Bücher mit dem Tag "russische literatur"

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255 Bücher

  1. Cover des Buches Metro 2033 (ISBN: 9783453529687)
    Dmitry Glukhovsky

    Metro 2033

     (599)
    Aktuelle Rezension von: Kathi92

    Ich bin mit viel Begeisterung an das Buch herangegangen, da ich das Thema sehr interessant und spannend finde.

    Leider breche ich jetzt nach ca. 200 Seiten erstmal ab. Der Schreibstil ist gar nicht meins, ich finde es sehr anstrengend und gar nicht flüssig zu lesen. Zudem stören mich die ewig langen Dialoge, der Redefluss eines Charakters nimmt gerne mal 1-2 Seiten in Anspruch und gleicht eher einem Monolog.

    Wenn ich doch nochmal die Muse finde, gebe ich dem Buch vielleicht nochmal eine Chance. Aber jetzt bin ich erstmal ziemlich genervt und lege es ganz hinten in den Schrank. Schade drum


  2. Cover des Buches Rote Kreuze (ISBN: 9783257071245)
    Sasha Filipenko

    Rote Kreuze

     (168)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Kreuze ziehen sich in abgewandelten Formen durch das ganze Buch. Es sind nicht nur die kleinen roten Kreuze, welche die 91jährige Tatjana Alexejewna zur Orientierung an Türen malt, weil sie an beginnendem Alzheimer leidet. Das Rote Kreuz als Organisation wird für sie zum Auslöser einer großen Last, die ihr Gewissen jahrzehntelang plagt. Als Übersetzerin  des NKID, des "Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten", landen während des 2. Weltkriegs zahlreiche Briefe des Internationalen Roten Kreuzes auf ihrem Schreibtisch, die den Austausch von Kriegsgefangenen vorschlagen. Auf einer der Listen mit den Namen sowjetischer gefangener Soldaten entdeckt Tatjana auch den ihres Mannes und löscht ihn, um ihn und ihre kleine Familie zu schützen; denn als mögliche Vaterlandsverräter sind sie alle gefährdet.

    Genau wie es Tatjana leicht gelingt, ihren jungen Nachbarn Alexander mit der Erzählung   ihres Schicksals während und nach der Stalinära zu faszinieren, versteht es Filipenko ganz wunderbar, seine Leser in das Leben seiner Protagonistin hineinzuziehen. So werden wir Zeugen eines langen wechselhaften Lebenslaufs, der von Unglück und Verlust geprägt ist.

    Das Kreuz als Symbol für Schmerz und Leid  -  Tatjanas Stärke zeigt sich in dem Willen, die  Schicksalsschläge zu überleben. Mit bitterem Humor und viel Sarkasmus trägt sie ihr Kreuz und findet einen neuen Sinn darin, andere Frauen, die von der Willkür des Stalinsystems betroffen sind, zu unterstützen  -  eine beeindruckende Zeitzeugin, die sich darum bemüht, die vielen Opfer jener Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

     

  3. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)
    Sven Michaelsen

    Schuld und Sühne

     (485)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Zuerst möchte ich sagen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe. Ob das eine gute Entscheidung war? Das musst du natürlich selbst entscheiden, es ist aber gar nicht so einfach, eine passende Vertonung zu finden.  Ich habe eine gefunden, mit der ich mich gut arrangieren konnte. Denn ihr könnt euch sicher denken, dass es min. ein Monatsvorhaben ist. Ich glaube, ich war zwei beschäftigt. Mit einer nervigen Stimme sicher kein spaßiges Vergnügen. Wer das Buch aber intensiv lesen möchte, dazu gehört meiner Meinung nach auch, sich Bemerkungen am Rand zu machen, der sollte es lieber gleich selbst lesen. Ich habe viel mitbekommen, aber manchmal bin ich auch mit den Gedanken abgeschweift. 

    Ganz ehrlich: Es ist kein Klassiker, den ich bedingungslos weiterempfehle oder den man meiner Meinung nach gelesen haben muss. Es gilt als der Ur-Krimi. Ich bezweifle das. Das fängt schon dabei an, dass es eher ein Psychothriller ist, der aufzeichnet, wie die Gewissensbisse den Mörder auffressen. Da der Erzähler auktorial ist, können die einzelnen Figuren bis in die hintersten Ecken durchleuchtet werden. Was in ihnen vorgeht, wissen die Leser*innen sofort. Es geht also nicht per se um die Ermittlungen, sondern darum, ob Raskolnikow ungestraft davonkommt. 

