Bücher mit dem Tag "salzburg-krimi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "salzburg-krimi" gekennzeichnet haben.

27 Bücher

  1. Cover des Buches Stimmen (ISBN: 9783499267437)
    Ursula Poznanski

    Stimmen

     (430)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Atmosphäre in der Psychiatrie gefiel mir gut. Den Täter konnte ich bis zum Schluss nicht entlarven und das Finale war wieder sehr spannend. Auch das Ende das Buches gefiel mir sehr gut. 

  2. Cover des Buches Bei Zugabe Mord! (ISBN: 9783852189772)
    Tatjana Kruse

    Bei Zugabe Mord!

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich liebe schöne Krimis mit einer Portion Humor und war schon lange auf der Suche nach solch einem Buch. Jetzt habe ich eins gefunden - und dann gleich eine Trilogie (oder wird es noch eine Reihe?).!

    Die Handlung ist gut aufgebaut und kann den Leser von Anfang an fesseln. Natürlich ist der Spannungsanteil nicht überbordend hoch, aber für dieses Genre doch beachtlich. Das Umfeld ist ungewöhnlich; endlich mal etwas was nicht schon zum hundertsten Mal durchgekaut wurde. Einen Krimi zum Thema  Oper und Opernsänger plus Entourage habe ich jedenfalls bisher noch nicht gelesen.

    Die Protagonistin und die zahlreichen weiteren Figuren sind sehr liebevoll und konturiert gezeichnet; bis hin zu dem unter Narkolepsie und mehr leidenden Boston Terrier Radames der bei allen Abenteuern seines Frauchens nicht von deren Seite weicht. 

    Erzählt wird das ganze herrliche Mords-Durcheinander in wundervoll leichter und von humorigen Formulierungen strotzender Schreibweise. Man kommt zeitweise aus dem Schmunzeln garnicht heraus...! 

    Ein toller erster Band um die etwas "kräftigere" Sopranistin Pauline Miller. Der macht riesig Vorfreude auf das nächste Buch. 

     


  3. Cover des Buches Mozartkugelkomplott (ISBN: 9783839217733)
    Manfred Baumann

    Mozartkugelkomplott

     (10)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp
    Darum geht's:
    Diesmal wird Kommissar Merana in Mozarts Geburtshaus gerufen. Dort liegt ausgerechnet im Geburtszimmer des Wunderkindes ein Toter: in der Hand hält er eine Mozartkugel. Es ist der Schauspieler Jonas Casabella, der den Mozart in einer TV-Serie über die Geschichte der Salzburger Mozartkugel spielen sollte. Mitten im Schäferstündchen mit einer Praktikantin hat ihn seine Vorliebe für die berühmten Kugeln den Tod gebracht, denn diese waren vergiftet. Wurde Casabella, eher unbeliebt, bei seinen Kollegen, aber beliebt bei den Frauen, vorsätzlich vergiftet ? Oder ist es ein Anschlag an eine der vielen Mozartkugelerzeuger? Denn nur kurze Zeit später tauchen weitere vergiftete Pralinen, alle von der Firma Mirabell, auf....

    Meine Meinung:
    Vom Salzburger Autor Manfred Baumann habe ich bereits den 4. Fall "Drachenjungfrau" ( Rezi) und die kriminellen Weihnachtsgeschichten "Maroni, Mord und Hallelujah" ( Rezi) gelesen. Da mir beide Bücher sehr gut gefallen haben, musste ich auch "Mozartkugelkomplott" lesen. Meiner Meinung nach, ist es sein bis jetzt bester Krimi - spannend von Beginn an mit vielen überraschenden Wendungen.

    Wie bereits in allen anderen Büchern der Reihe (bis auf Drachenjungfrau) ist auch diesmal wieder die wunderschöne Festspielstadt Salzburg Schauplatz....und mitten drinnen Kommissar Martin Merana.
    Der tote Schauspieler Jonas Casabella war bekannt für seine Liebe zu den süßen Kugeln, die er immer parat hatte, egal ob in seinem Zimmer oder in seiner Tasche. Sogar beim Liebesspiel mit der Praktikantin brachte er sie zusammen mit einer Flasche Sekt mit. Deshalb beginnt Kommissar Merana seine Untersuchungen auch bei der Filmcrew, die alle von seiner Vorliebe wussten. Doch war der Anschlag wirklich für ihn bestimmt? Oder war es Zufall? Denn kurze Zeit später werden weitere vergiftete Pralinen entdeckt und aus den Geschäften genommen. Alle sind von der Firma Mirabell, den in Salzburg größten Vertreiber der Mozartkugel, aber nicht der Originalerfinder der leckeren Praline! Diese stammt nämlich von Paul Fürst, Gründer der Konditorei Fürst, einer dieser "Pechvögel", die eine großartige Erfindung hatten oder eine tolle Idee umsetzten,  aber andere damit das große Geschäft machten. Die Filmreihe, in der Casabella den Mozart miemen sollte, trägt deshalb den Namen "Unlucky Fellows".
    Doch dann taucht ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Mirabell auf, der fristlos gekündigt wurde und Rache schwört.....eine weitere Spur! Kommissar Merana ist unter Zeitdruck, denn niemand weiß, wie viele vergiftete Mozartkugeln im Umlauf sind...

    Die Idee des Autors, die Geschichte der Mozartkugel zu erzählen und dabei diese in eine Art Filmreihe einzubauen, die von anderen Pechvögeln handelt, fand ich richtig toll. Es wurden im Buch auch diverse andere Beispiele angeführt.
    Auch die vielen Beschreibungen zur Mozartstadt gefielen mir und ließ mein österreichisches Herz höher schlagen ;) Man bekommt große Lust Salzburg wieder einmal zu besuchen. Ich mag Krimis, wo man auch etwas von der Stadt/Umgebung, in der er spielt, erfährt. Man hat nicht das Gefühl in einer anonymen Gegend zu ermitteln.
    Auch die unerwarteten Wendungen und falschen Fährten sind sehr gut umgesetzt und ließen mich bis zum Schluss raten, aus welcher Ecke der Täter kommt! Etwas entsetzt war ich über eine Begebenheit im letzten Drittel des Buches, die mich kurz sprachlos zurück ließ.

    Wer denkt hier einen lustigen Regionalkrimi vor sich zu haben liegt falsch! Hier wird viel ermittelt und leider kommt es auch zu einigen tragischen Zwischenfällen, die mir kurz den Herzschlag verlangsamten. Wer die Bücher des Autors bereits kennt weiß, dass er auch ein großer Kunst- und Musikliebhaber ist und immer wieder kulturelle Begebenheiter der Mozartstadt einfließen lässt, seien es Opern, Theaterstücke oder geschichtliche Begebenheiten. Nicht umsonst war der Autor Redakteur und Abteilungsleiter beim ORF (Österreichischen Rundfunk).

    Charaktere:
    Die einzelnen Charaktere sind sehr vielschichtig und gut ausgearbeitet. Besonders entzückend fand ich Roberta Hiriondelle, die französische Kamerafrau, und ihre süßen Versprecher =) Auch Carola Salman, die Chefinspektorin und Meranas Stütze, konnte wieder punkten. Sie steht wie ein Fels in der Brandung hinter dem Kommissar und hat selbst genug um die Ohren. Auch die anderen Ermittler und die Mitglieder der Filmcrew werden mehr oder weniger gut beschrieben.  

    Schreibstil:
    Der Schreibstil des Autoren ist angenehm flüssig, aber detailverliebt. Die Kapitel sind in Tage untergeordnet. Vor jedem Kapitelanfang erfährt man, um welchen Tag es sich handelt (z. Bsp. 1. Tag), darunter in Klammer eine klassische Tempobezeichnung (Musik). Diese steht in Verbindung zu den Ermittlungen. Außerdem hat der Autor seinen Lesern (in kursiver Schrift im Prolog und vor manchen Kapiteln) ein  kleines "Rästel" hinterlassen, das erst am Ende des Romans einen Sinn macht. 

    Die Sätze lesen sich manchmal etwas poetisch und man merkt, dass er sich neben seinem Krimiautorenleben in der Kunstgeschichte und der Musikszene gut auskennt. Manchmal erinnerte er mich auch an meinen Bruder, der Lehrer für Deutsch, Musik und Geschichte ist ;) Das soll aber niemand abschrecken, denn denn die Handlung ist spannend und nicht vorhersehbar!

    Fazit:
    "Mozartkugelkomplott" ist mein bisheriger Favorit aus der Kommissar Merana Reihe. Der Krimi bringt dem Leser die Mozartstadt näher, überrascht mit unerwarteten Wendungen, einem steigenden Spannungsbogen und einem stimmigen Ende.
  4. Cover des Buches Salzburgsünde (ISBN: 9783839200759)
    Manfred Baumann

    Salzburgsünde

     (6)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo

    Als Kommissar Merana von dem Fund eines 65 Jahre alten Totenschädels erfährt, ahnt er nicht, dass die Aufklärung der Todesursache, für ihn wenig später zu einem der emotionalsten Fälle seiner Laufbahn wird. Als eine ehemalige Politikerin, die er zu den damaligen Vorfällen befragt hat, unter merkwürdigen Umständen ermordet wird, wird sein Jagdinstinkt geweckt. Obwohl er keine handfesten Beweise hat, ist er sich sicher, dass es einen Zusammenhang zwischen den Fällen geben muss. Sein Verdacht verstärkt sich erheblich, als man von ganz oben versucht ihn auszubremsen. Aber er lässt sich nicht beirren. Hartnäckig wie er ist, gelingt es ihm dem verdächtigen Personenkreis so lange zuzusetzen, bis sich das schlechte Gewissen regt und ihm ein überraschendes Geständnis beschert.

    Fazit
    Jede Menge Salzburgflair und ein packender Kriminalfall, sind Garant für spannende Lesestunden, von der ersten bis zur letzten Seite.

  5. Cover des Buches Marionettenverschwörung (ISBN: 9783839224588)
    Manfred Baumann

    Marionettenverschwörung

     (6)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo

    Durch den Mord an einer jungen Frau, wird Kommissar Merana mit der für ihn bisher unbekannten Welt der Puppenspieler konfrontiert. So fällt es ihm anfangs auch schwer, sich bei seinen Ermittlungen sich nicht von der besonderen Atmosphäre des Marionettentheaters ablenken zu lassen. Doch das ändert sich schnell, als er feststellt, dass er mit seinem Vorgehen unbewusst auf politisch vermintes Feld geraten ist. Von einer bösen Vorahnung gepackt, beginnt er seine Fühler in die entsprechenden Richtungen auszustrecken. Die Ergebnisse sind erschreckend und zwingen Merana dazu nicht nur umzudenken, sondern auch sich selbst zu hinterfragen.

    Fazit
    Ein vielschichtiger Regionalkrimi, der das mittlerweile ziemlich abgenutzte Genre auf ein neues Niveau hebt.

  6. Cover des Buches Jedermannfluch (ISBN: 9783839227220)
    Manfred Baumann

    Jedermannfluch

     (7)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Jedermann - ja, das ist Salzburg! Und dieses Buch ist ja auch gleich ein Salzburgstadtführer - immer wieder wurden schöne Plätze beschrieben auch berühmte Statuen, gemütliche Cafes...Von meinen 2 Ferialpaxisaufenthalten und vielen Besuchen in der Kindheit kenne ich Salzburg sehr gut, nur weiß ich die einzelnen Straßennamen, Stiegen nicht mehr. Im Buch wurden diese geographischen Bezeichnungen mühsam erklärt - eine Karte im Umschlag hätte dem Autor viele Beschreibungen erspart.

    Eine Leiche von einer Schauspielerin der diesjährigen Jedermannaufführung wird gefunden - ein perkter Mord? Nicht so ganz, wie dem Mörder zum Schluss des Romanes klar wird!

    Leider hat mir der Stil nicht sehr gefallen - auf einer halben Seite zählte ich fünf mal das Wort "auch". Viele Satzanfänge mit "doch". Ich lese gleichzeitig "die Brüder Karamasov" von Dostojewskij und " Der Report der Magd" von Mararet Atwood. Diese beiden Autoren können mit den Worten umgehen - viele Sätze, Abschnitte sind ein Genuss zu lesen und nachwirken zu lassen. Andererseits kann man diesen Krimi rasch am Abend lesen, ohne viel nachdenken zu müssen, die Salzburgstimmung mit den vielen Touristen wirken lassen und dem grausamen Spiel im Roman verfolgen.

  7. Cover des Buches Wasserspiele (ISBN: 9783839212004)
    Manfred Baumann

    Wasserspiele

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Haekelschwein
    Ich fand diesen Band sowie auch schon den "Jedermanntod" sehr unterhaltsam und habe ihn auf jeden Fall mit Gewinn lesen können. Ich bin selbst oft in Salzburg und gerade der Wiedererkennungseffekt ist es, was den Reiz und Hauptspaß von Regionalkrimis ausmacht. Und der war auf jeden Fall vorhanden.

    Allerdings hatte ich das Gefühl, dass man z. B. über die Wasserspiele und das Schloss Hellbrunn nicht mehr erfährt, als bei einer Führung durch dieselben, oder bei der Lektüre, des Büchleins, das der interessierte Tourist im dortigen Souvenirshop erwerben darf (was ich weiß, da ich eben dieses vor geraumer Zeit ebenfalls sorgfältig studiert habe). Da fehlte es mir etwas an Tiefgang, ich hätte mir eher Details gewünscht, die ein vor Ort Ansäßiger vielleicht kennt und der interessiere Tourist vielleicht nicht. Also ein paar "Insiderstories" zusätzlich zum Reiseführerwissen. Und die gibt es über jeden Ort: die Infos die man überall bekommt, oder eben die kleinen Kuriositäten und pikanten Details, nach denen man etwas graben muss. Und damit meine ich nicht die ausführlichen Besprechungen von existierenden und fiktiven Cafés und Gastwirtschafen in Salzburg und Umgebung (auch wenn ich das eine oder andere Lokal durchaus einmal aufsuchen werde ;-)

    Die Hauptsache, die Krimihandlung fand ich gut erdacht und glaubwürdig - und doch etwas dünn. Will heißen: ich wusste nach der Hälfte schon bestimmt wer der Mörder ist (m/w - will ja nicht spoilern) und ich bin normalerweise nicht so schnell beim Krimiauflösen. Also vielleicht hat man hier den Leser etwas unterschätzt. Etwas mehr Rafinesse hätte nicht geschadet. Und ich mag es auch nicht, wenn jedes verwendete Sprichwort und jede Redewendung im Text erklärt wird. Wenn ich es nicht weiß dann mach ich mich schlau, und manchmal ist es für den Lesefluss absolut unerheblich. Wenn im Text von einem Orakel die Rede ist, erwarte ich nicht, dass im nächsten Absatz lang und breit erklärt wird was es mit dem Orakel von Delphi auf sich hat, zumal, wie schon gesagt, für den Lesegenuss einfach nicht wichtig.

    Mein Fazit: Weniger Touristen- und Lokalführer, mehr Krimi! Bitte! Ansonsten sehr erfreulich. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände.
  8. Cover des Buches Hurenkinder (ISBN: 9783750468498)
    Lilly Frost

    Hurenkinder

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Zwillingsmama2015

    Lilly Frosts Krimi/Thriller "Hurenkinder" ist als erstes schon mal kein buch für Menschen mit schwachen Nerven, weil es um Kinder geht, weil es menschliche Abgründe geht und wirklich ziemlich konsequent ein Spannungsbogen gehalten wird. 

    Die Charaktere sind sehr interessant, es gibt immer wieder überraschende Wendungen und nichts ist so, wie es zu sein scheint.

    Auch der Schreibstil ist wirklich gut und lässt isch gut lesen. Zudem finde ich es immer spannend, wenn es um Geheimnisse und die eigene Vergangenheit geht, wie es hier bei Elli ja der Fall ist - sie wacht in einer sehr ungünstigen Situation auf, haut ab und dann scheinen sich die Ereignisse fast schon zu verselbstständigen...

    Ein spannendes und gutes Buch!

  9. Cover des Buches Glühwein, Mord und Gloria (ISBN: 9783839219508)
    Manfred Baumann

    Glühwein, Mord und Gloria

     (6)
    Aktuelle Rezension von: lesefreude_book

    In fünf ganz unterschiedlichen, kriminellen Weihnachtsgeschichten lässt Manfred Baumann Kommissar Merana und sein Team ermitteln. Vom verschwundenen Laienschauspieler Johnny Lametta, über einen toten Nikolaus mitten im Sexshop, gierigen Adventmarkt Budenbesitzer und dem Dreikönigsmord.

    Meine Lieblingsgeschichte ist jedoch „Frautragen“. Bei diesem uralten, christlichen Brauch ist dieses Jahr auch einer der Flüchtlinge mit der dabei, den die Gemeinde aufgenommen hat. Immer wieder holen Rami jedoch seine Erinnerungen aus der schrecklichen Kriegszeit ein. Der schmerzliche Verlust der Freunde, die vielen Toten und die Erinnerungen an eine beinahe tödliche Flucht. Mit „Frautragen“ ist Manfred Baumann ein Meisterwerk gelungen. Das brennheiße Thema des Syrienkriegs und der Flüchtlinge in eine Weihnachtsgeschichte mit derartigem Tiefgang zu verpacken ist mutig! Ich hoffe, dass diese Geschichte eine weite Verbreitung findet!

    Merana Krimis:

    Die Krimis rund um den Kommissar Merana umfassen mittlerweile bereits fünf Fälle. Für mich war „Glühwein, Mord und Gloria“ das erste Buch von Manfred Baumann. Da hier die Fälle im Mittelpunkt stehen ist es nicht notwendig den Kommissar und die privaten Details zu ihm zu kennen. In einem der Fälle ist der Kommissar sogar im Urlaub und seine Kollegen Otmar Braunberger und Carola Salmann übernehmen die Ermittlungen. Für eingefleischte Merana-Fans ist es das Ermittlungsteam bestimmt dennoch ein Pluspunkt.

    Der Schreibstil:

    Manfred Baumann nimmt den Leser sofort in seinen Bann. Die idyllischen Beschreibungen der verschneiten Landschaft und die fallenden Schneeflocken auf die wartenden Mützen, versetzten den Leser rasch in Winter-Weihnachtsstimmung. Selbst das weihnachtliche Dramolett in drei Akten überzeugt. Locker und leicht führt Baumann durch die Geschichte und macht Lust auf mehr seiner Bücher.

    Fazit:

    Kriminelle Weihnachten ist die perfekte Mischung für mich. Verschneite Landschaften, Tradition und Bräuche gemischt mit ein bisschen Mord und Totschlag – eine wunderbare Einstimmung auf das nahende Fest. Mit fünf abwechslungsreichen, grandiosen Geschichten ist „Glühwein, Mord und Gloria“ mein persönlich Geheimtipp für die Weihnachtszeit. Gerade für die Geschichte „Frautragen“ hoffe ich, dass sie noch für viel Aufsehen sorgen wird.

  10. Cover des Buches Salzburger Totentanz (ISBN: 9783897057968)
    Ines Eberl

    Salzburger Totentanz

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Die Mozart-Stadt mit ihren Reichen und Schönen ist wieder einmal Schauplatz eines Verbrechens. 

    Hans Bosch, Kunstgeschichtler und rechte Hand des Professors für Kunstgeschichte Arnulf Salchenegger, kann es nicht glauben: Sein Chef stirbt an einer Pilzvergiftung. Ausgerechnet er, der Autor eines Pilze-Ratgebers, hätte ein giftiges Schwammerl übersehen? Kaum vorstellbar für Bosch. Vor allem, Salchenegger ist der zweite Tote innerhalb weniger Tage, der einen Bezug zur Kunstszene in Salzburg hat. Zuvor ist schon Matteo Tappeiner, ein bekannter Galerist, durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen.  

    Als Hans Bosch den Schreibtisch seines Chefs ordnet, fällt ihm ein Erpresserbrief in die Hände, der ein Gutachten von Salchegger anzweifelt. Ist die Pilzvergiftung doch vorsätzlich herbeigeführt worden? Und welche Rolle spielt Michaela, die Tochter Salcheneggers, die sich an Kunst und der Arbeit ihres Vaters völlig desinteressiert zeigt? 

    Gemeinsam mit Journalistin Katharina Morstein, die man wenig sympathisch „Society-Hyäne“ nennt, beginnt Hans Bosch sich umzuhören. Bei einer sogenannten „Home-Story“ im Anwesen des Kunstmäzens Heinrich Wüsthofen, entdeckt er neben einem echten William Turner eine augenscheinlich gefälschte Madonna. Diese hat Wüstenhofen von Tappeiner mit einem Gutachten von Salchenegger gekauft. Könnte also an dem Vorwurf des falschen Gutachtens etwas dran sein?   

    Meine Meinung: 

    Mir hat dieser Krimi recht gut gefallen. Vielleicht auch deswegen, weil er ohne professionelle Ermittler auskommt und sehr ruhig daherkommt. Soll aber nicht heißen, dass er keine Spannung enthält. Sie ist nur subtil verpackt.   

    Man kann hier viel über die diversen Machenschaften in der Kunst- und Künstlerszene lesen. Klingt ziemlich plausibel. Hans Bosch ist eine empfindsame Künstlerseele, die mehrfach verletzt worden ist. So hat ihn sein ehemaliger Studienkollege Franz Schwarzenberger mit seiner exhibitionistischen Art schon vor längerer Zeit ausgestochen. Während der Franz viele Erfolge feiert und seine Bilder in internationalen Museen hängen, malt Bosch „nur“ mehr in der stillen Kammer für sich.  

    Man kann förmlich Boschs Gedanken Karussell fahren hören. Der geschätzte Professor ein Betrüger? Und wer hat die Fälschungen hergestellt? Die Spur führt die Journalistin nach Oberammergau, dem Mekka der Schnitzkunst. Und warum ist in Salcheneggers Haus eingebrochen, aber nichts gestohlen worden? 

    Als Hans Bosch endlich erkennt, wer hinter allem steckt, ist es beinahe zu spät. 

    Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was auch ihren Reiz ausmacht.  

    Fazit: 

    Ein ruhiger Krimi für den Urlaub, egal ob im Sommer in Salzburg oder im Winter am Arlberg. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  11. Cover des Buches Zauberflötenrache (ISBN: 9783839213025)
    Manfred Baumann

    Zauberflötenrache

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kehrer

    Dramatischer Zwischenfall bei der Premiere von Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ bei den Salzburger Festspielen: Die russische Operndiva Anabella Todorova bricht mitten in der Arie der „Königin der Nacht“ tot auf der Bühne zusammen. Sie wurde vergiftet.
    Kommissar Martin Merana beginnt im Umfeld der Festspiele zu ermitteln und stößt auf einen Skandal um gefälschte Musikinstrumente und Protestaktionen von Tierschützern. Doch was hat das mit dem Tod der Sängerin zu tun?


    Der dritte Fall um Kommissar Martin Merana zeichnet sich durch viel Lokalkolorit aus. Der Autor ist selbst Salzburger und kennt die Festspielstadt. Den Mordfall nimmt er zum Anlass, sich genauer mit dem Inhalt der berühmtesten Mozart-Oper auseinanderzusetzen, denn es drängen sich immer wieder Parallelen zu den Verbrechen auf. Allerdings geraten diesen Passagen manchmal ziemlich ausschweifend.
    Dazu gibt es interessante Informationen über das Musikgeschäft, auch über kriminelle Machenschaften. 
    Dazwischen gibt es Facebook-Postings einer gewissen Flora Stullermann – oder Stullerbaum? Hier war sich der Autor anscheinend selbst nicht sicher. Ein eher nerviges Mädchen, Gewinnerin eines Wettbewerbes, das auf Tuchfühlung mit Opernstars gehen darf und deren Sprache gewöhnungsbedürftig ist. 
    Martin Meranas private Verwicklungen nehmen ebenfalls einigen Raum ein und haben mich weniger interessiert. 
    Der Schreibstil wirkt manchmal ein wenig naiv, andererseits aber wieder sehr akribisch und besonders die Beschreibungen der Stadt Salzburg lesen sich sehr schön. 


    Fazit: Netter Krimi aus der Mozartstadt.

  12. Cover des Buches Zweitbesetzung (ISBN: 9783752672275)
    Sonja Hauer

    Zweitbesetzung

     (7)
    Aktuelle Rezension von: HerryGrill

    "Zweitbesetzung" ist der zweite veröffentlichte Krimi der Autorin Sonja Hauer, er spielt in Salzburg und ist voller überraschender Wendungen.

    Die Journalistin Mia Wolf wartet im Hotelzimmer auf ihren Geliebten und ist kurze Zeit später tot. Tatverdächtig ist ihr Liebhaber Ben Thiel, ein Opernsänger. Mias Freund, der Anwalt Sebastian Steinbach, fällt aus allen Wolken, denn er wusste nichts von seinem Nebenbuhler und beginnt zu recherchieren, schon bald ist er von Ben’s Unschuld überzeugt.

    Die Spannungskurve steigt ständig an und endet in einem furiosen Finale, das keine Fragen mehr offen lässt. Der Krimi ist fesselnd und ein echter Pageturner.

  13. Cover des Buches Kuckucksküken (ISBN: 9783954511464)
    Georg Gracher

    Kuckucksküken

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Ausgangslage: 
    Drei Männer und drei Frauen steigen in einen Heißluftballon des „Balloonig Escorts“ um einen Action reichen Tag im schönen Gasteiner Tal zu verbringen.
    Bei der Zwischenlandung auf einem Berggipfel wirken die drei Frauen benommen und zwei Männer fehlen. Lars Viebich und der nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt und als großes Ekel bekannte Hotelier Alarich Rexeisen. Rexeisen ist aus großer Höhe aus dem Ballon geworfen worden. Auf dem Parkplatz der Talstation Schlossalmbahn ist er unsanft aufgeschlagen.

    Niemand, die Witwe eingeschlossen, weint dem sexbesessenen, machthungrigen Rexeisen auch nur eine Träne nach.
    Ein kniffliger Fall für das legendäre „Sixpack“ rund um Major Oskar Jacobi des Landesgendarmeriekommandos Salzburg.
    Als Täter oder Täterin kommen ja nur die Teilnehmer dieser Ballonfahrt in Frage, oder? Ist der Abgängige wirklich der Täter?

    Ein bisschen erinnert mich dieser Krimi an Agatha Christies „Mord im Orientexpress“. Mörder und Opfer sind auf kleinstem Raum zusammen. Das Opfer ist klar, der Täter muss erst (mühsam) ermittelt werden.

    Die Metapher „Kuckucksküken“ gefällt mir auch sehr gut. Das, in ein fremdes Nest gelegte Ei des Kuckucks, wirft nach dem Schlüpfen die anderen Vogeljungen aus dem Nest um möglichst ungeteilte Aufmerksamkeit der „Pflegeeltern“ zu erhalten.

    Eine Bemerkung an das Lektorat/Verlag:
    Es wird hier mehrmals vom „Rautengriff“ geschrieben. Hat nichts mit Angela Merkels „Raute“ zu tun. Die korrekte Bezeichnung ist „Rautek-(Rettungs)Griff“. Dieser spezielle Bergegriff ist nach dem österr. Jiu-Jitsu-Meister Franz Rautek (1902-1989) benannt.
    Auch beim DRK so genannt und beschrieben (www.drk.de) „Rettungsgriff um einen Betroffenen aus akuter Notlage zu bringen.“ . 
  14. Cover des Buches Drachenjungfrau (ISBN: 9783839219416)
    Manfred Baumann

    Drachenjungfrau

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Inhalt:

    Kommissar Martin Merana wird nach Krimml, in seine alte Heimat, gerufen.
    Es gilt den Mord an Lena Striegler, der Dorfschönheit, zu klären.
    Kein leichtes Unterfangen für Merana, verbindet ihn doch die eine oder andere Geschichte mit den Dorfbewohnern, die wenig hilfreich für seine Ermittlungen sind.
    Der umtriebige Bürgermeister Erlinger z.B. ist mit Merana in die Schule gegangen, die Mutter der Toten Alma Thaler war einst seine Freundin.
    Diesmal erhält er  mit der toughen Gruppeninspektorin Ulla Heilmayer eine kompetente Partnerin zur Seite gestellt. Gemeinsam versuchen sie unter all den Intrigen und Mythen im Dorf auf die Spur des Täters zu kommen.

    Erzählstil/Spannung:

    Wie wir es vom Autor Manfred Baumann gewöhnt sind, fließen allerlei dörfliche Eigenheiten in seinen Krimi ein. Der Autor versteht sein Handwerk.

    Ein schöner roter Faden ist diesmal die Sage von der „Drachenjungfrau“. Jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus der Sage.

    Ein bisschen macht sich Baumann über Veranstaltungen à la „Supermodel“ lustig. Doch der umtriebige Bürgermeister braucht Werbung für sein Dorf, koste es was es wolle.

    Die Spannung hält bis zum Showdown im Finale:

    Fazit:

    Wieder ein gut gelungener Krimi, der sich durch penible Ermittlungsarbeit, Meranas Bauchgefühl, gewürzt mit Sagen und Mythen aus dem Salzburger Land, aus den vielen Regionalkrimis hervorhebt.


  15. Cover des Buches Perchtenjagd (ISBN: 9783710402333)
    Maja Brandstetter

    Perchtenjagd

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    „Perchtenjagd“ ist der Auftakt zu einer Reihe rund um den Gerichtspsychologen Meiberger, der der Polizei mit Rat und Tat zu Hilfe eilt. 

    Es ist Vorweihnachtszeit, als für eine Mutter auf dem Adventmarkt in St. Wolfgang der absolute Albtraum beginnt: ihre 5-jährige Tochter Marie verschwindet während des Perchtenlaufes spurlos. Wenig später wird ein Toter gefunden, der das Lieblingskuscheltier von Marie bei sich hat. Doch dieser Tote wird nicht der Letzte sein. Es scheint, als ob der Täter für sein Krippenspiel „Personal“ sucht. Maria, Josef, die Heiligen Drei Könige und das Jesuskind für die Krippe. Kann die kleine Marie dafür bestimmt sein? Hat sich der Täter vertan?  

    Meiberger hat selbst das Trauma eines verschwundenen Sohnes und versucht deshalb umso eifriger, den Täter zu finden. Dabei entdeckt er Hinweise, die der eher bedächtige Kripochef Nepomuk Wallner und dessen schaumrollensüchtiger Mitarbeiter Ganslinger übersehen haben. 

    Meine Meinung: 

    Ein raffinierter, fesselnder Krimi, der, wie immer, wenn kleine Kinder in den Fängen von Verbrechern sind, einem die Gänsehaut auflaufen lässt.  

    Der Christkindlmarkt und der Perchtenlauf sind nur die Umrahmung für mehrere Morde, die sowohl Meiberger als Leser in Atem halten. Es ist sehr interessant zu lesen, wie Vertrautes und Bekanntes die eigene Wahrnehmung beeinflussen kann. Auch die Wege, wie Meiberger zu seinen Schlussfolgerungen kommt, lassen tief in die menschliche Seele und in deren Abgründe blicken. 

    Nicht ausgespart werden die persönlichen Tragödien von Meiberger. Der verschwundene Sohn Patrik, die Ex-Frau Karo und sein ambivalentes Verhältnis zu Nepo.  

    Der Schreibstil mit seinen lokalen Bezügen und der Beschreibung der Menschen gefällt mir sehr gut.  

    Die Charaktere sind gut gelungen und der Leser tappt ähnlich wie die Polizei lange im Dunkeln. Es gibt zwar die eine oder andere vage Andeutung, wer der Täter sein könnte, aber es dauert eine geraume Weile bis alle Puzzleteilchen an die richtige Stelle fallen. 

    Einen Stern Abzug gibt es, weil es mir ein wenig unrealistisch erscheint, dass nur ein so kleines Team sich mit einer solchen Verbrechensserie beschäftigt. Hier würde in Wirklichkeit wohl eine Soko agieren. 

    Trotzdem warte ich mit Spannung auf den nächsten Fall für Meiberger. Die Vorschau deutet an, dass das Rätsel um das Verschwinden seines Sohnes gelöst wird. 

    Fazit: 

    Ein eher ungewöhnlicher Regionalkrimi, der offenbart, dass das Autorenduo Drehbücher für die TV-Reihe „Meiberger - im Kopf des Täters“ (die ich im Übrigen noch nie gesehen habe) verfasst. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  16. Cover des Buches Kiebitzjagd (ISBN: 9783954519712)
    Georg Gracher

    Kiebitzjagd

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Während der Wanderung anlässlich einer spirituellen Woche wird eine Teilnehmerin tot aufgefunden. Doch dies wird nicht die einzige Leiche bleiben. Ist da ein Serienkiller am Werk? Was haben die Toten gemeinsam?
    Eine schwierige Aufgabe für Oberst Jacobi und sein Team. Sie stechen in ein Wespennest aus unterschiedlichen Geheimdienstaktivitäten. Werden sie die Drahtzieher ausfindig und unschädlich machen?

    Dieser Krimi hebt sich ein wenig von seinen Vorgängern ab. Diesmal stehen die kriminellen Verwicklungen eindeutig im Vordergrund. Ich finde den Kriminalfall total spannend. Trotzdem haben mir das Lokalkolorit, die Leichtigkeit und der Salzburger Humor ein wenig gefehlt.
  17. Cover des Buches Mord im Dos Santos (ISBN: 9783990741115)
    Marie Anders

    Mord im Dos Santos

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Mercedes Dos Santos, die aus Portugal stammende, ehrgeizige Eigentümerin der gleichnamigen Tapas-Bar in Salzburg wird von ihrem Verlobten, dem Psychologen Rupert Wagner, im Hinterhof des Lokals ermordet aufgefunden. Ein komplexer Fall für Quentin Neuner und seine Kollegin Charlotte „Charlie“ Renner, denn recht schnell geraten die Familie der Toten durch ihr ungestümes Verhalten und der fanatischen Suche nach der Lebensversicherung in den Fokus der Ermittler. Als dann noch feststeht, dass Mercedes, bevor sie erschlagen worden, mit heißem Öl und einer Bratpfanne gefoltert wurde, deutet einiges auf Mercedes‘ Bruder hin, der mit seiner Bande bei den Geschäftsleuten in Salzburg Schutzgelder erpresst.

     

    Doch dann wird Rupert Wagners Bruder Richard beim Wildkarwasserfall in Seeham tot aufgefunden. Er war mit Lina, dem Hund seines Bruders unterwegs. Recht schnell ist klar, dass Richard ermordet wurde. Hängt dieses Verbrechen mit dem Mord an Mercedes zusammen? Denn das einzig Gemeinsame ist Rupert. 

    Meine Meinung:

     Das sympathische Ermittlerduo Quentin und Charlie wird wie immer durch Staatsanwalt Lukas Steiner und die Gerichtsmedizinerin Katharina von Wied verstärkt. Das Quartett arbeitet seit dem ersten Fall (Tödliche Pralinen) gut zusammen. Dass sich dabei auch persönliche Beziehungen entwickeln, ist gut und unterschwellig in die Handlung eingebaut. 

    Wir treffen natürlich auch wieder auf den schmierigen Lokalreporter, der leider Quentins Ex-Schwager ist. Der auf seine Karriere bedachte Polizeichef erhält Verstärkung durch eine neue, ziemlich unsympathische Oberstaatsanwältin und ihre Sekretärin, die an Quentin und Charlie kein gutes Haar lassen. Das verspricht Spannung für die nächsten Krimis.  

    Was diesem Krimi den fünften Stern kostet, ist die etwas überfrachtete (Neben)Handlung. Auf die schräge Patientin von Rupert Wagner, hätte ich gut und gerne verzichten können, und dafür den Handlungsstrang der Schutzgelderpresser ein wenig stärker in den Mittelpunkt gestellt bekommen. 

    Die Charaktere sind wieder sehr gut herausgearbeitet. Ich kann mir das heißblütige Temperament der männlichen Familienmitglieder der Familie Dos Santos sehr gut vorstellen. Wie sie ihre Frauen behandeln, ist nur strikt abzulehnen.  Doch auch Mercedes‘ Schwägerin, die in der Familie als das faule Dummchen gilt, hat es faustdick hinter ihren Ohren. Auch Mercedes‘ (Stief)Mutter ist so ein richtiges Herzchen. Hier muss wieder einmal Heimito von Doderer zitiert werden „Wer sich in Familie begibt, kommt darin um“.   

    Fazit:

    Ein fesselnder Krimi, in dem sich das sympathische Ermittler-Quartett, weiter entwickeln darf. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  18. Cover des Buches Die finnische Socke (ISBN: 9783990740224)
    Marie Anders

    Die finnische Socke

     (14)
    Aktuelle Rezension von: blaustrumpfine
    Bei einem psychiatrischen Kongress zum Thema Burnout in Salzburg kommt es erst zu einem, dann zu einem weiteren Mord und schließlich taucht eine dritte Leiche auf. Auch wenn alle Opfer auf die exakt gleiche Weise ums Leben gekommen sind, eine antike Hutnadel im Herzen stecken haben und eine identische finnische Socke am Fuß tragen, sind reale Berührungspunkte zwischen ihnen nur schwer auszumachen. Das junge Salzburger Ermittlerteam ist ratlos, einerseits sind potentiell alle 80 Kongressteilnehmer verdächtig, andererseits fehlt es an einem übergreifenden Motiv, das alle drei Fälle verbindet.

    In einer leicht österreichisch gefärbten Sprache beschreibt Marie Anders die Ermittlungen, die von einem Mordfall zum nächsten in verschiedene Richtungen mäandern. Neben einem jungen, gemischten Polizistenteam kommen ein Staatsanwalt und eine Gerichtsmedizinerin vor, wobei es innerhalb des Teams mitunter zu romantischen Gefühlen kommt. Die Charaktere sind sympathisch, aber wenig unterscheidbar; etwas Farbe kommt allerdings durch einige schräge Typen innerhalb der ausländischen Kongressdelegationen ins Spiel.

    In einem reizvollen Setting zwischen dem charmant beschriebenen Salzburg, Wien und dem Mattsee tun sich immer neue Fragen auf, Journalisten setzen die Polizei unter Druck, doch der Täter oder die Täterin lässt sich nicht ausfindig machen. Leider gibt es keine überzeugenden Verdächtigen und bei der Lösung des Falls kommen am Ende noch allerlei neue Fakten ans Licht, so dass man selbst als Leserin die meiste Zeit im Dunkeln tappt und nicht wirklich miträtseln kann. Dennoch ein lesenswerter Krimi mit viel Atmosphäre und zahlreichen interessanten Details!

  19. Cover des Buches Jedermanntod (ISBN: 9783839227237)
    Manfred Baumann

    Jedermanntod

     (20)
    Aktuelle Rezension von: haberlei

    Ähnlich wie Donna Leons Kommissar Brunetti in Venedig entwickelt sich Kommissar Martin Merana zu einem Lieblingskommissar. Ich mag seine Art. Ich mag auch sein Team, das so harmonisch zusammen arbeitet. Die sich anbahnende Romanze zwischen Merana und der jungen Polizeibeamtin ist das Tüpfelchen auf dem i.

    Der Kriminalfall ist interessant und spannend, gewährt auch einen Blick in das Leben der Künstler, hinter der Bühne.

    Sympathisch dazwischen immer die Beschreibungen von Salzburg, städtebaulich sowie auch der Menschen.

  20. Cover des Buches Der Hofer und der letzte Schnee (ISBN: 9783954519897)
    Mathias Klammer

    Der Hofer und der letzte Schnee

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Andreas Hofer ist ein ehemaliger Polizist, der nun als Gastronom in der Stadt Salzburg Furore macht. Seine Wurzeln hat er aber in Bad Gastein, einer ehemaligen Hochburg des Tourismus, die seit längerem im Dornröschenschlaf liegt. Man bemüht sich um Wiederbelebung des Tourismus und daher ist es nur opportun, dass Hofer das Catering für eine Promi-Party übernimmt. Der Knalleffekt dieser Party ist nicht das köstliche Essen, sondern die Entführung des Miroslav Rauscher, eines in der Salzburger Schickeria gut vernetzten Promis. 

    Andi Hofer gerät unversehens in den Kriminalfall, wird in U-Haft genommen und versucht, aus der Zelle erstens seine Unschuld zu beweisen und zweiten das Verbrechen aufzuklären. Beides gestaltet sich nicht so einfach, denn der mit den Ermittlungen betraute Chefinspektor ist dem Hofer-Andi nicht wohl gesonnen. Damit beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn ein abgetrennter Finger wird der Polizei zugespielt. Ist der vom Rauscher? 

    An Hofers Seite stehen seine Freunde Bob und der ehemalige Kollege Franz Ferdinand Baum, die sich mit den drängendsten Fragen beschäftigen: Wer hat Rauscher entführt? Und warum? Und was hat Hofers Schwester Michaela mit all dem zu tun? 

    Meine Meinung: 

    Der Krimi ist eher in dunklen Farben gehalten. Die Geschwister Hofer, Baum und auch Bob ergehen sich häufig in Erinnerungen an alte Zeiten. Man erfährt von zahlreichen Sauftouren, Schicksalsschlägen und Traumata, die nach wie vor nicht aufgearbeitet sind. Diese Stimmung passt wunderbar in das Ambiente von Bad Gastein, das leicht morbide vor sich hin bröckelt. Ursprünglich als Sommerfrische und Kurbad für das vermögende Bürgertum ausgelegt, verfallen die ehemaligen Belle-Epoque-Nobelhotels zusehends, da man verpasst hat, sich den neuen Tourismusgepflogenheiten, nämlich dem Wintertourismus anzupassen. Die reich ausgestatteten Hotels waren nur unzureichend auf einen Winterbetrieb vorbereitet. Viel junge Menschen wandern ab - Bonjour Tristesse. Was bleibt, sind die Alten wie die Nonna und die Erinnerung an bessere (?) Zeiten. 

    Die Charaktere wie die Hofers, der Baum, die Nonna oder Bob und der Rauscher sind gut ausgearbeitet, haben jeweils eine interessante Vorgeschichte und ähneln in gewisser Weise den Hotels in Bad Gastein. Geschickt sind diese Viten in die Krimihandlung eingeflochten. 

    Fazit: 

    Ein interessanter Krimi, der noch ein klein wenig Luft nach oben hat. Die Fortsetzung „Die Tote von Salzburg“ liegt schon bereit. Gerne gebe ich 4 Sterne.

  21. Cover des Buches Totenkult (ISBN: 9783954510658)
    Ines Eberl

    Totenkult

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Die Tote aus Salzburg (ISBN: 9783740802943)
    Mathias Klammer

    Die Tote aus Salzburg

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In diesem zweiten Fall wird der Ex-Polizist und Wirt Andras Hofer abermals in ein Verbrechen verwickelt, das seinen Ursprung in der Vergangenheit hat. Während Hofer ein paar Tage an der Oberen Adria ausspannt, findet man eine Leiche in einer Strandhütte, die Hofer gut kennt. Wenig später gibt es eine zweite Tote in Salzburg. 

    Wie passen die beiden ermordeten Frauen zusammen? Und was hat der Hofer damit zu tun? Wer treibt sein perfides Spiel mit dem Ex-Polizisten?  

    Meine Meinung: 

    Die Fortsetzung hat mir nicht so gut gefallen. Zwar ist der Krimi temporeich und lädt die Leser zu einer Schnitzeljagd durch mehrere (Bundes)Länder ein, aber manchmal ist hier meiner Ansicht nach zu viel des Guten. Hier wäre ein wenig weniger, mehr gewesen. Ich bin keine Freundin von Verschwörungen, daher hat mich dieser Krimi nicht so angesprochen. 

    Die Charaktere - allen voran Hofer selbst, Baum, Michi, Bob und die Nonna - sind wieder skurril dargestellt. Eine zusätzliche Facette erhält der Krimi durch das Auftauchen von Hofer Schwester Michi. 

    An manchem Stellen muss man über die schrulligen Typen und ihre Dialoge herzlich lachen. 

    Fazit: 

    Hat mich nicht ganz so überzeugt wie der erste Fall, daher nur 3 Sterne.

     

  23. Cover des Buches Hahnbalz (ISBN: 9783897056671)
    Georg Gracher

    Hahnbalz

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Hahnbalz/Georg Gracher

    Was als feucht-fröhlicher Lobbyisten-Jagdausflug für vier Paare geplant war, wird zum Desaster. Fritz Teuffel, Drahtzieher so mancher dunkler Geschäfte und machtbesessener Firmenchef, wird hinterrücks erschossen.
    Major Oskar Jacobi vom Landesgendarmiekommando Salzburg muss den Mord aufklären. Die Tatsache, dass alle Personen sexuelle und/oder geschäftliche Verflechtungen miteinander haben, lässt die Aufgabe besonders reizvoll erscheinen.
    Jede der sieben überlebenden Personen hätte mindestens einen Grund Fritz Teuffel zu ermorden. Nur, wer war es?

    Dies ist der erste Fall für Oskar Jacobi und sein Team. Ich habe die Reihe „von hinten aufgerollt“ und bin deshalb zum Schluss gekommen, dass dieser Krimi nicht ganz der spritzigste ist.
    Gut gelungen ist allerdings die Darstellung der Ermittlungsarbeit. Der Alltag der Kriminalisten ist selten so rasant, wie es uns manche TV-Serien (von „Miami-Vice“ über div. „Tatorte“ bis „CSI“) einreden wollen. Fade, langwierige Kleinarbeit, das ist eher die Realität.

    Schmunzeln muss ich über die spitzen Bemerkungen, wenn es um das Kompetenzgerangel der verschiedenen Behörden geht. Jede, von der Gendarmerie bis zum Staatschutz und Geheimdienst, kocht ihr eigenes Süppchen. Zusammenarbeit wird nicht ganz so groß geschrieben.

    Wer die nachfolgenden Krimis liest, wird erkennen, dass Georg Grachers Bücher an Spannung gewinnen.

  24. Cover des Buches Tod im grünen Klee (ISBN: 9783990740668)
    Marie Anders

    Tod im grünen Klee

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Der Großgrundbesitzer Lorenz Aigner wird tot am Salzachsee aufgefunden. Was zuerst als Unfall aussieht, wird nach eingehenden Ermittlungen als Mord eingestuft. Aigner war mit allen angesehenen Persönlichkeiten befreundet, wie z.B. dem Bürgermeister, dem Oberstaatsanwalt und traf sich mit ihnen zur Skatrunde. Doch als Kommissar Quentin Neuner sich etwas näher umhört wird bekannt, dass  Aigner auch sehr viele Feinde hatte, auch die Ehe lief bei ihm nicht gut, mit seinem Sohn hatte er Schwierigkeiten und auch seine Schwägerin spricht nicht gut über ihn. Dann geschieht ein weiterer Mord und sein Sohn Tim verschwindet spurlos? Quentin ermittelt in sämtlichen Richtungen, es kommen so einige Personen in Verdacht, werden sogar festgenommen aber müssen dann letztendlich wieder freigelassen werden, weil sich der Verdacht nicht erhärtet hat. Es ist ein unblutiger Krimi aber deswegen fehlt es nicht an Spannung. Man hat beim Lesen so einige Veedächtige im Visier. Ehe man sich aber festnageln kann, kommt schon wieder eine neue Person ins Spiel, die den Mord begangen haben könnte. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Es liest sich leicht und schnell, auch deswegen, weil sich der Spannungsbogen mit jedem neuen Kapitel erhöht. Die Sprache ist leicht verständlich. Was mir besonders gut gefällt ist die Tatsache, dass auch auf die persönlichen Probleme der Ermittler eingegangen wird und diese keine Supermänner(frauen) sind, sondern ganz normale Menschen mit Höhen und Tiefen. Bis zum Schluß ist wirklich nicht erkennbar, wer die Morde begangen hat. Als man dann die Lösung liest, ist man erstaunt und perplex zugleich. Dies ist der dritte Band um Kommissar Neuner und sein Team. Das grüne Cover mit dem vierblättrigen Kleeblatt läßt eigentlich nicht erahnen, dass es hier Böse zugeht.

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