Bücher mit dem Tag "sachbuch"
4.825 Bücher
- Stefanie Stahl
Das Kind in dir muss Heimat finden
(278)Aktuelle Rezension von: julia-elysiaVor über einem Jahr habe ich das Buch "Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen" von Stephanie Stahl gelesen und fand es sehr, sehr gut und hilfreich. "Das Kind in dir muss Heimat finden" ist eines von ihren bekanntesten Büchern, weswegen ich es ebenfalls lesen wollte, allerdings konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Zwischenzeitlich lag es auch mehrere Monate unberührt herum, weil ich mich kaum dazu durchringen konnte, weiterzulesen, und jetzt, wo ich es weitergelesen habe, hatte ich ebenfalls starke Probleme, dranzubleiben.
Ich denke, dass das Buch kaum denjenigen hilft, die sich bereits viel mit mentaler Gesundheit und ihren Traumata auseinandergesetzt haben. Daher konnten mich auch die vielen Übungen nicht wirklich abholen.
Die Aufteilung zwischen dem Sonnen- und dem Schattenkind war mir auch irgendwie viel zu einfach gedacht. Meiner Meinung nach sind Menschen komplex und viele Eigenschaften und Erfahrungen verschwimmen ineinander und sind nicht klar zu trennen. In dem Buch wurde aber jegliches Verhalten entweder als Selbstschutz oder als Folge von irgendetwas bezeichnet, womit ich nicht ganz klar kam.
Ich denke, dass das Buch durchaus hilfreich sein kann, aber insbesondere für diejenigen, die sich nicht allzu viel mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Daher gibt es 1,5 Sterne von mir.
- Yuval Noah Harari
SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit
(411)Aktuelle Rezension von: Fulminus„Wir sind nicht die Krone der Schöpfung – wir sind eine Schafherde mit Atombomben.“
Stellen Sie sich vor, Sie könnten die gesamte Menschheitsgeschichte in einem einzigen Buch zusammenfassen – von den ersten aufrechten Affen in der Savanne bis zu den Cyborgs und KIs von morgen. Und stellen Sie sich vor, dieses Buch wäre nicht nur klug, sondern auch unterhaltsam, provokant und manchmal geradezu beunruhigend. Genau das gelingt Yuval Noah Harari in „Sapiens“. Der israelische Historiker nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch 70.000 Jahre Menschheitsgeschichte – und zeigt, dass fast alles, was wir über uns selbst zu wissen glauben, auf Mythen beruht.
Der Ersteindruck: Ein Historiker mit einer provokanten These
Harari beginnt nicht bei den Pyramiden oder den Römern, sondern bei der kognitiven Revolution. Seine Kernthese ist ebenso einfach wie revolutionär: Der Mensch verdankt seinen Aufstieg nicht etwa seiner Intelligenz oder seinen Werkzeugen – sondern seiner Fähigkeit, gemeinsame Mythen zu erfinden. Geld, Nationen, Religionen, Unternehmen: All das existiert nur in unserer kollektiven Fantasie. Und genau diese Fähigkeit, an Dinge zu glauben, die es gar nicht gibt, ermöglichte es uns, in großen Gruppen zusammenzuarbeiten und die Welt zu erobern. Diese These zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und macht es zu einem intellektuellen Abenteuer.
Inhaltliche Substanz: Fakten, die den Kopf verdrehen
Harari ist promovierter Historiker, aber er schreibt wie ein Geschichtenerzähler. Er verbindet Archäologie, Biologie, Ökonomie und Philosophie zu einem großen Ganzen. Besonders beeindruckt hat mich seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in einfache, einprägsame Bilder zu fassen: Der Löwenmensch aus der Stadel-Höhle wird zum Symbol für die Geburt der Religion, der Peugeot-Löwe zur Ikone der erfundenen Wirklichkeit, und die Bäckerei von Frau Back zum Lehrstück für die Funktionsweise des Kreditsystems.
Die provokanteste These ist für mich die der „Luxusfalle“ der Landwirtschaft. Harari zeigt, dass die Menschen nicht etwa ein besseres Leben suchten, als sie sesshaft wurden – sie tappten in eine Falle. Jede Generation machte kleine Verbesserungen, doch die Summe führte zu harter Arbeit, schlechterer Ernährung und Abhängigkeit. Der Weizen domestizierte den Menschen, nicht umgekehrt. Dieses Muster wiederholt sich bis heute: Wir erfinden Technologien, die uns das Leben erleichtern sollen, und werden dann von ihnen abhängig.
