Bücher mit dem Tag "russin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "russin" gekennzeichnet haben.

23 Bücher

  1. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.160)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Klappentext übernommen:

    Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu einem brutalen Geiseldrama in einem Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel: Bei laufender Sendung ruft er wahllos Menschen an. Melden die sich am Telefon mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine erschossen. Der Mann droht, so lange weiterzuspielen, bis seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören ... 

    Das Buch Amokspiel ist in drei Teile untergliedert. Während der Erste noch halbwegs interessant ist - spannend möchte ich an dieser Stelle extra nicht sagen - konnte mich der Rest leider überhaupt nicht mehr fesseln. Normalerweise verschlinge  ich sonst jedes Buch von Fitzek, dieses Mal habe ich leider mehrere Wochen damit zugebracht, mich durch ein paar Seiten pro Tag zu "quälen". Um ganz ehrlich zu sein: Das Buch hatte ich sogar schon ein mal abgebrochen, letztendlich wollte ich aber trotzdem wissen, ob es damals an dem Buch lag oder an mir. Schlussendlich kann ich sagen, dass mich weder die Protagonisten, noch die Geschichte an sich gefesselt haben. 

    Ich kann mir gut vorstellen, dass ein großer Teil der Spannung vielleicht dadurch genommen wird, dass man als Leser bereits besonders früh denkt, zu wissen, warum der Geiselnehmer das alles so macht, wie er es schlussendlich macht. 

    Die Hauptprotagonistin Ira Samin sollte, durch ihre Vergangenheit, zerbrechlich und labil dargestellt werden - leider konnte ich zu ihr überhaupt keinen Draht aufbauen. Die restlichen Protagonisten blieben ebenfalls recht blass, sodass mich ihr Schicksal im Buch leider nur wenig berührt hat.

    Der Schreibstil hat mir widerum gut gefallen. Typisch Fitzek - man fliegt nur so durch die Zeilen.

    Letztendlich kann ich sagen, dass das Buch leider nicht meinen Geschmack getroffen hat und mich nicht fesseln konnte, was sehr selten bei den Büchern des Autors der Fall ist. Nichts desto trotz werde ich weiterhin die Bücher von Sebastian Fitzek zur Hand nehmen. Zudem gehe ich davon aus, dass das Buch durchaus die Geschmäcker der Leser*innen trifft, wenn man besser mit dem Charakteren zurecht kommt.



  2. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (527)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Ich lese oft nicht, um mir einen Inhalt zu merken, um mir Details einzuprägen. Ich möchte die Atmosphäre aufnehmen, den Autor kennenlernen. Mittlerweile kann ich oft Autor und Buch nicht mehr voneinander trennen. Ich möchte herausfinden, wieso mich ein Buch anspricht und da ist stets hinter jeder Geschichte der Autor. 

    Nachdem ich nun Thomas Mann, sicher sehr oberflächlich, kennengelernt habe, kann ich mich auch nach fast einem Jahr  in,, Der Zauberberg,, hineinversetzen. Es war für mich ein Roman, der zufällig genau zum richtigen Zeitpunkt in mein Leben getreten ist. Im Zusammenhang damit würde ich sagen(vermuten, vorschlagen?!),dass ,, Der Zauberberg,, in die richtige Zeit eines Lesers gehört. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, es zwischendurch, ohne jegliche Beeinflussung der Umstände, zu lesen. 

    Das Lesen dieses Romans hat mich nicht die ganze Zeit total erfüllt, dafür waren mir einige Stellen zu anstrengend. Die Auseinandersetzung mit vielen Wissensbereichen, wie Medizin, Botanik, Politik ist gewiss passend, da sich der Protagonist dort oben weiterentwickeln möchte. Aber im Nachhinein war es (leider) zu umfangreich. Dennoch: diese Welt da oben in Davos hat mich genauso gefangen gehalten, ähnlich wie Hans Castorp, den Protagonisten.

    Dieser Kontrast zwischen vermeintlich abwertenden, kalten Äußerungen und dann wieder eindringlichen, poetischen, sensiblen Beschreibungen gibt die Grundlage für mich, sich mit dem Mann dahinter auseinanderzusetzen und dieses Werk auch im Nachhinein als für mich besonderen Roman einzuschätzen. 

  3. Cover des Buches Blonder wird's nicht (ISBN: 9783746631905)
    Ellen Berg

    Blonder wird's nicht

     (102)
    Aktuelle Rezension von: SabinaFK

    Ich fange am besten mit dem Cover an.  Wie immer witzig gestaltet, im bekannten Stil der letzten Bücher. Ich finde es wieder gelungen, das Buchcover fällt auf und man nimmt es in der Buchhandlung sicherin dir Hand.

    Maja hat jede Menge um die Ohren. Sie führt einen Bio-Frisörsalon, hat einen Jungen mitten in der Pubertät und es türmen sich ihre Sorgen. Mit den Männern hat sie nur Pech und dann kommt auch noch Tante Ruth mit Olga, die sie als Azubi im Salon aufnehmen soll.

    Der Einstieg ins Geschehen gelingt sehr leicht, die Charaktere sind schnell erfasst. Unter den Figuren finden sich einige witzige, trubelige Persönlichkeiten. Das macht den Roman aus. Wie ihre anderen Bücher ist auch dieses schnell gelesen. Ellen Berg hat auch hier wieder einen witzigen, flotten Erzählstil. Einige Stellen im Buch sind etwas übertrieben, aber trotzdem ein sehr witziges Buch für Zwischendurch.

  4. Cover des Buches In Zeiten des abnehmenden Lichts (ISBN: 9783498057862)
    Eugen Ruge

    In Zeiten des abnehmenden Lichts

     (238)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Eugen Ruge erzählt 50 Jahre einer interessanten Familiengeschichte zwischen Mexiko und der DDR. Er macht uns Leser mit vier Generationen vertraut und beleuchtet jedes Familienmitglied im Kontext zur Zeit. In unterschiedlichen Episoden springt er vor und zurück, wobei sich das Familienbild wie bei einem Puzzle immer stärker verdichtet.

    Besonders zu Beginn gefiel mir die Schreibweise sehr gut. Die Sätze lasen sich so geschmeidig wie weiche Butter. Doch nach dem Einlesen stolperte ich über diverse Längen, die das Buch allerdings nicht uninteressant machten. Vor allem der immer wieder eingestreute Humor hielt mich problemlos bei der Stange.

    In meinen Augen hat Ruge die Eigenheiten der Menschen sehr treffend eingefangen. Egal, ob es sich um die vornehme Charlotte handelt, die Ende der Dreißiger Jahre nach Mexiko emigrierte und später mit dem parteitreuen Wilhelm in die DDR zurückkehrte oder Kurt, ihren Sohn, der den Krieg in Russland überlebte und von dort seine Frau Irina mitbrachte. Deren Sohn Alexander genoss seine Unabhängigkeit, die dazu führte, dass sein eigener Sohn Markus ohne Vater aufwachsen musste. Immer wieder kehrt Ruge in seinen Erzählungen zu Wilhelms 90. Geburtstag zurück, der die gesamte Familie erschütterte.

    Das Buch ist für jeden, den die jüngere Zeitgeschichte interessiert, sehr lesenswert.

  5. Cover des Buches Jesus liebt mich (ISBN: 9783499268281)
    David Safier

    Jesus liebt mich

     (1.341)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Im Leben von Marie überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Sie lässt ihren Verlobten stehen, ihr Vater durchlebt einen zweiten Frühling mit einer 25jährigen, dessen Tochter irgendwie nicht ganz so süß ist, das Dach geht kaputt und ein wahnsinnig sexy Zimmermann wird ihn reparieren und verkündet ihr beiläufig: Die Welt wird untergehen! Schnell versucht Marie, alles Düstere aus ihrem Leben zu verbannen, sie versucht ein besserer Mensch zu we den und das Jüngste Gericht abzuwenden. Doch irgendwie sind George Clooney/ Alicia Keys und die apokalyptischen Reiter bereits eingetroffen, dabei ist noch gar nicht Dienstag!

    Ein amüsant geschriebenes Buch, das dadurch teilweise von seinem Tiefgang ablenkt, dadurch aber so wunderbar leicht zu lesen ist. 

  6. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442742127)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

     (105)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die finnisch-estnische Autorin verbindet in diesem Roman die Gegenwart (kurz nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Estlands) und die Vergangenheit miteinander. Zwei chronologisch unterschiedliche Erzählstränge führen den Leser einerseits in die Zeit der sowjetischen Okkupation nach 1940 und andererseits ins heutige Estland nach 1992, das im Zuge von Glasnost und Perestroika, seine Souveränität wiederhergestellt hat.

    Die Geschichte erzählt die äusserst grausamen Erlebnisse zweier Frauen, die sich bis anhin nicht kannten, aber eine verwandschaftliche Beziehung zueinander haben. Thematisiert wird der massive Druck und die Gewaltandrohungen in einem kommunistischen Gesellschaftssystem. Täter werden zu Opfern und umgekehrt. Dem System ablehnend gegenüberstehende Einwohner werden deportiert und als sogenannte Volksfeinde denunziert.

    Zwei Generationen später setzen viele junge Frauen ihre Hoffnung auf Arbeit und Glück im Westen. Sie geraten nicht selten in Hände gewalttätiger Zuhälter und können sich nur selten oder unter grossen Gefahren aus ihrer Abhängigkeit und einer menschenverachtenden Situation befreien.

    Ein eindrücklicher und folgenschwerer Roman, den ich wegen seiner Tragik und Grausamkeit aber auch gerne wieder zur Seite gelegt habe.

  7. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die 27jährige Ruth Gilmartin ist alleinerziehende Mutter und promoviert an der Universität von Oxford. Ihr Vater ist bereits vor Jahren verstorben und zu ihrer Mutter Sally hat sie ein spezielles Verhältnis. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche im Cottage der Mutter im Sommer 1976, bemerkt Ruth, dass sich Sally sehr seltsam benimmt, sich verfolgt und beobachtet fühlt. Beim Abschied überreicht Sally Ruth eine Akte und eröffnet ihr quasi zwischen Tür und Angel, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des britischen Geheimdienstes ist.

    Ab diesem Moment tun sich im Buch zwei Handlungsstränge auf. Während der eine weiterhin aus der Ich-Perspektive von Ruth erzählt wird und in der Gegenwart verläuft, führt der andere nach Paris zurück in das Jahr 1939. Dort wird die junge russische Emigrantin Eva Delektorskaja auf der Trauerfeier ihres Bruders von dem mysteriösen Lucas Romer angesprochen. Dieser erzählt ihr zunächst, dass ihr Bruder keinesfalls durch einen tragischen Unfall starb, sondern gezielt ermordet wurde und wirbt sie in der Folge für den britischen Geheimdienst an. Nach einer intensiven Ausbildung in Schottland, absolviert Eva einige hochgefährliche Einsätze In Belgien, England und den USA. Das Ziel ihrer Spezialeinheit besteht darin in den Medien gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, die die zögernde USA zum Eintritt in das Kriegsgeschehen gegen die Nazis bewegen sollen. Dabei lautet die oberste Regel: Vertraue niemandem.