    Eine andere Besonderheit des Romans sind die vielen gesellschaftlichen Themen, die mitmischen, allen voran die Theorie über die Polarität der Menschheit in Große und weniger wertvolle. Aber das hat mich persönlich jetzt nicht sonderlich inspiriert, weil ich die Theorie nicht für tragfähig und deswegen auch für bedeutungslos halte. Zu sehen, dass Raskolnikow daran scheitert, sie zu bestätigen, hat mich keineswegs überrascht. Es ist wohl eher eine Ermessenssache, dass manche Morde aufgrund deren (positiver) Wirkung in den Hintergrund geraten und ungestraft davon kommen. Die meisten von uns, wenn sie sich die Taten vor Augen führen, werden sie aber doch wohl trotzdem verurteilen. Vielleicht bin ich da aber auch zu optimistisch. Man sollte den Roman auch nicht aus dem räumlichen und zeitlichen Kontext seiner Entstehung heben. Für mich klang es jedenfalls an manchen Stellen ziemlich aus der Luft gegriffen. Das durchgängige geisteswissenschaftliche Geplätscher (Die Hinzunahme vieler verschiedener Diskurse von Politik über Philosophie bis hin zu Psychologie) erinnert stark an Dostojewski erinnert stark an seinen Kollegen Tolstoi. Von beiden russischen Autoren habe ich bis jetzt nur ein Werk gelesen, weswegen es schwer fällt, die Beobachtungen zu verallgemeinern. Aber Tolstoi konnte mich besser unterhalten. Bei ihm habe ich mehr Witz vorgefunden und in der Düsternis der gläsernen Figuren (beide schaffen es, dass man sich in die verschiedensten Personen hineinversetzen und ihre Schwächen erkennen kann) ist auch mehr Wärme übrig geblieben. Schwierig machen es einem beide, was die Namen angeht, besonders für den ungeübten. Wer bitteschön hat sich das russische Namensystem ausgedacht?

    Das Ende von Schuld und Sühne war auch gar nicht mein Fall. Wenn ich ihm auch lassen muss, dass es gar nicht mal so einfach ist, am Ende die Frage zu beantworten, ob er denn nun gerecht gestraft wurde oder nicht. Fast alle Diskussionen im Buch haben mit dieser Schlüsselfrage irgendwie zu tun, weswegen ich schon sagen würde, dass es sich als Schullektüre eignete, wenn es nicht so dick wäre. Sprachlich ist es auch gut lesbar. Aber genauso gut kann man meiner Meinung nach auch Das Parfum von Süsskind oder Der Prozess von Kafka lesen. Auch Der Richter und sein Henker von Dürrenmatt wären thematisch eine gute Alternative. Das einzige Argument, das für mich für Dostojewski sprechen würde, wäre die besondere psychologische Innensicht und die auktoriale Erzählhaltung. Vielleicht sollte ich noch mehr von ihm lesen, um ein besseres Urteil zu fällen.

  4. Cover des Buches Wächter der Nacht (ISBN: 9783453316188)
    Sergej Lukianenko

    Wächter der Nacht

     (954)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Bereits länger bin ich um die Wächterreihe herumgeschlichen. Jetzt ergab sich endlich die Gelegenheit Wächter der Nacht zu lesen und ich muss sagen, ich bin begeistert.

    Dem Autor gelingt es gekonnt Vampire, Magier, Hexen, Zauberer, Tierwesen und vieles mehr in unserer realen Welt anzusiedeln. Hauptschauplatz ist in diesem Fall Moskau und der Fokus liegt auf der Nachtwache. Jene Lichten, wie sie genannt werden, sind dafür zuständig die Wesen der Nacht zu kontrollieren und ihr Verhalten wenn nötig im Zaum zu halten.

    Gleich zu beginn bekommt es der Hauptprotagonist Anton mit einer zunächst unscheinbaren Frau und einem Jungen zu tun. Beides mag auf den ersten Blick keinen Zusammenhang  besitzen, entwickelt sich jedoch im weiteren Verlauf der Geschichte zu einem immer wiederkehrenden Knoten, der vom Autor nur mit ganz leichten Unterbrechungen ausgeschmückt wird.

    Was man jedoch auch sagen muss ist, dass die Gedankengänge der Figuren oftmals sprunghaft von Statten gehen. Manchmal auch fürs Lesen schlicht zu schnell und so dauert es doch auch, bis man hinter die eigentlichen Beweggründe der Wächter der Nacht und ihrem Chef kommt. Zeitgleich verleitet es genau darum beständig weiterzulesen, da man auf viele offene Fragen eine Antwort erhalten will und sie nach und nach präsentiert bekommt.


    Fazit: In diesem Buch tummeln sich die verschiedensten Wesen angefangen beim klassischen Vampir bishin zur Hexe. Man findet recht schnell seine Lieblinge und ist gespannt darauf, wie es im Storyverlauf weitergeht.

  5. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (472)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Mit jugendlichen Optimismus begann ich diesen historischen Roman zu lesen. Zuvor vorsorglich Block und Stift bereit gelegt, was sich als klug erwies.
    Dieser Roman ist in vier Bücher aufgegliedert. Die Themen die darin aufgegriffen werden sind der Krieg zwischen 1805-1812 und deren Feldzüge und Strategien, die gesellschaftlichen Stellungen in der höheren angesehenen Aristokratie, Heiratspolitik und viel Poesie.
    Ich kam mir beim lesen zeitweise vor als wäre ich mit dabei in diesen Roman. Ob es sich um die gesellschaftlichen Ebenen und Verstrickungen handelte, oder auf dem wild umkämpften Schlachtfelder ging, mein Kopfkino war auf Empfang.
    Bei manchen Kapiteln machte ich Pausen um das gelesene sacken zu lassen. Nicht deswegen dass ich es nicht verstanden hätte, sondern wegen dem Schreibstil. Ich konnte mich daher gut in die Geschichten hinein versetzen. Auch die Protagonisten waren plastisch gut beschrieben.
    Vor allem war es spannend mit zu erleben wie sich die Hauptprotagonisten entwickelten. Wer wurde mit wem verheiratet? Wer verstarb? Wie gefestigt wurde der jeweilige Charakter im laufe der Geschichte?
    Abgesehen das ich tagelang eine Pause einlegte beim Lesen, ja ich habe geschwächelt, da es phasenweise doch etwas langatmig ist, war es für mich eine grandiose Geschichte!

  6. Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)
    Vladimir Sorokin

    Der Schneesturm

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Mein allererstes Buch von einem Russen. Seit einer Zeit interessiere ich mich für die russische Literatur und bin auch zufällig auf dieses hier gestossen. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, wusste jedoch nicht, was mich erwarten würde. Nun, es war durchaus sehr skurril...

    Doktor Garin muss so schnell wie möglich in ein Dorf gelangen, um die Menschen zu impfen. Dort ist nämlich eine Krankheit ausgebrochen und er hat die Spritzen bei sich. Da es draussen jedoch eiskalt ist und der Schnee ununterbrochen fällt, findet er fast keine Möglichkeit irgendwie dorthin zu gelangen. Doch ein Fuhrmann erklärt sich bereit und nimmt ihn mit seinen Pferden mit. Auf ihrem Weg geschehen ein paar skurrile Ereignisse und die beiden scheinen wie nicht richtig voran zu kommen. Immer passiert etwas, als ob Gott nicht will, dass sie in das Dorf eintreffen. Oder ist es eher Russland selbst?

    Ich muss sagen, ich war zum Teil sehr verwundert, was sich hier alles abgespielt hat. Der Doktor und der Fuhrmann sind zwar sehr verschieden, aber versuchen dennoch miteinander klar zu kommen. Es gab durchaus sehr witzige Momente, vor allem wegen der Sprache. Dann gab es Momente, wo ich wirklich dämlich aus der Wäsche geschaut habe und gegen Ende fand ich es sogar etwas eklig. Dass Russland solche Schneestürme hat ist uns ja durchaus bekannt, aber wenn man wirklich miterlebt, was passieren kann, wenn man nicht weiterkommt, fängt man schon an darüber nachzudenken... Jedenfalls, hat mich das Buch eigentlich ganz gut unterhalten. Obwohl das Ende ziemlich plötzlich kam, ich hätte da schon mehr erwartet. Oder so ist der  Schreibstil des Autors, kann ja auch sein... Es war jetzt nicht der Knüller, aber durchaus ein interessantes, komisches, fragwürdiges und witziges Buch.

  7. Cover des Buches Weiße Nächte (ISBN: 9783458345343)
    Fjodor M. Dostojewski

    Weiße Nächte

     (175)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Ein Mann lernt eine Frau kennen.  Nicht auf klassische Weise. Viele Gedankenspiele und innere Zerrissenheit tragen beide mit sich.  Die Liebe zu Petersburg sowie zu seinen Charakteren wird deutlich. Es ist verträumt schön und gleichzeitig realistisch-traurig.

  8. Cover des Buches Der Idiot (ISBN: 9783596901869)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Idiot

     (270)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Beim Lesen habe ich mich des Öfteren gefragt: Wieso lese ich das eigentlich? Die vielen verschiedenen Hauptcharaktere, die je nach Situation, mit unterschiedlichen Namen angesprochen wurden, trugen zur allgemeinen Verwirrung bei. Dabei war jedoch die Erzählweise von Dostojewski erfrischend, weil facettenreich. Lebedew und der immer betrunkene, aber total geistreiche General, sind für mich Unikate, die das Geschehen belebten. Wegen denen wurde es nur phasenweise langweilig. Trotzdem ist sein Roman für mich viel zu lang geraten. 

    Dabei wurde die Stimmung von Dostojewski latent hochgehalten, jedoch konnte das Ende, dieses verheißungsvolle Versprechen einer großartigen Krönung,  nicht halten. Ich persönlich empfand nur wenig Freude am eigentlichen Geschehen. Auf der anderen Seiten waren aber die Gespräche der verschiedenen "Teilnehmer" immer humorvoll, philosophisch, gesellschaftskritisch und auch politisch relevant. 

    Übrigens taugte der Fürst nur wenig zum Sympathieträger, da er zwar wußte, was es hieß moralisch zu sein, Moral auch ausübte, sie aber am Ende, wenn es darauf ankommt, wieder verlor. 

    "Der Spieler" von Dostojewski war aber deutlich besser.

  9. Cover des Buches Auferstehung (ISBN: 9783423146555)
    Leo N. Tolstoi

    Auferstehung

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Shannon
    Um "Die Auferstehung" habe ich lange einen Bogen gemacht. Es gibt Schriftsteller in meinem Leben von denen ich immer noch ungelesene Bücher haben will - Tolstoi ist einer von ihnen. Er ist ein Meister. Ich könnte mich wochenlang in seinen Büchern verlieren.
    Nun gilt dieses Buch als schwierig. Nach der Lektüre liegt für mich auf der Hand wieso.
    Tolstoi setzt sich hier sehr lange und detailliert mit dem Thema Moral, Schuld, Sühne, Strafe und dem gesamten Justizsystem in seinem Land zu seiner Zeit auseinander. Das kann ermüdend sein, erlaubt aber auch Einblicke, die schockierend, mitleiderregend und aufrüttelnd sind.
    Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt. Reicher Adliger verführt junges Mündel seiner Tanten um sie anschließend fallen zu lassen. Das Mädchen ist schwanger und verliert das Kind, nicht aber das Stigma, das durch den Vorfall entstanden ist. Sie versucht einige Male Anschluss an die "anständige" Welt zu finden, scheitert aber immer an den Zudringlichkeiten der Männer bis sie sich diese schließlich zunutze macht und ihren Lebensunterhalt als Dirne verdient.
    Jahre später sitzt der Adlige als Geschworener eines Mordprozesses vor Gericht, erkennt in der Angeklagten die Gefallene und in sich die Ursache für ihren Fall. Nun findet eine moralische Wandlung statt. Unfähig die Mühlen der Justiz zugunsten der Angeklagten mahlen zu lassen, begleitet er die letztendlich Verurteilte auf ihrem Weg zur Zwangsarbeit in Sibirien.
    Auf diesem Weg schildert Tolstoi die Leiden der Gefangenen. Kurz hatte ich ihn im Verdacht alle Verurteilten und Gefangenen als unschuldig zu erklären, aber er macht doch hin und wieder klar, dass es durchaus zu Recht Verurteilte gibt, weist aber dennoch auf die Verantwortung der Gesellschaft und die Schuld derselbigen beim Verfall ihrer Mitglieder hin.
    Ich meine schon bei dem Werk das fortgeschrittene Alter des Autors herauslesen zu können. Er versucht meiner Meinung nach die im Laufe des Lebens erworbene Moral dem Leser schmackhaft zu machen. Ob ihm das gelingt, ist fraglich.
    Gold wert sind hingegen seine Einblicke in die russische Gesellschaft und die Lebensumstände in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Da beschenkt unsere Hauptfigur großzügig seine Bauern mit Land und die können so gar nichts damit anfangen, im Gegenteil, jammern und bemitleiden sich noch ob des Geschenks. Festgefahrenes lässt sich nicht in kurzer Zeit ändern.
    Auch die politischen Gefangenen bringt Tolstoi uns näher und diesen Aspekt fand ich ob der zukünftigen, aber bereits erahnten Geschehnisse später, doch sehr lesenswert.
    Vier Sterne gibt es von mir für diese stark moralisierende Geschichte, in der sicherlich das mit aller Eindringlichkeit dargebrachte Plädoyer für Russlands Unterschicht die Hauptrolle spielt.
  10. Cover des Buches Wächter des Tages (ISBN: 9783453316195)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Tages

     (512)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Wie bereits beim ersten Band, unterteilt sich dieses Buch in drei einzelne Geschichten, die jedoch spätestens in der dritten wieder miteinander verknüpft werden. Auch Inhalte des ersten Buches werden neu beleuchtet, weshalb ein Quereinstieg in diese komplexe Geschichte aus Intrigen und strategischen, das Schicksal beeinflussenden Handlungen nicht empfehlenswert ist.

    Dieses Buch beschäftigt sich vermehrt mit den Dunklen. Magier, Hexen, Tierwesen und Vampire, die in der Tagwache ihren Dienst ableisten und das Gegengewicht zu den Lichten Wesen der Nachtwache bilden. Ein Gleichgewicht, das durch geschickte Schachzüge beider Seiten aus den Fugen zu geraten droht und nur von der regulativ eingreifenden Inquisition und der zwischenweltlichen Existenzebene des Zwielichtes wieder ins Lot gebracht werden kann. Spannend, intrigant, um Ecken gedacht, manchmal verwirrend und letztlich doch wieder schlüssig. Eine klasse Fortsetzung des ersten Teils und ebenso empfehlenswert.

  11. Cover des Buches Solaris (ISBN: 9783518461310)
    Stanislaw Lem

    Solaris

     (296)
    Aktuelle Rezension von: Goldilocks

    Dieses Buch ist, wie der Titel der Rezension es auch sagt, etwas ganz anderes als ich normalerweise lese. Ich habe es in irgendeinem altem, verstaubtem Regal meiner Verwandten ausgegraben und wäre wahrscheinlich auch gar nicht neugierig geworden wenn es nicht vom Weltraum handeln würde. Denn Exoplaneten und Raumfahrten mag ich einfach sehr gerne. Dieses Buch sollte also einer meiner ersten Sci-Fi Romane werden (wenn man von Star Wars Fan-Fiction absieht).

    Tatsächlich ist dieses Buch 1961 erschienen, was man auch an der Sprache des Autors merkt. Die Idee für die Geschichte war mir selbst in ähnlicher Form, davor noch nie untergekommen. Es handelt von einem Planeten namens Solaris auf dem physikalische Gesetze anders funktionieren als man gewohnt ist. Die Menschen versuchen schon seit über einem Jahrhundert den Ozean der den ganzen Planeten bedeckt zu erforschen. Als der Wissenschaftler Kelvin auf der Raumstation eintrifft ist er noch nicht bereit für all das, was ihm wieder fahren wird.

