Bücher mit dem Tag "rungholt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "rungholt" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Aquarius (ISBN: 9783492280204)
    Thomas Finn

    Aquarius

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Es ist kein Zufall, dass viele der Mystery-Thriller von Thomas Finn in Deutschland spielen und deutsche oder europäische Sagen und Legenden thematisieren. Der nahe Chicago geborene Autor findet es langweilig, dass unheimliche Geschichten oft die USA als Schauplatz nutzen, obwohl wir uns hierzulande eines reichen Schatzes düsterer Mythen rühmen können. Deshalb bemüht er sich immer, seine Romane in Deutschland zu verorten und greift erst auf andere Länder zurück, wenn das nicht möglich ist. Sein Thriller „Aquarius“ ist in Nordfriesland angesiedelt und verbindet die in Süddeutschland und Frankreich populäre Melusinensage und das darin enthaltene Motiv der Mahrtenehe mit der Legende des in der zweiten Marcellusflut (1362) untergegangenen Rungholt.

    Die See ist eine wankelmütige Maid. Niemand weiß das besser als Jens Ahrens, Berufstaucher. Als eine Seemine ihn beinahe das Leben kostet, verdankt er es nur der Willkür des Meeres, dass er den schrecklichen Unfall überlebt. Leider erhält er keine Gelegenheit, sich über sein Glück zu freuen, denn sobald er aus der Ohnmacht erwacht, muss er feststellen, dass er entführt wurde. Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, zu fliehen und Hilfe in dem nordfriesischen Küstenstädtchen Egirsholm zu finden. Egirsholm ist ein malerischer Ort mit einer bewegten Vergangenheit, doch der Schein trügt. Seltsame Todesfälle stören die Idylle. Menschen ertrinken unter rätselhaften Umständen, ohne sich in der Nähe von Wasser aufzuhalten. Die Egirsholmer flüstern von einer uralten Legende, von Meerjungfrauen und einer Stadt, die einst von der See verschlungen wurde. Gemeinsam mit der Polizistin Meike Ehlers versucht Jens herauszufinden, was wirklich vor sich geht. Besteht eine Verbindung zwischen den Toten und seiner Entführung? Enthalten die Gerüchte einen Funken Wahrheit – ist die See nicht nur wankelmütig, sondern auch blutrünstig?

    Ich liebe Thomas Finns Konzept, alte deutsche oder europäische Sagen in moderne unheimliche Thriller zu verpacken. Wirklich, ich bin ein Fan dieses Leitmotivs und freue mich mit jedem weiteren seiner Bücher darauf, historisches Kulturgut näher kennenzulernen. „Aquarius“ greift sowohl die zahlreichen Überlieferungen zu Nixen als auch die faszinierende Sage des tatsächlich versunkenen Rungholts auf und präsentiert demzufolge dicht gestrickten Legendenstoff, der die Basis einer unterhaltsamen, spannenden, wenn auch nicht unbedingt gruseligen Geschichte bildet, die sich für mich leicht und locker weglas. Ich fand das Buch zwar nicht so gelungen wie „Weißer Schrecken“, weil mir die nordfriesische Kultur etwas oberflächlich porträtiert erschien, aber nichtsdestotrotz überzeugt „Aquarius“ mit einer greifbaren, soliden Atmosphäre, die mir Meeresluft um die Nase wehte und den rauen Charme der deutschen Küste hervorragend transportiert. Leider konnte ich die Lektüre dennoch nicht genießen, da Thomas Finn in eine heikle Falle tappte, die die Genderrollen seiner Geschichte betrifft. Meerjungfrauen werden traditionell mit ausgesprochen weiblichen Attributen assoziiert: Sie gelten als berückend schön, sanft und geheimnisvoll, aber auch als verführerisch, hinterlistig und potenziell gefährlich. Finn reproduziert dieses klassische Bild, obwohl er sich anstrengt, verschiedene Darstellungen wiederzugeben. Damit konnte ich mich anfreunden, schließlich geht es in diesem Roman explizit darum, die Nixe als Sagengestalt in die Moderne zu holen. Problematisch gestaltete sich „Aquarius“ für mich dadurch, dass die überholten Klischees von Geschlecht und Gender, die Nixen repräsentieren, auch die Charakterisierung und Rollenverteilung der menschlichen Figuren bestimmen. Der Protagonist Jens ist der Inbegriff des maskulinen Helden, Retters und Beschützers, dessen Status permanent durch seine Dynamik mit seinen weiblichen Begleiterinnen bestätigt wird. Er ist ihnen stets überlegen: Er ist kreativer, einfallsreicher, physisch stärker, bewahrt eher einen kühlen Kopf, ergreift in allen prekären Situationen die Initiative und rettet sie früher oder später ausnahmslos. Besonders bei der Polizistin Meike Ehlers fand ich das bedauerlich, denn ich mochte sie unheimlich gern. Sie ist ein so sympathischer Charakter, direkt und unkompliziert, etwas spröde, clever, hartnäckig, wehrhaft und total bodenständig, dass ich ehrlich betrauerte, dass Finn dachte, sie bräuchte Jens zu ihrer Rettung, dessen Persönlichkeit hinter seiner Heldenrolle im Vergleich enttäuschend blass bleibt. Unglücklicherweise ergeht es allen Frauen in „Aquarius“, die nicht ausdrücklich mit Jens verbündet sind, sogar noch schlechter. Sie alle werden als gewissenlose, intrigante und nahezu männerfeindliche Hexen beschrieben, was exakt die Vorurteile sind, mit denen erfolgreiche Frauen seit Jahrhunderten kämpfen. Ich war bestürzt, dass Finn diesen Unsinn wiederholt und finde dafür keine Rechtfertigung. Meiner Meinung nach hätte er sich gerade aufgrund seiner Verwendung einer altmodischen Nixen-Idee darum bemühen müssen, dieser fortschrittliche, gleichberechtigte Genderrollen gegenüberzustellen. Tja. War wohl zu viel verlangt.

    „Aquarius“ ist nicht offen sexistisch. Ich glaube nicht, dass sich Thomas Finn überhaupt darüber bewusst war, wie viele verletzende Klischees er in diesem Roman verwendet und erst recht nicht, dass das beabsichtigt war. Ich gehe davon aus, dass das Buch ein Beweis mangelnder Sensibilisierung ist. Vor einigen Jahren wäre mir der Alltagssexismus zwischen den Zeilen auch nicht aufgefallen, aber nachdem ich viel über das Thema gelernt und gelesen habe, kann ich meine Augen davor nicht verschließen. Hat man es einmal gesehen, kann man es nicht mehr nicht sehen. Während der gesamten Lektüre von „Aquarius“ hatte ich daher ein unbehagliches Gefühl, das zwischen Wut und Enttäuschung changierte. Es vergällte mir einen grundsätzlich guten mystischen Thriller.

  2. Cover des Buches Rungholts Ehre (ISBN: 9783734105517)
    Derek Meister

    Rungholts Ehre

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:

    Die wesentlichen Punkte habe ich schon in der Überschrift zusammen gefasst.

    Der Start in die Reihe ist sehr breit angelegt, ich war hin- und wieder direkt versucht das Buch abzubrechen. Nach einer gewissen Durststrecke kam dann doch ab und an die eine oder andere Spannungspitze zum Vorschein. Erst gegen Ende des Buches zog das Spannungsniveau an.

    Das  historische Umfeld wurde recht gut aber eben auch sehr erschöpfend herausgearbeitet. Die Fülle von Anwendung historischer Begriffe und Wortwendungen hat mich ziemlich genervt. Der Versuch, dem Buch einen Hauch der damaligen Zeit einzuhauchen ist für dadurch aber nicht aufgegangen. Das Buch liest sich eher wie ein nur wenig ansprechender Krimi der zufällig im 14. Jahrhundert spielt. In der Handlung habe ich einige Stellen entdeckt, die mich an der Logik der betreffenden Handlung zweifeln ließen.

    Der Autor hat mit dem Protagonisten eine aussergewöhnliche Hauptfigur geschaffen. Dazu einen dicken, fetten Mann mit einem dunklen Hintergrund zu wählen, ist schon mutig. Allerdings konnte mich keine der handelnden Personen recht überzeugen. Die Charaktere blieben trotz diverser Klischees  blass und konturlos.

    Das Buch hat zwar einen Schluss, der den gegenwärtigen Fall (weitgehend) zu einem Ende führt - trotzdem bleiben diverse Handlungsstränge offen. Wer also mehr wissen will, kommt nicht umhin auch den/die Folgebände zu lesen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das tun will.......!

  3. Cover des Buches Die Flöte von Rungholt (ISBN: 9782919801244)
    Gerit Bertram

    Die Flöte von Rungholt

     (9)
    Aktuelle Rezension von: kupfis_buecherkiste

    Als ich vor einem Weilchen vor der Bibliothek in Tempelhof gewartet habe, bis diese ihre Tore öffnet, habe ich in den Auslagen das Buch „Die Flöte von Rungholt“ entdeckt. Als Nordseefan lockte mich das Buch an, und ich hab es mitgenommen.

    Im 14. Jahrhundert wandert Endres durch Norddeutschland als Tolmetsch (heute Dolmetscher) und sucht Arbeit. Doch er ist ist auf der Hut, denn bereits zu dieser Zeit werden Juden verfolgt, und Endres ist Jude. Als er auf Rungholt Arbeit findet, lernt der Levke und ihren Vater kennen. Endres verliebt sich in Levke. Als sich herausstellt, dass Levke ebenso dem jüdischen Glauben angehört, kann Endres sein Glück nicht fassen. Doch das Glück wird getrübt, denn Hinnerk hat auch ein Auge auf Levke geworfen, und versucht nicht nur einmal sein Glück bei der Schäferstochter. Als seine Übergriffe kaum noch zu vertreten sind, fliehen Endres und Levke mit Levkes Vater. Bei der Flucht geraten sie in die schlimme Flut, die viele Inseln verwüstet hat. Doch Hinnerk verfolgt die beiden und spürt beide auf. Können Levke und Endres sich gegen Hinnerk wehren? Und welche Rolle spielt die Okarina?

    Von diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Die Stimmung des Buches lässt einen in eine vergangene Welt abtauchen, es blieb spannend, geschichtlich lehrreich und die Liebesgeschichte war nicht zu seicht. Die Charaktere waren wunderbar ausgearbeitet und hatten die erforderliche Tiefe. Das einzige, was ich derzeit zu bemängeln habe, ist dass die Flöte, sprich die Okarina eine sehr geringe Rolle spielt. Der Titel ist toll, verführt hier aber dazu, etwas mehr zu erwarten als ein Bindeglied zwischen zwei Zeitachsen.

    Dennoch ein schönes Buch für ein paar gemütliche Lesestunden.

  4. Cover des Buches Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen (ISBN: 9783000529405)
    Heiko Kraft

    Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: liesmal50

    Zwischen dem Titel „Von Piraten und Pfeffersäcken“ und dem Untertitel  „Norddeutsche Zeitreisen – Hansezeit 1368 bis 1401“ – Heiko Kraft -   befindet sich ein farbenfrohes Bild, auf dem viele Situationen aus der damaligen Zeit dargestellt sind. Dieses Cover und dazu die Buchbeschreibung, in der es heißt, dass es sich um einen spannenden Abenteuerroman handelt, der die wahre Geschichte der Region erzählt, haben mich neugierig gemacht. Empfohlen als Lektüre für die Strandkörbe von Nord- und Ostsee, habe ich das Buch in meinem Urlaub gelesen, der mich von Hamburg aus nach Bergen und in Norwegens Fjorde führte.

    In Bergen angekommen, konnte ich sehr gut in die Erzählungen hineinfinden und mich der Hamburger Hanse-Kaufmannsfamilie Nienkerken und besonders des an Sohnes statt angenommen Martin sehr nah fühlen. Für mich war das Buch tatsächlich eine Zeitreise. Habe ich für die Strecke Hamburg – Bergen einen entspannten Flug von eineinhalb Stunden gebraucht, dauerte die Reise mit dem Schiff damals mindestens sechs Wochen und von Entspannung konnte wirklich keine Rede sein. Sehr deutlich  schildert der Autor, welchen Strapazen, Schwierigkeiten und Gefahren die Seemänner und die Kaufleute ausgesetzt waren. Sach- und fachkundig und richtig gut recherchiert wird hier ein interessantes Stück Geschichte erzählt. Besonders deutlich wurde mir das in Bergen, als ich mich im Hanseviertel Bryggen befand, das seit 1979 mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht. Viele Häuser mit ihren Räumlichkeiten, wie sie im Buch beschrieben werden, haben mich in die Vergangenheit entführt und mir ein lebendiges Stück Geschichte gezeigt.

    Einfach großartig ist es Heiko Kraft gelungen, Geschichtliches sehr spannend und interessant zu vermitteln. Er stellte dem realen Hamburger Kaufmann und Ratsherrn Hermann Nienkerken fiktive Familienmitglieder an die Seite und hat so einen unterhaltsamen und glaubwürdigen Roman geschrieben, der Wahrheit und Fiktion wunderbar miteinander verbindet.

    Außer nach Hamburg und Bergen führt die Zeitreise nach Wismar, Brügge, Ostfriesland, Kopenhagen und in das Emirat Granada. In dem Zusammenhang wird auch erzählt von der derzeitigen Königin Margarethe von Dänemark. Für mich als Kind von der Nordseeküste ist es ein tolles Erlebnis, auch Klaus Störtebeker und den ostfriesischen Häuptlingen zu begegnen, obwohl das wohl ziemlich raue Gesellen waren.

    Sehenswert sind die Illustrationen auf den beiden Umschlagklappen des Buches. Im Anhang gibt es Empfehlungen zum weiteren Eintauchen in die Hansezeit, allerhand Wissenswertes zur Person des Klaus Störtebeker, zur altmodischen Sprache, außerdem Geschichtsdaten und Worterklärungen sowie ein Personenverzeichnis mit dem Hinweis darauf, ob es sich um reale oder fiktive Charaktere handelt.

    Für mich ist das Buch eine unterhaltsame und interessante Art von Geschichtsunterricht, wie ich sie detailgetreuer und spannender in meiner gesamten Schulzeit nicht erlebt habe.  Gern empfehle ich das Buch allen, die historische Romane mögen und dabei viel Wissenswertes erfahren können. Bei mir hat das Buch  Lust auf weitere Geschichten aus der Hansezeit geweckt.   

  5. Cover des Buches Rungholts Sünde (ISBN: 9783734106484)
    Derek Meister

    Rungholts Sünde

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Erdhaftig

    Ein eigenwilliger Kaufmann ermittelt an der Trave in Lübeck um 1500 in alle möglichen Richtungen. Dabei wirbelt er im eh schon trockenen, heißen Sommer erheblich viel Staub auf.
    Es geht bereits im ersten Kapitel turbulent los: spannend in flüssigem Schreibstil verfasst, mag man mit dem Lesen nicht mehr aufzuhören. Glücklicherweise baute Derek Meister immer wieder seichtere Momente in seine Geschichte ein, um die darauffolgenden Spannungsbögen voll zu nutzen. Meister erzählt in zwei Erzählsträngen: die seines Ermittlers und aus der des Mörders. Man rätselt, welche Motive hinter den Taten stecken könnten, automatisch mit.

    Es ist der zweite Band. Der erste ist "Rungholts Ehre" und darauf wird immer wieder in Rückblenden Bezug genommen. Das hilft, wenn man ihn noch nicht kennt und stört bei der Geschichte überhaupt nicht. Viele Verwicklungen versalzen hier nicht die Suppe, sie würzen sie auf angenehm-spannende Weise. Dazu werden sowohl Lübeck als auch das alltägliche Leben in einer Stadt im Mittelalter vorzüglich beschrieben. Ich war einige Lesestunden geistig komplett abgetaucht! Wunderbar.

  6. Cover des Buches Flutgrab (ISBN: 9783734109454)
    Derek Meister

    Flutgrab

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch ist gut geschrieben, keine Frage. Allerdings ist der Charakter des Protagnisten überhaupt nicht mein Ding. Deshalb weggelegt
  7. Cover des Buches Die letzten Tage von Rungholt. (ISBN: 9783453152083)
    Kari Köster

    Die letzten Tage von Rungholt.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Rungholt (ISBN: 9783458172741)
    Hans Peter Duerr

    Rungholt

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Sturmwelle (ISBN: 9783961483976)
    Stephan M. Rother

    Sturmwelle

     (7)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Dieses Buch ist eine Überraschung. Hinter diesem harmlosen Cover verbirgt sich Unglaubliches, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Es geht um Rungholt, das Atlantis der Nordsee, die sagenhafte untergegangene Stadt, die eine Legende ist. Oder gab es sie wirklich?

    Natürlich gab es sie und Ole Rasmussen ist der Erbe, der jetzt nur noch über die Hallig Horn gebietet, das letzte Fleckchen Erde, das von dem einstigen Imperium noch existiert, das aber ein seltsam aus der Zeit gefallener Ort ist.

    Erst meint man, man hat es mit einem mysteriösen Kriminalfall zu tun. Wie kann ein ganzer Arbeitstrupp im Watt vor Hallig Horn ertrinken? Deutsche und dänische Behörden werden eingeschaltet. Das Ermittlerteam stößt aber bald schon an seine Grenzen. Irgendwas geht nicht mit rechten Dingen zu.

    Sehr geschickt wird hier ein Geheimnis aus alter Zeit mit einer modernen Geschichte verknüpft. Es wird höchst mysteriös und gruselig. Geister sind im Spiel, ein uralter Fluch, eine Familiengeschichte und sogar eine Liebe über alle Zeiten hinweg. Und auch wenn es zwischendrin schon mal reichlich abenteuerlich wird, ist die Geschichte unglaublich spannend.

    „Sturmwelle“ ist ein sehr ungewöhnlicher Mysterythriller, toll erzählt, actionreich und voller Überraschungen, in einer fiktiven Welt, die einem absolut realistisch vorkommt. Warum sich ein so geheimnisvolles Buch hinter einem so nichtssagenden Cover versteckt, bleibt ein Rätsel.
    Guckt einfach nicht hin und lest es.

  10. Cover des Buches Todfracht (ISBN: 9783734109041)
    Derek Meister

    Todfracht

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rungholts 4. Fall Darum geht es: Lübeck 1393. Die Vitalienbrüder haben den Ostseehandel blockiert. Lübeck droht eine Hungersnot. Außer vielleicht Rungholt, denn der steht wie immer gut im Futter. Gerade als er wieder einmal versucht, seiner Wasserangst Herr zu werden und schon beinahe einen Zeh in die Trave getaucht hat, ertönt von einer Kogge im Hafen ein Schrei. Ein Todesschrei! Gemeinsam mit seinem Freund und Kapitän Marek Bølge geht er dem Schrei nach und finden im Laderaum des Schiffes die Leiche eines Mannes, sowie die Frau des Ermordeten, die Zeugin der schändlichen Tat wurde. Sofort erwacht der Bluthund in Rungholt und er setzt sich auf die Spur der Mörder. Da Rungholt sich schon auf den ersten Blick ein bisschen in Cyrielle, die Frau des Ermordeten, verliebt, quartiert er sie prompt bei sich zu Hause ein. Aus Sicherheitsgründen, wie er seiner Frau Alheyd erklärt. Dass er damit sogar richtig liegt, soll sich noch zeigen. Als kurz daruf die Leiche einer Prostituierten in einer Sickergrube gefunden wird, verlangt Kerkring, Rungholts verhasster Rivale, von ihm, auch diesen Mord aufzuklären. Denn Kerkring hat Rungholt in der Hand und setzt alles daran, sein altes Amt als Rychtevogede zurück zu erlangen. Ich sage dazu: Auch wenn dem dicken Lübecker Kaufmann seine Figur und die damit verbundenen Gesundheitsprobleme zu schaffen machen, hat er doch nichts von seinem Spürsinn eingebüßt. Zusammen mit seinem Freund Marek begibt er sich auf Mörderjagd. Ob seine Art, die Leichen zu untersuchen, ihm den Beinamen Ligawyj (russ. Bluthund) eingebracht hat, wird nicht ganz klar. Da er aber aufgrund seiner Kurzsichtigkeit oftmals ganz nah an die Körper heran muss, scheint es so, als würde er daran schnüffeln und so die Spur der Mörder aufnehmen. Diesmal mit gleich zwei Morden beschäftigt, schreckt er auch nicht davor zurück, das Gesetzt in seinem Sinne zu beugen. Einbruch, Diebstahl und Drohungen gehören zu seinem Handwerk und bringen ihn in so manche kuriose Situation. Auch seine Wutanfälle erweisen sich letztendlich oft als hilfreich. Marek nimmt Rungholts Art, die Dinge zu regeln, wenn auch murrend, hin und steht seinem Freund stets hilfreich zur Seite. Die Streitereien der beiden dabei haben mich jedenfalls köstlich amüsiert. Aber totz der oftmals witzigen Situationen handelt es sich hier um eine Geschichte, die auch vor Blut trieft. Verbrennungen, Schnitt- und Stichverletzungen und abgetrennte Körperteile sind hier zu finden. Ebenso wie die sehr bildlich beschriebenen Lebensumstände im Mittelalter. Dabei bedient sich der Autor einer oft derben Sprache, gespickt mit mittelalterlichen Begriffen. Diese kann man jedoch am Ende des Buches in einem recht umfangreichen Glossar nachschlagen. Mit hat dieser 4. Teil der Reihe um den dicken Lübecker Patrizier wieder gut gefallen. Auch, dass im Laufe der Bücher immer mehr Details aus Rungholts Vergangenheit ans Licht kommen, finde ich gut. Ich mag einfach seine bärbeißige Art und freue mich jetzt schon auf den nächsten Band. Fazit: Ein Mittelalter-Krimi, den ich guten Gewissens weiter empfehlen kann. Die Reihenfolge der einzelnen Bände: 1. Rungholts Ehre 2. Rungholts Sünde 3. Knochenwald 4. Todfracht 5. Flutgrab
  11. Cover des Buches Die letzten Tage von Rungholt (ISBN: 9783471793473)
    Kari Köster

    Die letzten Tage von Rungholt

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Knochenwald (ISBN: 9783734107597)
    Derek Meister

    Knochenwald

     (46)
    Aktuelle Rezension von: lord-byron
    Ein großes Dankeschön an blanvalet für das Rezensionsexemplar dieses tollen historischen Krimis. Der in Lübeck lebende Rungholt hat sich nach München aufgemacht. Dort werden für kurze Zeit besondere Reliquien ausgestellt, zu denen er um Vergebung seiner Sünden beten möchte. Doch er ist nicht der einzige Pilger, der diese Idee hatte und so ist die Stadt regelrecht mit Bittstellern überfüllt. Nachdem Rungholt in einer Kirche einen Tobsuchtsanfall hatte, wird er des Gotteshauses verwiesen und hat so nicht die Möglichkeit dort zu beten. Als der Goldschmied der Stadt an ihn herantritt und ihn bittet seine verschwundene Frau zu suchen, die eine Freundin von Rungholts Tochter ist, stimmt er zu, denn der Goldschmied verspricht ihm dafür, dass er ungestört zu den Reliquien beten kann. Ihm zur Seite steht sein Freund Käpitan Marek, der ihn bei der Suche unterstützt. So kommen sie in die Wälder vor den Toren Münchens und haben es plötzlich mit Alchemisten, schwarzer Magie und bösen Geistern zu tun. Knochenwald ist der 3.Roman um den cholerischen Rungholt, aber für mich war es der Erste. Das hat aber nicht weiter gestört und ich konnte der Geschichte gut folgen. Rungholt ist ein echtes Original. Jähzornig und aufbrausend ist er gutem fetten Essen und zwei oder drei Bier nicht abgelehnt. Das macht sich gesundheitlich bemerkbar und so ist der Gute nicht immer so ganz auf der Höhe. Derek Meister hat hier einen gut recherchierten historischen Krimi geschrieben, der mir einfach Spaß gemacht hat. Die Benutzung alter und längst vergessener Ausdrücke fand ich richtig klasse. Die Beschreibungen waren so farbenfroh und plastisch, dass ich alles vor meinen Augen sehen konnte. Das Thema war nicht ganz so meins, kann ich doch so religiöse Fanatiker weder verstehen noch gut heißen. Aber da kann der Autor ja nichts dafür. Ansonsten war der Plot gut durchdacht und sehr spannend. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut und schnell zu lesen. Ein tolles Leseerlebnis für das ich 8 von 10 Punkten vergebe. Liebhaber historischer Krimis sollten sich diese Reihe nicht entgehen lassen.
  13. Cover des Buches Die Tochter von Rungholt (ISBN: 9783746630298)
    Birgit Jasmund

    Die Tochter von Rungholt

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rungholt liegt auf einer Insel in der Nordsee. Iven bewirtschaftet dort nach dem Tod seines Vaters gemeinsam mit seiner Schwester Laefke den Hof der Familie. Sein Vater wurde von Wogensmannen umgebracht und Iven sinnt auf Rache, möchte das Treiben dieser Räuberbande unbedingt beenden. Doch mit diesem Anliegen steht er recht alleine da, die einen fürchten sich zu sehr, die anderen stecken mit den Räubern unter einer Decke.
    Abgelenkt wird Iven aber auch durch die Kaufmannstochter Silja, in die er sich verliebt. Ihr Vater hat allerdings andere Heiratspläne für seine Tochter.

    Ich habe aufgrund der Buchbeschreibung eine etwas andere Geschichte erwartet. In Klappentext und durch das Cover werden mystische Erwartungen geweckt, die das Buch für mich nicht erfüllt hat. Es handelt sich um einen historischen Roman inklusive Liebesgeschichte, aber in beiden Kategorien konnte mich das Buch leider nicht so recht überzeugen. Auch der Titel lenkt die Erwartungen in eine völlig falsche Richtung, denn Silja ist keine Tochter Rungholts und Laefke, auf die er wohl hinweisen soll, spielt eigentlich eine Nebenrolle.

    Für mich als Süddeutsche war es ziemlich schwierig, in die Geschichte hineinzukommen. Obwohl am Ende des Buches ein Glossar enthalten ist, habe ich mich mit vielen Begriffen und Namen sehr schwergetan. Ich lese oft Bücher, auch historische Romane, die im Norden Deutschlands spielen, solche Probleme wie hier hatte ich allerdings noch nie. Die Gesellschaftsstruktur hätte meiner Meinung nach besser erklärt sein sollen, mir war nie klar, wer hier wann und warum das Sagen hat, es gab so viele Titel, Namen und Personen. Auch verwirren unnötig viele Handlungsstränge, die teilweise nicht einmal zu einem Ende geführt werden. Die Liebesgeschichte zwischen Iven und Silja fand ich leider auch nicht wirklich fesselnd, sondern relativ vorhersehbar, die Emotionen kamen hier bei mir als Leserin einfach nicht an.

    Die Sturmflut, die zum Untergang Rungholts führt, fand ich sehr erschreckend beschrieben, ich habe Häuser werden weggeschwemmt, Menschen und Tiere sterben - man kann nichts machen, hat keine Chance gegen die Wassermassen. Selbst heute ist man ja trotz aller Technik bei großen Überschwemmungen noch teilweise hilflos, wie schlimm muss das dann damals erst gewesen sein, als man dem Meer gar nichts entgegenzusetzen hatte und auch Rettungsmaßnahmen kaum möglich waren.

    Insgesamt hat das Buch interessante Einblicke in eine mir wenig bekannte Gegend und Zeit gegeben, aber irgendwie fehlte mir in der Geschichte leider auch etwas, sie hat sich gut lesen lassen, mich aber nicht mitgerissen.

  14. Cover des Buches Rungholt - der Weg in die Katastrophe (ISBN: 9783880428539)
  15. Cover des Buches Das Düwelsloch (ISBN: 9783898760232)

    Das Düwelsloch

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Birgit.Pauls
    Mysteriöse und unheimliche Geschichten aus Nordfreisland - der Titel lockte mich, gibt es doch viele Sagen hier. Das Buch enthält sieben Kurzgeschichten eines Autors, die an verschienden Orten Nordfrieslands spielen. Inhalte und Qualität der Geschichtn sind grundverschieden. Einige sind hochsoannend, bei anderen habe ich mich zu Tode gelangweilt. Trotzdem ein interessantes Buch.
  16. Cover des Buches Schneetage (ISBN: 9783866483750)
    Jan Christophersen

    Schneetage

     (27)
    Aktuelle Rezension von: TaHa
    https://musikgarten-hammer.blogspot.de/2017/12/ein-winterroman.html

  17. Cover des Buches Sagenhafte Abenteuer, Band 4: Die versunkene Stadt (ISBN: 9783551555243)
    Annette Neubauer

    Sagenhafte Abenteuer, Band 4: Die versunkene Stadt

     (3)
    Aktuelle Rezension von: goldfisch
    Nele und Tom verbringen die Ferien auf Pellworm. Dort lernen sie Pit kennen, der mit seinem Vater Kalle auf einem Boot lebt. Durch Kalle und Pit erfahren sie viele Dinge über das Watt und das versunkene Rungholt. Eines Tages belauschen sie 2 Matrosen, die scheinbar einen Schatz im Watt gefunden haben und den Fund verkaufen wollen. Das gilt es zu verhindern, denn schliesslich gehören solche Schätze dem Land Schleswig-Holstein! ( richtig so) Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist spannend und informativ.Zusätzlich findet man die Rungholt Sage, eine Karte vom Wattenmeer und kurze Informationen zu Pellworm im Buch. Gut gemacht, für Kinder von ca. 8-10 und auch was für Fans der "Baumhaus-Reihe".
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