Bücher mit dem Tag "sängerin"
88 Bücher
- Lucinda Riley
Die Sturmschwester
(909)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Ally d’Aplièse steht an einem Wendepunkt: Ihre Karriere als Seglerin strebt einem Höhepunkt entgegen, und sie hat den Mann gefunden, mit dem sich all ihre Wünsche erfüllen. Da erhält sie völlig unerwartet die Nachricht vom Tod ihres geliebten Vaters. Ally kehrt zurück zum Familiensitz am Genfer See, um den Schock gemeinsam mit ihren Schwestern zu bewältigen. Sie alle wurden als kleine Mädchen adoptiert und kennen den Ort ihrer Herkunft nicht. Aber nun erhält Ally einen mysteriösen Hinweis durch ein Buch in der Bibliothek ihres Vaters – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in das raue Land im Norden. Dort wird sie ergriffen von der Welt der Musik, mit der sie tiefer verbundener ist, als sie es je hätte ahnen können. Und Ally begreift zum ersten Mal im Leben, wer sie wirklich ist ...
Das Cover: Das Cover von "Die Sturmschwester" ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Es fügt sich perfekt in die Gestaltung der anderen Bände der Reihe ein und vermittelt mit seinem etwas düsteren Ton genau die Stimmung, die zum oft tristen Wetter Norwegens passt. Die Atmosphäre, die das Cover ausstrahlt, harmoniert wunderbar mit der Geschichte, auch wenn es insgesamt etwas dunkler wirkt als erwartet.
Der Schreibstil: Lucinda Riley bleibt ihrem vertrauten Schreibstil treu. Das Buch wird zum einen aus der Gegenwartsperspektive von Ally erzählt, zum anderen begleitet man Jens Halvorson und später seine Frau Anna in der Vergangenheit. Besonders überraschend war für mich, dass die Geschichte von Jens und Anna noch weitergeführt wurde und plötzlich eine weitere Generation in den Fokus rückte – das hat mich kurz verwirrt, wurde aber letztlich sehr stimmig ineinander verwoben. Trotz der gelungenen Verknüpfung beider Erzählstränge hat mir in diesem Band die Leichtigkeit gefehlt, die ich aus anderen Büchern der Autorin kenne. Selbst die Liebesgeschichte bleibt eher kurz und ist von einer tragischen Note geprägt.
Die Hauptfiguren: Ally, die zweite Tochter der Familie d’Aplièse, steht im Mittelpunkt der Gegenwartshandlung. Nach dem Tod ihres Vaters hatte sie eigentlich kein Interesse daran, ihre leibliche Familie zu suchen. Doch sie steckt in einer tiefen Krise, weiß nicht, wohin ihr Weg sie führen soll, und selbst in ihrem Beruf als Seglerin ist sie unsicher geworden. Ally hat bereits so viel durchgemacht, und nach Pa Salts Tod dachte ich, es könne kaum noch tragischer werden – doch Lucinda Riley setzt hier emotional noch einen drauf. Trotz ihrer anfänglichen Unsicherheit und Schwere wächst Ally einem im Verlauf der Geschichte ans Herz, und man wünscht ihr nur das Beste.
Endfazit: "Die Sturmschwester" bleibt eine schöne Fortsetzung der Reihe, auch wenn sie für mich nicht ganz an den ersten Band heranreicht. Die fehlende Leichtigkeit und einige etwas langatmige Passagen haben meinen Lesefluss gelegentlich gebremst. Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt, besonders das Ende, und Ally ist eine Figur, die man gern begleitet. Ich bin gespannt auf die weiteren Bände und darauf, wie sich die Geschichten der Schwestern weiterentwickeln.
Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.
- Nino Haratischwili
Das achte Leben (Für Brilka)
(279)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingEin Buch, was allein durch seinen Umfang schreckt und entsprechend lang bei mir lag, bevor ich mich herangewagt habe. Tja, was soll ich sagen: Ich habe nicht bereut, es gelesen zu haben und vermutlich werden mich die lebensnah geschilderten Protagonistinnen und ihre Schicksale sowie wie vor allem ihre Welt (Georgien als Teil der Sowjetunion über das 20. Jahrhundert hinweg) noch lange begleiten. Auch mochte ich den teils poetischen Schreibstil und, wie alles miteinander verwebt war.
Mehr als 3 Sterne kann und mag ich dennoch nicht geben. Allzu sehr schimmerte durch die Geschichten aller beschriebenen Frauen ein Fatalismus, eine Tragik, eine Schicksalsergebenheit, die meines nicht ist und die ich der Autorin als Eigenschaft unterstelle. Ja, die Zeiten waren hart und schwierig. Ja, es gab Tod, Folter, Vergewaltigung, persönliches Unglück. Aber MUSS denn deshalb wirklich jede einzelne Person dieses Buches eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln, gebrochen sein und fortan unfähig zu Glück, Selbstliebe, etc.? Ich finde: nein, und hätte mir in all dem Schatten mehr Licht gewünscht. Leider war es jedoch über all die mehr als 1200 stolzen Seiten des Romans so, dass, wenn man einmal glaubte, dass es jetzt endlich mal für eine der geschilderten Frauen ganz gut liefe, man sicher sein konnte, dass das Unglück nicht fern war, oft durch eigenes Zutun. Das ermüdet und nervt sogar mit der Zeit, und schmälert die unglaubliche Leistung der Autorin, über 100 Jahre georgischer und europäischer Geschichte mit berührenden, miteinander zusammenhängenden Einzelschicksalen zu verknüpfen, leider arg.
- Emma Scott
All In - Tausend Augenblicke: Special Edition
(1.013)Aktuelle Rezension von: karins_buecherwelt„All In – Tausend Augenblicke“ von Emma Scott hat mich von der ersten Seite an tief berührt. Die Geschichte von Kacey und Jonah ist weit mehr als eine Liebesgeschichte. Sie erzählt von Einsamkeit, Hoffnung, Zukunftsängsten und davon, wie zwei Menschen in den schwierigsten Momenten ihres Lebens zueinanderfinden. Die Verbundenheit zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar und wurde so authentisch dargestellt, dass ich jede Emotion hautnah miterlebt habe.
Emma Scott schafft es, ihre Figuren mit unglaublicher Tiefe und Gefühl zum Leben zu erwecken. Die emotionale Wucht dieser Geschichte hat mich mehrfach innehalten lassen, weil ich die wunderschönen Augenblicke zwischen Kacey und Jonah am liebsten festhalten wollte. Gleichzeitig ist dies eine herzzerreißende Tragödie, die das Herz in tausend Stücke brechen kann. Dennoch bleibt vor allem die Botschaft, jeden Moment auszukosten und die wirklich wichtigen Dinge im Leben wertzuschätzen. Ein unvergessliches Buch, das noch lange nach dem Lesen nachhallt und einen kleinen Teil meines Herzens behalten wird. Absolute Leseempfehlung!
- Brittainy C. Cherry
Wenn Donner und Licht sich berühren
(908)Aktuelle Rezension von: Buecherwuermchen_1990Dies ist eine Geschichte, die mich tief berührt hat. Ich habe lange überlegt, wie ich diese Rezension schreiben soll.
Jasmine Greene steht unter extremen Druck, da ihre Mutter sie unbedingt zum Popstar machen will. Zuflucht findet Jazz zu Beginn nur bei ihrem Stiefvater Ray. Später dann auch bei Elliot Adams. Er ist ein schüchterner Junge, der in der Schule heftig gemobbt wird. Seine Zuflucht ist das Saxophonspielen.
Die angesprochenen Themen hatten es wirklich in sich. Zu Beginn steht Mobbing im Vordergrund. Und das auf heftigste Art und Weise, aber auch Themen wie Druck und toxische Familien kommen hier zur Sprache. Ich musste mehrmals weinen. Später geht es dann hauptsächlich um Heilung.
Beide Charaktere machen so viel durch, und doch schaffen es beide ihre Vergangenheit zu bewältigen und trotz der jahrelangen Funkstille besteht eine unerschütterliche Verbindung.
Das Buch hat es geschafft, noch einige Emotionen mehr in mir hervorzurufen. Ich war wütend über die Situation von Elliot. Empört, dass eine Mutter ihre Tochter so behandeln kann. Traurig und schockiert über Elliots Schicksal. Ich war regelrecht sprachlos, da die Geschehnisse sich echt und so realistisch angefühlt haben.
Alles in allem war es eine herzzerreissende Geschichte, die auch noch nach einiger Zeit in mir nachhallt.
- Gaston Leroux
Das Phantom der Oper. Roman
(301)Aktuelle Rezension von: AntoniosDas Phantom der Oper ist ein spannender und atmosphärischer Klassiker. Besonders gut gelungen sind die geheimnisvolle Geschichte und das Rätsel des Phantoms, wobei auch die verschiedene Charaktere, wie Raoul, Christine oder der Perser, echt interessant sind (auch wenn ich manche Entscheidungen und Aktionen von denen komisch oder sogar nervig fand, denn ein paar Stellen kamen mir fast unrealistisch vor). Von Anfang an erzeugt es Spannung und man will weiterlesen um zu sehen was dahinter steckt. Etwas schwierig war der Einstieg, da viele Namen vorkommen und man sich an sie gewöhnen muss, so wie die Sprache, die stellenweise manchmal etwas außergewöhnlich sein kann. Danach lohnt sich aber das Lesen sehr, nicht nur die Oper - Variante ist also gut.
- Kristina Moninger
One Second to Love (Breaking Waves 1)
(382)Aktuelle Rezension von: karinchenbienchenWer Pretty Little Liars – genauso wie ich – geliebt hat, sollte dieses Buch definitiv lesen. Nein, eigentlich sollte man gleich die ganze Reihe lesen!
Denn „One Second to Love“ hat für mich einfach SO starke PLL-Vibes. Fünf Freundinnen, eine verschwindet plötzlich spurlos und die Freundschaft der verbliebenen vier zerbricht daran. Schon allein diese Ausgangslage hat mich sofort neugierig gemacht. Und auch wenn die Parallelen zu PLL wirklich nicht zu übersehen sind, hat mich das überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil – ich habe die geheimnisvolle, leicht düstere Atmosphäre total geliebt!
Im Mittelpunkt steht Avery, die Jahre später nach Harbor Bridge zurückkehrt. Eigentlich möchte sie dort nur eine Auszeit nehmen, denn ihr Job hat sie komplett ausgelaugt und auch ihr Herz ist nicht gerade heil geblieben. Doch aus der geplanten Pause wird schnell etwas ganz anderes, denn plötzlich ist Avery wieder mitten in der Geschichte um Josies Verschwinden.
Josie ist vor zehn Jahren verschwunden. Niemand weiß genau, was damals passiert ist und warum sie nie gefunden werden konnte. Und je mehr Avery sich mit der Vergangenheit beschäftigt, desto mehr Fragen tauchen auf. Was ist damals wirklich passiert? Warum gibt es so viele Ungereimtheiten? Und warum scheint niemand die ganze Wahrheit zu kennen?
Dabei kommen nach und nach auch die anderen Freundinnen wieder ins Spiel. Besonders schön fand ich, wie sich die alte Freundesgruppe langsam wieder zusammenfindet. Avery findet in Odina wieder eine Verbündete und zwischen den beiden entsteht nach und nach erneut diese alte Verbindung. Natürlich ist nicht plötzlich alles wieder wie früher, schließlich liegen zehn Jahre voller Schmerz, Schuldgefühle und ungeklärter Fragen zwischen ihnen. Aber genau das hat die Dynamik für mich so interessant gemacht.
Und dann gibt es natürlich noch Jake.
Averys Bandkollege und ihre erste große Liebe – nur leider wurden ihre Gefühle damals nicht erwidert. Zwischen gebrochenem Herzen, alten Wunden und all den Geheimnissen ist Jake definitiv noch einmal eine ganz eigene Baustelle.Während Avery und ihre Freundinnen versuchen, Josies Verschwinden aufzuklären, tauchen immer mehr Hinweise auf: alte Akten, Anzeigen in der lokalen Zeitung, Aussagen von Freunden und Bekannten … Immer wieder hatte ich das Gefühl: Jetzt kommen sie der Wahrheit bestimmt näher! Und genau dadurch wollte ich natürlich immer weiter lesen.
Die Spannung wird dabei Stück für Stück aufgebaut und je mehr man über Josie und die damaligen Ereignisse erfährt, desto mehr Fragen entstehen. Man weiß nie so genau, wem man eigentlich glauben kann und welche Information vielleicht noch fehlt.
Und dann kommt das Ende.
Eine weibliche Leiche taucht auf …
UND DANN IST DAS BUCH AUS!Ja. Danke für nichts.