    Am Anfang und auch während der Geschichte hatte ich keine Ahnung wie sie enden würde. Alles war möglich. Genauso wie auf Solaris alles möglich ist. Aber ich muss sagen, dass Ende hat mir gefallen. Ich fand es sehr passend und ein guter Abschluss.

    Insgesamt weiß ich nicht wirklich was ich von dem Buch halten soll. Es war verstörend, ein Bisschen spannend aber nicht direkt fesselnd. Insgesamt weiß ich nicht wirklich was ich von dem Buch halten soll. Es war verstörend, ein Bisschen spannend aber nicht direkt fesselnd. Man musste es nicht sofort weiterlesen aber Abschnitt für Abschnitt wollte man es dann doch beenden. Es passieren merkwürdige Dinge im Lauf der Geschichte und irgendwie hat es mich auch ein Bisschen an Schulliteratur erinnert. Teilweise war es auch anstrengend zu lesen da viel sehr genau beschrieben oder spekuliert wurde ohne die Handlung wirklich voran zu treiben. Ganz komische Mischung.

    Es war definitiv nicht schlecht. Nur irgendwie ist es sehr schwer zu beschreiben. Die Charaktere waren gut, manchmal gruselig, man wusste nicht was sie tuen werden, zum Teil nicht mal was sie empfinden. Mit der Solaris hat Stanislaw Lem wirklich eine Bühne geschaffen auf der alles möglich war. Auf einem fremden Planeten gibt es keine Gesetze und Regeln und das hat er ausgenutzt.

    Allem in allem gebe ich dem Buch vier von fünf Sternen. Das Buch steht ein Bisschen für sich, es gibt keinen Vergleich, deshalb fällt es mir schwer zu sagen wie viele Sterne es verdient hat. Drei oder fünf würden meiner Meinung nach genauso gut passen. Es nimmt einen mit auf eine ein Bisschen verstörende Reise die einen zum nachdenken bewegt.

  12. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

     (1.044)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein opulentes Stück Weltliteratur, das Leo Tolstoi mit seiner „Anna Karenina“ geschaffen hat. Und trotz der vielen Seiten, mit denen dieser Roman aufwartet, las er sich doch recht zügig.

    Streng genommen sollte das Buch nicht nur Anna Karenina heißen, geht es doch um zwei verschiedene Frauen, zwischen deren Leben die Handlung hin und herspringt. Kitty heißt das andere junge Mädchen, deren Leben und Leiden der Leser begleitet.

    Als Anna Karenina Alexej Wronskij kennenlernt, ist es um beide geschehen. Sie wird zur bekanntesten Ehebrecherin in der Weltliteratur. Doch das Leben ist nicht leicht im Russland der Zarenzeit. Frauen sind ohne ihre Männer nichts, haben keine Rechte und quasi keine Daseinsberechtigung. Sie erhalten „Taschengeld“ von ihren Ehemännern, um sich oder ihren Kindern etwas kaufen zu können. Auch haben sie keinerlei Rechte auf ihre eigenen Kinder, wenn es zum Ehebruch kommt. Und so leidet Anna einerseits unter dem Fehlen ihres Sohnes, andererseits unter ihrem verlorenen Leben. Doch solange Wronskij da ist, ist alles gut.

    Kitty hingegen lehnt den Heiratsantrag eines ihr lieben Menschen ab, da ihre Mutter eine bessere Partie vorgesehen hat, aus der dann jedoch nichts wird. Die Depression, in die das junge Mädchen stürzt, begleitet sie dann ihr weiteres Leben. Doch vielleicht ist noch eine Änderung der Lebensumstände möglich.

    Ein großes Werk, das wirklich nur ein paar kleinere Szenen hat, auf die man getrost verzichten könnte. Das Leben zur Zarenzeit wird wirklich sehr gut dargestellt und das Leben der Frauen authentisch erzählt.

    Mir tun sie vor allem Leid. Sie sind nichts, sie haben nichts und müssen es dann auch noch über sich ergehen lassen, dass das Fremdgehen ihrer Männer Normalität ist. Ich bin froh, selbst nicht in dieser Zeit in diesem Land leben zu müssen.

    Was ich als Manko herausstelle, sind die ganzen gefühlsduseligen und hysterischen Frauen. Klar, Tolstoi war ein Mann, aber offenbar stand seine Meinung über Frauen auch nicht gerade hoch im Kurs. Immer wieder schreiben, heulen und ewige Tränen. Als Alternative geht nur der Glanz in jedermanns Augen... Das fand ich etwas nervig, zumal Tolstoi dies inflationär eingesetzt hat. Und das, obwohl es fast nur prächtige und vorzügliche Menschen in diesem Roman gab.

    Dennoch: eine gute Geschichte, die man vielleicht einfach einmal im Leben lesen haben sollte. Ich werde Tolstoi auf jeden Fall noch mindestens ein Buch geben.

