Bücher mit dem Tag "sammler"
32 Bücher
- Cecelia Ahern
Der Glasmurmelsammler
(419)Aktuelle Rezension von: Buecherliebe_19Auch wenn "Der Glasmurmelsammler" von Cecelia Ahern schon etwas älter ist, war es mir eine große Freude, dieses Buch zu lesen. Ich habe bereits mehrere Werke der Autorin verschlungen und bin immer wieder beeindruckt davon, wie sie scheinbar leichte Geschichten mit viel Gefühl und Tiefe erzählt. Auch dieses Buch entfaltet mit jeder Seite mehr Wirkung und regt intensiv zum Nachdenken an.
Im Zentrum stehen Fergus und seine Tochter Sabrina. Fergus lebt nach einem Schlaganfall in einem Pflegeheim. Er ist körperlich eingeschränkt, leidet unter Gedächtnislücken und erinnert sich kaum an seine Vergangenheit. Nach der Wohnungsauflösung tauchen plötzlich einige Kartons mit persönlichen Gegenständen auf. Darunter eine sorgfältig geführte Murmelsammlung. Weder Sabrina noch ihre Mutter ahnten etwas von dieser Leidenschaft. Eine handgeschriebene Inventarliste lässt erkennen: ausgerechnet die wertvollsten Murmeln fehlen. Sabrina beginnt der Spur dieser Murmeln zu folgen und begibt sich damit auf eine Reise in das unbekannte Leben ihres Vaters.
Die Geschichte wird in zwei miteinander verwobenen Handlungssträngen erzählt: Die Gegenwart schildert Sabrinas Suche nach den verschwundenen Murmeln und nach Antworten, während der zweite Strang in die Vergangenheit zurückführt und Fergus’ Leben von seiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter beleuchtet. Diese Rückblicke zeigen, wie Fergus zu dem Menschen wurde, der er ist mit all seinen Widersprüchen, Geheimnissen und inneren Kämpfen.
Cecelia Aherns Schreibstil ist wie gewohnt klar, einfühlsam, bildhaft und leicht zu lesen. Besonders gelungen finde ich die ruhige Erzählweise, die trotzdem fesselt. Auch humorvolle Momente sind geschickt eingestreut und lockern die eher ernste Thematik auf.
Die zentrale Botschaft des Romans hat mich sehr berührt: dass es Mut erfordert, zu sich selbst zu stehen und seine Leidenschaften nicht zu verstecken und dass echte Liebe und Akzeptanz all unsere Ecken und Kanten mit einschließen. Außerdem, dass es Dinge gibt, die wir eigentlich nicht vergessen wollen und es daher wichtig ist, dass es Menschen gibt, die diese Erinnerungen stetig für uns am Leben halten.
"Der Glasmurmelsammler" ist ein stilles, emotionales Buch mit viel Tiefe, dass mich noch lange beschäftigt hat. Eine klare Leseempfehlung für alle, die leise, aber eindringliche Geschichten lieben.
- Kai Meyer
Die Spur der Bücher
(254)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeMercy Amberdale ist eine geborene Bibliomantin, heißt sie kann mit Hilfe der Bücher Magie nutzen. Sie beschafft für reiche Auftraggeber wertvolle Bücher, wie Erstausgaben oder Bände, denen eine besondere Magie innewohnt. Der mysteriöse Tod eines Buchhändlers, der inmitten seiner Bücher verbrannte, ohne, dass das Papier rings um ihn herum auch nur versengt wurde, führt Mercy auf die Suche nach Antworten. Antworten, die ihr gesamtes Leben verändern könnten....
Kai Meyers Welt der Bibliomantik ist gleichzeitig ein Fantasykrimi und eine Hommage an Bücher und Geschichten. Der Schreibstil ist äußerst flüssig, detailreich und bildhaft. Die Protagonistin durchgezeichnet und mit zunehmender Tiefe im Verlauf des Buches. Hingegen die Nebencharaktere bleiben sehr blass und bekommen nur die nötigsten Details. Der Autor nutzt das Buch um eine Reihe geschichtlicher Hintergründe und Informationen zur bibliomantischen Welt zu geben. Diese sind zwar durchaus interessant, aber im Kontext des Geschehens teils einfach etwas viel und erzeugen dadurch kleine Längen. Ausgesprochen fantasiereich sind die magischen Details, die für einige Schmunzler sorgen und dem Buch seine besondere Note verleihen.
Mein Fazit: Ein nettes fantasiereiches Buch, dass mich thematisch voll abholen konnte, dem aber gefühlt etwas Feinschliff fehlte. Ich vermute, dass sich junge Leser mit den vielen historischen Informationen eher schwer tun und die für mich verschmerzbaren Längen sehr viel stärker wahrnehmen. Ansonsten macht es einfach Spaß in eine Welt einzutauchen, in der Bücher einen so besonderen Stellenwert haben und ich freue mich auf die Fortsetzung.
- Chris Carter
Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)
(448)Aktuelle Rezension von: ShadyDie Robert-Hunter-Reihe von Chris Carter gehört für mich klar in die Kategorie „Thriller, die man nicht nebenbei liest“. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass hier ein ganz eigenes Tempo und eine sehr direkte, oft schonungslos brutale Erzählweise dominiert.
Gleichzeitig sind die Bücher sehr schnell zu lesen, weil die Kapitel kurz gehalten sind und ständig neue Perspektiven oder Cliffhanger eingebaut werden. Genau das sorgt dafür, dass man nur schwer pausieren kann.
Ich habe mich bereits im ersten Buch ein Stück weit in die Figur des Robert Hunter „verliebt“ – natürlich rein platonisch 😊 – und die gesamte Reihe danach regelrecht verschlungen.
Insgesamt ist die Robert-Hunter-Reihe für mich eine klare Empfehlung für alle, die Thriller mögen, die düster, direkt und teilweise wirklich hart an der Grenze sind. Wer allerdings empfindlich auf Gewalt oder sehr detaillierte Beschreibungen reagiert, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
- Jess Kidd
Die Ewigkeit in einem Glas
(137)Aktuelle Rezension von: ZeilenchaosDie Ewigkeit in einem Glas ist das erste Buch, was ich von Jess Kidd gelesen habe und es hat mich überrascht, aber auch überzeugt.
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich eine gänzlich andere Vorstellung von dem, was mich in dem Buch erwarten würde und doch kann ich rückblickend sagen, dass der Klappentext dennoch sehr gut passt.
Schon direkt zu Beginn des Romans ist mir schnell klar geworden, dass diese Geschichte nichts für schwache Nerven ist, da es direkt sehr grausam zur Sache ging (bspw. detaillierte Beschreibung von Leichen). Dennoch hat mich die Kombination mit den Fantasy-Elementen der Merrows fasziniert, sodass ich dem ganzen eine Chance gegeben habe.
Jess Kidd hat einen unfassbar guten Schreibstil, mit dem sie geschickt detaillierte, faszinierende, groteske/grausame und bisweilen lustige Beschreibungen miteinander verbindet. Auch die Anmerkungen in Klammern tragen dazu bei, dass das Gefühl entsteht, tatsächlich mit Bridie zu kommunizieren.
Auch bei ihren Charakteren achtet die Autorin auf eine gute Mischung mit bspw. Mrs. Bibby, Gideon von der grausamen Sorte und Bridie und dem Geist Ruby mit ihren selbstbewussten, freundlichen, hilfsbereiten und bisweilen lustigen Charakterzügen. Sie alle wurden mit einer sehr detaillierten Vergangenheit ausgestattet, über die man im Verlauf der Geschichte immer mehr erfährt und selbst am Ende dachte ich, dass es noch so viel mehr über sie zu erfahren gibt.
Durch verschiedene Sichtwechsel zwischen Bridie und Mrs. Bibby, sowie durch die Zeitsprünge in Bridies Jugend und die „Märchen“, die Mrs. Bibby Christabel erzählt, wird Hintergundwissen und damit Spannung aufgebaut. Teilweise sind dennoch sehr lange beschreibende Passagen enthalten, die man mögen muss. Mich haben sie nicht gestört, ich habe eher den Schreibstil genossen.
Die Spannung hält sich vor allem dadurch, dass man als Leser schon früh die Zusammenhänge und Lösungen erkennt und auch von Anfang an weiß, wer Christabel gestohlen hat. Man fiebert also mehr mit, dass Bridie die Zusammenhänge auch erkennt als das man selbst überrascht wird. Deshalb wusste ich auch vieles schon vor der Auflösung, dennoch war auch noch die ein oder andere Überraschung vorhanden.
Was mich allerdings leicht gestört hat, ist, dass ich die meiste Zeit über kein wirkliches Mitgefühl für Christabel empfinden konnte (weil ich sie so gruselig fand) und es teilweise auf mich so wirkte, als wäre die Suche nach ihr nicht so eilig bzw. dauert einfach viel zu lange.
Insgesamt hat mich Jess Kidd mit ihrer einzigartigen Kombination aus Krimi, Historie und Fantasy dennoch vollends überzeugt, sodass ich nur 5/5 Sternen geben kann.
- Anja Jonuleit
Der Apfelsammler
(11)Aktuelle Rezension von: HelefloInhaltsangabe:
Nach dem Ende einer langen Beziehung reist Hannah nach Umbrien, um das Erbe ihrer geliebten Tante Eli anzutreten: ein verwunschenes Häuschen voller Geheimnisse. Die Apfelbäume stehen in voller Blüte und Hannah fühlt sich auf Anhieb wohl, auch wenn ihr einige der Dorfbewohner zunächst mit Misstrauen begegnen. Beim Aufräumen des Hauses fallen ihr Briefe in die Hand, die von Elis Jugend erzählen, und bald beginnt Hannah zu ahnen, dass ihre Familiengeschichte eng mit dem Dorf verbunden ist – und mit Matteo, dem geheimnisvollen Apfelsammler, dessen Leidenschaft das Züchten alter Apfelsorten ist. Und so sucht sie fortan seine Nähe…(Quelle: Amazon)
Meinung:
Ein wunderschönes Hörbuch mit 2 fantastischen Sprecherinnen (Maja Schöne und Marion Martienzen) und einer Geschichte über Familiengeheimnisse, die erst nach dem Tod einer Beteiligten gelüftet werden. Das Cover finde ich sehr gut gelungen, es wunderbar stimmig mit dem Titel und auch dem Inhalt der Geschichte.
Nachdem Hannah vom Tod ihrer Tante erfährt, reist sie sofort nach Umbrien, wo Eli zuletzt gelebt hat. Dort gibt es schrullige und scheinbar verrückte Dorfbewohner, die zum einen nichts mit Hannah zu tun haben wollen, oder ihr merkwürdige Geschichten erzählen, aus denen sie nicht schlau wird. So nach und nach freundet sie sich mit Matteo di Lauro an, dem verschlossenen Züchter alter Apfelsorten. Je näher sie ihm kommt umso mehr Fragen stellen sich für Hannah nach dessen Vergangenheit, seiner verschwundenen Frau und wie das alles mit Eli zusammenhängt.
Erst als sie Briefe mit Elis Handschrift findet, löst sich das Rätsel. Nur was soll Hannah nun mit diesem Wissen anfangen?
Fazit:
Ein toller Roman um Familiengeheimnisse ,eine schwere Kindheit, italienische Gastarbeiter und längst vergangene Fehler, die erst allmählich zu Tage treten und deren Tragweite alles verändert. Wer so etwas gerne liest oder hört ist hier genau richtig. Zwischendrin gab es aber einige Wiederholungen, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte, daher gibt es 4 Sterne von mir. - Zadie Smith
Der Autogrammhändler
(21)Aktuelle Rezension von: RosalieIm Großen und Ganzen ganz okay, aber wieso es sein größter Coup sein sollte weiß ich immer noch nicht ... - Arnaldur Indriðason
Engelsstimme
(200)Aktuelle Rezension von: DieSueschauerinDer Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Es ist eingeteilt in die Tage der Ermittlung angefangen bei Tag Eins bis zum Tag der Aufklärung und innerhalb dessen wird aber auch nochmal nach Kapiteln durchnummeriert. Kapitel finde ich generell gut, um auch mal eine Pause einzulegen, aber die "Tages-Oberkapitel" haben noch ein wenig Orientierung im Fall gegeben.
Die Ermittler kommen dem Täter nur langsam auf die Schliche. Immer wieder gibt es Spuren, die im Nichts enden. Der Autor hat genau das richtige Maß gefunden zwischen zu viel Spuren (kann sehr verwirrend sein) und zu wenig Spuren (kann schnell langweilig werden). Durch das eher langsame Tempo im Fall konnte ich aber auch gut miträtseln. Dadurch habe ich mich auch nach dem Lesen weiter mit dem Buch beschäftigt.
Durch die Ermittlungen werden bei Erlendur, dem Chefermittler, Erinnerungen an seine Kindheit ausgelöst und dadurch wird der Ermittler nur interessanter und bekommt eine Tiefe, die ich so nicht von jedem Ermittler kenne und auch nicht erwartet habe. Genauso ist es beim Opfer. Wie schon auf dem Klappentext erwähnt, reichen die Spuren bis in die Vergangenheit zurück, aber es ist keine 08/15-Vergangenheit. Dadurch bekommt das Opfer, aber auch seine Familienmitglieder eine ähnliche Tiefe wie Erlendur Sveinsson, was die Figuren sehr spannend macht.
- Chris Karlden
Der Totensäer: Thriller
(16)Aktuelle Rezension von: chipie2909Dies ist mein zweiter Thriller aus der Feder von Chris Karlden und ich muss ehrlich gestehen: Als ich mir „Der Totensäer“ zugelegt habe, war mir gar nicht bewusst, dass es sich um den zweiten (!) Band der Speer-und-Bogner-Thriller handelt. Genau gesagt ist es die Fortsetzung von „Der Totensucher“, den ich nun natürlich noch nachholen muss ;) Aber eines vorweg: Ja, mir ist aufgefallen, dass mir wohl ein paar Infos vom Auftakt der Buchreihe fehlen, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas Grundlegendes entgangen ist. Meiner Meinung nach kann das nur sein, wenn der Autor großes Talent im Erzählen besitzt, es ist eine wahre Kunst, wenn alle Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können.
Aber nun zum Buch, denn um was geht es eigentlich?
Vor zwei Jahren wurde Lucy, die Tochter von Hauptkommissar Adrian Speer entführt und plötzlich bekommt Adrian während der Aufklärung einer Mordserie Hinweise auf Lucy. Sein Partner Robert Bogner unterstützt Adrian voll und ganz bei seiner Suche, doch plötzlich wird auch Adrians Familie bedroht und schnell wird klar, dass Adrian und Robert niemanden mehr trauen können, selbst nicht ihren eigenen Kollegen.
Mein Eindruck vom Buch:
Ganz ehrlich bin ich deutschen Thrillern gegenüber immer sehr skeptisch. Umso erfreuter war ich, als ich merkte, dass mich der „Der Totensäer“ genauso fesseln konnte wie „Der Todesprophet“ – ein Thriller ebenso geschrieben von Chris Karlden. Ich mag den Schreibstil und die Kapitel haben die perfekte Länge. Besonders gefallen hat mir, dass man auch immer wieder Lucy begleiten darf. Durch die Kapitel mit Adrians Tochter wurde der Spannungsbogen konstant hochgehalten. Von mir aus hätte es gerne noch ein bißchen mehr über Adrians und Roberts Privatleben handeln dürfen, aber das ist grad jammern auf sehr hohem Niveau ;)
Fazit:
Wie schon angeschnitten steht jetzt bei mir „Der Totensucher“ an. Ich kann diese Buchreihe definitiv jedem ans Herz legen, der auf der Suche nach stundenlang fesselnden Stoff ist.
- John Grisham
Das Original
(6)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEinfach wieder genial umgesetzt als Hörbuch und Charles Brauer ist einfach eine Wucht und gehört als Stimme zu John Grisham.
Ich verschlinge die Bücher von John Grisham und mag seine Spannungsbögen, seine Beschreibungen und auch seine Figuren. Mit Das Original ist ihm eine exzellente Homage an die Literatur und die ganz großen gelungen. Fünf Männer machen einen großen Coup. Sie stehlen original Manuskripte von F. Scott Fitzgerald. Das FBI beginnt sofort mit der Jagd nach ihnen, denn es sind Millionen die da entwendet wurden und die Manuskripte müssen zurück. Bruce Cable ist Buchhändler aus Leidenschaft und in seinem Laden auf Camino Island lädt er gerne junge weibliche Autorinnen zu Lesungen und in sein Bett ein. Um sich schart er gerne seine Frau und viele Literaturliebhaber und Schriftsteller die auf der Insel leben. Gemeinsam wird da philosophiert, kritisiert und vor allem Fach gesimpelt. Mercer Mann ist erst 31 Jahre alt, aber steckt in einer absoluten Krise. Ihr Dozentenvertrag wird nicht verlängert und der Abgabetermin ihres neuen Buches ist lange überschritten. Das Geld und auch die Zeit werden bei ihr mehr als knapp. Das FBI möchte die Manuskripte zurück und die Spur führt irgendwann zu Bruce und sie brauchen einen Lockvogel für ihn und entdecken Mercer, die mit ihrem Erstling damals in Bruce Cables Buchhandlung hätte lesen sollen. Angetrieben von Versprechen und vor allem dem Geld, macht sie sich auf die Insel und inmitten eines Kreises aus Literaturliebhaber, aber auch dunkler Geschichten, Geheimnissen und in einen Raum, wo es ganz besondere Bücher gibt.
John Grisham fesselt wieder einmal ungemein und ich bin süchtig nach seinen Büchern. Die letzten Jahre hatte er manchmal leicht nachgelassen aber hier mit Das Original konnte er mich wieder total überzeugen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und war selbst auf Camino Island und habe aufregendes gesehen und erlebt. Tipp!
Als Hörbuch einfach großartig!
- Antoine Laurain
Das Bild aus meinem Traum
(52)Aktuelle Rezension von: PrinzesschnDer Pariser Anwalt Maître Pierre-François Chaumont ist seit frühster Kindheit Sammler und lässt sich keine Auktion entgehen. Eines Tages entdeckt er ein altes Ölgemälde, von dem er kaum den Blick abwenden kann, denn das Porträt sieht ihm zum verwechseln ähnlich. Doch niemand außer ihm scheint diese Ähnlichkeit zu sehen. Pierre-François fürchtet, verrückt geworden zu sein, deswegen begibt er sich auf die Suche nach dem abgebildeten Adligen und stößt auf ein altes Adelsgeschlecht, das seit Jahrhunderten in der Bourgogne lebt. Heimlich begibt er sich auf die Reise und wird sogleich überrascht, denn jeder scheint ihn dort zu kennen! Man hält ihn für den verschollenen Grafen. Anstatt das Missverständnis aufzuklären, belässt Pierre-François es dabei und nimmt das neue Lebens dankend an.
Die Geschichte wird aus Pierre-François Sicht erzählt, wodurch die Leser:innen Einblicke in seine Gedanken und Gefühlswelt erhalten. Die Leidenschaften gegenüber neuen Kunstobjekten, die Zurückweisung seiner Frau, die Suche nach seiner neuen Identität – eine Achterbahn der Gefühle.Doch so stark ich die sprachliche Komponente empfand, so langsam tröpfelte der Inhalt der Geschichte daher. Mir fehlte das Fingerspitzengefühl für die Charaktere, von dem ich bereits erfahren hatte, dass es eines der Stärken des Autors sein sollte. Für mich war Pierre-François trotz der Ich-Perspektive nicht wirklich nahbar. Mir fehlte schlichtweg der Tiefgang. Ich hatte gegen Mitte/Ende der Geschichte das Gefühl, etwas verpasst zu haben, weil die Handlung nur so an mir vorbeirauschte.
Sprachlich daher wirklich toll, aber inhaltlich konnte es mich leider nicht wirklich überzeugen.
- John Fowles
Der Sammler
(35)Aktuelle Rezension von: SorenVCAuf Englisch heißt er Adonis blue und es ist mein Lieblingsschmetterling! Ich mag Schmetterlinge sehr und dieses Buch hat vielleicht einen Reiz dafür gegeben. Trotzdem würde ich sie niemals sammeln und töten wollen, wie der Hauptcharakter in diesem Roman. In dieser Rezension gibt es KEINE Spoiler.
Also ich fand den ersten Teil ganz gut, im zweiten Teil hat sich die ganze Geschichte aber leider wiederholt aus der Sicht der Entführten. Das fand ich ein wenig repetitiv. Man merkt wie im ersten Teil nur Handlungen und Gedanken vorkommen und im zweiten Teil aus der Sicht der Frau kommen eher Gefühle und Vorstellungen vor. War bestimmt so gewollt.
Was ich sehr gut fand ist, dass ich gleich nach dem Buch den Film sehen wollte und er ist wirklich gut. Kann man sich antun! Das ist nicht so wie bei Der Magus, bei dem der Film leider totaler Schrott ist. Ich wüsste aber auch nicht wie man Der Magus verfilmen könnte. Der Magus war übrigens mein erster John Fowles. Ich fand ihn so toll, dass ich dann gleich alle anderen Bücher von John Fowles lesen wollte. Hat mich bis jetzt nie enttäuscht.
Ich empfehle euch erst diesen Roman zu lesen und danach den Film zu schauen. Es lohnt sich und mir hat der Film gut gefallen. Als Roman gebe ich trotzdem nur 4 Sterne, da ich andere Werke von John Fowles besser finde. Wenn man John Fowles lesen möchte, würde ich euch Der Magus und Die Geliebte des französischen Leutnants und Daniel Martin empfehlen. Der Ebenholzturm und The Tree sind auch sehr gute Bücher. Weiteres muss ich noch lesen.
Was mir am Film übrigens sehr gefallen hat, ist dass ich beide Charaktere gut verstehen konnte. Ich sehe mich zwar nicht als Menschenkenner, aber bei diesem Film konnte ich beide Charaktere sehr gut verstehen, weshalb ich tatsächlich dachte, dass beide Charaktere nichts falsch gemacht haben, aber trotzdem schade wegen dem Ende. Ich will damit sagen, dass es nicht unvorstellbar für mich war, was unser reiche Engländer für eine Tat begangen hat. Natürlich würde ich sowas nie tun! ;)
- Ellen Barksdale
Tee? Kaffee? Mord! - Der Queen-Killer
(11)Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannikaDer Queen-Killer ist wieder unterwegs. Queen-Fan Desmond ist bereits mit einem Kopfschuss ermordet und seltene Maxi-Schallplatten bei ihm gestohlen worden. Jetzt hat auch sein Freund Andrew - genannt Freddie - Drohbriefe bekommen, die sich aus Queen Songtextzeilen zusammen setzen. Er geht zur Polizei, damit diese ihn und seine Sammlung beschützt. Erinnerungen das der Queen-Killer bereits vor Jahren gemordet hat, kommen auf. Aber warum gerade jetzt?
Ronald ist auf geheimer Mission unterwegs, deshalb hat sich Sergeant Willbur Waybridge nach Earlsraven versetzten lassen. Er ist der Ansicht, ein wenig Ruhe zu brauchen, aber irgendwie ist er ein wenig fehl am Platze, so wie früher der Bänkerfreund von Nathalie.
Die Hälfte des Spaßes in diesem Kriminalfall ist das Geplänkel zwischen dem Sergeant und Nathalie und Louise. Und die Tatsache, das Waybridge lieber Klassik hört und keine Ahnung hat, wer Queen oder Freddie Mercury ist.
Das Thema diesmal sind nicht nur die fanatischen Fans und ihre Sammelleidenschaft, für die sie viel Geld ausgeben, sondern auch die Auswirkungen des Internets und das Brüsten mit Raritäten, sowie das Posten von allen möglichen persönlichen Dingen, die Kriminelle auf den Plan rufen. Das Böse schläft schließlich nie, nur die Methoden passen sich der Zeit an.
Fazit: Mal wieder ein wenig skurril und gerade deshalb sehr unterhaltsam. - Andreas Brandhorst
Das Kosmotop
(18)Aktuelle Rezension von: PrinzessinMurksIch hab es mir gekauft, weil ich "Das Artefakt" so überragend fand. 2014 fing ich an, es zu lesen. Es zu lesen, fühlte sich an, als wate man durch Gel. Nach wenigen Seiten schlief ich ein oder verlor die Konzentration. Dennoch hat mich die weit gespannte Erzählung rund um einen uralten Menschen und seine psychedelische Vogelfrau nicht losgelassen. Ich nahm das Buch mit, wenn ich zur Ruhe kommen wollte. Las es von 2014 bis 2023. Satte 9 Jahre. Ich erinnerte mich sofort an die Handlung, wenn ich wieder eintauchte. Corwain Talkmaster und sein Autor Andreas Brandhorst haben einen ganz eigenen, hypnotischen Duktus. Eine komische Beziehung pflegten wir. Ein Buch, dass mich das Gegenteil von "Weglesen" erleben ließ.
Nun bin ich erleichtert und traurig zugleich. Welcher Wälzer wird mein nächster Begleiter?
Die drei Fragezeichen und die Fußball-Falle
(7)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Erst ersteht Fußballstar Jeffrey Seaman, unter den Augen von Justus und Onkel Titus, ein völlig überteuertes Gemälde und dann häufen sich merkwürdige Zwischenfälle im Training seiner Mannschaft. Lebensmittelvergiftungen, Verstauchungen und seltsame Stimmen versetzen die Sportler in Angst und Schrecken. Sollte es einen Zusammenhang zu einem Besuch im ägyptischen Museum geben? Als Totengott Anubis den Katakomben unter dem Stadion einen Besuch abstattet ist den Drei Fragezeichen klar: Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu und sie haben einen neuen Fall!
》EIGENE MEINUNG:
Puh, das Cover zu Folge 141 gehört für mich eher zu den Schlechteren. Ein junger Mann, mit Fußball im Arm, hastet durch einen steinernen Gang. Verfolgt – wie es scheint – von einem mysteriösen Schatten. Soweit so gut, aber die Farben und Schattierungen des Gesichtes machen das Bild nicht gerade zu einem Augenschmaus.
Wie schon bei den letzten Sport-Titeln der drei Fragezeichen, handelt es sich auch hier wieder nicht um eine Erzählung die sich intensiv in diesem Themenbereich bewegt. Vielmehr ist ein Fußballspieler einer der Hauptcharaktere und das war‘s dann auch schon so ziemlich. Darüber bin ich jedoch absolut nicht traurig. Was allerdings dann noch hinzu kommt ist vielleicht etwas viel: Kunstsammler, ägyptische Flüche, Mumien, verletzte Mitspieler, Anubis, außergewöhnliche Zigaretten, abgehörte Hotelzimmer uvm. Für mich wäre hier weniger mehr gewesen, auch beim Finale.
Tracks:
1. In die Höhe getrieben
2. Mädchen für alles
3. Ein neuer Auftrag
4. Stimmen
5. Pop-Art
6. Vertrocknete Blüte
7. Das Grauen in den Katakomben
8. Totengericht
9. Ägyptische Flüche
10. Durch die Blume
11. Fix und alle
12. Barocke Meisterwerke
13. Sprechende Pflanzen
》FAZIT:
Weniger wäre hier mehr gewesen und der Sport-Touch der Folge hätte ganz ausbleiben können oder sich zumindest nicht so prominent im Titel nieder schlagen müssen.
- Udo Paulitz
Klassische Traktoren 2020: Legendäre Schlepper aus acht Jahrzenhnten
(1)Aktuelle Rezension von: MissStrawberryIn diesem Kalender hat Udo Paulitz für jeden Monat faszinierende Fotos ausgewählter Traktoren von 12 unterschiedlichen Fabrikaten zusammengestellt. Auf dem letzten Blatt ist ein Wandplaner und auf dessen Rückseite eine Übersicht aller abgebildeten Traktoren mit ein paar interessanten Informationen dazu. Da strahlen die Augen großer und kleiner Traktor-Fans!
Die Fotos sind großformatig und bilden so einen absoluten Eyecatcher. Das Kalendarium ist hier zweitrangig. Es ist am unteren Rand und relativ klein. Die Wochentage sind grau, Samstage und Sonntage fett schwarz eingezeichnet, Sonntage sind außerdem mit einem illustrierten Traktor (passend zum Kalenderbild) gekennzeichnet. Feiertage, Gedenktage und Mondphasen sind hier keine vermerkt, Platz für Einträge gibt es dafür aber im Planer auf der letzten Seite. Hier kann man versteckt vor den Augen anderer seine Termine eintragen und findet auch die Feiertage im Kalendarium vermerkt. Das ganze Jahr hat man hier auf einmal im Blick.
Die Spiralbindung ist stabil und sehr hochwertig, stimmig zum Rest des Kalenders. So lassen sich die großformatigen Bilder ohne Probleme sauber jeden Monat umklappen. Die Fotos sind einfach toll. So schön, dass sie viel zu schade zum Wegwerfen sind, wenn das Jahr vorüber ist!
Ich habe gern in jedem Raum einen schönen, auffallenden Kalender. Die Fotokalender vom Heel-Verlag sind im Preis stimmig und sehr dekorativ. Da findet sich für jeden das passende Motiv, denn auch als Geschenk ist dieser Kalender ein Hit. Mein Vater ist großer Traktor-Fan und freut sich jedes Jahr sehr über diesen Wandkalender. Ganz klar – ich gebe fünf Sterne!
- Stefan Ulrich
In Schönheit sterben
(60)Aktuelle Rezension von: SaRahIn Rom geschieht ein Mord an einer bedeutenden Persönlichkeit. Das Ermittlerduo in Rom begibt sich also auf Täter-und Spurensuch, was sich als kompliziert herausstellt, da es viele Möglichkeiten gibt.
Man lernt den Rechtsanwalt Robert Lichtenwald und die liebe
Giada Bianchi
aus einer coolen Perspektive kennen. Robert Lichtenwald ist ein sympathischer, liebenswerter Protagonist, Ende 40, und ehemaliger Rechtsanwalt aus München, den dort nichts mehr hält und der sich in der Toskana ein Haus gekauft hat. Seine Bekannte oder auch Freundin Giada und nachher auch Partnerin bei den Mordermittlungen ist eine atemberaubend, sympathische Frau, welche zusätzlichen stark emotional ist. Giada besitzt im Gegensatz zu Robert einen temperamentvollen Charakter und kann ihre Emotionen nur schwer unterdrücken, was ich ab und zu etwas nervig finde, schlussendlich aber dazu gehört. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, weswegen sie auch so gut zusammen passen. Er ist streng, geradlinig und kann seine Sinne gut beisammen halten und sie ist viel aufgerdrehter und durch das jüngere Alter viel quirliger, sodass der Leser hier echt auch gefühlsmäßig was geboten bekommt. Zusätzlich zu den Charakteren kommen aber noch einige andere Sachen, wie Grabräuber und eben diese "Liebe", wobei der Mordfall immer im Vordergrund steht.
Meiner Meinung nach, wird dem Leser nicht langweilig, da Stefan Ulrichs seinen Job wirklich versteht, sympathisch schreibt und dem Leser gute Unterhaltung bietet. Das erste Buch kenne ich noch nicht, steht aber jetzt auf meiner Wunschliste.
Der Schreibstil ist hervorragend, detailgetreu und mit Ausnahme von manchen extremen Beschreibungen und fremdartigen Wörtern, gut zu lesen. Mehrfach habe ich mich gefühlt als wäre ich selber in der Toskana und habe zwischendurch richtig Lust auf Urlaub bekommen, gepaart mit dieser unfassbar interessanten Mordgeschichte ist dieses Buch ein Muss für alle Krimifans aber auch für Italienliebhaber.
- Monika Detering
Der Sommer des Raben
(25)Aktuelle Rezension von: gstSiris Leben ist mit dem Tod ihres langjährigen Lebensgefährten in Unordnung geraten. Statt sich ihren beruflichen Belangen als Puppenhändlerin zu widmen, muss sie die Beerdigung organisieren und Felix trauernde Eltern trösten. Vor allem die Schwiegermutter in spe fühlt sich bei Siris Freundinnen gut aufgehoben. Fast so gut wie bei Felix früherer Freundin …
Doch für Siri geht es ums Überleben. Wie soll sie ohne Verdienst das gemeinsame Haus halten? Sie muss sich wieder um ihre exzentrischen Kunden kümmern, die extra aus Amerika anreisen oder eine ganze Wohnung voller Puppen haben. Um einen von Felix Wünschen auch nach seinem Ableben zu erfüllen, macht sie sich auf die Suche nach der Rabenmarionette Havran aus Prag. Dazu reist sie zu versierten Puppensammlern, die ihr tatkräftig helfen. Das Geheimnis dieser Marionette wird aber erst zum Schluss gelüftet.
Monika Deterings Roman ist eine gelungene Lektüre zum Entspannen, trotz des traurigen Anfangs. Sie beschreibt die Situationen so makaber, dass ich einige Male laut auflachen konnte. Sie entführt die Leser an Orte, die man gern selbst besuchen möchte. Die Menschen wirken so lebendig, dass ich mich gut in sie hineindenken konnte. Besonders die gefühlvolle und bildhafte Sprache machten mir das Lesen leicht. - Helmut Giesinger
Benjamin Bayer
(10)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerBenjamin Bayer, ein Junge wie er einem vermutlich täglich über den Weg läuft. Nur mit einem großen Unterschied: Benjamin ist ein Sammler. Er hilft verstorbenen Seelen, den richtigen Weg zu finden und sie vor den Jägern zu schützen. Bei dem Buch handelt es sich bereits um den zweiten Teil. Aber auch ohne den ersten Teil zu kennen, liest sich das Buch super und man kommt schnell in die Geschichte rein. Hin und wieder gibt es einen kurzen Rückblick, so dass man wichtige Hintergründe und Zusammenhänge erfassen kann. Insbesondere das Turnier hat mir sehr gut gefallen. Zwar war der Ausgang und der Gewinner ja irgendwie klar, aber trotzdem haben mir die Kämpfe gut gefallen. Das Geheimnis um den Jäger in der näheren Bekanntschaft bleibt weiterhin rätselhaft. Das werden wir wohl erst in Band drei erfahren. Insgesamt ein sehr schönes und empfehlenswertes Jugendbuch. - Thomas O'Callaghan
Der Knochendieb
(39)Aktuelle Rezension von: Bienchen85Ich fand das Buch eigentlich gut. Die Beziehung zwischen den zwei Polizisten stört vielleicht ein wenig und das kleine Computergenie ist ein bisschen unrealistisch aber trotzdem gut geschrieben. - Annis Bell
Die schwarze Orchidee
(58)Aktuelle Rezension von: GreyswanIn diesem Fall wird Jane zu ihrer besten Freundin nach Nordengland gerufen, weil diese im Haus ihrer Cousine ein komisches Gefühl hat und ehe es sich Jane versieht, steckt sie in einem Kriminalfall um Mord und wertvolle Orchideen fest.
Dieser Teil hat neben der interessanten Geschichte rund um die Orchideenzüchter und -jäger, was ich als geradezu bereichernden Rahmen der Geschichte empfand, eine deutliche Besserung zum ersten Band. Im ersten Band empfand ich Jane als extrem pubertär und unreif, was hier nur zu Beginn vorkam. Im Verlauf der Geschichte wirkt Jane reifer und vernünftiger. Die Beziehung zu David vertieft sich und sie wachsen langsam zu einem Team zusammen.
Die Briefe aus Übersee boten einen Einblick in eine ganze eigene Welt und waren eine angenehme Auflockerung.
Ein besonderes Schmankerl stellt der Plot-Twist zu Ende hin dar und rundet die Geschichte ab.
Ab hier bin ich offiziell Fan der Reihe :-)
- Kai Meyer
Serafin. Das Kalte Feuer
(72)Aktuelle Rezension von: Primrose24Am Grund des Canal Grande findet Serafin zusammen mit seiner geflügelten Katze zwei bewusstlose Mädchen vor einem großen Spiegel. Während die eine von den Wachen der Stadt gefangen genommen wird, kann Serafin zumindest das Mädchen mit den spiegelnden Augen retten. Von da an beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise voller Gefahren vor und hinter der Welt der Spiegel.
„Serafin“ ist die Fortsetzung der bekannten Merle-Trilogie und spielt in einem anderen Venedig als das der ersten drei Bände. Wie der Name des Buches sagt, hätte ich eher erwartet das Serafin im Fokus der Geschichte stehen würde. Die ist zu einem gewissen Grad auch der Fall, es wird jedoch auch sehr viel Wert auf Junipers Entwicklung gelegt, was ich so eher weniger erwartet habe. Ich konnte mich nicht so recht mit der Entwicklung der Geschichte anfreunden, kann aber hier nicht mehr verraten, um nicht zu spoilern. Für mich hätte es diese Fortsetzung der Reihe nicht gebraucht, auch wenn ich verstehe, dass viele Leser wahrscheinlich am Ende der Merle-Trilogie etwas enttäuscht waren. Insgesamt war es schön nochmal in Venedigs Straßen eintauchen zu können, die Geschichte konnte mich jedoch nicht immer überzeugen.
- Andrea Instone
Emma Schumacher & Der verschwundene Professor
(30)Aktuelle Rezension von: Christin87Emma Schumacher lebt seit dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Großmutter in Cornwall. Mit ihrem Vater, einem eigentlich schon im Ruhestand befindlichen Professor für Ägyptologie, führt sie regen Briefkontakt. Ihr Leben ist beschaulich und geordnet. Bis ein Brief von ihrem Vater sie erreicht, der sie in Unruhe versetzt, denn er ist zu kurz, zu unpersönlich, zu kalt im Ton. Irgendetwas stimmt nicht, da ist sie sich sicher. Und so macht sie sich auf nach Bonn, ihrer alte Heimat, um nach ihrem Vater zu sehen. Doch auch seine Schwester, ihre Tante Tinni, die dem Professor den Haushalt führt, hat ihn seit Wochen nicht gesehen.
Auf ihrer Suche springen der schüchternen Emma schnell zwei junge Männer zur Seite, die ganz nebenbei auch um ihre Zuneigung buhlen . . .Das Buch ist Cosy-Crime, mit vielen netten Charakteren, schönen Schauplätzen, aber leider wenig Spannung. Nach anfänglicher Panik, scheint Emma zwischenzeitlich regelrecht zu vergessen, weswegen Sie nach Deutschland fuhr. Dann geht sie frohgelaunt shoppen, flirtet, genießt die Ruhe ihres alten zu Hauses, bis sie von einem der Herren in ihrem Umfeld, die sie erst auf die Suche geschickt hat, wieder erinnert wird, was ihr Ziel ist. Die in den Vermisstenfall verstrickten Männer begannen irgendwann leider in meinem Geist zu verschwimmen und ich musste sortieren welchem Museum, welcher Uni oder welchem Zusammenhang überhaupt die Personen zuzuordnen waren.
Am besten Gefallen hat mir der Beginn der Geschichte, in der Emma durch das idyllische Cornwall flaniert und das Buch einen reizenden britischen Charme versprüht.
Für mich insgesamt leider nur mittelmäßig gut, was ich vor allem daran gemerkt habe, dass es mich nicht gestört hat, wenn ich einen Tag mal nicht die Zeit gefunden habe weiterzulesen. Deshalb nur 3 Sterne.























