Bücher mit dem Tag "ruhrpott"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ruhrpott" gekennzeichnet haben.

151 Bücher

  1. Cover des Buches Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1) (ISBN: 9783548288918)
    Peter Gallert

    Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Knipsi

    Ein ansprechendes Cover. Ein Mann steht auf einer Brücke. Durch das Gegenlicht sieht man ihn nur als Silhouette. Eine alte Metallbrücke sorgt für ein beklemmendes Gefühl. Mehrmals wird diese Brücke im Buch vorkommen. Auch nach dem Lesen weiß man nicht, wer die Person auf dem Cover sein soll, es wird mehrere Möglichkeiten der Interpretation geben. Der Titel ist kurz und prägnant. Die drei Wörter hallen lange nach. Schön ist der geprägte Druck. Dieser lässt das Taschenbuch gut in der Hand liegen.

    Schnell wird der Protagonist eingeführt. Die Anfangsszene ist überraschend und  überwältigte mich als Leser. Der Polizei-Seelsorger Martin Bauer ist ein toller Charakter. Und er handelt, wenn auch nicht so, wie man es sich vorstellt. Oft legt er sein Schicksal aggressiv in Gottes Hände. Der Tod eines Polizisten lässt ihn nicht los, zumal er ihn kurz vorher vom Suizid abhalten konnte. Die Verzweiflung in dessen zurückgelassener Familie ist greifbar. Besonders die des Teenagersohnes geht einem nahe. Er hat dadurch den vagen Halt der Familie verloren.

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Bauer ist als Seelsorger bei der Polizei nicht beliebt und aufgrund seiner Vorgehensweise kann man seine Vorgesetzten teils verstehen. Die ihn begleitende Polizei-Kollegin hat einen schweren Stand, da hier die Karriere auf dem Spiel steht. Die eigene Familie macht ebenfalls Probleme. Die Beziehung kriselt, da die Tochter zu einem G-7-Gipfel unterwegs ist und ihm seine Frau diesbezüglich Vorwürfe macht. Die Hinterbliebenen des toten Polizisten wollen auch schnell vergessen und lehnen seine Hilfe ab oder entziehen sich dieser.

    Die Kapitel sind kurz. Die Handlung wird dadurch schnell und abwechslungsreich. Das ist den Erzählsträngen auch angemessen. Der Zeitdruck lastet auf Bauer. Er wird überall gebraucht und kann doch nicht alles richten. Die Sprache ist dem Genre entsprechend, Milieu- und Jugendsprache inklusive. Die Orte sind gut beschrieben. Ich konnte mich immer dort wiederfinden.

    Das Ruhrgebiet ist dem Untergang preisgegeben. Die Bewohner am Scheideweg. Der Tod trifft einen Teenager in seinen Grundfesten. Bauer versucht, was in seiner Macht steht, um ihm zu helfen. Dabei tritt er so manchem auf die Füße und stößt einigen vor den Kopf. Er selbst ist immer im Zwiespalt und muss auf seinen Glauben vertrauen.

    Ein tolles Buch. Es gehört wahrlich in die „Edition Kopfkino“.

  2. Cover des Buches Schwesterlein, komm stirb mit mir (ISBN: 9783499242175)
    Karen Sander

    Schwesterlein, komm stirb mit mir

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Cat78

    Das Buch beginnt schon mit einem rasanten Tempo. Gleich zu Beginn wird man mir einem grausamen Mord konfrontiert und lernt schnell die Protagonisten kennen.

    Durch die Sprünge durch die Kapitel zu den verschiedenen Figuren bleibt die Story spannend auch wenn ein Teil mal etwas die Geschwindigkeit raus nahm.

    Das hat mir sehr gut gefallen, den so kam ich auch mal zum Durchatmen hatte aber dennoch im Hinterkopf, dass bei dem anderen Handlungsstrang es gerade extrem spannend war. Dadurch wurde ich ständig zum weiterlesen animiert.

    Die Figuren und ihre Handlungen waren gut und klar beschrieben. Es gab einen sehr guten Wiedererkennungswert da jeder auch so seine Ecken und Kanten und ganz eigenen Baustellen hatte die gut in die Story eingeflochten wurden.

    Auch wenn ich schon früh einen Verdacht hatte was das Ende betraf, war es dennoch nicht langweilig als es bestätigt wurde den der Weg dorthin war spannend und abwechslungsreich so das trotzdem der Spannungsbogen aufrecht erhalten wurde.

  3. Cover des Buches Tiefer denn die Hölle (Ein Martin-Bauer-Krimi 2) (ISBN: 9783548290355)
    Peter Gallert

    Tiefer denn die Hölle (Ein Martin-Bauer-Krimi 2)

     (129)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Der evangelische Polizeipfarrer Martin Bauer hatte sich etwas zu stark in die Polizeiarbeit eingemischt, mit Folgen (siehe Band 1). Jetzt will er den Ball flach halten, vor allem auch wegen seiner schwangeren Frau. Sein katholischer Amtskollege Monsignore Vaals entlastet ihn. Also ist auch Vaals derjenige, der gerufen wird, als ein Polizist mit Platzangst zu kämpfen hat, unter Tage bei einem frischen Leichenfund. Doch der Seelsorger bekommt beim Anblick der Leiche einen Herzinfarkt, und Bauer springt ein. Doch wessen hält sich Vaals für schuldig? Was war für fünfzehn Jahren, wer ist Josef Hartwig?  

    Bauer ermittelt in Vaals Vergangenheit. Gleichzeit kümmert sich Verena Dohr, die Leiterin des KK11, um die gefundene Leiche, die mit Honig übergossen war, nackt bis auf eine Socke, post mortem mit Schnitten versehen. Sie hat eigentlich gerade genug eigene Probleme, seit sie ihren koksenden Lebensgefährten Elmar in eine Suchtklinik genötigt hat, dazu ist nicht jeder Mitarbeiter auf ihrer Seite.

    Die Spuren führen fünfzehn Jahre zurück, zu einem Jungen, dessen Mutter verschwand, und zu einer Frau, die ins Wasser gegangen war. Gibt es hier Zusammenhänge?

    Och neee – schon wieder ein Buch, in dem ein mysteriöser und finsterer „ER“ die Chance erhält, seine Sicht der Dinge dem Leser nahezubringen. Mag ich nicht, ist mir zu gewollt und zu sehr Modeerscheinung. Dafür gefällt mir, wie es dem Autoren-Duo gelingt, mich auf einige falsche Fährten zu führen. Ich war völlig in der falschen Richtung unterwegs, und dazu gibt es ja noch eine weiter – Mist, das würde jetzt ein Spoiler. So einfach ist es nämlich nicht. Ich hatte mich immer gefragt, wie man das zu Zweit mit der Abstimmung beim Schreiben hinbekommt; hier hatte ich das Gefühl, die Sicht von Bauer bzw. Verena Dohr habe vermutlich jeweils ein Autor bearbeitet – so sehr empfand ich die Wechsel als von einer sehr eigenen Stimme gekennzeichnet. Was ich gar nicht mochte: einen Spruch in einem „Dohr-Kapitel“: „Dohr war weder getauft noch einem Kommunions- oder Konfirmationslehrer zur Indoktrination überlassen worden.“ Indoktrination? Wann hat das begonnen, dass sich über das Christentum so extrem herablassend und herabwürdigend geäußert wird in Büchern – und, vor allem in einem Buch mit einem Pfarrer als einer von zwei Hauptpersonen irgendwie widersinning. Und: ja, ich bin Christin. Ich mag so etwas aber über keine Religion, außer über Extremismus jeglicher Art.

    Dazu ist dieses ein weitere Buch mit einem einleitenden Kapitel, das arg viel verrät… ich hoffe fast, sowas schreiben die, die auch die Klappentexte verbrechen, so sinnlos sind beide (dann bleibt's bei meinem Feindbild und ich muss nicht auf die Autoren böse sein). Bitte, liebe Verlage, stoppt diese Macke. Top war, wie das verwoben ist, und sehr sehr spannend, mit mir hier zu viel „völlig gestört“. Insgesamt werde ich trotzdem Teil 3 lesen und dann entscheiden, ob ich bei der Reihe bleibe oder nicht. Im Moment mag ich die Reihe um Brandt und Erbay lieber.

    #1 https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Gallert/Glaube-Liebe-Tod-1400894951-w/rezension/1462411319/


    Im Moment gefällt mir eine andere Reihe der Autoren besser: 

    #1 https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Gallert/Kopfjagd-1237812193-w/rezension/2617609487/

  4. Cover des Buches Ein Traum vom Glück (ISBN: 9783785726709)
    Eva Völler

    Ein Traum vom Glück

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Ira086

    Ich habe das Buch angefangen, weil ich das Ruhrgebiet der Nachkriegszeit für einen interessanten Schauplatz hielt. Leider war ich von der Geschichte recht enttäuscht. So wirklich passiert nichts, er plätschert so vor sich hin. Mit der Hauptfigur Katharina wurde ich nicht so recht warm und sie war mir auch nicht allzu sympathisch. Das Thema der Kriegsheimkehrer wird durch Johannes, welcher bei Katharina und ihrer Schwiegermutter einzieht, etwas angeschnitten, aber so richtig mitfühlen konnte ich nicht. Ruhrgebiets- oder Nachkriegsstimmung kamen bei mir ebenfalls nicht auf. Insgesamt ein recht farbloser Roman.

  5. Cover des Buches Cool im Pool (ISBN: 9783770015269)
    Lotte Minck

    Cool im Pool

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Während sich Loretta auf Dianas Hochzeit vorbereitet, steht die Braut plötzlich im zerfetzten Hochzeitskleid und völlig aufgelöst vor ihrer Tür.
    Viel bekommt Loretta erst mal nicht aus ihrer besten Freundin heraus, klar ist nur: die Hochzeit ist erst mal abgesagt und bei Loretta regiert das Chaos. Als Diana schließlich doch einer kleinen Zeremonie im Schrebergarten mit ihrem Okko zustimmt, scheint doch wieder alles gut zu werden. Doch dann treibt die Leiche vom Lebensgefährten des Brautvaters im Hotelpool und Loretta kann es mal wieder nicht unterlassen, ihre Nase selber in die Mordermittlungen zu stecken.


    Der Einstieg wurde mir dieses Mal nicht sehr leicht gemacht, da die ganze Geschichte um die geplatzte Hochzeit mit wahnsinnig viel - und wahnsinnig ungewohnter - Zickerei verbunden ist. Die Art wie sich (vor allem) Diana und (aber auch) Loretta hier aufführen, fand ich stark überzogen und auch irgendwie unpassend. So kannte ich die beiden bisher nicht und ihr Verhalten hat mir auch gehörig die Laune verhagelt. 

    Glücklicherweise renkt sich ja dann doch wieder alles ein und dann taucht ja auch - endlich! -  die Leiche auf und damit steht dem Einsatz von Lorettas Ermittlungskünsten nichts mehr im Wege.

    Ab diesem Punkt hatte ich dann auch wieder deutlich mehr Spaß an der Geschichte und auch wenn ich es rückblickend etwas schade finde, dass wir zu Jennys Verbleib so gar nichts mehr erfahren haben, war ich im Großen und Ganzen mit dem Verlauf des Falles und der Art der Ermittlungen rund um Lorettas Truppe dann doch noch sehr zufrieden. Es hätte halt nur etwas früher damit losgehen dürfen.


    Fazit: Ungewohnt zickiges Verhalten von Diana und auch Loretta hat mir anfangs etwas das Lesevergnügen verhagelt und bis dann die Leiche auftaucht und die Ermittlungen losgehen können, dauert es einige Zeit. Dann läuft aber alles in gewohnt verrückten Bahnen und konnte mich doch wieder wunderbar unterhalten. (3,5 Sterne)

  6. Cover des Buches Schantall, tu ma die Omma winken! (ISBN: 9783862652198)
    Kai Twilfer

    Schantall, tu ma die Omma winken!

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Du bist Beamter.

    Und weil mal wieder Personalmangel ist,

    wirst du von deinem Posten abberufen, um als Sozialarbeiter zu fungieren.

    Und was du da so erlebst,

    das schlägt wohl dem Fass den Boden aus.

     

     

    Zum Inhalt:

    Selbstlose Sozialarbeit mit Menschen, die in gesellschaftliche Schieflage geraten sind, ist etwas Ehrenwertes. Der Sozialarbeiter Jochen könnte die meisten seiner sehr speziellen "Kunden" allerdings zum Mond schießen. Unfreiwillig von der beschaulichen Kulturbehörde einer Kleinstadt in den Sozialdienst versetzt, wird Jochen direkt mit dem Härtefall der Unterschichtfamilie Pröllmann konfrontiert. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit in der Welt der Sonnenbänke und Glitzer-Handys fängt Jochen an, die Familie nebst Tochter Schantall in sein Herz zu schließen. Trotzdem muss er sich gelegentlich Luft machen, um Schantall, Tschastin und Co ertragen zu können.

    In dieser satirischen Abrechnung zeichnet Jochen schonungslos die Kuriositäten im Leben einer bildungsfernen Familie nach. Egal ob Kindergeburtstage bei McDoof, Dosensektpartys in Lloret de Mar oder erzwungene Kirmesbesuche mit der kompletten Sippschaft Jochen ist nun Teil des Ganzen. Während sein ambitionierter Plan, Niveau in die Welt der Unterschicht zu bekommen, zum Scheitern verurteilt scheint, stellt sich ihm aus der Nähe betrachtet die Frage, ob nicht bereits ein bisschen "Schantall" in jedem von uns steckt.

     

    Cover:

    Das Cover ist so eines dieser Art, wo du eben sofort weißt, auf was du dich einlässt, sobald zum Buch gegriffen wurde. Wir sehen hier im Hintergrund eine Wohnplatte, ein Schild, auf dem der Titel des Buches prangert und wir haben hier die „Schantall“, wie sie schwarzhumoriger nicht hätte dargestellt werden können. Denn „Schantall“ trägt Lockenwickler, ist aufgetackelt, raucht und schiebt einen Kinderwagen vor sich her. Wer sich über die „Flodders“ amüsieren konnte bekommt hier nun den Einblick auf das deutsche Pendant. 

     

    Eigener Eindruck:
     Unfreiwillig landet der Autor des Buches von seinem beschaulichen Beamtentum im Kulturbereich bei den Sozialarbeitern. Dass ihn dieser Job Nerven kosten könnte, damit hat er vielleicht hintergründig gerechnet, doch er will helfen, will seine Arbeit gut machen und vielleicht auch ein bisschen revolutionieren. Dass das aber nichts wird, das muss er bald feststellen, als er die Härtefälle der deutschen Plattenbaukunst kennen lernt. Besonders geschieht dies in Form der Familie Pröllmann und deren Tochter Schantall. Ihr dachtet Chantalismus war nur ein Spaß? Dann lasst euch von Sozialarbeiter Jochen eines Besseren belehren!

