Bücher mit dem Tag "satan"
51 Bücher
- Michail Bulgakow
Meister und Margarita
(442)Aktuelle Rezension von: MEvaEigentlich sollte dies mein Lieblingsbuch sein; das Thema ist schaurig-schön, es beinhaltet einen sprechenden Kater und die zeitlose Geschichte des Gut und Böse.
Ist es aber nicht. Grund ist die völlig unnötige umständliche Formulierung. Bei Kritikern als poetisch beschrieben bleibe ich einfach verdattert zurück - was darin gipfelt, dass ich nach jeden Kapitel den Inhalt googeln muss. Dieses Buch bedarf vieler Erklärungen - in der vorliegenden Ausgabe nehmen diese allein 100 Seiten ein - aber ein Personenregister hätte meiner Meinung nach auch hinzugefügt werden können. Am Ende heißt es wer sich durchbeißt wird belohnt: Diese Erfahrung blieb bei mir leider aus.
- Terry Pratchett
Ein gutes Omen
(288)Aktuelle Rezension von: Bücherfuchs_ZeilenmagieDer Untergang der Welt steht bevor und wie könnte es chaotischer werden, als wenn ein Engel und ein Dämon, die seit Jahren auf der Erde leben, versuchen diese zu verhindern?
Das Werk „Ein gutes Omen“ ist die Buchvorlage zur gleichnamigen Amazon Prime Serie „Good Omens“.
Crowley und Aziraphale (dt. Name Erziraphael) leben seit Beginn der Menschheit auf der Erde und eigentlich stehen sie als Dämon und Engel auf der jeweils anderen Seite.
Wie auch in der Serie wird auch hier verschiedene Perspektiven beleuchtet, wie den Antichristen Adam und seine Freunde.
Zu dieser Runde gesellt sich noch eine Hexe, ein Hexensucher in Ausbildung und die Prophezeiungen von Agnes Spinner. Bei dem Ende der Welt dürfen auch die vier apokalyptischen Reiter Krieg, Hunger, Umweltverschmutzung und Tod nicht fehlen.
Alle warten auf das Ende der Welt, was durch den Antichristen eingeleitet werden soll.
Durch die Serie ist mir schon im Vorfeld die Handlung klar gewesen, aber das Buch zu lesen, war noch mal etwas anders.
Es weicht an ein paar Stellen von der Serie ab und Crowley ist nicht der rothaarige Dämon, wie wir ihn aus der Serie kennen. Auch gibt es weniger Interpretationsspielraum in der Art der Beziehung, als in der Serie.
Die Handlung ist dabei sehr unterhaltsam und spannend. An vielen Stellen darf man sie auch nicht zu ernst nehmen.
Das gemeinschaftliche Buch ist gut ausgearbeitet und jeder Charakter ist individuell mit gutem Wiedererkennungswert, die Handlung lässt sich aus deren Sicht jeweils gut nachvollziehen und verfolgen. Die verschiedenen Perspektiven sorgen dafür, dass es spannend bleibt und es sich nicht unnötig in die Länge zieht.
„Ein gutes Omen“ ist nur zu empfehlen. Vor allem, wenn man die Serie mochte und das Originalwerk dazu kennen lernen möchte. Man merkt an manchen Stellen, dass es aus den 90iger Jahren stammt, aber dennoch ist es immer noch gut lesbar und bietet eine schöne Unterhaltung.
- Ethan Cross
Ich bin die Angst
(598)Aktuelle Rezension von: AlissilaIch kann diese Reihe einfach nur immer wieder empfehlen! Jeder Teil endet mit einem Banger und man ist neugierig wie es weiter geht.
Auch dieser Teil besticht durch absolut großartige Spannung, eine fesselnde Schreibweise und großer Unterhaltung.
Es ist immer wieder eine neue Überraschung enthalten und man weiß garnicht ob man bestimmte Protagonisten jetzt abgrundtief hassen oder lieben soll!
Die Geschichte um Frank und Markus wird einfach nicht langweilig. Auch die Protagonisten rund um die beiden sich vielschichtig und laufen nicht nur mit sondern haben ihre eigenen Höhen und Tiefen.
Absolute Empfehlung!
- David Safier
Jesus liebt mich
(1.366)Aktuelle Rezension von: _jamii_Marie hat das Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Hat Marie sich diesmal in den falschesten aller Männer verliebt?
Dieses Buch war eine reine Tortur für mich. Weder hat mir der Schreibstil zugesagt, noch traf es meinen Humor. Die Witze waren dumm und platt. Obwohl ich sonst über sehr viel lachen kann, musste ich hier immer wieder die Augen verdrehen.
Marie wäre mir eigentlich sogar sympathisch, nur leider nervt sie unglaublich. Auch mit Joshua / Jesus habe ich extreme Mühe. Die Anziehung zwischen den beiden kann ich kein bisschen nachvollziehen, dass sich Jesus zu so jemandem hingezogen fühlt, obwohl sie kein bisschen religiös ist und das auch nicht ändern will, entzieht sich vollkommen meinem Verständnis.
Je länger ich lese, umso dümmer und schwachsinniger wird die Geschichte. Sämtliche Personen nerven nur noch und ich hoffe, dass der Mist bald durch ist. Das letzte Drittel habe ich dann eher quergelesen als etwas anderes, verpasst habe ich scheinbar nichts…
Ich habe auf eine lockere, leichte und unterhaltsame Lektüre gehofft… Was ich erhalten habe, kann ich nicht in Worte fassen.
Finger weg, ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen.
