Bücher mit dem Tag "russisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "russisch" gekennzeichnet haben.

107 Bücher

  1. Cover des Buches Goldene Flammen (ISBN: 9783426524442)
    Leigh Bardugo

    Goldene Flammen

     (1.223)
    Aktuelle Rezension von: SimsalabimSabrina2904

    Ich fand es gut, aber auch wiederum nicht SO gut. 

    Die Story ist super durchdacht & der Schreibstil ist auch sehr leicht & spannend zum Lesen.

    Die vielen Begriffe wie zum Beispiel "Die Opritschki" oder auch "Die Materialki" haben bei mir leider permanent für Verwirrung gesorgt, doch ich (Intelligenzbestie) hab auch erst am Ende gecheckt, dass es ganz vorne sowas wie ein Glossar dafür gibt. Typisch ich! 

    Nichtsdestotrotz beeinflusst es die Story an sich nicht großartig, denn ich hab der Geschichte trotzdem gut folgen können. 

    Das russische Setting fand ich spannend, denn ich habe noch nie ein Buch dieser Art gelesen. Ist mal was ganz anderes & somit ein Pluspunkt! 

    Die Landkarte im Buch hilft bei der Orientierung & ich war durchaus dankbar dafür, weil die Orte auch schwierige Namen hatten. 

    Alina Starkov hat mir als Prota sehr gut gefallen und ich mochte ihre Entwicklung total! Der Dunkle und Mal haben bei mir sehr lange ein ? aufgerufen & ich als gutgläubiger Mensch hätte mich definitiv für den falschen Mann entschieden... 

    Da das Buch zwar gut, aber kein Highlight für mich ist & mir das gewisse Etwas leider trotzdem gefehlt hat, bewerte ich es mit 3+/5 Sternen.

    Dennoch freue ich mich aufs weiterlesen & vor allem freue ich mich schon auf die Netflix-Serie! 

  2. Cover des Buches Der Bär und die Nachtigall (ISBN: 9783453320031)
    Katherine Arden

    Der Bär und die Nachtigall

     (147)
    Aktuelle Rezension von: ShalimaMoon

    Die Handlung: Im hohen Norden von Rus werden die alten Sagen noch hochgehalten. Bis sich Gutsherr Pjotr Wladimirowitsch eine neue Frau nimmt, die den christlichen Glauben ver-stärkend unterstützt. Vor allem Pjotrs jüngste Tochter Wasja leidet darunter, denn sie kann die alten Hausgeister und Sagengestalten sehen und weiß, dass sie nicht nur Märchen sind. Doch die Kräfte der Geister schwinden und der Bär ist erwacht. Reichen Wasjas Kräfte aus, um die Hoffnung zu erhalten?

    Meine Meinung: Der Bär und die Nachtigall ist so ein Buch, über das ich im Buchladen durch Zufall gestolpert bin. Die Geschichte klang interessant, also musste es mit. Aber dann landete es auf meinem SuB und verweilte dort auch eine ganze Weile. Ich schlich immer wieder um die Geschichte herum und nahm sie doch nicht in die Hand. Und auch wenn es eher eine Wintergeschichte ist als eine wirkliche Weihnachtsgeschichte, passte sie doch wunderbar in die jetzige Zeit. Tatsächlich bin ich auch jetzt am Ende noch immer ein wenig zwiegespalten. Ich mochte die Geschichte und gerade die Einbindung der russischen Sagen war wirklich toll gemacht. Auch die Charaktere waren, wenn auch nicht immer sympathisch, so doch immer passend für die Geschichte. Aber letztlich wurde mir als nicht Kenner der russischen Märchen und Sagen ein bisschen zu wenig erklärt. Das war etwas störend. Und für den doch sehr langen Aufbau war mir das Ende etwas zu schnell. Da war die Erwartung und Spannung, die im gesamten Buch aufgebaut wurde höher, als es am Ende gelöst wurde. Dennoch bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band, wie diese Geschichte weitergehen soll.

  3. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Mit jugendlichen Optimismus begann ich diesen historischen Roman zu lesen. Zuvor vorsorglich Block und Stift bereit gelegt, was sich als klug erwies.
    Dieser Roman ist in vier Bücher aufgegliedert. Die Themen die darin aufgegriffen werden sind der Krieg zwischen 1805-1812 und deren Feldzüge und Strategien, die gesellschaftlichen Stellungen in der höheren angesehenen Aristokratie, Heiratspolitik und viel Poesie.
    Ich kam mir beim lesen zeitweise vor als wäre ich mit dabei in diesen Roman. Ob es sich um die gesellschaftlichen Ebenen und Verstrickungen handelte, oder auf dem wild umkämpften Schlachtfelder ging, mein Kopfkino war auf Empfang.
    Bei manchen Kapiteln machte ich Pausen um das gelesene sacken zu lassen. Nicht deswegen dass ich es nicht verstanden hätte, sondern wegen dem Schreibstil. Ich konnte mich daher gut in die Geschichten hinein versetzen. Auch die Protagonisten waren plastisch gut beschrieben.
    Vor allem war es spannend mit zu erleben wie sich die Hauptprotagonisten entwickelten. Wer wurde mit wem verheiratet? Wer verstarb? Wie gefestigt wurde der jeweilige Charakter im laufe der Geschichte?
    Abgesehen das ich tagelang eine Pause einlegte beim Lesen, ja ich habe geschwächelt, da es phasenweise doch etwas langatmig ist, war es für mich eine grandiose Geschichte!

  4. Cover des Buches Schattenwanderer (ISBN: 9783492268028)
    Alexey Pehov

    Schattenwanderer

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Schatten bedeutet Leben, Freiheit, Geld, Macht und Ehre."