    Die Sprache des Autors ist geradlinig, nüchtern und klar, was meiner Meinung nach besonders zu dem Inhalt des Buches passt. Ein perfektes Beispiel ist dafür schon der pointierte Titel des Buches. Ohne Umschweife auf den Punkt kommend gelingt es Boyd trotzdem eine plastische Welt entstehen zu lassen, in die man wunderbar leicht hineinfindet und ungerne wieder auftauchen möchte.

    Besonders spannend fand ich es die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs mal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Aber selbst für Leser, die sich nicht sonderlich für die Zeit des zweiten Weltkriegs interessieren, ist es eine spannende Geschichte, die mit jedem Kapitel eine intensivere Sogwirkung entfaltet. Ständig fragt man sich, wem Eva trauen kann, ist erleichtert, wenn sie einer gefährlichen Situation entkommen ist und völlig fasziniert von ihrem alltäglichen Leben als Spionin, in dem kaum ein Platz für wirklichen Alltag bleibt. Enttäuscht war ich gleichzeitig von dem zweiten Handlungsstrang um Ruth. Zwar war mir Ruth grundsätzlich sehr sympathisch, ich konnte ihr Verhalten und ihre Gedanken gut nachvollziehen. Gleichzeitig bleibt sie aber sehr blass und auch die Bezüge zum Baader-Meinhof-Komplex verliefen irgendwie im Sande und waren dann für die Geschichte doch eher unnötig.

    Trotzdem ist dies ein kitschfreier Spionage-Thriller, der mit viel Spannung und Gänsehaut daherkommt. Am Ende bleibt auch die Aufforderung an den heutigen Leser nicht jede Nachricht, die keine eindeutige, seriöse Hintergrundquelle vorweisen kann, bedingungslos zu glauben.

  8. Cover des Buches Vielleicht morgen (ISBN: 9783492312455)
    Guillaume Musso

    Vielleicht morgen

     (567)
    Aktuelle Rezension von: Lesehase_55

    "Vielleicht morgen" von Guillaume Musso ist nicht mein erster Musso, und wird auch nicht mein letzter sein. 

    Guillaume Musso schreibt so flüssig und spannend, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Die Poesie liegt hier zwischen den Zeilen, "eine Liebesgeschichte die die Grenzen von Raum und Zeit durchbricht", wie Le Figaro littéraire treffend schreibt.

    Ich fand die Geschichte von Emma, die in New York lebt und an ihre letzte Trennung noch nicht überwunden hat, und Matthew, der sich in Boston allein um seine Tochter kümmert toll. Wie immer, startet die Geschichte unglaublich und löst sich dann später auf. Alles in allem ein leichter Lesespaß, mich jedenfalls hat es gut unterhalten.

    Rezension - Gelesen und selbst gekauft

  9. Cover des Buches Scherbenpark (ISBN: 9783462040302)
    Alina Bronsky

    Scherbenpark

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    In ihrem Debütroman „Scherbenpark“ stellt Alina Bronsky das tragische Leben einer intelligenten und leistungsstarken 17-jährigen Schülerin mit russischsprachigem Migrationshintergrund dar, die zwar eine elitäre Privatschule besucht, gleichzeitig aber in einem Hochhaus-Ghetto wohnt und mit einem Mord innerhalb ihrer Familie umgehen muss. Die ursprünglich aus Moskau stammende Alexandra Naimann, Kurzform Sascha, musste hautnah miterleben, wie ihr verhasster Stiefvater Vadim, ihre Mutter Marina mit ihrem neuen Lebensgefährten Harry erschossen hat. In ihrem Kopf schmiedet sie seitdem Rache-Mordpläne an ihrem Stiefvater, der im Gefängnis sitzt. Zudem entwickelt sie eine Art Männerhass. Gleichzeitig fungiert sie für ihre Geschwister Alissa (4) und den traumatisierten Anton (9) als eine Art Ersatzmutter. Doch auch Maria (37), Vadims Cousine aus Nowosibirsk, kümmert sich fortan um die Kinder. 

    Sascha ist die Hauptfigur dieses Romans und sie wirkt zu Beginn erstaunlich stark und erwachsen, doch im Laufe des Buchs wird immer deutlicher, dass sie entweder unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet oder zeitweise gar eine Borderline-Störung entwickelt. Das wird in meinen Augen sehr gut erzählerisch dargestellt. Denn es zeigt sich, dass bei Sascha sowohl selbstschädigende Gedanken als auch selbstschädigendes Verhalten zunehmen und dass sie immer mehr Probleme damit hat, mit ihren heftigen Gefühlen umzugehen. Ein Auslöser dafür ist vermutlich, dass sie ihren Plan, sich an ihrem Stiefvater zu rächen, nicht in die Tat umsetzen kann. 

    Eindrücklich werden zudem die häusliche Situation und die Gefühlswelt von Sascha geschildert. Sie verachtet ihre tote Mutter im Nachhinein z.B. dafür, wie sie sich von Vadim in ihrer Beziehung mit ihm hat behandeln lassen. Vadim übte nicht nur auf sie, sondern auch auf seinen Sohn Anton psychische und physische Gewalt aus. Dies ging so weit, dass Anton Verhaltensauffälligkeiten entwickelte und vor seinem Vater förmlich zitterte. 

    Neben Sascha, deren Charakterisierung hervorragend von der Autorin gestaltet worden ist, spielen auch der lungenkranke Felix Trebur und sein geschiedener Vater Volker eine wichtige Rolle in diesem Roman. Nachdem ein skandalöser Zeitungsbericht zu dem Mordfall im Lokalteil erscheint, macht sich Sascha auf den Weg zur Redaktion, um ihrem Ärger Luft zu machen. Dabei lernt sie den Ressortleiter Volker Trebur kennen, der sich bei ihr aufrichtig entschuldigt und sehr verständnisvoll agiert. Er wird für Sascha daraufhin zu einer Vertrauensperson, man hat gar das Gefühl, dass sie sich in Volker verliebt. Sie kommt bei ihm und seinem Sohn Felix im Gästezimmer unter, um der Situation zu Hause zu entfliehen. Dabei stellt sich heraus, dass auch im Hause Trebur nicht alles so perfekt ist, wie es zunächst den Anschein hat. Die aus dem kurzen Zusammenleben heraus resultierenden intensiven Beziehungsverhältnisse zwischen Felix, Volker und Sascha werden ebenfalls sehr gut von der Autorin dargestellt.

    Was Bronsky ebenfalls sehr gelungen ist, ist der Umstand, die gewalthaltigen Umgangsformen und Verhaltensweisen innerhalb des Hochhaus-Ghettos einzufangen. So wird Sascha eines Abends sogar überfallen und macht Bekanntschaft mit einem gewissen Peter, dem Großen. 

    Nicht zuletzt ist es aber der Sprachstil, der dieses Buch auszeichnet. Die Autorin schreibt in einem bissig-sarkastischen Tonfall, der Inhalt wird hart, ehrlich, schonungslos, unmittelbar und direkt zum Ausdruck gebracht, oft sogar humorvoll. Das ist ein Stil mit Wiedererkennungswert, ein individueller Stil, der das Buch zu etwas Besonderem macht. Nicht jeder Autor/ jede Autorin hat das Talent dazu, einen Stoff auf diese Weise zu transportieren. Das ist eine beachtenswerte Leistung, die ich ebenfalls noch lobend erwähnen möchte.

     

    Fazit: Ein Roman mit einem ausgezeichneten Sprachstil und einer starken, psychologisch austarierten Hauptfigur – ein intelligentes und selbstbewusstes 17-jähriges Mädchen, das eine psychische Krise durchlebt und darunter leiden muss, was ihr Stiefvater der Familie angetan hat. 

  10. Cover des Buches Die Ungehorsame (ISBN: 9783734106002)
    Andrea Schacht

    Die Ungehorsame

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Jamen100

    Der Roman „Die Ungehorsame“ von Andrea Schacht hat mich wieder begeistert.

    Auf den ersten Seiten mochte ich die beiden Hauptfiguren Leonora und Hendryk nicht so besonders aufgrund ihrer Distanziertheit. Aber je weiter ich in dem Roman kam, verstärkte sich meine Sympathie. Am Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus die Hand legen. 

    Da es hier aber bereits viele Rezession zu dem Buch und seine Stärken und seine Stärken gibt, greife ich ein anderes Thema auf.

    Neben den Haupfprotagonisten begeisterte mich an diesem Buch, dass dieses in einer Gegend spielt, die mir als Niederrheinerin nicht unbekannt ist. Und zwar die Gegend Bonn-Köln-Aachen.

    Immer wieder spielte Andrea Schacht in ihrem Roman historische Fakten um den Eisenbahnbau um 1850 als Hintergrundmusik ein. In dieser Zeit wurden die Eisenbahnstrecken Köln-Bonn und Köln-Aachen sowie der erste Bonner Bahnhof an der Poppelsdorfer Allee realisiert.

    Beim Lesen des Buches ist mir bewusst worden, dass wir immer wieder über die negativen Aspekte des Schienennetzes und der Bahn schimpfen, aber kaum einer kennt die Geschichte, die hinter unser deutsches Schienennetz steckt. Klar uns ist bewusst, dass es schon einige Jahre auf den Buckel hat und keine Errungenschaft der letzten Jahrzehnte ist. Aber kaum einen ist bewusst, dass die Preußen immer wieder ihre Hände mit im Spiel hatten.

    Als Lesesüchtige, die immer wieder historische Romane verschlingt, interessiere ich mich auch immer wieder für die historischen Fakten. Da findet man immer wieder das eine oder interessante, was nicht umbedingt zur sog. Weltgeschichte gehört. 

    Im weiten World Wide Web gibt es so gut wie kein Thema, was dort nicht nachgelesen werden kann. Also habe ich meine Tastatur etwas gequält und mich auf Spurensuche gemacht. Dabei stieß ich auf interessante Informationen über das Schienennetz am Niederrhein, ein Netz, welches in weiten Strecken seit ca. 170 Jahren besteht.

    Wenn man sich die Entwickung der Eisenbahn anschaut, ist es gar nicht so ungewöhnlich. 1825 entstand in England die erste Eisenbahnstrecke zwischen der Bergwerksstadt Darlington in die Hafenstadt Stockton. Ab 1847 wurde in New York die High Line realisiert.

    Die Strecken, die Andrea Schacht in ihrem Roman immer wieder einspielt, gehören zur heutigen linken Rheinstrecke, die von drei verschiedenen Eisenbahngesellschaften gebaut wurde. Der Roman ist in der Zeit der ersten Bauphase angelegt, als die Trasse Bonn-Köln von der Bonn-Cölner Eisenbahn-Gesellschaft realisiert wurde.