Dieser Cliffhanger ist wirklich mies – aber gleichzeitig natürlich genau das, was man von so einer Reihe erwartet. Zum Glück sind mittlerweile alle Teile erschienen, sodass man nicht monatelang auf die Auflösung warten muss. Ich kann mir nämlich absolut vorstellen, dass ich damals beim Erscheinen wahnsinnig geworden wäre.Besonders gut gefallen hat mir das Setting in Harbor Bridge. Die Inselatmosphäre passt einfach perfekt zur Geschichte und gibt dem Ganzen dieses abgeschlossene Gefühl, bei dem man sich fragt, welche Geheimnisse wohl noch hinter den einzelnen Häusern und Personen stecken.
Und natürlich darf auch das langersehnte Happy End für Avery und Jake nicht fehlen. Für mich war eigentlich von Anfang an klar, dass diese beiden irgendwann wieder zueinanderfinden würden. Manche Gefühle verschwinden eben nicht einfach.
- Hanni Münzer
Honigtot
(427)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Nach dem Tod ihrer Großmutter Deborah finden Felicity und ihre Mutter unter den hinterlassenen Unterlagen ein auf Hebräisch geschriebenes Tagebuch. Ein Tagebuch, das tiefe Abgründe in Deborahs Vergangenheit offenbart und aus dem Felicity und ihrer Mutter vieles klar wird.
Meine Meinung:
Der historische Roman „Honigtot“ von Hanni Münzer ist der erste Teil der Honigtot-Saga, ein Buch, das es wirklich in sich hat. Ich war sofort im Schreibstil der Autorin drin, der zwar intensiv ist, aber auch packend und lebendig.
In dem Buch lernen wir am Anfang und am Ende kurz Felicity und ihre Mutter kennen, lesen aber hauptsächlich aus dem Tagebuch von Felicitys Großmutter Deborah, welches diese in Romanform verfasst hat. Deborah ist eine eindrucksvolle Frau, die im 2. Weltkrieg als Halbjüdin viel erlebt und durchlebt hat. Auch ihre Mutter Elisabeth und ihre Freundin und Vertraute Marlene lernen wir kennen. Ebenfalls starke Frauen, die alles für ihre Familie und ihre Freunde tun. Es war mir eine unglaubliche Ehre, diese Frauen kennenlernen zu dürfen!
Zunächst begleiten wir Elisabeth ein Stück, die nach dem Verschwinden ihres Mannes Gustav eine Ehe mit einem Obersturmbannführer eingeht, um ihre halbjüdischen Kinder vor dem Tod zu retten. Danach begleiten wir Deborah selbst, wie sie durch die Wirren des Krieges kommt. Und was wir hier lesen dürfen, ist wirklich spannend und anders. Ja, Elisabeth und Deborah sind wohlhabend und besser gestellt und haben daher sicher bessere Voraussetzungen als „normale“ Menschen in dieser Zeit. Dennoch gewährt uns die Autorin hier, basierend auf teils wahren Charakteren und vielen schrecklichen Fakten, grausame Einblicke in eine Welt, von der wir sonst eher wenig lesen. Wie rettet man sich vor der Verfolgung durch die Nazis? Wie hat man versucht, zu flüchten? Sich und andere zu retten? Und wie haben die Spione agiert, kommuniziert, sich unter die Nazi-Größen gemischt? Es sind wirklich außergewöhnliche und tiefgründige Einblicke, die wir hier in einer perfekten Mischung aus Fakt und Fiktion erleben dürfen. Es ist so lebendig, grausam, kalt und immer wieder hoffnungsvoll – ein unglaublicher Roman, der wirklich tief unter die Haut geht. Es ist fesselnd, spannend, emotional und ein Buch, das mich mitgerissen hat, hinein in eine grauenhafte Zeit. Und ein Buch, das es geschafft hat, mich beim Lesen so hineinzuziehen, dass auch ich das Gefühl hatte, helfen zu müssen, fortlaufen zu müssen, spionieren zu wollen! Ein wirklich tolles Buch, das man einfach gelesen haben muss! Ein Buch, das unglaublich spannende Eindrücke gibt und noch lange zum Nachdenken anregt!
Fazit:
Mit ihrem Roman „Honigtot“ nimmt uns Hanni Münzer mit in eine grauenvolle Zeit. Wir erleben, wie Elisabeth für ihre Kinder kämpft und welche Mittel sie hier hat und einsetzt. Wie Deborah zur Spionin wird. Wir bekommen Einblicke in Folter, Verfolgung und Spionagetätigkeit und ich habe so viel Neues erfahren und miterlebt, es war einfach unglaublich! Die Mischung aus Fakt und Fiktion war genial und hat ein so lebendiges Szenario erschaffen, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen und selbst das Gefühl hatte, mittendrin im Geschehen zu sein.
5 Sterne von mir!
- Bianca Iosivoni
Der letzte erste Song
(321)Aktuelle Rezension von: ManuShadowReadsMason unf Grace, ein Duo was auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnte. Um Maze hatte ich mir in den letzten Bänden schon immer mal wieder Sorgen gemacht. Er ist zwar der Charmante Mann der immer einen Spruch auf den Lippen hat, doch habe ich auch gespürt wie er eigentlich leidet. Hier jetzt das so intensiv mit zu bekommen, tat einfach weh. Oft habe ich meinen Kopf geschüttelt und mich gefragt warum er das nur alles nicht sieht, nicht sieht wie toxisch das ganze für ihn ist. Dann gibt es zeitgleich aber auch noch Grace und ich hätte im Leben nicht gedacht das diese Frau so vollkommen anders ist als der erste Blick es erahnen lässt. Ich habe mit ihr gelitten. Jedes einzelne Wort hat sich wie ein Messer in mein Herz gebohrt. Das ich dennoch das Buch mit einem lächelnden und auch weinenden Auge beende, habe ich nicht mehr zu hoffen gewagt. Es ist zwar ein Ende, aber in jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Mir werden alle Protagonisten aus der Reihe fehlen. Vor allem diese tiefe Freundschaft zwischen allen.
- Sarah Lark
Das Lied der Maori
(293)Aktuelle Rezension von: dorothea84„Das Lied der Maori“ von Sarah Lark hat mich absolut begeistert und positiv überrascht. Obwohl das Buch sehr dick ist und sich die Geschichte über viele Jahre hinwegstreckt, gab es für mich beim Lesen nicht eine einzige Länge. Ich wollte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen!
Die Handlung rund um Eliane, William und Kura-Maro-tini ist unheimlich dramatisch und emotional gestrickt. Das Liebesdreieck und die darauffolgenden Trennungen führen zu tiefem Schmerz und tragischen Ereignissen. Besonders Eliane muss unvorstellbar grausame Schicksalsschläge verkraften, und ihre pure Lebenskraft und Stärke zu erleben, war tief beeindruckend. Kura hingegen wirkt lange wie eine unnahbare Eisprinzessin, muss aber für ihren Traum ebenfalls einiges durchmachen. Es sind durchaus Spice und einige heftige Trigger vorhanden, die der Geschichte eine ernste Tiefe verleihen. Für mich ein absolut packender historischer Roman voller Herzschmerz und Charakterstärke.
Fazit: Eine grandiose Fortsetzung, die mich zu Tränen gerührt und emotional komplett mitgerissen hat.
- Joël Dicker
Die Geschichte der Baltimores
(401)Aktuelle Rezension von: ManikoLiebe, Freundschaft, Eifersucht, Neid, Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Schuld und Sühne. Ein wenig „fremdschämen“ ist schon dabei, wenn man Marcus’ uneingeschränkte Bewunderung für die Baltimores mitverfolgt. Ein wenig leidet man auch mit seinen Eltern mit, die in seinen Augen nicht so toll, nicht so herausragend sind wie die Baltimores. Dass vieles nur äußerer Schein ist und jeder mit seinen eigenen Dämonen und Geheimnissen zu kämpfen hat, findet Marcus erst nach und nach heraus. Dicker schafft es, dass man ihn bis zur letzten Seite gerne dabei begleitet.
Zusätzlich zeigt die Geschichte, wie Familiendynamiken oft komplexer sind, als sie nach außen wirken. Jede Familie hat ihre eigenen Geheimnisse, unausgesprochenen Regeln und Beziehungen, die manchmal schwer zu durchschauen sind. Als Kind oder Jugendlicher sieht man vieles nur durch einen schmalen Ausschnitt — naiv, ungefiltert, ohne die Fähigkeit, Hintergründe zu erkennen oder Motive zu hinterfragen. Erst später stellt man sich die Fragen nach dem Warum und erkennt, dass das vermeintlich perfekte Leben anderer oft genauso brüchig ist wie das eigene.
- Heinrich Mann
Professor Unrat oder Das Ende eines eines Tyrannen
(201)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Professor Raat – von seinen Schülern gemeiner Weise „Professor Unrat“ genannt – arbeitet seit fast 30 Jahren als Lehrer am örtlichen Gymnasium. Er hat die Freude an seinem Beruf verloren, begegnet seinen Schülern mit unerbittlicher Strenge und wird von ihnen regelrecht gefürchtet: Wer ihm in die Quere kommt und sein Missfallen erregt muss damit rechnen, dass Raat alles daran setzt im seine schulische und damit auch seine berufliche Laufbahn zu ruinieren. Als Raat eines Tages erfährt, dass einige Schüler ihre Abende in einem zwielichtigen und verrufenen Lokal namens „Der blaue Engel“ verbringen, geht er der Sache auf den Grund und lernt dort die Sängerin und Tänzerin Rosa Fröhlich kennen. Es eröffnet sich ihm eine völlig neue Welt abseits der strengen bürgerlichen Ordnung…
Ein Jahr war gut oder schlecht, je nachdem Unrat einige „fasste“ oder ihnen „nichts beweisen“ konnte. Unrat, der sich von den Schülern hinterrücks angefeindet, betrogen und gehasst wusste, behandelte sie seinerseits als Erbfeinde, von denen man nicht genug „hineinlegen“ und vom „Ziel der Klasse“ zurückhalten konnte. (S. 16)
Meine Meinung:
Als Freund von Filmklassikern kannte ich vor dem Lesen dieses Buches bereits die tolle Verfilmung Der blaue Engel mit Marlene Dietrich und Emil Jannings war gespannt darauf die Buchvorlage kennenzulernen.
Raat ist kein Protagonist wie jeder andere, aber gerade das sorgt auch für Abwechslung und macht die Geschichte interessant. Raats Macken und Schwächen werden wirklich schonungslos geschildert, weshalb es einem manchmal schwerfällt Sympathien für ihn aufzubringen. Raat fühlt sich z. B. relativ schnell provoziert und es bereitet ihm dann viel zu große Freude den betreffenden Schüler „hereinzulegen“ indem er ihn gezielt Dinge abfragt, die dieser garantiert „nicht präpariert“ hat, damit er schlechte Noten vergeben und die Versetzung in die nächste Klasse verhindern kann. Raats Engstirnigkeit, seine Verbitterung, seine unerbittliche Strenge, sein Hass und sein Rachebedürfnis sind stellenweise ziemlich abschreckend und man hat zuweilen ein ungutes Gefühl bei der Vorstellung was er als nächstes vorhat. Es gibt aber auch einige Situationen in denen man mit Raat mitfühlen kann, Mitleid mit ihm hat und ihm wünscht, dass er den Weg in ein glücklicheres Leben findet. So ist es traurig, dass der vereinsamt Raat zu Beginn des Buches seit Jahren in einem trostlosen und unerfüllten Leben gefangen ist und kein Entkommen in Sicht ist. Er hat die Fähigkeit verloren das Gute in seinen Mitmenschen zu sehen und er unterstellt ihnen stattdessen grundsätzlich schlechte und niederträchtige Absichten. Dadurch entgehen ihm positive Erfahrungen mit diesem Menschen.
Das Kennenlernen zwischen Raat und der Künstlerin Rosa hat mir richtig gut gefallen. Als sich Raat und Rose begegnen prallen Welten aufeinander. Es ist sehr unterhaltsam zu verfolgen wie sich der sonst so selbstsichere, strenge und dominant auftretende Raat von der lebenslustigen Rosa verunsichern und aus dem Konzept bringen lässt. Raat ist zunächst ziemlich mit Rosas direkter Art überfordert, weil es sonst nicht mit Personen zu tun hat, die immer frei heraus sagen was sie denken und ihr Meinung nicht erstmal für sich behalten. Außerdem ist es niedlich wie er sich aufgrund der Aufmerksamkeit der jungen Frau geschmeichelt fühlt und wie sehr er sich bemüht ihre Gunst zu gewinnen (ich sagen nur Stichwort „Schminke“!).
Raat und Rosa sind ein Paar der besonderen Art – im Guten wie im Schlechten. Sie lassen sich auf den jeweils anderen ein obwohl sie zunächst wenige Gemeinsamkeiten haben, unterstützen sich gegenseitig und trotzen gemeinsam den Vorurteilen ihrer Gesellschaft. Es ist aber keine richtige und gegenseitige Liebe, die die beiden verbindet. Rosa hat es hauptsächlich auf Raats Geld abgesehen und obwohl sie sich zunächst sehr bemüht kann sie ihm gegenüber zwar freundschaftliche Gefühle, aber keine echte Liebe empfinden. Raat wiederum scheint Rosa zwar durchaus zu lieben, das gerät aber recht schnell in den Hintergrund, weil er sie benutzt um sich mit ihrer Hilfe an seinen „Feinden“ zu rächen. Es scheint Raat vor allem darum zu gehen Rosa für sich allein zu haben, sie anderen Leuten zu entziehen und sie für seine Zwecke zu benutzen. Man kommt nicht umhin sich zu fragen ob die beiden zusammen wirklich besser dran sind als alleine.
Da das Buch bereits 1905 veröffentlich wurde wirkt der Schreibstil wie zu erwarten ist etwas altmodisch, ist aber dennoch insgesamt gut lesbar. Ich hatte allerdings Verständnisprobleme bei dem Dialekt gehabt, den die Arbeiter in der Harfengegend sprechen. Das betrifft aber zum Glück nur ein paar wenige Wortwechsel und es war nicht weiter schlimm, denn ich konnte mich dadurch besser mit Raat identifizieren, denn auch der hatte Probleme den Dialekt dieser Leute zu verstehen.
Es war für mich eine große Überraschung, dass ich bei der Geschichte an so einigen Stellen gedacht habe, dass ich das von einem Buch aus dem Jahre 1905 so nicht erwartet hätte. Das Buch ist bei seinem Erscheinen wahrscheinlich schon ein kleiner Skandal gewesen und vor allem das Ende (das sich deutlich von dem der Verfilmung unterscheidet) dürfte in der damaligen Zeit recht gewagt gewesen sein. Die Art und Weise wie Raat gegen die bürgerliche Ordnung und die gesellschaftlichen Erwartungen aufbegehrt ist drastischer als erwartet und es ist interessant und unterhaltsam dies zu verfolgen.
Einen Stern Abzug gibt es, weil mir das Erzähltempo im Mittelteil des Buches stellenweise ein wenig zu langsam war. Vor allem Raats ewiger Ärger mit Lohmann, von Ertzum und Kieselack sowie die Episode mit dem Hünengrab hätten meiner Meinung nach getrost etwas weniger Seiten einnehmen können.
Vergleich mit der Verfilmung „Der blaue Engel“:
Marlene Dietrich und Emil Jannings verkörpern die beiden Hauptpersonen der Geschichte unglaublich gut und sie hauchen ihnen gekonnt Leben ein. Die Darstellung deckt sich auch weitgehend mit dem Bild, das man beim Lesen des Buches von den beiden hat. Allerdings ist einem der Raat aus der Verfilmung sympathischer, weil er nicht so extrem verbittert, hasserfüllt und rachsüchtig herüberkommt wie im Buch. Außerdem ist der Film emotionaler und es sind mehr Gefühle zwischen Raat und Rosa/Lola zu spüren.
Der Film hält sich zu Anfang noch sehr nah an die Buchvorlage, aber zum Ende hin gibt es dann deutliche Abweichungen: Im Film bereut Raat die Abkehr von seinem alten Leben zutiefst und zerbricht daran. Im Buch verfolgt Raat hingegen seinen neuen Lebensweg ohne Skrupel und ohne Rücksicht auf die Konsequenzen. Das bleibt für die Stadt und einige ihrer Bewohner nicht ohne Folgen. Raat rebelliert gegen die bürgerliche Gesellschaft und versucht möglichst viele seiner Mitbürger mit in den Abgrund zu reißen, der sich auftut.
Sowohl das Ende des Buches als auch, dass es Films wirken auf ihre jeweilige Weise stimmig und passend. Ich kann mich nicht entscheiden, welches Ende mir besser gefällt. Beide Enden haben etwas für sich und man hat dadurch den Vorteil die Geschichte auf zwei verschiedene Arten erleben zu können.
Fazit:
Ich bin sehr positiv von diesem Literaturklassiker überrascht. Diese Geschichte ist mal etwas ganz Anderes und sie lässt das Leben im Deutschland der Kaiserzeit in interessanter, unterhaltsamer und kurzweiliger Weise lebendig werden. Die strengen gesellschaftlichen Erwartungen und Moralvorstellungen der damaligen Zeit und deren Schattenseiten werden einem eindrücklich vor Augen geführt.
Auch wenn man die Verfilmung bereits kennt vermag es dieses Buch einem noch zu überraschen, weil es vor allem zum Ende hin interessante Abweichungen gibt.
Zum Schluss noch ein schönes Zitat, das Raat von seiner guten Seite zeigt:
Er wendete sich, und seine Hand tastete durch die Luft, mit Anstrengung zurück nach der Künstlerin Fröhlich, die schon schlief, und versprach ihr: „Ich werde versuchen, Sie durchzubringen.“ Dies konnte ein Lehrer vor der Versetzung zu einem Schüler sagen, dem er wohlwollte, oder er konnte es über ihn denken. Aber Unrat hatte es noch zu keinem gesagt und von keinem gedacht. (S. 106/107)
- Cora Carmack
Faking it - Alles nur ein Spiel
(335)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch hat mir tatsächlich etwas besser als Band 1 gefallen. Max und Cadens Geschichten zu verfolgen ist einfach toll. Ein toller Schreibstil.
- Jeanine Krock
Gib mir deine Seele
(108)Aktuelle Rezension von: Lee-LouPauline Roth hat nur einen Traum: Sie will eine bekannte Opernsängerin werden. Trotz ihres Talents schafft es Pauline nicht, sich die wichtigen, wirklich großen Aufträge an Land zu ziehen.
Stattdessen muss sie von Woche zu Woche schauen, wie sie die Miete für ihre Wohnung zusammenbekommt und nimmt dafür jeden erdenklichen Job an.
Trotzdem verliert Pauline ihren Traum nicht aus den Augen und stellt sich deshal den Kritikern in Venedig vor.
Auch in Venedig hat Pauline keinen Erfolg und ist verzweifelt, bis der charismatische, reiche und geheimnisvolle Constantin Dumont auf sie aufmerksam wird und sich ihrer annimmt.
Pauline ist froh, so eine Unterstützung zu erhalten, hat allerdings überhaupt keine Ahnung, auf was sie sich eingelassen hat. Der von ihr gewünschte Erfolg kostet sie mehr, als ihr bereits vorhandenes Talent...
Persönliche Meinung:
Dieser Roman hat knapp 800 Seiten und der Schreibstil ist durchgehend ein kleines Träumchen! Flüssig, leicht und dennoch sehr anspruchsvoll. Genau so geschrieben, wie ich es mir wünsche!
Die Sicht der Ereignisse wird immer wieder im Wechsel zwischen Pauline und Constantin erzählt.
Der Spannungsbogen bleibt konstant auf einer Höhe und animiert den Leser zum ständigen Weiterlesen.
Ich habe leider wirklich lange für dieses Buch gebraucht, was jedoch nicht daran lag, dass ich die Geschichte nicht ansprechend fand... im Gegenteil - sondern einfach nur daran, dass ich irgendwie immer in einer bestimmten Stimmung sein musste, um zu diesem Buch zu greifen.
Opernmusik interessiert mich nun wirklich überhaupt nicht. Deshalb hatte ich anfangs wirklich Angst, mich hier auf etwas eingelassen zu haben, dass ich wahreinlich nie beenden werde.
Umso größer war die Überraschung, als ich mir selbst eingestehen musste, dass sich das alles doch wirklich spannend gestaltet. Das muss ein Autor erstmal schaffen!!
Bei "Gib mir deine Seele" handelt es sich um einen BDSM-Roman. Aus diesem Grund gibt es von mir am 18.12.2015 eine kleine Gegenüberstellung bzw. einen Vergleich zwischen diesem Roman und der Shades of Grey-Trilogie. - Pierre Lemaitre
Die Farben des Feuers
(127)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer.
Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge.
Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.
Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!
- Nina Bilinszki
A Fire Between Us
(132)Aktuelle Rezension von: JaquelineM& weiter gehts dieses mal gehts um die beste Freundin von Avery.
Ich finde sie ja schon in Band1 sehr sympathisch und dass hat mich auch sehr neugierig gemacht ☺️
Lizzy ist eine top Sängerin und eine beste Freundin noch dazu 🥰 aber ihr größter Gegner für sie selbst ist ihr Gewicht, vorallem ihre Mutter spamt sie regelrecht zu mit abnehm Rezepten usw ....
Dazu war ihre Highschool Zeit alles andere als schön, sie wurde von Beleidigungen bis mobbing geprägt und das hat sich tief eingebrannt.
Und Kayson hatte man ja in Band1 auch schon kennenlernen können, er war mir auch direkt sehr Sympathisch, alleine seine höfliche Art, und auch sein Verhalten, seine offen und ehrliche Art, er gibt ihr auch gewisse Signale das er doch Interesse an ihr hat aber leider will Kittys das irgendwie nicht sehn und verstehen da sie einen inneren Kampf gegen sich selbst führt.
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, auch das man Avery und Theo (Band1) auch etwas mitverfolgen kann und das sie für ihre Freunde immer da sind ☺️
4,5/5⭐️
- Nora Roberts
Ein Leuchten im Sturm
(79)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Wiederlesen kann manchmal überraschend sein, weil eine Geschichte beim zweiten Mal nicht leiser wird, sondern tiefer.
„Ein Leuchten im Sturm“ hat mir auch nach längerer Zeit wieder richtig gut gefallen. Nora Roberts verbindet hier auf sehr stimmige Weise emotionale Tiefe, familiären Zusammenhalt und eine Spannung, die sich eher ruhig aufbaut, dadurch aber umso wirkungsvoller bleibt. Gerade Shelby als Hauptfigur fand ich sehr gelungen, weil ihr Weg von Verlust, Unsicherheit und schmerzhaften Erkenntnissen geprägt ist, sie dabei aber nie ihre innere Stärke verliert.
Besonders gefallen hat mir, wie wichtig die Familie in dieser Geschichte ist. Dieser Rückhalt verleiht dem Roman sehr viel Wärme und macht viele Szenen noch berührender. Gleichzeitig liegt über allem ein Spannungsbogen, weil Shelby nicht nur versucht, ihr Leben neu zu ordnen, sondern sich auch mit Wahrheiten auseinandersetzen muss, die ihre Vergangenheit in ein anderes Licht rücken.
Vor allem gegen Ende hat mich die Geschichte noch einmal besonders gepackt. Die Entwicklungen wirkten spannend und stimmig aufgebaut, und die Auflösung konnte mich tatsächlich überraschen, was mir sehr gefallen hat. Genau diese Verbindung aus Gefühl, leiser Spannung und zwischenmenschlicher Nähe macht den Roman für mich so lesenswert.
Nora Roberts zeigt auch hier wieder, wie gut sie Figuren erschaffen kann, die man gerne begleitet. Auch als Re-Read hat das Buch für mich wunderbar funktioniert, weil es nicht nur durch den Plot trägt, sondern auch durch die Atmosphäre und die emotionale Glaubwürdigkeit. Für mich ist „Ein Leuchten im Sturm“ eine berührende und fesselnde Geschichte über Verlust, Wahrheit, Familie und einen mutigen Neuanfang.
- Teresa Simon
Die Fliedertochter
(154)Aktuelle Rezension von: SelmaPaulinas Nachbarin wird nach Wien eingeladen, ist aber leider nicht in der körperlichen Verfassung dafür. Dafür fährt Paulina.
In Wien wandelt sie auf den Spuren von Luzie Kühn, einer heimlichen Halbjüdin aus der Zeit des 2. Weltkrieg. Und dann ist da auch noch Tamas der ihr Herz verdreht... aber was hat das alles mit Toni ihrer Nachbarin zu tun???
Ich liebe den Schreibstil, die Zeitsprünge und die Storyline.
Meine absolute Empfehlung !!
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
- Sarah Adams
When in Rome
(94)Aktuelle Rezension von: SesinaRome ist für mich der heimliche Star dieses Buchs. Wie die Bewohner:innen miteinander umgehen, sich einmischen, tratschen und trotzdem füreinander da sind. Dieses Kleinstadtgefühl hat Sarah Adams richtig gut eingefangen.
Noah als Grumpy hat mich sofort für sich eingenommen, und die Wortgefechte zwischen den beiden waren exakt mein Humor. Ich habe wirklich oft geschmunzelt. Schön fand ich auch, wie sich beide im Lauf der Geschichte öffnen. Da passiert echte Entwicklung und nicht nur ein Umschalten von "abweisend" auf "verliebt". Auch die Verstrickungen, die nach und nach ans Licht kommen, haben mir gefallen.
Trotzdem bin ich nie ganz in den Lesefluss gekommen. Woran es genau lag, kann ich schwer festmachen. Es hat einfach nie ganz gezündet.
Fazit: Eine warme, humorvolle Small-Town-Romance mit sympathischem Grumpy-Sunshine-Duo. Nach Rome würde ich jederzeit zurückkehren.
- Eliah Greenwood
Easton High 1: Dear Love I Hate You
(254)Aktuelle Rezension von: PrettyDarkAls Aveena Harper einen anonymen Brief in der Bibliothek vergisst, ist sie außer sich. Niemand hätte ihn je entdecken sollen. Niemand hätte ihn je lesen sollen. Und noch weniger hätte ihn jemand beantworten sollen. Doch Aveena und der Unbekannte beginnen, sich zu schreiben. Erst ein Brief. Dann zwei. Und dann immer mehr. Jedes Stück Papier enthüllt ihre dunkelsten, tiefsten Geheimnisse. Und die Regeln sind klar: Niemals dürfen sie die wahre Identität des anderen erfahren. Niemals dürfen ihre Geständnisse nach außen dringen, denn das würde ihr Leben zerstören. Alles scheint ein harmloses Spiel zu sein, bis Aveena herausfindet, wer ihr Brieffreund ist: Xavier Emery. Star der Basketballmannschaft, Tyrann ihrer Kindheit und ausgerechnet der, in den sie sich zu verlieben droht.
Aveena verliert ausgerechnet einen ziemlich persönlichen Wutbrief über eine Lehrerin in der Bibliothek, der dann auch noch von jemand anderem gefunden wird. Doch statt sie auffliegen zu lassen, antwortet der unbekannte Finder und aus einem Brief entwickelt sich eine richtige Unterhaltung. Unter den Namen Love und Zac vertrauen sich beide ihre tiefsten Geheimnisse an, ohne zu wissen, wer sich dahinter verbirgt. Und während Aveena aka Love langsam Gefühle für Zac entwickelt, nimmt in ihrem echten Leben ausgerechnet Xavier, Star der Basketballmannschaft und ehemaliger Kindheitstyrann, immer mehr Raum in ihrem Leben ein.
🖤 anonyme Brieffreundschaft mit Potenzial
🖤 wechselnde POV zwischen den beiden Protagonisten
🖤 Charaktere leider ziemlich stereotyp
🖤 mal wieder mangelnde Kommunikation als Hauptursache für Missverständnisse
🖤 zu viel Drama
Die Grundidee um anonyme Briefe, Geheimnisse und langsam entstehende Gefühle hat mich sofort gecatcht. Umso enttäuschter war ich, dass ausgerechnet die Brieffreundschaft für meinen Geschmack viel zu wenig Raum bekommt. Auch den versprochenen ‘Enemies to Lovers’-Vibe suchte ich über weite Strecken vergeblich. Dafür gab es Teeniedrama in ganz großer Menge und gerade das erste Viertel zog sich so sehr, dass ich kurz vorm Abbruch war. 100 Seiten weniger hätten hier nicht geschadet.
Aveena und Xavier wurden mit der Zeit immerhin greifbarer und besonders Xaviers Entwicklung mochte ich. Weniger begeistert war ich von den vielen Konflikten, die durch ein einziges vernünftiges Gespräch hätten verhindert werden können. Dazu kommen überzeichnete Eltern, eine für ein Jugendbuch überraschend vulgäre Sprache und der problematische Umgang mit Selbstjustiz. Die Gewalt wird stellenweise ziemlich selbstverständlich zur heldenhaften Problemlösung erklärt. Uff!
Eine tolle Grundidee, die mich trotz vorhersehbarer Handlung meistens gut unterhalten hat, aber leider durch zu viel Drama, Kommunikationsprobleme und verschenktes Potenzial untergeht.
- Amy Harmon
Infinity Plus One
(246)Aktuelle Rezension von: booklover2712"In dieser Nacht sind wir beide gesprungen, haben beide losgelassen, sind beide gefallen."
Inhalt:
Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte ... und sie will sterben.
Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er das Mädchen auf der Brücke. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffen ...
Meinung:
Das Cover zum Buch hat mir einfach unsagbar gut gefallen. Ich liebe, wie die Farben miteinander harmonieren und die Schrift das wundervolle Gesamtbild einfach perfekt abrundet. Zudem finde ich sehr gelungen, das es sich einfach ideal zum ersten Teil ergänzt, da ich so als Leser einfach von Anfang an wusste, das es sich um eine Reihe handelt, bei denen die Charaktere jedoch wenig miteinander zu tun haben.
Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht, ein kleines bisschen poetisch und die Tiefgründigkeit darf jedoch auch nicht fehlen. Ich fand schnell in die Handlung und damit auch in die Geschichte, was dem flüssigen Schreibstil zu verdanken ist. Die Worte haben mein Herz berührt und ich konnte teilweise nicht mehr aufhören zu lesen.
Schon am Anfang habe ich sofort mit gefiebert, denn die Emotionen waren auf jeden Fall greifbar. Das sie dann die Reise ihres Lebens machen, konnte mich auf jeden Fall auch begeistern.
Bonnie war frei, gefangen in einer Welt, in der es scheinbar keinen wirklichen Platz für sie gab und doch konnte sie nicht aufgeben. Manchmal war sie ein kleines bisschen naiv und dann doch auch wieder unsagbar spannend. Sie hat viele Stimmungsschwankungen, die doch irgendwie real wirkten und ich konnte ihre Gedanken anfänglich noch gut verstehen, auch wenn sich das ein kleines bisschen gegen Ende verändert hat.
Clyde schien der "Retter" zu sein und das nicht nur im übertragenen Sinne. Und doch hatte auch er seine eigenen Probleme und musste sich seinen Weg hart erkämpfen.
Die Beziehung zwischen Bonnie und Clyde war wirklich wundervoll und doch ging mir manches einfach ein bisschen zu schnell. Sie kennen sich in meinen Augen nicht lang genug um diesen einen Schritt zu wagen, was ich irgendwie ein wenig unrealistisch fand. Nicht das jedes Buch der Realität entsprungen sein müsste, aber irgendwie wirkte es für mich nicht ganz richtig und ein wenig überstürzt.
Ihre Liebe war stürmisch, genau wie die beiden Charaktere selbst.
Um noch einmal auf die Handlung im Allgemeinen zurückzukommen, so kann ich nur sagen, das sie mir wirklich gut gefallen hat, wie bereits erwähnt ich jedoch diesen kleinen Aspekt ein wenig störend fand.
Trotzdem muss ich auch sagen, das ich das Wortspiel in Bezug auf "Bonnie und Clyde" wirklich sehr gelungen fand. Das hat mich irgendwie sofort abgeholt und total neugierig gemacht.
Für mich ist das Buch eine Geschichte, die Spannung, Liebe, Hoffnung und vielleicht auch Rettung verkörpert. In meinen Augen kann man diese lesen, muss es jedoch nicht. - Zadie Smith
Swing Time
(120)Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutterNach langer Zeit habe ich mal wieder ein Buch abgebrochen. Ich wollte es so gerne mögen, aber ich hatte mich schon drauf gewappnet, dass das ein schwieriger Ritt werden könnte. Und so ist es auch gewesen.
Sarah ist das Kind einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters und sie wächst in London auf. Ihre Freundin Tracy und sie widmen sich schon als kleine Mädchen dem Tanzen. Dabei dominiert Tracy, die aus vermeintlich sozialschwächeren Verhältnissen kommt, Sarah. Sie ist hübscher, besser angezogen, hat die schöneren Spielsachen und kann besser tanzen und vor allem ist sie selbstbewusster.
Über diese Freundschaft wollte ich lesen, doch nach 120 Seiten schwingt das Buch zur Erwachsenen Sarah, die mittlerweile in London haben. Musikgeschäft tätig ist. Dort wird sie die Assistentin der bekannten Musikgröße Aimee.
Und ab hier wurde es für mich uninteressant. Der Erzählstil geht so sehr in die Tiefe, dass ich ständig den Faden verloren hab. Anstatt einer Freundschafts Geschichte aller „meine geniale Freundin“ zu erhalten, bekomme ich einen unkoordiniert den Text, der mich andauernd verliert. Vielleicht ist es auch nur das falsche Buch zur falschen Zeit!
Dieses Meisterwerk muss ohne mich auskommen. Ich hab mich entschieden abzubrechen und mich anderer Lektüre zu widmen. Also trötet Floppy sein Wehklagen in die Atmosphäre und das Buch wird aussortiert. Wie immer mit großem Bedauern
- Meike Werkmeister
Der Wind singt unser Lied
(149)Aktuelle Rezension von: dodo2025Angefangen bei dem Buchcover, was ich sehr schön und ansprechend finde, das Glitzern des Titels finde ich ganz wundervoll.
Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte, Toni war mir von Anfang an sehr sympathisch, auch die anderen Protagonisten kommen gut rüber. Die Umschreibung von der Umgebung, von der Küste, von der Nordsee, vom Strand hat mich in Urlaubsstimmung versetzt und mir kamen Bilder aus meinem Ostseeurlaub hoch. Auch wenn es ein Liebesroman sein soll, ich finde ihn gar nicht kitschig sondern spannend. Der Schreibstil ist einfach sehr gut und die Geschichte auch gut aufgebaut, so dass die Spannung erhalten bleibt und ich gar nicht aufhören wollte zu lesen.
Ich empfehle das Buch sehr.
- Jakob Wegelius
Sally Jones - Mord ohne Leiche
(39)Aktuelle Rezension von: Sanne54Anders als der Titel vielleicht vermuten lässt, handelt es sich bei "Mord ohne Leiche" nicht primär um einen Kriminalroman; der Kriminalfall ist die Einleitung zu einem Abenteuerroman der alten Schule, erzählt mit viel Liebe zu Details, Weitschweifigkeit und Abenteuerlust, der es aber mit über 600 Seiten auch in sich hat- alleine das Gewicht. Die Empfehlung lautet für Kinder ab 10 Jahre, ich würde sagen ein wenig Geduld und Übung müssen die Kinder aber auch mitbringen, denn hier wird die lange Reise der ungewöhnlichen Gorialladame Sally Jones erzählt, um ihren besten Freund zu retten. Dafür werden sie mit einer mit viel Liebe zu den alten, großen Abenteuerromanen erzählten Geschichte belohnt. Geeignet ist das für Kinder, denen Geschichten im Stil von Jules Verne gefallen. Die detailreichen Bilder zu Beginn der Kapitel erinnern an Stiche. So bekommen auch die zentralen Figuren ein Gesicht, da sie bildlich zu Beginn des Buchs vorgestellt werden. Auch das Titelbild passt sehr gut zum Stil des Romans.
Zum Inhalt: Die sehr intelligente und handwerkliche begabte Gorilladamen Sally Jones erzählt uns ihre Geschichte. Sie kann die Menschensprache verstehen und durchschaut so einiges, kann sich aber nicht in unserer Sprache artikulieren. Sie arbeitet als Maschinistin und einziges Besatzungsmitglied mit ihrem Chief Koskela, mit dem sie auch eine tiefe Freundschaft verbindet. In wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, nehmen die beiden einen etwas dubiosen Auftrag an, an dessen Ende der Kapitän im Gefängnis landet: Er soll im Streit einen anderen Mann getötet haben, die Leiche ist im Hafen ins Wasser gefallen und verschwunden. Sally Jones ist untröstlich, kommt schließlich bei der begabten, aber unbekannten Fado-Sängerin Ana unter und arbeitet für einen Instrumentenbauer. Dann stellt sich aber heraus, dass der mutmaßlich Getötete nur untergetaucht ist. Sally Jones schifft sich nach Indien ein, um mit dem lebenden Mann auch den Beweis für die Unschuld des Chiefs zu erbringen. Der erste Teil spielt in Portugal, das Ende auch, dazwischen spielen erhebliche Teile in Indien.
Schade ist lediglich, dass sowohl die Rückkehr nach Portugal als auch die Aufklärung des Verbrechens am Ende eher Produkte des Zufalls sind. Hier hätte ich mir, passend zum Buch doch etwas mehr Raffinesse gewünscht, daher der Punktabzug.
Sally Jones ist sehr vermenschlicht, liefert aber dennoch eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Die Kernbotschaft, also die Bedeutung von Freundschaft, ist eine sehr wichtige. Ich konnte mich schnell auf die ungewöhnliche Protagonistin einlassen.
- Carola Dunn
Miss Daisy und die tote Sopranistin
(25)Aktuelle Rezension von: MissWatson76Ich kann nur sagen, dass ich Miss Daisy einfach total gerne mag. Es ist schön, ihrer Geschichte zu folgen und den Fällen, in denen sie ermittelt.
Das hier ist der dritte Fall von Miss Daisy und Inspector Alec Fletcher in dem sie zusammen ermitteln. Ich muss sagen, dass für beide einfach alles fast viel zu glatt läuft und es kaum Komplikationen gibt, aber dafür ist es eben ein Cosy Krimi und das muss dann eben so sein.
Aber dafür sind alle andere Personen um sie herum schon ziemlich verrückt und fast jeder von ihnen hat ein Motiv für einen Mord. Und da ist es nicht so einfach, den richtigen zu finden. Aber es macht Spaß, den Ermittlungen zu folgen.
Hier geht es um einen total Sopranistin, die vergiftet wurde und viele Hauptverdächtige.
Einfach cosy, aber fast perfekt.























