Bücher mit dem Tag "ruth"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ruth" gekennzeichnet haben.

76 Bücher

  1. Cover des Buches True North - Wo auch immer du bist (ISBN: 9783736305601)
    Sarina Bowen

    True North - Wo auch immer du bist

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Ich kenne Sarina Bowen durch die „Ivy-Years-Reihe“ und war begeistert. Ich kann gar nicht so richtig festmachen, warum ich nicht schon viel früher mit „True North“ angefangen habe… Wahrscheinlich habe ich geahnt, dass ich mindestens genauso süchtig werden würde wie bei den Efeus. Tja, ich hatte Recht und jetzt will ich nur noch diese Bücher lesen, obwohl ich doch noch so viele andere auf dem Zettel habe… Nun gut, Sarina Bowen macht mich zu einem schwachen Menschen und ich las in Windeseile diesen ersten Band…

    „True North“ spielt in Vermont, dreht sich im Zentrum um die Großfamilie Shipley und ist unheimlich heimelig. Ich stehe auf solche Romane! Mich begeisterten in diese Richtung bereits die „Redwood-Love“-Reihe von Kelly Moran und die „Lost in Love“-Reihe von Marie Force – die übrigens auch in Vermont spielt und ich nun langsam den großen Drang verspüre, in diesen amerikanischen Bundesstaat zu reisen, um auch einen heißen Apfel-Presser oder sexy Store-Manager abzubekommen… Aber um wieder aufs Wesentliche zu kommen: Ich liebe diese Art von Geschichten, weil sie sich für mich wie eine Kuscheldecke an eiskalten Wintertagen anfühlen. Ich kann absolut Abtauchen im Familien- und Gefühlschaos der Protagonisten und fiebere, weine und ärgere mich mit. Klar werden hier KITSCH und HARMONIE nicht nur groß geschrieben, sondern auch noch bis zum Happy End ausgereizt.

    Das hört sich vielleicht etwas dramatisch an. Und „True North“ ist auch gar nicht so schlimm. Im Gegenteil glänzt es durch eine überaus durchdachte und gut recherchierte Geschichte. Außerdem ist Sarina Bowen eine Meisterin, wenn es darum geht, Figuren und ihre Hintergrundgeschichten zu beschreiben. Sie sind nachvollziehbar und authentisch, wenn auch meist zu schön, um wahr zu sein (vor allem äußerlich). 

    Audrey ist so süß und sympathisch, was sich vor allem aus ihrem Scheitern und ihren Schwächen ergibt. College war ja mal gar nix für sie, den Job, den sie jetzt macht, ist auch so semi ihre Stärke. Aber sie ist eine leidenschaftliche Köchin und glaubt an sich, auch wenn es ihre Mutter nicht tut. Ihr Durchhaltevermögen ist bewundernswert. Ihre Mutter schlagenswert.

    Grummel-Griff. Da hab ich immer ein Grinsen auf dem Gesicht… Er ist ein Familienmensch, ein Kämpfer und ein Brummbär, wenn er nicht bekommt, was er will. Und das ist zu Beginn Sex, den er dann aber noch zu genüge bekommt. Er ist ein leidenschaftlicher Star-Wars-Fan und er und sein Mitarbeiter Zach nennen sich Han und Chewie, was ein unglaublich niedliches Detail ist. Seine Familie ist der Hammer und einfach zum Verlieben.

    Also, ich bin hin und weg. Und natürlich habe ich beim Lesen gerätselt, wer in den nächsten Bänden die Hauptrollen spielen könnten. Ich hätte da ja an die Cousins gedacht, aber im nächsten Band ist es Jude, der ehemals drogenabhängige Erntehelfer. Ich bin ein wenig skeptisch und doch gespannt wie ein Flitzebogen!

  2. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.124)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  3. Cover des Buches Kein Ort ohne dich (ISBN: 9783453418400)
    Nicholas Sparks

    Kein Ort ohne dich

     (679)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Der 91 jährige Ira hat einen Autounfall und kämpft ums überleben nur die Erinnerung an seine geliebte und verstorbene Frau Ruth hält ihn bei Kräften. Zur gleichen Zeit kämpfen Luke und Sophia für ihre Liebe, denn sie kommen aus verschiedenen Welten. Bis eines Tages ihre Leben sich kreuzen und das Schicksal der anderen somit beeinträchtigt wird...

    Ich hatte den Film schon gesehen und wusste wie es ausgeht, ich muss trotzdem sagen, dass es schön war die Geschichte zu lesen. Mir gefielen beide Liebesgeschichten, man erfährt wie Ruth und Ira in jungen Jahren zueinander gefunden haben und wie ihre Liebe über alle die Jahre standgehalten hat. Dabei wechselt man immer wieder zwischen dem heute, wenn Ira im Auto feststeckt und dem früheren als er sich zurück erinnert, die Gespräche mit seiner Frau waren einfach rührend... Nebenbei switch die Geschichte zur Sophia und Luke die sich auf einem Bullen-reiten kennenlernen und aus verschiedenen Welten kommen, sich jedoch Hals über Kopf ineinander verlieben obwohl ihre Zukunft nicht nach einem Miteinander aussieht... 

    Es waren sehr rührende Geschichten, sehr emotional und bewegend mit vier Wundervollen Protagonisten die man sofort ins Herz schliesst... 

    Was mich aber gestört hat war der Schreibstil... Einfach nicht meins, es wird zum einen aus der Ich-Perspektive von Ira erzählt, das ging noch einigermassen auch wenn man da dann immer den Wechsel in die Vergangenheit hatte, wenn aber der Wechsel zu Luke und Sophia kam, gings rüber in die Beobachter-Perspektive und die war in Bezug auf so eine emotionale Geschichte nicht passend und hat mich im Lese-Fluss gestört...

    Ich habe noch ein zweites Buch von ihm auf dem SUB, ich schau mir dort mal den Schreibstil an, evtl. ist es nicht mein Autor... (zum Glück gibt's die Filme ;))

    Für alle die emotionale Geschichten mögen mit zwei Zeitebenen (wenn man es hier so sagen kann ;) )

  4. Cover des Buches Magic Academy - Das erste Jahr (ISBN: 9783570311707)
    Rachel E. Carter

    Magic Academy - Das erste Jahr

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Buchmalerei

    Das Hörbuch „Magic Academy – Das Erste Jahr“ von Rachel E. Carter, gelesen von Pia-Rhona Saxe. Erschien am 22.10.2021 bei LAUSCH Medien.
    Rachel E. Carter ist die USA-Today-Bestsellerautorin der Fantasy-Jugendbuchserie Magic Academy über Magie, Machtkämpfe und eine große Liebe.

    Ryiah, ein junges Mädchen welches die Schule für künftige Magier zusammen mit ihrem Bruder Alex besuchen will. Sie beide kommen aus einer armen Familie und haben daher keinerlei Vorkenntnisse geschweige denn bereits Privatunterricht zum Einstieg in die neue Schule, wie manch andere Teilnehmer.
    15 Schüler haben die Chance auf einen festen Platz und müssen ihr können auf die Probe stellen, dies wird kein Zuckerschlecken. Das Training, die Prüfung bringt sie körperlich an ihre Grenzen. Ryiah überlegt öfters mal, die Schule hinzuwerfen, weil ihre Magie sich nur sehr schwer zeigen oder kontrollieren lässt, doch das hält sie nicht auf und sie kämpft mit Blut, Schweiß und Tränen.
    Sie schließt Freundschaften und lernt sogar Nachts in der Bibliothek einen jungen Mann kennen, wo sie sich selbst noch nicht sicher ist, ob ihr Herz regelmäßig schlägt.
    Wird Ryiah ihren Abschluss schaffen?

    Die Protagonistin ist sehr sympathisch, ein wahres Kämpferherz und ehrgeizig noch dazu. Sie weiß, was sie will und lässt sich nicht unterkriegen. Vorwiegend steht die Schule an erster Stelle, eine Liebesgeschichte wird hier zweitrangig behandelt.

    Das Cover zeigt Ryiah und ihre Feuermagie, ein sehr schönes und einladendes Cover. Es zeigt sofort in welchen Genre man sich befindet. Auch die Vorlesestimme war überaus wohltuend. Die Geschichte verging einfach viel zu schnell.

    Ich hatte das Buch innerhalb eines Tages durch, diese Geschichte ist schon etwas düster und diese Schule hat brutale, disziplinarische Unterrichtseinheiten von der wir sicherlich niemals in den Genuss kommen wollen.
    Viele Kapitel erzählen den Alltag in der Schule Tag ein, Tag aus. Man könnte meinen das es langweilig wird. Aber eher ich das begreifen konnte war das Buch auch schon zu Ende. Man erhofft sich ein spannendes Abenteuer, aber es geht alleine darum bis zur dieser Abschlussprüfung zu überleben. Ich weiß ehrlich nicht, was ich davon halten soll, die Geschichte war so spannend, dass ich die ganze Zeit zuhören musste, aber gleichzeitig auch so ein extrem monotones Schulleben, das man auf keinen Fall mit anderen Büchern vergleichen sollte.
    Mir hat es gefallen, ob es für andere etwas ist, lässt sich drum streiten. Daher empfehle ich jeden es selber herauszufinden.

