Bücher mit dem Tag "sardinien"
43 Bücher
- Franziska Jebens
Immer am Meer entlang
(130)Aktuelle Rezension von: EllaH„Immer am Meer entlang“ ist aus der Sicht der beiden Protagonisten geschrieben.
Inhalt
Seit ihrer Kindheit träumt Josie davon, mit einem alten Bulli quer durch Europa zu fahren – immer am Meer entlang. Nur sie selbst. Doch schon bald trifft sie auf Paul, einen spontanen Reisenden mit einer Reifenpanne. Auf ihren Roadtrips kreuzen sich ihre Wege immer wieder, erst zufällig, dann absichtlich. Unterwegs hinterlassen sie sich kleine Botschaften und Geschenke, durch welche sie sich gegenseitig und sich selbst besser kennenlernen.
FazitEine wunderschöne, leichte Sommerlektüre. Man wird ans Meer versetzt und reist quer durch Europa - immer am Meer entlang. Man entdeckt wunderschöne Buchten und Küsten. Ein Roman mit ganz viel Gefühl und Urlaubsatmosphäre. Das Fernweh lässt nicht lange auf sich warten.
- Germana Fabiano
Mattanza
(84)Aktuelle Rezension von: mimitati_555Entgegen allen Hoffnungen gebärt die Tochter des Anführers des traditionellen Thunfischfangs nicht den ersehnten Enkelsohn, eine dritte Tochter ist es geworden. Die Inselbewohner Katrias sind erstaunt, als der Raìs das Mädchen trotzdem zu seiner Nachfolgerin erwählt, zu sich nimmt und ausbildet. Nora weiß noch nicht, was für ein schweres Erbe auf sie wartet, abhängig von den Besitzern der Tonnara, beeinflusst durch den Lauf der Welt.
„Eleonora war eine Mogelpackung; sie war das Kind, das sich an die Stelle eines anderen geschoben und das niemand gerufen hatte. In jener Februarnacht, in der sie geboren wurde, hatten die Tonnaroti erkannt, dass selbst Gott nicht unfehlbar war, an Eleonora klebte der Fluch der Insel, und niemand konnte etwas dagegen tun.“ (Seite 10)
Alles begann im Jahr 1960, als der ersehnte Enkelsohn ausblieb und das abergläubische Inselvolk schlimme Auswirkungen befürchtete. Über fünfzig Jahre lang durfte ich ihnen über die Schulter schauen, nahm Anteil, hab getrauert, die Daumen gehalten, fühlte ihre Freude genauso wie ihren Schmerz. Die Bewohner der Insel mit ihren Ängsten und Sorgen, ihren Marotten und dem unerschütterlichen Glauben, dass alles gut wird, egal, was kommt, schlichen sich in mein Herz, nahmen dort Platz, machten sich breit und hielten es gefangen bis zuletzt. Das Beharren an einer Tradition, die sich im Laufe der Jahrzehnte auf Katria nicht verändert, aber irgendwann aus verschiedenen Gründen überholt hat, konnte ich verstehen, auch wenn der Thunfischfang auf eine blutige, um nicht zu sagen barbarische Art erfolgte. Die Beschreibungen faszinierten und stießen mich gleichermaßen ab.
„Die Tonnara mit ihren vier Phasen hatte gerade begonnen: Cruciatu, das Spannen und Fixieren der Verankerungsseile, Calatu, das Ausbringen der Netze, Mattanza, das Töten, und Salpatu, das Einholen und Einlagern der Reusenanlage, wonach alles bis zum nächsten Jahr aus dem Kopf verbannt war.“ (Seite 55)
Die Geschichte konnte leise und melancholisch, aber auch stürmisch und ungezügelt sein, genauso wie das Meer, das die Insel umgab. Zu Beginn irritierten mich die vielen italienischen Begriffe, die zum Glück später immer wieder übersetzt worden sind. Die Sprache war schön, manchmal fast poetisch, ich fühlte mich wohl und wäre gerne geblieben, auch wenn der Zauber verging und die Tradition mit ihm. Ich fühle Sehnsucht nach Katria, würde gerne aufs Meer hinaus, zu den Wellen und zu dem Wind, bleibe dankbar dafür, dass ich dabei gewesen bin.
- Cristina Caboni
Die Honigtöchter
(72)Aktuelle Rezension von: Gartenfee007Darum geht es (Klappentext) :
Die geheime Sprache der Bienen erzählt von Liebe und der Vergangenheit einer Insel ...
Kurz nach Sonnenaufgang verlässt Angelica Senes eine Landstraße in Südfrankreich und folgt einem von Rosmarin und Lavendelbüschen gesäumten Weg. Sie sucht den Bienenstock auf, den man ihr anvertraut hat. Sie ist reisende Imkerin, und sie liebt ihre Freiheit. Auch wenn sie dabei das türkisblaue Meer ihrer Heimat Sardinien vermisst. Erst als ihre Patentante stirbt und ihr ein Cottage hinterlässt, kehrt Angelica zurück. Doch dort muss sie sich dem stellen, was sie einst zurückließ: ihrer Familie, den Geheimnissen der Insel – und Nicola, dem Mann, an den sie schon als Kind ihr Herz verlor ...Meine Meinung :
Angelica auf ihre Reise zu sich selbst zu begleiten, hat mir sehr gut gefallen. Die Bienen waren für mich schon die kleinen Stars, man kann so viel von ihnen lernen. Angelica ist so eine tolle Frau, sie muss erst mal ihre Zweifel loswerden und auf ihr Herz hören. Die Bienen helfen ihr dabei und auch ihre Patentante ist, obwohl sie leider verstorben ist, eine große Hilfe. Auch Nicola und vor allen die Frauen aus dem Dorf werden noch eine wichtige Rolle spielen.....
