Bücher mit dem Tag "sartre"

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63 Bücher

  1. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (650)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  2. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.432)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Gaarder gibt mit seinem Weltbestseller einen guten und klaren Einblick in die Geschichte der Philosophie. Kein Wunder, dass manch ein Professor auf "Sophies Welt" als Philosophie-Lehrbuch zurückgreift! Die Rahmenhandlung sorgt dafür, dass die eigentlich schwere Kost (tausende Jahre Philosophie) sehr leicht verdaut werden kann. Die klare Sprache und die Spannende Geschichte fesselt den Leser geradezu an das Buch - und schon sind die mehr als 600 Seiten ausgelesen.

    Ein Lesevergnügen der besonderen Art - vorausgesetzt, man ist wissbegierig, offen für Neues und bereit, sich mit sich selbst kritisch auseinanderzusetzen.  

                             

  3. Cover des Buches Geschlossene Gesellschaft (ISBN: 9783499157691)
    Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

     (291)
    Aktuelle Rezension von: nana_what_else



    … die Hölle, das sind die anderen.

    Aus: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Seite 59


    Das sagt der Verlag: Geschlossene Gesellschaft: Drei Personen, die im Leben einander nie begegnet sind, werden nach ihrem Tod für alle Ewigkeit in einem Hotelzimmer zusammen sein. Das ist die Hölle.


    Aufmachen! Aufmachen! Ich nehme alles hin: Beinschrauben, Zangen, flüssiges Blei, Halseisen, alles, was brennt, alles, was quält, ich will richtig leiden. Lieber hundert Stiche, lieber Peitsche, Vitriol als dieses abstrakte Leiden, dieses Schattenleiden, das einen streift, das einen streichelt und das niemals richtig weh tut.

    Aus: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Seiten 54-55


    Persönlicher Leseeindruck: L’enfer, c’est les autres. Die Hölle, das sind die anderen. Auch, wenn ich mir als Agnostikerin mit Tendenz zu Wurschtigkeit/Frust gegenüber religiösen Themen nicht viele Gedanken darüber mache, was auf uns zukommt, wenn wir erstmal über die Regenbogenbrücke gegangen sind, den Löffel abgegeben, das Zeitliche gesegnet, ins Gras gebissen und schlussendlich die Radieschen von unten betrachtet haben, hat den nie-müden Ungustl in mir dieses Zitat immer auf verdrehte Weise angesprochen. Als Österreicher/in bekommt man das misanthrope Grantler-Gen ja praktisch frei Haus mitgeliefert und deshalb schien’s – nachdem mir diese eine Zeile immer wieder in der Zeitung, in Podcasts, Träumen und dem Kaffeesatz unterkam und ich mich irgendwann beim Sehen der Nachrichten dabei erwischt habe, wie ich sie passiv-aggressiv wie ein Mantra vor mich hinmurmelte – quasi meine heilige Pflicht zu sein, den Text, aus dem diese weisen Worte stammen, mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Scherz beiseite. Ich wollte mich schon seit Ewigkeiten etwas genauer mit Sartre befassen und wann ließe sich ein Text mit dem Titel „Geschlossene Gesellschaft“ wohl besser lesen als während einer globalen Quarantäne?


    Wir nämlich machen die Augenlider auf und zu. Zwinkern nannte man das. Ein kleiner schwarzer Blitz, Vorhang zu, Vorhang auf: Das war die Unterbrechung. Das Auge wird feucht, die Welt verschwindet. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie erholsam das war. Viertausend Pausen in einer Stunde. Viertausend kleine Fluchten.

    Aus: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Seiten 13-14




    Das Stück kommt erwartungsgemäß mit sehr überschaubarem Personal aus: Inés, Estelle und Garcin sind die verblichenen ProtagonistInnen, die nach und nach von einem höflich-distanzierten Kellner in das Hotelzimmer geführt werden, welches die wiederum recht kleine, aber außergewöhnliche Bühne für die gesamte Handlung darstellt.


    Kurz, es fehlt hier jemand: der Folterknecht.

    Aus: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Seite 28


    Ein fensterloser Raum, drei verschiedenfarbige Sofas – hellblau, spinatgrün und bordeauxrot, eine Büste, keine Spiegel, eine verschlossene Tür samt Klingel, die nicht funktioniert. Das Zimmer enthält praktisch nichts, was Zerstreuung bieten könnte. Wie trostlos und qualvoll eine Ewigkeit in solch kargem Umfeld ist, geht den drei Verdammten jedoch nicht gleich auf: Denn zunächst warten sie noch getrieben und verzweifelt auf das Erscheinen eines Folterknechts. Den jedoch scheint es nicht zu geben; Inès, Estelle und Garcin sind einander fortan die einzige Gesellschaft und langsam kommt die höllische Ménage-à-trois zu der Erkenntnis:

    Die Hölle, das sind die anderen. Nicht, wegen der Gräueltaten, die sie begehen oder weil das ewige Aufeinanderhocken, von dem es kein Entrinnen gibt, irgendwann unerträglich wird. Sondern deshalb, weil wir uns nur erkennen, wenn andere Augen uns sehen. Das Bild, das andere von uns haben, ist der Rahmen, in dem wir unser Leben leben und erleiden, ein Gefängnis zu Lebzeiten und danach.


    Man stirbt immer zu früh – oder zu spät. Und nun liegt das Leben da, abgeschlossen; der Strich ist gezogen, fehlt nur noch die Summe. Du bist nichts andres als dein Leben.

    Aus: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Seite 57



    Ist man, wenn man von anderen nicht wahrgenommen wird? Kann man etwas anderes sein, als das, was die anderen in einem sehen?

    Besonders schön finde ich, dass in der Rowohlt Ausgabe das gesprochene Vorwort zur Schallplattenaufnahme abgedruckt ist, in der Sartre mit Missinterpretationen aufräumt: „Man glaubte, ich wolle damit sagen, dass unsere Beziehungen zu andren immer vergiftet sind, dass es immer teuflische Beziehungen sind. Es ist aber etwas ganz anderes, was ich sagen will. Ich will sagen, wenn die Beziehungen zu andern verquer, vertrackt sind, dann kann der andre nur die Hölle sein. Warum? Weil die andren im Grunde das Wichtigste in uns selbst sind für unsere eigene Kenntnis von uns selbst. Wenn wir über uns nachdenken, wenn wir versuchen, uns zu erkennen, benutzen wir im Grunde Kenntnisse, die die andern über uns schon haben. Wir beurteilen uns mit den Mitteln, die die andern haben, uns zu unserer Beurteilung gegeben haben. Was ich auch über mich sage, immer spielt das Urteil anderer hinein. Was ich auch in mir fühle, das Urteil andrer spielt hinein, Das bedeutet, wenn meine Beziehungen schlecht sind, begebe ich mich in die totale Abhängigkeit von andren. Und dann bin ich tatsächlich in der Hölle.“ (Seite 61)


    Wir sind in der Hölle, meine Kleine, es kommt nie ein Versehen vor,

    und die Leute werden niemals für nichts verdammt.

    Aus: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Seite 27


    Fazit: Wir sehen in uns, was andere uns sehen lassen. Jean-Paul Sartres Stück ist ein kurzweiliges und intensives Lesevergnügen mit viel Tiefgang und einer Botschaft, die nie aktueller war als heute.


    Geschlossene Gesellschaft von Jean Paul Sartre. Stück in einem Akt.

    Originaltitel: Huis clos | Übersetzung: Traugott König | Taschenbuch, 75 Seiten

    Rowohlt Taschenbuch | ISBN: 978-3-499-15769-1

  4. Cover des Buches Das Sein und das Nichts (ISBN: 9783499133169)
    Jean-Paul Sartre

    Das Sein und das Nichts

     (35)
    Aktuelle Rezension von: nickido
    Man muss es einfach verschlungen haben!!! Mehr kann man dazu nicht sagen! Wer Existenzphilosophie mag der wird vor Sartre niederknien.
  5. Cover des Buches Die schmutzigen Hände (ISBN: 9783499124853)
    Jean-Paul Sartre

    Die schmutzigen Hände

     (25)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Die Mandarins von Paris (ISBN: 9783644031111)
    Simone de Beauvoir

    Die Mandarins von Paris

     (40)
    Aktuelle Rezension von: ninchen1809
    Ein Meisterwerk! Simone de Beauvoir gelingt in ihrem Roman eine perfekte Verknüpfung von Zeitgeschichte (politische Entwicklung in Frankreich nach dem 2. Weltkrieg) und privater Schicksale. Der Roman spielt größtenteils in Paris, zwischendurch aber auch in den USA, Portugal oder Mexiko. Die Charaktere sind perfekt und äußerst real herausgearbeitet. Auf knapp 800 Seiten kommt aufgrund wunderbarer, zum Nachdenken anregender Dialoge und einer lebendigen Erzählweise auf keiner einzigen Seite Langweile auf. Besonders beeindruckend sind die zwei verschiedenen Erzählebenen: Zum einen die des Journalisten Henri in der dritten Form und der Psychologin Anne in der Ich-Form. Diese beiden Protagonisten führen in die Welt der Pariser Intellektuellen. Bei der Geschichte um Henri wird der Zerfall der durch die Résistance verbundenen Pariser Intellektuellen und der Niedergang des französischen Kommunismus aufgegriffen. Sein vergeblicher Kampf um die Zeitung „Espoir“ steht für ihn im Vordergrund. Die Schicksale dreier Damen, Paule, Josette und Nadine, und deren Liebe zu Henri sind in diese Geschichte verwoben. Anne, die Ehefrau einer Hauptfigur der „Mandarins“, ist nicht unmittelbar in die politischen Diskussionen einbezogen. Die Suche nach persönlichem Glück und eine schöne Liebesgeschichte spielen in Annes Leben eine weitaus größere Rolle. Sie verliebt sich in Chicago in einen Schriftsteller namens Lewis, der mit ihr sein Leben verbringen möchte, sie aber ihr „altes“ Leben in Paris nicht aufgeben will. Insgesamt eines der besten Bücher, das ich gelesen habe. 100% empfehlenswert!!!
  7. Cover des Buches Huis clos (ISBN: 9783125984042)
    Jean P Sartre

    Huis clos

     (61)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha
    Huis Clos (Geschlossene Gesellschaft) Ein Theaterstück mit Verständnisfragen und biografischen Angaben zum Autor. "L`enfer, c'est les autres." Garcin, Estelle und Inès treffen sich im Jenseits um festzustellen, dass sie verdammt sind, sich bis in die Ewigkeit zu streiten. Inhalt In Huis clos geht es umzwei Frauen, Estelle und die Postangestellte Inès, sowie der Journalist Garcin welche nach ihrem Tod in einem geschlossenen Raum, der Hölle, verweilen müssen. Garcin hat seine Frau misshandelt, die lesbische Inès hat die junge Florence verführt und so ihrem Ehemann, Inès' Cousin, entfremdet. Dieser wird daraufhin von einer Straßenbahn überfahren.Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten dazu getrieben, Selbstmord mithilfe einer Pistole zu begehen. Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten dazu getrieben, Selbstmord mithilfe einer Pistole zu begehen. Alle drei werden sich bewusst, dass sie sich in der Hölle befinden, und machen sich auf das Schlimmste gefasst, aber die erwartete Folter und die körperlichen Qualen stellen sich nicht ein; nur eine leichte Hitze ist zu verspüren. Aber die Hölle, das sind die anderen... (wikipedia.de wurde miteinbezogen) Cover Furchtbar! Das hässliche Cover nimmt einem schon jegliche Lust zum lesen. Welcher Schüler soll da freiwillig lesen wollen? Ich hätte ein besseres Cover und ein passenderes gewählt. Meinung Ich muss zugeben, trotz guter Französischkenntnisse habe ich ohne die Hilfe von Internet das Buch nicht vollkommen verstanden. Satre schreibt hochphilosophisch und das auch noch auf Französisch...Unser ganzer Kurs hatte Probleme mit dem Buch und niemand fand es wirklich gut. ich leider auch nicht. Mir hat die ganze Situation nicht gefallen und die Protagonisten waren furchtbar. Ich kann leider nur 2 Sterne geben. Es ist leider auch sehr schwer solch ein Buch zu rezensieren.
  8. Cover des Buches Der Club der unverbesserlichen Optimisten (ISBN: 9783518468623)
    Jean-Michel Guenassia

    Der Club der unverbesserlichen Optimisten

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Ksenia_Georgieva

    Das Buch ist extrem atmosphärisch und authentisch.

    Dem Autor ist gelungen alles in so einem Detail zu übertragen, dass ich sehr oft das Gefühl hatte wie eine Freiwillige Besucherin dazusitzen, die sehr müde durch Paris Spazieren würde und hat sich im "Balto" gesetzt um eine Tasse Kaffee zu trinken. Ich belausche die Gespräche, innerlich nehme in den Debatten teil und beobachte sehr nachdenklich die Schachspiele, trotz der Tatsache, dass ich selbst nicht spielen kann.

    So viele Ereignisse sind in nur 5 Jahren passiert: romantische, schöne, lustige, aber auch schlechte, traurige und sogar tragische. Man geht alles mit den Protagonisten durch und am Ende ist es extrem schwierig sich zu verabschieden. Fabelhaftes und wunderschönes Buch, das ich nie vergessen werde.

  9. Cover des Buches Ein sanfter Tod (ISBN: 9783644032811)
    Simone de Beauvoir

    Ein sanfter Tod

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62

    Ein sanfter Tod ist das Protokoll Simone de Beauvoirs zum dreißig Tage währenden Todeskampf ihrer Mutter, aber zugleich auch ein Rückblick auf ihrer beider Leben und die Analyse ihrer Konflikte, die erst angesichts des nahen Todes allmählich aufgehoben werden.

    Neben diesen ganz persönlichen Aspekten geht es aber auch um die Frage von Alter und Tod, um die Frage nach der Ehrlichkeit gegenüber dem Sterbenden in Bezug auf die Diagnose und die Grenzen der Medizin.

    Die große französische Autorin schrieb das Buch 1964 nach dem Tod ihrer Mutter, um die eigene Erschütterung zu verarbeiten. Entstanden ist ein nach wie vor aktuelles Buch, das den Verfall eines Menschen im letzten Stadium einer Krebserkrankung bis ins kleinste Detail schildert und trotzdem nie peinlich wirkt. Ein Buch, das ich schon mehrmals gelesen habe und das mich immer wieder beeindruckt und berührt.

  10. Cover des Buches Die Zeremonie des Abschieds und Gespräche mit Jean-Paul Sartre (ISBN: 9783644017610)
    Simone de Beauvoir

    Die Zeremonie des Abschieds und Gespräche mit Jean-Paul Sartre

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nicht einfach zu lesen, aber für Interessenten am Leben Sartres ein Buch, welches viele Einblicke in die letzten zehn Jahre seines Lebens geben und im zweiten Teil des Buches zahlreiche Gespräche zwischen Beauvoir und Sartre vorweist. Wobei dieser zweite Teil den größten Raum des Buches einnimmt.
  11. Cover des Buches Das Blut der anderen (ISBN: 9783644511811)
    Simone de Beauvoir

    Das Blut der anderen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: yvonne_fraunhoffer

    Diese tragische Geschichte eines jungen Liebespaars in Paris mitten im zweiten Weltkrieg hat mich noch Tage später beschäftigt.

    Mal aus ihrer, mal aus seiner Sicht geschrieben; größtenteils sogar aus der auktorialen Erzählperspektive; bekommt man als Leserin einen guten Eindruck von ihrer Liebe. Mir gefiel vor allem, dass es keine einfache, schnulzige Liebesgeschichte ist, sondern vor dem Hintergrund des beginnenden Krieges eine sehr ernsthafte, tragische Handlung hat.

    Hélène und Jean lernen sich über einen gemeinsamen Freund (zu Beginn ist er noch Hélènes fester Freund) kennen. Sie ist sofort begeistert von ihm, doch er will seine Freundschaft mit ihrem Freund nicht gefährden und weist sie mehrmals ab. Nach einem langen Hin und Her und einer Beziehungsphase, die nach heutigen Maßstäben als eine offene Beziehung oder eine "Freundschaft Plus" bezeichnet werden könnte,  herrscht vorerst Funkstille zwischen den beiden. Jean weiß nicht so recht, ob er Hélène liebt oder nicht; will sie nicht verletzen, aber auch nicht so recht mit ihr zusammen sein. Sie hingegen ist sich ihrer Zuneigung zu ihm schmerzlichst bewusst und lässt es sogar zu, dass er noch eine weitere Geliebte hat.

    Die Phase, in der die beiden nichts miteinander zu tun haben, endet durch eine Annäherung von Seiten Hélènes, die in den Widerstand eintreten und jüdische Menschen vor den Nazis, die gerade Frankreich erreichen, beschützen will. Durch ihre politische Arbeit kommen sich die beiden wieder näher.

    Ein sehr kurzweiliges, interessantes Buch, mit mehreren Formulierungen, die ich mir angestrichen habe. Erinnert mich aufgrund der Erzählweise und Tragik an "Bebop, Bars und weißes Pulver" von Kerouac.

  12. Cover des Buches Das Spiel ist aus (ISBN: B004ABFD2K)
    Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe

     

    Sartre hat dieses Drehbuch bereits 1943 geschrieben, und es weiß immer noch zu begeistern. 

    In einem faschistischen fiktiven Staat treffen sich Ève und Pierre in einer ungewöhnlichen Situation. Sie sind gestorben, müssen in einem Büro dafür quittieren und können sich fortan in der Welt bewegen, ohne von den Lebenden wahrgenommen zu werden. (Das man als Toter weiterhin ungesehen und unbeachtet sein Lebensumfeld weiter bewohnt, mag ich mir nicht weiter ausmalen.)

    Beide sind gewaltsam aus dem Leben geschieden, weil sich jemand daraus einen Vorteil erhoffte, beide können jetzt nur noch zusehen, was weiter geschieht, Einfluss nehmen können sie nicht. 

    Als wäre ihre Situation nicht bereits kompliziert und quälend genug, verlieben Ève und Pierre sich ineinander. Das sie aus völlig gegensätzlichen Lebensverhältnissen kommen, ist ein weiteres Problem. Sie war eine reiche Dame, er ein politischer Aktivist. 

    Aufgrund eines bürokratischen Fehlers dürfen die Beiden für 24 Stunden in ihre Leben zurück, wenn ihre Liebe dort besteht, dürfen sie bleiben. Begeistert stimmen sie zu. 

    Die Probleme sind vorprogrammiert: jeder möchte die Probleme seines Lebens lösen, dabei gilt es hauptsächlich die Liebe zu beweisen und die sozialen Unterschiede zu überbrücken. Die Zerrissenheit, der die Protagonisten ausgesetzt sind, ist gut herausgearbeitet. Egal, wie sie sich entscheiden, das Scheitern ist unausweichlich.

    Ève und Pierre treten von Anfang an als Verlierer an, aber sie kämpfen für ihre Ziele in einer gleichgültigen, grausamen Welt, die ihnen zu spät die Wahrheit offenbart. Der Titel des Werkes ist überaus passend gewählt.

  13. Cover des Buches Die Hütte (Filmausgabe) (ISBN: 9783548288796)
    William Paul Young

    Die Hütte (Filmausgabe)

     (614)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott

    Vor Jahren ist Mackenzies jüngste Tochter verschwunden. Ihre letzten Spuren hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden – nicht weit vom Camping-Ort der Familie. Vier Jahre später, mitten in seiner tiefen Trauer, erhält Mack eine rätselhafte Einladung in diese Hütte. Ihr Absender ist Gott. Trotz seiner Zweifel lässt Mack sich auf diese Einladung ein. Eine Reise ins Ungewisse beginnt. Was er dort findet, wird Macks Welt und Leben für immer verändern ...

    Ich fand den Roman "Die Hütte" als einen sehr emotionalen Roman. Es werden so viele Emotionen in dem Buch angeführt, dass man mit dem Protagonisten mitfiebert und alles gut nachvollziehen kann. Wer würde nach so einem Verlust nicht traurig und wütend sein und sich und Gott die Schuld geben? Der Roman soll den Glauben stärken oder einen zurück zu Gott führen. Er zeigt einen anderen Blick auf Gott. Er hat uns die Entscheidung gegeben, eigene Wege zu gehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Ein wirklich gutes Buch.

  14. Cover des Buches Im Räderwerk (ISBN: 9783499122071)
    Jean-Paul Sartre

    Im Räderwerk

     (21)
    Aktuelle Rezension von: lacus
    Super Buch. Und auch wenn man es rückwärts liest, hätte man sich nicht anderst entscheiden können.
  15. Cover des Buches Sartre (ISBN: 9783423341769)
    Bernard-Henri Lévy

    Sartre

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein großes Werk, vor allem im Umfang. Der Autor ist immer wieder strittig hinsichtlich seiner Biografie über Sartre erwähnt worden, dennoch finde ich, dass er ein detailreiches Bild malt und in seinem Stil lesenswürdig ist.
  16. Cover des Buches Der Fremde (ISBN: 9783644026216)
    Albert Camus

    Der Fremde

     (583)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky

    Zusammenfassung:
    Die Sonne sei Schuld gewesen, er habe den Araber am Strand nicht erschießen wollen. Mit dieser Erklärung erntet der Büroangestellte Meursault vor Gericht nur Gelächter. Der Staatsanwalt fordert seinen Kopf und klagt ihn der Unmenschlichkeit an.

    Meine Meinung:

    Es ist lange her dass ich einen Klassiker gelesen habe, somit habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Leider muss ich sagen dass es mir nicht wirklich gefallen hat. Keiner in de Buch war sympathisch, alle denken nur an sich selbst und es wäre Meursault besser ergangen wenn er andere und bessere Freunde gehabt hätte. An sich kann ich mich mit ihm identifizieren (was das "keine Gefühle zeigen) angeht. Ich habe bei den meisten Beerdigungen auch nicht geweint. Ansonsten ist alles was er macht einfach ... schwer zu verstehen. Ich bin froh dass ich das Buch endlich gelesen habe, werde es aber nicht noch mal tun.


  17. Cover des Buches Memoiren einer Tochter aus gutem Hause (ISBN: 9783644031210)
    Simone de Beauvoir

    Memoiren einer Tochter aus gutem Hause

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Ein ambivalentes Buch. Ambivalent für mich wahrscheinlich nur deshalb, weil ich eine Reihe kritischer Biographien über Simone de Beauvoir gelesen habe, die insbesondere aus psychologischer Sicht das Weltbild der Philosophin hinterfragen. Beauvoir ist äußerst intelligent, aber auch selbstbewusst. Gerade dieses Selbstbewusstsein wird in Sprache, Perspektive und Erzählstil deutlich. Doch leider bewirkt dies bei mir gerade nicht die Bewunderung für Intellektualität und Genialität, die man möglicherweise erwarten könnte. Die Autobiographie ihrer Kinderjahre eignet sich daher recht gut, um sich von der Vielschichtigkeit ihres Charakters einen groben Eindruck zu verschaffen. Sprachlich ist das Buch keine Meisterleistung, sondern eher klassischer Durchschnitt. Am Besten bleiben nach wie vor ihre Sachbücher: "Das andere Geschlecht" und "Das Alter".
  18. Cover des Buches In den besten Jahren (ISBN: 9783644031319)
    Simone de Beauvoir

    In den besten Jahren

     (21)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Alle Menschen sind sterblich (ISBN: 9783644474031)
    Simone de Beauvoir

    Alle Menschen sind sterblich

     (69)
    Aktuelle Rezension von: JuergenVogel
    Er ist weder Highlander noch Dorian Gray - jedoch, er ist unsterblich. Fosca begegnet uns in der Gegenwart, wenngleich viele Jahrhunderte bereits seine Geschichte ausmachen. Zunächst scheint es auch so, als wolle die Autorin uns in eine zeitgenössische Geschichte führen, in der philosophisch dem Gedanken an ein einzelnes unsterbliches Wesen gefrönt wird. Bereits hier werden wir damit konfrontiert, dass diese ach so tolle Vorstellung vermutlich gar nicht so erstrebenswert ist. Dann werden wir urplötzlich in einen historischen Roman entführt, in dem der Protagonist uns zu verschiedenen Stationen seines unendlichen Lebens führt. Anfänglich ist er begeistert davon, dass er nun über all die nötige Zeit verfügt, unsere Welt in eine bessere zu verwandeln. Immer wieder jedoch scheitert er daran, dass seine Zielsetzungen nicht mit denen von uns Sterblichen vereinbar sind. Während er die einzige Konstante darstellt, vergeht und verändert sich alles um ihn herum. Was für ihn lediglich eine kleine Zeitspanne darstellt, kann für uns die Dauer unseres Lebens ausmachen. Da er anders ist, in uns völlig fremden Zeiträumen denkt und der Zukunft stets als etwas entgegensieht, das er persönlich erleben wird, findet er unter uns kein wirkliches Verständnis. Hinzu kommt, dass Fosca auch in seinen persönlichen Beziehungen immer wieder Rückschläge erleidet. Liebesbeziehungen für immer sind nicht möglich, da seine Ewigkeit sich von der unseren unterscheidet. Auch leidet er unter Verlustängsten, da er alle die überlebt, die ihm nahestehen, einschließlich seiner Kinder. Auch wenn die Autorin fortwährend auf den mit Foscas Unsterblichkeit einhergehenden Schwierigkeiten herumreitet und dieser immer wieder an die gleichen Grenzen stößt, wird es nie langweilig. Ganz im Gegenteil, ständig regen uns die Gedankenspiele an. Sie führen uns unentwegt vor Augen, wie kurz doch unsere eigene Zeit ist, im Gegensatz zur Unendlichkeit.
  20. Cover des Buches Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts (ISBN: 9783050056753)
    Bernard N Schumacher

    Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts

     (1)
    Aktuelle Rezension von: giulianna
    Sehr ausführlicher Band zu Sartres "Das Sein und das Nichts". Jedes Kapitel wird einzeln von einem Autor erläutert. Sehr hilfreich bei der Erstlektüre.
  21. Cover des Buches Existenzphilosophie (ISBN: 9783476103031)
    Thomas Seibert

    Existenzphilosophie

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Simone de Beauvoir (ISBN: 9783462317794)
    Alice Schwarzer

    Simone de Beauvoir

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Eltragalibros
    Ein guter Einstieg, wenn man Bücher von Simone de Beauvoir lesen möchte. Alice Schwarzer bietet zu ausgesuchten Büchern einige Passagen aus diesen und schreibt ihre Meinung dazu.
  23. Cover des Buches Mémoires d'une jeune fille rangée (ISBN: 9782072441660)
    Simone de Beauvoir

    Mémoires d'une jeune fille rangée

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Eirian
    Eine Biogrpahie mal anders. Zwar fand ich es ziemlich anstrengend mich mit meinem bisschen Schul-Französisch durchzuquälen, dafür konnte man über die jungen Jahre von Simone einiges erfahren.
  24. Cover des Buches Memoiren eines getäuschten Mädchens (ISBN: 9783499135217)
    Bianca Lamblin

    Memoiren eines getäuschten Mädchens

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Bianca Lamblin hat viele Jahre geschwiegen; erst als die Briefe an Sartre und das Kriegstagebuch zu Beginn der 1990er Jahre erstmals publiziert wurden, wurde sie mit ihren alten Erinnerungen konfrontiert. 1992 trat die Biographie der amerikanischen Hochschulprofessorin Deirdre Bair über Simone de Beauvoir hinzu, in der ebenfalls über Bianca Lamblin – entgegen aller Absprachen mit Simone de Beauvoir – unverhüllt Informationen preisgegeben wurden. . Lamblin erzählt mit unverhohlener Bitterkeit über ihre Beziehung zu Sartre und Simone de Beauvoir. Simone lernte sie, Lamblin damals noch 17-jährig, als Lehrerin an ihrem Gymnasium kennen. Man kommt sich privat näher, findet sich sympathisch. Bald lernt sie auch Sartre kennen, mit dem Simone de Beauvoir zu diesem Zeitpunkt bereits zusammen war. ‚Zusammen‘ jedoch auf ihre sehr individuelle Weise: getrennt von Tisch und Bett, in späteren Jahren mit besonders hervorgehobenem Schwerpunkt auf ihrer intellektuellen Verbundenheit. Simone de Beauvoir äußert in sehr seltenen Momenten gegenüber Lamblin Enttäuschung über Sartres Art der Zuneigung, der Qualität seiner Sexualität und dem Unvermögen, treu zu bleiben. Ein bisschen klingt es, wie die stille Resignation über unabänderbare Tatsachen, die später – aus Selbstschutz – zu etwas Besonderen erklärt werden, aber eigentlich dem Erklärenden, hier Simone de Beauvoir, überhaupt nicht gefallen. Immer wieder schreibt Lamblin jedoch, wie Simone de Beauvoir in der Rückschau die Beziehung Sartre-Lamblin-Beauvoir verfälscht, verklärt und verzerrt habe. Hinzu kommen Beobachtungen Lamblins über die Einstellung Simone de Beauvoirs über Ehe, Liebe, Kinder. Vieles ihrer ‚emanzipierten Einstellung‘ ist die Folge eigener Enttäuschung und einem schleichenden Rückzug in eine eigene Welt, die zugemauert wurde, um sich vor weiteren Angriffen und Verletzungen durch Mitmenschen abzuschirmen. Zwar konnte nur aus dieser Enklave Simone de Beauvoirs vielbeachtete Philosophie entstehen, für den Menschen, der dahinter stand, war die Realität jedoch mit sehr großer Enttäuschung und massiven emotionalen Entbehrungen verbunden. Lamblins Aufzeichnungen sind erschütternd, weil sie meine bisherigen Eindrücke der Beziehung Sartre-de Beauvoir in ein anderes Licht rücken. Selbst Deirdre Bairs Biographie wird relativiert, obwohl ich annahm, die Autorin hätte bereits richtig recherchiert und das Gefundene korrekt bewertet. Dieses Buch ist daher ein sehr erschütternder Bericht, spannend zu lesen, reich an Fakten und biographischen Eindrücken über Sartre, Simone de Beauvoir und das intellektuelle Paris der 1940-1960er Jahre.

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