Die Schlussfrage des Buches ist vielleicht die wichtigste, die ein Historiker je gestellt hat: „Was wollen wir werden?“ – denn zum ersten Mal in der Geschichte sind wir in der Lage, unsere eigene Spezies neu zu programmieren. Gentechnik, Cyborgs, künstliche Intelligenz: Wir stehen am Scheideweg. Früher waren es Weizenfelder, heute sind es Algorithmen – und morgen vielleicht unsere eigene DNA.
Schreibstil und Struktur: Ein Pageturner der besonderen Art
Was dieses Buch von anderen Sachbüchern unterscheidet, ist sein flüssiger, fast erzählerischer Stil. Harari schreibt nicht wie ein Professor vom Katheder herab, sondern wie ein Guide, der uns durch die Galerie der Menschheitsgeschichte führt. Die Kapitel sind klar strukturiert, die Argumentation ist logisch und nachvollziehbar. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen – jede Seite brachte neue überraschende Einsichten.
Meine Lieblingsszene ist die Schilderung des Atombombentests in Alamogordo im Jahr 1945. Harari verbindet hier wissenschaftliche Präzision mit einer fast apokalyptischen Poesie: „Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten“, zitiert er Oppenheimer aus der Bhagavad Gita. Dieser Moment markiert den Punkt, an dem der Mensch nicht mehr nur Geschichte macht, sondern sie auch beenden könnte.
Nutzwert: Eine Reise, die den Blick für immer verändert
Was bleibt nach dem Lesen? Ein Gefühl der Demut – und eine gehörige Portion Unbehagen. Harari zeigt, dass alles, was wir für selbstverständlich halten (Gleichheit, Freiheit, Fortschritt), auf fragilen Mythen beruht. Aber er zeigt auch, dass wir diese Mythen verändern können – wenn wir nur die richtigen Fragen stellen.
Fazit: Ein Meisterwerk der populären Wissenschaft
Mit drei Adjektiven würde ich dieses Buch beschreiben: provokant, augenöffnend, beunruhigend.
Es ist ein Buch, das man verschenken, diskutieren und immer wieder zur Hand nehmen möchte. Es eignet sich hervorragend für Lesekreise, da es unzählige Gesprächsanlässe bietet. Als Nachschlagewerk taugt es weniger – dafür fehlt die systematische Tiefe.
Zur Verfilmung: Die epische Erzählung und die visuellen Möglichkeiten – von Höhlenmalereien über die Industrialisierung bis zu Cyborg-Welten – würden sich hervorragend für eine Dokumentar-Serie (real oder animiert) eignen. Ich könnte mir gut eine mehrteilige Netflix-Produktion vorstellen, die Hararis Thesen mit beeindruckenden Bildern untermalt.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Was hat zum fünften Stern geführt? Die brillante Verbindung von Wissenschaft und Erzählkunst, die provokanten Thesen, die noch lange nachhallen, und die mutige Schlussfrage, die keine einfache Antwort zulässt. Ein Stern fehlt nicht – dieses Buch ist in seiner Kategorie nahezu perfekt.Meine Frage an den Autor wäre:
„Wenn wir kurz davor stehen, unsere eigene Spezies zu übertreffen – was raten Sie der aktuellen Generation, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken?“ - Giulia Enders
Darm mit Charme
(879)Aktuelle Rezension von: Jana06Ich hatte dieses Buch schon eine ganze Weile in meinem Bücherregal zu stehen und ist mir vor kurzem wieder in die Hände gefallen.
Es war Zeit und ich habe es quasi verschlungen.
Die Erklärungen und die passenden Zeichnungen sind so schön und anschaulich. Es war für mich kein Problem in dieses Buch zu starten.
Man lernt ganz nebenbei essentielle Infos über deinen eigenen Körper, die einen staunen lassen.
Lest es unbedingt, es lohnt sich. 😉
- Anne Frank
Gesamtausgabe
(2.726)Aktuelle Rezension von: AukjeAnne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.
Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.
- Richard David Precht
Wer bin ich - und wenn ja wie viele?
