Bücher mit dem Tag "ruinen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ruinen" gekennzeichnet haben.

19 Bücher

  1. Cover des Buches Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht (ISBN: 9783551315878)
    Scott Westerfeld

    Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

    (622)
    Aktuelle Rezension von: MuLeFe

    In der Zukunft leben Kinder bis zu ihrem 12. Geburtstag bei ihren Eltern. Danach werden sie als „hässlich“ eingestuft und auf eine große Schönheitsoperation vorbereitet, die mit 16 stattfindet. Danach sind sie angeblich perfekt – schön, beliebt und sorgenfrei.

    Tally, die Hauptfigur, fiebert diesem Tag richtig entgegen. Sie kann es kaum erwarten, endlich „schön“ zu sein – vor allem, weil ihr bester Freund schon operiert wurde und sie sich nun allein fühlt. Aus Langeweile und Sehnsucht macht sie sich heimlich auf den Weg, ihn zu besuchen – und trifft dabei auf Shay.

    Shay ist anders. Sie stellt vieles infrage, vor allem das System hinter der Schönheits-OP. Die beiden freunden sich schnell an, machen gemeinsam Streiche und halten zusammen. Doch kurz vor ihrem gemeinsamen 16. Geburtstag verschwindet Shay plötzlich. Sie will nicht schön werden – sondern lieber frei bleiben. Sie flieht in ein verborgenes Dorf, in dem alle Menschen so bleiben, wie sie sind – ohne Operationen, ohne Perfektion.

    Tally steht plötzlich vor einer schweren Entscheidung: Ihre Freundin verraten, um selbst schön zu werden? Oder alles hinterfragen und vielleicht zum ersten Mal wirklich frei sein?

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die Welt wird greifbar dargestellt.

  2. Cover des Buches Frostnacht (ISBN: 9783492280358)
    Jennifer Estep

    Frostnacht

    (1.129)
    Aktuelle Rezension von: Nanni21

    Mir hat auch das 5. Buch der Mythos Academy gut gefallen. Ich finde es war ein sehr kurzweiliges Buch, welches sich sehr gut lesen ließ. Die alten Charaktere haben mir wieder sehr gut gefallen und ich fand es schön, sie auf ihrer Reise und außerhalb der Academy zu begleiten. Aber auch die neuen Charaktere, die es in diesem Buch gab, fand ich mit ihren Ecken und Kanten sehr spannend. Ich habe mich auch sehr gefreut mehr von Gwen und ihrer Familie zu erfahren. Es freut mich sehr für sie, dass sie neben ihrer Grandma noch etwas mehr Familie gefunden hat. 

    Insgesamt kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der ein Fan von Mythologie in unserer heutigen Zeit ist und der Gwen und ihre Freunde außerhalb der Academy auf ihrer Reise begleiten möchte. 

  3. Cover des Buches Das Versprechen der Wüste (ISBN: 9783453358232)
    Katherine Webb

    Das Versprechen der Wüste

    (87)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt:

    Oman, 1958: Joan sieht sich als Archäologin und möchte in die Fußstapfen ihres Idols, der Forscherin Maude Vickery treten: eine Reise in den Oman soll es richten, Joan reist mit hohen Vorstellungen dorthin, doch Maude ist wenig begeistert von Joans Absichten und deren Orient-Faible...


    Persönlicher Eindruck:

    Einerseits bildgewaltig und mit schönen Landschaftsbeschrebungen, andererseits trocken und zäh breitet sich dieser historische Frauenroman vor dem Leser aus. Hauptfigur Joan will den Orient bereisen, nicht aber als Touristin, nein, als Forscherin und Archäologin, wie einst ihr Vorbild Maude Vickery. Aus diesem Zweck sucht Joan die exzentrische Dame im Oman auf, doch schon beim ersten Besuch macht diese ihr klar: Joan hat allerlei Flausen im Kopf, für eine Forschein reicht das bei weitem nicht.

    Nun, ganz Unrecht hat Maude nicht. Joan sieht sich in der Tradition unterschiedlicher Pionierinnen, spricht von sich selber als Archäologin, hat aber noch keine Ausgrabung gesehen, geschweige denn geleitet. Einzig das Orient-Faibble ihres verstorbenen Vaters bildet die Grundlage für ihr Vorhaben. Ihr Vater, der zweitlebens von 1001 Nacht geschwärmt hat und ihr als Kind weismachte, die Stätten des Orients selbst besucht zu haben, war ebenso ein Blender, wie es Joan selbst jetzt auch ist.

    Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und trotz der anscheinend gut recherchierten örtlichen Gegebenheiten kommt der Plot vollkommen emotionslos daher, so dass ich mich bei Seite 79 entschied, das Buch abzubrechen. Mir war die Zeit dafür einfach zu kostbar und ich erwarte keine wesentliche Besserung auf den restlichen Seiten.

    Von mir keine Leseempfehlung.