    Diese Bücher über diverse soziale Schichten in deutschen Gefilden sind ja so eine absolute Gratwanderung, wie ich finde. Wer zu so einem Buch greift, der sollte schon mit Sarkasmus, Ironie und einer ordentlichen Portion schwarzem Humor zu Werke gehen. Das Buch ist zum Schmunzeln, keine Frage. Aber es ist eben auch auf Kosten anderer Menschen entstanden und einige könnten durchaus daraus schließen, dass man sich über die Familie Pröllmann oder eben diese soziale Schicht lustig macht. Auf der anderen Seite muss man den Sozialarbeitern seinen Respekt zollen, denn die Arbeit mit solchen Menschen ist nicht immer einfach und erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl. Effektiv hat Sozialarbeiter Jochen ja auch noch richtig Glück, denn die soziale Abwärtsspirale kann noch viel tiefer gehen. Auf der anderen Seite sollte eben jenes Buch vor allem für Familien- und Bildungsminister ein absoluter Warnschuss sein, denn die Geschichte von Schantall spiegelt immer mehr das Leben wieder, welches sich in Deutschland tagtäglich abspielt und auch wenn diese Menschen vielleicht mit ihrem Leben zufrieden sind, so sollte es für die Regierung eben ein Wink sein, dass etwas getan werden muss. Diese Menschen brauchen Unterstützung, nicht nur finanziell. Sie brauchen Bildungsangebote, Betreuungsangebote etc., denn das was wir hier geboten bekommen, scheint nicht zu reichen. Man sollte diesen Familien die Möglichkeit geben sich aus ihrer Abwärtsspirale zu befreien, ihnen Chancen einräumen. Man könnte hier wohl noch viel mehr benennen, doch dabei soll es bleiben. Das Buch jedenfalls ist eine Fleißarbeit des Autors, humorvoll geschrieben, teilweise ironisch und sarkastisch. Es ist ein kurzweiliges Buch, mit dem man sich im Nachgang noch ein ganzes Weilchen beschäftigt, aber es hat immer einen bitteren Beigeschmack, der sich einfach nicht vertreiben lässt: nämlich das Amüsieren auf Kosten von anderen. Sei es die Namengebung der Kinder, Schnäppchenshoppen was dann doch keine Schnäppchen mehr sind, Geldprobleme im Allgemeinen und ein billiger Lebensstil, weil eben nicht mehr drin ist, sei es die falsche Wortwahl wegen fehlender Bildung oder wegen Leserechtschreibschwächen. Ja sicher, man kann darüber schmunzeln, aber wenn man länger darüber nachdenkt, dann ist es einfach nur traurig.

     

    Fazit:

    Man sollte schon einen gewissen Grad an schwarzem Humor mitbringen, sonst sollte man die Finger davon lassen. Das Buch kann unterhalten, ist aber bisweilen auch recht grenzwertig.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783862652198

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 224 Seiten

    Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf

    Erscheinungsdatum: 15.02.2013

     

  7. Cover des Buches An der Mordseeküste (ISBN: 9783770015139)
    Lotte Minck

    An der Mordseeküste

     (73)
    Aktuelle Rezension von: IchLeseGerneUndDu

    Auch in diesem dritten Band der heiteren Reihe um die Mitarbeiterin einer Sex-Hotline, Loretta Luchs, zeigt die Autorin wiedermal ihren tiefsinnigen Humor. Der dieses Buch liest, sollte besser die Vorgängerbände ebenfalls gelesen haben, alleine schon, um die Hintergründe von Andeutungen besser zu verstehen und auch die Beziehungen und Handlungen der einzelnen Protagonisten nachvollziehen zu können. Loretta schlittert auch dieses Mal wieder in einen Mordfall und zeigt den ortsansässigen Polizisten sehr deutlich, was sie von ihren Ermittlungsarbeiten hält. Mir ist das ehrlich gesagt, inzwischen ein bisschen zu viel, wie sich Loretta hier produziert. Klar, sie ist die Größte, die Beste, aber nach den drei Bänden muss ich hier einfach mal ein Päuschen einlegen, da mir ansonsten die Protagonistin eher unsympathisch wird. Ich finde es inzwischen einfach nur sehr überspannt und der anfängliche Humor einer Krimödie bleibt immer mehr auf der Strecke. Schade!

  8. Cover des Buches Voll von der Rolle (ISBN: 9783770015603)
    Lotte Minck

    Voll von der Rolle

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Lorettas Freund Frank hat sich einen Traum erfüllt und einen Kiosk übernommen. Als gute Freundin hilft Loretta natürlich tatkräftig bei der Verschönerung von „Kropkas Klümpchenbude“ mit, doch noch vor der Neueröffnung tauchen die ersten Schmierereien auf. Loretta hat schon bald einige der jugendlichen Skater als Täter im Visier und was das Rentnergespann, bestehend aus JuppZwo, Locke und Steiger, welches den ganzen Tag auf einer Bank neben der Bude verbringt, an Klatsch und Tratsch über diese Jugendlichen zu berichten hat, lässt Lorettas kriminalistischen Spürsinn zur Hochform auflaufen und dann stolpert sie eines Morgens im wahrsten Sinne des Wortes über die Leiche eines der Jugendlichen.
    Die Polizei geht von einem Skateboardunfall aus, doch Loretta kommen schnell Zweifel und so ermittelt sie mal wieder auf eigene Faust.


    Was war denn dieses Mal mit Loretta los? Die Gute war ja von Anfang an fürchterlich schlecht gelaunt und wahnsinnig schnell auf hundertachtzig. So zickig, wie sie in diesem Band häufig rüber gekommen ist, kenn ich sie gar nicht und hat mir auch überhaupt nicht gefallen.
    Schlimmer war nur noch ihre Aussage zum Schokokussbrötchen für welches sie allerdings die N-Wort-Variante genutzt hat und für meinen Geschmack mit einer für Loretta recht unpassenden, überheblichen Arroganz festgestellt hat, dass das im Ruhrpott schon immer so hieß und immer so heißen wird, weil man es im Pott ja nicht so mit „politischer Korrektheit“ hat. Stimmt zwar, allerdings sind auch nicht alle im Ruhrpott so ignorant und können erkennen, dass manche Begriffe einfach ausgedient haben (sollten); und das hat auch nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

    Ebenso unverständlich fand ich übrigens, dass die ganze Situation mit ihrem Freund Pascal sie so kalt lässt. Mir war ja schon in Vorgängerteilen  aufgefallen, dass es ganz praktisch war, dass Pascal meist unterwegs war und so von ihren Ermittlungen nicht viel mitbekommen hat, da er kein großer Freund ihrer Ermittlertätigkeit ist bzw. davon, dass sie sich dabei gerne in Gefahr bringt. Ich hätte aber schon gerne eine etwas nachvollziehbarere Reaktion - vor allem mehr Emotion - seitens Loretta gehabt auf diese mögliche Trennung, nicht nur ihre miese Laune. 

    Auch der Fall an sich konnte mich dieses Mal einfach nicht überzeugen. Loretta ergeht sich sehr früh in ausschweifenden Hirngespinsten über die Jugendlichen und auch den (möglichen) Mord und zwar noch bevor sie irgendwelche ernsthaften Hinweise in diese Richtungen bekommen hat. Natürlich stellt sich hinterher heraus, dass sie mit ihren wilden Spekulationen fast immer Recht hatte.
    Das fand ich dieses Mal echt überzogen.
    Auch die Reaktionen von Frank und anderen Kiosk- bzw. Ladenbesitzerin auf diese Jugendlichen fand ich überhaupt nicht nachvollziehbar. Zumindest Frank kennt man da anders und dass er nicht mal seinen guten Freund und Ex-Komissar Erwin von Anfang an eingeschaltet hat bzw. wenigstens um Rat gefragt hat, wollte sich mir nicht vermitteln.

    Gut dagegen fand ich den Mörder und seine Motive. Ohne hier zu viel vorwegzunehmen, hat das Ganze für mich der Geschichte noch mal eine Wendung gegeben, die alles ein wenig aufgewertet hat (wenn auch im tragischen Sinne), da es keine einfache Rachetat war.


    Fazit: Ich muss sagen, ich war dieses Mal schwer enttäuscht von Loretta und ihrer ganzen Art. Sie hatte schon von Beginn an eine unterdurchschnittlich schlechte Laune und wirkte häufig zickig (auch wenn ich dieses Wort echt nicht mag), aber ihre recht ignorante Sichtweise zum N-Wort, die ebenfalls nicht zu der Loretta passt, wie ich sie bisher kennen gelernt habe, hat für mich den Ausschlag nach unten gegeben und da auch der Kriminalfall mich nicht recht von sich überzeugen konnte, kann ich dieses Mal gar nicht anders, als nur zwei Sterne zu vergeben.

  9. Cover des Buches Die Jutta saugt nicht mehr (ISBN: 9783770015597)
    Lotte Minck

    Die Jutta saugt nicht mehr

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Erwin und Loretta haben mittlerweile ihre eigene kleine Detektei - in Dennis Hinterzimmer - eröffnet. Allerdings hatten sie bisher meist eher langweilige  Aufträge, wie vermutete Untreue oder gestohlene Unterwäsche von der Wäscheleine.
    Als Frau Berger sie aufsucht, ändert sich das, denn: „Die Jutta saugt nicht mehr!“ Frau Berger glaubt, dass etwas an dem Verschwinden ihrer Nachbarin, Jutta, verdächtig sei und sicherlich der angeblich verlassene Ehemann dahinter stecken würde.
    Also muss Loretta mal wieder Undercover gehen, um mehr herauszufinden.
    Schnell wird allerdings klar, dass wenig so ist, wie von Frau Berger geschildert. Was die Sache aber nicht unbedingt weniger gefährlich macht, wie sich schließlich herausstellt.


    Loretta ermittelt mittlerweile zum siebten Mal und die neugegründete Detektei könnte in Zukunft sicherlich noch einige interessante Fälle bringen. Immerhin wird es irgendwann wirklich unglaubwürdig, wenn Loretta weiterhin zufällig über Leichen stolpert. So jedoch gibt es einen ausgezeichneten Grund, warum ihr das auch weiterhin passieren könnte. Ein wirklich guter Einfall von Lotte Minck und tatsächlich auch etwas, was ich mir wunderbar vorstellen konnte, als Erwin diese Idee zum ersten Mal ausgesprochen hat.
    Zwar ist Loretta zu Beginn des Bandes ein wenig ernüchtert, immerhin sprühten ihre bisherigen Fälle der neuen Detektei nicht gerade vor Spannung, aber natürlich ändert sich das bald.
    Typisch Loretta Luchs eben. 

    Es gab dieses Mal wieder ein paar Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Immer gut bei einem Krimi - selbst wenn es nur eine Krimödie sein möchte - und noch besser bei einer längeren Reihe, denn wer will schon in jedem neuen Buch immer das genau gleiche Schema vorfinden?!
    Der Humor konnte ebenso wieder bei mir punkten und auch die altbekannten und lieb gewonnenen Charaktere machen mir noch immer Spaß, weil eben die typischen Ruhrpottklischees zwar deutlich vorhanden sind, aber nicht überzeichnet werden, sondern tatsächlich immer noch etwas sehr Authentisches haben.

    Schade finde ich etwas, dass Loretta und ihr Patrick zwar jetzt schon einige Zeit zusammen sind, wir aber so richtig viel von ihrem gemeinsamen Leben nicht mitbekommen, weil er häufig unterwegs ist. Bei ihm habe ich einfach noch nicht so richtig das Gefühl, ihn zu kennen. Andererseits ist er von Lorettas Ermittlungen ja nicht immer begeistert, weil sie sich dabei ja auch auch häufig in Gefahr begibt und so lässt es sich dann natürlich leichter ermitteln. Trotzdem würde ich ihn einfach gerne besser kennen lernen, aber da ja noch so einige Bände mit Loretta auf mich warten, wird sich das sicherlich noch ändern. 


    Fazit: Ein weiterer amüsanter Fall mit Loretta Luchs, der auch immer noch für eine Überraschung gut war. 

  10. Cover des Buches Tote Hippe an der Strippe (ISBN: 9783770015252)
    Lotte Minck

    Tote Hippe an der Strippe

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Bisher hat Loretta die Arbeit an der Sexhotline immer Spaß gemacht, aber seit Belinda und Jeanette dort arbeiten, herrscht eine andere Stimmung. Den Grund dafür erfahren Loretta und Erwin, als Chef Dennis sie verzweifelt um Hilfe bittet: Er wird massiv unter Druck gesetzt, binnen vier Wochen sein Personal durch 'professionelle' Damen zu ersetzen. Damen wie Belinda und Jeanette, die über die Hotline Freier für einen Puff akquirieren. Zweimal wurde Dennis bereits zusammengeschlagen, seine Scheune ging in Flammen auf und – für ihn das Schlimmste – fünf seiner sechs geliebten Zwergseidenhühner wurden brutal abgeschlachtet. Die 'SoKo Hühnerhof' schickt erst Freundin Bärbel, dann Loretta undercover ins Rennen. Und plötzlich eskalieren die Ereignisse.


    Ich muss sagen, dass ich bei dem Titel eigentlich einen Mord im Callcenter erwartet hatte, immerhin nennt Loretta eine ihrer neuen Kolleginnen „Domina-Hippe“ und das bisherige Muster der Loretta-Luchs-Krimödien ließ mich ebenfalls erwarten, dass Loretta erst einmal über eine Leiche stolpert und dann mit ihren Ermittlungen beginnt. Das ist dieses Mal tatsächlich ganz anders und die erste Leiche taucht auch erst ungewöhnlich spät auf.
    Die Ermittlungen beginnen auf Wunsch ihres Chefs, Dennis, der massiv bedroht wird, aber trotzdem nicht zur Polizei will, was mir nach einigen der eingesetzten Drohmittel wirklich nicht sehr logisch erschien, aber gut. Immerhin ist mit Erwin ja auch ein ehemaliger Kommissar mit in Lorettas Ermittlungsteam, der klare Grenzen zieht, ab wann er seine Patentochter, Kommissarin Astrid Küpper, einweiht.

    Trotzdem empfand ich den Einstieg in die Ermittlungen als relativ zäh, als es dann jedoch für Bärbel und schließlich Loretta „undercover“ geht, wird die Geschichte noch mal so richtig spannend.
    Spannender sogar als ich es von Loretta bisher gewohnt war. Ab diesem Zeitpunkt war es fast unmöglich das Buch wegzulegen! 

    Wenn jetzt noch die Logiklöcher der Geschichte nicht nur notdürftig gestopft worden wären und eben nicht nur mit einem „die Bösen sind halt dämlich!“, hätte es das Buch sogar noch auf fünf Sterne schaffen können.
    So bleibt es bei vier Sternen dank ungewohnt spannender bei dennoch gewohnt witziger Unterhaltung.


    Fazit: Lorettas bisher wohl spannendster Teil! Wenn die Logiklöcher noch etwas besser gestopft worden wären, hätte er glatt fünf Sterne verdient!

  11. Cover des Buches Darf`s ein bisschen Mord sein? (ISBN: 9783770021239)
    Lotte Minck

    Darf`s ein bisschen Mord sein?

     (62)
    Aktuelle Rezension von: parden

    IM TANTE EMMA LADEN...

    Seit Jahrzehnten ist Gittis Tante-Emma-Laden Dreh- und Angelpunkt der nachbarschaftlichen Nachrichten- und Lebensmittelversorgung. Als Gitti sich bei einem Sturz das Schlüsselbein bricht, ist es für Stammkundin Loretta Ehrensache, im Laden auszuhelfen. Doch der Sturz war nur vermeintlich ein Unfall. Als dann auch noch eine Leiche vor Gittis Haustür liegt, steht für Loretta fest: Hier stinkt es gewaltig, und zwar nicht nach dem Tilsiter aus der Käsetheke! (Klappentext)

    "Darf's ein bisschen mehr sein?" Diesen Satz wollte Loretta Luchs immer schon einmal sagen, nicht nur im Kaufladen ihrer Kindheit. Nun hat sie Gelegenheit dazu, denn der Tante Emma Laden um die Ecke ist in Not. Seit ihrem erneuten Umzug geht Loretta dort jeden Tag einkaufen, doch die schon betagte Besitzerin des Geschäfts hat sich nun bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen. Gitti will erst nichts von einer Aushilfe wissen, denn schließlich stemmt sie schon seit zig Jahren alle Aufgaben im Laden selbst. Aber die Schmerzen und die Ärzte belehren sie eines Besseren: Gitti ist erst einmal ausgeknockt.

    Ein wenig muss sich Loretta der Ladenbesitzerin schon aufdrängen, das geriet in der Summe für mein Empfinden doch ein wenig zu aufdringlich. Aber schließlich gewinnt sie Gittis Vertrauen, und mit jedem Tag fällt es dieser leichter, die angebotene Hilfe anzunehmen. Glücklicherweise gibt es noch eine junge Frau in der Nachbarschaft, die ebenfalls ihre Hilfe anbietet, und so hat auch Loretta irgendwann Feierabend. Anstrengend genug ist es ja, zumal es Winter ist, und je nach Witterung auch noch Schnee gefegt und gestreut werden muss. 

    Als dann eines Morgens eine Leiche vor dem Laden liegt und Gitti und Loretta beschuldigt werden, den Tod des Mannes durch Fahrlässigkeit verursacht zu haben, ist klar: hier gibt es einen neuen Fall! Denn Loretta weiß es besser, kann es allerdings nicht beweisen. Und die beiden maskierten Männer, die immer wieder um das Haus von Gitti herumschleichen, lassen die Situation noch bedrohlicher erscheinen. Als Gitti gesteht, dass der Schlüsselbeinbruch kein Unfall gewesen ist, sondern dass sie gestoßen wurde, ist klar: hier muss dringend gehandelt werden. Ermittlerkollege Erwin und der tatkräftige Frank stehen schon in den Startlöchern...

    Loretta als Verkäuferin im Tante Emma Laden ist mal etwas anderes. Und einkaufen würde ich da auch sehr gerne. Der Ermittlungen zum Fall selbst gestalten sich diesmal allerdings reichlich zäh und unentschlossen, und wenn man beim Lesen mehr Ideen entwickelt als die Privatermittler, finde ich das ärgerlich und wenig glaubhaft. Gegen Ende nimmt die Dynamik dann endlich zu, die eingesetzten Mittel erinnern dabei allerdings teilweise an vorherige Bände der Reihe. Vielleicht ist es auch schwierig, sich immer neue und originelle Ansätze einfallen zu lassen, wenn es so viele Bände gibt?

    Alles in allem eine nette Unterhaltung, aber für mich keine starke Folge der Reihe. Noch vier Folgen warten aufs Gelesenwerden, nach Band 15 ist Schluss. Ich bin gespannt, ob die letzten Bände mich wieder mehr mitreißen können?


    © Parden

  12. Cover des Buches Wenn der Postmann nicht mal klingelt (ISBN: 9783770015146)
    Lotte Minck

    Wenn der Postmann nicht mal klingelt

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Lorettas bisherige Abenteuer haben ihre Freundin Isolde zu einem Krimi-Drehbuch inspiriert. Die Hauptrolle soll an Theaterdiva Emily Eichberger gehen und Loretta soll sie coachen! Eigentlich schon aufregend genug, aber es wäre ja nicht Lorettas Leben, wenn nicht bald auch eine Leiche auftauchen würde und als dann auch noch Drohanrufe bei Emily dazukommen und Pakete mit seltsamem Inhalt auftauchen, ist Lorettas Spürnase mal wieder gefragt. 


    Ich habe ewig keinen Fall von Loretta Luchs gelesen. Irgendwie habe ich die Reihe nach den ersten drei Bänden aus den Augen verloren und schon fast vergessen, aber nach einem Tipp hab ich mich mal wieder auf die Suche begeben und mir den vierten Band der Reihe zu Gemüte geführt.

    Loretta und ihre Freunde vereinen ganz ganz viele Ruhrgebietsklischees und schaffen es dennoch authentisch und eben nicht zu übertrieben zu wirken. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, die Truppe mal wieder zu begleiten.
    Dabei fand ich den Fall jetzt nicht einmal sonderlich spektakulär, sondern leider sogar ziemlich vorhersehbar. Dazu kamen mir nicht nur einige Kleinigkeiten der Geschichte etwas konstruiert und übereilt vor, sondern auch die Auflösung empfand ich so. Sie kam für mich ziemlich plötzlich, ich hatte irgendwie noch ein oder zwei Kapitel erwartet, in denen Loretta die Puzzleteile zusammensetzt und obwohl mir längst klar war, wer am Ende verhaftet werden wird, war ich dann von der Art der Auflösung trotzdem enttäuscht.
    Dank der gleichzeitig lebensnahen und doch skurrilen Charaktere hab ich mich aber trotz allem gut unterhalten gefühlt und bin auch sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit Loretta und Emilys Bruder weitergehen wird.

    Fazit: Die schon längst liebgewonnenen Charaktere mildern hier die Schwächen des Falles für mich gut ab. Denn was den Fall angeht, ist es sicherlich nicht der stärkste Band der Reihe und zum Glück war es nur mein Wiedereinstieg in die Reihe und nicht mein allererster Band, sonst würde ich der Reihe wohl keine Chance mehr geben. So allerdings habe ich mir auch den nächsten Teil schon mal gesichert und hoffe so, dass ich Loretta und ihre Freunde jetzt nicht noch einmal für so lange Zeit aus den Augen verlieren werde. 2,5 Sterne, die ich wirklich nur aufgrund der treffenden Ruhrgebietscharaktere aufrunden werde.

  13. Cover des Buches Mausetot im Mausoleum (ISBN: 9783770015610)
    Lotte Minck

    Mausetot im Mausoleum

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Nach Pascals Auszug bläst Loretta Trübsal und will sich auch nicht von ihren Freunden aufheitern lassen. Sie nimmt sogar die Nachtschicht im Callcenter an, um nachts nicht alleine in ihrer einsamen Wohnung sein zu müssen. Natürlich sehen ihre Freunde nicht lange untätig zu und drängen Loretta schnell dazu ein neues Hobby auszuprobieren: die Fotografie.
    Anfangs noch leicht unschlüssig, denn was soll man an diesen nebelgrauen Novembertagen schon groß fotografieren, entwickelt Loretta doch schnell Spaß daran, neue und ungewöhnliche Motive zu finden. Dabei trifft sie auch auf Stefan, der ebenfalls gerne fotografiert und sie einlädt mit ihm zusammen einen alten Friedhof zu besuchen, auf dem er schon einige spannende Schnappschüsse machen konnte.
    Als Loretta schließlich beim Treffpunkt ankommt, entdeckt sie ihre neue Bekanntschaft jedoch mausetot im Mausoleum.
    Bald zeigen die Ermittlungen, dass möglicherweise ein Zusammenhang bestehen könnte zu den Blumengrüßen, die Loretta neuerdings erhält und so steckt Loretta plötzlich mittendrin in ihrem bislang persönlichsten und auch gefährlichsten Fall.


    Lorettas neunter Fall hat es tatsächlich in sich und bietet dieses Mal eine gehörige Portion an Spannung.
    Es hat zwar für meinen Geschmack etwas (zu) lange gedauert bis Loretta die Verbindung von den Blumengrüßen hin zu einem (verrückten) Stalker gemacht hat - immerhin hat sie Blumen an ihrem Auto sowohl vor ihrer Wohnung als auch ihrer Arbeitsstelle erhalten, was mich deutlich schneller beunruhigen würde -, aber gut, dann war sie da dieses Mal etwas langsam und brauchte erst einen größeren Hinweis, um zu erkennen, dass dies keine einfachen und harmlosen Blumengrüße sind.
    Von der Identität des Stalkers war ich leider auch nicht wirklich überrascht, auch wenn es mehrere neue Personen in Lorettas Umfeld gab und es so nicht ganz so offensichtlich sein sollte. Allerdings hat nur eine dieser Figuren bei mir ziemlich schnell alle Alarmsirenen klingeln lassen.
    Trotzdem war ich dann aber doch noch von der Intensität des Ganzen sehr erstaunt.

    Lorettas Freunde haben mir hier ein wenig gefehlt, da sie alle nur sehr kleine Auftritte kriegen, was für die Reihe ja eher ungewöhnlich ist, dass Loretta so ganz auf sich selbst gestellt agiert.
    Allerdings liegt das eben auch an Lorettas Stimmung, die sich einfach in ihrem Liebeskummer und ihrer trüben Stimmung ein wenig suhlt.
    Dafür gibt es eben einige neue Figuren, auf die wir treffen, wobei da besonders die Astrologin Stella Albrecht heraussticht, denn diese kriegt ihre ganz eigene Krimi-Reihe von Lotte Minck.
    Zwar eine nette Idee uns so die Protagonistin einer neuen Reihe vorzustellen, aber so richtig packen konnte mich die Vorstellung von Stella als Ermittlerin nicht; auch wenn sie und ihre Großmutter sicherlich interessante Charaktere werden könnten.

    Gefallen hat mir, wie Lorettas Stimmung vermittelt wurde und sich so passend in das Dauer-Nebel-November-Grau eingefügt hat.
    Auch wenn ich etwas erstaunt über diese angeblich ständige, tagelange und extrem dichte graue Nebelsuppe war - bei der man sogar unbemerkt ausspioniert werden kann - da diese (extreme) Wetterlage nicht gerade typisch für das Ruhrgebiet ist.
    Aber es hat einfach zu gut gepasst.

    Das Ende fand ich dann allerdings nicht ganz zufriedenstellend.
    Irgendwann empfand ich alles als fast schon zu skurril. Die Intensität, die hier vorhanden ist, passt für mich nicht ganz zur Reihe und Lorettas Verhalten auf die Lage wirkte auch nicht richtig stimmig und schließlich gipfelte die Auflösung der Situation in einer Mischung aus Action, Zufall und Drama, sodass ich nicht mehr ganz wusste, wo mir eigentlich der Kopf steht.
    Spannend, ja - zumindest im Großen und Ganzen.
    Aber eben auch ein bisschen viel für Loretta und ihre bisherigen Fälle.


    Fazit: Ein wirklich spannender und gefährlicher Fall für Loretta, der aber gerade zum Ende hin nicht mehr so richtig in die bisherige Reihe passen wollte.

  14. Cover des Buches Venuswalzer (ISBN: 9783770020188)
    Lotte Minck

    Venuswalzer

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia
    Stellas Freund bittet Stella um Hilfe, eine Freundinwurde von einem Maler, der das Haus anstreicht, sexuell belästigt. Die IT-Spezialistin hat wütend seinen Tod gefordert. Leider ist der fiese Kerl danach vom Gerüst gestürzt. Ruby steht also unter Mordverdacht.
    Stella trifft natürlich bei dem ermittelnden Kommisar wieder auf Arno Tillikowski. Schon im ersten Band merkten die beiden eine gemeinsame Chemie, die aber aufgrund Arnos Abneigung gegen Astrologen nicht zu einem Treffen führte.
    Eigentlich gibt es in diesem Band auch wenig astrologische Aspekt, lediglich das Horoskop von Ruby besagt, dass sie zu einem Mord nicht fähig sei, aber das merkt Stella eigenlich auch so.
    Mit Unterstützung von Stellas Oma und ihrem Freund Otto versucht Stella die Angestellten der Malerfirma zu beobachten. Dabei erfahren sie, dass die Tochter des Chefs von Kevin schwanger ist. Das arme Mädchen hat der Macho total ausgenutzt, dabei geholfen hat ihm der Kollege Timmy.
    Zu Ende spitzt sich die Situation noch dramatisch zu, die Auflösung ist dann aber völlig logisch.
    Ein Krimi mit Humor, Lokalkollorit und Spannung.
  15. Cover des Buches Ringelpietz mit Abmurksen (ISBN: 9783770021246)
    Lotte Minck

    Ringelpietz mit Abmurksen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: parden

    DAS GESCHÄFT MIT DER LIEBE...

    Was macht ein Großwildjäger auf einer Singleparty? Das fragt sich Loretta, die seit Kurzem nicht nur online auf Partnersuche ist, sondern im Speed-Dating plötzlich auch Männern gegenübersitzt, die sie in ihren wildesten Träumen nicht als Partner in Erwägung gezogen hätte. Nur der wortgewandte Mike weckt ihr Interesse. Doch schon beim zweiten Treffen ist es aus mit dem Rosenkavalier – im doppelten Wortsinn, denn er bricht tot zusammen. Und Loretta? Geht der Sache natürlich auf den Grund! (Klappentext)

    Diana als Lorettas beste Freundin überredet sie, sich in einem Online-Portal anzumelden, um endlich ihrem Single-Dasein ein Ende zu setzen. Außerdem bekommt sie als Dankeschön für einen großen Freundschaftsdienst (in der vorherigen Folge) von ihren Freund:innen drei Gutscheine für ein Speeddating. Loretta weiß nicht so recht wie ihr geschieht und fühlt sich (nachvollziehbar!) von allen überrumpelt. Aber sie macht gute Miene zum bösen Spiel und lässt sich auf das Spektakel ein.

    Online findet sich schon bald ein Gegenüber, das sehr vielversprechend klingt. Und selbst beim Speeddating gibt es tatsächlich einen Mann, der Loretta interessieren könnte. Dumm nur, dass genau dieser Mann beim zweiten Termin tot umfällt. Und rasch ist Loretta klar: hier ist nicht alles koscher!

    Also beginnt sie zu ermitteln, was nicht weiter schwierig ist, weil sie als Teilnehmerin des Speed-Datings eh schon mittendrin ist. Bald schon zeigt sich, dass der Tote keineswegs der nette Kerl war, für den Loretta ihn hilet. Und es gibt auf einmal mehr Verdächtige als ihr lieb sein kann. Doch wer würde wirklich so weit gehen, den verhassten Mann umzubringen? Eigentlich wirken doch alle ganz nett...

    Während Loretta mit Unterstützung ihrer nun schon bekannten Freund:innen fleißig ermittelt, entwickelt sich klammheimlich ein zweiter Handlungsstrang, der schließlich dem eigentlich Fall den Rang abläuft. Das fand ich verblüffend, und ich bin mir noch nicht sicher, ob mir diese Entwicklung tatsächlich gefällt. Eine Überraschung war es aber in jedem Fall. 

    Alles in allem wieder eine nette Unterhaltung, und für mich eine der stärkeren Bände der Reihe. Noch drei Folgen warten aufs Gelesenwerden, nach Band 15 ist Schluss. Ich bin gespannt, ob mich auch die letzten Bände wieder mitreißen können?


    © Parden 

  16. Cover des Buches Ein Männlein liegt im Walde (ISBN: 9783770021277)
    Lotte Minck

    Ein Männlein liegt im Walde

     (61)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume

    Endlich wieder Neuigkeiten von meiner Lieblingsermittlerin aus dem hohen Norden. Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs, die beste und spannende Unterhaltung verspricht.

    Der Inhalt: Eine fast zwanzig Jahre zurückliegende Affäre bringt Lorettas Universum ins Wanken. Dennis soll Vater einer erwachsenen Tochter sein und steht von einem Tag auf den anderen unter Verdacht, deren Stiefvater erstochen zu haben. Die Last der Beweise ist erdrückend, doch für Loretta aka Hornbrillen-Girl steht fest: Dennis ist in eine Falle gelockt worden. Davon muss jetzt nur noch die Polizei überzeugt werden – wie immer mit tatkräftiger Unterstützung von Minipli-Man und Co.

    Ach, war das wieder schon auf so viele alte Bekannte zu treffen, die einem so vertraut sind. Loretta und ihre große Liebe Dennis (es hat zwar etwas gedauert, bis Loretta und ihr Chef bemerkt haben) dass sie perfekt zusammenpassen. Und nun genießen sie ihr Glück. Doch leider wird die Idylle durch das Auftauchen von Miriam, der angeblichen Tochter von Dennis gestört. Und von einem Augenblick auf den anderen ist Dennis in einen Mordfall verwickelt. Nachdem Lorette ihre anfängliche Schockstarre überwunden hat, läuft sie mit ihren guten Freunden, die sie wirklich alle tatkräftig unterstützen zur Höchstform auf. Doch die Lösung des Falles erscheint äußerst schwierig und dieses Mal sind Erwin, Privatdetektiv und ehemaliger Polizist und Frank, der ehemalige Büdchenbesitzer, der mittlerweile einen Lebensmittelladen führt, bis aufs äußerste gefordert. Und sogar Okko und Doris reisen aus der Ferne an, um den Freunden zu helfen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitzenmäßig und die ganze spannende Geschichte läuft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Einfach klasse!

    Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das mir unterhaltsame und aufregende Lesestunden (der Spannungsbogen ist einfach genial) beschert hat. Das Cover ist auch wieder ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich für diese tolle Ruhrpott-Krimödie 5 Sterne.

  17. Cover des Buches Planetenpolka (ISBN: 9783770020171)
    Lotte Minck

    Planetenpolka

     (57)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen
    Kurzbeschreibung von Buch rücken
    Mord infolge einer Mars Pluto Konjunktion? "so ein mumpitz" denkt Kommissar Arno tillikowski. Irgendwie kann die hübsche astrologin Stella Albrecht ihn aber doch davon überzeugen, daß plötzliche Ableben der schwer reichen matriachin cäcllie von breidenbach zu untersuchen. Ihre Ermittlungensmetoden sind mitunter unorthodox, aber äußerst effektiv. Schnell kommen sie dahinter, dass cäcllie erben mehr als einen guten Grund hatten, ihre Tante aus den weg zu schaffen....

    Mein Fazit
    Ein toller krimi auf humorvolle Seite.... Lotte minck gelingt es jetzt mit ihrer anderen"ermittlerin "Stella Albrecht, einen zu unterhalten und einen kleinen schmutzer zu geben... Es wird viel über astrologie geschrieben... Was eigendlich nicht so mein Thema ist, vielleicht mal in den Zeitungen die Horoskope 😉 ich fand es aber nicht störend, weil es dann doch ein bisschen interessant wahr, in bißchen in die astrologie zu schnuppern... Der schreibst von Lotte minck ist verständlich und angenehm zu lesen... Das Buch cover des Buches ist gut ausgewählt, weil es in den Buch eine Rolle spielt... 
  18. Cover des Buches Schach mit toter Dame (ISBN: 9783770021253)
    Lotte Minck

    Schach mit toter Dame

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Loretta Luchs und ihr Hang tote Menschen zu finden und deren Ermordung aufzuklären reißt nicht ab. Dabei kann die Ruhrpottlerin nun wirklich nichts dafür, zumal sie diesmal nur den Diebstahl von Wertsachen in einem Altenheim aufdecken wollte. Doch es kam natürlich ganz anders als gedacht und offenbarte dabei ungeahnte Abgründe.

    Wer allerdings hofft, mittlerweile einfach in die Reihe starten zu können, den muss ich leider enttäuschen, da es einfach zu viele Anspielungen auf vorherige Bände gibt und auch Charaktere aus Vorgängern oftmals eine große Rolle spielen. Wer es trotzdem einmal versuchen möchte, darf dies sehr gerne machen. Ob er aber denselben Lesespaß haben wird wie ich, ist eine andere Frage.

    Nach der kleinen Vorwarnung, kann es jetzt endlich mit den schönen Sachen des Buches weitergehen, denn davon gab es reichlich. Zuallererst wäre da natürlich wieder das wunderschöne Cover von Ommo Wille. Ihn und seine Illustrationen schätzte ich immer sehr, da es sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite immer etwas zu entdecken gibt. Wie eben hier, wo auf der Rückseite eben 2 Kaninchen fröhlich im Dunkeln rammeln. Ein bisschen Spaß muss eben auch sein.

    Wenn wir schon bei Spaß sind, kann ich auch gleich zur Story kommen, welche diesmal wieder den Humor hatte, den ich im Vorgänger schmerzlich vermisste. Herrliche Sprüche und Bezeichnungen wie Heiopei waren wieder allgegenwärtig und sorgten dafür das ausreichend Ruhrpott-Charme anwesend war. Doch da wir es ja hier auch wieder mit einer Krimödie zutun hatte, fehlte es natürlich auch nicht an kriminellen Energien. Denn wie oben bereits beschrieben ging es diesmal um Diebstahl und natürlich auch Mord.

    Auch das Thema Seniorenheim und natürlich die Sache mit dem Alter war ein großes Thema, welches ich wohl noch nie so schön präsentiert bekommen habe. Hier gab es eben ältere Personen die ihre Handys beherrschten, genau wie es welche gab, die sich gegen alles auflehnten, was sie eben nicht kannten. Das Stichwort war hier wirklich „Diversität“, denn egal, ob bei den älteren Herrschaften, dem Pflegepersonal oder auch bei Loretta und ihren Freunden, die Meinungen und Fähigkeiten aller Personen waren enorm unterschiedlich. Ich liebe das sehr, zumal eben auch sehr negativ behaftete Eigenschaften behandelt werden.

    Von daher war ich diesmal wieder sehr happy, auch wenn ich mich noch immer an Lorettas neue Partnerschaft gewöhnen muss und mich immer ein wenig über sie ärgere, wenn sie gefährliche Alleingänge macht. Zudem würde ich gerne sie gerne wieder öfter im Callcenter sehen, denn das ließ sie diesmal ganz schön schleifen.

    Die Zahl 13 steht ja eigentlich eher für das Unglück, aber wer den 13. Band mit Loretta Luchs liest, dürfte eigentlich nichts anderes als pure Freude empfinden. Ihr neuster Fall war nicht nur urkomisch, sondern bot neben viel Spannung, auch ernstere Themen, die man wirklich gut verpackt hatte. Allerdings finde ich die Fälle langsam etwas zu gefährlich für Hornbrillen-Girl.

  19. Cover des Buches Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte (ISBN: 9783847906254)
    Anna Basener

    Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

     (61)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Das Buch wird als „rotzfrech und politisch nicht korrekt“ beworben, beides stimmt sicher, aber ich fand es auch nicht wirklich lustig. Der Ruhrpott Slang wird überstrapaziert und klingt aufgesetzt und übertrieben. Die ständige Verwendung von „getz“ und grammatikalischen Umstellungen sollen Authentizität zeigen, haben bei mir aber das Gegenteil erreicht. Verniedlichungen wie „Döschen, die ständig poliert werden“ fand ich nur albern.
    Die Charaktere haben Ecken und Kanten, aber hinter der großen Schnauze oft ein großes Herz. Aber ich finde die Figuren sind schon sehr übertrieben gezeichnet, auch wenn immer mal wieder ein stimmiges Genrebild beschrieben wird. Natürlich gibt es Taubenväter und ehrliche Malocher. Was mich aber sehr störte, war die rosarote Beschreibung der Prostitution und des Umfelds. 

    Anstrgened, leider nicht mein Buch

    Das Cover war noch das Beste

  20. Cover des Buches Radieschen von unten (ISBN: 9783770014897)
    Lotte Minck

    Radieschen von unten

     (79)
    Aktuelle Rezension von: IchLeseGerneUndDu

    Eine Krimödie? Was ist das? Nun, wer es genau wissen möchte, darf gerne zu diesem Buch greifen. Denn hier ist alles beinhaltet, was ein Krimi und eine Komödie vereint. Die Autorin hat mich mit den über 250 Seiten sehr gut unterhalten, nicht zuletzt, da der Ruhrpott-Charme gelegentlich durchschwappt und die Szenen etwas auflockert. Die Protagonisten harmonieren perfekt, so dass eine angenehme Grundstimmung erzeugt wurde.

    Mir hat dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen, so dass ich unbedingt mehr über Loretta wissen möchte.

  21. Cover des Buches Totentanz am Strand (ISBN: 9783596522514)
    Klaus-Peter Wolf

    Totentanz am Strand

     (73)
    Aktuelle Rezension von: malins_dagbok

    Weiter geht es mit Dr. Sommerfeldt, der auf der Flucht ist und nicht so ganz weiß, was er eigentlich will. Die Polizei sucht ihn nun, daher bekommt man als Leser*in nun wieder mehr Ermittlungsarbeit mit, der Fokus bleibt jedoch auf der Flucht. Viel beleuchtet wird dabei nun auch Sommerfeldts Kindheit und ein wenig versucht zu erklären, warum er eventuelle Taten begangen haben könnte.  Ein Großteil des Buches spielt nun nicht mehr in ostfriesland, sondern im Ruhrpott, was ich persönlich etwas schade fand. Der Schreibstil konnte mich in diesem BUch auch nicht begeistern. Insgesamt hatte ich mir nach dem offenen Ende des ersten Buches sehr auf diesen Band gefreut, aber fand ihn deutlich schwächer als den ersten Band. 

  22. Cover des Buches Tote tanzen keinen Walzer (ISBN: 9783770021284)
    Lotte Minck

    Tote tanzen keinen Walzer

     (56)
    Aktuelle Rezension von: _bookfever-ever

    Loretta hat tolle Freunde, das hat sie wohl i  den vorangegangenen Bänden ja schon offenbar bewiesen. Und als sich ihre Freunde Bärbel und Frank in ihre Heiratspläne einweihen, freut sie sich sehr - bis sie erfährt, dass sie an einem Tanzkurs teilnehmen soll! Widerwillig findet sie sich also dann tatsächlich irgendwann in einem Tanzsaal wieder und während alle mit dem Lernen von neuen Schritten beschäftigt sind, passiert das schreckliche. Ein Schuss geht durchs Fenster und einer der Teilnehmer kommt dabei zu Tode. Schnell ist Loretta mal wieder mehr als ihr lieb ist (und dem zu ermittelnden Kommissar) in die Ermittlungen involviert - aber letztendlich kann sie und ihre Crew es halt auch nicht lassen,  auf eigene Faust zu ermitteln... Wer wollte hier wem schaden? Der Tanzschule selbst oder doch gezielt dem Opfer? Mehrere Fragen tauchen auf, aber Loretta schafft es mit einem furiosen Schlussspurt die Fäden zu entwirren. 

    Sehr gut gefallen hat mir, abgesehen von den tänzerischen Ausflügen in alte Erinnerungen, der leichte schnoddrige Ton der Protagonistin, das macht das ganze durchaus charmant. Leider geht es für Loretta hier nicht mehr weiter, aber bei Gelegenheit werde ich bestimmt die Reihe von  Anfang einmal durchlesen, denn ihr Charakter und ihre Freunde und Wegbegleiter würde ich durchaus gerne näher kennenlernen. 

  23. Cover des Buches Sonne, Mord und Sterne (ISBN: 9783770021260)
    Lotte Minck

    Sonne, Mord und Sterne

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Für mich war es wieder einmal so weit in die astrologische Welt von Stella Albrecht zu tauchen. Bereits zum dritten Mal durfte ich nun mit ihr einen Fall lösen, wobei es mich diesmal auf einen astrologischen Kongress verschlug, bei welchem die Sternchen des Astrologie-Himmels nicht nur ihr Können unter Beweis stellten, sondern sogar ausgezeichnet werden sollten. Dabei zeigte sich das im Reich der Tarotkarten, Geistheiler und Engelsbotschafter einiges im Argen lag. 


     


    Bevor es jedoch ins Buch ging, musste ich einfach wieder das wunderschöne Cover von Ommo Wille bestaunen. Egal ob hier oder bei Loretta Luchs, die Bilder fesseln mich jedes Mal, zumal sie voller liebevoller Details stecken. Als ich mich dann fürs Erste satt gesehen hatte, ging es auf in die Geschichte, welche mich gleich einmal mit einem gewaltigen Tusch überraschte. Hier zeigte sich nämlich was geschah, ohne dabei auch nur einen Hinweis zu geben, wer der Täter gewesen sein könnte. Meine Neugier war damit kaum noch zu zügeln. 



    Auf den Seiten danach durfte aber wieder die Unterhaltung einziehen. Der Kongress sorgte bei Stella und ihrer Oma für ordentlich Redebedarf. Neben den Angeboten der Messe wurden mir auch einige der anwesenden Persönlichkeiten vorgestellt. Diese waren alles andere als langweilig, sondern zeugten von außergewöhnlichen Charaktererscheinungen. Spätestens ab hier, sollte man allerdings starke Nerven haben, wenn man nicht unbedingt selbst an Geistheiler oder Personen glaubt, welche mit dem Jenseits kommunizieren können. Lotte Minck schaffte es nämlich, die Charaktere wirklich so zu beschreiben, das mich ihre felsenfeste Überzeugung z.B. von einem Engel begleitet zu werden, wirklich beeindruckte. 



    Die weitere Handlung war für mich schließlich einfach nur ein Fest. Neben spannenden Momenten und berührenden Augenblicken gab es auch die Abschnitte, in denen ich einfach mal herzlich lachen musste. Dieser Mix zog sich durch das gesamte Buch und verschaffte der Aufklärung des Mordes eine packende Handlung. Bis zum Ende wankte ich immer hin und her, wer es denn es jetzt gewesen sein könnte, nur um schließlich recht zu behalten. Das war aber überhaupt nicht schlimm, denn bis dahin erfuhr ich einfach zu viele interessante Sachen und erlebte die herrlich kuriosen Charaktere.



    Trotz allem sollte man das Buch wirklich Krimödie sehen. Wer an Engel oder Geister glaubt, sollte sich keinesfalls angegriffen fühlen. Lotte Minck möchte mit ihrem Buch eher aufzeigen, das es in diesem Gebiet viele schwarze Schafe gibt, welche sich an der Trauer oder der Suche nach Glück einiger Personen weiden und deren Hoffnung schamlos ausnutzen. Um so schöner ist jedoch das es auch andere Partei gibt, welche keine falschen Versprechungen machen, sondern eher im bisherigen Lebensverlauf Hinweise auf Probleme und Sorgen suchen. 


     

    Dieser Band der Reihe war wieder ein absolutes Highlight. Egal ob optisch oder inhaltlich, ich fühlte mich wohl und konnte neben neuen Erkenntnissen, auch noch ein wenig Lachen. Auch der Fall konnte sich sehen lassen, zumal er bewies, das manche Entscheidungen ein Leben lang Folgen haben können. Ansonsten kann ich nur noch sagen, das ich mich auf die folgenden Bände freue, denn aus der Welt der Astrologie gibt es bestimmt noch einiges zu erzählen.

  24. Cover des Buches Einer gibt den Löffel ab (ISBN: 9783770014910)
    Lotte Minck

    Einer gibt den Löffel ab

     (71)
    Aktuelle Rezension von: IchLeseGerneUndDu

    Die Autorin hat mit diesem zweiten Band der Loretta Luchs Reihe definitiv einen absoluten Knaller gelandet. Durch den lockerleichten Schreibstil und dem dezenten Einwurf von dialektischer Rede, gerät man beim Lesen regelrecht in einen Sog der guten Laune. Wer jedoch auf einen actionreichen, blutrünstigen Krimi hofft, wird wohl eher enttäuscht sein. Erst ab etwa der Mitte des Buches kommt eine Tote zum Vorschein, aber auch bei der Ermittlung des Tötungsdelikts ist weniger detektivischer Spürsinn gefragt, als die Humorik. Dieses Mal wird es kulinarisch, so dass die Koch"kunst" im Vordergrund steht. Übrigens findet man am Ende des Buch noch Lorettas Menü. Wie bereits beim Vorgängerband sollte man auch hier nicht allzuviel Action, Mord und Totschlag erhoffen. Mir hat es viel Freude bereitet, in Lorettas Kochwelt einzusteigen und freue mich schon auf die Fortsetzung(en).

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