(667)Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerinRichard David Precht erklärt in diesem Sammelroman in verschiedenen kurzen Einzelgeschichten die essentiellen Fragen des Lebens. Er flechtet dabei gekonnt, die Lebensläufe der berühmtesten Philosophen der vergangenen Jahrhunderte und deren Denkweise ein. Die Geschichten sind rasch zu lesen, sind so geschrieben, dass auch Laien (so wie ich) es gut verstehen und dennoch ansprechend, dass man gerne weiter liest. Die Fragen gehen nicht in die Tiefe, geben jedoch einen kleinen Einblick in die Philosophie unserer westlichen Welt.
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.316)Aktuelle Rezension von: Ozean_der_WoerterDas Buch ist schlichtweg genauso dünn wie der behandelte Inhalt.
Am Anfang habe ich sogar kurz an meinem eigenen Urteilsvermögen gezweifelt - wenn so viele Menschen dieses Buch als „lebensverändernd“ feiern und ich absolut gar nichts damit anfangen kann. Für Menschen, die sich noch nie in ihrem Leben mit Persönlichkeitsentwicklung oder dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt haben, mag es ein Denkanstoß sein.Das Café am Rande der Welt tut unterschwellig so, als hätte der Autor als Erster die existenziellen Fragen der Menschheit entdeckt.
Man bekommt die typischen Fragen nach dem Sinn des Lebens („Warum bist du hier?“) lieblos serviert, wird dann aber mit der Antwort komplett alleine gelassen. Es gibt keinerlei fundierte Hinleitung, kein psychologisches oder philosophisches Fundament und erst recht keine konkreten, logischen Werkzeuge für den Alltag. Das gesamte Buch besteht im Grunde aus einer künstlichen Kulisse, die eine Aneinanderreihung von banalen Postkarten-Weisheiten und Kalendersprüchen kaschieren soll.Mein Fazit: Völlig am Sinn dessen vorbei, was ich mir erhofft habe. Das Buch hat mir lediglich Lebenszeit gestohlen. Wer echte, fundierte Psychologie und anspruchsvolle Denkanstöße sucht, sollte um dieses Café einen ganz großen Bogen machen. Eigentlich möchte ich keinen Stern vergeben - als Bilderbuch war es jedoch schön anzusehen.
- Daniel Kahneman
Schnelles Denken, langsames Denken
(78)Aktuelle Rezension von: SeitenwindEs ist ein viel zitiertes Psychologie-Buch. Drum wollte ich es mal im Original intensiv durcharbeiten. Im Großen und Ganzen hat sich das auch gelohnt.
Begonnen wird sehr schlicht und gut sortiert. Man findet leicht rein und die Neugierde wird geweckt.
Nach und nach wird es unsortierter und komplexer. Es fühlt sich dann weniger wie ein Entdeckungs- und Orientierungs-Pfad an wie man es von Professoren wie Hawking, Asimov, usw. kennt, sondern eher wie eine Ansammlung an Studienergebnissen...
Das empfinde ich als eine der Schwächen des Buches. Man hätte es aufteilen können in Teil I für eine Leserschaft aus Dummies und in Teil II für Psychologie-Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern.
Das Rezipieren und Veranschaulichen von Effekten mit Beispielen hilft zwar für mehr Verständlichkeit und als Merkhilfe, jedoch fehlt der klare rote Faden, der alles unter einen Hut bringt. Hängen bleibt am Ende nur, dass der Mensch meist irrational handelt und - wenn er sich anstrengt- gute sachlich fundierte Ergebnisse hervorbringt.
- Michelle Obama
BECOMING
(382)Aktuelle Rezension von: annalog… für die USA und für die Welt.
Becoming gibt ganz aufrichtige Einblicke in die Geschichte der zielstrebigen ehemaligen First Lady Michelle Obama. Sie gibt Einblicke in den Weg, wie sie sich als junge Anwältin entwickelt, ihre eigenen Werte und Missionen entdeckt. Wie so den jungen Barack kennen und später auch lieben lernt. Mit welchen Auswirkungen ein politisches Amt und mehrere Wahlkampagnen eine junge Familie umzugehen hat.
Die Welt braucht mehr dieser idealistischen Realisten, die über ihren eigenen Nutzen hinweg a das Wohl vieler Menschen denken und Schotte unternehmen, um dieses zu verbessern. Unglaublich sympathisch geschrieben, lässt mich dieses Buch in der aktuellen Zeit leider melancholisch zurück.
