Bücher mit dem Tag "sachbücher"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sachbücher" gekennzeichnet haben.

105 Bücher

  1. Cover des Buches SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783328111245)
    Yuval Noah Harari

    SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit

     (370)
    Aktuelle Rezension von: Buecherverueckt

    Zunächst beginnt das Buch sehr interessant. Viele Punkte werden interessant, spannend und mit der richtigen Portion an Humor erklärt. Irgendwann beginnen sich die Theorien zu wiederholen. Das fand ich etwas schade, weil das Buch einfach etwas kürzer sein könnte, damit es genauso informativ und weniger Längen hat

  2. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442143139)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (660)
    Aktuelle Rezension von: Carla_S

    "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" von Richard David Precht ist zweifellos ein Buch, das wichtige Fragen zur menschlichen Identität und Persönlichkeit aufwirft. Precht bietet dem Leser einen Einblick in verschiedene philosophische Ansätze und lädt dazu ein, über das eigene Selbst und dessen Entwicklung nachzudenken.

    Jedoch lässt das Buch in seiner Ausführung zu wünschen übrig. Precht neigt dazu, philosophische Konzepte oberflächlich zu behandeln, und verpasst oft die Möglichkeit, tiefergehende Diskussionen anzustoßen. Die vielen Ideen, die er präsentiert, werden oft nur gestreift, ohne dass sie in ausreichendem Maße ausgeführt werden.

    Ein weiteres Manko ist Prechts Neigung, in seinem Schreibstil von einem Thema zum nächsten zu springen, ohne klare Verbindungen zwischen den Kapiteln herzustellen. Dies kann es dem Leser erschweren, den Gedankengängen zu folgen und ein kohärentes Verständnis der behandelten Themen zu entwickeln.

    Obwohl das Buch sicherlich einige interessante Einsichten bietet, bleibt der Eindruck, dass es an Tiefe und Substanz mangelt. Es könnte von einer strafferen Struktur und einer gründlicheren Behandlung der vorgestellten Ideen profitieren.

    Insgesamt verdient "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" vielleicht eine durchschnittliche Bewertung von 3 von 5 Sternen. Es ist eine solide Einführung in das Thema, aber es fehlt an der Tiefe und dem Detailreichtum, um wirklich herausragend zu sein.

  3. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783548375892)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

     (828)
    Aktuelle Rezension von: Mamarena

    Da ich aus gesundheitlichem Anlass das Buch gekauft habe (Reizdarm), habe ich viele gute Ideen erfahren. Sehr vieles war vollkommen neu für mich. Ich bin erstaunt, wie eine junge Frau sich so sehr mit diesem Thema und dieser Materie beschäftigt. Allerdings wäre es für jeden Menschen wichtig,  um mehr über seinen Körper, die Ernährung und Krankheiten zu wissen. An manchen Stellen war es langweilig. Wurde dann aber durch die lustigen Stellen abgelöst. Vielen Dank für dieses Buch!

  4. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499626005)
    Stephen Hawking

    Eine kurze Geschichte der Zeit

     (342)
    Aktuelle Rezension von: DrGordon

    Es gibt sicherlich nicht sehr viele Menschen, die das Buch auch nach mehrmaligen Lesen vollständig verstanden haben. Selbst wenn keine mathematische Formeln darin vorkommen. Der "Kampf zwischen der Allgemeinen Relativitätstheorie" und der Quantenphysik. Die Einbindung der Gravitationskraft, leichte und schwere anthropologische Kraft, eine vorwärts und eine rückwärtsgerichtete Zeit, drei oder mehr Dimensionen und vieles mehr. 

    Welchen (physikalischen) EInfluss hat Gott, warum macht es keinen SInn sich aus physikalischer Sicht zu Fragen was vor dem Urknall und der SIngularität war, welche Rolle spielt die Gravitation für eine Denken aus mehr als Drei Dimensionen.

    Das Buch fasziniert nicht nur "Trekkis" und Star Wars-Fans. Es erkennt aber auch seine Grenzen, da sich theoretische Physik sehr viel nur im Kopf abspielt. Was ist wichtiger Theorien oder Beobachtungen, oder ist es die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei.



  5. Cover des Buches Jetzt! Die Kraft der Gegenwart (ISBN: 9783958833340)
    Eckhart Tolle

    Jetzt! Die Kraft der Gegenwart

     (140)
    Aktuelle Rezension von: mymagicalbookwonderland

    Rezension


    Buchname: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart

    Autor: Eckhart Tolle 

    Seiten:   272 (Print) 

    Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich 

    Verlag: ‎‎ Arkana; 2. Edition (12. Januar 2024) 

    Sterne: 5


    Cover:

    Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in dunklen bzw rotfarbenen Buchstaben im mittleren Bereich. Es wurde abstrakt gestaltet und einfach. .  Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend. 


    Klappentext: (aus Amazon übernommen)



    Der Leitfaden zum spirituellen Erwachen! Jetzt...Es gibt nur diesen Moment. Und darin liegt unsere Kraft. Denn das Jetzt ist der Eingang zu unserer tiefsten inneren Glückseligkeit, zu ewigem Sein, zu dem Frieden, den wir unser Leben lang ersehnen, verfolgen, jagen, verpassen. Hier ist er. Dieses Buch, bestechend in seiner Einfachheit und Poesie, ist ein Augen- und Herzöffner für jeden, vom Anfänger in spirituellen Dingen bis zum ´alten Hasen´. Alle Hintertürchen werden sanft geschlossen, bis wir vor dem Jetzt stehen. Hier ist ein Tor, sagt der Autor, nutze es! Kein Wunder, dass Eckhart Tolle so begehrt ist ― die größten, tiefsten Wahrheiten klingen bei ihm so einleuchtend, schlicht und klar, dass man plötzlich alles versteht, ja, nicht nur versteht, sondern erlebt. 