    "Schattenwanderer" ist der erste Band der "Chroniken von Siala" vom russischen Fantasy-Autor Alexey Pehov. Ich habe bisher noch nichts von der Reihe gehört, umso überraschter war ich als ich erfuhr, wie viele Bände und Geschichten der Autor in dieser Fantasy-Welt geschrieben hat. Und was für eine Fantasy-Welt das ist - High-Fantasy vom Feinsten mit allen erdenklichen Wesen und Geschöpfen, Krieg, Intrigen, mächtigen Herrschern, Magie und Dämonen. Ich war auf jeden Fall sehr positiv überrascht von der Geschichte, auch wenn es zwischendurch auch kleine Längen gab.

    Inhalt: Garret ist ein Dieb und zwar ein Meister seines Fachs,. Seine Welt sind die Schatten, doch als der König selbst ihn in Auftrag nimmt ein Artefakt zu stehlen, drohen die Schatten Garret plötzlich zu verschlingen. Denn dieses Artefakt befindet sich im fernen Hrad Spine. Ein verfluchter Ort, in dem vor vielen Jahren die Völker Sialas ihre Toten bestatteten. Und während Garret sich mit einigen Gefährten auf eine gefährliche Wanderschaft zu den verfluchten Katakomben begibt, droht dem Land nach Jahrhunderten des Friedens Krieg und ein namenloser Schrecken erwacht.

    Cover und Design: Obwohl das Buch bereits 2012 erschienen ist, finde ich das Cover des Taschenbuches noch immer sehr ansprechend. Der verhüllte Mann am Titelbild spiegelt den Charakter von unserem Protagonisten sehr gut wieder und auch wenn die Schriftart des Titels ein bisschen aus der Mode ist, finde ich sie doch sehr passend für diese High-Fantasy-Geschichte.
    Das einzige was ich schmerzlich vermisst habe, war eine Karte von Siala. Da diese Fantasy-Welt wirklich sehr ausführlich und detailreich gestaltet ist, mit jede Menge Königreichen, Gebirgen, Flüssen, Städten und Co und diese Gebiete eine große Rolle im Buch spielen, wäre eine Karte wirklich sehr sehr hilfreich gewesen. Nicht einmal im Internet habe ich eine brauchbar illustrierte Karte gefunden, was mich bei dieser umfangreichen Story doch sehr wundert.

    Meine Meinung: Auf Empfehlung meines Freunds habe ich zu "Schattenwanderer" gegriffen, obwohl ich zuvor noch nichts vom Autor oder seinen Büchern gehört habe und ich muss sagen, dass mich Alexey Pehov wirklich sehr positiv überrascht hat. Er hat mit Siala eine fantastische und sehr umfangreiche High-Fantasy-Welt geschaffen. Es gibt wirklich alles was ein Fantasy-Herz begehrt: Zauberer, Elfen, Orks, Kobolde, Zwerge, Oger ... Doch trotz der klischeelastigen Fantasy-Völker hat es der Autor geschafft, seinen persönlichen Stil in die Story und seine Geschöpfe einzubringen. Die Elfen werden z.B. nicht, wie sonst immer, als anmutiges, perfektes Volk beschrieben, sondern völlig anders, beinahe hässlich. Die Zwerge unterscheiden sich nur anhand des nicht vorhandenen Barts von ihren Verwandten den Gnomen und die Schamanen der Orks wirken die mächtigsten Zauber. Spätestens ab der völlig anderen Beschreibung des Elfenvolks hatte der Autor meine volle Aufmerksamkeit und ich bin begeistert von Siala und seinen vielseitigen Geschöpfen.

    Die Geschichte ist Großteils aus der Ich-Perspektive vom Meisterdieb Garret geschrieben, zwischendurch blicken wir aber auch in die Vergangenheit. Garret ist zwar schon ein etwas älterer Protagonist, trotzdem war er mir auf Anhieb sympathisch mit seiner "Coolness". Als Meisterdieb der Schatten hat man vermutlich schon sehr viel erlebt, darum lässt ihn vieles kalt und Probleme löst er sachlich und strategisch. Ein trockener Humor ist zwischen den Seiten versteckt, der mir des Öfteren ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte.
    Doch das Buch glänzt auch durch bemerkenswerte Nebencharaktere. Garrets Gefährten sind nämlich trotz einer relativ hohen Zahl keine 08/15-Statisten, sondern weisen sehr unterschiedliche und einzigartige Merkmale auf, die sie sofort voneinander unterscheiden. Der Zwerg Deler und sein ewiger Nebenbuhle der Gnom Hallas haben sich mit ihrem Gezanke sofort in mein Herz geschlichen und auch wenn der Kobold Kli-Kli als Hofnarr zuerst einfach nur total nervig ist, steckt viel mehr in ihm, als man zuerst erahnt. Natürlich kennt man noch nicht alle Gefährten in und auswendig, aber es wurde schon mal der Leitstein für Herzens-Charaktere geschaffen.

    Mit "Schattenwanderer" beginnt das Abenteuer von Garret und man wird direkt in die Geschichte eingesogen. Es dauert zwar ein bisschen bis man sich in der komplexen Welt und seiner politischen Situation zurechtfindet, dann lohnt sich die Geschichte aber wirklich. An Spannung, Raffinesse und Fantasie mangelt es auf jeden Fall nicht und ich war beeindruckt von den fesselnden Kampfszenen. Der Verlauf der Story hat mich auch sehr positiv überrascht und nimmt einige sehr interessante Aspekte an, besonders in Bezug auf den Protagonisten Garret. Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf die Folgeteile und wie sich die Story und unser "Schattentänzer" noch entwickeln wird. Am Ende des ersten Bandes merkt man bereits, dass der Autor keine Hemmungen gegenüber seinen Charakteren hat, deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass die nächsten Bände noch sehr viel besser werden.
    Eine fantastische Welt mit einer sehr interessanten Story zum Miträtseln und spannenden und fesselnden Kampfszenen. Wer romantische Liebesszenen sucht, ist hier fehlt am Platz - wer düstere High-Fantasy-Geschichten inklusiver Kriegsszenen liebt, genau richtig. Ich kann den Auftakt zu den "Chroniken von Siala" auf jeden Fall empfehlen.

  5. Cover des Buches Machandel (ISBN: 9783328100249)
    Regina Scheer

    Machandel

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Wilke

    Ich fand diesen Roman ganz wunderbar.
    Beim Lesen hatte ich das seltsame Gefühl irgendwie mit dieser Geschichte verbunden zu sein oder mit den Fünf-Ich-Erzählern verwandt zu sein, so als wäre ich auch vor Ort. Man taucht ein in andere Leben und in deutsche Geschichte. Man durchlebt die Ängste, Träume und Kämpfe in einem ostdeutschen Dorf, in einer Familie. Einiges fand ich sehr aufwühlend und ab und an brauchte ich Zeit, um es zu verdauen.
    Ein großartiger Roman.

  6. Cover des Buches Meister und Margarita (ISBN: 9783423143011)
    Michail Bulgakow

    Meister und Margarita

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Eine gewitzte Satire über die Moskauer Gesellschaft nach der Revolution. Bulgakow hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der einen permanent zum lächeln bringt. Ich bin unheimlich schwer in das Lesevergnügen reingekommen, was nach den Meinungen einiger Rezensent*innen wohl an der Übersetzung durch Nitzberg liegen soll.

  7. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442742127)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

     (103)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die finnisch-estnische Autorin verbindet in diesem Roman die Gegenwart (kurz nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Estlands) und die Vergangenheit miteinander. Zwei chronologisch unterschiedliche Erzählstränge führen den Leser einerseits in die Zeit der sowjetischen Okkupation nach 1940 und andererseits ins heutige Estland nach 1992, das im Zuge von Glasnost und Perestroika, seine Souveränität wiederhergestellt hat.

    Die Geschichte erzählt die äusserst grausamen Erlebnisse zweier Frauen, die sich bis anhin nicht kannten, aber eine verwandschaftliche Beziehung zueinander haben. Thematisiert wird der massive Druck und die Gewaltandrohungen in einem kommunistischen Gesellschaftssystem. Täter werden zu Opfern und umgekehrt. Dem System ablehnend gegenüberstehende Einwohner werden deportiert und als sogenannte Volksfeinde denunziert.

    Zwei Generationen später setzen viele junge Frauen ihre Hoffnung auf Arbeit und Glück im Westen. Sie geraten nicht selten in Hände gewalttätiger Zuhälter und können sich nur selten oder unter grossen Gefahren aus ihrer Abhängigkeit und einer menschenverachtenden Situation befreien.

    Ein eindrücklicher und folgenschwerer Roman, den ich wegen seiner Tragik und Grausamkeit aber auch gerne wieder zur Seite gelegt habe.

  8. Cover des Buches Nachtblau stirbt die Erinnerung (ISBN: 9783802599316)
    Brigitte Pons

    Nachtblau stirbt die Erinnerung

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Wieder dürfen wir Frank Liebknecht bei seinen Ermittlungen über die Schulter sehen. Diesmal sind es unterschiedliche Kriminalfälle, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben.
    Da ist einerseits die brutale Attacke auf Kommissar Brenner, die ihn niederstreckt als er sich mit René Hübner, dem Trainer seiner Tochter Pia, treffen will. Andererseits beschäftigt ein mysteriöser Fund von Dreißig Silberlingen (ja genau, die Summe des Judaslohns aus der Bibel) in Form von Ostmark und ein geschändetes Grab unseren wackeren Vielbrunner Polizisten.

    Die Zusammenhänge werden auch dann nicht klarer, als René plötzlich an Herzversagen stirbt. Sind die kleinen blauen Tabletten Schuld an seinem Tod oder ist da mehr dran?
    Frank Liebknecht und Marcel Neidhardt stochern in einem undurchsichtigen Geflecht aus Halbwahrheiten, Vertuschen und Geheimnissen. Weiß Pia Brenner mehr als sie zugibt? Und welche Rolle spielt das Enfant Terrible, David Lösch?

    Geschickt verknüpft Brigitte Pons Sport, Doping, Geschäftemacherei und die ohnmächtige Wut einer verlassenen Frau zu einem spannenden Krimi, der sich auch mit der unrühmlichen Vergangenheit des einst geteilten Deutschlands auseinandersetzt.

    Fazit:

    Ein spannender Krimi mit vielen interessanten Sidesteps und unerwarteten Wendungen, daher fünf Sterne und eine Leseempfehlung von mir. 
  9. Cover des Buches Call of Crows - Entfacht (ISBN: 9783492280914)
    G. A. Aiken

    Call of Crows - Entfacht

     (42)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Jace Berisha hatte kein leichtes Leben und dann hat ihr Mann sie auch nun ja ermordet. Sie kämpft jetzt für die mächtigen Götter der Wikinger, Seite an Seite mit den gefährlichen Crows. Jace liebt Sprachen und Bücher, deshalb soll sie den Protektor helfen. Obwohl die beiden Clans nicht gerade gut aufeinander zu sprechen sind. Ski Eriksen ist ein friedliebender Kerl und fühlt sich von Jace angezogen. 

    Nach dem letzten Band glauben die Crows, dass sie die Göttin aufgehalten haben. Doch als Leser wissen wir das es nicht der Fall war. Doch auch die Crows und die anderen Clans kommen in diesem Band dahinter. Ein auffallender Beginn der Geschichte von Jace. Die etwas gruselig ist. ;) Wie auch schon bei Band 1 ist hier viel dunkler Humor vorhanden und das liebe ich. Die Geschichte ist nicht nur witzig, sondern auch voller Spannung und Action. Jace und Ski Gespräche sind einfach einzigartig und ich liebe es. Diese Reihe überrascht mich von den Charakteren immer wieder. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und man fragt sich ob die Crows die Welt wirklich retten können. Denn eine Party feiern können sie auf jeden Fall. Natürlich taucht auch ein Haufen alte Bekannte auf. 