  5. Cover des Buches Arkadien brennt (ISBN: 9783492267892)
    Kai Meyer

    Arkadien brennt

     (1.253)
    Aktuelle Rezension von: leonie2106

    Nachdem mich der erste Teil von Meyers Arkadien-Reihe noch nicht ganz überzeugen konnte, hat er mich mit Band 2 nun doch wieder an der Angel. 

    Nach dem großen Showdown am Ende des ersten Bandes sind Rosa und Alessandro nun beide an der Spitze ihrer Clane angekommen. Ihre Romanze wird kritisch gesehen und sie machen sich damit keine Freunde. Als Rosa nach New York reist, deckt sie weitere Intrigen auf und das Geheimnis um die Arkadier scheint größer als bisher gedacht.

    "Arkadien brennt" hat wirklich alles, was ich mir von einem guten Buch erhoffe: Spannung, Gefühle, Geheimnisse...

    Das einzige, was mich auch bei Band zwei immer noch ein wenig stört ist, dass es den Charakteren irgendwie an Tiefe fehlt. Weder Alessandro noch Rosa sind mir mittlerweile "vertraut" und ich kann ihre Handlungen und Gefühle nicht immer nachvollziehen.

    Dennoch ein sehr gutes Buch und ich bin gespannt auf den dritten Band!

  6. Cover des Buches Zeit deines Lebens (ISBN: 9783596511860)
    Cecelia Ahern

    Zeit deines Lebens

     (1.142)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Ein Junge wirft aus Wut auf die neue Familie seines Vaters an Heiligabend mit einem gefrorenen Truthahn die Fensterscheibe ihres Wohnzimmers ein und verletzt damit fast seine kleinen Halbgeschwister. Er gelangt vorläufig in Gewahrsam, wo ihm der diensthabende Polizist die Geschichte von  Lou Suffern erzählt.

    Lou Suffern ist seit zehn Jahren mit seiner Frau Ruth verheiratet, hat zwei Kinder, kümmert sich aber vielmehr um seine Karriere als seine Familie. Seine Ehefrau hat er bereits mehrfach betrogen, zu seinen Kindern hat er keine Bindung und den 70. Geburtstag seines Vaters lässt er von seiner Sekretärin organisieren. 

    Eines Tages begegnet er vor dem Bürogebäude, in dem er arbeitet, einem Obdachlosen und spendiert ihm einen Kaffee. Wenig später verhilft er ihm sogar zu einer Arbeitsstelle in seiner Firma. Seit diesem Zeitpunkt ist Gabe wie ein Schatten an seiner Seite und wirkt auf ihn ein. Er gibt ihm zudem eine Pille, durch die Lou sich selbst mit anderen Augen sieht und beginnt, sich und sein eigenes Verhalten zu reflektieren. 

    Die zu vermittelnde Botschaft des Romans springt einem schon auf den ersten Seiten derart plakativ ins Auge, dass der Verlauf des Romans vorhersehbar und langweilig ist. 

    Selbst wenn man in Betracht zieht, dass die Geschichte wie ein Gleichnis einem fehlgeleitetem Teenager erzählt wird und der Roman zur Weihnachtszeit spielt, wirkt das Geschehen aufgesetzt. 

    Gerade der Hauptcharakter Lou ist keine authentische Figur, denn es ist nicht klar, warum er dem Obdachlosen plötzlich hilft und warum er sich ihm gegenüber geradezu menschlich verhält. Auch benimmt er sich bei der Arbeit so unsouverän, dass man kaum nachvollziehen kann, wie er so Karriere machen konnte. 

    Gabe, der stets aus dem Nichts auftaucht und Lou offensichtlich auf den rechten Weg führen möchte, erscheint wie eine Märchenfigur. Würden ihn andere nicht sehen, könnte man glatt meinen, dass er nur in Lous Einbildung existiert. Der Kniff mit Gabes Pille und deren Auswirkungen ist dann jedoch noch abwegiger, dass die fragwürdige Rolle Gabes in den Hintergrund tritt. 
    Die Botschaft des Romans, die richtigen Prioritäten zu setzen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, weniger Wert auf Karriere und materielle Dinge zu legen, ist unstrittig moralisch korrekt und vorbildhaft. Wie diese jedoch vermittelt wird, ist mir jedoch nicht nur zu penetrant und monoton sondern auch zu fantasievoll. Wendungen und glaubwürdige Charaktere sowie mehr Symbolik statt einer Moralkeule hätten dem Roman gutgetan.
  7. Cover des Buches True North - Du bist alles für immer (ISBN: 9783736306011)
    Sarina Bowen

    True North - Du bist alles für immer

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Marrojeanne

    Es geht weiter mit der True North Reihe von Sarina Bowen. Diesmal mit Teil 3 "Du bist alles für immer" und hier dreht sich alles um Lark und Zach(arias).
    Lark kommt auf die Farm der Shipleys um Abstand zu bekommen, von den Erlebnissen in Guatemala. Wo sie für einen Wohltätigkeitsverein gearbeitet hatte und vor Ort entführt wurde.
    Zach lebt und arbeitet schon eine Weile auf der Shipley Farm, nachdem er von seinem eigentlichen Wohnort und seiner Familie geflohen ist bzw. verstoßen wurde. Dort lebte er nämlich in einer Sekte. Daher hat er auch immer noch einige Anpassungsschwierigkeiten "an die moderne Welt".
    Somit versucht sich Lark vor der Welt zu verstecken und Zach ist dabei sie zu erkunden.
    Auch wenn Zach eine große Stütze ist für Lark mit dem erlebten fertig zu werden, ist es ein langer Weg für sie sich wieder normal zu fühlen und keine Angst mehr zu haben.

    Wenn man schon einige Bücher von Sarina Bowen gelesen hat, merkt man schnell, dass viele ihrer Geschichten zusammen hängen, oder eine Verbindun besteht zu einer anderen Serie. Was es irgendwie auch spannend macht zu lesen, weil man ständig neue vertraute Gesichter wieder trifft.
    Auch wieder ein Wiedersehen mit den Shipleys war schön und die ganze Familiendynamik zu erleben.
    Tolle Leseunterhaltung, emotionale Geschichte, wunderbares Setting, liebenswerte Charaktere.

  8. Cover des Buches In meinem Himmel (ISBN: 9783442458363)
    Alice Sebold

    In meinem Himmel

     (797)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Susie Salmon ist vierzehn, als sie vergewaltigt und ermordet wird. Doch damit ist ihre Existenz nicht vorbei: aus ihrem Himmel kann sie sehen, wie ihre Familie und ihre Freunde weiterleben, um sie trauern, nach ihrem Mörder suchen und älter werden.

    Der Fokus liegt hierbei auf dem Umgang damit, wenn jemand stirbt, mitten aus dem Leben gerissen wird und unwiederbringlich weg ist. Was passiert mit einer Familie, wenn eine Tochter stirbt? Was ist mit den Freunden, die zurückgelassen werden? Alice Sebold beschreibt sehr einfühlsam, wie das Leben für eine Weile stillzustehen bleibt und schließlich irgendwann weitergeht. Gleichzeitig ist da natürlich noch Susie, die vom Himmel aus zuschaut und nicht eingreifen kann, sehen kann, wie ihre Geschwister erwachsen werden und ihre Eltern mit ihrem Tod zu kämpfen haben. Jeder trauert unterschiedlich, sowohl die Lebenden, als auch die Toten. Gleichzeitig sieht man, dass die Toten einen immer begleiten, nie vergessen werden.

    An einigen Stellen zog sich die Geschichte ein wenig, das wäre eigentlich aber auch mein einziger Kritikpunkt. Der Schreibstil hat mir gefallen, die Geschichte und die Charaktere haben mich überzeugt und ich bin mir sicher, dass ich das Buch nicht so schnell vergessen werde. Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren, Sebold beschreibt hier sehr genau, realistisch und berührend. Das Thema ist natürlich nicht einfach, ab und an fällt die Lektüre daher vielleicht auch schwer (gerade die Beschreibung der Tat lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen), aber ich finde, die Autorin hat hier wirklich gute Arbeit geleistet.

    Fazit: Kein einfaches Thema – und dazu ein sehr gutes Buch, dass einfühlsam und realistisch damit umgeht.

  9. Cover des Buches EVIL (ISBN: 9783453677005)
    Jack Ketchum

    EVIL

     (875)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Inhalt:

    Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.


    Meine Meinung:

    Ich wurde letztens von einem Freund nach einer Buchempfehlung gefragt. Er suchte etwas Brutales, eher blutig - ein Hauch von "The Punisher" (falls jemand die Serie kennt?!). Mir ist ehrlich gesagt, nichts eingefallen. Ich lese in der Regel eher Psychothriller. Die sind oft faszinierend und dunkel, aber eigentlich nie wirklich brutal und heftig. Deshalb habe ich gegoogelt und bin auf "EVIL" gestoßen. Laut vieler Rezensionen eins der brutalsten und heftigsten Bücher - viele konnten es nicht mal zu Ende lesen. Ich wollte mal selbst reinschnuppern, um meinem Freund doch noch eine Empfehlung geben zu können... Ich nehme mal vorweg: Ich habs ihm nicht empfohlen. Weil es absolut nicht das ist, was ich erwartet habe und auch nicht das ist, was er sucht. Sollte also jemand eine andere Idee haben - gerne her damit. 

