Bücher mit dem Tag "saladin"

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26 Bücher

  1. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.106)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Gotthold Ephraim Lessing, einer der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung und des Humanismus hat mit diesem Drama ein Lehrgedicht verfasst, welches bis in die heutige Zeit an Aktualität nicht verloren hat.


    Die Figuren verkörpern Intoleranz, Fanatismus, politische Herrschaftsansprüche und werden durch Nathan den Weisen auf den Weg des Menschseins geführt. Dies gelingt ihm nicht durch moralisierendes Lehren sondern durch vorbildliche Taten. Durch subjektives Handeln und nicht durch schriftliche Bekenntnisse oder den Verweis auf die Bibel soll der Mensch seine Pflicht erfüllen, sich vor Gott und den Menschen beliebt zu machen. Die echte Religion findet sich im Herzen der Menschen und nicht in den Texten. Dies zu verdeutlichen, hilft das Kernstück des Textes: die Ringparabel. Die friedlich-tolerante Koexistenz der drei grossen Religionen und die Frage nach der Wahrheit stehen dabei im Zentrum.


    Das Theaterstück ist im Blankvers geschrieben, der nach anfänglicher Gewöhnungszeit sehr schön zu lesen ist. Es empfiehlt sich, auch das Bühnenstück zu sehen, um den Klang der Sprache noch mehr zu verinnerlichen.

  2. Cover des Buches Der Fluch der Hebamme (ISBN: 9783426506066)
    Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme

     (224)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Historischer Roman, mit sorgfältig recherchierten historischen Details. Sehr lebendig und bildhaft geschrieben, wird der Leser in das 12. Jahrhundert zurückversetzt. Die Charaktere von Marthe, Lukas bleiben unverändert gut. In diesem Band treten zusätzlich Albrecht und seine Kumpane als die Verkörperung der menschlichen Abgründe, sowie Clara, Reinhard, Thomas (Sohn von Marthe) sowie Roland (Sohn von Raimund) in den Vordergrund sowie unzählige andere Namen. Und natürlich der erneut fehlgeschlagene Kreuzzug mit allen seinen Gewalttaten und der höchst fragwürdigen Rechtfertigung durch die Kirche. Sabine Ebert hat es wieder einmal geschafft sehr gut die damalige Zerstrittenheit auf allen Ebenen des Adels herauszuarbeiten, etwas unter dem vor allem das „einfache“ Volk zu leiden hatte. Ich jedenfalls weine diesem ehemaligen Adelsstand keine Träne nach, im Gegenteil.

    Fazit:

    Historischer Roman, sorgfältig recherchiert, fesselnd und kurzweilig erzählt: fünf Sterne.

  3. Cover des Buches Nathan und seine Kinder (ISBN: 9783407742339)
    Mirjam Pressler

    Nathan und seine Kinder

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Lesemomente

    “Nathan der Weise” von Lessing und seine Ringparabel – gehört hatte ich auf jeden Fall schon von diesem Drama, es aber selbst noch nicht gelesen. Nun bot sich mir mit “Nathan und seine Kinder” die Möglichkeit, eine etwas zeitgemäßere Version der Geschichte zu lesen.

    “Es gibt in jedem Volk gute und ehrliche Menschen, egal zu welchem Gott sie beten, so wie es überall auch böse und grausame Menschen gibt.” (S. 105)

    Die Koexistenz der Religionen, das Miteinander und Füreinander: All das sind hochaktuelle Themen. Wundervoll, dass sich Mirjam Pressler ihnen noch ein Mal gewidmet und versucht hat, sie moderner und durch die Form des Romans leichtlesiger zu verfassen. Leider muss ich sagen, dass mir persönlich der Zugang zur Geschichte sehr schwer fiel. Ich habe mehrere Wochen an dem Buch gelesen, es immer wieder beiseite gelegt und bin anfangs kaum über die ersten Seiten hinaus gekommen.

    “Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne von Juden, Muslimen und Christen miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.” (S. 166)

    Das änderte sich aber irgendwann, als ich ein Gespür für die verschiedenen Figuren, den Handlungsstrang und das Ziel der Geschichte bekommen hatte. Es ist Mirjam Pressler gut gelungen, einzelnen Figuren – allen voran Nathan und dem Waisenjungen Geschem – ein Profil zu geben. Schnell konnte ich mit den Figuren fühlen, ihre Gedanken und Weisheit annehmen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Buch auch als Schullektüre eignet, würde allerdings empfehlen, den Einstieg durch unterstützende Materialien, Zusammenfassungen oder ähnliches zu erleichtern. Dann jedoch bietet das Buch eine hoffnungsvolle Weltansicht, viel Diskussionspotenzial, Worte und Einstellungen, die – wären sie verbreiteter – die Welt zu einem friedlicheren Ort machen würden:

    “‘Gott oder Allah sind nur verschieden Namen für den einen, der Himmel und Erde gemacht hat’, sagte ich. ‘Mein Vater sagt, es sind nur die Wege, ihm zu dienen, welche die Religionen unterscheiden, der Kern ist gleich: die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen. Und die Dankbarkeit für das Leben.'” (S. 215/216)

    “Nathan und seine Kinder” soll die zeitgenössischere und leichtlesigere Version von “Nathan der Weise” sein. Ohne das Originalwerk zu kennen, kann ich nur sagen, dass mir die Umsetzung der Grundidee, die Kernaussage der Geschichte und die Aktualität des Themas sehr gut gefallen haben. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass die Geschichte, insbesondere am Anfang, vielen Jugendlichen schwer zugänglich sein wird. Ich vergebe insgesamt sehr gute 6 von 10 Sternen.

  4. Cover des Buches Die satanischen Verse (ISBN: 9783442746590)
    Salman Rushdie

    Die satanischen Verse

     (107)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer

    Salman Rushdie spielt mit verschiedenen Mythen, religiösen Ideen, religiösen Überlieferungen, Überzeugungen, Mysterien und verwebt in seine Geschichte die unterschiedlichsten Sagen und Erzählungen aus verschiedenen Religionen. Das ergibt einen unterhaltsamen und ausschweifenden Roman, der es wirklich in sich hat. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber ganz ehrlich: richtig nacherzählen worum es geht und Knotenpunkte aus diesem wilden und wunderbaren Roman herauszudestillieren, ist mir verdammt schwer gefallen. Daher nun in groben Zügen eine Beschreibung dieses Feuerwerks der Literatur.

    Die Hauptprotagonisten sind zwei muslimische Männer, Gibril Farishta und Saladin Chamcha, die 111 Tage lang (die 111 ist übrigens eine Zahl sein, die auf die Dreifaltigkeit verweist) in einem von islamistischen Terrorist*innen entführten Flugzeug verbringen, bis die Terrorist*innen das Flugzeug in die Luft sprengen und beide, aneinandergeklammert, durch die Luft fliegen und zum Glück überleben. Doch dann geschehen seltsame Dinge. Während Gibril sich nach und nach in den Erzengel Gabriel verwandelt, wachsen Saladin bald ein Pferdefuß und Teufelshörner. Der Kampf gut gegen böse, Engel gegen Teufel, ist damit eingeläutet. Erzählt wird die Geschichte von einer gesichtslosen und doch scheinbar göttlichen Instanz, die sich selbst als Teil der "höheren Mächte" sieht. 

    "Was konnten sie auch erwarten? Einfach aus dem Himmel zu fallen: dachten sie, so etwas hätte keine Nebenwirkungen? Sie hatten das Interesse höherer Mächte erweckt, das hätten sie eigentlich merken müssen, und diese Mächte (ich spreche natürlich von mir selbst), haben eine boshafte, ja fast schon gemeine Art, mit Sturzflügen umzugehen. Und noch etwas, lassen Sie mich das klarstellen: ein großer Fall verändert den Menschen." (180)

    Farishta und Chamcha stehen sich also als Erzfeinde gegenüber, vom Himmel gefallen sind beide, aber nur Gibril verwandelt sich in einen Engel, der nicht nur Wunder vollbringen kann, sondern dessen Heiligenschein auch die dunkelste Nacht erleuchtet. Kein Wunder, erinnert sein Name Gibril doch an den Erzengel Gabriel.

    Zudem hatte Gibril schon früh Kontakt zur Göttlichkeit, in verschiedenen Bollywoodfilmen verkörperte er immer wieder unterschiedliche hinduistische Götter. Er verliebt sich in Alleluja, eine jüdische Bergsteigerin, die in den höchsten Höhenmetern, wenn sie ganz nah am Allmächtigen zu sein scheint, zu religiöser Ekstase fähig ist. 

    Saladin Chamchawalla verdient sein Geld als Stimmenimitator, im Moment für  den synchronisiert er Ketchupflaschen und Knabbergebäck, und ist ebenfalls Schauspieler. In England lebt er seit seiner Jugend, seine muslimische Herkunft lehnt er ab, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass er ein sehr schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hat.

    Während sich die beiden Abgestürzten zu einer alten Dame, Rosa Diamond, retten, entscheiden sich die Richtungen, in denen sich ihre Lebenswege entwickeln werden. Der Heilige in spe, Gibril,  nutzt seine Chancen und verrät den Mann mit Pferdefuß. Saladin wird deshalb von rassistischen Polizisten zusammengeschlagen und erlebt die ganze Palette an Polizeigewalt, die man sich vorstellen kann. Das ist so fies zu lesen, das man nur noch Mitleid mit dem Teufelshorn haben kann. Gibril hingegen, nutzt seine wundersamen Fähigkeiten und verhilft Rosa Diamond zu einer göttlichen erotischen Vision. Rosa Diamond hat es also noch gut getroffen, sie ist eine verschwiegene Figur, die verspricht, niemandem von Gibril zu erzählen. Übrigens sind in vielen Beichtstühlen Rosen eingraviert, denn "Sub Rosa" (unter der Rose) teilte man im Mittelalter den katholischen Priestern seine Beichte mit.

    Saladin erfährt, dass seine Frau eine Affäre mit seinem Freund Jumpy Joshi hat (immerhin war er fast ein Jahr verschwunden) und ist am Boden zerstört. Immerhin hat er den Flugzeugabsturz, die Polizei und das Krankenhaus überlebt (wo sich übrigens noch andere verwandelte Menschen aufhalten) - nur um dann in einem Zimmerchen von Bekannten untergebracht zu werden. Weil er immer mal wieder aus dem Fenster sieht, bildet sich bald im Viertel eine Art Teufelskult um den Mann mit den Hörnern, der das Viertel in Chaos und Verwüstung stürzt. Zudem erfährt Saladin, dass seine Frau von ihrem Geliebten ein Kind erwartet. Saladin hat nur noch ein Ziel: er will sich an Gibril rächen, den er für sein Unglück verantwortlich macht. Aber Gibril geht es auch nicht gerade rosig: er wird zu einem riesigen Macho und stresst Alleluja. Zudem kann Gibril bald nicht mehr entscheiden, wer er ist: ein Erzengel oder ein Mensch?

    Neben dem Hauptkonflikt der beiden Protagonist*innen, wird die Erzählung immer wieder durch Gibrils Träume unterbrochen, die ins Märchenhafte kippen. In seinen Träumen geht es um die Stadt Jahila, eine Stadt aus Sand, in der die Menschen 360 unterschiedliche Götter und Göttinnen verehren, bis der Prophet Mahound kommt, seines Zeichens ursprünglich Kaufmann, und den Menschen, wenn es um den richtigen Glauben geht, mal ein bisschen auf die Sprünge hilft. In Jahila lebt auch das Mädchen Aischa, das vom Erzengel Gabriel als Prophetin ausgewählt wurde. Als Symbol ihrer Göttlichkeit wird sie von einem Schwarm von Schmetterlingen begleitet. Ihr ganzes Dorf Titlipur folgt ihr (wie auf einer Pilgerreise) nach Mekka, denn Aischa hat den Menschen versprochen, dass sie das Meer für sie teilen wird. Die todkranke Mischa Sahil sucht Hoffnung und Heilung bei Aischa, ihr Mann glaubt nicht an Aischas Versprechungen und versucht die restlichen Pilger immer wieder zur Umkehr zu bewegen. Aischa hat noch einen extrem frauenfeindlichen und radikalen Gegenspieler, einen Imam, der um seinen eigenen Einfluss bei den Gläubigen fürchtet und natürlich den mächtigen Propheten Mahound, der passenderweise immer dann eine Vision bekommt, sobald seine Anhänger*innen ihn kritisieren. 

    "Tod der Kaiserin Aischa und ihrer Tyrannei, dem Kalender, den Vereinigten Staaten, der Zeit! Wir suchen die Ewigkeit, die Zeitlosigkeit Gottes. Seine stillen Wasser, nicht ihren strömenden Wein. Verbrennt die Bücher und vertraut dem BUCH, zerreißt die Papiere und hört das WORT, wie es der Engel Gibril dem Verkünder Mahound offenbart und wie es euer Deuter und Iman erläutert hat." (S.281)

    Es ist schon bezeichnend, dass Engelchen und Teufelchen in der Romankonstruktion eigentlich Schauspieler sind und Gibril wie ein Schlafwandler zwischen den Welten hin und hergeistert und in diesem ganzen Chaos irgendjemand - von ganz weit oben - die Puppen tanzen lässt. Die Menschen können nur reagieren. Das nennt man dann wohl Schicksal. Und wenn Gott einmal nicht nur als Erzählinstanz auftaucht, sondern als Figur im Text, dann sitzt er mit schütterem Haar auf Gibrils Bett und hat vor allen Dingen Schuppen. Solche Parodien muss man erst einmal in eine Romanform gießen. Hinzu kommt, dass alle Propheten und Ausgewählten in diesem Text an keiner Stelle halten, was sie versprechen. Während Mahound die Menschen offen betrügt, schickt Aischa ihre Anhänger letztlich ins Wasser, wo sie ertrinken. Denn natürlich gelingt es ihr nicht, das Meer zu teilen. Magischer Realismus mit einer gehörigen Portion Religionskritik, auch das steckt in diesem Buch. 

    Kurz nach Erscheinen des Romans, am 14. Februar 1989, rief Ajatollah Chomeini über Radio Teheran eine Fatwa gegen den Schriftsteller und all diejenigen aus, die den Text, der eine Beleidigung des Propheten darstelle, verbreiten und übersetzen. Rushdies japanische Übersetzer, Hitoshi Igarashi, wurde 1991 ermordet, sein italienischer Übersetzer Ettore Capriolo und sein norwegischer Verleger Wililam Nygaard wurden bei Anschlägen schwer verletzt. 

    Wie so oft, und das ist mir bei diesem Text besonders aufgefallen, fehlte mir das Wissen über die religiösen Anspielungen, die über das Christentum hinausgehen. Hinzu kommt, dass ich diesen Roman über einen Zeitraum von sechs Monaten gelesen habe. Ich konnte ihn nicht einfach weglesen - dafür war er zu komplex, zu kompliziert und gleichzeitig auch ein Stück Roman, das ich mir einfach aufsparen wollte. Weil ich gar nicht wollte, dass dieser Roman zu ende geht. Im Satanic Verses Pose Festum, einer Festschrift, die im Jahr 2000 erschienen ist, schreibt der syrische Philosoph Sadik Al-Azm, dass die Einzigartigkeit des Romans darin bestehe,  „den muslimischen Osten und den säkularen Westen zum allerersten Mal in eine religiöse, politische und literarische Kontroverse“ zu bringen und beide so auf einer höheren Ebene miteinander zu verbinden. Die satanischen Verse werden für ihn zum "transkulturellen, transnationalen und transkontinentalen Welt-Roman par excellence". Denn es geht nicht nur um Religionen. Ein Großteil der Handlung passt in jede typische Geschichte einer Großstadt, denn sie spielt in London, es geht um Migration, um Identitäten und natürlich auch um Liebe. Von den verschiedenen Liebesgeschichten, die erzählt werden, endet eine sogar glücklich.

    Hallelujah!

  5. Cover des Buches Der Drahtzieher: Ein Gabriel-Allon-Thriller (ISBN: 9783959673372)
    Daniel Silva

    Der Drahtzieher: Ein Gabriel-Allon-Thriller

     (19)
    Aktuelle Rezension von: yesterday

    Der (Geheimdienst-)Thriller ist mit seinen klar mehr als 500 Seiten nicht gerade die schlankste Lektüre, aber jedes Kapitel wert. Ich kannte bisher den Namen des Autors, hatte aber noch nichts von ihm gelesen. Somit kann ich auch sagen, dass ein Einstieg in zum Beispiel diese Reihe mit Gabriel Allon kein Problem darstellt.

    Man kennt sich wunderbar aus und bekommt auch die Charaktere nahegebracht. Vergangene Unternehmen, Begebenheiten werden zwar angeschnitten, aber nie so, dass man das Gefühl hätte, sich nicht mehr zurechtzufinden. Die Geschichte hier, die sich unter anderem um einen französischen Geschäftsmann und Restaurantbesitzer und seine Nebengeschäfte dreht, ist gut verständlich und spannend aufbereitet.

    Die Geheimdienstarbeit und deren genauere Schilderungen muss man eben mögen, dann ist dieser Thriller ein Genuss. Zudem ist die Handlung sehr aktuell und verbindet tatsächlich erfolgte Terroranschläge und reale Personen (teilweise andere Namen) mit der fiktiven Story, dass am Ende mehrere Staaten und ihre Agenten zusammenarbeiten, um einem “neuen Osama bin Laden” das Handwerk zu legen. So zumindest der Plan.

  6. Cover des Buches Kevin von Locksley. Kevins Reise (ISBN: 9783404143542)
    Wolfgang Hohlbein

    Kevin von Locksley. Kevins Reise

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Tyrael
    Leider kann ich nur sagen: Ich fand´s öde! Es gibt bessere Hohlbein Romane und zwar viele! Für Fans von Robin Hood auch nur bedingt empfehlenswert.
  7. Cover des Buches Das Buch Saladin (ISBN: 9783453811812)
    Tariq Ali

    Das Buch Saladin

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Wüstentochter (ISBN: 9783442369515)
    Sarah Bryant

    Wüstentochter

     (11)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele
    Es ist das Jahr 1187. Die Franken halten das Heilige Land besetzt. Doch unter Sultan Saladin dem Herrscher der Sarazenen, herrscht Frieden. Die Franken können sich keinen Krieg leisten, denn sie sind uneins. Doch Kerak, einen fränkischen Adligen, interessiert das nicht. Er hat nicht einmal vor dem König Respekt. Nur der Großmeister der Tempelritter widersteht ihm noch. Aber wie lange? Als Kerak eine Karawane überfallen lässt, rüstet Sultan Saladin zum Krieg. Mitten in diese Auseinandersetzung gerät Khalidah, eine junge Beduinin. Sie soll ihren Cousin heiraten, um die Familie wieder zu einen. Doch Sulayman, ein junger Spielmann, überredet sie zur Flucht. Da Khalidah ihrem Cousin nicht traut und die Umstände und die Eile der Hochzeit ihr eigenartig vorkommen, willigt sie ein. Khalidah, die ohne Mutter aufwuchs und wie ein Junge erzogen wurde, folgt Sulayman. Er muss erkennen, dass er eine selbstbewusste junge Frau an seiner Seite hat. Wer aber ist Sulayman und was weiß er von ihr? Er will sie zum Volk seiner Mutter, den geheimnisvollen Dschinn, bringen. Während im Heiligen Land die Zeit des Krieges näher kommt, durchqueren Sulayman und Khalidah Wüste und Berge ... Ihr Jugendfreund Balil landet währenddessen im Heer des Saladin und wird der Freund von Salim, einem der Söhne Saladins. Doch Balil ist vom Großmeister der Tempelritter erpressbar ... Der Roman führt den Leser in die Exotik und den Zauber des Orients. Verrat und Treue, Hass und Großmut, Besitzgier und Selbstlosigkeit sind einige der Gegensätze, die der Handlung ihre Spannung geben. Geschickt wird der Zauber des Orients mit historischen Fakten verbunden. Die Hauptfiguren sind gut charakterisiert mit ihren Stärken, aber auch Schwächen. Wie es Khalidah, die das Blut zweier Völker in sich trägt, lernt, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu fällen, ist überzeugend. Ihre Träume geben dem Roman eine Idee Mystik, ohne der Handlung die Glaubwürdigkeit zu nehmen. Nicht zuletzt machte der Roman auf mich den Eindruck, dass die Autorin die Sinnlosigkeit und die zerstörerische Kraft des Krieges anprangern wollte. So zerbricht Salim fast nach der Schlacht von Cresson. Er hatte einen Mann getötet, der ihn nicht einmal angegriffen hatte. Obwohl es eher ein Gnadenakt war, beginnt Salim an Recht und Gerechtigkeit zu zweifeln. Die Tempelritter, Elitetruppe der Franken, werden von ihrem eigenen Großmeister verraten. Bilal kann den sinnlosen Tod Salims nicht überwinden und verlässt das Heer. Auch Khalidah begreift, dass der Kampf unter Saladin für sie vorbei ist. Und selbst Saladin, der als weiser Herrscher galt, fällt eine grausame Entscheidung. Er lässt alle Tempelritter töten. Im Roman wird die Frage aufgeworfen: Wenn es viele heilige Stätten gibt, die sowohl Juden, als auch Christen und Moslems verehren, warum bekämpfen sie sich dann? Die Frage hat nichts von ihrer Aktualität verloren! Ich würde den Roman jedem historisch Interessiertem empfehlen. Er ist spannend geschrieben und hebt sich positiv von manch anderer Massenware ab. Leider gibt es zum Buch keinen Anhang, dem zu entnehmen ist, was historische Wirklichkeit ist und was der Phantasie der Autorin zuzurechnen ist. Wer das wissen will, kommt deshalb um zusätzliche Recherche nicht herum. Und er wird überrascht sein, dass die Kriegsereignisse, aber auch viele handelnde Personen dem historischen Original entsprechen.
  9. Cover des Buches Sphinx, Geheimnisse der Geschichte. Bd.4 (ISBN: 9783453861312)

    Sphinx, Geheimnisse der Geschichte. Bd.4

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Der Löwe und die Königin (ISBN: 9783426635339)
    Susanne Stein

    Der Löwe und die Königin

     (9)
    Aktuelle Rezension von: SitataTirulala
    "Er schmeichelt mir", gab Berenguela zu, "aber er schmeichelt allen Frauen." - "Mag sein, aber du bist eine Herausforderung für ihn. Eine Frau, die ihm nicht gleich zu Füßen sinkt, trifft er selten." ---------- Berenguela ist Prinzessin von Navarra und mit 25 immer noch unverheiratet. Für ihre Eltern ein Desaster, für sie die Freiheit, sich ihrer Leidenschaft zu widmen: Der Heilkunde. Gerade als sie ihren Vater durch eine kleine, geschickte List dazu gebracht hat, ein Hospital bauen zu dürfen, hält niemand geringerer als Richard Löwenherz, König von England, um ihre Hand an. Zunächst sieht sie sich in dieser überraschenden Ehe gefangen, doch als sie Richard gemeinsam mit dessen Schwester Jeanne auf seinen Kreuzzug ins Heilige Land begleitet, lernt sie allmählich, dass Richard mehr sein kann als der leichtsinnige Draufgänger und Weiberheld, als der er bekannt ist. Doch nicht nur der Kreuzzug gegen Sultan Saladin legt den beiden immer wieder Steine in den Weg, auch in der Heimat, in der eigenen Familie wird gegen Richard intrigiert. Als Richard schließlich in Gefangenschaft gerät, wird der jungen Ehe die wohl schwerste Prüfung auferlegt... Ich bin nicht sicher, ob ich froh sein soll, dieses Buch zur Seite legen zu können oder nicht. Die Geschichte an sich ist durchaus fesselnd und bietet durch verschiedene Handlungsstränge immer wieder Abwechslung. Allerdings war ich bereits nach wenigen Kapiteln die Handlung um die Protagonistin - Berenguela - leid. Ich kann nicht genau festmachen, was mir ein Dorn im Auge war, sie war mir anfangs nicht einmal grundlegend unsympathisch, aber irgendwie fehlte mir absolut die Beziehung zu ihr. Dafür haben mich die Nebencharaktere umso mehr gefesselt, insbesondere Prinz John und Prinzessin Adelaide, Richards verschmähte Verlobte. Die beiden waren das ganze Buch über "ein Gemisch, zur Sensation prädestiniert", wie ASP es ausdrücken würden. Während mich also Berenguela und ihre edelmütigen Heldentaten, die stellenweise sehr konstruiert und undynamisch wirkten, irgendwie eher gelangweilt haben, war ich John und Adelaide regelrecht verfallen. Alles in allem ist es wohl auch den beiden zu verdanken, dass ich für dieses Buch 3 1/2 Sterne vergeben würde, wenn ich denn könnte, da mich Richard und seine Kräuterprinzessin nicht wirklich zu fesseln vermochten. Dafür, dass zwischendurch so detailliert jeder Schritt der Charaktere beschrieben wurde, war mir das Ende dann doch ein bisschen zu holprig und überstürzt, auch dafür gibt es Punktabzug. Alles in allem ließ es sich aber recht gut und flüssig lesen, sodass es eine angenehme Lektüre für zwischendurch ist - leider aber auch nicht mehr.
  11. Cover des Buches Die Rose der Kreuzritter (ISBN: 9783492259279)
    Juliane Korelski

    Die Rose der Kreuzritter

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Fabella
    Inhalt: Die Geschichte beginn im Jahre 1190. Emme von Ravensberg erfährt von der Gefangenschaft ihres Bruders Ludwig. Gemeinsam mit den beiden Kreuzrittern Berengar de Bassunville und Robert von Uppsala und ihrem kränklichen Bruder Herrmann macht sie sich auf ins Heilige Land, um ihren Bruder von den Sarazenen freizukaufen. Die Reise ist schwer und viele Gefahren lauern auf die Reisenden. Doch nicht immer kommen die Gefahren von außen. Auch innerhalb der Gruppe kann man scheinbar nicht jedem vertrauen. Doch es dauert lange, bis Emme dahinterkommt, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Daß sie auf dieser Reise auch noch zusätzlich ihr Herz an Berengar verliert, ist wenig hilfreich. Zumal die Gefühle einseitig scheinen. Doch wie gut, daß Robert in ihrer Nähe ist, um ihr beizustehen. Meine Meinung: Es ist lange her, daß ich einen historischen Roman gelesen habe. Und eigentlich frage ich mich gerade warum. Ich war gefesselt von der Geschichte, die zumindest in Grundzügen der Wahrheit entspricht, wie die Autorin in einem Schlußwort vermittelt. Ich bin immer wieder erstaunt, was das Schreiben eines Buches für eine Ermittlungsarbeit mit sich bringt. Ich kann nur den Hut ziehen vor der Recherche, der sich die Autorin hingegeben hat und die Fantasie, die sie in dieses Buch gesteckt hat um aus ein paar einsamen Fakten eine so spannende Geschichte zu entwickeln. Ich mochte die Hauptperson Emme sehr gern. Eine ziemlich furchtlose junge Dame, die es zu solchen Zeiten sicherlich nur vereinzelt gegeben hat. Die besser als manche Männe mit ihrem Bogen umzugehen verstand. Aber ich mochte auch die Charaktäre um sie herum, die die Geschichte erst zu dem machten, was sie ist. Mir gefiel die Milde, die Emme umgibt und ihre Stärke, ihren Widersachern immer wieder zu verzeihen und gnädig zu sein, ohne dabei herablassend zu wirken. Es ist eine spannende Geschichte, die einen in so längst vergangene Zeiten zieht. Wie mühselig die Reisen damals waren, wie furchterregend die Städte und die Krankheiten die regierten. Wieder einmal konnte ich nur den Kopf schütteln über die sogenannten Mediziner, die Bader oder Medikusse und wie sie bereits schwerkranke Menschen in ihrer vermeintlichen Hilfsbereitschaft nur noch kränker machten. Wer ein Freund von historischen Romanen ist, der sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Die Autorin hat einen so wortgewandten bildreichen Schreibstil, der es einem sehr einfach macht, viele der geschilderten Orte vor sich zu sehen. Fast glaubt man die geschilderte Kälte oder später auch Hitze am eigenen Leib spüren zu können. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch verschlungen, es machte es mir leicht, völlig in ihm abzutauchen
  12. Cover des Buches Saladin (ISBN: 9783406641466)
    Hannes Möhring

    Saladin

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Der Sternenmantel (ISBN: 9783784483207)
    Katja von Glan

    Der Sternenmantel

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Soulgirl
    Die Geschichte von Katja von Glan beginnt im Land der Sarazenen, genauer gesagt in Damaskus. Dort raubt der ehemalige freie Musiker Konrad, der Deutschland verlassen hat um ein erfahrener und angesehener Medicus zu werden, seinem Freund Kamal den Sternenmantel. Der Sternenmantel verleiht die Macht einem guten König, der das Tragen des Mantels verdient, sein Reich lange und erfolgreich zu führen. Besessen von dem Gedanken, den Mantel nach Deutschland zu bringen, damit der Thronstreit zwischen dem Welfen Otto und dem Staufer Phillipp ein Ende hat, reist er mit seinen 2 Dienern Fatma und Harun zurück in seine Heimat. Dort trifft er auch seine große Liebe Johanna wieder, die als Heilerin der Königin Irene (die Gemahlin Phillips) am Hofe lebt. Doch der Mantel wird Konrad entwendet, noch bevor er ihn übergeben kann. Gerät dadurch die Macht des Königs Phillipp ins wanken?? Die Geschichte, die sich anfänglich um den orientalischen Stoffmantel dreht, verläuft sich nach der Ankunft Konrads in Deutschland ein wenig im Sande. Er wird eher zur Nebensache, während die beiden Handlungsstränge der Hofdame Johanna und der Kölner Kaufmanns Tochter Mechthild erst die eigentliche Handlung darstellen. So wird die tolle orientalische Kulisse, die anfangs eingeleitet wird durch das triste Deutschland ersetzt, was ein wenig enttäuscht. Die Geschichte ist zwar immernoch interessant und die Handlungsstränge geschickt miteinander verwoben, doch erscheinen die Wendepunkte der Handlung oft ein wenig zu weit hergeholt, um die Geschichte voranzutreiben. Als sehr interessant empfand ich das Nachwort, in dem auf die geschichtlichen Ereignisse, die Katja von Glan als Rahmen ihres Buches verwendet, näher eingegangen wird. Das Buch wird bei Fans von historischen Romanen durchaus Anklang finden, gehört aber nicht zu den herausragendsten Werken dieses Genres.
  14. Cover des Buches Der Kreuzritter - Verbannung (ISBN: 9783453470958)
    Jan Guillou

    Der Kreuzritter - Verbannung

     (17)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Der zweite Teil der epischen Saga:

    Arn muss in Heiligen Land, seine 20 jährige Büße verbringen und lernt dabei Saladin kennen. Zuerst ist er den Mann skeptisch gegenüber, da er der falschen Religion angehört, aber mit der Zeit lernen die Beiden sich zu verstehen. Arns größtes Ziel bleibt jedoch zu überleben und seine Geliebte Cecilia wieder zu sehen.

    In kalten Norden muss Arns Geliebte in einen Nonnenkloster ihre Buße tun. Dort hat sie mit allerlei Problemen zu kämpfen, nur die innige Freundschaft zu ihren Freundinnen, die ein ähnliches Schicksal teilen, ihre Liebe zu Arn und ihrem Sohn, hilft ihr diese schwierige Zeit zu überstehen.

    Dieser Teil war wieder geprägt von einer spannenden Geschichte und starken Charakteren.

    Ich mochte sehr, dass das Buch von zwei Seiten her aufgezogen wurde. Einerseits wird Arns Seite erzählt, auf der Anderen Cecilias.

    Beide lernen sehr interessante Menschen kennen und sie haben beide Kämpfe zu führen, die unterschiedlicher nicht sein können.

    Ich kann gar nicht sagen welcher Teil des Buches mir besser gefällt, der Autor hat beide sehr spannend und authentisch rüber gebracht.

    Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass große Vorurteile und Missverständnisse aufgezeigt und bekämpft wurde, wenn auch nicht immer erfolgreich.

    Man kann in diesem Buch gut nachvollziehen, warum der Nah-Ost-Konflikt eigentlich nie zu einer befriedigenden Lösung kommen kann und das dieser schon sehr viel länger geht als den Meisten eigentlich bewusst ist.

    Ich kann für diesen zweiten Teil wirklich nur eine Leseempfehlung abgeben, aber ich empfehle sehr vorher den ersten Teil zu lesen, damit man ein besseres Verständnis für die Geschichte bekommt.

  15. Cover des Buches Kevin von Locksley. Kevins Schwur (ISBN: 9783404143924)
    Wolfgang Hohlbein

    Kevin von Locksley. Kevins Schwur

     (13)
    Aktuelle Rezension von: JuliaO
    Das Cover lässt leider zu wünschen übrig, aber der Inhalt war sehr gut ;) Bitte über das Cover hinwegsehen und trotzdem Lesen! 1: Kevins Reise 2: Kevins Schwur
  16. Cover des Buches Der Talisman (ISBN: 9783842417076)
    Walter Scott

    Der Talisman

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Das Siegel (ISBN: 9783800023943)
    Wolfgang Hohlbein

    Das Siegel

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Themistokeles
    Das Buch habe ich zum ersten Mal vor Jahren gelesen. Erinnere ich mich an meine Empfindungen von damals, muss ich gestehen, dass ich das Buch damals zwar nicht als eins der besten Hohlbeins empfand, jedoch durchaus mochte.

    Jetzt mit einigem Abstand zu meinem jugendlichen Ich, kann deutlich sagen, dass das Buch durchauslesbar, aber nicht wirklich gut ist. Vieles geschieht einfach zu schnell, bei einigem gibt es einfach zu wenig Informationen. Allgemein ist es einfach alles zu schnell erzählt, trotzdem die Geschichte fast vierhundert Seiten einnimmt. Vor allen Dingen ist es einfach so, dass mir, trotzdem man bei Büchern Hohlbeins mit phantastischen Elementen rechnen muss, in diesem Fall hier dieser Aspekt ein bisschen zu viel. Es will einfach nicht so recht zum Rest der Geschichte passen. Allgemein hätte man einfach Vieles viel besser mit normalen Erklärungen, ohne Übersinnliches, erklären können. Vor allen Dingen die Beschreibungen vom Alten vom Berge ect., waren für mich einfach etwas zu viel. Auch, welche Widerstandskraft Ulrich haben soll, wo alle anderen von ihm beeinflusst werden.

    Jedoch lässt sich das Buch durchaus gut lesen und es ist auch nicht so, dass man es als vollkommen langweilig bezeichnen kann, es gab nur einfach einige Stellen, an denen ich mich durchaus gefragt habe, warum so viele Wiederholungen jetzt sein müssen, unter anderem als immer wieder darauf herumgeritten wurde, dass Ulrich sich aufgrund der Reise durch die Wüste ausgetrocknet fühlt. Einen Satz in diese Richtung, jeden zweiten Satz lesen zu müssen, war doch ein wenig anstrengend.

    Von daher ist es leider so, dass ein geschichtlich eigentlich sehr interssanter Konflikt hier ein bisschen zu sehr in die Fantasy-Richtung gezogen und dabei auch noch so eingebettet wird, dass es nicht wirklich stimmig für mich sein wollte, auch wenn Hohlbein durchaus auch hier, wie in vielen Seiner Werke sein Talent zum Erzählen beweist, wenn auch nicht wirklich ausschöpfen kann und mir einiges nicht so wirklich gefallen mochte.

    Auch Ulrich ist ein Charakter, mit dem ich nur bedingt warm werden konnte. Vielleicht auch, weil manches so abgehackt berichtet wird, dass er einfach zu viel zu schnell lernt. Zu viel zu schnell kann, obwohl eigentlich doch mehr Zeit vergeht, was einem beim Lesen aber nicht so richtig bewusst wird. Oder er ist doch ein Wunderknabe und ich hatte mit meiner Empfindung recht.

    Alles in allem kein ganz schlechtes Buch, aber auch nicht wirklich gut, sondern manchmal etwas anstrengend, aber durchaus lesbar.
  18. Cover des Buches Mittelalter (ISBN: 9783817485680)
    Christa Pöppelmann

    Mittelalter

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der Duft von Ambra (ISBN: 9783862822461)
    Birgit Ringlein

    Der Duft von Ambra

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Während des dritten Kreuzugs, im Jahr 1189, müssen der jüdische Alchimist und Parfümeur Moses und seine Tochter Jezabel aus ihrer Heimatstadt Akkon fliehen. Gerade ist die schöne und kluge junge Frau dabei, ihre Gefühle Henry de Brezé gegenüber zu erkennen, dem Ritter, der sie aus ihrem brennenden Elternhaus gerettet hat, als Jezabel sich auch schon entschließen muss, ihre Heimat für immer zu verlassen, denn nicht nur der englische König ist von ihrem Wissen beeindruckt, sondern auch der Sultan möchte sie für sich gewinnen, nicht nur der edlen Duftwässer und Balsame wegen, die sie für seine Haremsdamen zaubert, sondern sein Interesse an ihr geht noch in eine ganz andere Richtung.
    Mit nichts als ein paar Brocken Ambra, die Moses bei seiner Flucht retten konnte, begeben sich Vater und Tochter, in Begleitung einiger weniger Vertrauter, auf die lange, beschwerliche Reise ins Abendland.
    Das Schicksal hält gefährliche Abenteuer und große Strapazen für sie bereit. Ihr erstes Ziel soll die Stadt Nürnberg sein, wo Moses’ alter Handelspartner Giselher sein Geschäft betreibt. Ihm wollen die Parfümeure eine Geschäftsverbindung vorschlagen. Jezabel hofft, dass sich der Händler darauf einlässt. Schwermütige Gedanken über die Zukunft bedrücken die junge Frau: Wo wird sie endlich eine neue Heimat finden und wird sie den Geliebten jemals wieder sehen?

    Mit diesem Roman hat sich Birgit Ringlein auf ein ganz anderes Genre eingelassen, denn bisher kannte ich sie nur als Kochbuch-Autorin, die sich besonders der fränkischen Spezialitäten ihrer Heimat annimmt. Aber auch in ihrem historischen Roman geht es in gewissem Sinn um den Genuss, wenn auch diesmal nicht für den Gaumen, sondern eher für die Nase, denn die Autorin beschreibt die abenteuerlichen Erlebnisse der jungen Parfümeurin Jezabel.
    Es ist eine weite und gefahrvolle Reise, auf der man als Leser die schöne Jüdin begleitet. Ihre wahre Identität muss sie häufig verbergen, denn nicht überall ist man Juden gegenüber wohlgesinnt. Man muss sich auf krasse Szenenwechsel einlassen, denn egal ob es um die brennende Stadt Akkon geht oder um die Zustände auf dem Schiff, das Jezabel und ihre Begleiter ins Abendland bringen soll, ob sie die Strapazen der Reise und die verschiedenen Eindrücke unterwegs schildert oder das üppige, bunte Leben eines Basars oder im Harem beschreibt, immer tut es die Autorin sehr intensiv und bildreich. Man spürt von Anfang bis Ende die sehr gute und gründliche Recherche, denn es fließen viele wahre Begebenheiten in die Handlung mit ein. Jezabels Erlebnisse während ihrer langen Odyssee sind vielfältig, und nicht immer ist sie unterwegs von Wohlgerüchen umgeben, ganz im Gegenteil! Aber gerade dann, wenn Birgit Ringlein die Atmosphäre im Hamam beschreibt oder wenn sie der schönen Heldin, bei ihrer Arbeit mit kostbaren, duftenden Ingredienzien, über die Schulter sieht, immer dann würde man sich wünschen, einen Hauch der wundervollen Aromen zu erschnuppern, die über der Szene schweben.
    Jezabels und Henrys Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund, sondern begleitet die Handlung eher am Rande. Das Ende ist vage, dabei aber hoffnungsvoll und bietet sich direkt für eine Fortsetzung an. Dass es diese wirklich geben wird, habe ich zu meiner Freude im Nachwort über die Autorin lesen können, und ich bin schon sehr gespannt darauf, wenn es wieder heißt, Jezabel ein weiteres Stück auf ihrem fiktiven Lebensweg zu begleiten. Das möchte ich unter keinen Umständen versäumen!
  20. Cover des Buches Der Ritter der Könige (ISBN: 9783442431151)
    Christian Balling

    Der Ritter der Könige

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der heilige Kreuzzug (ISBN: 9783938478202)
    Helmut Paulus

    Der heilige Kreuzzug

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    Der historische Roman "Der große Zug" (1938) gehört zum Hauptwerk des vergessenen Württembergischen Autors Helmut Paulus (1900-1975) und wurde hier dankenswerterweise von einem Billigverlag neu (mit anderem Titel) aufgelegt. Der Roman behandelt die Einnehmung der mittelalterlichen Stadt Jerusalem durch Sultan Saladin und den darauffolgenden Kreuzzug Kaiser Barbarossas. Mit schöner altmodischer, reicher, herber aber klarer Sprache wird das Intrigengewirr rund um das Königspaar von Jerusalem und den Kampf um die Stadt erzählt. Darauf folgt der entzetzlich beschwerliche Kreuzzug Barbarossas. Ich weiß nicht, inwiefern der Roman den historischen Überlieferungen folgt, aber die Unmenge an Details erweckt den Eindruck, dass er sehr genau recherchiert wurde. Schlussendlich, so die Aussage des Textes, verlaufen all die menschlichen Eitelkeiten und Machtkämpfe im Sand, und nur das auf Nächstenliebe basierende Spital der Deutschen wird als Orden weiterhin bestehen. Damit ist "Der große Zug" auch angenehm frei von Nazi-Ideologie. Wer gute historische Romane mag, gerne schöne, alte Sprache liest und vielleicht auch schon die Nase voll hat von den ganzen platten, modischen Historienromanen der Gegenwart, sollte hier zugreifen!
  22. Cover des Buches Das Schwert des Saladin (ISBN: 9783548228631)
    Gerhard Konzelmann

    Das Schwert des Saladin

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Die Rose von Damaskus (ISBN: 9783499247330)
    Cornelia Kempf

    Die Rose von Damaskus

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Diese Geschichte entführt den Leser in die Welt von 1001 Nacht. Man taucht ein, fühlt und fiebert mit den Personen mit. Im Rahmen eines Unterhaltungsromans wird die Zeit der Kreuzüge aus der Sicht beider Seiten erzählt.
    Es geht um große Gefühle (Liebe und Hass), Freund oder Feind und eine gemeine Intrige...

    Fazit: Ein gelungener Schmöker, der mir schöne Lesestunden bereitet hat.
  24. Cover des Buches Die Schwerter von Jerusalem (ISBN: 9783502101840)
    Kamran Pasha

    Die Schwerter von Jerusalem

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85
    Ein Sturm war aufgekommen an den Stränden der Küste, der landeinwärts zudrehen schien, um die Grundfesten der Zivilisation zu erschüttern. Un nun würde er seine zerstörerische Wut gegen sich selbst kehren.
    Die Kreuzfahrer würden zu Boden gehen, nicht im kalten Licht des Halbmondes, sondern unter der entsetzlichen, niederschmetternden Last ihres eigenen Kreuzes.

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    Richard Löwenherz zieht im Jahre 1189 zum dirtten Kreuzzug nach Jerusalem aus, um die Heilige Stadt den Sarazenen zu entreißen.
    Sein Widersacher ist Sultan Saladin, einer der bedeutensten Herrscher des Morgenlandes.
    Für beide ist Jerusalem die wichtigste Stadt der Welt. Und beide wollen mit allen Mitteln die Liebe der schönen Jüdin Miriam gewinnen.
    Als die beiden Heere aufeinander treffen zur größten Schlacht dieser Zeit, geht es nicht nur um die Kulturen, sonder auch um Ehre, Ruhm und Liebe.
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    Ein wunderbares historisches Abenteuer.
    Gefühlvoll, wild, farbenfroh und voller Leben.
    Ich war von Anfang gefangen in einer Welt aus Staub und Blut. Alles wirkt autentisch und wird aus verschiedenen Sichtweisen beleuchtet (wobei die Sarazenen etwas besser wegkommen). Die Charaktere sind lebendig und glaubwürdig. Ein jeder mit Farben aus Licht und Schatten. Es gibt die Bösen und die Guten.
    Es gibt Intrigen und Loyalität, Liebe und Hass, Freundschaft und Verrat, Weisheit und Dummheit... Alles was ein guter Roman braucht.
    Am Ende habe ich mehrere Tränen um die Protagonisten vergossen, so mitreißend war die Szenerie.
    Miriam ist sehr tapfer und eine tragende Figur im Kampf um Jerusalem, wobei ihrer Rolle für die Könige nicht überstrapaziert wird, so dass die Kalkül und Entscheidungen im Krieg glaubhaft bleiben.
    Richard Löwenherz scheint viel Stoff für weitere Lektüre zu bieten, wohingegen Saladin in seiner Mischung aus Grausamkeit, Weisheit und Ehre bewundernswert echt wirkt.
    Mein erklärter Liebling ist William Chionon (und sein Schicksal hat mich zu den meisten Tränen bewegt.)
    Ein rundum perfekt gelungener historischer Roman. Nur zu empfehlen.

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