    Schreibstil:

    Der Schreibstil des Autors ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich. 


    Meinung:


    !!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!


    Mir hat  „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle unheimlich gut gefallen. Das Buch habe ich zu einem passenden Zeitpunkt in meinem Leben gelesen und konnte sehr viel für mich persönlich mitnehmen. Ich persönlich habe ich auch zwei Mal hintereinander gelesen, weil beim ersten Mal lesen, sind so viele Informationen auf mich eingeprasselt, dass mein Hirn, das gar nicht verarbeiten konnte. Beim erneuten Lesen habe ich einfach die Sachen schon aus einem anderem Blickwinkel gesehen und mitbekommen. Ich glaube ich kann es noch 10 mal lesen und jedes Mal entdecke ich noch etwas neues.. Um hier echt detailliert ins Detail zu gehen, reicht hier mir persönlich der Platz nicht und ich möchte auch nicht meine ganze Lebensgeschichte hier ausbreiten. Aber nur so viel: Ich fande es unheimlich spannend zu lesen, es hat meinen Horizont erweitert und ich konnte mir persönlich sehr viel mitnehmen. Daher bekommt „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ von mir auch sehr verdiente 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. 


    Fazit:


    Sehr inspirierendes Buch, dass ich nur jedem sehr ans Herz legen kann. 


  6. Cover des Buches Die Gesetze der Gewinner (ISBN: 9783423438247)
    Bodo Schäfer

    Die Gesetze der Gewinner

     (45)
    Aktuelle Rezension von: ValerijaFort

    „Die Gesetzte der Gewinner„ von Bodo Schäfer haben mich sehr über alles nachdenken lassen. Es gibt immer die Möglichkeit erfolgreicher zu werden, und dieses Buch ist der perfekte erste Schritt hierfür. Ich konnte aus diesem Buch so vieles lernen und mitnehmen, ich hoffe Sie können es auch! 

  7. Cover des Buches Der Horror der frühen Medizin: Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner (suhrkamp taschenbuch) (ISBN: 9783518470589)
    Lindsey Fitzharris

    Der Horror der frühen Medizin: Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner (suhrkamp taschenbuch)

     (166)
    Aktuelle Rezension von: buchkaetti

    Erstmals sollten wir uns alle verdammt glücklich schätzen, in diesem Zeitalter des "Medizinwunders"zu leben. 

    Im Buch schreiben wir die Anfänge bis Mitte des 19. Jh.

    Der junge Lister sitzt mit vielen anderen Studierenden ungeduldig im Operationssaal der University of Edingburgh, wartend auf die Vorstellung einer live Operation, unter dem Versuch den Patienten mit Äther zu betäuben. Das bis dahin unmöglich gesagte, wird an diesem Tag möglich gemacht. In diesem Moment fasst der junge Lister einen Entschluss, den das Leben einer gesamten Spezies, deutlich verbessern wird. Er wird Todesqualen lindern können und die Medizin einen Meilenstein voranbringen. 

    Das Buch zeigt die geschichtliche Entwicklung der Medizin, von den Anfängen der Chirurgie, von der Zeit in dem Narkosemittel noch nicht entdeckt waren, erste Erfolge konnten die damaligen Forscher mit Äther erlangen. Vorher wurden vor allem Amputationen ohne Sterilisierung und ohne Betäubung durchgeführt. Zu dieser Zeit luden viele Chirurgen das männliche Volk ein, einer solchen beizuwohnen. Hygienische Vorschriften gab es noch nicht.Ein Patient, der krank wurde, durchlebte die feinste Hölle und nicht wenige wünschten sich auf der Stelle zu sterben. 

    Die Autorin verwendet den reinen Erzählstil, es fehlt leider an Dialogen, und/oder kleinen  Ausflügen in die Gedankenwelten sowohl der Wissenschaftler, als auch der Patienten.

    So bleibt es leider am Ende ein zwar genial interessantes Sachbuch, aber ohne Einblicke in Emotionen, Empfindungen oder Wertvorstellungen. Finde ich persönlich sehr schade

    Klare Empfehlung 4🌟🌟🌟🌟/5

  8. Cover des Buches Fermats letzter Satz (ISBN: 9783423195188)
    Simon Singh

    Fermats letzter Satz

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mathematik ist eines der Themen, das bei den meisten Menschen im besten Fall ein Stöhnen und Kopfschütteln hervorruft, im unterhaltsamsten Fall eine Tirade über die Hölle des Mathe-Unterrichts in der Schule. Nachdem ich mich selbst mit viel Stress und Lernaufwand durch mein Mathe-Abitur und mehrere Statistik-Vorlesungen in der Uni gekämpft habe, kann ich von all dem ein Lied singen. Doch abseits von Noten und dem Intelligenz-Konkurenzkampfs des Bildungssystem fand ich früher Mathe immer sehr beruhigend und entspannend. Klare Regeln, die zu einem klaren Ziel führen. Sogar Kreativität war notwendig, um herauszufinden, welche Regeln relevant waren! "Fermats letzter Satz - Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels" von Simon Singh hat mir diese Freude zurückgegeben, oder mir zumindest erneut vor Augen geführt, wie schön und faszinierend Mathematik sein kann.
    Pierre de Fermat, ein französischer amateur Mathematiker des 17. Jahrhunderts, kritzelte eine Behauptung zum Satz des Pythagoras (a²+b²=c²) in den Seitenrand, doch keinen Beweis. Es dauerte 300 Jahre, bis die moderne Mathematik dies endlich nachholen konnte.
    In etwas unter 400 Seiten stellt Simon Singh anhand dieses Problems und seiner individuellen Geschichte eine kurze, übersichtliche Geschichte der Mathematik dar. Von Pythagoras im alten Griechenland, über die Bibliothek von Alexandria, die politischen Umschwünge Frankreich des 19. Jahrhunderts, die Mathematik im Nachkriegs-Japan und wie die wissenschaftliche Community in den 90er Jahren (und wahrscheinlich auch noch heute) arbeitet. Dafür sind keine tiefgründigen Mathekenntnisse nötig, denn er schafft es alle relevanten Elemente kurz und präzise zu erklären - ohne viele Formeln oder Variabeln, die man sich merken muss. Stattdessen ließt sich dieses Buch wie ein Bergpaziergang: ich wurde an die Hand genommen, den Weg entlanggeführt und merkte die Steigung kaum, bis der Gipfel erreicht war. Und dann konnte ich es kaum erwarten, den Nächsten zu erklimmen.

  9. Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
    Isaac Asimov

    Ich, der Roboter

     (63)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    DIes war mein erster Ausflug in die klassische Sci-Fi-Literatur und hat mich sehr positiv überrascht. Das Buch umfasst mehrere Kurzgeschichten, die die einzelne Entwicklungsstufen der Robotertechnik zum Thema haben. Dabei geht es nicht so sehr um die technischen Details, sondern vielmehr um das Verhältnis zu den Menschen, die die Roboter erschaffen haben. 

    Ausgangspunkt sind allgemeingültige Grundregeln nach denen die Roboter erschaffen werden. In den einzelnen Geschichten werden die Wirksamkeit dieser Grundregeln, dargestellt, vermeintliche Abweichungen analysiert und Gefahren beschrieben, wenn die Grundregeln bewusst manipuliert werden.  

  10. Cover des Buches Eine Landkarte der Zeit (ISBN: 9783492045605)
    Robert Levine

    Eine Landkarte der Zeit

     (13)
    Aktuelle Rezension von: crooks
    Durchaus eine Gelegenheit und eine Inspiration über die verschiedenen Geschwindigkeiten der Zeit nachzudenken und sein eigenes Verhältnis dazu zu überdenken. Etwas schwierig fand ich den Zugang über den psychosozialen und soziokulturellen Ansatz des Autors und manchmal hätte ich mir eine weniger wissenschaftliche Betrachtung gewünscht. Dennoch lesenswert und gut geschrieben.
  11. Cover des Buches Preußen (ISBN: 9783421070210)
    Christopher Clark

    Preußen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83
    Zitiere an dieser Stelle mal Rezensenten-Freund Mario Pf. von "amazon", der es mit seiner Besprechung schon perfekt auf den Punkt bringt:

    "Sir Winston Churchill bezeichnete Preußen einst als "die Wurzel allen Übels" und so verwundert es kaum, dass die Churchills Überzeugung zu Grunde liegende Sichtweise von Preußen als Hort des Nationalsozialismus aufgegriffen wurde und in der der Auflösung des Freistaats durch den Alliierten Kontrollrat am 25. Februar 1947 mündete. Nun bricht der 1960 in Sydney geborene Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharines' College in Cambridge mit diesem Diktum und zwingt durch sein eindrucksvolles Standard-Werk zu einer Revision des Preußenbildes, denn "Die Wahrheit ist, dass Preußen ein europäischer Staat war, lange bevor es ein deutscher wurde. Deutschland war nicht die Erfüllung Preußens, sondern sein Verderben".

    Für Christopher Clark beginnt der Aufstieg Preußens jedoch nicht erst 1701 mit der Krönung Friedrich III. zu König Friedrich I. in Preußen, sondern bereits um 1600, als die Kurfürsten der Markgrafschaft Brandenburg gerade begannen ihre Position im Heiligen Römischen Reich zu festigen. 1613 etwa, konvertierte Kurfürst Johann Sigismund zum Calvinismus und wurde somit zu einem calvinistischen Herrscher über ein lutherisches Land, was zu einigen Differenzen mit dem Landadel führen sollte. Noch waren die brandenburgischen Hohenzollern lediglich Herrscher Brandenburgs, bis sie 1618 das Herzogtum Preußen erbten, welches außerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ursprünglich eine Region zwischen Hinterpommern und dem Kurland bezeichnete.

    In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurden die Länder der Hohenzollern vermehrt verwüstet und der Kurfürst wechselte mehr als einmal die Bündnisse, wobei Georg Wilhelm zuletzt in das eher sichere Preußen flüchten musste, wo er 1640 verstarb. Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm erbte ein zerrüttetes Land, das vom Dreißigjährigen Krieg gezeichnet war, ein schweres Trauma zu bewältigen hatte, doch der junge Monarch schritt energisch zur Tat und begann nicht nur das Heer zu vergrößern, sondern auch zu modernisieren und durch bessere Ausbildung, wie Manöver zu einer schlagkräftigen Truppe zu machen. Als Folge des Dreißigjährigen Krieges erkannten die brandenburgischen Folgen, wie wichtig eine Festigung ihrer Souveränität im Reich ist und dass sich das bleibende Gefühl der Verwundbarkeit nur durch ein starkes Heer effektiv bekämpfen lässt. Um dieses zu erhalten brauchte man allerdings Gelder, die unter anderem durch häufige Wechsel der Bündnispartner lukriert wurden.
     
