Bücher mit dem Tag "sammeln"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sammeln" gekennzeichnet haben.

146 Bücher

  1. Cover des Buches Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten (ISBN: 9783401063485)
    Kerstin Gier

    Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten

     (6.474)
    Aktuelle Rezension von: Hufflepuffreader

    Die Edelsteintrilogie ist etwas ganz besonderes für mich. Ich habe sie vor Jahren das erste mal gelesen und seitdem unzählige male rereadet. Ich liebe die Grundidee mit den Zeitreisen und das Setting, sowohl Gwendolyns Elternhaus, als auch die Orte in der Vergangenheit zu denen sie reist.

    Die Charaktere sind auch großartig, auch wenn mir Gwendolyn teilweise etwas zu naiv und teilweise naja etwas dumm war, fand ich sie durch ihre humorvolle Art doch sehr sympathisch. Gideon ist undurchsichtig und geheimnissvoll und hatte es mir sofort angetan. Auch Leslie, Nick, Caroline, Lucie, Paul, der Großvater und natürlich Xemerius haben es mir angetan.

    Die Handlung spielt innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes, das hätte man meiner Ansicht nach gerne etwas länger ausdehnen können. Außerdem finde ich man hätte auch gut vier Bände oder mehr aus der Geschichte machen können. Die Bücher sind kurzlebig und es passiert nahezu immer was, das sind aufjedenfall die Vorteile an der Reihe.

    Der Schreibstil ist ganz Gier typisch humorvoll und locker. Ich persönlich bin ein großer Fan ihres Schreibstils.

    Die Liebesgeschichte ist sehr Insta Love mäßig. Die beiden verlieben sich im ersten Band schon ineinander und da kennen sie sich gerade mal zwei Tage, aber wenn man das ausblendet lässt sie sich gut genießen. Das es sich bei der Beziehung um ewige Liebe handelt denke ich dennoch nicht und da der Epilog auch nur eine Woche nach den Geschehnissen spielt lässt sich das auch nicht sagen.

  2. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.251)
    Aktuelle Rezension von: Schaetze_auf_Papier

    Meine Meinung :

    Alexander Zorbach, ehemaliger Polizist und jetziger Zeitungsreporter, ist wie viele andere Kollegen auch an DER Story in Berlin dran. Er berichtet über den Augenjäger, der in Berlin Kinder entführt und ihre toten Mütter mit einer Stoppuhr zurück lässt. 45 Stunden hat die Polizei Zeit diese Kinder zu befreien. Als ehemaliger Kollege ist Zorbach gut vernetzt und hört regelmäßig den Polizeifunk. Beim neusten Fall des Augenjägers gerät jedoch Zorbach selbst in Verdacht, denn es werden erdrückende Beweise an den Tatorten gefunden. Auf der Flucht vor der Polizei trifft er auf die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev. Sie hat manchmal bei Berührung einer Person eine Vision und glaubt den Augenjäger berührt zu haben. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Jagd nach dem Augensammler.

     So erst einmal das Staubtuch ausgeschüttelt und die Spinnweben entfernt. Das Buch der Augensammler ist bereits vor 11 Jahren erschienen. Soll man so ein altes Buch überhaupt noch rezensieren, oder gibt es dergleichen schon zu viele? Sebastian Fitzek selbst hat seine Bücher der Augensammler und der Augenjäger entstaubt. Sein neues Werk Playlist, welches 2021erscheint, hat die gleichen Hauptprotagonisten wie die beiden Bücher aus 2010 und 2011, und warum nicht auch mal seinen Senf zu älteren Büchern dazugeben.

    Der Augensammler ist das erste Buch, indem uns Alexander Zorbach vorgestellt wird. Der flotte Schreibstil und die Tatsache, dass man wissen möchte was dahinter steckt, lässt einen als Leser das Buch kaum aus der Hand legen. Spannend und in einem rasanten Tempo erzählt Fitzek die Story rund um dieses ungewöhnliche Duo. Selbst das Buch passt sich dem Duo an, denn auch hier völlig untypisch werden die Seitenzahlen rückwärts gelesen. 

    Fazit: Mir hat das Buch ein paar spannende Lesestunden bereitet und der nächste Teil steht bereits in den Startlöchern. Von mir eine klare Leseempfehlung  

  3. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.755)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Daniel ist 10 Jahre alt, als er von seinem Vater in eine geheime Bibliothek, den Friedhof der vergessenen Bücher, mitgenommen wird. Nach altem Brauch darf er sich ein Buch aussuchen, es adoptieren und dafür sorgen, dass es nie verschwindet und nie vergessen wird. Daniel entscheidet sich für „Der Schatten des Windes“ von Julián Carax, ein Buch, von dem er bisher noch nie etwas gehört hatte und dessen Autor ihm unbekannt ist. Ohne zu ahnen welche Lawine er los tritt, beginnt er Jahre später mit Nachforschungen über Julián Carax und seine Werke, die ein Unbekannter bereits größtenteils schon vernichtet hat. Dabei entdeckt er einige Parallelen zwischen sich und dem Autor des Buches. Dass er jedoch sein Leben und das seiner Freunde und Helfer riskiert, wird ihm erst sehr spät bewusst – zu spät?

    Der spanische Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und wuchs auch dort auf. Nach Schule und Studium zog er als Dreißigjähriger nach Los Angeles, wo er mit Schreiben begann und als Drehbuchautor und Korrespondent für spanische Zeitungen arbeitete. 2004 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo auch alle seine Werke veröffentlicht wurden. Für seinen Erstlingsroman „Der Schatten des Windes“ erhielt er 2005 den Barry Award. Der Autor war verheiratet und hatte keine Kinder - er starb am 19. Juni 2020 nach längerer Krebserkrankung in Los Angeles. 

    Mit großer erzählerischer Kraft und Lust am Detail lässt Carlos Ruiz Zafón hier den Protagonisten Daniel das Leben von Julián Carax, dem geheimnisvollen Autor des Buches „Der Schatten des Windes“, nachverfolgen. Herausgekommen ist eine fesselnde Geschichte über Liebe und Leid, Verlust und Tod, in Spanien zur Zeit des Bürgerkrieges und in Barcelona während der Franco-Ära, die den Leser nachdenklich stimmt und zum Miträtseln einlädt. Aus vielen Bruchstücken und unterschiedlichen Handlungssträngen ergibt sich nach und nach ein zunächst unübersichtlicher Thriller, bis dann etwa in der Mitte des Buches die Zusammenhänge klarer werden. Durch geschickt eingefügte Wendungen und in die Irre führende Spuren bleibt das hohe Spannungsniveau jedoch bis zum Schluss erhalten.  

    Fazit: Eine abenteuerliche Geschichte über das Leben, das Lesen und die Liebe zu Büchern – sehr empfehlenswert!

  4. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.372)
    Aktuelle Rezension von: Frea

    Ich hatte mich schon auf dieses Buch gefreut, da der Klappentext erahnen ließ, dass Flavia nicht die typische Figur ist und ich muss sagen, dass ich ihre Eigenheit mag. Ich finde es immer toll, wenn Charaktere sich von der Maße abheben. Allerdings haben mich oft die vielen Ausschweifungen genervt, da mich einfach keine Seitenlangeerklärungen zur Physik interessiert haben. Generell war mir am Anfang zu wenig los und die Spannung hat sich nur langsam aufgebaut. Auch das Ende war für mich nicht wirklich eine Überraschung. Deshalb gebe ich mit beiden Augen zugedrückt drei Sterne für eine tolle, eigensinnige Protagonistin und einen flüssigen Schreibstill. 

  5. Cover des Buches Nichts (ISBN: 9783423625173)
    Janne Teller

    Nichts

     (1.033)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Nichts, was im Leben wichtig ist - Janne Teller 

    Rezension ohne Spoiler 

    ***
    Der Junge Pierre Anthon ist der Meinung, nichts hätte eine Bedeutung, weshalb es keinen Sinn macht, überhaupt etwas zu tun.
    Daraufhin beschließen seine Mitschüler ihm zu zeigen, dass es durchaus Dinge gibt, die Bedeutung haben. Jeder dieser Schüler entscheidet, was jemand anderem von ihnen besonders viel bedeutet, und genau diese Dinge werden gesammelt.
    Leider nimmt diese Tat grausame Ausmaße an, denn das, was die jungen Schüler/innen „opfern“ müssen ist alles andere als harmlos! 

    ***
    Meine Meinung:
    Ich bin im Nachhinein so schockiert von diesem Buch, dass ich das Ganze erstmal verdauen muss. Für diese kurze Seitenzahl passiert so viel, was nicht in Worte gefasst werden kann.
    Die Geschichte beginnt so harmlos und wird im Laufe immer schrecklicher, damit hätte ich nicht gerechnet!
    Die Nachricht, die sich hinter dem Buch verbirgt, ist wirklich wichtig und hat sich deutlich bei mir eingeprägt. Mir kam beim Lesen immer wieder die Frage in den Sinn: „Was hat eigentlich für mich eine Bedeutung?“ und ich denke, genau das möchte die Autorin auch erreichen.
    Doch viel prägnanter, als diese Nachricht, finde ich wirklich die Tatsache, was die Charaktere in diesem Buch tun und besonders, was sie von ihren Mitschülern verlangen zu tun. Es geht um körperliche Gewalt, Gewalt an Tieren und um eine Menge anderer Dinge, auf die ich niemals gekommen wäre. Diese Boshaftigkeit, die sich im Laufe des Buches bei den Charakteren entwickelt, ist so deutlich zu spüren, dass ich teilweise Gänsehaut hatte. Besonders bleibt mir diesbezüglich eine Person im Sinn.
    Die Geschichte mag dabei aber, so grausam und schockierend sie ist, genauso realitätsfern sein.
    Einige Taten dieser Kinder sind so heftig, dass ich die „Konsequenzen“ daraufhin nicht verstehe. Irgendwie wurde mir vermittelt, dass solche Dinge ruhig passieren können, dann bekommt man halt mal Hausarrest und andere Strafen und die Sache ist gegessen. Da hat mir etwas der Bezug zur Realität gefehlt bei einem sonst so wichtigen und aktuellen Thema. 

    Sonst bin ich einfach nur begeistert und schockiert zugleich und kann wirklich sagen, dass dieses Buch eindeutig zu meinen derzeitigen Highlights in diesem Jahr gehört!

  6. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.165)
    Aktuelle Rezension von: pmg

    In Sledwaya, der ungesundesten Stadt des Kontinentes Zamonien lebt Echo, das kleine Krätzchen. Krätzchen unterscheiden sich von Katzen nur dadurch, dass sie alle Sprachen aller Lebewesen sprechen können, zwei Lebern und ein nahezu perfektes Gedächtnis haben. Echo genoss ein bequemes Hauskrätzchen-Leben, bis seine Besitzerin starb. Ungefüttert und hungernd zieht Echo durch Sledwaya, auf der Suche nach jemanden der es füttert.,

    Schliesslich findet sie den gefürchteten Schreksenmeister Succubius Eißpin, der im geheimen über die Stadt herrscht und geht mit ihm in seiner Not einen Vertrag ein: Eißpin fütter Echo bis zum nächsten Vollmond mit den erlesensten und leckersten Speisen, dafür darf er das Krätzchen töten, um aus ihm das unsterblich machende Krätzchenfett zu gewinnen. Ausserdem weiht Eißpin das Krätzchen in sämtliche Geheimnisse seiner Kunst ein, denn durch das Auskochen von Echo's Fett enthält dieses auch das gesamte Wissen des Krätzchens.

    Anfänglich ist Echo froh, dem Hungertod entronnen zu sein. Als aber der Vollmond immer näher rückt, wächst seine Angst und er sucht nach einem Ausweg (den es denn auch findet, aber mehr soll hier nicht verraten werden.)

    Der Schreksenmeister ist der fünfte Band der Zamonien-Reihe, allerdings wiederum eine in sich geschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Gelesen werden kann. Es ist angelehnt an Gottfried Keller's Spiegel das Kätzchen (das ich allerdings noch nicht gelesen habe).

    Das Buch hat mich fasziniert. Es liest sich leicht und flüssig. Witzig sind auch die vielen Illustrationen, die die verschiedenen Kreaturen, die im Buch vorkommen, veranschaulichen.

  7. Cover des Buches Der Glasmurmelsammler (ISBN: 9783596521418)
    Cecelia Ahern

    Der Glasmurmelsammler

     (386)
    Aktuelle Rezension von: dragis_lieblingsbuecher

    Als Fergus Boggs, der Glasmurmelsammler, nach einem Schlaganfall im Pflegeheim landet, wird sein gesamtes Leben auf Kisten verteilt, eingepackt und weggeschlossen. Als einige der Kisten auf Umwegen bei seiner Tochter Sabrina landen, traut sie ihren Augen nicht. Vor sich, in mehreren Kisten verstaut, handschriftlich beschriftet und säuberlich aufgelistet, befindet sich eine Glasmurmelsammlung. Es werfen sich viele Fragen auf: Wer ist Sabrinas Vater wirklich? Was bedeuten die Murmeln?
    Um diese Fragen zu beatworten, begibt sich Sabrina nicht nur auf die Suche nach Antworten, sondern lernt ihren Vater kennen und findet zu sich selbst.


    Cecilia Ahern erzählt in ihren Romanen besondere Geschichten und besitzt einen sehr guten Sprachstil . Auch dieses Mal war es stilistisch und sprachlich wieder ein Genuss und ein Highlight eines davon zu lesen. Der Stil, die mitfühlende Erzählart, die Wortwahl und die Intention hinter jedem Satz sind bemerkenswert. Dieses Mal fiel es mir jedoch besonders schwer mich auf die Geschichte einzulassen und mit den Charakteren zu sympathisieren. Obwohl ich Murmeln außerordentlich schön finde, kann ich persönlich nicht viel mit ihnen anfangen. Dass sie selbst dann für einen Menschen eine so große Bedeutung einnehmen, für die er seine Familie belügt und bereitwillig ein Doppelleben lebt, erscheint mir nicht ganz nachvollziehbar. Fergus Boggs ist da aber andres. Murmeln sind sein Leben. Genau das macht Cecilia Ahern in diesem Roman sehr deutlich. Dafür konzipiert sie einen doppelten Handlungsstrang. Zum einen wird die Geschichte des jungen, schüchternen Fergus in Rückblenden erzählt, nämlich aus der Ich-Perspektive. Zum anderen geht es in der Gegenwart um seine Tochter Sabrina, die ihrerseits versucht, das Leben zu begreifen.Das besondere hierbei ist, dass Fergus und Sabrina mehr gemein haben, als zunächst angenommen wird. 

    Gerade indem sich Sabrina mit der Geschichte und Vergangenheit ihres Vaters beschäftigt, lernt sie sich selbst kennen und begreift warum sie ist, wer sie ist.
    Was mir an diesem Buch gefallen hat, war der große zeitliche Rahmen, der die Geschichte von Fergus abbildet. Gleichzeitig aber spielt die Handlung der Gegenwart an einem einzigen Tag. Dadurch wurde der Kontrast zwischen der Schnelllebigkeit und Ruhelosigkeit von Sabrina und der Unbeweglichkeit, dem Vergangenheitsbezug von Fergus deutlich. Allerdings konnte ich mich bis zum Ende nicht mit der Geschichte anfreunden. Viele Stellen habe ich kritisch gesehen und konnte nicht nachvollziehen, warum Cecilia Ahern gerade sie gewählt hat. Auch der gesamte Verlauf von Fergus Leben erscheint wie ein Schrei nach Aufmerksamkeit, das Nacheifern seines großen Bruders. Dennoch hat die Geschichte auch etwas Trauriges und die Murmeln sind eine Art Flucht aus der Realität und eine Therapie im weitesten Sinne. Nichtsdestotrotz finde ich den Roman vorallem sprachlich und stilistisch wunderbar und würde immer empfehlen, sich selbst ein Urteil zu bilden.

  8. Cover des Buches Alles ist erleuchtet (ISBN: 9783596510498)
    Jonathan Safran Foer

    Alles ist erleuchtet

     (515)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Kleine_Bardenhorst

    Jonathan Safran Foer möchte die Vergangenheit seiner Familie beleuchten. Seine Großeltern sind nach dem Krieg in die USA gekommen, aber ursprünglich aus der Ukraine/Polen.

    Um Licht in die Sache zu bringen und sich bei der Retterin seines Großvaters zu bedanken fliegt er dorthin. Da er der Sprache nicht mächtig ist hat er einen Fremdenführer, dessen eigene Geschichte ebenso mit diesem Ort verbunden ist. Aber davon weiß zunächst niemand.


    Die Geschichte wird als Briefwechsel zwischen dem Autor und seinem Fremdenführer erzählt. Hierbei ändert sich auch immer wieder die Sprache und der Schreibstil.


    Ich habe viele Seiten gebraucht um in die Geschichte rein zu kommen. Doch dann hat sie mich so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

  9. Cover des Buches Seide und Schwert (ISBN: 9783551359131)
    Kai Meyer

    Seide und Schwert

     (481)
    Aktuelle Rezension von: Passepartout95

    Zuerst muss ich sagen, dass ich ein sehr großer Fan von Kai Meyer bin und mir seine Art der Fantasy wirklich gut gefällt. Daher habe ich vor vielen Jahren als Kind begeistert mit Seide und Schwert angefangen, habe aber nie geschafft, die Trilogie fertig zu lesen, da ich mittendrin das Interesse verloren habe. 

    Nach all den Jahren wollte ich nun nochmal von vorne beginnen und die Bücher endlich beenden, musste aber leider feststellen, dass sie mich immer noch nicht fesseln konnten. Obwohl die Handlung, die Charaktere und die Welt alles typisch Kai Meyer war, gab es ein großes Hindernis, das mich vom Lesen abhielt: die Hauptperson Niccolo. Ich fand ihn nicht einfach nur unsympathisch sondern eher nervig: am Anfang beschwert er sich nur über die Engstirnigkeit seines Volkes, dann versinkt er in Selbstmitleid, weil er sein Volk vielleicht nicht retten kann, dann ist er unsterblich verliebt in Mondkind, dann versinkt er wieder in Selbstmitleid, weil er nicht mit ihr zusammen sein kann und so geht es immer weiter ... Ich hatte das Gefühl, dass Niccolo eher passiv in der Geschichte ist und wenn er doch mal aktiv wird, dann immer eher im Affekt und mit dem Ziel Mondkind näher zu kommen.

    Ganz im Gegensatz dazu steht Nugua, die zweite Hauptperson. Nugua ist ein Mädchen, das bei Drachen aufwuchs und sich auf die Suche nach ihnen macht, nachdem sie spurlos verschwanden. Sie ist eine sehr interessante Figur, die wohl die größte Charakterentwicklung von allen in der gesamten Trilogie durchmacht. Und trotz aller Widrigkeiten (SPOILER gebrochenes Herz, tödlicher Fluch, Heimweh und Einsamkeit; das Wissen, dass ihre Familie sterben wird SPOILER ENDE) verliert sie nie den Mut und versinkt nie im Selbstmitleid.

    Ich weiß nicht, ob diese enorme Gegensätzlichkeit der Charaktere von Kai Meyer bewusst so gewählt war, ob sie zufällig entstand oder ob nur ich persönlich Niccolo als einen so furchtbaren Jammerlappen empfinde aber ich hätte die Trilogie fast zum zweiten mal nicht beendet wegen ihm.  

    Der einzige Trost beim Lesen waren neben Nugua noch die interessanten Nebencharaktere: Feiqing, ein Mensch ohne Gedächtnis, der in einem verfluchten Drachenkostüm feststeckt und immer wieder für Witz und Humor sorgt. Li, ein unsterblicher Krieger. Und meine Lieblingsperson Wisperwind, Schwertmeisterin eines Clans.

    Nur dank dieser Charaktere, die die fast schon melodramatische Geschichte um Niccolo und Mondkind erträglicher gemacht haben, konnte ich Seide und Schwert und die zwei Nachfolge-Teile letztlich doch noch beenden. 

    Schweren Herzens gebe ich dem Buch nur 2 Sterne, da ich es wahrscheinlich nicht noch einmal lesen werde. 

  10. Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
    Carlos María Domínguez

    Das Papierhaus

     (234)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hatte diese märchenhafte, mystische Atmosphäre, wie sie irgendwie nur südamerikanische Autoren kreieren können. Die Geschichte ist sehr kurz, dafür aber umso intensiver und "nachwirkender". Das Setting rund um einen Bücherliebhaber und sein Haus aus Büchern am Strand ist einzigartig und eine wirklich interessante, lesenswerte Idee für eine Erzählung.

  11. Cover des Buches Emotion Caching (ISBN: 9783958350625)
    Heike Vullriede

    Emotion Caching

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Virginy

    Was tut man, wenn man so abgestumpft ist, dass einen scheinbar alles kalt lässt?
    Richtig, man sucht sich ein Hobby, dass die Gefühle in Wallungen bringt…
    So ergeht es auch Kim und ihren Freunden.
    Seitdem ihr Vater vor Jahren spurlos verschwunden ist, hat sich ihr Leben sehr verändert.
    Der Mutter wird der neue Freund nicht gegönnt, aber nicht nur das, sie steigert sich immer mehr in die Sache hinein und entwickelt fast schon blinden Hass auf den Mann, der sich immer öfter bei ihr Zuhause blicken lässt.
    Generell ist Kim unzufrieden mit ihrem Leben, an sich nichts wirklich außergewöhnliches für einen Teenie, doch sie hat einen ganz speziellen Weg, damit umzugehen.
    Seitdem sie Mr. Haifisch, wie sie ihn nennt, versehentlich vors Auto gelaufen ist, macht sie sich Woche für Woche einen Spaß daraus, ihn an jener Kreuzung abzupassen und bis aufs Blut zu reizen, dann fühlt sie sich frei, während ihre Freunde das Ganze filmen.

    Nico, Benni und Lena sind von Kims neuester Idee, dem „Emotion caching“ begeistert, es geht darum Menschen zu manipulieren, sie in eine scheinbar ausweglose Situation zu bringen und wenn sie explodieren, ihre Gefühle auf Film zu bannen.
    Jeder darf sich ein Opfer aussuchen und Kim hat natürlich sofort eins parat, Robert, den Freund ihrer Mutter…
    Doch erstmal ist üben angesagt, schließlich will man ja etwas lernen.
    Was als harmloses Spiel beginnt, gerät schon bald völlig außer Kontrolle und es gibt einen ersten Toten, auch wenn es „nur“ ein Unfall war.
    Und kommt man einmal ungeschoren davon, hat man keine Hemmungen mehr.
    Kim merkt, dass ihr die Leitung des Spiels immer mehr entgleitet, aber will sie wirklich aufhören?

    Der Klappentext von Heike Vullfriedes „Emotion caching“ hat mich damals sehr angesprochen, doch dann hab ich das kleine Schätzchen auf meinem Reader vergessen, glücklicherweise bin ich vor kurzem doch wieder darauf gestoßen und habe es mir endlich einverleibt.^^
    Auch wenn das buch für mich eigentlich ein Jugendbuch ist, ist es doch erschreckend, wie schnell man jede Hemmung verlieren kann.
    Die 4 Freunde haben alle ihr Päckchen zu tragen, Kim den Verlust ihres Vaters, Nic9o kommt aus einer Großfamilie, in der er so gut wie unsichtbar ist, Lena braucht jemanden, der sie führt und dann ist da noch Benni, dessen reicher Anwalts-Vater ein Arschloch ist, wie es im Buche steht.
    Benni ist es auch, der die Gruppe immer weiter vorantreibt, sich immer gemeinere Spiele ausdenkt, die Freundschaft an ihre Grenzen treibt.
    Aber waren sie wirklich jemals Freunde oder verbindet sie nur diese innere Gefühlskälte?

    Alles in allem war mir keiner der Freunde sonderlich sympathisch, aber ich denke, das ist durchaus beabsichtigt und zeigt in einem doch sehr erschreckendem Maße, wie schnell man eine Grenze überschreitet und was man für den ultimativen Kick alles tut, aus diesem Grund gibts für „Emotional caching“ von mir 4 von 5 Sternen.

  12. Cover des Buches Grün wie die Hoffnung (ISBN: 9783442383559)
    Nora Roberts

    Grün wie die Hoffnung

     (375)
    Aktuelle Rezension von: lesenbirgit

    Dieses neue Cover ist auch sehr schön. Ich habe noch die ältere Version, aber es kommt ja auf den Inhalt drauf an. Die Bücher von ihr sind allesamt einfach nur traumhaft geschrieben. Ich habe bis jetzt alle verschlungen.Gerade die mystischen wie dieses hier haben es mir angetan. <Ich liebe ihre Bücher und habe auch schon ganz viele im Bücherschrank stehen. Es ist auf jeden Fall wert es zu lesen. Die ganze Trilogie

  13. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Lalalenii

    Helene Hanffs unverhoffte Brieffreundschaft mit einem Londoner Buchantiquariat lässt die Herzen aufgehen. Durch geteilte Leidenschaft hält eine Freundschaft über Jahrzehnte hinweg über den Atlantik fest. Noch dazu ein faszinierender Einblick in den Alltag in London und New York der 1950er und 1960er Jahre. 

  14. Cover des Buches Das blutige Land (ISBN: 9783492268301)
    Richard Schwartz

    Das blutige Land

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Kagali
    Halbzeit bei den Götterkriegen, zu mindestens, wenn man den Zusatzband wegrechnet. Auf diesen Band habe ich die letzten beiden Bände hin gefiebert, denn es wurde Zeit, dass unser Held zurückkehrt.

    Meine Meinung:

    Der Wanderer ist zurück
    Endlich erleben wir die Geschichte wieder aus Havalds Sicht. Endlich haben wir seine unverwechselbare Art und sein Talent in komische Situationen zu geraten wieder. Schon nach den ersten Seiten ist es wie „nach Hause kommen“. Ich versteh zwar, dass Schwartz die „Havald Auszeit“ gebraucht hat um die Geschichte weiter auszubauen und Geschehnisse zu erklären, von den Havald einfach nichts wissen kann bez. kann er ja auch nicht überall sein, dennoch ist mir die Ich-Perspektive lieber. Es wirkt alles einfach herzlicher,  „näher“ und unbeschwerter. Auch der Humor ist dadurch wieder erfrischend ausgeprägt und das, obwohl sich die Bedrohung durch den Nekromantenkaiser wie ein allgegenwärtiges Damoklesschwert über der Geschichte hängt. Diese Mischung aus nervenaufreibender Bedrohung, die Spannung erzeugt, und den Auflockernden Momenten, wen sie Charaktere sich untereinander necken, ist dem Autor wieder ganz hervorragend gelungen.

    Sehr gut gefallen hat es mir auch, dass man etwas mehr über Havalds Vergangenheit in der Zeit zwischen Seiner Rettung der Stadt Kelar und seinem „Ende“ am Pass erfährt.  Man erhält so ein tieferes Verständnis für seinen Charakter, z.B. warum er so rastlos ist. oder wie es kam, dass die Menschen in den Südlanden anfingen ihn anzubeten.

    Alte und neue Schauplätze

    Wie der Titel schon verspricht, entführt uns Schwartz in diesem Band in eine neue Region, nämlich der Ostmark.  Damit erhalten wir Einblick in eine weitere Region des Kaiserreichs. Wenn man bedenkt, dass der erste Band dieses Fantasyepos ausschließlich in einem eingeschneitem Gasthof spielte, hat sich die Welt von Askir mittlerweile doch erheblich erweitert und umspannt mittlerweile etliche Länder. Entgegen dem, was man vermuten könnte, bleibt Havald jedoch gar nicht so lange in dem blutigen Land, sondern wechselt dazwischen, Magie und Toren sei Dank, auch nach Ilian und Askir. Das lässt die Handlung etwas sprunghaft wirken, was auch mein Kritikpunkt an diesem Buch ist. Gerade bei  dem „Ausflug“ zum Kampf der dritten Legion bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich nötig gewesen wäre. Zokoroa und Varosh hätte man sicher auch anders einsammeln können. Alles in allem bleibt es jedoch weiterhin spannend.

    Fazit:

    Mit Havald ist es eben doch besser, als ohne. Das Buch hat seinen Humor und die tolle Dynamik zwischen den Charakteren wieder und macht daher, trotz einer etwas sprunghaften Handlung, Lust auf den nächsten Band.

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner
  15. Cover des Buches Der Kreidemann (ISBN: 9783442489398)
    C.J. Tudor

    Der Kreidemann

     (299)
    Aktuelle Rezension von: buffyandthebooks

    Der Kreidemann von C. J. Tudor ist ein ganz besonderer Thriller!

    Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, einmal 1986 und 2016, in der wir eine Gruppe Kinder im Alter von 12 Jahren begleiten. Die 5 Freunde führen eine sorgenfreie Kindheit und genießen die freien Nachmittage in der Natur. Bis eines Tages der Kreidemann in ihr Leben tritt! 

    Er macht ihnen den Vorschlag, mithilfe von kleinen Kreidemännchen zu kommunizieren. Die Kinder nehmen den Vorschlag umgehend an und kreieren ihre eigenen Männchen, jeder in seiner eigenen Farbe und mit Symbolen für Ort und Dringlichkeit.

    Doch der Spaß sollte nicht lange halten, denn schon bald führen sie die Kreidemännchen zu ihrer ersten Leiche und ab dem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es einmal war. 

    30 Jahre später, als der Hauptprotagonist Ed dachte, er hätte die Vergangenheit hinter sich gelassen, wird er von ebendieser wieder eingeholt. 

    Der Kreidemann ist zurück und er hat einen Brief für Ed mit einer eindeutigen Botschaft......

    Was wird geschehen? Warum hat der Kreidemann so lange geruht und wie kann das überhaupt alles sein?



    Die Geschichte des Kreidemannes war wirklich total interessant. Zeitweise, gerade in den Passagen wo nur belanglose Ausflüge beschrieben wurde, hatte ich das Gefühl das die Spannung fehlt. Doch schon kurze Zeit später wurde ich eines besseren belehrt. Gerade im letzten Drittel ging es ordentlich los!

    Im Buch wird auch das Thema vergewaltigung Thematisiert, weshalb ich an dieser Stelle eine Triggerwarnung rausgeben. Auch sonst spart die Geschichte nicht an Brutalität und blutreichen Szenen. Für zartbesaitete Leser nur bedingt geeignet, aber für Horrorfans genau das Richtige.


    Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, einige waren mit sofort sympathisch und ich konnte eine Bindung aufbauen, ein Paar wenige andere fand ich sofort abstoßend ( was aber vielmehr an der Rolle lag die sie spielen als an dem Charakter selbst). Eine gute Mischung würde ich sagen, zu keinem Zeitpunkt weiß man wer nun der Täter ist und wie die einzelnen Fälle bloß alle zusammenpassen. Erst gegen Ende wird das Rätsel aufgelöst und ich kann euch versprechen, es wird nicht so sein, wie ihr es euch gedacht habt. Für meinen Geschmack hätte das Ende auch noch etwas mehr auserzählt werden können, das liegt aber nur daran das ich generell kein Fan von 'offenen Enden' bin.


    Alles in allem hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen, es wird definitiv in Erinnerung bleiben und ihr bekommt eine klare Leseempfehlung von mir!

  16. Cover des Buches Drache und Diamant (ISBN: 9783551359155)
    Kai Meyer

    Drache und Diamant

     (332)
    Aktuelle Rezension von: Passepartout95

    Meine Güte, was bin ich froh, die Trilogie beendet zu haben! Zum einen natürlich, weil mir die beiden Vorgänger-Teile dank der nervigen Hauptperson Niccolo nicht sehr gut gefallen haben und zum anderen hauptsächlich, weil der dritte Teil um Welten besser war! 

    Gelesen habe ich ihn eigentlich nur der Vollständigkeit halber, wurde dabei aber positiv überrascht! Niccolo reißt sich nun endlich wieder ein bisschen zusammen und wird aktiver, auch wenn Mondkind immer noch der Mittelpunkt seiner Gedanken ist. Nugua hat eine vollständige Wandlung durchgemacht, die ich persönlich als die größte Charakterentwicklung in den Büchern empfinde. 

    Das Finale ist fesselnd geschrieben und erstreckt sich gefühlt über das ganze Buch. Die Erzählperspektiven wechseln oft zwischen den Haupt- und Nebencharakteren, wodurch man den großen Kampf aus verschiedenen Sichtweisen erlebt. 

    Ich gebe vier Sterne für das tolle Finale! Es hat sich gelohnt, sich durch die ersten beide Teile durchzuquälen ;-)

  17. Cover des Buches Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst (ISBN: 9783570400791)
    Wendy Mass

    Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Sweetybeanie

    Zum Inhalt:

    Kurz vor seinem 13. Geburtstag erhält Jeremy von seinem eine rätselhafte Kiste. Sein Vater hat diese für ihn kurz vor seinem Tod mit dem Sinn des Lebens gefüllt. Doch die vier dazugehörigen Schlüssel scheinen verschwunden zu sein. Doch aufgeben ist für Jeremy keine Option. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Lizzy beginnt für die beiden eine rasante Jagd quer durch New York, die ihr Leben verändern wird….

    Meine Meinung:

    Wirklich unterhaltsame Jugendlektüre. Jeremy ist ein lieber Junge, der seinen Vater sehr vermisst und versucht, seiner Mutter keinen Kummer zu machen. Er ist ein wenig spleenig. Aber auf eine sympathische Art. So isst er z.B. nur bestimmte Speisen (mit Ausnahme von Süßigkeiten) und legt für interessante Dinge, wie z. B. Fehlproduktion von Süßigkeiten Sammlungen an. Gleichzeitig ist er hochgradig interessiert an Astronomie und Zeitreisen. Er liebt Bücher und schenkt seiner besten Freundin Lizzy jedes Jahr ein Buch, das er dann letztendlich selbst liest.

    Lizzy ist das Gegenteil von Jeremy. Sie hat es faustdick hinter den Ohren und überredet ihren besten Freund zu allerlei Abenteuern. Dabei hat sie das Herz am rechten Fleck.

    Ganz klar, dass sie ihren besten Freund, mit ihren Ideen unterstützt und dabei reichlich Chaos anrichtet. Zumindest auf den ersten Blick. Letztendlich sorgt ihr Chaos dafür, dass Lizzy und Jeremy auf ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens ein ganzes Stück weiterkommen und sich Jeremy seinem Vater wieder näher fühlen kann und schließlich irgendwann das Geheimnis der Kiste lüftet.

     „Nur weil Leute aus unserem Leben verschwunden sind, heißt das noch nicht, dass sie nicht mehr an uns denken – und umgekehrt“ – Seite 166

    Das Buch ist witzig und temporeich geschrieben und es enthält gleichzeitig so viel Wahrheit, die einen während des Lesens immer wieder innehalten und nachdenken lässt.

    „Ihr müsst nur ihr selbst sein, und zwar so gut ihr irgend könnt. Findet heraus, wer ihr wirklich seid, findet heraus, warum ihr hier seid, und ihr werdet euer Ziel erkennen. Und damit letztendlich den Sinn des Lebens.“ – Seite 195

    Vielleicht sollten wir das alle tun. Rausfinden, wer wir eigentlich sind. Unabhängig davon, wie die anderen uns wahrnehmen. Sondern uns wirklich auf uns besinnen. Auf unser ganz eigenes Ich. Ich versuch das jetzt mal….

    Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de


  18. Cover des Buches Lanze und Licht (ISBN: 9783492267304)
    Kai Meyer

    Lanze und Licht

     (386)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Das Abenteuer um das Wolkenvolk geht weiter! Ich lese die Bücher jetzt zum zweiten Mal, nach langer Zeit, und mich begeistert die Geschichte wieder genauso wie damals!

    Achtung! Band 2 der Reihe!

    Die Handlung ist in China angesiedelt um die Zeit 1761 n. Chr. Aber auch wenn der Autor hier einige Bezüge zur asiatischen Kultur mit einbaut, sind vor allem seine phantastischen Ideen wieder mal ein Highlight. Dabei geht es nicht vorrangig um Zauberei oder magische Wesen, sondern die Mischung aus ein bisschen Magie, einfallsreichen Kreaturen und Charakteren und der abwechslungsreichen Handlung, die eine eine Menge Lesespaß und gute Unterhaltung bringen!
    Das Tempo treibt einen als Leser gut voran und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Auch wenn Kai Meyer anschaulich und detailliert jede Situation perfekt beschreibt, wird es nie langatmig - im Gegenteil, die Spannung wird immer wieder gesteigert. Oft auch durch die kleinen Cliffhanger am Kapitelende.

    Die Perspektiven wechseln immer wieder, denn die Protagonisten müssen jetzt getrennte Wege gehen.
    Während Niccolo hofft, den Tod der letzten "Unsterblichen" verhindern zu können, quält ihn immer wieder der Gedanke, sein Volk im Stich zu lassen. Seine Heimat, die Wolkeninsel, verliert immer mehr an Höhe und droht endgültig abzustürzen - außerdem peinigt ihn der Bann, der sein Herz für eine unmögliche Liebe schlagen lässt. Er ist hin- und hergerissen zwischen seinen Entscheidungen für die Rettung der Welt und das Leben des Mädchens, das untrennbar mit seinem verbunden ist.

    Der Krieger Li ist währenddessen mit Nugua unterwegs, die noch immer auf der Suche nach den Drachen ist und die Zeit wird knapp. Ihr Leben hängt sozusagen am seidenen Faden und die Chancen stehen schlecht, dass sie doch noch geheilt werden kann.

    Die Figur von Feiqing finde ich immer noch total genial. Ein äußerst merkwürdiger, aber umso kurioser Charakter: durch einen Zauber gefangen in einer Karikatur eines Drachenkostüms, ist er ebenfalls auf der Suche nach der Ursache, die ihm diese unschöne Situation eingebrockt hat. Die Schwertmeisterin Wisperwind begleitet ihn und sie nähern sich tatsächlich dem Geheimnis, das sich hinter Feiqings Vergangenheit verbirgt.

    Aber auch Alessia bleibt nicht untätig. Gefangen auf der Wolkeninsel gibt sie nicht auf, um hinter das Geheimnis des Aethers zu kommen und sie macht eine unglaubliche Entdeckung.

    Man erfährt jetzt im zweiten Band einiges über die Hintergründe, aber die letzten Zusammenhänge sind noch immer im Dunkeln. Die Figuren müssen viele Kämpfe bestehen, mit gefährlichen Gegnern aber auch mit den inneren Zweifeln und sich selbst - und ich rätsele noch immer mit, wie diese ganzen Fäden am Ende zusammenlaufen werden. Ich hab die Trilogie zwar schon einmal gelesen, aber das ist schon eine ganze Weile her und ich bin froh, mich an die Details nicht mehr erinnern zu können - fast so, als erlebe ich diese fantastische Geschichte zum ersten Mal!

    Unterhaltsam, spannend und mit viel Liebe zum Detail der Figuren und dem ganzen Hintergrund ist diese Reihe ein wahres Lesevergnügen!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

    Das Wolkenvolk

    1 - Seide und Schwert
    2 - Lanze und Licht
    3 - Drache und Diamant
  19. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.144)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Dieses Buch ist so vieles auf einmal: Komödie, Abenteuerroman, Liebesgeschichte, ... vor allem aber eines: großartige Unterhaltung!

  20. Cover des Buches Das Schweigen des Sammlers (ISBN: 9783458359265)
    Jaume Cabré

    Das Schweigen des Sammlers

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Henk_Bleu

    Ich weiß noch, dass ich über dieses Buch in der FAZ eine hymnische Besprechung las. Es sei einer der besten spanischen Romane der letzten Jahre, hieß es darin. Ich weiß nicht mehr, wie das genau begründet wurde, aber mein Interesse war geweckt.

     

    „Das Schweigen des Sammlers“ heißt im Original „Ich bekenne“ und das ist der weitaus treffendere Titel für diesen verwickelten Roman. Formal ein Briefroman, lesen wir die Memoiren des spanischen Gelehrten Adria Ardevol an seine Frau Sara Voltes-Epstein, die große Liebe seines Lebens. Es ist ein Buch über Schuld und die Hoffnung auf Wiedergutmachung. Denn Ardevol fühlt sich schuldig am Schicksal seiner Frau, und daran, dass sie ihn verließ – weil er eine Geige nicht zurückgab, die seiner Familie nicht gehörte. Das klingt vielleicht banal, aber die Geschichte dieser Geige bildet neben Ardevols Lebensgeschichte die zweite große Stütze des Romans. Sie spannt einen riesigen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von Geistlichen in Klöstern bis zu Nazischergen in Auschwitz. Und der Streit über ihren Besitz ist Ausgangspunkt für umfangreiche Schilderungen über Gut und Böse, Schuld und Moral.

     

    Damit hat sich Cabre viel vorge-, aber nicht übernommen. Ihm gelingt es, die stattlichen 850 Seiten intelligent und spannend zu füllen. Vor allem hat Cabré die Handlungsebenen kunstvoll und trickreich verknüpft. Oft springt er mitten in einem der vielen Dialoge auf eine andere Ebene. Oder er wechselt in einem Dialog die Erzählperspektive, vom Er zum Ich oder Du. Das ist oft nicht gleich zu verstehen, sondern erfordert die Aufmerksamkeit des Lesers, ist aber absolut faszinierend gemacht und trägt dazu bei, dies Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch formal komplex zu machen. Es führt vor allem dazu, dass der Leser näher an die Handlung herankommt und von ihr stärker berührt wird. Und es macht das Buch einzigartig.

     

    Kritikpunkte sehe ich bei der Hauptfigur. So facettenreich sie einerseits angelegt ist, so einseitig ist das Motiv von Ardevols Handlungen: Das Gefühl der Schuld und die überbetonten Gefühle für seine Frau wirken über die ganze Länge fast schon penetrant. Aber vielleicht ist das eine Mentalitätssache, und deutsche Leser empfinden hier anders als der spanische Autor. Zum anderen ist Ardevol als Intellektueller angelegt, der über die Natur des Bösen forscht. Dann müsste dazu auch was Intellektuelles kommen, doch das fehlte mir. Dafür gibt er durch die Romanhandlung vielfältige Antworten dazu.

     

    Vielleicht hat Cabre nicht alles einlösen können, aber ihm ist in achtjähriger Arbeit unterm Strich ein bemerkenswertes Buch gelungen, das ich empfehlen möchte
  21. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499275357)
    David Safier

    Mieses Karma

     (5.019)
    Aktuelle Rezension von: Guildenstern

    Das Buch hat mich interessiert, weil ich neugierig war, wie dieses Thema behandelt wird. Also - ich finde es superlustig, in welche skurillen und absurden Situationen die karrieregeile TV-Moderatorin Kim durch diverse Wiedergeburten gerät. Sie muss sich gutes Karma erarbeiten, um wieder zum Menschen zu werden, und lernt zum Schluss, dass sie ihren Himmel bereits auf Erden hat.
    Ganz nebenbei hat das Buch auch bewirkt, dass ich Tiere - besonders Ameisen - jetzt mit anderen Augen betrachte. Absolute Leseempfehlung für alle Ungläubigen!

  22. Cover des Buches DAS RÄTSEL SALOMONS (ISBN: 9783958351561)
    Daphne Niko

    DAS RÄTSEL SALOMONS

     (25)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Von dem hochinteressanten Plot hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Es war vieles vorhersehbar und leider kam nur phasenweise Spannung auf. Da ist das Original (Dan Brown) bei Weitem besser. Gerade so 2,5 Sterne aufgrund der originellen Geschichte um Judentum und Heiligem Land.
  23. Cover des Buches Der Club Dumas (ISBN: 9783458362494)
    Arturo Pérez-Reverte

    Der Club Dumas

     (152)
    Aktuelle Rezension von: larshermanns

    Rein per Zufall bin ich 2006 auf den Film »Die neun Pforten« von Roman Polański gestoßen, der mich völlig gefesselt hat. Ich liebe Bücher, vor allem antiquarische … und eben diese stehen im Film und der Romanvorlage »Der Club Dumas« von Arturo Pérez-Reverte im Mittelpunkt des Geschehens. Kein Wunder also, dass ich mir das Buch am 11. September 2014 kaufen musste, als ich es bei Amazon entdeckte.

    »»»»»»»»»» DAS BUCH ««««««««««

    Mir liegt die Taschenbuchausgabe von 2014 vor, die ich gestalterisch sehr ansprechend finde. Das Cover spricht bereits für sich und lässt erahnen, dass es um antiquarische Bücher gehen könnte. Der Preis lag damals bei € 9,99 für das 464-seitige Werk.

    »»»»»»»»»» DER CLUB DUMAS ««««««««««

    Lucas Corso ist Antiquar und skrupelloser Bücherjäger. Für seinen Freund, den Antiquar La Ponte, soll er das Manuskript zu »Le Vin d’Anjou« von Alexandre Dumans auf seine Echtheit hin überprüfen. Gleichzeitig erhält er von dem leidenschaftlichen Büchersammler Varo Borja den Auftrag, zwei okkulte Bücher ausfindig zu machen. Ihm selbst ist es bereits gelungen, das berühmt-berüchtigte Werk »Die neun Pforten ins Reich der Schatten« von Aristide Torchia zu beschaffen, das dieser im Jahr 1666 zusammen mit Lucifer höchstselbst verfasst hatte und dafür 1667 als Ketzer – zusammen mit seinen Büchern – auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war. Heute soll es bloß noch drei Werke geben, von denen Borja eines vorliegt. Allerdings zweifelt dieser an der Echtheit des Buches, und Lucas Corso wird beauftragt, dieses Werk mit den beiden anderen Büchern zu vergleichen. Sollte sich eines der anderen als das echte Werk herausstellen, soll er es mit allen Mitteln in seinen Besitz bringen.

    »»»»»»»»»» MEINE MEINUNG ««««««««««

    Dass die Romanvorlagen zumeist deutlich besser sind als die späteren Verfilmungen, ist in den meisten Fällen zutreffend und wird mit »Der Club Dumas« noch einmal bestätigt. Der 1999 erschienene Film »Die neun Pforten« mit Johnny Depp ist zwar sehr gut und spannend inszeniert, behandelt jedoch de facto nur die Hälfte der Geschichte, was im Grund genommen bereits beim Filmtitel deutlich gemacht wird. Roman Polański hat sich einfach auf den okkulten Part beschränkt, um einen spannenden Mystery-Thriller zu schaffen.

    Doch »Der Club Dumas« ist so viel mehr. Dreht es sich hier doch vor allem um das Leben und Wirken von Alexandre Dumas sowie um Büchersammler und –liebhaber, die sich in regen Diskussionen über diverse literarische Werke auslassen. Und inmitten dieser Welt der Bücher wirkt und agiert Lucas Corso als eine Art Bücherjäger, der im Auftrag seiner Klienten einerseits Bücher auf ihre Echtheit hin überprüft und andererseits auch Aufträge entgegennimmt, bestimmte Manuskripte und Schriftstücke gegen Bezahlung zu besorgen, wobei er sich durch auch illegaler Methoden bedient.

    In dem vorliegenden Roman »Der Club Dumas« hat er es nun mit zwei unterschiedlichen Werken zu tun, bei denen sich die Recherchen dennoch nach und nach miteinander verbinden. Hierbei ist es spannend und interessant zugleich, wie selbst Corsos eigenes Leben sich mehr und mehr wie eine Geschichte aus der Feder von Alexandre Dumas entwickelt; sei es nun die mysteriöse Mylady oder ihr narbiger Vasall Rochefort. Und sei dies nicht genug, taucht auch noch die rätselhafte Studentin Irene Adler auf … Sherlock Holmes lässt grüßen!

    Letzten Endes entwickelt sich die gesamte Geschichte zu einem spannenden, teils verwirrenden Spiel der skurrilsten Charaktere mit Intrigen, Verschwörungen und unglaublichen Verwicklungen. Dabei lernt man auch noch etwas über die Kunst des Buchdrucks und der Restauration alter Bücher, was für Bücherliebhaber natürlich ein weiteres Schmankerl ist.

    Leider finde ich das Ende der Geschichte nicht ganz so gelungen – es wirkt irgend abgehackt und wie aus dem Hut gezaubert. Plötzlich ist alles ganz klar und logisch, doch man erfährt als Leser bedauerlicherweise nicht wirklich, wie sich Corso all die letztendlich erschlossen hat.

    Blickt man darüber hinweg, hat man einen spannenden Roman für Bücherliebhaber, der den Leser auf eine Reise durch die Literatur nimmt.

    »»»»»»»»»» FAZIT ««««««««««

    Mir hat der Roman »Der Club Dumas« gefallen, auch wenn ich das Ende als nicht ganz so gelungen empfinde. Die Unterschiede zwischen Roman und Film sind immens, sodass man beide besser nicht miteinander vergleichen sollte. Kenntnisse der Werke Dumas‘ sind zwar nicht zwingend erforderlich, lassen einen dann jedoch einiges in einem etwas anderen Licht erscheinen.

    Von mir gibt es hierfür gute 4 Sterne

  24. Cover des Buches Entführt 2 (ISBN: 9783963570469)
    Mila Olsen

    Entführt 2

     (79)
    Aktuelle Rezension von: evelyn1985

    Den ersten Band habe ich verschlungen. Der 2. Teil war sehr mühevoll, aber ich wollte ja unbedingt alle Teile lesen, darum habe ich mich durchgequält.

    Ich finde die Autorin hätte den ersten und zweiten Band in ein Buch verfassen können, und immer zwischen den Charakteren hin und her springen können. Dann bräuchte man nicht das gleiche Buch 2x lesen. 

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