    Aber nun zu EVIL: 

    Diese Geschichte ist wirklich einfach nur krankhaft. Die Idee an sich ist schon echt verstörend, die Umsetzung gleichermaßen. Man kann einfach in keiner Weise verstehen, warum der Autor diese Geschichte schreibt. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich habe am Ende darauf gehofft, dass der Autor uns eine kleine Moral oder eine Sinnhaftigkeit seiner Geschichte präsentiert - aber das macht er nicht. Es geht ihm glaube ich nur darum, seine Leser zu schocken. Dabei fehlt aber der psychologische Effekt, also der Tiefgang und der Sinn, die schockierende Erkenntnis einer Figur.... oder irgendwas in der Richtung. Hier ist es einfach nur eine Beschreibung von Folter. Und das ist irgendwie zu wenig - sogar dann, wenn man einfach nur etwas Brutales lesen will. 


    Fazit:

    Ich war auf der Suche nach einer brutalen, heftigen, vielleicht blutigen Geschichte - ein bisschen wie in der Serie "Punisher". Bekommen habe ich mit EVIL einfach nur eine krankhafte Beschreibung von Folter. Ohne Moral, ohne tieferen Sinn, ohne schockierende Erkenntnis. Das ist nicht mal ausreichend, wenn man einfach nur etwas Brutales lesen will. 2 Sterne!

  10. Cover des Buches Lady of the Wicked (ISBN: 9783492706414)
    Laura Labas

    Lady of the Wicked

     (100)
    Aktuelle Rezension von: marakita89

    Das Cover ist unglaublich schön, verrät, dass es sich um das Genre "Fantasy" handelt, mehr aber nicht, was es für mich noch spannender machte. 

    Die Geschichte hat alles was man in einem Fantasybuch braucht, viel Spannung, ein bisschen Gefühl und eine komplett neue Welt. 

    Mir hat besonders gefallen, wie sehr alles beschrieben wurde, egal ob es Figuren oder Räume oder Orte. 

    Ich war direkt von der ersten Seite in der Story drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. 

    Die Spannung ist bis zur letzten Seite gut aufgebaut. 

  11. Cover des Buches Ein plötzlicher Todesfall (ISBN: 9783548285283)
    Joanne K. Rowling

    Ein plötzlicher Todesfall

     (763)
    Aktuelle Rezension von: fayreads

    In der Kleinstadt Pagford stirbt Barry Fairbrother. Die AnwohnerInnen sind erschüttert über seinen plötzlichen Tod, doch mit dem Todestag wird der Abgrund der Stadt deutlich. Fairbrother war ein bedeutendes Gemeinderat-Mitglied und nun ist ein Platz frei, den viele wollen, aber nur einer bekommen kann. 


    Diese Streitereien bekommen auch die Kinder der Kleinstadt-PolitikerInnen mit und auch sie haben einige Schwierigkeiten in ihrem Leben. Doch sie können nicht tatenlos zugucken und hacken die Homepage des Gemeinderats und offenbaren nach und nach immer mehr Geheimnisse.

    Fazit: 


    Durch die Autorin hatte ich gewisse Ansprüche und wurde auch nicht enttäuscht. Anfangs hatte ich eine andere Geschichte erwartet, doch der Kleinstadt-Krieg, den ich bekommen habe, habe ich auch gerne gelesen. 

    Leider waren es mir zu viele Figuren, da ich die ersten 200 Seiten damit verbracht habe, mich zu fragen, welche Sicht ich gerade lese und wer das noch einmal war. 

    Außerdem waren mir die Jugendlichen etwas zu gewollt wild geschrieben. Sie dachten eigentlich immer nur an Sex oder wie sie ihre Eltern ruinieren können und das war mir etwas zu viel. Bei den Jugendlichen hätte ich auch gerne mehr über Gaia gelesen, die mir etwas zu kurz kam, obwohl sie eigentlich ein interessanter Charakter war. 

    Das Ende war extrem deprimierend. Zwischendurch hatte ich die Hoffnung auf ein Happy-End, doch dann wurde ich enttäuscht. Ich hätte mir eindeutig ein anderes Ende gewünscht und wenigstens ein paar Figuren ein schönes Leben gewünscht. 

  12. Cover des Buches Ein unmögliches Leben (ISBN: 9783100278272)
    Andrew Sean Greer

    Ein unmögliches Leben

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Scheherazade

    Greta Wells lebt 1985 und hat gerade ihren Bruder verloren. Eine spezielle Behandlung schickt sie auf eine Reise der besonderen Art. Nämlich auf eine Zeitreise, bei der sie in alternativen Versionen ihres Lebens landet. So findet sie sich in 1918 und 1941 wieder. In jeder Epoche trifft sie die Menschen wieder, die ihr wichtig sind, ihre Liebe, ihren Zwillingsbruder, den Geliebten, ihre Tante Ruth. Aber jede Zeit ist anders und so sind auch die Menschen, die in ihr Leben nicht immer gleich. Es gibt verschiedene Träume, andere Tode und Greta ist in jedem Leben eine andere, aber welche Greta möchte sie wirklich sein?

    Die Story an sich fand ich großartig. Der Aufbau war wirklich interessant. So ist die Geschichte in Tagen aufgeteilt und Grete erlebt wirklich wichtige Ereignisse der Weltgeschichte, die aber unterschiedlicher nicht sein können. In der einen Zeit das Ende eines Krieges und in der anderen den Anfang. Auch sind die Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten an die Zeiten angepasste, was ich sehr überzeugend fand.

    Weniger überzeugen fand ich den Grund für Gretas Zeitreisen. Sie litt an einer Depression und bekam Behandlungen. Allerdings hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, diese Depression war nur Mittel zum Zweck. Ich habe schon einige Bücher mit depressiven Protagonisten gelesen und so wie Greta, ihr Leben und ihre Handlungen hier beschrieben werden, passt es für mich nicht zu einer depressiven Person. Deshalb war Greta mir anfangs auch nicht sehr sympathisch. Da die Depression aber irgendwann auch gar nicht mehr erwähnt wurde (obwohl sie natürlich noch Behandlungen dagegen bekam), störte es mich im Laufe des Buches weniger.

    Den Erzählstil fand ich zu Anfang wirklich schrecklich und ich wusste nicht, ob ich das Buch zu Ende lesen würde. Für mich war es einfach zu überladen mit Bildern und wahnsinnig kitschig.

    Ein Beispiel: „…, wenn meine kleine Gasse alle Farben gegen Blau tauschte und im Westen der helle, lavendel zerfließende Sonnenuntergang über dem Hudson stand.“ (S. 26) Aber zum Glück wurde dieser Kitsch mit der Zeit weniger.

    Insgesamt ein Buch, dessen Geschichte ich eigentlich sehr interessant fand, bei dem mich der Erzählstil allerdings nicht überzeugt hat. Deshalb gibt es 3 Sterne von mir.

  13. Cover des Buches Seelen (ISBN: 9783551312495)
    Stephenie Meyer

    Seelen

     (5.289)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Melanie lebt in einer Welt die von den sogenannten Seelen bewohnt ist, diese werden in den menschlichen Körper eingepflanzt und  übernehmen den Körper und das Leben des Menschen. Melanie ist mit einer Gruppe Menschen unterwegs und versucht täglich den Seelen zu entkommen, eines Tages wird sie jedoch geschnappt und ihr wird eine Seele eingepflanzt Wanda, Wanda hat Zugang zu ihren Erinnerungen und fängt an Melanies Gefühle ebenfalls wahrzunehmen und macht sich auf die Suche nach den überlebenden...

    Der Schreibstil war angenehm und das Buch lies sich gut lesen, ich mag ihren Schreibstil und die Art und weise wie sie die Geschichte aufbaut. Obwohl das Buch fast 900 Seiten hat, hat es sich nicht so angefühlt...

    Dadurch das das Buch aus Wandas Sicht geschrieben wurde, hat es dem ganzen noch etwas spezielles gegeben, auch wie das Handeln der Menschen auf sie gewirkt hat und all diese Emotionen und Gefühle, der Love-Interest der interessant war dadurch dass zwei Seelen ein Körper teilen und beide einen anderen Menschen lieben. Wanda verändert sich kontinuierlich trotzdem verliert sie nicht ihre süsse und nette Art. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt. 

    Für mich war die Geschichte jedoch an einigen Stellen etwas langatmig, dadurch das ich den Film gesehen habe, kannte ich die Geschichte und das Ende, da gibt das Buch nicht wirklich viel mehr her. Hätte ich dies aber nicht wäre es eine wundervolle und spannende Geschichte gewesen, deswegen auch die 4 Sterne ;)

    Für alle die gerne leichte Fantasy lesen, für alle die den Film kennen wirds nicht sehr spannend....

  14. Cover des Buches Fata Morgana (ISBN: 9783455650556)
    Agatha Christie

    Fata Morgana

     (151)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    "Fata Morgana" ist der 6. Teil der Miss Marple Reihe und wie immer habe ich mich sehr auf diesen Band gefreut. Miss Marple besucht hier eine alte Freundin, auf deren Landsitz auch eine Erziehungsanstalt für jugendliche Straftäter untergebracht ist. Dieses Setting ist für mich Fluch und Segen zu gleich. Zum einen finde ich es als Handlungsort eine mega Idee, leider leider leider wird daraus aber überhaupt nichts gemacht. Das hat mich wirklich sehr enttäuscht.

