Bücher mit dem Tag "salzburg"
97 Bücher
- Ursula Poznanski
Fünf
(1.263)Aktuelle Rezension von: Nadine21Eine Frau wird tot auf einer Kuhweide gefunden. Auf ihren Fußsohlen sind Koordinaten. Dort angekommen, finden die Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger die eingeschweißte Hand eines Menschen. Kurze Zeit später wird erneut eine Leiche gefunden. Wie hängen Menschen, die sich scheinbar nicht gekannt haben, zusammen? Und können die Ermittler den "Owner" stoppen ehe es weitere Tote gibt? Beatrice Kaspary gerät selbst in das Visier des Täters, woher kennt er ihre Vorgeschichte?
Der Auftakt der Reihe ist vielversprechend mit ein wenig Luft nach oben. Es war mir teilweise ein wenig zu viel abseits der Morde los. Die Ermittlerin hat auch als geschiedene Mutter einige Baustellen zu meistern. Doch das hat teilweise etwas von den Fällen abgelenkt. Lange habe ich auch gerätselt, wer der Täter sein kann und was sein Motiv ist. Die Komponente "Geocaching" mit all den geläufigen Abkürzungen und Erklärungen war für mich sehr gut eingebaut und macht direkt Lust es selbst noch einmal auszuprobieren.
Das Ende war für mich traurig und absolut schlüssig. Ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe (Blinde Vögel habe ich vor einiger Zeit schon einmal gelesen)
- Mareike Fallwickl
Dunkelgrün fast schwarz
(343)Aktuelle Rezension von: FloBorkeFallwickls Sprache ist bildhaft und sensorisch: Farben („dunkelgrün fast schwarz“ als Symbol für Verderben) durchziehen den Text, machen Moritz’ Wahrnehmung greifbar („Ihr Gelb ist zerschnitten, löchrige Fransen“). Die Figuren sind nuanciert – keiner durchgängig sympathisch, alle nachvollziehbar in Ängsten, Abhängigkeiten und Verrat. Temporeich, emotional wühlend, ohne Schönfärberei.
Manche Wechsel zwischen Zeitebenen bremsen anfangs; Raffaels „Böses“ bleibt rätselhaft, was fasziniert, aber auch frustriert. Dennoch: Ein Highlight über Freundschafts-Dunkel, Vergebung und Neuanfang – herausragend für Debüt-Standards.
- Ursula Poznanski
Blinde Vögel
(576)Aktuelle Rezension von: eumel8Bei diesem Buch ist man froh, wenn es endlich vorbei ist. Hauptfigur ist die Ermittlerin Beatrice Kaspary. Überfrau, geschieden, 2 Kinder, 24 Stunden im Dienst, 7 Tage die Woche. Es beginnt mit 2 Toten auf einem Campingplatz. Aber es sollten nicht die letzten gewesen sein. Die einzige Verbindung scheint eine Facebook-Gruppe zu sein, die sich mit Lyrik beschäftigt. Und so dreht sich das ganze Buch mehr oder weniger um Facebook, Fake-Identitäten und Datenschutz. Nebenbei ist noch bisschen Familie, der Ex-Mann hat immer Zeit, die Ehe ist zerbrochen, weil Tote immer Vorrang haben. Warum? Die Frage bleibt unbeantwortet.
Das grosse Finale beginnt 50 Seiten vorm Schluss mit einem Off des Täters. Aber das Ende zieht sich und die Autorin kennt kein Erbarmen. Brauch man erst ne Weile, um ein weiteres Buch aus der Serie zu lesen. Hab auch erst mit Band 2 angefangen.
- Ursula Poznanski
Stimmen
(461)Aktuelle Rezension von: FeatherIch muss zugeben, ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen, da ich angenommen habe, das wäre der erste Band. Aber nichtsdestotrotz ist mir das bis gerade weder aufgefallen, noch hat es mich beim Lesen gestört, da dieser Kriminalfall relativ eigenständig war.
Die Prämisse ist schonmal super spannend, wenn man sich dafür interessiert, was hinter verschlossenen Türen in Psychatrien geschieht. In Kombination mit einem Mord wurden meine Erwartungen nur angehoben – und sie wurden nicht enttäuscht.
Wie man das von Ursula Poznanski kennt, schreibt sie wahnsinnig packend und realistisch, immer mit dieser kleinen Prise Bedrohung im Hintergrund, was das Lesen immer zu einem Erlebnis macht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und auch der Spannungsbogen ist merklich zum Ende hin angestiegen.
Es gab eine schöne Verteilung von Ermittlungen und Privatleben, wodurch das Leseerlebnis nicht anstrengend wurde. Und vor allem die Liebesgeschichte von Bea und Florian fand ich sehr süß und authentisch geschrieben (auch wenn ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe).
Letztendlich würde ich sagen, dass dieses Buch sehr gut geeignet ist für alle Leser die einen Krimi mit Thriller-Elememten und viel Spannung mögen.
- Ursula Poznanski
Böses Licht
(132)Aktuelle Rezension von: twentytwoGroßes Drama am Wiener Burgtheater – Mord und Totschlag auf der Bühne, wie auch im richtigen Leben, versetzen das Ensemble, Fans und die ermittelnden Kommissare in höchste Alarmbereitschaft. Wer ist das nächste Opfer und wo liegt das Motiv? Kommissarin Fina Plank, noch jung im Team, von dienstlichen und privaten Kontroversen gleichermaßen geplagt, sieht in dem Fall ihre Chance sich zu beweisen. Entsprechend hoch ist ihr Engagement. Trotzdem ist es fast zu spät bis ihr schmerzhaft bewusst wird, dass sie es mit Schauspielern zu tun hat die ihre Rolle nicht nur auf der Bühne perfekt beherrschen.
Beflügelt durch den Szenenwechsel von Wien nach Salzburg, gelingt es ihr aber endlich genügend Selbstvertrauen aufzubauen um Fall souverän zu lösen – und damit die Weichen für ihre berufliche Zukunft neu zu stellen.FAZIT
Eine intrigenhafte Story, in der altbekannte Rollenkonflikte, versehen mit einem neuen Anstrich, auf die große Bühne geschickt werden. - Manfred Baumann
Jedermanntod
(24)Aktuelle Rezension von: SuEdelmannhttps://www.susanne-edelmann.de/2024/03/jedermanntod/
Kürzlich hatte ich endlich mal Zeit, ein etwas älteres Buch zu lesen, das schon seit Ewigkeiten auf meiner Lesewunschliste stand: Ich bin nämlich ein großer Fan der Salzburg-Krimis von Manfred Baumann, obwohl ich aus der Reihe bisher nur Band 5, „Mozartkugelkomplott“, und den jüngsten Band 11, „Mörderwalzer“, gelesen habe. Schon lange wollte ich die Reihe mal chronologisch von Anfang an lesen und nun habe ich zumindest den allerersten Band, „Jedermanntod“, geschafft.
Und es geht gleich dramatisch los: Es ist Festspielzeit in Salzburg, Aufführungen gibt es nicht nur im Festspielhaus selbst, sondern in verschiedenen Theatern der Stadt und vor allem wird auf der großen Freilichtbühne vor dem Dom der „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal aufgeführt. Lt. Wikipedia gibt es diese Aufführungen dort schon seit 1920, sie sind in der ganzen Welt bekannt, namhafte Schauspieler*innen stehen auf der Bühne und die Besucher kommen von weither.
Doch diesmal überschattet ein Mord die Festspiele: In der Nacht nach der Premiere wird der bekannte Schauspieler Hans Dieter Hackner, Darsteller des Tod, auf der verlassenen Bühne aufgefunden, erstochen mit der Nachbildung eines antiken Dolchs und ohne Schuhe. Kommissar Martin Merana und sein Team ermitteln, dabei lastet ein besonderer Druck auf ihnen, denn natürlich schlägt dieser Mord hohe Wellen in der Medienlandschaft, die Politprominenz erwartet schnelle Ergebnisse.
Und tatsächlich scheint der Schuldige schnell gefunden: ein Obdachloser, der Hackners verschwundene Schuhe trägt. Doch bei einem tragischen Unfall stirbt der Obdachlose ausgerechnet nach Hackners Beerdigung und kann nicht mehr befragt werden. Merana zweifelt ohnehin an der Schuld des alten und verwirrten Mannes, doch da die Ermittlungen nun offiziell abgeschlossen sind, müssen er und seine Mitarbeiter heimlich weitere Nachforschungen anstellen. Dabei begibt sich Merana in ein Milieu, das ihm bis dato vollkommen fremd war: in die Welt der Künstler, (Selbst-) Darsteller, „Adabeis“, alternder Stars und junger Nachwuchshoffnungen. Eine verschwundene Schauspielerin, ein Einbruch bei Hackners Ex-Frau, ein Künstleragent mit zwielichtigen Machenschaften und etliche andere Personen sorgen für eine Fülle von Verdächtigen. Und was genau geschah eigentlich bei der Premierenfeier und unmittelbar danach?
Genau wie Merana tappte ich lange Zeit im Dunkeln und hatte keine Ahnung, wer denn nun der/die tatsächliche Täter/in ist. Somit war der Kriminalfall für mich sehr spannend, zumal die entscheidenden Szenen sehr dramatisch geschildert werden und das Wetter auch noch eine unterstützende Rolle bei der Schaffung der Dramatik spielt (wie gesagt: Freiluftbühne!).
Spannend fand ich aber auch, beim Lesen ein wenig Einblick in den Festspielbetrieb der schönen Stadt an der Salzach zu bekommen, die ich so gerne besuche. Neben all dem Lokalkolorit fand ich es auch schön, Martin Merana und sein Team etwas näher kennenzulernen und ein wenig mehr über ihre Hintergründe und ihre Vergangenheit zu erfahren, zumal sich im Privatleben der Ermittler im Laufe der kommenden Bücher dieser Krimireihe noch einiges tut, so dass ich es sehr interessant fand, diese Geschichten nun sozusagen von Anfang an aufzudröseln.
Ich kann also auch diesen ersten Band der Krimireihe aus vollster Überzeugung empfehlen und hoffe nun, dass ich sehr bald Zeit haben werde, um mit Band 2, „Wasserspiele“, weiterzumachen. - Mareike Fallwickl
Das Licht ist hier viel heller
(140)Aktuelle Rezension von: Trishen77Ich muss zugeben, dass ich Mareike Fallwickls zweiten Roman mit einer gewissen Skepsis zu lesen begann. Zwar gefiel mir von Anfang an die Art, mit der sie ihren Plot aufzog, aber ich wurde nicht so recht warm mit den Passagen, die anfangs wie der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Story wirkten.
Aber zunächst kurz zum Aufbau: der Roman ist in drei Erzählstränge geteilt, die sich nach einem festen Prinzip abwechseln. Zum einen sind da die elf Kapitel, die von 10 auf 0 in den Überschriften heruntergezählt werden, geschildert aus der Sicht von Maximilian Wenger (oder einfach “der Wenger”, wie ihn alle nennen), einem ehemaligen Skandalautor und Krawallmacher, der sich nach der Trennung von seiner Frau in seinem neuen Leben nicht zurechtfindet und vor allem: nicht mehr schreiben kann.
Im zweiten Erzählstrang folgen wir der Geschichte von Zoey, Wengers Tochter, mit der er allerdings wenig Berührungspunkte hat. Sie steht kurz vor dem Schulabschluss und ihre Passionen sind die Fotografie und ihr ehemals bester Freund, zu dem sie nun in einem sehr unklaren Verhältnis steht. Sie fühlt sich aufgerieben zwischen ihrer Suche nach einer eigenen Idee für die Zukunft und den vielen, vielen Altlasten, allen voran der Versuch ihrer Mutter, sie zu einer Person zu machen, die sie nicht sein will. Die Überschriften ihrer Kapitel sind Hashtags.
Der dritte Erzählstrang ist jeweils zwischen den Kapiteln von Wenger und Zoey platziert (aber nicht zwischen denen von Zoey und Wenger). Er besteht aus Briefen, die an Wengers Adresse geliefert werden und an den alten Mieter seiner neuen Wohnung gerichtet sind. In ihnen erzählt eine Frau von einer großen Liebe und einem großen Schmerz und wie es dazu kam, dass sie erstere verlor und ihr letzterer zugefügt wurde.
Es ist dieser dritte Strang, mit dem ich am Anfang sehr zu kämpfen hatte. Nicht nur erschienen mir die Briefe bei aller Sprachgewalt wenig substantiell, es erschien mir auch nicht glaubwürdig, dass jemand so peu à peu seine Geschichte erzählt, anders gesagt: dieser ganze dritte Strang erschien mir auffällig konstruiert.
Ich habe diese Vorbehalte dann aber schnell hinter mir gelassen. Denn abseits dieser Briefe (und zum Teil auch in ihnen, was sich aber erst im Lichte der abgeschlossenen Lektüre fassen lässt) ist Fallwickl ein bestechender und beeindruckend realistischer Roman geglückt, in dem das Themenfeld um MeToo, sexuelle Gewalt und den ambivalenten Umgang mit beidem in vielen Facetten abgebildet wird.
Sehr schnell ist auch klar, dass die Briefe nicht Dreh- und Angelpunkt, sondern eher eine Art MacGuffin sind, also ein Katalysator, der die Handlung vorantreibt und an einem bestimmten Punkt der Story den entscheidenden Spin geben. Bis dahin ist etwas Geduld vonnöten, das Buch baut sein Setting langsam auf, dafür nachhaltig, wie man im späteren Verlauf merkt.
Letztlich ist “Das Licht ist hier viel heller” eine Geschichte des Übergangs. Es thematisiert, wie oben bereits angesprochen, sexuelle Übergriffe, aber lotet darüber hinaus auch sehr gut die Konzeption von Lebensentwürfen aus. Beide Protagonist*innen und auch einige andere Figuren befinden sich am Scheideweg und die Art, wie sie mit ihren jeweiligen Rückschlägen und Problemen umgehen, was sie motiviert, bildet sehr gut die gesellschaftlichen Tendenzen unserer Zeit ab.
Insofern ist der Roman beides: Eine Geschichte zweier (dreier) Menschen im Übergang und ein profunder Blick auf unsere Welt im Wandel (und Stillstand). Aber vor allem ist dieser Roman ein sehr lesenswertes Buch.
- Georg Haderer
Der bessere Mensch
(28)Aktuelle Rezension von: WildRoseKurzweilig und amüsant kommt dieser Kriminalroman des Autors Georg Haderer daher. Dabei besticht Haderer mit einem sympathischen, etwas vorschrobenen Protagonisten und konnte mein Herz als Wienerin schon allein durch die Stadt gewinnen, in welcher die Geschichte sich zuträgt.
Die Story an sich ist nicht schlecht, leider empfand ich die Auflösung als recht unausgegoren. - Mela Wagner
Restart - Die Begegnung (Leni und Paul, Band 1)
(378)Aktuelle Rezension von: ReadingMaddoxGirl3Auf der einen Seite hätte ich gerade so viel Redebedarf über dieses Buch, andererseits sitze ich hier und weiß nicht was ich sagen soll. Das Buch geht mehr als nur unter die Haut, es geht mitten ins Herz und noch viel tiefer. Die unterschiedlichen Gefühle, die Charaktere und die komplette Geschichte haben mich phasenweise wirklich zerstört. Jede einzelne Gefühlsregung der Protagonistin war sowas von verständlich, nachvollziehbar und spürbar für mich. Und das war leider oft sehr grausam. Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mir kurz die ersten Rezensionen angesehen und habe dabei eine richtig miese gesehen, die ich absolut nicht unterschreiben kann. Klar kommt es manchmal zu Wiederholungen der Gedanken, aber das musste so sein. Lena hatte in der Vergangenheit einige grausame Dinge erlebt und machen müssen, die sie zu der Person gemacht haben, die sie nun ist. Kalt, unnahbar und gefühlslos. Das alles aufzuarbeiten geht weder im realen Leben von heute auf morgen, noch würde es im Buch glaubhaft rüber kommen. Aber da war kein Funke von unnötigem Wiederholen, denn wenn Lena in ihr altes Verhaltensmuster gefallen ist, war genau diese Wiederholung absolut angebracht und notwendig. Ich weiß nicht, wie oft ich beim lesen geheult habe- es war auf jeden Fall sehr oft. Diese Geschichte hat mich wirklich schnell gepackt und leider auch oft in ihre Abgründe mitgerissen, mich aber andererseits auch wieder mit auf Wolke 7 mitgenommen, wenn auch nur kurzfristig. Gerne würde ich sagen, dass es einfach ein schönes Buch ist, aber schön ist einfach nicht das richtige Wort. Das Buch ist heftig, es nimmt einen mit in eine Achterbahn der Gefühle, es behandelt einige ernsten Themen, es berührt tiefer als zutiefst, und es wird sicher noch eine Zeit lang in mir nachklingen. Auch wenn ich jetzt direkt weiter lesen muss. - Ursula Poznanski
Schatten
(254)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneEine Entführung. Drei Morde. Ein Täter aus der Vergangenheit …
Ein Mann, grausam zugerichtet in seiner Wohnung. Eine Hebamme, ertränkt in einem Bach.
Zwei Fälle, die Beatrice Kaspary als Ermittlerin im Dezernat «Leib und Leben» der Polizei Salzburg lösen muss. Schnell erkennt Beatrice, dass die beiden Morde zusammenhängen – und dass sie etwas mit ihr selbst zu tun haben müssen. Denn sie kannte beide Toten. Sie konnte sie nicht leiden. Und sie weiß: Wenn sie nicht handelt, wird es weitere Opfer geben …
Nachdem ich den dritten Band dieser Reihe beendet habe, hatte ich gleich zum vierten und letzten Teil gegriffen. Ich wollte wissen, wie es sich entwickelt, wie es endet. Ich habe mit einem fulminanten Finale gerechnet, doch das, was ich bekommen habe, war noch schrecklicher und besser, als ich mir erhofft hatte!
Das ist der erste Band der Reihe, der in meinen Augen ein wirklicher Thriller ist. Ab der Hälfte des Buches geht es Schlag auf Schlag und ich habe förmlich gezittert, so sehr habe ich mit Beatrice mitgefiebert.
Der Schreibstil ist wieder gewohnt flüssig – allerdings gibt es hier ab der Hälfte der Geschichte einen gewaltigen Einschnitt. Und zwar wird das erste Mal aus der Sicht von Florin geschrieben. Die Gründe dafür könnt ihr euch vielleicht denken, vielleicht auch nicht. So oder so, ich werde dazu nichts weiter verraten. Auf jeden Fall war es eine Entwicklung, die mir kurzzeitig den Atem geraubt hat.
Wunderbar war auch, wie sehr die Vergangenheit von Beatrice mit der Gegenwart verwoben wurde. Seit dem ersten Band der Reihe wissen wir Lesende davon, kennen den Grund, warum sie zur Polizei gegangen ist – und jetzt holt sie das alles wieder ein. Wirklich genial umgesetzt!
Was ich ein wenig enttäuschend fand, war die Tatsache, dass ich ziemlich schnell wusste, wer hinter allem steckt. Das hat der Spannung jedoch für mich keinen Abbruch getan. Ich habe trotzdem an den Seiten gehangen und wollte einfach nur wissen: „Warum?!“
Das Finale der Reihe ist damit dann tatsächlich mein Highlight. Hier war alles vorhanden, was ich in den anderen Bänden vermisst habe und ich habe auch keine Kritikpunkte. Nun ja, vielleicht war das Ende etwas zu plötzlich und zu knapp, aber das hat mich nicht wirklich gestört. Es war ein fantastischer Abschluss für eine Reihe, die für mich mit jedem Band besser wurde.
- Carolin Schairer
In diesem Moment
(2)Aktuelle Rezension von: steffihohEin Buch ganz im Carolin Schairer Stil.
Zwei Frauen, die das "Schicksal" in einer Salzburger zusammenführt. In einer Art und Weise, die keine von Beiden so erwartet hätte.
Eine schöne Liebesgeschichte in Zeiten einer globalen Pandemie, die uns alle mehr oder weniger beschäftigt und belastet.
Das Thema Corona, Inzidenzen, Maßnahmen der Regierung,... werden von den Protagonistinnen kritisch beleuchtet und diskutiert. Doch glücklicherweise steht die Entwicklung dieser Liebe der beiden Frauen im Vordergrund und Corona begleitet uns Leser*innen nur nebensächlich.
Alles in Allem ein gelungener Liebesroman.
- Eva Baronsky
Herr Mozart wacht auf
(151)Aktuelle Rezension von: Kat.JaIch habe das Buch vor über 10 Jahren gelesen und mich dabei, bei allem Respekt vor dem Meister, sehr amüsiert.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Begeisterung Mozarts über CDs: Die Möglichkeit (vor allem seine) Musik jederzeit auch zuhause hören zu können, hat ihm sehr gefallen.
Was er wohl zu Streaming gesagt hätte?
Generell wird Mozart aber nicht als eine Art "Catweazle" dargestellt, sondern als musikalisches Genie, der immer - auch in alltäglichen Geräuschen - Musik zu hören scheint.
Er wird als ein lustiger und liebenswerter, oft sprunghafter und auch unzuverlässiger, machmal melancholischer Charakter beschrieben, der sich in dem ihm unbekannten Wien über so manches wundert.
Es gibt im 21. Jahrhundert Tickets für ein Mozart-Konzert?
Und man kann an fast jeder Ecke Mozart-Kugeln kaufen?
Für Musikliebhaber (Mozart trennt übrigens nicht nach E und U) eine wirkliche liebenswerte Geschichte. Ich sollte sie mal wieder lesen. - Ursula Poznanski
Stimmen
(77)Aktuelle Rezension von: Aenna612Genau wie die beiden ersten Bände fand ich die Story auch hier wieder fesselnd von Beginn bis zum Schluss. Die Charaktere gefallen mir von Buch zu Buch besser und der neue Fall ist abwechslungsreich und lässt hinsichtlich möglicher Täter in jede Richtung denken.
Kleiner Wermutstropfen: Hoffmann und Bechner nerven mich von Buch zu Buch mehr. Ja, klar muss es auch Antipathien geben. Aber muss man die beiden wirklich so extrem unsympathisch - und vor allem unvermögend - darstellen?
Großer Wermutstropfen (ACHTUNG, SPOILER): Bei Band 2 hat es mich am Ende schon genervt, dass Beatrice, die über den gesamten Erzählverlauf immer als klug, vorausschauend und ihren Kollegen in dieser Hinsicht vielfach überlegen dargestellt wird, WIEDER in eine Fälle gerät (die ziemlich offensichtlich war) - und gerettet werden muss. Und jetzt passiert das hier zum dritten Mal? Das finde ich wirklich schade und unnötig. Ich hoffe sehr, dass es beim vierten Band anders endet.
- Lea Coplin
Nichts ist gut. Ohne dich.
(188)Aktuelle Rezension von: LollyLovesBooksRezension zu Lea Coplins Jugendroman „Nichts ist gut. Ohne dich.“ Ich empfehle es ab 14 Jahren.
—> Spoilerwarnung!! 🚨
Worum geht‘s?:
Jana hat sich nach 6 Jahren endlich mit dem Tod ihres älteren Bruders abgeschlossen. Er starb bei einem Autounfall. Sein bester Freund saß am Steuer. Als dieser plötzlich vor Jana steht, holt sie ihre Vergangenheit wieder ein, und doch kommt es immer wieder zu unfreiwilligen Treffen. Die beiden kommen sich näher, aber ihnen ist klar, dass das nichts werden kann. Es steht zu viel Ungeklärtes zwischen ihnen. Zudem verbringt Leander viel Zeit bei seiner todkranken Mutter; es scheint als wären die Umstände einfach nicht gegeben. Es kommt dann allerdings doch zu dem ein oder anderen bedeutendem Vorfall zwischen den beiden und schließlich kommen sie mehr oder weniger zusammen. Wenn da nicht immer noch ein paar ungesagte Sachen wären, welche sie wieder und wieder auseinander reißen….
Charaktere:
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich Leander einfach liebe. Er ist wunderbar, auch wenn sein Leben mehr als übel verläuft. Irgendwie ist es dann ja klar, dass das alles irgendwann auch mal aus ihm herausbricht, er nicht mehr kann und Menschen die ihm wichtig sind verletzt. Leander muss mit ziemlich viel klarkommen, was durchaus schwer ist, deshalb verstehe ich ihn voll und ganz. Manche Aktionen waren zwar echt nicht okay, aber ich finde, dass er dann am Ende doch alles ganz gut auf die Reihe gekriegt hat. Die Kapitel, welche aus seiner Sicht geschrieben waren, waren total angenehm zu lesen und wirklich cool. Am Ende des Buches gan es diese leider nicht mehr sp häufig, was ich etwas schade fand, aber das ist okay.
Jana muss auch mit viel umgehen können. Ich fände es mega schwer, und verstehe es total dass sie sich irgendwie verräterisch fühlt. Immerhin liebt sie den Jungen, der ihren Bruder umbrachte. Ich glaube das ist…. schwer. Ziemlich schwer. Sie ist dennoch tough auch wenn sie noch nicht wirklich etwas mit ihrem Leben anzufangen weiß. Allerdings glaube ich, dass sie sehr verletzlich ist, was manche harten Worte von Leander an sie nochmal deutlich machten. Ich hätte sie zwar auch ab und zu in den Hintern treten können, weil sie Leander einfach nicht vergab, aber zum Glück legte sich das auch wieder.
Max. Ui, dieser Typ ist anstrengend. Wahrscheinlich ganz okay, aber diese Aktion mit der Freundin eines Freundes auspannen war ja mal sowasvon daneben… Ab und zu war er echt ein Arsch und es tut mir leid, dass ich das jetzt so sage, aber es ist einfach so.
Leanders Mutter ist im Gegensatz zu ihm eintotaler Engel. Mein Herz wurde unnormal gebrochen als sie starb, das war echt nicht cool. Ich bewundere sie um ihren offenen Umgang mit der Krankheit, da das wirklich nicht einfach ist. Ein toller Charakter ist sie in jedem Fall.
Fazit:
Lea Coplin schreibt mal wieder ein wirklich tolles Buch. Es geht um Verlust, Tod und Schmerz, aber auch darum wer man selbst ist, und wen dieses Ich braucht. 5 🌟
- Luca Winter
Das Erbe von Schloss Silberwald
(12)Aktuelle Rezension von: JazzyKurzbeschreibung:
Schatten der Zeit
Als Sophie in einer Winternacht Ferdinand von Sternberg das Leben rettet, hat er eine verzweifelte Bitte: Sie soll seinen Sohn Leonhard überreden, nach Schloss Silberwald zurückzukehren und sich mit ihm auszusöhnen. Doch Leo ist so sexy wie stur. Um ihr Versprechen zu halten, riskiert Sophie alles, sogar ihr Herz …
Schimmer der Sehnsucht
Seit Lucy von Schloss Silberwald geflohen ist, ersetzen die Schweizer Berge ihr das Paradies, das sie einst verloren hat. Bis Max auftaucht. Mit ihm lebt nicht nur die Tragödie ihrer Jugend wieder auf, sondern auch das Prickeln ihrer Liebe. Doch wie damals scheint ein tiefer Abgrund sie zu trennen …
Das Licht der Berge
Nie wird Sarah vergessen, wie sehr sich Ferdinand von Sternberg die Rückkehr seines jüngsten Sohnes wünschte. Jetzt erfährt sie zufällig, wo Luis all die Jahre gelebt hat: in der Abgeschiedenheit der Bayerischen Alpen. Dass Luis sie in seine einsame Hütte lässt, ist schon ein Wunder, aber öffnet er ihr auch sein Herz?
Meine Meinung:
Drei Romane in einem Buch die man unabhängig voneinander lesen kann, die dennoch irgendwie zusammengehören. Der erste Band (Schatten der Zeit) hat mir am besten gefallen. Die Romantik kommt in allen drei Bänden nicht zu kurz, dennoch war es manchmal etwas vorhersehbar, wie eine Handlung verlaufen könnte.
Der Schreibstil war relativ leicht zu lesen und ich konnte dem Handlungsverlauf gut folgen. Ja, es war etwas kitschig teilweise, was aber nicht schlecht sein muss. Wer auf seichte und angenehme Romane steht, wird hier seine Freude daran haben.
Die Romane hätten meiner Meinung nach ruhig etwas länger sein können. Die Bücher haben mich gut unterhalten und ich kann das Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
Zu viel möchte ich nicht verraten. Das Buch hat insgesamt 304 Seiten und kann schnell gelesen werden.
Fazit:
Drei leichte Romane mit teilweise vorhersehbaren Handlungsverläufen, die dennoch Spaß machen zu lesen. Ich kann das Buch mit 4 von 5 Sternen gerne bewerten.
- Ursula Poznanski
Fünf
(68)Aktuelle Rezension von: Aenna612Da ich die Bücher und Hörbücher von Ursula Poznanski bisher durchweg spannend und mitreißend fand, habe ich mich nun an diese Thriller-Reihe gewagt.
Insbesondere die Idee, einen Thriller mit dem Thema Geocaching zu verknüpfen, finde ich super interessant und hat in dieser Story seine Wirkung nicht verfehlt. Die Geschichte ist so spannend, dass ich sie beinah an einem Stück durchgehört habe. Auch die Sprecherin fand ich sehr ansprechend, sie hat ihre Stimme je nach Person und Situation gut variiert.
Einziger Störfaktor war für mich, dass ich Beatrice's "Schwärmerei" für Florin etwas deplatziert finde. Ich weiß nicht, wie ich das anders nennen soll, sie ist sich der Sache ja scheinbar selbst nicht bewusst. Für einen so spannenden Thriller hätte es diese Abschweifungen meiner Meinung nach nicht gebraucht bzw. für mich mindert es tatsächlich eher den Genuss der Geschichte.
- Sophie Reyer
Tod bei den Salzburger Festspielen
(12)Aktuelle Rezension von: twentytwoRegisseur Max Reinhardt, der nur für seine Vision lebt, dem europäischen Theater eine eigene neue Sprache zu schaffen, lässt sich auch nach den Morden an zwei seiner Jedermann-Darsteller nicht davon abhalten, die Salzburger Festspiele wie geplant durchzuziehen. Im Gegenteil, obwohl zu befürchten ist, dass auch der nächste Jedermann-Schauspieler zum Opfer des dreisten Mörders wird, vergibt er die Rolle an seine Exfrau. Ungeachtet der seelischen Konflikt in die diese dadurch gestürzt wird, geht es ihm einzig und allein um seine eigene Selbstverwirklichung. Doch damit hat er die Rechnung ohne den mit den Ermittlungen beauftragten Kriminalinspektor Oscar Breitensee gemacht, der dazu bereit ist, zum Wohl von Else sogar sein eigenes Leben zu riskieren.
FAZIT
Eine gelungene Spurensuche, die das Leben, der stets im Schatten ihres Ehemanns stehenden Else Heims, zur Hommage an ihre künstlerische Leistung werden lasst. - Wolf Haas
Silentium!
(192)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (1. August 2000)
ISBN-13: 978-3499228308
Preis: 10,00 €
Ein Wahnsinns-Humor
Inhalt:
Privatdetektiv Brenner wird in ein katholisches Internat in Salzburg gerufen. Ein ehemaliger Zögling behauptet, vor Jahrzehnten von einem Bischofskandidat missbraucht worden zu sein. Doch bevor der Brenner noch groß ermitteln kann, ist der Mann auch schon tot …
Meine Meinung:
Den Schreibstil von Wolf Haas muss man mögen, sonst wird das nix mit der amüsanten Lektüre. Der Stil ist schon stark gewöhnungsbedürftig mit seinen umgangssprachlichen Elementen, seinen unvollständigen Sätzen, dahin geworfenen Satzbrocken. Da scheinen die Gedanken des Erzählers schneller zu sein, als er sie zu Papier bringen kann. Auch wenn es etwas anstrengend zu lesen ist, macht dieser Stil für mich den Reiz dieses Buches aus. Und natürlich der Wahnsinns-Humor, so trocken, da kann man sich das Handtuch sparen.
Der Kriminalfall ist ganz schön verzwickt, muss aber hinter den unzähligen lockeren Sprüchen fast ein wenig zurückstecken. Er ist in sich abgeschlossen. Insofern ist es nicht schlimm, wenn man die vorherigen Bände der Reihe nicht kennt.
Die Privatdetektiv Brenner-Reihe:
1. Auferstehung der Toten
2. Der Knochenmann
3. Komm, süßer Tod
4. Silentium!
5. Wie die Tiere
6. Das ewige Leben
7. Der Brenner und der liebe Gott
8. Brennerova
★★★★☆
- Ursula Poznanski
Blinde Vögel
(58)Aktuelle Rezension von: M__E__U_Die Unsäglichkeiten des "Jugoslawienkrieges" als ursächlicher Hintergrund dieses Buches. Mein Gott, das hatte ich nicht erwartet. Damals war ich Hebamme und habe etliche der kriegsvergewaltigten Frauen entbunden. Diese Situationen werde ich niemals vergessen!
Ein hartes (Hör)Buch, in sich schlüssig und ohne jede Lieblichkeit. Harte, aber wertvolle Kost!
- Beate Thalberg
Die Doppelte Frau
(25)Aktuelle Rezension von: ErikHuyoffVor kurze habe ich auch "Die doppelte Frau: und das Rätsel Betty Steinhart" von Beate Thalberg gelesen. Das Buch ist 2024 im Molden Verlag in der Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG erscheinen und als historischer Kriminalroman einzuordnen, die Illustrationen stammen aus der Feder von Lily Ammann. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.
Salzburg 1946. Eine mysteriöse Frau, ein Privatdetektiv mit Vergangenheit und Fotografien, die es gar nicht geben dürfte. Doch wer hat die rätselhaften Aufnahmen gemacht? Schnell stellt sich heraus, dass diese von Betty Steinhart stammen - doch die Frau selbst bleibt ein Rätsel. Aus nächster Nähe dokumentierte ihr Salzburger Fotoatelier die Stars der frühen Festspielära, von Max Reinhardt bis Marlene Dietrich, bis sich ihre Spur verliert. Nach dem Krieg macht sich daher der Privatdetektiv Max auf die Suche nach ihr - beauftragt von der mysteriösen Eva. Doch was bezweckt diese damit?
"Die doppelte Frau: und das Rätsel Betty Steinhart" lässt sich bereits schwerlich einem Genre zuordnen. Vom Verlag als Krimi Noir beworben, ist das Buch gleichermaßen Krimi und historischer Roman, ist auch ein Porträt der Nachkriegszeit in Salzburg, zwischen Besatzung, Entnazifizierung und der Suche nach vergangenem Glanz. Dabei ist das Buch in kurzen Stellen auch Graphic Novel, sind doch einige Szenen von Lily Ammann (nur) grafisch dargestellt worden. Da mir persönlich zum Krimi Noir noch etwas fehlt, habe ich das Buch schlussendlich daher als historischen Kriminalroman eingeordnet.
Die Handlung ist durchaus abwechslungsreich, wenn auch partiell mit Längen versehen und etwas wirr. Letzteres gilt insbesondere für die Nutzung dreier Ich-Perspektiven, die munter durcheinander wechseln und mit Kapitelüberschriften, aber nicht mit dem Erzähler betitelt sind, sodass man jeweils erstmal raten muss, aus wessen Sicht derzeit erzählt wird - sehr mühsam. Auch die teils eingestreuten Szenen als Graphic Novel helfen hier nicht. Zwar sind sie unzweifelhaft toll gezeichnet, hemmen jedoch den Lesefluss ebenfalls und sorgen für Verwirrung - dies wäre vermutlich anders, wenn das ganze Buch so gehalten gewesen wäre. Ein wirklicher roter Faden lässt sich daher nie finden.
Das Setting kann hingegen überzeugen. So entführt die Autorin den Leser ins Salzburg der Nachkriegszeit, zeichnet ein Porträt der damaligen Gesellschaft und - die größte Stärke des Romans - illustriert in Fotoaufnahmen die Anfänge der Salzburger Festspiele; die Fotos sind ein wahrer Schatz und die größte Hinterlassenschaft Betty Steinharts. Zudem spricht der Roman wichtige Themen an wie die Übernahme alter Strukturen nach Kriegsende und die Rückgabe von Beutekunst, die aus der Enteignung jüdischer Familien stammt.
Die einzelnen Figuren sind aufgrund des herrschenden Chaos schwierig zu beurteilen. Hierbei überzeugt am ehesten noch der historisch verbriefte Harry J. Collins, während Max rätselhaft und sprunghaft verbleibt und nicht nachvollziehbar handelt - und auch Eva sich nicht so recht greifen lässt. Beate Thalbergs Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen - unterstützt natürlich durch die tollen Fotoaufnahmen.
Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind nur Kleinigkeiten durchgerutscht, die den Lesefluss nicht wesentlich schmälern, der Buchsatz ist ordentlich - und die Geschichte wird mit einer Biografie, einer Bild- und Zitatlegende, einer Einordnung seitens des Verlags und einer Danksagung abgerundet. Der Buchumschlag ist mit Klappen versehen, das unter dem Umschlag befindliche Buch von außen schlicht, innen mit gestalteten Coverinnenseiten versehen. Das Covermotiv wird leider zum Buchrücken hin unterbrochen, kann aber auch in Gänze nicht wirklich überzeugen und ist kein Eyecatcher.
Mein Fazit? "Die doppelte Frau: und das Rätsel Betty Steinhart" ist ein atmosphärisch toller Roman mit brillantem Setting, aber auch gröberen Schwächen in der Handlung. Für Liebhaber der Zeit und des Genres noch zu empfehlen, ab einem Lesealter von 16 Jahren.
- Miriam Höller
Das Leben ist ungerecht
(52)Aktuelle Rezension von: biggtatDas zeigt und das Buch von Miriam Höller, Ex-Stuntfrau und jetzige Speakerin und Autorin dieses Buches.
Ihre Lebensgeschichte hat mich sehr in den Bann gezogen. Ich habe mit ihr mitgefiebert als sie den Unfall beschrieb, habe mir gedacht: "Nein, spring nicht nochmal!" Und dann ist es passiert. Aber sie hat nicht aufgegeben, hat gekämpft und ist immer wieder zu anderen Ärzten, die ihr immer das gleiche gesagt haben.
Aufgeben gibt es nicht ist ihr Motto als sie ein zweiter Schicksalsschlag ereilt. Schritt für Schritt arbeitet sie sich zurück ins Leben, auch wenn sie mal zwei Schritte zurück machte.
Ein wahnsinnig spannendes Buch hauptsächlich mit biographischen Zügen, aber auch mit Ratschlägen wie man es schafft sich wieder zurück ins Leben zu kämpfen, und das gezeigt hat, dass es sich immer wieder lohnt zu kämpfen und das Leben so viele schöne Seiten hat und auch Überraschungen bietet
Starke Frau - Starkes Buch - tolles Highlight
- Tatjana Kruse
Bei Zugabe Mord!
(47)Aktuelle Rezension von: SuEdelmannhttps://www.susanne-edelmann.de/2022/09/bei-zugabe-mord/
Kürzlich haben mein Mann und ich mit dem 9-Euro-Ticket einen Tagesausflug nach Salzburg gemacht. Zwar waren wir dort schon öfter, aber die schöne Mozartstadt ist immer eine Reise wert! Diesmal ergab es sich, dass ich wenige Tage vorher gerade ein Buch beendet hatte und spontan Lust hatte, als nächstes ein Buch zu lesen, das in Salzburg spielt. In der Onleihe der Gemeindebücherei stieß ich auf diesen Krimi. Von Tatjana Kruse hatte ich bereits vor Jahren einmal einen Krimi gelesen, dieser hier hat zudem „nur“ knapp 250 Seiten und der Klappentext klang vielversprechend – also perfekt, um sich noch rasch auf unseren Ausflug einzustimmen.
Der Krimi spielt bei den Salzburger Festspielen. Dort wird unter anderem „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart gegeben und in dieser Inszenierung trifft die Operndiva Pauline Miller (Sopran) auf einige frühere Weggefährten aus gemeinsamen Studienzeiten. Doch leider wird von diesen Weggefährten einer nach dem anderen ermordet und das auf äußerst skurrile Art und Weise: Der erste Tenor wird enthauptet, der zweite aufgespießt, der Bass erhängt und die zweite Sopranistin überlebt nur knapp eine Brandkatastrophe. Und dummerweise ist Pauline immer in der Nähe des jeweiligen Opfers zu finden. Kein Wunder also, dass der ermittelnde Kommissar in der exzentrischen Diva seine Hauptverdächtige sieht! Doch dann wird Pauline selbst beinahe Opfer eines Anschlages: Jemand stößt sie in die Salzach, die nach vielen Regenfällen gerade besonders reißend ist. Nur durch einen glücklichen Zufall wird Pauline gerettet.
Und dann stellt sich heraus: Die verschiedenen Mordanschläge haben ein Muster. Das jedoch will der Kommissar, der nach eigenem Bekunden mit Opern so gar nichts anfangen kann, nicht erkennen. Also bleibt Pauline nichts anderes übrig, als selbst zu ermitteln – und sich dabei in größte Gefahr zu begeben…
Die Handlung dieses Krimis führt den Leser nicht nur an Salzburgs schönste Orte, sondern auch in die Welt der Oper mit all ihren Abgründen hinter der Bühne: Neid, Konkurrenzdruck, Kollegentratsch sind an der Tagesordnung. Geschildert wird das alles aber auf eine höchst vergnügliche Weise und mit genialem Wortwitz, der mich so manches Mal beim Lesen kichern oder gar laut lachen ließ.
Pauline Miller ist zwar eine sehr verwöhnte zickige Diva, hat aber dennoch das Herz am rechten Fleck und einige nur allzu menschlich-nachvollziehbare Schwächen, etwa die für Mozartkugeln. So war sie für mich beim Lesen nahbar und ihr Denken und Fühlen nachvollziehbar, obwohl ich sonst in der Opernwelt auch nicht wirklich zuhause bin. Die Lektüre hat mir großen Spaß gemacht und als ich entdeckte, dass es noch zwei weitere Bände mit Pauline Miller als Ermittlerin gibt, wanderten diese sofort auf meine Wunschliste.
- Eduard Hartmann
Endstation Darknet
(11)Aktuelle Rezension von: AglayaPer Zufall stolpert der „PC-Doktor“ Florian über einen USB-Stick mit Hinweisen auf Vergewaltigungsvideos im Darknet. Ehe er es sich versieht, wird er von düsteren Gestalten gejagt…
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Florian in der Gegenwart erzählt. Zu Beginn wird jedoch vieles in Rückblenden geschildert, und damit in der Vergangenheitsform, was vom Inhalt her nicht nötig gewesen wäre und verwirrend wirkt. Worum es in der Geschichte geht, wird für lange Zeit nicht klar, und auch nachdem der Einstieg in die Haupthandlung gemäss Titel des Buches und Klappentext endlich kommt, spielt diese eher eine Nebenrolle. Den grössten Teil des Buches nimmt nämlich Florians Privat- und vor allem Liebesleben ein, die Jagd nach und später auch die Flucht vor den Verbrechern wird mehr so nebenher erzählt. Wer sich also einen spannenden und rasant erzählten Thriller erhofft, wird wohl wie ich enttäuscht.
Der Schreibstil des Autors Eduard Hartmann wirkt sehr erzählend, ich hatte nie das Gefühl, Florians Abenteuer direkt mitzuerleben, sondern eher, dass er mir davon erzählt. Weiter aufgefallen sind mir die sehr ausführlichen Beschreibungen der Kleidung aller Beteiligten sowie der inflationäre Gebrauch von Ausrufezeichen.
Ebenfalls den Lesespass gedämpft haben die vielen kleinen Fehler und unlogischen Szenen. So beschreibt Florian, wie er von Salzburg über Frankfurt nach Zürich fliegt und dabei die Alpen überquert. Nur liegen sowohl Salzburg wie auch Zürich nördlich der Alpen, da hätte er schon einen Umweg über Mailand nehmen müssen, um über die Alpen zu fliegen. Wieso sich ein in seinem Heimatland lebender Österreicher rechtliche Informationen bei einem Anwalt aus der Schweiz holt, der wohl kaum viel Ahnung von österreichischem Recht hat, entzieht sich auch meinem Verständnis. Gegen Ende des Buches kann Florian zudem ungehindert einen Kurztripp nach Interlaken unternehmen und damit das Land verlassen, obschon er gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, ohne dass die Polizei dies zu stören scheint.
Mein Fazit
Ein verfehlt gesetzter Erzählschwerpunkt und viele kleine Logiklöcher stören den Lesespass. - Wolf Haas
Eigentum
(136)Aktuelle Rezension von: Lassmallesen_chrisAuch wenn der Roman nur 160 Seiten umfasst, musste ich mich ein bisschen durchkämpfen. Dies lag daran, dass es einfach sehr viele inhaltliche Wiederholungen gab. Dies war zwar so gewollt und sollte vermutlich die Vergesslichkeit der 95-jährigen Mutter, die Dinge mehrmals wiederholte, verdeutlichen und erinnerte mich auch ein bisschen an meine ähnlich alte Oma. Aber ich fand es beim Lesen ermüdend.
Dazu gibt es immer wieder österreichische Ausdrücke und Formulierungen, die zwar erklärt werden, die es aber dem einen oder anderen Leser schwer machen.
Immer wieder blitzt der feine Humor von Haas auf, aber aufgrund der Thematik des (bevorstehenden) Todes der Mutter ist er nicht so markant wie in seinen anderen Büchern. Spannender als die Erinnerungen der Mutter, die sich in meinen Augen auch wegen der Wiederholungen zogen, fand ich die Erinnerungen des Ich-Erzählers (vermutlich Haas selbst) an seine Kindheit/Jugend. Gelungen fand ich auch die Pointe, welche Art von Beerdigung man für die Mutter wünschte und aus welchem Grund.
Ansonsten bietet der Roman relativ wenig Spannungsmomente, da schon früh mitgeteilt wird, dass die Mutter in zwei Tagen sterben wird. Er plätschert teilweise so ein bisschen vor sich hin, auch wenn es natürlich die eine oder andere rührende oder auch witzige Stelle gab. Aber Mutter und Sohn sind wohl beide nicht die Emotionalsten, was sich auch auf ihr Verhalten auswirkt und so etwas unnahbar wirken.