    In Bonn scheidet die Bahnstrecke die Poppeldorfer Allee, die bis zur Errichtung der Bahntrasse genau 1000 m lang war, heute aber aufgrund der Bahntrasse nur ihre 800 m beträgt.  Die ursprüngliche Trasse sollte mit einen hohem Bahndamm realisiert werden. Dieser versperrte aber den Blick vom Kurfürstlichen Schloss zum Poppeldorfer Schloss. Dass der Bahnübergang heute ebenerdig ist, verdanken wir den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. und den Universitätssenat.

    Leider musste der Bahnhof bereits 41 Jahr später dem heutigen Bahnhofsgelände weichen. Und dass, wo man sich bereits vor seiner Entstehung über seinen Standort gestritten hat. Als Standorte waren der Bonner Norden oder das ehemalige Mühlheimer Feld nach der Poppelsdorfer Allee vorgesehen. Auch hier hatten die Preußen wieder ihre Hand im Spiel. Das Königliche Finanzministerium entschied, dass der Bahnhof an der Poppeldorfer Allee gebaut wird.

    Also wer sagt - Romane lesen bildet nicht !

    Noch was anderes:

    Beim meinem Stöbern bin ich auf einen weiteren Roman gestoßen, der sich mit dem Thema befasst.

    • Das Dampfroß von Reinhard Schmoeckel  - Ein Tatsachenroman um den Bau der ersten Eisenbahn von Bonn nach Köln.

    Bilder:

    Die Fotos wurden von mir selbst aufgenommen.

    Quellen:

    • https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-30382-20120116-2#id1 (Stand: 24-02-2020)
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn_Hauptbahnhof (Stand: 24-02.2020)
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Linke_Rheinstrecke (Stand: 24-02-2020)
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Poppelsdorfer_Allee (Stand: 24-02-2020)
  11. Cover des Buches Alpengrollen (ISBN: 9783839211113)
    Michael Gerwien

    Alpengrollen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Mein erster Blick gilt natürlich dem COVER:
    Der Sessellift im Nebel verbreitet schon eine etwas düstere, aber auch spannende Stimmung. Der potentielle Leser kann erahnen, dass der Krimi etwas mit Winter zu tun hat.
    Die Rückseite gestaltet sich wie bei den Gmeiner Krimis üblich, in geteilter Ansicht.
    „Vorsicht, da vorn! Der Raintaler kommt! (Seite 61)

    Aber kommen wir zunächst zur HANDLUNG:
    Der Münchner Exkommissar Max Raintaler, dem nichts weniger besagt als verlogene Verbrecher und schlecht eingeschränktes Bier freut sich auf seinen Skiurlaub und darauf, das berühmte Hahnenkammrennen endlich mal live zu erleben.
    Aber es wäre nicht Raintaler, wenn alles glatt laufen würde. Die Anreise gestaltet sich sehr schwierig, das Hotelzimmer wurde an einen anderen Gast vergeben. Außerdem ist da noch die verschwundene Sabine, die er auch noch suchen soll.
    Doch dann kommen noch weitere Schwierigkeiten auf ihn zu und Raintaler ermittelt.
    Doch mehr möchte ich nun wirklich nicht verraten.

    MEINE BEWERTUNG:
    Dem Autor, Michael Gerwien, ist mit dem Kommissar Raintaler eine ganz besondere Figur gelungen. Oft etwas schrullig, kautzig, miesepetrig, dann aber auch wieder Westerngitarre spielend und einfühlsam. Eine Person, die man sofort ins Herz schließt.
    Obwohl die eigentliche Geschichte erst ab Mitte des Buches so richtig los geht, hatte ich keine Sekunde der Langeweile. Ganz im Gegenteil. Ich habe die Seiten nur so verschlungen, weil ich mehr von „diesem Kautz“ wissen wollte.
    Ein Krimi, bei dem kein Auge trocken bleibt.
    Vielen Dank dafür!
  12. Cover des Buches Nacht ohne Schatten (ISBN: 9783492309530)
    Gisa Klönne

    Nacht ohne Schatten

     (88)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Ein erstochener S-Bahn-Fahrer. Ein Brand in einer Pizzeria. Eine junge Frau, die aus derselben gerettet wird – aus einer Art Verlies, sie wurde wohl gefangen gehalten und zur Prostitution gezwungen. Sagen kann sie nichts, da sie im Koma liegt. Was haben diese Fälle gemeinsam? Und dann noch eine verschwundene junge Künstlerin….

    Es war nur ein kurzes Vergnügen, die Team-Arbeit z wischen Judith Krieger und Manni Korzilius. Hier gehen sie mal wieder verschiedene und eigene Weg . Manni sucht den Täter im Rotlichtmilieu und versteht Judith immer weniger. Diese hat früher in einem Frauenhaus gearbeitet und glaubt die Lösung dort zu finden.

    Gewalt in Beziehungen, häusliche Gewalt, Zwangsprostitution, Mord – diese Themen werden von der Autorin aufgegriffen und umfassend behandelt.

     Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven und dieses Mal ist die Geschichte wirklich äusserst spannend.

    Dass Judith mit ihren Alleingängen natürlich wieder überall aneckt, war zu erwarten - - - dass sie in Lebensgefahr gerät, allerdings nicht.

  13. Cover des Buches Stockinger (ISBN: 9783869061351)
    Dieter Weißbach

    Stockinger

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Aspasia

    Klappentext:

    Ein zeitloses, sehr menschliches Porträt eines Mannes, dem das Schicksal viel gegeben und noch mehr abverlangt hat.

    Sein Großvater Adolf war ein Bergbauer vom alten Schlag und glühender Hitler-Verehrer, sein Vater Jacob dagegen verließ als junger Mann die Heimat, um im Ausland sein Geld zu verdienen, und kehrte erst im Alter in das Werdenfelser Land zurück. Alfons Stockinger wird 1937 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Er tritt nicht in die Fußstapfen seiner männlichen Vorfahren, denn Alfons Stockinger ist anders. Seine Kindheit auf dem elterlichen Hof nahe der tiefen Partnachklamm endet abrupt mit einem schrecklichen Ereignis, das von nun an sein Dasein überschattet und ihn nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Über Jahrzehnte folgt der Leser ihm ab diesem Zeitpunkt durch sein wechselvolles, pralles Leben, begleitet ihn durch seine Ehen, Affären, bei den Geburten seiner Kinder, in dunkelsten Zeiten und raren Momenten der Freude. Geschickt kreuzt Dieter Weißbach dabei das Genre Bauernroman mit modernen Erzählverfahren.

     

    Wenn sich heute ein Autor traut, seinen Roman einen Bauernroman zu nennen, der ja der nicht zu weit entfernte Cousin des Heimatromans ist, der wiederum, den meisten potentiellen Lesern am ehesten noch in seiner Zelluloidvariante als verkitschter Technicolor 50er Jahre Streifen bekannt sein dürfte, dann hat er  definitiv schon mal eins: nämlich Chuzpe!

    Dieter Weißbach beweis mit "Stockinger" aber nicht nur die, sondern auch, dass das trotz Postkarten würdigem Alpenpanorama, grasenden Kuhherden und reißenden Gebirgsbäche fern von jeder zuckerwattrigen Alpenglühnromantik geht. Mit einem interessante Plot in Sepiabraun statt Plastikbunt, mit wunderbar gezeichneten Figuren, Menschen, echt und erdig, die nach Schweiß und Tränen schmecken und als Rahmhäuptchen für den Leser sozusagen ist das Ganze auch noch sprachlich klasse!

    Ich gestehe, fast hätte ich das alles gar nicht schreiben können, da die Gefahr bestand, das Buch schon nach der ersten Seite in die Ecke zu schleudern. Ich bin nämlich als Leserin auch nur eine impulsive Sexistin! Gerade wenn ein männlicher Autor mit einer prallen Sexszene einsteigt, vermute ich gerne, er wolle so mehr sich selbst eine Freude beim wiederholten Korrekturlesen bereiten als mir als Leserin und damit eigentlich nur von seiner literarischen Schreibschwäche ablenken ;-)

    Nicht so hier, die Szene macht Sinn!

    Außerdem erinnert es mich immer an den schon fast historischen Streit zwischen Sigrid Löffler und Marcel Reich-Ranicki über den Umgang mit Erotik/Sex in der Literatur und ich denke an R.-R.s Ausspruch: „Sie halten die Liebe für etwas Anstößig-Unanständiges. Aber die Weltliteratur befasst sich nun mal mit diesem Thema.“ 

    Die Geschichte, obwohl mir als Stadtkind, für das eine Erhebung von 351 m schon ein Berg sind, das erzählte Leben so fremd war, hatte die Geschichte Sogwirkung auf mich.

     Ich finde die Story gut konstruiert, mir gefällt, dass sich im Verlauf des Buches, immer mehr Geschichten hinter der Geschichte auftun, dass nicht nur Alfons Geschichte erzählt wird, sondern der Leser auch etwas über die Vergangenheit der Nebenfiguren erfährt, wie sie zu den Charakteren wurden. Die Geschichte verzweigt sich, aber nicht als Selbstzweck, und findet aber immer wieder zum Hauptstrang zurück.

    Eine kurze Passage im zweiten Drittel habe ich kurz etwas gehadert, mir waren da Entwicklungen etwas zu "klamaukig", zu sehr darauf bedacht den Spannungsbogen, und wohl auch den Leser bei Laune, zu halten. Aber dann kam Swetlana! Und ich war wieder versöhnt :-) Eine tolle Figur, verhältnismäßig spät in die Geschichte eingeführt,  um so erstaunlicher, wie sie dem Leser nach x-Seiten noch so selbstverständlich etwas Neues über Alfons zeigen kann.

    Begeistert haben mich auch die wunderbare Dialoge! Traurig & witzig zugleich. Wirklich erstaunlich wie hier jeder Figur eine hörbar, unterschiedliche Stimme gegeben wird. Glücklich gemacht hat mein Leserherz auch, dass dem Charakter des treuen Freundes & Nachbarn, Peter, kurz vor Schluss noch etwas Platz gegeben wurde. Die Figur hat es verdient, seinen Blick aufs Geschehen mit den Lesern zu teilen. Ein sehr schönes & passendes Ende: 

     Denn es kann nur eine große Liebe im Leben eines Mannes geben ;-)

  14. Cover des Buches Der Konvoi (ISBN: 9783312002283)
    Lukas Hartmann

    Der Konvoi

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Tanz der Schatten (ISBN: 9783886195718)
    Agnes Bushell

    Tanz der Schatten

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Die Übergabe (ISBN: 9783894740641)
    Pascal Renard

    Die Übergabe

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Die "schöne Russin" Assia Donkowa ist nach Paris gereist, um eine Übereinkunft zu erzielen, daß 800 Millionen Rubel in Dollars umgetauscht werden sollen, um ihrem Land dringend benötigte Geldmittel zu besorgen, da Rußland zu der Zeit (Mitte der 90er Jahre) kurz vor dem Bankrott steht. Der geheim gehaltene Deal soll in einem Tagungszentrum in einem Pariser Vorort abgewickelt werden, jeder mißtraut jeden wegen dem Batzen Geld, und eine unbekannte Verbrecherbande hat auch noch ihre Finger im Spiel. Bald wird die Luft bleihaltig...Das Spiel der Geheimdienste mit permanenter Überwachung Mißtrauen gegen alle und jeden wird spannend dargestellt, und auch der Leser blickt bis zum Ende kaum durh, wer zu welcher Gruppe gehört und wer da mit wem verhandelt. Ganz große Kunst!

  17. Cover des Buches Schwanensterben (ISBN: 9783839212301)
    Liliane Skalecki

    Schwanensterben

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Moorteufel

    Im Wassergraben des Reiterhofs wird die Leiche der jungen Rusiin gefunden,die auf den Hof geputzt hat.
    Auf den ersten Bick scheint der Fall rasch,geklärt zu sein und ein Verdächtiger ist auch schon gefunden.
    Aber als dann Kriminalhauptkommissar Hölzle mit seinen Team mehr über die Tote erfährt,erfahren sie auch mehr über ihre Vergangenheit.
    Und das die Ganze Geschichte mit den Mord ,viel mit der Vergangenheit zutun hat.
    Sie tappen lange im dunkeln,aber so nach und nach kommt licht in die Geschichte.

    Eine Toller und spannender Fall,mit vielen Rückblende,die aber viel geholfen haben zum lösen des Falles.Und dann noch an Orten die man Kennt,und wer Bremen kennenlernen will,der bekommt hier schon mal gute Tipps,was man sich ansehen sollte.
  18. Cover des Buches Zarengold (ISBN: 9783492253109)
    Michael Kibler

    Zarengold

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Zarengold" ist der zweite Teil um die beiden Darmstädter Ermittler Margot Hesgart und Steffen Horndeich. Nach "Madonnekinder" begibt sich der Darmstädter Kultautor Michael Kibler in die Unterwelt der Katakomben. Eine brutal ermordete junge Frau und das Manuskript einer Zofe der russischen Zarin geben Rätsel auf, die mit viel Hintergrundwisse gespickt noch zu einer geschickte Wendung führen. 

    Hat mir vom Plot sehr gut gefallen, auch wenn mir die doch inflationär verwandte Nennung der schlechten und neuen Kaffeemaschine etwas auf den Geist gegangen ist und daher ein Stern einbehalten wurde.

  19. Cover des Buches Der Bogdanow-Clan (ISBN: 9783894740689)
    Pascal Renard

    Der Bogdanow-Clan

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Fortsetzung der Comicserie um Agent Alpha, der von der CIA nach Moskau geschickt wird, um Assia zu kontaktieren und festzustellen, was inwieweit russiche Mafiaclans an der gescheiterten Geldübergabe beteiligt waren und wo sich das Geld befindet. Assias Ehemann, seines Zeichens FSB-Oberst, spürt ihre Abweisung, weil sie sich, ohne es zu wollen, von ihrem Mann in ein Himmelfahrtskommando hat treiben lassen...Bald werden abgetrennte Köpfe zweier Deutscher in einem ruusischen Restaurant abgegeben (Rupert Friedmann und seine rechte Hand Fritz). Bleibt zu fragen, wer am Ende den kürzeren zieht. Tolle Fortsetzung einer der besten Graphic-novel-Serien ÜBERHAUPT!

  20. Cover des Buches Ein reiches Leben (ISBN: 9783908777632)
    Mirjam Kristensen

    Ein reiches Leben

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Ein Haus am Meer (ISBN: 9783257063394)
    Anna Dankowtsewa

    Ein Haus am Meer

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sookie70

    Die alleinerziehende russische Autorin Marina erhält eine überraschende Nachricht: Ihr unbekannter Vater hat ihr in Bulgarien ein Anwesen vermacht.

     Gemeinsam mit ihren Freundinnen Xenia und Vera macht sie sich auf, um das Erbe anzutreten. Sie wird bitter enttäuscht: Das Grundstück ist riesengroß und das Anwesen mit Meerblick zwar wunderschön gelegen, aber eine Ruine. Obendrein hat sich ein Archäologe dort eingenistet, der alles andere als glücklich über Marinas Ankunft zu sein scheint. Trotzdem entschließt sich Marina, das Haus am Meer zu beziehen. Der Archäologe Danail ist aber scheinbar einer großen Sache auf der Spur und gibt sich nicht so leicht geschlagen. Anstatt sich mit Marina zu engagieren, engagiert er lieber Helfer aus der Unterwelt, um die Erbin zu „überzeugen“, sich von der Villa zu trennen. Was folgt ist ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel…

     Anna Dankowtsewas Roman ist der zweite aus einer Trilogie rund um die drei unterschiedlichen – und recht trinkfesten – russischen Freundinnen. Dieser hier ist eine Mischung aus Fantasy, Historienroman, Krimi und Liebesgeschichte. Denn dass Marina der brummige Archäologe Danail mit seinen Schatzsucher-Ambitionen recht gut gefällt, ist von Anfang an kein Geheimnis…

     Etwas gewöhnungsbedürftig ist der schwierige gesellschaftspolitische Hintergrund im Bulgarien der 1990er Jahre, der der Geschichte eine etwas düstere Grundstimmung verleiht. Insgesamt ist Dankowtsewas Roman rund um Korruption und Liebe aber ein sympathisches Buch, das sich leicht liest – wunderbar für den Sommer!

  22. Cover des Buches Der Herr des Regens (ISBN: 9783453470224)
    Tom Bradby

    Der Herr des Regens

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83
    Nachdem mich schon Bradbys späterer Roman "Der Gott der Dunkelheit" restlos begeistert hat, hab ich auch den Kauf von "Der Herr des Regens" keine Sekunde bereut, auch wenn dieser in Sachen Spannung noch nicht ganz die Qualität des Nachfolgers erreicht. Fakt bleibt aber: Tom Bradbys detaillierter und doch nie langatmiger Schreibstil begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Diesmal schickt er den Leser ins Shanghai des Jahres 1926. Die Stadt ist ein Schmelztiegel der verschiedensten Nationen. Chinesen, Engländer, Amerikaner, Russen und Franzosen leben eng an eng, in einzelne so genannte "Settlements" unterteilt und arbeiten in einigen Behörden, wie der Polizei und dem Geheimdienst, sogar zusammen. Hier beginnt die Geschichte um Richard Field, einem jungen Grünschnabel von der Polizeiakademie aus Yorkshire, der vor seiner Vergangenheit in den Fernen Osten geflüchtet ist, um neu anzufangen. Erst wenige Tage im Dienst wird er sogleich mit einem Mordfall konfrontiert. Eine russische Prostituierte wurde brutal gefoltert und schließlich getötet. Und die Indizien weisen daraufhin, dass der Gangsterboss "Lu Huang", Oberhaupt der mächtigen "Grünen Triade", seine Finger mit ihm Spiel hat. Von Eifer und Idealismus beseelt stürzt sich Field in die Ermittlungen, um schon bald zu erfahren, dass es in der exotischen und pulsierenden Metropole vor allem eine Regel gibt: Traue niemanden. Durch seine Hartnäckigkeit gerät der junge Polizist immer tiefer in ein verstricktes Netz der Korruption und kriminellen Machenschaften, die auch vor dem Geheimdienst selbst nicht halt macht. Vom Verrat und Widerstand in den eigenen Reihen desillusioniert scheint die wunderschöne Natascha, eine weitere russische Prostituierte und Freundin der Ermordeten, das einzig Beständige. Wie schon in "Der Gott der Dunkelheit" brilliert Bradby auch hier bei der Schilderung der Kulisse des Shanghais der 20er Jahre. Unwillkürlich hat der Leser ein Bild vor Augen: Männer mit großen Hüten und langläufigen Thompsons in der Hand, schwarze Limousinen, stinkende Gassen und verdreckte Nachtclubs. Bradby konstruiert einen Sündenpfuhl aus Hass, Verrat und Gewalt, der einem den Atem stocken lässt. Er erzählt nicht nur wie es war, sondern erweckt eine längst vergangene Epoche neu zum Leben. Da stört es auch nicht, dass "Der Herr des Regens" vom Spannungsaufbau wesentlich länger braucht, denn die Detailtreue und diese unheimlich düstere und gleichzeitig faszinierende Atmosphäre ziehen stattdessen den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann. Hinzu kommt die besonders gegen Ende grandios inszenierten Wendungen, die einem bald an jeder Figur zweifeln lassen und bis hin zu Fields engsten Vertrauten Misstrauen säen. Das Ende riecht zwar wieder arg nach Hollywood, passt hier aber wie die Faust aufs Auge. Insgesamt ist "Der Herr des Regens" eine schillernde, mitreißende Lektüre, die dringend auf die Leinwand gehört. Eine absolute Empfehlung für alle Fans klassischer Gangstergeschichten (wer Filme wie "Die Unbestechlichen" und "Chinatown" liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei), die aufgrund der ausschweifenden Erzählweise allerdings Geduld und Einfühlungsvermögen beim Leser voraussetzt.
  23. Cover des Buches Golden House (ISBN: 9783844527513)
    Salman Rushdie

    Golden House

     (6)
    Aktuelle Rezension von: papaverorosso

    Nero Golden – ein düsterer, opulenter, gefährlicher Name. Wie das berühmte Sprichwort lautet, „Nomen est Omen“. Und der Grund dafür ist, dass der Protagonist dieses Buchs sich diesen Namen selbst vergeben hat. Nero kommt ursprünglich aus Bombay. Nach einer familiären Tragödie zieht er mit seinen drei Söhnen in einen besseren Viertel New Yorks um, wo er schnell zu einem sehr reichen (und einflussreichen) Mann wird. Um mit der Vergangenheit abzuschließen, ändern die drei Männer ihre Namen und verschleiern ihre Herkunft. Der junge Regisseur René, der in der Nachbarschaft wohnt, macht es sich zur Aufgabe, ihre Geschichte ans Licht zu bringen und zu erzählen.


    Das Buch stellt für mich einer der positivsten Überraschungen im Jahr 2017 dar. Uns werden durch das Buch Bilder von Männern und Frauen gezeichnet, die, jeder auf seiner Art, verstört sind und verstörend wirken. Die Charaktere sind dabei extrem gut gezeichnet. Ihre dunkelsten Geheimnisse kommen Stück für Stück ans Licht. Wenn am Anfang nicht so viel passiert, entwickelt sich nach dem ersten Drittel eine düstere Handlung, die zugleich eine starke Anziehungs- wie Abstoßungskraft besitzt.


    Die Sprache ist sehr kultiviert und kunstvoll, ständig lässt der Autor Anspielungen auf Literatur, Filme, Kunst und Politik einfließen, die ich, um ehrlich zu sein, sehr oft nicht verstanden habe. Auch die Struktur des Buchs ist originell, manche Teile sind als Drehbuch konzipiert. Aus diesen beiden Gründen wäre es vielleicht besser, das Buch in seiner Papierform und nicht als Hörbuch zu genießen. Ich denke, es ist ein Buch, das man mehrmals lesen kann und dabei immer mehr entdecken kann.


    Eine klare Leseempfehlung!

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