- Stephen Hawking
Eine kurze Geschichte der Zeit
(351)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerTypische Sach- und Fachbücher sind oft trocken und für Laien schwer zugänglich, doch hier wurde, meiner Meinung nach, wirklich gute Arbeit geleistet. Man kann sich förmlich in die Rolle eines forschenden und entdeckenden Wissenschaftlers hineinversetzen und mit Herrn Hawking mitfühlen. Trotz der Qualität des Buches habe ich jedoch Bedenken, ob es für die breite Allgemeinheit geeignet ist. Ein gewisses Maß an Vorwissen, Insiderkenntnissen und wissenschaftlichem Interesse ist notwendig, um die Lektüre wirklich genießen zu können.
- Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(4.118)Aktuelle Rezension von: angeltearzDas Buch lag schon sehr lange auf meiner WuLi. Nicht nur, weil ich Hape Kerkeling als Mensch wirklich gerne mag, sondern wegen seiner Geschichte auf dem Jakobsweg.
Ja, er ist 2001 gewandert / gepilgert (heutzutage ein Unterscheid!), aber trotzdem. Endlich hatte ich die Chance das Buch zu lesen und ich habe es gefeiert. Ich liebe das Wandern und dieser Jakobsweg ist schon lange auf meiner Wander-WuLi. Alleine nach Santiago reingehen...
Das Buch hat mir wirklich richtig gut gefallen, genauso habe ich es erwartet. Er erzählt locker und flockig. Immer mit seinem typischen Witz.
Zwei kleine "Kritikpunkte" habe ich. Und zwar dass er gerne mal ordentlich ausholt in Anekdoten und Erinnerungen. Was eigentlich gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Und dann das stellenweise heftige Lästern über Mitwanderer. Das macht man einfach nicht. Auch nicht, wenn es witzig gemeint ist. - Brianna Wiest
101 Essays, die dein Leben verändern werden
(80)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueIch hab mir das Buch geholt, weil es schon ewig auf meiner Wunschliste stand und ich total neugierig war, ob ich was für mich aus dem Buch mitnehmen kann.
Definitiv ja, auch wenn man wissen sollte das es Impulse und Anregungen sind. Keine Lösungen für alltagsprobleme. Manche Essays haben mich so zum nachdenken gebracht, sodass ich danach das Buch zur Seite legen musste. Andere habe ich gelesen und da blieb nicht hängen.
Einige Essays haben sich auch vom Inhalt wiederholt. Insgesamt kann ich es dennoch empfehlen!
- Bill Bryson
Eine kurze Geschichte von fast allem
(411)Aktuelle Rezension von: ChristianHehlDas Buch ist eine unterhaltsame Reise durch die Zeit. Wie entstand das Universum (vermutlich)? Wie konnte es soweit kommen, dass die Erde sich mit der Menschheit rumschlagen muss? Wer hat rausgefunden, was es alles über Geologie zu wissen gibt?
Bryson schafft es die großen wissenschaftlichen Themen für Laien begreifbar zu machen. Dabei orientiert er sich an seiner eigenen Neugier um Themen greifbar zu machen, von denen die meisten Menschen zwar schon etwas gehört haben dürften, sie aber - so wie ich - keine Ahnung davon haben, was für Dinge aus welchen Gründen passiert sind.
Die Fülle an Informationen die das Buch bietet, führten bei mir dazu, dass ich es bereits mehrfach gelesen habe und immer noch Informationen finde, die mir völlig neu sind.
- Bruno Jelovic
Der Hundebeschützer
(93)Aktuelle Rezension von: AlaisDa ich soziale Medien nur im kleinen Umfang nutze, hatte ich noch nicht von Bruno Jelovic, dem "Godfather of dogs", gehört und war erstaunt über die ungewöhnliche Tierschutzgeschichte, die mich in diesem Buch erwartete. Bisher war mein Leitspruch im Leben "Du kannst nicht die ganze Welt retten, aber du kannst die ganze Welt für ein Tier retten". Bruno Jelovic gibt sich jedoch nicht damit zufrieden, einfach nur einzelne Hunde zu retten, sondern verfolgt den Ansatz, allen Straßenhunden, auf die er trifft, ein Zuhause zu bieten. Wie er das macht, fand ich sehr inspirierend.