  4. Cover des Buches Die goldene Stadt (ISBN: 9783499272585)
    Sabrina Janesch

    Die goldene Stadt

    (85)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Auf knapp 400 Seiten erfahren wir hier nicht nur die wahre Geschichte der Entdeckung El Dorados, sondern die abenteuerliche und brilliante Lebensgeschichte eines jungen Entdeckers, der an seinen Träumen festhält sowie gleichzeitig die Geschichte des lateinamerikanischen Kontinents im 19. Jahrhunderts;für jeden Leser gut rauszulesen dargestellt.  Es macht eine so unbändige Freude Sabrina Janesch beim Erzählen dieser Geschichte zu verfolgen. Ich wage zu behaupten, dass kaum ein Anderer die Geschichte von Augusto Berns so lebensnah und nachempfunden hätte schreiben können. Mit Hilfe eigener Exkursionen nach Peru, langen Recherchen in diversen Archiven und der absoluten Hingabe für diesen deutschen Entdecker, hat die Autorin Berns ein Denkmal setzen können - einem nahezu unbekannten Ingenieur, dessen Lebenswerk, die Entdeckung der Inka-Stätte „Machu Pichhu“, noch vor wenigen Jahren keiner ihm zuzuordnen gewusst hätte

  5. Cover des Buches Das Sandkorn (ISBN: 9783257243253)
    Christoph Poschenrieder

    Das Sandkorn

    (33)
    Aktuelle Rezension von: parden
    DAS DRITTE GESCHLECHT...

    Jacob Tolmeyn begegnet dem Leser das erste Mal am 06. Juni 1915, als er, immer wieder innehaltend, durch die Straßen Berlins streift und dabei eine ganze Anzahl kleiner Säckchen Sand ausleert, Worte dazu murmelnd. Ein Verhalten, das nicht lange unbeachtet bleibt; bald schon folgt ihm ein ganzer Trupp Neugieriger, die sein Treiben gespannt beobachten. Grund genug, um einen Polizisten in den unruhigen Zeiten des Ersten Weltkriegs misstrauisch werden zu lassen. Und so wird der junge Mann verhaftet und aufs Polizeirevier gebracht. Kommissar Treptow übernimmt das Verhör Tolmeyns, das fortan als Rahmenhandlung zu einer ganz anderen Geschichte dient, die im Verlaufe der Befragung zutage tritt: der Rückblende in das Jahr 1914, kurz vor und nach Ausbruch des Krieges.

    Der Leser begleitet den Kunsthistoriker Jacob Tolmeyn nach Rom, genauer ins dortige Königlich Preußische Historische Institut, wo er alte Dokumente sichten und auswerten muss. Es überrascht ihn, als er plötzlich den Auftrag erhält, nach Südiatlien zu reisen, um der anstehenden Räumung der Krypta des Doms zu Andria beizuwohnen, wo die Gräber der Gemahlinnen von Friedrich II. vermutet werden, von Federico secondo, dem Stauferkaiser. Im Autrag von Wilhelm II., des letzten Deutschen Kaisers und Königs von Preußen, ergeben sich im Anschluss noch weitere Forschungsreisen nach Südiatalien, die Jacob Tolmeyn in Begleitung seines Schweizer Kollgen Beat Imboden absolviert.


    " °Matera (...) it eine alte malrische Bergstadt von 17081 Einwohnern.° - 'Herrgott noch mal', sagt er, 'wenn es der verdammte Baedeker doch wengistens einmal richtig hinbekäme. M a l e r i s c h? Nur wenn einer wie Hieronymus Bosch malt." (S. 307)


    Unter der apulischen Sonne, bei der Vermessung der staufischen Kastelle, stoßen sie auf Legenden und Vermutungen, viel Sand und Staub, eine große Hitze, primitive Unterkünfte, Landadel, Armut und eine Vielzahl steinerner Zeichen einstiger Macht, angenagt vom Zahn der Zeit, überlagert von Bautätigkeiten späterer Erpochen. Bei der letzten Forschungsreise wird den beiden Kunsthistorikern zudem eine Begeleitung aus dem italienischen Kriegspresseamt mitgeschickt, eine junge Frau zu ihrer Überraschung, Letizia. Jeder der drei hat jedoch seine ganz eigenen Themen, die im Verlaufe der Erzählung immer deutlicher zutage treten - alle sind auf ihre Art auf der Suche nach einem Leben, das nicht von Vorurteilen bestimmt ist..


    "Die beiden anderen können gut miteinander. Das sieht sogar Tolmeyn (...) Die Drei ist doch eine vermaledeite Zahl, denkt er, vor allem die Zwei in der Drei, die die einsame Eins macht." (S. 319)


    Die 'einsame Eins' in dieser Rechnung ist er selbst, Tolmeyn, der eifersüchtig reagiert darauf, dass sich sein Kollege Beat so gut mit Letizia versteht. Doch versucht er unbedingt, diese Eifersucht zu verbergen, denn nicht Letizia ist es, an der er heimlich selbst Interesse hat, sondern Beat, sein männlicher Kollege. Homosexualität - in Deutschland zu dieser Zeit streng verboten und per Paragraph 175 auch gesetzlich unter Strafe gestellt. Der Hauptgrund, weshalb Tolmeyn eine gutdotierte Stellung in Berlin aufgab und nach Rom ging, aus Furcht, erpressbar zu sein, als 'Freundling' oder Anhänger des 'Dritten Geschlechts' geoutet zu werden. Ein Leben und Lieben in Verborgenen, immer in der Furcht vor der Entdeckung. Und nun sitzt er in einem Berliner Verhörraum und läuft Gefahr, dass sein gut gehütetes Geheimnis gelüftet wird.

    Kaleidoskopartig erzählt der Autor scheinbar von leichter Hand geschrieben - und doch ist jedes einzelne Wort wohlgesetzt - von Geschehnissen kurz vor Beginn sowie kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Eine Vielfalt von Themen steht hier gleichberechtigt nebeneinander, man bekommt ein eindringliches Bild vermittelt von den Zuständen zu dieser Zeit. Poschenrieder gelingt es, einen historischen Roman, einen Kriminalroman, einen Roman über gesellschaftliche (In-)Toleranz, aber auch über die Liebe zu schreiben und bei all dem auch eine (Anti-)Kriegsgeschichte zu erzählen. Selbst nahezu beiläufig Erzähltes entwickelt sich hier zu einem interessanten Thema, wie z.B. der kleine Einblick in die Geschichte der Fotografie. Dabei wirkt das Buch keineswegs überfrachtet, die Elemente und Zeitebenen greifen gekonnt und passend ineinander wie das feingewirkte Innenleben einer komplexen Uhr - und der Schreibstil ist so leicht wie passend, authentisch zum gewählten Zeitalter, und dabei kein bisschen übertrieben.

    Ein vielschichtiger, spannender, anspruchsvoller Roman mit einem erzählerischen Sog von der ersten Seite an bis zum überraschenden Ende, ein fein geknüpfter Webteppich aus Geschichte und Geschichten voller schöner Bilder, dabei auch ein unaufdringlicher Appell zu mehr Menschlichkeit und Toleranz. Mit diesem Roman hat mich Christoph Poschenrieder sehr beeindruckt, und sicher wird es noch weitere Bücher von ihm geben, die den Weg zu mir finden.

    Von mir eine ganz eindeutige Leseempfehlung!


    © Parden
  6. Cover des Buches Prepper (ISBN: 9783959621267)
    Felix A. Münter

    Prepper

    (32)
    Aktuelle Rezension von: 4petra
    Man hat schon oft von Preppern gehört, die sich auf einen weltweiten Zusammenbruch vorbereiten, indem sie nützliche Dinge und Nahrung in Bunkern horten. Doch was geschieht, wenn die Apokalypse tatsächlich kommt? All die, die nicht vorgesorgt haben und Mangel leiden, machen sich auf die Suche nach den Lagern der Prepper. Einer dieser Schatzsucher ist Doran, der von einem Sterbenden Karten, Notizen und ein Buch über Prepper-Lager bekommt und sich daraufhin  mit seiner Bulldogge auf eine Schnitzeljagd durch ein postapokalyptisches und feindseliges Land begibt, in dem nur der Stärkste überlebt.

    Mir gefällt der flotte Schreibstil von Felix A. Münter sehr gut, da in seinen Büchern nie Langeweile aufkommt und eine Actionszene die andere jagt.  So war es auch hier, doch hätte ich mir manchmal gewünscht, wenn er sich Zeit genommen hätte für eine Beschreibung der Anfangszeit nach der Krise und auch der Charaktere von Dorans Weggefährten. Ich tauche gerne ab ein Buch, lerne die Protagonisten gut kennen und erlebe mit ihnen die Abenteuer. Hier war aber bereits nach einem kurzen Kennenlernen das Buch schon zu Ende.

    Die Wendungen und vor allem den Schluss fand ich genial. Und was kann man von einem Buch denn Besseres sagen, als dass es viel zu kurz war!?

  7. Cover des Buches Der Zauberer (ISBN: B00MJ6JHBQ)
    Wolf Awert

    Der Zauberer

    (4)
    Aktuelle Rezension von: puma56
    Ein Zauberer, der wider Willen in die Rolle des großen Hofmagiers gerät, und dann als einfacher Naturmensch damit zurechtkommen will (und muss) - mir hat die Entwicklungsgeschichte sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht alles bis ins Letzte verstanden habe - das sollte wohl auch nicht sein.
    Wie meine Kollegen hier habe ich das Buch immer nur ungern aus der Hand gelegt, auch wenn ich eine Woche dafür gebraucht habe.
  8. Cover des Buches Der Trümmermörder (ISBN: 9783832165833)
    Cay Rademacher

    Der Trümmermörder

    (5)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Einer der strengsten Winter des 20. Jahrhunderts hält das vom II. Weltkrieg zerstörte Hamburg unerbittlich im Griff. Es herrscht Knappheit an Lebensmitteln, an Brennmaterial, an allem... Die Menschen sind verzweifelt, die Stadtverwaltung hilflos und aufgeregt, als plötzlich inmitten all der Probleme mit Januar 1947 Frauenleichen auftauchen.

    Oberinspektor Frank Stave - ein Witwer, der seine Frau während eines Luftangriffes und seinen Sohn an die Nazis verloren hat - wird mit den Ermittlungen beauftragt. Hinweise auf den Täter oder die Täter sind kaum vorhanden, denn die Frauenleichen sind unbekleidet und scheinen nicht dort ermordet worden zu sein, wo man sie fand. Ihm zur Seite werden der junge Lothar Maschke von der Sitte sowie der britische Offizier James C. MacDonald gestellt, die durch ihre Kontakte die Ermittlungsarbeit des unter Druck stehenden Oberinspektors unterstützen sollen.

    Stave kommt während seiner Spurensuche mit allerlei interessanten Figuren in Kontakt... Bunkermenschen, in dürftigen Zeltlagern zusammengepferchte Menschen, die sich durch Schmuggel und illegale Tauschgeschäfte über Wasser zu halten versuchen, sowie auch Privilegierten und fremdländischem Militärpersonal.

    Der Autor vermittelt das vom Krieg gebeutelte und unter den arktischen Temperaturen leidende Hamburg dermaßen plastisch, dass man beim Umblättern der Seiten das Knacksen einer Frostschicht zu hören vermeint. Selten hat für mich ein Autor so überzeugend eine Szenerie zu vermitteln vermocht: Die Nöte, Ängste und Entbehrungen der Hamburger in diesen brutalen Wintermonaten sind so wuchtig beschrieben, dass man nicht nur mit dem Schmerz des Frank Stave, der langsam versucht, über den Tod seiner Frau hinwegzukommen und die Suche nach seinem in Russland vermissten Sohn über das Internationale Rote Kreuz nicht aufgeben will, mitleidet, sondern beinahe Zeitzeuge dieser bitterlich-kalten Periode Hamburgs wird. So ist der erste Fall des Frank Stave in meinen Augen eher mehr eine brillant ausformulierte Darstellung einer tief verletzten und sich sehr langsam erholenden Stadt als nur ein "Krimi"...

    Rademacher hat außerordentliche Recherche betrieben und mit seinem großen Erzähltalent einen Roman geschaffen, der von Beginn an und ohne Spannung zu verlieren bis zum Ende ein Debüt einer Kriminalfigur liefert, der man gerne zu den weiteren Fällen "Der Schieber" und "Der Fälscher" folgt! Eine unbedingte Leseempfehlung!

  9. Cover des Buches Die weiße Nacht (ISBN: 9783492074612)
    Anne Stern

    Die weiße Nacht

    (111)
    Aktuelle Rezension von: ingaburg

    „Die weiße Nacht“ ist ein Roman, den man nicht einfach liest, sondern durchlebt.

    Er spielt in Berlin im Jahr 1946/47. Der zweite Nachkriegswinter ist bitterkalt, die Stadt liegt in Trümmern und ist geprägt von Hunger und Misstrauen. Anne Stern gelingt es von der ersten Seite an, diese Atmosphäre eindringlich einzufangen, dass man beim Lesen fast selbst zu frieren beginnt. Die Ruinen, der Schwarzmarkt und die Unsicherheiten wirken erschreckend lebendig und niemals überzeichnet.

    Im Mittelpunkt stehen die Fotografin Lou Faber und der Kriminalkommissar Alfred König. Lou findet eine tote Frau im Schnee und hält den Moment mit der Kamera fest. König, der in einem Schnellkurs zum Polizisten ausgebildet wurde und mit einem schlecht ausgestatteten Polizeiapparat ermitteln muss, kommt nur langsam voran. Umso spannender ist die langsame Zusammenarbeit der beiden. Beide Figuren sind vom Krieg gezeichnet, vielschichtig und glaubwürdig und sie sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen.

    Besonders gefallen hat mir der historische Detailreichtum. Anne Stern zeigt nicht nur zerstörte Straßenzüge, sondern auch zerstörte Biografien. Nebenhandlungen und Rückblenden machen deutlich, wie tief der Krieg bei den Menschen nachwirkt. Themen wie Schuld, Überleben, Anpassung und Hoffnung ziehen sich leise, aber konsequent durch die Geschichte.

    Der Schreibstil ist klar, ruhig und eindringlich. Die Dialoge wirken authentisch und die Spannung hält bis zum Ende an. Trotz der Schwere der Themen bleibt alles gut lesbar.

     

     Für mich ist der Roman ein echtes Highlight und ein starker Auftakt einer neuen Krimireihe. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung – und kann „Die weiße Nacht“ uneingeschränkt empfehlen.

     

  10. Cover des Buches Valhalla (ISBN: 9783426509418)
    Thomas Thiemeyer

    Valhalla

    (130)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Hannah arbeitet gemeinsam mit John in Kambodscha, als Norman Stromberg sie abruft und nach Spitzbergen schickt. Dort im Norden Norwegens wurde eine riesige alte Stadt unter dem Gletschereis entdeckt  Aber anstatt sich mit der Erforschung der Stadt und deren Historie beschäftigen zu können, geraten sie an ein altes Labor der Nazis und einen tödlichen Virus.