  10. Cover des Buches Wanka würde Wodka kaufen (ISBN: 9783426521335)
    Jule Kaspar

    Wanka würde Wodka kaufen

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    👱🏻‍♀️ Wanka ist Russin und kommt durch ein Zeugenschutzprogramm nach Deutschland. In Deutschland wird sie zur Tarnung mit 

    🧔🏼Vladimir verheiratet.

    In dieser Geschichte begleiten wir Wanka durch ihr neues Leben in Deutschland. Hier erfahren wir, was für eine komische Sprache wir manchmal haben. Wir erleben mit, wie Wanka sich in verschiedene Jobs versucht einzuarbeiten und wodran es scheitert.

    🔺

    Mir hat dieses stille und ruhige Buch gefallen.

    Wanka ist mir nach und nach ans Herz gewachsen und ich fand es interessant, sie durch ihr neues Leben ( mit all seinen Hindernissen) zu begleiten.

    Ich konnte sie mir richtig bildhaft vorstellen.

    🔺

    Bei dem Buch „ein Mann namens Ove“ habe ich viel Tränen vergossen... hier nicht.

    Und trotzdem erinnerte mich etwas an die andere Geschichte.

    Vielleicht der Blick auf eine ganz normale Person... das langsame Kennenlernen... und dann sind die Protagonisten einem ans Herz gewachsen.

    So ist es mir ergangen.

    🔺

    Eine ruhige schöne Geschichte.

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.

  11. Cover des Buches Oktoberfest (ISBN: 9783426506509)
    Christoph Scholder

    Oktoberfest

     (181)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Spannendes Buch, sehr toll. Man möchte erst Mal nicht zum Oktoberfest 😅

  12. Cover des Buches Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche (ISBN: 9783462043921)
    Alina Bronsky

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

     (160)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Was ich mir hier gewünscht hatte: einen Roman mit viel Biss und schwarzem Humor. Was ich bekommen habe: eine menschenverachtende Geschichte, der jeglicher Humor abhandengekommen war und die einfach nur grausam und niederträchtig daherkam. Schade, Frau Baronsky, aber sowas liegt mir nicht. Um die restlichen Bücher der Autorin werde ich einen großen Bogen machen.

  13. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

     (1.050)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein opulentes Stück Weltliteratur, das Leo Tolstoi mit seiner „Anna Karenina“ geschaffen hat. Und trotz der vielen Seiten, mit denen dieser Roman aufwartet, las er sich doch recht zügig.

    Streng genommen sollte das Buch nicht nur Anna Karenina heißen, geht es doch um zwei verschiedene Frauen, zwischen deren Leben die Handlung hin und herspringt. Kitty heißt das andere junge Mädchen, deren Leben und Leiden der Leser begleitet.

    Als Anna Karenina Alexej Wronskij kennenlernt, ist es um beide geschehen. Sie wird zur bekanntesten Ehebrecherin in der Weltliteratur. Doch das Leben ist nicht leicht im Russland der Zarenzeit. Frauen sind ohne ihre Männer nichts, haben keine Rechte und quasi keine Daseinsberechtigung. Sie erhalten „Taschengeld“ von ihren Ehemännern, um sich oder ihren Kindern etwas kaufen zu können. Auch haben sie keinerlei Rechte auf ihre eigenen Kinder, wenn es zum Ehebruch kommt. Und so leidet Anna einerseits unter dem Fehlen ihres Sohnes, andererseits unter ihrem verlorenen Leben. Doch solange Wronskij da ist, ist alles gut.

    Kitty hingegen lehnt den Heiratsantrag eines ihr lieben Menschen ab, da ihre Mutter eine bessere Partie vorgesehen hat, aus der dann jedoch nichts wird. Die Depression, in die das junge Mädchen stürzt, begleitet sie dann ihr weiteres Leben. Doch vielleicht ist noch eine Änderung der Lebensumstände möglich.

    Ein großes Werk, das wirklich nur ein paar kleinere Szenen hat, auf die man getrost verzichten könnte. Das Leben zur Zarenzeit wird wirklich sehr gut dargestellt und das Leben der Frauen authentisch erzählt.

    Mir tun sie vor allem Leid. Sie sind nichts, sie haben nichts und müssen es dann auch noch über sich ergehen lassen, dass das Fremdgehen ihrer Männer Normalität ist. Ich bin froh, selbst nicht in dieser Zeit in diesem Land leben zu müssen.

    Was ich als Manko herausstelle, sind die ganzen gefühlsduseligen und hysterischen Frauen. Klar, Tolstoi war ein Mann, aber offenbar stand seine Meinung über Frauen auch nicht gerade hoch im Kurs. Immer wieder schreiben, heulen und ewige Tränen. Als Alternative geht nur der Glanz in jedermanns Augen... Das fand ich etwas nervig, zumal Tolstoi dies inflationär eingesetzt hat. Und das, obwohl es fast nur prächtige und vorzügliche Menschen in diesem Roman gab.

    Dennoch: eine gute Geschichte, die man vielleicht einfach einmal im Leben lesen haben sollte. Ich werde Tolstoi auf jeden Fall noch mindestens ein Buch geben.

