der zu dieser Zeit lebenden Menschen und ihrer Schicksale und Beweggründe.

     

    PREIS: 14,99 Euro

     

    ·  Taschenbuch: 1243 Seiten

    ·  Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (6. Juni 2011)

    ·  Sprache: Deutsch

    ·  ISBN-10: 3746627435

    ·  ISBN-13: 978-3746627434

    ·  Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 5,5 x 18,9 cm

     

    Wir befinden uns im Sommer des Jahres 1923 in Berlin. Petra und Wolfgang wohnen in einer Hinterhofwohnung, was ihnen widerfährt: Petra ist gleich zu Beginn in einem Polizeigefängnis und Wolfgang unterwegs nach Neulohe zum dortigen Rittergut - im Schlepptau seine beiden ehemaligen Kriegskumpel Prackwitz und Studmann.

     

    Ein Gesellschaftsroman - ein blühendes Bild dieser Zeit - einmalig authentisch und lebendig glaubwürdig zu lesen hat mich diese Geschichte, die so viele menschliche Schicksale beinhaltet, tief beeindruckt und nachdenklich zurück gelassen. Die Charaktere sind so unterschiedlich wie sie unterschiedlich nur sein können, das macht auch die Vielfalt aus der Menschen und der Szenen des von diesen Erlebten.

     

    Leseprobe:
    ========

     

    Elftes Kapitel

    Es kommen des Teufels Husaren

     

    "Es ist eine Unverschämtheit!", schrie der Rittmeister.

    "Ich wußte ja, du würdest dich aufregen", sprach sanft Frau von Prackwitz.

    "Ich lasse mir das nicht gefallen!", schrie der Rittmeister noch stärker.

    "Es war bloße Fürsorge", beruhigte Frau von Prackwitz.

    "Wo ist der Brief ...

     

    Eindrucksvolle Schilderungen - detailgetreu - man fühlt sich in diese Zeit versetzt und liebt, lebt und leidet mit den Figuren. Schilderungen der Lebensumstände dieser Zeit mit den politischen und wirtschaftlichen Belangen verknüpft, fiktive Handlung mit realerer Historie perfekt verbunden, das macht diesen Roman aus.

     

    So viel wird geschildert und irgendwie ergibt am Schluss alles wieder einen Zusammenhang. Ein geniales Bild einer wahnsinnigen Zeit !!!

     

    Ich empfehle ihn sehr. Ein wahrer Klassiker !!!

  8. Cover des Buches Einmal durch die Hölle und zurück (ISBN: 9783100039132)
    Josh Bazell

    Einmal durch die Hölle und zurück

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Zeitschnecke
    Wer den  ersten Teil gelesen hat, denkt sich: ich weiß was auf mich zu kommt! Lass mich dir sagen: Nein, weißt du nicht.

    Josh Bazell hat sich selbst übertroffen. Der zweite Roman über Pietro Brown ist was völlig anderes, klar gibt es Fußnoten (ich glaube ja er liebt diese ganz besonders :))die auf den ersten Roman verweisen, doch es ist losgelöst voneinander zu betrachten.

    Die Charaktere kommen nicht wieder und wer David Locano ist bekommt jeder schnell mit.
    Der Fall Loch Ness wird nachkonstruiert in einer kleinen Stadt in Minnesota.In den  Borndary Waters wird eine Exkursion mit politischem "Schiedsrichter" angeleiert, um endlich zu klären gibt es das Ungeheuer oder ist es bloß ein großer Schwindel?
    Es ist eine spannende Reise durch die Politik und Gesellschaft Amerikas.

    Josh Bazell nimmt einen  mit in seinem gewohnt leichten Schreibstil den ich am Liebsten von morgens bis abends lesen möchte und wahrscheinlich immer noch nicht genug davon hätte.
    Ich sage vielen Dank für dieses großartige Buch und ich wünsche allen große Lesefreude.
  9. Cover des Buches Marschmusik (ISBN: 9783630875101)
    Martin Becker

    Marschmusik

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79
    In dem Buch "Marschmusik" schreibt Martin Becker über eine durchschnittliche Ruhrpott Familie.
    Eine Familie die mehr für sich lebt, 3 Söhne hat, versucht über die Runden zu kommen, der Erzähler des Buches ist der jüngste Sohn und Nachzügler, er erhielt gerade von den Eltern immer viel Liebe und Aufmerksamkeit.
    Aber der jüngste Sohn lebt auch am weitesten von der alten Heimat entfernt, als er seine Mutter mal wieder besucht erinnert er sich an sein bisheriges Leben und interessiert sich gerade für den schon verstorbenen Vater der im Bergbau tätig war.

    Für mich ist das Buch von Martin Becker eine ganz grosse Liebe und Hommage an den Ruhrpott, gerade an die Menschen die im Bergbau tätig waren, die die Nation mit Kohle und Energie versorgten, die immer am malochen waren und nie gejammert haben.

    Der Schreibstil des Buches ist einfach, realistisch, so wie die Menschen im "Pott" reden, denken und leben und genau hier liegt, für mich als Leser, das Besondere, das Liebevolle, das Wahre des Buches.
    Man muss sich auf den Schreib- und Erzählstil einlassen, sonst denke ich dass viele Leute ein Problem mit diesem Buch haben werden.

    Das Buch weist einige Erzählstränge auf, einmal geht es um den jüngsten Sohn der immer das Nesthäkchen war, der aber als Einziger das Weite gesucht hat und verschiedene Bahnen von Gefühlen durchlebt wenn er die Mutter daheim besucht.
    Er möchte nicht zu Besuch kommen, auf der anderen Seite möchte er aber auch nicht gehen.
    Man erfährt von seiner Jugend, dass er immer eher ängstlich war, viel krank, ja manchmal fast paranoid, wieviel ihm das Posaune spielen in der Marschkapelle bedeutet hat, er suchte den Weg zu der ganz grossen Bühne und wollte berühmt und angesehen werden.

    Und dann gibt es das Leben der Eltern, was ich persönlich am interessantesten fand, denn diese Abschnitte beschreiben das Leben und Arbeiten im Ruhrpott sehr deutlich.
    Wie die Eltern sich kennenlernten, wie sie nach Jobs suchten und immer versuchten über die Runden zu kommen, dass das Leben damals kein Zuckerschlecken war, aber es gab nie ein böses Wort oder Grund zu Jammern, denn- "man kann ja nichts machen", es wird schon irgendwie weitergehen.

    Wer dieses Buch liest sollte sich für den Bergbau, den Ruhrpott und die Mentalität des Ruhrpotts interessieren bzw. vielleicht schon mal dort gewesen sein.
    Mein Freund stammt aus dem Pott, seine Oma und andere Verwandte leben noch dort, viele haben damals noch in den ganz grossen Industrieanlagen gearbeitet.
    Durch regelmässige Urlaube kann ich mittlerweile sagen dass das Buch den Ruhrpott genau so wiedergibt, es war eine Freude es lesen zu dürfen.

    Und gerade heute ist der Pott mehr als nur Bergbau, grau und dreckig, sondern grün, interessant und von einem ganz eigenen Schlag.

    Ich bedanke mich bei dem btb-Verlag, dem Randomhouse Verlag sowie dem Bloggerportal die mir das Buch als Rezensionexemplar überlassen haben.
    (Dies hat keine Auswirkungen auf meine Rezension!)

    Mich konnte das Buch bestens unterhalten, es gibt tiefe Einblicke in das einfache Leben einer Familie die mit dem Bergbau aufgewachsen ist und ist eine wahre Hommage an den Ruhrpott.



    Glück auf!




  10. Cover des Buches Südwinde (ISBN: 9783828992597)
    Nicole C. Vosseler

    Südwinde

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Die Engländerin Brittany Addison wird als Schiffbrüchige an die Küste Tahitis geschleppt und dort eines Tages von der Besatzung James Cooks entdeckt, der dort den Venustransit erforschen will und auf der Suche nach dem Großen Südlichen Kontinent ist.

     

    Die Thematik des Romans „Südwinde“ ist durchaus interessant, denn es geht hierbei um James Cooks erste Südseereise nach Tahiti und weiter in Richtung des heutigen Indonesiens und Neuseelands. Eine interessante Thematik, die in historischen Romanen wohl nicht allzu häufig thematisiert wird.

    Doch leider wird aus diesem Ansatz nichts gemacht. Das fängt schon bei der Sprache an. Nicole C. Vosseler schreibt nämlich gerne lange Hauptsätze und verschachtelt zum Teil Nebensätze in Nebensätzen. So bilden sich mitunter abenteuerliche Satzungetüme, die das Lesen unnötig erschweren und kompliziert machen.

    Zudem ist vieles in diesem Roman, von der Liebesgeschichte Britannys zu einem Mitpassagier mal abgesehen, fast schon teilnahmslos und gelangweilt erzählt, so dass nicht wirklich Spannung aufkommt. Trotz ausführlicher Charakterbeschreibungen fand ich dennoch zu keinem Charakter wirklich Zugang, alles plätscherte eher vor sich hin, statt wirklich zu packen.

    Trauriger Höhepunkt des Ganzen ist die Beschreibung des Verlustes weiter Teile der Mannschaft an Malaria und Ruhr. Im Tagebuchstil wird, neben Wetter- und Positionsdaten, lediglich der Verlust der Besatzung dokumentiert. Dies erschien mir auf fast schon groteske Art und Weise desinteressiert, das es fast schon komisch erscheint.

     

    Schade, hier wurde aus einer schönen Thematik leider nichts gemacht, was mich nur ansatzweise fesseln konnte. So kann ich keine Empfehlung für „Südwinde“ geben.

  11. Cover des Buches In Feindesland (ISBN: 9783863614768)
    Uwe Strauß

    In Feindesland

     (8)
    Aktuelle Rezension von: silvandy

    Zu Beginn des ersten Weltkriegs im Jahr 1914 fällt ein kleiner, aber strategisch wichtiger Küstenort in Deutsch-Südwestafrika  trotz vorherigen Anschlag auf die Alliierten an die überwältigende Übermacht der Feinde. Der Soldat Georg Hassler kommt ebenso wie die wenigen überlebenden Kameraden in Kriegsgefangenschaft nach Südafrika. Dort gibt es krankheitsbedingt weitere herbe Verluste unter den Soldaten. Als er seine Kameraden beerdigt, stellt Georg Hassler fest, dass sein Freund auf eine mysteriöse Weise ums Leben kam, die definitiv nicht von einer Krankheit verursacht wurde. Im Lager erfährt er zudem, dass dies nicht der erste Fall ist. Ein weiterer deutscher Soldat kam an der Küste unter ähnlich ungewöhnlichen Umständen ums Leben. Hassler Neugierde ist damit geweckt.  
    Zurück in Deutschland überbringt er die Todesnachricht eines Freundes seiner Familie, die jeden Zeitungsartikel nach Kriegsausbruch aufgehoben hat. Dort macht er einen weiteren ungewöhnlichen Todesfall ausfindig und beginnt mit der Suche nach Antworten.
    Zudem erfahren wir die Geschichte von Jeroen und seinen Freunden, die unter subopitmalen Bedingungen im Waisenhaus aufgewachsen sind und die nach dem Kriegsende auf Georg Hassler treffen, ihrem einstigen Gefangenen.
    Der Autor Uwe Strauß schafft es mit seiner ungewöhnlichen Geschichte, die Leser von Anfang an zu fesseln. Der Schreibstil ist locker-leicht, flüssig und die Beschreibungen der Landschaften sind sehr anschaulich. Die Zeichnung der Protagonisten ist gelungen und sie wurden bestens ausgearbeitet. Insbesondere die Darstellung von Georg Hassler hat mich überzeugt und beeindruckt. Ebenso wie der Rest des Buchs.
    Es gibt unterschiedliche Erzählstränge, die sich zudem mit kurzen Rückblenden abwechseln. Das hat mir echt gut gefallen und zudem wird das Lesen dadurch sehr kurzweilig. Einmal angefangen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
    In Feindesland spielen viele Dinge eine Rolle. Es geht um den Krieg, um das Töten, die Rückkehr nach dem Krieg in einen Alltag, in dem nichts mehr ist wie es war, aber auch um Freundschaft, Liebe und Kameradschaft. Die Kriegsgeschehnisse und das Gefühlsleben der Soldaten hat der Autor sehr eindringlich dargestellt. Die Ereignisse im Waisenhaus waren sehr emotional und gefühlvoll beschrieben. Ich habe mit dem Protagonisten mitgelitten und mitgefiebert und am dann mitgeweint.
    Das Ende ist überraschend, aber heftig und trotzdem passend.
    Fazit:
    Ein ungewöhnliche, aber spannende und emotionale Geschichte, die sehr lesenswert ist!

  12. Cover des Buches Weil Samstag ist (ISBN: 9783641215026)
    Frank Goosen

    Weil Samstag ist

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Inzwischen auch Freitag Sonntag Montag: Der Autor berichtet erfreulich offen und selbstironisch über sein Leiden am Auf und Ab seines Heimatvereins (des Bochumer VfL) und von dem verzeifelten bemühen, Karten für die Heim-WM 2006 zu bekommen. Die Kinder sind erfolgreich mit dem Fußballvirus infiziert, und Bier schmeckt doch im Stadion am besten (sofern es sich nicht um Ami-Plörre handelt). Sehr schön und mit einer Begeisterung geschrieben, die den geneigten Leser förmlich anspringt.
  13. Cover des Buches Die Flötenspielerin (ISBN: 9783740716646)
    Hilga Höfkens

    Die Flötenspielerin

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Calla66

    Eine junge Frau, Leah, die seit ihrer Kindheit auf der Flucht ist, weil man sie verdächtigt den „bösen Blick“ zu haben und der Sohn eines Herzogs, der nach einem schrecklichen Feuer und böser Intrigen alles verloren hat was ihm etwas bedeutet hat. Jetzt lebt er zurückgezogen in einer alten Burgruine.
    Was passiert wenn diese zwei Menschen, die beide mit Aberglauben und Ignoranz zu kämpfen haben, aufeinander treffen. Wenn sie sich gegenseitig Hoffnung und Wärme geben.
    Die Autorin schafft es wirklich die Welt des Mittelalters vor meinen Augen als Leser lebendig zu machen. Die einzelnen Orte werden voller Details geschildert, alles wirkt lebendig und autentisch.
    Ritterturniere, das Leben in einer Burg, aber auch schlimme Krankheiten und Seuchen, prägen das Leben in dieser Zeit und dem Buch.
    Die Protagonisten sind sympatisch und warmherzig, obwohl sie wirklich schwere Schicksalsschläge zu ertragen haben.
    Und doch wagen sie es gemeinsam gegen die Vorurteile anzugehen. Und es gibt noch mehr Leute auf die sie sich verlassen können, die ihnen zur Seite stehen.
    Doch auch ihre Feinde sind nicht untätig.

    Mein Fazit:
    Eine wundervolle Geschichte, voller Liebe und Wärme, der Kampf gegen Aberglaube und üble Nachrede und das alles in der Zeit des Mittelalters. Sehr schön geschrieben. Man leidet mit den Protagonisten mit und wünscht, das sich alles zum Guten wendet, dass der Fluch gebrochen wird und beide ein Leben in Friede und Glück führen können.
    Eine Geschichte die romantisch, aber auch voller spannender Elemente ist, in der es Schwertkämpfe und Ritterturniere gibt.
    Ich gebe allen Lesern die die Kombination von historischen Handlungsorten mit romantischen Geschichten lieben den Rat dieses Buch zu lesen.
    Verdiente 5 Sterne.
  14. Cover des Buches KRIMMINI (ISBN: 9783937787367)
    Arnd Rüskamp

    KRIMMINI

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Jeder Einzelne (ISBN: 9783819607523)
    Peter Märkert

    Jeder Einzelne

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Claudias-Buecherregal
    Marcos Freundin Christina wird tot in einem Fluss aufgefunden. Er selbst ist schnell der Hauptverdächtige, denn am Abend vor ihrem Tod hatten sich die beiden vor etlichen Zeugen ziemlich stark gestritten. Außerdem wurde bei der Autopsie festgestellt, dass Christina an einer Überdosis an K.O. Tropfen gestorben ist und ein Fläschchen mit genau diesem Inhalt konnte die Kripo bei Marco finden. Auch wenn er die Tat abstreitet, sprechen die Indizien gegen ihn. Doch ist er wirklich der Täter? Der deutsche Krimi bietet mit Marco einen sympathischen Protagonisten, da man relativ schnell von seiner Unschuld überzeugt ist. Man fühlt mit Marco, der bisher schon einige Schicksalsschläge erleben musste und nun durch unglückliche Umstände in diese missliche Lage geraten ist. Obwohl für den Leser ziemlich schnell klar ist, dass Marco eindeutig nicht der Täter ist, ist die Kripo von seiner Schuld überzeugt - ein eindeutiger Justizirrtum. Seine Verzweiflung wird durchgehend glaubhaft geschildert, denn er scheint die Ermittler einfach nicht von seiner Unschuld überzeugen zu können, da ihn sehr viele Indizien belasten. >>"Sie haben mich nicht verstanden", sagte ich leise. "Ich habe Christina nicht umgebracht." "Es gibt keinen Zweifel!", schimpft er und zieht sich zurück. "Begreifen Sie doch! Wenn Sie bei Ihrer Haltung bleiben, werden Sie nie nächsten fünfzehn Jahre hinter Gittern verbringen" Wie kann man nur so stur sein? Aber was rede ich? Es ist Ihr Leben, das Sie zerstören."<< (Seite 78 f.) Oft wird der Roman aus Marcos Sicht geschildert, doch manchmal wechselt die Perspektive auch und besonders interessant fand ich die Schilderung aus der Sicht des Täters, wie er seine Tat sich selbst gegenüber rechtfertigt. Wer tatsächlich der Mörder ist, bleibt lange im Unklaren, da der Autor dafür sorgt, dass man beim Lesen etliche Charaktere verdächtigt. Die Handlungen sind stets nachvollziehbar und logisch aufgebaut, die Story ist sehr interessant und fesselnd und die Auflösung am Ende war gut durchdacht und überraschend. Der Schreibstil von Peter Märkert war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig. Er benutzt sehr, sehr viele Kurzsätze, was am Anfang dazu geführt hat, dass ich etwas holprig gelesen habe und das ich schon fast Herzrasen davon bekam. Irgendwann habe ich mich dann allerdings dran gewöhnt und gegen Ende des Buches sind diese Kurzsätze auch nicht mehr so stark vertreten, wie am Anfang. Fazit: Ein spannender Roman mit einer interessanten Handlung. Lohnt sich auf jeden Fall. Broschiert: 224 Seiten Verlag: Brockmeyer; Auflage: 1 (17. Mai 2010) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3819607528 ISBN-13: 978-3819607523
  16. Cover des Buches Eisenbahnen an Ruhr und Rhein (ISBN: 9783736895508)
    Norbert Opfermann

    Eisenbahnen an Ruhr und Rhein

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Jeder Einzelne: Justizkrimi (ISBN: 9781704702551)
    Peter Märkert

    Jeder Einzelne: Justizkrimi

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Vampir989

    Klapptext:

    »Nichts geschieht ohne Grund. Es ist immer nur ein Kreis, der sich schließt.« Christina wird am Sonntagmorgen tot aus der Ruhr geborgen. Hauptkommissar Kramer und sein Team finden heraus, dass sie in der Nacht unter dem Einfluss von K.-o.-Tropfen vergewaltigt wurde. Alle Indizien sprechen gegen ihren Freund Marc Kröner. Bewährungshelferin Marie Marler und ihre Freundin Lena Saga glauben an seine Unschuld. 

    Dies ist der 4.Teil einer Justizkrimireihe mit Kommissar Christian Kramer und Bewährungshelferin Marie Marler.Man kann das Buch aber auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger lesen,da jeder Teil seine eigene Handlung hat.Ich kannte die vorhergehenden Teile schon und war total begeistert.Deshalb hatte ich natürlich auch große Erwartungen an dieses Buch.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Wieder einmal hat mich der Autor mit dieser Lektüre in den Bann gezogen.

    Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

    Ich freute mich Kommissar Christian Kramer und seinem Team wieder zu begegnen.Natürlich begleitete ich sie bei ihren Ermittlungen und erlebte viele interessante Momente.

    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders das Ermittlerteam fand ich gleich wieder sympatisch und habe es in mein Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Personen waren interessant.

    Der Autor hat eine beklemmende und nachdenkliche Atmosphäre geschaffen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt.In mir war Kopfkino.Vor meinen Augen konnte ich die Geschehnisse mitverfolgen und so wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Durch die sehr fesselnde und packende Erzählweise des Autors hatte ich das Gefühl selbst an den Schauplätzen zu sein und alles mit zu erleben.Durch die guten Recherchen des Autors habe ich auch viel Wissenswertes über das Alltagsleben in einem Gefängnis erfahren.Das hat mich sehr berührt und bewegt.Immer wieder gab es unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Dadurch blieb es einfach wahnsinnig spannend.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Schritt für Schritt kamen die Ermittler an ihr Ziel und überführten den Täter.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt.Der Abschluss hat mich überzeugt und ich fand ihn sehr gelungen.Dieser Krimi hat mich wieder einmal überzeugt.Emotionen und Gefühle wurden hervorragend zum Ausdruck gebracht.Auch hat die Lektüre mich zum Nachdenken angeregt.Denn wie schnell kann dies auch in unserer heutigen Zeit passieren.

    Das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte.Für mich rundet es das brillante Werk ab.

    Wieder einmal hatte ich spannende und aufregende Lesestunden mit dieser Lektüre.Natürlich vergebe ich glatte 5 Sterne und freue mich schon auf einem weiteren Teil.


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