Bücher mit dem Tag "sachsen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sachsen" gekennzeichnet haben.

261 Bücher

  1. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.164)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Dass sich, wie Wikipedia verrät, einige historische Ungenauigkeiten in den Roman geschlichen haben, sei vergeben. Mich hat es beim Lesen nicht gestört, und hätte ich es nicht an anderer Stelle nachgelesen, wäre es mir überhaupt nicht aufgefallen. Ein bisschen fiktionale Freiheit ist vollkommen okay.

    Für mich stößt Noah Gordon die Tür zum Mittelalter sperrangelweit auf. Die Art, wie er das Leben damals beschreibt, liest sich so authentisch und echt, dass man komplett in diese Zeit versinkt. Schmutz, Dreck, Gestank – das Mittelalter war kein Zuckerschlecken, und das wird schonungslos und detailreich gezeigt. Vor allem das Handwerk des Baders wird spannend geschildert: Hausmittelchen, Quacksalberei und bedenkliche Tinkturen werden ohne tieferes Wissen angewandt in dem Versuch, Menschen vor Krankheit und Tod zu bewahren. Für einen modernen Menschen sind viele Vorgehensweisen total unvorstellbar.

    Später, wenn Rob in Isfahan, eine Stadt im heutigen Irak, ankommt und dort wahre Medizin kennenlernt, werden die damaligen Möglichkeiten der Heilung plastisch und spannend geschildert. Es ist bemerkenswert, wie viel Wissen über die Medizin im 11. Jahrhundert schon bekannt war. Mich hat es total fasziniert, mehr über die Geschichte der Medizin zu erfahren.

    Und Rob ist der perfekte Protagonist, um diese Geschichte zu vermitteln. Seine Gabe, den nahen Tod eines Menschen zu spüren, wird nicht als (unpassendes) Fantasy-Element in den Mittelpunkt gestellt; vielmehr ist es ein Werkzeug, seine Hingabe und seine Leidenschaft für die Heilung noch stärker herauszuarbeiten. Rob Cole ist der geborene Medicus – und ich als Leserin habe sein Leben und seine Reisen begeistert mitverfolgt.

    Auch stilistisch kann „Der Medicus“ von vorne bis hinten überzeugen. In einem leichten, sehr unterhaltsamen Stil beschreibt Gordon die Ereignisse, webt historische Fakten (mal mehr, mal weniger, wie wir schon wissen) ein und lässt das Mittelalter lebendig werden. In dem zweiten Band der Trilogie, „Der Schamane“, springt Gordon übrigens ein paar Jahrhunderte weiter.

    Für mich war, ist und bleibt „Der Medicus“ von Noah Gordon einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. Ein bisschen auch, weil es mein erster Erwachsenenroman in diesem Genre war. Aber vor allem, weil Gordon seine Leser auf eine spannende, atmosphärisch dichte und authentische Zeitreise mitnimmt. Und auch heute noch hat dieser Roman eine ganz starke Wirkung auf mich. Das können nicht viele Bücher von sich behaupten.

  2. Cover des Buches Das Haupt der Welt (ISBN: 9783404172009)
    Rebecca Gablé

    Das Haupt der Welt

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Freyas_Books

    Bei diesem Buch bin ich sehr zwiegespalten. Vor Monaten fing ich an das Buch zu lesen, dann Monate rührte ich es nicht an, weil die Geschichte sich so gezogen und so langatmig war, obwohl die Geschichte um den Otto den Großen mich sehr interessiert hat. Später aber als ich dann weiterlies konnte ich mich noch genau an die Handlung erinnern. Die Geschichte ist zum Schluss leider nicht besser geworden :((
    Leider, Leider, Leider...

  3. Cover des Buches Die Nebel von Avalon (ISBN: 9783898971072)
    Marion Zimmer Bradley

    Die Nebel von Avalon

     (1.261)
    Aktuelle Rezension von: Christiane_Vini

    Ein sher tolles und spannendes Buch. 

    Ich liebe alte Fantasy und die Sagen um König Arthur, daher habe ich mich dazu entschlossen dieses Buch zu lesen. 

    Ich wurde nicht enttäuscht und konnte ein spannendes Buch mit tollen Sagen lesen. 

    Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter an alle die solche Genre mögen. 

  4. Cover des Buches Das Geheimnis der Hebamme (ISBN: 9783426634127)
    Sabine Ebert

    Das Geheimnis der Hebamme

     (726)
    Aktuelle Rezension von: Scilla

    Ich bekam das Buch geschenkt, kratzte mich ratlos am Kopf und fragte mich, womit ich das verdient habe. Ja, ich hatte irgendwann mal erwähnt, dass ich eine zeitlang gerne historische Romane las. Aber historischer Roman ist nicht gleich historischer Roman, und wer selbst liest, wird das verstehen. Also, ja…ich lese schrecklich gerne spannende, witzige, gut recherchierte historische Romane mit vielschichtigen Persönlichkeiten.
    Welche, über den zweiten punischen Krieg, die Römer zur Zeit der Republik (vor Caesar!) , aber darüber hinaus auch alles mit Klasse. Aber nicht so gerne eine Buch über eine junge Frau, die als Unverheiratete auf dem Titelbild eine Haube. trägt, obwohl die Hauben im Mittelalter erst sehr viele Jahre später getragen wurden und, ja--richtig--nur von Frauen, die verheiratet sind. Da kommt das her: –jemanden unter die Haube bringen.
    Dennoch las ich den Klappentext. Und ich hielt ihn für eine Satire. Als Satire wäre das Buch grandios. Eine, über Mittelalterklischees, heldenhafte Frauen und vor Hass wahnsinnige Burgherren.
    Aber ich musste lernen: Das ist ernst gemeint.
    Und wenn das ernst gemeint ist, wird es schwer, eine echte Satire zu schreiben. Aber das habe ich mir fest vorgenommen. Natürlich nicht konkret über dieses Buch, vielmehr über "den neuen historischen Roman im Allgemeinen". 

  5. Cover des Buches 1813 - Kriegsfeuer (ISBN: 9783426505830)
    Sabine Ebert

    1813 - Kriegsfeuer

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Schneewittchen95

    Ich bin mit einer hohen Erwartung, aber gleichzeitig auch mit Ehrfurcht an diesen über 900 Seiten schweren Roman von Sabine Ebert herangegangen.

    "1813. Kriegsfeuer" beschreibt das Jahr 1813 in Sachsen. Die Handlung spitzt sich im Verlauf immer mehr auf das große Finale, der berühmten Schlacht um Leipzig, zu.
    Für alle, die neben der Unterhaltung auch fundiertes Wissen zu einer Epoche erwerben wollen, ist dieses Buch eine riesige Empfehlung! Ich liebe diese Art historischer Romane, die sich weg von der Seifenoper hin zu erlebbarer Geschichte bewegen. Mich beeindrucken die Detailtiefe, die Genauigkeit und die unermüdlichen Recherchen der Autorin zutiefst. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass die eine oder andere Stelle kürzer sein könnte. Es war in sich stimmig, obwohl wir eine Vielzahl unterschiedlicher Personen auf unterschiedlichen Seiten der Fronten begleiten. Besonders interessant waren die Beschreibungen zum Leben der einfachen Leute im Kontrast zu den politischen Gedanken der Könige und Kaiser. Die hohe Komplexität wurde durch einen einfachen und sehr angenehmen Schreibstil kompensiert. Die kürzeren Abschnitte machten es für mich leicht, die Masse an Seiten zu bewältigen. Ich kritisiere schnell, wenn ich ein Buch für unnötig lang halte. Diesen Eindruck hatte ich hier an keiner Stelle.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Frau Henriette. Sie war für mich durchweg sympathisch. Den einzigen Abstrich würde ich hier nur bei einigen Handlungen machen, die ich nicht voll nachvollziehen konnte und dem Umstand, dass sich gefühlt alle jungen Männer direkt in sie verlieben, oder sie zumindest körperlich begehren. Diese Kritik ist aber minimal und sicher nur meinem persönlichen Empfinden geschuldet.
    Mit allen anderen Charakteren, insbesondere denen der Zivilisten und mutigen Soldaten, habe ich die ganze Zeit mitgefiebert.

    Eine der vielen Stärken des Romans möchte ich noch besonders hervorheben: Der Krieg wird nicht beschönigt. In vielen Werken, ob in Filmen oder Büchern, stört es mich, wie der Krieg und Gewalt heroisierend und fast schon romantisch dargestellt werden. Das entspricht schlicht nicht der Realität. Krieg verursacht nichts außer Leid und Verlust. 

    Keiner, der sich an einem Krieg beteiligt, kann gewinnen.

    Ich freue mich, weitere Werke der Autorin zu lesen. Das Buch "1813" bekommt einen festen Platz in meinem Regal und wird sicher noch einmal gelesen. Für mich hat dieses Buch einen riesigen Mehrwert, weil es mir die Geschichte meiner Heimat näher bringt.

  6. Cover des Buches Der Winterkönig (ISBN: 9783499246241)
    Bernard Cornwell

    Der Winterkönig

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana

    Meinung
    Die Sage rund um King Arthur bedeutet mir sehr viel und ich war neugierig, was sich hinter dieser Interpretation verbergen würde.
    Mit diesem Titel hatte ich aber leider bis zum Schluss zu kämpfen. Den ersten Seiten widmete ich mich voller Elan und Wissbegier, aber nach und nach ebbte diese Neugier leider ab. Bei Winterkönig kamen aber einige Charaktere, welche ich ins Herz hinsichtlich dieser Saga ins Herz geschlossen habe nicht allzu gut weg. 

    Inhaltlich erwarten mich viele detaillierte Beschreibungen. Insbesondere die Rituale und die Kriege wurden sehr bildlich beschrieben, sodass es nichts für leichte Nerven ist. Man sieht das Schlachtfeld und die blutenden Menschen direkt vor sich, etwas was mir persönlich ein Frösteln bereitete. 

    Der Autor legte viel Wert auf das Detail und man erkennt die gute Recherche hinter diesem Buch. Am Ende erwarteten mich einige Quellen bei denen mein Herz höher schlug.

    Fazit
    King Arthur ist sehr detailliert, sachlich und erschreckend. Es ist eine andere Interpretation dessen was ich bisher geliebt habe und es war schwer für mich, mich auf diese neue Art der Legende einzulassen. Aus diesem Grund 3 von 5 Sternen ❤

  7. Cover des Buches Die Spur der Hebamme (ISBN: 9783426636954)
    Sabine Ebert

    Die Spur der Hebamme

     (418)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Die Buchserien „Schwert und Krone“ sowie „Hebamme“ sind zeitlich etwas versetzt, aber man trifft viele Protagonisten wieder, nur durch eine Generation getrennt. Ich finde, beide Buchserien ergänzen sich hervorragend. Sabine Ebert hat mich durch die spannende, bildhafte Sprache gekonnt in diese Zeit hineinversetzt, in der so vieles ganz anders als heute ist. Teilweise beängstigend. Sehr sorgfältig recherchiert mit tatkräftiger Unterstützung von Fachleuten, wie das letzte Kapitel und zahlreiche Diagramme und Karten belegen. Dort sind auch die Grenzen der Recherche aufgezeigt sowie den genutzten schriftstellerischen Freiheiten.

    Christian und Marthe werden getrennt. Er bei einem verratenen Silbertransport gefangen genommen, sie als Hexe denunziert. Auch in diesem Roman werden menschliche Abgründe gekonnt dargestellt, z.B. durch Randolf, Ekkehard und Richenza. 

    Das Leben von Christian und Marthe ist eine einzige Abenteuerreise, die zu keiner Zeit langweilig ist und jede Menge Herausforderungen bringt. Das Finale ist perfekt und ich habe es zweimal gelesen.

    Das Buch ist einfach geschrieben, sehr bildhaft und authentisch. Nach den ersten Seiten versinkt man in der beschrieben Welt und kann das Buch nicht aus der Hand legen.

    Fazit:

    Als ich zuerst von Sabine Ebert und deren Büchern hörte war ich etwas skeptisch. Davon ist jetzt nichts mehr übrig. Unbedingt lesenswert: fünf Sterne.

  8. Cover des Buches Die Entscheidung der Hebamme (ISBN: 9783426638354)
    Sabine Ebert

    Die Entscheidung der Hebamme

     (340)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Die Charaktere von Christian, Lukas und Marthe sind wie immer perfekt. Jetzt trifft zum ersten Mal Albrecht mit seinen Kumpanen in der Vordergrund, und alle erweisen sich auf dem Niveau von Randolf: die Verkörperung des Schlechten.

    Und natürlich gibt es Krieg, aber diesmal einen großen innerhalb des Reiches, nämlich gegen Heinrich den Löwen.

    Bildhaft geschrieben, man kann sich alle Szenen lebhaft vorstellen, mit viel Spannung. Perfekte Unterhaltung mit historischem Anspruch (sorgfältig recherchiert).

    Fazit:

    Deutschlands Geschichte spannend und lebendig erzählt im 12. Jahrhundert: fünf Sterne.

  9. Cover des Buches Der Traum der Hebamme (ISBN: 9783426638378)
    Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Die Protagonisten sind weitgehend die gleichen und genauso gut, wie in den vorangegangenen Bänden der Reihe. Wieder gelingt es Sabine Ebert, den Leser  sofort in das 12. Jahrhundert mitzuziehen. Die bösen Charaktere sind immer noch Albrecht von Meißen, Elmar, Gieselbert, Rutger und andere. Der alte Spruch gilt unverändert weiter: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Genauso bedrückend, düster und aggressiv ist die Gesamtstimmung. Das schadet aber dem Buch nicht, denn dadurch werden die anderen, z.B. Marthe, Lukas, Dietrich, Clara, Thomas etc., wie leuchtende Sterne wahrgenommen. Und tatsächlich übertreibt Albrecht seine Machtbesessenheit, ignoriert mehr und mehr Elmar mit seinen Intrigen und Ränkespielen und setzt voll auf Konfrontation.

    Die geschichtlichen Details lassen sich gut z.B. in Wikipedia nachlesen und sind auch im Anhang aufgeführt, in dem Buch allerdings bildhaft mit Leben erfüllt. Stoff zum mitleiden und mitfreuen.

    Fazit:

    Historischer Roman mit mehreren spannenden Zeitabschnitten. Kann man nicht aus der Hand legen: fünf Sterne.

  10. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (532)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Wir schreiben das Jahr 866. Uhtred ist eigentlich Osbert, der jüngere Sohn von Graf Uhtred. Als sein älterer Bruder Uhtred im Kampf fällt, ist Osbert auf einmal der Erbe. Und da immer ein Uhtred auf dem Grafenthron sass, wir er kurzerhand umgetauft und heisst nun Uhtred.

    Uhtred ist gerade zehn Jahre alt, als dänische Wikinger in England einfallen und grosse Teile des Landes besetzen. Uhtreds Vater wird dabei getötet und sein Onkel Alfrik übernimmt dem Stammsitz der Familie.

    Uhtred gerät in Gefangenschaft und wird Ziehsohn des dänischen Fürsten Ragnar. Von nun an wächst er als Däne auf und übernimmt derern Traditionen und deren Glauben. Doch sein Ziel ist es, eines Tages die väterliche Burg zurückzuerobern, die ihm sein Onkel gestohlen hat.

    Im neunten Jahrhundert ist England noch ein geteiltes Land. Es besteht aus den vier Königreichen Northumbrien, Ostanglia, Mercia und Wessex. Den Dänen gelingt es, drei dieser Königreiche zu erobern. Nur noch Wessex und König Alfred wiedersteht dem Ansturm. Doch wie lange noch.

    Das letzte Königreich ist der Auftakt einer Reihe um Uhtred und die Eroberungsgelüste der Dänen. Doch vor allem geht es um König Alfred, der von einem vereinten England träumt. Dies will er mit Gottes Hilfe erreichen. Doch benötigt er dazu auch fähige Männer. Krieger, wie Uhtred beispielsweise.

    Bernard Cornwell gilt als unangefochtener König des historischen Abenteuerromans englischer Prägung. Seine Erzählungen sind hervorragend recherchiert und mit der nötigen Prise Fiktion spannend erzählt


  11. Cover des Buches Der Heidenfürst (ISBN: 9783499268465)
    Bernard Cornwell

    Der Heidenfürst

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Der Heidenfürst" ist der siebte Band der Uthred-Saga von Bernard Cornwell. Es ist die Zeit zu Beginn des 10. Jahrhunderts, König Alfred ist tot und sein Sohn Edward folgte ihm auf den Thron von Wessex. Durch Jähzorn und Unbeherrschtheit bringt sich Uthred wieder einmal selbst um alles. Mehr durch ein Missgeschick tötet er einen Priester und wird verbannt. Mit seinen letzten treuen Kameraden zieht er Richtung Bebbanburg, seiner verlorenen Heimat. Nichts treibt ihn mehr an, als sein Geburtsrecht einzufordern und die Burg von seinem Onkel zurückzuerobern. Doch er erzielt nur einen Teilerfolg mit dessen Tod, aber das eigentliche Ziel bleibt verwehrt. Und es gilt einen anderen großen Kampf zu schlagen. Denn der dänische Jarl Cnut streckt seine Arme nach Mercien und Wessex aus. Uhtred verfolgt eine List um dessen Pläne zu durchkreuzen und sich Zeit zu verschaffen, bis Edwards Truppen eintreffen. Es mündet letztendlich in die Schlacht bei Tettenhall im Jahr 910. Cornwell lässt zum siebten Mal seinen Helden auf den Leser los. Uhtred wird langsam älter, ist weiterhin unerbittlich stur, aber doch teilweise immer nachdenklicher. Wie wird es mit ihm enden? Immer wieder treiben ihn Gedanken über sein Schicksal oder das seiner Söhne um. Er geht gefährliche Risiken ein, bleibt teilweise nur mit Glück am Leben. Als Leser kennt man Uhtred als unbeugsamen Kämpfer mit seinem Schwert Schlangenhauch, doch diese verletzliche Seite an ihm hat mir gut gefallen. Cornwell beschreibt seine Umtriebigkeit, aber auch seine Werte für die er einsteht und seinen Platz zwischen den Dänen und den Angeln. Wie gewohnt sind die Kämpfe und Schlachten blutig und hart beschrieben, daher nichts für zartbesaitete Leser. Intrigen, Betrug, List und Tücke ergänzen diesen Band und machen ihn in Summe für mich wieder zu einer fesselnden und sehr spannenden Lektüre. Man hält immer wieder mal kurz die Luft an wenn es heißt: Schildwall und dann die Äxte und Schwerter durch Kettenhemde dringen. Für mich weiterhin eine der besten Saga dieser Zeit, die ich sehr gerne weiterverfolge.

  12. Cover des Buches Die Herren des Nordens (ISBN: 9783499245381)
    Bernard Cornwell

    Die Herren des Nordens

     (317)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Wesex ist gerettet und Friede herrscht. So kehrt Uhltred in seine Heimat Northumbrien zurück und tritt in den Dienst König Guthreds. So lernt er Gisela kennen und verliebt sich in sie, was ihrem Bruder König Guthred nicht gefällt. Um seine Macht zu festigen, erscheint dem König seine Schwester als Friedenskuh geeignet. Ihr Ehe sollte ihm einen mächtigen Verbündeten bringen. Uhltred war dies nicht. Sein Onkel hingegen schon. 

    Graf Alfrik fordert jedoch nicht nur Giselas Hand. Vielmehr möchte er den Kopf seines Neffen, da Uhltred nach wie vor Anspruch auf sein Erbe erhebt.

    Neue Charaktere tauchen auf. Die Handlung überzeugt. Es bleibt spannend.

  13. Cover des Buches Der leere Thron (ISBN: 9783499270543)
    Bernard Cornwell

    Der leere Thron

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Der leere Thron" ist der achte Band der Uhtred-Saga von Bernard Cornwell. Wir schreiben das Jahr a.D. 911. Uhtred ist immer noch schwer gezeichnet durch die Verletzung mit dem Schwert "Eisrache" aus dem Zweikampf gegen den Dänen Cnut. Æthelred, der Herrscher von Mercien, liegt im Sterben und die ersten greifen nach dessen Thron. Uhtred will dies verhindern und Æthelflæd als wahre Herrscherin über Mercien unterstützen. Doch seine Kampfeskraft reicht nicht aus, es gilt also listig vorzugehen um das Ziel zu erreichen. Einmal mehr gilt es an allen Fronten zu bestehen und dabei selbst zu alter Stärke zurückzukehren. Unterstützt wird er dabei von seinen treuen Begleitern und seinem Sohn, der mittlerweile ebenfalls zu einem starken Krieger herangewachsen ist. Bernard Cornwell beschreibt in diesem Band zum einen teils historische Szenen, die man als wichtige Elemente für die Entstehung des späteren Englands bezeichnen kann, aber er rückt auch diesmal Uhtreds Familie in den Vordergrund. Sein Sohn und seine Tochter nehmen entscheidende Rollen ein. Der junge Uhtred (nach dem Vater benannt) schlägt gleich im Prolog eigene Schlachten und ist ein treuer Begleiter seines in die Jahre gekommenen Vaters. Auch die Tochter Stiorra, ein Ebenbild ihrer Mutter Gisela, erhält diesmal viel Raum in der Geschichte. Generell stehen in diesem Band mehr die Frauen mit ihrem Handeln im Mittelpunkt, ob als Herrscherin, Feindin und Heilerin oder "Friedenskuh". Cornwell hat dies geschickt eingebunden und bleibt seiner Linie trotzdem treu. Einzig die wundersame Heilung Uhtreds empfand ich ein wenig zu fantasylastig für einen historischen Roman. Doch letztendlich schmälert es die Spannung dieses Buches nicht. Wem List und Tücke der weltlichen und kirchlichen Vertreter, blutige Kämpfe am Schildwall gegen Verräter und Nordmänner, sowie die Geschehnisse in Wessex und Mercien zu Beginn des zehnten Jahrhunderts gefallen, der wird auch diesen Band der Saga gerne lesen. Zum besseren Verständnis sollte man aber mindestens den Vorgängerband gelesen haben, da doch vieles ein wenig mit den Ereignissen aus "Der Heidenfürst" zusammenhängt.

  14. Cover des Buches Der Fluch der Hebamme (ISBN: 9783426506066)
    Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme

     (224)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Historischer Roman, mit sorgfältig recherchierten historischen Details. Sehr lebendig und bildhaft geschrieben, wird der Leser in das 12. Jahrhundert zurückversetzt. Die Charaktere von Marthe, Lukas bleiben unverändert gut. In diesem Band treten zusätzlich Albrecht und seine Kumpane als die Verkörperung der menschlichen Abgründe, sowie Clara, Reinhard, Thomas (Sohn von Marthe) sowie Roland (Sohn von Raimund) in den Vordergrund sowie unzählige andere Namen. Und natürlich der erneut fehlgeschlagene Kreuzzug mit allen seinen Gewalttaten und der höchst fragwürdigen Rechtfertigung durch die Kirche. Sabine Ebert hat es wieder einmal geschafft sehr gut die damalige Zerstrittenheit auf allen Ebenen des Adels herauszuarbeiten, etwas unter dem vor allem das „einfache“ Volk zu leiden hatte. Ich jedenfalls weine diesem ehemaligen Adelsstand keine Träne nach, im Gegenteil.

    Fazit:

    Historischer Roman, sorgfältig recherchiert, fesselnd und kurzweilig erzählt: fünf Sterne.

  15. Cover des Buches Der weiße Reiter (ISBN: 9783499242830)
    Bernard Cornwell

    Der weiße Reiter

     (337)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Noch immer versuchen die Dänen Ende des neunten Jahrhunderts das letzte Königreich einzunehmen, Doch Alfred gelingt es mit Uhltreds Unterstützung, die Wikinger aus Wessex zu vertreiben.

    Die Geschichte des jungen Uhltred geht weiter. Noch immer ist er König Alfred verpflichtet. Wessex scheint verloren. Doch inmitten eines unzugänglichen Sumpfgebietes organisiert König Alfred den Widerstand. Mit Gottes Hilfe will er das Land zurückerobern. Uhtred vertraut da mehr der Kraft seines kampferprobten Schwertes. Eine letzte alles entscheidende Schlacht soll es richten. 

    Genauso spannend erzählt wie der erste Band. Die Protagonisten überzeugen.

  16. Cover des Buches Die rechtschaffenen Mörder (ISBN: 9783103900019)
    Ingo Schulze

    Die rechtschaffenen Mörder

     (42)
    Aktuelle Rezension von: ysmn

    Norbert Paulini wollte Leser werden...

    ...und das gelingt ihm auch. Er macht eine Ausbildung zum Antiquar und eröffnet kurz darauf mit den Büchern seiner verstorbenen Mutter sein eigenes Antiquariat in Dresden. Zuerst läuft es gut, doch nach der Wende bleiben die Kunden aus, Paulini muss sein Geschäft aufgeben, hat mit Geldsorgen zu kämpfen, sein soziales Umfeld ändert sich und er findet keinen Halt mehr im Leben.

    Dieser erste Teil des Buches, also Paulinis Jugend, seine Entdeckung der Literatur, seine leidenschaftliche Betätigung als Antiquar und die Zeit der Wende waren durchaus gelungen und lasen sich leicht.

    Doch in den letzten beiden Teilen wird die Geschichte plötzlich aus der Sicht des Biographen von Paulini erzählt und aus der Sicht von dessen Lektorin. Mit diesem Perspektivbruch geht auch eine Langatmigkeit einher. Die dem Leser unbekannten und neuen Figuren tragen kaum etwas bei und ziehen stattdessen die Geschichte nur unnötig in die Länge. Was schade ist, weil eine anfangs einnehmende Erzählung zu keinem ihr angemessenen Ende findet.

  17. Cover des Buches Mädchenmeute (ISBN: 9783499247460)
    Kirsten Fuchs

    Mädchenmeute

     (68)
    Aktuelle Rezension von: denise7xy
    Erster Satz

    Es war der Sommer, in dem ich aufhörte, einen knallroten Kopf zu bekommen, wenn ich mehr als drei Wörter sagen sollte.

    Meinung

    Ihre Mutter meldet Charlotte bei einem Überlebens-Sommercamp an und diese lässt dies still über sich ergehen. Das Camp entpuppt sich allerdings schnell als Reinfall und so macht sich Charlotte mit den restlichen sechs Mädchen auf in ein unbekanntes Abenteuer, denn für die nächsten Wochen würde niemand sie vermissen.

    Charlotte dient als Erzählerin, ihre Gedanken und Erzählungen sind dabei wirr und abgehackt. Für mich als Außenstehende war es teilweise nicht möglich zu folgen und den Sinn zu verstehen. Auch nutzt sie viel zu viele Metaphern, von denen nicht alle sinnvoll sind. Der Schreibstil war insgesamt okay, wenn auch nicht wirklich mein Geschmack.
    Besonders im Camp ergeben viele Geschehnisse einfach keinen Sinn. Einiges wird zwar während des Buches und am Ende aufgeklärt, aber zunächst lässt einem nur Verwirrung zurück und dies macht es schwer, weiter zu lesen. Das Buch wurde zur Zerreißprobe meiner Geduld. Gespräche und Taten der Mädchen sind teilweise unrealistisch und auch wenig nachvollziehbar. Als Leser war man nie ein Teil dieser Gruppe sondern immer außen vor. Der Bezug zu ihnen fehlte.

    Charaktere

    Jedes der sieben Mädchen ist anders, nicht nur vom Aussehen, auch vom Charakter unterscheiden sie sich.
    Charlotte ist die Stillste von allen, hat Schwierigkeiten damit im Mittelpunkt zu stehen und ihre Meinung zu äußern. Besonders, wenn sie gefragt wurde und einfach nicht antwortete, regte sie mich ziemlich auf. Schüchtern zu sein ist ja nachvollziehbar, aber dies war schon übertrieben.

    Fazit

    Kann sein, dass sich dahinter eine starke und gute Messsage versteckt, aber bei mir kam sie nicht an. Mich hat das Buch verwirrt und teilweise auch kirre gemacht, weil vieles unlogisch und fern der Realität war. 2 Sterne
  18. Cover des Buches Schwertgesang (ISBN: 9783499248023)
    Bernard Cornwell

    Schwertgesang

     (229)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Ultred ist zurück. 

    König Alfred beauftragt ihn damit, Ludene (das heutige London) von den Dänen zu befreien. Natürlich gelingt ihm dies, und noch einiges mehr. Die Christen können ihre Stellung in England ausbauen, während die heidnischen Wikinger an Boden verlieren.

    Doch noch lange, ist England nicht vereint.

    Die Handlung ist gut erzählt, Bernard Cornwells Sprache leicht verständlich.

    Wer historische Romane rund um die Wikinger liebt, ist hier genau richtig.

  19. Cover des Buches Die dunklen Krieger (ISBN: 9783499272189)
    Bernard Cornwell

    Die dunklen Krieger

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Die dunklen Krieger" ist der neunte Band der Uthred-Saga von Bernard Cornwell. Mercien wird von Norden her bedroht. Ragnall Ivarson will in das Land einfallen und die Herrschaft an sich reißen. Dabei hat er sich die Unterstützung der Iren gesichert. Doch seine Anführerschaft ist nur auf Furcht gebaut, er braucht Erfolge um sich die Gefolgschaft weiterhin zu sichern. Und damit muss er an Uthred vorbei, der die Landesgrenze Merciens im Norden sichert. Und er hat einen weiteren Gegner, seinen eigenen ihm verhassten Bruder Sigtryggr, der mit Uhtreds Tocher Stiorra vermählt ist. Es beginnt ein Kampf um die Vorherrschaft im Norden Merciens und um die Krone von Northumbrien. Bernard Cornwell schickt seinen Helden Uhtred von Bebbanburg erneut in den Kampf um blutige Schlachten zu führen. Fast könnte man meinen, dass dies nur eine Wiederholung von Altbekanntem ist. Doch ich bin der Meinung dieser Band ist ein weiterer konsequenter Baustein in der Entstehungsgeschichte Englands, die der Autor mit dieser Reihe erzählt. Obwohl, wie Cornwell selbst im Nachwort schreibt, diesmal vieles reine Fiktion ist, zeigt dieser Band auf, wie umkämpft damals die Vorherrschaft  im Land war und wie hart man sich gegen das Eindringen der Nordmänner erwehren musste. Diese waren selbst ebenfalls unter Zugzwang, denn auch ihr Dasein an der irischen Ostküste war unter starkem Druck durch irische Könige. Und so mussten sich diese zwangsläufig neue Gebiete erobern. Bernard Cornwell rückt in diesem Band auch Uhtreds Familie mehr in den Mittelpunkt, sie nehmen diesmal wesentlich mehr Raum ein als sein Zusammenwirken mit Æthelflæd, der Herrscherin von Mercien. Auch erkennt man wo Uhtreds Weg zwangsläufig hinführt - in den Norden, besessen von seinem Geburtsrecht in Bebbanburg. "Die dunklen Krieger" ist für mich ein Band, der diesmal zwar wenig Historie vermittelt, aber trotzdem ein spannender Roman ist. Geprägt von Taktik und Schlachtgeschehen, dem Verabschieden einiger Charaktere hinterlässt er für mich als Fan dieser Reihe Neugier wie es weitergeht.

  20. Cover des Buches Das brennende Land (ISBN: 9783499254147)
    Bernard Cornwell

    Das brennende Land

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Und wieder muss Uthred kämpfen. Erneut eringt er für Wessex einen Sieg. Doch dann bricht er Alfred die Treue. Er kehrt nach Northumbrien, seine Heimat zurück. Ein kurzer Ausflug nach Friesland, der ihm grosse Reichtüner bringen soll erweisst sich als Reinfall. So beschliesst er, sich den Normannen anzuschliessen und gegen Wesex zu ziehen. Da erinneri ihn Alfreds Tochter AEthelflaed an sein Versprechen, dass er ihr einst gegeben hat. Statt mit den Normanen, kämpft er erneut gegen sie - für Mercien  - für AEthelflaed.

    Die Geschichte beginnt dort, wo der letze Band aufgehört hat. Uthred scheint ziellos zu sein. Genauso wie die Handlung. Erst als AEthelflaed in Erscheinung tritt, nimmt die Geschichte Fahrt auf.


  21. Cover des Buches Elbenthal-Saga - Die Hüterin Midgards (ISBN: 9783423625661)
    Ivo Pala

    Elbenthal-Saga - Die Hüterin Midgards

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Jamii

    Inhalt

    In der Nacht von ihrem siebzehnten Geburtstag wird Svenya von einem dunklen Prinzen heimgesucht, von einem anderen gefangen genommen, bekommt ihr Schicksal -- das der Hüterin Midgards -- offenbart und erfährt, dass sie nie nach ihrer Vergangenheit fragen darf. 

    Sie ist dazu bestimmt unterhalb der Stadt Dresden das Alburu Tor zu bewachen, dass Midgard, die Menschenwelt von den anderen Welten trennt. Gleichzeitig ist sie bestimmt dazu Laurin, den dunklen Elb aus jener geheimnisvollen Nacht, und seine Schar Dunkelelb_innen davon abzuhalten, das Tor in Richtung Alfheim zu passieren. 


    Meine Meinung

    Ich habe sehr gemischte Gefühle für das Buch. Ich kann mich erinnern, dass ich es gelesen habe, als es herausgekommen ist und hellauf begeistert war. Jetzt, 7 Jahre später, war ich etwas ernüchtert. 

    Die Grundgeschichte ist spannend und Pala ist sehr gut darin, die Geschichte zum Leben zu erwecken. Wenn auch mit kurzen Kapiteln. Sehr kurzen. Wir reden von zwei bis drei Seiten. 

    Eine weitere Sache, die mich gestört hat, waren die Charaktere. Vor allem Svenyas Sprache, die oft nicht mit ihrer Geschichte als obdachloses Waisenkind zusammen passt. Wo er leider nicht alleine ist, aber genauso aktiv, wie andere Autor_innen ist die Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden Hauptcharakteren zusammenbraut. Zwischen einem siebzehnjähren Mädchen und einem über zweitausend Jahre alten Hagen von Tronje. Können wir bitte aufhören, solch große Altersunterschiede zu romantisieren?


    Fazit

    Durchaus interessantes Buch, eher für Leser_innen im frühen Teenager Alter. Obwohl die Charaktere etwas flach fallen, ist die Geschichte ganz gut gelungen.



  22. Cover des Buches Blut und Silber (ISBN: 9783426638361)
    Sabine Ebert

    Blut und Silber

     (166)
    Aktuelle Rezension von: lille12

    Cover: Das Cover zeigt neben der jungen Frau (was ja irgendwie schon typisch für Historische Romane ist) im unteren Bereich eine brennende Stadt. Da "Blut und Silber" generell viel Krieg bot und es immer darum ging, Städte (wieder) für sich zu gewinnen, finde ich es sehr passend.

     

    Meinung: Ich stehe auf historische Romane und auf die Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Eigentlich habe ich nur ein Buch gesucht, welches ich dazwischen schieben kann, bis Jane und ich am Montag unsere 12 Momente beginnen. Weit gefehlt. Erst war ich überrascht als mein Kindle plötzlich 12 Stunden Lesezeit anzeigte, dann habe ich gelesen und gelesen und gelesen. Auch da war ich wieder überrascht - Wie konnte mich das Buch so mitreißen? Und warum habe ich geschafft, mich ständig wieder an das Schicksal von Marthe und Christian zu erinnern, auch wenn davon gerade nicht die Rede war?

    Wieder einmal hat Sabine Ebert mich vollends überzeugt und es geschafft, ihrer Hebammen-Saga einen gebührenden Abschied zu schenken.

    Blut und Silber zählt eigentlich nicht zur Hebammen-Saga, meiner Meinung nach ist es aber empfehlenswert, diese  vorher oder gar nicht zu lesen, weil man sonst zu viel über das Schicksal von Marthe und Christian erfährt.

    Besonders gefallen hat mir das ausführliche Nachwort, in dem die Autorin aufzeigt, dass nahezu alles, was sie geschrieben hat, tatsächlich so passiert ist. Die gründliche Recherche überzeugt mich immer wieder. 

    Jetzt aber mal näher zum Buch. Natürlich sind mir Änne und Sibylla gleich ans Herz gewachsen, als ich das erste Mal ihre Namen gelesen habe - beide hatten ein schweres Schicksal zu tragen ehe sie sich kennenlernten. 

    Ich mochte auch die Art von Markus (in den ich mich selbst hätte verlieben können) und von Ulrich von Maltitz sehr gern. Die Charaktere sind nicht aalglatt und haben immer wieder Rückschläge zu verkraften. Auf unerklärliche Weise war mir der Medicus total unsympathisch. 

    So jetzt werde ich das Buch erst einmal etwas sacken lassen - es wurde nämlich eben erst beendet.

     

    Fazit: Schon für die gründliche Recherche hätte Sabine Ebert viele Preise verdient. Diese historischen Ereignisse dann noch in einen so fulminanten Roman zu packen, kann nicht leicht gewesen sein und ich spreche an dieser Stelle meinen ganzen Respekt aus. Natürlich spielt immer auch etwas Schicksal dazu, aber ohne wäre es ja langweilig, oder?

    5 von 5 Mäxchen!

     

    Apropos... Der lässt in den nächsten Tagen bestimmt auch noch etwas von sich hören. Momentan verdaut er noch "Blut und Silber".



    mehr auf http://celinesbuchwelt.jimdo.com

  23. Cover des Buches Der Schattenfürst (ISBN: 9783499246258)
    Bernard Cornwell

    Der Schattenfürst

     (140)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    Inhalt:

    Der letzte Kampf im Lugg Vale ist gewonnen und Arthur hat es allen gezeigt.

    Merlin hat nun ein Ziel: Er braucht den Kessel, die bedeutendste der 13 Kleinodien Britanniens, um die Götter wieder zurück zu holen. Damit soll das Land gerettet werden. Doch auch Arthur verfolgt sein Ziel_ er möchte das Land im Frieden an Mordred übergeben.

    Und so vergehen die Jahre, die „Tafelrunde“ in einer anderen Form findet einen Platz in Cornwells Geschichte. König Mordred wird großjährig, aber keineswegs sympathischer. Derfel wird sein Vormund, gemeinsam mit Ceinwyn. Kaum sitzt Mordred auf dem Thron kommt es zu einem bösen Boykott. Verrat zerrüttet Dumnonia, ein riesiger Schock wartet noch auf Arthur und auch Derfel hat einen schweren Verlust zu ertragen.

     

    Schreibstil:
    Wieder wird aus der Sicht des Mönches Derfel erzählt, der nun im hohen Alter seine Geschichte und letztlich die von Arthur für seine Gönnerin Igraine niederschreibt. Er berichtet dabei hautnah und im Detail von Kampf und Trauer, Freude und Angst. Es gibt auch hier wieder keine Kapitel, man liest eigentlich hintereinander weg, ein paar wenige Absätze helfen zum Durchatmen und die Einordnung in Teile helfen ein wenig, um den Überblick zu behalten.

     

    Meine Einschätzung:

    Dieser 2. Teil der Reihe hat mir wesentlich besser gefallen als der erste. Man war nun schon besser mit der Handlung vertraut, auch mit Namen und Orten. Im Wesentlichen geht es nun um den Kampf zwischen Christen und Heiden und den jeweiligen Göttern. Denn was das Land betrifft so hat Arthur einen guten Frieden geschaffen, der es Mordred eigentlich leichter machen könnte. Doch wie auch Merlin schon sagt, wurde es dem Volk scheinbar langweilig durch den Frieden, sodass sie sich zunehmend mit dem Christentum auseinandersetzen konnten. Hinzu kommt, dass bald das Jahr 500 n.Chr. erreicht wird, was es Fanatikern einfach macht, das Volk gegen die Heiden zu hetzen.

     

    Die Schlachten waren wieder sehr detailliert beschrieben und sind nichts für schwache Nerven. Ebenso wenig die Riten der Heiden, denn Nimue ist teilweise schon sehr ekelhaft und auch Guiniveres Handlungen grenzen an Wahnsinn. Die Kriegsszenen sind schon extrem, dafür aber sicher authentisch.

    Emotional hat der 2. Teil viel zu bieten gehabt. Seien es die positiven Gefühle, wie die Liebe, Frieden und Freundschaft. Auch das Treffen von Derfel und Ecre sowie deren Offenbarung war für den Leser auch als überraschender Moment gelungen rübergebracht. Und gerade zum Ende hin musste ich dann Tränchen verdrücken (bei Dian) und der Schock um Guinivere saß ebenso tief, wenn er auch nicht so überraschend kam. Man spürte beim Lesen förmlich die Veränderungen in Arthur. Das hat der Autor schon gut hinbekommen.

    Ich habe mich auch gleich an den letzten Teil gesetzt.

  24. Cover des Buches Die Fürstin (ISBN: 9783426518533)
    Iny Lorentz

    Die Fürstin

     (72)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Deutschland im frühen 18. Jahrhundert: Die junge Charlotte stammt aus einem verarmten Adelshaus und hat das Glück, als eine von 8 Schwestern verheiratet zu werden. Sie soll ihrem Gemahl, dem Fürsten Carl Anton, um den sich viele Gerüchte ranken, den ersehnten Erben schenken. Ein Sohn ist die einzige Möglichkeit für diesen, sein Fürstentum vor seinem raffgierigen Fein zu schützen. Eine dementsprechend schwierige Aufgabe kommt auf Charlotte zu. Doch die arrangierte Ehe erblüht nicht in Leidenschaft und die junge Fürstin muss sich in ihrer neuen Stellung erst zurechtfinden. Während Charlotte nach ihrem eigenen Glück sucht, wird sie zunehmend zur Zielscheibe des Hasses der Feinde ihres Mannes.

    Der Schreibstil ist, wie man es von Iny Lorentz kennt, nicht besonders anspruchsvoll und dementsprechend flott und angenehm zu lesen. Auch fehlte der Handlung nicht an Spannung. Auch dieser Roman war wieder top recherchiert, wie man es vom Autorenduo gewohnt ist. Interessant war für mich die Wahl des Schauplatzes, da das Saaletal für einen historischen Roman ein ungewohnter Schauplatz ist. Besonders gut haben mir die Protagonisten gefallen. Sie wirken authentisch und nicht zu sehr übertrieben. Einige von ihnen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Überrascht hat mich das Aufgreifen von Liebe zwischen Männern und die Vorurteile und Feinde gegen die diese Männer kämpfen mussten. Die Geschichte hat mir einiges mitgegeben ich habe ein wenig dazugelernt. 

    Letztendlich ist der Roman wirklich sehr gut geschrieben und eine große Empfehlung für alle Leser von Iny Lorentz. "Die Fürstin" gehört zu meinen liebsten historischen Romanen hat mir wirklich einiges mitgegeben. 

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