  14. Cover des Buches The Bear and The Nightingale (ISBN: 9781785031052)
    Katherine Arden

    The Bear and The Nightingale

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Die Geschichte verbindet das historische Russland mit seiner Folklore, den Traditionen, Legenden und Mythen und eine epische Familiengeschichte mit der Emanzipation eines jungen Mädchens. Ich war erst skeptisch, ob eine Amerikanerin eine gute Geschichte schreiben kann, die in Russland spielt, aber sie hat mich angenehm überrascht. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass Katherine Arden nach der Schule ein Jahr in Moskau verbracht und anschließend unter anderem Russisch studiert hat.

    Vorgelesen wird die Geschichte von Kathleen Gati, einer Kanadierin, deren Eltern aus Ungarn stammten. Ob sie selbst so einen starken osteuropäischen Akzent hat oder ihn sich antrainiert hat, weiß ich nicht, aber er gibt der Geschichte auf jeden Fall eine passende Note. Die Handlung war mir persönlich zu langatmig, aber da sie sehr märchenhaft und auch spannend, die ewige winterliche Atmosphäre sehr eindringlich beschrieben ist, war es ganz nett, das Hörbuch zu hören.

    Es ist zwar der erste Teil einer Trilogie, aber da die Story in sich abgeschlossen ist, kann man sie auch einzeln lesen bzw. hören. Ich werde diese Trilogie aber nicht weiter verfolgen.

  15. Cover des Buches Future (ISBN: 9783453317581)
    Dmitry Glukhovsky

    Future

     (37)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn
    Das Leben in Europa, so wie wir es kennen, existiert in der Zukunft nicht mehr. Der Kontinent ist zu einer einzigen großen Stadt  zusammengewachsen, die maßlos überbevölkert ist. Der Mensch hat es nämlich geschafft, den Tod zu übergehen. Wohnraum ist in der gigantischen Metropole so gut wie gar nicht mehr vorhanden - einzige Möglichkeit: Wohntürme, die in den Himmel ragen. In den oberen Stockwerken leben die Reichen und Mächtigen, während die Mehrheit in den unternen Ebenen ihr Dasein fristet. Auch wenn die Menschen ewig jung und gesund bleiben, haben einige den Wunsch Nachwuchs zu bekommen. Doch dieser ist streng reglementiert und der Preis dafür ist hoch - das Leben eines Elternteils gegen das des Kindes. 
    In dieser Zukunft lebt Jan Nachtigall, Mitglied einer Sondereinheit des Sicherheitsministeriums, die über die Einhaltung der Fortpflanzungsgesetze wacht. Seine Aufgabe besteht darin illegale Kinder und nicht gemeldete Schwangerschaften aufzuspüren. Eines Tages bekommt er einen Sonderauftrag, der als Sprungbrett für seine Karriere dient. Doch leider läuft die Mission nicht nach Plan und Jan ist kurz darauf selbst auf der Flucht...

    Der Klappentext klingt interessant und hat mehr versprochen als gehalten. Der Protagonist Jan Nachtigall ist gewalttätig, vulgär und äußerst unsympathisch. Viele seine Entscheidungen sind fragwürdig, da er sich selbst oft widerspricht. Die Szene, in der die Kirche als Bordell missbraucht wird, ist für mich ein absolutes No-Go.
    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und man kommt schnell voran, wenn man sich motivieren kann weiterzulesen. Viele Textpassagen werden öfters wiederholt und streckenweise ist der Roman langatmig. Die Geschichte hätte man ohne Bedenken um paar hundert Seiten kürzen können.

    Die Erwartungen an das Buch waren hoch, allerdings wurde ich bitter enttäuscht.
  16. Cover des Buches Picknick am Wegesrand (ISBN: 9783518371701)
    Arkadi und Boris Strugatzki

    Picknick am Wegesrand

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Besprechung geht's hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-y9jaw-101ceec

     Vorsicht Spoiler!

  17. Cover des Buches Kain und Abel (ISBN: 9783837140804)
    Jeffrey Archer

    Kain und Abel

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    In diesem Buch, respektive Hörbuch, wird die Lebensgeschichte zweier Männer und ihrer Familien erzählt. Die Story spielt von anfangs 20 Jahrhundert bis in die 1960er Jahre. Abel ist ein Findling, der größtenteils unter sehr ärmlichen Verhältnissen in Polen auf dem Gut eines Barons aufwächst und auf abenteuerliche Weise in den Kriegswirren seinen Weg in die USA findet. Dort verwirklicht er den amerikanischen Traum und wird ein erfolgreicher Geschäftsmann. Kain ist Sohn eines reichen Bankiers aus Boston und wird selbst ein erfolgreicher Bankier. In der Geschichte der beiden Männer gibt es zufällige Berührungspunkte, die zu einer lebenslangen Spannung zwischen den Beiden ursprünglich aus so unterschiedlichen kommenden Milieus führt.

    Mir hat dieses spannende Hörbuch sehr gut gefallen, da erstens die Story wirklich gut ist, und da zweitens die Charakteren der beiden Männer sehr interessant gestaltet sind. Das Buch bietet gute Unterhaltung und gibt für mich einen guten Einblick in die damalige Zeit. Die lebendig gehaltene Geschichte konnte mich überzeugen und die faszinierenden Welten von Kain und Abel entführen.

    Fazit: Eindeutige Hörempfehlung


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  18. Cover des Buches CRAVING FOR LUST: THE MELTING POT (ISBN: B08QW49C2G)
    Mara Harte

    CRAVING FOR LUST: THE MELTING POT

     (25)
    Aktuelle Rezension von: thatsmybooklife

    Rezension zu „Craving for Lust“ von Mara Harte (The Melting Pot 1 von 3)

    Klappentext:

    CRAVING FOR LUST - Der Auftakt der THE MELTING POT-Reihe von Mara Harte
    Ein heißer Russe.
    Ein Toter in einem Swingerclub.
    Ylsa Fayette kämpft in San Francisco als Mediatorin für Gerechtigkeit und mehr Miteinander. In ihrem Job agiert sie selbstbewusst und unnahbar.
    Dann begegnet sie Aleksandr Sorokin. Der Russe ist so ganz anders als all die Männer, mit denen Ylsa es bisher zu tun hatte. Ein harter Kerl, Inhaber des Swingerclubs »THE MELTING POT« und mit Verbindungen zur russischen Mafia.
    Sie stürzen sich in eine leidenschaftliche Affäre voller Sehnsüchte und Verlangen.
    Aber es gibt dunkle Mächte, die weder Ylsa noch Aleks ihr Glück gönnen.
    Ylsa wird bedroht und muss um ihr Leben bangen.
     Und Aleks? Welches düstere Geheimnis umgibt ihn?

    Meine Meinung:

    Der Moment, wenn man sich an einem Sonntagabend denkt „Hey, lies doch einfach mal in             -Craving for lust- von Mara Harte rein“ und auf einen Schlag gleich mal 50% liest, obwohl man ins Bett sollte. Ich würde sagen, dann hat sich das ganz klar gelohnt.

    Mit Ylsa hat sie eine außergewöhnliche Protagonistin geschaffen, die für ihren Job als Mediatorin lebt. Selbstbewusst vertritt sie ihre Meinung und ihre Mandanten. Doch als sie von ihrer besten Freundin einen neuen Mandanten bekommt, ist plötzlich alles ein klein wenig anders. 

    Denn Aleks Sorokin ist die Art von Mann, der sie schwach werden lässt und ihr Herz zum Beben bringt. Als sie dann mit ihm in die Welt des „Melting Pot“ eintaucht, ist es um sie geschehen. 

    Ab hier beginnt ganz klar der heiße Teil der Geschichte und es wird mehr als prickelnd. Ein feuchtes Höschen ist da garantiert beim Lesen. 

    Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Ylsa befindet sich in großer Gefahr und ahnt gar nicht, wer dahintersteckt. 

    Mara’s Schreibstil ist auch in dieser Geschichte einfach Mara! Flüssig, heiß, spannend und wundervoll im Fluss zu lesen. 

    Einen Besuch im „Melting Pot“ kann ich euch also nur empfehlen. 

    5 von 5 Vodka

  19. Cover des Buches Kukolka (ISBN: 9783746635392)
    Lana Lux

    Kukolka

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Dearestbooks

    Diesen Roman habe ich in knapp 3 Tagen weggeatmet. (Triggerwarnung: es kommt sexuelle Gewalt, wie Vergewaltigung, und Gewalt Szenen  vor sowie auch antiziganismus.)

    Samira lebt in der Ukraine und rennt weg aus dem Heim, in dem sie lebt seit dem sie sich erinnern kann. Hier beginnt ihre gefühlt unendliche Reise die sich in 3 Teile teilt im Buch. Ihr größter Traum: endlich nach Deutschland zu fahren zu Marina! 

    Dieser Traum wird überschattet von der schrecklichen Leidensgeschichte dieses kleinen Mädchens und aus ihrer Perspektive erzählt nimmt es einen noch mehr mit. 

    Der Leser ist dabei, wie samira allmählich erwachsen wird und die Welt irgendwie zu begreifen scheint und irgendwie sich ihre eigene Realität schafft aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse. Während man selbst zusammen zuckt, was dem Mädchen alles passiert und mit welch einer Naivität alles geschildert wird, versucht Samira mit ihren Barbies zu spielen aber auch sich wie eine Erwachsene zu benehmen. So merkt man schnell dass hier ein naives Kind spricht, welches keine Kindheit hatte und einfach erwachsen sein musste mit 7.


    Auch viele Stationen von Samiras leben haben mich an die Ukraine zurück erinnert, wie die alten Lieder einer bestimmten Sängerin oder einfach die Mentalität die sie später mit der der Deutschen vergleicht. Ich bin damals 1999 auch aus der Ukraine nach Deutschland gekommen, natürlich in einem ganz anderen Kontext, behütet und in Begleitung meiner Familie. 

    Ich war sehr emotional berührt und habe ständig mit gefiebert beim lesen, dass es doch noch ein Happy End geben muss für so einen starken Charakter!

  20. Cover des Buches Wächter des Zwielichts (ISBN: 9783453316201)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Zwielichts

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Zwielicht – das beschriebt die Welt am besten, in die der Autor seine Leserschaft verfrachtet. Alles wirkt leicht düster und beklemmend. Niemandem, egal wie freundlich, ist zu trauen. Ein permanentes Gefühl von zuschnappenden Fallen und boshaften Intrigen hat mich beim Lesen begleitet. Das Buch ist, wie gewohnt, in drei Teile aufgesplittet, deren einzelnen Geschichten am Ende brillant miteinander verwoben werden.

    Das, was Lukianenko hier abliefert, ist wie in den ersten beiden Büchern, ganz hohe Kunst. Keinesfalls fällt dieser Band gegenüber den ersten beiden ab, sondern setzt die Geschichte eindrucksvoll fort.

    Der Stil ist fesselnd und hat mich das Buch fast nicht aus der Hand legen lassen. Wer die Wächter-Reihe nicht kennt, sich einer urbanen Fantasygeschichte gegenüber aufgeschlossen zeigt und schon immer mal eine andere, düstere und zwielichtige Seite Russlands kennenlernen wollte, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  21. Cover des Buches Sternenschatten (ISBN: 9783453525535)
    Sergej Lukianenko

    Sternenschatten

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    In diesen beiden zusammengehörenden Büchern macht Autor Sergej Lukianenko genau das, was die Sci-Fi so ausgezeichnet kann: anhand einer zukünftigen Welt und ferner Planeten über unsere eigene Welt reflektieren.

    Die Titel, die eigentlich ein einziges Buch darstellen, sollten man am besten nahe aufeinander folgend gelesen werden, damit man als Leser nicht den Bezug zu dieser Welt verliert. Getrennt lesen geht hier fast nicht, da sie ein Ganzes bilden. Band eins hätte ansonsten kein richtig befriedigendes Ende und Band zwei wäre sehr schwer verständlich.

    "Sternenspiel" und "Sternenschatten" sind nicht das, was man typischerweise unter Sci-Fi versteht. Oh, es gibt Aliens, fremde Planeten und selbstverständlich geht um die Rettung der Erde, doch sind diese Bücher enorm philosophisch und nachdenklich. Wer Schlachten im Sinne von "Star Wars" erwartet, wird mit dieser in sich gekehrten, eher ruhigen Geschichte wahrscheinlich wenig anfangen können, obwohl es natürlich auch zu Kampfszenen kommt.

    Pjotr macht enorme Entwicklungen und Veränderungen durch, immer wieder stellt er sich selbst und seine Welt in Frage, hintersinnt, kommt zu einem Entschluss, nur um sich dann zu fragen, ob das richtig wäre. Doch wirkt er dabei nicht wankelmütig, sondern eher verhält es sich so, dass Pjotr dermassen oft mit anderen Ansichten und neuem Gedankengut konfrontiert wird, dass er stets seine eigene Sichtweise überdenken muss.

    Auch der Leser wird in diese Gedanken Pjotrs hineingezogen. Zwar fragt er sich selbst, doch der Leser kommt nicht umhin, für sich selbst Antworten finden zu müssen. Im Gegensatz zu Pjotr können wir dies jedoch in aller Seelenruhe tun, während stets in Situationen steckt, in denen er rasch handeln muss. Mehr als einmal steht dabei sein Leben auf dem Spiel. Und damit natürlich auch immer das Schicksal des Planeten Erde.

    Ich fand mich oft staunend wieder, ab der unerwarteten Tiefe, die diese Bücher aufweisen. Einige Szenen haben sich unwiederbringlich im mein Gedächtnis gebrannt. So etwa der alte Historiker, der in ein Arbeitslager geschickt wurde, weil er zu tief nach der Wahrheit gesucht und diese dann eben auch gefunden hat. Eine Wahrheit, die keiner wissen möchte. Dies spielte auf einem fernen Planeten, klingt aber dennoch irgendwie bekannt, nicht wahr? Ebenso die Aufteilung aller Lebewesen in starke und schwache Rassen lässt uns aufhorchen. Die Geschichte der Menschheit intergalaktisch verpackt.

    Dabei sind die Werke nicht nur tiefgründig, sondern auch sehr komplex aufgebaut. Ebenfalls ein Grund, beide Bände möglichst zeitnah zu lesen. Details spielen hier eine wichtige Rolle und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich wirklich alles verstanden habe, was Lukianenko uns mitteilen wollte. Wahrscheinlich eher nicht, die "Sternen-"Bücher schreien geradezu nach einem Re-Read.

    Lukianenko hat ein weiteres Mal sein Können bewiesen und Welten und Wesen geschaffen, die mir völlig neu waren. Die Bücher haben mich in ihren Bann gezogen, mich (heraus)gefordert und vollkommen für sich eingenommen.

    Ausserdem habe ich im Reptiloid Karel eine neue Lieblingsfigur gefunden.
  22. Cover des Buches Nach Onkalo (ISBN: 9783827013149)
    Kerstin Preiwuß

    Nach Onkalo

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Matuschek ist allein. Die ungewohnte Stille macht ihm zu schaffen. "Es gibt keine Geräusche mehr außer seinen." Eigentlich hätte sie längst mit dem Besenstiel an die Decke klopfen müssen. Verschlafen hat er deshalb, und das Frühstück ist auch noch nicht fertig. Die Heizung ist kalt und ein Anflug von Panik macht sich breit.

    Die gewohnte Ordnung der Dinge ist erheblich gestört. Vierzig Jahre alt ist er und wohnt immer noch bei seiner Mutter. Seine Sachen für die Arbeit sind nicht gepackt und die Tauben auch noch nicht gefüttert. Stattdessen liegt sie im Bett, "macht aber immer noch keine Anstalten aufzustehen...".

    Matuschek versteht das nicht. Deshalb geht er rüber zum Russen, obwohl er nicht weiß, was er ihm sagen soll. Igor versteht ihn trotzdem und kommt mit in sein Haus. Matuscheks Mutter ist tot. Einfach so gestorben. Ohne Warnung und Vorzeichen.

    Kerstin Preiwuß schildert mit einfachen Worten ein ebenso einfaches Leben, erzielt damit aber eine große Wirkung und Nachhaltigkeit. "Nach Onkalo" ist wie ein Film mit langen Einstellungen und kommt ohne jede Spezialeffekte aus. Die braucht es auch nicht, denn mit ihren simplen Sprachkonstruktionen weiß sie zu berühren und das Leben an wesentlichen Punkten zu treffen.

    Matuschek ist kein großer, starker Held. Er sehnt sich wie jeder Mensch nach Glück, doch in wesentlich kleinerem Rahmen. Bescheidenheit ist für ihn eine ganz normale Sache. Zum Leben braucht es nicht viel. Mit Irina, der Cousine von Igors Frau, viel Sonne und den frisch aufgebackenen Brötchen vom Vortag scheint sein Glück ganz aktuell besiegelt zu sein.

    Die Autorin zelebriert kein großes Theater. Im kleinen Rahmen sieht sie keinen Platz für verschachtelte Weisheiten und komplizierte, existenzielle Suchspiele. Wenn Matuschek einmal tot ist, will er "ins Wasser zu den Fischen", nicht auf den Friedhof. "Teuer ist das und für nichts."

    "Die ersten Wochen nach Mutter" gestalten sich schwierig. Unlösbar scheint das zunächst alles zu sein. Doch manchmal ist die Lösung einfacher als man denkt. Igor meint, dass man Dinge aussprechen muss, "damit sie vor einem stehen und man ihnen in die Augen sehen kann". Ob das vielleicht ein Weg ist?

    So ein Buch ist ein Glücksfall. Die Geschichte von Matuschek und einer handverlesenen Auswahl von Nebenfiguren, wie er selbst eine ist, erzählt vom Leben am Rand der Welt. Man müsste einmal den Inhalt von Bücherregalen prüfen. Vielleicht sollten die ganzen halben Sachen raus und Perlen wie "Nach Onkalo" hinein.
  23. Cover des Buches Ein einziges Geheimnis (ISBN: 9783736309685)
    Simona Ahrnstedt

    Ein einziges Geheimnis

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1999

    Alexander de la Grip ist bekannt für sein Aussehen und seine Frauengeschichten. Isobel Sorenson ist Ärztin, welche sich in gefährliche Kriegsgebiete gibt, um dort Menschen zu helfen. Die beiden treffen aufeinander, als Isobel Geld für ihre Hilfsorganisation braucht, welches Alexander im Überfluss hat. Die beiden kommen sich nach und nach näher und Isobel merkt, dass Alexanders Verhalten nur Fassade ist.

    Das Buch umfasst 669 Seiten. Es handelt sich um den zweiten Teil der Reihe. Dieser kann jedoch auch unabhängig der anderen Teile gelesen werden. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Neben Alexander und Isobels Perspektive gibt es auch noch die von Alexanders Familie und Bekannten. Das gefällt mir sehr gut, da man hier auch noch etwas von Natalia, Alexanders Schwester, und David mitbekommt, welche im ersten Teil die beiden Hauptcharaktere waren. Schade finde ich, dass Peters Liebesgeschichte, der Bruder von Alexander, hier auch abgehandelt wird. Über ihn hätte ich mir gerne den dritten Band gewünscht.

    Die Geschichte ist sehr gutgeschrieben und ich war von Anfang an drin. Isobel war mir sehr sympathisch, doch auch Alexander gefiel mir charakterlich gut. Man erfuhr hier so viel mehr über ihn und was in ihm vorgeht. Die Beziehung die sich zwischen den beiden entwickelt, hat mir gut gefallen. Ich konnte Isobels Abneigung ihm gegenüber nachvollziehen und kann mir vorstellen, dass es wohl vielen Frauen so gegangen wäre, die auf der Suche nach etwas Echtem sind. 

    Der Schluss gefiel mir sehr gut. Als Alexander Isobel zu Hilfe kam, hat Isobel gemerkt wie wichtig er ihr ist. Allgemein eine klare Leseempfehlung.

  24. Cover des Buches Der Zauberer der Smaragdenstadt (ISBN: 9783596809776)
    Alexander Wolkow

    Der Zauberer der Smaragdenstadt

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Krimine
    Nachdem Elli durch einen Wirbelsturm in ein fremdes Land gerät, ist der Schreck riesengroß. Plötzlich weiß sie nicht mehr, wo sie genau ist und wie sie nach Hause kommen soll. Deshalb macht sie sich gemeinsam mit ihrem kleinen Hund Toto auf den Weg in die Smaragdenstadt, wo der Zauberer Goodwin wohnt. Dabei ist sie nicht die Einzige, die auf die geheimnisvolle Kraft des bekannten Magiers vertraut. Auch eine Vogelscheuche, die ohne Gehirn leben muss, ein Eiserner Holzfäller, dem ein Herz fehlt und ein Löwe, der schrecklich ängstlich ist, begleiten sie dorthin. Doch anstatt nach dem beschwerlichen Weg ihre Wünsche zu erfüllen, verlangt Goodwin von ihnen, dass sie das Violette Land von der bösen Hexe Bastinda befreien.

    "Der Zauberer der Smaragdenstadt" ist eine Nachdichtung von "Der Zauberer von Oz". Einem Kinderbuch, das von dem amerikanischen Autor Lyman Frank Baum stammt und im Jahr 1900 unter dem Originaltitel "The Wonderful Wizard of Oz" veröffentlicht worden ist. Und während im einstigen Original das Mädchen Dorothy Gale und ihr kleiner Hund Toto gemeinsam mit ihren neu gewonnen Freunden turbulente Abenteuer durchleben, sind es bei Alexander Wolkows Nachdichtung Elli und Totoschka, die auf eine gefährliche Reise zum Palast des Zauberers gehen. Dabei treffen sie auf eine Vielzahl von Fabelwesen, Säbelzahntiger und Menschenfresser, die oft nichts Gutes in Schilde führen. Aber auch seltsame Völker kreuzen ihren Weg, wie die kleinen Käuer, die im blauen Land wohnen oder die Schwätzer, die im Rosa Land zu Hause sind.

    Bereits im Jahr 1964 als deutsche Erstausgabe erschienen, verzauberte das kindgerechte Fantasymärchen Groß und Klein. Durch die Vielfalt an Figuren, ihre absonderlichen Fähigkeiten und der nicht vorhersehbaren Abenteuer ist die Spannung durchgängig hoch, während es immer wieder neue und vor allem seltsame Dinge zu entdecken gibt. Eine wunderbar fantasieanregende Geschichte, deren Hype bis heute anhält und die immer wieder als Vorlage für neue Verfilmungen und Geschichten dient. Hinzu kommen eine kindgerechte Sprache, nachvollziehbare Handlungsweisen und eine liebevoll gezeichnete Bebilderung, die dafür Sorge tragen, dass die Abenteuer von Elli und ihren Freunden nicht so schnell vergessen sind.

    Fazit:
    Eine zauberhafte Fantasygeschichte für Groß und Klein.

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