  13. Cover des Buches Das Phantom des Alexander Wolf (ISBN: 9783423143356)
    Gaito Gasdanow

    Das Phantom des Alexander Wolf

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Kapitel7

    Info vorab: Eine ausführlichere Version meiner Rezension ist auf meinem Blog erschienen: https://kapitel7.de/gaito-gasdanow-das-phantom-des-alexander-wolf/


    Das Phantom des Alexander Wolf zählt für mich zu den Büchern, bei denen man am Ende Schwierigkeiten hat, den einen Handlungsfaden nacherzählen zu können. Der Roman ist eine Momentaufnahme aus dem Leben der Protagonisten. Er baut keine Geschichte, er baut eine Atmosphäre.

    Diese Atmosphäre wirkt wie ein Sog. Ich bin beim Lesen geradezu durch die Seiten geflogen. Es gibt kaum welche von jenen Stellen, die sich dazu anbieten, das Buch zuzuklappen und am nächsten Tag weiterzulesen. Gasdanows Stil hat eine Melodie, die bis zum Ende trägt. Dadurch ist der Roman ein kurzweiliger Zeitvertreib, aber dennoch ist es schade, dass die Erinnerung daran am Ende so schnell verfliegt.

  14. Cover des Buches Lolita (ISBN: 9783644056312)
    Vladimir Nabokov

    Lolita

     (468)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky
    Synopsis:
    Humbert Humbert - scholar, aesthete and romantic - has fallen completely and utterly in love with Lolita Haze, his landlady's gum-snapping, silky skinned twelve-year-old daughter. Reluctantly agreeing to marry Mrs Haze just to be close to Lolita, Humbert suffers greatly in the pursuit of romance; but when Lo herself starts looking for attention elsewhere, he will carry her off on a desperate cross-country misadventure, all in the name of Love. Hilarious, flamboyant, heart-breaking and full of ingenious word play, Lolita is an immaculate, unforgettable masterpiece of obsession, delusion and lust.

    My thoughts and opinion:
    I was so excited to finally read this book. I've heard os much about it and wanted to see if it lived up to its standards. Aaaaaand ... I didn't like it. At all. I felt so uncomfortable reading this and probably won't pick it up again. (But then again, a lot of people love it so read it yourself to see whether you like or not :) )
  15. Cover des Buches Picknick am Wegesrand (ISBN: 9783518371701)
    Arkadi und Boris Strugatzki

    Picknick am Wegesrand

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Besprechung geht's hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-y9jaw-101ceec

     Vorsicht Spoiler!

  16. Cover des Buches Dshamilja (ISBN: 9783293005181)
    Tschingis Aitmatow

    Dshamilja

     (274)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Sehr gern bin ich dem Autor in die kirgisische Steppe gefolgt. Zu Beginn werden die Lebensumstände der Menschen zur damaligen Zeit beschrieben. Manches wirkt ziemlich fremdartig, da alte Traditionen eine wichtige Rolle im Zusammenleben der Menschen spielen. Doch die Zeiten ändern sich. Die Handlung spielt in der Zeit des 2. Weltkrieges und die Menschen stehen neuen Herausforderungen gegenüber. Die Menschen passen ihre Lebensweise dem an und insbesondere die jüngere Generation geht neue Wege.   

    Das Buch löst mit seinen wunderschönen Beschreibungen einen besonderen Zauber aus und um zu begeistern, braucht es nicht mehr Seiten. 


  17. Cover des Buches Der Meister und Margarita (ISBN: 9783844810295)
    Michail Bulgakow

    Der Meister und Margarita

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Curtis

    Zu dem Buch kann man nur eines sagen: Lesen!

    Ein absoluter Klassiker und nicht ganz einfach zu begreifen. Empfehle zusätzliche Hintergründe zum Buch zu recherchieren. Sehr spannend.

  18. Cover des Buches Wächter des Zwielichts (ISBN: 9783453316201)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Zwielichts

     (424)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Nachdem Band 2 aus meiner Sicht etwas schwächelte, überlegte ich länger, ob ich wirklich Teil 3 der Reihe beginnen sollte. Ich hatte einfach Angst vor noch einer Enttäuschung. Immerhin war Band 1 war wirklich eine Wucht und zeigte einmal auf, zu was das Fantasy-Genre noch fähig war. 


     


    Zum Glück entschied ich mich für dieses Buch, denn ansonsten hätte ich wohl diese absolut genialen Geschichten einfach so verpasst. Nach den Abenteuern auf der Seite der Tagwache war es jetzt ein richtiges Erlebnis noch tiefer in die Materie zu tauchen und dabei nicht nur alte Bekannte, sondern auch komplett neue Einsichten in diese Welt zu ergattern. 


     


    Wie auch bei den Vorgängern war das Buch in 3 Abschnitte unterteilt, welche unterschiedliche Geschichten erzählten, die aber miteinander verbunden waren. Dabei genoss ich vor allem wieder den russischen Flair, welcher für mich als Schauplatz immer noch etwas Aufregendes hat. Gerade wer sich noch nie mit russischen Gebräuchen auseinandersetzte, dürfte hier ein paar Sachen entdecken, die er noch nie gehört hat. Einzig die russischen Namen von Orten, Straßen & Co. werden für mich immer noch überlesen, da ich diese einfach nicht auseinander halten kann.


     


    Trotz der kleineren Sprachbarrieren las sich dieses Buch wieder äußert leicht. Lukianenko erschuf dabei eine ganz andere Art von Fantasy, auch wenn Figuren wie Hexen, Vampire oder Werwölfe jeder kennen dürfte. Aber die Mischung machte es und die war diesmal wieder äußerst spannend. 


     


    Dafür sorgten die 3 Abschnitte, welche sich diesmal um Antons Familie, aber auch um seinen alten Freund Kostja und um eine Hexe drehten, die äußerst mächtig war. Dabei stand ein zentrales Ziel im Vordergrund, welches ein legendäres Buch war. Der Weg bis dahin war auf jeden Fall ein packendes Abenteuer, was vor allem an den Einsichten in die verschiedenen Wachen lag. Daher rate ich die Bücher wirklich in der Reihe zu lesen, da man sonst mit einzelnen Charakteren oder Begriffen ins Straucheln kommen könnte. Ich hatte aber auf jeden Fall eine tolle Lesezeit und freue mich jetzt bereits auf den 4. Band.




    Trotz der kleineren russischen Sprachbarrieren, war dieser Band der Wächter-Saga wieder ein absolutes Lesehighlight. Die 3 Abenteuer des Buches waren toll aufeinander abgestimmt und zeigten zu was Fantasy so alles möglich ist. Dazu gab es wieder toll erstellte Charaktere, welche von bekannten Persönlichkeiten wie Anton und Kostja bis hin zu neuen unbekannten Figuren alles beherbergten. Hier hatte man wirklich alles richtig gemacht.

  19. Cover des Buches Die Sanfte (ISBN: 9783866475014)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Sanfte

     (66)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest
    Inhalt : Ein Pfandleiher steht vor der Leiche seiner Frau, die sich vor wenigen Stunden selbst ermordet hat und erinnert sich zurück an sein Leben mit ihr.
    Als 41-jähriger hat er die Not der damals nicht einmal 16-jährigen ausgenutzt, die von ihren zwei Tanten als Sklavin gehalten wurde und an einen widerwärtigen Krämer verheiratet werden sollte. Er hielt um ihre Hand an und somit entschied sich das Mädchen für das wohl kleinere Übel und nahm den Heiratsantrag an. Die Beziehung ist von Anfang an geprägt von Strenge und Schweigsamkeit und der Pfandleiher gibt zu, dass er sich seine Frau auf diese Weise erziehen wollte. Erst als es zu spät ist, werden ihm seine Fehler bewusst.

    Meine Meinung: Dieses schmale Büchlein besteht aus einem inneren Monolog des Pfandleihers, der die Beziehung zu seiner nun toten Frau überdenkt. Man erfährt, wie die Beiden sich kennen gelernt haben, wie sich die Beziehung entwickelt hat und wie es letztendlich zu dem Selbstmord der jungen Frau kam. Außerdem berichtet der Pfandleiher auch ein wenig aus seiner Vergangenheit - darüber, wie er zu seinem Beruf kam und was er in seinem Leben schon durchmachen musste.
    Am Anfang sind die Gedanken des Pfandleihers recht konfus, aber relativ schnell werden sie strukturierter und man kann besser folgen. Der Mann war mir nicht sympathisch, denn er gesteht, dass er in seiner Frau einen Freund gesucht hat, den er sich erziehen und besiegen muss. Er macht einen sehr selbstgerechten Eindruck und ihm scheint jegliche Wärme zu fehlen. Seine Frau und er wirken wie Fremde und die Wesensveränderung des Pfandleihers am Ende kam mir etwas plötzlich.
    Da ich mich etwas schwer getan habe, mich in den Pfandleiher hineinzuversetzen und seine Gedanken nachzuvollziehen, konnte mich das Buch nicht so richtig begeistern. Trotzdem mochte ich den Schreibstil, der gut verständlich war, aber natürlich trotzdem nicht ganz einfach, da es sich um ein sehr altes Buch (Erstausgabe 1876) handelt. Ich würde ihn als blumig und poetisch beschreiben.
    Auch wenn mich die Geschichte nicht ganz erreicht hat, ist sie doch aufwühlend und zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, Gefühle zu zeigen und nichts als selbstverständlich hinzunehmen.
  20. Cover des Buches Kukolka (ISBN: 9783746635392)
    Lana Lux

    Kukolka

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Dearestbooks

    Diesen Roman habe ich in knapp 3 Tagen weggeatmet. (Triggerwarnung: es kommt sexuelle Gewalt, wie Vergewaltigung, und Gewalt Szenen  vor sowie auch antiziganismus.)

    Samira lebt in der Ukraine und rennt weg aus dem Heim, in dem sie lebt seit dem sie sich erinnern kann. Hier beginnt ihre gefühlt unendliche Reise die sich in 3 Teile teilt im Buch. Ihr größter Traum: endlich nach Deutschland zu fahren zu Marina! 

    Dieser Traum wird überschattet von der schrecklichen Leidensgeschichte dieses kleinen Mädchens und aus ihrer Perspektive erzählt nimmt es einen noch mehr mit. 

