Bücher mit dem Tag "sagas"

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13 Bücher

  1. Cover des Buches Schattenfuchs (ISBN: 9783596178001)
    Sjón

    Schattenfuchs

     (34)
    Aktuelle Rezension von: steffischenke_

    Eigentlich schlägt dieses schmale Büchlein überhaupt nicht in die typische "Skandi-Krimi"-Kerbe und es möchte auch keiner sein - trotz der leicht grausigen Ereignisse, die sich in den überschaubaren Seiten tummeln. 

    Ein Priester im Schneegestöber auf der fast aussichtslosen Jagd nach einer Füchsin. Trotzdem hält er durch und es kommt nicht nur zum äußersten, sondern noch darüber hinaus. Der gleiche Priester spielt eher eine Nebenrolle in einem zweiten, zeitlich vorangegangenen Erzählstrang, in dem es vor allem um den Tod und die Beerdigung eines Mädchens geht, das es nicht leicht im Leben hatte, aber welches einen Menschen gefunden hat, der in ihr seinen Lebenssinn gefunden hat. 

    Das Motiv der (Un)Menschlichkeit wird hier in beiden Bedeutungen thematisiert und auch an Naturmotiven mangelt es nicht. Die Stimmung ist durchgehend irgendwie angespannt und mystisch und lässt die manchmal absurden Geschehnisse für die Lesenden bis zum Schluss nicht so hundertprozentig schlüssig erscheinen. Zusammen mit dem bedachten Schreibstil (auch der guten Übersetzung zuzuschreiben!) in den verschiedenen Abschnitten schafft das diese Erzählung, die sich beim Lesen fast wie Poesie oder ein Märchen enfühlt. Wer kein Problem damit hat, zu keinem Zeitpunkt wirklich 'den Überblick' zu haben, sondern sich gern einfach entführen, vielleicht verunsichern, aber schließlich verzaubern lässt, findet an dieser zarten (in der Erzählweise) und gleichzeitig irgendwie brutalen (in dem Erzählten) Geschichte sicher sehr viel Gefallen!

  2. Cover des Buches Isländersagas 1 (ISBN: 9783100076229)
    Klaus Böldl

    Isländersagas 1

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  3. Cover des Buches Fluch (ISBN: 9783442378036)
    Michael Ridpath

    Fluch

     (24)
    Aktuelle Rezension von: simonfun
    Was war das denn? Eine simple Mörderjagd im Land der unaussprechlichen Namen, gestreckt mit einem zweiten Fall jenseits des Großen Teichs und müden Protagonisten. Der Ablauf war vorhersehbar und klischeehaft und die Saga vom Ring nur Effekthascherei. Wer auf das Buch "Herr der Ringe" steht, sollte beim Buch "Herr der Ringe" bleiben.
    Wie auch immer - Durchschnitt !
  4. Cover des Buches Codex Regius (ISBN: 9783404164677)
    Arnaldur Indriðason

    Codex Regius

     (69)
    Aktuelle Rezension von: flokratisson
    1955: der junge Student Valdemar zieht von der heimischen Idylle im Nordosten Islands in das lebendige Kopenhagen um an der dortigen Universität sein Studium in nordische Philologie fortzusetzen. Seine Vorfreude auf das Studium wird gedämpft, als er erstmals seinen Professor trifft. Ein rüder und verbitterter Mann mit einem augenscheinlichen Alkoholproblem. Nachdem es Valdemar jedoch gelingt, dem Professor von seinen Fähigkeiten im Lesen von Handschriften zu überzeugen, gewinnt er sein Vertrauen und erkennt hinter der harten Schale einen verwundeten Kern. Der Professor weiht ihn in ein erschütterndes Geheimnis ein: Unter Druck gab er einst den Codex Regius, das wichtigste Buch Islands, in die Hände der Nazis. Inzwischen, nach Beendigung des zweiten Weltkriegs, ist es verschollen, doch einige Altnazis, denen einst die Flucht gelang, möchten das isländische Heiligtum wieder an sich reißen. Der Professor hat es zu seiner Lebensaufgabe gemacht, ihnen zuvorzukommen und den Fehler wieder auszubügeln. Der anfangs zögerliche Valdemar, der sich einen Studienalltag mit vielen Büchern in einer ruhigen Stube erhofft  hatte, wird von seinem Professor in einen Strudel von unheilvollen Ereignissen hineingezogen, die sie nach Deutschland führt. Stück für Stück kommen sie dem Buch näher, doch damit auch ihren Feinden. Es kommt zum Showdown.

    Um „Codex Regius“ wertschätzen zu können, empfiehlt sich eine gewisse Affinität zu nordischer Literatur und zur Graphologie. Denn bevor die Geschichte Fahrt aufnimmt und  eines „Thrillers“ würdig wird, ist es die Geschichte eines Philologiestudenten, der mit einem vom Leben gezeichneten Professor mittelalterliche Literaturforschung betreibt. Langsam wird der Leser in den Forschungsalltag des Professors eingeführt, doch längere Abschnitte über Forschungsmethoden und Verwandtschaftsverhältnissen von Personen des Mittelalters machen die Lektüre zu einer zähen Angelegenheit.

    Erst als der Professor und Valdemar aktiv zur Tat schreiten wird der Leser in den Sog der Geschichte gezogen. Bei ihren Nachforschungen  im Nachkriegszeitdeutschland wird die Verzweiflung der vom Krieg geplagten Bewohner sehr authentisch dargestellt; Wie Detektive folgen die beiden Protagonisten jeden kleinsten Hinweis und nähern sich dem Buch der Begierde. Als erstmals Mordfälle ans Licht kommen finden Valdemar und der Professor sich in der ambivalenten Doppelrolle der Jäger und der Gejagten wieder – der Spannungsbogen erreicht den Höhepunkt. Das große Finale ist gut inszeniert, doch viele Geschehnisse sind vorhersehbar, nur selten wird der Leser in die Irre geführt. Hier ist man vom Krimiautoren Arnaldur Indridason besseres gewohnt. In einer Sache ist Indridason sich jedoch treu geblieben: Seine Liebe zum Makabren. Dies wird deutlich, wenn plötzlich Gräber geschändet werden. 


    Gelungen ist die Einbettung der fiktiven Geschichte in den realen Kontext, einem Vorhaben, bei denen sich schon viele Autoren die Finger verbrannt haben. Die Verstrickung des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldor Laxness in den Thriller ist charmant und wirkt nicht überzogen. 


    Ein zentrales Thema in dem Buch ist die Besessenheit, die kein anderer mehr verkörpert, als der alte Professor, ein vielschichtiger Charakter, der sein Leben für das Wohlergehen des Codex Regius opfern würde. Die Besessenheit für ein solches Buch lässt sich mit der Rolle der Literatur in Island erklären. Handschriften aus dem Mittelalter ist das größte Kulturgut der Isländer, einem Volk der Autoren, das sich historisch allein durch seine reiche Literatur und Mythologie definiert. Es ist kein Zufall, dass das bekannte Spruch „Lieber barfuß als ohne Buch“ seine Wurzeln auf der Vulkaninsel hat. Auf dem Papier ist Island ist zur Zeit der Handlung bereits seit 11 Jahren unabhängig – doch gefühlt sind sie es erst dann, wenn sich der Codex Regius in heimischen Gefilden befindet, dort, wo sein angestammter Platz ist.

    Bei den Antagonisten handelt es sich um ein paar Altnazis, die das Buch mit derselben Besessenheit jagen, wie die Hauptprotagonisten. Ihre Besessenheit basiert auf der Rassenideologie des deutschen Reichs, in dem der nordische Mensch und seine Kultur zum Ideal erhoben wurde. Alles nordische, von Runen bis hin zu alten Mythen, waren für die Nazis, die sich die Kultur aneigneten und sie unter einem “großdeutschen Schirm“ stellten, von unschätzbarem Wert. Die tiefe Abneigung des Professors gegenüber den Nazis liegt in deren Missbrauch und Pervertierung der nordischen Mythologie begründet. Die Antagonisten sind somit glaubhaft, ihre Beweggründe klar ausgearbeitet. 

    Schön sind die Parallelen zur nordischen Mittelalterliteratur. Die Rolle des Codex Regius erinnert an die des Ringes „Andvaranaut“ im selbigen. Der Ring ist von solcher Pracht, das jeder hinter ihm her ist und über ihn verfügen will. Doch gleichzeitig ist er mit einem Fluch belegt und bringt den Besitzern den Tod. In diesem Werk sind es die Sucher des Codex Regius, die eine Blutspur hinter sich herziehen. 

    Indridason vermischt in „Codex Regius“ geschickt Fiktion und Realität, porträtiert die Identität einer jungen Nation und ihr Selbstverständnis, und gibt die Atmosphäre im Europa der Nachkriegszeit authentisch wieder. Die Geschichte kommt jedoch nur schwer in Fahrt, ist zum Teil sehr vorhersehbar und ein Interesse an den hohen Norden, so scheint es, ist eine Voraussetzung für den Lesegenuss.
  5. Cover des Buches Das Rätsel von Flatey (ISBN: 9783404267354)
    Viktor Arnar Ingolfsson

    Das Rätsel von Flatey

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Traubenbaer
    "Das Rätsel von Flatey" von Viktor Ingólfsson (erschienen bei Edition Nova) ist ein Kriminalroman, der auf Island spielt.
    Nach dem Studium arbeitet Kjartan als Bevollmächtigter des Bezirksamtsmann, bevor er seine Stelle in einer Kanzlei antritt. Dieser Job führt ihn auf die kleine und abgelegene Insel Flatey. Dort wurde eine verweste Leiche gefunden. Er soll sich nun darum kümmern, dass diese überführt wird und bestenfalls feststellen, um wen es sich handelte, bzw. wie derjenige umkam. Die Gespräche, die er zwecks seiner Recherche durchführt, drehen  sich immer wieder um eine alte Sagensammlung, die Flateys ganzer Stolz ist. Kann das Zufall sein oder hat der mysteriöse Todesfall etwas mit dem wertvollen Schriftstück zu tun?
    Das Buchcover gefällt mir sehr. Es zeigt eine aufgebrachte See und ein kleines Boot; Beides passt perfekt zum Inhalt des Buchs. 
    Auf den ersten Seiten sind mehrere Landkarten gedruckt. Sie helfen dem Leser, sich zwischen all den fremdländisch klingenden Ortsnamen zurechtzufinden. Leider sind sie etwas klein, so dass man nur mit Mühe alle Details und Namen zu erkennen kann.
    Der Roman iet vollkommen unblutig und gewaltfrei, weswegen er auch für jüngere und zartbesaitete Leser geeignet ist. 
    Besonders gut hat mir gefallen, dass so viel Wert auf einen historischen und kulturellen Bezug gelegt wurde. Der Roman spielt größtenteils im Jahre 1960 auf einer kleinen isländischen Insel. Durch den Roman bekommt man einen guten Einblick in das alltägliche Leben dort, aber auch in die damals vorherrschende, politische Lage. Man kann so beim Lesen viel über die isländische Mentalität lernen. Trotzdem ist der Roman weder trocken, noch langatmig. Im Gegenteil: Die Handlung strebt in einem angenehmen Tempo voran.
    Das Ende ist unerwartet, aber gut gelungen.
    Ich kann dieses Buch nur jedem Leser ans Herz legen, der einen ungewöhnlichen Krimi sucht und/oder gerne einen Einblick in die isländische Geschichte hätte. Leser, die einen rasanten und actiongeladenen Kriminalfall suchen, werden jedoch nicht auf ihre Kosten kommen.
  6. Cover des Buches Island Sagas (ISBN: 9783424013016)

    Island Sagas

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Melli2505
    Diese Übersetzung ist so holperig und lieblos, dass es keinen Spaß mach, die Geschichten zu lesen!
  7. Cover des Buches Großes kleines Land (ISBN: 9783930704507)
    Antti Tuuri

    Großes kleines Land

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Sagaspuren (ISBN: 9783937274454)
    Hans U Schmid

    Sagaspuren

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Nach Island! (ISBN: 9783608919226)
    Gudmundur A. Thorsson

    Nach Island!

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Asgard (ISBN: 9783404641031)
    Walter Hansen

    Asgard

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Geschichten aus den Ostfjorden (ISBN: 9783882435955)

    Geschichten aus den Ostfjorden

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Lexikon der altnordischen Literatur (ISBN: 9783520490025)
  13. Cover des Buches Island (ISBN: 9783955031220)
    Arthúr Björgvin Bollason

    Island

     (2)
    Aktuelle Rezension von: ToniK
    Das Island-Lesebuch bietet eine literarische Reise durch Island, die sich durch einen angenehmen Schreibstil und eine Fülle von interessanten Informationen auszeichnet. Von Flora und Fauna über Wirtschaft bis zur Kultur werden nahezu alle Aspekte des isländischen Lebens und der Entwicklung der Insel beleuchtet. Ergänzt werden die Texte von Arthúr Bollason durch wunderbare Fotografien, die es dem Leser leicht machen, sich in die beschriebenen Gegenden hineinzuversetzen. Der größte Schwerpunkt des Buches ist die Natur, welche vermutlich das Großartigste ist, das Island zu bieten hat. Vulkanen, Gletschern, heißen Quellen und Schneehühnern ist der erste Teil des Buches gewidmet. Es folgen historische, wirtschaftliche, politische, kulturelle und alltägliche Betrachtungen, bis zum Schluss einzelne Städte und Regionen literarisch durchwandert werden.
    Nach der Lektüre des Island-Lesebuchs hat man einen umfangreichen Eindruck von der isländischen Lebensart gewonnen. Zu manchen Themen hätten die Kapitel gern noch ausführlicher sein dürfen, vermisst habe ich zum Beispiel die Polarlichter. Andererseits ist es wohl schwer möglich, ein so vielfältiges Land auf 400 Seiten in all seinen Facetten darzustellen.
    Was jedoch wirklich stört, ist das mangelhafte Lektorat. Immer wieder stolpert man über ärgerliche Rechtschreibfehler, am gravierendsten sind dabei die vermeintlichen "Silbentrennungen" am Zeilenende. Lavas-palten und er-zisländisch dürften die gruseligsten Beispiele dafür sein.
    Insgesamt ist das Buch dennoch eine klare Leseempfehlung für alle, die Island lieben oder es lieben lernen wollen.
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