- Tess Gerritsen
Blutmale
(850)Aktuelle Rezension von: Ines_BalkowIch bin ein großer Fan der Rizzoli & Isle Reihe. Auch dieser Band hat mich wieder mitgerissen und gefesselt. Rizzoli bekommt es hier nicht nur mit einem vermeintlich religiös/satanischen Serienkiller zu tun, sondern muss sich auch noch mit privaten Problemen auseinandersetzen. Darüber hinaus muss sie für ihre Ermittlungen mit dem Mephisto-Club zusammenarbeiten - eine Gruppe, die das wahrhaftige Böse jagt. Rizzoli sind die Mitglieder des Mephisto-Clubs um den Anführer Anthony Sansone jedoch gar nicht geheuer.
Mich hat die Story wieder von Anfang an gepackt und ich konnte das Buch kaum weglegen. Von mir gibt es daher eine klare Lese-Empfehlung für alle Thriller- und Krimiliebhaber :)
- Veit Etzold
Seelenangst
(220)Aktuelle Rezension von: LennyIch kann nur die ersten ca. 150 Seiten bewerten, da ich das Buch nach dem Satz: lutscht eure Schwänze, ich will dabei zusehen ! abgebrochen habe. Ich habe am Anfang schon überlegt, ob es ein Buch für mich ist, da der Mord so grausam war, doch habe es weiter gelesen. Die Ermittlungen fand ich gut. Die sind aber etwas kurz gekommen.
- Arturo Pérez-Reverte
Der Club Dumas
(161)Aktuelle Rezension von: Smart_RebeccaDer Antiquar Lucas Corso erhält von einem wohlhabenden und exzentrischen Verleger den Auftrag zu eruieren, welches der drei noch existierenden Exemplare eines seltenen Buches "De Umbrarum Regni Novem Portis" (Die neun Tore des Königreichs der Schatten) das Original ist. Dieses Buch soll von Luzifer persönlich verfasst worden sein, darin enthalten sind 9 Bilder/Holzschnitte.
Bei seiner Suche danach, die ihn nach Madrid und Toledo/Spanien, Sintra/Portugal und nach Paris/Frankreich führt, trifft er auf eine geheimnisvolle junge Frau, die Lucas Corso zu folgen scheint.
Zuerst habe ich den großartigen Film "Die neun Pforten" von Regiesseur Roman Polański gesehen, da für mich jedoch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind, hab ich das Buch von Arturo Pérez-Reverte zur Hand genommen.
Hier möchte ich unbedingt anmerken, dass der deutsche Titel nicht adäquat übersetzt wurde. In der englischen Version heißt er "The Ninth Gate" - also "Das neunte Tor" - was damit einen Sinn ergibt. Der Originaltitel der zugrundeliegenden Geschichte lautet "Der Club Dumas" und ist absolut empfehlenswert. Das filmischen Polański-Kunstwerk - mit der unvergleichlichen Musik von Wojciech Kilar - steht für sich.
Nachdem ich das Buch nun vollständig gelesen habe, finde ich es schade, dass im Film die Dumas-Verschwörung ein sexualisiertes Bild bekommen hat. Die wunderbaren Hinweise auf die gesamte Geschichte "Die drei Musketiere/Zwanzig Jahre danach/Der Vicomte von Bragelonne oder Zehn Jahre später" sind ausschließlich im Buch zu finden und da ich diese gerade erst wieder gelesen habe, war es köstlich zu erfahren, wie intensiv sich Arturo Pérez-Reverte offenbar mit den Dumas-Werken auseinandergesetzt hat.
Ich werde mich wohl immer an diese Stelle im Buch erinnern: "Aber just, als sie im Epizentrum des Dramas anlangte, erlitt Corso vollends Schiffbruch. Soff ab wie die »Titanic«. Mit dem Orchester, das auf Deck spielte, Frauen und Kinder als erste." - Ich hab so gelacht!! Die Geschichte ist mysteriös, spannend und geheimnisvoll und dann kommt diese Szene - damit habe ich nicht gerechnet! Ein humorvolles Augenzwinkern des Schriftstellers.
Eine sehr klare Lese-Empfehlung - Fünf Sterne!
- Ursula Poznanski
VANITAS - Grau wie Asche
(288)Aktuelle Rezension von: KirstenHaAlle drei Bände der "Vanitas"-Reihe von Ursula Poznanski sind so fesselnd geschrieben, als würde man sie selbst miterleben. Schon in der Mitte des ersten Bandes meinte ich, mich auf dem Wiener Zentralfriedhof genau auszukennen. Und dort warten ja einige Geheimnisse ... Die ständige Spannung, die die Autorin schafft, ist wirklich beeindruckend. Es ist sinnvoll, bei Band 1 einzusteigen - aber dann muss man sie einfach alle drei lesen! Unbedingt empfehlenswert.
- Samuel Bjørk
Federgrab
(173)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: In einem Waldstück wird Camilla Green tot aufgefunden. Sofort fallen den Ermittlern die Federn auf, mit denen die Tote geschmückt wurde. Ansonsten sieht der Körper dünn und ausgemergelt aus. Camilla kommt aus einem naheliegenden Jugendheim. Die Ermittler beginnen mit den Befragungen. Aber sie kommen nicht so richtig weiter, die Jugendlichen sind ziemlich verschlossen. Dann wird der Computerspezialist der Einheit, Gabriel, von einem alten Hackerfreund kontaktiert. Dieser hat ein Video von Camilla im Darknet gefunden. Das lenkt den Verdacht noch einmal in ganz andere Richtungen…
Meine Meinung: Ich mag die Reihe alleine schon wegen der Ermittler. Hier hat jeder so seine Ecken und Kanten. Mia hat besonders viele und ich finde sie schwer traumatisiert. Was man durchaus verstehen kann, wenn man ihren Hintergrund kennt. Holger muss höllisch auf sich aufpassen, er lebt sehr ungesund und ist genau im richtigen Alter für einen Herzinfarkt. Die beiden mögen sich halt auf eine ganz besondere Art und verzeihen sich viel, das mag ich bei den beiden besonders gern. Aber auch der Kollege Curry hat ganz eigene Probleme.
Der Fall zieht auf jeden Fall größere Kreise, als man anfangs vermuten mag. Alles hängt irgendwie zusammen und Mia sieht wieder die Verbindungen. Schade nur, dass sie dabei immer so viel Alkohol braucht, um ihre wirren Gedanken zusammen zu bringen… Hier spielt auch Miriam, Holgers Tochter, eine große Rolle, den Handlungsstrang habe ich auch interessiert verfolgt!
Der Autor hat es wieder geschafft, von Anfang an Spannung einzubauen, die durch die vielen losen Fäden auch nicht abreißt! Und wie üblich gibt es den Showdown am Ende. Der geht dieses Mal leider nicht für alle gut aus… von daher bin ich schon sehr gespannt auf den nächsten Band!
Mein Fazit: Ich bin froh, diese Reihe und den Autor für mich entdeckt zu haben! Der Schreibstil gefällt mir und die Ermittler sowieso! Ich vergebe die volle Punktzahl und freue mich auf Band 3!
- Forrest Leo
Der Gentleman
(58)Aktuelle Rezension von: HerbstroseLondon, Mitte 19. Jahrhundert. In seinem Haus am vornehmen Pocklington Place lebt der Adlige Lionel Savage in der Überzeugung, er sei ein toller Hecht und ein begnadeter Dichter. Er ist 22 Jahre jung, sieht gut aus, ist sehr kultiviert aber auch sehr faul und lebt gerne über seine Verhältnisse. So muss ihm sein treuer Butler Simmons eines Tages mit Bedauern mitteilen, dass das Geld ausgegangen sei. Nun hat Lionel zwei Möglichkeiten, zu arbeiten oder eine reiche Frau heiraten. Ersteres kommt für den Gentleman ja nicht infrage, also bleibt nur der zweite Weg aus dem Desaster. Eine passende junge Dame aus vermögendem Hause ist bald gefunden, es wird geheiratet und Vivien zieht in das Haus am Pocklington Place ein.
Geld ist zwar nun vorhanden, doch Lionel ist seiner Angetrauten bald überdrüssig. Er empfindet sie als geistlos und nörglerisch, verachtet und hasst sie. Zu allem Übel kommt noch seine Schreibblockade hinzu, er kann nicht mehr dichten und ist verzweifelt. Als einzigen Ausweg sieht er seinen Selbstmord, doch die Umstände, die er seinem treuen Butler dadurch machen würde, halten ihn zunächst davon ab. Während er noch nach einer Lösung sucht, beehrt ihn ein eleganter Gentleman mit seinem Besuch, der sich selbst als Teufel vorstellt. Die beiden unterhalten sich freundschaftlich – und als der Teufel gegangen ist, ist auch plötzlich Vivien verschwunden …
Der US-amerikanische Autor Forrest Leo wurde 1990 in Alaska geboren, wo er auch aufwuchs und mit dem Hundeschlitten zur Schule fuhr. Später machte er einen Bachelor in Schauspiel an der New York University und arbeitete in verschiedenen Berufen. Er war erst 27 Jahre alt, als er sein Debüt „Der Gentleman“ schrieb, das von dem 1973 in Göttingen geborenen Literaturwissenschaftler Cornelius Reiber ins Deutsche übersetzt wurde.
Mit viel Witz und spöttischer Ironie werden wir in die Gepflogenheiten der Londoner Oberschicht im viktorianischen Zeitalter eingeführt – oder was man sich heute darunter vorstellt. Wie am Schluss des Buches zu lesen ist, wurde die Geschichte zunächst als Theaterstück konzipiert, was besonders in der furiosen Schlussszene, in der sämtliche Akteure noch einmal zusammenkommen, zu merken ist. Eine Besonderheit ist auch, dass die Geschichte von Lionel Savage selbst erzählt wird und der Herausgeber des Werkes, Mr Hubert Lancester, ein Verwandter von Savage, in zahlreichen Fußnoten seinen Kommentar dazu abgibt bzw. dessen Aussagen richtigstellt.
Eine Figur nach der anderen betritt die „Bühne“, rasch wechseln die „Kulissen“, es werden allerlei Abenteuer erlebt, Duelle ausgefochten und witzige, schlagfertige Dialoge ausgetauscht. Wir machen die Bekanntschaft mit dem besten Butler Großbritanniens, mit einem Erfinder von Flugmaschinen, mit einem gutaussehenden, kräftig gebauten Abenteurer, mit Lizzie, der quirligen jüngeren Schwester von Lionel, mit Vivien, Lionels schöner und intelligenter Frau – und nicht zuletzt mit dem Teufel, der sich als Buchliebhaber und Literaturkenner entpuppt und Dante Alighieri bei sich zu Hause als Gärtner beschäftigt.
Fazit: Eine intelligente Boulevardkomödie mit viel Witz, selbstverständlich leicht übertrieben, aber immer mit Stil – sehr unterhaltsam und äußerst amüsant.
- Lukas
Vier Jahre Hölle und zurück
(141)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Das Buch hat mir ein Freund ausgeliehen, weil er meine Liebe für True- Crime unterstützen wollte. In diesem Buch geht es um Satanismus hauptsächlich in Deutschland, aber auch stellenweise in Amerika. 🚩Aber Achtung: Triggerwarnung! 🚩 In diesem Buch werden Thematiken wie: Gewalt, psychische/physische/seelische Erpressung, Menschenopfer, Tierquälerei, Kindestötung, Alkoholismus u.ä. verstörende Dinge angesprochen und behandelt. Mich hat das Buch stellenweise wirklich schockiert zurückgelassen. Kann sowas wirklich in Deutschland möglich sein? Sind es oftmals auch Satanisten die Menschen spurlos verschwinden lassen? Lukas ist erst 15 Jahre alt. Kommt mit ihm auf eine Reise, die ihr bestimmt nicht so schnell vergessen werdet.
Cover: Das Cover des Buches ist absolut unscheinbar und ganz typisch für das Jahr 1995 gestaltet. Weißer Hintergrund, fettgedruckter schwarzer Buchtitel und Genre- kurze Zusammenfassung des Inhalts. Nur ein kleines Quadrat zeigt ein Bild- wir sehen eine verschleierte Gestalt mit roter Kapute, die beide Arme erhoben hält- in der Hand hält die Person ein goldenes, stark verziertes, umgedrehtes Kreuz. Ganz wichtig ist hier der Fakt, dass das christliche Kreuz umgedreht ist, als Zeichen Satans. Es ist tatsächlich ein Buch, welches ich rein vom optischen her, nicht lesen würde. Lasst euch davon, aber nicht abschrecken!
Schreibstil & Inhalt: Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen und war absolut angenehm. Angenehm, weil er sehr leicht verständlich, flüssig und die Kapitel gut strukturiert waren. Wäre die Thematik nicht so erschreckend, würde ich ihn ganz klar als Pageturner einordnen. Auch die detaillierten Beschreibungen, gerade was die Gefühlswelt von Lukas angeht, haben mir wirklich sehr gut gefallen. Kommen wir kurz und knapp zum Inhalt: 15.. so alt ist Lukas als er Anhänger einer Satanistensekte wird. Für jeden "Normalo" unvorstellbar. Aber Lukas hat es schon in jungen Jahren schwer: Er lebt im Heim oder in einer WG, seine Eltern: Weg. Er fühlt sich ungeliebt, einsam, unverstanden. Ist also offen für solche Leute, die ihm das Gefühl geben Teil einer Gruppe zu sein. Lange Rede, kurzer Sinn: Er wird durch seinen "Freund" Peter Satanist. Quält Tiere und Menschen. Schiebt Freunde und Familie von sich, aus Angst dass ihnen schlimmes passiert. Denn als Satanist darfst du nicht lieben. Er nimmt in Deutschland und Amerika an Messen teil.. Messen die Menschen- und Tieropfer beinhalten, Kindestötungen und Massenvergewaltigungen und Orgien. Doch als es richtig schlimm wird und er seine letzte Aufgabe antreten soll, um Priester zu werden, steigt er aus. Lukas geht ab da durch die Hölle: Halluzinationen, Verfolgungswahn, Todesangst, Suizidgedanken, Schlaflosigkeit.. Weil er denkt das Satan ihn holt.. oder die Anhänger. Seine Betreuer wissen nichtmehr weiter und er wird in eine Psychatrische Anstalt verlegt. Und obwohl das schrecklich klingt- findet Lukas dort zu sich selbst zurück.. Und findet auch sein ganz persönliches Glück. Das Ende hat mich wirklich glücklich gemacht, denn Lukas hat sein ganz eigenes Happy End gefunden.. Ohne Satan, sondern nur mit Liebe. Ich habe mich unendlich doll gefreut.
Charaktere: Unser Hauptcharakter in diesem Buch ist Lukas. Ich muss sagen, dass Lukas einige große charakterliche Veränderungen durchmacht. Am Anfang ist er ziemlich verloren, verunsichert und wird mehr oder weniger in den Satanismus hineingeschubst. Da ist er sichtlich abgeneigt, kann dem Satanismus nichts abgewinnen und zwingt sich zu den Messen.. Aber dann gibt es mehr und mehr einen Wandel, obwohl er auch nach Jahren immernoch mal ganz kurz zweifelt, gerade wenn es um schier grauenhafte, menschenunwürdige Dinge geht, gefällt ihm der Satanismus immer mehr. Menschen und Tiere quälen, sich erhaben und mächtig fühlen.. Denken, dass ihm nichts etwas anhaben kann, weil er durch die Gruppe beschützt wird.. Das er nichts und niemanden braucht. Keine Liebe braucht. Zum Glück hat sich Lukas auch nach all den Jahren ein bisschen Menschlichkeit bewahrt.. Und das kann einem bis zum Schluss nur eines geben- obwohl er Depressionen, Angstzustände, Suizid- und Verfolgungswahn hat: Hoffnung. Hoffnung, dass da draußen etwas ist, was ihm hilft und heilt. Welchen Charakter ich allerdings noch erwähnen möchte ist Peter- obwohl er Lukas zunächst zwingt teilzunehmen, wird er irgendwann nicht nur sein Sektenbruder, sondern ein richtiger Freund. Ich muss sagen, dass es mich ein wenig traurig gestimmt hat, nichts mehr von ihm zu hören und auch nicht zu wissen, was aus ihm geworden ist. Ein großes Lob also für die Ausarbeitung der Charaktere. :)
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sternchen. Obwohl das Buch 1995 erschienen ist und damit scheinbar ein wenig in die Jahre gekommen, ist der Inhalt doch sensationell gut geschrieben, leicht verständlich und auch vom Inhalt her, sehr aktuell. Wie oft hört man nämlich: Ich habe es getan, weil Satan es mir befohlen hat oder die Personen in einer Sekte waren und deshalb unbeschreibliches Taten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es solche Sekten auch in Deutschland gibt- wenig wird darüber berichtet, darum finde ich dieses Buch gerade so wichtig: Um Augen zu öffnen und Aufklärung zu betreiben. Gerade Menschen, die sich ungeliebt fühlen und auch keinen stabilen Familien- und Freundskreis haben, sind für solche Sachen nämlich erschreckend offen.
- Nicholas D. Satan
Das Tagebuch des Teufels
(98)Aktuelle Rezension von: HagichtDa ich so etwas wie ein Roman erwartet habe war ich doch sehr überrascht das es mehr, oder weniger, Anekdoten waren bzw. mehrzeilige Ansichten aus der Sicht des "Teufels". Wie der Titel des Buches auch aussagt, Tagebuch halt. Auf witzige Art. Die Schriftart teilweise empfand ich ziemlich anstrengend.
- Peter Laws
Sühneopfer
(13)Aktuelle Rezension von: katiandbooksDer ehemalige Pfarrer und jetziger Universitätsprofessor, Matt Hunter, unterstützt die Londoner Polizei ab und an bei religiös motivierten Verbrechen als Sachverständiger. Als seine Frau die Chance bekommt, in einem kleinen Ort bei Oxford eine Kirche architektonisch neu zu gestalten, zieht die kleine Familie temporär aufs Land. Der hiesige Pastor der evangelikalen Gemeinde ist nicht nur Matts ehemaliger Studienkollege, hier bekommt es Matt auch noch mit einem Serienmörder zu tun, der seine Opfer kurz vor dem Tod tauft, um sie ins Paradies zu bringen.
Den Beginn des Buches fand ich super. Man steigt genretypisch bei der Ermordung des ersten Opfers ein, kennt sofort das Motiv des Täters und lernt anschließend einen sehr sympathischen Matt Hunter kennen, der für die Polizei im Einsatz ist. Auch die Familie des Protagonisten mochte ich sehr, und die Nebenfiguren, die nach und nach eingeführt werden, haben mir gefallen. Alles in allem war es ein sehr guter Start, und ich bin die ersten 100 bis 150 Seiten nur so durch die Story gerauscht.
Dann begann sich das Ganze zu ziehen, und weitere Probleme traten auf.
Ein Grund dafür, dass die Geschichte etwas langatmig wird, ist sicherlich der, dass sich der Autor sehr in unnötigen Kleinigkeiten verliert. Matt Hunter beschreibt sich immer wieder selbst als Nerd, der auf Superhelden, Comics und Co. steht, doch so richtig erleben tut das der Leser nicht und so wirkt sein Nerdsein eher auf den eigentlichen (und gut ausgearbeiteten) Charakter des Protagonisten draufgesetzt statt organisch, und die immer wieder eingestreuten Anekdoten wirken unpassend bis gar penetrant.
Weiterhin gibt es viele Dinge, die seitenweise Erwähnung finden, die für die Handlung selbst aber vollkommen irrelevant sind. Beispielsweise will Matt mit seinem früheren Kommilitonen ein Gespräch führen. Der Leser erlebt dann jedoch eine von Informationen über Begräbnisse und die Arbeit eines Bestatters übervolle, drei Kapitel lange Beerdigungsszene, in der es letztendlich wieder nur darum geht, dass Matt, der seinen Glauben vor langer Zeit verloren hat, doch bitte wieder konvertieren soll.
Insgesamt gab es auch dazu viel zu viele Gespräche. Irgendwie drehte sich alles nur darum, bitte an Gott zu glauben oder eben bitte nicht, je nachdem, wer gerade sprach, und jeder war entweder fanatisch gläubig oder eben krampfhaft nicht. Zudem fand ich Matts Atheismus als zwiespältig erklärt: einerseits glaubt er nicht an Gott, weil er irgendwie ja nie geglaubt hat und in den Pfarrerberuf nur so "reingerutscht" ist, andererseits gibt es ein Ereignis in seiner Vergangenheit, das ihn seinen Glauben verlieren ließ. Das wirkte auf mich sehr inkonsequent.
Ebenfalls zwiespältig war der eigentlich sehr gute und sehr flüssige Schreibstil, der sich in einigen Sätzen aber holprig las und mich überlegen ließ, ob hier bei der Übersetzung vielleicht etwas nicht ganz geklappt hat. Da waren Sätze dabei, von denen man genau lesen kann, dass sie im Englischen gut funktionieren, im Deutschen jedoch kaum. Das war bei weitem nicht immer der Fall, aber hin und wieder hat mich das regelrecht aus dem Lesefluss gerissen.
Letztendlich war mir leider auch die Identität des Täters, sein Problem und die Ursache für sein Handeln viel zu offensichtlich. Wenn man sich im Thrillerbereich schon etwas auskennt - ob man liest oder Filme/Serien schaut -, hat man den Fall leider sehr schnell gelöst.
Fazit: Ein Reihenauftakt mit viel Luft nach oben, der vor allem durch seine sympathischen Figuren und die interessante Thematik punktet, die jedoch nicht optimal ausgearbeitet ist. Viele Nebensächlichkeiten und sich wiederholende Gespräche bremsen außerdem die Handlung aus. Für den ersten Teil dieser Reihe mit Potential vergebe ich 3***.
- Sebastian Niedlich
Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben
(43)Aktuelle Rezension von: evaflDer Teufel ist unglücklich, denn er merkt, dass es doch noch etwas anderes geben muss, als das ordnungsgemäße Quälen der verdammten Seelen, wozu er von Gott verdonnert wurde. Bei ihm fiel er in Ungnade, als er versuchte einen himmlischen Betriebsrat zu gründen. Nun bekommt Mephy (wie der Teufel sich gerne nennen lässt, von Mephisto) Sonderurlaub um in irdischen Gefilden eine schöne Sterbliche zu finden…
Da ich schon mindestens ein weiteres Buch von Sebastian Niedlich gelesen hatte, wusste ich was mich hier hinsichtlich des Schreibstils erwartet. Dieser hat mir wieder gut gefallen, eine locker-lustige und doch sehr durchdachte und gewitzte Art und Weise ist es, wie der Autor hier schreibt. Mir hat das sehr gut gefallen, auch die vielen amüsanten Be- und Umschreibungen für die Hölle und den Teufel.
Die Geschichte ist wirklich sehr unterhaltsam, lustig und kurios. Mephy ist auf einer turbulenten Reise, die natürlich nicht unbedingt einfach für ihn ist, denn er ist ja der Teufel. Und so bedient sich der Autor natürlich an verschiedensten Klischees und „Wahrheiten“, die man so über den Teufel kennt. Dies so zu lesen hat mir sehr gut gefallen und mich gut unterhalten.
Auch wurde die Geschichte nie langweilig, denn es passieren immer wieder neue lustige Begebenheiten, Spannung ist absolut garantiert. Zusätzlich fand ich die gewieften Umschreibungen des Autors immer wieder echt gut, außerdem auch verschiedenste Überlegungen in der Geschichte. Hier möchte ich aber gar nicht zuviel vorwegnehmen. Lustig sind auch die immer wieder zu Kapitelbeginn auftauchenden kleinen gemalten Teufel.
Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, ich wurde sehr gut unterhalten, es war eine sehr lustige wie spannende und absolut kuriose Geschichte. Entsprechend kann ich „Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben“ nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.
- Kazue Kato
Blue Exorcist - Band 1
(59)Aktuelle Rezension von: sandraanabelDie Reihe gibt es ja schon seit 2012, aber ich bin gerade dabei sie für mich neu zu entdecken. Band 1 hat mich schonmal überzeugt und ich bin so gespannt wie sich die Reihe entwickelt. Rin entdeckt nämlich ein großes Geheimnis: Er trägt die Kräfte des Teufels in sich und ist damit sozusagen ein Dämon!? Doch sein eigentliches Ziel ist es Dämonen zu bekämpfen und so bekommt er trotz seines Zustands einen Platz an der Akademie für Exorzisten! Das hört sich nicht nur super spannend an, sondern ist es auch. Das Akademiesetting in Kombination mit den Exorcisten finde ich total genial und auhc so hat es mir der Titel echt angetan. Rin ist ein super cooler Hauptcharakter, der quasi ständig mit dem Kopf voran durch die Wand bricht und dadurch einfach Sympathiepunkte macht. Ein absoluter Chaot mit einem Ziel vor Augen und dem Willen sich die fehlenden Fähigkeiten anzueignen. Perfekter Held eines Mangas also und ich bin gespannt, welche Abenteuer er und seine Truppe noch erleben werden! Definitiv empfehlenswert!
Instagram: @sandrasmangas
- Rebecca Hohlbein
Himmelwärts
(63)Aktuelle Rezension von: NicoleGozdekIch habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass ich dermaßen überflüssig fand. Welche Geschichte wollte die Autorin uns erzählen? Wollte sie uns überhaupt etwas erzählen?
Da ich nicht nur den Schreibstil gewöhnungsbedürftig, abgedreht und schwer verdaulich fand, sondern die Story sich mir nicht erschloss, hatte ich den Eindruck, das Buch wäre in erster Linie für eine Person geschrieben worden: die Autorin selbst.
Für mich jedenfalls war die Geschichte völlig sinnfrei, mit Figuren, die wohl in erster Linie skurril sein sollten - Vampirin, gefallener Engel, Prophet, Dämon, Satan, nerviges Mädchen -, aber mich weder berührten, noch irgendeine charakterliche Kontinuität oder verständliche Entwicklung boten. Ich hatte den Eindruck, ihr einziger Sinn wäre von einer absurden Situation in die nächste zu stolpern, bis hin zum Weltuntergang.
Ich weiß auch nach dem Ende des Buches nicht, was die Story sein sollte - hatte das Buch überhaupt eine? -, einen erkennbaren roten Faden habe ich schmerzlich vermisst.
Warum ich das Buch nicht abgebrochen habe, weiß ich auch nicht. Ich hatte null Bezug zur Geschichte, zu den Figuren oder dem Schreibstil mit dem möchtegern-trendy verdrehten Sätzen. Vielleicht lag es daran, dass das Buch seit Jahren auf meinem SUB lag und ich dachte, wenn ich es jetzt nicht lese, dann lese ich es nie. Vielleicht aber auch nur, dass ich mich noch mehr über das rausgeschmissene Geld geärgert hätte, wenn ich das Buch nicht wenigstens beende. Am Ende habe ich die Hälfte des Buches überflogen und es sagt etwas über das Buch aus, wenn dabei genauso viel vom Sinn haften bleibt wie von der ersten gelesenen Hälfte.
Fazit: Buchflop - Kristin Wöllmer-Bergmann
Helene
(37)Aktuelle Rezension von: KnabineKlappentext:
»“Ich verstand diesen Mann einfach nicht. Und das schlimmste: je mehr Zeit ich mit ihm verbrachte, desto weniger verstand ich mich selbst. Nur eine Sache war mir beinahe schmerzlich bewusst: Ich wollte bei ihm sein."
Helene erwacht in einer fremden Wohnung und steht kurz darauf Damian gegenüber, einem mächtigen Geschäftsmann, der auf der Suche nach einer Partnerin ist. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, bemerkt sie bald, dass er mehr ist, als er vorgibt, dennoch kann sie sich ihm nicht entziehen. Als sie begreift, worauf sie sich eingelassen hat, ist es schon zu spät und sie ist plötzlich Teil einer völlig fremden Welt mit ungeahnten Gefahren. Wird sie dennoch bestehen und ist ihre Liebe zu Damian stark genug, egal, welche Abgründe sich noch vor ihr auftun und was sie noch über ihn erfährt? Und meint er es wirklich ernst mit ihr?«
Als Helene plötzlich in der fremden Umgebung erwacht und Damian in ihr Leben tritt, ist sie völlig verwirrt. Damian sucht eine Partnerin - persönlich und auch beruflich. Helene versucht, sich der Anziehungskraft, die Damian auf sie auswirkt, zu entziehen, aber sie hat keine Chance. Innerhalb kürzester Zeit hat sie das Gefühl, nicht mehr ohne ihn sein zu wollen. Aber welches Geheimnis hütet Damian vor Helene? Ist er wirklich „nur“ der mächtige aber mysteriöse Geschäftsmann, der er vorgibt zu sein? Was verbirgt er vor ihr?
Zu Beginn der Geschichte war mir Damian überhaupt nicht sympathisch. Wieso entführt er Helene und lässt sie in einer fremden Wohnung allein und ohne jegliche Information erwachen? Und wieso überhaupt der ganze Aufwand um die Auswahl der Partnerin…Erst mit der Zeit lernt der Leser, dass Damian den Anschein wahren musste und Helene nicht einfach so auswählen konnte. Nach und nach ist Damian mir dann aber sehr ans Herz gewachsen und ich hatte zeitweise sogar etwas Mitleid mit ihm - der soziale Umgang mit Menschen liegt ihm einfach nicht und das hat die Autorin auch sehr gut rübergebracht. Helene dagegen mochte ich vom ersten Moment an. Sie ist schlau, hat ihre eigene Meinung und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Damian ist mysteriös und verbirgt ganz klar wichtige Informationen vor Helene - dennoch ist seine Figur gut beschrieben und verhält sich nachvollziehbar. Auch Helene und ihre Familie agieren authentisch. Der Schreibstil ist fesselnd und es tauchten immer wieder für mich unvorhersehbare Wendungen auf, die den Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten haben.
Fazit: Mir gefällt der Humor der Geschichte sehr gut und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, die Fortsetzung zu lesen! Obwohl Damian mit Sicherheit ein ganz ausgefuchster Kerl ist, der seine ganz eigenen Ziele verfolgt, kommt der Himmel diesmal nicht so richtig gut weg. ;-) Gut und Böse können eben auch mal die Seiten wechseln - es kommt ganz auf die Perspektive an. 5 von 5 Sternen.
- Jochen Till
Luzifer junior (Band 3) - Einmal Hölle und zurück
(36)Aktuelle Rezension von: GiseLuzifer senior ist spurlos verschwunden! Stattdessen hat sein Bruder die Regentschaft in der Hölle übernommen. Luzie und seine Freunde Lilly, Aaron und Gustav sowie Luzies Hausdämon Cornibus machen sich auf die Suche nach Luzifer und reisen dazu in die Unterwelt – undercover natürlich.
Das Buch ist der dritte Band der inzwischen stattlichen Reihe um den Sohn des Höllenfürsten. Luzie geht in der menschlichen Welt zur Schule und hat hier Freunde gefunden. Wie alle Bände bisher ist auch dieser spannend und humorvoll geschrieben und genial illustriert, so dass man sich auf ein neues teuflisches Abenteuer mit Luzie und seinen Freunden freuen kann. Diesmal spielt die Geschichte fast ausschließlich in der Hölle, das bietet seinen eigenen Reiz, denn Luzies Onkel hat die Hölle nach seinen eigenen Ideen umgeformt – fast immer widerspricht das den Vorstellungen der höllischen Bewohnern selbst. Man fiebert mit und fragt sich mit Luzie und seinen Freunden, wem man denn hier vertrauen kann...
Dieses Kinderbuch mit seinen Comic-Anteilen eignet sich sehr gut für Leser ab 10 Jahren, die neben viel Spannung und Humor auch ein bisschen Grusel haben wollen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.
- Julian Fröhlich
Das Buch mit 7 Siegeln
(11)Aktuelle Rezension von: ScheckentoelterDas Cover zeigt das Buch mit den 7 Siegeln.
Die Story selbst ist am Anfang sehr Langweilig, zwischendrin sehr Spannend und zum Ende wieder sehr Langweilig.
Das Buch sorgt dafür das man mit den 7 Sünden konfrontiert wird.
Ein ganz nettes Buch, aber nicht all zu toll. - Birgit Jasmund
Der Duft des Teufels
(41)Aktuelle Rezension von: Siko71Die junge Wittwe Katharina gerät in Verdacht mit dem Teufel im Packt zu stehen und wird als "Hexe" verfolgt. Ihr Geliebter Daniel glaubt an ihre Unschuld und versucht sie aus den Fängen des herrschsüchtigen Domenikaner Mönchs Martin und dessen Gehilfen den Weber Fritz Haan zu befreien. Daniel bekommt Hilfe vom Kramer und Parfümeur Giovanni Paolo Feminis, der nach dem perfekten Aqua mirabilis forscht.
Ein spannender und zugleich interessanter historischer Roman über die Erfindung des "Kölnisch Wasser". Man liest in diesem Roman wieder, wie schnell sich die Menschen beeinflussen lassen ohne die Hinergründe zu erfragen. In diesem Buch ist es die Kirche, die den Menschen den Teufel und seine Machenschaften näher bringt.Mir hat dieses ein sehr schönes Lesevergnügen bereitet und daher volle Punkte.
- Rainer Wekwerth
Damian. Die Stadt der gefallenen Engel
(342)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenAuf dieses Buch wurde ich mehr durch einen Zufall aufmerksam und es hat mich schon vor der Leseprobe begeistert. Als ich dann die ersten Seiten gelesen hatte, war klar, dass dieses Buch das Zeug hatte mein Herz zu erobern. Und das hat es!
Rainer Wekwerth hat den Himmel und die Hölle direkt nach Berlin gebracht und mit "Damian - Die Stadt der gefallenen Engel" ein fantastisches Abenteuer gestartet...
Alles beginnt recht normal... Die 17-jährige Lara lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Örtchen namens Rottenbach in der Nähe von Stuttgart. Sie geht zur Schule, hat zwei beste Freundinnen und einen festen Freund namens Ben.
Als Ben ihr per SMS mitteilt, dass er keinen Sinn mehr in ihrer Beziehung sehe - und das zwei Tage nachdem sie ihm sagte, es sei ihr noch zu früh mit ihm zu schlafen - legt sich ein schwerer Kummer auf Laras gebrochenes Herz. Liebeskummer - etwas, was sie nie zuvor kannte...
Ihre Mutter Rachel stimmt schließlich zu, dass Lara am besten ihre Großeltern in Berlin besuchen könnte um so auf andere Gedanken zu kommen und Abstand zu Ben zu bekommen.In Berlin angekommen empfangen Martha und Max ihre Enkelin ganz herzlich und sind froh Lara nach langer Zeit endlich wieder einmal in ihre Arme schließen zu können. Eine riesige Kluft klafft zwischen Laras Großeltern und ihrer Mutter Rachel, auch wenn Lara den Grund dafür nicht kennt.
Lara erforscht Berlin und merkt schnell wie anders sich die Zeit hier dreht. Als sie eines Abends mit einem Jungen, der ungefähr in ihrem Alter sein dürfte, zusammenstößt, spürt sie zum ersten Mal den aggressiven Wind der Großstadt. Statt Laras Entschuldigung anzunehmen, drückt er sie nieder und versucht ihr die Kleider vom Leib zu reißen.
Und genau da taucht ihr Retter in der Not auf...
Damian ist ein gefallenener Engel und dient Satan persönlich. Doch als er spürt, wie Laras Liebe zu ihm wächst und er seine eigenen Gefühle nicht verstehen kann, fängt er an, an seiner Aufgabe zu zweifeln.Zu Beginn der Geschichte lernt man Lara kennen, bekommt einen Einblick in ihre vergangenen Erlebnisse und erfährt wie stark sie sein kann. Trotz ihres Liebeskummers lässt sie sich auf Berlin ein, wittert eine neue Zuflucht und glaubt neue Stärke finden zu können. Sie ist eine sehr liebenswerte Protagonistin, die ich sofort in mein Herz schließen musste.
Zwischendurch wechselt die Szenerie und man beobachtet einen Mann, der sehnsüchtig zum Himmel blickt und dennoch in die Hölle gehört: Damian. Er ist ein gefallener Engel, der im Dienste Satans steht und dennoch etwas liebenswürdiges ausstrahlt...
Seine Aufgabe steht im Wiederspruch zu seinen Gefühlen und während seine Kraft schwindet planen seine dämonischen Sklaven seinen Untergang.
Die erste Begegnung der Beiden Hauptprotagonisten war alles andere als zufällig und wie es das Leben so will ist Ben schnell vergessen und Lara ist mehr als begeistert von ihrem vier Jahre älteren Retter, der sich ihr als Damian Antas vorstellt, aber ansonsten sehr wenig über sich erzählt.
Auch bei ihren Großeltern ist Damian schnell willkommen und die Beiden treffen sich immer wieder.
Die Entwicklung dieser Liebesgeschichte spielt sich still und heimlich im Dunklen ab. Laras Gedanken machen keinen Hehl aus ihrer Verliebtheit, während Damian noch zu verstehen versucht, was sie in ihm auslöst. Er ist schließlich ein gefallener Engel und als solcher, der Satan persönlich dient, sollte er nur Hass und Schmerz kennen, doch stattdessen liebt er und empfindet Mitgefühl.Lara spürt, dass sie sich verändert. Sie träumt wirres Zeugs, in dem Damian ihr sagt sie sei sein und nur sein. Und sieht, wie sich Menschen zu Fratzen verzerren und wahrgewordene Bestien aus einem Albtraum darstellen.
Und als Lara ein Telefonat zwischen ihren Großeltern und ihrer Mutter belauscht, in dem es um ihren Vater und Damian geht, wird sie misstrauisch.
Sie geht den streng gehüteteten Familiengeheimnissen, dessen sie sich sicher ist, dass nichtmal ihre Mutter was davon weiß, auf die Spur und entdeckt ein uraltes Foto, dass all ihre Fragen - wer war ihr Vater und was wollen ihre Großeltern vor ihr verbergen - beantwortet und gleichzeitig tausend neue stellt...
Dieses Buch enthüllt Seite für Seite neue Geheimnisse. Es baut sich immer weiter aus, bin man die Spannung kaum noch erträgt. Es ist spektakulär geschrieben und toll formuliert. Durch die Abwechslung der Blickwinkel - mal aus Laras, dann aus Damians und schließlich auch aus Sicht eines Engels oder Dämons - hat man das Gefühl alles genauer überblicken zu können und doch versteht man nicht viel. Durch all die Geheimnisse weiß man gar nicht wer auf welcher Seite steht und es entsteht eine atemlose Spannung, die bis zum Schluss anhält.
Das Ende ist wie eine Achterbahn. Erst aufregend und wild und dann fragt man sich: "Das war's schon?" Leider ja... Aber es kommt ja zum Glück eine Fortsetzung... :-)
Fazit:
Das Buch hat mich schon vor dem eigentlichen Lesen schwer beeindruckt und jede Seite war Lesegenuss pur. Es ist ein Jugendbuch, aber teilweise - so wie die versuchte Vergwaltigungsszene - wenig Jugendfrei geschrieben.
Alles war stimmig und aufregend und dank kurzer Kapitel ließ sich das Buch flüssig lesen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil es einfach zu spannend war.
- Mayu Shinjo
Virgin Crisis 01
(38)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeMiu beschwört den Teufel höchstpersönlich um ihren Mitschüler Amamiya dazu zu bringen sich in sie zu verlieben. Dieser verlangt als Gegenleistung ihre Jungfräulichkeit.
Der Zeichenstil von Mayu Shinjo weist klare Linien und eine übersichtliche Aufteilung der Panels auf. Auch die Figuren sind eindeutig gezeichnet und lassen sich gut unterscheiden. Besonders die Protagonistin Miu passt durch ihr "Babyface" und ihren halbwüchsigen Körperbau ins typische Kindchenschema.
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und verfolgen.
Das Thema Liebe, die Verführung durch eine Person des "Bösen" und der ewige Kampf "Gott gegen Satan" ist alles andere als neu und daher bisher wenig spannend. Auch die Protagonisten sind eher nervig.
Da es sogar im ersten Band ein paar ziemlich eindeutige Szenen und Aussagen gibt, schätze ich das Lesealter ab 16 Jahren.