Durch den lockeren Schreibstil und die vielen persönlichen Einblicke in das Leben von Jelovic wirkt der Text nahbar und liest sich leicht. Er beschreibt, was er mit seinem Team für die Hunde aufgebaut hat, und stellt auch ein paar einzelne Hunde vor. Hierbei habe ich mich sehr über den Bildteil in der Mitte mit den vielen Fotos gefreut, hätte mir vielleicht sogar noch ein paar mehr gewünscht. Natürlich gibt es im Kampf gegen das Tierleid in dieser Welt auch Rückschläge und traurige Momente, doch in diesem Buch überwiegen Hoffnung und kleine Wunder mit großer Bedeutung.
Ein wunderbares Buch, das den Mut macht, seinem Herzen zu folgen und einfache eigene Wege zu erschaffen, wo es vorher nur Ausweglosigkeit gab.
- Bas Kast
Der Ernährungskompass
(185)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteIn diesem Buch findet man eine sehr ausführliche Übersicht über Nahrungsmittel, die gesund sind und uns vor Krankheiten schützen, aber auch weniger gesunde Lebensmittel die uns auf Dauer krank machen. Man kann dieses ganze Wissen dann nutzen, um seine Ernährung umzustellen, was dann gar nicht wie eine Diät wirkt. Der Ratgeber ist weder trocken noch fad, sondern aufschlussreich, motivierend und leicht lesbar. Es werden Themen wie zum Beispiel: Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Proteine, Fette und diverse Diäten unter die Lupe genommen.
Wer dieses Buch liest, bekommt einen sehr informativen, detaillierten Überblick, basierend aus über tausend von Ernährungsstudien, was wirklich gesund ist und wie ich einfach meine Ernährung Schritt für Schritt umstellen kann.
Ich bin begeistert von diesem Buch. Es war total spannend und lehrreich. Ich hatte einige Aha-Momente und auch einiges erfahren, was ich noch nicht wusste. Ein Sachbuch für all jene, die sich so richtig mit dem Thema Ernährung auseinander setzten wollen. Dank des motivierenden Schreibstil, will man mit dem gelesenen Wissen gleich mal im Alltag loslegen.
- Herman Melville
Moby Dick
(547)Aktuelle Rezension von: ChristineunddiebuecherDie englische Stimme hat meiner Meinung nach einfach perfekt zur Geschichte gepasst. Es hat richtig Spaß gemacht zuzuhören - das Gleiche kann ich auch über den sehr durchdachten und kreativen Schreibstil sagen. Aus dem Grund, oder weil es auch älteres Englisch war, fiel es mir teilweise schwer zu folgen. Das gilt auch für die Zwischenkapitel, die im gesamten Buch immer wieder die Geschichte unterbrechen, um Details über das Leben auf dem Schiff, als Walfänger oder über die Wale selbst zu geben. Teilweise sind meine Gedanken dabei abgeschweift, weil ich die technischen Begriffe nicht kannte. Das fand ich schade, weil es sicher sehr interessant war.
Ich fand es spannend, dem Hauptcharakter auf seiner Reise zu folgen und werde mir auf jeden Fall den Film dazu anschauen.
- Jonathan Safran Foer
Tiere essen
(549)Aktuelle Rezension von: vanFriedenJonathan Safran Foer schafft es in „Tiere essen“, ein Thema zu behandeln, das uns alle betrifft, auf eine Art, die gleichermaßen eindringlich wie zugänglich ist. Ich war besonders beeindruckt von seiner Fähigkeit, komplexe Fakten, persönliche Erfahrungen und ethische Fragen zu einem flüssigen, packenden Text zu verweben.
Das Buch regt zum Nachdenken an – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch sorgfältig recherchierte Geschichten, Beispiele und Einsichten, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Es macht bewusst, wie eng unsere Essgewohnheiten mit Tierschutz, Umwelt und unserer eigenen Gesundheit verknüpft sind, und eröffnet gleichzeitig Raum für eigene Überlegungen und Entscheidungen.
Für mich ist „Tiere essen“ nicht nur eine informative Lektüre, sondern auch ein Appell, den eigenen Konsum zu reflektieren und Verantwortung ernst zu nehmen – ohne dabei bevormundend zu wirken. Ein Buch, das sowohl Augen öffnet als auch Herzen berührt, und das ich jedem ans Herz legen würde, der sich für bewusste Ernährung, Nachhaltigkeit und ethischen Konsum interessiert.
- Mai Thi Nguyen-Kim
Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit
(225)Aktuelle Rezension von: LidenBUCH
review
Autor
Mai Thi Nguyen - Kim
Genre des Buches:
Fachbuch Naturwissenschaft
Was ist das Hauptthema oder die Message des Buches ?
Aufklärung von Themen gesellschaftlicher Debatten
Würde ich es weiterempfehlen?
Bedingt
Datum
25.02.2026 (14)
Bewertung
Titel
Kleinste gemeinsame
Wirklichkeit
Zusammenfassung des Buches in meinen eigenen Worten:
Mai - Thi Nguyen Kim, Chemikerin mit Doktortitel, nimmt uns mit und wirtt einen Blick auf die Streitfragen des öffentlichen & gesellschaftlichen Diskurses (Zocken, Corona, Gender Pay
Gap usw.)
Mein Fazit zu diesem Buch:
Ich kenne nicht ihre Videos, finde sie aber als Person echt sympathisch und war umso enttäuschter über das Buch.
Ich lese einige Fach- und Sachbücher und viele davon sind zugänglicher geschrieben als dieses. Es wurde probiert, Humor reinzubringen und doch war die Lektüre zu langatmig und die Erläuterungen zu verschachtelt.
Schade !
- Caroline Criado-Perez
Unsichtbare Frauen
(126)Aktuelle Rezension von: Trishen77
Der Großteil der Menschheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke. Beginnend mit der Theorie vom Mann als Jäger räumten die Chronisten der Vergangenheit der Frau in der Entwicklung der Menschheit weder in kultureller noch in biologischer Hinsicht viel Platz ein. Stattdessen galten männliche Lebensläufe als repräsentativ für alle Menschen. […] Doch das Problem ist nicht nur, dass etwas verschwiegen wird. Die Leerstellen und das Schweigen haben ganz alltägliche Folgen für das Leben von Frauen. […] Die von Männern nicht berücksichtigten frauenspezifischen Faktoren betreffen die verschiedensten Bereiche. Dieses Buch wird jedoch zeigen, dass drei Themen wieder und wieder auftauchen: Der weibliche Körper, die von Frauen geleistete, unbezahlte Care-Arbeit und Gewalt von Männern gegen Frauen.
Wenn es um die Sicherheit bei Autounfällen geht, werden die dazugehörigen Vorrichtungen abgestimmt auf Körpertypen, die auf männlichen Modellen beruhen; ebenso ist es bei verschiedenen besonderen Kleidungsstücken wie etwa schusssicheren Westen. Regale werden so konstruiert, dass ein durchschnittlicher männlicher Körper das oberste Brett erreichen kann. Räumdienste in Städten räumen priorisiert die Straßen frei, statt die Fußgänger- und Fahrradwege, die sehr viel öfter von Frauen frequentiert werden.
Dies sind nur einige anschauliche Beispiele, fast noch harmlos. Zu ihnen gesellen sich die großen Ungleichheiten bei der Bezahlung, die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen auf männliche und weibliche Körper in der Öffentlichkeit und, auf einer abstrakten Ebene, das generelle Fehlen eines weiblichen Faktors in den Erhebungen von Daten zu jeglichem Thema. Dabei wird nicht nur die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen systematisch unterschlagen, sondern elementare und nachweislich feststellbare Bedürfnisse von Frauen bleiben unberücksichtigt. So kommt es zu der Welt in der wir leben – einer Welt, die für Frauen ein wesentlich problematischerer und unzureichend eingerichteter Ort ist als für Männer. Und auch das allgemeine Narrative dieser Welt, mit allen darin zusammengeführten Geschichten von Erfolg, Glück, etc. ist meist männlich.
Die Folge dieser zutiefst männlich dominierten Kultur ist, dass männliche Erfahrungen und Perspektiven als universell angesehen werden, während weibliche Erfahrungen – also die Erfahrungen der Hälfte der Weltbevölkerung – als, nun ja, Randerscheinung wahrgenommen werden. […] Deshalb auch ergab 2015 eine Studie über Wikipedia-Einträge in mehreren Sprachen, dass Artikel über Frauen Wörter wie »Frau«, »weiblich« oder »Dame« enthalten, während Artikel über Männer nicht »Mann«, »männlich« oder »Herr« umfassen (weil das männliche Geschlecht stets unausgesprochen unterstellt wird).
Gerade was die Entwicklungsgeschichte der Menschheit betrifft, haben wir meist die männliche Geschichte und die Errungenschaften für die Männer vor Augen – Frauen haben von der Athener Demokratie ebenso wenig profitiert wie von Renaissance und Aufklärung, trotzdem werden sie als übergreifende Errungenschaften gefeiert (die emanzipatorischen Bewegungen gelten dagegen dezidiert als Errungenschaften nur für Frauen). Diese aufs Männliche fixierte Weltsicht wird, wie Criado-Perez sehr umfassend darlegt, für universell gehalten, während eine weibliche Perspektive meist als ideologisch (!) aufgeladen gilt und mit diesem Argumente auch oft beiseitegeschoben wird.
»Unsichtbare Frauen« erzählt, was geschieht, wenn wir die Hälfte der Menschheit einfach vergessen. Es zeigt, wie die geschlechtsbezogene Datenlücke Frauen im Lauf eines mehr oder weniger normalen Lebens schadet – hinsichtlich der Stadtplanung, der Politik oder der Arbeitsplätze.
Es ist in der Tat ein Mammutwerk, das die Autorin hier vorgelegt hat, und das mit jeder vorgebrachten Statistik, mit jedem neuen Themengebiet, auf das Criado-Perez zu sprechen kommt, fundamentaler wird. Man kann es, so behaupte ich, nicht ohne teilweises Entsetzen und Erschrecken lesen. Dass die Macht- und Bezahlstrukturen in unseren Gesellschaften ungerecht sind, ist bereits in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen. Dieses Buch aber zeigt, wie tief die Wurzeln, Vorstellungen und Mechaniken, die diese Strukturen stützen und von ihnen hervorgebracht wurden, in alle Winkel des Alltags reichen. Von den einfachsten Wahrheiten bis zu den komplexesten Diskriminierungen ist dabei alles enthalten – viele Geschichten über die repräsentative Abwesenheit von Frauen in allen (für sie) wichtigen Bereichen.
Jede/r sollte zumindest einen Blick in dieses Buch werfen. Vor allem Männer und besonders die, die glauben, sie lebten nicht in einer sexistischen Welt und hätten einen objektiven Blick auf die Dinge (oder ein objektiver Blick würde ihnen täglich präsentiert).
Studien haben gezeigt, dass die Überzeugung, man selbst sei objektiv oder nicht sexistisch, zu weniger Objektivität und mehr sexistischem Verhalten führt.
- Yuval Noah Harari
Homo Deus
(166)Aktuelle Rezension von: KlausvanBingenWar das Vorgängermodell noch in weiten Teilen spannend und informativ hat dieses Buch leider ans Ende vom ersten im negativen Sinne angeknüpft. Es gibt eigentlich kaum etwas richtig Fesselndes, sondern nur noch Phrasen, die sich unendlich oft wiederholen.
Zudem erschienen mir einige Behauptungen wissenschaftlich kaum haltbar und ich musste das Buch irgendwann genervt abbrechen. Leider sein Geld nicht wert...
- Peter Wohlleben
Das geheime Leben der Bäume
(214)Aktuelle Rezension von: Spoky313Das geheime Leben der Bäume hat mich vor allem deshalb interessiert, weil ich zuvor dem Hype um den Autor gefolgt bin. Der Förster selbst ist durch Talkshow-Auftritte und seine Art, über Wälder und Bäume zu sprechen, stark präsent gewesen. Grundsätzlich finde ich es sehr sinnvoll, auf diese Weise Aufmerksamkeit auf das Thema Waldsterben und den Zustand der deutschen Wälder zu lenken.
Inhaltlich ist das Buch leicht zugänglich geschrieben und keine besonders komplexe Lektüre. Das macht es grundsätzlich angenehm lesbar und niedrigschwellig verständlich.
Problematisch war für mich jedoch die wiederkehrende Vermischung von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit stark spekulativen, teils esoterisch anmutenden oder zumindest nicht sauber belegten Interpretationen. Diese Übergänge waren teilweise so fließend, dass man sich gelegentlich fragt, ob hier eher Wunschdenken oder spirituelle Deutungsmuster in die Erklärung biologischer Zusammenhänge einfließen.
Das ist besonders schade, da die moderne Wissenschaft bereits sehr viele fundierte Erklärungen für ökologische und biologische Prozesse liefert und keine zusätzlichen „gefühlten“ oder pseudo-wissenschaftlichen Erklärungen benötigt, um die Komplexität eines Waldes zu verstehen.
Insgesamt hat mir genau dieser Punkt den Zugang zum Buch erschwert, sodass ich es trotz der wichtigen Thematik nicht höher bewerten kann.
- James Bowen
Bob, der Streuner
(983)Aktuelle Rezension von: AlissilaEine, für mich, wirklich spannende und herzerwärmende Geschichte. Es hat sich toll gelesen und für mich las es sich, als hätte James es mir bei einem Kaffee persönlich erzählt. Es wirkt nicht aufgesetzt sondern ehrlich. Manche stellen waren sicherlich nicht übermäßig ausführlich, weil es die Stimmung runter gezogen hätte.
Ich fand es sehr schön Bob und James begleitet zu haben.
- Randall Munroe
What if? Was wäre wenn? Jubiläumsausgabe: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen
(195)Aktuelle Rezension von: PrinzeraAuf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, durch einen Post einer Bekannten auf Bookstagram und fand direkt, dass es sich irgendwie lustig und spannend anhört. Denn klar, auch ich habe Fragen, die mich mir insgeheim so stelle, die aber so wild sind, dass ich niemals damit rechnen würde darauf eine fundierte Antwort zu erhalten. Und genau solche Leute schreiben Randall auf seinen Blog und er beantwortet, was er kann und mit seinem Gewissen vereinbaren kann auf höchst amüsante und schlaue Weise.
Die Optik des Buches ist relativ schlicht in einem Comic Stil gehalten, der dem Leser auch im Buch immer wieder begegnet, denn nicht nur, dass der Autor diese abstrusen Fragen beantwortet, Nein er zeichnet oft auch noch kleine Comics dazu, welche mir als nicht ganz so wissenschaftlich begabte Leserin, die Themen nochmal veranschaulichen.
Ich finde es wirklich erstaunlich wie Randall es schafft, dem Leser so kinderleicht wahrlich wissenschaftliches Wissen zu vermitteln, anhand von Fragen, die an Abstrusität teilweise kaum zu übertreffen sind. Ich habe so viel gelernt und es ist mir sogar leicht gefallen, selbst die komplexesten Szenarien (egal ob im Bezug auf das Weltall, Atome oder Mathematik) zu verstehen und nachzuvollziehen.
Das Ganze wird gepfeffert mit einer Prise Sarkasmus oder Ironie und herauskommt ein Wissensbuch der ganz anderen Art. So etwas wie "What if" ist mir vorher noch nirgends begegnet und umso dankbarer bin ich, auf das Buch aufmerksam geworden zu sein.
Fazit:
Dieses Buch ist für alle, die genauso wie ich, wenig Antworten aber umso mehr Fragen im Kopf haben und sich einfach freuen, dass es in der Welt jemanden gibt, der sich genau diese Fragen durchliest und bis ins Detail durchdenkt um dann eine Antwort zu geben, welche einen zwar nicht immer befriedigt aber doch zumindest zum Schmunzeln bringt.
- Dale Carnegie
Wie man Freunde gewinnt
(137)Aktuelle Rezension von: KalinaWie man Freunde gewinnt ist ein sehr praxisnahes Buch, das sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen und Kommunikation beschäftigt. Statt theoretisch zu bleiben, gibt es viele konkrete Beispiele und einfache Regeln, die man im Alltag direkt anwenden kann.
Besonders hilfreich fand ich die Tipps zum Umgang mit anderen Menschen, zum aktiven Zuhören und dazu, wie man ehrliches Interesse zeigt. Viele der Prinzipien wirken auf den ersten Blick einfach, haben aber im Alltag einen großen Einfluss darauf, wie man wahrgenommen wird und wie gut man mit anderen zurechtkommt.
Insgesamt ist das Buch ein guter Leitfaden für alle, die ihre sozialen Fähigkeiten verbessern und bewusster mit Menschen umgehen möchten.
- Eckart von Hirschhausen
Die Leber wächst mit ihren Aufgaben
(721)Aktuelle Rezension von: jess_nixxDas Buch ist absolut nicht witzig! Ganz im Gegenteil, ich habe mich zu Tode gelangweilt. Und informativ war es natürlich auch nicht....
Sorry aber das war so dermaßen schlecht, dass dies das zweite Buch in meinen Leben ist welches ich abgebrochen habe