    Wie immer trifft der Autor in Sprache und Erzähltempo genau das richtige Maß. Einfach und flüssig, nie langatmig, ein durchgehender Spannungsbogen der den Leser von Anfang bis Ende ans Buch fesselt. Auch das grundsätzliche Thema einer riesigen, unter Eis begrabenen, uralten Stadt, ist absolut interessant. Die Idee eines dortigen Labors aus der Nazizeit, der Inhalt der Forschungen und die Darstellung des Russen, der diese Daten partout nutzen möchte, während Hannahs Geldgeber selbstverständlich nur honore Absichten haben, ist einfach allzu platitüd und flach. Wirklich schade ist, dass die entdeckte Stadt zum reinen Schauplatz verkommt. Eine faszinierende Kulisse, aber leider weiter nichts.

    Mein Fazit: Auch im dritten Buch der Reihe beweist der Autor, dass er schreiben kann und weiß, wie man Leser unterhält und fesselt. Leider dreht sich dieses Buch aber inhaltlich nicht um die archäologische Entdeckung, die mich enorm interessiert hätte (ganz gleich, das es Fiktion ist), sondern nur um die Forschungen aus der Nazizeit. Mir sind es einfach viel zu viele Stereotype und zu wenig mystische Archäologie, die eigentlich diese Reihe ausmacht. Ich hoffe in Teil 4 kehrt der Autor zurück zu seiner ursprünglichen Linie.


  11. Cover des Buches Rabenmond - Der magische Bund (ISBN: 9783570306703)
    Jenny-Mai Nuyen

    Rabenmond - Der magische Bund

    (417)
    Aktuelle Rezension von: Scheckentoelter

    Das Cover ist bezaubernd, kann aber über die schlechte Story nicht hinweghelfen. 


    Erst begann die Story gut, baute allerdings schnell wieder ab. Das Ende wurde dann wieder etwas besser. Konnte aber nichts mehr retten.


    Teilweise kann ich Mion nicht verstehen und auch nicht Ihre Handlungen nachvollziehen.

    Den Prinzen verstand ich da schon besser.

    Aber über Baltibb war ich einfach schockiert! Wie kann ein Mensch sich nur so extrem verändern und das gegen die eigenen Werte?!

    Naja und die anderen Nebendarsteller waren auch sehr merkwürdig.


    Auch wenn dieses Buch mich minimal Begeistert hat, würde ich es absolut nicht weiterempfehlen.

  12. Cover des Buches Dämmerhöhe - Lautlos (ISBN: 9783401601441)
    Birgitta Elin Hassell

    Dämmerhöhe - Lautlos

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Du willst lieber trainieren als für die Schule zu lernen.

    Da triffst du auf ein fremdes Mädchen.

    Sie sieht dir ähnlich.

    Sie schlägt dir einen Deal vor, den du kaum ausschlagen kannst.

    Sie nimmt deinen Platz ein

    und übernimmt schlussendlich dein Leben.

    Doch wie kannst du das alles nur rückgängig machen?

     

     

    Zum Inhalt:

    Es war ganz plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht - das Mädchen. Und es hatte Anna ein verlockendes Angebot gemacht: Für ein bisschen mehr Freizeit und die Möglichkeit, noch öfter mit dem Snowboard unterwegs zu sein, muss Anna nur den Namen des Mädchens erraten. Doch als ihr kleiner Bruder schwer erkrankt und sie die Nachbarshündin Píla tot in ihrer Hütte findet, wird Anna klar: Das Mädchen ist nicht, was es vorgibt zu sein. Anna bleibt nur noch wenig Zeit, um das Rätsel zu lösen und das Schlimmste zu verhindern.

     

    Cover:

    Das Cover hat mir richtig gut gefallen. Es wirkt einerseits verspielt, aber auch geheimnisvoll. Auf rotem Grund sehen wir die Schemen einer Wohnsiedlung, während in der Mitte ein Gebilde aus Schatten – ähnlich wie bei psychologischen Tests – prangert auf denen der Titel des Buches zu finden ist. Das ist ganz gut gemacht und passt gut zu den anderen Büchern der Reihe, welche ähnlich gestaltet sind, jedoch nur in anderen Farben. 

     

    Eigener Eindruck:
     Anna lebt in einer geheimnisvollen Stadt, welche das ganze Jahr im Schatten liegt. Ein Teil des Ortes wird von der Bevölkerung gemieden, aber nach und nach verblassen die alten Geschichten und die Warnungen der Alten verrauchen im Nichts. Als das Mädchen eigentlich für die Schule lernen müsste, jedoch lieber trainieren würde, trifft sie auf ein geheimnisvolles Mädchen, welches ihr sehr ähnlichsieht. Das Mädchen bietet Anna an, ihren Platz einzunehmen, um ihr mehr Freizeit einzuräumen. Gern nimmt diese das Angebot an, muss aber schon bald erkennen, dass das ein großer Fehler war, denn nicht nur ihre Freunde wenden sich von ihr ab, auch in der Familie gibt es Probleme, die sie so gar nicht verzapft hat. Das fremde Mädchen bietet Anna an, dass sie ihren Namen erraten könne, ansonsten übernimmt sie deren Leben komplett. Nichts leichter als das, denkt sich Anna. Doch damit beginnen die Probleme erst richtig…

     

    Die Idee zu der Geschichte von Anna ist nicht schlecht und sicher auch die Idee für die nachfolgenden Bände. Das hat schon was, ein Ort in Island der scheinbar von Monstern heimgesucht wird, die die Bevölkerung, vor allem die Teenager, dengeln. Jedoch hatte ich bei dem Buch so meine Schwierigkeiten. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, denn immer wieder, wenn das fremde Mädchen sein wahres Ich zeigt, dann schieben die Autoren mit kursiver Schrift einfach ein paar Wörter dazwischen, was mich immer wieder aus dem Konzept gebracht hat. Dass das die Verzerrung der Realität und eine Art Traumwelt sein soll, das ist mir schon klar und ich finde es eigentlich auch raffiniert, aber es war dann eben doch nicht so meins. Außerdem war die Geschichte von Anfang an sehr durchschaubar, weshalb ich kaum Spannungsmomente hatte und auch die Emotionen sind für mich viel zu kurz gekommen. Im Großen und Ganzen ist das Buch sicher ein netter Zeitvertreib, wenn man denn über die stilistischen Mittel hinwegsehen kann, aber für mich ist sicherlich mit diesem Buch hier Schluss. Da muss ich schon ganz viel Langeweile haben, um zur Fortsetzung zu greifen. Schade.

     

    Fazit:

    Diese Jugendbuchreihe soll gruseln, jedoch fand ich sie mehr verwirrend als alles andere. Der Schreibstil der isländischen Autoren ist doch recht gewöhnungsbedürftig und konnte mich nicht ansprechen, weshalb ich das Buch auch nicht empfehlen kann.

     

    Idee: 4/5

    Charaktere: 3/5

    Logik: 2/5

    Spannung: 2/5

    Emotionen: 2/5

     

     

    Gesamt: 2/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783401601441

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Fester Einband

    Umfang: 136 Seiten

    Verlag: Arena

    Erscheinungsdatum: 20.01.2016

     

  13. Cover des Buches Die Schwestern vom Ku’damm. Jahre des Aufbaus (ISBN: 9783837143720)
    Brigitte Riebe

    Die Schwestern vom Ku’damm. Jahre des Aufbaus

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Laufzeit 9:52 - Gelesen von Anna Thalbach

    *   *   *

    Diese Geschichte erfasst viele Probleme in der schweren Zeit zu Kriegsende + die Jahre danach. Der Hunger. Die Kälte. Die zerbombten Städte. Die unsichere Politik. Essensmarken. Inflation. Denunzianten. Der Nürnberger Prozess. Schließlich für jeden die Reichsmark. Als die Zeit der Trümmerfrauen anbrach, habe ich mich an die Geschichten meiner Oma (1901) erinnert. Dann die Besetzungen der Siegermächte in Berlin. Die Blockade. Die Rosinenbomber. Der Schwarzmarkt. Verbuddelter Schmuck + Geld. Die Hierarchie der Männer, obwohl Frauen zu der Zeit erhebliches geleistet hatten ! 

    Die Autorin versteht es sehr gut, mich als Leser mit in den Neuaufbau von Deutschland zu nehmen. Besonders toll fand ich auch die zwei Handlungsstränge in die Schweiz + nach Italien.

    Es passiert viel und der Plot ist nicht nur mittendrin in einer furchtbaren Zeit, sondern gibt auch immer wieder Hoffnung auf ein besseres Leben. Und das hat mir am besten gefallen.

    1 Stern Abzug, weil mir die Stimme nicht gefallen hat, wenn Kinder ins Spiel kamen.

    Ansonsten T o p !

    P.S : ein bisschen hat mich diese Lesereise an die Geschichte von Burda erinnert.

  14. Cover des Buches Level 9 (ISBN: 9783426434673)
    David Morrell

    Level 9

    (267)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Weil mich „Creepers“ enorm begeistert hatte, freute ich mich sehr auf die Fortsetzung. „Level 9“ war ein solider Thriller, der durchweg spannend war, dennoch kam er um Längen nicht an seinen Vorgänger ran. Nach einem so fantastischen Setting wie dem Paragon-Hotel war das Tal hier recht dürftig, obwohl es mir prinzipiell gefiel, und auch die Handlung beeindruckte mich nicht so sehr wie beim ersten Teil. Es war ein typischer Psychopath-veranstaltet-ein-irres-Spiel-Thriller, der kaum Überraschungen bot, ganz im Gegensatz zu „Creepers“. Neben Balenger stand dieses Mal auch seine neue Freundin Amanda im Mittelpunkt des Buches, die von dem „Gamemaster“ entführt wurde. Abgesehen von den Charakteren unterschied sich „Level 9“ allerdings ziemlich vom Vorwerk, sodass es eigentlich auch eine unabhängige Geschichte mit anderen Charakteren hätte sein können.

    Fazit: Als Einzelband gesehen war „Level 9“ ein durchweg spannender Thriller über das kranke Spiel eines Psychopathen, mittlerweile etwas abgekaut, aber dennoch unterhaltsam. Im Vergleich zu „Creepers“ war das Buch allerdings eine eher schwache Fortsetzung, die kaum etwas mit der ursprünglichen Geschichte zu tun hatte.

  15. Cover des Buches Lost & Dark Places Sachsen (ISBN: 9783734324413)
    Cornelia Lohs

    Lost & Dark Places Sachsen

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Heike_Pander

    Mit Lost & Dark Places Sachsen schrieb die Autorin und Reisejournalistin Cornelia Lohs einen Dark-Tourism-Guide, der mich neugierig macht auf mehr. Dank der gut recherchierten Orte und ihrer Hintergrundgeschichten hat sie mir ein Bundesland nähergebracht, das ich bislang noch nicht oft bereist habe. Die Mischung und Vielseitigkeit der 33 Orte weckt mein Interesse: Im Buch finden sich neben den erwartbaren aber dennoch sehenswerten Friedhöfen auch Schreckensorte der jüngeren Vergangenheit, wie beispielsweise die Haftanstalt Bautzen II, die während der DDR als Hochsicherheitsgefängnis für Staatsfeinde genutzt wurde oder das Spezialkinderheim Bräunsdorf, das zur sozialistischen Umerziehung dienen sollte. Der Braune Hirsch hat bessere Tage gesehen, als Goethe dort einkehrte oder das Kaufhaus Totschek, in dem einst Kaiser Wilhelm der II einkaufte. Über „Görliwood“, wie Görlitz über die Stadtgrenzen hinaus auch genannt wird, erfährt man, warum die Stadt gerne von internationalen Filmproduktionen als Drehkulisse gebucht wird. Die Fotos im Buch sind gut gelungen und unterstreichen den düsteren oder vergessenen Charakter der Orte. Eine bereichernde Ergänzung bieten historische Fotografien oder abgelichtete Dokumente, wie zum Beispiel im Kapitel der Giftmörderin. Die Lektüre ist durchweg informativ und unterhaltsam. Vor allem aber macht sie eines: Lust darauf, die Orte im Bundeland Sachsen selbst zu entdecken. Dank der Adress- und GPS-Angaben am Anfang jedes Kapitels ist das auch ganz einfach möglich. Die Angaben zum Öffentlichen Personennahverkehr laden dazu ein, das Auto zuhause stehen zu lassen. Ein rundum gelungenes Buch, das ich allen empfehlen möchte, die sich für geschichtsträchtige Orte interessieren.

  16. Cover des Buches LONELY PLANET Reiseführer Sri Lanka (ISBN: 9783575010063)
    Bradley Mayhew

    LONELY PLANET Reiseführer Sri Lanka

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Roswitha_Boehm

    Ob man lieber einen kleinen dünnen Reiseführer oder doch einen Wälzer dabei hat, richtet sich natürlich nach dem Gepäck, aber auch dem Zweck. Dieser Reiseführer für Sri Lanka bringt zwar etwas Gewicht mit sich, dafür aber jede Menge Informationen. Besonders für die Reisevorbereitung ist er daher sehr gut geeignet.

    Unterteilt ist das Buch in die Regionen des Landes. Jeweils passend erhält der Leser dazu Vorschläge für Unterkünfte, aber auch Lokale und Freizeitaktivitäten. Sei es wandern durch das zentrale Hochland, entspannen an den einsamen Stränden im Osten oder eine Radtour durch die alten Städte, für jeden Geschmack - und jedes Budget - ist etwas Passendes dabei. Das der Autor sich auskennt, merkt man schon an den ganzen kleinen Details. So weist er zum Beispiel darauf hin, dass die Zimmer in einem Hotel über eine private Leselampe verfügen oder gibt einen Tipp, wie sich die Ruinen mit derselben Eintrittskarte gleich zweimal besuchen lassen.

    Auszüge von Straßenkarte helfen bei der groben Orientierung. Leider gibt es jedoch keine Gesamtkarte oder einen Faltplan zum Herausnehmen. Auch gibt es fast keine Fotos. Sicher, die Eindrücke vor Ort sind sicher berauschender, als Ablichtungen in einem Buch, dennoch wären diese, zur Einstimmung, schön gewesen.

    Ryan Ver Berkmoes hat dabei einen wunderbar erfrischenden Schreibstil. So liest sich dieses Buch gar nicht wie ein Reiseführer, sondern eher wie ein liebevolles Tagebuch voller toller Erlebnisse.


  17. Cover des Buches Das Haus der schönen Dinge (ISBN: B07GRTXJDC)
    Heidi Rehn

    Das Haus der schönen Dinge

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Claudia107

    Inhaltsangabe: "Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren.

    Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet."

    Dieses Hörbuch besteht aus 2 CD`s, hat eine Laufzeit von 1046 Minuten und wird von Lisa Rauen an sich auch sehr gut eingelesen. Manchmal hat es sich zwar etwas gestelzt angehört und was ich auch nicht so toll fand, dass die Protagonistinnen zum Ende hin, obwohl schon wesentlich älter als am Anfang sich immer noch wie junge Mädchen angehört haben, denn die Geschichte spielt vom Ende des 19. Jahrhundert bis in die 50erJahre. 

    Das jüdische Kaufhaus Hirschvogl in München ist zwar fiktiv, aber es könnte sich durchaus so oder so ähnlich abgespielt haben und ich fand es sehr interessant wie die Modernisierung der Kaufhäuser in dieser Geschichte beschrieben wurden. Auch der Judenhass wird hier wirklich gut nahegebracht und es ist wirklich unglaublich, was die Juden in der damaligen Zeit erleiden mussten. 

    Leider hat das Hörbuch auch seine Längen, teilweise wurde es mir zu ausführlich geschildert und man hatte das Gefühl, dass man nicht vom Fleck kommt. Die Geschichte selber, insbesondere über die Familie Hirschvogl, fand ich allerdings sehr interessant. Am Anfang habe ich mir allerdings sehr schwer getan die vielen Protagonisten einzuordnen, was sich aber - um so weiter ich mit dem Hörbuch vorankam - gegeben hat. 

    Fazit: Eine wirklich interessant Geschichte über die jüdische Familie Hirschvogl, die ein gutgehendes Kaufhaus in München führten und mit ihren Ideen, Fleiß und ständiger Modernisierung erfolgreich waren. Auch wenn es dieses Kaufhaus in München nie gegeben hat hätte sich alles so oder so ähnlich zutragen können, vor allem wie es den Juden im 3. Reich ergangen ist. Wer sich für historisches interessiert, auch mit dem Aufbau eines Kaufhauses Ende des 19. Jahrhunderts wird hier seine wahre Freude haben. 

  18. Cover des Buches Paare (ISBN: 9783257240399)
    Alison Lurie

    Paare

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Es passiert ganz plötzlich. Jane erkennt ihren Ehemann Alan nicht, als er gebückt und krum auf ihr Haus zuläuft. Sechzehn Jahre sind sie verheiratet und schleichend entfremden sich die Beiden immer mehr. Seit seiner Rückenoperation leidet er viel und Jane ist mit Pflege und Bemutterung voll ausgelastet. Beide arbeiten eigentlich noch und Jane eckelt sich manchmal vor ihrem alten, gebrechlichen Mann. Delia ist eine quirlige junge Frau und Alan lernt sie bei der Arbeit kennen und fängt an sich mit ihr zu treffen und seine Gefühle für sie wachsen. Ihr Partner Henry ist sowas schon gewohnt und so lässt er sich mit Jane ein. Spannungen sind vorprogrammiert. Ein ehrliches Buch über das älter werden, >ewige Liebe und Treue< und große Veränderungen. Alison Lurie beschreibt und beobachtet genau, präzise und das alles in einer ausgezeichneten Sprache.

  19. Cover des Buches Die letzten Kinder von Schewenborn (ISBN: 9783473476954)
    Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn

    (377)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Ein Re-Read.

    Eigentlich soll es ein normaler Ausflug zu Oma und Opa werden. Roland, Judith, Kerstin und die Eltern machen sich auf den Weg nach Schewenborn in der Nähe von Fulda. Auf dem Weg kommt es zu einem Vorfall: Ein greller Blitz, eine Druckwelle, eine unheimliche Stille und dann ist da noch diese Hitze. Die Eltern werden panisch, verlassen das Auto mit den Kindern, wandern nach Schewenborn. Dort werden ihre Befürchtungen wahr. Die Bombe ist hochgegangen und fortan müssen sie versuchen zu überleben.

    Pausewangs Klassiker aus den 1980er Jahren transportiert das Thema Atombombe und ihre Gefahren gut. Sachlich und nüchtern beschreibt sie das Leben der fünfköpfigen Familie, die die Bombe wie aus dem nichts trifft und greift damit ein Thema auf, dass in den 1980er Jahren sehr präsent war, insbesondere vor dem Unfall von Tschernobyl, der 3 Jahre nach Erscheinen des Buches passierte. Dabei schont sie die Leser kaum, berichtete detailliert von den Folgen der Bombe, der Strahlenkrankheit und vom Überleben all jener, die noch da sind. Das tut sie aus der Perspektive eines Kindes, nämlich der von Roland. 

    Die etwas distanzierte Art des Buches - die einige kritisieren - hilft dabei die Geschichte auch mit einer gewissen Distanz wahrzunehmen. Das muss man sicher mögen, mir gefällt es aber gut. Zum einen weil es die Abgestumpftheit der Menschen gut wiederspiegelt, die sich im Verlauf der Katastrophe einstellt, zum anderen ist es eben die Perspektive eines 13jährigen Jungen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sich das Buch an Jugendliche richtet und dafür finde ich die gewählte Sprache sehr gut.

    Kurzum: Es hat Spaß gemacht diesen Klassiker noch einmal zu lesen und ihn auch mit etwas mehr Distanz zu betrachten, um festzustellen, dass das Buch für mich nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Es ist ein wichtiges Buch, dass die Gefahren atomarer Waffen deutlich macht. Lesenswert.

  20. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks