Bücher mit dem Tag "sachsen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sachsen" gekennzeichnet haben.

100 Bücher

  1. Cover des Buches Krabat: Roman (ISBN: 9783522202343)
    Otfried Preußler

    Krabat: Roman

    (1.959)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Der 14-jährige Waisenjunge Krabat wird von einer geheimnisvollen Stimme zur Mühle im Koselbruch gelockt und vom Meister als Lehrling für sowohl das Müllerhandwerk als auch die schwarze Magie aufgenommen. Als Krabat merkt, dass die Macht des Meisters jedes Jahr den Tod eines Jungen fordert, kann ihm beim Widerstand nur das Mädchen Kantorka helfen. Die atmosphärisch dichte Handlung behandelt zeitlose Themen wie Machtmissbrauch, Freiheit, Loyalität, Liebe und Selbstbestimmung und wirkt an manchen Stellen durch das ruhige Erzähltempo etwas zäh.
    Bei den Protagonisten steht Krabat im Mittelpunkt der Handlung, der eine interessante und glaubwürdige Entwicklung innerhalb der Handlung vollzieht. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Tonda oder der Meister bereichern die Geschichte und tragen zur Entwicklung Krabats gekonnt bei.
    Wer stille Geschichten mit einer dichten Atmosphäre und großer Figurenentwicklung mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist klar, mit märchenhaften Elementen und voller Symbolik.
    Einziger Minuspunkt: Das eher langsame Erzähltempo wirkt an manchen Stellen etwas zäh, was den Lesespaß mindert.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  2. Cover des Buches Das Haupt der Welt (ISBN: 9783404177363)
    Rebecca Gablé

    Das Haupt der Welt

    (342)
    Aktuelle Rezension von: anila

    Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Tugomir ist ein spannender Protagonist und ich habe seine Abenteuer gerne und mit Spannung verfolgt. Auch die anderen Charaktere haben mir in ihrer Ausarbeitung gut gefallen.

    Das einzige, was ich etwas schade fand, dass die Geschichte hier und da etwas vor sich hinplätschert und wiederholt und nicht so richtig voran geht. Besonders am Ende habe ich Seiten übersprungen. 

  3. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    (569)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    ich kannte den Autor noch nicht, ebenso war es mein erster Historischer Roman in dieser Richtung.

    Nun der schreibstil (Ich-Erzählung)  war sehr gut zu lesen und hat mir gut gefallen. Der einstieg in das Buch fielen mir sehr leicht da es sehr spannend geschrieben wurde. gerade die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen.
    die Historischen Hintergründe waren auch sehr interessant. ganz gut gefallen hat mir dass es nicht so trocken war sondern teilweise auch sehr zum schmunzeln und witzig geschrieben ist
    klare Empfehlung sowohl für dieses Buch als auch die ganze Reihe

  4. Cover des Buches Die Spur der Hebamme (ISBN: 9783828997073)
    Sabine Ebert

    Die Spur der Hebamme

    (430)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Klappentext (Zitat):

    "Sachsen im Jahre 1173: Die Hebamme Marthe und ihr Mann, der Ritter Christian, könnten mit ihrem Leben glücklich sein, doch da erreicht sie eine schlimme Nachricht: Randolf, Christians ärgster Feind, ist aus dem Heiligen Land zurückgekehrt. Und damit nicht genug: Eines Tages taucht im Dorf jener fanatische Beichtvater auf, dem Marthe und ihre Fähigkeit, die Menschen zu heilen, schon lange ein Dorn im Auge sind. Nur zu gern ergreift er die Gelegenheit, die Hebamme zu denunzieren. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen, doch zu spät: Marthe muss sich wegen Hexerei vor einem Kirchengericht verantworten …"

    Meine persönliche Meinung:

    Der zweite Band der Reihe schliesst sich inhaltsmäßig unmittelbar an das Geschehen des ersten Bandes an. Man trifft auf die bekannten Figuren - und auch auf zusätzliche Personen. Die Protagonisten sind vielfältigen Gefahren und Qualen ausgesetzt bevor das Finale den Leser auf den kommenden Band vorbereitet.

    Wieder hat die Autorin die Handlung mit der aus der Reihe "Schwert und Krone" verknüpft. Das hat für Leser die diese Reihe schon gelesen haben einen angenehmen Wiedererkennungseffekt. Andererseits kommt es dadurch zu Wiederholungen bereits bekannter Ereignisse. Diese Wiederholungen waren sicher unvermeidlich, haben mich aber dennoch gestört. Ich habe da schnell nur "darübergelesen"....!

    Ansonsten hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf Band 3.

  5. Cover des Buches 1813 - Kriegsfeuer (ISBN: 9783426505830)
    Sabine Ebert

    1813 - Kriegsfeuer

    (116)
    Aktuelle Rezension von: AMCLiest

    Die ca 800 Seiten dieses Buches haben mich am Anfang etwas abgeschreckt, diesen Roman von Sabine Ebert zu lesen, der schon so lange bei mir auf dem Bücherregal steht.

    Es hat auch etwas gedauert, mit der Geschichte um die Völkerschlacht von Leipzig warm zu werden, denn zu viele Menschen und deren Schicksale tummeln sich auf den ersten Seiten, sodass es mühsam wird, einen roten Faden zu finden, obwohl ich ziemlich schnell auf bekannte historische Persönlichkeiten gestossen bin: Napoleon, Jean Baptiste Bernadotte, Kronprinz von Schweden , Zar Alexander, Blücher, der sächsische König Friedrich August I.. Auch das Städtchen Freiberg habe ich schon kennen gelernt:

    Hier wohnt der Buchdrucker Friedrich Gerlach mit seiner Frau Johanna und versucht trotz des Krieges sein Geschäft weiter zu führen.  Als seine Nichte Henriette mit ihrem Bruder zu ihm stößt, nimmt er sie auf. Die französische Besatzung wird auf ihn und das hübsche Mädchen aufmerksam, und so entspinnt sich neben den Geschichten um die Schlachten der Generäle ein getreues  Bild der Bevölkerung und seiner Sorgen. Die männliche Jugend möchte in den Krieg ziehen und die Mütter vermissen ihre Söhne. Dem Schicksal dieser einfachen Menschen und die  Entscheidungen der großen Persönlichkeiten, die zu Leben und Tod in den Schlachten führen, wird großes Augenmerk geschenkt. Über allem aber thront die Sehnsucht nach Frieden, die von Henriette verkörpert wird. Sie ist hin und her gerissen von ihren Gefühlen zu einem französischen Leutnant namens Etienne und dem preussischen Premierleutnant Maximilian, hat mehrere Verehrer und ein Geheimnis, das sie dazu bringt, im Lazarett Dienst zu leisten. Anfangs ist sie etwas blaß, gewinnt aber bald zwischen den vielen historische Personen an Kontur.

    Sabine Ebert hat die historischen Fakten der Völkerschlacht von Leipzig akribisch recherchiert, jede Schlacht, jede Entscheidung der Generäle und der Herrscher wird mehr oder weniger detailgetreu dargestellt. Damit ist es nicht nur ein historischer Roman, sondern fast ein Sachbuch geworden, der fesselt und dabei ein fast vollkommenes  Bild auf die historischen Persönlichkeiten schafft. Sie bleibt dabei sachlich und verknüpft geschickt die einzelnen Handelsstränge, sodass eine höchst interessanter Abriss der Geschichte entstanden ist.





  6. Cover des Buches Das Geheimnis der Hebamme – Das Buch zum Film (ISBN: 9783426520154)
    Sabine Ebert

    Das Geheimnis der Hebamme – Das Buch zum Film

    (747)
    Aktuelle Rezension von: miss_chips

    Wir befinden uns im Deutschland zur Zeit von Kaiser Barbarossa. Nachdem Marthe, die als Hebamme und weise Frau arbeitet, nach einer Fehlgeburt vor dem Burgherr Wulfhart fliehen muss, schließt sie sich einer Gruppe aus Siedlern an, die sich auf den Weg nach Osten machen, um dort eigenes Land zu erhalten. Ritter Christian führt die Gruppe an und findet nach und nach Gefallen an Marthe, die ihm auch nicht ganz abgeneigt ist. Jedoch hat Christian Feinde, die damit auch Marthe ins Auge fassen. Zudem ist Marthe als unverheiratete junge Frau sowieso gefährdet. 

    Marthe ist eine wirklich liebenswürdige Protagonistin, die stets bemüht ist Menschen zu helfen und ihr Bestes zu geben. Sie weiß, welche Kräuter wie helfen und wie man mit Menschen in einer Notlage umgehen sollte. Leider hat sie trotz ihres jungen Alters schon viele schlimme Dinge erlebt. Man trachtet ihr nach dem Leben; sie ist in neuer Umgebung auf sich allein gestellt; sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann. 

    Christian ist ein Ritter, der bürgerlich geboren wurde. Daher wird er von manchen der nobelgeborenen Ritter nicht als wahrer Ritter angesehen. So auch nicht von seinem ärgsten Rivalen Randolf. Christian ist ein überraschend sympathischer Charakter, der tatsächlich nicht glaubt, dass Frauen stumm und still zu sein haben. Er setzt sich im Buch immer wieder für Marthe ein und hat im Verlauf des Buches meinen Respekt gewonnen. 

    Es gab einige Charaktere, die einfach nur abscheulich waren. Ich weiß, dass ich im Mittelalter andere gesellschaftliche Maßstäbe ansetzen muss. Aber wie Frauchen verachtend sich manche der Charaktere verhalten haben, hat mir doch immer wieder zugesetzt. Es gab viele Vergewaltigungsszenen, viele misogyne Kommentare und Gedanken, die nicht unbedingt schön zu lesen waren. 

    Natürlich gab es auch andere nette Charaktere, um die ich ständig gebangt habe. Leider wurden sie nicht nur einmal verletzt und gedemütigt. Mögen sie auch den Rest dieser Reihe überleben. 

    Die Geschichte war interessant zu lesen. Die Kombination aus Fiktion und historischer Realität, gepaart mit einem Funken Übernatürlichkeit hat mich in seinen Bann gezogen. Reale Personen und Orte sind immer wieder aufgetaucht und wurden wunderbar in die Welt unserer Protagonisten eingeflochten. 

    Zudem mochte ich persönlich den Schreibstil sehr, da er klar und auf den Punkt war. Es habe elendig langen Beschreibungen der Landschaft. Stattdessen wurden nur die nötigen Details eingebunden und die Storyline vorangetrieben. 

    Alles in Allem war das wirklich ein sehr gutes Buch für mich und ich bin gespannt, wie es mit Christian und Marthe weitergeht. Wer jedoch Probleme mit Gewalt und frauenfeindlichem Verhalten hat, sollte dieses Buch unbedingt meiden. 

  7. Cover des Buches Der weiße Reiter (ISBN: 9783644407817)
    Bernard Cornwell

    Der weiße Reiter

    (354)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    auch der zweite Band haben mir sehr gefallen, wie schon beim ersten war der schreib- bzw rzählstil sehr gelungen und gut umgesetzt.

    auch diesmal waren die Abenteuer die Uthred in diesem Band erlebt hat sehr interessant und gut umgesetzt. gerade die Kampfszenen sind sehr detailgetreu nachgestellt. auch die Hintergrund Infos waren wieder einmal sehr gut
    mir hat daher auch der zweite Band sehr gut gefallen.

    klare Empfehlung

  8. Cover des Buches Die Herren des Nordens (ISBN: 9783644407916)
    Bernard Cornwell

    Die Herren des Nordens

    (330)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    nach dem dritten Band hat es mich vollends erwischt und ich kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

    auch der dritte band überzeugt wieder mit einem tollen Erzählstil und detailgenauen Beschreibungen der Kriegsschauplätze.

    interessant und spannend was Uthred diesmal alles erlebt, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen denn ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht

    eine sehr tolle und spannende Reihe die mir bis jetzt sehr gefällt

  9. Cover des Buches Das brennende Land (ISBN: 9783499254147)
    Bernard Cornwell

    Das brennende Land

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    auch dieser band ist absolut gelungen und ich habe ihn in wenigen Tagen verschlungen. die Reihe sagt mir absolut zu und auch ich finde es wieder klasse was hier in diesem Buch steckt. ich hab mittlerweile eine gute Bindung zu den unterschiedlichen Charakteren und finde es schade wenn jemand stirbt. hintergrundinfos sind ebensp spannend als auch die schlachtszenen.

    tiefgründig aber auch mit viel Witz und Humor das gefällt mir an diesem Büchern sehr
    klare Empfehlung

  10. Cover des Buches Schwertgesang (ISBN: 9783499248023)
    Bernard Cornwell

    Schwertgesang

    (245)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    auch der vierte Band war sehr spannend und ich habe mit Uthred viele spannende Abenteuer und schlachten erlebt.

    bis jetzt ist alles noch unverändert gut, ebenso wie der schreibstil als auch die Handlung an sich. das gesamte Buch führt einen roten Faden und es wird nicht langweilig da immer wieder neue spannende passagen kommen.

    daher auch für dieses Buch eine ganz klare Empfehlung

  11. Cover des Buches Rummelplatz (ISBN: 9783746628882)
    Werner Bräunig

    Rummelplatz

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Dieser Roman ist eine Bombe! 40Jahre lang hat er auf seine veröffentlichung gewartet und ist doch so aktuell und brisant wie damals. Werner Bräunig hat jetzt leider nicht mehr mit erlebt, dass sein Werk endlich verörrentlicht wurde. Er versteht es perfekt den Bogen zwischen Ost und West zu spannen und zeigt auf, macht klar und erklärt und all seine Figuren sind ehrlich, menschlich einfach aus dem Leben gegeriffen. Einer der wichtigsten Romane die es gibt!

  12. Cover des Buches 1815 - Blutfrieden (ISBN: 9783426510209)
    Sabine Ebert

    1815 - Blutfrieden

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen, ersten Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das zweite Buch aus der zweibändigen Reihe um die Zeit von 1813 bis 1815 schließt  unmittelbar an die Handlung aus dem ersten Buch an und setzt die Erzählung nahtlos fort.

    Mit eindrucksvollen Worten treibt die Autorin den Leser durch die damaligen, schrecklichen kriegsgeprägten Zeiten. Dabei geht sie nicht nur geschickt mit den historischen Fakten um, sondern reichert diese mit wenigen, aber eindrucksvollen, fiktiven Geschichten an. Dies alles nicht nur unterBetrachtung der gekrönten Häupter, sondern auch aus Sicht der einfachen Leute. 

    Das Buch ist voller Spannung aber auch von anrührender Schicksalhaftigkeit. Die vielen historischen Figuren, aber auch die fiktiven Handelnden, sind sehr plastisch gezeichnet, sodass sie der Leser quasi leibhaftig vor sich sieht.

    Für mich -zusammen mit dem Band "1813 - eine absolute Leseempfehlung!

  13. Cover des Buches Der Silberbaum. Die siebente Tugend (ISBN: 9783426529164)
    Sabine Ebert

    Der Silberbaum. Die siebente Tugend

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Witch-Journal

    Mit „Der Silberbaum – Die siebente Tugend“ beweist Bestseller-Autorin Sabine Ebert erneut eindrucksvoll, warum sie zur absoluten Spitze des deutschen historischen Romans gehört. Ihr gelingt hier ein faszinierendes, farbenprächtiges Panorama des 13. Jahrhunderts, das den Leser ab der ersten Seite unaufhaltsam in den Bann zieht. Die Geschichte führt uns in das Jahr 1221: Nach dem frühen Tod seines Vaters erbt der gerade einmal dreijährige Heinrich das an Silber reiche Meißen. Es ist ein brandgefährliches Erbe, denn der immense Reichtum weckt sofort die Begehrlichkeiten skrupelloser Machtpolitiker. In ständiger Angst um das Leben ihres Sohnes holt Heinrichs Mutter Jutta in ihrer Verzweiflung den treuen Lukas aus Freiberg an den Hof zurück. Um den jungen Thronfolger zu schützen, schart Lukas eine loyale Leibwache um sich – unter ihnen Thomas, der älteste Sohn der legendären Hebamme Marthe, den es aus dem Heiligen Land zurück in die Heimat gezogen hat. Währenddessen gerät Marthes Enkelin Änne in Thüringen in den düsteren Sog des fanatischen Ketzerverfolgers Konrad von Marburg. Vor dem Hintergrund des gewaltigen Konflikts zwischen Kaiser Friedrich II. und dem Papst entspinnt sich ein packender Kampf um Überleben, Glaube und Macht. Was diesen Roman so außergewöhnlich macht, ist Sabine Eberts akribische Recherche, die spürbar aus jeder einzelnen Zeile spricht. Ihr tiefes historisches Wissen bettet die fiktiven Schicksale nahtlos in die realen Ereignisse der Zeit ein. Ein absoluter Geniestreich ist dabei die geschickte Verknüpfung mit den Charakteren ihrer Kult-Reihe, der Hebammen-Saga. Durch das Wiedersehen mit Marthes Kindern und Enkeln wirkt das Werk wie Teil einer großen, epischen Gesamterzählung. Diese Vertrautheit verleiht der Geschichte eine enorme Tiefe und bettet das neue Geschehen perfekt ein. Eberts gereifter, lebendiger und bildhafter Schreibstil sorgt dafür, dass die Kulissen des Mittelalters wie ein Film vor dem geistigen Auge des Lesers ablaufen. Die Charaktere sind psychologisch vielschichtig gezeichnet, emotional greifbar und agieren absolut authentisch. Dadurch bleibt man regelrecht an den Seiten kleben. Abgerundet wird dieses gelungene Gesamtpaket durch ein wunderschön gestaltetes Cover, das die Atmosphäre des Buches wieder einmal wie die Faust aufs Auge trifft. Dieser Roman ist ein anspruchsvoller, farbintensiver und hochspannender Historienroman, der durch erzählerische Eleganz und historische Genauigkeit besticht. Sabine Ebert haucht der Geschichte echtes Leben ein.Vielen Dank, liebe Sabine.

  14. Cover des Buches Die Lungenschwimmprobe (ISBN: 9783442775750)
    Tore Renberg

    Die Lungenschwimmprobe

    (116)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Leipzig im Jahre 1681: die fünfzehnjährige Anna Voigt steht vor Gericht, weil sie ihr neugeborenes Baby getötet haben soll; und die Mutter gleich mit ihr, die das versucht haben soll zu vertuschen. Die Obrigkeit will sie verurteilt sehen, es droht Anna der Tod - wie vielen anderen Mädchen und Frauen in dieser Zeit, die des gleichen Verbrechens bezichtigt werden. Aber dieser Fall ist anders: Sie hat nicht nur einen mächtigen Vater, der sich für sie einsetzt, sondern auch einen Anwalt, der wissenschaftlich argumentiert. Mit dabei ein Arzt, der etwas spektakulär Neues wagt und die «Lungenschwimmprobe» einsetzt. Durch dieses soll nachgewiesen werden, dass es tatsächlich eine Totgeburt war, wie Anna hartnäckig versichert. Kann sie gerettet werden?


    «Wir werden ja sehen, was das Gericht dazu meint. Das junge Ding hat sein Kind getötet, mehr habe ich zu der Sache nicht zu sagen, und Ihr seid ein Zauberer, Herr Schreyer, das kann Euch teuer zu stehen kommen, Anna Voigt muss ertränkt werden, sie muss bestraft werden!»


    Tore Renberg hat sich einen wahren Fall vorgenommen, bei dem die fünfzehnjährige Anna Voigt, die Tochter von Hans Heinrich Voigt, dem Besitzer des Rittergutes Greitschütz, angeklagt wurde wegen Unzucht, Geburt im Geheimen und Tötung ihres Kindes. Die Köchin, der Knecht und der Lehrer gruben das tote Kind im Garten wieder aus, beschuldigen die Mutter beim Pfarrer, es umgebracht zu haben. Der junge Rechtsgelehrte Christian Thomasius übernimmt den Fall. Ein Mann der Wissenschaft, in einer Zeit des Umbruchs. Ein unbequemer Mensch für die Obrigkeit, der so vieles in Frage stellte, seine Vorlesungen auf Deutsch hielt, was ihm Ärger brachte, der großen Wert auf eine strikte Trennung von Recht und Moral legte, Wert auf eine scholastische Denkstruktur und Beweisführung legte, viel mit dem usus modernus zur Modernisierung der Rechtsordnung beigetragen hat, die Trennung zwischen Staat und Kirche. 


    Der Stadtphysikus Dr. Johannes Schreyer war wissenschaftlich auf der Höhe seiner Zeit. Anna behauptete, das Kind sei tot geboren. Er führte die Obduktion des Babys durch und er hatte gelesen, dass die Lungen einer Totgeburt in Wasser versänken, da diese noch nicht entfaltet seien, diejenigen eines lebendgeborenen Kindes aber schwämmen, weil das Kind Luft eingeatmet hat. Die Lungen des Babys von Anna gehen unter. Schreyer und Thomasius gingen mit diesem Fall in die Historien der Gerichtsmedizin ein – letztendlich schufen sie eine neue Wissenschaft. Das damals geltende Gesetzbuch Constitutio Criminalis Carolina (Carolina) war überholungsbedürftig. Doch die Kirche stellte sich hartnäckig gegen die Naturwissenschaft. Und in diesem Fall ging es letztendlich nicht nur um Tochter und Mutter; Heinrich Voigt war kein Adliger, hatte das Gut nach der letzten Pest günstig erworben. Das war den Adligen ein Dorn im Auge, die keinen Emporkömmling in ihren Reihen dulden wollten – gern würden sie ihm das Gut wieder nehmen.


    «Jene Frauen, die ein lebendiges oder wohlgebildetes Kind geboren haben und es heimlich, böswillig, vorsätzlich töten, werden gewöhnlich lebendig begraben und gepfählt. Um die damit verbundene Verzweiflung zu verhindern, kann die besagte Übeltäterin indes auch ertränkt werden, sollte das Gericht Zugang zu einer geeigneten Wasserstelle haben.» (Strafgesetzbuch 1532; Artikel 131)


    Hier erzählt uns ein auktorialer Erzähler distanziert die Geschichte, der eingreift, erklärt, bewertet und erläutert, was in der weiten Zukunft geschehen wird, der Zeitsprünge füllt. Mal erzählend, mal beobachtend führt er uns durch den ziemlich langwierigen Prozess, der im Vergleich zu anderen Prozessen sich ewig in die Länge zieht – man will ja dem Vater an den Kragen. Amtmann Walther, ein Stiefellecker des Adels, lässt Anna und ihre Mutter, die erst mal untergetaucht sind, steckbrieflich suchen, als wären sie Mörderinnen, und Pastor Johann Benedict Carpzov schießt aus dem Hinterhalt mit seinen Kontakten. Der Erzähler wechselt oft die Perspektive, schlüpft in die verschiedenen Charaktere hinein, in ihre Gedanken. So erfahren wir auch etwas über den Henker der Stadt, über die gesellschaftliche Ächtung seiner Familie. Der Roman gibt ein gutes Gesellschaftsbild der Zeit wieder – der auslaufende Barock tritt ein in den Klassizismus und die Zeit der Aufklärung. Ein interessanter Fall, der von vielen Seiten befeuert wird und der Autor geht tief in seine Charaktere hinein, in Nebenstränge. Briefe und Sonette runden die Vielfältigkeit ab. Ich habe das ein oder andere Mal geblättert, für mich war es ein wenig zu zäh geschrieben, aber gekonnt. Wer nicht davor zurückschreckt eine ausgebreitete gut recherchierte Geschichte zu lesen, dem wird der Roman gefallen – denn der Fall der Anna Voigt und ihrer Familie berührt. 


    Tore Renberg, geboren am 3. August 1972 in Stavanger, ist ein norwegischer Schriftsteller und Musiker. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Bergen. Er arbeitet als Literaturkritiker und Journalist und moderierte darüber hinaus von 1998 bis 1999 eine eigene Sendung im norwegischen Fernsehen (NRK). Renberg hat in verschiedenen Genres veröffentlicht: Romane, Kinderbücher, Novellen, Theaterstücke und Filmdrehbücher.


  15. Cover des Buches Romeo und Romy (ISBN: 9783458362753)
    Andreas Izquierdo

    Romeo und Romy

    (207)
    Aktuelle Rezension von: schmoekerstunde

    Izquierdo erzählt mit feinem Gespür, großer Empathie und einem warmen Humor von Menschen, die längst aufgegeben schienen – und plötzlich wieder den Mut finden, zu träumen. Die Mischung aus dörflichem Durcheinander, liebenswert verschrobenen Figuren und der verbindenden Kraft des Theaters macht den Roman zu einer berührenden wie heiteren Lektüre.

    Besonders eindrucksvoll ist die sensible Beobachtung dieser Charaktere: Menschen mit Ecken und Kanten, geprägt von Lebenserfahrung, Zweifeln und stillen Sehnsüchten.

    Die Vorbereitungen für den Theaterbau und der gemeinschaftliche Elan beim Renovieren schenken der Erzählung zahlreiche rührende, oft auch wunderbar komische Momente.

    Unvergesslich bleiben vor allem die Szenen, in denen Theateralltag und Dorfwirklichkeit aufeinandertreffen: Missverständnisse, Eitelkeiten und kleine, flüchtige Bündnisse verleihen der Geschichte eine lebendige, fast spielerische Dynamik.

  16. Cover des Buches Reichsland (ISBN: 9783966987394)
    Marcus Wächtler

    Reichsland

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Patchcop

    Inzwischen drei Jahre alt hat sich auf der deutschen politischen Bühne sehr viel, insbesondere zum Negativen, geändert.

    In dem Buch wird die Strafversetzung des im Kanzleramt in Ungnade gefallenen Eric in die (fiktive?) Abteilung 8 geschildert. Diese hat sich mit dem Dritten Reich, welches nach der Beschreibung im Buch noch existiert, zu beschäftigen. Nach einen nich so grandiosen ersten Tag wird Eric mit einer Kollegin in die tiefste sächsische Provinz geschickt. Auf dem Weg dorthin und in einem kleinen Kaff komme sie in Kontakt mit Einheimischen, welche den verschiedensten Verschwörungstheorien anhängen , seien es die Chemtrails der Flugzeuge, die Impflüge, die BRD GmbH usw.. Teils interessant, teils humorvoll, etwas Erotik und in einem sehr flüssigen Schreibstil habe ich das Buch in zwei Tagen gelesen und es hat mir sehr gut gefallen.

  17. Cover des Buches Der sterbende König (ISBN: B00QW4TUWW)
    Bernard Cornwell

    Der sterbende König

    (114)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    auch bei diesem Buch ist alles so wie bei den vorherigen Büchern, der Leser bekommt einiges geboten und es beginnen wieder spannende Abenteuer bei denen ich immer sehr mit gefiebert habe.
    immer noch eine sehr spannende und historisch reiche Geschichte mit tollen Charakteren und immer wieder interessanten Szenen

    ganz klatre Empfehlung 

  18. Cover des Buches Der leere Thron (ISBN: 9783499270543)
    Bernard Cornwell

    Der leere Thron

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Samaire

    Wir sind nunmehr im achten Band der Uthred Saga angekommen und diese hat bisher nichts von ihrer Sogkraft verloren. So auch in diesem Band.

    Æthelred liegt im Sterben, etliche Nachfolger bringen sich in Stellung, wird Mercien von Wessex verschlucht und was wird aus Æthelreds Frau Æthelflæd, der eigentlichen Herrscherin. Kann sie auch formell als Frau den Thron besteigen und ihrem Mann nachfolgen? Und was wird dann aus ihrer Affäre mit Uthred?

    Den quälen hingegen ganz andere Sorgen, seit der Schlacht mit Knut quält ihn die Wunde, die ihn fast umgebracht hätte. Es scheint fast, als wäre die Klinge verflucht, weswegen die Wunde Uthred nun quält. Neben seiner Loyalität für Æthelflæd muss Uthred sich auf die Suche nach der Klinge begegeben, um endlich wieder frei zu sein.

    Acht Bände begleite ich nun Uthred und keines der Bücher lässt bisher federn. Es ist immer wieder ein Fest aus Schlachten, Intrigen und religiösen Streitigkeiten, der in seiner Gesamtheit einfach überzeugt. 

    Für alle Fans der Netflix-Serie sei jedoch gesagt: Wir verlassen in der Tat den Pfad der Serie, was ich aber nicht als negativ empfunden habe.


  19. Cover des Buches Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug (ISBN: 9783455014273)
    Kurt Vonnegut

    Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug

    (123)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Der Protagonist Billy Pilgrim ist bärtig und in eine blaue Toga gehüllt, was den amerikanischen Soldaten, die nach dem Krieg des Tötens müde sind, spanisch vorkommt. Nach und nach stellt er sich als Zeitreisender heraus, der im Jahr 1968 erkennt, dass aus seinen Kindern Musteramerikaner geworden sind. Er wurde aber schon 1967 auf einen fremden Planeten entführt, lebt dort sexuell freizügig und lernt von den Außerirdischen deren Schicksalsergebenheit und Gleichmut, welche an den 'Go with the flow' der Hippies erinnern. Ist er jetzt ein Drogenkonsument oder hat er einfach nur die Rettung in seine Fantasie gesucht? Das bleibt den Lesern überlassen zu deuten.

  20. Cover des Buches Die rechtschaffenen Mörder (ISBN: 9783596523177)
    Ingo Schulze

    Die rechtschaffenen Mörder

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Für einen Büchernarren beginnt dieses Buch fulminant, es erwärmt das Herz und weitet die Sinne. Man fühlt sich unmittelbar geborgen, nicht mehr allein mit seiner Bücher-Manie: „Jeder Mensch musste sich eines Tages entscheiden, wie er zu leben wünschte. Er hatte sich für das intensivste und angenehmste Leben entschieden, das einem Menschen möglich war, für das Leben eines Lesers.“

    Der erste von drei Teilen dieses Buches ist auch eine Art Liebeserklärung an das geschriebene Wort, an die Welt der Bücher und über einen Menschen, der für das Überleben eines jeden Buches kämpft, der mit ihnen lebt und aus ihnen Lebenssinn und Kraft schöpft, mit ihnen quasi eine Wohngemeinschaft der Gedanken und Träume eingegangen ist.

    Solange, bis die sogenannte Wende Enttäuschungen produziert und bislang unbekannte Ängste weckt, die kaum zu heilen sind und dieses Projekt zum Einsturz zu bringen droht. Die antiquarischen Büchern (Ost) werden durch „Mängelexemplare“ (West) verdrängt und teils auf „Büchermüllhalden“ entsorgt. Aus damit einhergehenden Enttäuschungen entwickeln sich dunkle Gedanken, Zukunftsängste und Vorbehalte, es werden Ressentiments geschürt, die schließlich einem Verhalten Raum geben, das in dieser Dimension kaum zu erwarten und daher noch weniger auszuhalten ist. Die Liebe allerdings ist nicht tot zu kriegen, hat es in diesem Zusammenhang allerdings schwer.

    Zumal, und damit sind wir bereits im zweiten Teil des Buches, ein Konkurrent die Bühne betritt. Man reibt sich verwundert die Augen, ob dieses galanten Kunstgriffes. Gab es im ersten Teil des Buches nur den sporadischen Auftritt eines Ich-Erzählers, so übernimmt dieser hier das Regime – und zwar als Autor, der das Leben des Archivars in seinen (auch den eigenen) Verwicklungen darzustellen versucht. Es ist sozusagen einen (persönliche) Geschichte neben der zu schreibenden Geschichte. Ganz verrückt wird es, wenn im dritten Teil die Lektorin des Buches über den Archivar versucht, etwas Licht in die Geschehnisse zu bringen. 

    Hier prallen Welten aufeinander, die von ihrer Anlage her friedlich koexistieren könnten, aber im Strudel der Geschichte und der persönlichen Erfahrungen eine Eigendynamik entfalten, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Es bleibt zu hoffen, dass es weitere solcher Bücher geben wird, die diese Zusammenhänge deutlich machen. 

    (9.12.2021)

  21. Cover des Buches Die unsterbliche Familie Salz (ISBN: 9783423146326)
    Christopher Kloeble

    Die unsterbliche Familie Salz

    (70)
    Aktuelle Rezension von: lesen_leben_lachen

    Lola Rosa Salz ist die zentrale Figur in diesem Roman. Das Hotel Fürstenhof ist der zentrale Ort im Geschehen, auch wenn die Figuren sich die wenigste Zeit dort aufhalten. Und ein zentrales Motiv ist der Schatten.



    Lola ist zu Beginn eine Neunjährige, die mit ihren Eltern in München lebt und als ihr Vater den Fürstenhof erwirbt nach Leipzig umzieht. Sie liebt ihre Mutter sehr und als diese krank wird nimmt es das kleine Mädchen sehr mit. In ihren Augen rettet sie ihre Mutter, als Maria - von dem man nicht weiß ob er existiert - ihr Leben beendet.



    Der nächste Abschnitt wird von Lolas Mann Alfons erzählt. Dieser beschreibt Lolas Flucht mit den Kindern am Ende des Zweiten Weltkriegs und erzählt mehr über Lolas Charakter. Dann folgt Aveline, Lolas Tochter, der Schatten ihrer Enkelin, der die Geschichte von Kurt erzählt, wie er seine Frau kennenlernt; ihre Enkelin selbst und ganz zum Schluss Lolas Urenkelin, die einen Brief an ihre Mutter schriebt.


    Lola rückt zwar irgendwann in den Hintergrund, aber sie wird immer wieder erwähnt.



    Der Fürstenhof ist ebenfalls immer Thema.

    Als neuer Wohnsitz der Familie Salz in Lolas Kindheit. Als ein Ort an den Lola auch im Zweiten Weltkrieg unter keinen Umständen zurück kehren will. Als das Objekt Kurts Begierde nach dem deutschen Wiedervereinigung.



    Als wiedererlangter Familienbesitz.



    Das Motiv des Schattens beginnt harmlos mit den Schattenrissen, die Lolas Mutter für jedes Familienmitglied anfertigt. Allerdings bleibt es nicht dabei. Für Lola bekommen Schatten eine immer größere Bedeutung und besonders Männer ohne Schatten stellen für sie eine besondere Gefahr da.



    Das Thema Schatten zieht sich aber durch alle Generationen. Eine Figur in der Geschichte kann ihren Schatten nicht sehen und an einer anderen Stelle kommt sogar ein Schatten zu Wort. Dieser ist zu dem Zeitpunkt natürlich ein allwissender Erzähler und schafft dadurch eine Verbindung zwischen zwei Fragmenten der Geschichte.



    Der Schatten zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verbindet gemeinsam mit Lola und dem Fürstenhof die einzelnen Teile miteinander.



    Insgesamt wird die Geschichte beschrieben, wie das Hotel in Familienbesitz gelangt, von der DDR enteignet wird und schließlich wieder zurück in die Familie kommt und wie Lola und alle um sie herum diese Zeit erleben.



    Neben den Familienverhältnissen, Streitigkeiten und Problemen erfährt man auch vieles über die politischen Gegebenheiten.



    Die ganze Geschichte ist sehr gut recherchiert und macht dadurch einen authentischen Eindruck.



    Die Charakterentwicklung ist in diesem Buch schwerer zu beschreiben als in anderen Geschichten,aber ich finde das macht es zusätzlich interessant.



    Einem fehlen Ereignisse, die eine Figur erlebt hat um ein gesamtes Puzzle zusammensetzen zu können, aber dadurch kann man sich die Charaktere noch eher so zurecht legen, wie man sie sich vorstellt. Es gibt also mehr Spielraum für Vorstellungen zu den einzelnen Figuren. Allerdings kann man aus diesem Grund einige Handlungen nicht nachvollziehen und findet diese dann nicht gut. Da kann man aber meiner Meinung nach drüber hinwegsehen, denn man kann ja auch im echten Leben nicht immer alles nachvollziehen, was der Gegenüber gerade tut.


    Ich würde behaupten der Schreibstil ist eher ein "Erzählstil"

    Die Perspektive wechselt immer wieder und viele Figuren kommen zu Wort. Dadurch bekommt jedes Kapitel seinen eigenen Charakter mit der Person, die es erzählt.



    Als beispielsweise Lolas Mann zu Wort kommt, könnte man zwischendurch beinahe den Eindruck bekommen der eigene Opa erzählt von der Flucht vor dem Zweiten Weltkrieg. Und auch sonst ist der Schreibstil immer gut an die Figuren angepasst. Das sorgt für einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich gut lesen und einen in die Geschichte eintauchen lässt.


    Ich finde dieses Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!



    Ich lese ja normalerweise eher Jugendbücher und Fantasy, aber dieses Buch konnte mich wirklich überzeugen!

  22. Cover des Buches Erzfieber (ISBN: 9783964434241)
    Marcus Wächtler

    Erzfieber

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Patchcop

    Erzfieber ist der erste von drei zusammen gehörenden Regionalkrimis, welche in Freiberg in Erzgebirge spielen.

    Durch Zufall wird Ariane, eine Tierarzthelferin, in einen Fall aus Korruption, Einbruch, Körperverletzung und Selbstmord/Mord hinein gezogen.

    Dabei lernt sie Ben, einen jungen Kriminalkommissar kennen, welcher mehr oder weniger in diesem Fall ermittelt.

    Zwischen den Beiden knistert es, kommt jedoch immer wieder zu Spannungen.

    Im Stil von Miss Marple beginnt Ariane selbstständig, in dem Fall zu ermittelt und setzt sich dabei einigen Gafahren aus.

    Mehr zu schreiben wäre jetzt Sooilern!

    Mir hat das Buch gut gefallen, insbesondere die Beschreibung von Freiberg und Umgebung fand ich sehr schön.

  23. Cover des Buches Die Königsdame (ISBN: 9783104000800)
    Sabine Weigand

    Die Königsdame

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Die Mischung von historischen Fakten und historischen Persönlichkeiten mit einer fiktiven Geschichte und fiktiven Figuren fasziniert mich immer wieder. Dies ist in vorliegendem Fall ganz hervorragend gelungen. Die Figuren - ob nun historisch belegt oder nicht - wirken lebendig und sind sehr gut und intensiv gezeichnet.

    Die Schreibweise ist etwas sehr Besonderes - die Autorin versteht es meisterhaft ihre Erzählung durch viele (oftmals authentische) Dokumente, Briefe, Kalendereinträge und Rezepte aufzulockern und der gesamten Handlung einen sehr besonderes Leseerlebnis zu erzeugen. Dazu dient auch die gerade in diesen Handlungs-Einschüben verwendete altertümliche Sprache. Diese dienen aber nicht nur der Auflockerung, sonders sie treiben die Handlung auch gekonnt weiter.

    Für mich eines der besten historischen Bücher. Mir hat es jedenfalls viel Lust auf weitere historische Bücher der Autorin gemacht.

  24. Cover des Buches Saunaführer 2026/2027 - Wellness, Gesundheit, Genuss (ISBN: 9783866969896)
    Thomas Wiege

    Saunaführer 2026/2027 - Wellness, Gesundheit, Genuss

    (35)
    Aktuelle Rezension von: kruemelmonster798

    Der Saunaführer für Berlin, Brandenburg & Sachsen ist die perfekte Lektüre, wenn es draußen so richtig schmuddelig ist. Etwas darin stöbern und schon bekommt man Lust, die Wohnung gen Sauna zu verlassen...

    Gegliedert ist das Buch (ja, es ist tatsächlich richtig dick, ein fettes Taschenbuch) sehr praktisch.
    Zum Einstieg gibt es Tipps zum richtigen Saunieren, gerade für Einsteiger hilfreich, dann werden die verschiedenen Saunaarten vorgestellt (also was ist eine finnische Sauna, eine Russiche Banja, ein Caldarium usw.). Ebenso die Piktogramme, die dann durch das Buch begleiten und die alles noch übersichtlicher machen.
    Im Anschluss folgt ein kurzer Fotoschwenk über verschiedene Saunawelten deutschlandweit, also nicht nur über die des vorliegenden Buches.

    Dann geht es richtig los und viele, viele (58 um genau zu sein) Saunen werden detailliert und trotzdem übersichtlich vorgestellt. Klar könnte man sich das auch auf der jeweiligen Homepage ansehen, aber im Buch hat man schön kompakt gleich ganz viele Saunen im Überblick, das mag ich viel lieber.

    Abgerundet wird es von einigen überregionalen Hotel- und Wellnesseinrichtungen, die mich jetzt zwar nicht so interessiert haben, die aber auch kein großes Gewicht einnehmen.

    Das separate Gutscheinheft ist natürlich das I-Tüpfelchen. Mit 58 Sauna-Gutscheinen, bei denen man relativ viele auch alleine einlösen kann (steht immer auf dem jeweiligen Gutschein, ob alleine oder nur zu zweit einlösbar) und die zudem eine lange Gültigkeit haben (bis 1.1.2022) freue ich mich richtig auf die nächsten zwei Winter. Praktisch ist hier auch, dass das Gutscheinheft unabhängig vom Buch verwendet werden kann, man also nicht immer das relativ schwere Buch mitnehmen muss.

    Auch eine wunderbare Geschenkidee, wobei man sich ja auch durchaus selbst beschenken kann.

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