    Der Leser ist dabei, wie samira allmählich erwachsen wird und die Welt irgendwie zu begreifen scheint und irgendwie sich ihre eigene Realität schafft aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse. Während man selbst zusammen zuckt, was dem Mädchen alles passiert und mit welch einer Naivität alles geschildert wird, versucht Samira mit ihren Barbies zu spielen aber auch sich wie eine Erwachsene zu benehmen. So merkt man schnell dass hier ein naives Kind spricht, welches keine Kindheit hatte und einfach erwachsen sein musste mit 7.


    Auch viele Stationen von Samiras leben haben mich an die Ukraine zurück erinnert, wie die alten Lieder einer bestimmten Sängerin oder einfach die Mentalität die sie später mit der der Deutschen vergleicht. Ich bin damals 1999 auch aus der Ukraine nach Deutschland gekommen, natürlich in einem ganz anderen Kontext, behütet und in Begleitung meiner Familie. 

    Ich war sehr emotional berührt und habe ständig mit gefiebert beim lesen, dass es doch noch ein Happy End geben muss für so einen starken Charakter!

  21. Cover des Buches Jewgeni Onegin (ISBN: 9783458342243)
    Alexander Puschkin

    Jewgeni Onegin

     (40)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Arme Leute (ISBN: 9783866479609)
    Fjodor M. Dostojewski

    Arme Leute

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Arme Leute (ISBN: 9783458338468)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Arme Leute

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Inhaltliche Geschmackssache, würde ich mal sagen. Das Buch ist in Form eines Briefwechsels zwischen dem älteren Dewuschkin und der jungen Warwara geschrieben - beide arm. Dostojewski beschreibt die monetäre Armut und schlechte gesellschaftlichen Zustände in St. Petersburg und zeitgleich den inneren Reichtum von Ausgegrenzten und Randgruppen. Es war schwer zu lesen, wie sich beide trotz eigener finanzieller Nöte immer wieder das Geld hin und her geschoben haben. Aber dieser Schreibstil in den Briefen, der war mir zu zuckersüß und gestelzt.

  24. Cover des Buches Ein Held unserer Zeit (ISBN: 9783257210064)
    Michail Lermontow

    Ein Held unserer Zeit

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    Michail Jurjewitsch Lermontow wurde am 15. Oktober 1814 in Moskau geboren. Er wuchs ohne seine Eltern auf dem Gut seiner Großmutter auf. Lermontow studierte an der Universität in Moskau und begann dort im Alter von 14 Jahren Gedichte zu schreiben. 1832 wurde er wegen Unstimmigkeiten mit den Professoren von der Universität ausgeschlossen und ging zum Militär. 
    1837 widmete er sein Gedicht "Der Tod des Dichters" dem russischen Nationaldichter Alexander Puschkin, der im Duell tödlich verletzt worden war. Daraufhin wurde er in den Kaukasus verbannt. 1838 durfte er nach St. Petersburg zurückkehren wurde aber wegen eines Duells erneut in den Kaukasus versetzt. Dort starb Lermontow am 27. Juli 1841 in einem Duell mit Nikolai Martynov. (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt:
    Der Ich-Erzähler trifft auf einer Reise im Kaukasus auf den Offizier Maxim Maximowitsch, der ihm von den gemeinsamen Abenteuern mit dem Protagonisten Gregorij Alexandrowitsch Petschorin erzählt. Maximowitsch ist außerdem im Besitz der Tagebücher Petschorins, die er dem Erzähler überlässt. Diese beschreiben Gedanken und Erlebnisse Petschorins. 

    Ich habe dieses Buch bereits 2011 schon einmal gelesen, konnte mich aber überhaupt nicht mehr an den Inhalt erinnern. Da ich es aber behalten habe, um es ein zweites Mal zu lesen, zeigt mir, dass mich das Buch damals schon beeindruckt hat. 
    Petschorin ist ein amoralischer, zynischer und egoistischer Protagonist, der nicht viele Sympathien aufkommen lässt. Der Titel "Ein Held unserer Zeit" ist durchaus ironisch zu verstehen. Aber die Geschichten faszinieren - zum einen durch den bildhaften und poetischen Erzählstil Lermontows, der die Szenerien so stimmungsvoll darstellt, dass der Leser quasi in die Geschichte hineinversetzt wird. Zum anderen wird die Zerrissenheit des Protagonisten beschrieben, die innere Leere und der Versuch dieses Vakuum mit Leben zu füllen. 

    "Ein prachtvolles Stück Erde, dieses Tal! Ringsherum unersteigbare Berge, rötliche Felsen mit grünem Efeu behangen und von Wipfeln der Platanen gekrönt, gelbe Bergstürze, durch die das herabrieselnde Wasser kreuz und quer seine Rinnen gezogen hat, und ganz hoch oben die goldene Franse des Schnees...." (S.7)

    "Zuweilen verachte ich mich. Ob ich nicht deshalb auch die anderen verachte?... Ich bin zu edlen Trieben nicht mehr fähig; ich fürchte, mich in meinen eigenen Augen lächerlich zu machen." (S.135)

    Das ist für mich hohe russische Literatur vom Feinsten. Unbedingt lesen!


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