    Erst als sich Friedrich III. zu König Friedrich I. krönte, wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, die zur Bildung eines stärkeren Einheitsgefühls der nun königlichen Lande führte und Preußen im Laufe des 18. Jahrhunderts zum Namen des neuen Königreichs werden ließ. Die Krönung, so Clark, passte jedoch in ihre Zeit, als viele europäische Herrscher eine Standeserhöhung anstrebten und diese im Falle Preußens eben doch zu einer besseren Integration des vormaligen Herzogtums führte.

    Was an Clarks Werk besonders hervorzuheben ist, er nutzt eine klare und deutliche Sprache, deren Formulierungen für Laien genauso verständlich sind, wie für Historiker. Dabei erzählt er die Geschichte von Preußens Aufstieg lebendig und regelrecht spannend, indem er neben der Ereignisgeschichte auch immer wieder Biographien bedeutender Persönlichkeiten, sowie Berichten und ferner eben Geschichten miteinander verwebt. Dabei bleibt der Autor dem Anspruch des Werkes jedoch treu und hält sich an eine umfassende Darstellung der Geschichte, ohne abzudriften. Dabei würde man sich jedoch immer wieder wünschen, er hätte doch bei diesem oder jenen Thema etwas mehr aufgearbeitet und doch vergisst man darüber leicht, dass genau dies den Umfang des Buches gesprengt hätte. Tragisch ist das gerade beim Thema Religion in Preußen, worüber Clark als Autor von "The Politics of Conversion: Missionary Protestantism and the Jews in Prussia" ein sehr spezifisches Fachwissen besitzen dürfte, dem er in sein opus magnum leider nur geringfügig Rechnung tragen darf.

    Fortschritte und Rückschläge zeichnen die Geschichte Preußens und Christopher Clark scheut sich nicht, die Geschichte Preußens frei von allen Mythen, als eine politische Erfolgsgeschichte darzustellen. Die preußische Sicherheitspolitik verlangte ein starkes Heer, das Heer eine Finanzierung durch Bündnisse und die außenpolitischen Interessen eine Abgrenzung von der bedingungslosen Kaisertreue. Somit waren Preußens größte Innovationen und Errungenschaften einer Kosten-Nutzen-Rechnung unterworfen, etwa die Aufnahme Vertriebener Hugenotten, welche als leistungsfähige Arbeiter und Handwerker ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität Preußens leisteten. Als Australier ist Clark denkbar in der Lage sich objektiv-distanziert mit Preußen zu befassen und eigentlich war auch "Preußen: Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947" ursprünglich für britische Leserschaft gedacht, wobei von dieser anderen Perspektive aber interessante Impulse ausgehen.

    An die Ära des Deutschen Reichs nähert sich Clark unter dem Aspekt an, dass Preußen in dieser Zeit innerhalb des Reichs (Seite 637) "mit 65 Prozent der Gesamtfläche und einem Bevölkerungsanteil von 62 Prozent de facto eine Hegemonialstellung" genoss. Von da an, befand sich Preußen in Auflösung und hatte sich trotz allem den gesamtdeutschen Interessen unterzuordnen, auch wenn der preußische Ministerpräsident gleichzeitig als Reichskanzler agierte und der König Kaiser war.

    Die einzige Kritik, die ich an diesem fulminant erzählten und fesselnden Werk gefunden habe (und daher lediglich mit 4 Sternen bewerte) ist, dass die Sozialgeschichte eindeutig zu kurz kommt; der Schwerpunkt liegt auf der Ereignisgeschichte bzw. brilliant geschriebenen biographischen Essays. Natürlich werden auch die politischen Ideen (etwa der Pietismus) und die einzelnen Mächte im Land (Städte, Landadel) beschrieben. Die Auswirkungen der Industrialisierung kommen jedoch eindeutig zu kurz. Industrialisierung und die damit erzwungene Modernisierung waren wichtige Faktoren, die auch Preußen prägten - die preußischen Güter waren überschuldet und marode, der industriellen Konkurrenz nicht mehr "gewachsen" - und es ist bezeichnend, dass der letzte Anlass zum Sturz von Heinrich Brüning die von ihm gesehene Notwendigkeit gewesen ist, die großen Güter in Ostpreußen zu parzellieren und aufzuteilen, was ihm prompt in der Umgebung Hindenburgs als "Agrarbolschewismus" verübelt wurde.

    Mit einem über 100 Seiten starken Anhang aus Anmerkungen, Index, Quellen-, Literatur- und Abbildungsverzeichnissen, sowie einigen sehr sehenswerten Kartenmaterial ist Christopher Clarks "Preußen: Aufstieg und Niedergang" ein wahren Wälzer, bleiben doch mehr als 700 Seiten an Text, die das Werk schlicht zu "dem" aktuellen Standard- und Referenzwerk machen, eine lohnenswerte Anschaffung für historisch Interessierte ist es schon aufgrund des unkomplizierten Stils und der fundierten wie erst recht umfassend ausgearbeiteten Geschichte allemal.

    Insgesamt ist Christopher Clarks neues Buch über Preußen ist eine hervorragende Darstellung über Aufstieg und Niedergang Preußens zwischen 1600 und 1947. Er sieht Preußens Geschichte - im Gegensatz zu zahlreichen früheren britischen Historikern - nicht nur als Verhängnis an, welches zum Niedergang Deutschlands geführt habe (etwa im Vergleich zu Shirers monumentaler Studie zum Dritten Reich, die dessen Existenz auf das "preußische" und deutsche Erbe ziemlich undifferenziert zurückführt), sondern ist eine wohltuend differenzierte Darstellung, die nicht nur fesselnd geschrieben ist, sondern sich bemüht, Preußen vorurteilslos darzustellen und zu "erzählen". Eine wohltuend differenzierte und gut lesbare Studie entstanden, die Haffners Werk und dem grundlegenden Preußen-Buch von Hans-Joachim Schoeps in keiner Weise nachsteht und sicherlich bald zum Standardwerk der Preußen-Werke zählen wird. "
  12. Cover des Buches Das Mysterium der Tiere (ISBN: 9783746635002)
    Karsten Brensing

    Das Mysterium der Tiere

     (25)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Am Ende werden Sie sich vermutlich fragen: Was unterscheidet uns denn noch von Tieren? Nicht viel, doch so viel kann ich verraten: Wir Menschen haben eine klitzekleine Eigenart, auf der unser Erfolg als Art beruht, und dies ist nicht unsere Sprache. Am menschlichen Thron wird somit nicht gerüttelt, doch in der Welt, in der Sie nach der Lektüre dieses Büchleins leben, werden Sie und alle anderen Menschen nicht mehr allein sein, sie werden gemeinsam mit anderen ihrer selbst bewussten und fühlenden Wesen leben, und vielleicht grüßen Sie von nun an höflich den einen oder anderen Raben in ihrer Nachbarschaft.‘ (Seite 13)

    Der Meeresbiologe und promovierte Verhaltensforscher Karsten Brensing erzählt in seinem Buch ‚Das Mysterium der Tiere‘ von Bärtierchen und Bettwanzen, Randy Thornhill und Craig Palmer, Bonobos und Delfinen, Oxytocin und Vertrauen, Gerüchen und Immunsystem, Buckelwalen und Musik, Laubenvögeln und optischer Täuschung, Sprache und Tanz, Infraschall und Ultraschall, Umweltschutz und Sozialverhalten, Spaßgesellschaft und Spielen, Tüpfelhyänen und Vetternwirtschaft, prozeduralem und deklarativem Gedächtnis, Trauer und Tod, Objektpermanenz und Logik, Belohnungsaufschub und Impulskontrolle, Selbstbewusstsein und Theory of Mind, Big Five und Persönlichkeit, Vernunft und Verlustaversion, Drogen und Alkohol sowie das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

    Obwohl ich mich schon sehr intensiv mit der im Buch behandelten Thematik auseinandergesetzt habe, hat ‚Das Mysterium der Tiere‘ meine Kenntnisse in den oben genannten Themen noch ausweiten und mir viel Wissen über Tiere vermitteln können.

    Im Buch bin ich zudem auf viele Dinge gestoßen, die ich noch aus meinem Psychologie-Studium kenne, wobei es damals natürlich um menschliches Verhalten, die menschliche Gefühls- und Gedankenwelt ging. Brensing verwebt in seinem Buch (sozial-) psychologische Erkenntnisse mit der Erlebniswelt von Tieren, was einerseits dazu führt, dass man mehr über die Psyche des Menschen lernen kann, und andererseits Parallelen zu anderen Tieren aufgezeigt werden.

    Brensing verwendet bei seinen Ausführungen anschauliche Beispiele und deckt ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Befunden und Beobachtungen aus dem Alltag ab. Dass er begeistert von seinem Thema und fasziniert von Tieren ist, merkt man auf jeder Seite seines wunderbaren Buches, das zudem leicht verständlich geschrieben ist und durch Farbfotos ergänzt wird.

    Ich kann ‚Das Mysterium der Tiere‘ sehr empfehlen und freue mich außerdem, dass die Themen Tiere und Verhaltensbiologie derzeit so stark bei den Verlagen vertreten sind, da ich es essentiell finde, über Tiere, ihre Fähigkeiten, ihre Empfindungen und ihre Leidensfähigkeit aufzuklären.
  13. Cover des Buches Atlas Shrugged (ISBN: 1439507147)
  14. Cover des Buches Ex Libris (ISBN: 9783257236460)
    Anne Fadiman

    Ex Libris

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Maggi
    Dieses schmale Buch vereint mehrere äußerst unterhaltsame, vielseitige Essays der Autorin. Die Essays lassen sich sowohl einzeln, als auch am Stück lesen. Die Autorin gewährt dem Leser tiefe Einblicke in ihre Familie, Herkunfts- sowie eigene Familie, und die Liebe zu Literatur, Dichtung und Büchern als haptischer Gegenstand, die sie und ihre Familie eint! Jeder Bibliophile wird sich hier im ein oder anderen Detail wieder erkennen und durch die Vielfalt der Essays kann jeder auch noch was dazu lernen. Auf jeden Fall ist dieses Büchlein sehr inspirierend und unterhaltsam!
  15. Cover des Buches Neurolinguistisches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung (ISBN: 9783867310703)
  16. Cover des Buches Methodisch korrektes Biertrinken (ISBN: 9783548375878)
    Reinhard Remfort

    Methodisch korrektes Biertrinken

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Laecheln86

    Methodisch korrektes Biertrinken ist kein typisches populärwissenschaftliches Sachbuch, denn es umfasst neben dem erklärenden Part auch einen ebenso großen Anteil unterhaltsamer Story. Autor ist der Science Slammer und Physiker Reinhard Remfort, der gemeinsam mit Kollege Nicolas Wöhrl vor einigen Jahren den „Methodisch inkorrekt“-Podcast ins Leben rief. Der Podcast ist kostenlos und eignet sich hervorragend, um einen Ersteindruck von Autor und Buch zu bekommen. 

    Was passiert?

    Szenario dieses Sachbuchs ist ein typischer Silvesterabend in einer Männer-WG. Gemeinsam mit Freunden lädt Reinhard Remfort zur großen Party in seine Wohnung: Bald erscheinen die ersten schrägen Typen samt Alkoholvorrat, Musikequipment und Knallern. Ein feuchtfröhlicher Abend mit WG-internem FIFA-Turnier, diversen Trinkspielen und Wetten sowie dem Böllerkrieg gegen die Schnösel-WG von der anderen Straßenseite beginnt. Durch das Sachbuch führt eine Story voller chaotischer doch liebenswerter Figuren, die ich hier nicht erwartet hätte. 

    Worum geht´s? 

    Wie aus dem Podcast gewohnt, erklärt Reinhard Remfort die Ereignisse des Abends leicht verständlich für Nicht-Wissenschaftler. Den Text begleiten methodisch inkorrekte Skizzen, die tatsächlich Kneipenflair erzeugen. Er berichtet von den Trinkspielen des Abends und wie man die eigenen Chancen zu gewinnen mit wenigen Tricks grundlegend erhöht. Weitere Themen des Abends sind: Wie kühlt man warmes Bier schnell ab? Wie klopft man richtig auf die geschüttelte Bierdose, um ein Fiasko zu vermeiden? Wie mogelt man sich elegant als Möchtegern-Weinkenner durch den Abend? Und wie spielt man mit Kakao eine Tonleiter? Schade nur, dass der Physiker dabei manchmal in die passive Rolle des (teils langatmig erzählenden) Beobachters verfällt. 

    Fazit:  Eine lehrreiche Punkrock-Silvesterparty to go!

    Wie auch im Podcast ist Reinhard Remfort jedes Mittel recht, für „seine“ Wissenschaft zu begeistern. Und das gelingt auch im Buch: Das Szenario der Silvesterparty haucht den öden Schulfächern Physik und Chemie neues Leben ein. Methodisch korrektes Biertrinken vereint Story, Wissen und eine Prise nerdigen Humors auf knackigen 200 Seiten mit Partyflair. Ganz nebenbei lernt man auch praktische Kniffe, die im Alltag nützen können. 

    Methodisch korrektes Biertrinken wird Fans des Podcasts begeistern, doch es eignet sich auch für Neulinge, die sich Grundlagen zum Thema Alltagsphysik auf lässige und alternative Weise anlesen wollen. Weniger geeignet ist das Buch für Leser, die regelmäßig populärwissenschaftliche Sachbücher lesen oder einiges Vorwissen haben. Mit Sicherheit gibt es umfangreichere Bücher mit gleichem Thema und fachlicher Präzision. - Aber eine so verrückte und lehrreiche Punkrock-Physik-Silvesterparty gibt es nur ein einziges Mal. 

    Vielen Dank an Ullstein für dieses Rezi-Exemplar! 

    Ausführliche Rezi auf meinem Blog. 

  17. Cover des Buches Alles, was wir wissen und was nicht (ISBN: 9783806243116)
    Christopher Lloyd

    Alles, was wir wissen und was nicht

     (58)
    Aktuelle Rezension von: tigerbea

    "Alles, was wir wissen und was nicht" von Christopher Lloyd ist ein umfangreiches Werk, das wirklich jedes Thema behandelt. Natürlich kann auf 375 Seiten nicht jedes Thema umfangreich und ausführlich bis in das kleinste Detail behandelt werden. Aber das Grundwissen wird hier wirklich zu allem vermittelt. Das Buch ist in die Kapitel Universum, Erde, Materie, Leben, Menschen, Altertum und Mittelalter, Moderne Zeiten sowie Heute und Morgen aufgeteilt. Die Kapitel sind sehr übersichtlich gestaltet. Die einzelnen Unterthemen werden in kurzen Texten behandelt, es gibt Grafiken und Farbfotos um das Thema anschaulich zu untermalen. Dies alles macht die vielfältigen Themen wirklich für jedermann zugänglich, da alles leicht verständlich dargestellt wird. Neues Wissen wird hier jeder für sich entdecken. Man kann dies Buch auf zwei Arten lesen. Entweder liest man in Reihenfolge von vorn bis hinten, oder aber man sucht sich ein Thema aus und liest gezielt. Beide Arten sind sehr gut machbar und sorgen für Unterhaltung. Eines erreicht Christopher Lloyd auf jeden Fall: Man liest sich sogar fest, wenn man eigentlich nur mal eben durch das Buch blättern möchte!

  18. Cover des Buches Schau dich um in der Natur - Der Wald (ISBN: 9783328300076)
    Moira Butterfield

    Schau dich um in der Natur - Der Wald

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Linke

    Das Buch "Schau dich um in der Natur-Der Wald" ist von Moira Butterfield und die Illustrationen sind von Jesús Verona. 

    Das Buch ist so schön anschaulich gestaltet, auf der einen Seite wird einem erklärt wie verschieden die Bäume, Blätter und Rinden sind und auf der anderen Seite werden die Kinder aufgefordert Tiere oder Blumen in den Bildern zu suchen. Es ist kindgerecht geschrieben mit kurzen knappen Informationen, damit es nicht zu viel wird. Ich finde das Buch perfekt um es mit einem Spaziergang im Wald zu verbinden, um die gezeigten Blätter oder Nüsse und Zapfen zu suchen und zu sammeln um hinterher Männchen aus den Nüssen zu basteln oder Blätter abzupausen

  19. Cover des Buches Think and Grow Rich (ISBN: 9781304534927)
  20. Cover des Buches Yoga for EveryBody - schmerzfrei und entspannt in Schultern und Nacken (ISBN: 9783426878200)
    Inge Schöps

    Yoga for EveryBody - schmerzfrei und entspannt in Schultern und Nacken

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    Wenn Schultern und Nacken schmerzen, dann kann das eine ähnliche Wirkung entfalten wie eine Migräne. Die Schmerzen ziehen in den Kopf, weil eine Verspannung oder Schlimmeres eben nicht nur lokal in ihren Auswirkungen bleiben. Ist erst einmal das muskuläre Gleichgewicht durcheinander, dann hat man es immer auch mit Versuchen des Körpers zu tun, einen Ausgleich herzustellen, die schließlich irgendwann zu neuen Dysbalancen führen.

    Auch die besten Methoden, wie eben Yoga, können dauerhaft nicht helfen, wenn die Ursachen der Leiden nicht beseitigt werden. Bei Nacken- und Schulterproblemen sind das meistens Fehlhaltungen, von denen man gar nicht mehr weiß, wie sie eigentlich entstanden sind. Man sitzt beispielsweise einfach falsch, kann sich aber eine andere Sitzposition überhaupt nicht mehr vorstellen. Sieht man sich an, wie Betroffene stehen, dann fallen sie meistens in der Schulter etwas nach vorne. Das hat zur Folge, dass der Kopf diese unnatürliche Haltung ausgleichen muss, wenn man nicht andauernd nach unten sehen will. Damit aber kommt in der komplizierten Muskelstruktur von Schulter und Nacken eigentlich alles durcheinander.

    Wer begreifen möchte, in welcher meist unbewusst katastrophalen Körperhaltung er sich wirklich befindet, sollte sich einen sogenannten Geradehalter zulegen. Solche Konstruktionen zwingen zu einem aufrechten (stolzen) Stand und helfen gelegentlich auch akute Schmerzen zu beseitigen, weil sie der Fehlhaltung entgegenwirken. Gleichzeitig schaffen sie ein Bewusstsein für die richtige Haltung.

    Dehnen und Kräftigen der leidenden Muskulatur (zum Beispiel durch Yogaübungen) helfen also nur, wenn gleichzeitig die Ursachen der Probleme beseitigt werden. Dazu findet man in diesem Buch aus verständlichen Gründen nur einige kurze Bemerkungen. Um das Schmerzproblem wirklich nachhaltig zu beseitigen, müsste man sich schon sehr intensiv mit Yoga in seiner Gesamtheit befassen und dazu auch den richtigen Lehrer finden. Erst dann kann man auf eine verbesserte Körperhaltung und in der Folge auf ein Zurückfinden des Körpers zu einem natürlichen muskulären Gleichgewicht hoffen.

    Dieses Buch gibt unter der Bedingung, dass man sich wirklich intensiv mit Yoga befasst, Hinweise, wie man speziell Schulter und Nacken trainiert. Der Leser findet dazu vier Praxisteile, in denen Übungen im Einzelnen vorgestellt und dann in fließenden Übergängen als eine Einheit präsentiert werden. Die Autorin bezeichnet diese Übungen gleich einmal als genial. Hilfreich hätte wohl auch genügt. Man kann sie jedem Leidenden nur empfehlen. Sie werden akute Schmerzen eher nicht sofort beseitigen, wohl aber künftige verhindern, wenn man mit ihnen nicht nachlässt.

    Allerdings entstehen wenigstens in meinem Kopf mit diesem Praxisteil einige Fragen. Zum Beispiel: An wen wendet sich dieses Buch eigentlich? Menschen, die noch nie etwas mit Yoga zu tun hatten, werden wohl kaum zu ihm greifen und dann die Übungen versuchen, obwohl diese Buchreihe (Yoga for EveryBody) mit ihrem zweideutigen Titel so etwas zu suggerieren versucht. Wenn aber Yoga-Treibende die Zielgruppe sind, dann stimmt etwas nicht, denn dann sollten sie eigentlich keine Nacken und Schulterschmerzen haben. Oder sie betreiben Yoga nicht wirklich intensiv.

    Bei der Darstellung der Übungen in diesem Buch gibt es noch einen anderen Kritikpunkt. Neben den Kritzeleien an einigen Stellen, die wohl als zeichnerische Darstellungen von Positionen dienen sollten, fällt die Kleidung der Vorturnerin auf einigen Fotos negativ auf. Diese Dame trägt vermutlich absichtlich dunkle Klamotten. Frauen werden schnell verstehen, warum sie das tut. Dadurch jedoch kann man bei einigen Übungen die Beinstellung nicht exakt sehen (S. 62 beispielsweise).

    Yoga ist immer empfehlenswert. Und zwar als intensives Ganzes. Yoga für bestimmte Regionen oder gegen bestimmte Schmerzen besitzt hingegen einen etwas seltsamen Einschlag und geht dann eher in Richtung einer Physiotherapie für Zuhause. Das jedoch ist nicht der eigentliche Sinn und Zweck von Yoga. Empfehlenswert ist hingegen, anzufangen Yoga als Ganzes intensiv zu betreiben. Dabei kann man dann ergänzend die körperlichen Schwachstellen besonders behandeln, etwa durch die hier vorgestellten Abläufe.

  21. Cover des Buches Der Weg zur finanziellen Freiheit (ISBN: 9783423438254)
    Bodo Schäfer

    Der Weg zur finanziellen Freiheit

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Buchjunkie80

    Motivierendes Buch, um sich weiter mit finanziellen Möglichkeiten zu befassen.                                                                                                                                                                                                                                .

  22. Cover des Buches Menschen aus aller Welt (ISBN: 9783831040445)

    Menschen aus aller Welt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    Wusstet ihr, dass das Wort „Anorak“ von den Inuit stammt und übersetzt „windfeste Jacke“ bedeutet?
    Oder, dass die Yanomami (Südamerika) bei der Feier für einen Toten, die Asche des Verstorbenen in einer Suppe trinken, damit dieser bei ihnen bleibt?
    Ist euch bekannt, dass bei den Taquileños (Südamerika) nur die Männer stricken?
    Oder, dass bei den Wodabee (Afrika) die Frauen so viele Männer haben dürfen, wie sie wollen?

    7,6 Milliarden Menschen leben auf unserer Erde mit ganz unterschiedlichen Nationalitäten. Darunter zahlreiche Volksgruppen, indigene Völker und Urvölker. Manche sind uns bekannt, von anderen haben wir noch nie gehört.
    In einer kurzen Einführung findet man als Leser in diesem Buch zunächst ein paar allgemeine Informationen über die Bevölkerung der Erde, wie wir auf der Erde leben, was wir gemeinsam haben (z. B. Wunsch nach: genug Nahrung und Wasser, einen friedlichen Ort zum Leben, soziale Kontakte oder Gesundheit) und worin wir uns teilweise unterscheiden (z. B. verschiedene Sprachen, unterschiedliche Bildungsmöglichkeiten, zum Teil verschiedene Religionen und Lebensweisen, oder unterschiedliche Traditionen und Bräuche). Auch werden mögliche Gründe für Migration aufgezeigt. Zudem findet hier eine Weltkarte ihren Platz.
    Das Buch ist anschließend in unsere verschiedenen Kontinente aufgeteilt, von denen es ebenfalls jeweils eine Karte mit den dazugehörigen Staaten gibt sowie Zahlen, Fakten & Besonderheiten (z. B. bzgl. auf Sprachen, Religionen, Stadtbevölkerung, Einwohnerzahlen, Klima, Kultur, Feste, besondere Orte, usw.).
    Anschließend werden einige verschiedene Regionen, Völker & Kulturen nochmals genauer beleuchtet. In Nord- und Mittelamerika sind das unter anderem: Südstaaten, Golfküste, Alaska, Amische, amerikanische Ureinwohner, Mexikaner, First Nations (Kanadas Ureinwohner), Inuit, und Grönländer.

    MEINUNG:
    Insgesamt kann man in diesem Buch stundenlang schmökern und so viel Neues und Wissenswertes entdecken! Die über 1200 Fotos & Karten laden zum Blättern ein, unterstützen die zahlreichen Texte und machen das Buch dadurch sehr lebendig.
    Als Leser können wir einen Blick über unseren eigenen Tellerrand werfen und bekommen eine gute Vorstellung davon, wie vielfältig wir Menschen und unsere Kulturen tatsächlich sind. Das Buch kann somit definitiv einen dazu Beitrag leisten, um die Vielfalt um uns herum als Bereicherung wahrzunehmen und um wertschätzend und tolerant damit umzugehen.

    Vom Verlag wird das Buch für Kinder ab 8 Jahre empfohlen, was ich befürworte. Zwar hat das Buch viele Fotos, die sicherlich für Jung & Alt interessant sein dürften, doch die Texte und Erklärungen sind zum Teil schon anspruchsvoll und die Seiten eher dünn.
    Auch älteren Kindern und Erwachsenen kann das Buch einiges bieten.
    Man kann es als eine Art Lexikon für die Völker & Kulturen unserer Erde betrachten. Dieser Eindruck wird auch durch das umfassende Register am Ende des Buches erweckt, welches sehr hilfreich sein kann, wenn man nach einem bestimmten Wort sucht.

    FAZIT: Vielleicht hätte ich mir gewünscht, dass das Buch noch ein bisschen mehr auf Gemeinsamkeiten eingeht und diese auch optisch darstellt. Aber das ist auch mein einziger Kritikpunkt.
    Insgesamt ist es wirklich ein tolles, informatives und optisch ansprechendes Buch, in dem man stundenlang blättern kann. Es führt uns die Vielfalt von uns Menschen vor Augen und fördert damit auch einen sensiblen und toleranten Umgang mit unseren Mitmenschen und deren Kulturen. Von mir gibt es eine Buchempfehlung und 4,5/5 Sterne!

  23. Cover des Buches Hätte ich das mal früher gewusst! (ISBN: 9783499001031)
    Joyce Ilg

    Hätte ich das mal früher gewusst!

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Vanessiiia

    Grundsätzlich die Idee des Buches ist großartig, Sachen die man in der Schule nicht gelernt hat. Aber ich persönlich habe mir den Fokus des Buches bei den Themen Finanzen, Bankwesen, finanzielle Vorbereitung usw. vorgestellt, aber hier geht es eher um allgemein Gesellschaftliche Themen. Was natürlich wichtige Themen auch sind und jeder sich damit beschäftigen soll. Bin leider zwiegespalten. Dadurch war das Buch leider sehr schwer für mich zum lesen und ich habe länger gebraucht als ich gedacht hätte. Selbstverständlich findet jeder andere Themen wichtig und interessant, aber ich würde das Buch leider kein zweites mal lesen.

  24. Cover des Buches Genug (ISBN: 9783404664368)
    John Naish

    Genug

     (25)
    Aktuelle Rezension von: oblomow
    Genug gibt es vor allem an allermöglicher Ratgeberliteratur, die ein besseres Leben verspricht. Eine Feststellung, die übrigens auch John Naish in seinem Buch "Genug" trifft. Dafür allein kann man Ihm jedoch nicht die Absolution erteilen, geschrieben hat er trotzdem ein weiteres. Dieses liest sich zwar an einigen Stellen ganz amüsant , aber leider auch nicht mehr. "Genug" hat sich Naish wohl auch bei der Quellenrecherche gedacht, alles hat man schon irgendwie irgendwo schonmal gelesen. Von der x-fach zitierten Studie in den Hawthorne-Werken, bis zur Philosophie des Aristoteles bemüht er nicht unbedingt Neues. Anhand der einzelnen Kapitel kann man schon erahnen, welche Tipps einen erwarten "Genug essen", "Genug Sachen", "Genug Arbeit".

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