Der Schreibstil war so schön, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich hätte Angelica sehr gerne auf der Insel begleitet und all die Frauen kennengelernt.
- Stefan Ulrich
Arrivederci, Roma!
(64)Aktuelle Rezension von: MorianMehr Reiseführer, als Familienroman. Sehr maskulin geprägt.
Liest sich, wenn man "Quattro Stagioni" von Ulrich gelesen hat, sehr bemüht. - Pierre Martin
Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung
(21)Aktuelle Rezension von: baerinAuch der dritte Band der Monsieur le Comte Reihe konnte mich wieder begeistern. Ich finde es immer wieder genial, wie Lucien die unliebsamen Aufträge seines Onkels Edmond so hinkriegt, dass möglichst niemand zu Schaden kommt - vor allem nicht durch ihn. Jedoch kommt es manchmal doch anders, als man denkt und man muss sich wehren, um nicht selbst erschossen zu werden - das nennt man dann Notwehr.
Seine wunderbare südfranzösische Heimat muss Lucien diesmal kurzfristig verlassen, um auf Sardinien einen Auftrag zu erledigen, was ihm wieder sehr gut gelingt. Als er wieder in der Heimat zurück ist, muss Lucien selber um sein Leben fürchten, denn es werden Anschläge auf ihn verübt. Das ist völlig ungewohnt für ihn und er muss sich allerhand einfallen lassen, um da wieder herauszukommen. Lucien und Francine sind mir sehr sympathisch, ebenso die alte Haushälterin Rosalie, die öfters Hörprobleme hat, was oft recht lustig ist.
Ich habe mich von diesem humorvollen und spannenden Kriminalroman wieder bestens unterhalten gefühlt!
- Michela Murgia
Chirú
(9)Aktuelle Rezension von: ClariEleonore ist 38 Jahre alt, als sie dem Drängen des 18jährigen Musikstudenten Chirú nachgibt, seine Lehrerin zu werden.
Zwischen den beiden entsteht eine erotische, unterschwellige Spannung. In Sardinien, wo die Geschichte zunächst spielt, führt Eleonore den Studenten Chirú in einschlägige Künstlerkreise ein, und der Leser*in erfährt selber, wie es in diesen Kreisen zugeht.
Eleonore hat Freunde und ehemalige Geliebte, die sie auf ihrem Lebensweg begleiten, und mit denen sie in regem Austausch steht, auch in Fragen ihres eigenen Lebens.
Fabrizio, einer von ihnen, warnt sie vor den Folgen, sich mit so einem jungen Studenten abzugeben. Aber sie kann es nicht lassen.
In langen Passagen geht es um Begegnungen aller Art, immer wieder aber auch um die stete Annäherung Chirús an Eleonore. Beide sind voneinander fasziniert.
Sie nimmt ihn mit auf eine Reise nach Rom, wo sie ein Engagement hat. In Museen und beim Essen sehen sie sich und tauschen Gedanken aus. Der Zauber der wunderbaren Stadt lässt Nähe und Sehnsüchte bei den beiden aufkommen. Oh Jugendzeit, Du schöne Zeit! Eleonore spürt erste Zeichen des Älterwerdens, wenn sie auch eine schöne Frau zu sein scheint.
Chirú und Eleonore werden als Antipoden dargestellt. Jeder sucht etwas beim anderen, das man selber nicht hat. Zwei verlorene Seelen, die sich unter dem Deckmantel der Lehre begegnen und in Wahrheit Liebe und Anerkennung suchen. Eleonore bewegt sich wissend durch ihre Kreise und zeigt Chirú, wie man sich gut darstellt.
Richtig spannend wird die Geschichte, als Eleonore ein Engagement in Stockholm erhält.
Chirú will nachkommen. Unerwartet trifft Eleonore einen schwedischen Dirigenten wieder, den sie schon in Cagliari einst getroffen hat. Nun wendet sich das Blatt, und die Geschichte endet geheimnisvoll.
Murgia versteht es wunderbar, einzelne Charaktere hervorzuheben. Es geht ihr dabei auch um Treue, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Liebe kommt und vergeht und Dinge geschehen, die man nicht ändern kann. Die Frage nach Unrecht und Wahrhaftigkeit wird zuletzt zur Kernfrage der Geschichte. Ist der Mensch gut oder schlecht? Welche Folgen hat das Glück oder Unglück? Die Antwort bleibt die Autorin schuldig, denn Gefühle und Bedürfnisse wechseln, und die reine Wahrheit gibt es nicht. Aber schuldig wird der Mensch da, wo er Verletzungen auslöst, die nicht vermeidbar sind, wenn man seinen eigenen Weg gehen will. Ambivalenzen zeichnen zwischenmenschliche Beziehungen aus, so dass es immer wieder zu Missverstehen kommen kann. Das alles macht sie Erzählung zu einer faszinierenden Geschichte, die gut und schlüssig erzählt wird!
- Michela Murgia
Accabadora
(62)Aktuelle Rezension von: Lesewesen»Fillus de anima, Kinder des Herzens. So nennt man die Kinder, die zweimal geboren werden, aus der Armut einer Frau und der Unfruchtbarkeit einer anderen.« S.7
So beginnt die Geschichte von Maria Listru, die als viertes Kind einer verarmten, verwitweten Mutter mit sechs Jahren zu ihrer Ziehmutter Bonaria Urrai kommt – gegen ein paar Eier und Petersilie. Es sind die 50er Jahre, in denen Maria in Soreni, einem fiktiven Ort im ländlichen Sardinien aufwächst. War Maria bisher nur das ungeliebte Anhängsel, so lernt sie allmählich, was es bedeutet, beschützt und geliebt zu werden. Vor allem hält Bonaria das Geschwätz der Leute von ihr fern, denen es suspekt ist, dass eine so alte Frau ein kleines Kind zu sich holt. Maria wird pflichtbewusst und mit Liebe erzogen, kann sogar im Gegensatz zu ihren leiblichen Schwestern die Schule länger als nur drei Jahre besuchen. Sie wird zu einem aufgeweckten, intelligenten Kind, das seine Umwelt aufmerksam beobachtet und so entgeht ihr auch nicht, dass Tzia Bonaria immer wieder nachts verschwindet. Und sie sieht, dass die Dorfbewohner die alte Schneiderin mit einer gewissen Distanz behandel. Erst viele Jahre später wird Maria verstehen, was ihre Ziehmutter in diesen Nächten getan hat.
Murgia zeigt uns in ihrem Roman ihre Heimat, die wenig mit den Urlaubsbildern und -vorstellungen eines Sardiniens zu tun hat, das wir vielleicht kennen. Die raue, archaische Lebensweise der Landbevölkerung, die oft ungebildet ist und an altem Aberglauben festhält, scheint fast stoisch ihr Schicksal zu ertragen.
Doch im Mittelpunkt steht der Dienst von Bonaria Urrai, denn sie ist eine Accabadora – eine Frau, die Sterbehilfe leistet. Es ist nicht gesichert, ob es solche Frauen tatsächlich gegeben hat oder ob sie nur Teil zahlreicher sardischer Legenden sind.Maria ist erschüttert, als sie erkennt, was ihre Ziehmutter macht und es gibt einen harten Bruch in ihrer Beziehung, mehr möchte ich aber nicht verraten.
Laut einer sardischen Tradition ist es wichtig, nicht allein auf die Welt zu kommen, aber auch nicht allein zu gehen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Strebehilfe, die tief in der traditionellen Ansichten verwurzelt ist, sowie den daraus resultierenden Generationenkonflikt schildert Murgia auf sehr behutsame und einfühlsame Weise. Sie urteilt und verurteilt nicht, sondern überlässt es uns Leser*innen, die Gedanken weiterzuführen.
Das alles bettet sie in eine wunderbare Geschichte ein, in der geheiratet und gestorben wird, alte Bräuche und Legenden aufleben, Land gestohlen wird, Menschen am Leben verzweifeln, aber sich auch verlieben. Hin und wieder versüßt Murgia uns das Lesen mit pabassinos und capigliette – typisch sardischen Spezialitäten, die zu einer Hochzeit gebacken werden.Ich bin Maria beim Erwachsenwerden gern gefolgt, auch wenn ich immer eine gewisse Distanz gespürt habe. Accabadora ist sicher kein romantisierendes Wohlfühlbuch, aber eine ungewöhnliche Mutter-Tochter-Geschichte, die mich lange darüber nachdenken ließ, wie man mit Leben und Tod in unserer Gesellschaft umgeht.
Es war mein erstes Buch der Autorin, wird aber sicher nicht mein letztes sein. Leider starb Michela Mugia letztes Jahr im Alter von 51 Jahren.
- Gabriella Santos de Lima
Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
(145)Aktuelle Rezension von: metalynnEmmie denkt sie ist am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Ihr Freund trennt sich und sie verliert ihren Praktikumsplatz bei einer der besten Produktionsfirmen in London. Sie macht sich also auf den Weg, um die Arbeit an einem Dokumentarfilm auf Sardinien zu beginnen, die ihre Professorin ihr vermittelt hat. Sie begleitet den Regisseur Sam, der allerdings immer wieder zeigt wie wenig Interesse er daran hat irgendwas mit Emmie zutun zu haben, geschweige denn mit ihr zusammen zu arbeiten. Umso mehr Zeit sie mit einander verbringen, desto näher kommen die beiden sich. Nur weiß Emmie nicht, dass Sam ein Geheimnis hat, das ihre Leben für immer verändern kann.
Ich liebe Gabis Bücher so sehr! Es gibt einfach keine Person, die so reale Geschichten schreibt. Als Jugendliche habe ich mir so oft gewünscht Geschichten zu lesen, die auch zeigen, dass das Leben nicht immer perfekt ist, es das aber nicht weniger Lebenswert macht, sondern vielleicht manchmal nochmal viel mehr! Bin so froh diese Bücher zu haben und kann die Bücher nur wärmstens empfehlen.
- Kerry Fisher
Ein wunderbarer Sommer
(16)Aktuelle Rezension von: Sweka13Der Traum: ein Sommer auf Korsika mit viel Sonne, Strand und einem Freund. Die Realität in Octavia Sheldons Leben sieht leider ganz anders aus: Englisches Nieselwetter, nervige Elternabende und Berge voller Arbeit gepaart mit ihrem Mann Jonathan, der fast nie zu Hause ist. Sie schleppt sich von ihrer Arbeit als Kindergartenleitung weiter durch den Tag, hilft ihren drei Kindern, macht den Haushalt und ist abends komplett erschöpft. Auch ihr Mann gibt ihr keinen Rückhalt und die Beziehung der beiden scheint eingefroren. Doch als ihre beste Freundin Roberta sich von ihrem Mann trennt, beginnt sie über ihre Ehe nachzudenken. Ausbrechen aus der englischen Kleinstadt in Richtung einens endlosen Sommer ihrer jüngeren Tage, den sie mit ihrer großen Liebe verbracht hat...
Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben. Schon auf den ersten Seiten musste ich öfters auflachen. Die Geschichte ist aus den Perspektiven von Roberta und Octavia geschrieben. Schnell wird man vertraut mit den Charakteren gemacht und lernt sie kennen. Doch die große spannende Handlung lässt auf sich warten. Erst etwa nach 150 Seiten passiert etwas spannendes. Dies zieht sich durch das ganze Buch. Der knapp 500 Seiten lange Roman lässt lange auf Handlungen und Aktionen der Charaktere warten. Dennoch ist es ein gutes Buch um einfach am Strand zu liegen und zu lesen. Man muss nicht viel nachdenken und kann einfach die schöne Athmosphäre von einer englischen Kleinstadt und der Insel Koriska genießen.
- Gesuino Némus
Süße Versuchung (Ein-Sardinien-Krimi 2)
(10)Aktuelle Rezension von: Phil_GEin seltsames Buch. Wie nach manchem Netflix-Film fand ich „nicht schlecht, aber irgendwie wäre besser auch möglich gewesen“. Die Geschichte ist so einfach, dass sie in einem Satz erzählt ist. Ein verdeckt ermittelnder Polizist deckt einen Mord aus Eifersucht auf. Allerdings entdeckt man erst am Schluss, dass die Geschichte nicht so einfach ist, und das macht das Buch speziell. Als Leser folgt man diesem Autor weil man wissen will, worum es da eigentlich geht, läuft seinen Beschreibungen sardischer Eigenarten nach, weil seine Charakteren so seltsam sind.
- Rosanna Ley
Das kleine Theater am Meer
(30)Aktuelle Rezension von: NilufarKlasse Geschichte im Flair Sardiniens, die sich zum Ende hin immer mehr verdichtet, romantisch, geheimnisvoll, spannend. Bezogen auf die Hauptstory würde ich glatt fünf Sterne vergeben. Aber die Nebenstory um die Eheprobleme der Eltern retardiert für meinen Geschmack viel zu stark, zumal Vater und Mutter als Perspektivfiguren zu viel Gewicht bekommen, ohne die Handlung entsprechend stark voranzutreiben. Ich war immer heilfroh, wenn beim nächsten Kapitel die "eigentliche" Story weiterging. Die hat mich wirklich gefesselt.
- Milena Agus
Eine fast perfekte Welt
(97)Aktuelle Rezension von: buecherhaiiDas Cover sieht ja ganz nett aus, eine junge Frau die ein bisschen nachdenklich aber schön wirkt.
Dann kommt der überzeugende Klappentext der mir gefiel.
Auch der Schreibstil war gut, allerdings fand ich 50 Kapitel auf knappen 200 Seiten ein bisschen seltsam.
Das Buch hat 3 Abschnitte wo immer eine andere Geschichte erzählt wird, dadurch kann man sich nie wirklich in eine Story rein finden, der Schreibstil war zwar gut aber die kürze hat leider einiges kaputt gemacht.
Meine Meinung ist halt das kurz nicht immer gut ist, mir hat vieles wesentliche gefehlt, so eine Geschichte dachte ich geht mir nahe, diese aber leider gar nicht.
Ich war am Ende leicht enttäuscht, mir hat das Buch mehr offene Fragen irgendwie gegeben als etwas anderes.
Aber mal zum guten, die Protagonisten wurden gut beschrieben und man hat sich relativ schnell hinein gefunden.
- Vera Buck
Der dunkle Sommer
(254)Aktuelle Rezension von: jxwxDer Roman behandelt ein auf realen Vorkommnissen Thema von italienischen organisierten Entführungen und Lösegelderpressungen in den 60er-80er Jahren. Der Zeitkontext liegt hauptsächlich in den frühen 2000ern, in welchen unsere Protagonistin ein Haus auf Sardinien in einem einsamen verlassenen Ort für 1 Euro kauft. Sie flieht vor ihrer Vergangenheit und einem Medienskandal in Deutschland und wird auf Sardinien mit der ebenso zerrückelten Vergangenheit des Ortes konfrontiert. Nach und nach findet sie heraus, was in dem Ort geschehen ist, was durch Kapitel einer Beteiligten in den frühen 80ern und eines Journalisten, der die Geschichte aufarbeiten möchte, hervorgehoben wird. Die Geschichte des Ortes und generell der Entführungen, entstanden durch Verzweiflung und Armut, erschüttert einen. Die Autorin weiß es, einen in die zerspaltene Gesellschaft zu entführen und die Missstände der Provinz aufzuzeigen. Ich habe das Buch gerne gelesen, leider gab es jedoch rund um Tildas eigene Psyche und Vergangenheit eine Geschichte, die nicht so ganz in die Szenerie passt und selbst viel mehr Tiefe gebraucht hätte. Dadurch dass dies immer wieder angeschnitten, aber nicht zuende gebracht wurde, fühlte es sich manchmal etwas schleppend an. Die gesamte Auflösung des Romans wirkt am Ende etwas inszeniert, da plötzlich alle miteinander zusammenhängen, aber das hat mich nicht weiter gestört.
- Runnah von Spielfeldt
Die Jet Set Chroniken - Drei Romane in einem Band: Die Billionaire on Board Bücher
(16)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Billionaire on Board - Traumprinz, Ahoi!
Jude ist glücklich. Sie lebt im schönen Hamburg, sie ist jung, sie ist hübsch, sie hat einen tollen Job, tolle Freunde und eine tolle Familie. Ihr Singledasein hat sie bislang nie gestört. Erst als sie erfährt, dass sie nicht zur Hochzeit ihres besten Freundes eingeladen werden soll, weil seine durchgeknallte Verlobte ihr unterstellt, es auf ihn abgesehen zu haben, sieht sie Handlungsbedarf. Sie erfindet kurzerhand einen steinreichen, attraktiven Liebhaber, und gibt ihm den herrlich mondänen Namen Ryan Corvera-Fabergé, frei nach dem Bruder einer ehemaligen Schulkameradin. Alles wäre gut gegangen, stünde der echte Ryan Corvera-Fabergé nicht zwei Tage vor der Hochzeit auf einmal neben Jude in einem Fünf-Sterne-Hotel, schön wie eh und je. Und es kommt noch schlimmer, denn Jude fliegt auf und der smarte Milliardär entpuppt sich als echte Herausforderung für ihr Herz, ihr Hirn und, sagen wir mal, andere Körperteile. Aber lasst Euch doch die Geschichte von Jude selbst erzählen. Ihr werdet mit ihr lachen, mit ihr weinen und... na, mehr wird nicht verraten. Soviel sei nur gesagt: Ein echtes Jet Set Feuerwerk wartet auf Euch. Viel Spaß auf dieser feuchtfröhlichen Reise voller Leidenschaft, Spaß und Glamour, Glamour, Glamour, zu den schönsten High Society Hot Spots des Mittelmeers.
Grüntee mit Schuss
Trixie Beaumont ist die stolze Besitzerin eines Yoga-Studios in Venice Beach, Kalifornien. Als der ehemalige Ski-Olympiasieger und Sportgerätehersteller Alexander Silverston sie wegen ihres Logos verklagen will, verliebt sie sich in ihn, und ihm scheint es umgekehrt genau so zu gehen. Alles wäre so herrlich, gäbe es da nicht folgende Probleme: 1. Trixie heißt gar nicht Trixie, sondern Laetitia 2. Laetitia besitzt sieben Milliarden Dollar 3. Laetitia gehört ein erheblicher Anteil von Alexanders Firma. 4. Alex hat davon keine Ahnung. 5. Laetitia auch nicht. Dann erfährt sie es leider. 6. Laetitia erfährt außerdem, dass sie Schuld am verkorksten Börsengangs des Unternehmens ist. 7. Alex ist--- Ach, lest es doch einfach selbst. Grüntee mit Schuss ist ein eigenständiger Roman, es tauchen allerdings hin und wieder die beliebten Figuren aus Traumprinz, Ahoi! auf.
He Plays With Fire - Lügen haben schnelle Hufe
Wenn es einen Mann auf der Welt gibt, vor dem jedes Mädchen bei Erreichen des Erwachsenenalters gewarnt werden müsste, ist es Sebastián Farley-Mendoza. Er ist der beste Polospieler aller Zeiten und ein Playboy ohne Gleichen. Böse Zungen behaupten, niemand habe so viele Milliardärs-Gattinnen verführt, wie er. Eine introvertierte und naturverbundene Person, wie zum Beispiel die junge Pferde-Physiotherapeutin Dido Carpenter, sollte sich tunlichst von ihm fernhalten. Viel Glück, Dido. Dieser Roman ist in sich abgeschlossen. Fans der Reihe dürfen sich aber auf ein Wiedersehen mit beliebten Charakteren der vorherigen Bücher freuen. Superyacht Myrtle ist natürlich auch wieder mit von der Partie. Mit weihnachtlichem Finale! Alle Bände gibt es auch einzeln zu kaufen. SCHNELL ZUGREIFEN!
》EIGENE MEINUNG:
Dieser e-Book-Sammelband liegt schon seit langem Zeiten auf meinem Kindle und jetzt hat ihn die neuste SUB-Challenge erwischt: Nicht zu meinem Schaden!
Die Geschichten sind flüssig geschrieben, meist flott erzählt und bringen für einen heißen Sommertag genau das richtige Gefühl mit sich. Das Cover des Sammelbandes versucht dies ebenso, kann bei mir jedoch durch das wenig professionelle Auftreten nicht wirklich punkten. Die Einzelbände haben überarbeitete Cover, die professioneller, dafür aber weniger sommerlich wirken.
Die Hauptcharaktere der einzelnen Erzählungen sind ganz unterschiedlich gestaltet, allerdings sympathisch und meist spielen Reichtum und seine Schattenseiten eine spannende Rolle. Die Frauenfiguren sind erstaunlich und erfrischend freizügig in Bezug auf die eigene Sexualität gestaltet und so nicht die Prototypen der altbekannten „Jungfrau sucht…“-Romanen. Dies hat mich nur zu Beginn der Geschichte meist etwas gestört, weil mir da die Wortwahl oft zu gewollt offenherzig war.
Die ersten beiden Liebesgeschichten haben Raum sich zu entwickeln und beginnen meist mit körperlicher Anziehung. Erotischen Szenen sind vielfach angedeutet, jedoch meist nicht wirklich ausführlich – hier wäre weniger, und dafür intensiver, mehr gewesen. Natürlich gibt es stets einen mehr oder weniger nachvollziehbaren Grund, warum es vor dem Happy End nochmal zu Problemen kommen muss. Dafür erhält man aber auch einige Szenen zum Schmunzeln oder auch mal laut lachen.
Die Nebencharaktere der Geschichte mochte ich oft besonders gerne und im Laufe der einzelnen Bände gibt es das ein oder andere Wiedersehen mit bekannten Gesichtern.
Band 1 konnte mich mit seinem sommerlichen Mittelmeer-Yacht-Feeling überzeugen (4 Sterne), Teil 2 mochte ich wegen der Yoga-Thematik und der kraftvollen Frauenfigur (4 Sterne). Band 3 ist für mich der schwächste und zähste Teil. Hier blieb mir die weibliche Hauptrolle zu blass, der offen gelebte Reichtum war mir zu viel und die Liebesgeschichte mit ihrem übermäßigen Happy End nicht nachvollziehbar (3 Sterne).
》FAZIT:
Empfehlung für die ersten beiden Teile, wer locker-leichte Sommer-Liebesromane mit Urlaubs-Setting, interessanten Charakteren und einem Funken Erotik sucht.
- Massimo Carlotto
Tödlicher Staub
(23)Aktuelle Rezension von: hermineDas Buch "Tödlicher Staub" ist ein gründlich recherchierter Roman, den Massimo Carlotto zusammen mit einer Gruppe von neun sardischen Journalisten verfasste. Der Protagonist Pierre Nazzari dessertierte und wird nun von der Militärpolizei gesucht. Das macht ihn erpressbar und so muss er die Drecksarbeit für eine paramilitärische Organisation mit dubiosem Hintergrund erledigen. Von dieser wird er auf die junge Tierärztin Nina angesetzt, die mittels Tierversuchen an Schafen und Ziegen über die Wirkung von Nanopartikeln forscht.
Dieser Roman möchte einen Ökoskandal an den Traumstränden Sardiniens aufdecken, der durch radioktiven Müll als Überrest militärischer Übungen entstanden ist. Er beruht auf einer wahren Begebenheit, Neben diesem Skandal wird auch die Situation auf Sardinien geschildert, die schmutzigen Machtspiele von Mafia und Militär sind Bestandteil der Romanhandlung.
Zu Beginn muss man sich erst einlesen, die vielen verschiedenen Namen zu den einzelnen Parteien zuordnen. Doch dann wird der Leser durch ansteigende Spannung belohnt. Ehe man sich versicht, ist das Buch auch schon zu Ende. Für meinen Geschmack hätte es noch 100 Seiten länger sein können. Insgesamt ist es ein lesenswerter und informativer Roman, der sehr fllüssig genossen werden kann.
Wer mehr über Sardinien, Nanopartikel und die Beziehung von Nina und Pierre erfahren möchte, sollte den Roman unbedingt lesen. Viel Spaß damit! - Michela Murgia
Accabadora
(33)Aktuelle Rezension von: EmmaWinterMaria ist eine fill'e anima, ein "Kind des Herzens", wie es auf Sardinen heißt. Sie wurde mit sechs Jahren inoffiziell adoptiert und lebt bei Tzia (Tante) Bonaria, die bereits 60 Jahre alt ist, jedoch die Mittel hat, das Mädchen großzuziehen. Marias Mutter hingegen ist froh, eine Esserin weniger versorgen zu müssen. Bonaria arbeitet als Schneiderin, jedoch schleicht sie sich gelegentlich nachts aus dem Haus. Als Maria Jahre später hinter das Geheimnis ihrer Ziehmutter kommt, zerbricht für sie eine Welt.
Dieser ruhige Roman über ein Mädchen, das Mitte der 1950er Jahre auf Sardinen aufwächst und erwachsen wird, braucht ein paar Seiten, bevor er die Leserinnen für sich eingenommen hat. Dann folgt man der Geschichte aber gern und lernt die Menschen in dem kleinen Dorf kennen und nimmt Anteil an ihrem Schicksal. Im Grunde ist es eine Coming-of-Age-Geschichte, die tief mit der Geschichte der Accabadora auf Sardinen verknüpft ist. Was eine Accabadora ist? Tzia Bonaria ist eine solche, die ihre "Aufgabe" nicht leichtfertig ausübt, sondern wohl überlegt handelt, was letztlich auch Maria akzeptiert.
Den schmalen Roman (170 Seiten) habe ich sehr gerne gelesen. Er läßt einen über Leben und Tod nachdenken. Das Sterben ist hier im täglichen Tun der Menschen verankert und wird nicht ausgeklammert und verdrängt. Der Roman wirkt noch lange nach. Hilfreich ist ein kurzes Glossar sardischer Wörter am Ende des Romans.
- Tim Flannery
Europa
(4)Aktuelle Rezension von: Michael_BirnbaumGeschichte eines Kontinent mal ganz anders gesehen - aus der Erdgeschichte heraus. Was war Europa vor 100 Millionen Jahren? Hauptsächlich Wasser. So langsam sind wir "hochgekommen", die ersten Funde von unserer Spezie homo sapiens lagen da viel näher. Davor gab es Verbindungen nach Nordamerika bis hin zum Fernen Osten - plötzlich wird das eigene Sein und die eigene erlebte und gelernte Geschichte so winzig. Wer Spaß an "großen Linien", langfristigen Perspektiven und Überraschungen fürs eigene Denken mag, der wird sich an Tim Flannery manchmal etwas wissenschaftlichem Exkurs erfreuen und immer weiter lesen wollen, auf der Suche nach dem "Wann kommen wir?"
- Massimo Carlotto
Ich vertraue dir
(12)Aktuelle Rezension von: Italien_lesenIch kann nur sagen: Wow! In „ich vertraue dir“ geht es um Gigi, der sich mit der Manipulation und dem Handel von sehr minderwertigen Lebensmitteln ein angenehmes Leben aufgebaut hat – bis er sich mit der falschen Frau einlässt.
Man erfährt viel über seine Geschäfte, die einem die Lust auf Fertiggerichte etc. nimmt, fühlt sich jedoch nicht belehrt, denn das Buch ist aus der Perspektive des Kriminellen geschrieben. Dabei bleibt der Autor stets klar und abgeklärt in seinem Stil und schafft dadurch eine unglaublich authentische Atmosphäre.
Kaum zu glauben, dass ich vorher noch nie von Massimo Carlotto und Francesco Abate gehört habe und dieses geniale Buch auf einem Wühltisch entdecken musste. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt und es wird sicher nicht mein letzter Krimi von den Beiden sein!
- Birgit Müller-Wöbcke
Baedeker Reiseführer Sardinien
(2)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmDieser Baedeker kommt in einem handlichen Pocketformat, so dass er sich hervorragend im Rucksack mitnehmen lässt. (Da er doch ein wenig Gewicht mit sich bringt, würde ich diesen Reiseführer nicht in der Handtasche mit mir tragen. ;-))
Schön äußerlich macht das Buch etwas her. Mir gefällt die Aufmachung, auch wenn ich es schade finde, dass das halbe Gesicht des Esels dem Logo weichen musste und auch das grüne Gummiband farblich nicht wirklich passt. Dieses Band eignet sich allerdings wunderbar, um z.B. Eintrittskarten festzuklemmen. Es ist schön straff, so dass nichts verloren geht. - Natürlich lässt es sich auch einfach „nur“ als Lesezeichen benutzen, welches nicht verrutscht.
Ob Kultur, Natur oder einfach Entspannung, hier findet jeder Reisende genau das Richtige für sie/ ihn. Egal ob vorgeschlagene Route oder individuelle Rundreise, dieser Reiseführer punktet mit jeder Menge Tipps: Übernachtungsmöglichkeiten und Einkehr für kulinarische Genüsse, wie auch Tipps für Veranstaltungen sind jede Menge gegeben. Immer dabei sind, neben der Adresse, die Öffnungszeiten und die Angabe einer ungefähren Preisklasse. Untermalt ist alles von wunderbaren Fotos, die zum Träumen einladen und Auszüge von Straßenkarten, mit deren Hilfe der Reisende sich orientieren kann.
Am Ende des Buches befindet sich ein stabiler Faltplan zum Herausnehmen, der auch ohne weiteres einem zweiten und dritten Einsatz standhält.
Für mich wieder ein durchaus gelungenes Werk.
- Grazia Deledda
Schilf im Wind
(8)Aktuelle Rezension von: Anna625Efix ist der Knecht dreier adliger Schwestern, die jedoch in Armut leben. Ergeben bewirtschaftet er für sie das alte, abgeschiedene Landgut auf Sardinien, dessen Ertrag kaum zum Überleben ausreicht. Dann kehrt eines Tages der Sohn der vierten Schwester, die vor langer Zeit Insel und Familie verließ, heim, und bringt mit seiner Ankunft große Unruhe in die Verschlafenheit und die festgefahrenen Strukturen des Dorflebens.
Der Klassiker von Grazia Deledda ist im Original bereits 1913 erschienen und wurde nun anlässlich des 150. Geburtstags der Autorin, die außerdem den Literaturnobelpreis 1926 erhielt, neu aufgelegt.
Ich habe eine Weile gebraucht, um mit ihrem Roman warmzuwerden, denn er enthält vor allem sehr viele detaillierte Landschaftsbeschreibungen. Dadurch wird der Roman zu einem sehr ruhigen, wenig actionreichen Buch, auf das man sich erstmal einlassen muss. Gelingt einem das, überzeugt es jedoch mit seiner wunderschönen poetischen Sprache, die voller Metaphern und einer ganz eigenen Mystik ist und eine großartige Atmosphäre irgendwo zwischen "feierlich" und "düster" erschafft. Wenn man die Ruhe dazu hat, kann man wunderbar in der Geschichte Efix' und der Pintor-Schwestern versinken.
Nach einigen anfänglichen Längen habe ich "Schilf im Wind" sehr genossen. - Sina Müller
Herz über Board 1: Mein Sommer mit Jonah
(42)Aktuelle Rezension von: Veronika_Becker1
Eine wirklich unglaublich schöne Geschichte, die Lust auf Urlaub und Reisen macht. Um vielleicht selbst ein Abenteuer zu erleben. Hier fliegen beim lesen nicht nur die Herzen auch die Dramatik und das unvorhersehbare kommt nicht zu kurz. Das lässt die Nerven flattern. Eine zauberhafte Story , die wunderbare Lesestunden verspricht, und den Alltag vergessen lässt.
- Sita Torasi
Lustvolle Begegnungen
(11)Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Jede einzelne der 3 Stories erzählt eine Geschichte und bietet ein eigenes Szenario, welches abwechslungsreich gestaltet ist. Mal auf einem Kreuzfahrtschiff, mal auf Sardinien, mal im venezianischen Karneval, aber immer passend und stimmig.
Diese erotischen Momente sind hübsch abwechslungsreich und weisen unterschiedliche Varianten auf, aber immer niveau- und stilvoll. Doch es geht auch um Emotionen, die die jeweiligen Protagonisten verschlungene Wege entlang führen und sie auch mal zweifeln lässt.
Die Charaktere sind ziemlich eindimensional und die Bedienung der Klischees wird auch erfüllt, aber bei Kurzgeschichten ist es auch schwierig, komplexe Charaktere zu erschaffen.
Ja, die Stories sind recht einfach, aber für Zwischendurch absolut passend. Ich vergebe knappe 4 Sterne, weil es halt sehr simple Unterhaltung ist und stellenweise ziemlich schmalzig geschrieben wurde.
‘*‘ Klappentext ‘*‘
Begleiten Sie in Lustvolle Begegnungen …
… Lisa auf eine Kreuzfahrt, auf der nicht Wind und Wellen für Turbulenzen sorgen, sondern die Begegnung mit einem außergewöhnlichen Passagier, der Lisas Herz und Körper auf erregende Weise zum Schmelzen bringt.
… Elena nach Sardinien, wo ihre Haut nicht nur von der Sonne brennt, sondern vor allem von den sinnlichen Berührungen des attraktiven Alessandro.
… Tatjana in die geheimnisvolle Welt des venezianischen Karnevals, bei dem sie Luca begegnet, der sie nicht nur mit seinen wundervollen Masken in seinen Bann zieht, sondern Tatjana auch Hals über Kopf in ein erotisches Abenteuer stürzen lässt. - Michela Murgia
Murmelbrüder
(1)Aktuelle Rezension von: pardenKINDHEIT AM MITTELMEER...
Libellenjagd, Murmelspiele, aufgeschlagene Knie, geheime Erkundungstouren, Rituale einer Jungenfreundschaft – das sind die Sommerferien für Maurizio, Franco und Giulio. Und sie scheinen ewig wiederzukehren und unendlich lang zu sein. Aber dann geht ein Riss mitten durch das sardische Dorf, und alle, Kinder wie Erwachsene, müssen erkennen, wie brüchig ihr bisheriges friedliches Zusammenleben war. Ausgerechnet ein Priester ist es, der Feindschaft stiftet, indem er eine neue Kirchengemeinde gründet: Plötzlich gehören die Leute nicht mehr zusammen, und selbst die Kinder dürfen nicht mehr miteinander spielen. Wie soll das gehen, in einem Ort, der nur eine Piazza hat? An Ostern bei der alljährlichen festlichen Prozession kulminiert der Streit. Doch die Jungen schlichten ihn: Mit dem gleichen kühnen Witz, der zuvor ihre wilden Streiche motiviert hat, setzen sie sich jetzt über alle Konventionen hinweg und lassen die Osterprozession zum großen Versöhnungsfest werden. (Verlagsbeschreibung)
In diesem schmalen Buch wird man zurückkatapultiert in der Zeit - in eine Zeit, in der die Kinder in den Gassen Murmeln spielen, Klebefallen für Vögel aufstellen und Libellen jagen. Der sardische Sommer heiß und endlos, abends ein Treffen aller in den nun kühleren Gassen, und die Alten erzählen Geschichten. Maurizio ist sonst nur in den Sommerferien bei seinen Großeltern, doch als seine Eltern wegen der Arbeit aufs Festland ziehen, bleibt er auf Sardinien und geht fortan in der kleinen Stadt Cabras auch zur Schule.
Eine Lausbuben-Freundschaft ist das zwischen Maurizio, Franco und Giulio. Immer auf der Suche nach neuen Abenteuern gehen sie u.a. auch gegen eine Rattenplage vor - und das mit allen Konsequenzen. Doch nicht die Jungen sind es, die die größte Katastrophe auslösen. Es ist der alte Bischof, der einem Priester gestattet, in Cabras eine weitere Kirchengemeinde zu gründen. Das spaltet die ganze Stadt, das selbstverständliche "wir" wird zu einem "wir und die da". Die katholische Kirche ist aus dem Leben der Sarden nicht wegzudenken, so sind auch die drei Freunde seit Ewigkeiten Messdiener. Und nun geht ausgerechnet einer von ihnen als Messdiener zur anderen Gemeinde!
An Ostern geht von beiden Kirchengemeinden aus auch die alljähriche Prozession durch die Stadt - und mündet gemeinsam auf einem großen Platz. Der Streit zwischen den Pfarreien droht offen zu eskalieren. Doch dann siegt die Freundschaft zwischen Maurizio. Franco und Gulio, und eine kühne Idee zwingt alle zum unerwarteten Miteinander. Die Auferstehung Jesu - und die Versöhnung der Stadt...
Michela Murgia erzählt eine lockerleichte Geschichte über den Wert der Freundschaft, angesiedelt in ihrem Geburtsort Cabras auf Sardinien. Angerissen werden einige Probleme der Erwachsenen, wie z.B. der Wegzug der berufstätigen Erwachsenen weg von der Insel aufs Festland, aber in erster Linie geht es um Kinderspiele, Streiche, Freundschaft und Zusammenhalt. Eine nett zu lesende Erzählung, die ich mit einem Lächeln geschlossen habe...
© Parden