    Wie immer hat man viele Charaktere, die man sich irgendwie merken muss und wie immer fiel mir das gar nicht so leicht. Der Fall an sich war aber schon unterhaltsam und ich bin mal wieder so überhaupt nicht auf die Lösung des Ganzen gekommen.

    Für mich war "Fata Morgana" ein unterhaltsames Buch, im Vergleich mit vorherigen Bänden dieser Reihe aber eher durchschnittlich. 

  15. Cover des Buches Totenpfad (ISBN: 9783499252198)
    Elly Griffiths

    Totenpfad

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Scalymausi

    Klappentext:

    Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy Downey. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe, die Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police um den Schlaf bringen. Als an einem nebligen Herbsttag in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden werden, ist er sich sicher, dass es Lucys sind. Doch die Archäologin Ruth Galloway sieht auf einen Blick: ein Fund aus vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen in heidnischen Ritualen – an Plätzen, wo Land und Wasser aufeinandertreffen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Harry und Ruth ahnen, dass sie dem Täter nahe sind. Wie nahe, ahnen sie allerdings nicht.



    Inhalt:

    Ruth Galloway ist fast 40 Jahre alt, ist unverheiratet und hat zwei Katzen. Doch sie ist auch wird sie von Detective Harry Nelson gebeten Knochen, die im Salzmorr gefunden wurden, näher anzusehen und das Alter zu schätzen. Er hat nämlich den Verdacht, es könnten die Überreste von Lucy Downey sein, die vor 10 Jahren im Alter von 5 Jahren verschwunden ist. Doch Ruth stellt schnell fest, dass diese Knochen wesentlich älter sind und in eine Zeit gehörten, als man noch Menschenopfer darbrachte. Doch dann verschwindet noch ein kleines Mädchen und Ruth und Harry denken, dass sie dem Täter auf die Spur gekommen sind.



    Meine Meinung:

    Die Protagonistin hat mir wirklich gut gefallen. Ruth ist einen bodenständige Person und alles andere als perfekt. Sie ist unverheiratet und lebt abseits der Zivilisation im Salzmoor mit ihren beiden Katzen und hat mit ihrem Übergewicht zu kämpfen. Doch ist sie ebenso einen gute Archäologin. Ich fand es wirklich einmal erfrischend eine Protagonistin zu haben, die nicht regelrecht perfekt ist und genau das macht sie sympathisch.


    Auch die anderen Charaktere sind gut herausgearbeitet und jeder hat seine eigene Persönlichkeit und Ecken und Kanten. Harry Nelson ist z. B. der harte Polizist, der viel arbeitet und sich richtig auf einen Fall versteift. Außerdem gibt es auch noch andere Charaktere mitunter auch durchaus Skurril.


    Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht zu lesen. Auch das Setting wurde durchaus bildhaft beschrieben, sodass man das Gefühl hatte man wäre direkt vor Ort. Ich empfand die Atmosphäre als recht düster, was wohl an dem Salzmoor lag. Ich persönlich könnte dort nicht allein leben, das ist doch ziemlich gruselig.


    Die Handlung war generell interessant, wenn sich auch die Spannung in Grenzen gehalten hat. Ich fand, dass hier die archäologische Arbeit der Protagonistin mehr im Vordergrund stand, als die eigentliche Ermittlung. Das hat mir wirklich gut gefallen und war mal etwas anderes, jedoch litt eben die Spannung etwas darunter, was sich aber zum Ende hin gebessert hat. Ich muss auch gestehen, dass ich sehr schnell einen Verdächtigen im Kopf hatte, der sich am Ende auch als richtig herausgestellt hat. Aber gestört hat mich das nicht, da die Autorin doch noch andere Wendungen in Petto gehabt hat, die ich so nicht erwartet hätte.



    Fazit:

    Es war eher ein ruhiger Krimi, der sich mehr auf die archäologische Komponente spezialisiert hat, was mal etwas anderes war. Die Charaktere waren gut herausgearbeitet und die Autorin hat jedem seine eigene Persönlichkeit und Ecken und Kanten verliehen. Die Geschichte war wirklich gut, hatte aber eben nicht diese Spannungskurven wie bei einem Thriller, hat mich aber gut unterhalten, sodass ich 4 Sterne vergebe.
  16. Cover des Buches Solar (ISBN: 9783257241747)
    Ian McEwan

    Solar

     (136)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Der Roman um den Physiker Michael Beard, handelt vor allem von dessen ausschweifendem Lebensstil mit Frauen, Alkohol, Essen etc. und liest sich teilweise fast als Krimi. Dazu fehlt jedoch die nötige Spannung. Inhaltlich hat mich das Buch wenig angesprochen, lediglich der immer wieder überzeugende Sprachstil des Autors hat mich das Buch zu Ende lesen lassen.

    Für meinen Geschmack etwas zu banal. Mir ist es oft vorgekommen, als seien dem Autor, die Ideen ausgegangen und er langweile sich beim Schreiben selbst. Von den bisher gelesenen Romanen empfand ich diesen eindeutig am unzulänglichsten. Weder die Charaktere haben sich mir erschlossen noch der Plot. Aber das ist wie immer Geschmacksache.

  17. Cover des Buches Damien - Schattenwandler (ISBN: 9783802583292)
    Jacquelyn Frank

    Damien - Schattenwandler

     (200)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Jaquelyn Frank – Schattenwandler, Damien


    Die korrumpierte Dämonin Ruth treibt immer noch ihr Unwesen, jetzt sogar schlimmer als vorher, nachdem ihre Tochter gestorben ist. Die Wut und der Hass machen sie blind und in einer Aktion entführt sie die Prinzessin der Lykanthropen, Syreena. Nur durch einen Zufall bemerkt Damien der Vampirprinz das etwas nicht stimmt und folgt Syreenas Fährte. Schon seit der ersten Begegnung an, hat er unerklärliche Gefühle für die Gestaltwandlerin, die bis vor wenigen Jahren im Orden „The Pride“ untergebracht war.

    Als er es schafft die Prinzessin zu befreien und sich sicher ist, das sie seine Gefährtin ist, fangen die Probleme aber erst richtig an: Vampire dürfen niemals das Blut anderer Schattenwandler trinken. Es gab seit Jahrhunderten keine „Prägungen“ wie bei den Dämonen. Niemals wird das Volk der Lykanthropen einen weiteren „fremdrassigen“ Gemahl an der Seite am Königshof von Siena dulden, selbes ist aber auch umgekehrt, denn das Volk der Vampire wird Syreena nicht als eine der ihren anerkennen. Dazu kommen die Machtkämpfe, denn es gibt Vampire wie Nicodemous, die selbst den Thron erobern wollen. Doch am gefährlichsten kann Damiens beste Freundin Jasmin werden, denn sie ist dem Prinzen näher, als Syreena es jemals sein kann.


    „Damien“ ist mittlerweile der vierte Band der Schattenwandler-Reihe von Jaquelyn Frank und diesmal steht im Vordergrund der Vampir Damien, den wir bereits in den Vorgängerbänden kennen lernen durften, und die Schwester der Lykanthropenprinzessin Syreena.

    Die Autorin hat es wieder geschafft mich innerhalb kürzester Zeit mit ihrem lockeren, flüssigen Schreibstil und der kreativen, fantastischen und sinnlichen Story einzufangen, die viele Überraschungen und Abwechslung bereit hält. Die Spannung wird auch diesmal wieder schnell aufgebaut und durchgängig auf hohem Niveau gehalten.

    Die verschiedenen Perspektivwechsel, egal ob nun von den „Guten“ oder den „Bösen“ sind sehr gelungen, machen weiter neugierig auf die Story und ich bin froh, schon das nächste Buch hier liegen zu haben.

    Die sinnlichen Szenen sind detailliert ausgearbeitet, wirken aber keinesfalls übertrieben oder vulgär, was ich persönlich immer sehr wichtig finde.


    Die bereits bekannten Figuren werden weiter gut ausgearbeitet, mit jedem weiteren Buch hat man das Gefühl noch tiefer im Schattenwandler-Universum zu versinken, und ich freue mich immer wieder aufs Neue, die Abenteuer mitzuerleben.

    Vielfältig, facettenreich und lebendig werden die verschiedenen Schattenwandler dargestellt.

    Prinz Damien lebt schon sehr lange, ihm ist es mittlerweile langweilig und trotz seiner Vertrauten und besten Freundin Jasmin, kennt er sowas wie Emotionen nicht. Schon in den Vorgängerbänden war er mir sympathisch, wirkte geheimnisvoll aber auch ein bisschen spitzbübisch, was in diesem Band bestätigt wird. Allerdings zeigt er sich hier auch von seiner kämpferischen, dominanten und leidenschaftlichen Seite, was eine prima Ergänzung ist. Obwohl er so alt ist, hat er aber noch einiges zu lernen und gerade die Entdeckungstour mit all ihren Tücken der Emotionen ist hier sehr gut geschildert.

    Auch Syreena macht eine große Veränderung durch, durch eine Erkrankung wurde sie von der Mistral Windsong geheilt, einer Mistral. Nun erweist Windsong ihr erneut die Ehre um die Lykanthropenprinzessin nach dem Angriff zu heilen. Syreena ist eher der aufbrausende Typ, obwohl der Orden sie in Geduld und vor allem Kampfkunst ausgebildet hat, kann sie Ungerechtigkeiten nur schlecht vertragen. Sie hadert sich aufgrund ihrer besonderen Position und ihrem „Defekt“ mit sich. Ich mag die Prinzessin die das Herz am rechten Fleck hat, sie weiß genau was sie will, und vor allem auch was sie nicht will, was eins ums andere Mal zu kleinen Problemen mit Damien führt.

    Neben den bereits bekannten Charakteren wie Windsong, Noah, Isabella, Jacob und Elijah werden auch neue Schattenwandler eingeführt. Malaya, die Kanzlerin der Schattenbewohner oder Tristan sind sehr interessante Charaktere, Hawk wird nur kurz erwähnt, aber ich bin mir sicher, das wir noch mehr von ihnen lesen werden.

    Die Schauplätze sind ebenfalls sehr anschaulich beschrieben, und egal ob es sich um die verlorene Bibliothek, das Schloss in Rumänien oder das spartanische Zimmer im Orden handelt, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.


    Das Buch hat mich wieder in eine fantastische Welt entführt, das mir spannende, kurzweilige und abwechslungsreiche Lesestunden beschert hat.

    Fantasyliebhaber, Romanceliebhaber kann ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Ein guter Schuss Erotik ist ebenfalls hier zu finden.


    Das Cover ist aufwendig, aber denzent in der Farbwahl gehalten, was mir besonders gut gefällt.


    Fazit: Spannender, abwechslungsreicher und sinnlicher wie emotionaler vierter Band der Reihe. Absolut empfehlenswert. 5 Sterne.

  18. Cover des Buches Fern wie Sommerwind (ISBN: 9783570308639)
    Patrycja Spychalski

    Fern wie Sommerwind

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Anka2010
    Patrycja Spychalski zählt zu meinen liebsten Jugendbuch-Autorinnen und schafft es immer wieder, mich mit ihren berührenden und unheimlich authentischen Geschichten in ihren Bann zu ziehen – so auch mit dieser hier. „Fern wie Sommerwind“ ist ein toller Coming-of-age-Roman, der eine schöne (Liebes-)Geschichte erzählt und dabei vergisst kitschig zu sein.

    Die 17-jährige Nora ist eine Protagonistin, mit der sich bestimmt viele LeserInnen identifizieren können. In einem Jahr wird sie ihren Schulabschluss in der Tasche haben und vor der großen Frage „Und was nun?“ stehen. Auf diese Frage weiß Nora jedoch hunderte Antworten, schließlich hat sie sich ihre Zukunft bereits in den unterschiedlichsten Szenarien vorgestellt. Auch ich bekam ein paar Einblicke in diese und musste das eine oder andere Mal über Noras grenzenlose Phantasie schmunzeln. Doch bevor es so weit ist und Nora eine Entscheidung treffen muss, verbringt sie ihre letzten Sommerferien als Drachenverkäuferin am Meer.

    Patrycja Spychalski setzt ihre LeserInnnen in den Zug und schickt sie an einen wunderschönen Urlaubsort. Obwohl ich im tiefsten Schwabenländle wohne, habe ich mich dem Meer plötzlich sehr nah gefühlt. Das Kreischen der Möwen, die salzige Luft, der böige Wind, das Lachen der Kinder, das Rauschen der Wellen, die auf den Strand treffen – die Atmosphäre war greif- und spürbar.

    Angekommen am Meer habe ich mich schnell mit Nora angefreundet, ein sehr herziges Mädchen, das mir mit seinen Gedanken und Gefühlen sofort sehr vertraut war. Für mich persönlich war die Zeit rund ums Abi eine unheimlich intensive und aufregende. Das erste Mal muss und darf man wichtige Entscheidungen treffen und das erste Mal macht man sich ernsthafte Gedanken um seine Zukunft. Wie geht es nach der Schule weiter? Welchen Beruf möchte man erlernen? Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Wovon träumt man?

    Nora träumt sehr viel und hat täglich neue Vorstellungen von ihrer Zukunft. Doch welchen Weg soll sie einschlagen? Ein Partner oder eine Partnerin darf natürlich auch nicht fehlen – Nora hat da ganz genaue Ideen und Bilder im Kopf. Neuerdings verirrt sich auch Martin immer wieder in ihre Tagträume. Ihn und einige andere junge Leute lernt sie während ihres Ferienjobs kennen. Nach getaner Arbeit sitzen sie abends gern in ihrer Lieblingspizzeria zusammen und freunden sich schnell an. Diese unbeschwerte Stimmung hat mir unheimlich gut gefallen.

    „Fern wie Sommerwind“ war für mich ein echtes Lesehighlight. Ich habe jede einzelne Seite bewusst genossen. Noras Geschichte ist so herrlich unaufdringlich. Sie lebt von ihrer Authentizität, von ihren liebevollen Figuren, von all den schönen Sätzen, die teils zum Nachdenken, teils zum Schmunzeln einladen und der locker-leichten Urlaubsatmosphäre am Meer. Die Herausforderungen und Probleme, denen sich Nora innerhalb dieser Geschichte stellen muss, haben für mich perfekt ins „Große Ganze“ gepasst und wirkten weder überdramatisiert noch konstruiert. Die leisen Töne waren ebenso berührend wie die lauten. Ich habe mitgefühlt - von der ersten bis zur letzten Seite. Nachdem ich das Buch am Ende mit einem glücklichen Seufzer zugeschlagen habe, hatte ich tatsächlich das Gefühl, aus einem erholsamen und wohltuenden Kurzurlaub am Meer zurückzukehren.
  19. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die 27jährige Ruth Gilmartin ist alleinerziehende Mutter und promoviert an der Universität von Oxford. Ihr Vater ist bereits vor Jahren verstorben und zu ihrer Mutter Sally hat sie ein spezielles Verhältnis. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche im Cottage der Mutter im Sommer 1976, bemerkt Ruth, dass sich Sally sehr seltsam benimmt, sich verfolgt und beobachtet fühlt. Beim Abschied überreicht Sally Ruth eine Akte und eröffnet ihr quasi zwischen Tür und Angel, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des britischen Geheimdienstes ist.

    Ab diesem Moment tun sich im Buch zwei Handlungsstränge auf. Während der eine weiterhin aus der Ich-Perspektive von Ruth erzählt wird und in der Gegenwart verläuft, führt der andere nach Paris zurück in das Jahr 1939. Dort wird die junge russische Emigrantin Eva Delektorskaja auf der Trauerfeier ihres Bruders von dem mysteriösen Lucas Romer angesprochen. Dieser erzählt ihr zunächst, dass ihr Bruder keinesfalls durch einen tragischen Unfall starb, sondern gezielt ermordet wurde und wirbt sie in der Folge für den britischen Geheimdienst an. Nach einer intensiven Ausbildung in Schottland, absolviert Eva einige hochgefährliche Einsätze In Belgien, England und den USA. Das Ziel ihrer Spezialeinheit besteht darin in den Medien gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, die die zögernde USA zum Eintritt in das Kriegsgeschehen gegen die Nazis bewegen sollen. Dabei lautet die oberste Regel: Vertraue niemandem.

    Die Sprache des Autors ist geradlinig, nüchtern und klar, was meiner Meinung nach besonders zu dem Inhalt des Buches passt. Ein perfektes Beispiel ist dafür schon der pointierte Titel des Buches. Ohne Umschweife auf den Punkt kommend gelingt es Boyd trotzdem eine plastische Welt entstehen zu lassen, in die man wunderbar leicht hineinfindet und ungerne wieder auftauchen möchte.

    Besonders spannend fand ich es die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs mal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Aber selbst für Leser, die sich nicht sonderlich für die Zeit des zweiten Weltkriegs interessieren, ist es eine spannende Geschichte, die mit jedem Kapitel eine intensivere Sogwirkung entfaltet. Ständig fragt man sich, wem Eva trauen kann, ist erleichtert, wenn sie einer gefährlichen Situation entkommen ist und völlig fasziniert von ihrem alltäglichen Leben als Spionin, in dem kaum ein Platz für wirklichen Alltag bleibt. Enttäuscht war ich gleichzeitig von dem zweiten Handlungsstrang um Ruth. Zwar war mir Ruth grundsätzlich sehr sympathisch, ich konnte ihr Verhalten und ihre Gedanken gut nachvollziehen. Gleichzeitig bleibt sie aber sehr blass und auch die Bezüge zum Baader-Meinhof-Komplex verliefen irgendwie im Sande und waren dann für die Geschichte doch eher unnötig.

    Trotzdem ist dies ein kitschfreier Spionage-Thriller, der mit viel Spannung und Gänsehaut daherkommt. Am Ende bleibt auch die Aufforderung an den heutigen Leser nicht jede Nachricht, die keine eindeutige, seriöse Hintergrundquelle vorweisen kann, bedingungslos zu glauben.

  20. Cover des Buches Das krumme Haus (ISBN: 9783455004991)
    Agatha Christie

    Das krumme Haus

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

                          4.5 Sterne für einen richtig gut aufgebauten, unterhaltsamen und spannenden Krimi!

    Nachdem ja der Film 2018 bei uns in die Kinos kam war ich natürlich total neugierig auf das Buch - und ich finde, dass es ein rundum gelungener Krimi ist!

    Witzig fand ich ja, dass Agatha Christie im Vorwort schreibt, dass es eins ihrer besten Bücher ist, weil sie so viel Vergnügen beim Schreiben daran hatte. Manche Geschichten gehen nicht so leicht von der Hand und diese hier scheint ihr immens viel Spaß gemacht zu haben - und mir auch!

    Erzählt wird das ganze aus der Sicht von Charles, der durch seine Heiratsabsichten um Sophia in ihre Familiengeschichte und den Mord hineingezogen wird. Da sein Vater bei Scotland Yard arbeitet, hat er einige Einblicke in die Ermittlungen, versucht aber, auch selbst verborgene Details herauszufinden. Was natürlich nicht leicht ist, da alle aus der Familie unter Verdacht stehen - und er natürlich eigentlich niemanden aus der Verwandtschaft seiner Zukünftigen diffamieren will.
    Der Tod des alten Aristide Leonides scheint auf den ersten Blick nämlich keinem von ihnen einen besonderen Vorteil verschafft zu haben, trotzdem kommen Aspekte ans Licht, die einige durchaus zum Mord angestachelt hätten können.

    Neben den typischen Verhören, der Suche nach Indizien und dem Rätsel raten gibt es auch interessante Gedankenspiele zu den Beweggründen eines Mörders und zwischendurch immer wieder kurze Anspielungen auf Sichtweisen zu Themen wie Krieg bzw. Kriegsdienstverweigerung (geschrieben wurde es ja in den 50er Jahren), zu der Rolle der Männer im Gesellschaftsleben, aber auch einige interessante Einblicke auf das zwischenmenschliche in der Familie bzw. auch allgemein zu Kindern.

    "Ein solcher Schwächling!", sagte ich ungläubig.
    "Warum glauben Männer eigentlich immer, der Neandertaler müsse zwangsläufig der einzige Persönlichkeitstyp sein, der auf das andere Geschlecht anziehend wirkt? ..." Seite 88

    "Es leiden mehr Kinder unter zu viel als unter zu wenig elterlicher Einmischung." Seite 153

    Gerade der zweite Ausschnitt ist bei mir hängen geblieben und ich hab ihn mehrmals gelesen - und werde sicher auch nochmal darüber nachdenken. Überhaupt gab es hier mehr so kleine Momente, die ich für die Zeit damals schon echt interessant fand, dass sie Erwähnung gefunden haben.

    Insgesamt jedenfalls ein guter, spannender Krimi mit besonderen Charakteren, der viel Spaß gemacht hat beim mitraten. Die Auflösung war außergewöhnlich und hätte ich so nicht damit gerechnet.        

  21. Cover des Buches Blausäure (ISBN: 9783455003260)
    Agatha Christie

    Blausäure

     (137)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Einfach nur wow. Wie die Ereignisse und der Fall ausgegangen sind. Agatha Christie schafft es immer wieder.
    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich muss zugeben es gab einige Stellen gegen die Mitte die etwas langatmig wirkten aber im Großen und Ganzen war dies ein sehr spannender Fall.
    Die Charaktere sind alle vielfältig und vielschichtig gestaltet. man zweifelt wirklich an seinen eigenen Gedanken und erstellt Hypothesen ob es nun Selbstmord war und wenn nicht wer der Mörder sein könnte.
    Die Geschichte ist flüssig geschrieben und sehr raffiniert

  22. Cover des Buches Adam - Schattenwandler (ISBN: 9783802588839)
    Jacquelyn Frank

    Adam - Schattenwandler

     (90)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Jaquelyn Frank – Schattenwandler, Adam


    Ruth gelingt es einen erneuten Angriff auf die Dämonen zu organisieren, der so schwerwiegend ist, dass sie dabei den Vollstrecker Jacob und seine Frau Isabella tötet. Ihre kleine Tochter Leah muss das Grausen mit ansehen. Schlimmer noch, der Vampirliebhaber Nico von Ruth will die kleine Leah aussaugen um ihre Kräfte zu rauben.

    Jasemin findet das verängstigte Kind und schon bald befindet sie sich in der Obhut ihrer Sidder Eliyah und Lenja, die das Mädchen der Zeit aufziehen. Zehn Jahre muss Leah zuschauen, wie das Volk den Verlust von Jacob und Isabella nicht verkraften kann, zehn Jahre in dem die Dämonengesellschaft ihren Glanz und ihren Mut verlor, wie die Gestaltwandler aber auch die Vampire immer wieder mit der immer mehr Kräfte sammelnden Ruth zurückweichen müssen.

    Leah ist wütend, frustriert und fasst einen Plan... sie reist zurück in die Zeit um ihren Onkel Adam zu besuchen, der vor vierhundert Jahren einfach spurlos verschwand.


    In der Vergangenheit trifft Adam der Vollstrecker das erste mal auf die Vampirin Jasmine, die gerade erst aus ihrem Schlaf erwacht ist. Ausgerechnet der Vollstrecker erklärt ihr, dass beide Rassen noch im Krieg sind. Doch je mehr er sich mit Jasmine unterhält, desto abwegiger ist es für ihn, sie zu töten, denn sie löst in seinem kalten inneren eine heiße Leidenschaft aus... doch es ist verboten, sich jemand anderem als einer Dämonin hinzugeben. Wird er seinen Schwur als Vollstrecker halten?


    „Adam“ ist mittlerweile der sechste Band der Schattenwandler-Reihe und nach „Noah“, der ein klein wenig geschwächelt hat, fand ich „Adam“ wieder besser.

    Dadurch das die Autorin hier einen ganz anderen Ansatz gewählt hat und geschickt die Vergangenheit mit der Zukunft und der Gegenwart verbindet, ist ihr diese Geschichte außergewöhnlich gut gelungen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite mitreißen und fesseln konnte.

    Die Spannung wird schnell aufgebaut, schon der Epilog mit dem Verlust von Jacob und Isabell hat fast dazu geführt, dass ich nicht mehr weiterlesen wollte, denn ausgerechnet meine beiden Lieblingscharaktere tot? Aber da fiel mir ja ein, dass Leah bereits in „Noah“ einen Zeitzauber gewirkt hat.

    Spannend geht es weiter und ich muss sagen, mit jeder Seite mehr, wurde die Story zu einem Pageturner, der in einem spektakulärem Finale gipfelte.

    Ich bin begeistert davon, wie anschaulich Jaquelyn Frank ihre Handlung und Orte bildhaft und detailliert beschreibt, man hat das Gefühl alles hautnah mitzuerleben, und trotzdem bleibt auch noch ein bisschen was für die eigene Fantasie übrig.

    Die Anziehung zwischen Adam und Jasmine ist ebenfalls wunderbar dargestellt, vor allem das „Verbotene“ macht hier den Reiz aus, denn eigentlich sind die beiden ja Todfeinde. Trotzdem werden verschiedene Situationen immer wieder durch Humor und auch durch reizende Provokationen aufgelockert, was mich öfter mal zum schmunzeln brachte.

    Den Charakteren wurde hier wieder Leben eingehaucht, facettenreich, glaubhaft und detailliert hat die Autorin sie dargestellt und mit einer guten Portion Emotionen und Sinnlichkeit ausgestattet.

    Jasmine kennen wir eigentlich nur als gelangweilte, zynische und emotionslose Vampirin, die eifersüchtig auf Damiens Gefährtin ist und keine Gelegenheit auslässt andere zu trietzen. Allerdings zeigt sie hier auch ihre „liebenswertere“ Seite, ohne ihre Strahlkraft einzubüßen, denn die trägt sie wie ein Schild vor sich. Mir gefallen beide Seiten an ihr, und so ist sie mitunter zu einem der interessantesten Charaktere in dieser Reihe geworden.

    Adam der vor vierhundert Jahren einfach verschwand, wirkt in erster Linie gefährlich, dominant aber auch charismatisch. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in der Gegenwart und einem mächtigen Streit mit seinem Bruder versucht er Ruth zur Strecke zu bringen, die langsam dem Wahnsinn verfällt und einen wirklich teuflischen Plan ausgeheckt hat.

    Ich mochte das Zusammenspiel zwischen der Vampirin und dem ehemaligen Vollstrecker, hätte mir aber doch ein paar Antworten gewünscht, die die Zukunft von Gideons Sohn zum Beispiel betreffen. Hier fand ich, hing doch einiges noch in der Luft.


    Ich habe mich aber wunderbar unterhalten gefühlt, die Story war spannend, sinnlich, abwechslungsreich und hielt einige Überraschungen parat, ich finde gut, dass hier alle bisherigen Figuren angesprochen wurden und ich muss mal schauen, ob es vielleicht noch eine Novelle oder so gibt, denn auch wenn die nächste Reihe schon bei mir von der Autorin bereit liegt, wäre es schade, die „alten Bekannten“ nicht mehr zu lesen.


    Das Cover ist ein Blickfang und passt zur Reihe der Schattenwandler.


    Fazit: Toller sechster Band der Reihe. 5 Sterne. 

  23. Cover des Buches Der blaue Express (ISBN: 9783596511198)
    Agatha Christie

    Der blaue Express

     (92)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    O: The Mystery of the Blue Train, 1928. Der achte Roman von Agatha Christie, dabei
    der fünfte Roman mit Poirot, in Deutschland 1930 übersetzt von

     Ernst Simon (vgl. Wikipedia).
    Inspektor Japp wird erwähnt (Poirot telegraphiert ihm), er tritt aber nicht selbst auf. Meine Ausgabe ist aus dem Scherz-Verlag, 13. Auflage von 1984 in der Übersetzung von Heinz Looser. Es gibt eine weitere Übersetzung von 2004 von Gisbert Haefs.

    Die Grande Dame führt geschickt mehrere Handlungsstränge zusammen:
    Mitten in Paris läuft ein dubioser Handel ab, bei dem es um wertvolle Steine geht – doch welche Parteien sind beteiligt? Wer ist der weißhaarige Mann?
    Der US-Millionär Rufus van Aldin möchte, dass seine Tochter Ruth zustimmt, ihre unglückliche Ehe zu beenden, bevor sie an die Riviera abreist. Für sein geliebtes Kind hat er extra wertvollen Schmuck erworben - zu oft hat ihr Ehemann Derek Kettering sie betrogen, neuestens mit der Tänzerin Mireille. Doch auch Ruth hat etwas zu verbergen.
    Katherine Grey hat lange als Gesellschafterin gearbeitet, bis ihre Arbeitgeberin starb und ein besonderes Testament hinterließ. Da begegnet ihr ein Mann.

    Es war für mich ein kurzweiliges Lesevergnügen, diesen recht dünnen Roman zu lesen, der anmutet wie eines dieser Kammerspiel-artigen Theaterstücke – eine Person tritt links auf, während eine andere rechts abtritt; andere begegnen sich immer in Entscheidungssituationen. Wie in einer Kurzgeschichte laufen die Ereignisse der verschiedenen Handelnden fast simultan ab, wodurch ihre Leben binnen kurzem miteinander verknüpft sind. Ja, da treffen dann einander völlig Unbekannte dreimal aufeinander – doch, so etwas geschieht. Natürlich ist desgleichen Häufung nicht mehr so glaubhaft, aber aufgrund des charmanten Stils ähnlich einer altmodischen Komödie lasse ich Agatha Christie hier alles durchgehen.

    Für mich ist das das erste ihrer frühen Werke mit bereits allen typischen Charakteristika: ein gewisser trockener Humor, ein verzwickter Plot, gerne mit Neben-Plots und vielen unerwarteten Wendungen, ein Herz in Nöten, eine unbedachte Entscheidung, einige übliche Verdächtige und ein Poirot-typisches Ende: er doziert vor der versammelten Gruppe, spielt alle Möglichkeiten vor. „Van Aldin erkannte nun, daß Poirot gerade diesen Zug vorgeschlagen hatte, um das Verbrechen zu rekonstruieren. Der Detektiv spielte ganz allein sämtliche Rollen….“ S. 176 . Frau Christie mochte dieses Buch übrigens laut Wikipedia wohl wenig, weil sie es, wie „Die großen Vier“/“The Big Four“, hauptsächlich aus einer finanziellen Misere heraus möglichst schnell schreiben musste, um liquide zu sein, dazu in einer emotional angespannten Situation (Tod der Mutter, Ehebruch durch ihren Mann mit anschließender Scheidung und einigen Problemen). Dem Vorgänger merkte ich das an – dieses hier bereitete mir Vergnügen.


    Trivia
    Gleich zwei Damen tragen ein Peignoir – das musste ich glatt nachschlagen, einen eleganten Damen-Morgenrock. In Frankreich ermittelt der Kommissär (ja, „ä“).
    Meine Ausgabe hat mindestens zwei Stellen, die ich für Typos halte: „Rufus van Aldin machte sich diese atmosphärischen Verhältnisse auf seine Arzt zunutze…“ (Arzt statt Art) sowie S. 26 „Du hast doch außer dir selbst wenigstens noch einen Menschen lieb. Ruth ist das aber gar nicht imstande.“ Das oder eher dazu imstande?
    Auf S. 142 hat Katherine so eine Art „Erscheinung“ – ähnliche Themen gibt es später in den Romanen, die Autorin hatte da wohl gewisse parapsychologsche Interessen (seltsamerweise wird der Beleg aus diesem Buch dafür später nicht genannt).
    Amüsant, dass die Polizei das Haus des Comte durchsucht – dieses aber heimlich tut, was dann wohl illegal wäre.
    Es erscheint wieder Joseph Aarons ab S. 166 – wie schon im Vorgänger, „Die großen Vier“ hilft der Theateragent bei Identifikationen in seiner Branche.
    Zu Beginn des Buches wohnt Katherine im fiktiven St. Mary Mead – da gibt es doch später eine gewisse Miss Jane Marple von dort.
    Zum ersten Mal taucht Poirots Diener George auf.
    Zum ersten Mal taucht ein Privatermittler namens Goby auf, hier beauftragt von van Aldin. Er erscheint auch in “After the Funeral”/Der Wachsblumenstrauß und “Third Girl”/Die vergessliche Mörderin.
    In “Death on the Nile”/(Der) Tod auf dem Nil wird Poirot auf diesen Fall angeprochen, da Miss van Schuyler über ihn von ihrem alten Freund Rufus van Aldin gehört habe.


    Zeitgeist
    Es gibt hier einen Gebrauch des Begriffs „Rasse“, der mich zuerst stutzen ließ: „Über den Beruf Olga Demiroffs konnte kein Zweifel bestehen, ebensowenig wie über ihre Rassenzugehörigkeit.“ S. 5 Dann die „Beruhigung“ mit  S. 74 „Eine dicke amerikanische Dame, die den beiden gegenübersaß, beugte sich vor und sprach mit der entschlossenen Betonung, die der amerikanischen Rasse eigen ist,…“
    Die Verwendung scheint hier unbekümmert zu erfolgen – interessant gerade angesichts des immer wieder einmal auftretenden Vorwurfs, Christie pflege gelegentlich antisemitische Stereotypen. Mit den beiden Sätzen oben im Hinterkopf liest sich für mich das folgende jedoch anders: Poirot will Hilfe von einem bekannten Hehler, dem er vor 17 Jahren geholfen hatte:
    “Siebzehn Jahre sind eine lange Zeit”, sagte Poirot nachdenklich. “Aber ich glaube, mit Recht sagen zu dürfen, daß ihre Rasse nicht vergisst.”
    “Sie sprechen von den Griechen?”
    “Nicht unbedingt.”
    Einige Augenblicke herrschte Schweigen, dann richtete sich der alte Mann stolz auf.
    “Sie haben recht, Monsieur Poirot”, sagte er ruhig. “Ich bin Jude, und sie haben doppelt recht. Unsere Rasse vergisst nicht.”
    Für mich appeliert hier Poirot an das Ehrgefühl aufgrund der Tatsache, dass sein Gegenüber Jude ist  - o.k., auch Hehler, aber Ehrenmann.
    Typisch hingegen finde ich in einem Christie Bemerkungen ähnlich der folgenden: die Zofe betritt das Zimmer “Poirot begrüßte sie mit seiner gewohnten Höflichkeit, die auf Leute ihres Standes nie ihre Wirkung verfehlte.” S. 124 Ja, das gesamte Setting ist stets sehr standesbewusst.
    Hübsch übrigens, dass man Affären der Ehepartner aus Taktgefühl nicht notwendig in Vernehmungen anspricht.
    Grandios folgender Spruch: „Meine Alte war auch Tänzerin, ehe ich sie geheiratet habe, aber Gott sei Dank hat sie nie Temperament gehabt. Im eigenen Heim hat man dafür keine Verwendung.“ S. 168

    Bestens gelaunte 4 ½ Sterne, muss ich dann ja aufrunden.



    1. The Missing Link (1920) = Das fehlende Glied in der Kette (1929). Gleichzeitig erstes AC überhaupt. https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Das-fehlende-Glied-in-der-Kette-142905060-w/rezension/1244913044/

    2. Murder on the Links (1923) = Mord auf dem Goldplatz D (1927) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Mord-auf-dem-Golfplatz-142810680-w/rezension/1245744308/ 

    Christmas Adventure (1923) - short story, in Großbritannen in "While the light lasts" und in den USA laut Wikipedia nicht. Entspricht "The Adventure of the Christmas Pudding"

    Anthologie: Poirot Investigates (1924) = Poirot rechnet ab (1924)(Kurzgeschichten) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Poirot-Investigates-144867380-w/rezension/1248721044/

    Anthologie: Poirot's Early Cases (1974 - die einzelnen Geschichten erschienen wesentlich früher - zwischen 1923 und 1936)/Poirots größte Trümpfe

    chronologisch wurden dazwischen die (periodisch veröffentlichten) Kurzgeschichten aus "Poirot's Early Cases" geschrieben, sie wurden jedoch erst 1974 gemeinsam herausgebracht als genannte Anthologie. Deutsch Hercule Poirot's grösste Trümpfe - jedoch später, nur in Teilen. Siehe Wikipedia. oder nach Roger Ackroyd??


    3. (1926) The Murder of Roger Ackroyd = Alibi  (1928)https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/The-Murder-of-Roger-Ackroyd-The-Detective-Club-1246094036-w/rezension/1432047893/ 

    4. O: The Big Four(1927)/ D: Die großen Vier (1963) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Die-gro%C3%9Fen-Vier-142977410-w/rezension/1545133908/   



    5. The Mystery of the Blue Train (1928) = Der blaue Express (1930)



    Dazwischen liegen die Stücke

    Alibi (1928) - so derTitel im Englischen - dem zugrunde liegt natürlich der deutsche Titel des oben genannten dritten Poirot-Romans

    Black Coffee (1930) - später novellisiert durch Charles Osbourne (1998)


    6. Peril at Endhouse (1932) = Das Haus an der Düne (1933) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Das-Haus-an-der-D%C3%BCne-Kriminalroman-Peril-at-Endhouse-Goldmann-98-Goldmann-Krimi-Rote-Krimi-344200098X-Aus-d-Engl-%C3%BCbertr-von-Otto-Albrecht-van-Bebber-1545885014-w/rezension/1545912425/

    short story: The Mystery of the Baghdad Chest 1932 (in Großbritannen in "While the Light lasts" oder auch in The Regatta Mystery and other Stories). Erweitert als "The Mystery of the Spanish Chest")

    short story: Second Gong 1932. In "Problem at Pollensa Bay and other stories" in Großbritannien und in den USA in "Witness for the Prosecution and other stories" und in "The Regatta Mystery and other stories". Erweitert als "Dead Man's Mirror"


    7. Lord Edgeware Dies (1933) = Dreizehn bei Tisch (1934) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Dreizehn-bei-Tisch-297993841-w/rezension/1546436580/

    8. Murder on the Orient Express (1934) / Murder on the Calais Coach = Mord im Orient-Express / Die Frau im Kimono (1934) / Der rote Kimono https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Der-rote-Kimono-145149940-w/rezension/1546781789/


    9. Three Act Tragedy US: Murder in Three Acts (1935) = Nikotin (1935) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Nikotin-142687260-w/rezension/1551091753/


    10. Death in the Clouds/Death in the Air (1935) = Tod in den Wolken (1937) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Death-in-the-Clouds-145023950-w/rezension/1813755242/


    11. The A.B.C. Murders (1936) = Die Morde des Herrn ABC (1937) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Die-Morde-des-Herrn-ABC-Der-Todeswirbel-1815314521-w/rezension/1817799806/

    12. Murder in Mesopotamia (1936) = Mord in Mesopotamien (1939) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Morphium-Mord-in-Mesopotamien-1817031143-w/rezension/1873435928/


    13. Cards on the Table (1936) = Mit offenen Karten (1938) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Mit-offenen-Karten-6877-605-142996210-w/rezension/1868289624/

    Short story: Yellow Iris. In "Problem at Pollensa Bay and other stories" in Großbritannien und in den USA in "Witness for the Prosecution and other stories" und in "The Regatta Mystery and other stories". Das ist die Basis für "Sparkling Cyanide"/Blausäure. 

    Anthologie (4 Novellen): Murder in the Mews/Porot schläft nie = Auch Pünktlichkeit kann töten.


    14. Dumb Witness (1937) = Der ballspielende Hund (1938) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Der-ballspielende-Hund-143304560-w/rezension/2029852279/

    15. Death on the Nile (1937) = (Der) Tod auf dem Nil (1959) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Der-Tod-auf-dem-Nil-60487736-w/rezension/

    Anthologie Murder in the Mews (1937) = Hercule Poirot schläft nie oder Auch Pünktlichkeit kann töten (1984?)

    16. Appointment with Death (1938) = Der Tod wartet/Rendezvous mit einer Leiche (1944) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Der-Tod-wartet-R%C3%A4chende-Geister-2093925055-w/rezension/2097283255/

    17. Hercule Poirot's Christmas (1938) =  Hercule Poirots Weihnachten (1961) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Hercule-Poirots-Weihnachten-143811980-w/rezension/2094686344/

    18. Sad Cypress (1940) = Morphium (1943) https://www.lovelybooks.de/autor/Agatha-Christie/Morphium-142428790-w/rezension/2095992423/


    19.One, Two, Buckle My Shoe (1940) = Das Geheimnis der Schnallenschuhe (1951)
    20. Evil under the Sun (1941) = Das Böse unter der Sonne (1945) 
    21. Five Little Pigs (1942) = Das unvollendete Bildnis (1957)
    22. The Hollow (1946) = Das Eulenhaus (1947)

    23. The Labours of Hercules (1947) = Die Arbeiten des Herkules (2 Bände)
    24. Taken at the Flood (1948) = Der Todeswirbel (1950)

    25. Mrs. McGinty's Dead (1951) = Vier Frauen und ein Mord (1956)
    26. After the Funeral (1953) = Der Wachsblumenstrauß (1954)
    27. Hickory Dickory Dock (1955) = Die Kleptomanin (1958)
    28. Dead Man's Folly (1956) = Wiedersehen mit Mrs. Oliver (1959)
    29. Cat among the Pidgeons (1959) = Die Katze im Taubenschlag (1961)

    Anthologie: The Adventure of the Christmas Pudding 1960


    30. The Clocks (1953) = Auf doppelter Spur (1965)
    31. Third Girl (1956) = Die vergessliche Mörderin (1968)
    32. Hallowe'en Party (1959) = Die Schneewittchen-Party (1971)
    33. Elephants Can Remember (1972) = Elefanten vergessen nicht (1973)
    34. Poirot's Early Cases (1974) = Poirots erste Fälle ()

    35. Curtain (1975) = Vorhang ()

  24. Cover des Buches Die Bibel. Altes und Neues Testament (ISBN: 9783451280009)

    Die Bibel. Altes und Neues Testament

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin
    Im Religionsunterricht in der Schule wurden wir gezwungen, uns mit der Bibel (Hl. Schrift) auseinanderzusetzen und die einzelnen Kapitel zu lesen. Wie wenig hat uns damals das alte Testament interessiert? So wenig wie Alexander der Große oder Echnaton im Geschichtsunterricht. Erst später wurde ich dankbar für diese, in der Schule ungeliebte Lektüre. Erst als ich erwachsen wurde, über den eigenen Tellerrand hinaus blicken konnte und die Hl. Schrift anfing zu verstehen, eröffnete sich mir eine unendliche Weite. Natürlich gibt es genügend ältere Menschen, die das Buch die "Bibel" noch immer nicht verstehen - sich weigern, darauf einzulassen.

    Man kann die Hl. Schrift nicht lesen wie einen Roman. Auf der ersten Seite anfangen, abarbeiten, auf der letzten Seite aufhören und  sagen, ich habe das Buch der Bücher gelesen. Dies ist kein Buch das man suchen muss, die Bibel sucht und findet ihre Leser von selbst. Es ist wohl auch kein Zufall, dass in den USA, in jedem M/Hotelzimmer  ein Exemplar in einer Nachttischschublade liegt. Wer schon öfters dort in Hotels/Motels unterwegs war und die dortige Bibel in Händen hielt weiß, dass sie von Übernachtungsgästen gelesen wird. Man sieht es den Seiten an. 

    Was ist an der Bibel, dass sie solche unterschiedlichen Reaktionen hervorruft, angefangen von Begeisterung bis hin zur Verteufelung und der Bezeichnung als "Märchenbuch"? Auf jeden Fall beunruhigt die Hl. Schrift die Gegner des christlichen Glaubens. Warum wohl? Lesen sie Dinge, die sie nicht lesen wollen weil es einen Nerv in ihrem Innersten trifft, den sie nicht getroffen haben wollen?

    In der Bibel wird Geschichtliches mit Überlieferung gepaart. Dass die Welt nicht in unserer Zeitrechnung von 7 Tagen erschaffen wurde, dürfte jedem klar sein. Man sagt, dass wir uns noch immer im 7. Tag befinden. Der 7. Tag, an dem Gott ruht. Mit dieser Auslegung wird vieles, was auf der Welt geschieht verständlich.

    Man unterscheidet erst einmal grob in "Das Alte Testament" und in "Das neue Testament". Geschichtliches wurde mit Überlieferungen gepaart. Zudem gibt es unterschiedliche Übersetzungen.

    Die Bibel erklären vermag ich nicht. Das können Priester, Religionswissenschaftler viel besser. Ich möchte mich auf 2 Beispiele von sehr vielen beschränken: Das Buch "Hiob" hat  in meinen Augen noch heute eine tiefe Bedeutung in unser aller Leben. Wer den Bibeltext Hiob in seiner Sprache nicht versteht - vielleicht weil die Übersetzung nicht zeitgemäß erscheint - sollte vielleicht einmal das Buch "Hiob" von Joseph Roth lesen, das in einer neueren Zeit spielt. Danach dürfte man auch da Buch "Hiob"  der Bibel verstehen. Manchmal bedarf es einer Hilfestellung.

    Oder eine meiner liebsten Passagen, das Buch "Kohelet". Das ist eine Schrift für Erwachsene. "Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit für......". Das dürfte wohl jeder Leser schon einmal gehört haben und auch verstehen. Man wundert sich, wieviele Zitate oder Sprüche unserer Umgangssprache biblichen Ursprungs sind.

    Ich kann nur jedem empfehlen, sich auf die Hl. Schrift einzulassen und sich suchen zu lassen. Dann hat einem die Bibel auch noch in der heutigen, modernen Zeit, sehr viel zu sagen - mehr als viele der auf dem Markt befindlichen Lebensratgeber. 

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks