Bücher mit dem Tag "samoa"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "samoa" gekennzeichnet haben.

19 Bücher

  1. Cover des Buches Der Glanz von Südseemuscheln (ISBN: 9783453418196)
    Regina Gärtner

    Der Glanz von Südseemuscheln

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Samoa, 1914: Mathilde Hinrichs wartet auf eine letzte Maschine, um mit ihrem Bruder Fritz endlich die Konservenfabrik für Ananas in Betrieb zu nehmen, die sie auf ihrer Plantage anbauen. Doch der Erste Weltkrieg kommt ihren Plänen zuvor. Mit der neuseeländischen Besatzung verliert die Insel nicht nur den Status als deutsches Hoheitsgebiet, auch die deutsche Bevölkerung verliert nach und nach ihren Besitz und ihre Rechte. Mathilde kämpft aber weiterhin für die Erfüllung ihres Traums.


    Mathildes Cousine Alma ist mit ihrem Mann Joshua nach Sydney gezogen, wo er als Kapitän meist auf See ist. Daher bekommt er zunächst gar nicht mit, dass mit dem Kriegsausbruch eine extrem antideutsche Stimmung in Australien herrscht, die Alma und den Sohn Max vor Schwierigkeiten stellt. Als Joshua schließlich während einer Tour als verschollen gilt, muss Alma ebenfalls mit ungeahnten Widrigkeiten kämpfen.


    Es ist schon mehrere Jahre her, dass ich das Vorgängerbuch „Unter dem Südseemond“ gelesen habe, und ich hatte etwas Sorge, nicht mehr zu den Charakteren und in die Handlung zurückzufinden. Doch Alma und Joshua sind mir in Erinnerung geblieben und die Sorge war unbegründet. Mathilde war ebenfalls ein sehr spannender und interessanter Charakter. Sie ist sehr unabhängig und unternehmerisch, das hat mir imponiert. Überhaupt sind die Frauen hier die Starken. Die Männer sind mit Ausnahme Scott Turners, beinahe ständig unterwegs oder interniert, so dass die Hauptlast der Versorgung bei den Frauen liegt. Das empfand ich als sehr authentisch.


    Man merkt, dass Regina Gärtner wieder sehr gut recherchiert hat, um die Atmosphäre während des Ersten Weltkriegs, sowohl in Australien als auch auf Samoa, einzufangen. Dies ist ihr hervorragend gelungen. In der Schule haben wir damals eher die Auswirkungen als die Details des Ersten Weltkriegs behandelt, daher war es mir zum Beispiel neu, dass deutsche Kriegsschiffe bis in den Indischen Ozean hinein in Kampfhandlungen verwickelt waren. Die Besetzung Samoas durch neuseeländische Soldaten bis hin zum Gewissenskonflikt bei Mathilde, als sie für Turner arbeitet und sich dann in ihn verliebt, sind authentisch und fesselnd dargestellt. 

    Im Gegensatz dazu war Almas Teil oft geradezu gemächlich erzählt. Bei beiden Frauen wünschte ich mir an einem Punkt, dass die Handlung nun den nächsten Schritt tut, sonst wäre es über kurz oder lang zu eintönig. Zum Glück geschah dieser Schritt dann auch kurz darauf.


    In einem Punkt war mir der glückliche Zufall dann etwas zuviel, nämlich als es um den Jungen Patrick und seine Herkunft ging. Daher vergebe ich „nur“ vier Sterne. Das obligatorische Happy End kommt aber sehr stimmig daher, wie ich es von einem Historischen Roman mit Liebesgeschichte erwarte. Insgesamt empfand ich sowohl „Unter dem Südseemond“ als auch „Der Glanz von Südseemuscheln“ als sehr stimmig und atmosphärisch erzählt. Dabei habe ich außerdem noch viel über das Leben in der ehemaligen deutschen Kolonie Samoa gelernt, einen literarischen Schauplatz, den ich bis dato noch nie „besucht“ habe.

    Ich kann die beiden Romane um Alma und Mathilde allen empfehlen!

  2. Cover des Buches Zeit der wilden Orchideen (ISBN: 9783442480067)
    Nicole C. Vosseler

    Zeit der wilden Orchideen

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Licisbuecherwelt

    Georgina findet als junges Mädchen einen verletzten Jungen in ihrem Pavillon. Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, schleicht sich in ihr Herz. Doch plötzlich ist Raharjo weg und Georgina wird nach England geschickt.

    Nach einigen Jahren kehrt sie wieder nach Singapur zurück und die Wege der beiden treibt das Schicksal immer wieder zusammen und doch darf ihre Liebe nicht sein. Wird das Schicksal die Zwei doch zusammenführen?


    "Zeit der wilden Orchideen" von Nicole C. Vosseler war der erste Roman der Autorin, welcher ich gelesen habe. Die Geschichte ist sehr detailliert und bildlich beschrieben. Der Schreibstil ist sehr schön und die Liebe zum Detail ist faszinierend. Düfte, Gefühle und die wunderschöne Landschaft können die Leser beinahe wahrnehmen, so präzise ist die Autorin.

    Die Geschichte ist gut, aber ein bisschen langfädig geschrieben. Am Anfang musste ich wirklich durchbeissen, doch gegen Mitte des Buches hat mich die Geschichte gepackt und bis am Schluss in die bunte Welt Singapurs hineingezogen.

  3. Cover des Buches Unter dem Südseemond (ISBN: 9783453411531)
    Regina Gärtner

    Unter dem Südseemond

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Keltica
    Unter dem Südseemond


    Inhalt:
    Köln/Samoa 1899: Vom Vater gedrängt heiratet Alma den älteren Hermann, Leiter einer Kolonialhandelsgesellschaft, und begleitet ihn in die Südsee. Für Alma bedeutet es das Ende ihrer Welt – in jeder Hinsicht. Sie muss sich an das unkonventionelle Leben in der Kolonie und die Riten ihrer exotischen Einwohner gewöhnen und sich als Frau behaupten. In dem australischen Seemann Joshua findet Alma ihre große Liebe, aber sie ist verheiratet. Doch nicht nur das macht ihr das Herz schwer, denn es wird immer deutlicher, dass ein bedrohliches Geheimnis über ihrer Familie liegt.

    Fazit:
    Dieser Roman ist der erste von zwei Teilen.
    Wer sich zu einem historischen und romantischen Abenteuer in die Südsee begeben möchte, findet hier genau die richtige Unterhaltung. Die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang an, an das Buch zu fesseln. Die Beschreibung der Menschen und der Landschaft und ihren Schicksalen, lässt keine Langeweile aufkommen. Ganz nebenbei erfährt man auch noch geschichtliches aus der Kolonialzeit.
    Ich habe mit Alma gelitten und gebangt und manchmal auch gedacht: “Das darf doch nicht wahr sein!“
    Die überraschenden Wendungen in der Geschichte sorgen dafür, dass der Spannungsbogen immer schön erhalten bleibt.
    Den zweiten Band über Alma und Joshua werde ich mir auf jeden Fall auch noch holen.  Er heißt:  Der Glanz von Südseemuscheln

    Über die Autorin:
    Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Pressereferentin, Werbefachfrau und PR-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.

    Gemeinsam mit ihrem Mann lebt Regina Gärtner in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist. Von der pazifischen Region ist sie aber besonders angetan.
  4. Cover des Buches Der Klang der blauen Muschel (ISBN: 9783453357853)
    Beatrix Mannel

    Der Klang der blauen Muschel

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Yvibooks
    Die Personen sind sehr klar dargestellt. Man fühlt und fiebert mit ihnen. Ich konnte das Buch nicht weglegen bevor alles aufgelöst war. Besonders die Traditionen und Mythen aus Samoa fesselte und begeisterten mich. Es war als könnte ich die Muschel fühlen oder deren Klang hören. Die Verbindung von Mythen und Beziehungsgewirr lassen den Leser nicht los. Die Geschichte fesselt bis zum Schluss. Sie ist spannend wie ein Krimi und zugleich romantisch wie ein Liebesroman. Lest es und ihr werdet begeistert sein! 
  5. Cover des Buches Der Duft der grünen Papaya (ISBN: 9783442380565)
    Sarah Benedict

    Der Duft der grünen Papaya

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Alira

    Eine Familiensaga in zwei Erzählsträngen: Der eine handelt um 1914, als Samoa eine deutsche Kolonie war, der andere Erzählstrang betrifft die  Gegenwart.

    Was die Beschreibung des Inselstaats im Pazifik betrifft, liest sie sich wie eine Einladung ins Paradies – dort möchte ich einmal hin! (Also genaugenommen sowohl ins Paradies, als auch nach Samoa ;).)

    Die Familiensaga zweier Schwestern ist spannend, voll von Intrigen, Lügen und Hass. Dass dann ausgerechnet eine Deutsche zum Katalysator für ein Happy End auf der ganzen Linie (warum überhaupt Happy End?) wird, hat das Ganze für mich unglaubwürdig gemacht, und dafür gibt es Punkteabzug.


  6. Cover des Buches Das Haus des Glücks (ISBN: 9783426511732)
    Yvonne Winkler

    Das Haus des Glücks

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Lesegenuss

    "Das Haus des Glücks" von der Autorin Yvonne Winkler beginnt mit einem samoanischen Märchen.

    Hamburg, im November 2008. Hier lebt Julias Großmutter Lotte und jeden Dienstag vormittag war "Omatag". Mit ihr konnte Julia reden. Dass die 34jährige Julia etwas bedrückt, das sah Oma Lotte am heutigen Tag sofort. Julia erzählt ihr, dass sie gern wieder ihr Medizinstudium aufnehmen möchte. Nur Haushalt, die drei Kinder, Mann, das befriedigte sie nicht mehr. Da bekommt sie das Tagebuch von ihrer Ururgrußmutter Victoria, zu deren Zeit es den Frauen in Deutschland unmöglich war, Medizin zu studieren. Und genau wie Julia war es Victorias Traum.
    In wechselnden Abschnitten erzählt die Autorin die Geschichte um zwei Frauen, die um ihren Traum kämpfen müssen. Hierbei hebt sich besonders Victoria in der Geschichte hervor. Diese ließ sich in nichts beirren, auch nicht als es sie aus persönlichen Gründen in die ferne Südsee verschlägt, nach Samoa. Es muss wohl in den Genen der Familie liegen, dieser Wunsch Ärztin zu werden. Und so ganz nebenbei erfährt Julia, dass die Familie aus Samoa stammt. Auch sie war dort geboren. Nunmehr steht fest, dass sie nach Samoa reisen wird, um die Wurzeln ihrer Vorfahren zu finden. Trotz aller Widerstände für ihre weitere berufliche Zukunft wird Julia von ihrem Mann Marco begleitet.
    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Es finden sich etliche Gleichheiten beider Frauen. Dass Victoria definitiv die interessante Geschichte zu erzählen hat, wird schnell klar. Ist es doch der Ursprung zum "Haus des Glücks" auf Samoa. Was ebenfalls interessant ist, das die geschichtlichen Ereignisse des 19. Jh. eine Rolle spielen, wo es um die Macht in der Südsee geht.

    So toll die Geschichte ist, so störend war der Druck und die andere Schrift von Victorias Aufzeichnungen. Es war wie Bordschwellen auf der Straße, um flüssig vorwärts zu kommen. Ein echter Störfaktor.
    "Das Haus des Glücks", auch wenn der Roman schon etwas länger auf dem Buchmarkt ist, die Geschichte lohnt sich allemal zu lesen. Gerade weil das Thema um die Gleichstellung der Frauen vor über 100 Jahren aktuell ist und in vielen anderen Romanen Beachtung findet. Einen Punkt muss ich allerdings abziehen aufgrund der vorgenannten Kritik.

  7. Cover des Buches Das Haus der blauen Schmetterlinge (ISBN: 9783442381876)
    Sarah Benedict

    Das Haus der blauen Schmetterlinge

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Jisbon
    "Das Haus der blauen Schmetterlinge" hat mir ganz gut gefallen. Es ist die Geschichte von Elsa, einer Südseeprinzessin und den verschiedenen Stationen in ihrem Leben - und das Leben ist auf jeden Fall bewegt, von Armut und Opium-Abhängigkeit bis hin zu größtem Wohlstand ist alles dabei. Begleitet wird sie zeitweise von verschiedenen Männern, aber vor allem von ihren engsten Freundinnen, die sie als ihre Familie ansieht. Da historische Romane mit Patchwork-Familien eher ungewöhnlich sind, hat dieser Aspekt das Buch für mich gleich interessanter gemacht und die Dynamik wurde auch sehr schön dargestellt. Ebenfalls interessant fand ich die Informationen über den Zweiten Weltkrieg und seine Auswirkungen auf Port Rabaul, gerade auch in Bezug auf den Pazifikkrieg. Die Kapitel, die sich mit der Zeit nach Beginn des Krieges befassten, waren für mich daher um einiges fesselnder als die erste Hälfte, die ich etwas zäh fand, und ich hätte mir mehr Informationen gewünscht, auch wenn es wohl unrealistisch gewesen wäre, wenn die Protagonisten noch aktiver in das Geschehen eingebunden gewesen wären.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen und es ist ihr auch gelungen, die Atmosphäre einzufangen und die für uns fremdartigen Lebensumstände gut darzustellen. Ein großes Problem hatte ich aber mit Elsa selbst - sie war so unglaublich naiv, was aufgrund ihres bisherigen Lebens bis zu einem gewissen Grad glaubwürdig war, doch sie ist mir trotzdem auf die Nerven gegangen, vor allem, als noch Launenhaftigkeit und eine ungesunde Beziehung nach der anderen dazukamen. Es ist bewundernswert, dass sie sich nicht unterkriegen lässt und wie sie mit all den Katastrophen in ihrem Leben umgeht; dennoch wurde ich mit ihr einfach nicht warm und ihr Schicksal war mir recht gleichgültig; dafür sind mir einige der Nebenfiguren ans Herz gewachsen und ich fand sie als Charaktere viel greifbarer. Schade, dass sie nicht mehr im Mittelpunkt standen. Dazu kommt noch, dass es irgendwann einfach zu viele Schicksalsschläge waren, selbst wenn ein paar Monate oder Jahre Abstand dazwischen lagen.

    Davon abgesehen ist "Das Haus der blauen Schmetterlinge" ein guter historischer Roman, vor allem in der zweiten Hälfte. Da ich mit der Protagonistin nicht viel anfangen konnte und es mir irgendwann zu viel Drama war, gibt es jedoch 'nur' 3,5/5 Sternen.
  8. Cover des Buches Die Angst des weißen Mannes (ISBN: 9783548373591)
    Peter Scholl-Latour

    Die Angst des weißen Mannes

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Avatarus
    Gelesen habe ich es, weil es mir zur Ergänzung von Sarrazins Buch empfohlen wurde. Dahingehend wurde ich enttäuscht, dass ich darin keine Ergänzung sehe. Es es eher ein Rundumschlag an politischer Informationspreisgabe rund um den Bereich Südostasien und Lateinamerika. Einer der positiven Nebeneffekte ist, dass das Buch vieles relativiert, was in der täglichen Presse als ach so dramatisches plakatiert wird. Ich bewundere die Stoizität von Scholl-Latour. Wenn man, weit weg von der Propaganda des Westens sich vor Ort darüber informiert, einen Vergleich von vor 50 Jahren und heute ziehen kann und trotzdem noch so "ruhig bleibt", muss über ein wirklich wahres Gemüt verfügen. Ich stimme sicherlich nicht mit allen Meinungen überein, vor allen Dingen wenn es um China und den grossen Führer geht. Kann/darf ein Volk der Meinung sein, dass sie die Leistungen des "grossen chinesischen Führers" im nachhinein als positiv beleuchtet, wenn über 50.000.000 Chinesen für diesen Fortschritt mit ihrem Leben bezahlen mussten...was wäre wenn, er nicht da gewesen wäre. Schwer verdaubare Meinung. Aber vielleicht muss man mit viel moralischen Abstand sagen, dass diese provokative Meinung letzten Endes für ein Volk doch das richtige war. Der Erfolg gab ihm recht. China wächst derart als beherrschende Weltmacht über sich hinaus, dass es bald mit den US auf gleicher Augenhöhe in die Zukunft manövriert. Es ist nur eine Facette der Informationen einer Welt, die weit weit weg von uns ist. Nicht nur auf der Landkarte, sondern auch im Wissen. Dieses Buch ist extrem Empfehlenswert und ist mit Sicherheit nicht das letzte gewesen, was ich von Herrn Scholl-Latour gelesen habe!
  9. Cover des Buches Reisen im Licht der Sterne (ISBN: 9783423145312)
    Alex Capus

    Reisen im Licht der Sterne

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Wer kennt sie nicht, „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Millionen Heranwachsender haben dieses Buch verschlungen, unvergessen die Fernsehverfilmung, die Deutschland zwischen Weihnachten viermal eineinhalb Stunden zwischen Weihnachten und Neujahr vor die Fernseher trieb. Billy Bones, John Silver und sein Papagei, die Schurken Anderson und Hands, der alte Irre Benn Gunn, es waren Figuren, die weit über die Bestsellerlisten bekannt blieben. Die romantische Verklärung der Piraterie, johoho und 'ne Buddel voll Rum.

    Doch was blieb noch von Stevenson? Dass er als Schriftsteller zu seiner Zeit sehr erfolgreich war, ist den Wenigsten bekannt. Doch dass ermöglichte ihm, trotz schwerer Krankheit, ein Leben in Wohlstand und vor allem konnte er reisen. Warum es ihn ausgerechnet nach Samoa verschlagen hat, ist eine Quelle wilder Spekulationen und auch der Stoff der „Schatzinsel“ füllt Bücher von Gelehrten und solche, die sich dafür halten.

    Alex Capus hat sich auf die Spur des Louis Stevenson begeben und versucht, dessen Faszination für die Schatzsuche und die Südsee nachzuvollziehen. Er reiste selbst auf die Insel, auf der Stevenson einen Großteil seines Lebens zugebracht hat und versuchte, das Geheimnis von Cocos-Island zu lüften, der Insel, auf dem der große Schatz der Kirche von Lima versteckt sein soll. Dabei hat er kein reines Sachbuch geschrieben, sondern geschickt Realität und Fiktion verbunden, doch fündig geworden ist auch er nicht. Dafür gibt es jede Menge Einzelheiten aus dem Leben des großen Autoren Stevenson und teilweise vergnügliche Anekdoten, die seine Arbeit und sein Leben geprägt haben.

    Es ist ein etwas anderer Reisebericht, der sich spannend in der Welt der Schatzsuche und der Auswanderer bewegt. Capus lässt den Leser nicht von der Leine, es macht Spaß, ihm durch die unwegsamen Pfade der Südseeinseln zu folgen und es ist interessant zu erfahren, wie sich Stevenson neben seiner schriftstellerischen Berufung durch das Leben manövrierte.

    Ein Buch, das einen geheimnisvollen Sog ausübt. Wie ein Schatz, den man unter jedem Stein vermutet. Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Der Traum vom Horizont (ISBN: 9783752828511)
    Alexandra Fischer

    Der Traum vom Horizont

     (45)
    Aktuelle Rezension von: wundervolle_buchwelten

    》Der Traum vom Horizont《 ist ein historischer Roman aus der Feder von Alexandra Fischer.  Diese Geschichte umfasst eine Zeitspanne von 13 Jahren, beginnend 1902 und endet 1915.

    Inhalt:

    Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.

    Meinung:

    Die Autorin zieht mich mit bildlichen Beschreibungen nach Deutsch Samoa im Jahre 1902 und lässt mich emotional aufwühlend an der tragischen Familiengeschichte der Familie von Bahlow teilhaben. Kaum zu glauben, dass die Kulisse/ das Setting so wunderschön ist, während es hinter den Türen im Hause der Familie von Bahlow kaum einen Grund zur Freude gibt. In jedem Kapitel lerne ich ein anderes Familienmitglied kennen. Da sind Rosa von Bahlow mit ihren Töchtern Grethe, Helene und Martha und das Familienoberhaupt Karl von Bahlow.

    Karl von Bahlow ist ein gewalttätiger Tyrann, ein negatives Paradebeispiel vom allerfeinsten mit einer ausgeprägten Vaterlandsliebe. Alles und jeder der nicht deutsch ist, ist unter seiner Würde. Da fragt man sich glatt, wieso er überhaupt nach Samoa ausgewandert ist. Rosa und ihre Töchter leiden sehr unter ihm, vor allem Rosa merkt man an wie sie im Laufe der Jahre innerlich zerbricht. Einzig ihre samoanische Hausangestellte Aveolela ist ein Lichtblick in Rosas Martyrium. Die Töchter sind charakterlich sehr verschieden. Während die älteste Tochter Grethe, für mich völlig unverständlich, ihrem Vater nacheifert und ihm immer alles recht machen will, ist Helene, die mittlere Tochter, still und in sich gekehrt, nahezu unsichtbar. Erst im Laufe der Jahre kommt sie aus ihrem Schneckenhaus gekrochen. Die jüngste Tochter, Martha, dagegen ist ein vorlauter Wirbelwind, voller Tatendrang und Lebensfreude. Leider ist sie oft zu selbstsüchtig, was sie mir nicht unbedingt sympathisch macht. 

    Ich begleite die Töchter von Bahlow, wie sie erwachsen werden, sich verlieben. Leider liebt jede den falschen Mann oder einen, den sie nicht haben können. Gebrochene Herzen und Missverständnisse durch mangelnde Kommunikation unter den Geschwistern ist daher ein trauriger Dauerzustand. Jeder aus dieser Familie trägt mehr als ein Geheimnis mit sich herum, einige davon brennen sich schmerzhaft in meine Gedanken, denn nicht alle Familienmitglieder überleben die Zeit in Samoa.

    Neben der Familiengeschichte bekommen die landschaftliche Beschreibung von Samoa und auch die politischen Zustände einen festen Platz, die Aufstände einiger Samoa Stämme, sowie die Besetzung der Insel durch Neuseeland werden geschickt eingebaut. Martha wandert eines Tages mit ihrem Ehemann nach Deutsch- Ostafrika aus und auch dort versteht es die Autorin ihre intensive Recherchearbeit über die damaligen politischen Verhältnisse perfekt einzuarbeiten. 

    Fazit:

    Dieses Buch ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, dafür hinterlässt es sehr eindrucksvolle Spuren bei mir. Es ist eine berührende, ergreifende, tragische und aufwühlende Geschichte mit authentischer Darstellung der damaligen Zustände, sowohl politisch als auch familiär. Diese Familiengeschichte geht unter die Haut. Daher ganz klare Leseempfehlung!

  11. Cover des Buches Der Papalagi (ISBN: 9783035029000)
    Erich Scheurmann

    Der Papalagi

     (6)
    Aktuelle Rezension von: naturkind

    Beim lesen dieses Buches fragt man sich wirklich wer eigentlich das lebenswertere Leben führt. Die Naturvölker oder die Zivilisierten. Gerade weil der Häuptling des Stammes eine einfache Rede hält, nachdem er sich die zivilisierte Welt angesehen, und seine Beobachtungen gemacht hat, ist alles sehr authentisch.

  12. Cover des Buches Das Weltreich der Deutschen: Von kolonialen Träumen, Kriegen und Abenteuern (ISBN: 9783955309718)
  13. Cover des Buches Kurs auf die Südsee (ISBN: 9783492403054)
  14. Cover des Buches Endzeit (ISBN: 9783844500929)
    Liz Jensen

    Endzeit

     (15)
    Aktuelle Rezension von: saloraya
    Gabrielle Fox sitzt nach einem schweren Unfall im Rollstuhl, möchte aber trotzdem in ihrem Job als Psychotherapeutin arbeiten. Ihre erste neue Patientin ist Bethanny, eine 16 Jährige, die ihre Mutter brutal ermordet hat und als völlig durchgeknallt gilt. Schnell bemerkt Gabrielle, das Bethanny es irgendwie schafft, an vertrauliche Informationen über sie zu kommen, kann sich aber nicht erklären wie. Auch die Voraussagen die sie macht, zu Katastrophen auf der ganzen Welt sind mehr wie gruselig. Gemeinsam mit dem Physikproffessor Frazier Mellville versucht sie, Wahrheit und Wahnsinn auseinanderzupflücken. Insgesamt hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen. Was die Natuerkatastrophen angeht, könnte dies tatsächlich jederzeit passieren und klingt in sich plausibel. Wahrscheinlich gibt es dann aber keine Bethanny, die Vorraussagen macht. Der Roman war sehr spannen und ich bin einmal fast an meiner Autobahnausfahrt vorbei gefahren, weil ich so konzentriert zugehört habe! Beeindruckt hat mich, wie die Autorin die Fakten und Zusammenhänge sehr verständlich und leicht in den Text eingebettet hat. Das wurde nie langweilig und hat genau den richtigen Umfang gehabt. Einzig das Ende hat mich nicht so ganz umgehauen, da hätte ich mehr erwartet, nach so einem gelungenen Start. Schade!
  15. Cover des Buches Alofa (ISBN: 9783293002531)
    Sia Figiel

    Alofa

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Im Rahmen meiner literarischen Weltreise habe ich mich diesmal nach Samoa begeben und dort das junge Mädchen Alofa kennengelernt. Sie ist gefangen in einer Welt voller Zwänge und Verbote und steckt zusätzlich mitten in der Pubertät. Allerdings handelt es sich nicht um einen Roman, in dem man Alofas Geschichte verfolgen könnte, sondern um einige Episoden, die nur lose durch ihren Bezug zu Alofa zusammenhängen. Ein Gesamtbild über sie, ihre Familie, ihr Dorf und Samoa ergibt sich erst ganz am Ende, wenn man sich die Mühe macht, die einzelnen Bruchstücke an Informationen für sich selbst zusammenzusetzen. Der Autorin war es anscheinend sehr wichtig, viele samoanische Begriffe im Buch zu verwenden. Diese kann man zwar in einer Wörterliste nachschlagen, aber gerade am Anfang kam ich aus dem Blättern nicht mehr heraus und habe trotzdem einige Wörter und Sätze nicht verstanden. Dadurch und durch die vielen Namen der Dorfbewohner und ihre teilweise komplizierten Beziehungen untereinander fällt der Einstieg in dieses Buch nicht leicht. Man muss sich erst einmal sprachlich zurechtfinden, bevor man damit anfangen kann, die Geschichte zu verstehen. Und genau da setzt mein nächster Kritikpunkt an: Es gibt keine durchgängige Geschichte, keinen roten Faden. Die einzelnen Kapitel sind sehr unterschiedlich bezüglich Umfang, Stil und Thema. Oft geht es um die Probleme Alofas und ihrer ebenfalls pubertären Freundinnen, die für den erwachsenen Leser wenig interessant sein dürften. Teilweise werden dann auch noch samoanische Mythen vermischt mit realen Handlungen. Da ich diese Mythen nicht im Detail kenne, fand ich diese Passagen sehr verwirrend und konnte der Geschichte irgendwann nicht mehr folgen. Einzelne Kapitel waren zwar durchaus interessant und ansprechend, aber da mir der Zusammenhang zum restlichen Buch fehlte, konnten sie meine eher negative Meinung auch nicht mehr ändern. Auch stilistisch ist dieses Buch eine bunte Mischung. Verschiedene Textarten reihen sich aneinander, ohne dass ein Grund für diesen Wechsel ersichtlich wäre. Ich hätte mir bei diesem Buch allgemein eine etwas klarere Linie erhofft, da sich so für mich einfach kein homogenes Bild ergibt und ich nach der Lektüre kaum mehr über Samoa weiß als vorher.
  16. Cover des Buches Die Blätter des Banyanbaums (ISBN: 9783293201224)
    Albert Wendt

    Die Blätter des Banyanbaums

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches The New Penguin Book Scottish Short Stories (ISBN: 0140064117)
  18. Cover des Buches Südsee (ISBN: 9783829700832)
    Bruni Gebauer

    Südsee

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Der Papaya-Palast (ISBN: 9783442364824)
    Sarah Benedict

    Der Papaya-Palast

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus
    Hierbei handelt es sich um ein sehr schönes Buch. Beschrieben wird eine Familiengeschichte, die tragisch, schlüssig und am Ende rund ist. Der Leser begleitet in der Gegenwart Tuilas Tochter Ili und Ivanas Tocher Moana, die einen alten Familienzwist nie lösen konnten. Evelyn Braams, auf der Flucht vor ihrer eigenen Vergangenheit, stößt auf diese beiden und wird immer mehr in die ganzen Vorkommnisse hineingezogen und vergisst dabei zunächst ihre eigenen Probleme. Die Beschreibungen der Insel sind farbig und man wird als Leser regelrecht auf die Insel versetzt. Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge: einer in der Vergangenheit, bei dem der Leser die Geschichte des Familienzwists erfährt und einer in der Gegenwart mit den Auswirkungen des Twists. Die Übergänge zwischen den beiden Strängen sind wunderbar gleitend und man rutscht von einer in die nächste Szene rein, ohne es recht zu merken. Fazit: Ein traumhaftes Buch, das Lust macht, auf der Insel Urlaub zu machen. Achtung: Das Buch ist 2012 noch mal unter dem Titel: Der Duft der grünen Papaya. erschienen.
  20. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks